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Notes from Mathilde Scholl 1904–1906
GA 91

23 September 1906, Landin

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Kosmologie und menschliche Evolution, 1st ed.
  1. Notes from Mathilde Scholl 1904–1906, tr. SOL

29. Die Spirale und die Dualität, Kraft und Offenbarung

29. Die Spirale und die Dualität, Kraft und Offenbarung

[ 1 ] Wenn wir ein kugelförmiges Gefäß mit einer Flüssigkeit füllen und diese an einem Punkt ausströmen lassen, so strömt zunächst ein Strahl aus dem Mittelpunkt heraus. Da aber die Flüssigkeit keine Lücke duldet, strömt von allen Seiten die Flüssigkeit herbei, um die Leere im Mittelpunkt zu ersetzen. Es entsteht durch das Zusammenströmen im Mittelpunkt ein Wirbel, und der herausströmende Strahl wird zur Spirale. Bei allen flüssigen oder luftförmigen und feineren Substanzen herrscht dasselbe Gesetz, und durch dieses Ausströmen in Spirallinien wird die Substanz zur Kraft. Wo in einer Substanz Spiralbewegung entsteht, da ordnet sich die Substanz rhythmisch, und durch die Spiralbewegung kommen bestimmte Anordnungen, Verwandlungen zustande. - Dies Gesetz herrscht überall im ganzen Kosmos, im Größten wie im Kleinsten.

[ 1 ] Wenn wir ein kugelförmiges Gefäß mit einer Flüssigkeit füllen und diese an einem Punkt ausströmen lassen, so strömt zunächst ein Strahl aus dem Mittelpunkt heraus. Da aber die Flüssigkeit keine Lücke duldet, strömt von allen Seiten die Flüssigkeit herbei, um die Leere im Mittelpunkt zu ersetzen. Es entsteht durch das Zusammenströmen im Mittelpunkt ein Wirbel, und der herausströmende Strahl wird zur Spirale. Bei allen flüssigen oder luftförmigen und feineren Substanzen herrscht dasselbe Gesetz, und durch dieses Ausströmen in Spirallinien wird die Substanz zur Kraft. Wo in einer Substanz Spiralbewegung entsteht, da ordnet sich die Substanz rhythmisch, und durch die Spiralbewegung kommen bestimmte Anordnungen, Verwandlungen zustande. - Dies Gesetz herrscht überall im ganzen Kosmos, im Größten wie im Kleinsten.

[ 2 ] Wenn aus der kosmischen Ursubstanz und Urkraft ein Gedanke, eine Bewusstseinsäußerung hervorgeht, so tritt dieser Gedanke als Kraft nach allen Seiten der einen Urkraft heraus, und aus dem Mittelpunkt, in dem ein Wirbel entsteht - durch das Bestreben, die in der Urkraft entstandene Lücke auszufüllen -, tritt die Urkraft nun in unendlich vielen Spirallinien heraus. Dasselbe würde mit einer Flüssigkeit geschehen, die in einem kugelförmigen Gefäß enthalten ist, könnten wir eine solche Einrichtung treffen, dass sie an allen Punkten der Kugel zur gleichen Zeit heraustritt.

[ 2 ] Wenn aus der kosmischen Ursubstanz und Urkraft ein Gedanke, eine Bewusstseinsäußerung hervorgeht, so tritt dieser Gedanke als Kraft nach allen Seiten der einen Urkraft heraus, und aus dem Mittelpunkt, in dem ein Wirbel entsteht - durch das Bestreben, die in der Urkraft entstandene Lücke auszufüllen -, tritt die Urkraft nun in unendlich vielen Spirallinien heraus. Dasselbe würde mit einer Flüssigkeit geschehen, die in einem kugelförmigen Gefäß enthalten ist, könnten wir eine solche Einrichtung treffen, dass sie an allen Punkten der Kugel zur gleichen Zeit heraustritt.

[ 3 ] Leichter ist derselbe Prozess herbeizuführen mit einer Eiskugel, die wir durch Wärme verdunsten lassen. Wie in jeder Kugel liegt auch da die Kraft im Mittelpunkt. Die an der Oberfläche verdunstende Substanz übt ihre Wirkung aus auf den Mittelpunkt der Eiskugel, wir können allerdings die Schwingungen der Eisteilchen in der Eiskugel nicht beobachten, weil wir nicht die Organe dafür haben. Aber nach dem Gesetz, dass Schwingungen sich nach allen Seiten fortsetzen, müssen die Wärmeschwingungen bis in den Mittelpunkt der Eiskugel dringen von allen Seiten und dort einen Wirbel in den feinsten Substanzteilchen hervorrufen und eine spiralförmige Kraftäußerung vom Mittelpunkt aus nach allen Seiten der Oberfläche. Während nun bei der Eiskugel diese Bewegung in der Substanz von außen angeregt wurde durch die Wärme, wird die Bewegung in der Ursubstanz und Urkraft nicht von außen angeregt, sondern geht aus dem Willen der ganzen Kraft hervor.

[ 3 ] Leichter ist derselbe Prozess herbeizuführen mit einer Eiskugel, die wir durch Wärme verdunsten lassen. Wie in jeder Kugel liegt auch da die Kraft im Mittelpunkt. Die an der Oberfläche verdunstende Substanz übt ihre Wirkung aus auf den Mittelpunkt der Eiskugel, wir können allerdings die Schwingungen der Eisteilchen in der Eiskugel nicht beobachten, weil wir nicht die Organe dafür haben. Aber nach dem Gesetz, dass Schwingungen sich nach allen Seiten fortsetzen, müssen die Wärmeschwingungen bis in den Mittelpunkt der Eiskugel dringen von allen Seiten und dort einen Wirbel in den feinsten Substanzteilchen hervorrufen und eine spiralförmige Kraftäußerung vom Mittelpunkt aus nach allen Seiten der Oberfläche. Während nun bei der Eiskugel diese Bewegung in der Substanz von außen angeregt wurde durch die Wärme, wird die Bewegung in der Ursubstanz und Urkraft nicht von außen angeregt, sondern geht aus dem Willen der ganzen Kraft hervor.

