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The Rudolf Steiner Archive

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Kosmologie und menschliche Evolution
Mensch, Natur und Kosmos
GA 91

28 June 1905, Berlin

8. Bewusstseinsseele

[ 1 ] Wenn wir die Bewusstseinsseele eines Menschen verstehen wollen, müssen wir in seine vierte Inkarnation zurückgehen. Jene Naturen, welche mit besonders starker Energie sich durchsetzen, haben sie sich durch besonders starke Betätigung vor vier Inkarnationen angeeignet. Menschen, die besonders klaren, kombinierenden Verstand und besondere Gefühlsrichtungen haben, gehen auf drei Inkarnationen zurück. Etwas, was an der Empfindungsseele haftet, Schönheitsgefühl, Stimmklang, Timbre, geht auf die vorhergehende Inkarnation zurück, Bei dem Menschen, der es nicht bis zum Geistselbst gebracht hat, können wir nur auf vier Inkarnationen zurück. Wir sehen dann, dass etwas anderes auf ihn wirkt.

[ 2 ] Alles ist stufenförmig in der Welt; es rücken immer neue Wesen nach. Die höheren, vollkommeneren Wesen wirken auf diejenigen Körper des Menschen, auf die er selbst keinen Einfluss hat. Daher sind seine unteren Körper besser organisiert als sein Astralleib. Der Astralleib ist das Ergebnis des menschlichen Karma. Ätherleib und physischer Leib zum Teil auch, aber es müssen andere Wesen mitwirken, damit diesem Astralleib ein besonderer Ätherleib und physischer Leib entsprechen. Wir haben gesehen, dass Chelas auf ihren Ätherleib wirken können, und Meister, Adepten auf ihren physischen Leib. Auf [jedes] Menschen Ätherleib und physischen Leib können auch Chelas und Meister wirken. Der Unterschied ist der, dass der Mensch unbewusst einwirkt, der Chela und Meister dagegen bewusst.

[ 3 ] Es gibt Wesenheiten, die noch über diese hinausragen. Auf was haben sie Einfluss? Auf noch Höheres im Menschen. Bevor der Mensch ein physisches Wesen geworden ist, war er ein Ätherwesen und noch früher ein Astralwesen. Nun geht nichts verloren auf Erden. Was vorhanden ist, bleibt, nur nimmt es höhere Formen an. Die früheren Äther- und Astralkörper der Menschen sind allgemein geworden; sie wirken zusammen als Astralleib der verschiedenen Nationen. Wie an unserem physischen Körper Meister arbeiten, arbeiten höhere Wesenheiten an diesen «Rassenleiberm»; «Engel der Umlaufzeiten>» werden sie genannt. Sie sind die großen Regulatoren der nationalen Entwicklungen. Sie bedingen das Erscheinen einer bestimmten Individualität in einer Nation — Luther, Bismarck. Da spielt also mehr mit als das menschliche Karma; es ist eine intelligente Leitung.

[ 4 ] Höher hinauf ist ein noch größerer Geist, dessen Leib ein mentaler ist. In der christlichen Esoterik werden sie die «Erzengel der Umlaufzeiten» genannt: sieben große Regulatoren der religiösen Systeme. Jede Unterrasse hat ein System. Die Erzengel bilden zusammen den Chor, der unsere Wurzelrasse reguliert: ein Chor von sieben Genien.

[ 5 ] Wenn man in die Arupa-Region hinaufsteigt, haben wir dort den sogenannten Körper des Genius, der die ganze Wurzelrasse leitet; noch höher den Genius, der die ganze Runde leitet. So kommen wir hinauf zu den Sieben, die vor dem Throne Gottes stehen. Alle Esoterik hat diese hierarchische Gliederung bis nach oben.

[ 6 ] Wenn wir zurückgehen zu dem Leiter in der dritten Wurzelrasse — Lemurien —, der den Einschlag gegeben hat zur Befruchtung mit Manas, so sehen wir, dass es eine Macht ist, die noch höher steht als die Erzengel der Umlaufzeiten. <«Exusiai> nennt man diese Mächte, Wesen, die die Erkenntnis regulieren, während die Erzengel noch [im Unbewussten] das Religiöse regulieren.

[ 7 ] Also sehen wir, dass die Welt durch und durch «Wesenheiten» wird. [Innerlich mit seinem eigenen Leibe, äußerlich regulieren andere Wesen das Karma.] Derjenige, der nicht weiß, dass alles Wesenheit um ihn her ist, weiß auch nicht, dass von überall die Gegenwirkung auf sein Tun kommt.

Astralmensch
Äthermensch
Physischer Mensch
Ätherleib
Astralleib