Esoteric Christianity and the
Spiritual Guidance of Humanity
GA 130
18 December 1912, Neuchâtel
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Esoteric Christianity and the Spiritual Guidance of Humanity, tr. SOL
20. Die Mission des Christian Rosenkreutz, Deren Charakter und Aufgabe. Die Mission des Gautama Buddha auf dem Mars
20. The Mission of Christian Rosenkreutz: Its Nature and Purpose. The Mission of Gautama Buddha on Mars
Meine lieben Freunde!
My dear friends!
[ 1 ] Unsere Freunde hier haben gewünscht, dass heute eine Betrachtung von mir angeknüpft werde an dasjenige, was wir im vorigen Jahre hier besprochen haben. Wir haben dazumal hervorgehoben, dass die Initiation des Christian Rosenkreutz auf eine ganz besondere Art im dreizehnten Jahrhundert erfolgt ist und dass seither die Individualität des Christian Rosenkreutz immerfort gewirkt hat und immerfort wirkt durch die Jahrhunderte hindurch. Wir wollen heute wiederum etwas von dem Charakter und der Wesenheit von Christian Rosenkreutz kennenlernen, indem wir die große Aufgabe ins Auge fassen, die er hatte in der ersten Morgenröte unserer dem Intellektualismus zugewendeten Zeit, um für die Zukunft der Menschheit zu sorgen.
[ 1 ] Our friends here have requested that I offer some reflections today that build upon what we discussed here last year. At that time, we emphasized that the initiation of Christian Rosenkreutz took place in a very special way in the thirteenth century, and that since then, the individuality of Christian Rosenkreutz has been at work continuously and continues to be at work throughout the centuries. Today we would like to learn more about the character and essence of Christian Rosenkreutz by considering the great task he undertook at the very dawn of our age—an age oriented toward intellectualism—to ensure the future of humanity.
[ 2 ] Derjenige, der wie Christian Rosenkreutz als ein führender Okkultist vor die Welt hintritt, hat zu rechnen mit der Eigentümlichkeit seines Zeitalters. Das Geistesleben, in dem wir jetzt stehen, hat in seinem eigentlichen Charakter doch den Anfang genommen, als die neuere Naturwissenschaft heraufkam mit Kopernikus, Giordano Bruno, Galilei und anderen. Die Menschen der Gegenwart lernen das Weltsystem des Kopernikus schon in der frühen Schulzeit kennen und nehmen die dadurch gewonnenen Eindrücke für das ganze Leben mit. In früheren Zeiten empfand die Seele etwas anderes: Fühlen Sie, welch großer Unterschied besteht zwischen einem Menschen der Gegenwart und einem, der da lebte vor Jahrhunderten. Vor dem Zeitalter des Kopernikus glaubte jede Seele der Erdenmenschen, die Erde ruhe im Weltenraum und die Sonne und die Sterne drehten sich um sie. Der Boden schwand den Menschen unter den Füßen weg, als Kopernikus die Lehre aufstellte, dass die Erde mit riesiger Schnelligkeit unter ihnen sich im Weltall bewegt. Wir dürfen eine solche Revolution des Denkens nicht unterschätzen, die eine entsprechende Umwandlung des Fühlens mit sich brachte. Alle Ideen und Vorstellungen der Menschen wurden anders, als sie vor Kopernikus waren. Wir wollen uns nun die Frage stellen: Was hat der Okkultismus zu dieser Revolution des Denkens zu sagen?
[ 2 ] Anyone who, like Christian Rosenkreutz, steps before the world as a leading occultist must reckon with the peculiarities of his era. The spiritual life in which we now find ourselves actually began when modern natural science emerged with Copernicus, Giordano Bruno, Galileo, and others. People today are introduced to Copernicus’s model of the universe as early as elementary school and carry the impressions gained from it with them for the rest of their lives. In earlier times, the soul experienced something different: Consider what a great difference there is between a person of today and one who lived centuries ago. Before the age of Copernicus, every human soul on Earth believed that the Earth rested in space and that the Sun and the stars revolved around it. The ground seemed to vanish from under people’s feet when Copernicus put forward the doctrine that the Earth moves through the cosmos at tremendous speed beneath them. We must not underestimate such a revolution in thinking, which brought about a corresponding transformation in feeling. All human ideas and mental images became different from what they were before Copernicus. Let us now ask ourselves: What does occultism have to say about this revolution in thinking?
[ 3 ] Derjenige, der als Okkultist die Frage aufwirft, wie man mit den modernen Ideen des Kopernikus die Welt begreifen kann, der muss sich sagen: Man kann mit den Ideen des Kopernikus vieles schaffen, was naturwissenschaftlich zu großen Triumphen im äußeren Leben führt, aber nichts begreifen von dem geistigen Untergrund der Welt und der Dinge, denn die kopernikanischen Ideen sind das schlechteste Instrument, das jemals in der Menschheitsentwicklung da war, um die geistigen Untergründe zu begreifen. Dies rührt davon her, dass alle diese Begriffe und Ideen des Kopernikus von Luzifer inspiriert sind. Denn der Kopernikanismus ist eine der letzten Attacken, der letzten großen Angriffe, die Luzifer auf die menschliche Entwicklung gemacht hat. In der älteren, vorkopernikanischen Weltanschauung hatte man außen die Maya; aber man hatte vielfach in dem, was man verstand, was überliefertes Weisheitsgut war, die Wahrheit der Dinge und der Welt. Seit Kopernikus aber hat der Mensch nicht nur in der sinnlichen Anschauung um sich die Maya, sondern die Begriffe und Ideen sind selbst Maya. Heute ist es dem Menschen wie selbstverständlich, dass die Sonne in der Mitte feststeht und die Planeten sich da in Ellipsen herumdrehen. Nicht lange wird es in die Zukunft hinein dauern, und man wird einsehen, dass die Anschauung des Kopernikus von der Sternenwelt viel unrichtiger ist als die vorhergehende des Ptolemäus. Die kopernikanisch-keplersche Weltanschauung ist eine sehr bequeme Weltanschauung. Um aber dasjenige zu erklären, was der Makrokosmos ist, ist sie nicht die Wahrheit.