[ 4 ] Die am Himmelsgewölbe beobachteten Nebelflecken, die in Spiralen verlaufen, die aus einem Wirbel hervorgehen, sind der Ausdruck des Wirkens der Urkraft durch spiralförmiges Hervortreten aus sich selbst. Die Urkraft bleibt immer dieselbe, sie ist ewig eins. Das beruht auf dem Gesetz, dass nirgends eine Leere möglich ist. Alles, was die Urkraft ausströmt in den Weltenraum hinein, das heißt alle Kräfte aus ihrem Innern, die sie durch ihre Gedanken ihrem eigenen Willen folgend hinaussendet an ihre Peripherie zur objektiven Gestaltung, alle diese Kräfte müssen dem Gesetz zufolge, dass es keine Leere gibt, wieder einströmen in das Zentrum der Urkraft. - Wie dieses Gesetz wirkt, können wir am leichtesten beobachten an einer kreisförmigen Wasserfläche. Bringen wir bei dieser Wasserfläche eine Bewegung aus dem Mittelpunkt nach einer Seite zustande, dann strömt zunächst das Wasser aus dem Mittelpunkt aus in einer Strömung a>b. Dann aber strömt zugleich das ausströmende Wasser der Peripherie entlang nach beiden Seiten und die Ausströmung \(a \rightarrow b\) ergänzt sich durch eine Einströmung \(c \rightarrow a\). Es entsteht also folgende Bewegung:

[ 4 ] Die am Himmelsgewölbe beobachteten Nebelflecken, die in Spiralen verlaufen, die aus einem Wirbel hervorgehen, sind der Ausdruck des Wirkens der Urkraft durch spiralförmiges Hervortreten aus sich selbst. Die Urkraft bleibt immer dieselbe, sie ist ewig eins. Das beruht auf dem Gesetz, dass nirgends eine Leere möglich ist. Alles, was die Urkraft ausströmt in den Weltenraum hinein, das heißt alle Kräfte aus ihrem Innern, die sie durch ihre Gedanken ihrem eigenen Willen folgend hinaussendet an ihre Peripherie zur objektiven Gestaltung, alle diese Kräfte müssen dem Gesetz zufolge, dass es keine Leere gibt, wieder einströmen in das Zentrum der Urkraft. - Wie dieses Gesetz wirkt, können wir am leichtesten beobachten an einer kreisförmigen Wasserfläche. Bringen wir bei dieser Wasserfläche eine Bewegung aus dem Mittelpunkt nach einer Seite zustande, dann strömt zunächst das Wasser aus dem Mittelpunkt aus in einer Strömung a>b. Dann aber strömt zugleich das ausströmende Wasser der Peripherie entlang nach beiden Seiten und die Ausströmung \(a \rightarrow b\) ergänzt sich durch eine Einströmung \(c \rightarrow a\). Es entsteht also folgende Bewegung:

Diagram 1Diagram 1

[ 5 ] Dies ist das zweidimensionale Bild für alle Kraftäußerung im Kosmos. — Am Himmelgewölbe erkennen wir dies in den spiralförmigen Nebelflecken - bei der Erde erkennen wir es in der Spirallinie, die sie um die Sonne beschreibt. Die Spiralkraft liegt immer in dem, was die Spirale umgibt. Was wir sich spiralig bewegen sehen, ist die Äußerung dieser Kraft. Die Äußerung der Kraft erscheint überall als Substanz, als Gestalt. So ist auch die Erde in ihrer Verdichtung eine Substanz, welche durch die spiralförmige Äußerung einer höheren Kraft zur Erscheinung kommt.

[ 5 ] Dies ist das zweidimensionale Bild für alle Kraftäußerung im Kosmos. — Am Himmelgewölbe erkennen wir dies in den spiralförmigen Nebelflecken - bei der Erde erkennen wir es in der Spirallinie, die sie um die Sonne beschreibt. Die Spiralkraft liegt immer in dem, was die Spirale umgibt. Was wir sich spiralig bewegen sehen, ist die Äußerung dieser Kraft. Die Äußerung der Kraft erscheint überall als Substanz, als Gestalt. So ist auch die Erde in ihrer Verdichtung eine Substanz, welche durch die spiralförmige Äußerung einer höheren Kraft zur Erscheinung kommt.

[ 6 ] Im Menschen finden wir im Herzen den Ausdruck des spiralförmigen Aus- und Einströmens der Lebenskraft. Die Physiker wissen jetzt, dass auch das physische Atom zustande kommt durch einen spiralförmigen Wirbel. Die physische Substanz auf der Erde ist in den Atomen der Ausdruck unendlich vieler spiralförmiger Wirbel. So wie die ganze Erde der Ausdruck einer spiralförmigen Kraft ist, so ist auch jedes physische Atom der Ausdruck einer solchen spiralförmigen Kraft.

[ 6 ] Im Menschen finden wir im Herzen den Ausdruck des spiralförmigen Aus- und Einströmens der Lebenskraft. Die Physiker wissen jetzt, dass auch das physische Atom zustande kommt durch einen spiralförmigen Wirbel. Die physische Substanz auf der Erde ist in den Atomen der Ausdruck unendlich vieler spiralförmiger Wirbel. So wie die ganze Erde der Ausdruck einer spiralförmigen Kraft ist, so ist auch jedes physische Atom der Ausdruck einer solchen spiralförmigen Kraft.

