On the Essence of the Active Word
GA 345
13 July 1923, Stuttgart
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The Essence of the Active Word, tr. Maltitz
Dritter Vortrag
Lecture Three
[ 1 ] Meine lieben Freunde! Es scheint, daß für ein solches Streben wie das Ihrige es sich vor allen Dingen darum handelt, einen möglichst sicheren Impuls zu erwerben für ein Sichfühlen in der spirituellen Welt; und gerade über das Erringen eines solchen Impulses, aber von dem Gesichtspunkte Ihrer Bewegung aus, habe ich mir vorgenommen, heute noch einiges vor Ihnen zu sprechen. Sehen Sie, es handelt sich wirklich darum, daß man an einem konkreten Punkte ansetzt, um einen spirituellen Impuls zu bekommen, wenn man ein auf einem bestimmten Horizont tätiger Mensch sein will, und das wollen Sie ja alle sein. Da handelt es sich darum, einen gerade für diese besondere Betätigung geeigneten Impuls zu bekommen. Als ein solcher erscheint mir, aus meinen Beobachtungen aus der geistigen Welt heraus, für Sie das folgende dienen zu sollen.
[ 1 ] My dear friends! For the kind of striving you are involved in, it is of primary importance to cultivate a true impulse for feeling yourselves within the spiritual world as well as striving towards the achievement of such an impulse, but taken from the viewpoint of your Movement, of which I intend speaking to you today. You see it really involves establishing a connection with a definite point to enable you to link to a spiritual impulse, if you want to be a sure, broad minded, active person, which you all want to be. It involves enlivening the appropriate impulses for this particular activity. From my observations in the spiritual world as such, it appears that the following will be helpful to you.
[ 2 ] Es kann zunächst angeknüpft werden an das Walten des Sprachgeistes, an das Walten des Sprachgenius. Wir müssen uns da nur einmal recht klarmachen, meine lieben Freunde, wie weit der Mensch in der Regel davon entfernt ist, mit einem wirklichen geistigen innerlichen Sichbetätigen die Sprache zu fassen. Wir nehmen die Sprache auf, aber wir nehmen sie im Grunde auf ohne ihre Heiligkeit. Wir nehmen gerade die Sprache so auf, daß wir, indem wir sie anwenden im gewöhnlichen Leben, sie eigentlich profanieren. Wir lassen uns als Menschen der Gegenwart zumeist gar nicht darauf ein, die Sprache, indem wir sie handhaben, auch in der entsprechenden Weise zu verehren. Wir sprechen im Grunde genommen sündig, und erst das Bewußtsein davon, daß wir sündhaft sprechen, kann uns einen Impuls geben, gerade durch unsere Stellung, ich möchte sagen, durch unser Verhältnis zur Sprache, einen spirituellen Impuls zu erhalten. Beispiele, die das erhärten, können sich ja von allen Seiten ergeben.
[ 2 ] A connection can be established with the manifestation of the spirit of speech, the wielding of the speech genius. We must firstly be very clear, my dear friends, how far we are removed as a rule from the real spiritual, inner self-activation of grasping speech within ourselves. We basically are involved with speech but without its divine quality. We take up speech in such a manner that by the very act of applying it to ordinary life, we actually profane it. We allow ourselves as contemporary people to use speech by not venerating it in any way at all. We basically speak in sinfulness and this can awaken the awareness that our speaking sinfully enables us to acquire an attitude, I may say, to develop a relationship with speech towards obtaining a spiritual impulse. Examples to confirm this arise of course from all areas.
[ 3 ] Wieviele Menschen haben überhaupt irgendeine Anleitung im heutigen Leben erhalten, mit jedem Laute der Sprache mitzufühlen? Das bedingt natürlich, daß eine große Anzahl von Lauten heute konventionell und unmenschlich, das heißt ohne Verständnis, mindestens außermenschlich gesprochen werden. Wer fühlt, wenn er das Wort «erhärten» ausspricht, beim Aussprechen dieses Wortes mit, daß sein Gemüt von etwas durchzuckt wird, das mineralisch hart und zu gleicher Zeit das Gemüt etwas kühl macht? Wer fühlt, wenn er das Wort «Wort» ausspricht, daß das viel zu tun hat mit dem Erlebnis des Vergangenseins, des vergangenen Geisteswebens, das in der Gegenwart gewissermaßen ertötet, kristallisiert, als Vergangenheit vorliegt und so weiter? Wir haben überhaupt nicht mehr ein Erlebnis bei den wichtigsten Worten. Ich möchte wissen, wieviele Menschen heute ein Erlebnis haben bei dem Worte «denken», wieviele Menschen heute ein Erlebnis haben bei dem Worte «fühlen», dem Worte «wollen». Aber das sage ich Ihnen zunächst nur als Hinweis auf dasjenige, was ich Ihnen heute eigentlich anvertrauen möchte.
[ 3 ] How many people today have obtained some guidance which empathises with any of the sounds in speech? This naturally means a large number of sounds are spoken conventionally and inhumanely, without comprehension, uttered as if without human input. Who feels at the moment the word “harden” is spoken, that in expressing the word the speaker's mood is permeated by something which hardens it like a mineral and simultaneously cools down his mood? Who feels, when the word “Word” is spoken that it is linked to life from ancient times, a past spiritual weaving which has been killed in the present time, the past crystallized in the present, and so on? We have absolutely no experience of the most important words any more. I would like to know how many people today have the experience with the word “thinking,” how many people have an experience with the word “feeling,” the word “willing.” This I'm only saying to you with reference to what I really want to entrust you with today.
[ 4 ] Sie können natürlich sich selber in den verschiedensten Sprachausdrücken benennen. Sie können zu sich «Ich» sagen, wie man es im gewöhnlichen Leben tut, oder Sie können anfangen, etwas zu theoretisieren über sich, Sie sagen sich dann, Sie seien ein «Mensch». Da versetzen Sie sich in das Sprachwesen und bestimmen vom Sprachwesen aus Ihr eigenes Wesen. Aber der Mensch hat eben heute das Gefühl, wenn er so etwas getan hat, dann habe er ein Wort, das für ihn eine Bezeichnung ist, auf sich angewendet. Wenn der Mensch von heute sich sagt, er sei ein «Mensch», so denkt er unter allen Umständen, er habe sich in einer für ihn verständlichen Weise mit einem Worte und dadurch, meint er, mit einer Idee bezeichnet.
[ 4 ] You may of course name yourself in the most varied expressions of language. You can call yourself “I” as one does usually, or you can start to theorise about it and say to yourself you can be called a “human-being” (Mensch).1Translator's note: “Mensch” has no English equivalent. Collins Dictionary considers mensch used in English as “a well-meaning person.” Reverso suggests ‘human,’ ‘person’ and ‘man.’ Google adds ‘individual’ to this list. The word ‘human’ is seen in contrast to ‘animal’ or ‘robot.’ To translate “Mensch” as ‘human-being’ is not quite correct, nor is ‘individuality’—the latter indicating a person being different from others in some way. “Mensch” has a humane as well as individual character so the best solution is using the expression “human-being” in this translation. As “the Word” is under examination, a hyphen is an attempt at forming a single inseparable concept. Then you substitute the speech genius and determine your own being out of the being of the language. However today a person has the feeling when he does something like that, he is applying a word which he designates to himself. When a person of today says to himself he can be called a “human-being,” he thinks that under all circumstances he has in a comprehensive way with a word, he believes, described an idea.
