The Advent of Christ in the Ethereal World
GA 118
13 March 1910, Stuttgart
Translate the original German text into any language:
Versions Available:
The Advent of Christ in the Ethereal World, tr. SOL
8. Vom Anbruch eines spirituellen Zeitalters Kometen und ihre Bedeutung für das Erdensein
8. The Dawn of a Spiritual Age: Comets and Their Significance for Life on Earth
[ 1 ] Es soll hier unsere Aufgabe sein, über einiges zu sprechen, das geeignet sein wird, über unsere eigene Zeitepoche zu einem Verständnis zu führen. Wir wissen ja, daß sich die Entwickelung hier auf der Erde so abspielt, daß der Mensch in jeder seiner Verkörperungen auf Erden neue Erlebnisse durchmachen und neue Erfahrungen sammeln kann. Deshalb sind die Ereignisse unserer Erdenentwickelung so angeordnet, daß der Mensch in zwei aufeinanderfolgenden Inkarnationen nicht zweimal dieselben Verhältnisse antrifft; das heißt, es ändert sich die Erde in der zwischen beiden Inkarnationen liegenden Epoche. Das aber überschaut das äußere Wissen nur nicht in genügend tiefem Maße, um zu sehen, wie sich alles in langen Zeiträumen gründlich ändert. Daraus können wir aber auch schließen, daß wir uns nur gründlich selbst verstehen, wenn wir wissen, wie das Zeitalter der Entwickelung der Erde beschaffen ist, in dem wir leben, und wenn wir uns ein Bild von der nächsten Zukunft derselben machen können. Wir werden dabei berücksichtigen müssen, daß der Mensch, wie er uns im Leben gegenübersteht, nachdem er sich in unendlich langen Zeiträumen entwickelt hat, ein sehr kompliziertes Wesen ist.
[ 1 ] Our task here is to discuss certain matters that will help lead to an understanding of our own era. We know, of course, that evolution here on Earth unfolds in such a way that human beings can undergo new experiences and gain new insights in each of their incarnations on Earth. That is why the events of Earth’s evolution are arranged in such a way that a human being does not encounter the same circumstances twice in two successive incarnations; that is to say, the Earth changes during the epoch lying between the two incarnations. However, external knowledge does not grasp this deeply enough to see how everything changes fundamentally over long periods of time. From this, however, we can also conclude that we can only truly understand ourselves if we know the nature of the epoch of Earth’s evolution in which we live and if we can form a picture of its near future. In doing so, we must take into account that human beings, as we encounter them in life—having evolved over infinitely long periods of time—are very complex beings.
[ 2 ] Der Mensch als wachendes Wesen ist im Grunde genommen ein anderes Wesen als der Mensch im Schlafzustande. Wir wissen ja, daß während des Schlafes die vier Glieder seiner Wesenheit in zwei Gruppen gespalten sind, so daß auf der Lagerstätte liegen der physische und ätherische Leib und sich hinausbewegen in die geistige Welt der astralische Leib und das Ich, um darin nach den Gesetzen dieser geistigen Welt zu leben. Wir haben schon früher erfahren, daß der physische und ätherische Leib nicht bestehen könnten in der jetzigen Form, wenn sie vom astralischen Leib und Ich völlig verlassen sein würden, ohne daß diese durch etwas anderes ersetzt werden könnten. Ohne diese Möglichkeit wäre der schlafende Mensch nur vom Werte einer Pflanze. Diese ist zwar lebensfähig als ein in sich geschlossener Organismus, aber nicht der schlafende Mensch, da dieser seinen physischen und ätherischen Leib so eingerichtet hat, daß sie durchzogen sein müssen von seinem astralischen Leibe und seinem Ich. Während also das menschliche Ich und der Astralleib den Menschen verlassen, ist er in dieser Zeit von einer andern Wesenheit von gleichem Wert, von einem aber göttlich-geistigen Astralleib und einem dazu passenden Ich nachts in seinem physischen und ätherischen Leib durchzogen. Das, was vom Menschen schlafend zurückbleibt, das überlassen wir den äußeren geistigen Mächten der Welt. Was in der physischen Welt ist, wird also eingegliedert in die großen geistigen Mächte des Makrokosmos, und alle demselben angehörigen geistigen Wesenheiten wirken unbeeinträchtigt vom menschlichen Ich und Astralleib.
[ 2 ] The human being as a waking being is, in essence, a different being than the human being in a state of sleep. We know, after all, that during sleep the four members of the human being’s constitution are divided into two groups, so that the physical and etheric bodies remain on the bed, while the astral body and the I move out into the spiritual world to live there according to the laws of that spiritual world. We have already learned that the physical and etheric bodies could not exist in their present form if they were completely abandoned by the astral body and the “I,” without something else being able to replace them. Without this possibility, the sleeping human being would be no more than a plant. A plant is indeed viable as a self-contained organism, but the sleeping human being is not, since the latter has structured his physical and etheric bodies in such a way that they must be permeated by his astral body and his I. Thus, while the human ego and the astral body leave the human being, during this time he is permeated in his physical and etheric bodies by another being of equal value—namely, a divine-spiritual astral body and a corresponding ego. What remains of the human being while asleep, we leave to the outer spiritual powers of the world. What is in the physical world is thus incorporated into the great spiritual powers of the macrocosm, and all spiritual beings belonging to it act unimpeded by the human ego and astral body.
