From the Akashic Records
GA 11
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From the Akashic Record, tr. SOL
Unsere atlantischen Vorfahren
Our Atlantean Ancestors
[ 1 ] Unsere atlantischen Vorfahren waren mehr verschieden von den gegenwärtigen Menschen als sich derjenige vorstellt, der mit seinen Erkenntnissen sich ganz auf die Sinnenwelt beschränkt. Nicht nur auf das äußere Aussehen erstreckt sich diese Verschiedenheit, sondern auch auf die geistigen Fähigkeiten. Ihre Erkenntnisse und auch ihre technischen Künste, ihre ganze Kultur war anders, als das ist, was heute beobachtet werden kann. Gehen wir in die ersten Zeiten der atlantischen Menschheit zurück, so finden wir eine von der unsrigen ganz verschiedene Geistesfähigkeit. Der logische Verstand, die rechnerische Kombination, auf denen alles beruht, was heute hervorgebracht wird, fehlten den ersten Atlantiern ganz. Dafür hatten sie ein hochentwickeltes Gedächtnis. Dieses Gedächtnis war eine ihrer hervorstechendsten Geistesfähigkeiten. Sie rechneten zum Beispiel nicht, wie wir, dadurch, daß sie sich gewisse Regeln aneigneten, die sie dann anwendeten. Ein «Einmaleins» war etwas in den atlantischen Zeiten ganz Unbekanntes. Niemand hatte seinem Verstande eingeprägt, daß dreimal vier zwölf ist. Daß er sich in dem Falle, wo er eine solche Rechnung auszuführen hatte, zurechtfand, beruhte darauf, daß er sich auf gleiche oder ähnliche Fälle besann. Er erinnerte sich, wie das bei früheren Gelegenheiten war. Man muß sich nur klarmachen, daß jedesmal, wenn sich in einem Wesen eine neue Fähigkeit ausbildet, eine alte an Kraft und Schärfe verliert. Der heutige Mensch hat gegenüber dem Atlantier den logischen Verstand, das Kombinationsvermögen voraus. Das Gedächtnis ist dafür zurückgegangen. Jetzt denken die Menschen in Begriffen; der Atlantier dachte in Bildern. Und wenn ein Bild vor seiner Seele auftauchte, dann erinnerte er sich an so und so viele ähnliche Bilder, die er bereits erlebt hatte. Danach richtete er sein Urteil ein. Deshalb war damals auch aller Unterricht anders als in späteren Zeiten. Er war nicht darauf berechnet, das Kind mit Regeln auszurüsten, seinen Verstand zu schärfen. Es wurde ihm vielmehr in anschaulichen Bildern das Leben vorgeführt, so daß es später sich an möglichst viel erinnern konnte, wenn es in diesen oder jenen Verhältnissen handeln sollte. War das Kind erwachsen und kam es ins Leben hinaus, so konnte es sich bei allem, was es tun sollte, erinnern, daß ihm etwas Ähnliches in seiner Lehrzeit vorgeführt worden war. Es fand sich am besten zurecht, wenn der neue Fall irgendeinem schon gesehenen ähnlich war. Unter ganz neuen Verhältnisse war der Atlantier immer wieder aufs Probieren angewiesen, während dem heutigen Menschen in dieser Beziehung vieles erspart ist, weil er mit Regeln ausgerüstet wird. Diese kann er auch in den Fällen leicht anwenden, welche ihm noch nicht begegnet sind. Ein solches Erziehungssystem gab dem ganzen Leben etwas Gleichförmiges. Durch sehr lange Zeiträume hindurch wurden immer wieder und wieder die Dinge in der gleichen Weise besorgt. Das treue Gedächtnis ließ nichts aufkommen, was der Raschheit unseres heutigen Fortschrittes auch nur im entferntesten ähnlich wäre. Man tat, was man früher immer «gesehen» hatte. Man erdachte nicht; man erinnerte sich. Eine Autorität war nicht der, welcher viel gelernt hatte, sondern wer viel erlebt hatte und sich daher an viel erinnern konnte. Es wäre unmöglich gewesen, daß in der atlantischen Zeit jemand vor Erreichung eines gewissen Alters über irgendeine wichtige Angelegenheit zu entscheiden gehabt hätte. Man hatte nur zu dem Vertrauen, der auf lange Erfahrung zurückblicken konnte.
[ 1 ] Our Atlantean ancestors differed more from modern humans than one might imagine if one’s understanding were limited entirely to the sensory world. This difference extends not only to outward appearance but also to mental faculties. Their knowledge, as well as their technical skills and their entire culture, was different from what can be observed today. If we go back to the earliest times of Atlantean humanity, we find a mental capacity quite different from our own. The logical mind and the ability to reason mathematically—upon which everything produced today is based—were entirely absent in the early Atlanteans. Instead, they possessed a highly developed memory. This memory was one of their most outstanding mental faculties. For example, they did not calculate, as we do, by learning certain rules and then applying them. A “times table” was something entirely unknown in Atlantean times. No one had committed to memory that three times four equals twelve. The fact that they were able to figure it out when they had to perform such a calculation was based on their recall of similar situations. They remembered how it had been on previous occasions. One must simply realize that every time a new ability develops in a being, an old one loses its power and sharpness. Compared to the Atlantean, modern man has the advantage of logical reasoning and the ability to make connections. In return, their memory has declined. Today, people think in concepts; the Atlanteans thought in images. And when an image appeared before their soul, they would recall so many similar images they had already experienced. They based their judgment on that. That is why education back then was also different from that in later times. It was not designed to equip the child with rules or to sharpen their intellect. Rather, life was presented to them in vivid images, so that later they could recall as much as possible when they had to act in this or that situation. When the child grew up and went out into the world, they could recall, in everything they had to do, that something similar had been demonstrated to them during their formative years. It could best find its way when a new situation resembled one it had already encountered. In entirely new circumstances, the Atlantean was repeatedly forced to rely on trial and error, whereas modern people are spared much in this regard because they are equipped with rules. They can easily apply these rules even in situations they have not yet encountered. Such an educational system gave the whole of life a uniform character. Over very long periods of time, things were handled in the same way, time and again. The faithful memory allowed nothing to emerge that would even remotely resemble the rapid pace of our present-day progress. People did what they had always “seen” done before. They did not devise; they remembered. An authority was not someone who had learned a great deal, but rather someone who had experienced a great deal and could therefore remember a great deal. It would have been impossible in the Atlantean era for anyone to have to decide on any important matter before reaching a certain age. Trust was placed only in those who could look back on long experience.