[ 5 ] Nun ist es gut, wenn man von vornherein von der Empfindung ausgeht: Im wahren Sinne des Wortes versteht man die Sprache so wenig, daß eine solche Bezeichnung, die man als Mensch auf sich selbst anwendet, eigentlich etwas ist, zu dessen Verständnis man sich erst hinaufringen muß, zu dessen Verständnis man erst kommen muß. Man sollte eigentlich überall von der Empfindung ausgehen, daß, wenn ich glaube, mich mit irgendeinem Worte, auch der mir geläufigen Muttersprache zu bezeichnen, das ein unendlicher Hochmut von mir ist. Wenn wir uns mit dieser Empfindung durchdringen, daß wir den Glauben, wir könnten eine Sprache, sei es auch die Muttersprache, wirklich so weit aus dem Geiste heraus handhaben, daß wir uns mit Recht als Menschen und uns selbst mit dem Worte «Mensch» bezeichnen können, wenn wir diesen Glauben als einen furchtbaren Hochmut von uns ansehen, so haben wir die erste vorbereitende Empfindung, um einen gewissen spirituellen Impuls, wie ich ihn heute meine, in uns anzuregen. Man muß vielmehr sich sagen können: Ich bin als Mensch in die Erde hineingestellt durch irgendwelche mir unbekannte göttliche Zusammenhänge, und dies veranlaßt mich, mich als «Mensch» zu bezeichnen, aber die Gründe für dieses Bezeichnen liegen weit über meinem Horizont. Das ist Götterwille, der da waltet, der mich aus unbewußten tiefen Untergründen veranlaßt, mich als «Mensch» zu bezeichnen. Ich habe als Mensch, als diese auf der Erde stehende Menschenindividualität, ja überhaupt nicht das Recht, eine Bezeichnung auf mich selbst zu prägen. Dann muß der nächste Schritt der sein, daß man sich sagt: Bevor ich überhaupt fähig sein werde, den ganzen Vorgang zu verstehen, der da existiert, indem ich zu mir «Ich» sage, muß ich drei Entwickelungsstufen durchmachen. Bis zu dem Urteil, das ich so ausdrücken darf: Ich habe ein Recht, mich «Mensch» zu nennen —, werde ich also drei Entwickelungsstufen vorher durchmachen müssen, ich werde mich durchringen müssen durch drei Prüfungen. Wenn ich in für mich genügender Weiser diese drei Prüfungen bestanden habe, darf ich hoffen, zu mir mit Recht sagen zu dürfen: Du bist ein Mensch.
[ 5 ] Now, when the starting point is feeling, it is good: in the true sense of the word language is so little understood, making the description which a person as a human-being applies to himself actually something whose understanding must first be wrestled with, whose understanding must first be arrived at. Feeling should actually always be a starting point so that when I believe I can describe myself in some or other words, even in my mother tongue, they designate an infinite pride in me. When we permeate ourselves with the feeling that we believe we can manage a language, even our mother tongue, so far removed from the spirit that we can legitimately name ourselves with the word “human-being,” if we consider this belief as terribly proud then we start to draw courage for the preparatory feeling towards a specific spiritual impulse such as I am indicating today. We should much more often be able to say: ‘I am placed on the earth as a human-being through some or other divine circumstances unknown to me and this leads me to call myself a “human-being,” but the basis for this description lies high above my horizon. It is the will of God who prevails here, who has lead me out of the unconscious deep substrate, to describe me as “human-being.” I have as a human-being, as this human individuality standing on earth, actually not the right to characterize myself.’ Then the next step must be to say to oneself: Before I can become capable at all of understanding the entire preliminary stages in existence which leads to me saying “I” to myself, I must undergo three developmental steps—right up to the judgement which I may express as the following: I have no right to call myself “human-being,” I need to first go through three steps of development, I must push through three tests. When I have passed these three tests to satisfy my own judgement, will I have earned the right to say to myself: ‘You are a human-being.’
[ 6 ] Das sollten wir eigentlich jedem Sprachworte gegenüber empfinden: eine uns außerordentlich adelnde Bescheidenheit des Ausgangspunktes für die Entwickelung der spirituellen Impulse. Sagen müßten wir uns: So wie wir als Menschen auf der Erde heute stehen in unserer fünften nachatlantischen Periode, müßten wir, wenn wir ehrliche Menschen wären, damit beginnen zu schweigen, nichts zu benennen und dann beginnen, die drei Stufen zu überwinden, die uns das Recht geben werden, die Dinge von uns aus zu benennen. Dadurch erst werden wir ein Gefühl dafür bekommen, welch außerordentlich bedeutungsvolles kosmisches Erlebnis es war, das in der Schrift angedeutet wird damit, daß in der Anwesenheit Gottes dem Adam gestattet war, Tiere und Dinge zu benennen, wozu ihm eben nur die Gottesnähe das Recht geben konnte. Wir werden durch solche Erlebnisse, die aber konkrete eigene Erlebnisse sein müssen, auch die nötige Tiefe bekommen für das Schriftwort, so daß dieses dann durch die innere Kraft, die wir ihm geben können, die nötige Nuancierung und Kolorierung bekommt, damit aus dem Wort jene Stufe heraustönt, der gegenüber wir nicht bloß sagen können: Wir haben das Recht nicht, die Dinge zu benennen —, sondern sagen können: Durch Gott ist uns [das Recht gegeben], die Dinge von uns aus zu benennen.
[ 6 ] This we should actually feel toward every spoken word: an extraordinary noble humility towards the point of origin for the development of spiritual impulses. We need to say to ourselves: Just like we as human-beings stand on earth today in our 5th Post-Atlantean period, we may, if we are honest people, start by falling quiet, name nothing and then start to conquer the three steps which will give us the right to rename things out of ourselves. Through this can we first get a feeling for how extraordinary a meaningful cosmic experience it had been, as indicated in scripture, that in the presence of God Adam was permitted to name animals and things, which only God's proximity could enable. We come through such experiences which need indeed to be concrete personal experiences, to the necessary depths of the scripture, so that it, through its inner power which we can give it, reach the necessary nuances and coloration and out of every word in each verse let it ring out, to which we can't merely say: ‘We don't have the right to name things’—but we could say: ‘Through God the right has been given to us, to name things out of ourselves.’
[ 7 ] Diese Dinge müssen einmal auf dem Grunde unserer Seele gelebt haben, um in rechter priesterlicher Art der Welt gegenübertreten zu können. Die äußerliche Gebärde macht nicht den Priester. Den Priester macht das, was aus dem tiefsten Innern dringt. Wenn wir das Wort «Mensch» als solches auf uns selbst anwenden wollen, müssen wir erst dazu kommen, durch die drei Stufen durchzugehen:
[ 7 ] These things must firstly be experienced through the depths of our soul in a priestly way to really encounter the world. Outer gestures do not make a priest, because the priest expresses what comes out of the deepest depths within. When we designate the words “human-being” as such to ourselves, we should only be able to do so when we have gone through these three stages:
— das Wesen, das ich mit dem Worte «Mensch» bezeichnen will, hat Tiefen, die ich erst ergründen muß;
— das Wesen, das ich mit dem Worte «Mensch» bezeichnen will, hat Höhen, die ich erst erklimmen muß;
— das Wesen, das ich bezeichnen will mit dem Worte «Mensch», hat Weiten, die ich erst überschauen muß.