[ 3 ] Von diesen auf den Menschen hereinwirkenden Kräften der großen Welt wollen wir heute einige kennenlernen. Diese Verhältnisse sind mannigfaltig kompliziert in ihrer Wechselwirkung zwischen den geistigen Kräften der Welt und dem Menschen. Dieser ist in der Tat eine kleine Welt, und aus der großen Welt fließt während des Schlafes etwas herein in diese kleine Welt wie ein Spiegelbild. Wir können das alles nur einsehen, wenn wir eindringen in tiefe Weltengeheimnisse.
[ 3 ] Today we want to learn about some of these forces of the greater world that act upon human beings. These relationships are multifaceted and complex in their interplay between the spiritual forces of the world and the human being. The human being is, in fact, a small world, and during sleep, something flows from the greater world into this small world like a mirror image. We can only understand all this if we penetrate the deep mysteries of the world.
[ 4 ] In der heutigen Menschheit wird diese oder jene Wahrheit von der Wissenschaft gefunden, und man glaubt dann, diese Wahrheit als solche sicher zu besitzen. Der Anthroposoph soll aber darüber hinaus besonders ein Gefühl für das Gewicht dieser oder jener Wahrheit entwickeln, ob die eine oder andere eine wesentliche oder unwesentliche ist, ob sie eine billige, auf der Hand liegende Wahrheit ist oder ob sie uns tief hineinführt in die Geheimnisse der Welt. Dieses mangelhafte Verständnis merkt man, wenn unzweifelhafte Wahrheiten hingestellt werden, die entscheidend sein sollen für wichtige Schlußfolgerungen, zum Beispiel bei der Zahl der Knochen und Muskeln des Menschen im Vergleich mit den höheren Tieren. Ob diese Wahrheit wichtig oder unwichtig ist für die Stellung des Menschen zu den Tieren, das geht nicht ohne weiteres hervor aus der Tatsache. Eine andere, aber wichtige Wahrheit, auf die wir eigentlich alle Tage unmittelbar stoßen sollten, ist die, daß der Mensch im Vergleich zu allen Erdenwesen und im Gegensatz zu diesen mit seinem Antlitz frei in den Weltenraum schauen kann im physischen Sinne, um sich mit seinen Gedanken, seinen Vorstellungen zu dem zu erheben, was nicht der Erde angehört. Die Tiere können sich nicht von der Erde erheben, sich nicht von ihr befreien. Und wenn man noch so sehr die Ähnlichkeit der Affen in ihrer Entwickelung mit dem Menschen betont, so fällt doch sofort auf, daß beim Affen der Versuch der Aufrichtung im Gehen und Stehen nicht gelungen ist. Darum müssen wir dieses Sich-Erheben des Menschen von der Erde hinweg als eine sehr wichtige Wahrheit in geistigem Sinne ansehen. Alles, was wir im Menschen finden, ist eine mikrokosmische Nachahmung der großen Welt. Das freie SichErheben des Menschen ist ausgedrückt im Verhältnisse des Kopfes zu den übrigen Gliedmaßen des Menschen, als Verhältnis in einem Mikrokosmos. Dasselbe findet man aber auch draußen in der großen Welt, und zwar in dem Verhältnis zwischen Sonne und Erde. Dadurch, daß wir dieses auf uns wirken lassen, bekommen wir die Empfindung, daß das Tier schon in seiner Organisation von der Erde allein bestimmt ist, daß aber die Sonne den Menschen bestimmt hat in seinem freien Ausblick, in seinem Fühlen und Denken. Auf den ersten Anhieb ist dieser Gegensatz nicht zu verstehen, darum wollen wir langsam darauf hingehen.
[ 4 ] In today’s world, science discovers this or that truth, and people then believe they have that truth securely in their possession as such. The anthroposophist, however, should go beyond this and develop a sense of the significance of this or that truth—whether one is essential or non-essential, whether it is a trite, obvious truth, or whether it leads us deep into the mysteries of the world. This lack of understanding becomes apparent when indisputable truths are presented as decisive for important conclusions—for example, regarding the number of bones and muscles in humans compared to higher animals. Whether this truth is important or unimportant for humanity’s position relative to animals is not immediately apparent from the fact itself. Another, but important, truth that we should actually encounter directly every day is that, in contrast to all other earthly beings, human beings can freely gaze out into outer space with their faces—in the physical sense—in order to rise with their thoughts and mental images to that which does not belong to the Earth. Animals cannot rise above the earth; they cannot free themselves from it. And no matter how much one emphasizes the similarity between apes and humans in their evolution, it is immediately apparent that apes have not succeeded in erecting themselves while walking and standing. Therefore, we must regard this rising of the human being above the earth as a very important truth in a spiritual sense. Everything we find in human beings is a microcosmic imitation of the greater world. Humanity’s free rising is expressed in the relationship of the head to the rest of the human body, as a relationship within a microcosm. But the same can also be found out there in the greater world, namely in the relationship between the sun and the earth. By allowing this to take effect upon us, we gain the sense that the animal is determined solely by the earth even in its very organization, whereas the sun has determined the human being in his free outlook, in his feeling and thinking. At first glance, this contrast is not easy to understand; therefore, let us approach it gradually.
