Man, Nature and the Cosmos
GA 91
6 August 1905, Haubinda
Translate the original German text into any language:
Versions Available:
Kosmologie und menschliche Evolution, 1st ed.
9. Farben Und Töne
9. Farben Und Töne
[ 1 ] Wenn man höhere Welten charakterisieren will, muss man Worte gebrauchen, die wenig genügen, da diese für die sinnliche Welt bestimmt sind. Aber es gibt gewisse gemeinsame Eigenschaften in allen Welten: Farben, Töne, gewisse Kräfte. Wir wollen zunächst über gewisse Farben sprechen; diese sind uns in der physischen Welt nur an räumlichen Dingen bekannt. Selbst dort, wo sie ohne Gegenstand vorhanden sind, werden sie nur durch die Gegenstände bemerkbar. Nur in den Grenzfällen des physischen Lebens kann man Farben sehen ohne Gegenstand, zum Beispiel den Regenbogen. Die Farben in der Astralwelt sind nicht an eine feste, räumliche Grenze gebannt. Sie sind noch seelisch, sind der Ausdruck des Wesens, an dem sie sich befinden. Eine sinnliche Leidenschaft drückt sich anders aus als ein hochstrebender Gedanke. Hier ist unmittelbarer Zusammenklang. Die Farbe schwebt frei, aber sie ist verbunden mit dem, was sie ausdrückt. Sie ist nicht Außenfarbe, sondern Innenfarbe. Der Glocke zum Beispiel ist es gleichgültig, ob sie gelb oder grün ist, es beeinträchtigt nicht ihren Ton.
[ 1 ] Wenn man höhere Welten charakterisieren will, muss man Worte gebrauchen, die wenig genügen, da diese für die sinnliche Welt bestimmt sind. Aber es gibt gewisse gemeinsame Eigenschaften in allen Welten: Farben, Töne, gewisse Kräfte. Wir wollen zunächst über gewisse Farben sprechen; diese sind uns in der physischen Welt nur an räumlichen Dingen bekannt. Selbst dort, wo sie ohne Gegenstand vorhanden sind, werden sie nur durch die Gegenstände bemerkbar. Nur in den Grenzfällen des physischen Lebens kann man Farben sehen ohne Gegenstand, zum Beispiel den Regenbogen. Die Farben in der Astralwelt sind nicht an eine feste, räumliche Grenze gebannt. Sie sind noch seelisch, sind der Ausdruck des Wesens, an dem sie sich befinden. Eine sinnliche Leidenschaft drückt sich anders aus als ein hochstrebender Gedanke. Hier ist unmittelbarer Zusammenklang. Die Farbe schwebt frei, aber sie ist verbunden mit dem, was sie ausdrückt. Sie ist nicht Außenfarbe, sondern Innenfarbe. Der Glocke zum Beispiel ist es gleichgültig, ob sie gelb oder grün ist, es beeinträchtigt nicht ihren Ton.
[ 2 ] Wenn man über die astralische Welt hinauskommt, gibt es auch Farben, die aber nicht nur Innenfarben sind, sondern sie sind schöpferisch, bringen sich selbst hervor; es sind strahlende Farben. Wenn nun der Mensch sich in den mentalen Raum erhebt, verliert er zunächst die Fähigkeit, die mentalen Farben gleich wahrzunehmen. Deshalb spricht man von der tönenden Welt. Die Fähigkeit tritt auf dagegen, Schall, Ton wahrzunehmen. Erst wenn man wiederum noch höher kommt, nimmt man die strahlenden Farben wahr. Wenn sich der Mensch wieder zur Farbe durchgerungen hat, ist er im Arupa.
[ 2 ] Wenn man über die astralische Welt hinauskommt, gibt es auch Farben, die aber nicht nur Innenfarben sind, sondern sie sind schöpferisch, bringen sich selbst hervor; es sind strahlende Farben. Wenn nun der Mensch sich in den mentalen Raum erhebt, verliert er zunächst die Fähigkeit, die mentalen Farben gleich wahrzunehmen. Deshalb spricht man von der tönenden Welt. Die Fähigkeit tritt auf dagegen, Schall, Ton wahrzunehmen. Erst wenn man wiederum noch höher kommt, nimmt man die strahlenden Farben wahr. Wenn sich der Mensch wieder zur Farbe durchgerungen hat, ist er im Arupa.