[ 2 ] Das hier Gesagte gilt nicht von den Eingeweihten und ihren Schulen. Denn sie sind ja dem Entwickelungsgrade ihres Zeitalters voraus. Und für die Aufnahme in solche Schulen entscheidet nicht das Alter, sondern der Umstand, ob der Aufzunehmende in seinen früheren Verkörperungen sich die Fähigkeiten erworben hat, höhere Weisheit aufzunehmen. Das Vertrauen, das den Eingeweihten und ihren Agenten während der atlantischen Zeit entgegengebracht worden ist, beruhte nicht auf der Fülle ihrer persönlichen Erfahrung, sondern auf dem Alter ihrer Weisheit. Beim Eingeweihten hört die Persönlichkeit auf, eine Bedeutung zu haben. Er steht ganz im Dienste der ewigen Weisheit. Daher gilt ja für ihn auch nicht die Charakteristik irgendeines Zeitabschnittes.
[ 2 ] What is said here does not apply to the Initiates and their schools. For they are, after all, ahead of the level of development of their age. And admission to such schools is determined not by age, but by whether the candidate has acquired, in his previous incarnations, the abilities necessary to receive higher wisdom. The trust placed in the initiates and their agents during the Atlantean era was based not on the breadth of their personal experience, but on the age of their wisdom. For the initiate, personality ceases to have any significance. He is entirely at the service of eternal wisdom. Therefore, the characteristics of any particular era do not apply to him either.
[ 3 ] Während also die logische Denkkraft den (namentlich früheren) Atlantiern noch fehlte, hatten sie an der hochentwickelten Gedächtniskraft etwas, was ihrem ganzen Wirken einen besonderen Charakter gab. Aber mit dem Wesen der einen menschlichen Kraft hängen immer andere zusammen. Das Gedächtnis steht der tieferen Naturgrundlage des Menschen näher als die Verstandeskraft, und mit ihm im Zusammenhange waren andere Kräfte entwickelt, die auch noch denjenigen untergeordneter Naturwesen ähnlicher waren als die gegenwärtigen menschlichen Betriebskräfte. So konnten die Atlantier das beherrschen, was man Lebenskraft nennt. Wie man heute aus den Steinkohlen die Kraft der Wärme herausholt, die man in fortbewegende Kraft bei unseren Verkehrsmitteln verwandelt, so verstanden es die Atlantier, die Samenkraft der Lebewesen in ihren technischen Dienst zu stellen. Von dem, was hier vorlag, kann man sich durch folgendes eine Vorstellung machen. Man denke an ein Getreidesamenkorn. In diesem schlummert eine Kraft. Diese Kraft bewirkt ja, daß aus dem Samenkorn der Halm hervorsprießt. Die Natur kann diese im Korn ruhende Kraft wecken. Der gegenwärtige Mensch kann es nicht. Willkürlich. Er muß das Korn in die Erde senken und das Aufwecken den Naturkräften überlassen. Der Atlantier konnte noch etwas anderes. Er wußte, wie man es macht, um die Kraft eines Kornhaufens in technische Kraft umzuwandeln, wie der gegenwärtige Mensch die Wärmekraft eines Steinkohlenhaufens in eine solche Kraft umzuwandeln vermag. Pflanzen wurden in der atlantischen Zeit nicht bloß gebaut, um sie als Nahrungsmittel zu benutzen, sondern um die in ihnen schlummernden Kräfte dem Verkehr und der Industrie dienstbar zu machen. Wie wir Vorrichtungen haben, um die in den Steinkohlen schlummernde Kraft in unseren Lokomotiven in Bewegungskraft umzubilden, so hatten die Atlantier Vorrichtungen, die sie — sozusagen — mit Pflanzensamen heizten, und in denen sich die Lebenskraft in technisch verwertbare Kraft umwandelte. So wurden die in geringer Höhe über dem Boden schwebenden Fahrzeuge der Atlantier fortbewegt. Diese Fahrzeuge fuhren in einer Höhe, die geringer war als die Höhe der Gebirge der atlantischen Zeit, und sie hatten Steuervorrichtungen, durch die sie sich über diese Gebirge erheben konnten.
[ 3 ] While the Atlanteans (particularly the earlier ones) still lacked the power of logical thought, they possessed a highly developed power of memory that gave their entire way of life a distinctive character. But one human faculty is always connected to others. Memory is closer to the deeper natural foundation of the human being than the power of reason, and connected to it were other powers that were also more similar to those of lower natural beings than to the present-day active forces of human beings. Thus, the Atlanteans were able to master what is called life force. Just as we extract heat energy from coal today—which we then convert into motive power for our means of transportation—so the Atlanteans knew how to harness the seed force of living beings for their technological purposes. The following example can give one an idea of what was involved here. Consider a grain of cereal. A force lies dormant within it. This force is what causes the stalk to sprout from the seed. Nature can awaken this force lying dormant in the grain. Modern humans cannot do so at will. They must plant the grain in the earth and leave the awakening to the forces of nature. The Atlanteans, however, could do something else. They knew how to transform the power of a pile of grain into mechanical power, just as modern humans are able to transform the thermal energy of a pile of coal into such power. In Atlantean times, plants were not merely cultivated for food, but to harness the powers slumbering within them for transportation and industry. Just as we have devices to convert the latent energy in coal into kinetic energy in our locomotives, so the Atlanteans had devices that they—so to speak—fueled with plant seeds, and in which the life force was transformed into energy that could be utilized for technical purposes. This is how the Atlanteans’ vehicles, which hovered at a low altitude above the ground, were propelled. These vehicles traveled at an altitude lower than that of the mountains of the Atlantean era, and they were equipped with control mechanisms that allowed them to rise above these mountains.
[ 4 ] Man muß sich vorstellen, daß mit der fortschreitenden Zeit sich alle Verhältnisse auf unserer Erde sehr verändert haben. Die genannten Fahrzeuge der Atlantier wären in unserer Zeit ganz unbrauchbar. Ihre Verwendbarkeit beruhte darauf, daß in dieser Zeit die Lufthülle, welche die Erde umschließt, viel dichter war als gegenwärtig. Ob man sich nach heutigen wissenschaftlichen Begriffen eine solch größere Dichte der Luft leicht vorstellen kann, darf uns hier nicht beschäftigen. Die Wissenschaft und das logische Denken können, ihrem ganzen Wesen nach, niemals etwas darüber entscheiden, was möglich oder unmöglich ist. Sie haben nur das zu erklären, was durch Erfahrung und Beobachtung festgestellt ist. Und die besprochene Dichtigkeit der Luft steht für die okkulte Erfahrung so fest, wie nur irgendeine sinnlich gegebene Tatsache von heute feststehen kann. — ebenso steht fest aber auch die vielleicht der heutigen Physik und Chemie noch unerklärlichere Tatsache, daß damals das Wasser auf der ganzen Erde viel dünner war als heute. Und durch diese Dünnheit war das Wasser durch die von den Atlantiern verwendete Samenkraft in technische Dienste zu lenken, die heute unmöglich sind. Durch die Verdichtung des Wassers ist es unmöglich geworden, dasselbe in solch kunstvoller Art zu bewegen, zu lenken, wie das ehedem möglich war. Daraus geht wohl zur Genüge hervor, daß die Zivilisation der atlantischen Zeit von der unsrigen gründlich verschieden gewesen ist. Und es wird daraus weiter begreiflich sein, daß auch die physische Natur eines Atlantiers eine ganz andere war als die eines gegenwärtigen Menschen. Der Atlantier genoß ein Wasser, das von der in seinem eigenen Körper innewohnenden Lebenskraft ganz anders verarbeitet werden konnte, als dies im heutigen physischen Körper möglich ist. Und daher kam es, daß der Atlantier willkürlich seine physischen Kräfte auch ganz anders gebrauchen konnte als der heutige Mensch. Er hatte sozusagen die Mittel, in sich selbst die physischen Kräfte zu vermehren, wenn er sie zu seinen Verrichtungen brauchte. Man macht sich nur richtige Vorstellungen von den Atlantiern, wenn man weiß, daß sie auch ganz andere Begriffe von Ermüdung und Kräfteverbrauch hatten als der Mensch der Gegenwart.