[ 5 ] Wir fühlen die Zugehörigkeit des Menschen zum Weltenall, wenn wir wissen, daß es die Sonne ist, die der Erde bestimmte Kräfte zusendet, damit der Mensch sich zu der Organisation entwickeln konnte, die er jetzt hat. Von den Kräften der Sonne wird er mit dem Haupte nach oben gerichtet, von der Erde mit den Gliedern nach unten gezogen. Vom Kopfe erhalten die Glieder die Befehle, wie die Erde ihre Leitung von der Sonne.
[ 5 ] We sense humanity’s connection to the universe when we realize that it is the sun that sends certain forces to the Earth, enabling human beings to develop into the form they now possess. The forces of the sun direct the head upward, while the Earth pulls the limbs downward. The limbs receive commands from the head, just as the Earth receives guidance from the Sun.
[ 6 ] Heute wollen wir noch einen andern Gegensatz herausheben. In dem bisher Gesagten sind alle Menschen gleich. Frau und Mann sind dabei nicht zu unterscheiden. Aber im menschlichen Organismus ist der Gegensatz von Mann und Frau vorhanden. Nach den angedeuteten Analogien fragen wir: Gibt es denn im großen Weltenall auch einen derartigen Gegensatz wie Mann und Frau, ebenso wie vorher bei Kopf und Gliedmaßen? - Es ist hier besonders darauf aufmerksam zu machen, daß die Geisteswissenschaft nichts zu tun hat mit den Darstellungen, welche den Gegensatz zwischen dem Männlichen und dem Weiblichen ausdehnen möchten auf die ganze große Welt. Das sind Ausflüsse eines schematischen Materialismus unserer Zeit. So sind unsere heutigen Ausführungen nicht gemeint; es ist das nur eine Ungezogenheit unserer heutigen Wissenschaft. Hier ist gemeint, daß der Gegensatz zwischen Mann und Weib nur der unterste Ausdruck für einen Gegensatz im Makrokosmos ist. Im Erdendasein müssen wir bei dem Gegensatz zwischen Mann und Frau erst scharf darauf hinweisen, daß wir dabei nur von den zwei äußeren Hüllen, dem physischen und ätherischen Leib, sprechen können. Denn Astralleib und Ich haben mit diesem Gegensatz nichts zu tun, also auch nichts mit den folgenden Auseinandersetzungen.
[ 6 ] Today we want to highlight yet another contrast. In what has been said so far, all people are equal. There is no distinction between women and men. But within the human organism, the contrast between men and women exists. Based on the analogies mentioned, we ask: Is there also such a contrast as that between man and woman in the vast universe, just as there is between the head and the limbs?—It is particularly important to note here that Spiritual Science has nothing to do with the representations that seek to extend the contrast between the masculine and the feminine to the entire world. These are outgrowths of the schematic materialism of our time. That is not the intent of our present discussion; it is merely a shortcoming of contemporary science. What is meant here is that the contrast between man and woman is merely the lowest expression of a contrast within the macrocosm. In earthly existence, when discussing the opposition between man and woman, we must first clearly point out that we can speak only of the two outer sheaths: the physical and etheric bodies. For the astral body and the I have nothing to do with this opposition, and therefore nothing to do with the following discussions.
[ 7 ] Da soll denn zunächst die Tatsache der hellseherischen Erkenntnis verzeichnet werden, daß im Grunde genommen nur Kopf und Gliedmaßen einen wahren Eindruck vom Menschen machen können. Wenn also in allem Physischen ein Geistiges mitspricht, müssen wir darauf achten, wie weit das Physische ein Ausdruck des Geistigen sein kann, ob ein wahres oder unwahres Bild dadurch gegeben wird. Ein solch wahrhaftiges Bild gibt nur der Kopf mit den Gliedmaßen. Alles andere entspricht nicht dem Geistigen; so auch nicht das Männliche und Weibliche am Menschen. Nur den Kopf und die Gliedmaßen erkennt der Geistesforscher als wahres Abbild des Geistigen an, alles andere ist verzeichnet. Das rührt davon her, daß die Trennung in Mann und Weib sich zurückführen läßt auf die lemurische Zeit, in der eine einzige Gestalt alles das in sich vereinigte, was wir jetzt getrennt vor uns sehen. Diese Trennung ist erfolgt, damit ermöglicht wurde, mit der Fortentwickelung ein immer mehr materielles Werden zu verbinden. So hat denn der Mensch seine Gestalt aus einer geistigen Urgestalt immer mehr materialisiert. Denn in der Form des neutralen Geschlechts war er noch eine dem Geiste näherstehende Gestalt. Bei der dann eintretenden Fortentwickelung in der Richtung auf das Weibliche behielt dieses gleichsam zurück eine frühere Gestalt, in der der Mensch noch geistiger war. Die weibliche Gestalt behielt diese geistigere Form bei, stieg nicht so tief ins Materielle hinunter, als es eigentlich der normalen Entwickelung entsprochen hätte. So hat denn die Frau eine geistigere Gestalt festgehalten aus einer früheren Entwickelungsstufe. Sie hat damit etwas konserviert, was eigentlich unwahr ist. Sie soll auch das Abbild des Geistigen sein, ist aber materiell verzeichnet. Gerade umgekehrt ist es beim Manne. Dieser hat den normalen Entwickelungspunkt übersprungen, ist also darüber hinausgelangt und prägt eine äußere Gestalt aus, die materieller ist als die Schattengestalt hinter ihm, die dem normalen Mittel entspricht.