[ 7 ] Wo die spiralförmigen Weltenkräfte sich äußern, da zeigen sie sich als Substanz. In der physischen Welt erkennen wir zunächst nur die Äußerung der spiralförmigen Weltenkräfte als Substanz. Dann finden wir bei der Beobachtung des Lebens in der Substanz, dass die andere Seite der Substanz die Kraft ist. Die physische Substanz ist der eine Pol der göttlichen Urkraft. Sie ist das Ende der Kraftäußerung, deren Anfang in dem einen Ewigen liegt. - Die Ewigkeit des Anfanges liegt in dessen Unveränderlichkeit, die Ewigkeit des Kraftendes liegt in dem Wechselnden ewigen Umwandeln der Dinge, des letzten Kraftausdrucks. Gerade die Mannigfaltigkeit der physischen Welt ist der größte Kraftausdruck der einen, unveränderlichen Urkraft. - Je gröRer eine Kraft, desto mehr Wirkungen kann sie hervorbringen.

[ 7 ] Wo die spiralförmigen Weltenkräfte sich äußern, da zeigen sie sich als Substanz. In der physischen Welt erkennen wir zunächst nur die Äußerung der spiralförmigen Weltenkräfte als Substanz. Dann finden wir bei der Beobachtung des Lebens in der Substanz, dass die andere Seite der Substanz die Kraft ist. Die physische Substanz ist der eine Pol der göttlichen Urkraft. Sie ist das Ende der Kraftäußerung, deren Anfang in dem einen Ewigen liegt. - Die Ewigkeit des Anfanges liegt in dessen Unveränderlichkeit, die Ewigkeit des Kraftendes liegt in dem Wechselnden ewigen Umwandeln der Dinge, des letzten Kraftausdrucks. Gerade die Mannigfaltigkeit der physischen Welt ist der größte Kraftausdruck der einen, unveränderlichen Urkraft. - Je gröRer eine Kraft, desto mehr Wirkungen kann sie hervorbringen.

[ 8 ] So ist die Kraft im ganzen Kosmos dieselbe. Alle Wirkungen im Kosmos sind Wirkungen dieser einen Kraft in vielen Abstufungen ihrer Kraftäußerung. Das Gesetz, nach dem diese Kraft verläuft, ist die Spiralbewegung.

[ 8 ] So ist die Kraft im ganzen Kosmos dieselbe. Alle Wirkungen im Kosmos sind Wirkungen dieser einen Kraft in vielen Abstufungen ihrer Kraftäußerung. Das Gesetz, nach dem diese Kraft verläuft, ist die Spiralbewegung.

[ 9 ] Das ist der Weltenrhythmus, der sich in unendlichen Abstufungen wiederholt bis zum physischen Atom und bis zur Anordnung aller physischen Atome zu den physischen Gestalten. Alles physisch Gestaltete ist der Ausdruck dieser Weltenspiralbewegung der einen Urkraft, die sich immer neu aus sich selbst ergänzt. Das Gesetz, nach dem sie immer dieselbe bleibt, kann man das Gesetz der Fülle nennen, welches keine Leere duldet. - In dem physischen Kosmos sehen wir daher die Offenbarung der Urkraft als Substanz. Alle Substanz ist Kraftoffenbarung. Dahinter verborgen ist die Kraft.

[ 9 ] Das ist der Weltenrhythmus, der sich in unendlichen Abstufungen wiederholt bis zum physischen Atom und bis zur Anordnung aller physischen Atome zu den physischen Gestalten. Alles physisch Gestaltete ist der Ausdruck dieser Weltenspiralbewegung der einen Urkraft, die sich immer neu aus sich selbst ergänzt. Das Gesetz, nach dem sie immer dieselbe bleibt, kann man das Gesetz der Fülle nennen, welches keine Leere duldet. - In dem physischen Kosmos sehen wir daher die Offenbarung der Urkraft als Substanz. Alle Substanz ist Kraftoffenbarung. Dahinter verborgen ist die Kraft.

[ 10 ] Nun wissen wir, dass die Urkraft sich offenbarte in der Zahl. Die Zahl ist der erste Ausdruck der offenbarten Urkraft. Als erste Offenbarung traten aus der Urkraft die Zahleneinheiten zutage, aus denen alle anderen Zahlen sich aufbauen, die \(3\), die \(4\), die \(5\) - oder als Gestalten das , das und der . Diese waren die Zahlen und Gestalten, welche die Urkraft aus sich heraus gliederte. Es sind die Zahlen aller Offenbarung. Bei der Zahl \(5\), dem , hatte die Urkraft die äußerste Offenbarungsstufe erreicht, denn alle anderen, höheren Zahlen sind Ergänzungen der \(3\), \(4\), \(5\) durch die erste Eins oder untereinander.

[ 10 ] Nun wissen wir, dass die Urkraft sich offenbarte in der Zahl. Die Zahl ist der erste Ausdruck der offenbarten Urkraft. Als erste Offenbarung traten aus der Urkraft die Zahleneinheiten zutage, aus denen alle anderen Zahlen sich aufbauen, die \(3\), die \(4\), die \(5\) - oder als Gestalten das , das und der . Diese waren die Zahlen und Gestalten, welche die Urkraft aus sich heraus gliederte. Es sind die Zahlen aller Offenbarung. Bei der Zahl \(5\), dem , hatte die Urkraft die äußerste Offenbarungsstufe erreicht, denn alle anderen, höheren Zahlen sind Ergänzungen der \(3\), \(4\), \(5\) durch die erste Eins oder untereinander.

[ 11 ] Bei diesen Zahlen ist zu beobachten Folgendes: Die nächste Zahl nach der \(5\), die \(6\), entsteht durch Verdoppelung der \(3\), die \(7\) durch Zusammentreten von \(3\) und \(4\), die \(8\) durch \(2 \times 4\), die \(9\) durch \(4 + 5\), die \(10\) durch \(5 + 5\).

