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From the Akashic Records
GA 11

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Vorurteile aus vermeintlicher Wissenschaft

Prejudices Arising from “Science” (1904)

[ 1 ] Es ist gewiß richtig, daß es im Geistesleben der Gegenwart vieles gibt, was demjenigen, der nach Wahrheit sucht, das Bekenntnis zu den geisteswissenschaftlichen (theosophischen) Erkenntnissen schwierig macht. Und dasjenige, was in den Aufsätzen über die «Lebensfragen der theosophischen Bewegung» gesagt ist, kann als Andeutung der Gründe erscheinen, welche insbesondere bei dem gewissenhaften Wahrheitsucher in dieser Richtung bestehen. Ganz phantastisch muß manche Aussage des Geisteswissenschafters dem erscheinen, welcher sie prüft an den sicheren Urteilen, die er glaubt aus dem sich bilden zu müssen, was er als die Tatsachen der naturwissenschaftlichen Forschung kennengelernt hat. Dazu kommt, daß diese Forschung auf den gewaltigen Segen hinzuweisen vermag, den sie dem menschlichen Fortschritt gebracht hat und fortdauernd bringt. Wie überwältigend wirkt es doch, wenn eine Persönlichkeit, welche lediglich auf die Ergebnisse dieser Forschung eine Weltansicht aufgebaut wissen will, die stolzen Worte zu sagen vermag: «Denn es liegt ein Abgrund zwischen diesen beiden extremen Lebensauffassungen: die eine für diese Welt allein, die andere für den Himmel. Bis heute hat jedoch die menschliche Wissenschaft nirgends die Spuren eines Paradieses, eines Lebens der Verstorbenen oder eines persönlichen Gottes aufgefunden, diese unerbittliche Wissenschaft, die alles ergründet und zerlegt, die vor keinem Geheimnis zurückschreckt, die den Himmel hinter den Nebelsternen ausforscht, die unendlich kleinen Atome der lebenden Zellen wie der chemischen Körper analysiert, die Substanz der Sonne auseinanderlegt, die Luft verflüssigt, von einem Ende der Erde zum andern bald sogar drahtlos telegraphiert, heute bereits durch die undurchsichtigen Körper durchsieht, die Schiffahrt unter dem Wasser und in der Luft einführt, uns neue Horizonte mittelst des Radiums und anderer Entdeckungen eröffnet; diese Wissenschaft, die, nachdem sie die wahre Verwandtschaft aller lebenden Wesen unter sich und ihre allmählichen Formwandlungen nachgewiesen hat, heute das Organ der menschlichen Seele, das Gehirn ins Bereich ihrer gründlichen Forschung zieht.» (Prof. August Forel, Leben und Tod. München 1908, Seite 3.) Die Sicherheit, mit welcher man auf solcher Grundlage zu bauen glaubt, verrät sich in den Worten, welche Forel an die obigen Auslassungen knüpft: «Indem wir von einer monistischen Lebensauffassung ausgehen, die allein allen wissenschaftlichen Tatsachen Rechnung trägt, lassen wir das Übernatürliche beiseite und wenden wir uns an das Buch der Natur.» So sieht sich der ernste Wahrheitsucher vor zwei Dinge gestellt, die einer bei ihm etwa vorhandenen Ahnung von der Wahrheit der geisteswissenschaftlichen Mitteilungen starke Hemmungen in die Wege stellen. Lebt in ihm ein Gefühl für solche Mitteilungen, ja empfindet er durch eine feinere Logik auch ihre innere Begründung: er kann zur Unterdrückung solcher Regungen gedrängt werden, wenn er sich zweierlei sagen muß. Erstens finden die Autoritäten, welche die Beweiskraft der sicheren Tatsachen kennen, daß alles «Übersinnliche» nur der Phantasterei und dem unwissenschaftlichen Aberglauben entspringt. Zweitens laufe ich Gefahr, durch die Hingabe an solches Übersinnliche ein unpraktischer, für das Leben unbrauchbarer Mensch zu werden. Denn alles, was für das praktische Leben geleistet wird, muß fest im «Boden der Wirklichkeit» wurzeln.

