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Reincarnation and Karma
GA 135

23 January 1912, Berlin

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Erster Vortrag

First Lecture

[ 1 ] An die Bemerkungen, die wir über die geistigen Tatsachen und Wesenheiten der höheren Welten machen konnten und die durch unsere Generalversammlungszeit unterbrochen worden sind, wird sich nunmehr gut einiges anschließen lassen, das uns Aufklärung geben kann über gewisse Dinge, welche mit der gegenwärtigen Entwickelung des Menschen zusammenhängen. Während also die Betrachtungen, die wir im Herbst gepflogen haben, uns mehr in die Vorgänge gewissermaßen innerhalb der höheren Hierarchien führen sollten, wollen wir heute einiges betrachten, das uns wie so recht menschliche Angelegenheiten naheliegen kann.

[ 1 ] The remarks we were able to make regarding the spiritual facts and beings of the higher worlds—which were interrupted by our General Assembly—can now be followed by a number of points that can shed light on certain matters related to the current development of humanity. While the reflections we engaged in last fall were intended to lead us, so to speak, into the processes within the higher hierarchies, today we wish to consider some matters that are close to our hearts as truly human concerns.

[ 2 ] Es wird sich gewiß der Mensch, welcher sich eine Weile mit Anthroposophie beschäftigt hat, und der namentlich die Grundanschauungen von Reinkarnation und Karma und der übrigen Wahrheiten der Menschheit und ihrer Entwickelung aufgenommen hat, leicht fragen: Warum kommt man denn gar so schwer zu einer unmittelbaren, wirklichen Anschauung jener Wesenheit im Menschen, die durch die wiederholten Erdenleben hindurchgeht, jener Wesenheit des Menschen also, welche, wenn man sie nur einigermaßen genauer und immer genauer kennenlernen würde, ganz selbstverständlich führen müßte auch zu einer Einsicht in die Geheimnisse der wiederholten Erdenleben und eben auch des Karma?

[ 2 ] Anyone who has studied anthroposophy for a while, and who has particularly taken to heart the fundamental concepts of reincarnation and karma, as well as the other truths concerning humanity and its evolution, will surely ask themselves: Why is it so difficult to arrive at a direct, real understanding of that essence within the human being that passes through repeated earthly lives—that is, the human essence which, if one were only to get to know it more and more precisely, would quite naturally lead to an insight into the mysteries of repeated earthly lives and, indeed, of karma?

[ 3 ] Nun muß allerdings gesagt werden: Alles, was gerade mit dieser Frage zusammenhängt, greift der Mensch gewöhnlich ganz verkehrt an. Zunächst sucht sich ja der Mensch, wie das nur allzu selbstverständlich ist, über diese Dinge auch aufzuklären durch die gewöhnliche Gedankenwelt, durch den gewöhnlichen Verstand, und er fragt sich: Inwiefern kann man aus den Tatsachen des Lebens heraus Anhaltspunkte gewinnen dafür, daß die Anschauung von den wiederholten Erdenleben und von dem Karma eine richtige ist?

[ 3 ] It must be said, however, that people usually approach everything related to this question in exactly the wrong way. To begin with, as is only too natural, people seek to understand these matters through their ordinary thinking and ordinary intellect, and they ask themselves: To what extent can one find evidence in the facts of life that the concept of repeated earthly lives and karma is correct?

[ 4 ] Nun wird der Mensch zwar bis zu einem gewissen Punkte mit einem solchen Bestreben kommen können, das im wesentlichen auf Nachdenken fußt; aber er wird damit eben doch nur bis zu einem gewissen Punkte kommen können. Denn unsere Gedankenwelt ist eigentlich, so wie sie einmal beschaffen ist, ganz und gar abhängig von jenen Einrichtungen innerhalb unserer Gesamtorganisation als Menschen, die eigentlich bloß auf die eine Inkarnation beschränkt ist, die wir dadurch erhalten, daß wir eben so, wie wir als Menschen zwischen Geburt und Tod leben, diese bestimmte Organisation zugeteilt erhalten. Und von dieser Organisation, ja, geradezu von der besonderen Ausgestaltung des physischen Leibes und des ja nur um eine Stufe über den physischen Leib hinausragenden Ätherleibes, ist alles abhängig, was wir unsere Gedankenwelt nennen können. Und je scharfsinniger im Grunde genommen diese Gedanken sind, je mehr sie sich einlassen können auf abstrakte Wahrheiten, desto mehr sind diese Gedanken abhängig von der äußeren, nur auf eine Inkarnation beschränkten Organisation des Menschen. Wir können das schon daraus entnehmen, daß wir, was ja öfter gesagt worden ist, in das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, also in das geistige Leben hinein, von alledem, was wir in der Seele erleben, am allerwenigsten unsere Gedanken mitnehmen können. Also das, was wir am allerscharfsinnigsten ausdenken, müssen wir am allermeisten zurücklassen. Man könnte förmlich sagen: Was legt denn der Mensch ab, wenn er durch die Pforte des Todes schreitet? Nun, zunächst seinen physischen Leib. Aber von alledem, was nun innerlich ist, legt der Mensch fast ebenso umfänglich, restlos alles ab, was er an abstrakten Gedanken in seiner Seele ausgestaltet hat. Diese zwei Dinge, physischer Leib und abstrakte Gedanken, ja, geradezu wissenschaftliche Gedanken, kann der Mensch am allerwenigsten mitnehmen, wenn er durch die Pforte des Todes schreitet. Der Mensch nimmt gewissermaßen leicht mit seine Neigungen, seine Triebe, Begierden, wie sie sich herangebildet haben, insbesondere seine Gewohnheiten, nimmt auch mit die Art und Natur seiner Willensimpulse, aber am allerwenigsten seine Gedanken.

[ 4 ] Now, a person may indeed be able to go so far with such an endeavor, which is essentially based on reflection; but they will still only be able to go so far. For our world of thought, as it is constituted, is actually entirely dependent on those structures within our overall human organization that are in fact limited to the single incarnation we receive by being assigned this particular organization precisely as we live as human beings between birth and death. And everything we can call our world of thought depends on this organization—indeed, on the specific configuration of the physical body and the etheric body, which extends only one step beyond the physical body. And the more acute these thoughts are, the more they can engage with abstract truths, the more these thoughts depend on the external human organization, which is limited to a single incarnation. We can already infer this from the fact that, as has often been said, in the life between death and a new birth—that is, in the spiritual life—of all that we experience in the soul, it is our thoughts that we are least able to take with us. Thus, what we conceive with the greatest acuity is precisely what we must leave behind the most. One could literally say: What does a human being lay aside when he passes through the gate of death? Well, first of all, their physical body. But of all that is now inner, a person sheds almost just as completely, without a trace, everything they have formed in their soul as abstract thoughts. These two things—the physical body and abstract thoughts, indeed, downright scientific thoughts—are what a person can take with them the least of all when they pass through the gate of death. To a certain extent, a person easily takes with them their inclinations, their drives, and their desires as they have developed, especially their habits; they also take with them the nature and character of their volitional impulses, but least of all their thoughts.