[ 3 ] Anyone who, as an occultist, raises the question of how one can understand the world through the modern ideas of Copernicus must tell themselves: One can achieve much with Copernicus’s ideas—achievements that lead to great scientific triumphs in external life—but one cannot comprehend the spiritual foundations of the world and of things, for Copernican ideas are the worst instrument ever to have existed in human development for comprehending these spiritual foundations. This stems from the fact that all of Copernicus’s concepts and ideas are inspired by Lucifer. For Copernicanism is one of the final attacks—one of the last great assaults—that Lucifer has launched against human development. In the older, pre-Copernican worldview, there was the Maya in the external world; but in much of what was understood—which was a legacy of traditional wisdom—lay the truth of things and of the world. Since Copernicus, however, human beings have not only the Maya in their sensory perception of the world around them, but the concepts and ideas themselves are Maya. Today, it seems self-evident to people that the sun stands fixed in the center and the planets revolve around it in ellipses. It will not be long before people come to realize that Copernicus’s view of the celestial world is far more inaccurate than Ptolemy’s earlier one. The Copernican-Keplerian worldview is a very convenient one. But when it comes to explaining what the macrocosm is, it is not the truth.
[ 4 ] Christian Rosenkreutz stand so vor der Tatsache einer Weltanschauung, die selber eine Maya ist, und er hatte Stellung dazu zu nehmen. Christian Rosenkreutz musste den Okkultismus retten zu einer Zeit, in der alle wissenschaftlichen Begriffe selbst eine Maya waren. In der Mitte des sechzehnten Jahrhunderts erschien das grundlegende Werk des Kopernikus über die «Umdrehung der Weltkörper». Am Ende des sechzehnten Jahrhunderts war an die Rosenkreuzer die Notwendigkeit herangetreten, aus dem Okkultismus heraus das Welt-System zu begreifen, da das kopernikanische Weltensystem mit seinen materiell gedachten Kugeln im Raume schon im Begriff Maya war. Gegen Ende des sechzehnten Jahrhunderts fand daher eine jener Konferenzen statt, wie wir sie hier vor einem Jahre kennengelernt haben, als nämlich im dreizehnten Jahrhundert Christian Rosenkreutz selbst eingeweiht wurde. Diese okkulte Konferenz der führenden Individualitäten vereinigte Christian Rosenkreutz mit jenen zwölf Individualitäten von damals und noch einigen anderen bedeutsamen Individualitäten der Menschheitsführung. Es waren dabei anwesend nicht nur Persönlichkeiten, die auf dem physischen Plan inkarniert waren, sondern auch solche, die sich in den geistigen Welten befanden. Anwesend war bei jener Konferenz auch dieselbe Individualität, die im sechsten Jahrhundert vor Christus verkörpert war als der Gautama Buddha.
[ 4 ] Christian Rosenkreutz was thus confronted with the reality of a worldview that was itself a maya, and he had to take a stand on it. Christian Rosenkreutz had to save occultism at a time when all scientific concepts were themselves a maya. In the middle of the sixteenth century, Copernicus’s seminal work on the “Revolution of the Celestial Bodies” was published. By the end of the sixteenth century, the Rosicrucians were faced with the necessity of understanding the world system from within occultism, since the Copernican world system—with its materially conceived spheres in space—was already in the process of becoming Maya. Toward the end of the sixteenth century, therefore, one of those conferences took place, such as we learned about here a year ago, namely when Christian Rosenkreutz himself was initiated in the thirteenth century. This occult conference of leading individualities brought together Christian Rosenkreutz with those twelve individualities from that time and several other significant individualities guiding humanity. Present at the conference were not only personalities incarnated on the physical plane, but also those residing in the spiritual worlds. Also present at that conference was the very same individuality who had been incarnated in the sixth century B.C. as Gautama Buddha.
[ 5 ] Die orientalischen Okkultisten glauben mit Recht - denn sie wissen es als eine Wahrheit -—, dass Buddha, der im neunundzwanzigsten Jahre seines Lebens als Gautama Buddha von einem Bodhisattva zu einem Buddha wurde, zum letzten Male damals im physischen Körper inkarniert war. Es ist durchaus richtig, dass die Individualität, die von einem Bodhisattva zu einem Buddha wird, danach nicht mehr in einer physischen Inkarnation auf Erden erscheint. Das ist aber nicht gleichbedeutend mit «nicht mehr tätig sein» für die Erde. Der Buddha ist tätig für die Erde auch für die folgende Zeit, wenn er auch nicht mehr im physischen Leibe auf Erden erscheint, sondern von der geistigen Welt aus seine Tätigkeit ausübt. Das Hineinwirken des Buddha mit seinen Kräften aus der geistigen Welt in den Astralleib des Jesus vom Lukas-Evangelium vernehmen wir in dem Gloria-Gesang, der auch den Hirten auf dem Felde hörbar wurde. Diese Worte rühren her von dem Buddha, der wirksam im Astralleibe des Jesusknaben des Lukas-Evangeliums war. Diese schöne, herrliche Botschaft des Friedens und der Liebe ist tatsächlich ein Ergebnis dessen, was Buddha beigesteuert hat zu dem Christentum. Aber auch später wirkt der Buddha - nicht physisch, aber aus der geistigen Welt- in die Taten der Menschen hinein, und er arbeitete mit an dem, was zu geschehen hatte für den Fortschritt der Menschheitsentwicklung.
[ 5 ] Eastern occultists rightly believe—for they know it to be true—that the Buddha, who in the twenty-ninth year of his life as Gautama Buddha transformed from a Bodhisattva into a Buddha, was incarnated in a physical body for the last time on that occasion. It is entirely correct that the individuality which becomes a Buddha from a Bodhisattva does not subsequently appear in a physical incarnation on Earth. However, this is not synonymous with “no longer being active” on Earth. The Buddha remains active for Earth even in the time that follows, even though he no longer appears on Earth in a physical body, but carries out his work from the spiritual world. We perceive the Buddha’s influence, with his powers from the spiritual world, upon the astral body of the Jesus of the Gospel of Luke in the Gloria hymn, which was also heard by the shepherds in the fields. These words originate from the Buddha, who was actively at work in the astral body of the boy Jesus as described in the Gospel of Luke. This beautiful, glorious message of peace and love is indeed a result of what the Buddha contributed to Christianity. But even later, the Buddha continues to work—not physically, but from the spiritual world—into the deeds of human beings, and he played a part in what had to happen for the progress of human development.
