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The Rudolf Steiner Archive

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The Essence of Christianity
GA 68a

29 November 1910, Hamburg

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The Essence of Christianity, tr. SOL
  1. Über das Wesen des Christentums

56. Theosophie und Bibel

56. Theosophy and the Bible

Mitgliedervortrag

Member Presentation

[ 1 ] Was hier heute gesagt werden soll, bitte ich als Beobachtungen und Erfahrungen hinzunehmen, die der Okkultist machen kann an der Bibel oder andern alten Dokumenten der Menschheitsentwicklung. In den mannigfaltigsten Urkunden, bei den verschiedensten Völkern findet man Mythen, Sagen und Legenden, die auffallend einander gleichen. Namen, einzelne Züge der Erzählung weichen oft, sehr oft voneinander ab; doch finden sich große Ähnlichkeiten solch alter Sagen, zum Beispiel bei den griechischen und mexikanischen Völkern. Der heutige Mensch der neuzeitlichen Bildung, namentlich wenn er recht gescheit ist, sagt: «Das sind die kindlichen Vorstellungen, die sich die früheren Menschen gebildet haben.» Vom Gesichtspunkte der okkulten Forschung und durch die Beobachtung der Akasha-Chronik bekommt man aber einen gewaltigen Respekt vor diesen alten Urkunden. Die alten Mythen und Sagen sprachen zwar in Bildern, aber die Art derselben bringt uns darauf, anzunehmen, dass eine richtige Erkenntnis da war von den geistigen Hierarchien, die das bewirkten, was heute unsere Erde mit dem Menschen ist. Nicht eine kindliche Phantasie, sondern nur eine Urweisheit konnte solche Bilder schaffen. ...

[ 1 ] I ask that what is to be said here today be accepted as observations and experiences that the occultist may gain from the Bible or other ancient documents concerning human development. In the most diverse records, among the most varied peoples, one finds myths, sagas, and legends that are strikingly similar to one another. Names and individual details of the narratives often—very often—differ from one another; yet there are great similarities among such ancient sagas, for example, among the Greek and Mexican peoples. Modern people with a contemporary education, especially if they are truly intelligent, say: “These are the childish notions that earlier people formed.” From the perspective of occult research, however, and through observation of the Akashic Records, one develops a profound respect for these ancient records. Although the ancient myths and legends spoke in images, the nature of these images leads us to assume that there was a true understanding of the spiritual hierarchies that brought about what our Earth and humanity are today. It was not a childish imagination, but only primordial wisdom that could have created such images. ...

[ 2 ] In allen alten Sprachen wird durch Mythen davon geredet, dass die Sprache den Menschen von den Göttern gegeben wurde. Das ist keine so phantastische Theorie, wie sie die modernen Altertumsforscher aufstellen. Es muss eben eine Urweisheit gegeben haben, die den einzelnen Völkern je nach ihrer Begabung modifiziert gegeben wurde. ...

[ 2 ] Myths in all ancient languages speak of language being given to humans by the gods. This is not as fantastical a theory as modern classical scholars make it out to be. There must simply have been a primordial wisdom that was passed down to individual peoples in forms adapted to their respective abilities. ...

[ 3 ] Bei einem Dokument, der Bibel, findet aber der Okkultist noch etwas anderes. Es ist eine ungeheure Summe von Mühe und Fleiß aufgewendet worden, um ihren Inhalt zu verstehen; und geradezu tragisch wirkt es, wenn man sehen muss, dass in gewisser Hinsicht das alles nutzlos war, denn keiner findet das, worauf es ankommt, ob nun von Orthodoxen oder Freisinnigen die Bibel betrachtet wird, einerlei — vorbeigelesen wird überall. Wir müssen ja den größten Respekt haben vor dem unendlichen Fleiß und der großen Gelehrsamkeit; aber all diese ernste und hingebungsvolle Forschung ist durch den Materialismus der Methode völlig nutzlos geworden: ein hartes Geschick, das da die Wissenschaft trifft!

[ 3 ] But in one document—the Bible—the occultist finds something else as well. An immense amount of effort and diligence has been expended to understand its content; and it seems downright tragic to realize that, in a certain sense, all of this was in vain, for no one finds what really matters—whether the Bible is examined by orthodox believers or liberal thinkers, it makes no difference—everyone simply skims over it. We must, of course, have the utmost respect for the boundless diligence and great erudition; but all this serious and devoted research has become completely futile due to the materialism of the method: a harsh fate that befalls science!

