The World of the Senses
and
The World of the Spirit
GA 134
31 December 1911, Hannover
Translate the original German text into any language:
Versions Available:
The World of the Senses and the World of the Spirit, tr. Unknown
Fünfter Vortrag
Lecture Five
[ 1 ] Die Hauptsache in dem gestrigen Vortrage war ja, daß wir aus all den verschiedenen komplizierten Auseinandersetzungen eine Vorstellung bekommen haben, was wir uns zunächst unter Materie, Stofflichkeit, vorzustellen haben: daß wir uns eigentlich unter der Materie, der Stofflichkeit, vorzustellen haben zerbrochene geistige Formen, gleichsam pulverisierte geistige Formen. Und wir mußten ja gerade in dem Zusammenhange dieser Vorträge von dieser Seite her auf das Wesentlichste des materiellen Daseins hinweisen, weil wir als Menschen eingesponnen worden sind in dieses materielle Dasein, weil sozusagen die zersprühende geistige Form in uns eingedrungen ist und uns ausfüllt als Erdenmenschen —, worin gerade das besteht, was so schön symbolisch in der Vertreibung aus dem Paradies dargestellt ist: das Durchdringen des Menschen mit der Erdenmaterie. Sie werden, wenn Sie nicht bloß in Begriffen, sondern ein wenig miterlebend dasjenige verfolgt haben, was gestern gesagt worden ist, auch die Vorstellung bekommen haben, daß wir im Menschen eigentlich so recht eine Art von Doppelwesen haben. Denken Sie nur einmal daran, wie vorgestern darauf hingewiesen worden ist, daß der Mensch durch den luziferischen Einfluß dasjenige in sich eingefügt bekommen hat, was wir nennen können unsere Sinneswahrnehmungen, so wie wir sie als Erdenmensch haben. Wir haben ja darauf hingewiesen, daß diese irdischen Sinneswahrnehmungen eigentlich dem Menschen nicht von vorneherein vorbestimmt waren, sondern daß ihm vorbestimmt war eine Art von Zusammenleben mit dem waltenden Willen, und daß die Art, wie wir heute durch Ohren hören, durch Augen sehen, durch andere Sinnesorgane wahrnehmen, schon eine Verunstaltung ist, die aus dem Grunde eingetreten ist, weil der luziferische Einfluß gekommen ist. Dann konnten wir darauf hinweisen, daß ferner mehr nach dem Innern des Menschen zu alles das, was uns leiblich erscheint als Drüsenabsonderungen, ebenfalls durch die Verschiebung in den Gliedern der menschlichen Organisation zustandekommt, die wir betrachtet haben. Und endlich haben wir eigentlich die ganze normale organische Tätigkeit, alles Ernähren, alles Verarbeiten der Stoffe im Menschenleibe zurückzuführen auf eine Art von Überschuß der Tätigkeit des Astralleibes über die Tätigkeit des Ätherleibes, welcher Überschuß ja auch zustande gekommen ist durch den luziferischen Einfluß. Das war etwas, was sich uns vorgestern ergeben hat. Also die groben, materiellen Prozesse, die Ernährungs-, die Verdauungsprozesse und so weiter, die Prozesse der Drüsenabsonderung und auch die Prozesse des Sinneswahrnehmens, sie sind so, wie sie der Mensch heute hat, auf den Einfluß des Luzifer zurückzuführen. Gestern hat sich uns von einer anderen Seite her ergeben, daß nun dasjenige, was wir Nervenmaterie, Nervenstoff nennen, wiederum sozusagen zu verdanken ist dem luziferischen Einfluß; ebenso die Muskelmaterie und auch die Knochenmeterie.
[ 1 ] Yesterday's lecture achieved this result, that at the end of all our various complicated considerations we were able to obtain an idea of how we are to picture matter, the thought picture we are to make of matter and substance. We found that we must conceive of matter as broken spiritual forms—pulverised spiritual forms. And as we went on to speak of how we, as human beings, are yoked to material existence, of how the broken and scattered spiritual form has penetrated into us men of earth and filled out our being, we found ourselves inevitably led to give further consideration to this most essential fact of all material existence, a fact that has been beautifully represented as the expulsion from Paradise. We had to consider, that is to say, the process by which man is penetrated with earth matter. You will have formed the idea from what was said yesterday—that is, if you followed what was said not merely with conceptions of thought, but entering a little into its deeper meaning—you will have formed the idea that man is in reality a kind of double being. Let me remind you of what we pointed out the day before yesterday when we showed how it was through the Luciferic influence that what we may call our sense perceptions were inserted into our being, it was through Luciferic influence that we as men of earth received our various sense perceptions. We indicated, you will remember, that these sense perceptions, which belong essentially to earth, were, as a matter of fact, not predetermined for man from the beginning, but instead a kind of intimate living together with the ruling Will; and that the hearing we have to-day with the ear, the seeing with the eye and the perceiving with the other organs of sense, are processes which are directly due to Luciferic influence. Then we were able to go on to show how a more inward process, namely, what appears in our body as the processes of gland secretion, has come about through a further disarrangement in the members of man's organisation, which we described. And, finally, the quite normal organic activity of nourishment and of the digestion of substance in the human body—this we referred back to a kind of preponderance of activity in the astral body over the activity in the etheric body, which preponderance was again due to Luciferic influence. Such was the result of our study the day before yesterday. We saw, that is, how the coarse material processes in man—nourishment and digestion, gland secretion, sense perception—are all, as they occur in man, to be attributed to the influence of Lucifer. Yesterday we found from another aspect that what we call nerve substance is again due to Luciferic influence, and similarly muscle substance and bone substance.
[ 2 ] Betrachten wir dieses menschliche Doppelwesen zunächst einmal so, daß wir sagen: Auf der einen Seite hat sich uns ergeben, daß Sinneswahrnehmung, Drüsentätigkeit und der gesamte organische Stoffwechsel dem luziferischen Einflusse zu verdanken sind, auf der anderen Seite ebenso sind diesem luziferischen Einflusse zu verdanken das Vorhandensein der Nerven, des Muskel- und Knochensystems. Wie verhalten sich diese beiden Menschen, der Sinnes-, Drüsen-, Verdauungsmensch auf der einen Seite und der Nerven-, Muskel-, Knochenmensch auf der anderen Seite? Was haben diese beiden in ihrem Zusammengekoppeltsein in der menschlichen Natur für eine kosmische, für eine Weltenaufgabe?
[ 2 ] Let us consider a little further this double being in man. On the one hand we have seen that sense perception, glandular activity and the whole organic process of metabolism are due to Luciferic influence, and on the other hand that the very presence of nerves and of the human systems of muscle and bone are similarly due to the same Luciferic influence. What kind of relation is there between these two men—on the one hand the man of senses, glands and digestion, and on the other hand the man of nerves, muscle and bone? What cosmic task is set for these two, coupled closely together as they are in the nature of man?
[ 3 ] Nun werden Sie leicht, wenn Sie sich auch nur ganz ohne weiteren Okkultismus die Sache überlegen, zu der Vorstellung kommen können, daß alles das, was geknüpft ist an unsere Sinnes- und Drüsentätigkeit, an unser Verdauungssystem, im Grunde genommen etwas ist, was — man braucht es nur ganz oberflächlich anzuschauen —, wenn es am Menschen sich abgespielt hat, so recht der unmittelbaren Vergänglichkeit angehört. Das ist etwas, was sozusagen der Mensch hinter sich läßt durch seine eigene Natur. Vergegenwärtigen wir es uns, daß es keinen ewigen Zweck hat, daß wir die organischen Tätigkeiten ausführen. Denn Sie brauchen nur ein klein wenig sich umzusehen in dem, was die Wissenschaft oder das alltägliche Leben lehren, so werden Sie sagen: Als Verdauungs-, als Ernährungs-Apparate sind wir eigentlich in ganz schrecklicher Weise eingespannt in diesem Leben. Denn das ist ein Rad, das sich fortwährend in der gleichen Weise dreht. Wenn man das nicht als besonderen Fortschritt der menschlichen Natur anrechnen will, daß der Mensch, wenn er Gelegenheit dazu hat im Leben, etwa im Laufe von Jahren für ganz bestimmte Speisen oder Getränke eine besondere Feinschmeckerei entwickelt, die er früher nicht gehabt hat, so muß man sagen: Es verrät sich ungemein wenig Vorwärtsentwickelung in dieser fortdauernden Tretmühle von Essen und Verdauen und so weiter. Das wiederholt sich immer in der gleichen Weise, und daß wir als Menschen, insofern wir diese Tätigkeit ausüben müssen, einen besonderen Ewigkeitswert haben durch sie, das wird sich kaum jemand auch nur träumen lassen können. Auch die Drüsenabsonderung hat eigentlich ihre Aufgabe erfüllt, wenn sie eben eingetreten ist. Sie hat natürlich für das Leben des Gesamtorganismus ihre Bedeutung, aber Ewigkeitswert hat sie nicht. Auch nicht die Sinneswahrnehmung als solche, denn der Sinneseindruck kommt und vergeht. Und wenn Sie nur bedenken, wie blaß schon nach vielleicht wenig Tagen das ist, was Sie als Sinneseindruck aufgenommen haben, wie grundverschieden im Grunde doch die Er_innerung gegenüber den Sinneswahrnehmungen selber ist, dann müssen Sie sagen: Die Sinneswahrnehmungen sind zwar etwas Schönes, etwas für das Menschenleben in dem unmittelbaren Erfahren und Beobachten Erfreuendes, aber einen Ewigkeitswert haben sie sicher nicht. Denn wo sind die Werte, die für Sie entstanden sind durch die Sinnesempfindungen, die Sie vielleicht als Kind oder ganz junger Mensch gehabt haben? Wo ist das hin, was dazumal an Ihr Auge, an Ihr Ohr gedrungen ist? Wie blaß sind die Erinnerungen!
