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Consciousness — Life — Form
GA 89

31 October 1904

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Die planetarische Entwicklung VI

Planetary Development VI

[ 1 ] Wir wollen heute die Entwicklung auf unserer Erde im besonderen durchnehmen. Zunächst fassen wir das vorher Durchgenommene noch einmal kurz zusammen.

[ 1 ] Today we want to take a closer look at the development of our Earth. First, let’s briefly summarize what we’ve covered so far.

[ 2 ] Innerhalb der irdischen Entwicklung stehen wir auf der vierten Stufe des Bewußtseins, auf dem vierten Planeten also. Auf diesem wird das helle Tagesbewußtsein ausgebildet, und zwar stufenweise durch 49 Stufen. Die höchste Stufe auf dem vorhergehenden Planeten, auf dem Monde, war die vollkommenste Ausbildung einer Art hochentwickelten Traumbewußtseins. Dieses war ein ähnliches Bewußtsein, wie es bei den höchstentwickelten Tieren jetzt ist. Der physische Mensch — nicht der seelisch-geistige, der eine andere Entwicklungslinie gegangen ist und erst Jetzt sich mit dem Physischen vereinigen wird — konnte dazumal in der Art denken, wie es das Traumbewußtsein der heute höchstentwickelten Tiere gestattet. Im Beginne einer solchen Entwicklung kommt für das Weiterschreiten unser hauptsächlichstes Wesen selbst in Betracht.

[ 2 ] Within Earth’s evolution, we are on the fourth stage of consciousness—that is, on the fourth planet. On this planet, clear waking consciousness is developed, gradually through 49 stages. The highest stage on the preceding planet, the Moon, was the most perfect development of a kind of highly evolved dream consciousness. This was a consciousness similar to that which exists today in the most highly evolved animals. Physical human beings—not the soul-spiritual beings, who have followed a different line of development and will only now unite with the physical—were able at that time to think in the manner permitted by the dream consciousness of today’s most highly developed animals. At the beginning of such a development, our very essence itself comes into play for further progress.

[ 3 ] Tiere, Pflanzen und Mineralien waren früher entwickelt als der Mensch. Was damals so entwickelt war, daß es fortschreiten konnte, ging mit dem Menschen in eine Art Keimzustand über, durch ein Pralaya hindurch. Auf dem Monde waren die Menschenkeime so weit, sich zu der Fähigkeit eines höheren Traumbewußtseins zu entwickeln. Die Tiere waren erst bei einem dumpfen Traumbewußtsein angelangt, die Pflanzen bei einem niedrigeren und die Mineralien bei einem noch niedrigeren Bewußtsein. Alles übrige, was zur Weiterentwicklung nicht geeignet war, wurde als Schlacke abgeworfen. In der neuen Erdenevolution waren Keime von dieser Art von Menschen, Tieren, Pflanzen, Mineralien vorhanden. Also waren Keime da nicht nur aus dem Menschenreich, sondern aus dem Tier-, Pflanzen- und Mineralreich, die damals sehr verschieden waren von dem, was wir jetzt als Tiere, Pflanzen und Mineralien kennen. Die Mineralien waren mehr in einem Zustande, wie er jetzt bei einer sehr hohen Temperatur bei einem Metall eintritt.

[ 3 ] Animals, plants, and minerals had evolved earlier than humans. Whatever had evolved to the point where it could progress at that time entered a sort of embryonic state along with humanity, passing through a Pralaya. On the Moon, the human embryos had reached the stage where they could develop the capacity for a higher dream consciousness. Animals had only reached a dull dream consciousness, plants a lower level, and minerals an even lower level of consciousness. Everything else that was not suited for further development was cast off as dross. In the new Earth evolution, seeds of this kind—of humans, animals, plants, and minerals—were present. Thus, there were seeds not only from the human kingdom but also from the animal, plant, and mineral kingdoms, which at that time were very different from what we now know as animals, plants, and minerals. The minerals were more in a state similar to that which now occurs in a metal at a very high temperature.