[ 7 ] First, we should note the clairvoyant insight that, fundamentally, only the head and the limbs can provide a true impression of a human being. If, then, a spiritual element is at work in everything physical, we must consider to what extent the physical can be an expression of the spiritual, and whether it conveys a true or false image. Only the head and the limbs provide such a true image. Everything else does not correspond to the spiritual; this includes the masculine and feminine aspects of the human being. The spiritual researcher recognizes only the head and the limbs as the true reflection of the spiritual; everything else is distorted. This stems from the fact that the division into male and female can be traced back to the Lemurian epoch, when a single form united within itself all that we now see as separate. This division took place in order to make it possible to combine further development with an increasingly material existence. Thus, the human being has increasingly materialized his form from a spiritual archetype. For in the form of the neutral gender, he was still a being closer to the spirit. With the subsequent development toward the feminine, the feminine, as it were, retained an earlier form in which the human being was still more spiritual. The female form retained this more spiritual form and did not descend as deeply into the material as normal development would have dictated. Thus, the woman has retained a more spiritual form from an earlier stage of development. In doing so, she has preserved something that is, in fact, untrue. She is supposed to be the image of the spiritual, but is marked by the material. With men, it is exactly the opposite. They have skipped the normal point of development—that is, they have gone beyond it—and thus take on an outer form that is more material than the shadow form behind them, which corresponds to the normal mean.
[ 8 ] Die Frau steht vor diesem wahren Mittel, der Mann ist darüber hinausgegangen. Keiner von beiden gibt den wahren Menschen wieder. Es ist daher nicht das Höchste, Vollkommenste, was wir in der menschlichen Gestalt finden. Daher versuchte man, ihr dasjenige anzufügen, was in den alten Priestergewändern ausgebildet ist, um dadurch die menschliche Form, besonders die männliche, wahrer erscheinen zu lassen, als sie von Natur aus ist. Man hatte ein Gefühl dafür, daß die Natur auch etwas verzeichnen kann. Die weibliche Gestalt führt uns zurück in eine frühere Erdendaseinsstufe, in die alte Mondenzeit. Die männliche Gestalt führt uns über die Erdenzeit hinaus in das Jupiterdasein, aber in einer dafür noch nicht lebensfähigen Form.
[ 8 ] The woman stands before this true means; the man has gone beyond it. Neither of them reflects the true human being. What we find in the human form is therefore not the highest or most perfect. For this reason, attempts were made to add to it the elements embodied in the ancient priestly robes, in order to make the human form—especially the male form—appear truer than it is by nature. There was a sense that nature, too, can deviate. The female form takes us back to an earlier stage of earthly existence, to the ancient lunar era. The male form takes us beyond the earthly era into the Jupiter existence, but in a form that is not yet viable for that stage.
[ 9 ] Nun gibt es auch einen Gegensatz im Makrokosmos, der dem Gegensatz des Männlichen und Weiblichen entspricht, namentlich in dem, was wir sehen im Kometarischen und Lunarischen, was sich als der Gegensatz zwischen den Kometen und dem Monde zeigt. Der Mond ist ein Stück der Erde, das sich von ihr später noch getrennt hat, als sich die Sonne loslöste. Ausgeschieden wurde das, was die Erde nicht brauchen konnte, weil sonst die Menschenform in ihrer Entwickelung verknöchert, verholzt wäre. Der Mond hätte die menschliche Entwickelung zu schnell abgeschlossen. Er stellt jetzt, völlig verdorrt und vereist, dasjenige dar, was erst später als Jupiterdasein wieder lebensfähig sein wird, jetzt aber wie zum Tode verurteilt ist.
[ 9 ] Now there is also a contrast in the macrocosm that corresponds to the contrast between the masculine and the feminine, namely in what we see in the cometary and lunar realms, which manifests as the contrast between comets and the Moon. The Moon is a piece of the Earth that later separated from it, after the Sun had broken away. What the Earth could not use was cast off, because otherwise the human form would have become ossified and woody in its development. The Moon would have brought human development to a close too quickly. Now, completely withered and frozen, it represents that which will only later become viable again as a Jupiteric existence, but is now as if condemned to death.