[ 3 ] Now if you will think it over you will easily—even without any further occultism—come to the idea that all that is connected with the activity of senses and of gland, as well as all that is connected with the metabolic system, belongs to what is transitory and fleeting. We need only look at it in a superficial way in order to see that when it has played itself out in man it passes away and is gone. It is something man leaves behind him. Let us make that fact quite clear and present to our minds. There is no lasting and eternal purpose to be fulfilled in the performance of these organic activities. You only need to look round a little and learn from what science and everyday life can teach in order to realise how terribly these processes enclose us in this life. We are in this aspect mere apparatus for nourishment and digestion, etc.; it is like a wheel that goes round and round perpetually in the same way. Unless we are prepared to reckon it as a particular step forward in human nature when man develops, in the course of years, as he has occasion, a refined taste for this or that special food or drink, we shall be obliged to say that we can find extraordinarily little progressive evolution in this perpetual treadmill of eating and digestion. It repeats itself again and again in the same way, and that we as human beings, in so far as we have to carry out these activities, have thereby any special worth for eternity—well, I hardly think there is anyone who could even allow himself to dream such a thing. Gland secretion, too, has really fulfilled its task as soon as it has taken place. It has, of course, its significance for the life of the organism as a whole, but it has no eternal value. Nor has sense perception as such, for sense impression comes and goes. Think how pale and dim, after even a few days, is what you have received in the way of sense impressions, how entirely and radically different memory is from sense perception. You will, I think, be ready to admit that though sense perceptions are often very beautiful and bring delight to the life of man in their immediate experience and observation, they have nevertheless no value for eternity. That is quite certain. For what has become of the value of the sense impressions you received, perhaps as a little child or as an older boy or girl? All the sights and sounds which penetrate then into your eye or your ear—where are they now. How pale are our memories!
[ 4 ] Wenn Sie bedenken, daß der Mensch, insofern er ein Sinnesmensch, ein Drüsen-, ein Verdauungsmensch ist, durch diese Tätigkeit keinen Ewigkeitswert hat, wenn Sie das bedenken, so werden Sie diesen Gedanken nun leicht verbinden können mit dem allgemeinen Gedanken, der gestern geäußert worden ist, der ja leider nur skizzenhaft in kurzen Vorträgen angedeutet werden kann : mit dem Gedanken von der zersprühenden Form. Indem die Form hineinsprüht in diese Tätigkeiten und sozusagen den Organismus so mit zerfallender Form, das heißt mit Materie versorgt, daß Sinnestätigkeit, Drüsenabsonderung, Verdauungstätigkeit zustandekommt, zeigt sich ja auch handgreiflich, daß wir es da mit zerbrechender Form zu tun haben, mit einer Form, die auseinanderbröckelt. Es sind nur spezielle Zerfallsprozesse der Form, die uns in der Sinnestätigkeit, in der Drüsenabsonderung und in der Verdauungstätigkeit entgegentreten. Von dem, was wir allgemein als Zerfallsprozeß der Form oder als das Schießen der Form in die Materie ansprechen können, sind das besondere Prozesse, Spezialprozesse.
[ 4 ] When you contemplate this thought—that man, in so far as he is a man of senses, of glands and of digestion, has by virtue of these activities no worth for eternity—then you will easily be able to unite it with the thought we expressed yesterday in a general way and that we can, unfortunately, only indicate very slightly in this short course of lectures—the thought, namely, of scattering form, of form that is breaking and scattering and dispersing. When form sprays into these activities, when shattered form, that is to say matter, is driven into the organism it brings about sense activity, gland secretion and metabolic activity. Hence it is evident that in these activities we have to do with breaking form, with a form that breaks to pieces. It is nothing more than special manifestations of the destruction process in form that meets us in sense activity, gland secretion and the activity of digestion. They are particular processes of what we can describe in general as the destruction process in form, or as the shooting of form into matter.
[ 5 ] Ganz anders liegt die Sache, wenn wir zur Nerventätigkeit, zur Muskeltätigkeit und zur Knochenwirksamkeit, zum Knochendasein des Menschen gehen. Wir haben gestern besprechen können, daß gewissermaßen im Knochensystem vorliegt materiell gewordene Imagination, materiell gewordene Bildhaftigkeit, im Muskelsystem materiell gewordene Inspiration in der Beweglichkeit, im Nervensystem materiell gewordene Intuition. Nun zeigt sich — und hier kommen wir zu der genaueren Besprechung einer Sache, die ja in den allgemeineren geisteswissenschaftlichen Vorträgen nur annähernd besprochen werden kann —, daß, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geht, nach und nach durch Verwesung oder Verbrennen oder wie immer, sein Knochensystem zerfällt. Aber was bleibt, wenn das Knochensystem materiell zerfällt, das ist die Imagination; die geht nicht verloren. Die bleibt in denjenigen Substanzen, die wir auch an uns haben, wenn wir durch die Pforte des Todes geschritten sind und ins Kamaloka oder ins Devachan hineingehen. Wir behalten allerdings eine Bildgestalt an uns zurück, die ja, wenn sie der wirklich geschulte Hellseher betrachtet, nicht gerade ähnlich ist dem Knochensystem, die aber, wenn sie der etwas weniger geschulte Hellseher auf sich wirken läßt, sogar äußerlich in der Bildgestalt etwas Ähnliches hat mit dem menschlichen Knochensystem, weswegen der Tod überhaupt nicht ganz unrichtig unter der Imagination des Knochenskelettes vorgestellt wird. Das beruht auf einer allerdings ungeschulten, aber immerhin nicht ganz danebentreffenden Hellsichtigkeit. Und beigemischt ist dieser Imagination das, was nun von den Muskeln bleibt, wenn sie stofflich zerfallen: da verbleibt die Inspiration, von der sie eigentlich nur der Ausdruck sind, denn sie sind eigentlich nur stoffdurchtränkte Inspirationen. Die Inspiration bleibt uns, wenn wir durch die Pforte des Todes geschritten sind. Das ist etwas sehr Interessantes. Und ebenso bleibt uns die Intuition von dem Nervensystem, wenn die Nerven selber ihrem Verfalls- oder Zerfallsprozeß nach dem 'Tode entgegengehen. Das sind alles wirkliche Bestandteile unseres astralischen und ätherischen Leibes.
[ 5 ] When, however, we come to nerve activity, muscle activity and the strength and effective virtue of the bones in man, the case is altogether different. We were able to show yesterday that in the bony system we have Imagination that has become material, in the muscular system Inspiration that has become material and manifests in movement, and in the nervous system materialised Intuition. And now we have reached a point where we can go on from this and give a fuller description of a truth that can only be partially described in more general anthroposophical lectures. When man passes through the gate of death, gradually little by little through decay or combustion or however it may be, his bony system falls to pieces. But what remains when the bony system crumbles away in the material sense is the Imagination. The Imagination is not lost. It remains in those substances which we still have in us even when we have passed through the gate of death and enter Kamaloka or Devachan. We retain in us a picture form which the thoroughly experienced clairvoyant does not indeed find to be quite like the bony system of man; but when a less trained clairvoyant lets it work upon him he finds an outward similarity in the form to the bony system; and on this account is death, not without some justification, represented in the Imagination of the skeleton. The picture goes back to an untrained, but for all that, a not altogether mistaken clairvoyance. And combined with this Imagination is what remains from the muscles, when they decay in the physical sense. From the muscles remains the Inspiration, of which they are in reality only the expression; for the muscles are Inspirations steeped, soaked in matter. The Inspiration remains for us when we have passed through the gate of death. That is a most interesting fact. And so too, from the system of nerves, when the nerves themselves have undergone their process of decay, we have left after death the Intuition. All these are actual constituent parts of our astral as well as our etheric body.