[ 11 ] Bei diesen Zahlen ist zu beobachten Folgendes: Die nächste Zahl nach der \(5\), die \(6\), entsteht durch Verdoppelung der \(3\), die \(7\) durch Zusammentreten von \(3\) und \(4\), die \(8\) durch \(2 \times 4\), die \(9\) durch \(4 + 5\), die \(10\) durch \(5 + 5\).

[ 12 ] Die \(10\) ist die Zahl der Vollendung, der Rückkehr in die eine Urkraft. Bei all diesen Zahlen, die aus der Urkraft hervorgehen, ist die Zwei nicht zu finden. - Die Zwei ist nicht in der Reihe des Abstiegs und nicht in der Reihe des Aufstiegs der Zahlen. Dennoch ist sie da, sie ist der andere äußerste Pol der Urkraft, die Zahl aller Offenbarung.

[ 12 ] Die \(10\) ist die Zahl der Vollendung, der Rückkehr in die eine Urkraft. Bei all diesen Zahlen, die aus der Urkraft hervorgehen, ist die Zwei nicht zu finden. - Die Zwei ist nicht in der Reihe des Abstiegs und nicht in der Reihe des Aufstiegs der Zahlen. Dennoch ist sie da, sie ist der andere äußerste Pol der Urkraft, die Zahl aller Offenbarung.

[ 13 ] Bei der Zahl \(5 \) angelangt, hatte sich die Urkraft bis zur äußersten Offenbarungsmöglichkeit gezeigt. Bei der Zahl \(5\) war also die vollkommene Spaltung der Urkraft eingetreten. Sie war da in die Zwei auseinandergetreten, die in Kraft und Substanz und in allen sich ergänzenden Gegensätzen der Welt sich äußert. Immer bilden zwei Kräfte in der Welt durch Ergänzung eine Kraft. Die Zweiteilung im ganzen physischen Kosmos ist der höchste Ausdruck aller Offenbarung, während in dem Zusammenfließen der geteilten Kräfte die Rückkehr zur Urkraft besteht. Die Zwei kann nicht in der absteigenden noch in der aufsteigenden Zahlenreihe vorkommen, sie kann nur erscheinen beim Punkt, der die beiden am äußersten Ende verbindet. Alle Dualitäten - Licht und Schatten, negativ und positiv, männlich und weiblich, Gut und Böse, Leben und Tod - drücken die Offenbarung aus. Ihr Zusammenströmen drückt die Kraft der Offenbarung aus, aus der das Offenbarte hervorging.

[ 13 ] Bei der Zahl \(5 \) angelangt, hatte sich die Urkraft bis zur äußersten Offenbarungsmöglichkeit gezeigt. Bei der Zahl \(5\) war also die vollkommene Spaltung der Urkraft eingetreten. Sie war da in die Zwei auseinandergetreten, die in Kraft und Substanz und in allen sich ergänzenden Gegensätzen der Welt sich äußert. Immer bilden zwei Kräfte in der Welt durch Ergänzung eine Kraft. Die Zweiteilung im ganzen physischen Kosmos ist der höchste Ausdruck aller Offenbarung, während in dem Zusammenfließen der geteilten Kräfte die Rückkehr zur Urkraft besteht. Die Zwei kann nicht in der absteigenden noch in der aufsteigenden Zahlenreihe vorkommen, sie kann nur erscheinen beim Punkt, der die beiden am äußersten Ende verbindet. Alle Dualitäten - Licht und Schatten, negativ und positiv, männlich und weiblich, Gut und Böse, Leben und Tod - drücken die Offenbarung aus. Ihr Zusammenströmen drückt die Kraft der Offenbarung aus, aus der das Offenbarte hervorging.

[ 14 ] Offenbaren heißt sein Inneres nach außen kehren. Alle Entwicklung war ein solches nach Außenkehren der im Innern verborgenen Kräfte. Der Aufstieg besteht in dem Einbeziehen dieser Kräfte - in dem Zusammenschließen der offenbarten Kräfte mit den unoffenbarten, verborgenen Kräften zu einer Einheit. Dieses erste Zusammenschließen der Dualität fand im Menschen statt, wo die offenbarte Welt und die verborgene Geisteskraft zum ersten Mal eine Einheit bilden, eine Individualität, eine unteilbare Kraft.

[ 14 ] Offenbaren heißt sein Inneres nach außen kehren. Alle Entwicklung war ein solches nach Außenkehren der im Innern verborgenen Kräfte. Der Aufstieg besteht in dem Einbeziehen dieser Kräfte - in dem Zusammenschließen der offenbarten Kräfte mit den unoffenbarten, verborgenen Kräften zu einer Einheit. Dieses erste Zusammenschließen der Dualität fand im Menschen statt, wo die offenbarte Welt und die verborgene Geisteskraft zum ersten Mal eine Einheit bilden, eine Individualität, eine unteilbare Kraft.

