Editorische Nachworte zu
Goethes Naturwissenschaftlichen Schriften
in der Weimarer Ausgabe
1891–1896
GA 1f
1893, Weimar
Band 11: Zur Naturwissenschaft, Allgemeine Naturlehre I
[Einleitung zu den Lesarten, S. 323-328:]
Der elfte Band der naturwissenschaftlichen Schriften soll ein Bild liefern von Goethes naturphilosophischen Ideen und von den Vorstellungen, die er sich über die Methoden machte, durch die man eine befriedigende Einsicht in das gesetzliche Wirken der Natur erlangt. Um diesen Zweck zu erreichen, musste bei der Anordnung der einzelnen Aufsätze und Skizzen von zwei Gesichtspuncten ausgegangen werden. Erstens war der inhaltliche Zusammenhang der Ideen, zweitens die methodische Behandlung anschaulich zu machen, welche die Naturwissenschaft unter ihrem Einflüsse erfährt. Goethe hat seine Betrachtungsweise an der Erforschung der Organismen zwar herangebildet; die Bedeutung seiner Ideen für die wissenschaftliche Methodik ist ihm aber erst vollständig klar geworden, als er sich mit den weniger verwickelten Erscheinungen der anorganischen Natur beschäftigte. Für dieses Gebiet hat er sich auch über den Zusammenhang von allgemeinen Gesichtspuncten und Einzelbeobachtungen am schärfsten ausgesprochen. Seine hierauf bezüglichen Ausführungen gehören daher ebensowohl in diesen Band wie die physikalischen Vorträge (176-239), die am besten illustriren, wie Goethe seine Ideen angewendet wissen will.
Den Beginn des Bandes bildet der Aufsatz: «Die Natur» (1-9). (Über Goethes Autorschaft vergl. Schriften der Goethe-Gesellschaft VII. Bd. S. 393 ff.) Er stellt Goethes Naturauffassung vom Anfang der achtziger Jahre (1783) in allgemeinen Gedanken dar, in denen die Keime der leitenden Gesichtspuncte für seine späteren Arbeiten bereits zu erkennen sind. Wie er diesen Aufsatz im Verhältniss zu seiner Entwicklung ansah, darüber spricht er sich 1828 aus. Diese Beurtheilung seiner Denkweise und Klarlegung dessen, was er von den Forderungen jenes Aufsatzes mit wissenschaftlichen Mitteln erfüllen konnte, schliesst sich unmittelbar an (10-12). Das Folgende «Glückliches Ereigniss» (13-20) schildert, wie Goethe unter Schillers Einfluss die theoretischen Voraussetzungen zu gewinnen sucht für eine wissenschaftliche Rechtfertigung seiner Forschungsweise. «Der Versuch als Vermittler von Subject und Object» (21-37) sucht die jener Forschungsweise gemässe Methode darzulegen. Der Aufsatz ist 1792 entstanden. 38-41 und 42-44 zeigen wie diese Methode objective Naturgesetze ergeben muss, was sich durch Anwendung der 13-20 entwickelten Anschauungen auf die methodologischen Ausführungen 21-37 ergiebt. «Erfahrung und Wissenschaft» ging aus wissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit Schiller im Jahre 1798 hervor (vergl. Werke IV, 13 S. 12 ff.) 45-46 steht auch in den Heften «Zur Morphologie» vor dem Aufsatz: «Einwirkung der neuern Philosophie», der hier folgt. 