The being to whom I want to ascribe the word “human-being”
has depths which I must first need to fathom;The being to whom I want to ascribe the word “human-being”
has heights to which I need to rise first;The being to whom I want to ascribe the word “human-being”
has widths which I first have to look at and grasp.
[ 8 ] In diesen drei Sätzen liegt etwas Bedeutungsvolles: das Menschenwesen. Und wenn Sie sich diese Sätze zu Meditationssätzen vertiefen, so werden diese Sätze Sie weit führen können.
[ 8 ] These three sentences contain something meaningful: being a human-being. By deepening these sentences through meditation, they can take you a long way.
[ 9 ] Wahrhaftig, es ist so: Indem der Mensch in dieses Erdendasein hineinversetzt wird, wird er aus geistigen Höhen hineingestellt. Und einzig und allein der Umstand, daß unser Erdendasein für unsere gesamte Menschenentwickelung eine Aufgabe hat, rechtfertigt kosmisch, daß wir einen Teil unseres Totallebens als Erdenbürger zubringen. Die Erde gestaltet uns, während wir auf der Erde wandeln zwischen Geburt und Tod, zu Erdenmenschen, und alles, was da von der Erde aus gestaltet wird, wird aus Tiefen gestaltet, die an allem, was die einzelnen Formen des geringsten Organes an uns sind, mittätig sind. Es ist da vorzustellen: Die Erde ist ein Wesen im Weltenraum, das unendliche Geheimnisse in sich birgt und das gestaltend wirkt. Wie Ihr Auge, Ihr Ohr gestaltet ist, wie jedes einzelne, wie das geringste Glied an Ihrem Körper gestaltet und geformt ist, dafür liegen die schöpferischen Kräfte innerhalb der Erde. Und wenn es uns gelingt, dasjenige, was die Erde als Ausdruck ihres Innenwesens an ihrem äußeren Antlitz zeigt, denkend, empfindend und wollend wie eine Enthüllung der inneren Geheimnisse der Erde allmählich zu erfassen, so kommen wir meditierend nach und nach zur Beantwortung des Satzes: Wie ergründe ich die Tiefen des Menschenwesens? Wenn es uns gelingt, uns zu versetzen in die unseren Körper in der mannigfaltigsten Weise kristallisierende Erde, die dann die Kristallisierung wieder auflöst, zerstäubt zu Pulver, wenn es uns gelingt, in diesen Sichgestalten; Pulverisieren und Wiedergestalten zu sehen, was im Laufe der Zeiten die empfindenden Menschen immer in so etwas geprägt haben wie zum Beispiel in Brahma, Vishnu, Shiva, — wenn es uns gelingt, diesen ganzen Prozeß zu empfinden als dasjenige, was für uns eine Art Bett der Gottheit ist, in das wir hineingebettet sind, so daß das Betten innerhalb dieses Brahma-Vishnu-Shiva-Prozesses für uns etwas ist wie ein kosmischer Schlaf während unseres Erdendaseins, wenn wir das Kristallisieren und Auflösen der Erde als etwas empfinden, was uns durchweht mit kosmischem Schlafesdrang, wenn wir sagen können: das menschliche Wesen ist so tief, so tief gemacht im Erdendasein, daß es in der Tiefe das Bewußtsein nicht aushält, sondern mit der ganzen gestaltenden Erde als physischer Leib in kosmischen Schlaf verfällt, — dann sind wir daran, allmählich eine Empfindung zu bekommen von dem, was es heißt: mit den Tiefen der Erde als Mensch verbunden zu sein. Und wenn wir uns zuletzt sagen können: Die Erde gestaltet uns nach ihren Tiefen, sie durchdringt uns aus ihren Tiefen heraus mit Erdenschlaf, weil aus den Tiefen des Erdenschlafes die Urgöttlichkeit vollwachend wirkt, dann empfinden wir etwas von dieser Erdentiefe des Menschen. Wenn wir uns so etwa sagen können: Je härter uns die Erde erscheint, demantenhart, je härter in einzelnen ihrer Teile, desto wahrer, gewaltiger spricht aus der demantenen Härte, die wie der Schlafzustand des Geistigen ist, die lichtvolle Geistigkeit des in der Erde für uns wachend wirkenden Göttlichen.
[ 9 ] In truth it is so: by the human-being placing himself in earthly existence he places himself outside spiritual heights. Solely through the fact that our earth existence is a cooperative task towards human development, cosmically validated, do we contribute a part of our totality as earthlings. Earth shapes us while we walk on it between birth and death, as earthlings, and everything which is shaped out of the earth come out of the depths which cooperates in everything, even in the most minute parts of the smallest organs in us. Just imagine the earth as a being in space has endless secrets within it which work creatively. How your eyes, your ears are formed, how every singular, how every smallest member of your body is formed and fashioned, for all this the creative forces lie within the earth. If we succeed in gradually grasping what the earth's expression of its inner being is in its countenance, with thinking, feeling and willing as an unveiling of her inner secrets, so we meditatively, gradually come to search for an answer to the question: How do I fathom the depths of the being of man? When we succeed in placing ourselves into our bodies as the multitudinous ways of crystallised earth, which dissolves the crystallisation again, atomised to a powder, when we succeed in observing this development, pulverising and re-crystallising which in the course of time was characterised for the sensitive human-being, for example with Brahma, Vishnu, Shiva; if we succeed in experiencing this entire process which will be for us a kind of bed of the Godhead, by us being embedded in it, so that the bedding within this Brahma-Vishnu-Shiva process becomes something like a cosmic sleep for us during our earth existence, if we experience this crystallisation and dissolving as something which weaves through us with a cosmic urge for sleep, so that we could say: the human-being is so profound, so deeply fashioned in earthly existence that the depths of consciousness doesn't endure but with the entire created earth as a physical body it expires into a cosmic sleep—then we gradually approach the feeling of what it means: what it is for the human-being to be connected to the depths of the earth. If we can finally say to ourselves: the earth forms us out of its depths, permeates us out of its depths with earthly sleep, while out of the depths of earthly sleep the archetypal divine works fully consciously, then we experience something of this earthly depths within the human-being. If we could say something like: the harder the earth appears to us, diamond hard, the harder in its parts, just so more true, so powerfully speaks from this diamond hard heart the condition of sleep of the spiritual world, the light filled spirituality which works in the earth as awakened, active divinity.