[ 6 ] Sie wissen ja, daß man den Ätherleib nicht ganz ablegt: ein Extrakt aus dem Ätherleib ist es, den wir mitnehmen, wenn wir durch die Pforte des Todes geschritten sind. Aber nicht nur das, sondern noch etwas anderes ist der Fall. Der Mensch trägt ja fortwährend sein Nervensystem durch die Welt, und dieses Nervensystem ist ja nichts anderes als Intuition, stofflich durchsetzt. Indem der Mensch dieses Nervensystem durch die Welt trägt, ist eigentlich an den Stellen, wo die Nerven den menschlichen Organismus durchsetzen, fortwährend Intuition, und diese Intuition strömt die Geistigkeit aus, die der Mensch immerfort wie eine Strahlenaura um sich herum hat. Nicht nur das also kommt in Betracht, was wir, wenn wir durch die Pforte des Todes schreiten, mit uns nehmen, sondern wir strahlen immer in dem Maße Intuition aus, als die Nerven zerfallen. Sie haben ja immer eine Art von Verfallsprozeß in sich, sie müssen immer doch in gewisser Weise neugestaltet werden, wenn auch beim Nervensystem am meisten Haltbarkeit da ist: es findet immer Ausstrahlung statt, die man nur durch Intuition wahrnehmen kann. So daß wir sagen können: Intuitiv erfaßbare Substanz, geistige Substanz strahlt fortwährend von dem Menschen aus in dem Maße, als sein physisches Nervensystem zerbröckelt. So daß Sie schon daraus sehen, daß, indem der Mensch sein physisches Nervensystem gebraucht, es abnützt, es zum Zerbröckeln bringt, er nicht eigentlich bedeutungslos ist für die Welt. Er hat seine große Bedeutung. Denn wozu er seine Nerven benützt, davon hängt ab, was für intuitiv erfaßbare Substanzen von ihm ausstrahlen. Und wiederum, indem der Mensch seine Muskeln benützt, strahlen durch Inspiration erfaßbare Substanzen aus. Diese Ausstrahlung ist so, daß sie die Welt fortdauernd mit lauter ungemein fein differenzierten Bewegungsvorgängen bevölkert. Also inspirierte Substanzen strömen aus — die Worte sind nicht ganz glücklich gebildet, aber wir haben keine anderen. Und von seinen Knochen strömt beim Menschen dasjenige aus, was wir nennen können imaginativ zu erfassende Substanz.
[ 6 ] You know that man does not lay aside his etheric body completely; an extract from the etheric body we take with us when we have passed through the gate of death. But this is not all. There is something else we have now to discover. Man carries his system of nerves continually through the world, and this system of nerves is nothing else than Intuition interspersed with matter. As man bears this system of nerves through the world it is really so that in the places where the nerves are situated in the human organism there is always Intuition, and this Intuition rays out a spirituality which man has perpetually around him like kind radiating aura. It is thus not only a question of what we take with us when we go through the gate of death; but we have also to consider the Intuition which we are sending out from us all the time, in proportion as the nerves decay. As a process of decay is going on in you all the time, you need to be continually formed anew—even although in the case of the nerves there is a greater measure of durability than elsewhere. A constant streaming out takes place which can only be perceived by means of Intuition. So that we may say spiritual substance—a substance that is perceptible to Intuition—is perpetually raying out from man in proportion as his physical nerve system goes to pieces. So that you will see from this, inasmuch as man makes use of his physical system of nerves, inasmuch as he uses it up and brings it to destruction, he is not without significance for the world. He has, in fact, great significance. For it depends on the use man makes of his nerves, what kind of intuitively perceived substances stream forth from him. And again, when man uses his muscles, substances stream forth from him which can be perceived by means of Inspiration. And this outstreaming takes place in such a way that it is continually peopling the world with infinitely finely differentiated processes of movement. Inspired substances stream out from man into the world. (The words are not very happy but we have no others.) And from man's bones there streams out what we may call Imaginatively perceived substance.
[ 7 ] Das ist nun ganz besonders interessant. Nicht um Sie zu überfüttern mit Ergebnissen hellseherischer Forschung, sondern weil es wirklich interessant ist, soll erwähnt werden, daß durch diese Ausstrahlung aus den Knochen, wenn sie zerfallen, in gewissem Maße tatsächlich der Mensch überall, wo er hinkommt, Bilder, das heißt durch Imagination wahrnehmbare Geistesbilder von sich zurückläßt: feine Schattenbilder bleiben überall von uns zurück, wo wir gewesen sind. Und wenn Sie nachher aus diesem Saale gehen werden, so werden für ein feineres, gutgeschultes Hellsehen auf den Bänken in gewisser Weise noch immer feine Schattenbilder eine Zeitlang wahrzunehmen sein, bis sie in den allgemeinen Weltenprozeß aufgenommen sind — feine Schattenbilder von jedem Einzelnen, die ausgeströmt sind von seinem Knochensystem. Auf diesen Imaginationen beruht ja das Unangenehme, das man manchmal empfindet, wenn man in ein Zimmer kommt, das vorher ein anderer, ein unangenehmer Mensch bewohnt hat. Das beruht hauptsächlich auf den Imaginationen, die er zurückgelassen hat. Man trifft ihn in einer gewissen Weise in einer Art Schattenbild dort noch an. Und in dieser Beziehung ist im Erleben ein einigermaßen sensitiver Mensch gar nicht hinter dem Hellseher zurückstehend, denn er empfindet das Unbehagen über das, was ein anderer zurückläßt in einem Zimmer. Der Hellseher hat nur das voraus, daß er sich in einem imaginativen Bilde veranschaulichen kann, was der andere spürt.
[ 7 ] There you have the most extraordinarily interesting fact. Let me enlarge on it a little, not in order to overfeed you with results of clairvoyant research, but because it is really interesting. Through this radiating from the bones as they decay man literally leaves behind him, everywhere he goes, pictures; that is to say, spirit pictures perceptible by means of Imagination. Fine shadow pictures of us remain behind wherever we have been. After you have gone out of this hall a finer and well-trained clairvoyance could still perceive on the chairs fine shadow pictures. They would be perceptible for a time until they were received into the general world process—delicate shadow pictures of each individual which have been rayed out from his bony system. These Imaginations are the cause of that unpleasant feeling one has sometimes when one comes into a room that has been lived in before by an uncongenial person. The feeling is due, in the main, to the Imaginations he has left behind. One still meets him there in a kind of shadow picture. And in this connection a sensitive person is not far behind the clairvoyant, for he has an uncomfortable feeling about what another person has left behind him in a room. The clairvoyant has only this advantage, that he can make visible to himself in an Imaginative picture what the other only feels more instinctively.