[ 1 ] It is certainly true that there is much in contemporary spiritual life that makes it difficult for those seeking the truth to embrace the insights of spiritual science (theosophy). And what is said in the essays on the “Life Questions of the Theosophical Movement” may serve as a hint at the reasons that exist in this regard, particularly for the conscientious seeker of truth. Many of the statements made by the spiritual scientist must seem utterly fantastical to those who test them against the certain judgments they believe they must form based on what they have come to know as the facts of scientific research. Added to this is the fact that this research is able to point to the immense blessings it has brought—and continues to bring—to human progress. How overwhelming it is, indeed, when a person who wishes to build a worldview based solely on the results of this research is able to utter these proud words: “For there is an abyss between these two extreme views of life: one for this world alone, the other for heaven.” To this day, however, human science has found no trace anywhere of a paradise, of an afterlife, or of a personal God—this relentless science that probes and dissects everything, that shrinks from no mystery, that explores the heavens beyond the nebulae, that analyzes the infinitely small atoms of living cells as well as chemical compounds, that breaks down the substance of the sun, liquefies air, will soon even transmit telegraphic messages wirelessly from one end of the earth to the other, already sees through opaque bodies, introduces navigation under water and in the air, and opens up new horizons for us through radium and other discoveries; this science, which, having demonstrated the true kinship among all living beings and their gradual transformations of form, is now drawing the organ of the human soul—the brain—into the realm of its thorough research.” (Prof. August Forel, Life and Death. Munich 1908, p. 3.) The confidence with which one believes one can build upon such a foundation is revealed in the words Forel adds to the above remarks: “By proceeding from a monistic view of life, which alone takes all scientific facts into account, we set aside the supernatural and turn to the book of nature.” Thus, the serious seeker of truth finds himself confronted with two things that pose significant obstacles to any inkling he may have regarding the truth of the spiritual scientific communications. Even if he harbors a feeling for such communications—indeed, if through a more subtle logic he perceives their inner justification—he may be compelled to suppress such impulses if he must acknowledge two things. First, the authorities, who recognize the persuasive power of established facts, maintain that everything “supernatural” stems solely from fantasy and unscientific superstition. Second, I run the risk of becoming an impractical person, useless in life, through my devotion to such supernatural phenomena. For everything accomplished in practical life must be firmly rooted in the “ground of reality.”

[ 2 ] Es werden nun nicht alle, die in einen solchen Zwiespalt hineinversetzt sind, sich leicht durcharbeiten bis zu der Erkenntnis, wie es sich mit den beiden charakterisierten Dingen wirklich verhält. Könnten sie das, dann würden sie zum Beispiel in bezug auf den ersten Punkt das folgende sehen: Mit der naturwissenschaftlichen Tatsachenforschung stehen die Ergebnisse der Geisteswissenschaft nirgends in Widerspruch. Überall, wo man unbefangen auf das Verhältnis der beiden hinsieht, zeigt sich vielmehr für unsere Zeit etwas ganz anderes. Es stellt sich heraus, daß diese Tatsachenforschung hinsteuert zu dem Ziele, das sie in gar nicht zu ferner Zeit in volle Harmonie bringen wird mit dem, was die Geistesforschung aus ihren übersinnlichen Quellen für gewisse Gebiete feststellen muß. Aus Hunderten von Fällen, die zum Belege für diese Behauptung beigebracht werden könnten, sei hier ein charakteristischer hervorgehoben.

[ 2 ] Not everyone who finds themselves caught in such a dilemma will easily work their way through to an understanding of how things really stand with regard to the two concepts described. If they could, they would see, for example, with regard to the first point, that the findings of spiritual science are in no way contradictory to scientific fact-finding. Wherever one objectively examines the relationship between the two, something quite different becomes apparent in our time. It turns out that this fact-based research is heading toward a goal that, in the not-too-distant future, will bring it into full harmony with what spiritual research must establish from its supersensible sources in certain areas. Of the hundreds of cases that could be cited as evidence for this assertion, let us highlight one characteristic example here.