[ 10 ] So müssen wir uns durch Meditation, durch ein immer mehr gefühlsmäßiges Vertiefen in die Erdenuntergründe versetzen und uns sagen:
[ 10 ] Thus we need to go through our meditation in an ever more deepening feeling way and transfer the earthly foundation and say:
[ 11 ] O© Mensch, bevor du dich benennen kannst, bevor du deine Tiefen ergründen kannst, mußt du immer mehr dich vertiefen in die Erdenuntergünde. — Wenn wir die Pflanze aus der Erde sprießen sehen, müssen wir uns aneignen ein höheres Pietätsgefühl, ein Ehrfurchtsgefühl, das uns in jedem einzelnen Stück Pflanze etwas in uns selbst erschauen läßt, etwas wie ein Offenbaren von demjenigen, was unten in der Erde eigentlich vor sich geht. Wir müssen wirklich beginnen uns klarzumachen, was besteht an Wechselwirkungen zwischen Erdentiefen und Himmelsweiten. Sehen Sie die blühende Rose heraussprießen aus der Erde, sehen Sie die zu einer gewissen Kleinheit sich zusammenballende Rosenknospe, so ergänzen Sie sich diese gegen den Erdengrund, gegen den Mittelpunkt der Erde hin als eine mächtige Lichtrose, die durchdrungen ist von göttlichen Gedankengebärden, die wachen müssen, damit die schlafende Rose sich in der Knospe nach oben entfaltet. Für jede schlafende Rosenknospe empfinden Sie in den Untergründen der Erde die wachende, schaffende, lebende Lichtrose. Und so mit allen Pflanzen. Schauen Sie sich die grünende Pflanzendecke der Erde an und empfinden Sie für das, was aus der Erde grün heraussprießt, nach den Tiefen der Erde zu dieses ganze Lichtvolle als mit einem tiefen Violett durchdrungen, das in die Welt hinausdringt, sie belebend durchwebend. Dann haben Sie etwas, was Ihnen sagt: Ich darf mich erst Mensch nennen, wenn ich die Erdentiefen ergründet habe.
[ 11 ] ‘Oh man, before you can name yourself, before you can establish your depths, you need to ever more deepen yourself into the foundations of the earth.’ When we observe plants sprouting out of the earth, we may acquire a more lofty feeling of piety, a feeling of reverence, that in every plant morsel we can behold something of ourselves, something like a revelation of what is happening below in the earth. We must really clearly understand the exchange of activities taking place between the earth's depths and the breadths of the heavens. See how the blossoming roses grow out of the earth, look at the particular way the rosebud pinches its petals so tightly together as to complement the ground of the earth, counter positioned to the central point of the earth as a mighty rose of light, permeated with divine thought gestures which need to wait until the rose unfolds its bud upwards. Every sleeping rosebud you empathise with the waiting, creating, living light rose in the earthly depths. So it is with all plants. Look at the green cover of plants over the earth and experience that which sprouts out of the earth as green, in the depths of the earth, as quite light-filled but permeated with deep violet, which appears in the world, weaving through it with life. Then you have something which I have said to you: ‘I may only call myself a human-being, when I have explored myself in the earth's depths.’
[ 12 ] So muß man das Gefühl bekommen, daß man erst würdig werden muß durch solches meditierendes Ergründen, durch Überwinden dieser ersten Stufe, das Wort «Mensch» für den Menschen zu gebrauchen. Wenn man das, was der profane Mensch wie eine Selbstverständlichkeit nimmt, als hoch im Niveau über einem schwebend ansieht und bedenkt, daß man das erst erringen muß, daß man dieses Niveau erst erklimmen muß, indem man dreifach bescheidener wird als der gewöhnliche Mensch, dreifach sich erniedrigt unter das, was der gewöhnliche Mensch glaubt zu sein, dann fängt man erst an, den Priesterberuf nach und nach in sich zu erfühlen.
[ 12 ] So the feeling must be reached towards becoming worthy through such meditative penetration, through the conquering of this first step, for the word “human-being” to be used for people. When one takes what the profane person takes as obvious, as a level hovering high above and think one can only reach this level by climbing up to it; through humbling yourself three times more than an ordinary person, becoming three times more humble than an ordinary person believes himself to be, then one is only starting to sense oneself gradually approaching the calling of a priest.
[ 13 ] Und wenn man in solcher Weise nach und nach sich selbst angeleitet hat, die erste Stufe zu überwinden, so geht man an die zweite Stufe heran, die uns hinaufschauen läßt in die unendlichen Weltenweiten, und sagt sich für die heutige Zeit: O, wie trivial ist diese Welt geworden, da die Menschheit nur triviale Vorstellungen für die Weltenweiten entwickelt hat. Ja, wahrhaftig, weiser als der weiseste Gelehrte war Stifters Großmutter, die, gefragt nach dem, was die Abendröte sei, antwortete, das seien die Kleider der Gottesmutter, die zum Himmel herausgehängt würden, um gelüftet zu werden. — Diese bildhafte naive Vorstellung ist gegenüber einer wissenschaftlichen Erkenntnis viel weiser, viel weiser als die gelehrteste Astronomie.
[ 13 ] When one has gradually in such a way led oneself to reach the first step, then one takes on the second step which lets us look into the infinite widths of the worlds and one says to oneself at the present moment: Oh, how trivial this world has become, where humanity has only developed trivial images of the wide world. Yes truly, wiser than the wisest student was Stifter's grandmother who was asked about the evening red glow and answered it was the mantle of God's mother, which is hung out in the heaven to be aired. This naive, picturesque imagination is in contrast to scientific knowledge much wiser, much wiser than the most learned astronomy.
[ 14 ] Das muß man aufnehmen können: In den Weltenweiten wirklich glänzende Sterne sehen, die im Grunde doch die Augen der göttlich-geistigen Wesenheiten sind, die ihre Blicke zu uns Erdenkindern herunterwenden, weil sie ihre geistigen Hände unseren Geisthänden gereicht haben, weil wir unsere Geisthände ihren Geisthänden gereicht haben, da wir bei ihnen waren, bevor wir heruntergestiegen sind in das irdische Dasein. Nach schauen uns die Götter aus den Weltenweiten, aus den Weltenhöhen, um zu erforschen, wie wir das erfüllen, was sie veranlagt haben, während wir unsere Geisthände ihren Geisthänden reichten. Wenn wir dazu kommen, möglichst viele Vorstellungen von den Höhen zu entwickeln und mehr und mehr die Empfindung bekommen, wie das Menschenwesen aus den Höhen stammt, die es im irdischen Bewußtsein erst wieder erklimmen muß, dann werden wir wiederum eine Stufe fähiger, ein Recht zu bekommen, als Menschen «Mensch» zu uns zu sagen.
[ 14 ] This one must be able to absorb: To actually see the shining stars in wide space, stars with essentially the eyes of divine spiritual beings who glance down at us, children of the earth, while their spiritual hands reach out to us, while our spiritual hands reach up to their spiritual hands because we were with them before we came down to an earthly existence. The gods look after us out of space, out of the heights above worlds, in order to explore how we feel towards their predisposition while our spiritual hands reached their spiritual hands. When we are able to possibly develop many imaginations of the heights and become more and more empathic, how the being of humanity originate out of the heights, towards which it needs to climb up once again, then we will be able to come one step closer to earn the right to, as people, call ourselves ‘human beings.’