[ 5 ] Daraus schon, weil die Gedanken so sehr gebunden sind an die äußere Organisation, kann geschlossen werden, daß sie auch kein Werkzeug sind, das sehr geeignet ist, um einzudringen in die Geheimnisse von Reinkarnation und Karma, welche ja Wahrheiten sind, die über die einzelne Inkarnation hinausgehen. Aber bis zu einem gewissen Punkte kann man dennoch kommen, und bis zu einem gewissen Punkte muß man sogar das Denken ausbilden, wenn man theoretisch Reinkarnation und Karma einsehen will. Was darüber gesagt werden kann, das ist im Grunde genommen alles gesagt entweder in dem Kapitel über Reinkarnation und Karma in der «Theosophie» oder in der kleinen Schrift «Reinkarnation und Karma, vom Standpunkte der modernen Naturwissenschaft notwendige Vorstellungen». Man wird kaum viel hinzufügen können zu dem, was in diesen beiden Schriften gesagt ist.

[ 5 ] Precisely because thoughts are so closely tied to external organization, it can be concluded that they are not a particularly suitable tool for penetrating the mysteries of reincarnation and karma, which are, after all, truths that transcend the individual incarnation. But one can still go so far, and to a certain extent one must even train one’s thinking if one wishes to understand reincarnation and karma theoretically. What can be said about this has, in essence, already been said either in the chapter on reincarnation and karma in *Theosophy* or in the short treatise *Reincarnation and Karma: Necessary Mental Images from the Standpoint of Modern Natural Science*. One can hardly add much to what is said in these two works.

[ 6 ] Was der Intellekt hinzufügen kann, diese Frage soll uns heute nicht weiter beschäftigen, sondern vielmehr die Frage: Wie kann nun der Mensch zu einer gewissen Anschauung von Reinkarnation und Karma doch kommen, das heißt zu einer Anschauung, die mehr wert ist als eine bloße theoretische Überzeugung, die eine Art innerer Gewißheit geben kann, daß der eigentliche geistig-seelische Wesenskern in uns von früheren Leben herüberkommt und zu späteren Leben hinübergeht?

[ 6 ] What the intellect can add to this is not the question that concerns us today; rather, the question is: How can a person arrive at a certain understanding of reincarnation and karma—that is, an understanding that is more than a mere theoretical conviction, one that can provide a kind of inner certainty that the actual spiritual-soul core within us comes from past lives and passes into future lives?

[ 7 ] Man kommt zu einer solchen bestimmten Anschauung dadurch, daß man innerliche Dinge ausführt, welche keineswegs leicht sind, welche schwierig sind, aber die deshalb doch immerhin ausgeführt werden können. Der erste Schritt, den man da machen kann, ist, daß man die gewöhnliche Art von Selbsterkenntnis ein wenig übt, die Art, die darin bestehen kann, daß der Mensch gewissermaßen auf sein Leben zurückblickt, so zurückblickt, daß er sich fragt: Was bin ich denn überhaupt für ein Mensch gewesen? Bin ich ein Mensch gewesen mit einer starken Neigung zum Nachdenken, zu einem innerlich nachsinnenden Wesen, oder bin ich ein Mensch gewesen, der stets mehr die Sensationen der Außenwelt geliebt hat, dem dieses oder jenes im Leben gefallen oder nicht gefallen hat? Bin ich ein Mensch gewesen, der in der Schule gern lesen, aber nicht gern rechnen wollte, der die anderen Kinder gern geschlagen hat, aber sich nicht gern hat schlagen lassen? Oder bin ich vielleicht ein Kind gewesen, das immer dazu bestimmt war, eins abzukriegen, und das nicht schlau genug gewesen ist, die anderen eins abkriegen zu lassen? — In dieser Weise ein wenig zurückzublicken auf sein Leben und insbesondere sich zu fragen: Wozu war ich — in intellektueller Weise oder in derjenigen Weise, die auf die Gemütsstimmungen oder auf die Willensimpulse bezüglich ist — besonders veranlagt? Was ist mir leicht, was ist mir schwierig geworden? Was hat mich so getroffen, daß ich ihm gern habe entfliehen wollen? Was hat mich so getroffen, daß ich mir gesagt habe: Es ist mir recht, daß es so gekommen ist und so weiter —, so also auf sein Leben in einer gewissen Weise zurückzublicken, das ist gut zu einer intimeren Erkenntnis seines geistig-seelischen Wesenskernes; vor allem alles das klar vor die Seele zu stellen, was zu dem gehört, was man eigentlich nicht gern gewollt hat. So zum Beispiel, ob man ein Sohn gewesen ist, der vielleicht gern ein Dichter geworden wäre, der von seinem Vater aber zum Handwerker bestimmt worden ist und auch ein Handwerker hat werden müssen, trotzdem er es nie so recht hat werden wollen; er ist es geworden, wäre aber lieber ein Dichter geworden. So sich klarmachen, was man eigentlich hat werden wollen, was man aber gegen seinen Willen geworden ist, dann sich klarmachen, was einem gepaßt hat im Jugendleben und was einem nie zuteil geworden ist. Dann weiter sich klarmachen, woraus man so recht hätte herauskommen wollen, welchem man so recht hätte entfliehen wollen. Ich bemerke, daß dies, was ich jetzt sage, sich auf das Leben in der Vergangenheit beziehen soll, nicht auf die Zukunft; das wäre eine falsche Vorstellung.

[ 7 ] One arrives at such a specific perspective by carrying out inner processes that are by no means easy—they are difficult—but which can nevertheless be carried out. The first step one can take is to practice a little of the ordinary kind of self-knowledge, the kind that may consist of a person looking back on their life, so to speak, in such a way that they ask themselves: What kind of person have I actually been? Have I been a person with a strong inclination toward reflection, an inwardly contemplative being, or have I been a person who has always loved the sensations of the external world more, who liked or disliked this or that in life? Was I a person who liked to read in school but didn’t like to do math, who liked to hit the other children but didn’t like to be hit? Or was I perhaps a child who was always destined to get hit, and who wasn’t clever enough to make the others get hit? — To look back on one’s life in this way, and in particular to ask oneself: What was I—intellectually or in terms of my emotional dispositions or volitional impulses—particularly predisposed to? What came easily to me, and what became difficult? What affected me so deeply that I wanted to escape it? What affected me so deeply that I said to myself: It is all right to me that it turned out this way, and so on—to look back on one’s life in this way, in a certain sense, is good for a more intimate understanding of the core of one’s spiritual and psychological being; above all, to clearly bring before the soul everything that belongs to what one actually did not want. For example, whether one was a son who perhaps would have liked to become a poet, but was destined by his father to be a craftsman and also had to become a craftsman, even though he never really wanted to be one; he became one, but would have preferred to become a poet. Thus, to clarify what one actually wanted to become, but what one became against one’s will; then to clarify what suited one in one’s youth and what one never received. Then to further clarify what one really wanted to emerge from, what one really wanted to escape. I note that what I am saying now is meant to refer to life in the past, not to the future; that would be a mental image.