[ 3 ] In meinen Vorträgen über die Entwickelung der Erde und der Menschheit wird darauf hingewiesen, daß die Vorfahren der jetzigen Kulturvölker auf einem Landesgebiet gewohnt haben, welches sich einstmals an der Stelle der Erdoberfläche ausdehnte, die heute von einem großen Teile des Atlantischen Ozeans eingenommen wird. In den Aufsätzen «Aus der Akasha-Chronik» ist mehr auf die seelisch-geistigen Eigenschaften dieser atlantischen Vorfahren hingewiesen worden. In mündlicher Rede wurde auch oft geschildert, wie die Oberfläche des Erdgebietes im alten Atlantischen Land ausgesehen hat. Es wurde gesagt: damals war die Luft durchschwängert von Wassernebeldünsten. Der Mensch lebte im Wassernebel, der sich niemals für gewisse Gebiete bis zur völligen Reinheit der Luft aufhellte. Sonne und Mond konnten nicht so gesehen werden wie heute, sondern umgeben von farbigen Höfen. Eine Verteilung von Regen und Sonnenschein, wie sie gegenwärtig stattfindet, gab es damals nicht. Man kann hellseherisch dies Alte Land durchforschen: die Erscheinung des Regenbogens gab es damals nicht. Sie trat erst in der nachatlantischen Zeit auf. Unsere Vorfahren lebten in einem Nebelland. Diese Tatsachen sind durch rein übersinnliche Beobachtung gewonnen; und es muß sogar gesagt werden, daß der Geistes-forscher am besten tut, wenn er sich aller Schlußfolgerungen aus seinen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen peinlich genau entäußert; denn durch solche Schlußfolgerungen wird ihm leicht der unbefangene innere Sinn der Geistesforschung in die Irre geführt. Nun aber vergleiche man mit solchen Feststellungen gewisse Anschauungen, zu denen sich einzelne Naturforscher in der Gegenwart gedrängt fühlen. Es gibt heute Forscher, welche sich durch die Tatsachen bemüßigt finden, anzunehmen, daß die Erde in einer bestimmten Zeit ihrer Entwickelung in eine Wolkenmasse eingebettet war. Sie machen darauf aufmerksam, daß auch gegenwärtig der bewölkte Himmel den unbewölkten überwiege, so daß das Leben auch jetzt noch zum großen Teile unter der Wirkung eines Sonnenlichtes stehe, das durch Wolkenbildung abgeschwächt werde, daß man also nicht sagen dürfe: das Leben hätte sich nicht entwickeln können in der einstigen Wolkenhülle. Sie weisen ferner darauf hin, daß diejenigen Organismen der Pflanzenwelt, welche man zu den ältesten zählen kann, solche waren, die auch ohne direktes Sonnenlicht sich entwickeln. So fehlen unter den Formen dieser älteren Pflanzenwelt diejenigen, welche wie die Wüstenpflanzen unmittelbares Sonnenlicht und wasserfreie Luft brauchten. Ja, auch bezüglich der Tierwelt hat ein Forscher (Hilgard) darauf aufmerksam gemacht, daß die Riesenaugen ausgestorbener Tiere (zum Beispiel der Ichthyosaurier) darauf hinweisen, wie in ihrer Epoche eine dämmerhafte Beleuchtung auf der Erde vorhanden gewesen sein müsse. Es fällt mir nicht bei, solche Anschauungen als nicht korrekturbedürftig anzusehen. Sie interessieren den Geistesforscher auch weniger durch das, was sie feststellen, als durch die Richtung, in welche die Tatsachenforschung sich gedrängt sieht. Hat doch auch vor einiger Zeit die auf mehr oder weniger Haeckelschem Standpunkt stehende Zeitschrift «Kosmos» einen beherzigenswerten Aufsatz gebracht, der aus gewissen Tatsachen der Pflanzen- und Tierwelt auf die Möglichkeit eines einstigen atlantischen Festlandes hinwies. — man könnte, wenn man eine größere Anzahl solcher Dinge zusammenstellte, leicht zeigen, wie sich wahre Naturwissenschaft in einer Richtung bewegt, die sie in der Zukunft einmünden lassen wird in den Strom, der gegenwärtig schon bewässert werden kann aus den Quellen der Geistesforschung. Es kann gar nicht scharf genug betont werden: mit den Tatsachen der Naturwissenschaft steht Geistesforschung nirgends im Widerspruch. Wo von ihren Gegnern ein solcher Widerspruch gesehen wird, da bezieht er sich eben gar nicht auf die Tatsachen, sondern auf die Meinungen, welche sich diese Gegner gebildet haben und von denen sie glauben, daß sie aus den Tatsachen sich notwendig ergeben. In Wahrheit hat aber zum Beispiel die oben angeführte Meinung Forels nicht das geringste mit den Tatsachen der Nebelsterne, mit dem Wesen der Zellen, mit der Verflüssigung der Luft und so weiter zu tun. Diese Meinung stellt sich als nichts anderes dar denn als ein Glaube, den sich viele aus ihrem am Sinnlich-Wirklichen haftenden Glaubensbedürfnis heraus gebildet haben und den sie neben die Tatsachen hinstellen. Dieser Glaube hat etwas stark Blendendes für den Gegenwartsmenschen. Er verführt zu einer inneren Intoleranz ganz besonderer Art. Die ihm anhängen, verblenden sich dahin, daß sie ihre eigene Meinung nur für allein «wissenschaftlich» ansehen und die Anschauung anderer als nur aus Vorurteil und Aberglauben entspringen lassen. So ist es doch wirklich sonderbar, wenn in einem eben erschienenen Buche über die Erscheinungen des Seelenlebens (Hermann Ebbinghaus, Abriß der Psychologie) die folgenden Sätze zu lesen sind: «Hilfe gegen das undurchdringliche Dunkel der Zukunft und die unüberwindliche Macht feindlicher Gewalten schafft sich die Seele in der Religion. Unter dem Druck der Ungewißheit und in dem Schrecken großer Gefahren drängen sich dem Menschen nach Analogie der Erfahrungen, die er in den Fällen des Nichtwissens und Nichtkönnens sonst gemacht hat, naturgemäß Vorstellungen zu, wie auch hier geholfen werden könnte, so Wie man in Feuersnot an das rettende Wasser, in Kampfesnot an den helfenden Kameraden denkt.» «Auf den niederen Kulturstufen, wo der Mensch sich noch sehr machtlos und auf Schritt und Tritt von unheimlichen Gefahren umlauert fühlt, überwiegt begreiflicherweise durchaus das Gefühl der Furcht und dementsprechend der Glaube an böse Geister und Dämonen. Auf höheren Stufen dagegen, wo der reiferen Einsicht in den Zusammenhang der Dinge und der größeren Macht über sie ein gewisses Selbstvertrauen und ein stärkeres Hoffen entspringt, tritt auch das Gefühl des Zutrauens zu