[ 15 ] Es muß erst getaucht werden das Wort Mensch in die Erdentiefen, wie ich angedeutet habe, um durch dasjenige, was es im Eintauchen bekommen hat, in unserem Gemüt etwas zu werden, von dem wir sagen können: wir verstehen es. Und es muß dann das Wort «Mensch» erst mit den aufsteigenden Wassern in die Höhen gesendet werden und in uns die Empfindung kommen, daß wir es mit dem herabfallenden Regen wiederbekommen, wenn das Wort «Mensch» an sich tragen soll, was es möglich macht, daß wir es in unserem Gemüt verstehen lernen. Wir müssen wirklich beginnen uns klarzumachen alles, was an Wechselwirkungen zwischen Erdentiefen und Himmelsweiten ist. Wir müssen lebendig folgen können den Dunsttropfen, die aufsteigen von den Wäldern und Bergen. Wir müssen nicht den Glauben haben, daß diese Dunsttropfen aufsteigen in eine Region, die gleich einer Region der Erde ist. Wir müssen jene Bescheidenheit entwickeln, die denjenigen Menschen für einen Tropf ansieht, der einen Drachen aufsteigen läßt mit einem Thermometer oder Barometer, um Messungen anzustellen. Man taucht ja das Ganze nur in irdische Vorstellungen. Wir müssen dahin kommen zu sagen: Wie töricht ist es, zu glauben, daß der Blitz aus Reibung der Wolken entsteht, die aus Wasser sein sollen, da doch jedes Kind weiß, daß man sorgfältig alle Feuchtigkeit an einem Glasstabe mit trockenen Tüchern entfernt, wenn Elektrizität entstehen soll. — Natürlich kommen nur Torheiten heraus, wenn der Mensch das, was er auf der Erde erlebt, auch in Himmelshöhen erleben will, aus denen er aber herabgestiegen ist und mit denen er sich verwandt fühlen muß, wenn er in würdiger Weise sich «Mensch» nennen will. Wir müssen uns klar sein, wenn die Dunstwasser aus den Bergen und Wäldern aufsteigen, daß sie in Regionen gehen, wo das Wasser etwas anderes ist als hier auf der Erde, in Regionen, wo das Wasser selbst vergeistigt wird, wo es entwässert wird und durch geistige Vorgänge hindurchgeht, so daß es erst wieder materialisiert werden muß, bis es als Regen aus geistigen Regionen herunterkommt. Wir müssen wissen, wenn wir in solche Regionen hinaufsteigen, daß sie verwandt sind mit denjenigen Regionen, aus denen wir kommen, wenn wir aus dem vorirdischen Dasein in das irdische hinabsteigen. Wir müssen wissen, daß der Blitz etwas ist, was in geistigen Regionen waltet und webt, und daß die Vorstellung der Alten, wo der Blitz der Pfeil der Götter war, weiser ist als alle Vorstellungen, welche wir uns machen.
[ 15 ] The word ‘human-being’ must first be dipped into the depths of the earth, as I have indicated, so that its absorption during this immersion becomes part of our minds and enable us to say: We understand this. Now this word ‘human-being’ need to rise up with the mists into the heights and give us the feeling that it will come again in the falling rain, when the word “human-being” will carry within itself the possibility of learning to understand it. We really must initially be clear about everything which works between the depths of the earth and the heavenly heights. In a lively way we must follow the haze rising from woods and mountains. We must not believe that the haze is rising from an area which belongs to the earth. We must develop every kind of modesty towards those people who see in a drop the dragon rising in a thermometer or a barometer, to facilitate measurements. The tendency is to immerse everything in earthly images only. We must reach a point where we can say: ‘How foolish to believe thunder develops out of the friction between clouds; clouds consist of water as every child knows, all moisture is completely kept away from a glass rod if electricity is to be created.’—Naturally this foolishness comes to the fore when a person tries to experience something in the heights of heaven which he experiences on earth for he has descended down from the heavenly heights and now he needs to feel related to it again before he can truly call himself a human-being. We must clearly understand that while the fog rises out of the mountains and forests, where water is somewhat different than it is on earth, in regions where water itself becomes spiritualised, it is ‘de-watered’ and goes through spiritual processes so that it can materialise once again until it descends again as rain out of spiritual spheres. We must know that if we rise up into such regions then we need to be familiar with these regions of our origination, out of which we descended from in a previous existence. We need to know that lightening is something which rules and weaves in spiritual regions and take the imagination of ancient times, where lightening was the arrow of the Gods, as an imagination far more wise than we can ever make today.
[ 16 ] Wir müssen in aller Stille solche Meditationsvorstellungen auf dem Grunde unseres Gemütes entwickeln können, damit wir der vollkommen entgeistigten Weltkultur Führer sein können auf dem Wege zum Geistigen. Wenn wir uns wenden zu der harten Erde, wenn wir empfinden die demantharte Erde, dann müssen wir uns auch wenden zum weichen, verfließenden Wasser, das sich zusammenzieht in den Tiefen bis zu der engsten stofflichen Kleinheit, das in den Höhen weit werden und zerstäuben muß, das in seinem Zusammenziehen auf der Erde zum Regen wird. Wir müssen alle Geheimnisse dem Wasser ablauschen, alles, was mit dem Walten des Wassers verwandt ist, in unserem Gemüt zusammenziehen. Wir müssen meditieren darüber, wir müssen uns fragen: Wie kommt die Sonnenwärme aus den Weltenweiten während des Sommers an die Erde heran, um Pflanzen und Früchte zur Reife zu bringen? Wie senkt sich dann die Sonnenwärme in die Erde so, daß der Bauer seinen Samen der Erdenwärme im Winter anvertraut? Diese Wärme ist es, die, wenn der Winter zu Ende geht, wieder in die Weiten des Seins geht. Diese Wärme ist es, die in allen Gebieten des Seins, in allen kosmischen Verrichtungen eine Kommunion ist, ein gegenseitiges Verhältnis zwischen Weltenhöhen und Erdentiefen. Wir Menschen entstammen beiden. Wir müssen die Erdentiefen ergründen, ehe wir in die Weltenweiten kommen.
[ 16 ] In total stillness we must be able to develop such meditative imaginations in the depths of our minds, enabling us to be the leaders turning a completely de-spiritualised world culture towards the Spirit. When we turn towards the hard earth, we must also turn towards the gentle, flowing water, combining with one another in the depths, right into the most concentrated minute matter, which expands in the heights and must atomise, then coalesce to become rain again in their descent to earth. We must discover all the secrets of water, everything relating to water and draw it all together in our minds. We must meditate over it, we must ask ourselves: ‘How does the sun's warmth come out of the world expanse during summer and into the earth to enable plants to bear fruit which turn ripe? How does this warmth of the sun sink into the earth to enable the farmer to entrust his seeds in the earth's warmth during winter?’ At the end of winter it is this warmth which expands again into the vastness of existence. This warmth, found in all areas of existence, working in all cosmic undertakings, is a communion of the opposites between the heavenly heights and the earthly depths. As human-beings we originate from both. We must fathom the earth's depths before we can enter into the world's expanse.
[ 17 ] Indem wir mehr und mehr uns in solche Meditationen versenken, kommen wir gefühls- und gemütsmäßig hinein in die zweite Stufe, die uns das Recht gibt, das Wort «Mensch» auf uns anzuwenden. Wir müssen uns ein Bewußtsein dafür erringen, daß alle Sprache nur provisorisch sein kann, bis wir durch die dritte Stufe jene Vereinigung mit dem Sprachgenius erlangen, der eigentlich sonst im Unbewußten in uns spricht, während wir, wenn wir uns zum Werkzeug des Gotteswortes machen wollen, eben zuerst ein Recht haben müssen, das Wort «Mensch» auf uns selbst anzuwenden.