47-53 ist eine Darlegung von Goethes Verhältniss zu seinen philosophischen Zeitgenossen, also eine Fortsetzung der vorhergehenden Aufsätze, in denen er in selbständiger Weise für seine naturwissenschaftlichen Bestrebungen eine philosophische Basis zu gewinnen sucht. Von der vernunft- und ideengemässen Methode, wie sie 38-44 veranschaulicht wird, zeigt Goethe hier, dass sie sich berührt mit Kants Kritik der Urtheilskraft. Zur wissenschaftlichen Erklärung der Organismen musste Goethe aber über Kant hinausgehen. Dieser hatte gezeigt, dass die Zweckmässigkeitslehre nicht wissenschaftlich ist, aber sie doch nicht ganz verbannt; er behielt sie in dem Sinne bei, dass wir bei Zugrundelegung der Zweckursachen zwar zu keiner Erklärung, wohl aber zu einer fruchtbaren Betrachtung der organischen Welt kämen. Goethe musste auch das bestreiten und dafür eintreten, dass auch bei Vermeidung der Zweckursachen eine wissenschaftliche Organik ebenso wie eine Mechanik möglich ist. Er that das in dem Aufsatz «Anschauende Urtheilskraft» (54-55), der eine Weiterbildung Kantischer Ansichten in sich schliesst. Die Möglichkeit, in der Wissenschaft des Organischen ähnliche Principien wie in der unorganischen Naturlehre aufzustellen, ist damit gegeben und die Grundlage geschaffen für die folgenden Aufsätze, die sich wieder mit Naturwissenschaft im Allgemeinen befassen, ohne auf die Besonderheiten des Organischen und Anorganischen Rücksicht zu nehmen. 56-57 «Bedenken und Ergebung» behandelt die Frage nach dem Verhältniss von Idee und Erfahrung, die für Goethe eine neue Gestalt angenommen hat, weil er den wissenschaftlichen Ideenbereich durch die Ideen der Organik wesentlich vermehrt hat. Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf die subjectiven Anforderungen, denen der Beobachter zu entsprechen hat, wenn die von Goethe aufgestellten objectiven Ziele der Naturforschung erreicht werden sollen. Die äusserliche Zusammenkoppelung von Denken und Anschauung, wie sie sich bei Kant findet, war gerade das Hinderniss für eine einheitliche Erfassung des Naturganzen. Denken und Anschauen waren daher in Goethes Geist in ein näheres Verhältniss gebracht, und Heinroth hat dafür den Ausdruck gegenständliches Denken gefunden, über den Goethe in dem Aufsatz: «Bedeutende Förderniss durch ein einziges geistreiches Wort» handelt (58-64). Die Forderung nach einer Prüfung der subjectiven Erkenntnisskräfte und Erkenntnissbedürfnisse erhebt der «Vorschlag zur Güte» (65-67). Dass die Befolgung dieser Forderung in der von Goethe aufgestellten Gestalt nicht eine subjectiv-persönliche Maxime, sondern eine objective, der Natur und dem erkennenden Geiste gleich eigenthümliche Gesetzmässigkeit ist, wird in: «Analyse und Synthese» klargelegt (68-72); und in den Bemerkungen zu Stiedenroths Psychologie (73-77) für die Synthese der Seelenkräfte weiter ausgeführt. Das Princip der Anordnung für S. 1-77 war somit: an die vorangestellten allgemeinen Tendenzen der Naturphilosophie Goethes (1-12) die Bestrebungen zu reihen, die ihn an der Hand der physikalischen Erscheinungen methodisch brauchbare Ideen gewinnen (13-44) und dann den Anschluss an die zeitgenössische Philosophie, zur Rechtfertigung, suchen liessen (45-53), um dadurch den wissenschaftlichen Boden für seine bis dahin naiv beobachtete Methode in der Organik zu schaffen (54-55). Die folgenden Seiten enthalten alles, was Goethe nothwendig sagen musste, wenn das Hinausgehen über die durch die damalige Philosophie gegebenen Grundlagen in den Gedanken über «Anschauende Urtheilskraft» philosophisch und psycholo gisch möglich erscheinen soll.