[ 10 ] Der Komet stellt etwas dar, was aus dem alten Mondendasein in unser Erdendasein hereinragt, etwas, das in seiner Entwickelung zurückgehalten und also nicht bis zur Erde entwickelt ist, was auf höherer, geistigerer Stufe zurückblieb. Der Mond dagegen ist aus unserer Erde hervor- und darüber hinausgegangen. Die Erde selbst steht zwischen beiden. Es sind also Komet und Mond - wie die weibliche und männliche Gestalt - anzusehen als zurückgeblieben und hinausgeschritten über die normale Fortentwickelung. Der Komet verhält sich in gewisser Weise so, wie die weibliche Natur im Menschendasein. Wir können durch einen Vergleich uns weiter noch verständlich machen, was der Komet für die Erdenentwickelung bedeutet. Wenn wir diese uns klarmachen als folgend auf die Mondenentwickelung und vorangehend dem Jupiterdasein, so müssen wir uns bewußt sein, daß die Naturgesetze auf dem alten Monde andere waren als auf der Erde, und zum Teil sehen wir das an den Kometen. Nebenbei sei nur erwähnt, daß gerade bei dem Kometendasein ein Beispiel gegeben ist, wie durch die Wissenschaft später das bestätigt wird, was ich in meinem Vortrag auf dem Theosophischen Kongreß in Paris im Juni 1906 schon sagte: daß die Kometen die früheren Naturgesetze des alten Mondes konservieren. Unter anderem spielten gewisse Kohlenstoffverbindungen, Zyan-, Blausäureverbindungen auf dem alten Mond eine Rolle. Im Kometen müßte man daher diese Zyan- und Blausäureverbindungen nachweisen können. Und in der Tat hat inzwischen die Spektralanalyse bewiesen, daß im Kometen sich Blausäureverbindungen befinden. Es stimmen also die Angaben der Geisteswissenschaft mit den durch die materielle Wissenschaft gefundenen Tatsachen überein.
[ 10 ] The comet represents something that extends from the old lunar existence into our earthly existence—something that has been held back in its development and thus has not evolved all the way to Earth, something that remained behind on a higher, more spiritual level. The Moon, on the other hand, has emerged from our Earth and moved beyond it. The Earth itself stands between the two. Thus, the comet and the Moon—like the female and male forms—are to be regarded as having lagged behind and moved beyond the normal course of development. In a certain sense, the comet behaves like the female nature in human existence. We can further clarify for ourselves, through a comparison, what the comet signifies for the Earth’s evolution. If we understand this evolution as following the lunar phase and preceding the Jupiter phase, we must be aware that the laws of nature on the ancient Moon were different from those on Earth, and we can see this to some extent in the comets. Incidentally, it should be mentioned that the existence of comets provides an example of how science has subsequently confirmed what I already stated in my lecture at the Theosophical Congress in Paris in June 1906: that comets preserve the earlier laws of nature of the ancient Moon. Among other things, certain carbon compounds—cyanide and hydrocyanic acid compounds—played a role on the ancient Moon. One should therefore be able to detect these cyanide and hydrocyanic acid compounds in comets. And indeed, spectral analysis has since proven that hydrocyanic acid compounds are present in comets. Thus, the findings of Spiritual Science correspond with the facts established by material science.
[ 11 ] Was bedeutet das kometarische Dasein nun für die Erde? Welche Mission ist damit verbunden? Es soll die Beantwortung dieser Fragen wenigstens vergleichsweise geschehen, und es soll darauf hingewiesen werden, daß in dem Gegensatze von Mann und Weib auf der Erde zweierlei Leben sich abspielen. Zuerst ist es der Ablauf der alltäglichen Ereignisse in der Familie vom Morgen bis zum Abend, mit einer Regelmäßigkeit wie Sommer und Winter, wie Sonnenschein und Sturm und Wetter und Hagelschlag. Das kann so eine Zeitlang weitergehen. Aber dann kommt etwas, was hereinspielt und als einschneidende Veränderung empfunden wird, und zwar dann, wenn ein Kind geboren wird. Das unterbricht den herkömmlichen Verlauf der Dinge, und es verbleibt als ein Neues im Zusammenleben von Mann und Frau. Das können wir vergleichen mit dem, was der Komet zu tun hat als Aufgabe für das Erdenleben. Er bringt das in unser Erdenleben herein, was aus dem weiblichen Element des Kosmos herauskommt. Wenn der Komet sich zeigt, so bewirkt das einen Ruck in der Fortentwickelung der Menschheit. Nicht so sehr in dem eigentlichen Fortschreiten selbst, sondern in allem, was sonst noch der Menschheit eingeimpft wird. Wir können das beobachten an dem Halleyschen Kometen, an dem, was als geistige Kräfte dahintersteht. Stets ist mit seinem Erscheinen etwas für die Erdenentwickelung Neues verbunden gewesen. Zur Zeit ist er im Wiedererscheinen begriffen. Damit wird eingeleitet und geboren werden eine neue Etappe in materialistischem Sinne. An den drei letzten Erscheinungen in den Jahren 1682, 1759 und 1835 läßt sich dieses verfolgen. Im Jahre 1759 wirkten aus ihm heraus die Kräfte und geistigen Mächte, die den Geist der materialistischen Aufklärung gebracht haben. Was auf Anregung der Geister und Kräfte, die hinter dem Halleyschen Kometen stehen, in diesem Sinne sich entwickelt hatte, das war es zum Beispiel, was Goethe so sehr verdrossen hat an dem «Système