[ 8 ] Was geschieht nun aber mit all dem, was wir in dieser Weise ausstrahlen? Fassen Sie das alles zusammen, was wir in dieser Weise ausstrahlen, meine lieben Freunde: es ist im Grunde genommen eigentlich alles das, was von uns in die Welt hinaus bewirkt wird. Denn tun Sie was immer in irgendeiner Weise, wenn Sie, indem Sie etwas tun, sich bewegen und herumgehen, da bringen Sie Ihr Knochen- und Muskelsystem in Bewegung. Aber selbst wenn Sie bloß liegen und nur denken, so strahlen Sie intuitiv zu erfassende Substanz aus. Kurz, was Sie in Tätigkeit setzen, das strahlen Sie fortwährend in die Welt aus, das geht fortwährend in die Welt über. Nun sehen Sie, wenn diese Prozesse nicht stattfinden würden, dann würde von unserer Erde, wenn sie am Ziele ihrer Entwickelung angelangt sein wird, nichts vorhanden sein als pulverisierte Materie, die in den allgemeinen Weltenraum als ein Staub übergehen würde. Dasjenige aber, was aus den materiellen Prozessen der Erde gerettet wird durch den Menschen, das lebt in dem allgemeinen Kosmos, in der allgemeinen Welt als das, was entstehen kann durch Intuition, Inspiration und Imagination. Der Mensch gibt auf diese Weise der Welt das, woraus sie als aus den Bausteinen sich wieder neu aufbaut. Es wird das sein, was ebenso weiterlebt als das Geistig-Seelische der ganzen Erde, wenn diese Erde in bezug auf ihr Materielles wie ein Leichnam zerfällt, wie die einzelne Menschenseele geistig weiterlebt, wenn der einzelne Mensch durch die Pforte des Todes geschritten ist. Der Mensch trägt seine einzelne Seele durch die Pforte des Todes; die Erde trägt das, was geworden ist aus den Intuitionen, Inspirationen und Imaginationen der Menschen, hinüber zum Jupiterdasein. Damit haben Sie den großen Unterschied charakterisiert, der da besteht zwischen dem einen Menschen und dem anderen, insofern der Mensch ein Doppelwesen ist: Der Sinneswahrnehmungen erfassende Mensch, der aus den Drüsen absondernde Mensch, der verdauende, sich ernährende Mensch — das ist der Mensch, der für das Zerklüften in der Zeitlichkeit bestimmt ist. Das aber, was erarbeitet wird durch das Vorhandensein des Nerven-, Muskel- und Knochensystems, das wird einverleibt der Erde, damit sie weiter bestehen kann.
[ 8 ] But now what happens to all that we let radiate out of us in this way? All that rays forth from us in this way, my dear friends—take it altogether and you have, in very deed and truth, the whole influence that is exerted by us on the world. For whatever you do, when you do it, you move, you bring your system of bones and muscles into movement. Not only so, but even when you only lie and think you are still raying forth from you substance that is perceptible to Intuition. In short, whatever activity you engage in you are sending out this spiritual substance into the world, it is perpetually passing over from you into the world. Now the fact is, if these processes were not taking place there would be nothing left of our earth when it came to the end of its evolution, nothing left of it but pulverised matter which would pass over like dust into universal space. But something is saved through man from the material process of the earth and lives in the general cosmos, in the universe; and it is what can arise through Inspiration, Intuition and Imagination. In this way man gives to the world that wherefrom the world builds itself up anew. Man, as it were, provides the building-stones. This it is that will continue to live as the soul and spirit of the whole earth when this earth's material substance is rent and shattered like a corpse; even as the individual soul and spirit nature of man lives on when man has passed through the gate of death. Man bears his individual soul through the gate of death; the earth bears over into the Jupiter-existence what has come of the Imaginations and Inspirations and Intuitions of man. There you have the great difference that exists between the two men in man. The man who perceives with his senses, who secretes in his glands, who digests and who nourishes himself—that is the man who is destined for what is cast off, he is of time and passes away. But that which is the result of the presence of nerves and muscle and bone—that is incorporated into the earth, in order that the earth may thereby continue to exist.
[ 9 ] Nun aber kommt etwas, was wie ein Mysterium sich hineinstellt in unser gesamtes Dasein, etwas, was ja tatsächlich, weil es im Grunde genommen ein Mysterium ist, nicht für den Verstand zu erfassen, sondern für die Seele zu glauben und zu durchdringen ist, was aber doch wahr ist. Dasjenige nämlich, was der Mensch so in seine Umgebung ausstrahlen kann, das gliedert sich deutlich in eine Zweiheit: in einen Teil von Inspiration, Intuition, Imagination, auf welche, man könnte sagen, das allgemeine kosmische Dasein ja angewiesen ist, die es aufnimmt — das allgemeine kosmische Dasein, es saugt das auf; aber etwas anderes saugt es nicht auf, das wird zurückgeworfen, wird nicht angenommen. Es erklärt förmlich der allgemeine Kosmos: Ja, diese Inspirationen, Intuitionen, Imaginationen kann ich gebrauchen, die sauge ich auf, damit ich sie hinauftragen kann zum Jupiterdasein. Aber andere stößt er zurück, die nimmt er nicht auf. Und die Folge davon ist, daß diese Intuitionen, Inspirationen und Imaginationen, weil sie nirgends aufgenommen werden, für sich stehend dableiben. Sie bleiben im Kosmos geistig drinnen stehen, sie können nicht aufgelöst werden. Es zerfällt also das, was wir ausstrahlen, in zwei Teile, in etwas, was gerne aufgenommen wird vom Kosmos, und in etwas, was er zurückweist, was er sich nicht gefallen läßt, was er dastehen läßt. Das letztere bleibt nun stehen.
[ 9 ] And now we come to something which stands like a great mystery in our whole existence, and which, because it is in very truth a mystery, cannot be grasped by the intellect; rather is it for the soul to believe it and penetrate to its depths. It is, none the less, perfectly true. That which man lets stream out from him into his environment divides itself quite distinctly into two parts. There is, firstly, that part of the Inspiration, Intuition and Imagination upon which general cosmic existence, so to say, depends, the cosmos receives it, and drinks it in. But there is another part which cosmic existence does not receive but, on the contrary, rejects. Cosmic existence makes its attitude quite clear, as much as to say: “These Inspirations and Intuitions and Imaginations I can use, I absorb them in order that I may carry them over to the Jupiter existence.” But others cosmic existence rejects, it refuses to receive them; and the result is these other Intuitions, Inspirations and Imaginations, being nowhere received, remain as such for themselves; they remain—spiritually—in the cosmos, they cannot be disintegrated. Thus, what we ray forth from us falls into two parts, that which is gladly received by the cosmos and that which the cosmos rejects. The cosmos is not pleased with the latter and leaves it alone. It remains where it is.
[ 10 ] Wie lange bleibt es stehen? Ja, sehen Sie, das bleibt so lange stehen, bis der Mensch kommt und es selber vernichtet durch Ausstrahlungen, die geeignet sind, das zu vernichten. Und es hat kein anderer Mensch in der Regel die Fähigkeit, diese vom Kosmos zurückgeworfenen Ausstrahlungen zu vernichten, als der Mensch, der sie selber ausgestrahlt hat. Und hier haben Sie die Technik des Karma, hier haben Sie den Grund, warum wir alle diejenigen Dinge an Imaginationen, Inspirationen, Intuitionen wiederum im Verlaufe unseres Karma treffen müssen, die vom Kosmos zurückgewiesen sind. Die müssen wir selber vernichten, denn der Kosmos nimmt nur das auf, was denkerisch richtig, gefühlsmäßig schön und moralisch gut ist. Alles übrige weist er zurück. Das ist das Mysterium. Und das, was denkerisch falsch, gefühlsmäßig häßlich und moralisch schlecht oder böse ist, das muß der Mensch selber ausstreichen aus dem Dasein durch andere entsprechende Gedanken, Gefühle und Willensimpulse oder Taten, wenn es nicht mehr vorhanden sein soll. Und es wird ihm so lange nachgehen, bis er es ausgestrichen hat. Hier haben wir den Punkt, wo sich uns zeigt, daß es nicht wahr ist, daß der Kosmos nur aus neutralen Naturgesetzen besteht oder sich nur durch neutrale Naturgesetze äußert. Der Kosmos, der uns umgibt, von dem wir glauben, daß wir ihn durch die Sinne erfassen und durch den Verstand begreifen können, der hat noch ganz andere Kräfte in sich, der ist, wenn wir so sagen können, in sich selber ein strenger Abweiser des Bösen, Häßlichen, Falschen, und er ist darauf erpicht, aufzunehmen in sich das Gute, Schöne, Wahre. Gericht gehalten von den Mächten des Kosmos wird nicht bloß zu bestimmten Zeiten, sondern im Grunde genommen ist dieses Gerichthalten etwas, was durch die ganze Erdenentwickelung durchgeht.