den unsichtbaren Mächten in den Vordergrund und eben damit der Glaube an gute und wohlwollende Geister. Aber im ganzen bleiben beide, Furcht und Liebe, nebeneinander, dauernd charakteristisch für das Fühlen des Menschen gegenüber seinen Göttern, nur eben je nach Umständen beide in verschiedenem Verhältnis zueinander.» — «Das sind die Wurzeln der Religion... Furcht und Not sind ihre Mütter; und obwohl sie im wesentlichen durch Autorität fortgepflanzt wird, nachdem sie einmal entstanden ist, so wäre sie doch längst ausgestorben, wenn sie aus jenen beiden nicht immer wieder neu geboren würde.» — Wie ist in diesen Behauptungen alles verschoben, alles durcheinandergeworfen; wie ist das Durcheinandergeworfene von falschen Punkten aus beleuchtet. Wie stark ferner steht der Meinende unter dem Einfluß des Glaubens, daß seine Meinung eine allgemein-verbindliche Wahrheit sein muß. Zunächst ist durcheinandergeworfen der Inhalt des religiösen Vorstellens mit dem religiösen Gefühlsinhalt. Der Inhalt des religiösen Vorstellens ist aus dem Gebiete der übersinnlichen Welten genommen. Das religiöse Gefühl, zum Beispiel Furcht und Liebe gegenüber den übersinnlichen Wesenheiten, wird ohne weiteres zum Schöpfer des Inhaltes gemacht und ohne alle Bedenken angenommen, daß dem religiösen Vorstellen etwas Wirkliches gar nicht entspreche. Nicht im entferntesten wird an die Möglichkeit gedacht, daß es eine echte Erfahrung geben könne von übersinnlichen Welten und daß an die durch solche Erfahrung gegebene Wirklichkeit sich hinterher die Gefühle von Furcht und Liebe klammern, wie ja schließlich auch keiner in Feuersnot an das rettende Wasser, in Kampfesnot an den helfenden Kameraden denkt, wenn er nicht Wasser und Kamerad vorher gekannt hat. Geisteswissenschaft wird in solcher Betrachtung dadurch für eine Phantasterei erklärt, daß man das religiöse Fühlen zum Schöpfer von Wesenheiten werden läßt, welche man einfach für nicht vorhanden ansieht. Solcher Denkungsart fehlt eben ganz das Bewußtsein davon, daß es möglich ist, den Inhalt der übersinnlichen Welt zu erleben, wie es möglich für die äußeren Sinne ist, die gewöhnliche Sinnenwelt zu erleben. — das Sonderbare tritt bei solchen Ansichten oft ein: sie verfallen in diejenige Art der Schlußfolgerung für ihren Glauben, die sie als die anstößige bei den Gegnern hinstellen. So findet sich in der obenangeführten Schrift von Forel der Satz: «Leben wir denn nicht in einer hundertmal wahreren, wärmeren und interessanteren Weise in dem Ich und in der Seele unserer Nachkommen von neuem als in der kalten und nebelhaften Fata morgana eines hypothetischen Himmels unter den ebenso hypothetischen Gesängen und Trompetenklängen vermuteter Engel und Erzengel, die wir uns doch nicht vorstellen können und die uns daher nichts sagen.» Ja, aber was hat es denn mit der Wahrheit zu tun, was «man» «wärmer», «interessanter» findet? Wenn es schon richtig ist, daß aus Furcht und Hoffnung nicht ein geistiges Leben abgeleitet werden soll, ist es dann richtig, dieses geistige Leben zu leugnen, weil man es «kalt» und «uninteressant» findet? Der Geistesforscher ist gegenüber solchen Persönlichkeiten, welche auf dem «festen Boden wissenschaftlicher Tatsachen» zu stehen behaupten, in der folgenden Lage. Er sagt ihnen: was ihr an solchen Tatsachen vorbringt, aus Geologie, Paläontologie, Biologie, Physiologie und so weiter, nichts wird von mir geleugnet. Zwar bedarf manche eurer Behauptungen sicherlich der Korrektur durch andere Tatsachen. Doch solche Korrektur wird die Naturwissenschaft selbst bringen. Abgesehen davon sage ich «Ja» zu dem, was ihr vorbringt. Euch zu bekämpfen fällt mir gar nicht bei, wenn ihr Tatsachen vorbringt. Nun aber sind eure Tatsachen nur ein Teil der Wirklichkeit. Der andere Teil sind die geistigen Tatsachen, welche den Verlauf der sinnlichen erst erklärlich machen. Und diese Tatsachen sind nicht Hypothesen, nicht etwas, was «man» sich nicht vorstellen kann, sondern das Erlebnis, die Erfahrung der Geistesforschung. Was ihr vorbringt über die von euch beobachteten Tatsachen hinaus, ist, ohne daß dies von euch bemerkt wird, nichts weiter als die Meinung, daß es solche geistige Tatsachen nicht geben könne. In Wahrheit bringt ihr zum Beweis für diese eure Behauptung nichts vor, als daß euch solche geistige Tatsachen unbekannt sind. Daraus folgert ihr, daß sie nicht existieren und daß diejenigen Träumer und Phantasten seien, welche vorgeben, von ihnen etwas zu wissen. Der Geistesforscher nimmt euch nichts, aber auch gar nichts von eurer Welt; er fügt zu dieser nur noch die seine hinzu. Ihr aber seid damit nicht zufrieden, daß er so verfährt; ihr sagt — wenn auch nicht immer klar -, «man» darf von nichts anderem sprechen, als wovon wir sprechen; wir fordern nicht allein, daß man uns das zugibt, wovon wir wissen, sondern wir verlangen, daß man alles das für eitel Hirngespinst erklärt, wovon wir nichts wissen. Wer auf solche «Logik» sich einlassen will, dem ist allerdings vorläufig nicht zu helfen. Er mag mit dieser Logik den Satz begreifen: «In unseren menschlichen Ahnen hat unser Ich früher direkt gelebt und es wird in unseren direkten oder indirekten Nachkommen weiter leben.» (Forel, Leben und Tod, Seite 21.) Er soll aber nur nicht hinzufügen: «Die Wissenschaft beweist es», wie es in der angeführten Schrift geschieht. Denn die Wissenschaft «beweist» in diesem Falle nichts, sondern der an die Sinnenwelt gefesselte Glaube stellt das Dogma auf: Wovon ich mir nichts vorstellen kann, das muß als Wahn gelten; und wer gegen meine Behauptung sündigt, vergeht sich an echter Wissenschaft.