War in der Organik die ausschliessliche Verwendung der Teleologie der Goethischen Anschauungsweise im Wege, so war es in der Physik die Herrschaft der Mathematik. Wo die Grenzen der Anwendbarkeit der letzteren liegen, findet sich 78-102 auseinandergesetzt. 103-163 enthält die Quintessenz der Goethischen Naturansicht in einzelnen Aphorismen. Die Mehrzahl derselben ist in den Nachgelassenen Werken gedruckt. Wir haben für diesen bereits gedruckten Theil (dies bezieht sich auf S. 96-102) die Anordnung der Nachgelassenen Schriften beibehalten, weil aus den Daten, die sich auf den vorhandenen Handschriften finden, hervorgeht, dass Goethe zum grössten Theile selbst noch mit Eckermann die Redaction besorgt hat. Zu sondern, was Goethes Antheil und was nachträgliche Arbeit Eckermanns ist, erscheint nicht möglich. Eingefügt worden ist in dieser Ausgabe nur an zwei Stellen je ein (handschriftlich vorhandener) Spruch; beide können an den betreffenden Stellen (132,6-10 und 132,16-133,2) nur irrthümlich weggelassen sein. Alles übrige Ungedruckte ist an die bereits gedruckte Masse als ein besonderes Capitel angereiht worden. Damit ist erschöpft, was zur allgemeinen Naturlehre und Methodologie gehört; es folgen nun Arbeiten über Physik, die unmittelbar mit Zugrundelegung der dargelegten Ideen und Methoden entstanden sind. S. 164-166 behandelt die Polarität als allgemeinstes Urphänomen; 167-169 die Bedeutung des als Naturgesetz angesehenen sprachlichen Ausdrucks der Urphänomene; 170-174 die Reihe der physikalischen Wirkungen, geordnet nach den (S. 11) gewonnenen Principien der Polarität und Steigerung; S. 175 eine allgemeine physikalische Beobachtung; S. 176-239 Goethes System der physikalischen Erscheinungen. Den Anlass, dasselbe ausführlich zu entwickeln, gaben die Vorträge, die er im Winter 1805-6 einem Kreise von Weimarer Damen gehalten hat. Die handschriftlich erhaltenen Skizzen dieser Vorträge geben ein vollständig abgeschlossenes Bild. Da Goethe nicht erwa durch die Absicht, eine leichtfassliche Darstellung zu bieten, die wissenschaftlichen Forderungen beeinträchtigen liess, die er stellte, und für den angegebenen Zweck die Physik in der individuellen Gestalt durcharbeitete, die sie seinen Principien gemäss annehmen musste, so steht das Schema dieser Vorträge hier als Beispiel, wie er seine methodischen Gesichtspuncte im Besonderen durchgeführt wissen wollte. Die schematische Darstellung der Farbenlehre (221-239) erscheint an dieser Stelle, weil sie zu dem System der Goethischen Physik gehört. Sie hat durch diese Einfügung in ein Ganzes einen eigenthümlichen Werth, der durch Verweisung in die «Paralipomena» der Farbenlehre verloren gehen würde. An die physikalischen Schematisirungen schliesst sich dann der Aufsatz über ein «Physisch-chemisch-mechanisches Problem» (240-243). Auf die Arbeiten über den inneren (sachlichen) Zusammenhang der naturwissenschaftlichen Ideen folgen die über das zeitliche (geschichtliche) Verhältniss derselben. Dazu gehören: «Einfluss des Ursprungs wissenschaftlicher Entdeckungen» (244-245), «Meteore des litterarischen Himmels» (246-254), «Erfinden und Entdecken» (255-258) und 259-262. In letzterem Capitel wurde eine Anzahl bereits gedruckter (261,6-262,8) mit ungedruckten (259,1-261,5) Sprüchen vereinigt, die sich an den vorhergehenden Aufsatz in gleicher Weise anschliessen wie: «Ferneres über Mathematik und Mathematiker» (96-102) an: «Mathematik und deren Missbrauch» (78-95). 263-264: «Naturphilosophie» und 265-266: «Eins und Alles» gehören zu den naturwissenschaftlichen Schriften, das erste wegen des Inhalts und der Überschrift, das zweite, weil es von Goethe selbst in die morphologischen Hefte (II, 1) aufgenommen wurde. Sie bilden den Schluss der Aufsätze zur «Allgemeinen Naturwissenschaft», weil sie Gedanken enthalten, welche über die Grenze der Naturanschauung im engeren Sinne hinausgehen und von dieser in die Goethische allgemeine Weltanschauung hinüberleiten. Einem gleichen Zwecke dient die S. 313-319 gedruckte Studie nach Spinoza, die wegen des rein erkenntniss-theoretischen Inhaltes kein Bestandstück der naturwissenschaftlichen Aufsätze bilden kann, wohl aber als eine Art Anhang zu denselben zu betrachten ist. Angegliedert an die naturphilosophischen Arbeiten ist der psychophysische Aufsatz (269-284), der mit Anlehnung an Purkinje’s Schrift «Das Sehen in subjectiver Hinsicht» verfasst ist (269-284), und die dem gleichen Gebiete angehörige «Tonlehre» (287-294). Den Schluss des Bandes bildet ein handschriftlich erhaltener Überblick über Goethes «naturwissenschaftlichen Entwicklungsgang» (295-302), dem sich die biographische Einzelheit auf S. 303 anreiht. Hierauf folgen noch die Skizzen über «Dogmatismus und Skepticismus», über «Induction», sowie das Schema: «In Sachen der Physik contra Physik», das den für die Physik in Betracht kommenden Stoff auf das mathematische, beziehungsweise chemische Gebiet vertheilt. Es sind das rein didaktische Gesichtspuncte; daher können sie nicht der fortlaufenden Ideenentwicklung eingegliedert werden.