[ 10 ] How long does it remain? It remains there until such time as the human being comes and himself destroys it by means of outstreamings, which are of a kind able to destroy it; and as a general rule no other man has the power to destroy outstreamings that are rejected by the cosmos than the one who himself sent them out. Here you have something of the technique of karma, here you have the reason why we must ourselves meet again in the course of our karma all those Imaginations, Inspirations and Intuitions which have been rejected by the cosmos. For we must ourselves destroy them and annihilate them; the cosmos receives only what is correct and right in thought, what is beautiful in feeling and what is morally good and sound. Everything else it rejects. That is the secret, that is the great mystery. And whatever is false in thought, whatever is ugly in feeling and whatever is morally evil—a man must himself erase from existence if it is to be no longer there; and he must do so through the necessary thoughts and feelings or will impulses or deeds. It will follow him all the time until he has erased it. And so you see it is not true to say that the cosmos consists only of neutral laws of nature or expresses itself only in neutral laws of nature. The cosmos that is all around us—of which we believe we can perceive with our senses and grasp with our intellect, has quite other forces in it as well. If we may put it in this way, the cosmos vigorously repels and repudiates the evil, the ugly and the false and is eager to receive into itself the good, the beautiful and the true. It is not merely at stated times that the powers of the cosmos sit in judgment, but this sitting in judgment is something that goes on throughout the whole of earth evolution.
[ 11 ] Und jetzt können wir uns die Frage beantworten: Wie steht es denn nun überhaupt mit der Entwickelung des Menschen im Verhältnis zu den höheren geistigen Wesenheiten ?
[ 11 ] And now we can find an answer to the question: How does the evolution of man stand in relation to the higher spiritual Beings?
[ 12 ] Wir haben gesehen, daß auf der einen Seite sozusagen der Sinnes-, Drüsen-, Verdauungsmensch entstanden ist durch luziferischen Einfluß. Auch den anderen Menschen können wir in gewisser Weise dem luziferischen Einflusse zuschreiben. Aber während der erstere Mensch der Verfallsmensch ist, ganz und gar für die Zeitlichkeit bestimmt, kommt es dem anderen Menschen zu, das Menschliche für die Ewigkeit, für die Dauer zu retten, hinüberzutragen für späteres Dasein. Dem Nerven-, Muskel-, Knochenmenschen kommt es zu, hinüberzutragen dasjenige, was der Mensch auf Erden erlebt. So daß wir daraus ersehen, daß im Grunde genommen der Mensch heruntergestürzt ist aus seiner geistigen Höhe, indem er zu dem ersteren Menschen, zum Sinnes-, Drüsen-, Verdauungsmenschen geworden ist, und daß er sich nach und nach hinaufarbeitet ins geistige Dasein, indem er wie ein Gegengewicht erhalten hat den Nerven-, Muskelund Knochenmenschen. Nun ist aber das Eigentümliche, daß diese Absonderungen von intuitiver, inspirierter und imaginativer Substanz nicht anders geschehen können, als daß die materiellen Prozesse Zerstörungsprozesse darstellen. Wenn unsere Nerven, wenn unsere Muskeln, wenn unsere Knochen nicht fortwährend in Verfall wären, sondern bleiben würden, was sie einmal sind, dann würden wir das nicht absondern können, denn nur durch den Zerfall auf der einen Seite, der sich im Dasein des Materiellen ausdrückt, entsteht gleichsam das Aufbrennen und Aufleuchten des Geistigen. Könnten also unsere Nerven, unsere Muskeln, unsere Knochen nicht zerfallen und endlich ganz zerfallen im Tode, dann würden wir verurteilt sein, ein bloß an dieses Dasein innerhalb der Erde gebanntes Wesen zu sein und würden nicht teilnehmen können an der Weiterentwickelung in die Zukunft hinein. Gleichsam starre, versteinerte Gegenwart würden wir sein, keine Entwickelung in die Zukunft hinein. Tatsächlich wie zwei sich das Gleichgewicht haltende Kräfte sind die Kräfte, welche spielen in dem einen und in dem anderen Menschen. Zwischen beiden drinnen steht nun, wie die beiden miteinander vermittelnd, diejenige Substanz, diejenige Materialität, die wir ja öfter auch so aus den allgemeineren geisteswissenschaftlichen Vorstellungen heraus besprochen haben, aber aus diesem Zusammenhange heraus haben wir doch weniger darauf hingewiesen: zwischen beiden steht nun mitten drinnen das Blut, das auch in dieser Beziehung ein «besonderer Saft» ist. Denn alles das, was wir da kennengelernt haben als Nervensubstanz und so weiter, ist, wir haben es gesehen, erst so geworden in der Art und Weise seiner Kraftwirkungen durch den luziferischen Einfluß. Aber in dem Blut haben wir etwas gegeben, was unmittelbar als Stoff selber den luziferischen Einfluß erlitten hat. Denn das haben Sie ja gesehen, daß die Art und Weise, wie ineinanderwirken würden physischer Leib, Ätherleib und Astralleib, eine andere sein würde, wenn kein luziferischer Einfluß geschehen wäre. Aber da haben wir es doch in gewisser Beziehung mit einer Art von übersinnlichen Dingen zu tun, die dann den Stoff erst wiederum aufnehmen, die also erst durch ihren Juziferischen Einfluß auf den Stoff wirken, daß er so wird. Dadurch, daß gewisse Leiber des Menschen nicht ordentlich zusammengefügt sind, dadurch entstehen Nerven-, Muskel- und Knochensubstanzen. Auf die Substanzen als solche hat Luzifer keinen Einfluß, denn diese Substanzen entstehen erst durch das, was er angerichtet hat, daß er die Leiber gleichsam verschoben hat. Also wo er herantritt an den Menschen, hat er die Verschiebung herbeigeführt. Auf das Blut aber, als Materie, als Stoff, hat er einen direkten Einfluß. Ja, das Blut ist sogar das einzige, und deshalb ein so besonderer Saft, wo unmittelbar sich am Stoff, an der materiellen Substanz selber zeigt, daß es nicht so ist beim gegenwärtigen Erdenmenschen, wie es ihm eigentlich zugedacht war, wenn kein luziferischer Einfluß gekommen wäre. Das Blut ist nämlich etwas ganz anderes geworden, als es hätte werden sollen. Wiederum, nicht wahr, eine groteske Sache, aber es ist eben so. Erinnern Sie sich, was eigentlich gesagt worden ist, wie Stoff, wie Materielles überhaupt entsteht. Wir haben gesagt: Materie entsteht dadurch, daß geistige Form bis an eine gewisse Grenze kommt und dann versprüht, so daß diese pulverisierte Form die Materie darstellt. Das ist die eigentliche Erdenmaterie. So unmittelbar stellt sie sich eigentlich nur dar im Mineralischen, denn die anderen Substanzen werden dadurch, daß sie von anderen Mitteln ergriffen werden, verändert. Eine eigenartige Substanz ist aber nun die Blutsubstanz als solche.
[ 12 ] We have seen how on the one hand the man of senses, glands and digestion has come into being through Luciferic influence. And the other man, too, we can in a sense attribute to Luciferic influence. But whereas the first man is a man doomed to destruction, destined solely for time, it is the part of the other man to save human nature for eternity, for duration, to carry over something human into a future existence. The man of nerves and muscle and bone has the task of carrying over what man experiences on earth. And so you see in reality man fell down from his spiritual height when he became the first man—the man of senses, glands and digestion—and is gradually working his way up into spiritual existence through having received as a counterpoise the second man—the man of nerve, muscle and bone. But now the strange thing is that this excretion of Intuitive, Inspirational and Imaginative substance could not take place in any other way than through the material processes, being processes of destruction. If our nerves and muscles and bones were not perpetually decaying, if instead they were to remain as they are, then we should not be able to send out from us this spiritual substance. For it is only the destruction and decay in material existence that can give occasion for the spiritual to light up and burst into flame. And thus if our nerves and muscles and bones could not decay and finally be destroyed in death, then we should be condemned to be chained to this existence on the earth and not be able to partake in the further evolution that goes on into the future. The present would become hardened into stone for us, and there would be for us no evolution on into the future. Like two balancing forces—each holding the other in equipoise—are the forces that play in the one and in the other man within us. And now, in between the two, as it were mediating between the two, we find a substance of which we have frequently spoken in our more general lectures but to which we have as yet made little allusion in this connection. Between the two stands the blood—which is in this connection also a “special fluid.” For as we have seen, all that we have learnt to know as nerve substance, etc., has only become so in those particular workings of force which were due to the action of the Luciferic influence. But in blood we have something which has directly undergone, as substance itself, the Luciferic influence. You will remember we saw how the manner in which physical body, etheric body and astral body work into one another would be different, had it not been for the Luciferic influence. But there we have to do in a certain respect with super-sensible things which only afterwards take up matter into themselves; which work upon matter with the Luciferic influence they had themselves first undergone, and make it what it is. The substance of nerve and muscle and bone owes its existence to the fact that certain bodies of man are irregularly put together. Upon the substances as such Lucifer has no influence; for these substances arise as the result of what he has done, they are there because he has displaced, disarranged, the bodies. Where Lucifer approached the human being he brought about a disarrangement as between the bodies. But upon the blood Lucifer works directly—upon the blood as matter, as substance. Blood is the one case—and therefore a “special fluid”—where in the material substance itself we have evidence that present-day man is not as he was really intended to be, is not as he would have been but for the Luciferic influence. For blood has become something quite different from what it should have been. Again, you will say, a rather grotesque idea! But it is true. Recall what we said yesterday about the whole origin of matter. We said that matter arises when spiritual form comes to a kind of boundary or limit and there breaks and scatters; this pulverised form then shows itself as matter. That is the actual earthly matter. It really only occurs directly in this way in the mineral world, for the other substances are changed and modified through being taken hold of by other things that intervene. The substance of blood, however, as such, is a unique substance.