[ 4 ] Was sich nun in unserer Erdenentwicklung von Stufe zu Stufe gestaltet, ist nicht identisch mit Tieren, Pflanzen und Mineralien der vorhergehenden Zeiten. Sie waren schon eine Stufe weiter, als für die Erde nötig war. Erst der Mensch fand auf der Erde die für ihn entsprechenden Bedingungen. Daher entwickelten sich die anderen Reiche gleichsam als überreife Frucht; sie konnten nicht mehr Wurzel fassen. Diese Wesen sind daher nicht eigentlich heimisch auf dieser Erde selbst, sondern sie können erst auf dem Boden derjenigen Wesenheiten leben, die hier heimisch sind; sie werden Schmarotzer, Parasiten. Die Mondtiere und Mondpflanzen waren gewohnt in einem Boden von Kama zu leben, sie waren ganz in das Psychische hineingelagert, sie konnten daher erst auf der Erde einen Boden finden, als das Kama dort vorhanden war. Sie wurden nun parasitär, wie zum Beispiel die Mistel, die auf dem Monde selbständig ihr Wachstum entwickelte, hier aber nicht unmittelbar auf der Erde wachsen konnte. Diese Kraft war auf dem Monde berechtigt, aber nicht auf der Erde. Sie wurde zu einer hemmenden, aufhaltenden Kraft, da sie die Entwicklung anderer Pflanzen beeinträchtigt. Daher ist Satan der Herr der Parasiten, er bedient sich der Kräfte, die parasitisch sind. In der germanischen Mythologie ist es der Gott Loki, der dem Baldur, dem Gott der Erde feindlich gesinnt ist. Alles, was von der lunarischen Epoche herübergekommen war, ist dargestellt in Loki. Kein Wesen der Erde vermag Baldur zu verletzen, nur dasjenige, das vom Monde gekommen ist; daher wurde Baldur durch eine Mistel getroffen, die vom Monde ihre Kraft hat.

[ 4 ] What is now taking shape in the Earth’s evolution, stage by stage, is not identical to the animals, plants, and minerals of earlier times. They were already one stage further along than was necessary for the Earth. Only human beings found the conditions on Earth that were appropriate for them. Therefore, the other kingdoms developed, as it were, like overripe fruit; they could no longer take root. These beings are therefore not truly native to this Earth itself, but can only live on the foundation of those beings that are native here; they become parasites. The lunar animals and plants were accustomed to living in a soil of Kama; they were entirely embedded in the psychic realm, and therefore could only find a suitable environment on Earth once Kama was present there. They then became parasitic, like mistletoe, for example, which developed its growth independently on the Moon but could not grow directly on Earth. This force was justified on the Moon, but not on Earth. It became an inhibiting, hindering force, as it impedes the development of other plants. Therefore, Satan is the lord of the parasites; he makes use of forces that are parasitic. In Germanic mythology, it is the god Loki who is hostile toward Baldur, the god of the Earth. Everything that came over from the lunar epoch is represented in Loki. No being of the Earth can harm Baldur—only that which has come from the Moon; therefore, Baldur was struck by mistletoe, which derives its power from the Moon.

[ 5 ] Unsere Tiere, die sich in ihrer Entwicklung auf der Erde befinden, und auch der Mensch, bilden sich auf der Erde ein Knochensystem aus. Die Tiere aber, die auf dem Monde ihre Entwicklung schon zu Ende erreicht haben, die hatten dort kein Knochensystem, sie haben sich auf der Erde ein Außenskelett gebildet: eine Kruste oder eine Schale wie zum Beispiel Käfer, Tracheen und so weiter. Diese kamen vom Monde in die Erdenentwicklung hinein. Alle Wesen, die wirklich mit der Erdenentwicklung gehen, bilden ein Innenskelett. Daher wird Eva als aus der Rippe geschaffen dargestellt. Es befanden sich nun auf der Erde zwei Strömungen: erstens das, was Tiere, Pflanzen und Mineral auf der Erde werden kann und zweitens daneben die keimhaften Menschen.

[ 5 ] Our animals, which are in the process of developing on Earth, as well as humans, develop a skeletal system on Earth. The animals, however, that had already completed their development on the Moon did not have a skeletal system there; they formed an external skeleton on Earth: a crust or shell, such as that of beetles, tracheates, and so on. These entered Earth’s evolutionary process from the Moon. All beings that truly follow the course of Earth’s evolution form an internal skeleton. This is why Eve is depicted as having been created from a rib. There were now two currents on Earth: first, that which could become animals, plants, and minerals on Earth, and second, alongside this, the embryonic human beings.