[ 17 ] By increasingly entering into such meditations we come to a kind of feeling, a mindfulness, towards the second step, which gives us the right to apply the word ‘human-being’ to ourselves. We must achieve an awareness that all languages can only be provisional, until through the third step we have reached that union with the linguistic genius who actually speaks unconsciously within us while we, when we have made ourselves the tool of God's Word, only then need to have the right to apply the word ‘human-being’ to ourselves.
[ 18 ] Als drittes müssen wir versuchen, die Weltenweiten zu erschauen. Die aber erschauen wir, wenn für uns Gemütsrealität wird die aufgehende und untergehende Sonne, die herauf- und herunterziehenden Sterne, wenn wir verstehen lernen den großen Zug des Sonnenwagens, der durch die Welt geht, wenn wir imstande sind, uns wirklich zu sagen, wie Ost etwas anderes ist als West, Südost etwas anderes als Nordwest und so weiter. Die erschauen wir, wenn wir imstande sind, zu uns zu sagen: Du Mensch, du gehst vielleicht jetzt fünf Schritte; damit veränderst du deinen Ort auf der Erdoberfläche. Daß du das kannst, und die Tiere mit dir, das kommt daher, daß die Kräfte, die von Ost nach West ziehend allseitig in den Weiten und in der Horizontalen wirken, auch dich durchdringen, während dich von unten herauf die Erdentiefen gestalten, die Himmelshöhen dich von oben beleuchten und beleben, so daß du ein auf der Erdoberfläche wandelndes Wesen sein kannst. Die Weltenweiten, die du empfinden sollst, kannst du empfinden, wenn du dir hinschauend auf eine entfernte Landschaft vergegenwärtigst, wie die Luft mehr und mehr ein Reales wird. In deiner unmittelbaren Nähe ist die Luft durchsichtig für dich, du siehst sie nicht; wenn du einen Berg anschaust, so könntest du die Luft mit malen, weil sie sich wie tauig über die Fläche legt; schaust du die Luft in der Ferne, so siehst du sie als Himmelsbläue. Durchdringst du empfindend das Luftwesen mit deinem Gefühl, indem dir klar wird, daß mit dieser Empfindung verbunden sind deine Willensaktionen, so erklimmst du die dritte Stufe in der Meditation, die dich zu dem Recht führt, dich als Mensch «Mensch» zu nennen.
[ 18 ] As a third step we must try and observe the world's expanse. This we can perceive when the rising and the setting sun becomes a reality in our minds. Similarly with the rising and sinking stars when we learn to understand the great journey of the sun chariot going through the world, then we are really able to recognise what the variations are between East and West, what is different from Southeast compared to Northwest and so on. This we can observe when we are able to say to ourselves: You as human-being may take five steps and so change your position on the earth's surface. For you to be able to do so, like the animal as well, is as a result of forces which draw from East to West in width and breadth, also working on you. You are also shaped out of the earth's depths. While the heights of heaven throw light on you from above and forms and enlivens you, you are all given the ability to be formed into beings able to walk on the earth's surface. The world's expanse you should sense and you can sense this by placing yourself in some distant landscape and experience the air as becoming something increasingly more real. In your immediate surroundings the air appears transparent to you, you don't see it; when you look at a mountain you can paint the air with it because it appears as dew on the surface; when you look at the air in the distance then you see the blue sky. Drenched with it you experience the beings of light as a feeling which becomes real because the experience is bound to actions of will. Thus you rise to the third step in your meditation which leads you to earn the right to name yourself a ‘human-being.’
[ 19 ] Vertiefst du dich auf dieser Stufe in das Geheimnis des Atems, so beginnst du zu verstehen, was Luft und Weltenweiten sind, was in Höhen und Tiefen und in der Horizontalen wirkt, so erkennst du: Was in deinem Atem in dich hineinzieht, das ist das, was aus den Weltenweiten dich belebt; das ist das, was du in deinem Atem spüren mußt. Und weiterhin mußt du in deinem Atem spüren, daß in dem tiefen Durchdringen deines ganzen Menschenwesens in deinem Atem Kraftimpulse deines Willens liegen. Dann beginnst du zu verstehen: Das, was dir die Erdentiefen geben an Zusammenhalt der Materie in deinem ganzen Leibe, das verarbeitest du unter Anwendung desjenigen, was dir als Anlage des Denkens die Weltenweiten geben. So wirken zusammen in deinem Gesamtmenschen:
[ 19 ] When you deepen this step in the secret of breathing, you start to understand what the air and the widths of the world are; what is working in the heights and depths and in the horizon and you admit: what permeates your breathing lives in the wide world—it is how the wide world experiences you—and it is this that you must sense in your breath. Further, you must sense in your breathing that an act of will is the basis of penetrating your entire being with the powerful impulses of breathing. You get an inkling of how the depths of the earth give material cohesion to your entire body which you transform according to thoughts given to you from the wide world. So they work together in the whole person:
Erdentiefen in deinem Physischen
Weltenweiten in deinem Astralischen
Himmelshöhen in deinem Ätherischen.
Depths of earth in your Physical
World widths in your Astral
Heavenly heights in your Etheric
[ 20 ] So kannst du fühlen den ganzen Kosmos in seinen Dimensionen in dir selbst. So kannst du fühlen, wenn du hinneigst dein Fühlen zu der demantenen Erde, wie du das schlafende Wesen bist. So kannst du fühlen, wenn du hinauflenkst deinen Blick in die Himmelshöhen, wie sie dich dem Schlaf der Erde entreißen, wie du ein träumendes Wesen bist. Aber du kannst auch fühlen, wie du ein wachendes Wesen bist in den Weltenweiten. So lernst du allmählich den kosmischen Menschen in deinem irdischen Menschen erkennen.
[ 20 ] Thus you can feel entire cosmic dimensions in yourself. You can sense when you enter with your feeling into the diamond hard earth how you are a sleeping being. You can feel, when you raise your gaze to the heavenly heights, you are snatched from sleep and become a dreaming being. Yet you can also feel how you are a being who is awake in the width of the world. Gradually you learn to recognise the comic human in the earthly human-being.