[ 8 ] Also man soll sich im Grunde genommen klarmachen, was einem ein solcher Rückblick in die Vergangenheit sagt: was man nicht hat wollen, welchem man hat entfliehen wollen und so weiter. Wenn man sich das klargemacht hat, dann hat man eigentlich ein Bild derjenigen Dinge in seinem Leben, die einem so recht am wenigsten gefallen. Darum handelt es sich aber gerade, daß man die Dinge in seinem Leben herausbekommt, die einem in der Vergangenheit am wenigsten gefallen haben. Und man muß nun versuchen, sich ganz einzuleben in eine höchst merkwürdige Vorstellung: Alles das, was man nun eigentlich nicht gewollt und gewünscht hat, energisch zu wollen und zu wünschen! Also energisch einmal sich vor die Seele stellen: Wie wärest du eigentlich, wenn du lebendig, heftig alles das gewünscht hättest, was du eigentlich nicht gewünscht hast, was dir im Grunde genommen im Leben gegen den Strich gegangen ist? — Ausschalten muß man dabei in einer gewissen Weise dasjenige, was einem zu überwinden gelungen ist. Denn das allerwichtigste ist, daß man diejenigen Dinge wünscht, oder sich so vorstellt, als ob man sie lebhaft wünschen würde, die man nicht gewünscht hat, oder denen gegenüber man seine Wünsche nicht hat durchsetzen können, so daß man sich in der Empfindung, in Gedanken ein Wesen schafft, von dem man die Vorstellung haben kann, daß man es im Grunde genommen bisher gar nicht gewesen ist. Und jetzt stelle man sich vor, daß man eigentlich gerade dieses Wesen mit aller Vehemenz, mit aller Intensität gewesen wäre. Wenn man sich das vorstellt, wenn es einem gelingt, sich zu identifizieren mit diesem Wesen, das man auf diese Weise sich selber sozusagen einkonstruiert hat, dann hat man schon wesentlich etwas gewonnen auf dem Wege, seinen inneren seelischen Wesenskern kennenzulernen. Denn es wird einem gerade an dem Bilde, das man sich nun von seiner Eigenpersönlichkeit in der geschilderten Weise machen kann, etwas aufgehen, was man in der gegenwärtigen Inkarnation nicht ist, was man aber hereingebracht hat in die gegenwärtige Inkarnation. Sein tieferes Wesen wird einem aufgehen an dem Bilde, das man sich auf diese Weise konstruiert.

[ 8 ] So, basically, you have to figure out what such a look back at the past tells you: what you didn’t want, what you wanted to escape from, and so on. Once you’ve figured that out, you actually have a picture of the things in your life that you like the very least. But that is precisely the point: to identify the things in your life that you liked the least in the past. And now you must try to fully immerse yourself in a highly peculiar mental image: to energetically want and desire everything that you actually did not want or wish for! So, stand before your soul with determination: What would you actually be like if you had vividly, intensely desired all that which you did not actually desire, all that which, deep down, went against the grain in your life? — In doing so, you must, in a certain way, set aside that which you have managed to overcome. For the most important thing is to desire those things—or to imagine them as if you were vividly desiring them—that you did not desire, or against which you were unable to assert your desires, so that you create in your feelings and thoughts a being of whom you can have a mental image that, fundamentally, you have not been at all until now. And now imagine that you have actually been precisely this being with all vehemence, with all intensity. If you create a mental image of this, if you succeed in identifying with this being that you have, so to speak, constructed for yourself in this way, then you have already gained something substantial on the path to getting to know the inner core of your soul. For it is precisely through the image one can now form of one’s own personality in the manner described that one will come to realize something that one is not in the present incarnation, but which one has brought into the present incarnation. One’s deeper being will become clear through the image one constructs in this way.

[ 9 ] Es wird also von dem, der zu seinem inneren Wesenskern kommen will, im Grunde genommen etwas verlangt, was die Menschen in unserer Gegenwart am allerwenigsten tun. Unsere Gegenwart ist gar nicht dazu veranlagt, auch nur in einer gewissen Weise so etwas herbeizusehnen, was dem ähnlich ist, was jetzt gefordert worden ist; denn in unserer Gegenwart streben eigentlich die Menschen, wenn sie über sich selber nachdenken, am allermeisten danach, sich so, wie sie sind, absolut richtig zu finden. Wenn wir zurückgehen in frühere Zeiten einer noch religiöseren Entwickelung, dann finden wir das Gefühl, daß der Mensch sich zerknirscht empfinden soll, da er so wenig dem entspricht, was er als sein göttliches Vorbild bezeichnen kann. Das war zwar nicht die Vorstellung, von der heute gesprochen worden ist, aber es war die Vorstellung, welche von dem, womit der Mensch gewöhnlich zufrieden ist, abführte und zu etwas anderem hinführte — wenn auch nicht zu der Überzeugung von einer anderen Inkarnation —, nämlich zu jenem Wesen hinführte, das über unsere Organisation, wie sie sich zwischen Geburt und Tod herausbildet, hinüberlebt. Es wird einem folgendes aufgehen, wenn man das Gegenbild von dem zeichnet, was man ist: Dieses Gegenbild, so schwer es dir geworden ist, es in diesem Leben als dein Bild zu fassen, es hat doch etwas mit dir zu tun; das kannst du nicht leugnen. Wenn du es hast, wird es dich verfolgen, wird es dir vor der Seele schweben und sich so zusammenkristallisieren, daß du dir sagen wirst: Dieses Bild hat etwas mit mir zu tun, aber ganz gewiß nicht mit meinem jetzigen Leben. — Dann bildet sich die Empfindung heraus, daß dieses Bild gerade aus einem früheren Leben stammt.

[ 9 ] So, in essence, what is required of someone who wishes to reach the core of their inner being is something that people in our time do the very least. Our present age is not at all inclined to even remotely yearn for anything resembling what has now been demanded; for in our present age, when people reflect on themselves, what they strive for most of all is to find themselves absolutely right just as they are. If we go back to earlier times of a more religious development, we find the feeling that a person should feel contrite, since they fall so short of what they can call their divine model. That was not, admittedly, the mental image discussed today, but it was the mental image that led away from what people are usually content with and toward something else—if not toward the conviction of another incarnation—namely, toward that being which survives beyond our physical constitution as it develops between birth and death. The following will become clear to you when you sketch the counter-image of what you are: this counter-image, however difficult it has become for you to grasp it as your image in this life, still has something to do with you; you cannot deny that. Once you have it, it will haunt you, it will hover before your soul and crystallize in such a way that you will say to yourself: This image has something to do with me, but certainly not with my present life. — Then the feeling arises that this image comes precisely from a previous life.