[ 4 ] One must imagine that, as time has passed, all conditions on our Earth have changed significantly. The vehicles of the Atlanteans mentioned above would be completely unusable in our time. Their usability was based on the fact that, in that era, the atmosphere surrounding the Earth was much denser than it is today. Whether one can easily imagine such a greater density of air according to today’s scientific concepts is not a matter for us to concern ourselves with here. Science and logical thinking, by their very nature, can never determine what is possible or impossible. They can only explain what has been established through experience and observation. And the density of the air in question is as firmly established in occult experience as any sensory fact of today can be. — Just as firmly established, however, is the fact—perhaps even more inexplicable to modern physics and chemistry—that at that time, water was much thinner throughout the Earth than it is today. And because of this thinness, the Atlanteans were able to harness the power of water for technical purposes using the seed force they employed—purposes that are impossible today. Due to the densification of water, it has become impossible to move and direct it in such an artful manner as was once possible. This clearly demonstrates that the civilization of the Atlantean era was fundamentally different from our own. And from this it will further become clear that the physical nature of an Atlantean was also quite different from that of a modern human. The Atlantean consumed water that could be processed by the life force inherent in his own body in a manner quite different from what is possible in today’s physical body. And that is why the Atlantean could use his physical powers at will in a manner entirely different from that of modern humans. He had, so to speak, the means to increase his physical powers from within himself whenever he needed them for his tasks. One can only form a correct conception of the Atlanteans if one realizes that they also had entirely different notions of fatigue and the expenditure of energy than modern humans do.
[ 5 ] Eine atlantische Ansiedlung — das geht wohl schon aus allem Beschriebenen hervor — trug einen Charakter, der in nichts dem einer modernen Stadt glich. In einer solchen Ansiedlung war vielmehr noch alles mit der Natur im Bunde. Nur ein schwach ähnliches Bild gibt es, wenn man etwa sagt: In den ersten atlantischen Zeiten — etwa bis zur Mitte der dritten Unterrasse — glich eine Ansiedlung einem Garten, in dem die Häuser sich aufbauen aus Bäumen, die in künstlicher Art mit ihren Zweigen ineinandergeschlungen sind. Was Menschenhand damals erarbeitete, wuchs gleichsam aus der Natur heraus. Und der Mensch selbst fühlte sich ganz und gar mit der Natur verwandt. Daher kam es, daß auch sein gesellschaftlicher Sinn noch ein ganz anderer war als heute. Die Natur ist ja allen Menschen gemeinsam. Und was der Atlantier auf der Naturgrundlage aufbaute, das betrachtete er ebenso als Gemeingut, wie der heutige Mensch nur natürlich denkt, wenn er das, was sein Scharfsinn, sein Verstand erarbeitet, als sein Privatgut betrachtet.
[ 5 ] An Atlantean settlement—as is likely already evident from everything described—had a character that bore no resemblance whatsoever to that of a modern city. In such a settlement, on the contrary, everything was still in harmony with nature. There is only a faintly similar image—for example, when one says: In the early Atlantean era—roughly up to the middle of the third subrace—a settlement resembled a garden in which the houses were built from trees whose branches were artfully intertwined. What human hands created back then grew, as it were, out of nature itself. And human beings felt completely at one with nature. Consequently, their sense of community was also quite different from what it is today. Nature, after all, is common to all people. And whatever the Atlanteans built upon this natural foundation, they regarded as common property, just as people today naturally regard what their acumen and intellect produce as their private property.
[ 6 ] Wer sich mit dem Gedanken vertraut macht, daß die Atlantier mit solchen geistigen und physischen Kräften ausgestattet waren, wie sie geschildert worden sind, der wird auch begreifen lernen, daß in noch früheren Zeiten die Menschheit ein Bild aufweist, das nur noch in wenigem erinnert an das, was man heute zu sehen gewohnt ist. Und nicht nur die Menschen, sondern auch die sie umgebende Natur hat sich im Laufe der Zeiten gewaltig verändert. Die Pflanzen- und Tierformen sind andere geworden. Die ganze irdische Natur hat Wandlungen durchgemacht. Vorher bewohnte Gebiete der Erde sind zerstört worden; andere sind entstanden. — die Vorfahren der Atlantier wohnten auf einem verschwundenen Landesteil, dessen Hauptgebiet südlich vom heutigen Asien lag. Man nennt sie in theosophischen Schriften die Lemurier. Nachdem diese durch verschiedene Entwickelungsstufen durchgegangen waren, kam der größte Teil in Verfall. Er wurde zu verkümmerten Menschen, deren Nachkommen heute noch als sogenannte wilde Völker gewisse Teile der Erde bewohnen. Nur ein kleiner Teil der lemurischen Menschheit war zur Fortentwickelung fähig. Aus diesen bildeten sich die Atlantier. — auch später fand wieder etwas ähnliches statt. Die größte Masse der atlantischen Bevölkerung kam in Verfall, und von einem kleinen Teil stammen die sogenannten Arier ab, zu denen unsere gegenwärtige Kulturmenschheit gehört. Lemurier, Atlantier und Arier sind, nach der Benennung der Geheimwissenschaft, Wurzelrassen der Menschheit. Man denke sich zwei solcher Wurzelrassen den Lemuriern vorangehend und zwei den Ariern in der Zukunft folgend, so gibt das im ganzen sieben. Es geht immer eine aus der andern in der Art hervor, wie dies eben in bezug auf Lemurier, Atlantier und Arier angedeutet worden ist. Und jede Wurzelrasse hat physische und geistige Eigenschaften, die von denen der vorhergehenden durchaus verschieden sind. Während zum Beispiel die Atlantier das Gedächtnis und alles, was damit zusammenhängt, zur besonderen Entfaltung brachten, obliegt es in der Gegenwart den Ariern, die Denkkraft und das, was zu ihr gehört, zu entwickeln. 1Auf die Eigenschaften und das Leben der Lemurier ferner, auf die Entwickelung der Arier bis in unsere Zeit werden sich die nächsten Mitteilung beziehen. Daran soll weiteres sich schließen über Welt- und Menschheitsentwickelung.