[ 21 ] So lernst du erkennen, wie du als Mensch eigentlich aus dem ganzen Kosmos durch die Gottheit geformt bist, durch die Gottheit in die Erde gestellt bist. So lernst du fühlen dein dreifaches Hineingestelltsein in den Kosmos. So lernst du fühlen den Vatergott aus den Erdentiefen wirken, dessen lebendige Tätigkeit vorzugsweise in der Vergangenheit gesucht werden muß, von dem geblieben ist der feste Boden, auf dem wir stehen, die fest gebildeten Gestaltungen, die sich formen in der Welt, von dem geblieben ist alles das, was uns in festen Bildungen erscheint. Wir hören, indem wir uns meditierend in die Erdentiefen mit unserem Gemüt versenken, die Sprache des Vatergottes aus den Erdentiefen zu uns herauftönen. Wir hören aus den Himmelshöhen den gegenwärtigen Gott zu uns sprechen, nur ist hier die Sprache tiefer und komplizierter als die Menschensprache. Dieser Gott hat aus den Himmelshöhen auf die Erde herabsteigen und durch das Mysterium von Golgatha hindurchgehen müssen, um die Himmelssprache in unser Wort dringen zu lassen. Wir werden die wirkliche Kommunion des Irdischen mit dem Himmlischen sich darstellen sehen in dem aufsteigenden Wasserdunst, in dem wieder herabfallenden Regen, in der herabkommenden und wieder hinausziehenden Weltenwärme. Wenn wir das in uns wirken lassen, so wird es sich so durchgeistigen, daß wir erfühlen den daseienden Christus in dem, was wir als heutige Menschen unter dem Einfluß der Himmelshöhen in uns empfinden. Wenn wir eingehen auf das, was aus den Weltenweiten im Atem uns durchzieht, wenn wir demütig unser Gefühl darauf lenken, was in jedem Augenblick geschieht, wenn wir den Stoff, beherrscht von den Kräften der Erdentiefen, unter der Anleitung des Christus Jesus durch die Himmelshöhen gestalten und formen fühlen, so werden wir das Wirken des Heiligen Geistes als Vollendung der Dreifaltigkeit richtig erfühlen und durchdringen und werden uns dann sagen können als Ergebnis unserer Meditation:
[ 21 ] In this way you learn to recognise how the human-being is actually formed by God out of the entire cosmos, placed by God on earth. Thus you sense the threefold positioning in the cosmos. This is how you learn to feel how the Father God works out of the earth, whose lively activity must preferably be looked for in the past because what has remained is the firm ground on which we stand, the fixed forms repeated in the world, all that has remained appears to us in fixed images. By meditating with our mind sunk into the earthly depths we hear the words of the Father God sounding up to us. Out of the heavenly heights we hear how the presence of God speaks to us but the words are more profound and more complicated that human speech. God has descended from the heavens down to earth and had to go through the Mystery of Golgotha to allow heavenly speech to penetrate our words. The actual communion of the earthly with the heavenly we can depict in the rising water vapour, in the rain which falls down again, in the rising and again descending warmth of the world. When we allow that to work in us it will permeate us with spirit and we will sense the presence of Christ in those who we feel are under the influence of the heavenly heights. When we penetrate into our breath as coming out of the widths of space and we humbly link our feeling to what happens at every instant, when we in our physicality, ruled by the forces of earthly depths, feel formed and shaped under the leadership of Christ Jesus out of the heavenly heights then we come to really experience, and are permeated by, the activity of the Holy Ghost as the fulfilment of the Trinity and thus out of this our meditation could be:
Der Vatergott hat mir die Stärke verliehen, die in meinem Stoffe liegt, der dicht gewordener Geist ist.
Der Sohnesgott ist immer das vom Himmel gekommene Leben in mir, das wirkt und webt wie das Wasserdasein im Kosmos, das ein Symbolum, ein Bild dafür ist. Ich fühle den Christus-Gott in allem meinem Webenden und Lebenden, in dem, was mich vom kleinen Kinde zum erwachsenen Menschen macht, was täglich in mir wachsen und wieder zugrundegehen muß, damit ich als Erdenmensch ein werdendes Wesen sein kann.
Ich fühle den Geistgott als denjenigen, der hinüberträgt in die Zukunft, was aus der Vergangenheit durch den Christus Jesus in uns geworden ist.
The Father God has given me the strength which lies in my material existence, as solidified Spirit.
The Son God is always the heavenly which lives in me, which works and weaves like a watery cosmic existence, which is a symbol, an image of it. I sense Christ-God in all my weaving and living, in all which has made me from a child to an adult, in all which grows in me daily and needs to perish again, enabling me to be an earthling through my becoming.
I feel the Spirit God carry into the future that which Christ Jesus has become in us, in the past.
[ 22 ] Sehen Sie, wenn wir so meditierend den Inhalt geboren haben für ein Wort, das herumflattert, das wir vorher nur provisorisch gebraucht haben, dann haben wir das Recht erworben, uns als Menschen «Mensch» zu nennen. Und wir sollten beginnen mit einer Anbetung des Sprachgenius, denn das ist die wahre Anbetung, was in solcher Meditation gewonnen ist. Wir sollten beginnen, uns nicht nur durch äußere Menschengestalt als Menschen zu erweisen, sondern zu zeigen den von Gott gestalteten, von Gott gedachten und von Gott erfüllten Menschen in unserer Sprache.
[ 22 ] You see, when you meditate like this on the content born out of a word, a word previously only used provisionally, then you have earned the right to call a person a ‘human-being.’ We must begin by developing reverence towards the genius of speech because through such a meditation real reverence is cultivated. Our starting point must not be to refer to the outer impression of the human form only but as a human-being created by God, as a thought from God, as a God-filled human-being, when we speak.
[ 23 ] Wenn wir durch eine solche Meditation uns zunächst für das eine Wort «Mensch» vorbereiten, so entsteht schon der Drang, uns dreistufig für manches andere Wort vorzubereiten und die menschliche Sprache auf der Erde in der richtigen Weise zu handhaben. Dann lehrt uns der Sprachgenius, wie wir lebendige Werkzeuge für das Gotteswort werden können, wenn wir dieses Gotteswort der Gemeinde gegenüber beleben sollen. Denn das Gotteswort ist immer da, und was wir tun, ist eine augenblickliche Belebung des immer in den spirituellen Welten waltenden Gotteswortes. Im Urbeginne war das Wort und es war schon im Urbeginne ein göttliches. Wenn wir aber nicht in der Lage sind, die Heiligkeit des Wortes «Mensch» für den Menschen zu empfinden, so sind wir nicht in der rechten Weise mit der Würde ausgestattet, die uns auch in der rechten Weise den Anfang des Johannes-Evangeliums sagen läßt. Der Priester ist heute noch nicht soweit, in solcher Weise das Wort zu sagen.
[ 23 ] When we prepare ourselves as we have through our meditation on a word such as ‘human-being,’ then the impulse is born for these three steps to be applied to some other words and for the human speech on earth to be implemented in this way. The genius of speech will teach us how we can become living tools for the Word of God when we allow the congregation to experience this Word of God. The Word of God is always there, and what we are doing, is but a moment's experience of the continuous spiritual cosmic weaving Word of God. In the very first beginnings the word existed, in ancient beginnings it was already divine. When we are however not in the position to sense the holiness in the words ‘human-being’ for the people, then our approach is not right, we do not have dignity to also express the first words of the St John's Gospel in the correct way. The priest today has not yet come so far as to be able to say these words in this way.
[ 24 ] Unsere Zeit ist so, daß von dem Priester, wenn er weiterdringen soll in seinem Beruf, vor allen Dingen solche Dinge erfordert werden. Denn was ist geblieben von den alten, aus den heiligen Höhen der Erde mitgeteilten Worten? Was ist geblieben von den Worten «Deus», «Christus», «Geist»? — Irdische Klänge sind es, die in Dogmen verhärtet sind. Die Wahrheit der Worte muß in uns erweckt werden, die Wahrheiten dieser Worte müssen in uns leben. Wir dürfen nichts versäumen, was es uns möglich macht, daß die alten, verhärteten und deshalb dogmatischen Worte in uns wiederum lebendig werden. Wir dürfen nicht mehr in der Art das Gotteswort drehen und bewegen, wie das in jenen alten Zeiten geschehen ist, in denen die katholische Kirche aus den Mysterien die Messe entnommen hat.