[ 6 ] Im siebenten und achten Jahrhundert zum Beispiel war in der Nähe des Schwarzen Meeres eine sehr bedeutende Einweihungsschule, in der Buddha im Geistleibe lehrte. In solchen Schulen gibt es Lehrer, die im physischen Leibe lehren; aber für die vorgerückteren Schüler ist es auch möglich, Unterweisungen von einem Lehrer zu bekommen, der nur im ätherischen Leibe lehrt. Und so lehrte dort der Buddha für diejenigen, welche die höheren Erkenntnisse aufzunehmen vermochten. Unter den Schülern des Buddha war damals einer, der dann wenige Jahrhunderte darnach wieder inkarniert wurde. Wir haben es also zu tun mit einer physisch lebenden Persönlichkeit, die Jahrhunderte später wieder im physischen Leibe lebt, in Italien, und die wir als den heiligen Franziskus von Assisi kennen. Die eigentümliche Art des Franz von Assisi, die ja so viel Ähnlichkeit hat, auch in dem Leben seiner Mönche, mit den Schülern des Buddha, ergibt sich aus dem Umstand, dass Franz von Assisi selbst ein Schüler des Buddha war.
[ 6 ] In the seventh and eighth centuries, for example, there was a very important school of initiation near the Black Sea, where the Buddha taught in his spiritual body. In such schools, there are teachers who teach in the physical body; but for the more advanced students, it is also possible to receive instruction from a teacher who teaches only in the etheric body. And so the Buddha taught there to those who were capable of absorbing the higher knowledge. Among the Buddha’s disciples at that time was one who then reincarnated a few centuries later. We are thus dealing with a physically living personality who, centuries later, lived again in a physical body in Italy, and whom we know as Saint Francis of Assisi. The distinctive character of Francis of Assisi—which bears such a strong resemblance, even in the lives of his monks, to that of the Buddha’s disciples—stems from the fact that Francis of Assisi himself was a disciple of the Buddha.
[ 7 ] Man braucht nur ein wenig den Blick hinzuwenden auf die Eigentümlichkeiten solcher nach dem Geistigen strebenden Menschen wie Franz von Assisi und solcher, die durch die jetzige Kultur in der Industrie, der Technik und den neueren Entdeckungen der Gegenwart stehen. Es gab viele, auch okkulte Persönlichkeiten, die in der Seele viel Leid erlebten, als sie denken mussten, dass es in der Zukunft zwei Arten von Menschen würde geben müssen. Und zwar glaubten sie, die eine Klasse werde ganz dem praktischen Leben zugewandt sein, sie werde in der Erzeugung von Nahrungsmitteln, im Bauen von Maschinen und so weiter ihr Heil sehen, sie werde ganz aufgehen im praktischen Leben. Und die andere Klasse werde diejenige sein, welcher Menschen wie Franz von Assisi angehören, die sich wegen des geistigen Lebens ganz abwenden vom praktischen Leben.
[ 7 ] One need only turn one’s gaze briefly toward the distinctive characteristics of people who strive for the spiritual, such as Francis of Assisi, and those who are immersed in today’s culture of industry, technology, and modern discoveries. There were many—including occult figures—who experienced great suffering in their souls when they had to consider that there would have to be two kinds of people in the future. Specifically, they believed that one class would be entirely devoted to practical life; it would find its salvation in the production of food, the construction of machines, and so on, and would be completely absorbed in practical life. And the other class would be that to which people like Francis of Assisi belong—those who, because of the spiritual life, turn away entirely from practical life.
[ 8 ] Es war daher ein bedeutungsvoller Augenblick, als zur Vorbereitung jener erwähnten Konferenz Christian Rosenkreutz im sechzehnten Jahrhundert eine Anzahl von Okkultisten, einen größeren Kreis von Menschen zusammenberief, denen er die zwei Arten von Menschen vor Augen stellte, die es in der Zukunft geben müsste. Zuerst berief er einen größeren Kreis, später einen kleineren, um den Menschen dieses Bedeutsame zu sagen. Christian Rosenkreutz hielt diese Vorversammlung eine Anzahl von Jahren vorher, nicht weil es ihm unklar war, was zu geschehen hatte, sondern weil er die Menschen zum Nachdenken bringen wollte über die Perspektive der Zukunft. Er sagte ungefähr Folgendes zur Anregung des Denkens: Man sche hin auf die Zukunft der Welt. Die Welt drängt nach Praxis, nach Industrie, nach Eisenbahnen und so weiter. Die Menschen werden sein wie Lasttiere. Und diejenigen, die das nicht wollen, werden sein wie Franz von Assisi, unpraktisch für das Leben, sie werden nur der inneren Entwicklung leben. - Christian Rosenkreutz machte damals seinen Zuhörern klar, dass es auf Erden kein Mittel gebe, um die Bildung dieser zwei Menschenklassen zu verhindern. Alles, was man für die Menschen tun könne zwischen Geburt und Tod, könne nicht verhindern, dass die Menschen in diese zwei Klassen geteilt würden. Soweit die Verhältnisse auf der Erde in Betracht kommen, ist es unmöglich, Abhilfe zu schaffen für die zwei Klassen von Menschen. Hilfe könne nur kommen, wenn eine Art von Erzichung geschaffen würde, die sich nicht abspiele zwischen Geburt und Tod, sondern zwischen dem Tode und einer neuen Geburt.