[ 4 ] Wie die Methode ist, möchte ich an einem Beispiel klarmachen. Als Goetheforscher bemühte ich mich, einen viel umstrittenen Aufsatz — «Über die Natur» — als wirklich von Goethe herrührend nachzuweisen, es gab nämlich genügend Beweise dafür, dass Goethe die verschiedenen Sätze dem Schweizer Tobler, der ein ungewöhnlich gutes Gedächtnis hatte, während der täglichen Spaziergänge vorgesprochen hatte, und dieser sie gleich nachher nach dem Gedächtnis aufschrieb. Während ich der Meinung war, die geistige Urheberschaft Goethes deutlich auseinandergesetzt zu haben, bedankte sich ein angesehener Philologe sehr bei mir, dass ich doch endlich einwandfrei erwiesen habe, dass nicht Goethe, sondern Tobler der Verfasser sei! Also den heutigen Philologen kommt es darauf an, wer die Feder in die Tinte getaucht hat! So sucht man bei der Bibel nicht die geistigen Urheber, sondern die Schreiber zu erforschen. Wir aber brauchen nicht die Toblers, sondern die Goethes.

[ 4 ] I would like to illustrate this method with an example. As a Goethe scholar, I endeavored to prove that a highly controversial essay—“On Nature”—was indeed written by Goethe; there was, in fact, sufficient evidence that Goethe had recited the various passages to the Swiss scholar Tobler—who had an unusually good memory—during their daily walks, and that Tobler had written them down from memory immediately afterward. While I believed I had clearly demonstrated Goethe’s intellectual authorship, a distinguished philologist thanked me profusely for having finally proven beyond a doubt that it was not Goethe but Tobler who was the author! So for today’s philologists, what matters is who dipped the pen in the ink! In the same way, when it comes to the Bible, people seek not to identify the intellectual authors but to investigate the scribes. We, however, do not need the Toblers, but the Goethes.

[ 5 ] Man hat große Schwierigkeiten, besonders in der Genesis, den eigentlichen Sinn des Wortlauts wieder zu finden; denn es gab bei den alten Völkern eine Verständigung durch den Rhythmus und durch den Gleichklang der Vokale, was unserer modernen, so banalen Sprache völlig abhandengekommen ist. «Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.» Darin liegt etwas, was der heutige Mensch erst wieder sich erobern muss. Die Bibel bietet dar die größte Menschenseelen-Erkenntnis. Als Okkultist entdeckt man zum Beispiel, in welchem Verhältnis die einzelnen Sinnesorgane zueinanderstehen, und dann findet man: Diese Dinge stehen in der Bibel; es gehört diese Entdeckung zu den erschütterndsten Erfahrungen.

[ 5 ] It is very difficult, especially in Genesis, to rediscover the true meaning of the text; for among the ancient peoples, communication took place through rhythm and the harmony of vowels—something that has been completely lost in our modern, so banal language. “In the beginning, God created the heavens and the earth.” Therein lies something that modern man must first reclaim for himself. The Bible offers the greatest insight into the human soul. As an occultist, one discovers, for example, the relationship between the individual sense organs, and then one finds: These things are written in the Bible; this discovery is one of the most profound experiences.

[ 6 ] In allen andern Sagen ist nur Naturerkenntnis — es gibt babylonische Tafeln und so weiter, wo sozusagen das Vaterunser schon darauf steht, auch in der Bergpredigt werden ganz bekannte Sätze gegeben —, aber das, worauf es bei der Bibel ankommt, ist eine ganz neue Nuance, Es heißt z.B.:

[ 6 ] All other legends contain only knowledge of nature—there are Babylonian tablets and so on, where, so to speak, the Lord’s Prayer is already inscribed, and the Sermon on the Mount also contains well-known sayings—but what matters in the Bible is an entirely new nuance. For example, it says:

[ 7 ] Selig sind, die da betteln um Geist, denn ihnen werden gegeben die Reiche der Himmel. (Mt 5,3)

[ 7 ] Blessed are those who hunger and thirst for righteousness, for they will be filled. (Mt 5:3)

[ 8 ] Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden. (Mt 6,10)