[ 13 ] Diese Blutsubstanz als solche war nämlich ursprünglich veranlagt, auch bis zu einer gewissen Grenze der Form zu kommen. Denken Sie sich, da (a) wären rein geistige Formstrahlen der Blutsubstanz, hier (b) wäre seine Kraft erschöpft. Nun sollte aber das Blut vermöge seiner ursprünglichen Anlage nicht versprühen, so daß es in den Raum hinaussprüht, sondern es sollte nur hier (b) an der Grenze ein klein wenig, ich möchte sagen, materiell werden und dann in sich selber zurücksprühen (Punkte nach oben), wiederum unmittelbar zurück ins Geistige sprühen. So hätte das Blut werden sollen. Also es hätte das Blut, wenn ich mich grob ausdrücken soll, gleichsam nur immer bis zu einer feinen Häutchenbildung es bringen sollen, bis zum Anfang des Materiellen, so daß es immer nur für einen Moment aus dem Geistigen herausschießt, gerade bis zum materiellen Wahrnehmen ein wenig Materie wird, dann wiederum ins Geistige zurückschießt und wiederum vom Geistigen aufgenommen wird. Ein fortwährendes Herauswogen und Zurückschießen ins Geistige, das hätte das Blut werden sollen. Dazu hat nämlich das Blut seine Anlage. Also das Blut sollte sein ein fortwährend bloßes Aufglänzen, Aufleuchten im Materiellen und sollte eigentlich etwas ganz Geistiges sein. Das wäre es geworden, wenn die Menschen im Beginne der Erdenevolution nur von den Geistern der Form aus ihr Ich bekommen hätten; dann würden die Menschen nämlich dieses Ich empfinden durch den Widerstand, den dieses momentane Aufleuchten im Blut bedeutet. In dem Aufleuchten im Blute würde der Mensch empfinden das «Ich bin», und das würde das Organ seiner Ich-Wahrnehmung sein. Das wäre aber die einzige Sinneswahrnehmung, die der Mensch überhaupt hätte, denn die anderen wären nicht da, wenn alles gegangen wäre ohne luziferischen Einfluß. Das wäre ein Mitleben mit dem waltenden Willen. Zugedacht war dem Menschen als einzige Sinneswahrnehmung diese: in dem Aufglänzen der Blutsubstanz und gleich wieder Zurückschießen in das Geistige sein Ich wahrzunehmen. Statt daß der Mensch Farben sieht, Töne hört, Geschmäcke wahrnimmt, sollte er eigentlich in dem waltenden Willen leben; das sollte wie ein Schwimmen in dem waltenden Willen sein. Zugedacht war ihm, daß er aus dem geistigen Weltenall, in das er hineinversetzt wäre als bloße Imagination, Inspiration, Intuition, herunterschaute auf ein Wesen auf der Erde oder im Umkreise der Erde, von: dem er nicht fühlte: Ich stecke da drinnen, — sondern: Ich schaue da hinunter, das gehört zu mir, da glänzt mir als einzig Materielles auf, was materiell werdendes, spirituelles Blut ist, und darin nehme ich mein Ich wahr.
[ 13 ] Blood substance was originally also destined to come first of all to a certain limit. Suppose you have here (a) purely spiritual form-rays of the blood substance, and here (b) its force is exhausted. Now according to the tendencies originally inherent in it, blood substance was not meant to be dispersed and sprayed into space, but here at the boundary (b) it was to become just very slightly material and then spray back into itself, spray directly back again into the spiritual. That is how the blood ought to have been. To put it rather crudely, blood ought only to have come so far as to form as it were a skin of substance, fine and slight, it ought only to have come to the point of beginning to be material. It should be forever shooting out of the spiritual for a moment, becoming matter just to the extent of being materially perceptible, then again shooting back into the spiritual and being received up again into it. A perpetual surging forth from the spiritual and shooting back into it again—that is what blood should have been. Its inherent tendencies are directed to this end. Blood was designed to be a perpetual flashing up of light in the material. It was really intended to be something entirely spiritual. And it would have been so if men had at the beginning of earth evolution received their ego from the Spirits of Form alone; for then they would experience their ego through the resistance created by the momentary lighting up in the blood. In the lighting up in the blood man would experience the “I am”; it would be the organ for his ego perception. That would, however, be the one and only sense perception which man would have had at all; the others would not be there if everything had happened without the Luciferic influence. Man would have lived in union together with the ruling Will. The single sense perception that was designed for man was this—in the flash of blood substance and in the immediate rush back into the spiritual, to perceive his ego. Instead of beholding colours and hearing tones and perceiving tastes man ought really to live within the ruling Will; he ought to be, as it were, swimming in it. What was designed for him was that from out of the spiritual World-All, into which he would be placed as a pure Imagination, Inspiration and Intuition, he should gaze down upon a being on the earth or in the environs of the earth—not feeling to himself: “I am in that being,” but: “I gaze down there—it belongs to me—the spiritual blood becomes for one moment material, and in what flashes up to me I perceive my I.”
[ 14 ] Die einzige Sinneswahrnehmung, die hätte kommen sollen, ist eigentlich die Wahrnehmung des Ich, und die einzige Substanz im Materiellen, die dem Menschen zugedacht war, ist das Blut in dieser Form des momentanen Aufglänzens. So daß der Mensch, wenn er so geworden wäre, wenn er der paradiesische Mensch geblieben wäre, aus dem Weltall herunterschauen würde auf das, was bestimmt ist, ihn auf dieser Erde zu symbolisieren und ihm das Bewußtsein des Ich zu geben. Ein rein geistiges Wesen, aus Imaginationen, Inspirationen, Intuitionen bestehend, in denen aufschießt mit dem aufglänzenden Blute das Ich. Und in diesem Aufglänzen könnte der Mensch sagen: Ich bin, denn ich bewirke das, was da unten von mir ist.
[ 14 ] The one and only sense perception which should have come is the perception of the I or ego, and the one and only substance which was intended for man in the material world is the blood in this form of momentary flashing up. So that if man had become like this, if he had remained the man of Paradise, he would look down from the World-All upon that which was destined to symbolise him on this earth and to give him the consciousness of I, namely, a purely spiritual being consisting of Imaginations, Inspirations and Intuitions, within which the I shoots up in the attempt to break through. And in this flash man would be able to say: “I am, for through me has come into being that which is of me down below.”


[ 15 ] Nicht wahr, es ist sonderbar, aber es ist wirklich so, daß man sagen kann: Eigentlich war der Mensch dazu bestimmt, im Umkreise der Erde zu leben. Wenn nun hier (a) ein Mensch im Umkreise lebt, so sollte er auf der Erde selbst sein Spiegelbild (b) hervorbringen, und nur durch dieses Aufglänzen sein Ich wieder zurückstrahlen und sagen: Da unten ist das Zeichen für mich. So hätte es nicht kommen sollen, daß der Mensch seinen Knochen-, Muskel-, Nervenmenschen, seinen Drüsenmenschen mit sich herumträgt und gar noch fortwährend das groteske Urteil fällt: Das bin ich; sondern anders hätte es kommen sollen. Im Umkreise des Erdplaneten hätte der Mensch leben sollen und ein Zeichen eingraben in der Erde durch die aufglänzende Blutform und sagen: Da schlage ich meinen Pfahl ein, mein Siegel und mein Zeichen, das mir das Bewußtsein meines Ich beibringt. Denn mit dem, was ich geworden bin aus Saturn-, Sonnen- und Mondendasein, schwebe ich draußen im Weltenall. Ich brauche nur das Ich hinzuzufügen. Das aber nehme ich dadurch wahr, daß ich mich da unten einschreibe und immer lesen kann in dem aufglänzenden Blut, was ich bin. — Also nicht dazu sind wir ursprünglich bestimmt als Menschen, daß wir in solchen Knochen- und Fleischesleibern herumwandeln, wie wir sind, sondern dazu, daß wir die Erde umkreisen und unten Eintragungen machen und an diesen erkennen, daß wir das sind, daß wir ein Ich sind. Wer dies nicht berücksichtigt, kennt nicht das Wesen des Menschen.