[ 6 ] Anyone who familiarizes themselves with the idea that the Atlanteans were endowed with such spiritual and physical powers as have been described will also come to understand that, in even earlier times, humanity presented a picture that bears only a faint resemblance to what we are accustomed to seeing today. And not only humans, but also the natural world surrounding them has changed enormously over the course of time. Plant and animal forms have become different. The entire natural world on Earth has undergone transformations. Areas of the Earth that were once inhabited have been destroyed; others have emerged. — The ancestors of the Atlanteans lived on a vanished continent, the main part of which lay south of present-day Asia. In theosophical writings, they are called the Lemurians. After passing through various stages of development, the majority fell into decline. They became stunted human beings, whose descendants still inhabit certain parts of the Earth today as so-called “savage peoples.” Only a small portion of Lemurian humanity was capable of further development. From these, the Atlanteans emerged. — Something similar occurred again later on. The vast majority of the Atlantean population fell into decline, and the so-called Aryans—to whom our present-day civilized humanity belongs—are descended from a small portion of them. Lemurians, Atlanteans, and Aryans are, according to the terminology of esoteric science, root races of humanity. If we imagine two such root races preceding the Lemurians and two following the Aryans in the future, this gives a total of seven. One always emerges from the other in the manner just indicated with regard to the Lemurians, Atlanteans, and Aryans. And each root race has physical and spiritual characteristics that are entirely different from those of the preceding one. While, for example, the Atlanteans brought memory and everything associated with it to a particular level of development, it is now the task of the Aryans to develop the power of thought and all that pertains to it. 1The next communications will deal with the characteristics and life of the Lemurians, as well as with the development of the Aryans up to the present day. This will be followed by further discussions on the development of the world and humanity.
[ 7 ] Aber auch in jeder Wurzelrasse selbst müssen verschiedene Stufen durchgemacht werden. Und zwar sind es immer wieder sieben. Im Anfange des Zeitraumes, der einer Wurzelrasse zugehört, finden sich die Haupteigenschaften derselben gleichsam in einem jugendlichen Zustande; und allmählich gelangen sie zur Reife und zuletzt auch zum Verfall. Dadurch zerfällt die Bevölkerung einer Wurzelrasse in sieben Unterrassen. Nur hat man sich das nicht so vorzustellen, als ob eine Unterrasse gleich verschwinden würde, wenn eine neue sich entwickelt. Es erhält sich vielleicht eine jede noch lange, wenn neben ihr andere sich entwickeln. So leben immer Bevölkerungen auf der Erde nebeneinander, die verschiedene Stufen der Entwickelung zeigen.
[ 7 ] But even within each root race, various stages must be passed through. And there are always seven of them. At the beginning of the period belonging to a root race, its main characteristics are, as it were, in a youthful state; and gradually they reach maturity and, ultimately, decline. As a result, the population of a root race breaks down into seven sub-races. However, one should not imagine that a sub-race disappears immediately when a new one develops. Each may persist for a long time even as others develop alongside it. Thus, populations exhibiting different stages of development always coexist on Earth.
[ 8 ] Die erste Unterrasse der Atlantier entwickelte sich aus einem sehr fortgeschrittenen und entwickelungsfähigen Teile der Lemurier. Bei diesen zeigte sich nämlich die Gabe des Gedächtnisses nur in den allerersten Anfängen und nur in der letzten Zeit ihrer Entwickelung. Man muß sich vorstellen, daß ein Lemurier sich zwar Vorstellungen bilden konnte von dem, was er erlebte; aber er konnte diese Vorstellungen nicht bewahren. Er vergaß sofort wieder, was er sich vorgestellt hatte. Daß er dennoch in einer gewissen Kultur lebte, zum Beispiel Werkzeuge hatte, Bauten ausführte und so weiter, das verdankte er nicht seinem eigenen Vorstellungsvermögen, sondern einer geistigen Kraft in sich, die, um das Wort zu brauchen, instinktiv war. Nur hat man sich darunter nicht den heutigen Instinkt der Tiere, sondern einen solchen anderer Art vorzustellen.2Auch darüber kommen später Mitteilungen.
[ 8 ] The first subrace of the Atlanteans evolved from a very advanced and developmentally capable segment of the Lemurians. Among the Lemurians, the faculty of memory manifested itself only in the very earliest stages and only toward the end of their development. One must imagine that, while a Lemurian could form mental images of what he experienced, he was unable to retain them. He immediately forgot what he had imagined. The fact that he nevertheless lived in a certain culture—for example, that he had tools, built structures, and so on—was not due to his own power of imagination, but to a spiritual force within him that, to use the word, was instinctive. However, one must not imagine this to be the same as the instinct of animals today, but rather an instinct of a different kind.2More information on this will follow later.
[ 9 ] In theosophischen Schriften wird die erste Unterrasse der Atlantier Rmoahals genannt. Das Gedächtnis dieser Rasse war vorzüglich auf lebhafte Sinneseindrücke gerichtet. Farben, die das Auge gesehen hatte, Töne, die das Ohr gehört hatte, wirkten lange in der Seele nach. Das drückte sich darin aus, daß die Rmoahals Gefühle entwickelten, die ihre lemurischen Vorfahren noch nicht kannten. Die Anhänglichkeit zum Beispiel an das, was in der Vergangenheit erlebt worden ist, gehört zu diesen Gefühlen.
[ 9 ] In theosophical writings, the first subrace of the Atlanteans is called the Rmoahals. The memory of this race was focused primarily on vivid sensory impressions. Colors that the eye had seen and sounds that the ear had heard continued to resonate in the soul for a long time. This was expressed in the fact that the Rmoahals developed feelings that their Lemurian ancestors had not yet known. Attachment, for example, to what had been experienced in the past is one of these feelings.
[ 10 ] An der Entwickelung des Gedächtnisses hing nun auch diejenige der Sprache. Solange der Mensch das Vergangene nicht bewahrte, konnte auch eine Mitteilung des Erlebten durch die Sprache nicht stattfinden. Und weil in der letzten lemurischen Zeit die ersten Ansätze zu einem Gedächtnisse stattfanden, so konnte damals auch die Fähigkeit ihren Anfang nehmen, das Gesehene und Gehörte zu benennen. Nur Menschen, die ein Erinnerungsvermögen haben, können mit einem Namen, der einem Dinge beigelegt ist, etwas anfangen. Die atlantische Zeit ist daher auch diejenige, in welcher die Sprache ihre Entwickelung fand. Und mit der Sprache war ein Band hervorgebracht zwischen der menschlichen Seele und den Dingen außer dem Menschen. Dieser erzeugte das Lautwort in seinem Innern; und dieses Lautwort gehörte zu den Gegenständen der Außenwelt. Und auch ein neues Band entsteht zwischen Mensch und Mensch durch die Mitteilung auf dem Wege der Sprache. Das alles war zwar bei den Rmoahals noch in einer jugendlichen Form; aber es unterschied sie doch in tiefgehender Art von ihren lemurischen Vorvätern.