de la nature» des Freiherrn von Holbach sowie an den französischen Enzyklopädisten. Als sich dann 1835 der Halleysche Komet wieder zeigte, da spiegelte sich der Matetialismus recht auffällig wider in den Anschauungen, die von Büchner und Moleschott ausgingen, und die dann im Materialismus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den weitesten Kreisen zur Aufnahme gekommen sind. Im gegenwärtigen Jahre 1910 erleben wir eine neue Erscheinung des alten Kometen, und das bedeutet ein Krisenjahr in bezug auf die eben besprochene Anschauung. Alle Kräfte sind da am Werke, um aus der Menschenseele einen noch flacheren, schlimmeren Sinn herauszugebären, einen materialistischen Sumpf der Weltanschauung. Es steht der Menschheit eine gewaltige Prüfung, eine Erprobung bevor, in der es sich darum handeln wird, daß die Menschheit bewahrheitet, daß bei dem drohenden tiefsten Falle auch der Impuls zum Aufsteigen allseitig am stärksten vorhanden ist. Denn sonst wäre es nicht möglich, daß der Mensch die Widerstände überwindet, die ihm die materialistischen Anschauungen in den Weg legen. Wenn der Mensch nicht dem Materialismus ausgesetzt wäre, könnte er ihn auch nicht aus eigenen Kräften überwinden. Und jetzt kommt die Gelegenheit, eine Wahl zu treffen zwischen der spirituellen und der materialistischen Richtung. Aus dem Kosmos heraus werden uns die Bedingungen zu diesem Krisenjahr zugeschickt.
[ 11 ] What, then, does this cometary existence mean for Earth? What mission is associated with it? We shall attempt to answer these questions, at least to some extent, and point out that two distinct kinds of life unfold on Earth in the contrast between man and woman. First, there is the course of everyday events in the family from morning to evening, with a regularity like summer and winter, like sunshine and storms and weather and hailstorms. This can continue for a while. But then something happens that is perceived as a drastic change, namely when a child is born. This interrupts the usual course of events and remains as something new in the life shared by man and woman. We can compare this to the role the comet plays in earthly life. It brings into our earthly existence that which emanates from the feminine element of the cosmos. When the comet appears, it causes a jolt in the further development of humanity. Not so much in the actual progress itself, but in everything else that is instilled in humanity. We can observe this in Halley’s Comet, in the spiritual forces behind it. Its appearance has always been associated with something new for Earth’s development. It is currently in the process of reappearing. This will usher in and give birth to a new stage in the materialistic sense. This can be traced in its last three appearances in the years 1682, 1759, and 1835. In 1759, the forces and spiritual powers that brought about the spirit of the materialistic Enlightenment were at work through it. What had developed in this sense under the influence of the spirits and forces behind Halley’s Comet was, for example, what so greatly displeased Goethe about Baron von Holbach’s Système de la nature as well as the French Encyclopedists. When Halley’s Comet reappeared in 1835, materialism was quite conspicuously reflected in the views put forth by Büchner and Moleschott, which were then widely embraced in the materialism of the second half of the 19th century. In the present year, 1910, we are witnessing a new appearance of the old comet, and this signifies a year of crisis with regard to the view just discussed. All forces are at work to bring forth from the human soul an even shallower, more pernicious mindset—a materialistic quagmire of worldview. Humanity faces a tremendous trial, a test in which it will have to prove that, even in the face of this impending, deepest fall, the impulse toward ascent is present most strongly on all sides. For otherwise, it would not be possible for human beings to overcome the obstacles that materialistic views place in their path. If human beings were not exposed to materialism, they would not be able to overcome it through their own efforts. And now the opportunity has come to make a choice between the spiritual and the materialistic paths. The conditions for this year of crisis are being sent to us from the cosmos.
[ 12 ] Die Geisteswissenschaft ist etwas, das abgelesen ist von den großen Zeichen des Himmels und hereingebracht in die Welt von jenen, die diese großen Zeichen, diese gewaltigen Schriftzeichen zu deuten wissen. Damit die Menschheit davor gewarnt wird, den materialistischen Weg einzuschlagen, der sich äußerlich zu erkennen gibt in der Erscheinung des Halleyschen Kometen, muß von der Geisteswissenschaft ein Gegenimpuls gegeben werden. So werden uns also auch die Kräfte zum Wege nach aufwärts durch andere Zeichen aus dem Kosmos zugeschickt.
[ 12 ] Spiritual Science is something that is read from the great signs of the heavens and brought into the world by those who know how to interpret these great signs, these mighty symbols. In order to warn humanity against taking the materialistic path—which manifests outwardly in the appearance of Halley’s Comet—a counter-impulse must be provided by Spiritual Science. Thus, the forces that guide us on the path upward are also sent to us through other signs from the cosmos.
