Philosophy, History and Literature
GA 51
April 1905, Berlin
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Philosophy, History and Literature, tr. SOL
17. Einige Worte an den Leser
17. A Few Words to the Reader
[ 1 ] Das folgende ist eine Wiedergabe der Vorträge, die ich in den Monaten Januar bis März an der Berliner «Freien Hochschule» über Schiller gehalten habe. Der Abdruck ist erfolgt lediglich nach Notizen, die sich zwei Zuhörer während der Vorträge gemacht haben. Ich selbst war gar nicht in der Lage, die Aufzeichnungen durchzusehen. Nur einem dringenden Wunsche entspreche ich, wenn ich meine Einwilligung zur Drucklegung gebe. Eigentlich bin ich nicht der Ansicht, daß Vorträge gedruckt werden sollen. Was gesprochen wird, ist auf das Gehört-werden und nicht auf das Gelesen-werden zu stilisieren. Gesprochene Abhandlungen oder Bücher sind ein Unding. Und ebenso Bücher, die aus nachgeschriebenen Vorträgen entspringen. Wer Stilgefühl hat, wird mir recht geben. Ausnahmen von diesem Gesetze mögen in einzelnen Fällen gemacht werden. Eine solche Ausnahme liegt hier vor. Sie scheint mir die Regel zu bestätigen.
[ 1 ] The following is a transcript of the lectures I gave on Schiller at the Berlin “Freie Hochschule” from January through March. It has been printed solely on the basis of notes taken by two members of the audience during the lectures. I myself was not in a position to review the notes. I am merely complying with an urgent request by giving my consent to publication. Actually, I do not believe that lectures should be printed. What is spoken should be styled to be heard, not to be read. Spoken treatises or books are an absurdity. And so, too, are books derived from transcribed lectures. Anyone with a sense of style will agree with me. Exceptions to this rule may be made in individual cases. Such an exception applies here. It seems to me to confirm the rule.
Berlin, April 1905
Dr. Rudolf Steiner
Berlin, April 1905
Dr. Rudolf Steiner