[ 3 ] In my lectures on the evolution of the Earth and humanity, I have pointed out that the ancestors of today’s civilized peoples lived in a region that once covered the part of the Earth’s surface now occupied by a large portion of the Atlantic Ocean. In the essays “From the Akashic Records,” more attention has been given to the soul-spiritual qualities of these Atlantean ancestors. In spoken presentations, descriptions have also often been given of what the surface of the Earth looked like in the ancient land of Atlantis. It was said that at that time, the air was permeated with water vapor. People lived in a mist that, in certain areas, never cleared to the point where the air became completely pure. The sun and moon could not be seen as they are today, but were surrounded by colored halos. There was no distribution of rain and sunshine at that time as we experience it today. One can explore this ancient land through clairvoyance: the phenomenon of the rainbow did not exist back then. It first appeared in the post-Atlantean era. Our ancestors lived in a land of mist. These facts have been gleaned through purely supersensible observation; and it must even be said that the spiritual researcher does best to meticulously divest himself of all conclusions drawn from his scientific findings; for such conclusions can easily lead him astray from the unbiased inner meaning of spiritual research. Now, however, let us compare such findings with certain views to which some natural scientists today feel compelled to subscribe. There are researchers today who, based on the facts, find themselves compelled to assume that at a certain stage in its development, the Earth was embedded in a mass of clouds. They point out that even today, cloudy skies predominate over clear ones, so that life is still largely subject to the influence of sunlight that is attenuated by cloud cover; therefore, one cannot say that life could not have developed within that former cloud cover. They further point out that those organisms in the plant kingdom that can be counted among the oldest were ones that could develop even without direct sunlight. Thus, among the forms of this older plant kingdom, there are none that, like desert plants, required direct sunlight and dry air. Indeed, with regard to the animal kingdom as well, a researcher (Hilgard) has pointed out that the giant eyes of extinct animals (such as the ichthyosaurs) indicate that twilight-like lighting must have existed on Earth during their era. It does not occur to me to regard such views as not in need of correction. They interest the spiritual researcher less for what they establish than for the direction in which factual research finds itself compelled to move. After all, some time ago, the journal Kosmos—which takes a position more or less in line with Haeckel’s views—published a noteworthy essay that, based on certain facts from the plant and animal kingdoms, pointed to the possibility of a former Atlantic continent. — If one were to compile a larger number of such examples, one could easily demonstrate how true natural science is moving in a direction that will, in the future, lead it to merge with the stream that can already be nourished today from the sources of spiritual research. It cannot be emphasized strongly enough: spiritual research is in no way at odds with the facts of natural science. Where such a contradiction is perceived by its opponents, it does not refer to the facts at all, but rather to the opinions, which these opponents have formed and which they believe, to necessarily follow from the facts. In truth, however, Forel’s opinion cited above, for example, has not the slightest connection with the facts regarding nebulae, the nature of cells, the liquefaction of air, and so on. This opinion presents itself as nothing other than a belief that many have formed out of their need for faith rooted in the sensory-real, and which they place alongside the facts. This belief has a strongly dazzling effect on people today. It leads to a very particular kind of inner intolerance. Those who adhere to it delude themselves into regarding their own opinion as the only “scientific” one and viewing the perspectives of others as arising solely from prejudice and superstition. It is indeed strange, then, to read the following sentences in a recently published book on the phenomena of mental life (Hermann Ebbinghaus, Outline of Psychology): “The soul finds help against the impenetrable darkness of the future and the insurmountable power of hostile forces in religion. Under the pressure of uncertainty and in the terror of great dangers, ideas naturally come to mind—by analogy with the experiences one has otherwise had in situations of ignorance and helplessness—as to how help might be found here as well, just as one thinks of life-saving water in a fire or of a helping comrade in the heat of battle.” “At the lower stages of civilization, where people still feel very powerless and beset at every turn by eerie dangers, the feeling of fear—and, accordingly, the belief in evil spirits and demons—understandably predominates. At higher stages, on the other hand, where a more mature understanding