[ 13 ] Zur Zeit des Ereignisses von Golgatha lag der Frühlingspunkt der Sonne seit einiger Zeit im Zeichen des Widders. Dieser Punkt rückt im Verlaufe von 25920 Jahren durch alle zwölf Sternbilder des Tierkreises. Das Vorrücken ist inzwischen so erfolgt, daß wir mit dem Frühlingspunkte jetzt eingetreten sind in das Sternbild der Fische. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts werden wir zu einem gewissen Punkte dieses Sternbildes gekommen sein. Es bedeutet nun das Sternbild des Widders den Abschluß des Kali Yuga, des finsteren Zeitalters, das nach der orientalischen Philosophie mit dem Jahre 3101 vor Christus begonnen hat. Damals erfolgte der Durchgang des Frühlingspunktes der Sonne durch das Sternbild des Stieres. Man schuf ein Abbild von diesem Ereignis im persischen Mithrasstier und im ägyptischen Apisstier. Abbilder des Durchganges durch das Sternbild des Widders finden wir in der Sage von den Argonauten mit dem Goldenen Vlies, dann bei Christus in seiner Bezeichnung als Lamm, wie ihn die ersten Christen gewöhnlich am Fuße des Kreuzes darstellten.
[ 13 ] At the time of the events at Golgotha, the vernal equinox had been in the constellation of Aries for some time. Over the course of 25,920 years, this point moves through all twelve constellations of the zodiac. This progression has now reached the point where, with the vernal equinox, we have entered the constellation of Pisces. By the middle of the 20th century, we will have reached a certain point within this constellation. The constellation of Aries now signifies the conclusion of the Kali Yuga, the dark age, which, according to Eastern philosophy, began in the year 3101 B.C. At that time, the vernal equinox of the sun passed through the constellation of Taurus. This event was symbolized in the Persian Mithraic bull and the Egyptian Apis bull. We find representations of the sun’s passage through the constellation of Aries in the legend of the Argonauts and the Golden Fleece, and in the depiction of Christ as the Lamb, as the early Christians typically portrayed him at the foot of the cross.
[ 14 ] Das Zeitalter des Kali Yuga war im Jahre 1899 zu Ende. Es dauerte also vom Jahre 3101 vor Christus bis 1899 nach Christus durch 5000 Jahre hindurch als ein Zeitalter, in dem die Menschen zur Beobachtung dessen, was sich auf dem physischen Plane abspielt, allein auf ihre physischen Sinne angewiesen waren, ohne daß sie die Fähigkeit des Hellsehens hätten zu Hilfe nehmen können. Jetzt beginnen die Fähigkeiten sich vorzubereiten, welche imstande sein werden, die menschliche Natur wieder zur spirituellen Entwickelung hinaufzuführen. Nur im Kali Yuga konnte und mußte in der nur in dieser Zeit möglichen Weise das Ich entwickelt werden zu seinem ihm jetzt eigenen Bewußtsein. Zu diesem Ich-Bewußtsein kann sich von jetzt ab ein hellsichtiges Bewußtsein hinzugesellen, das sich innerhalb der nächsten 2500 Jahre entwickeln wird, wodurch dann ein geistiges Erfassen der Welt zu dem physisch-sinnlichen hinzutreten wird. Um dieses zu ermöglichen, werden uns die Kräfte zugesandt werden um die Mitte des 20. Jahrhunderts, so daß dann die Menschen beginnen werden, den Äther- und Astralleib zu sehen, und zwar derart, daß dieses bei einigen Vorzüglern schon als natürliche Fähigkeit auftritt. Wenn der Mensch dann einen vorgefaßten Plan, eine Absicht irgendwelcher Art ausführen will, dann wird bei ihm eine Art Traumbild auftreten, das nichts anderes ist als eine Vorschau auf die karmische Erfüllung der geschehenen Tat. Inzwischen kann dann die Menschheit hineinsausen in den Sumpf der materialistischen Welt- und Lebensanschauungen. Es wird dabei aber leicht eintreten können, daß man die in dieser Zeit sich zeigenden schwachen Fähigkeiten des Hellsehens nicht als solche beachtet und die Menschen, die solche bereits besitzen, als Narren und Phantasten ansieht. Denn wer von Geisteswissenschaft dann nie etwas gehört hat, wird diese zarten Fähigkeiten nicht erkennen. Aber trotzdem sind diese Zeichen wahr. Siegt jedoch die spirituelle Weltanschauung, so wird man die angedeuteten Fähigkeiten sorgfältig pflegen in der Menschheit, so daß die damit ausgestatteten Personen in der Lage sein werden, geistige Wahrheiten aus der geistigen Welt herabzuholen.