[ 15 ] Wie diese Kraftentfaltung in der ganzen Welt wirkt, erscheint am deutlichsten in dem Pflanzenreich, welches ja der vollkommenste Ausdruck des Geisteswirkens ist. Die Pflanze entwickelt sich aus einem Samenkorn, in welchem eine wirbelförmige Anordnung der Substanz besteht (dasselbe ist der Fall in allen Lebenskeimen). Daraus tritt sie in einer Spirale hervor. Der Stängel ist die Richtung der Spirale zum Licht, welches sie aus dem Dunkel hervorruft (das ist das Offenbarwerden aus dem Verborgenen). - Der Schluss der Pflanzenentwicklung, die nach den absteigenden oder aufsteigenden Zahlengesetzen verläuft, bildet die Entfaltung aller ihrer Gebilde, der Blätter und Blüten, in eine Zweiteilung. Jedes Blatt - auch die Nadeln der Koniferen - ist eine Zweiteilung, symmetrisch angeordnet. Gewöhnlich ist auch diese symmetrische Anordnung durch eine Mittelrippe bezeichnet (entsprechend dem Rückgrat der Wirbeltiere). Diese symmetrische Anordnung, die Zweiteilung, ist charakteristisch für alles Lebendige auf der Erde in seiner vollen Entfaltung. Ehe es in die Symmetrie sich entfaltete, beschrieb es die Spirallinie. Die Symmetrie stellt das Ende der Spirallinie dar - die Fortentwicklung besteht nun durch Zusammenschließen des Symmertrischen, das geschieht bei der Pflanze durch Zusammenströmen der halbierten Kräfte in den Samenkörnern, die wieder Einheiten bilden. Diejenigen Pflanzen, welche eine Ausnahme bilden, die nicht sich symmetrisch entfalten, sich also nicht ganz offenbaren, die in der Einheit stecken bleiben, wie zum Beispiel die Mistel, die Lauchgewächse, die sind noch in der Spirale geblieben, die offenbaren ihre Kraft nicht. Das kommt daher, dass sie keine wirklichen Erdenpflanzen sind, sondern Mondpflanzen. Sie können noch nicht über die absteigende Spirale hinaus. Darum sind sie auch für die Entwicklung des Menschen schädlich.

[ 15 ] Wie diese Kraftentfaltung in der ganzen Welt wirkt, erscheint am deutlichsten in dem Pflanzenreich, welches ja der vollkommenste Ausdruck des Geisteswirkens ist. Die Pflanze entwickelt sich aus einem Samenkorn, in welchem eine wirbelförmige Anordnung der Substanz besteht (dasselbe ist der Fall in allen Lebenskeimen). Daraus tritt sie in einer Spirale hervor. Der Stängel ist die Richtung der Spirale zum Licht, welches sie aus dem Dunkel hervorruft (das ist das Offenbarwerden aus dem Verborgenen). - Der Schluss der Pflanzenentwicklung, die nach den absteigenden oder aufsteigenden Zahlengesetzen verläuft, bildet die Entfaltung aller ihrer Gebilde, der Blätter und Blüten, in eine Zweiteilung. Jedes Blatt - auch die Nadeln der Koniferen - ist eine Zweiteilung, symmetrisch angeordnet. Gewöhnlich ist auch diese symmetrische Anordnung durch eine Mittelrippe bezeichnet (entsprechend dem Rückgrat der Wirbeltiere). Diese symmetrische Anordnung, die Zweiteilung, ist charakteristisch für alles Lebendige auf der Erde in seiner vollen Entfaltung. Ehe es in die Symmetrie sich entfaltete, beschrieb es die Spirallinie. Die Symmetrie stellt das Ende der Spirallinie dar - die Fortentwicklung besteht nun durch Zusammenschließen des Symmertrischen, das geschieht bei der Pflanze durch Zusammenströmen der halbierten Kräfte in den Samenkörnern, die wieder Einheiten bilden. Diejenigen Pflanzen, welche eine Ausnahme bilden, die nicht sich symmetrisch entfalten, sich also nicht ganz offenbaren, die in der Einheit stecken bleiben, wie zum Beispiel die Mistel, die Lauchgewächse, die sind noch in der Spirale geblieben, die offenbaren ihre Kraft nicht. Das kommt daher, dass sie keine wirklichen Erdenpflanzen sind, sondern Mondpflanzen. Sie können noch nicht über die absteigende Spirale hinaus. Darum sind sie auch für die Entwicklung des Menschen schädlich.

[ 16 ] Die Anordnung dieser Gewächse zeigt die Einheit und die Spirale (zum Beispiel bei den sieben Häuten der Zwiebel), aber niemals die Zweiheit, die Dualität, die Offenbarung. Aber um zu der höheren Einheit aufzusteigen, muss alles durch die Zweiheit hindurchgehen.

[ 16 ] Die Anordnung dieser Gewächse zeigt die Einheit und die Spirale (zum Beispiel bei den sieben Häuten der Zwiebel), aber niemals die Zweiheit, die Dualität, die Offenbarung. Aber um zu der höheren Einheit aufzusteigen, muss alles durch die Zweiheit hindurchgehen.

[ 17 ] Diese Pflanzeneinheiten sind also ein Atavismus und stellen vergangene Zustände dar, die im übrigen Pflanzenreich überwunden sind. Weil aber die Einheit sowohl die Vergangenheit als die Zukunft darstellt, so wurden gerade aus dem Reich der einheitlich geordneten, die Einheit zum Ausdruck bringenden Pflanzen wie Lilie oder Lotusblüte, die Symbole gewählt für den Aufstieg des Menschen, für die Zukunft des Menschen. Da stellen sie die Überwindung der Spaltung der Kräfte dar - die Vereinigung von Substanz und Kraft, die Vereinigung des Offenbarten mit der göttlichen Urkraft. So sehen wir also im Pflanzenreich die ganze Entwicklung, die Dualität der Offenbarung und die Einheit, aus der diese hervorging und in die sie zurückkehrt.

[ 17 ] Diese Pflanzeneinheiten sind also ein Atavismus und stellen vergangene Zustände dar, die im übrigen Pflanzenreich überwunden sind. Weil aber die Einheit sowohl die Vergangenheit als die Zukunft darstellt, so wurden gerade aus dem Reich der einheitlich geordneten, die Einheit zum Ausdruck bringenden Pflanzen wie Lilie oder Lotusblüte, die Symbole gewählt für den Aufstieg des Menschen, für die Zukunft des Menschen. Da stellen sie die Überwindung der Spaltung der Kräfte dar - die Vereinigung von Substanz und Kraft, die Vereinigung des Offenbarten mit der göttlichen Urkraft. So sehen wir also im Pflanzenreich die ganze Entwicklung, die Dualität der Offenbarung und die Einheit, aus der diese hervorging und in die sie zurückkehrt.