[ 6 ] Wie geschieht nun die Höherentwicklung des Menschen? Der Mensch muß, um später alles in sich zu haben, was ihn fähig macht, die Stufe der Entwicklung überhaupt zu erreichen, die ihm beschieden ist, alles das ausscheiden, was sich sonst parasitär entwickelt hätte. Das, was jetzt Mineral ist, was Pflanze, was Tier ist, mußte aus ihm herausgehen. Er mußte neben sich diese drei Reiche herausgestalten.

[ 6 ] How, then, does human evolution take place? In order to eventually possess within himself everything that enables him to reach the stage of development to which he is destined, man must eliminate everything that would otherwise have developed parasitically. That which is now mineral, plant, and animal had to emerge from within him. He had to form these three kingdoms alongside himself.

[ 7 ] Die erste Phase ist die in der theosophischen Literatur erste Runde genannte Zeitepoche. In der ersten Runde mußte der Mensch in der Anlage das physisch-irdische Mineralreich aus sich herausgestalten, in der zweiten Runde das Pflanzenreich und in der dritten Runde das Tierreich in der Anlage, weil das, woraus diese Reiche sich bilden, ihn hindert, das zu erreichen, was er nur mit Destillieren seiner Menschennatur erreichen kann. Erst in der vierten Runde hat er sich so weit befreit von all den anderen Reichen, daß er mittlerweile sich vorbereitet hat, Gefäß des Geistes zu werden, der um ihn geschwebt, auf ihn gewartet hat. Erst in der vierten Runde hat er sich so weit gebracht, daß der Geist von diesem gereinigten Körper Besitz ergreifen kann. Er erlangt immer mehr die Fähigkeit, sich auszubreiten. Er hat hinter sich auf seinem Wege, als sein Opfer, das Mineral-, Pflanzen- und Tierreich zurückgelassen. Alle Höherentwicklung muß erkauft werden auf Kosten des Zurücklassens anderer Wesen.

[ 7 ] The first phase is the epoch referred to in Theosophical literature as the first round. In the first round, human beings had to form the physical, earthly mineral kingdom from within themselves; in the second round, the plant kingdom; and in the third round, the animal kingdom—because the very substance from which these kingdoms are formed prevents them from achieving what they can attain only by distilling their human nature. It is not until the fourth round that he has freed himself sufficiently from all the other kingdoms so that he has now prepared himself to become a vessel for the Spirit that has hovered around him, waiting for him. Only in the fourth round has he advanced to the point where the Spirit can take possession of this purified body. He increasingly gains the ability to expand. He has left behind him on his path—as his sacrifice—the mineral, plant, and animal kingdoms. All higher development must be paid for at the cost of leaving other beings behind.

[ 8 ] Während der vierten Runde lernt der Mensch das Mineralreich durch die Sinne beherrschen. Er verwertet die unlebendige, mineralische Welt; darin wird er es immer weiter bringen. Die Lebenskraft des Pflanzenreiches beherrscht er noch nicht bewußt. Die Atlantier beherrschten sie unbewußt, instinktiv. Der Atlantier gestaltete sich auch "seine Luftschiffe unbewußt. Das bewußte Hineingießen des Geistes in die unorganische Welt ist die Aufgabe der zweiten Hälfte der vierten Runde. Dadurch wird bis zum Ende der vierten Runde nach und nach das Mineralreich vom Menschen aufgesaugt worden sein. Alles Physisch-Mineralische wird der Mensch mit seinen Gedankenformen physisch umgestaltet haben. Es ist seine Aufgabe, das Mineralreich wieder zu erlösen, seinen Geist hineinzugießen, es durch seinen Geist zu gestalten. Wenn der Mensch in der zweiten Hälfte der vierten Runde übergegangen sein wird zu einer Beherrschung des Astralischen, dann wird auf dem letzten Globus, dem archetypischen (urbildlichen) der vierten Runde, das Mineralreich durch und durch leben.