[ 10 ] The development of language was also linked to the development of memory. As long as humans could not retain memories of the past, they could not communicate their experiences through language. And because the first stirrings of memory occurred during the late Lemurian period, it was then that the ability to name what was seen and heard also began to emerge. Only human beings who possess a memory can make sense of a name assigned to a thing. The Atlantean era is therefore also the period in which language developed. And with language, a bond was forged between the human soul and the things outside of the human being. The human being produced the spoken word within himself; and this spoken word belonged to the objects of the external world. A new bond also arises between human and human through communication by means of language. All of this was still in its infancy among the Rmoahals; yet it distinguished them profoundly from their Lemurian forefathers.
[ 11 ] Nun hatten die Kräfte in den Seelen dieser ersten Atlantier noch etwas Naturkräftiges. Diese Menschen waren gewissermaßen noch verwandter den sie umgebenden Naturwesen als ihre Nachfolger. Ihre Seelenkräfte waren noch mehr Naturkräfte als die der gegenwärtigen Menschen. So war auch das Lautwort, das sie hervorbrachten, etwas Naturgewaltiges. Sie benannten nicht bloß die Dinge, sondern in ihren Worten lag eine Macht über die Dinge und auch über ihre Mitmenschen. Das Wort der Rmoahals hatte nicht bloß Bedeutung, sondern auch Kraft. Wenn man von einer Zaubermacht der Worte spricht, so deutet man etwas an, was für diese Menschen weit wirklicher war als für die Gegenwart. Wenn der Rmoahalsmensch ein Wort aussprach, so entwickelte dieses Wort eine ähnliche Macht wie der Gegenstand selbst, den es bezeichnete. Darauf beruht es, daß Worte in dieser Zeit heilkräftig waren, daß sie das Wachstum der Pflanzen fördern, die Wut der Tiere zähmen konnten, und was ähnliche Wirkungen mehr sind. All das nahm an Kraft bei den späteren Unterrassen der Atlantier immer mehr und mehr ab. Man könnte sagen, die naturwüchsige Kraftfülle verlor sich allmählich. Die Rmoahalsmenschen empfanden diese Kraftfülle durchaus als eine Gabe der mächtigen Natur; und dieses ihr Verhältnis zur Natur trug einen religiösen Charakter. Insbesondere die Sprache hatte für sie etwas Heiliges. Und der Mißbrauch gewisser Laute, denen eine bedeutende Kraft innewohnte, ist etwas Unmögliches gewesen. Jeder Mensch fühlte, daß solcher Mißbrauch ihm einen gewaltigen Schaden bringen müßte. Der Zauber derartiger Worte hätte in sein Gegenteil umgeschlagen; was, in richtiger Art gebraucht, Segen gestiftet hätte, wäre, frevelhaft angewendet, dem Urheber zum Verderben geworden. In einer gewissen Unschuld des Gefühles schrieben die Rmoahals weniger sich selbst, als vielmehr der in ihnen wirkenden göttlichen Natur ihre Macht zu.
[ 11 ] The powers within the souls of these first Atlanteans still possessed something of the forces of nature. In a sense, these people were even more closely related to the natural beings surrounding them than their successors were. The powers of their souls were even more like natural forces than those of present-day humans. Thus, the spoken word they produced was also something of a natural force. They named not merely things, but in their words lay a power over things and also over their fellow human beings. The words of the Rmoahals had not only meaning, but also power. When one speaks of the magical power of words, one is alluding to something that was far more real for these people than it is for us today. When a Rmoahals person uttered a word, that word developed a power similar to that of the object itself that it designated. This is the reason why words in that era possessed healing power—why they could promote the growth of plants, tame the fury of animals, and produce other such effects. All of this gradually diminished more and more among the later subraces of the Atlanteans. One might say that the natural abundance of power was gradually lost. The Rmoahal people perceived this abundance of power entirely as a gift from mighty Nature; and their relationship to Nature took on a religious character. Language, in particular, had a sacred quality for them. And the misuse of certain sounds, which possessed significant power, would have been unthinkable. Every person felt that such misuse would inevitably bring them tremendous harm. The magic of such words would have turned into its opposite; what, when used correctly, would have bestowed a blessing, would, if used sacrilegiously, have led to the ruin of the perpetrator. In a certain innocence of feeling, the Rmoahals attributed their power less to themselves than to the divine nature working within them.
[ 12 ] Das wurde schon anders bei der zweiten Unterrasse (den sogenannten Tlavatli-Völkern). Die Menschen dieser Rasse fingen an, ihren persönlichen Wert zu fühlen. Der Ehrgeiz, der eine den Rmoahals unbekannte Eigenschaft war, machte sich bei ihnen geltend. Die Erinnerung übertrug sich in gewissem Sinne auf die Auffassung des Zusammenlebens. Wer auf gewisse Taten zurückblicken konnte, der forderte von seinen Mitmenschen dafür Anerkennung. Er verlangte, daß seine Werke im Gedächtnisse behalten werden. Und auf dieses Gedächtnis von den Taten war es auch begründet, daß eine zusammengehörige Gruppe von Menschen Einen als Führer erkor. Eine Art Königswürde entwickelte sich. Ja diese Anerkennung wurde bis über den Tod hinaus bewahrt. Das Gedächtnis, das Andenken an die Vorfahren oder an diejenigen, die sich im Leben Verdienste erworben hatten, bildeten sich heraus. Und daraus ging dann bei einzelnen Stämmen eine Art religiöser Verehrung Verstorbener hervor, ein Ahnenkultus. Dieser hat sich in viel spätere Zeiten fortgepflanzt und die verschiedensten Formen angenommen. Noch bei den Rmoahals galt der Mensch eigentlich nur in dem Maße, als er sich im Augenblicke durch seine Machtfülle Geltung verschaffen konnte.3Über das Verhältnis der führenden, regierenden Wesenheiten zur Zeit der Rmoahals werden die folgenden Mitteilungen im Zusammenhang mit dem Leben der Lemurier Aufschluss geben. Wollte da jemand Anerkennung für das, was er in früheren Tagen getan hatte, so mußte er zeigen — durch neue Taten -, daß ihm die alte Kraft noch eigen ist. Er mußte gewissermaßen durch neue Werke die alten ins Gedächtnis rufen. Das Getane als solches galt noch nichts. Erst die zweite Unterrasse rechnete so weit mit dem persönlichen Charakter eines Menschen, daß sie dessen vergangenes Leben bei der Schätzung dieses Charakters mit in Anschlag brachte.
