The Relationship of Man to the Starry World
The Spiritual Communion of Mankind
GA 219
16 December 1922, Dornach
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Fünfter Vortrag
V. Human Faculties and Their Connections with Elemental Beings
[ 1 ] Die Fähigkeiten, die der Mensch braucht, um der Welt gegenüberzustehen und in ihr zu arbeiten innerhalb des Erdenlebens, hängen zusammen, wie ich gerade in diesen Zeiten hier gezeigt habe, mit Betätigungen des Menschen in der geistigen Welt, die er zwischen dem Tod und einer neuen Geburt durchmacht. Dadurch ist aber bedingt, daß der Mensch hier auf Erden in gewissen Zusammenhängen darinnensteht, die auf Erden selbst nicht wirklich sind, die ihre Wirklichkeit erst zeigen, wenn man das Ganze im übersinnlichen Gebiete betrachtet.
[ 1 ] The faculties needed by man in order that he may be able to confront the world and work in it during earthly life are connected, as I have shown, with his activities in the spiritual world between death and rebirth. This means, however, that here on Earth man lives in certain spheres which on the Earth itself have no inherent reality, which manifest their reality only when observed in the supersensible realm.
[ 2 ] Nun wollen wir heute von diesem Gesichtspunkte aus unser Augenmerk auf die drei eigentlich alle menschliche Tätigkeit auf der Erde umfassenden Gebiete richten. Wir wollen unser Augenmerk richten auf die Gedanken, durch die der Mensch sich in der Welt die Wahrheit aneignen will, wir wollen unser Augenmerk dann richten auf die Gefühle, insofern sich der Mensch in und durch seine Gefühlswelt das Schöne aneignen will, und wir wollen auf die Willensnatur des Menschen unser Augenmerk richten, insofern der Mensch dutch seine Willensnatur das Gute verwirklichen soll.
[ 2 ] We will turn our attention today to the three domains which actually comprise all human activity on Earth: to the thoughts through which man endeavors to assimilate Truth in the world; to feelings, in so far as in and through his world of feeling, man endeavors to assimilate the Beautiful; to his will-nature, in so far as he is meant to bring the Good to fulfilment through it.
[ 3 ] Wenn man von Gedanken spricht, so meint man dasjenige Gebiet, durch das sich der Mensch die Wahrheit aneignen kann. Aber Gedanken selbst können nichts Wirkliches sein. Gerade wenn wir uns klar sind darüber, daß wir uns durch unsere Gedanken über die Wahrheit des Wirklichen unterrichten sollen, dann muß auch zugegeben werden, daß Gedanken als solche nichts Wirkliches sein können. Denn nehmen Sie einmal an, Sie würden in Ihren Gedanken so darinnenstecken wie in Ihrem Gehirn oder in Ihrem Herzen, dann würden diese Gedanken selber etwas Wirkliches sein. Sie würden nicht durch diese Gedanken die Wirklichkeit sich aneignen können. Man könnte nicht einmal durch die menschliche Sprache das ausdrücken, was ausgedrückt werden soll, wenn die menschliche Sprache im gewöhnlichen irdischen Sinne eine volle Wirklichkeit enthielte. Wenn wir jedesmal, wenn wir einen Satz sprechen, ein ganz schweres Wirkliches aus dem Munde herausarbeiten müßten, würden wir nicht etwas ausdrücken können, sondern etwas hervorbringen. In diesem Sinne ist das Gesprochene nicht ein Wirkliches selbst, sondern «bedeutet» ein Wirkliches, so wie Gedanken auch nicht selbst ein Wirkliches sind, sondern ein Wirkliches bedeuten.
[ 3 ] When we speak of thoughts, we mean that domain through which Truth can be assimilated. But thoughts in themselves cannot be real. Precisely when we are clear that through our thoughts we have to inform ourselves about the truth of what is real, then it must also be admitted that thoughts, as such, cannot be anything real. Just imagine for a moment that you were to be fixed as firmly in your thoughts as you are in your brain or your heart; if that were the case, these thoughts would indeed be something real in themselves. We should not be able to assimilate reality through them. Nor could we ever express through human speech what human speech is intended to express if it contained full reality in the ordinary earthly sense. If every time we uttered a sentence we were obliged to work something heavy out of the mouth, we should be unable to express anything; it would rather be a matter of producing something. In this sense, what is spoken is not a reality in itself, but ‘signifies’ a reality, just as thoughts are not themselves a reality but merely signify a reality.
[ 4 ] Wenn wir auf das Gute schauen, dann werden wir finden: dasjenige, was sich durch die physische Wirklichkeit von selber macht, das kann nicht als ein Gutes angesprochen werden. Wir müssen aus der Tiefe unseres Wesens heraus zunächst als ein volles Unwirkliches den Impuls zum Guten holen und ihn dann verwirklichen. Wenn der Impuls zum Guten so auftreten würde wie der Hunger, als ein äußeres Wirkliches, so würde es nicht das Gute sein können.
[ 4 ] And if we consider the Good, then we shall find that what is formed through physical reality can never be called the Good. We must bring up from the depths of our being the impulse to Goodness, at first as something entirely unreal, and then make it a reality. If the impulse to Goodness were to arise like hunger, as an external reality, Goodness is just what it could not be.
[ 5 ] Und wenn Sie eine Statue ansehen, so kommen Sie nicht auf den Gedanken, daß Sie mit der sich besprechen können. Sie ist ein bloßes Scheingebilde. Im Schein spricht sich etwas aus, was Schönheit ist. So daß wir in der Wahrheit zwar «die Wirklichkeit bedeutet» haben, daß aber die Wahrheit selber in einem unwirklichen Element sich bewegt, ebenso die Schönheit, ebenso die Güte.
[ 5 ] Again, when you are looking at a statue it does not occur to you to think that you can converse with it. It is merely semblance; and in the semblance something is made manifest, namely: Beauty. So that in Truth, reality is certainly indicated; but Truth itself moves in an element of unreality; and it is the same with Beauty, the same with Goodness.
[ 6 ] Aber so notwendig es für den Menschen ist, daß seine Gedanken nicht selber Wirkliches sind — denken Sie, wenn die Gedanken im Kopfe wie Bleifiguren herumwandern würden, dann würden Sie zwar ein Wirkliches verspüren, aber diese Bleigedanken würden Ihnen nichts bedeuten können, sie wären selber etwas Wirkliches —, so wahr also die Gedanken, so wahr auch das Schöne und das Gute nichts unmittelbar Wirkliches sein können, so wahr ist es dennoch, daß ein Wirkliches notwendig ist in dieser physisch-irdischen Welt, damit wir Gedanken haben können, damit wir das Schöne in der Welt durch die Kunst verwirklichen können, und damit wir auch das Gute verwirklichen können.
[ 6 ] It is therefore necessary for man that his thoughts are not, in themselves, real. Just imagine—if thoughts were to wander around in the head like leaden figures, then, to be sure, you would be aware of a reality, but these leaden thoughts would not be able to signify anything to you, they would be something real themselves. As truly as Thoughts, as the Beautiful and the Good too cannot be directly real, so it is also true that reality is necessary in this physical-earthly world in order that we can have Thoughts, make the Beautiful manifest in the world through art, and also bring the Good to fulfilment.