[ 8 ] Your will be done, on earth as it is in heaven. (Mt 6:10)

[ 9 ] Die Gleichklänge, die sich da finden mit früher schon Dagewesenem, beweisen nichts. Aber noch etwas Eigenartiges tritt uns an der Bibel entgegen. Eine besondere Eigenschaft aller religiösen Urkunden ist: Sie wirken inspirierend, sodass wir selber weiter kommen — moderne Literatur wirkt nicht inspirierend, sondern ertötend. Und insbesondere wirkt das Alte Testament inspirierend. Eine Zeit lang befriedigt den Okkultisten diese Inspiration, aber es bleibt ein Rest, den man nur durch ein Mittel wegschaffen kann: durch eins der Evangelien oder einen der Paulus- oder Petrusbriefe. Das sind Beobachtungen, die jeder machen kann. Den Grund des Unterschiedes müssen wir uns klarmachen.

[ 9 ] The parallels found there with what existed earlier prove nothing. But there is something else peculiar about the Bible. A distinctive characteristic of all religious texts is that they have an inspiring effect, enabling us to progress further on our own—modern literature, on the other hand, is not inspiring but stifling. And the Old Testament, in particular, has an inspiring effect. For a time, this inspiration satisfies the occultist, but a residue remains that can be removed only by one means: through one of the Gospels or one of the epistles of Paul or Peter. These are observations anyone can make. We must understand the reason for this difference.

[ 10 ] Alle Urkunden, außer dem Neuen Testament, können wir auf die Uroffenbarung zurückführen. Damals, als auf der Erde die geistigen Führer waren, da konnten die Menschen zurückblicken auf die früheren Inkarnationen bei der Einweihung. Aber je weiter die Entwicklung voranschritt, desto dunkler wurde es um die Menschen herum bei diesen Einweihungen. Zur Zeit, als das «Neue Testament» beginnt, verstand der Schüler nicht mehr so recht, was das ist, was er sah; es blieb dunkel in ihm. Der ganze große Schmerz, der in solchen Menschen lebte, die sich nicht mehr verbinden konnten mit dem Geist, wird uns klar, wenn wir uns das Schicksal einer Persönlichkeit vor Augen rücken, die in ihrer letzten Verkörperung ungefähr an der Grenze zwischen Mittelalter und neuer Zeit lebte.

[ 10 ] All sacred texts, except for the New Testament, can be traced back to the Original Revelation. Back then, when spiritual leaders were on Earth, people could look back on their past incarnations during their initiations. But the further evolution progressed, the darker it became around people during these initiations. By the time the “New Testament” begins, the disciple no longer quite understood what it was that he saw; it remained obscure to him. The immense pain experienced by such people, who could no longer connect with the Spirit, becomes clear to us when we consider the fate of a personality who lived in his last incarnation roughly at the threshold between the Middle Ages and the modern era.

[ 11 ] Diese Verkörperung dieser äußerst problematischen Persönlichkeit war der große Philosoph Empedokles, der durch lange Zeit in Sizilien gewirkt hat. Dieser ist derjenige, der zuerst die Lehre von den vier Elementen verkündet hat. Wenn man sich in seine Seele hineinvertieft, so merkt man, dass sie ihrer Zeit weit voraus war. Er hat die Elemente in ihrer Stofflichkeit hingestellt, und er fühlte sich so verwandt mit ihnen, wie er eigentlich nur mit dem Geist verwandt sein konnte. Empedokles hat auch die Mysterien auf Sizilien eingeführt und er musste auskosten das tragische Geschick der damaligen Eingeweihten; er konnte nicht mehr erkennen den gemeinsamen Ursprung, weil schon der Christus-Impuls heranrückte. Er wollte eins werden mit den Elementen und stürzte sich in den Ätna. Er wäre reif gewesen, sich in ganz anderer Weise mit dem Urquell zu verbinden. Hätte er damals schon den Christus-Impuls finden können, so hätte er sich mit ihm vereinigen können; er ist entweder zu spät oder zu früh gekommen.

