Einleitungen zu
Goethes Naturwissenschaftliche Schriften
GA 1
Rudolf Steiner hat sich schon vor seinem Studium der Naturwissenschaften und Mathematik an der Technischen Hochschule in Wien mit Goethe und mit philosophischen Grundfragen der Naturwissenschaft beschäftigt. Schon kurz nach der Aufnahme seines Studiums lernte er den Literatur- und Sprachwissenschaftler Karl Julius Schröer (1825-1900) kennen, eine Begegnung, die von weittragender Bedeutung für ihn werden sollte. Schröer brachte dem naturwissenschaftlich und literarisch interessierten Studenten den Menschen und Dichter Goethe näher und regte ihn an, auch dessen naturwissenschaftliche Schriften und Aufzeichnungen vertieft zu studieren. Es kann nicht ausgeschlossen - aber auch nicht positiv belegt werden -, dass sich Steiner noch bevor er Schröer und dann Joseph Kürschner kennenlernte, mit Goethes naturwissenschaftlichen Arbeiten beschäftigt hat.
Die interessanten Gespräche und Auseinandersetzungen um naturphilosophische Grundfragen, die er mit Steiner führte, veranlassten Schröer, den jungen Wissenschaftler an den Gesamtherausgeber der Reihe «Deutsche National-Litteratur», den Schriftsteller, Theaterwissenschaftler und Lexikografen Joseph Kürschner (1853-1902), zu empfehlen (Brief vom 4. Juni 1882), und zwar als Herausgeber von Goethes naturwissenschaftlichen Schriften. Unter der Bedingung, dass Schröer die Oberaufsicht über Steiners Arbeit übernimmt, die Drucklegung begleitet sowie eine Einführung schreibt, ging Kürschner unmittelbar darauf ein.
- Einleitung
- Die Entstehung der Metamorphosenlehre
- Die Entstehung von Goethes Gedanken über die Bildung der Tiere
- Über das Wesen und die Bedeutung von Goethes Schriften über organische Bildung
- Abschluss über Goethes morphologische Anschauungen
- Goethes Erkenntnis-Art
- Über die Anordnung der naturwissenschaftlichen Schriften Goethes
- Von der Kunst zur Wissenschaft
- Goethes Erkenntnistheorie
- Wissen und Handeln im Lichte der Goetheschen Denkweise
- Verhältnis der Goetheschen Denkweise zu anderen Ansichten
- Goethe und die Mathematik
- Das geologische Grundprinzip Goethes
- Die meteorologischen Vorstellungen Goethes
- Goethe und der naturwissenschaftliche Illusionismus
- Goethe als Denker und Forscher
- Goethe gegen den Atomismus
- Goethes Weltanschauung in Seinen «Sprüchen in Prosa»