[ 7 ] Und indem ich dieses bespreche, komme ich heute auf ein Gebiet geisteswissenschaftlicher Betrachtung, das uns recht tief hineinführen kann in dasjenige, was auch auf Erden hier an geistiger Wesenheit um uns herum ist, was sehr nötig ist zu unserem irdischen Dasein, was sich aber der Beobachtung, die den Sinnen möglich ist, eben durchaus entzieht und daher auch vom gewöhnlichen Bewußtsein, das sich nur auf die sinnliche Wahrnehmung stützt, nicht gedacht werden kann. Wir sind überall umgeben in Wahrheit von geistigen Wesen der verschiedensten Art, nur daß das gewöhnliche Bewußtsein diese geistigen Wesen nicht sieht. Aber sie sind notwendig, damit wir als Menschen unsere Tätigkeiten entfalten können, damit wir die Gedanken in ihrer unwirklichen Leichtigkeit und Flüchtigkeit haben können, so daß sie nicht selbst wie Bleigewichte in unserem Kopfe vorhanden sind, nicht selbst etwas sind, sondern etwas bedeuten können. Dazu ist notwendig, daß in der Welt Wesen vorhanden sind, welche verursachen, daß unsere Gedanken mit ihrer Unwirklichkeit uns nicht fortwährend gleich entschwinden. Wir Menschen sind eigentlich mit dem gewöhnlichen Bewußtsein, ich möchte sagen zu schwerhaltige Wesen, zu plumpe Wesen, als daß wir so ohne weiteres mit diesem gewöhnlichen Bewußtsein die Gedanken festhalten könnten, und es müssen Elementarwesen da sein, die uns fortwährend helfen, unsere Gedanken festzuhalten. Solche Elementarwesen sind auch da, nur sind sie außerordentlich schwer zu entdecken, weil sie, ich möchte sagen, sich fortdauernd verstecken.
[ 7 ] In speaking of this I come today to a domain of Spiritual Science which can lead us very deeply into the spirituality that is around us here on Earth and is essential for earthly existence, but completely withdrawn from the observation possible to the senses and hence cannot be grasped by the ordinary consciousness which depends, as you know, entirely upon physical perception. The fact is that we are surrounded everywhere by spiritual beings of the greatest possible variety, only the ordinary consciousness does not perceive them. Their existence is necessary in order that as human beings we may be able to unfold our faculties, to have thoughts in their chimerical lightness and evanescence, so that they are not present in our heads like leaden weights, are not something real in themselves, but can ‘signify’ reality. For this it is necessary that there should be beings in the world who prevent our thoughts with their non-reality from immediately vanishing from us again. We men are really too cumbersome, too ponderous, to be able without more ado to hold fast our thoughts with the ordinary consciousness. Elemental beings must be there, beings who help us ever and again to hold fast our thoughts. Such elemental beings are indeed present, only they are extraordinarily hard to discover because they always conceal themselves.
[ 8 ] Wenn man sich fragt: Wodurch kommt es denn eigentlich, daß man einen Gedanken festhalten kann, trotzdem er gar kein Wirkliches ist, wer hilft einem dabei? — dann wird man sehr leicht gerade bei der geisteswissenschaftlichen Anschauung getäuscht. Denn in demselben Momente, wo man sich darauf verlegt, zu fragen: Wer hält die Gedanken für den Menschen fest? — wird man schon durch diese Tendenz, von den geistigen Wesenhaftigkeiten wissen zu wollen, welche die Gedanken festhalten, in das Reich der ahrimanischen Wesenheiten hineingetrieben. Und man taucht unter in das Reich der ahrimanischen Wesenheiten und beginnt sehr bald zu glauben — aber es ist ein täuschender Glaube —, daß man von den ahrimanischen Geistern unterstützt werden muß, um die Gedanken festzuhalten, damit sie einem nicht gleich, wenn man sie faßt, entschwinden. Daher sind auch die meisten Menschen unbewußt den ahrimanischen Wesenheiten sogar dankbar dafür, daß sie sie in ihrem Denken unterstützen. Aber es ist eigentlich ein schlecht angebrachter Dank, denn es gibt ein ganzes Reich von Wesenheiten, welche uns gerade in bezug auf unsere Gedankenwelt unterstützen und die durchaus nicht ahrimanischer Wesenheit sind.
[ 8 ] When we ask: How does it really come about that we can hold fast a thought when it has no reality at all? Who is helping us to do this?—even then it is very easy to be deceived, precisely when the matter is considered in the light of Spiritual Science. For at the very moment we begin to ask ourselves the question: by whom are thoughts held fast for men?—through this very desire to know about the spirit-entities who hold thoughts fast, we are driven into the realm of the Ahrimanic beings; we plunge into the realm of these beings and very soon begin to believe—although it is of course a deceptive belief—that man must be supported by the Ahrimanic spirits in order to hold fast the thoughts, so that they shall not vanish the moment he grasps them. On this account, most people are—unconsciously—even grateful to the Ahrimanic beings for supporting them in their thinking. But it is misplaced gratitude, for there is a whole kingdom of beings who support us in our thought-world particularly, and who are by no means Ahrimanic.
[ 9 ] Diese Wesenheiten sind auch für das schon vorgerückte Schauen in der geistigen Welt schwer zu entdecken. Man findet sie zuweilen, wenn man zum Beispiel einen sehr gescheiten Menschen in seinem Tun und Treiben beobachtet. Wenn man nämlich in seinem Tun und Treiben einen sehr gescheiten Menschen beobachtet, dann hat eigentlich dieser Mensch eine flüchtige Gefolgschaft. Er geht eigentlich nirgends allein herum, sondern er hat eine flüchtige Gefolgschaft von geistigen Wesenheiten, die nicht dem ahrimanischen Reich angehören, die aber eine ganz merkwürdige Eigenschaft haben, die man eigentlich erst kennenlernt, wenn man jene Wesenheiten beobachten kann, welche den elementarischen Reichen angehören, die also nicht für die sinnlichen Augen erscheinen, die sich betätigen, wenn Formen in der Natur, Kristallformen zum Beispiel und dergleichen, entstehen. Alles Formhafte unterliegt ja der Tätigkeit dieser Wesenheiten, die Sie auch in meinen Mysterien in ihrer Tätigkeit als Wesenheiten geschildert finden, die feste Formen prägen und hämmern. Wenn Sie in dem einen Mysterienspiel die gnomenartigen Wesen verfolgen, so haben Sie da diese Wesen, welche Formen hervorbringen. Nun sind — wie Sie das schon aus der Art und Weise, wie ich das in meinen Mysteriendramen dargestellt habe, ersehen können — diese Wesenheiten schlau, und aus ihrer Schlauheit heraus spotten sie über den geringen Verstand, den die Menschen haben. Vergegenwärtigen Sie sich diese Szene, wenn Sie sie aus meinem Mysterienspiel kennen.
[ 9 ] These beings are difficult to find in the spiritual world, even for well-trained vision. One finds them sometimes by observing a very clever man at work; if one watches such a man one can perceive that he actually has a volatile, fleeting band of followers. He does not go about alone but has a fugitive following of spiritual beings who do not belong to the Ahrimanic kingdom, but who have an altogether remarkable character. One first really learns to know these beings when one can observe those other beings who belong to the Ahrimanic realm, to the elemental kingdoms, and therefore are not perceptible to the eyes of the senses, who are at work when forms in Nature, crystal forms, for example, arise. The activity of these beings underlies all form; you find them described in my Mystery Plays as beings who chisel and hammer out solid forms. If you think of the gnome-like beings in one of the Mystery Plays1The Soul's Awakening. Scene 2. you have there the beings who produce forms. Now these beings are sly and crafty—as you can see from the way I have presented them in the Play—and they mock at the scanty intelligence possessed by men. Call to mind those scenes from the Mystery Play if they are known to you.