[ 10 ] Wenn wir dies uns vor die Seele führen, werden wir bald gewahr werden, wie irrtümlich die meisten Vorstellungen sind, die man sich gewöhnlich über Reinkarnation und Karma bildet. Sie werden es selbst schon gehört haben: wenn einem irgendwo ein Mensch im Leben entgegentritt, der zum Beispiel ein guter Rechner ist, und wenn man dann zugleich Anthroposoph ist, dann wird man sich leicht die Vorstellung bilden: In der vorhergehenden Inkarnation ist dieser Mensch ein guter Rechner gewesen. Viele Reinkarnationsketten werden leider von unausgebildeten Anthroposophen in der Weise aufgestellt, daß man einfach glaubt, die vorhergehende Inkarnation dadurch zu finden, daß man die Fähigkeiten, die in der gegenwärtigen auftreten, auch in der vorhergehenden oder womöglich in mehreren vorhergehenden Inkarnationen wird finden müssen. Das ist die schlechteste Art, zu spekulieren. Man trifft gewöhnlich damit das Falsche. Denn die wirklichen Beobachtungen mit den Mitteln der Geisteswissenschaft zeigen zumeist das genaue Gegenteil. Leute zum Beispiel, die in der vorhergehenden Inkarnation gute Rechner, gute Mathematiker waren, treten in der gegenwärtigen Inkarnation so auf, daß sie gar keine Begabung für Mathematik zeigen, daß ihnen die mathematische Begabung fehlt. Und will man wissen, welche Begabungen man höchstwahrscheinlich in der vorigen Inkarnation hatte — ich mache darauf aufmerksam, daß wir jetzt also auf dem Boden der Wahrscheinlichkeit stehen —, will man wissen, welche Fähigkeiten in dieser Richtung an Intelligenz, künstlerischen Dingen und so weiter man in der vorigen Inkarnation gehabt hat, so tut man gut, wenn man nachdenkt, wozu man in dieser Inkarnation am allerwenigsten Fähigkeiten hat, wozu man in dieser Inkarnation sich am allerwenigsten eignet. Wenn man das herausbekommen hat, dann wird man finden, worin man wahrscheinlich in der vorhergehenden Inkarnation brilliert hat, wofür man ganz besonders begabt war. Ich sage «wahrscheinlich» aus dem Grunde, weil diese Dinge auf der einen Seite wahr sind, aber auf der anderen Seite vielfach durchkreuzt werden von anderen Tatsachen. Da kann zum Beispiel der Fall eintreten, daß einer eine besondere mathematische Begabung in der vorhergehenden Inkarnation hatte, aber früh gestorben ist, so daß diese mathematische Begabung nicht ganz zum Ausdruck gekommen ist; dann wird er in seiner nächsten Inkarnation wieder mit einer mathematischen Begabung geboren werden, die sich dann wie eine Fortsetzung aus der vorhergehenden Inkarnation darstellen wird. Der früh verstorbene Mathematiker Abel wird ganz gewiß in seiner nächsten Inkarnation mit einer starken mathematischen Begabung wiedergeboren werden. Wo dagegen ein Rechner besonders alt geworden ist, wo sich diese Begabung ausgelebt hat, da wird der Betreffende in seiner nächsten Inkarnation geradezu stumpfsinnig sein in bezug auf Mathematik. So ist mir eine Persönlichkeit bekannt, die so wenig mathematische Begabung hatte, daß sie als Schulbube geradezu die Ziffern haßte; und während der Betreffende in den anderen Fächern gute Zensuren hatte, war es überhaupt nur dadurch möglich, daß er die Schulklassen durchmachen konnte, daß man ihm in den anderen Fächern besonders gute Zensuren ausstellte. Das rührte davon her, daß er in der vorhergehenden Inkarnation ein besonders guter Mathematiker gewesen ist. |

[ 10 ] If we keep this in mind, we will soon realize how mistaken most of the mental images are that people usually form about reincarnation and karma. You have probably heard it yourself: if you encounter someone in life who, for example, is good at math, and if you are also an anthroposophist, you will easily form a mental image of this person as being good at math in a previous incarnation. Unfortunately, many chains of reincarnation are constructed by untrained anthroposophists in such a way that one simply believes one can identify the previous incarnation by assuming that the abilities present in the current one must also be found in the previous one—or possibly in several previous incarnations. This is the worst way to speculate. One usually ends up with the wrong conclusion. For genuine observations using the methods of Spiritual Science usually show the exact opposite. People, for example, who were good at arithmetic or mathematics in their previous incarnation may appear in their present incarnation in such a way that they show no aptitude for mathematics at all, that they lack mathematical talent. And if one wants to know what talents one most likely had in the previous incarnation—I would point out that we are now speaking in terms of probability— if you want to know what abilities in this regard—in terms of intelligence, artistic matters, and so on—you possessed in your previous incarnation, you would do well to reflect on what you are least capable of in this incarnation, what you are least suited for in this incarnation. Once you have figured that out, you will discover in what you likely excelled in your previous incarnation, what you were particularly gifted at. I say “likely” because, on the one hand, these things are true, but on the other hand, they are often contradicted by other facts. For example, a situation may arise where someone had a special mathematical gift in a previous incarnation but died young, so that this mathematical gift did not fully manifest; then, in their next incarnation, they will be born again with a mathematical gift that will then appear as a continuation from the previous incarnation. The mathematician Abel, who died young, will most certainly be reborn in his next incarnation with a strong mathematical talent. Where, on the other hand, a mathematician has lived to a very old age, where this talent has run its course, the person in question will be downright dull-witted with regard to mathematics in his next incarnation. I know of one individual who had so little mathematical talent that, as a schoolboy, he downright hated numbers; and while he received good grades in other subjects, it was only because he was given particularly high marks in those other subjects that he was able to make it through school at all. This was due to the fact that in his previous incarnation he had been a particularly good mathematician. |

[ 11 ] Wenn man weiter darauf eingeht, dann stellt sich die Tatsache heraus, daß das, was man in einer Inkarnation äußerlich treibt, das heißt, was man nicht allein äußerlich treibt, sondern was man für einen äußerlichen oder innerlichen Beruf hat, in der nächsten Inkarnation in die innere Organbildung eingeht, zum Beispiel in der Weise, daß man, wenn man in einer Inkarnation ein besonders guter Mathematiker war, dasjenige, was man sich da angeeignet hat an Zahlen- und Figurenbeherrschung, mitgenommen und hineingearbeitet hat in eine besondere Ausarbeitung seiner Sinnesorgane, zum Beispiel der Augen. Und Menschen, die sehr gut sehen, haben diese sorgfältige Ausbildung der Formen des Auges davon, daß sie in der vorhergehenden Inkarnation in Formen gedacht und dieses Denken in Formen mitgenommen haben und, indem sie durch die Zeit zwischen Tod und neuer Geburt geschritten sind, ihre Augen besonders ausziseliert haben. Da ist die mathematische Begabung ins Auge hineingeflossen und lebt sich nicht mehr in mathematischer Begabung aus.

[ 11 ] If we examine this further, it becomes clear that what one does externally in one incarnation—that is, not merely what one does externally, but what one’s external or internal vocation is—becomes part of the formation of the internal organs in the next incarnation, for example, in such a way that if one was a particularly good mathematician in one incarnation, one takes what one acquired there in terms of mastery of numbers and figures and incorporates it into a special development of one’s sensory organs, for example, the eyes. And people who see very well owe this careful development of the forms of the eye to the fact that in their previous incarnation they thought in forms and carried this thinking in forms with them, and, as they passed through the time between death and new birth, they particularly refined their eyes. There the mathematical talent has flowed into the eye and no longer expresses itself as mathematical talent.