[ 8 ] It was therefore a momentous occasion when, in preparation for that conference mentioned earlier, Christian Rosenkreutz convened a number of occultists—a larger circle of people—in the sixteenth century, to whom he presented two mental images of people that would need to exist in the future. First he convened a larger group, and later a smaller one, to tell people about this important matter. Christian Rosenkreutz held this preliminary meeting several years in advance, not because he was unclear about what was to happen, but because he wanted to encourage people to reflect on the prospects for the future. He said something along these lines to stimulate their thinking: “Look to the future of the world. The world is pushing toward practicality, toward industry, toward railroads, and so on. People will be like beasts of burden. And those who do not want that will be like Francis of Assisi—impractical for life—they will live only for inner development.”—Christian Rosenkreutz made it clear to his listeners at the time that there was no way on earth to prevent the formation of these two classes of people. Nothing that could be done for people between birth and death could prevent them from being divided into these two classes. As far as conditions on earth are concerned, it is impossible to remedy the situation for these two classes of people. Help could only come if a kind of education were created that took place not between birth and death, but between death and a new birth.
[ 9 ] Bedenken wir also, dass die Rosenkreuzer vor die Aufgabe gestellt waren, zu wirken aus der übersinnlichen Welt in die einzelnen Menschen hinein. Um zu verstehen, was zu geschehen hatte, müssen wir das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt von einer gewissen Seite her betrachten.
[ 9 ] Let us therefore consider that the Rosicrucians were faced with the task of working from the supersensible world into individual human beings. To understand what had to happen, we must view life between death and a new birth from a certain perspective.
[ 10 ] Auf der Erde leben wir zwischen Geburt und Tod. Zwischen Tod und neuer Geburt steht der Mensch in einer gewissen Verbindung mit den anderen Planeten. Sie finden in meiner «Theosophie» beschrieben das Kamaloka. Dieser Aufenthalt des Menschen in der Seelenwelt ist eine Zeit, während welcher der Mensch ein Mondbewohner wird. Dann wird er ein Merkurbewohner, dann ein Venusbewohner, dann ein Sonnen-, Mars-, Jupiter-, Saturnbewohner und dann ein Bewohner des weiteren Himmels- oder Weltenraumes. Man redet nicht unrichtig, wenn man sagt, dass zwischen zwei Inkarnationen auf der Erde Verkörperungen auf anderen Planeten liegen, geistige Verleiblichungen. Der Mensch ist heute noch nicht so weit in seiner Entwicklung, dass er sich in seiner Inkarnation erinnern kann an das, was er erlebt hat zwischen Tod und neuer Geburt, aber in der Zukunft wird das möglich sein. Wenn er auch jetzt sich nicht erinnern kann an das, was er zum Beispiel auf dem Mars erlebt hat, so hat er aber doch die Kräfte des Mars in sich, wenn er auch nichts davon weiß. Man kann durchaus sagen: Jetzt bin ich ein Erdenbewohner, aber die Kräfte in mir schließen in sich etwas, was ich mir auf dem Mars angeeignet habe. - Betrachten wir einmal einen Menschen, der auf der Erde lebte, nachdem sich die kopernikanische Weltanschauung ausgebreitet hatte. Woher haben Kopernikus, Galilei, Giordano Bruno und andere die Fähigkeiten in dieser Inkarnation? Bedenken Sie, dass die Individualität des Kopernikus kurz vorher, 1401 bis 1464, in Nikolaus Cusanus, der ein tiefer Mystiker war, verkörpert war. Bedenken Sie seine «Docta ignorantia», wie ganz anders ist da die Seelenverfassung. Wie sind die Kräfte in diese Individualität hineingekommen, die den Kopernikus so ganz anders gemacht haben als den Nikolaus Cusanus? Aus den Kräften des Mars ist das eingeflossen, was ihn dann zu dem Astronomen Kopernikus gemacht hat. So ist es auch bei Galilei, auch er hat Kräfte vom Mars aufgenommen, die ihm die besondere Konfiguration des modernen Naturdenkers verliehen haben. Auch Giordano Bruno hat seine Kräfte vom Mars mitgebracht, und so ist es mit der ganzen Menschheit. Dass die Menschen denken wie Kopernikus oder Giordano Bruno, bekommen sie aus den Kräften des Mars, die sie sich zwischen Tod und neuer Geburt aneignen.
[ 10 ] On Earth, we live between birth and death. Between death and a new birth, human beings maintain a certain connection with the other planets. You will find the Kamaloka described in my book Theosophy. This sojourn of the human being in the soul world is a period during which the human being becomes a lunar inhabitant. Then they become inhabitants of Mercury, then of Venus, then of the Sun, Mars, Jupiter, and Saturn, and finally inhabitants of the wider celestial or cosmic space. It is not incorrect to say that between two incarnations on Earth there are incarnations on other planets—spiritual incarnations. Human beings today are not yet far enough along in their development to be able to remember, during their incarnation, what they experienced between death and rebirth, but this will be possible in the future. Even if they cannot now recall what they experienced on Mars, for example, they still possess the forces of Mars within themselves, even if they are unaware of it. One can certainly say: “I am now an inhabitant of Earth, but the forces within me encompass something I acquired on Mars.”—Let us consider a person who lived on Earth after the Copernican worldview had spread. Where did Copernicus, Galileo, Giordano Bruno, and others acquire the abilities they possessed in this incarnation? Consider that Copernicus’s individuality had been embodied shortly before, from 1401 to 1464, in Nicholas of Cusa, who was a profound mystic. Consider his “Docta ignorantia”—how utterly different the state of his soul is. How did the forces enter this individuality that made Copernicus so very different from Nicholas of Cusa? It was the forces of Mars that flowed into him, transforming him into the astronomer Copernicus. The same is true of Galileo; he, too, absorbed forces from Mars that gave him the distinctive configuration of the modern natural philosopher. Giordano Bruno, too, brought his forces from Mars with him, and so it is with all of humanity. The fact that people think like Copernicus or Giordano Bruno stems from the forces of Mars, which they acquire between death and rebirth.