of the interconnection of things and greater power over them give rise to a certain self-confidence and stronger hope, the feeling of trust in invisible powers also comes to the fore—and with it, the belief in good and benevolent spirits. But on the whole, both—fear and love—coexist, remaining a constant characteristic of human feelings toward their gods, though their relationship to one another varies depending on the circumstances.” — “These are the roots of religion... Fear and distress are its mothers; and although it is essentially perpetuated by authority once it has arisen, it would have died out long ago if it were not constantly reborn from those two.” — How everything in these assertions has been shifted, everything thrown into confusion; how this confusion is illuminated from the wrong perspectives. Furthermore, how strongly is the person expressing this opinion under the influence of the belief that his opinion must be a universally binding truth? To begin with, the content of religious imagination has been conflated with the content of religious feeling. The content of religious imagination is drawn from the realm of the supernatural worlds. Religious feeling—for example, fear and love toward supernatural beings—is readily made the creator of the content, and it is accepted without any hesitation that religious imagination does not correspond to anything real at all. Not in the remotest way is the possibility considered that there could be a genuine experience of the supersensible worlds—and that feelings of fear and love cling to the reality revealed by such an experience afterward, just as, after all, no one in the midst of a fire thinks of the water that will save them, or in the heat of battle of the comrade who will help them, unless they have known the water and the comrade beforehand. In such a line of reasoning, spiritual science is dismissed as fantasy precisely because religious feeling is allowed to become the creator of entities that are simply regarded as nonexistent. This way of thinking completely lacks the awareness that it is possible to experience the content of the supersensible world just as it is possible for the external senses to experience the ordinary sensory world. — A peculiar phenomenon often arises with such views: they fall into the very kind of reasoning for their beliefs that they portray as objectionable in their opponents. Thus, in Forel’s aforementioned work, we find the following sentence: “Do we not live anew, in a hundred times truer, warmer, and more interesting way, in the ‘I’ and in the souls of our descendants, than in the cold and misty mirage of a hypothetical heaven, amid the equally hypothetical songs and trumpet blasts of supposed angels and archangels, whom we cannot imagine anyway and who therefore mean nothing to us?” Yes, but what does “what one” finds “warmer” or “more interesting” have to do with the truth? If it is indeed true that a spiritual life should not be derived from fear and hope, is it then right to deny this spiritual life simply because one finds it “cold” and “uninteresting”? The spiritual researcher finds himself in the following position vis-à-vis such individuals who claim to stand on the “solid ground of scientific facts.” He says to them: whatever you present in the way of such facts—from geology, paleontology, biology, physiology, and so on—I deny none of it. Admittedly, some of your assertions certainly require correction by other facts. But such correction will be provided by natural science itself. Apart from that, I say “Yes” to what you present. It does not occur to me at all to oppose you when you present facts. But your facts are only one part of reality. The other part consists of the spiritual facts, which alone make the course of the sensory facts understandable. And these facts are not hypotheses, not something that “one” cannot imagine, but the experience, the knowledge of spiritual research. What you put forward beyond the facts you have observed is, without your realizing it, nothing more than the opinion that such spiritual facts cannot exist. In truth, you offer nothing as proof of this claim of yours other than the fact that such spiritual facts are unknown to you. From this you conclude that they do not exist and that those who claim to know anything about them are dreamers and fantasists. The spiritual researcher takes nothing—absolutely nothing—away from your world; he merely adds his own to it. But you are not satisfied with this approach; you say—albeit not always clearly—“one” must speak of nothing other than what we speak of; we demand not only that others acknowledge what we know, but we also demand that everything we know nothing about be declared a mere figment of the imagination. Anyone willing to go along with such “logic” is, admittedly, beyond help for the time being. He may use logic to understand the statement: “Our ego once lived directly within our human ancestors, and it will continue to live on in our direct or indirect descendants.” (Forel, Life and Death, p. 21.) But he must not add: “Science proves it,” as is done in the cited text. For science “proves” nothing in this case; rather, belief—bound to the sensory world—establishes the dogma: Whatever I cannot conceive of must be regarded as delusion; and whoever contradicts my assertion is guilty of an offense against true science.