[ 10 ] Wenn man nun einen wirklich gescheiten Menschen verfolgt, wie er in seinem Gefolge ein ganzes Heer solcher Wesenheiten haben kann, wie ich vorhin gesagt habe, so findet man, daß diese Wesenheiten außerordentlich geringgeachtet werden von den Gnomengeistern der elementarischen Welt, weil sie plump sind, und vor allen Dingen, weil sie furchtbar töricht sind. Das Törichte ist ihre hauptsächlichste Eigenschaft. Und so kann man sagen: Gerade gescheiteste Leute in der Welt, wenn man sie daraufhin beobachten kann, werden von ganzen Trupps von Toren verfolgt aus der geistigen Welt. — Es ist, wie wenn diese Toren zu einem gehören wollten. Und diese Toren werden, wie gesagt, außerordentlich geringgeachtet von den Wesenheiten, welche Formen in der Natur verfertigen in der in den Mystetien geschilderten Weise. So daß man sagen kann: In den Welten, die zunächst dem gewöhnlichen Bewußtsein unbekannt sind, ist eine, die von einem Volk, von einem Geistervolk von Toren bevölkert ist, von Toren, die sich insbesondere zur menschlichen Weisheit und Klugheit hindrängen.
[ 10 ] Now if we observe a really clever man and perceive how he may have a retinue consisting of a whole host of such beings as I have described, we find that these beings are despised by the gnome-spirits of the elemental world because they are clumsy and, above all, because they are terribly foolish. Foolishness is their main characteristic! And so it can be said that precisely the very cleverest people in the world, when we can observe them from this aspect, are followed by whole troops of ‘spirit-fools.’ It is as if these foolish spirits wanted to belong to someone. And they are greatly disdained by the beings who fashion and shape forms in Nature in the way described in the Mystery Plays. We can therefore say: among the worlds unknown to begin with to ordinary consciousness, there is one that is peopled by a spirit-folk of ‘fools,’ fools who throng towards human wisdom and cleverness.
[ 11 ] Diese Wesen haben im gegenwärtigen Zeitalter eigentlich kein eigenes Leben. Sie kommen dadurch zu einem Leben, daß sie das Leben derjenigen benutzen, welche sterben, welche durch Krankheiten sterben, aber noch Lebenskräfte in sich haben. Vergangenes Leben nur können sie benutzen. Es sind also Geistertoren, welche das Leben, das von Menschen übrigbleibt, benützen, die also sozusagen sich vollsaugen von dem, was von übrigbleibendem Leben noch an Kirchhöfen und dergleichen aufsteigt.
[ 11 ] In the present age these beings have actually no life of their own. They achieve a life by using the life of those who are dying, who are dying from illness but in whom life-forces are still present. These beings can only make use of a life that is past. Thus there are spirit-fools who use the life that remains over from men; they sate themselves with the life that lingers in cemeteries and such places.
[ 12 ] Gerade wenn man eindringt in solche Welten, dann bekommt man einen Begriff, wie unendlich stark die Welt, die hinter der menschlichen Sinneswelt ist, bevölkert ist, und wie mannigfaltig die Klassen von solchen geistigen Wesenheiten sind, und wie diese geistigen Wesenheiten durchaus im Zusammenhang mit unseren Fähigkeiten stehen. Denn der gescheite Mensch, den man da in seiner Tätigkeit verfolgt, kann, wenn er nicht hellsichtig, sondern bloß gescheit ist, seine gescheiten Gedanken gerade dadurch besonders festhalten, daß er von diesem Troß von geistigen Toren verfolgt ist. Die klammern sich an seine Gedanken, zerren sie und geben ihnen Gewicht, so daß sie bei ihm bleiben, während er sonst dieGedanken rasch verschwinden haben würde.
[ 12 ] It is when we penetrate into worlds like this that we realize how densely populated is the realm lying behind the world that is perceptible to the senses, how manifold are the classes of spirit-beings, and how closely connected these spirit-beings are with our faculties. A clever man pursuing his activities, who is merely clever and not clairvoyant, can hold fast his thoughts precisely through the fact that he is followed by this troop of spirit-fools. These spirit-fools rivet themselves to his thoughts, drag at them and give them weight, so that they remain with him, whereas otherwise they would quickly vanish from him.
[ 13 ] Diese Wesenheiten werden also außerordentlich stark verspottet von den gnomenhaften Wesenheiten. Die gnomenhaften Wesenheiten wollen sie in ihrem Reiche nicht dulden, aber sie gehören demselben Reiche an. Sie vertreiben sie fortwährend, und es ist ein harter Kampf zwischen dem Gnomenvolke und diesem Volke von geistigen Toren, die eigentlich erst dem Menschen die Weisheit möglich machen, denn sonst wäre die Weisheit flüchtig, würde in dem Moment vergehen, wo sie entsteht, könnte nicht bleiben. Wie gesagt, sie sind schwer zu entdecken, diese Wesenheiten, weil man sehr leicht sofort ins Ahrimanische hinunterkollert, wenn man die entsprechende Frage aufstellt. Aber man kann sie bei solchen Gelegenheiten finden, wie ich sie angedeutet habe, durch Verfolgen besonders gescheiter Menschen, die einen ganzen Troß von solchen Wesenheiten hinter sich haben. Außerdem aber, wenn nicht genug gescheite Gedanken da sind, die am Menschen haften, findet man diese Wesenheiten auf allerlei Denkmälern der Weisheit. Sie halten sich zum Beispiel — aber sie sind dort auch schwer zu finden — in Bibliotheken auf, wenn etwas Gescheites in den Büchern darinnensteht. Wenn in den Büchern Dummes steht, dann sind diese Wesenheiten nicht zu finden, sie sind eben nur dort zu finden, wo Gescheites ist; daran klammern sie sich.
[ 13 ] These beings are, as I said, bitterly scoffed at by the gnome-like beings. The gnome-like beings will not tolerate them in their realm although they belong to it. The gnome-like beings drive the others away continually and there is a hard fight between the gnome-folk and this folk of spirit-fools through whom alone wisdom is made possible for man; otherwise the wisdom would be fugitive, would pass away the moment it came into existence, could not remain. As has been said, these beings are hard to discover because it is so easy to fall into the Ahrimanic sphere directly questions are asked about them. But one can find them on occasions such as I have just indicated, by observing very clever men who are followed by a whole troop of such beings. Apart from that, however, when there are not enough clever thoughts fastening on to men, these beings are to be found lingering, for example, in libraries—when the books contain clever material. When the contents of books are stupid these beings are not to be found; they are to be found only where there is cleverness. On that they rivet themselves.
[ 14 ] Wir gewinnen da gewissermaßen Einblick in ein Reich, das uns durchaus umgibt, das wie die Naturreiche vorhanden ist, und das mit unseren eigenen Fähigkeiten etwas zu tun hat, das aber auch von uns schwer zu beurteilen ist. Daher muß man sich, wenn man es beurteilen will, schon auf diese gnomenhaften Wesen verlassen und auf ihre Aussagen etwas geben, und die finden sie außerordentlich dumm und frech. Aber sie haben noch eine Eigenschaft, diese Wesen. Wenn sie gar zu sehr von den Naturgeistern gnomenhafter Art verfolgt werden, dann flüchten sie sich in die menschlichen Köpfe, und während sie eigentlich draußen in der Natur fast Riesen sind — sie sind nämlich außerordentlich groß —, werden sie ganz klein, wenn sie in den menschlichen Köpfen sind. Man könnte sagen, daß sie eine Art abnormer Naturgeister sind, die aber mit der ganzen menschlichen Entwickelung auf der Erde innig zusammenhängen.