[ 15 ] It is strange but it is a fact. Man was intended to live in the environment of the earth. Suppose a man were living here (a) in the environment of the earth, then it was intended he should him-self produce on the earth his reflection, and only through this reaction ray back again his ego, and then he would say: “There below is my sign.” It was not intended that man should carry round about with him his man of bones and his man of glands, etc.—still less that he should pronounce the grotesque verdict: “That is I.” It should have happened quite differently. Man should have lived in the environs of the earth planet, and sunk a sign and symbol into the earth in the flashing up of form in blood, and he should then have said to himself: “There I drive in my stake—my sign and my seal, which gives me the consciousness of my ego. For what I have become, in that I have passed through Saturn existence and through Sun and through Moon existence—with that I can hover here outside in the World-All. It is the ego I must now add; and the ego I perceive by inscribing myself in the earth below, so that I can always read in the flashing of the blood what I am.” We were, therefore, not originally intended to walk the earth in bodies of flesh and bone as we do, but to circle around the earth and make records, as it were, down below from which we might recognise and know that we are that—that we are an ego. Whoever overlooks this fact has no true knowledge of the nature of man.
[ 16 ] Nun kam Luzifer und brachte den Menschen dazu, daß er nicht nur sein Ich als Sinneswahrnehmung, sondern auch alles das als sein Ich empfinden solle, was er schon auf dem Mond gehabt hat als Astralleib: Denken, Fühlen und Wollen. Das Ich wurde damit vermischt. Damit aber war die Notwendigkeit gegeben, daß der Mensch in die Materie herunterfiel. Die Vertreibung aus dem Paradies ist der Fall in die Materie. Und zunächst geschah jene Veränderung an dem Blute des Menschen, die dadurch zustandekam, daß nun das Blut nicht bloß aufglänzt für einen Augenblick und wieder zurückgenommen wird in die Geistigkeit, sondern daß tatsächlich die Blutsubstanz hindurchdringt und zersprüht, veranlagt wurde zum Zersprühen. Und so sprüht die Blutsubstanz, die eigentlich zurückkehren sollte ins Geistige, in dem Augenblick, wo sie materiell wird, in den übrigen Menschen hinein und füllt seine übrige Organisation aus, entsprechend sich verändernd nach den Kräften dieser Organisation. Je nachdem sie eindringt in einen Überschuß, sagen wir des physischen Leibes über den Ätherleib oder des Ätherleibes über den Astralleib und so weiter, wird sie zur Nerven-, Muskelsubstanz und so weiter. So drängte Luzifer das Blut zu seiner gröberen Stofflichkeit. Während das Blut bestimmt war, gerade aufzusprühen und gleich wieder als Materie zu verschwinden, ließ Luzifer das Blut hereinfahren in die grobe Stofflichkeit. Das ist die unmittelbare Tat, die er im Stoffe vollbracht hat, dieser Luzifer, daß er eigentlich das Blut, so wie es ist, als Materie fabriziert hat, während er in die anderen Dinge wenigstens nur Unordnung hineingebracht hat. Das Blut wäre überhaupt nicht so da, wie es da ist, sondern nur in seiner Geistigkeit, die nur bis zur Grenze der Materialität kommt, nur bis zu dem Status nascendi, dann gleich wiederum zurückgeht. So wie es materiell da ist, ist das Blut luziferische Schöpfung, und indem der Mensch mit dem Blute zugleich den physischen Ausdruck seines Ich hat, ist der Mensch mit seinem Ich verknüpft hier auf dieser Erde mit der Schöpfung des Luzifer. Und da wiederum Ahriman an den Menschen herangekommen ist dadurch, daß Luzifer vorher da war, so können wir sagen: Das Blut ist das, was Luzifer hingeworfen hat, daß es Ahriman auffangen konnte, so daß beide nun an den Menschen herankommen können. Brauchen wir uns nun noch zu wundern, daß im Sinne einer uralten Empfindung Luzifer-Ahriman das Blut als sein irdisches Eigentum betrachtet? Wundern wir uns noch, daß er mit dem Blute seine Verträge schreiben läßt und daß er Wert darauf legt, daß ihm Faust mit seinem Blut den Vertrag unterschreibt’? Denn das ist ganz und gar dasjenige, was ihm zukommt. Alles übrige enthält in gewisser Beziehung ein Göttliches; bei dem ist ihm nicht recht wohl. Selbst die Tinte ist für Luzifer göttlicher als das Blut, das so recht sein Element ist.
[ 16 ] Then came Lucifer and brought it about for man that he should have not merely his ego for sense perception, but that he should feel his astral body, too, as his ego, all that he had acquired on the Moon as astral body—thinking, feeling and willing. The ego was thus no longer pure, something else was mixed with it; and this led to the necessity for man to fall down into matter. The expulsion from Paradise is the fall into matter. And immediately there followed the change in man's blood. For now instead of flashing up for a moment and then being received back again into spirituality, the blood becomes real blood substance; it drives right through and spurts up as blood substance. It receives the tendency to be as we know it to-day. And so this blood substance, which by rights should return into the spiritual in the very moment when it becomes material, now gushes up into the rest of man and fills his whole organisation, undergoing modification in accordance with the various forces in man. According, for example, as it penetrates into a preponderance of physical over etheric body or of etheric body over astral body, and so on, the blood turns into nerve substance, muscle substance, etc. Thus Lucifer compels blood to a greater materiality. Whereas blood has been designed to shoot up and immediately disappear again, Lucifer brought it into a coarse materiality. That is the one direct deed that Lucifer has performed in matter itself. He made blood into matter, whereas with other things he at least only brought disorder among them. Were it not for Lucifer blood would not be as it is at all, it would instead exist in a spirituality which comes only to the edge of materiality, only to the status nascendi, and then at once returns. Blood as matter is the creation of Lucifer, and since man has in blood a physical expression of the ego, man's ego is bound up here on earth with a creation of Lucifer. And since again Ahriman is only able to approach man because Lucifer is there before him, we can say: Blood is what Lucifer has thrown down for Ahriman to catch. So that both have now an approach to man. Can we wonder that an ancient primal feeling makes Lucifer-Ahriman look upon blood as his earthly property? Can we wonder that he has his contracts written in blood, or that he attaches great value to Faust's signing the contract with his blood? For blood belongs entirely to Lucifer. Everything else holds in it something divine; with nothing else is he quite at home, even ink is for Lucifer more divine than blood; blood is precisely his element.


[ 17 ] So sehen wir, wie der Mensch diese zwei Wesen in sich hat, den Sinnes-, Drüsen-, Verdauungsmenschen und den Nerven-, Muskel-, Knochenmenschen, und wie beide versorgt werden in ihrer groben Materialität, mit der die entsprechenden Kräfte dieser beiden Menschen ausgegossen werden, von dem, was das Blut durch den luziferischen Einfluß geworden ist. Denn nicht wahr, leicht können Sie ja schon aus der äußeren Wissenschaft ersehen, daß, insofern der Mensch ein materielles Wesen ist, er ganz ein Ergebnis seines Blutes ist. Alles, was am Menschen Materie ist, wird ja aus dem Blut ernährt, ist eigentlich umgewandeltes Blut. So daß Knochen, Nerven, Muskeln, Drüsen, alles, alles, umgewandeltes Blut ist, der Materie nach. Der Mensch ist eigentlich Blut, und insofern er Blut ist, ist er der wandelnde Luzifer-Ahriman selber, der also fortwährend herumgetragen wird. Nur insofern der Mensch hinter diesem Materiellen das hat, was der Materie vom Blut aus eingegossen wird, insofern gehört er den göttlichen Welten, der Vorwärtsentwickelung an, die sozusagen nicht ein Zurückgebliebenes darstellt. Luzifer ist dadurch in die Welt gekommen, daß er auf gewissen Stufen der Entwickelung zurückgeblieben ist, ebenso Ahriman.