[ 18 ] Die Dualität stellt also überall das Leben in der Gegenwart, in der Substanz, in der Offenbarung dar. Und die Einheit symbolisiert das Leben in der Vergangenheit und das Leben in der Zukunft, das noch nicht Offenbarte oder das aus der Offenbarung in die Vereinigung Zurückgekehrte, die Urkraft vor der Offenbarung und die aus dem Zusammenströmen der Dualität neu entstandene Kraft.

[ 18 ] Die Dualität stellt also überall das Leben in der Gegenwart, in der Substanz, in der Offenbarung dar. Und die Einheit symbolisiert das Leben in der Vergangenheit und das Leben in der Zukunft, das noch nicht Offenbarte oder das aus der Offenbarung in die Vereinigung Zurückgekehrte, die Urkraft vor der Offenbarung und die aus dem Zusammenströmen der Dualität neu entstandene Kraft.

[ 19 ] Beim Menschen sind alle paarig vorhandenen Organe auf die Gegenwart gerichtet. Was unpaarig bei ihm vorhanden ist, das ist entweder ein Atavismus oder ein Hinweis auf die Zukunft. Augen und Ohren sind die Organe der Gegenwart, womit er in der Sinnenwelt lebt. Die Chakren des seelischen Menschen sind nicht paarige Organe, damit entwickelt er sich in die Geisteswelt, in die Zukunft hinein. Die menschliche physische Entfaltung war erst möglich dadurch, dass die Spiralkraft in ihm sich zum Rückgrat mit dem Rückenmark verdichtete und zu dem Gchirn und indem sie in den Sinnesorganen sich symmetrisch offenbarte. Das Rückenmark mit dem Gehirn (die Schlange) ist das Symbol der Einheit, die Sinnesorgane sind das Symbol der Dualität, mit Ausnahme des Organs, womit er physisch Nahrung aufnimmt und seinen Geist zum Ausdruck bringt. Der Mund des Menschen ist das Organ, welches den Zusammenhang des Physischen und Geistigen in ihm symbolisiert. Da finden wir, wie Physisches und Geistiges sich ergänzt in einem Organ. - Die paarigen Sinnesorgane müssen noch ihre Ergänzung finden. Die erlangen sie durch Ergänzung ihrer Tätigkeit, indem sie sich zusammenschließen mit den Kräften, die in sie einströmen.

[ 19 ] Beim Menschen sind alle paarig vorhandenen Organe auf die Gegenwart gerichtet. Was unpaarig bei ihm vorhanden ist, das ist entweder ein Atavismus oder ein Hinweis auf die Zukunft. Augen und Ohren sind die Organe der Gegenwart, womit er in der Sinnenwelt lebt. Die Chakren des seelischen Menschen sind nicht paarige Organe, damit entwickelt er sich in die Geisteswelt, in die Zukunft hinein. Die menschliche physische Entfaltung war erst möglich dadurch, dass die Spiralkraft in ihm sich zum Rückgrat mit dem Rückenmark verdichtete und zu dem Gchirn und indem sie in den Sinnesorganen sich symmetrisch offenbarte. Das Rückenmark mit dem Gehirn (die Schlange) ist das Symbol der Einheit, die Sinnesorgane sind das Symbol der Dualität, mit Ausnahme des Organs, womit er physisch Nahrung aufnimmt und seinen Geist zum Ausdruck bringt. Der Mund des Menschen ist das Organ, welches den Zusammenhang des Physischen und Geistigen in ihm symbolisiert. Da finden wir, wie Physisches und Geistiges sich ergänzt in einem Organ. - Die paarigen Sinnesorgane müssen noch ihre Ergänzung finden. Die erlangen sie durch Ergänzung ihrer Tätigkeit, indem sie sich zusammenschließen mit den Kräften, die in sie einströmen.

[ 20 ] Wie durch den Mund der Mensch physische Nahrung aufnimmt, diese umwandelt, sich daraus aufbaut und durch Aufbau seiner anderen Organe diese befähigt, den Geist auszudrücken - um schließlich die ausgebildeten Kräfte wieder zu konzentrieren und im Worte auszudrücken, das ihn wieder mit der Urkraft verbindet -, so muss er auch die Luft, welche durch seine Atmungsorgane einströmt, in sich umwandeln und wieder in eine höhere Kraft überleiten, die ihn beim Ausatmen mit der Urkraft verbindet. - Das Licht, welches durch seine Augen in ihn einströmt, muss er umwandeln in eigenes Licht, den Ton, welchen er durch sein Ohr aufnimmt, muss er umwandeln in den eigenen Ton.

[ 20 ] Wie durch den Mund der Mensch physische Nahrung aufnimmt, diese umwandelt, sich daraus aufbaut und durch Aufbau seiner anderen Organe diese befähigt, den Geist auszudrücken - um schließlich die ausgebildeten Kräfte wieder zu konzentrieren und im Worte auszudrücken, das ihn wieder mit der Urkraft verbindet -, so muss er auch die Luft, welche durch seine Atmungsorgane einströmt, in sich umwandeln und wieder in eine höhere Kraft überleiten, die ihn beim Ausatmen mit der Urkraft verbindet. - Das Licht, welches durch seine Augen in ihn einströmt, muss er umwandeln in eigenes Licht, den Ton, welchen er durch sein Ohr aufnimmt, muss er umwandeln in den eigenen Ton.