[ 8 ] During the fourth round, humankind learns to master the mineral kingdom through the senses. It makes use of the inanimate, mineral world; in this, it will continue to make ever greater progress. It does not yet consciously master the life force of the plant kingdom. The Atlanteans mastered it unconsciously, instinctively. The Atlanteans also constructed “their airships” unconsciously. The conscious infusion of spirit into the inorganic world is the task of the second half of the fourth round. Through this, by the end of the fourth round, the mineral kingdom will have been gradually absorbed by humankind. Humankind will have physically transformed all that is physical and mineral through its thought-forms. It is humanity’s task to redeem the mineral kingdom once more, to infuse it with its spirit, and to shape it through its spirit. When humanity has progressed to mastery of the astral realm in the second half of the fourth round, then on the final globe—the archetypal (prototypical) globe of the fourth round—the mineral kingdom will be thoroughly alive.

[ 9 ] In der ersten Hälfte der vierten Runde erwirbt der Mensch erst die Fähigkeit, seine Sinne zu dem Mineralreich in Beziehung zu setzen; in der zweiten Hälfte der vierten Runde erlöst er das Mineralreich. Aber ein Teil desselben bleibt zurück, wird ausgeschieden, da er für den Menschen nicht mehr brauchbar ist. Das bildet die sogenannte achte Sphäre, die für die Menschenentwicklung nicht mehr brauchbar ist, sondern nur für höhergeartete Wesenheiten. Diesen kann sie später als Material dienen, wenn sie zu Weltenstaub aufgelöst und zur Neubildung von anderen Welten verwendet wird. Es wird einbezogen in andere Entwicklungsströme, der Mensch kann es nicht in sich einbeziehen. Erst wird evolviert, alles herausentwickelt, dann involviert, wieder hereingenommen.

[ 9 ] In the first half of the fourth round, human beings first acquire the ability to relate their senses to the mineral kingdom; in the second half of the fourth round, they redeem the mineral kingdom. But a part of it remains behind, is excreted, since it is no longer useful to humankind. This forms the so-called eighth sphere, which is no longer useful for human development, but only for higher-order beings. It can later serve as material for them when it is dissolved into cosmic dust and used for the formation of other worlds. It is incorporated into other streams of development; human beings cannot incorporate it into themselves. First comes evolution—everything is developed outward—then involution—it is taken back in again.

[ 10 ] Während der fünften Runde wird kein Mineralreich mehr sein. Es ist erlöst. In der ersten Hälfte dieser Runde wird der Mensch seine höheren Sinne ausbilden, mittels derer er zu dem Pflanzenreich in jene Beziehung treten wird wie jetzt zum Mineralreich; er entwickelt den Pflanzengedanken. Dann lebt der Mensch bewußt im Garten Eden. Es gibt dann keine Schwere mehr. Alles hat sich in Pflanzenreich verwandelt. Während der zweiten Hälfte der fünften Runde zieht der Mensch das ganze Pflanzenreich wieder in sich ein; er erlöst es, soweit er es erlösen kann. Diese Reiche waren ja früher zu seinen Gunsten — als zu seiner Entwicklung überflüssig, hinderlich — ausgesondert worden.

[ 10 ] During the fifth round, there will no longer be a mineral kingdom. It will have been redeemed. In the first half of this round, human beings will develop their higher senses, through which they will enter into the same relationship with the plant kingdom as they now have with the mineral kingdom; they will develop plant consciousness. Then human beings will live consciously in the Garden of Eden. There will then be no more heaviness. Everything will have been transformed into the plant kingdom. During the second half of the fifth round, humankind will draw the entire plant kingdom back into itself; it will redeem it to the extent that it can. These kingdoms had, after all, previously been set aside as superfluous and hindering to its development.

[ 11 ] Dasselbe tritt nun in der sechsten Runde mit dem Tierreich ein. Da wird der Mensch dann ganz Mensch sein. In der siebten Runde wird er in seinem Atma entwickeln das, wozu er eigentlich veranlagt war: frei von den Reichen, die er herausgeworfen hat, wird er dann Gottähnlichkeit in sich entwickeln. Jede Runde ist ein Schöpfungstag. Die siebte Runde ist der siebte Schöpfungstag, an dem der Mensch gottähnlich wird und an dem Gott ruhen kann von seinen Werken.