[ 11 ] Aber dass man solche Kräfte bekommt, die von Triumph zu Triumph führen, rührt davon her, dass der Mars damals anders wirkte als vorher. Früher waren es andere Kräfte, die vom Mars ausgingen. Die Marskultur, die die Menschen durchleben zwischen Tod und neuer Geburt, hat eine große Krise durchgemacht im fünfzehnten und sechzehnten Jahrhundert der Erde. So einschneidend, so katastrophal war es im fünfzehnten und sechzehnten Jahrhundert auf dem Mars, wie es auf der Erde war zur Zeit des Mysteriums von Golgatha. Wie zur Zeit des Mysteriums von Golgatha das eigentliche Ich des Menschen geboren wurde, so wurde auf dem Mars geboren diejenige Geistesrichtung, die, wenn sie sich dem Menschen einpflanzte, sich zeigt im Kopernikanismus. Nachdem diese Zustände auf dem Mars herrschten, wäre es die ganz natürliche Folge gewesen, dass der Mars immer Menschen auf die Erde geschickt hätte, die nur Ideen wie Kopernikus mitgebracht hätten, die doch eigentlich Maya sind. Wir blicken also auf eine Dekadenz, auf einen Niedergang der Marskultur. Vorher waren es gute Kräfte gewesen, die vom Mars ausgeströmt waren. Jetzt aber strömten von dort immer mehr Kräfte aus, die den Menschen immer tiefer in die Maya hineingeführt hätten. Geistreich zwar waren die Errungenschaften, die vom Mars stammten in jener Zeit, aber doch eben Maya.
[ 11 ] But the fact that one gains such powers, which lead from triumph to triumph, stems from the fact that Mars exerted a different influence back then than it had before. In the past, different forces emanated from Mars. The Mars culture, which human beings experience between death and rebirth, underwent a major crisis in the fifteenth and sixteenth centuries of Earth. The situation on Mars in the fifteenth and sixteenth centuries was as drastic and catastrophic as it was on Earth at the time of the Mystery of Golgotha. Just as the true “I” of the human being was born at the time of the Mystery of Golgotha, so too was born on Mars that spiritual orientation which, when implanted in human beings, manifests itself in Copernicanism. Given that these conditions prevailed on Mars, it would have been the entirely natural consequence that Mars would have continually sent people to Earth who would have brought with them only ideas like those of Copernicus—ideas that are, in truth, maya. We are thus witnessing a decadence, a decline of the Martian culture. Previously, it had been positive forces that had flowed forth from Mars. Now, however, more and more forces were streaming out from there that would have led humanity ever deeper into Maya. Although the achievements originating from Mars during that time were indeed ingenious, they were nonetheless Maya.
[ 12 ] Sie sehen also, dass man im fünfzehnten Jahrhundert hat sagen können: Das Heil des Mars und damit der Erde hängt davon ab, dass auf dem Mars die niedergehende Kultur wieder einen Impuls nach aufwärts erhält. So etwa war es auf dem Mars wie auf der Erde bis zum Mysterium von Golgatha, wo die Menschheit von spirituellen Höhen in die Tiefe des Materiellen versunken war und der ChristusImpuls dann einen Aufstieg für sie bedeutete. Auf dem Mars war im fünfzehnten Jahrhundert die Notwendigkeit eingetreten, der Marskultur einen Impuls nach aufwärts zu geben. Das war die große Frage, die vor Christian Rosenkreutz und seinen Schülern stand, wie der Marskultur dieser Impuls zum Aufstieg zu geben sei, denn von der Marskultur hing auch das Heil der Erde ab. Die große Aufgabe stand vor dem Rosenkreuzertum, die Frage zu beantworten: Was hat zu geschehen, dass zum Heile der Erde die Marskultur zu einem Aufstieg gelangt? Die Marswesen hätten gar nicht wissen können, was zu ihrem Heile dienen kann, denn nur auf der Erde konnte man wissen, wie es um den Mars stand. Auf dem Mars empfand man den Niedergang gar nicht. Einer praktischen Antwort wegen trat daher jene Konferenz am Ende des sechzehnten Jahrhunderts zusammen, von der gesprochen wurde. Wohlvorbereitet war diese Konferenz von Christian Rosenkreutz dadurch, dass der intimste Schüler und Freund des Christian Rosenkreutz der im Geistleib lebende Gautama Buddha war. Und bei dieser Konferenz ist verkündet worden, dass die Wesenheit, die einst auf Erden inkarniert war als Gautama Buddha, jetzt, als geistige Wesenheit, wie er war, seitdem er «Buddha» geworden, den Schauplatz seiner Tätigkeit auf den Mars verlegen werde. Gleichsam abgeschickt wurde von der Erde auf den Mars die Individualität des Gautama Buddha durch Christian Rosenkreutz. Gautama Buddha verlässt den Schauplatz seiner Tätigkeit und geht nach dem Mars, und im Jahre 1604 vollbrachte die Individualität des Gautama Buddha eine ähnliche Tat für den Mars, wie das Mysterium von Golgatha für die Erde war.
[ 12 ] So you see that in the fifteenth century it was possible to say: The salvation of Mars—and thus of Earth—depends on the declining culture on Mars receiving a new upward impulse. This was roughly the case on Mars as well as on Earth up until the Mystery of Golgotha, when humanity had sunk from spiritual heights into the depths of the material world, and the Christ impulse then signified an ascent for them. On Mars, in the fifteenth century, the need had arisen to give the Martian culture an upward impulse. This was the great question facing Christian Rosenkreutz and his disciples: how to give the Martian culture this impulse toward ascent, for the salvation of Earth also depended on the Martian culture. The Rosicrucian movement faced the great task of answering the question: What must happen so that, for the sake of the Earth’s salvation, Martian culture may achieve an ascent? The Martian beings could not possibly have known what would serve their salvation, for only on Earth could one know the true state of affairs on Mars. On Mars, the decline was not even perceived. Therefore, in order to arrive at a practical answer, the conference mentioned earlier was convened at the end of the sixteenth century. This conference had been thoroughly prepared by Christian Rosenkreutz, in that the closest disciple and friend of Christian Rosenkreutz was Gautama Buddha, who lived in his spiritual body. And at this conference it was announced that the being who had once incarnated on Earth as Gautama Buddha would now, as a spiritual being—as he had been ever since becoming “Buddha”—shift the theater of his activity to Mars. The individuality of Gautama Buddha was, as it were, sent from Earth to Mars by Christian Rosenkreutz. Gautama Buddha is leaving the theater of his activity and going to Mars, and in the year 1604, the individuality of Gautama Buddha accomplished a deed for Mars similar to what the Mystery of Golgotha was for Earth.