[ 4 ] Wer die menschliche Seele in ihrer Entwickelung kennt, der findet es ganz begreiflich, daß durch die gewaltigen Fortschritte der Naturwissenschaft die Geister zunächst geblendet sind und sich heute nicht zurechtfinden können in den Formen, in denen hohe Wahrheiten traditionell überliefert sind. Die Geisteswissenschaft gibt der Menschheit solche Formen wieder zurück. Sie zeigt zum Beispiel, wie die Schöpfungstage der Bibel Dinge wiedergeben, die dem hellseherischen Blick sich entschleiern.11Vergleiche: Rudolf Steiner, die Geheimnisse der biblischen Schöpfungsgeschichte, Gesamtausgabe Dornach 1961. Der an die Sinnenwelt gefesselte Geist findet nur, daß die Schöpfungstage den Errungenschaften der Geologie und so weiter widersprechen. Die Geisteswissenschaft ist bei dem Erkennen der tiefen Wahrheiten dieser Schöpfungstage ebensoweit davon entfernt, sie als bloße «Mythendichtung» zu verflüchtigen, wie irgendwie allegorische oder symbolische Erklärungsarten anzuwenden. Wie sie vorgeht, das ist allerdings denen ganz unbekannt, welche noch immer von dem Widerspruch dieser Schöpfungstage mit der Wissenschaft phantasieren. Auch darf nicht geglaubt werden, daß die Geistesforschung ihr Wissen aus der Bibel schöpft. Sie hat ihre eigenen Methoden, findet unabhängig von allen Urkunden die Wahrheiten und erkennt sie dann wieder in diesen. Dieser Weg ist aber notwendig für viele gegenwärtige Wahrheitssucher. Denn diese fordern eine Geistesforschung, die in sich denselben Charakter tragt wie die Naturwissenschaft. Und nur wo das Wesen solcher Geisteswissenschaft nicht erkannt wird, verfällt man in die Ratlosigkeit, wenn es sich darum handelt, die Tatsachen der übersinnlichen Welt vor den blendenden Wirkungen der scheinbar auf Naturwissenschaft gebauten Meinungen zu bewahren. Eine solche Gemütsverfassung wurde sogar schon vorhergeahnt von einem seelisch warmen Manne, der aber für sein Gefühl keinen geisteswissenschaftlichen übersinnlichen Inhalt finden konnte. Schon vor beinahe achtzig Jahren schrieb eine solche Persönlichkeit, Schleiermacher, an Lücke, der um vieles jünger war als er selbst: «Wenn Sie den gegenwärtigen Zustand der Naturwissenschaft betrachten, wie sie sich immer mehr zu einer umfassenden Weltkunde gestaltet, was ahndet Ihnen von der Zukunft, ich will nicht einmal sagen für unsere Theologie, sondern für unser evangelisches Christentum... Mir ahndet, daß wir werden lernen müssen, uns ohne Vieles zu behelfen, was Viele noch gewohnt sind, als mit dem Wesen des Christentums unzertrennlich verbunden zu denken. Ich will gar nicht vom Sechstagewerk reden, aber der Schöpfungsbegriff, wie er gewöhnlich konstruiert wird ... wie lange wird er sich noch halten können gegen die Gewalt einer aus wissenschaftlichen Kombinationen, denen sich niemand entziehen kann, gebildeten Weltanschauung? ... Was soll denn werden, mein lieber Freund? Ich werde diese Zeit nicht mehr erleben, sondern kann mich ruhig schlafen legen; aber Sie mein Freund, und Ihre Altersgenossen, was gedenken Sie zu tun?» (Theologische Studien und Kritiken von Ullmann und Umbreit, 1829, Seite 489.) Diesem Ausspruch liegt die Meinung zugrunde, daß die «wissenschaftlichen Kombinationen » ein notwendiges Ergebnis der Tatsachen seien. Wären sie es, dann könnte sich ihnen «niemand» entziehen; und wen dann sein Gefühl nach der übersinnlichen Welt zieht, der kann wünschen, es möge ihm gegönnt sein, sich «ruhig schlafen zu legen» vor dem Ansturm der Wissenschaft gegen die übersinnliche Welt. Die Voraussage Schleiermachers hat sich insofern erfüllt, als in weiten Kreisen die «wissenschaftlichen Kombinationen» Platz ergriffen haben. Aber zugleich gibt es gegenwärtig eine Möglichkeit, die übersinnliche Welt auf ebenso «wissenschaftliche» Art kennenzulernen wie die sinnlichen Tatsachenzusammenhänge. Wer sich mit der Geisteswissenschaft so bekanntmacht, wie es gegenwärtig schon möglich ist, der wird durch sie vor manchem Aberglauben bewahrt sein, aber die übersinnlichen Tatsachen in seinen Vorstellungsinhalt aufnehmen können, und dadurch außer allem andern Aberglauben auch den abstreifen, daß Furcht und Not diese übersinnliche Welt geschaffen haben. — Wer sich zu dieser Anschauung durchzuringen vermag, der wird dann auch nicht mehr gehemmt sein durch die Vorstellung, er könne der Wirklichkeit und Praxis durch die Beschäftigung mit der Geisteswissenschaft entfremdet werden. Er wird dann eben erkennen, wie wahre Geisteswissenschaft nicht das Leben ärmer, sondern reicher macht. Er wird durch sie gewiß zu keiner Unterschätzung der Telephone, Eisenbahntechnik und Luftschiffahrt verführt; aber er wird manches andere Praktische noch sehen, das gegenwärtig unberücksichtigt bleibt, wo man nur an die Sinnenwelt glaubt und daher nur einen Teil, nicht die ganze Wirklichkeit, anerkennt.