[ 3 ] Wenn wir von einem physischen Gegenstand Farbe abnehmen und sie wie ein Häutchen mitnehmen und nach Devachan mitbringen könnten, würde die Farbe dort erstrahlen. Daher benennt man auch den Devachan die ‹Welt der strahlenden Farben›. Wenn man hier einem Mitmenschen etwas mitteilen will, sagt man es ihm durch den Ton. Im Devachan würde es erstrahlen in der entsprechenden Farbe. Eine solche Welt, wo alle Wesen in strahlenden Farben leben, nennt man das ‹erste Elementarreich›. Wenn die Materie dieser Wesen etwas dichter wird, ins Rupische hinuntersteigt, fangen sie an, durch Töne sich bemerkbar zu machen. Das ist das ‹zweite Elementarreich›. Die Wesen, die darin leben, sind sehr beweglich. Im ‹dritten Elementarreich› kommt zu dem Übrigen die Gestalt hinzu. Die Innenfarbe ist gestaltet; Leidenschaft zeigt sich in Blitzform, erhabene Gedanken in Pflanzenform. In höheren Gebieten sind es Funken und Scheine, hier sind es Formen von einfarbiger und tönender Welt.
[ 3 ] Wenn wir von einem physischen Gegenstand Farbe abnehmen und sie wie ein Häutchen mitnehmen und nach Devachan mitbringen könnten, würde die Farbe dort erstrahlen. Daher benennt man auch den Devachan die ‹Welt der strahlenden Farben›. Wenn man hier einem Mitmenschen etwas mitteilen will, sagt man es ihm durch den Ton. Im Devachan würde es erstrahlen in der entsprechenden Farbe. Eine solche Welt, wo alle Wesen in strahlenden Farben leben, nennt man das ‹erste Elementarreich›. Wenn die Materie dieser Wesen etwas dichter wird, ins Rupische hinuntersteigt, fangen sie an, durch Töne sich bemerkbar zu machen. Das ist das ‹zweite Elementarreich›. Die Wesen, die darin leben, sind sehr beweglich. Im ‹dritten Elementarreich› kommt zu dem Übrigen die Gestalt hinzu. Die Innenfarbe ist gestaltet; Leidenschaft zeigt sich in Blitzform, erhabene Gedanken in Pflanzenform. In höheren Gebieten sind es Funken und Scheine, hier sind es Formen von einfarbiger und tönender Welt.
[ 4 ] Alle unsere Wesen sind durch drei Elementarreiche gegangen. Gold, Kupfer und so weiter sind jetzt ins Mineralreich übergegangen. Gold sah in der Mondenrunde nicht so aus wie jetzt: ein nach verschiedenen Seiten strahlender Stern, durch den man durchgreifen konnte. Durch einen ähnlichen Prozess wird Wasser, wenn es zu Schnee gefriert, zu einem kleinen Kristall. Die Metalle sind die verdichteten Formen des dritten Elementarreiches. Deshalb ist Metall nicht innerlich gleichförmig, sondern innerlich gestaltet — Chladnische Klangfiguren. Nach Linien und Figuren ist das ganze Mineralreich belebt, und im dritten Elementarreich war es gefärbt. Dadurch, dass die Formen erstarren, wird Oberfläche, und nun entstehen die Farben an der Oberfläche.
[ 4 ] Alle unsere Wesen sind durch drei Elementarreiche gegangen. Gold, Kupfer und so weiter sind jetzt ins Mineralreich übergegangen. Gold sah in der Mondenrunde nicht so aus wie jetzt: ein nach verschiedenen Seiten strahlender Stern, durch den man durchgreifen konnte. Durch einen ähnlichen Prozess wird Wasser, wenn es zu Schnee gefriert, zu einem kleinen Kristall. Die Metalle sind die verdichteten Formen des dritten Elementarreiches. Deshalb ist Metall nicht innerlich gleichförmig, sondern innerlich gestaltet — Chladnische Klangfiguren. Nach Linien und Figuren ist das ganze Mineralreich belebt, und im dritten Elementarreich war es gefärbt. Dadurch, dass die Formen erstarren, wird Oberfläche, und nun entstehen die Farben an der Oberfläche.
[ 5 ] Wir haben also:
[ 5 ] Wir haben also:
1. Erstes Elementarreich — Reich der strahlenden Farben
2. Zweites Elementarreich — Reich der freien Töne
3. Drittes Elementarreich — Reich der farbigen Formen
4. Mineralreich — Reich der farbigen Körper
1. Erstes Elementarreich — Reich der strahlenden Farben
2. Zweites Elementarreich — Reich der freien Töne
3. Drittes Elementarreich — Reich der farbigen Formen
4. Mineralreich — Reich der farbigen Körper
[ 6 ] Die physische Welt enthält alle drei Elementarreiche wie geronnen in sich. Der Ton hängt mit dem Innern eines Wesens viel mehr zusammen als die Farbe. Letztere ist mehr Oberfläche. Noch innerer hängen die strahlenden Farben zusammen. [Das Selbststrahlende des ersten Elementarreiches.]
[ 6 ] Die physische Welt enthält alle drei Elementarreiche wie geronnen in sich. Der Ton hängt mit dem Innern eines Wesens viel mehr zusammen als die Farbe. Letztere ist mehr Oberfläche. Noch innerer hängen die strahlenden Farben zusammen. [Das Selbststrahlende des ersten Elementarreiches.]