[ 14 ] This gives us some insight into a realm that surrounds us everywhere, that is present just as the Nature-kingdoms are present, that has something to do with our faculties, but is very difficult to assess. If we wish to do that we must rely upon those gnome-like beings and set some store by their judgment—and they, in fact, consider the other beings stupid and impudent. But these other beings have yet another characteristic. When they are too severely persecuted by the gnome-like beings they escape into human heads, and whereas outside in Nature they are almost giants—of an enormous size—they become quite tiny when they are inside men's heads. One could say that they are an abnormal species of Nature-spirits, who are, however, intimately connected with the whole of human evolution on the Earth.
[ 15 ] Eine andere Art ist diejenige, welche vorzugsweise im wäßrigen und luftförmigen Elemente lebt, so wie jene Wesenheiten, die Sie in den angedeuteten Mysteriendramen als die sylphenartigen Wesenheiten und so weiter von mir geschildert finden. Diese Wesenheiten, die ich jetzt meine, haben es vorzugsweise mit der Welt des Scheines, des schönen Scheines zu tun, sie hängen sich weniger an die gescheiten Leute als an die künstlerischen Naturen an. Aber auch sie sind wiederum sehr schwer zu entdecken, weil sie sich leicht verstecken können. Sie sind da zu finden, wo wirkliche Kunstwerke sind, wo also im Scheine vorhanden ist die menschliche Gestalt oder natürliche Gestalten oder dergleichen. Da sind sie zu finden. Diese Wesenheiten können wir, wie gesagt, auch wieder nur schwer entdecken. Wenn wir uns nämlich fragen: Wie kommt es, daß der schöne Schein uns interessiert, daß wir unter Umständen ein größeres Vergnügen an einer schönen Statue haben als an einem lebendigen Menschen — allerdings ein Vergnügen anderer Art, aber eben größeres Vergnügen —, oder daß wir uns an der melodischen oder harmonischen Ausgestaltung von Tönen erbauen und erfreuen? — so kollern wir wieder sehr leicht in ein anderes Reich hinein, in das Reich der luziferischen Wesenheiten. Aber es sind nicht nur die luziferischen Wesenheiten, welche das Künstlerische tragen, sondern wiederum ein solches Reich von elementarischen Wesenheiten, welche den Menschen, der sonst immer geneigt sein würde, dem künstlerisch schönen Scheine gegenüber kein Interesse zu haben, weil er unwirklich ist, in diesem Interesse wachhalten, welche überhaupt das künstlerische Interesse anregen.
[ 15 ] Beings of another kind live chiefly in the watery and airy elements, just as do those beings described in the Mystery Plays as the sylph-like beings. The beings to whom I am now referring have chiefly to do with the world of ‘beautiful semblance.’ They attach themselves less to men who are clever in the ordinary sense than to those who are genuinely artistic in nature. But these beings too are very hard to discover as they can so easily conceal themselves. They are to be found where there are genuine works of art, where, for instance, the human form or forms of Nature and so forth are portrayed in semblance. There they are to be found. These beings too, as I said, can only be discovered with difficulty. When, for instance, we ask: How is it that beautiful semblance interests us, that there are occasions when we derive greater pleasure from a beautiful statue than from a living person (true, it is a different kind of pleasure, but for all that, greater), or that we are edified and delighted by melodies or harmonies? When we ask ourselves this we very easily fall into a different realm, into the realm of the Luciferic beings. It is not only the Luciferic beings who promote enthusiasm for art, but again there is a kingdom of elemental beings by whom interest in art is stimulated and kept alive in man. Without such beings, man would never be disposed to take an interest in beautiful semblance, simply because it is unreal.
[ 16 ] Nun ist es deshalb so schwierig, diese Wesenheiten zu entdecken, weil sie sich noch leichter als die Toren in der Geisterwelt verstecken können, denn sie sind eigentlich nur da, wo das Schöne sich geltend macht. Und wenn man dem Schönen hingegeben ist, wenn man das Schöne genießt, dann sieht man diese Wesen ganz gewiß nicht. Warum?
[ 16 ] Now the reason why it is so difficult to discover these beings is because they can conceal themselves even more easily than the spirit-fools, for they are actually only present where beauty makes its power felt. And when we are wrapt in enjoyment of the beautiful, then we certainly do not see these beings. Why is this?
[ 17 ] Man muß tatsächlich, um dieser Wesen auf eine normale Weise ansichtig zu werden, versuchen, wenn man irgendwie künstlerischen Eindrücken hingegeben ist, den hellseherischen Blick auf diejenigen Wesenheiten zu richten, die Sie in derselben Szene als nymphen- oder sylphenartige Wesen geschildert finden, die auch in den Elementarreichen der Natur vorhanden sind, und man muß sich in diese hineinversetzen. Man muß gewissermaßen mit diesen Luft- und Wasserwesen die andern anschauen, die da vorhanden sind im Genusse des Schönen. Und da das schwer ist, so muß man sich noch auf eine andere Weise helfen. Nun, zum Glück, möchte ich sagen, kann man diese Wesen dann leicht entdecken, wenn man irgend jemandem zuhört, der ziemlich schön spricht und dessen Sprache man nicht ordentlich versteht, wo man nur die Laute hört, ohne daß man sie in ihrer Bedeutung versteht. Wenn man sich dem hingibt, diesem Schön-Sprechen — aber es muß schön gesprochen sein, es muß oratorisch gesprochen sein, und man muß es doch nicht ordentlich verstehen —, dann kann man sich die Fähigkeit aneignen, es ist eine intime, zarte Fähigkeit, diese Wesenheiten zu sehen. Also man muß sozusagen versuchen, das Talent der Sylphen sich anzueignen und es zu verstärken durch jenes Talent, das sich dann ausbildet, wenn man Reden zuhört, die schön gesprochen werden und die man nicht versteht, wobei man auch nicht hinhört auf das, was sie bedeuten sollen, sondern nur auf das schöne Sprechen. Dann entdeckt man diese Wesenheiten, welche überall da sind, wo das Schöne ist, und ihre Unterstützung gewähren, so daß der Mensch das rechte Interesse an dem Schönen haben kann.
[ 17 ] In order to get a sight of them in a normal way, we must endeavor, while given up in some way to artistic impressions, to direct clairvoyant vision to the beings who are depicted in the same scene in the Mystery Play as nymph- or sylph-like beings; these beings too belong to the elemental Nature-kingdoms, and we must project ourselves into them. We must, as it were, look with these air- and water-beings at the others who are present whenever joy is taken in beauty. And as this is difficult, we must turn to other means of help. Now fortunately it is easy to discover these beings when we are listening to someone who speaks beautifully and whose language we do not properly understand; when we hear only the sounds without understanding the meaning. If we then abandon ourselves to the experience of this beautiful speaking—but it must be really beautiful speaking, genuine oratory, and we must not be able to understand it properly—then we can acquire the faculty, intimate and delicate as it is, of seeing these beings. Thus we must try, as it were, to acquire the talent of the sylphs and to strengthen it through the talent that unfolds when we listen to beautiful speech without endeavoring to understand the meaning but having ears only for its beauty. Then we discover the beings who are present wherever beauty is and lend their support so that man can have a true interest in it.