[ 4 ] Anyone who understands the development of the human soul will find it quite understandable that, due to the tremendous advances in the natural sciences, people’s minds are initially dazzled and today cannot find their bearings in the forms in which higher truths have traditionally been handed down. Spiritual science restores such forms to humanity. It shows, for example, how the days of creation in the Bible reflect things that are revealed to the clairvoyant gaze.11See: Rudolf Steiner, The Mysteries of the Biblical Creation Story, Complete Works, Dornach 1961. The mind bound to the sensory world finds only that the days of creation contradict the findings of geology and so on. In recognizing the profound truths of these days of creation, spiritual science is just as far from dismissing them as mere “mythical fiction” as it is from applying any kind of allegorical or symbolic interpretation. How it proceeds, however, is entirely unknown to those who still fantasize about the contradiction between these days of creation and science. Nor should it be believed that spiritual research derives its knowledge from the Bible. It has its own methods, discovers the truths independently of all texts, and then recognizes them again within them. This path, however, is necessary for many contemporary seekers of truth. For they demand a spiritual science that shares the same character as natural science. And only when the nature of such spiritual science is not recognized does one fall into bewilderment when it comes to protecting the facts of the supersensible world from the dazzling effects of opinions seemingly based on natural science. Such a state of mind was even foreseen by a man of warm spirit who, however, could find no spiritual-scientific, supersensible content for his feelings. Nearly eighty years ago, such a figure, Schleiermacher, wrote to Lücke, who was much younger than himself: “When you consider the current state of natural science, as it increasingly takes shape as a comprehensive understanding of the world, what does the future portend—I won’t even say for our theology, but for our Protestant Christianity... It seems to me that we will have to learn to do without much of what many are still accustomed to thinking of as inseparably linked to the essence of Christianity. I do not wish to speak at all of the six-day creation, but the concept of creation, as it is usually conceived... how much longer will it be able to hold its ground against the force of a worldview formed from scientific combinations, from which no one can escape? ... What is to become of it, my dear friend? I will not live to see that time, but can go to sleep in peace; but you, my friend, and your contemporaries—what do you intend to do?” (Theological Studies and Critiques by Ullmann and Umbreit, 1829, p. 489.) Underlying this statement is the view that the “scientific combinations” are a necessary consequence of the facts. If they were, then “no one” could escape them; and whoever is drawn by their feelings toward the supernatural world may wish to be granted the opportunity to “rest peacefully” before science’s onslaught against the supernatural world. Schleiermacher’s prediction has come true insofar as “scientific combinations” have taken hold in wide circles. But at the same time, there is now a possibility of coming to know the supersensible world in just as “scientific” a manner as the relationships among sensory facts. Anyone who familiarizes themselves with spiritual science to the extent that is already possible today will be spared from many forms of superstition, yet will be able to incorporate the supersensible facts into their mental imagery, and thereby shed not only all other forms of superstition but also the notion that fear and distress have created this supersensible world. — Anyone who is able to bring themselves to adopt this view will no longer be held back by the notion that engaging with spiritual science might alienate them from reality and practical life. They will then recognize how true spiritual science does not impoverish life but rather enriches it. It will certainly not lead them to underestimate the telephone, railroad technology, or air travel; but they will come to see many other practical aspects that are currently overlooked, since people believe only in the sensory world and therefore recognize only a part—not the whole—of reality.