[ 13 ] Christian Rosenkreutz hatte erkannt, was es für das ganze Weltall bedeuten würde, wenn Buddha dort wirkte, und was des Buddha Lehre vom Nirwana, die Lehre, dass sich der Mensch von der Erde loslösen solle, dort auf dem Mars zu bedeuten hätte. Um die auf das Praktische gerichtete Erdenkultur zu fördern, war die Lehre vom Nirwana ungeeignet. Das zeigte sich am Schüler des Buddha, Franz von Assisi, dass diese Lehre ihre Adepten zu weltfremden Menschen macht. Was aber im Buddhismus nicht geeignet war, um das praktische Leben des Menschen zu fördern zwischen Geburt und Tod, das war von hoher Bedeutung für die Förderung seiner Seele zwischen Tod und neuer Geburt. Das sah Christian Rosenkreutz ein, dass für dasjenige, was auf dem Mars als Läuterung zu geschehen hatte, die Lehre des Buddha das Geeignetste sei. Wie einstmals das göttliche Liebewesen, Christus, auf der Erde weilte in einer Zeit und unter einem Volk, das diesem Liebewesen nicht gerade nahestand, so stieg der Friedensfürst Buddha im siebzehnten Jahrhundert auf den Mars hinauf, wo Krieg und Kampf herrschten, um dort seine Mission zu erfüllen. Dort waren die Seelen vor allem kriegerisch gestimmt. Eine große Opfertat vollzog der Buddha, gleich jener des Trägers des göttlichen Liebewesens im Mysterium von Golgatha. Eine kosmische Opfertat war es, Buddha zu sein auf dem Mars. Dort war er gleichsam das Opferlamm, und man kann cs als eine Art von Kreuzigung für den Buddha bezeichnen, dass er sich hineinversetzen ließ in diese kriegerische Umgebung. Buddha hat diese Tat auf dem Mars vollbracht im Dienste des Christian Rosenkreutz. So wirken zusammen im Weltenall die großen führenden Wesenheiten, nicht nur auf der Erde, sondern von einem Planeten zum andern hin.
[ 13 ] Christian Rosenkreutz had realized what it would mean for the entire universe if Buddha were active there, and what Buddha’s teaching of Nirvana—the teaching that human beings should detach themselves from the Earth—would mean there on Mars. The teaching of Nirvana was unsuitable for fostering an earthly culture focused on practical matters. This was evident in the Buddha’s disciple, Francis of Assisi, who demonstrated that this teaching turns its adherents into people out of touch with the world. But what was unsuitable in Buddhism for fostering human practical life between birth and death was of great significance for the advancement of the soul between death and rebirth. Christian Rosenkreutz recognized that the Buddha’s teaching was the most suitable for what was to take place on Mars as a process of purification. Just as the divine Being of Love, Christ, once dwelt on Earth at a time and among a people who were not exactly close to this Being of Love, so the Prince of Peace, Buddha, ascended to Mars in the seventeenth century—where war and strife reigned—to fulfill his mission there. There, the souls were above all of a warlike disposition. The Buddha performed a great act of sacrifice, akin to that of the bearer of the divine being of love in the Mystery of Golgotha. It was a cosmic act of sacrifice to be the Buddha on Mars. There he was, as it were, the sacrificial lamb, and one can describe it as a kind of crucifixion for the Buddha that he allowed himself to be immersed in this warlike environment. The Buddha accomplished this deed on Mars in the service of Christian Rosenkreutz. Thus do the great guiding beings work together throughout the cosmos, not only on Earth but from one planet to another.
[ 14 ] Seit jener Zeit, in der das Mysterium des Mars sich vollzogen hat durch Gautama Buddha, nimmt der Mensch vom Mars andere Kräfte auf in der Zeit zwischen Tod und neuer Geburt als früher, zur Zeit des Niederganges der Marskultur. Und nicht nur bringt der Mensch sich ganz andere Kräfte mit vom Mars herein in die neue Geburt, sondern durch den Einfluss, den die geistige Tat des Buddha ausübt, strömen dem Menschen vom Mars auch Kräfte zu, wenn er hier der Meditation obliegt, um in die geistige Welt zu kommen. Wenn der moderne Geistesschüler meditiert in dem von Christian Rosenkreutz angegebenen Sinne, so strömen auch Kräfte herein, die der Buddha als Marserlöser in die Erde hereinschickt.
[ 14 ] Ever since the time when the Mystery of Mars was fulfilled through Gautama Buddha, human beings have been absorbing different forces from Mars during the period between death and rebirth than they did earlier, during the decline of the Martian culture. And not only does the human being bring entirely different forces with them from Mars into the new birth, but through the influence exerted by the Buddha’s spiritual deed, forces also flow to the human being from Mars when they engage in meditation here in order to enter the spiritual world. When the modern student of spirituality meditates in the sense described by Christian Rosenkreutz, forces also flow in that the Buddha, as the Redeemer of Mars, sends into the Earth.
[ 15 ] So erscheint uns Christian Rosenkreutz als der große Diener des Christus Jesus. Aber dem Werke, das Christian Rosenkreutz im Dienste des Christus Jesus zu verrichten hatte, musste zugleich zu Hilfe kommen dasjenige, was der Buddha als der Sendbote des Christian Rosenkreutz zum Werke des Christus Jesus beizutragen hatte. So ist die Seele des Gautama Buddha zwar nicht weiter mehr auf der physischen Erde, aber diese Seele ist ganz zum Helfer geworden des Christus-Impulses. Was ertönte als Friedenswort auf den im Lukas-Evangelium beschriebenen Jesusknaben herab? «Gloria in der Höhe und Friede auf Erden!» Das tönte aus Buddhas Wesen herab, und es tönt dies - geheimnisvoll von Buddha ausgehend - aus dem Planeten des Krieges in die Menschenscelen auf Erden hinein.