Herausgeber des Bandes ist Rudolf Steiner, Redactor Bernhard Suphan.
[Ausgewählte Texte in den Lesarten:]
[S. 329-331] Dieses Fragment [Die Natur] erschien zuerst (bloss handschriftlich) im 32. Stück des Tiefurter Journals. Die Handschrift befindet sich unter den von C. A. H. Burkhardt zusammengestellten Original-Manuscripten dieses Journals (vergl. Schriften der GoetheGesellschaft VII. Bd. S. 358 und 386) im Grossherzoglich Sächsischen Hausarchiv und zwar von Seidels Hand. Gedruckt wurde der Aufsatz zuerst in [der Ausgabe letzter Hand] C' und ging von da aus in alle folgenden Ausgaben über. Über Goethes Autorschaft vergl. die Einleitung S. 323 [hier S. 71 f.]. Der Aufsatz wurde, nach einer Eintragung im Tagebuch, am 23. Mai 1828 Goethe durch den Kanzler von Müller aus der brieflichen Verlassenschaft der Herzogin Anna Amalia mitgetheilt. («Herr C. von Müller brachte einen merkwürdigen naturphilosophischen Aufsatz aus der brieflichen Verlassenschaft der Herzogin Amalia. Frage: ob er er von mir verfaßt sei».) Goethe hatte den Aufsatz seit seinem Erscheinen im Tiefurter Journal (1783) aus dem Auge verloren und ihn 1828 bereits vollständig vergessen, als die Frage an ihn herantrat, ob er zu seinen Schriften gehöre, und in die Werke letzter Hand aufgenommen werden solle. Ein Blatt, das im Goethe-Archiv unter den Papieren zur Naturwissenschaft sich findet, enthält darüber folgende Aufzeichnungen des Kanzlers von Müller:
Den 25. Mai 1828. Vorstehender Aufsatz, ohne Zweifel von Goethe, wahrscheinlich für das Tiefurter Journal bestimmt, von Einsiedeln dazu mit Nr. 3 bezeichnet, und also etwa aus den ersten 80ger Jahren, jedoch vor der Metamorphose der Pflanzen geschrieben, wie G. selbst mir die Vermuthung äußerte, war mir am 24. Mai 1828 von ihm communicirt. Da er ihn drucken lassen wird, so habe ich kein Bedenken gefunden, ihn vorläufig abzuschreiben.
G. drückt sich sehr anmuthig darüber aus. Er nannte es einen Comparativ, der auf ein[en] Superlativ hindeute, der ihn [aber] noch nicht bringe. Der Verfasser befindet sich besser dran als ein Philister. Er ist weiter; aber es fehlt noch die Vollendung.
Den 30. Mai 1828. Nach einem Gespräch (den 30. Mai 1828) bekennt sich G. nicht mit voller Überzegung ganz dazu; und auch mir hat geschienen, daß es zwar seine Gedanken aber nicht von ihm selbst sondern per traducem niedergeschrieben. Die Handschrift ist Seidels, des nachherigen Rentbeamten, und da dieser in Goethes Vorstellungen eingeweiht war, und eine Tendenz zu solchen Gedanken hatte, so ist es wahrscheinlich (wie mir aus dem Schluße zumal beigehen will, der eine subalterne Rolle andeutet), daß jene Gedanken als aus Goethes Munde collectiv von ihm niedergeschrieben. Auch Serenissimus, der diesen Aufsatz aus dem Nachlaß der Herzogin Amalie an Goethen dieser Tage mitgetheilt, soll einer ähnlichen Meinung sein, nämlich daß der Aufsatz von Seidels Hand und Auffassung herrühre.
[Beschreibung der Handschrift zu folgendem Text von Goethe: WA II 11,5-9; LA111,3-5; GA 1b, 5-9.
Die eckigen Klammern in dieser Wiedergabe der Aufzeichnungen des Kanzlers von Müller stammen von Rudolf Steiner.]