[ 21 ] Schließlich muss er alle diese Einzelkräfte zusammenfassen und seinen Geist ganz zum Ausdruck bringen, in dem lebendigen, tönenden, leuchtenden, produktiven Wort. Dann hat er verwandelt das ihm vom Schöpfer eingehauchte Leben in eigenes Leben, das Licht in eigenes Licht, den Ton in eigenen Ton, die Nahrung in geistige Produktivität, Materie in Geist, Substanz in Kraft, Dualität in Einheit. Nachdem der Mensch auf diese Weise das entfaltete Leben wieder zusammengeführt hat in die Lebenskraft selbst, da ist der Anfang gemacht zu seinem vollkommenen Eingehen in die geistige Urkraft und Ursubstanz. Dieser Weg geht entlang derselben Spirallinie, in der die Urkraft zur Manifestation herabstieg. Damit der Mensch diesen Weg einschlagen kann, muss er zuerst lernen, wie die Urkraft auch in ihm zur Entfaltung gelangt ist. Er muss in sich das Wirken der Kraft verfolgen und [sie] erkennen in allen Einzelheiten ihrer Offenbarung und ihres Verlaufs,

[ 21 ] Schließlich muss er alle diese Einzelkräfte zusammenfassen und seinen Geist ganz zum Ausdruck bringen, in dem lebendigen, tönenden, leuchtenden, produktiven Wort. Dann hat er verwandelt das ihm vom Schöpfer eingehauchte Leben in eigenes Leben, das Licht in eigenes Licht, den Ton in eigenen Ton, die Nahrung in geistige Produktivität, Materie in Geist, Substanz in Kraft, Dualität in Einheit. Nachdem der Mensch auf diese Weise das entfaltete Leben wieder zusammengeführt hat in die Lebenskraft selbst, da ist der Anfang gemacht zu seinem vollkommenen Eingehen in die geistige Urkraft und Ursubstanz. Dieser Weg geht entlang derselben Spirallinie, in der die Urkraft zur Manifestation herabstieg. Damit der Mensch diesen Weg einschlagen kann, muss er zuerst lernen, wie die Urkraft auch in ihm zur Entfaltung gelangt ist. Er muss in sich das Wirken der Kraft verfolgen und [sie] erkennen in allen Einzelheiten ihrer Offenbarung und ihres Verlaufs,

[ 22 ] Der Mensch hat in seinem Organismus zwei Systeme. Das eine, welches das System der Gegenwart ist, das andere das System der Vergangenheit und Zukunft.

[ 22 ] Der Mensch hat in seinem Organismus zwei Systeme. Das eine, welches das System der Gegenwart ist, das andere das System der Vergangenheit und Zukunft.

[ 23 ] Das System der Gegenwart sind das Rückenmark, das Gehirn und die Sinnesorgane, dadurch hat sich der Mensch in der Gegenwart gestaltet und entfaltet, offenbart. Das System der Vergangenheit und Zukunft ist das Herz und die damit verbundenen Organe, welche der Atmung und dem Lebenskreislauf dienen. Sein Ich wurde herausgebildet durch das System der Gegenwart, es ruht bei dem Menschen im Gehirn, im Vorderhirn zwischen den Augen hinter der Nasenwurzel. Die Schlange ist das Symbol für das Ich, weil sie das erste Tier war, welche ein Rückgrat ausbildete zu der Zeit, als der Mensch sein Rückgrat im Gehirn ausbildete, das auf das Ich hingeordnete Organ.

[ 23 ] Das System der Gegenwart sind das Rückenmark, das Gehirn und die Sinnesorgane, dadurch hat sich der Mensch in der Gegenwart gestaltet und entfaltet, offenbart. Das System der Vergangenheit und Zukunft ist das Herz und die damit verbundenen Organe, welche der Atmung und dem Lebenskreislauf dienen. Sein Ich wurde herausgebildet durch das System der Gegenwart, es ruht bei dem Menschen im Gehirn, im Vorderhirn zwischen den Augen hinter der Nasenwurzel. Die Schlange ist das Symbol für das Ich, weil sie das erste Tier war, welche ein Rückgrat ausbildete zu der Zeit, als der Mensch sein Rückgrat im Gehirn ausbildete, das auf das Ich hingeordnete Organ.

[ 24 ] Nun besteht die Fortentwicklung darin, dass das durch das Rückgrat und das Gehirn auf das Ich hingeordnete System sich wieder verbindet mit dem System, welches den Menschen mit den Strömungen der Urkraft in Verbindung hält. Diese beiden müssen sich zu einer neuen Einheit zusammenschließen. Das Atmen verbindet den Menschen mit dem Geist. Durch den lebendigen Atem, den ihm der Schöpfer einhauchte, wurde er ein Ich. Dieselbe Kraft, die ihm das Ich gab, ist diese Gotteskraft. Die Substanz, in der sich diese Gotteskraft, die Kraft des Ich, offenbart, ist die Luft. Durch das Atmen eignet sich also der Menschen immer mehr diese Gotteskraft an, je mehr er seinen Atem dem Rhythmus der Gotteskraft einordnet. Die ihn vergeistigende Gotteskraft, durch die sein Ich sich ausgestaltet, die Kraft der Zukunft, muss er nun verbinden mit der Gotteskraft, die in ihm das Ich veranlagte, die in seiner Leidenschaft, in seinem Blut, in seinem Herzen liegt. Die Ausbildung des Herzens machte ihm die Selbstständigkeit in der physischen Welt möglich. Er bekam durch das Herz und den Blutkreislauf das eigene Leben. Es ist dies einerseits das System der Vergangenheit, der Einheit, aus der der Mensch sich herausentfaltete, auf der [andererseits] das andere System, das System der Herausbildung des Ich sich aufbaute, das Rückenmark und das Gehirn. Rückenmark und Gehirn sind aus dem Blut kondensierte Substanzen, so auch das ganze Knochengerüst, welches von da ausgeht. Bei der Weiterentwicklung muss nun das Ich des Menschen wieder in das Organ einziehen, von welchem es ausgegangen ist.