[ 18 ] Und dann folgt das große Enttäuschtsein, dann folgt das große furchtbare Erstaunen. Diese Wesen sind nämlich urhäßlich, das Häßlichste, was man entdecken kann, schauderhafte Wesen, die Urbilder der Häßlichkeit. Und hat man einmal sich den geistigen Blick für diese Wesen angeeignet und besucht dann mit diesem geistigen Blick irgendein Atelier, in dem Künstlerisches geschaffen wird, dann findet man, daß es diese Wesenheiten sind, die wie Spinnen eigentlich auf dem Grunde des Weltendaseins auf Erden sind, damit der Mensch an der Schönheit Interesse hat. Diese schauderhaften Spinnenwesen elementarischer Art sind es, dutch die das Interesse an der Schönheit gerade wach wird. Der Mensch würde gar nicht das richtige Interesse an der Schönheit haben können, wenn er nicht mit seiner Seele in eine Welt von urhäßlichen Spinnenwesen eingesponnen wäre.
[ 18 ] And then follows the disillusionment, the great and terrible surprise. For these beings are in fact hideously ugly, the very ugliest that can be imagined; they are ghastly creatures, the very archetypes of ugliness. And if we have developed the requisite spiritual vision and visit some studio where artistic work is being done, we find that it is these beings who are present on Earth, like spiders on the ground of world-existence, in order that men may take interest in beauty. It is through these frightful spider-creatures of an elemental order that interest in beauty really awakens. Man simply could not have the right interest in beauty if in his life of soul he were not entangled in a world of hideously ugly spider-like beings.
[ 19 ] Man ahnt gar nicht, wenn man so durch eine Galerie geht — denn das, was ich erzählt habe, ist alles nur zum Entdecken der Formen dieser Wesenheiten, sie sind jedesmal da, wenn der Mensch das Schöne genießt —, wie man in seinem Interesse für die schönsten Bilder dadurch unterstützt wird, daß in allen Ohren und in allen Nasenlöchern diese häßlichsten Spinnen aus- und einkriechen. Auf dem Grunde der Häßlichkeit erhebt sich des Menschen Begeisterung für die Schönheit. Das ist ein Weltengeheimnis. Man braucht, ich möchte sagen, die Aufstachelung durch das Häßliche, damit gerade das Schöne zum Vorschein kommt. Und die großen künstlerischen Naturen waren solche, die durch ihre starke Leiblichkeit das Durchsetztsein mit diesen Spinnen ertragen konnten, um eine Sixtinische Madonna oder dergleichen hervorzubringen. Was in der Welt an Schönem hervorgebracht wird, wird eben durchaus so hervorgebracht, daß es sich aus einem Meere von Häßlichkeit durch den Enthusiasmus der menschlichen Seele heraushebt.
[ 19 ] When they are going through a Gallery, people have no inkling—for what I have said refers only to discovering the form of these beings, who are always present when anyone is delighting in beauty—people have no inkling of how they are strengthened in the interest they take in beautiful pictures by having these hideous spider-like creatures creeping in and out of their ears and nostrils. Man's enthusiasm for what is beautiful arises on the foundation of ugliness. That is a cosmic secret, my dear friends. The spur of ugliness is needed in order that the beautiful may be made manifest. And the greatest artists were men who because of their strong bodily constitution could endure the invasions of these spidery beings in order to produce, let us say, a Sistine Madonna, or the like. Whatever beauty is brought forth in the world has been lifted out of a sea of ugliness through the enthusiasm in the human soul.
[ 20 ] Man darf nicht glauben, daß, wenn man hinter den Schleier des Sinnlichen kommt, wenn man an das Gebiet jenseits der Schwelle kommt, man da in lauter Schönes kommt. Glauben Sie nicht, daß von irgend jemandem, der diese Dinge kennt, es etwa leichtsinnig ausgesprochen ist, wenn er sagt: Die Menschen müssen, wenn sie nicht ordentlich vorbereitet sind, an der Schwelle der geistigen Welt zurückgehalten werden. — Denn zunächst muß man für alles, was man als das Erhebende und Erbauende gewissermaßen vor dem Vorhang hat, kennenlernen die durchaus nicht erbaulichen Untergründe. Und wenn Sie daher in der elementarischen Welt, die der Luft und dem Wasser angehört, sich schauend ergehen, dann sehen Sie wiederum den großen Kampf der flüchtigen Sylphenwelt und Undinsnwelt gegenüber diesen Urbildern der Häßlichkeit. Ich sage Spinnentiete; sie bestehen nicht aus dem Spinnengewebe, sondern sie sind aus dem Elemente des Wassers und aus dem Elemente des Wasserdunstes gebaut. Sie sind flüchtig gestaltete Luftgestalten, die ihre Häßlichkeit noch dadurch erhöhen, daß sie in jeder Sekunde eine andere Häßlichkeit haben, wodurch man immer das Gefühl hat, jede nächstfolgende Häßlichkeit, die auf eine vorhergehende aufgesetzt wird, ist noch größer als die vorhergehende. Das ist die Welt, welche ebenso in der Luft und im Wasser vorhanden ist wie dasjenige, was erfreulich ist in Luft und Wasser.
[ 20 ] Let it not be thought that behind the veil of the material world, in the region beyond the threshold, we come into a realm of pure beauty. Do not imagine that anyone who is cognizant of these things speaks lightheartedly when he says that if men are not properly prepared they must be held back at the threshold of the spiritual world. For it is essential first of all to know the thoroughly unedifying foundations of all that in front of the curtain as it were, is uplifting and edifying. Therefore if with spiritual sight we move about the elemental world belonging to air and water, again we see the great battle waging between the fleeting sylphs and undines and these archetypes of ugliness. Although I spoke of the latter as spidery creatures, the tissues of which they are formed are not like those of spiders as we know them, but they are composed of the elements of water and watery vapor. They are volatile air-formations, the ugliness of which is enhanced inasmuch as every second they have a different ugliness; each succeeding ugliness gives the impression of being even worse than its predecessor. This world is present in air and water together with everything that is delightful there.
[ 21 ] Und damit der Mensch den Enthusiasmus für das Gute entwickeln kann, findet noch ein anderes statt. Bei den andern Wesen kann man sagen, sie sind mehr oder weniger da, aber bei den Wesenheiten, von denen ich jetzt sprechen will, muß man eigentlich sagen, sie entwickeln sich fortwährend, und zwar entwickeln sie sich gerade dann, wenn der Mensch eine gewisse innere Wärme für das Gute hat. Da entwickeln sich in dieser Wärme jene Wesenheiten, die nun feuriger, warmer Natur sind, Wesenheiten, die in der Gegenwart leben, die aber eigentlich eine solche Natur haben, wie ich sie in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß» für das Saturndasein des Menschen beschrieben habe.
[ 21 ] And now in order that man may unfold enthusiasm for the Good, something else takes place. It can be said of the other beings that they are more or less actually there, but in the case of the beings of whom I am now going to speak it must really be said that they are continually coming into existence, whenever, in fact, a man has within him warmth of feeling for Goodness. It is in this warmth that these beings develop; their nature itself is warm and fiery; they live in the present but their inherent nature is similar to what I have described in the book Occult Science in connection with the Saturn-existence of man.