[S. 335] Die Natur. (S. 5-9.) zuerst im 32. Stück des Tiefurter Journals 1783 erschienen. Über die Autorschaft vgl. S. 329ff. [hier S. 78 f.]. [Die Handschrift] 7 ist von Seidels Hand mit Goethes Correcturen. Die Beibehaltung der veralteten Interpunction in unserem Texte rechtfertigt der Stilcharakter des Aufsatzes. Er ist mehr in Hinblick auf Sprechen und Hören als auf die Logik des Gedankenganges interpunctirt. In 4 ist die Interpunction eine noch spärlichere. Unser Text folgt im wesentlichen [der Ausgabe letzter Hand] C, ohne die zahlreichen Fälle, wo C von H in der Interpunction abweicht, besonders zu bemerken. Nur die wichtigsten werden verzeichnet.
[Vorbemerkung zu den Lesarten des folgenden Textes von Goethe: WA I111,5-9; LA111,3-5; GA 1b, 5-9]
[S. 352] Nach Galvanismus steht in [der Handschrift] H' eine Stelle, die wir weglassen, weil sie nur Bedeutung hatte für den mündlichen Vortrag, nicht für Goethes physikalische Ideen. Die Vorträge konnten aus äusseren Gründen (wegen Nichtvorhandensein der Apparate zur rechten Zeit u.s.w. ...) nicht in der von Goethe angenommenen systematischen Folge gehalten werden. Wir haben die letztere wieder hergestellt, da es hier darauf ankommt, eine Vorstellung von Goethes physikalischem Ideengebäude zu geben und nicht darauf, die zufällige Form, in der er sich darüber geäussert hat, festzuhalten. Deshalb bleibt auch alles weg, was im mündlichen Vortrag bestimmt war, die Abweichung von der systematischen Folge zu motiviren.
[Sacherläuterung zum Text von Goethe: Physikalische Vorträge schematisirt: WA II 11,199; LAT 11,83]
[S. 360] Erfinden und Entdecken. Geschichte der Wissenschaften. (S. 259-262.). Dieses Capitel ist von uns aus zerstreuten handschriftlichen Sprüchen, die auf die Bedeutung wissenschaftlicher Entdeckungen und Erfindungen sowie auf die Entwicklungsgeschichte der Wissenschaften Bezug haben, zusammengestellt. Beigefügt sind von den bisher unter «Sprüche in Prosa» vorkommenden nur jene Aphorismen, welche auf den gleichen Gegenstand Bezug haben.
[Vorbemerkung zu den Lesarten des folgenden Textes von Goethe: WA 11 11, 259-262; nicht in LA; GA le, in «Sprüche in Prosa»]
[S. 362] Tonlehre. (S. 287-294). Das Folgende über Tonlehre ist zum erstenmale im «Briefwechsel zwischen Goethe und Zelter.» 4. Bd. zwischen S. 220 und 221 in Form einer Tabelle gedruckt. Diese Tabelle ist handschriftlich im Goethe-Archiv und in einem andern Exemplar im Goethe-National-Museum vorhanden. Wir haben die Tabellenform, die mit dem Inhalt der Sache nichts zu thun hat, in fortlaufenden Text aufgelöst und die Über-, Neben- und Unterordnung der Capitel durch Zahlen und Buchstaben angedeutet. Wie Goethe die Sache in Tabellenform bringen liess, soll Folgendes veranschaulichen:
[Vorbemerkung zum folgenden Text von Goethe: WA II 11, 287-294, 363; LA I 11, 134-138; GA 1e, 596-600]
[S. 377] Paralipomena II. Als wichtigsten Beleg zu dem Aufsatze «Einwirkung der neuern Philosophie» (S. 4753) bringen wir den Inhalt eines Heftes, das auf dem Umschlag von Kräuters Hand die Aufschrift trägt: «Eigene Philosophische Vorarbeiten und Kantische Philosophie. circa 1790». Diese Aufschrift entspricht nicht dem Inhalt, denn das Heft, das ganz von Goethes eigener Hand geschrieben ist, enthält nur Auszüge aus Kantischen Werken. Entstanden sind diese Auszüge im März 1791, wie aus dem in demselben Heft befindlichen und auf diese Studien bezüglichen Gedicht: «An Carl August» hervorgeht. Vergl. unten S. 381.
[Vorbemerkung zu folgenden Texten von Goethe: WA II 11, 377-381; LA II 1a, 72-77 (M7)]