[ 14 ] The Kali Yuga era came to an end in 1899. It thus lasted from 3101 B.C. to 1899 A.D., spanning 5,000 years as an age in which people were reliant solely on their physical senses to observe what was taking place on the physical plane, without being able to draw upon the ability of clairvoyance. Now the faculties are beginning to develop that will be capable of leading human nature back toward spiritual evolution. Only in the Kali Yuga could and had to the “I” be developed—in a way possible only during this era—to the level of consciousness now inherent in it. From now on, this “I”-consciousness can be joined by a clairvoyant consciousness that will develop over the next 2,500 years, whereby a spiritual perception of the world will then complement the physical-sensory one. To make this possible, the necessary forces will be sent to us around the middle of the 20th century, so that people will then begin to see the etheric and astral bodies—and indeed, for some gifted individuals, this will already manifest as a natural ability. When a person then wishes to carry out a preconceived plan or intention of any kind, a kind of dream image will appear to them, which is nothing other than a preview of the karmic fulfillment of the action taken. In the meantime, humanity may plunge headlong into the quagmire of materialistic worldviews and attitudes toward life. However, it will easily happen that the faint clairvoyant abilities manifesting in this age will not be recognized as such, and that people who already possess them will be regarded as fools and fantasists. For those who have never heard of Spiritual Science will not recognize these delicate abilities. Nevertheless, these signs are true. If, however, the spiritual worldview prevails, these indicated abilities will be carefully nurtured within humanity, so that those endowed with them will be able to bring spiritual truths down from the spiritual world.
[ 15 ] Unter solchen Umständen können wir sagen: Wir stehen vor einem wichtigen Weltentwickelungspunkte, den wir vorbereiten müssen, damit man nicht mit rohen Füßen zu Tode tritt in seinem Aufkommen, was unsere Erde mit einer neuen Fähigkeit überziehen will. Was dann als geistige Welt, mit geistigen Organen, als Geistesatmosphäre zu schauen sein wird, das ist dasjenige, was heute nur die Eingeweihten erkennen können. Es wird aber noch eine geraume Zeit dauern, bis sich die ersten zarten Fähigkeiten bis zu diesem Grade oder auch nur bis zu der Höhe entwickelt haben, wie sie die uralte Menschheit in ihrem damals allerdings nur traumhaften Hellsehen und in ihren ekstatischen Zuständen gekannt hat. Aber wie eine geistige Hülle wird diese stetig sich entwickelnde Fähigkeit um unsere Erde ausgebreitet sein. Die orientalischen Schriften, besonders die tibetanischen, sprechen viel von einem Lande, das verschwunden sei, und mit Wehmut nennen sie es Schamballa, ein Land, das im Zeitalter des Kali Yuga verschwunden sei. Aber mit Recht wird gesagt, daß die Eingeweihten sich zurückziehen können nach Schamballa, um von dort für die Menschheit zu holen, was sie braucht, um in ihrer Entwickelung gefördert zu werden. Alle Bodhisattvas holen Kraft und Weisheit aus dem Lande Schamballa. Für den Menschen mit durchschnittlicher Entwickelung ist es verschwunden. Aber es gibt Prophezeiungen, daß dieses Land Schamballa wieder zu den Menschen zurückkommen wird. Wenn sich die zarten Kräfte des Hellsehens zeigen und mehr und mehr verstärken und ausbreiten werden, und wenn diese als die guten Kräfte, die aus dem Sonnendasein stammen, aufgenommen und wirken werden statt der Kräfte aus dem Halleyschen Kometen, dann wird Schamballa wiederkommen. Wir stehen in der Zeit der Vorbereitung der Menschheit auf diese Entwickelung eines neuen Hellsehens, die sich in den nächsten 2500 Jahren abspielen wird, einer Vorbereitung, die sowohl in der Zeit zwischen der Geburt und dem Tode als auch in der Zeit zwischen dem Tode und einer neuen Geburt sich stetig fortsetzen wird. Was sich da alles ereignen wird, das soll der Gegenstand des nächsten Vortrages sein.
[ 15 ] Under such circumstances, we can say: We are facing a crucial turning point in world development, one for which we must prepare so that what seeks to endow our Earth with a new capacity is not crushed in its infancy. What will then be perceived as a spiritual world, with spiritual organs, as a spiritual atmosphere—that is what only the initiated can recognize today. However, it will still take quite some time before the first delicate faculties have developed to this degree—or even to the level that ancient humanity knew in its clairvoyance, which at that time was admittedly only dreamlike, and in its ecstatic states. But like a spiritual veil, this steadily developing ability will be spread out around our Earth. The Eastern scriptures, especially the Tibetan ones, speak at length of a land that has vanished, and with melancholy they call it Shambhala—a land that disappeared in the age of Kali Yuga. But it is rightly said that the initiates can retreat to Shambhala to bring back from there what humanity needs to be aided in its development. All Bodhisattvas draw strength and wisdom from the land of Shambhala. For people of average development, it has vanished. But there are prophecies that this land of Shamballa will return to humanity. When the subtle powers of clairvoyance begin to manifest and grow stronger and more widespread, and when these—as the beneficial forces originating from the solar realm—are received and come into play instead of the forces from Halley’s Comet, then Shamballa will return. We are in a time of preparation for humanity to undergo this development of a new form of clairvoyance, which will unfold over the next 2,500 years—a preparation that will continue steadily both in the time between birth and death and in the time between death and a new birth. All that will take place during this process will be the subject of the next lecture.