[ 22 ] So wie der Mensch im alten Saturndasein war, so sind diese Wesenheiten heute. Nur sind sie nicht so gestaltet wie der Mensch, aber sie haben solch eine Natur. Man kann von ihnen nicht sagen, daß sie schön oder häßlich sind oder dergleichen; man muß sie beurteilen von dem Gesichtspunkte aus, der einem von den gewöhnlichen elementarischen Wärmewesen gegeben wird, die auch vorhanden sind. Die ganze geistige Untersuchung ist außerordentlich schwer, denn man kommt an diese Wesenheiten, die bloß in der Wärme, also — im alten Sinne gesprochen — im «Feuer» leben, man kommt als Mensch außerordentlich schwer an sie heran, und wenn man herankommt, so ist es nicht angenehm. Man kommt zum Beispiel heran, wenn man im heftigen Fieber liegt. Aber da ist man in der Regel kein sehr objektiver Beobachter. Sonst handelt es sich darum, daß man sich durch die weitere Ausbildung der Mittel, die in meinen Büchern angegeben sind, die Anschauung für solche Wärmewesen entwickelt. Aber diese Wärmewesen haben schon ein gewisses Verhältnis zu jenen Wesenheiten, die namentlich dann erscheinen, wenn der Mensch einen warmen Enthusiasmus für das Gute entwickelt. Aber das Verhältnis ist ganz eigentümlicher Art.
[ 22 ] As man was in the Old Saturn-existence, so are these beings today. Their form is not the same but their nature is similar. It cannot be said of them that they are beautiful or ugly, or anything of that kind; they must be judged in comparison with the ordinary elemental warmth-beings who, as you know, also exist. All spiritual research in this sphere is extraordinarily difficult. It is very difficult to approach the beings who live entirely in warmth, that is to say, in ‘fire’ in the old sense, and when one does come upon them it is not very pleasant. One comes upon them, for instance, when lying in a high fever, but then as a rule one is not a really objective observer. Otherwise it is a matter of developing the requisite faculty for perceiving these warmth-beings by elaborating the methods indicated in my books. These warmth-beings have a certain relationship with the beings who appear, for instance, when a man has warm enthusiasm for the Good, but the relationship is of a very peculiar kind.
[ 23 ] Ich will hypothetisch annehmen — denn nur so kann ich eigentlich die Sache schildern —, es seien solche Wärmewesen normaler Art da, die überhaupt von der menschlichen physischen Wärme herrühren, die ja größer ist als die Wärme der Umgebung. Der Mensch hat Eigenwärme. Dadurch sind in seiner Nähe diese Wesenheiten. Und nun werden in einem Menschen, der für das Gute enthusiasmiert ist, diese andern Wesenheiten, die auch Wärmewesen, aber anderer Art sind, hervorgebracht. Wenn sie aber in der Nähe der normalen Feuerwesen sind, ziehen sie sich gleich vor ihnen zurück und schlüpfen in das Innerste des Menschen hinein. Wenn man sich nämlich viel Mühe gibt, vom Standpunkt der normalen Wärmewesen aus die Eigenschaften dieser Wesenheiten zu entdecken, dann findet man: diese Wesenheiten haben ein intimes, aber furchtbar stark ausgebildetes Schamgefühl. Sie wollen absolut nicht beobachtet werden von andern Wesen der geistigen Welt und fliehen vor ihnen, weil sie sich schämen, gesehen zu werden, fliehen vor allen Dingen in das Innerste der Menschen hinein, so daß sie schwer zu entdecken sind. Sie sind eigentlich nur zu entdecken, wenn man, sagen wir, sich selbst beobachtet in gewissen Momenten, die man eigentlich willkürlich nicht so leicht herbeiführen kann. Nehmen Sie einmal an, Sie lesen irgend etwas und werden einfach dadurch, daß Sie eine Szene lesen, die Sie dramatisch sehr ergreift, ohne daß Sie ein sentimentaler Mensch sind, zu Tränen gerührt. Irgendeine große, gute Handlung, meinetwillen im Roman, wird geschildert, Sie werden bis zu Tränen gerührt. Wenn Sie dann Selbstbeobachtung haben, da können Sie entdecken, wie ganze Scharen solcher Wesenheiten — die ein so fein und intim ausgebildetes Schamgefühl haben, daß sie von allen anderen Wesen der geistigen Welt nicht gesehen sein wollen — sich in Ihr Herz, überhaupt in Ihre ganze innere Brust hineinflüchten, wie sie zu Ihnen kommen, wie sie Schutz suchen vor den andern Wesen der elementarisch-geistigen Welten und namentlich vor den andern Wärmewesen.
[ 23 ] I will assume hypothetically—for only in that way can I describe these things—that warmth-beings of the normal kind are present, originating in man's physical warmth, which as you know is greater than the warmth of the environment. Man has his own warmth, hence these particular beings are near him. And now, in a man who has enthusiasm for the Good these other beings make themselves manifest; they too are warmth-beings, but of a different kind. When they are in the neighbourhood of the normal fire-beings they immediately draw back from them and slip into the inmost recesses of man's nature. If one then makes great efforts to discover their essential characteristics in contrast to those of the normal warmth-beings, one finds that they have an inner, but very pronounced, bashfulness. They refuse absolutely to be observed by other beings of the spiritual world, and flee from them because they are ashamed of being seen; they flee first and foremost into the inmost nature of man. Hence they are hard to discover. Actually they are only to be discovered if we observe ourselves in certain moments that it is really not so very easy to bring about at will. Just suppose that in spite of not being in the least sentimental we are moved to tears simply by reading a scene in a book that grips us deeply and dramatically. Some great and good action is described, let us say, in a novel. If we have the power of self-observation we can discover how whole hosts of such beings (who have such delicate sensibility that they do not want to be seen by any other beings of the spiritual world) flee into our heart, into our breast, how they come to us, how they seek protection from the other warmth-beings and in fact from any other beings of the elemental spiritual worlds.
[ 24 ] Es ist eine bedeutsame Abstoßungskraft zwischen den normalen Wärmewesen und diesen mit so außerordentlich starkem Schamgefühl ausgestatteten Wärmewesen, die nur in der moralischen Sphäre der Menschen leben und sich vor der Berührung mit andern Geistwesen flüchten. Diese Wesenheiten sind in viel größerer Anzahl vorhanden, als man gewöhnlich meint, und sie sind es, die gerade den Menschen mit dem Enthusiasmus für das moralisch Gute ausgestalten. Der Mensch würde nicht leicht diesen Enthusiasmus für das moralisch Gute bekommen, wenn diese Wesenheiten ihm nicht zu Hilfe kämen. Und wenn der Mensch das Moralische liebt, dann steht er eigentlich im Bunde, im unbewußten Bunde mit diesen Wesenheiten.
[ 24 ] There is a significant force of repulsion between the normal warmth-beings and these other warmth beings with their intense bashfulness who live only in the sphere of man's moral life and who flee from contact with other spirit-beings. These beings are present in far greater numbers than is usually imagined and it is they who imbue man with enthusiasm for the morally good. Man would not readily acquire this enthusiasm for the morally good if these beings did not come to his aid; and when a man loves the moral, he has a real bond, an unconscious bond, with these beings.
[ 25 ] Gewisse Eigenschaften dieser Wesenheiten sind durchaus so, daß man leicht dieses ganze Reich mißverstehen kann. Denn in der Tat, warum schämen sich denn diese Wesen? Sie schämen sich wirklich aus dem Grunde, weil die ganze übrige geistige Welt des Elementarreiches, in dem diese Wesenheiten sind, sie eigentlich verachtet, nichts wissen will von ihnen. Und das spüren diese Wesenheiten, und dadurch, daß sie so verachtete Wesenheiten sind, wirken sie gerade zum Enthusiasmus für das Gute.