[ 12 ] Things were different with the second subrace (the so-called Tlavatli peoples). The people of this race began to feel their own personal worth. Ambition—a trait unknown to the Rmoahals—began to assert itself among them. The memory was, in a sense, transferred to their conception of communal life. Those who could look back on certain deeds demanded recognition for them from their fellow human beings. They demanded that their works be preserved in memory. And it was precisely this memory of their deeds that served as the basis for a cohesive group of people to choose one among them as their leader. A kind of royal dignity developed. Indeed, this recognition was preserved even beyond death. The memory, the remembrance of ancestors or of those who had distinguished themselves in life began to take shape. And from this, a kind of religious veneration of the deceased emerged among individual tribes—an ancestor cult. This persisted into much later times and took on a wide variety of forms. Even among the Rmoahals, a person’s worth was essentially measured only by the extent to which he could assert himself in the moment through his full power.3The following accounts, in connection with the life of the Lemurians, will shed light on the relationship of the leading, ruling beings at the time of the Rmoahals. If anyone wished to be recognized for what he had done in earlier days, he had to demonstrate—through new deeds—that he still possessed his former strength. He had to, so to speak, bring his past deeds to mind through new works. The deeds themselves, as such, still counted for nothing. It was not until the second subrace that a person’s character was taken into account to such an extent that their past life was factored into the assessment of that character.
[ 13 ] Eine weitere Folge der Gedächtniskraft für das Zusammenleben der Menschen war die Tatsache, daß sich Gruppen von Menschen bildeten, die durch die Erinnerung an gemeinsame Taten zusammengehalten wurden. Vorher war solche Gruppenbildung ganz von den Naturmächten, von der gemeinsamen Abstammung bedingt. Der Mensch tat durch seinen eigenen Geist noch nichts hinzu zu dem, was die Natur aus ihm gemacht hatte. Jetzt warb eine mächtige Persönlichkeit eine Anzahl von Leuten zu einer gemeinsamen Unternehmung, und die Erinnerung an dieses gemeinsame Werk bildete eine gesellschaftliche Gruppe.
[ 13 ] Another consequence of human memory for social coexistence was the fact that groups of people formed, held together by the memory of shared deeds. Previously, such group formation had been determined entirely by natural forces and common ancestry. Through his own mind, man had not yet added anything to what nature had made of him. Now, a powerful individual rallied a number of people to a common undertaking, and the memory of this shared work formed a social group.
[ 14 ] Diese Art gesellschaftlichen Zusammenlebens prägte sich erst so recht bei der dritten Unterrasse (den Tolteken) aus. Die Menschen dieser Rasse begründeten daher auch erst das, was man Gemeinwesen, was man die erste Art der Staatenbildung nennen kann. Und die Führung, die Regierung dieser Gemeinwesen ging von den Vorfahren auf die Nachkommen über. Was vorher nur im Gedächtnisse der Mitmenschen weiterlebte, das übertrug jetzt der Vater auf den Sohn. Dem ganzen Geschlechte sollten die Werke der Vorfahren nicht vergessen werden. In den Nachkommen noch wurde das geschätzt, was der Ahne getan hatte. Man muß sich nur klar darüber sein, daß in jenen Zeiten die Menschen wirklich auch die Kraft hatten, ihre Gaben auf die Nachkommen zu übertragen. Die Erziehung war ja darauf berechnet, in anschaulichen Bildern das Leben vorzubilden. Und die Wirkung dieser Erziehung beruhte auf der persönlichen Macht, die von dem Erzieher ausging. Er schärfte nicht die Verstandeskraft, sondern Gaben, die mehr instinktiver Art waren. Durch ein solches Erziehungssystem ging wirklich die Fähigkeit des Vaters in den meisten Fällen auf den Sohn über.
[ 14 ] This form of social coexistence first truly took shape among the third subrace (the Toltecs). It was therefore the people of this race who first established what might be called a community—the earliest form of statehood. And the leadership, the government of these communities, was passed down from ancestors to descendants. What had previously lived on only in the memories of their fellow human beings was now passed down from father to son. The deeds of the ancestors were not to be forgotten by the entire lineage. The descendants still valued what their ancestors had done. One must simply be aware that in those times, people truly had the power to pass on their gifts to their descendants. After all, education was designed to model life through vivid images. And the effect of this education rested on the personal power that emanated from the educator. He did not sharpen intellectual faculties, but rather gifts of a more instinctive nature. Through such an educational system, the father’s abilities were indeed passed on to the son in most cases.
[ 15 ] Unter solchen Verhältnissen gewann bei der dritten Unterrasse die persönliche Erfahrung immer mehr an Bedeutung. Wenn sich eine Menschengruppe von einer anderen abgliederte, so brachte sie zur Begründung ihres neuen Gemeinwesens die lebendige Erinnerung mit an das, was sie am alten Schauplatz erlebt hatte. Aber zugleich lag in dieser Erinnerung etwas, was sie für sich nicht entsprechend fand, worinnen sie sich nicht wohl fühlte. In bezug darauf versuchte sie dann etwas Neues. Und so verbesserten sich mit jeder neuen solchen Gründung die Verhältnisse. Und es war nur natürlich, daß das Bessere auch Nachahmung fand. Das waren die Tatsachen, auf Grund derer es in der Zeit der dritten Unterrasse zu jenen blühenden Gemeinwesen kam, die in der theosophischen Literatur beschrieben werden. Und die persönlichen Erfahrungen, die gemacht wurden, fanden Unterstützung von seiten derer, die in die ewigen Gesetze der geistigen Entwickelung eingeweiht waren. Mächtige Herrscher empfingen selbst die Einweihung, auf daß die persönliche Tüchtigkeit den vollen Rückhalt habe. Durch seine persönliche Tüchtigkeit macht sich der Mensch allmählich zur Einweihung fähig. Er muß erst seine Kräfte von unten herauf entwickeln, damit dann die Erleuchtung von oben ihm erteilt werden könne. So entstanden die eingeweihten Könige und Völkerführer der Atlantier. Gewaltige Machtfülle war in ihrer Hand; und groß war auch die Verehrung, die ihnen entgegengebracht wurde.
[ 15 ] Under such circumstances, personal experience became increasingly important to the third subrace. When one group of people separated from another, they brought with them—to establish their new community—the vivid memory of what they had experienced in their former home. But at the same time, there was something in this memory that did not quite fit, something in which they did not feel at ease. In response to this, they then tried something new. And so, with each new such settlement, conditions improved. And it was only natural that these improvements were also emulated. These were the facts that led, during the era of the third sub-race, to the flourishing communities described in theosophical literature. And the personal experiences that were gained found support from those who were initiated into the eternal laws of spiritual development. Mighty rulers themselves received initiation so that personal competence might have full support. Through personal competence, a person gradually makes himself or herself capable of initiation. One must first develop one’s powers from the bottom up so that enlightenment may then be bestowed from above. Thus arose the initiated kings and leaders of the Atlanteans. Enormous power was in their hands; and great, too, was the reverence shown toward them.
[ 16 ] Aber in dieser Tatsache lag auch der Grund zum Niedergang und zum Verfall. Die Ausbildung der Gedächtniskraft hat zur Machtfülle der Persönlichkeit geführt. Der Mensch wollte etwas durch diese seine Machtfülle gelten. Und je größer die Macht wurde, desto mehr wollte er sie für sich ausnützen. Der Ehrgeiz, der sich entwickelt hatte, wurde zur ausgesprochenen Selbstsucht. Und damit war der Mißbrauch der Kräfte gegeben. Wenn man bedenkt, was die Atlantier durch die Beherrschung der Lebenskraft vermochten, so wird man begreifen, daß dieser Mißbrauch gewaltige Folgen haben mußte. Es konnte eine weite Macht über die Natur in den Dienst der persönlichen Eigenliebe gestellt werden.