[ 12 ] Ein anderer den Okkultisten bekannter Fall ist der, wo eine Individualität in einer Inkarnation besonders intensiv in Architekturformen lebte: was sie da empfunden hat, das lebte sich ein als Kräfte in das innere Seelenleben und ziselierte besonders fein aus das Gehörwerkzeug, so daß diese Individualität in der nächsten Inkarnation ein großer Musiker wurde. Sie wurde nicht ein großer Architekt, weil die Empfindungsformen, die sich an die Architektur anlehnten, organaufbauend wurden, so daß nichts übrigblieb, als in hohem Maße Musik zu empfinden.

[ 12 ] Another case known to occultists is that of an individual who, in one incarnation, experienced architectural forms with particular intensity: what they felt there manifested as forces within their inner soul life and refined their sense of hearing with exceptional subtlety, so that this individual became a great musician in their next incarnation. It did not become a great architect because the forms of sensation derived from architecture became organ-building, leaving nothing but a profound capacity for musical perception.

[ 13 ] Eine äußere Betrachtung der Ähnlichkeiten täuscht in der Regel über das, was Eigentümlichkeiten in den aufeinanderfolgenden Inkarnationen sind. Und wie wir nachdenken müssen über das, was uns nicht gefallen hat und uns vorstellen müssen, als ob wir es intensiv wünschten, so sollen wir auch nachdenken über die Dinge, zu denen wir am wenigsten befähigt sind, in denen wir sozusagen ganz stumpfsinnig sind. Und wenn wir die allerstumpfsinnigsten Seiten unseres Wesens entdecken, dann können sie uns mit größter Wahrscheinlichkeit zu dem führen, worin wir in der vorhergehenden Inkarnation am allermeisten geglänzt haben. Daraus sehen wir, daß es naheliegt, gerade diese Dinge am falschen Ende anzufangen. Wie uns im übrigen auch ein gewisses Nachdenken darüber belehren kann, daß es eben der innerste seelische Wesenskern ist, der von einer Inkarnation in die andere hinüberlebt, das zeigt zum Beispiel die Erwägung, daß der Mensch Sprachen doch niemals dadurch leichter lernt, daß er in einer vorhergehenden Inkarnation etwa in einem Sprachgebiete gelebt hat, das mit der betreffenden Sprache, die er jetzt lernen soll, zusammenhing; denn sonst würden es unsere Gymnasiasten nicht gar so schwer haben, Griechisch oder Lateinisch zu lernen, obwohl viele in ihren früheren Inkarnationen in einem Gebiete gelebt haben, wo sie diese Sprachen als die gewöhnlichen Umgangssprachen gesprochen haben.

[ 13 ] A superficial examination of the similarities usually obscures the unique characteristics of successive incarnations. And just as we must reflect on what we did not like and create a mental image of it as if we intensely desired it, so too should we reflect on the things we are least capable of, in which we are, so to speak, completely dull. And when we discover the most obtuse aspects of our being, they can most likely lead us to what we excelled at most in the previous incarnation. From this we see that it is natural to start with precisely these things in the wrong way. As, incidentally, a certain reflection on the fact that it is precisely the innermost core of the soul that survives from one incarnation to the next can teach us, this is shown, for example, by the consideration that a person never learns languages more easily simply because in a previous incarnation they lived in a linguistic region connected to the language they are now supposed to learn; for otherwise our college students would not have such a hard time learning Greek or Latin, even though many of them lived in an area in their earlier incarnations where these languages were spoken as the common vernaculars.

[ 14 ] Von dem, was wir äußerlich an uns heranbringen, müssen wir sagen, daß es so sehr verbunden ist mit dem, was sich abschließt in dem Leben des Menschen zwischen Geburt und Tod, daß gar nicht davon die Rede sein kann, daß diese Dinge in der nächsten Inkarnation in derselben Weise wiedererscheinen, sondern daß sie in Kräfte umgewandelt in die nächste oder nächsten Inkarnationen übergehen. Diejenigen Menschen, die zum Beispiel in einer Inkarnation eine besondere Anlage haben zum Sprachen erlernen, werden diese Anlage in ihrer nächsten Inkarnation nicht haben; dafür aber werden sie die Anlage haben, zu mehr unbefangenem Urteilen als die übrigen Menschen. |

[ 14 ] Regarding what we bring to ourselves from the outside, we must say that it is so closely connected with what concludes in a person’s life between birth and death that there can be no question of these things reappearing in the same way in the next incarnation, but rather that they are transformed into forces and carried over into the next incarnation or incarnations. Those people who, for example, have a particular aptitude for learning languages in one incarnation will not have this aptitude in their next incarnation; instead, they will have the aptitude to make more unbiased judgments than other people. |

[ 15 ] Das sind Dinge, die mit den Geheimnissen der Reinkarnation zusammenhängen. Und gerade wenn man auf diese Geheimnisse der Reinkarnation blickt, wird man in der intensivsten Weise eine Vorstellung bekommen von dem, was eigentlich wirklich im Menschen innerlich ist, und was in einer gewissen Weise doch zu den Äußerlichkeiten gerechnet werden muß. Zum Beispiel ist für den gegenwärtigen Menschen die Sprache durchaus nicht mehr innerlich. Man kann die Sprache um dessentwillen, was sie ausdrückt, um des Volksgeistes willen lieben; aber sie ist etwas, was in umgewandelten Kräfteformen von einer Inkarnation in die andere übergeht.

[ 15 ] These are matters connected with the mysteries of reincarnation. And it is precisely when one looks at these mysteries of reincarnation that one gains, in the most intense way, a mental image of what is actually truly within the human being, and what, in a certain sense, must nevertheless be counted among the external aspects. For example, for modern human beings, language is by no means an inner phenomenon anymore. One can love language for the sake of what it expresses, for the sake of the national spirit; but it is something that passes from one incarnation to the next in transformed forms of energy.

[ 16 ] Wenn der Mensch solche Dinge verfolgt, daß er auf der einen Seite sagt: Ich will einmal recht sehr wünschen und wollen, was ich doch gegen meinen Willen geworden bin und wofür ich am wenigsten Veranlagung habe — dann kann er wissen: Es werden sich mir die Vorstellungen, die ich da gewinne, zusammenformen zu dem Bilde meiner vorhergehenden Inkarnation. — Dieses Bild der vorhergehenden Inkarnation wird sich mit einer großen Bestimmtheit schon ergeben, wenn man Ernst macht mit denjenigen Dingen, die jetzt einmal etwas genauer charakterisiert worden sind. Man wird nämlich tatsächlich merken, daß man an der ganzen Art und Weise, wie sich einem die Vorstellungen, die man so gewonnen hat, zusammenfügen, empfinden wird: Dieses Bild ist mir eigentlich ziemlich nahe; es ist gar nicht weit von mir. Oder man wird fühlen: Es ist ein Bild weit, weit weg von mir, Wenn man nämlich durch die Ausarbeitung der Vorstellungen, die heute geschildert worden sind, ein solches Bild seiner vorhergehenden Inkarnation sich vor die Seele gemalt hat, dann wird man in der Regel abschätzen können, wie stark verblaßt dieses Bild ist. Man wird das Gefühl haben wie aus einer Empfindung heraus: Du stehst hier; dein Vater, dein Großvater, dein Urgroßvater können nicht das Bild sein, das da vor dir steht. — Wenn man aber das Bild auf sich wirken läßt, dann bekommt man in der Tat durch Gefühl und Empfindung die Meinung: So und so viele Personen stehen zwischen dir und diesem Bilde! — Nehmen wir einmal an, man bekommt dieses Gefühl — und ein solches stellt sich heraus —, zwischen einem selbst und diesem Bilde stünden zwölf Personen, und ein anderer bekäme das Gefühl, zwischen ibm selbst und dem Bilde stünden sieben Personen. Ein solches Gefühl aber bekommt man, und dieses Gefühl ist außerordentlich wichtig. Denn wenn zum Beispiel zwölf Personen zwischen einem selbst und diesem Bilde stehen, so braucht man nur durch drei zu dividieren und würde dann vier herausbekommen. Das sind dann in der Regel die Jahrhunderte, die einen von der vorhergehenden Inkarnation trennen. Also ein Mensch, der das Gefühl haben würde, daß er von dem Bilde, das ich seiner Entstehung nach geschildert habe, um zwölf Menschen entfernt ist, daß es um zwölf Personen über ihm ist, er müßte sich sagen: Meine vorhergehende Inkarnation fällt vier Jahrhunderte vor die jetzige. — Das ist nur als ein Beispiel angeführt; es wird in den wenigsten Fällen so sein, aber man kommt dadurch zu einer Schätzung. Die meisten werden finden, daß sie auf diese Weise richtig abschätzen können, wann sie vorher dagewesen sind. Nur sind die Voraussetzungen dazu natürlich etwas schwierig.