[ 11 ] The same process now takes place in the sixth round with the animal kingdom. There, human beings will become fully human. In the seventh round, they will develop within their Atma what they were actually destined for: freed from the realms they have cast aside, they will then develop godlikeness within themselves. Each round is a day of creation. The seventh round is the seventh day of creation, on which man becomes godlike and on which God can rest from His works.

[ 12 ] Von der Mitte unserer vierten Runde an muß auch eine andere Entwicklungsrichtung einsetzen. Das mineralische Reich drückt die stärkste Sonderung aus. Der Mensch tritt ganz äußerlich zu der dichter werdenden Materie in Beziehung. Mineral, Pflanzen und Tiere stehen in engerem Verhältnis zur Umwelt als er. Die Kräfte des Mineralischen sind äußerliche; die Kräfte des Kristall leben im All, er ist ein Teil des Ganzen, ohne Anspruch auf Sonderheit zu machen. Stufenweise wird der Anspruch auf Sonderheit immer stärker bei den Wesen. Der Mensch ist das am meisten in sich abgesonderte Wesen. Das ist für den physischen Menschen am weitesten geschehen in der Mitte der lemurischen Rasse. Da war das Gehäuse geschaffen für den Geist. Nun vereinigte sich der Geist mit ihm. Und indem sich der Geist herausarbeitet, fängt der Mensch an, sich durch Gemeinsamkeit wieder in die Außenwelt einzugliedern. Erst mußte er sich hinausgliedern, sich sondern; jetzt bildet er die geistigen Gemeinschaften, die Bruderschaft. Was früher Sympathie und Antipathie auf Kama-Ebene war, wird jetzt bewußte Anziehungskraft. Eine bewußte Brüderlichkeit entwickelt sich. Wer einer Bruderloge angehört, kennt nicht mehr die Sonderheit wie andere, er trennt sich nicht von seiner Gruppe, gliedert sich mit vollem Bewußtsein in seine Gruppe ein. Ein Adept hat ein Bewußtsein, welches in seiner Bruderschaft oder Gruppe ruht. Diejenigen Wesenheiten, die eine gewisse Stufe darin erreicht haben, nennt man dhyanische Wesenheiten, die großen schaffenden Kräfte. Bruderlogen entwickeln sich zu dhyanischen Wesenheiten. Dhyanische Wesenheiten sind wie in eine Ansammlung von Zellen zusammengeschlossene geistige Wesenheiten. Die Bruderloge der Adepten wird als ein dhyanisches Wesen angesehen werden. Es geht hier wiederum eine Bereicherung in der Entwicklung vor sich. In der Mitte der vierten Runde liegt ein wichtiger Punkt: Die Menschengeister fangen an, sich zusammenzuschließen zu einer Bruderschaft, zur Ausbildung eines dhyanischen Wesens.

[ 12 ] From the middle of our fourth round onward, another direction of development must also begin. The mineral kingdom expresses the strongest separation. Human beings relate to the increasingly dense matter entirely from the outside. Minerals, plants, and animals have a closer relationship to their environment than humans do. The forces of the mineral kingdom are external; the forces of the crystal live in the universe—it is a part of the whole, without claiming any distinctiveness. Gradually, the claim to distinctiveness grows ever stronger among beings. Human beings are the beings most separated within themselves. For the physical human being, this process reached its peak in the middle of the Lemurian race. There, the vessel for the spirit was created. Now the spirit united with it. And as the spirit develops, human beings begin to reintegrate themselves into the external world through a sense of community. First they had to separate themselves, to set themselves apart; now they form spiritual communities, the brotherhood. What was formerly sympathy and antipathy on the Kama level now becomes a conscious force of attraction. A conscious brotherhood develops. Those who belong to a brotherhood no longer feel themselves to be separate from others; they do not separate themselves from their group but integrate themselves into it with full consciousness. An adept possesses a consciousness that rests within his brotherhood or group. Those beings who have attained a certain level within it are called dhyanic beings, the great creative forces. Brotherhood lodges evolve into dhyanic beings. Dhyanic beings are spiritual beings united as if in a cluster of cells. The brotherhood of adepts will be regarded as a dhyanic being. Here, too, an enrichment in development is taking place. An important point lies in the middle of the fourth round: human spirits begin to unite into a brotherhood to form a dhyanic being.