[ 24 ] In our time the primary importance for priests, if they continue in their calling, is to further such things. What has actually been left over from the ancient words revealed from the holy heights above the earth? What has remained from the words such as “Deus,” “Christus,” “Spiritum”? Earthly sounds they now are, hardened by dogma. The truth within words need to be awakened in us, the truth of these words must live in us. We may not neglect anything which will still make it possible for the old, hardened and therefore dogmatic words to become alive again within us. We may no longer turn and twist in the way it was done with God's words in past times in which the Catholic Church extracted the Mystery of the Mass.
[ 25 ] In den alten Mysterien war der Priester noch viel bescheidener als der heutige Priester, wenn er so ist, wie ich es eben beschrieben habe. Der alte Priester sagte sich, er könne überhaupt nicht Mensch sein, so wie er ist. Daher wurden, bevor er sprechen durfte, alle diejenigen Dinge ausgeführt, von denen noch ein letzter Rest in der Räucherung enthalten ist. Durch die Räucherung, die zu Recht hineingekommen ist in unsere Menschenweihehandlung, wird angezeigt, daß in den alten Mysterien der Priester sich durch äußere Mittel in einen anderen Bewußtseinszustand versetzte, wodurch er sich außer seinem Leibe fühlte und von dem Sprachgenius besessen wurde, der ihn zu dem höheren Genius führte, so daß der alte Priester außer seinem Leibe das Gotteswesen erlebte. Kein Priester meinte, daß er von innen die Zunge bewegen könne, wenn er die Gottesworte sprach; er wußte, daß er erst aus sich herausgegangen sein mußte und die Zunge von außen bewegt werden mußte. Das können wir heute nicht mehr und wir sollen es auch nicht mehr, aber wir sollen uns durch innere spirituelle Mittel, mit innerlichem Fühlen und Wollen hinaufarbeiten zu dem Begreifen des Vorganges, wenn wir uns «Mensch» nennen.
[ 25 ] In the Old Mysteries priests were far more humble than those of today, when they are like I have just described them. The priest of old said to himself he couldn't be a priest if he was just as he was. As a result, before he was allowed to speak, those things were performed in which the last remainder of incense was still held. As a result of the sensing, which has come to its right in our Consecration of Man ritual, there is indicated that in the Mysteries of old, outer substances were used to shift the consciousness of the priests. This resulted in them feeling shifted out of their bodies and enchanted by the genius of speech, taking them to the higher Genius so that the priest of old, out of his body, experienced the Being of God. No priest was of the opinion that he could move his tongue when he expressed the Word of God; he knew he had to first go out of himself and allow his tongue to be moved from outside. We can no longer do this today and nor should we try. We should through inner spiritual means, with internalized feeling and will work towards the understanding of the foregoing, when we can call ourselves ‘human-beings.’
[ 26 ] Und bedenken Sie, meine lieben Freunde, was die Menschenweihehandlung unter Ihrer Handhabung wird, wenn Sie von heute an etwas von dem, was heute hier gesprochen worden ist, in Ihre Priestermeditation aufnehmen. Die Dinge können ja nur nach und nach in uns aufgenommen werden. Die Menschheit hat sich ja weit vom Göttlichen entfernt und muß sich erst wieder zurückfinden. Wir haben die Menschenweihehandlung in die christlichreligiöse Erneuerungsbewegung hereingenommen zunächst wie der religiöse Künstler. Heute sind wir dazu gekommen, dasjenige, was nur wie eine religiöse Kunst zunächst aufgenommen werden mußte, so aufzunehmen, daß wir in die Lage kommen, aus ihm einen wirklich lebendigen Organismus zu machen, so daß die Menschenweihehandlung ein Lebendiges wird und innerhalb der Christengemeinde immerfort so neu belebt wird bei jedem Vollzuge durch jeden einzelnen, wie der physische Leib bei jeder Nahrungsaufnahme bei jedem einzelnen neu belebt wird.
[ 26 ] Just consider, my dear friends, what the Act of Consecration will become under your handling when you start from today taking these things I've spoken about into your priest meditations. These things can also just gradually be taken in by us. Mankind has distanced itself from the divine and must find its way back again. We have absorbed the Act of Consecration into the Christian Movement for Religious Renewal like religious artists. Today we have come to the point where what can only be accepted like a religious art must be taken up in such a way that we are in the position to make it into a lively organism, in order for the Act of Consecration to become really alive and in this way be experienced within the Christian Community as ever new at each fulfilment of the ritual, just like the physical body experiences something new each time it takes in nourishment.
[ 27 ] Das, meine lieben Freunde, müssen Sie in Ihr Gemüt aufnehmen, daß die Menschenweihehandlung ein Lebendiges werden muß. Dann haben Sie ein Recht, sich selbst so in das Erdenwerden hineinzustellen, daß Sie mit dieser Menschenweihehandlung richtig im Erdenwerden drinnenstehen. Dann dürfen Sie sich sagen, was wahr ist: Würde diese Menschenweihehandlung auf der Erde nicht ausgeführt, so würde die Erde verkümmern und ohne Nahrung bleiben. Das wäre geradeso, wie wenn keine Pflanzen wachsen würden. Die Pflanzen wachsen im Physischen, die Menschenweihehandlung muß im Geistigen wachsen. Wäre sie nicht da, so wäre das auf einer höheren Stufe dasselbe, was auf der physischen Erde wäre, wenn keine Pflanzen wachsen würden. Aber man hat erst das Recht, dies zu sagen, wenn es einem gelingt, die Menschenweihehandlung zu einem fortdauernden, lebendigen Wesen zu machen dadurch, daß man dieses selbstgeprägte Wort errungen hat, wie man das Wort «Mensch» im richtigen Wirken und Wesen und Weben innerhalb des Erdendaseins durch eine dreistufige innere Seelenentwickelung errungen hat.
[ 27 ] My dear friends, take this into your souls: the Act of Consecration is to become alive. Through this you will earn the right to place yourselves in the earth's becoming and through the Act of Consecration be present within the earth's becoming. Then may you express the following truth: If this Act of Consecration is not performed then the earth will waste away and remain without nourishment. It would be just as if no plants would grow. Plants grow in the physical world; the Act of Consecration of Man must grow in the spiritual realm. If it was not enacted there on this higher level it would be the same as if on the lower level of the physical earth no plants would grow. A human-being only has the right to say this when he or she succeeds in continuously enlivening the Act of Consecration so that this self-expressed word ‘human-being’ has been achieved in the correct manner and being and weaving, within the earthly existence, through achieving the three steps of inner soul development.
[ 28 ] Dann, meine lieben Freunde, wenn Sie so fühlen können, haben Sie auch etwas von dem erfühlt, was ein richtiges Sichhineinstellen gerade in unsere Gegenwart ist. Nachdem Sie das Bedürfnis hatten, nach einer gewissen Zeit sich wiederum zu versammeln, mußte ich Ihnen dies sagen, denn es gehört zur ganzen Entwickelung der christlichen Gemeinschaft. Und so haben Sie wieder ein Lebendiges in sich aufgenommen, das belebend auf Sie selbst wirken kann. Ich möchte, das das Heutige recht innig aufgenommen werde.
[ 28 ] Only then, my dear friends, when you have experienced it in this sensitive way can you really place yourself in the right way in our present time. According to your need to gather again after a certain time, I may say this to you, because it belongs to the entire development of the Christian Community. Thus you have taken something full of life into yourselves which can work in an enlivening way in yourselves. I wish that today's words are taken in all seriousness, in the right way.