[ 16 ] When a person pursues such things that, on the one hand, he says: “I want to truly desire and will what I have become against my will and for which I have the least aptitude”—then he can know: The mental images I gain there will coalesce into the image of my previous incarnation. — This image of the previous incarnation will emerge with great clarity as soon as one gets serious about the things that have now been characterized in somewhat greater detail. One will indeed notice that, in the very way the mental images one has thus gained come together, one will feel: This image is actually quite close to me; it is not far from me at all. Or one will feel: It is an image far, far away from me. For if, through the elaboration of the mental images described today, one has painted such an image of one’s previous incarnation before one’s soul, then one will generally be able to gauge how much this image has faded. One will have the feeling, as if from a sense: You are standing here; your father, your grandfather, your great-grandfather cannot be the image standing there before you. — But if one allows the image to take effect on oneself, then one does indeed form the opinion through feeling and intuition: So and so many people stand between you and this image! — Let us suppose one gets this feeling—and such a feeling arises—that twelve people stand between oneself and this image, and another person gets the feeling that seven people stand between themselves and the image. But one does get such a feeling, and this feeling is extraordinarily important. For if, for example, twelve people stand between oneself and this image, one need only divide by three and would then get four. These are then, as a rule, the centuries that separate one from the previous incarnation. So a person who feels that they are twelve people removed from the image I have described in terms of its origin—that there are twelve people above them—would have to say to themselves: My previous incarnation occurred four centuries before the present one. —This is cited merely as an example; it will be the case in very few instances, but it allows one to arrive at an estimate. Most will find that they can correctly estimate in this way when they were here before. However, the prerequisites for this are, of course, somewhat difficult.

[ 17 ] Damit haben wir eigentlich Dinge berührt, welche dem Gegenwartsbewußtsein ja so ferne wie möglich liegen. Und es ist ganz und gar nicht zu bezweifeln, daß, wenn irgend jemand diese Dinge Leuten erzählte, die dafür unvorbereitet sind, sie dann finden werden, daß das ja wirklich unverantwortliche Phantastereien sind. Nun ist es schon einmal das Schicksal der anthroposophischen Weltanschauung, daß sie von allen bisherigen Weltanschauungen am allerallermeisten in einer gewissen Weise sich entgegenstellen muß dem, was das Hergebrachte ist. Denn das Hergebrachte ist im weitesten Umfange, wie es einem entgegentritt, der krasseste, der ödeste Materialismus. Und gerade da, wo uns gewisse Weltanschauungen so entgegentreten, als ob sie am allerfestesten auf dem Boden wissenschaftlicher Weltanschauung ständen, da sind sie tatsächlich so, daß sie am ödesten aus einer gewissen materialistischen Grundanschauung herauswachsen. Da nun die Anthroposophie dazu verurteilt ist, in einer gewissen Weise selber für die große Welt der Weltanschauungen das zu sein, was heute verlangt worden ist für den Menschen, der eine Vorstellung bekommen soll von seiner vorhergehenden Inkarnation, so kann es begreiflich erscheinen, daß es dem gegenwärtigen Menschen sehr ferne liegen muß, anthroposophische Anschauungen ernst zu nehmen. Denn die Menschen werden ebenso abgeneigt sein, zu wünschen und zu wollen, was sie ihr Leben lang nicht gewünscht und gewollt haben, wie ihren Denkgewohnheiten ferne liegen die spirituellen Wahrheiten.

[ 17 ] We have thus touched upon matters that are as far removed from contemporary consciousness as possible. And there is absolutely no doubt that if anyone were to recount these things to people who are unprepared for them, they would find them to be nothing more than irresponsible fantasies. Now, it is the very fate of the anthroposophical worldview that, of all worldviews to date, it must, in a certain sense, oppose what is traditional more than any other. For what is traditional, in the broadest sense as it confronts us, is the crudest, the most barren materialism. And precisely where certain worldviews confront us as if they stood most firmly on the ground of a scientific worldview, they are in fact such that they grow out of a certain fundamental materialistic outlook in the most barren way. Since anthroposophy is now destined, in a certain sense, to be for the vast world of worldviews what has been required today of the human being who is to gain a mental image of his previous incarnation, it may seem understandable that it must be very foreign to the modern human being to take anthroposophical views seriously. For people will be just as averse to desiring and wanting what they have not desired or wanted throughout their lives as spiritual truths are foreign to their habits of thought.

[ 18 ] Nun könnte man die Frage aufwerfen: Warum tritt denn gerade jetzt die spirituelle Wahrheit unter die Menschen? Warum läßt sie nicht den Menschen Zeit, sich zu entwickeln, bis sie reifer sind?

[ 18 ] One might ask: Why is spiritual truth coming to people right now? Why doesn't it give people time to develop until they are more mature?