[ 24 ] Nun besteht die Fortentwicklung darin, dass das durch das Rückgrat und das Gehirn auf das Ich hingeordnete System sich wieder verbindet mit dem System, welches den Menschen mit den Strömungen der Urkraft in Verbindung hält. Diese beiden müssen sich zu einer neuen Einheit zusammenschließen. Das Atmen verbindet den Menschen mit dem Geist. Durch den lebendigen Atem, den ihm der Schöpfer einhauchte, wurde er ein Ich. Dieselbe Kraft, die ihm das Ich gab, ist diese Gotteskraft. Die Substanz, in der sich diese Gotteskraft, die Kraft des Ich, offenbart, ist die Luft. Durch das Atmen eignet sich also der Menschen immer mehr diese Gotteskraft an, je mehr er seinen Atem dem Rhythmus der Gotteskraft einordnet. Die ihn vergeistigende Gotteskraft, durch die sein Ich sich ausgestaltet, die Kraft der Zukunft, muss er nun verbinden mit der Gotteskraft, die in ihm das Ich veranlagte, die in seiner Leidenschaft, in seinem Blut, in seinem Herzen liegt. Die Ausbildung des Herzens machte ihm die Selbstständigkeit in der physischen Welt möglich. Er bekam durch das Herz und den Blutkreislauf das eigene Leben. Es ist dies einerseits das System der Vergangenheit, der Einheit, aus der der Mensch sich herausentfaltete, auf der [andererseits] das andere System, das System der Herausbildung des Ich sich aufbaute, das Rückenmark und das Gehirn. Rückenmark und Gehirn sind aus dem Blut kondensierte Substanzen, so auch das ganze Knochengerüst, welches von da ausgeht. Bei der Weiterentwicklung muss nun das Ich des Menschen wieder in das Organ einziehen, von welchem es ausgegangen ist.

[ 25 ] So wie alle Offenbarung wieder in die Gottheit einziehen muss, so muss das Ich wieder in das Herz einziehen, nachdem es sich offenbart hat im Rückenmark und Gehirn und in den Sinnesorganen. - Dazu muss [der Mensch] sich dem allgemeinen Geistesrhythmus einfügen. Mit dem Einatmen muss der Mensch lernen, sein Ich immer mehr mit dem Lebensorganismus zu vereinigen.

[ 25 ] So wie alle Offenbarung wieder in die Gottheit einziehen muss, so muss das Ich wieder in das Herz einziehen, nachdem es sich offenbart hat im Rückenmark und Gehirn und in den Sinnesorganen. - Dazu muss [der Mensch] sich dem allgemeinen Geistesrhythmus einfügen. Mit dem Einatmen muss der Mensch lernen, sein Ich immer mehr mit dem Lebensorganismus zu vereinigen.

[ 26 ] Ein weiterer Entwicklungsprozess ist der, dass er lernt, den Lebensprozess so mit dem Ich zu vereinigen, dass - wie jetzt sein Blut fortwährend durch das Einatmen gereinigt wird und beim Ausatmen die unbrauchbaren Substanzen entfernt werden - er durch Vereinigung des Ich mit dem Herzen beim Einatmen die Lebenskräfte mit dem Ich verbindet und in das System überleitet, welches in der Gegenwart das Ich zum Ausdruck bringt-das Rückenmark und Gehirn -, um dort wieder mit dem Ausatmen auszuströmen. Dann sind die im Menschen getrennten Kräfte wieder zu einer Kraft geworden, durch die er zugleich in Verbindung steht mit der Urkraft - und sich beständig dort neues Leben holt- und mit der Welt der Offenbarung, in die er die in sein Ich umgewandelte Urkraft ausströmt und wo er diese zur Wirkung und Entfaltung bringt. - Durch das bewusste Einschlagen dieses Weges lernt der Mensch bewusst in der geistigen Welt leben und wachsen und dort mitwirken als bewusster Teil der Gottheit, um den Willen der Gottheit zum Ausdruck zu bringen. Dann atmet er Leben ein, atmet aber auch Leben aus. Er ist dann kein Zerstörer mehr in der Welt, sondern ein Lebensspender, Erlöser und Befreier.

[ 26 ] Ein weiterer Entwicklungsprozess ist der, dass er lernt, den Lebensprozess so mit dem Ich zu vereinigen, dass - wie jetzt sein Blut fortwährend durch das Einatmen gereinigt wird und beim Ausatmen die unbrauchbaren Substanzen entfernt werden - er durch Vereinigung des Ich mit dem Herzen beim Einatmen die Lebenskräfte mit dem Ich verbindet und in das System überleitet, welches in der Gegenwart das Ich zum Ausdruck bringt-das Rückenmark und Gehirn -, um dort wieder mit dem Ausatmen auszuströmen. Dann sind die im Menschen getrennten Kräfte wieder zu einer Kraft geworden, durch die er zugleich in Verbindung steht mit der Urkraft - und sich beständig dort neues Leben holt- und mit der Welt der Offenbarung, in die er die in sein Ich umgewandelte Urkraft ausströmt und wo er diese zur Wirkung und Entfaltung bringt. - Durch das bewusste Einschlagen dieses Weges lernt der Mensch bewusst in der geistigen Welt leben und wachsen und dort mitwirken als bewusster Teil der Gottheit, um den Willen der Gottheit zum Ausdruck zu bringen. Dann atmet er Leben ein, atmet aber auch Leben aus. Er ist dann kein Zerstörer mehr in der Welt, sondern ein Lebensspender, Erlöser und Befreier.