[ 13 ] So empfinden wir einen großen Unterschied zwischen der ersten und zweiten Hälfte einer Runde. In der ersten Hälfte einer Runde bildet sich der Mensch die Organe aus, durch die er hinausstrebt. In der zweiten Hälfte einer Runde zieht er diese Organe wieder in sich hinein. Die erste Hälfte soll ihn zu dem Wiedereinbeziehen vorbereiten. Die zweite Hälfte der Runde wird jedem Wesen für die Art, in der es lebt, auf der entsprechenden Stufe die Erlösung bringen. «Runde» wird in der esoterischen Sprache auch «Zyklus» genannt. In jedem Zyklus verläuft die Entwicklung vom Arupischen bis zum Archetypischen: Das nennt man einen «Epizyklus» [= Globen]. Erst während der zweiten Hälfte eines Zyklus oder einer Runde kann also ein Wesen Karma einsammeln, denn dann fängt es an, tätig zu sein. Daher wird die karmische Entwicklung eines Wesens gerade auf dem Plan Bedeutung haben, auf dem es sich entwickelt.

[ 13 ] Thus, we perceive a great difference between the first and second halves of a cycle. In the first half of a cycle, a human being develops the organs through which he strives outward. In the second half of a round, they draw these organs back into themselves. The first half is intended to prepare them for this reincorporation. The second half of the round will bring salvation to every being, in accordance with the way it lives, at the corresponding level. In esoteric language, a “round” is also called a “cycle.” In every cycle, development proceeds from the Arupic to the Archetypal: this is called an “epicycle” [= globes]. It is only during the second half of a cycle or round, therefore, that a being can accumulate karma, for it is then that it begins to act. Hence, a being’s karmic development will be significant precisely on the plane on which it is evolving.

[ 14 ] Solche Wesen, die von höheren Plänen aus die physische Entwicklung leiten, sind vorhanden. Deren niederste Entwicklung ist in der Astralmaterie. Jedes Volk, jede Rasse, jeder Stamm hat eine gemeinsame Astralmaterie, die Inkarnationsmaterie für den Volksgeist. Der Volksgeist erreicht immer seine Entwicklung etwas früher als die einzelnen im Volk. Der Volksgeist kann von der Mitte eines Zyklus an Karma ansammeln. Wir bilden mit an dem Karma des Volkes, der Rasse und so weiter. Kollektiv-Karma wird dies genannt. Es ist eine Realität. Es wird dadurch bewirkt, daß diejenigen Wesen, die eine Stufe weiter sind, auch Karma haben. Die internationalen Bestrebungen gehören einem noch umfassenderen Geiste an, der die gesamte Astralmaterie der Erde umfaßt, dem wirklichen Erdgeist. Die physische Erde ist auch der physische Körper für diesen Erdgeist, den planetarischen Logos, der, wenn man sich zu ihm erhebt, das Karma der ganzen irdischen Entwicklung bedeutet. Internationale Bestrebungen sind der erste Ansatz zu jener großen Einheit, die entstehen wird auf dem Arupaplan. Der Theosoph lebt in der Idee dieser großen Einbeziehung, des Konzentrierens auf einen Punkt.

[ 14 ] Such beings, who guide physical development from higher planes, do exist. Their lowest level of development is in astral matter. Every nation, every race, every tribe has a shared astral substance—the incarnational substance for the national spirit. The national spirit always reaches its stage of development somewhat earlier than the individuals within the nation. The national spirit can begin accumulating karma from the middle of a cycle onward. We contribute to the karma of the people, the race, and so on. This is called collective karma. It is a reality. It arises because those beings who are one level further along also have karma. International endeavors belong to an even more comprehensive spirit that encompasses the entire astral matter of the Earth—the true Earth spirit. The physical Earth is also the physical body for this Earth Spirit, the Planetary Logos, which, when one rises to it, represents the karma of the entire earthly evolution. International endeavors are the first step toward that great unity that will arise on the Arupa plane. The Theosophist lives in the idea of this great inclusion, of concentrating on a single point.