[ 17 ] We see, then, that man has these two beings in him, the man of senses, glands and digestion, and the man of nerve, muscle and bone. The corresponding forces of both are charged with a coarse materiality, and both are supplied with blood, in the form it has assumed through the action of the Luciferic influence. For it is quite obvious, is it not, even to external science, that man, in so far as he is a material being, is entirely a product of his blood. Everything in man that is material is nourished out of blood, it is really all transformed blood; from the point of view of matter, bones, nerves, muscles, glands are all of them nothing else than transformed blood. Man is actually blood, and as such he is a walking Lucifer-Ahriman. He carries Lucifer-Ahriman round with him all the time. It is by virtue of what is behind matter, and is poured into matter through the blood, that man belongs to the divine world and to a forward-moving evolution, not to an evolution that is a mere relic of the past. Lucifer—and Ahriman, too—came into our world through remaining behind at particular stages of evolution.
[ 18 ] Wenn wir dies, was jetzt geschildert worden ist, ins Auge fassen, so werden wir sagen: Die Menschen hatten dann offenbar von dem Ursprunge der Erdenentwickelung aus ein Gemeinsames. Sie hatten zunächst etwas sehr Gemeinsames im Blut, nämlich daß, wenn das Blut so geblieben wäre, wie es dem Menschen bestimmt war, dieses Blut eigentlich ein reiner Ausfluß wäre der Geister der Form. So daß also in dem ursprünglichen Blute die Geister der Form in uns leben würden. Diese Geister der Form sind, wie die meisten von Ihnen nun schon wissen, nichts anderes als die sieben Elohim der Bibel. Sie brauchen nur den Münchener Zyklus von der Genesis durchzublättern, so werden Sie darauf kommen: Der Mensch wäre, wenn er dies behalten hätte, was sein Blut ursprünglich hätte werden sollen, so, daß er in sich fühlen würde die sieben Elohim. Das heißt, sein Ich würde er in einer Siebengliedrigkeit empfinden, wovon eines das Hauptglied wäre, das dem Jahve oder Jehova entspricht, und die anderen sechs wären zunächst Nebenglieder für den Menschen. Diese Siebengliedrigkeit, die der Mensch als sein Ich empfinden würde wie Hereinragungen der sieben Elohim oder Geister der Form, die würde dem Menschen ursprünglich, wenn sein Blut durch Luzifer nicht verdorben worden wäre, das beigebracht haben, was wir jetzt uns mit großer Mühe wieder aneignen als Erkenntnis der siebengliedrigen Menschennatur. So lange hat die Menschheit durch ihr verdorbenes Blut warten müssen darauf, zu erkennen, daß eigentlich eine Siebengliedrigkeit hereinspielt, so lange, bis sie umgekehrt durch genügende Ausstrahlungen von intuitiver, inspirativer und imaginativer Substanz aus Nerven, Muskeln und Knochen reif geworden ist, diesen Menschen wiederum hereinzubekommen, diese siebengliedrige Menschennatur! Jetzt sind wir eben dabei, erst in abstrakter Form aufzuzählen jene Natur des Menschen, die ins Ich vom physischen Leib und vom AÄtherleib hereinspielt, jene Natur, die hereinspielt vom Astralleib, von sich selbst — Jahve oder Jehova —, die hereinspielt vom Manas oder Geistselbst, jene Natur, die hereinspielt von Budhi oder Lebensgeist, und jene, die hereinspielt vom Atma oder Geistesmenschen. Aber der Mensch hätte es nicht bringen können zu einer speziellen Verdunkelung der sechs anderen Glieder und einer besonderen Erhellung des einen Gliedes, des Ich, wenn nicht abkommandiert worden wäre Luzifer im Verlaufe der Weltenentwickelung. Und daß beim Beginne der Erdenentwickelung verdunkelt worden sind die anderen Glieder und das Ich besonders hell, zu einer helleren Ichlichkeit erleuchtet worden ist, das ist materiell dadurch geschehen, daß dieses Ich hereinbefördert worden ist in die dichte Materie, damit es so recht zu seinem Bewußtsein als Einzelheit, als Singularität hat kommen können, während es sich sonst vom Anfang an als Siebenheit gefühlt hätte.
[ 18 ] Bearing in mind all we have said, we can see quite clearly how at the very beginning of earth evolution men had something in common, something that united them. They had from the first in their blood something that was common to them all. For if the blood had remained as it was designed to be for man it would have been a pure emanation of the Spirits of Form. In the blood the Spirits of Form would live in us. These Spirits of Form are, as most of you know, my dear friends, none other than the seven Elohim of the Bible. Remember all that was said in the Munich cycle of lectures on Genesis (The Biblical Secrets of Creation), and you will see that if man had kept his blood in the state it originally was to have had, he would feel in him the seven Elohim; that is to say, he would feel his ego in him as seven-membered. One of its members would be the chief and would correspond to Jahve or Jehovah, and the other six would, to begin with, be subordinate for man. This seven-foldness that man would feel in his ego, as it were, a surging up within him of each of the seven Elohim or Spirits of Form, would have produced originally and spontaneously in him the sevenfold nature that we now have to acquire with so great toil and trouble. Because his blood has been tainted by Lucifer, therefore man has to wait so long; he has to wait until he has sent forth sufficient outstreamings of Intuitive and Inspired and Imaginative substance from nerves, muscles and bones for him to be ripe to receive once again this sevenfold nature into himself. As yet we have only come so far as to count up in an abstract manner as follows: the nature of man as it plays into the ego from physical body, and from etheric body, as it plays in from astral body, and from the very self of man—Jahve or Jehovah—and from Manas or Spirit Self; the nature of man as it plays in from Budhi or Life Spirit, and from Atma or Spirit Man. But man would never have been able to effect this specific darkening of the six other members and this outstanding illumination of the one, the ego, had not authority been given to Lucifer to interfere in the course of evolution. The real cause why at the beginning of earth evolution the other members suffered a darkening, while the ego grew particularly bright and was made to shine with a light-filled ego-ness—was that the ego was hurried into dense matter, so that it was able to come to a clear consciousness of its individuality, of its particular single individuality, whereas it would otherwise all along have felt its sevenfoldness.
[ 19 ] So sehen wir, daß auf der einen Seite der Mensch, wenn sein Blut geblieben wäre, wie es war, zu einem Ich gekommen wäre, das von vorneherein einen siebenfältigen Charakter gehabt hätte. Dadurch, daß Luzifer dem Menschen beigegeben worden ist, ist er gekommen zu dem Einheitscharakter des Ich, ist er dazu gekommen, das Ich als den Mittelpunkt seines Wesens zu empfinden, zu fühlen, zu wissen. Daher können wir es begreifen, daß im Grunde genommen — weil dieselben sieben Elohim sich durch alle menschlichen Iche anfangs hätten offenbaren sollen — in dem, wozu das Blut ursprünglich veranlagt war, etwas die Menschen Zusammenbringendes, die Menschen Vergesellschaftendes lag, etwas von dem, daß sich die Menschen gefühlt hätten als ein gemeinsames Menschengeschlecht. In dem, was Luzifer dem Menschen gab, liegt, daß der Mensch sich als Einzel-Ich, als besondere Individualität fühlt und sich herausgliedert in seiner Selbständigkeit aus dem allgemeinen Menschengeschlecht. Daher sehen wir auch, daß der Weltprozeß auf der Erde so verläuft, daß der Mensch durch Luzifer veranlaßt wird, immer selbständiger und selbständiger zu werden, während er durch die sieben Elohim veranlaßt wird, immer mehr und mehr sich als Glied der gesamten Menschheit zu fühlen. Wie das nun sich für die Moralität und das ganze Leben der Menschheit in ihrer Entwickelung darstellt, davon wollen wir dann morgen weiter reden.
[ 19 ] Thus we see on the one hand that if man's blood had remained as it was he would have come to an ego that would from the outset have had a sevenfold character. Through Lucifer having been given him, man has come, however, to an ego that is single and unitary in character, he has come to feel and know his ego as the centre of his being. We can, therefore, understand how the blood in its originally intended form contains something that could work in a social direction, that could bring men together, so that they might feel themselves to be one common race of humanity. This would have been so if the seven Elohim had come to revelation in the human egos, as it was intended they should in the beginning. Lucifer's gift to man has meant that man feels himself as a particular individuality and cuts himself off in his self-dependence from the common race of mankind. The world process takes its course on earth in such a way that through the working of Lucifer man is inclined to become more and more independent, whilst through the working of the seven Elohim he is inclined more and more to feel himself a member and part of the whole of humanity.