[ 19 ] Das rührt davon her, daß auch wieder kaum ein größerer Unterschied gedacht werden kann zwischen zwei aufeinanderfolgenden Menschheitsepochen, als er sein wird zwischen der Epoche, in der die gegenwärtige Menschheit lebt, und derjenigen, in welche die Menschheit hineinwachsen wird, wenn die jetzt lebenden Menschen wiedergeboren sein werden in der nächsten Inkarnation. Denn es hängt nicht von den Menschen ab, wie sich gewisse geistige Fähigkeiten herausbilden; das hängt ab von dem ganzen Sinn und der ganzen Bedeutung und dem ganzen Wesen der Erdentwickelung. Die Menschen sind jetzt nämlich am weitesten davon entfernt, an Reinkarnation und Karma zu glauben. Nicht die Anthroposophen — aber Anthroposophen sind ja nur wenige in der Welt —, nicht die, welche noch alten Religionsformen angehören, sondern die, welche heute die Träger des äußeren Kulturlebens sind, die sind heute am allermeisten davon entfernt, an Reinkarnation und Karma zu glauben. Nun wird merkwürdigerweise gerade diese Tatsache, daß die Menschen heute am allerwenigsten geneigt sind, an Reinkarnation und Karma zu glauben, verbunden mit dem, was die Menschen heute treiben und lernen, nämlich treiben und lernen, insofern dies in bezug auf intellektuelle Fähigkeiten eine Bedeutung hat — diese Tatsachen werden bewirken, daß bei diesen Menschen der Gegenwart in der nächsten Inkarnation das Gegenteil eintreten wird. Diese Menschen der Gegenwart werden in der nächsten Inkarnation — gleichgültig, ob sie spirituell oder materialistisch streben — starke Anlage haben, ihre vorhergehende Inkarnation zu empfinden. Ganz gleichgültig, was die Menschen der Gegenwart treiben: dadurch, daß sie Menschen der Jetztzeit sind, werden sie wiedergeboren werden mit einer starken Anlage und einer starken Sehnsucht, von der vorhergehenden Inkarnation etwas zu erfahren, etwas zu wissen. Wir stehen gerade an einer solchen Zeitenwende, welche die Menschen führt von einer solchen Inkarnation, in der sie am allerwenigsten wissen wollen von Reinkarnation und Karma, zu einer Inkarnation, in der in ihnen die lebendigste Empfindung sein wird: Das ganze Leben, das ich jetzt führe, steht für mich in der Luft, wenn ich nicht irgend etwas wissen kann über meine vorhergehende Inkarnation. — Und die Menschen, welche jetzt am allermeisten schimpfen über Reinkarnation und Karma, sie werden sich geradezu winden unter der Qual des nächsten Lebens, weil sie sich nicht erklären können, wie das Leben so hat werden können. Nicht um sich eine gewisse Rücksehnsucht nach dem vorhergehenden Leben anzueignen, wird jetzt Anthroposophie getrieben von den Menschen, sondern um Verständnis zu haben für das, was für die gesamte Menschheit einmal auftreten wird, wenn die Menschen, die heute leben, wieder da sein werden. Die Menschen, die heute Anthroposophen sind, werden die Anlage mit den anderen teilen, daß sie sich wieder erinnern wollen; aber sie werden Verständnis haben und dadurch innere Harmonie in bezug auf ihr Seelenleben. Die, welche heute die Anthroposophie zurückweisen, sie werden davon wissen wollen, und sie werden so etwas empfinden wie eine innere Qual nach etwas, was eben ihre vorhergehende Inkarnation wäre im nächsten Leben; sie werden aber nichts verstehen von dem, was sie am allermeisten drückt und quält; sie werden ratlos sein, werden innerlich disharmonisch sein. Und es wird ihnen gesagt werden müssen in der nächsten Inkarnation: Du lernst erst erkennen, was dir Qualen verursacht, wenn du dir vorstellst, daß du eigentlich im Ernste diese Qual gewollt haben könntest. — Natürlich werden alle Menschen diese Qual nicht wollen. Aber die Menschen, die heute Materialisten sind, werden dann in der nächsten Inkarnation anfangen, ihre innere Zerknirschtheit, ihre innere Ode und Qual zu begreifen, wenn sie befolgen werden die Anforderungen, den Rat derer, die dann werden wissen können und ihnen sagen: Stellt euch einmal vor, dieses Leben, wie ihr es fliehen möchtet, das hättet ihr gewollt. — Wenn sie anfangen werden, diesen Rat zu befolgen, nachzudenken darüber: Wodurch kann ich dieses Leben gewollt haben? — dann werden sie sich sagen: Ach ja, da habe ich vielleicht gelebt in einer Inkarnation, in welcher ich gesagt habe: Was, ein anderes, nächstes Leben oder Inkarnation soll auf dieses Leben folgen? Unsinn! Dummheit! Wie kann man so etwas glauben! Dieses Leben erfüllt sich in sich selber, ist in sich abgeschlossen; das sendet keine Kräfte in ein späteres hinüber! Ja, weil ich dazumal die Empfindung gehabt habe, ein folgendes Leben ist nichtig, ist unsinnig, dadurch ist es nichtig und unsinnig geworden! Ich habe gerade den Gedanken in mich hineingepflanzt als Kraft, der mir jetzt das Leben so öde und leer macht!

[ 19 ] This is because it is hard to imagine a greater difference between two successive epochs of humanity than there will be between the epoch in which present-day humanity lives and the one into which humanity will grow when those living today are reborn in their next incarnation. For it does not depend on human beings how certain spiritual abilities develop; this depends on the entire meaning, significance, and essence of Earth’s evolution. For people today are, in fact, the furthest removed from believing in reincarnation and karma. Not the anthroposophists—though there are, of course, only a few anthroposophists in the world—not those who still belong to the old religious forms, but those who are today the bearers of outer cultural life; they are the ones who are today the furthest removed from believing in reincarnation and karma. Now, curiously enough, it is precisely this fact—that people today are least inclined to believe in reincarnation and karma—combined with what people today do and learn—namely, do and learn insofar as this has significance in terms of intellectual abilities—that will cause the opposite to occur for these people of the present in their next incarnation. These people of the present will, in their next incarnation—regardless of whether they pursue spiritual or materialistic goals—have a strong predisposition to sense their previous incarnation. No matter what the people of the present are doing: by virtue of being people of the present time, they will be reborn with a strong predisposition and a strong longing to experience something of their previous incarnation, to know something of it. We are currently at such a turning point in history, which is leading people from an incarnation in which they want to know the very least about reincarnation and karma, to an incarnation in which the most vivid feeling within them will be: My entire life as I live it now hangs in the balance for me if I cannot know anything about my previous incarnation. — And the people who now rail the most against reincarnation and karma will writhe in agony over the next life, because they cannot explain how life could have turned out this way. Anthroposophy is not pursued by people today to cultivate a certain longing for the previous life, but to gain an understanding of what will one day occur for all of humanity when the people living today are here again. The people who are anthroposophists today will share with others the inclination to want to remember again; but they will have understanding and thereby inner harmony in relation to their soul life. Those who reject anthroposophy today will want to know about it, and they will feel something like an inner torment for what would have been their previous incarnation in the next life; but they will understand nothing of what weighs most heavily upon them and torments them; they will be at a loss, will be inwardly disharmonious. And it will have to be said to them in the next incarnation: You will only begin to recognize what causes you torment when you create a mental image of yourself seriously desiring this torment. — Of course, no one will want this torment. But the people who are materialists today will then, in their next incarnation, begin to comprehend their inner remorse, their inner anguish and torment, when they follow the demands, the advice of those who will then be able to know and tell them: Just imagine, this life, which you wish to flee, is what you might have wanted. — When they begin to follow this advice, to reflect on it: “How could I have wanted this life?” — then they will say to themselves: “Ah yes, perhaps I lived in an incarnation in which I said: ‘What, another, next life or incarnation is supposed to follow this life? Nonsense! Stupidity! How can one believe such a thing!’ This life fulfills itself within itself, is self-contained; it sends no forces over into a later one! Yes, because I had the feeling back then that a subsequent life is futile, is nonsense, that is why it has become futile and nonsense! I have just planted that very thought within me as a force that now makes life so dreary and empty for me!