[ 25 ] Certain of their characteristics are such as may lead us to misunderstand this whole kingdom. For after all, why do these beings feel bashful and ashamed? It is actually because all the other beings in the elemental kingdoms of the spiritual world in which they live, disdain them, will have nothing to do with them. They are aware of this and the disdain to which they are subjected causes them to stimulate enthusiasm for the Good.
[ 26 ] Gewisse andere Eigenschaften dieser Wesenheiten möchte ich gar nicht gerne berühren, weil man schon sehen kann, wie eigentümlich die Menschenseele berührt wird, wenn man von den urhäßlichen Spinnenwesen berichtet. Deshalb möchte ich gewisse Eigenschaften dieser Wesenheiten unberührt lassen. Aber wir haben gesehen, wie dasjenige, was sich hier im Reiche des Sinnenwesens entwickelt als das Wahre, das Schöne, das Gute, sich durchaus herausentwickelt aus Grundlagen, die diese drei geistigen Reiche, die ich geschildert habe, brauchen, so wie wir als Menschen auf Erden den Boden brauchen, auf dem wir gehen. Nicht, als ob diese Wesenheiten das Wahre, Schöne und Gute erzeugen würden, das tun sie nicht. Aber die Gedanken, die das Wahre ausdrücken, die das Wahre bedeuten, brauchen die geistigen Dummköpfe, damit sie sich auf ihren Schultern bewegen können. Und das Schöne, das der Mensch hervorbringt, braucht die häßlichen Wasser- und Luftspinnen, damit es sich aus diesem Meere von Häßlichkeit erheben kann. Und das Gute braucht ein Reich von Wesenheiten, das sich gar nicht unter den andern anständigen Wärmewesen zeigen kann, das sich immer scheuen muß, und das gerade dadurch den Enthusiasmus für die Impulse des Guten hervorruft.
[ 26 ] These beings have certain other characteristics of which I do not care to speak, for the human soul is so obviously upset at any mention of such hideous spidery creatures. I therefore prefer not to refer to certain of their peculiarities. But at any rate we have heard how what unfolds in the realm of the senses as the True, the Beautiful, the Good, unfolds from foundations which need the three spiritual kingdoms I have described, just as we on Earth need the ground on which we walk. These beings do not create the True, the Beautiful or the Good. But the thoughts which express the True, signify the True, need the spirit-dunderheads, so that they may move on their shoulders. The Beautiful that man produces needs the ugly water- and air-spiders so that it can raise itself out of this ocean of ugliness. And the Good needs a kingdom of beings who cannot show themselves at all among the other normal warmth-beings, who must always fight shy of them, and for this very reason evoke enthusiasm for the Good.
[ 27 ] Wenn all diese Wesen nicht wären, dann müßten wir statt unserer Gedanken im Kopfe, wenn auch nicht gerade bleierne Soldaten, so wenigstens schwere Dünste haben. Es würden nicht sehr gescheite Dinge sein, die dabei herauskämen. Und um das Schöne hervorzubringen, müßten wir schon die Gabe haben, dieses Schöne auch ein wenig lebendig zu machen, damit die Menschen Interesse daran hätten und so weiter. Damit hier im Reiche der Sinnenwelt dasjenige vorhanden ist, was wir brauchen für unsere Gedankentätigkeit, für unsere Gefühlstätigkeit im Schönen, für unsere Willenstätigkeit im Guten, dazu sind drei solche elementarische Reiche notwendig.
[ 27 ] If these beings did not exist, then instead of thoughts in our heads we should have, if not exactly leaden soldiers, at least heavy vapors and nothing clever could possibly result. In order to produce the Beautiful we should need to have the gift of imbuing it with actual life in order that men's interest might be aroused. In order that here, in the world of the senses, there may be at hand what we need for the activity of thought, for the sense of beauty, for the will to arouse enthusiasm for the good—for this, three such elemental kingdoms are necessary.
[ 28 ] Wenn wir die normalen elementarischen Reiche betrachten, also wenn wir uns des volkstümlichen Ausdruckes bedienen — die Reiche der Gnomen, Sylphen, Undinen, Salamander, so haben wir in ihnen eigentlich Reiche, die erst noch etwas in der Welt werden wollen. Sie gehen ähnlichen Gestaltungen entgegen, die wir in unserer Sinnenwelt haben, nur anders werden sie sein, aber sie werden für solche Sinne, wie die Menschen sie heute haben, einmal wahrnehmbar werden, während sie heute in ihrem elementaren Dasein nicht für die gewöhnlichen Sinne wahrnehmbar sind.
[ 28 ] The normal elemental kingdoms—that is, the kingdoms of the gnomes, sylphs, undines and salamanders, to use folk-terminology—are still at the stage of striving to become something in the world. They are on the way to having forms resembling those in our sense-world; the forms will not be the same, but one day they will become perceptible to the senses possessed by men today, whereas now, in their elementary existence, these beings are not perceptible to the ordinary senses.
[ 29 ] Die Wesenheiten aber, welche ich Ihnen jetzt geschildert habe, sind über die Stufe, die heute Menschen und Tiere oder Pflanzen haben, schon hinübergeschnappt, sind weiter als diese, sind schon hinübergeschnappt. So daß wir, wenn wir zum Beispiel zum alten Mondenwesen zurückgehen könnten, das dem Erdendasein vorangegangen ist, wir dort diese Wesenheiten finden würden, die wir heute hier als jene schamhaft moralisch anspornenden Wesenheiten auf Erden finden. Die würden wir auf dem alten Monde als richtige 'Tierwelt, die auch für irdische Augen sichtbar wäre, sich so herumspinnen sehen, so von Baum zu Baum, sagen wit. Aber Sie müssen sich das Mondendasein ins Gedächtnis rufen, wie ich es geschildert habe in meiner «Geheimwissenschaft». Dieses Mondendasein ist natürlich ein weiches und flüchtiges, und die Dinge metamorphosieren sich, bilden sich um. Und zwischen diesen Wesenheiten, da spinnen sich hin dann jene häßlichen Wesen, die ich geschildert habe, diese Urspinnen, von denen der alte Mond ganz durchsetzt war und die da sichtbar waren. Und dann waren auch vorhanden jene Wesenheiten, die heute als die Dummköpfe den Weisen begleiten. Die waren dort vorhanden, und sie haben es bewirkt, daß der alte Mond zerstoben ist, so daß die Erde daraus werden konnte. Auch hier noch während des Erdendaseins haben diese Wesenheiten keine Freude an der Entstehung der Kristalle, aber an allem Zerhacken des Mineralischen.
[ 29 ] The beings I have now described to you have in fact already by-passed the stage at which men and animals and plants are today. So that if, for example, we were able to go back to the Old Moon-existence which preceded the Earth, we should there encounter the beings found on Earth today as the bashful beings connected with moral impulses in man. On the Old Moon they would have been perceptible as a real animal world, spinning as it were from tree to tree. But you must call to mind the Old Moon-existence as I have described it in the book Occult Science. Everything in this Moon-existence was pliable and fluid and metamorphosis has continually taken place. Among the beings there, spinning in and out, were those hideous beings I have described, those spidery creatures permeating the Old Moon and visible there. And there were also present the beings who as spirit-fools accompany the wise on the Earth today. They were a factor in bringing about the destruction of the Old Moon, so that the Earth could arise. And even now, during Earth-existence, these beings have no pleasure in the formation of crystals, but rather in the breaking up of everything mineral.