[ 16 ] But this very fact also lay at the root of their decline and decay. The development of the power of memory led to the full power of the personality. Human beings wanted to gain prestige through this power of theirs. And the greater the power became, the more they wanted to exploit it for their own benefit. The ambition that had developed turned into outright selfishness. And with that came the abuse of these powers. When one considers what the Atlanteans were capable of through their mastery of the life force, one will understand that this abuse was bound to have tremendous consequences. A vast power over nature could be placed at the service of personal self-love.
[ 17 ] Das geschah in vollem Maße durch die vierte Unterrasse (die Ur-Turanier). Die Angehörigen dieser Rasse, die in der Beherrschung der genannten Kräfte unterrichtet wurden, gebrauchten diese vielfach, um ihre eigensinnigen Wünsche und Begierden zu befriedigen. In solcher Art gebraucht, zerstören sich aber diese Kräfte in ihrer Wirkung aufeinander. Es ist so, wie wenn die Füße einen Menschen eigensinnig vorwärts bewegten, während sein Oberkörper nach rückwärts wollte.
[ 17 ] This was accomplished to the fullest extent by the fourth subrace (the Proto-Turanians). The members of this race, who were instructed in the mastery of these forces, frequently used them to satisfy their stubborn desires and cravings. When used in this way, however, these forces destroy one another’s effects. It is as if a person’s feet were stubbornly moving him forward while his upper body wanted to go backward.
[ 18 ] Solche zerstörende Wirkung konnte nur dadurch aufgehalten werden, daß im Menschen sich eine höhere Kraft ausbildete. Und das war die Denkkraft. Das logische Denken wirkt zurückhaltend auf die eigensüchtigen persönlichen Wünsche. Den Ursprung dieses logischen Denkens haben wir bei der fünften Unterrasse (den Ursemiten) zu suchen. Die Menschen fingen an, über die bloße Erinnerung an Vergangenes hinauszugehen und die verschiedenen Erlebnisse zu vergleichen. Die Urteilskraft entwickelte sich. Und nach dieser Urteilskraft wurden die Wünsche, die Begierden geregelt. Man fing an, zu rechnen, zu kombinieren. Man lernte, in Gedanken zu arbeiten. Hat man früher sich jedem Wunsche hingegeben, so frägt man jetzt erst, ob der Gedanke den Wunsch auch billigen könne. Stürmten die Menschen der vierten Unterrasse wild los auf die Befriedigung ihrer Begierden, so begannen diejenigen der fünften auf eine innere Stimme zu hören. Und diese innere Stimme wirkt eindämmend auf die Begierden, wenn sie auch die Ansprüche der eigensüchtigen Persönlichkeit nicht vernichten kann.
[ 18 ] Such a destructive effect could only be halted by the development of a higher power within human beings. And that was the power of thought. Logical thinking acts as a restraining force on selfish personal desires. We must look to the fifth subrace (the Proto-Semites) for the origin of this logical thinking. People began to go beyond mere recollection of the past and to compare their various experiences. The power of judgment developed. And it was this power of judgment that regulated desires and cravings. People began to calculate and to combine ideas. People learned to work with their minds. Whereas in the past they had indulged every desire, they now first ask whether reason can justify the desire. While the people of the fourth subrace rushed wildly to satisfy their desires, those of the fifth began to listen to an inner voice. And this inner voice has a restraining effect on desires, even if it cannot destroy the demands of the selfish personality.
[ 19 ] So hat die fünfte Unterrasse die Antriebe zum Handeln in das menschliche Innere verlegt. Der Mensch will in diesem seinem Innern mit sich ausmachen, was er zu tun oder zu lassen hat. Aber das, was so im Innern an Kraft des Denkens gewonnen wurde, ging an Beherrschung äußerer Naturgewalten verloren. Mit diesem kombinierenden Denken kann man nur die Kräfte der mineralischen Welt bezwingen, nicht die Lebenskraft. Die fünfte Unterrasse entwickelte also das Denken auf Kosten der Herrschaft über die Lebenskraft. Aber gerade dadurch erzeugte sie den Keim zur Weiterentwickelung der Menschheit. Jetzt mochte die Persönlichkeit, die Selbstliebe, ja die Selbstsucht noch so groß werden: das bloße Denken, das ganz im Innern arbeitet und nicht mehr unmittelbar der Natur Befehle erteilen kann, vermag solche verheerende Wirkungen nicht anzurichten wie die mißbrauchten früheren Kräfte. Aus dieser fünften Unterrasse wurde der begabteste Teil ausgewählt, und dieser lebte hinüber über den Niedergang der vierten Wurzelrasse und bildete den Keim zur fünften, der arischen Rasse, welche die vollständige Ausprägung der denkenden Kraft mit allem, was dazu gehört, zur Aufgabe hat.4Wie diese Ausbildung der Denkkraft in der fünften Wurzelrasse geschieht, und welche Bedeutung die gegenwärtige Menschheit innerhalb derselben hat, werden die folgenden Mitteilungen bringen.
[ 19 ] Thus, the fifth sub-race shifted the impulses for action into the human inner life. Within this inner life, the human being seeks to determine for himself what he should or should not do. But what was gained in the power of thought within was lost in terms of mastery over the external forces of nature. With this combinatory thinking, one can subdue only the forces of the mineral world, not the life force. The fifth subrace thus developed thinking at the expense of mastery over the life force. But it was precisely through this that it sowed the seed for humanity’s further development. Now, no matter how great the personality, self-love, or even selfishness might become: mere thought—which operates entirely within and can no longer directly issue commands to nature—is incapable of causing such devastating effects as the misused powers of the past. From this fifth subrace, the most gifted members were selected; they survived the decline of the fourth root race and formed the seed of the fifth, the Aryan race, whose task is the full development of the power of thought with all that it entails. 4The following communications will explain how this development of the power of thought takes place within the fifth root race, and what significance present-day humanity has within it.