[ 20 ] Das wird ein richtiger Gedanke sein. So wird sich sozusagen karmisch der Materialismus ausleben. Sinnvoll wird die nächste Inkarnation bei denjenigen Menschen sein, welche sich die Überzeugung verschafft haben, daß ihr Leben, wie es jetzt ist, eben nicht nur in sich erfüllt ist, sondern Ursachen enthält für das nächste. Unsinnig, leer und öde wird das Leben derer sein, die durch den Gedanken der Unsinnigkeit der Reinkarnation sich selber das Leben öde und nichtig gemacht haben.

[ 20 ] That is a valid point. In a sense, materialism will run its course karmically. The next incarnation will be meaningful for those people who have come to the conviction that their life, as it is now, is not only fulfilled in itself but also contains the causes for the next one. The lives of those who, through the thought that reincarnation is nonsense, have made their own lives dreary and meaningless will be senseless, empty, and dreary.

[ 21 ] So sehen wir, daß die Gedanken, die wir hegen, nicht etwa in einer gesteigerten Form in das nächste Leben hinübergehen, sondern umgewandelt als Kräfte im nächsten Leben auftreten. In der geistigen Welt haben eben Gedanken, so wie sie jetzt sind im Leben zwischen Geburt und Tod, keine Bedeutung, sondern sie haben nur eine Bedeutung in einer umgewandelten Form. Wenn jemand zum Beispiel einen großen Gedanken hat, so kann dieser Gedanke noch so groß sein: wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geht, ist der Gedanke als Gedanke fort. Aber der Enthusiasmus und die Empfindung und das Gefühl, das aufgelebt hat unter dem Einfluß des Gedankens, das geht durch die Pforte des Todes. Von der Anthroposophie selber nimmt der Mensch nicht die Gedanken mit, wohl aber das, was er an den Gedanken erlebt hat — bis in die Einzelheiten, nicht nur die allgemeine Grundempfindung. Das ist das, was wir insbesondere festhalten wollen: daß Gedanken als solche für den physischen Plan das eigentlich Bedeutungsvolle sind, und daß wir, wenn wir von der Wirkung des Gedankens für die höheren Welten sprechen, zugleich sprechen müssen von einer Umwandlung dieser Gedanken nach den höheren Welten hinauf. Gedanken, welche also eine Wiederverkörperung leugnen, wandein sich um in dem wiederverkörperten Leben in innere Nichtigkeit, in innere Leerheit des Lebens, und innere Nichtigkeit, innere Leerheit des Lebens wird als Qual, als Disharmonie empfunden. — Sie können sogar durch einen Vergleich eine Vorstellung bekommen, wie eine solche innere Nichtigkeit und Leerheit verlaufen muß, wenn Sie sich denken, daß Sie etwas recht gerne haben und es immer dann gern sehen, wenn Sie an einen bestimmten Ort kommen. Sie haben sich zum Beispiel gewöhnt, eine bestimmte Blume in einem Garten an einem bestimmten Ort blühen zu sehen. Wenn dann die Blume von ruchloser Hand abgeschnitten wird, werden Sie Schmerz empfinden. Wenn Sie etwas, was Sie lieben, nicht haben, wenn Ihnen das fehlt, dann empfinden Sie Schmerz. So ist es mit der Gesamtorganisation des Menschen. Wodurch empfindet der Mensch Schmerz? Wenn der Ätherleib und der Astralleib eines Organs immer an eine bestimmte Stelle des physischen Leibes eingeschaltet sind, und wenn dieses Organ einen Schnitt bekommt und verletzt wird, so können der Ätherleib und der Astralleib nicht gut eingreifen. Es ist das gerade so, wie wenn Ihnen durch den Schnitt von ruchloser Hand die Rose im Garten an der bestimmten Stelle abgeschnitten wird. Der Atherleib und der Astralleib finden dann nicht, wenn ein Organ verletzt wird, was sie suchen; das wird dann als leiblicher Schmerz empfunden. So werden also die Gedanken, die sich der Mensch gemacht hat als fortwirkend in die Zukunft, ihm in der Zukunft entgegentreten. Dagegen werden sie ihm fehlen, und er wird nichts finden, wo er sie suchen wird an einem bestimmten Ort, wenn er nichts hinübersendet von Glauben und Erkenntniskräften in die nächste Inkarnation, und dann wird er dieses Fehlen von etwas an einem Orte als Schmerz und Qual empfinden.

[ 21 ] Thus we see that the thoughts we harbor do not carry over into the next life in an intensified form, but rather appear in the next life as transformed forces. In the spiritual world, thoughts as they are now in the life between birth and death have no significance; rather, they have significance only in a transformed form. If, for example, someone has a great thought, no matter how great that thought may be: when the person passes through the gate of death, the thought is no longer a thought. But the enthusiasm and the sensation and the feeling that has come alive under the influence of the thought—that passes through the gate of death. From anthroposophy itself, a person does not take the thoughts with them, but rather what they have experienced in the thoughts—down to the details, not just the general underlying feeling. This is what we wish to emphasize in particular: that thoughts as such are what is truly significant for the physical plane, and that when we speak of the effect of thought on the higher worlds, we must at the same time speak of a transformation of these thoughts upward into the higher worlds. Thoughts that thus deny reincarnation transform themselves in the reincarnated life into inner nothingness, into the inner emptiness of life, and inner nothingness, the inner emptiness of life, is experienced as torment, as disharmony. — You can even get a mental image of how such inner nothingness and emptiness must feel by making a comparison: imagine that you are quite fond of something and always enjoy seeing it whenever you come to a certain place. For example, you have become accustomed to seeing a certain flower blooming in a garden at a specific spot. If that flower is then cut down by a wicked hand, you will feel pain. When you do not have something you love, when you lack it, then you feel pain. So it is with the entire human organism. Through what does a person feel pain? When the etheric body and the astral body of an organ are always connected to a specific part of the physical body, and when this organ is cut and injured, the etheric body and the astral body cannot intervene effectively. It is just as if, by the cut of a wicked hand, the rose in the garden were cut off at a specific spot. When an organ is injured, the etheric body and the astral body cannot find what they are seeking; this is then felt as physical pain. Thus, the thoughts that a person has formed as continuing into the future will confront him in the future. Conversely, they will be missing, and he will find nothing where he seeks them in a specific place if he sends nothing of his powers of faith and knowledge into the next incarnation; and then he will perceive this absence of something in a place as pain and torment.

[ 22 ] Dies sind Angaben, die uns von einer gewissen Seite den karmischen Verlauf gewisser Dinge klarlegen werden. Sie mußten gemacht werden, weil wir noch tiefer hineinsehen wollen in die Art und Weise, wie der Mensch noch weiter Veranstaltungen machen kann, um seinen eigentlichen geistig-seelischen Wesenskern zu erkennen.

[ 22 ] This information will shed light on the karmic course of certain events from a particular perspective. It had to be provided because we wish to gain an even deeper insight into the ways in which human beings can take further steps to recognize their true spiritual and soul-based core.