[ 15 ] Thus, Christian Rosenkreutz appears to us as the great servant of Christ Jesus. But the work that Christian Rosenkreutz was to perform in the service of Christ Jesus had to be aided at the same time by what the Buddha, as the messenger of Christian Rosenkreutz, was to contribute to the work of Christ Jesus. Thus, although the soul of Gautama Buddha is no longer on the physical Earth, this soul has become a full and active helper of the Christ impulse. What words of peace resounded down upon the child Jesus described in the Gospel of Luke? “Glory to God in the highest, and peace on earth!” This resounded from the being of Buddha, and it resounds—mysteriously emanating from Buddha—from the planet of war into the human souls on earth.
[ 16 ] Dadurch aber, dass dies alles geschehen ist, war es möglich, dass die Teilung der Menschen in zwei Klassen vermieden wurde, die Teilung in Menschen wie Franz von Assisi und in solche, die nur im Materialismus aufgehen. Wäre Buddha mit der Erde unmittelbar in Verbindung geblieben, so hätte er um die «praktischen» Menschen sich nicht kümmern können und die andern hätte er zu Mönchen wie Franz von Assisi gemacht. Durch die Erlösertat des Gautama Buddha auf dem Mars ist es möglich geworden, wenn wir einmal in der Zeit zwischen Tod und neuer Geburt durchmachen unsere Entwicklung auf dem Mars, Anhänger des Franz von Assisi zu sein, ohne dass wir der Erde dadurch etwas zu entziehen brauchen. Grotesk klingt es vielleicht, aber richtig ist es, dass jeder Mensch seit dem siebzehnten Jahrhundert innerhalb des Marszustandes Buddhist, Franziskaner, unmittelbarer Folger des Franz von Assisi ist für eine Zeit lang. Franz von Assisi ist seitdem nur einmal als Kind kurz auf der Erde erschienen und in der Kindheit gestorben und war seither nicht mehr verkörpert. Er ist seitdem verbunden mit der Tätigkeit des Buddha und einer der hervorragendsten Folger des Buddha auf dem Mars.
[ 16 ] But because all this happened, it was possible to avoid dividing people into two classes: those like Francis of Assisi and those who are consumed solely by materialism. Had Buddha remained in direct contact with Earth, he would not have been able to care for the “practical” people, and he would have turned the others into monks like Francis of Assisi. Through the redemptive act of Gautama Buddha on Mars, it has become possible—once we undergo our development on Mars during the time between death and rebirth—to be followers of Francis of Assisi without thereby having to take anything away from the Earth. It may sound grotesque, but it is true that since the seventeenth century, every human being has, for a time, been a Buddhist, a Franciscan, and a direct follower of Francis of Assisi while in the Martian state. Since then, Francis of Assisi has appeared on Earth only once, briefly as a child, and died in childhood; he has not been incarnated since. He has since been associated with the Buddha’s work and is one of the Buddha’s most outstanding followers on Mars.
[ 17 ] So haben wir uns vor die Seele gestellt alles, was geschehen ist durch jene bedeutsame Konferenz am Ende des sechzehnten Jahrhunderts und was ähnlich ist dem, was im dreizehnten Jahrhundert auf Erden geschah, als Christian Rosenkreutz seine Getreuen um sich vereinigt hatte. Nichts Geringeres ist geschehen, als dass die Möglichkeit gegeben wurde, dem drohenden Auseinanderfallen der Menschheit in zwei Klassen vorzubeugen, sodass die Menschheit vereinigt bleiben konnte. Und jene Menschen, die eine esoterische Entwicklung durchmachen wollen trotz ihres Aufgehens im praktischen Leben, können ihr Ziel dadurch erreichen, dass der Buddha von dem Mars aus wirkt und nicht von der Erde aus. Sodass auch die Kräfte zu einem gesunden esoterischen Leben von der Wirksamkeit des Buddha herrühren.
[ 17 ] Thus we have set before our souls all that transpired as a result of that momentous conference at the end of the sixteenth century—and which is similar to what occurred on Earth in the thirteenth century, when Christian Rosenkreutz had gathered his faithful followers around him. Nothing less than the prevention of humanity’s impending division into two classes was achieved, so that humanity could remain united. And those people who wish to undergo esoteric development despite being absorbed in practical life can achieve their goal because the Buddha works from Mars and not from Earth. Thus, the forces necessary for a healthy esoteric life also stem from the Buddha’s activity.
[ 18 ] Wenn der Mensch heute Meditant wird - was das heißt, habe ich schon behandelt in meinem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» -, so ist es gerade das Wesentliche, dass bei der Rosenkreuzerschulung die Entwicklung so ist, dass der Mensch nicht herausgerissen wird aus der Tätigkeit, die sein Karma auf Erden von ihm verlangt. Rosenkreuzerische esoterische Entwicklung ist vereinbar mit jeder Art von Lebenslage und Beschäftigung. Dadurch, dass Christian Rosenkreutz es verstanden hat, die Tätigkeit des Buddha von der Erde auf den Mars zu verlegen, ist es möglich, dass Buddha auch außerhalb der Erde auf die Menschen richtig einwirken kann.
[ 18 ] When a person becomes a meditator today—I have already discussed what that means in my book How Does One Attain Insights into the Higher Worlds? —the essential point is that in Rosicrucian training, the process of development is such that the individual is not torn away from the activities that his karma on Earth requires of him. Rosicrucian esoteric development is compatible with every kind of life situation and occupation. Because Christian Rosenkreutz understood how to transfer the Buddha’s activity from Earth to Mars, it is possible for the Buddha to exert a proper influence on human beings even from beyond Earth.