[ 30 ] Also während wir von den andern, normalen Elementarwesen sagen können, sie werden einmal sichtbar, sinnenfällig wahrnehmbar werden, müssen wir von diesen Wesenheiten sagen, sie waren einmal sinnenfällig wahrnehmbar und sind allerdings nun durch ahrimanische und luziferische Geistigkeit ins Geistige herübergeschnappt. So daß wir also zweierlei Arten von elementarischen Wesen haben, eine aufsteigende und eine absteigende Art. Und ich möchte sagen: Auf dem Moder der alten Mondenhäßlichkeit — denn die war reichlich während des alten Mondendaseins vorhanden — erwächst unsere Welt der Schönheit.
[ 30 ] Thus while we can say of the normal elemental beings that they will one day become visible to the senses, we must say of these other beings: once upon a time they were visible to the senses and have now sprung over into the spiritual—admittedly through their Luciferic and Ahrimanic natures. Thus there are two kinds of elemental beings—ascending and descending. We can say: on the ‘dung’ of Old Moon ugliness—which was there in profusion during the Old Moon-existence—on the ‘dung’ of Old Moon ugliness, our world of beauty springs forth.
[ 31 ] Sie haben ein Analogon in der Natur, wenn Sie den Mist, den Dünger auf die Äcker hinausführen, und dann daraus die schönsten Pflanzen erblühen. Da haben Sie das Analogon der Natur, nur daß da Ihnen auch der Dünger, der Mist sinnlich entgegentritt. So ist es, wenn man dasjenige geistig betrachtet, was nur halb wirklich ist als Welt des Schönen. Dieses, was nur halb wirklich ist als Welt des Schönen, lassen Sie es vor sich stehen, ohne Rücksicht zu nehmen darauf, was sonst lebendig in den drei Reichen der Natur auf der Erde wimmelt, lassen Sie meinetwillen vor Ihrem Geiste auftauchen alles das, was an schönen Nachwirkungen aus der Erde hervorsprießt. Jedenfalls, wie auf einer Wiese die schönsten Blumen hervorsprießen, so müssen Sie sich darunter jenen Moder, jenen Dünger, den Mondendünger geistig denken, der diese häßlichen Spinnen, die ich geschildert habe, enthält. So wie Ihnen Ihr Kohl nicht wächst, ohne daß Sie misten, ebensowenig kann Schönheit auf der Erde erblühen, ohne daß die Götter die Erde mit Häßlichkeit düngen. Das ist die innere Notwendigkeit des Lebens, und diese innere Notwendigkeit des Lebens muß man kennen, denn die gibt allein die Fähigkeit, wissend gegenüberzustehen dem, was eigentlich in der Natur uns umgibt.
[ 31 ] You have an analogy in Nature when you carry manure to the fields and beautiful plants spring from it. There you have an analogy in Nature except that the dung, the manure, is also perceptible to the senses. So it is when the half-reality of the world of beauty is observed clairvoyantly. Try to envisage this half-real world of beauty, quite apart from the teeming life in the three kingdoms of Nature on the Earth; picture all the beautiful after-effects springing from the Earth. Just as lovely flowers spring up in a meadow, you must spiritually picture underneath it all the Moon-dung which contains the ugly spidery creatures I have described. Just as cabbage does not grow unless it is manured, as little can beauty blossom on the Earth unless the Gods manure the Earth with ugliness. That is the inner necessity of life. And this inner necessity of life must be known to us, for such knowledge alone can give us the power to confront with understanding what actually surrounds us in Nature.
[ 32 ] Wer glaubt, daß auf Erden die Schönheit in der Kunst hervorgebracht werden kann ohne die Grundlage dieser Häßlichkeit, gleicht einem Menschen, der sagt: Es ist aber doch eigentlich schauderhaft, daß die Leute düngen, sie sollen doch lieber die schönen Dinge wachsen lassen ohne Mist. — Es ist eben nicht möglich, daß die Schönheit hervorgebracht wird ohne die Grundlage der Häßlichkeit. Und will man sich nicht Illusionen über die Welt hingeben, das heißt, will man wahrhaftig erkennen das Wirkliche und nicht das Illusorische, dann muß man diese Dinge erkennen. Das ist schon notwendig. Wer da glaubt, daß in der Welt die Kunst ist ohne die Häßlichkeit, der kennt die Kunst auch nicht. Warum nicht? Nun, einfach aus dem Grunde, weil nur derjenige, der eine Ahnung hat von dem, was ich Ihnen heute geschildert habe, erst in der richtigen Weise die Kunstwerke genießen wird, denn er weiß, um was sie im Weltendasein erkauft sind. Und wer Kunstwerke genießen will ohne dieses Bewußtsein, der gleicht eigentlich einem Menschen, der das Düngen der Äcker abschaffen möchte. Er kennt dann nicht das, was in der Natur wächst, sondern er hat in Wirklichkeit nur die Illusion vor sich, gewissermaßen Pflanzen aus Papiermaché. Wenn er auch wirkliche Pflanzen hat, hat er nur Pflanzen aus Papiermaché! Wer die Häßlichkeit nicht in seinen Untergründen fühlt, hat nicht das rechte Entzücken an der Schönheit.
[ 32 ] Anyone who believes that beauty in art can be produced on Earth without the foundation of this ugliness is like a man who is horrified that people use manure, insisting that it would be far better to let beautiful things grow without it.—In point of fact it is not possible for beauty to be produced without the foundation of ugliness. And if people do not want to give themselves up to illusion about the world, that is, if they genuinely desire to know the essential and not the illusory, then they must acquire knowledge of these things. Whoever believes that there is art in the world without ugliness does not know what art is. And why not? Simply for the reason that only he who has an inkling of what I have described to you today will enjoy works of art in the right way, for he knows at what cost they are purchased in world-existence. Whoever wants to enjoy works of art without this consciousness is like a man who would prefer to do away with manure on the fields. Such a man has no real knowledge of what grows in Nature; he has, in fact, merely an illusion before him—plants of papier-maché, although real plants are actually there. Whoever does not feel ugliness as the foundation has not the right kind of delight in beauty.
[ 33 ] So ist es in der Welt eingerichtet. Und das ist es, was die Menschheit lernen muß, wenn sie nicht weiter durch die Welt wandern will ich habe es schon einmal gesagt — wie eben die Regenwürmer, die auch an ihrem Element haften und nicht aufschauen zu dem, was wirklich ist. Die Menschen können aber das, was in ihnen liegt an Anlagen, nur entwickeln, wenn sie sich der Wirklichkeit gegenüberstellen. Die Wirklichkeit aber ist nicht damit gegeben, daß man nur redet von Geist, Geist, Geist, sondern daß man die geistige Welt wirklich kennenlernt. Dann aber muß man auch sich aussetzen dem, daß unter Umständen in gewissen Gebieten der geistigen Welt so etwas zutage tritt, wie ich es Ihnen heute geschildert habe.
[ 33 ] Such is the world-order and men must acquire knowledge of it if they do not want to go on wandering about like earthworms, keeping to their own element and not looking upwards to what is real. Men can only develop the talents latent within them if they confront reality fairly and squarely. Reality, however, is not attained merely by talking time and time again of spirit, spirit, spirit, but by really coming to know the spiritual. But the fact has also to be faced that in certain regions of the spiritual world something like I have been describing to you today will be encountered.