[ 20 ] Die Menschen der sechsten Unterrasse (der Akkadier) bildeten die Denkkraft noch weiter aus als die fünfte. Sie unterschieden sich von den sogenannten Ursemiten dadurch, daß sie die angeführte Fähigkeit in einem umfassenderen Sinne zur Anwendung brachten als jene. — Es ist gesagt worden, daß die Ausbildung der Denkkraft zwar die Ansprüche der eigensüchtigen Persönlichkeit nicht zu den verheerenden Wirkungen kommen ließ, die bei den früheren Rassen möglich waren, daß aber diese Ansprüche durch sie nicht vernichtet wurden. Die Ursemiten regelten zunächst ihre persönlichen Verhältnisse so, wie es ihnen ihre Denkkraft eingab. An die Stelle der bloßen Begierden und Gelüste trat die Klugheit. Andere Lebensverhältnisse traten auf. Waren vorhergehende Rassen geneigt, den als Führer anzuerkennen, dessen Taten tief in das Gedächtnis sich eingeprägt hatten oder der auf ein Leben reicher Erinnerung zurückblicken konnte, so wurde jetzt solche Rolle dem Klugen zuerkannt. Und war vordem das maßgebend, was in guter Erinnerung lebte, so betrachtete man jetzt das als das Beste, was dem Gedanken am besten einleuchtete. Unter dem Einflusse des Gedächtnisses hielt man ehedem so lange an einer Sache fest, bis man sie als unzureichend erfand, und dann ergab sich im letzteren Falle von selbst, daß derjenige mit einer Neuerung durchdrang, welcher einem Mangel abzuhelfen in der Lage war. Unter der Wirkung der Denkkraft aber entwickelte sich eine Neuerungssucht und Veränderungslust. Jeder wollte durchsetzen, was seine Klugheit ihm eingab. Unruhige Zustände beginnen daher unter der fünften Unterrasse, und sie führen in der sechsten dazu, daß man das Bedürfnis empfand, das eigensinnige Denken des Einzelnen unter allgemeine Gesetze zu bringen. Der Glanz in den Staaten der dritten Unterrasse beruhte darauf, daß gemeinsame Erinnerungen Ordnung und Harmonie bewirkten. In der sechsten mußte durch ausgedachte Gesetze diese Ordnung bewirkt werden. So hat man in dieser sechsten Unterrasse den Ursprung von Rechts- und Gesetzesordnungen zu suchen. — Und während der dritten Unterrasse geschah die Absonderung einer Menschengruppe nur, wenn sie gewissermaßen dadurch aus ihrem Gemeinwesen hinausgedrängt wurde, weil sie sich innerhalb der durch Erinnerung vorhandenen Zustände nicht mehr wohl fühlte. In der sechsten war das wesentlich anders. Die berechnende Denkkraft suchte das Neue als solches, sie spornte zu Unternehmungen und Neugründungen. Daher waren die Akkadier ein unternehmungslustiges Volk, zur Kolonisation geneigt. Insbesondere mußte der Handel der jung aufkeimenden Denk- und Urteilskraft Nahrung geben.
[ 20 ] The people of the sixth subrace (the Akkadians) developed their power of thought even further than those of the fifth. They differed from the so-called Proto-Semites in that they applied this ability in a more comprehensive sense than the latter. — It has been said that while the development of the power of thought prevented the demands of the selfish personality from producing the devastating effects that were possible among earlier races, it did not destroy those demands. The Proto-Semites initially regulated their personal affairs as their power of thought dictated. Prudence took the place of mere desires and cravings. Different living conditions emerged. Whereas earlier races had been inclined to recognize as a leader someone whose deeds were deeply imprinted in their memory or who could look back on a life rich in memories, such a role was now accorded to the wise. And whereas previously what lived on in good memory was decisive, people now regarded as best whatever made the most sense to the mind. Under the influence of memory, people used to hold fast to a thing until they found it inadequate, and then, in the latter case, it followed naturally that the one who was able to remedy a deficiency would prevail with an innovation. Under the influence of the power of thought, however, a craving for innovation and a desire for change developed. Everyone wanted to impose whatever his own wisdom dictated. Turbulent conditions thus began during the fifth subrace, and in the sixth they led to the realization that the individual’s headstrong thinking needed to be brought under general laws. The splendor of the states of the third subrace was based on the fact that shared memories brought about order and harmony. In the sixth, this order had to be brought about by conceived laws. Thus, the origin of legal and legislative systems is to be found in this sixth subrace. — And while in the third sub-race the separation of a group of people occurred only when they were, so to speak, forced out of their community because they no longer felt at home within the conditions maintained by memory, in the sixth sub-race the situation was fundamentally different. The calculating power of thought sought the new for its own sake; it spurred people on to undertake new ventures and establish new settlements. Consequently, the Akkadians were an enterprising people, inclined toward colonization. In particular, trade had to nourish their newly emerging powers of thought and judgment.
[ 21 ] Bei der siebenten Unterrasse (den Mongolen) bildete sich ebenfalls die Denkkraft aus. Aber es blieben bei ihnen Eigenschaften der früheren Unterrassen, namentlich der vierten, in viel stärkerem Maße vorhanden als bei der fünften und sechsten. Dem Sinn für die Erinnerung blieben sie treu. Und so gelangten sie zu der Überzeugung, daß das Älteste auch das Klügste sei, das, was sich am besten vor der Denkkraft verteidigen kann. Die Beherrschung der Lebenskräfte ging zwar auch ihnen verloren; aber was sich in ihnen an Gedankenkraft entwickelte, das hatte selbst etwas von dem Naturgewaltigen dieser Lebenskraft. Zwar hatten sie die Macht über das Leben verloren, niemals aber den unmittelbaren naiven Glauben an dasselbe. Ihnen war diese Kraft zu ihrem Gotte geworden, in dessen Auftrage sie alles taten, was sie für richtig hielten. So erschienen sie ihren Nachbarvölkern wie von dieser geheimen Kraft besessen und ergaben sich ihr selbst auch in blindem Vertrauen. Ihre Nachkommen in Asien und einigen europäischen Gegenden zeigten und zeigen noch viel von dieser Eigenart.
[ 21 ] In the seventh subrace (the Mongols), the power of thought also developed. However, characteristics of the earlier subraces — namely, the fourth—remained present in them to a much greater degree than in the fifth and sixth. They remained true to their sense of memory. And so they came to the conviction that the oldest was also the wisest—that which could best defend itself against the power of thought. Although they, too, lost control over the life forces, the power of thought that developed within them retained something of the elemental power of those life forces. They had indeed lost power over life, but they never lost their immediate, naive faith in it. For them, this power had become their God, in whose name they did everything they deemed right. Thus, to their neighboring peoples, they appeared to be possessed by this secret power and surrendered themselves to it in blind trust. Their descendants in Asia and some European regions displayed—and still display—much of this characteristic.
[ 22 ] Die in den Menschen gepflanzte Denkkraft konnte ihren vollen Wert in der Entwickelung erst erlangen, als sie einen neuen Antrieb erhielt in der fünften Wurzelrasse. Die vierte konnte doch nur diese Kraft in den Dienst dessen stellen, was ihr durch die Gabe des Gedächtnisses anerzogen war. Die fünfte gelangte erst zu solchen Lebensformen, für welche die Fähigkeit des Gedankens das rechte Werkzeug ist.
[ 22 ] The power of thought planted within human beings could only attain its full value in evolution once it received a new impetus in the fifth root race. The fourth root race could, after all, only put this power to use in the service of what had been instilled in it through the gift of memory. It was not until the fifth root race that forms of life emerged for which the capacity for thought is the proper tool.