[ 19 ] So haben wir wieder eine der spirituellen Taten des Christian Rosenkreutz kennengelernt und wir müssen uns schon auf den esoterischen Inhalt einlassen, wenn wir seine Taten vom dreizehnten Jahrhundert und die vom sechzehnten Jahrhundert verstehen wollen. Es wäre gut, wenn allgemein begriffen würde, wie unsere abendländische Theosophie konsequent verfuhr seit der Begründung der mitteleuropäischen Sektion der Theosophischen Gesellschaft. Wir haben hier in der Schweiz Vortragszyklen gehabt über die vier Evangelien. Alle die Evangelien-Zyklen sind im Keime enthalten in meiner Schrift «Das Christentum als mystische Tatsache», die vor zwölf Jahren geschrieben worden ist. In dem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» ist der Weg der abendländischen Entwicklung in der Weise geschildert, wie er bei jeder Art von praktischer Betätigung erlebt werden kann. Heute habe ich Ihnen den Grund dieser Tatsache angegeben in der Mission des Gautama Buddha, die ihm durch Christian Rosenkreutz übertragen wurde, indem ich Ihnen von der Bedeutung gesprochen habe, die seine Entsendung auf den Mars für unser Sonnensystem erhalten hat. So fügt sich und muss sich fügen Baustein auf Baustein in unserer abendländischen Theosophie, die konsequent und folgerichtig aufgebaut worden ist und bei der alles Spätere auch im Einklang mit dem Früheren sein wird. Innere Folgerichtigkeit ist eine der Eigenschaften, die eine Weltanschauung haben muss, wenn sie auf Wahrhaftigkeit aufgebaut sein soll. Und derjenige, der Christian Rosenkreutz nahestehen darf, blickt voll bewundernder Ehrfurcht darauf hin, wie folgerichtig Christian Rosenkreutz selber die große, ihm auferlegte Mission erfüllt hat, die für unsere Zeit als die rosenkreuzerisch-christliche ihm zugewiesen worden ist. Dass der große Lehrer des Nirwana eine Mission außerhalb der Erde auf dem Mars erfüllt, das ist eine der ungeheuren Folgerichtigkeiten, ist eine der Taten des Christian Rosenkreutz.
[ 19 ] Thus, we have once again come to know one of the spiritual deeds of Christian Rosenkreutz, and we must engage with the esoteric content if we are to understand his deeds from the thirteenth century and those from the sixteenth century. It would be good if people generally understood how our Western theosophy has proceeded consistently since the founding of the Central European Section of the Theosophical Society. Here in Switzerland, we have held lecture series on the four Gospels. All of these Gospel lecture series are encapsulated in my book Christianity as a Mystical Fact, which was written twelve years ago. In the book How Does One Attain Knowledge of the Higher Worlds?, the path of Western development is described in a way that can be experienced through any form of practical activity. Today I have explained to you the basis of this fact in the mission of Gautama Buddha, which was entrusted to him by Christian Rosenkreutz, by speaking to you of the significance that his dispatch to Mars has held for our solar system. Thus, brick by brick, our Western theosophy—which has been built up consistently and logically, and in which everything that follows will also be in harmony with what came before—falls into place and must fall into place. Internal consistency is one of the qualities that a worldview must possess if it is to be built upon truth. And those who are privileged to be close to Christian Rosenkreutz look upon with admiring reverence the way in which Christian Rosenkreutz himself has so consistently fulfilled the great mission entrusted to him—the Rosicrucian-Christian mission assigned to him for our time. That the great teacher of Nirvana fulfills a mission outside Earth, on Mars—this is one of the most extraordinary examples of consistency; it is one of the deeds of Christian Rosenkreutz.
[ 20 ] An diese Betrachtungen sei noch eine kurze praktische angeschlossen. Wer Schüler des Christian Rosenkreutz werden will, beachte Folgendes: Wir haben im vorigen Jahr davon gesprochen, wie man unwillkürlich eine Erkenntnis davon bekommen kann, dass man in einer gewissen Beziehung zu Christian Rosenkreutz stehen kann. Man kann aber auch etwas wie eine Frage an das Schicksal stellen: Kann ich die Eignung erlangen, ein Schüler des Christian Rosenkreutz zu werden? - Es kann auf folgende Weise geschehen: Man versuche, sich das Bild des großen Lehrers der Neuzeit, Christian Rosenkreutz inmitten seiner Zwölf, vor die Seele zu stellen, hinaussendend in den Weltenraum den Gautama Buddha im Beginne des siebzehnten Jahrhunderts, in der Konsequenz erfüllend dasjenige, was ungefähr geschehen ist im sechsten Jahrhundert vor Christus durch die Predigt von Benares.
[ 20 ] Let us add a brief practical note to these reflections. Anyone who wishes to become a disciple of Christian Rosenkreutz should note the following: Last year we spoke about how one can instinctively gain an insight into the possibility of having a certain relationship with Christian Rosenkreutz. But one can also pose something like a question to fate: Can I attain the qualification to become a disciple of Christian Rosenkreutz? - It can happen in the following way: Try to conjure up in your mind’s eye the image of the great teacher of modern times, Christian Rosenkreutz, surrounded by his Twelve, sending Gautama Buddha out into the cosmos at the beginning of the seventeenth century, thereby fulfilling what roughly occurred in the sixth century B.C. through the sermon at Benares.
[ 21 ] Wenn dieses Bild vor der Seele steht mit seiner ganzen Bedeutung, wenn man fühlt, wie von dem Bilde, das einen erschütternden Eindruck macht, etwas ausgeht, sodass sich aus der Seele die Worte herausringen: O Mensch, du bist nicht bloß ein irdisches, du bist ein kosmisches Wesen! -, dann darf man getrost glauben: Ich kann ein dem Christian Rosenkreutz nachstrebender Schüler werden. - Ein wichtiger Meditationsstoff ist dieses Bild, welches das Verhältnis des Christian Rosenkreutz zu Gautama Buddha schildert.
[ 21 ] When this image stands before the soul in all its significance, when one feels something emanating from the image—which makes a profound impression—so that the words are wrung from the soul: “O human being, you are not merely an earthly being; you are a cosmic being!”—then one may confidently believe: I can become a disciple striving to follow in the footsteps of Christian Rosenkreutz. — This image, which depicts the relationship between Christian Rosenkreutz and Gautama Buddha, is an important subject for meditation.
[ 22 ] Und das wollte ich als ein aus dieser Betrachtung resultierendes Streben in Ihren Seelen erwecken. Denn das sollen wir uns immer vorhalten: Wir sollen Interesse haben für die Betrachtung der Welt, dann aber daraus die Mittel gewinnen, durch die wir selbst unsere Entwicklung in die höheren Welten hinein vollziehen können.
[ 22 ] And that is what I wanted to awaken in your souls as an aspiration arising from this contemplation. For we must always bear this in mind: We should take an interest in contemplating the world, but then derive from it the means by which we ourselves can achieve our development into the higher worlds.