[ 11 ] The embodiment of this extremely problematic personality was the great philosopher Empedocles, who was active in Sicily for a long time. He was the first to proclaim the doctrine of the four elements. When one delves into his soul, one realizes that it was far ahead of its time. He presented the elements in their material form, and he felt as closely connected to them as he could possibly be—except in spirit. Empedocles also introduced the mysteries to Sicily and had to endure the tragic fate of the initiates of that time; he could no longer recognize the common origin, because the Christ impulse was already drawing near. He wanted to become one with the elements and threw himself into Mount Etna. He would have been ready to connect with the primordial source in an entirely different way. Had he been able to find the Christ impulse back then, he could have united with it; he came either too late or too early.

[ 12 ] Wo sonst beginnen würde die Finsternis, da findet der heutige okkulte Forscher den Christusimpuls; ein Mensch der früheren Zeit konnte das nicht. Wenn der heutige Okkultist an dem Christus vorbeigeht beim Erforschen der Akasha-Chronik, so gerät er unfehlbar in die Finsternis.

[ 12 ] Where darkness would otherwise begin, today’s occult researcher finds the Christ impulse; a person of earlier times could not do this. If today’s occultist overlooks the Christ while researching the Akashic Records, he will inevitably fall into darkness.

[ 13 ] Ein regelrechter Monist ist heute imstande, Ihnen zu erzählen, dass sich die moderne Wissenschaft auf Kepler vertrauensvoll berufen könne! Doch gerade dieser formulierte seine drei Gesetze aus den Sphären-Harmonien!! Er hat den Christus-Impuls gefunden!! Bekannt ist sein Ausspruch: «Ich habe die heiligen Gefäße der Ägypter entwendet» und so weiter. Wenn man auf solche Tatsachen hinweist, so pflegen sich die Monisten sehr nachsichtig zu benehmen gegen solche großen Geister. Die damalige Zeit konnte noch nicht so scharf denken, pflegt man sonst entschuldigend zu sagen. Doch Kepler hat gefunden, dass zur Zeit des Christusereignisses ganz besondere Sternkonstellationen eintraten; dass die Ankunft des Christus in dem Planeten-System geschrieben stand. Kepler hat das gefunden! Wenn wir uns auf den Okkultismus einlassen, dann lernen wir erst erkennen, welche ungeheure Bedeutung dieses Ereignis hat; wir müssen es finden in der Akasha-Chronik!

[ 13 ] A true monist today is capable of telling you that modern science can confidently rely on Kepler! Yet it was precisely Kepler who formulated his three laws from the harmonies of the spheres!! He discovered the Christ impulse!! His famous saying is: “I have stolen the sacred vessels of the Egyptians,” and so on. When such facts are pointed out, monists tend to be very forgiving toward such great minds. People at that time were not yet capable of thinking so clearly, they usually say by way of excuse. Yet Kepler discovered that at the time of the Christ event, very special constellations appeared; that the coming of the Christ was written in the planetary system. Kepler discovered this! When we engage with occultism, only then do we begin to recognize the immense significance of this event; we must find it in the Akashic Records!

[ 14 ] Es gibt ja heute Leute, die behaupten, dass man nicht beweisen könne, dass Jesus gelebt hat. Mit großem Leichtsinn wird da verfahren. Da behauptet zum Beispiel ein angesehener Theologe, dass ein Petersburger Gelehrter — der übrigens gar nicht einmal auf dem Boden des Christentums steht — unwiderlegliche Beweise angeführt habe dafür, dass Jesus nicht existierte. Dieser selbst, trotzdem er jetzt 90 Jahre alt und dazu blind ist, fühlte sich gedrungen, in einer kleinen Schrift darzulegen, dass er das genaue Gegenteil von dem behauptet hat, was der erwähnte Theologe ihm unterschiebt. Doch wer hat wohl die kleine Schrift gelesen? Die Zeitungen haben nichts erwähnt von diesem Widerspruch, aber die falschen Behauptungen des Theologen sind durch alle Zeitungen gegangen. So gewissenhaft geht man heute vor in solchen Dingen; es ist nicht mehr viel von Gewissen zu finden in unserm öffentlichen Schrifttum. Die Drews’sche Manier hätte man schon seit Jahrhunderten haben können; es handelt sich da gar nicht um Beweise, sondern um Empfindungen und Gefühle.

[ 14 ] There are people today who claim that it cannot be proven that Jesus ever lived. This is a highly reckless way of thinking. For example, a respected theologian claims that a scholar from St. Petersburg—who, incidentally, does not even stand on Christian ground—has presented irrefutable evidence that Jesus did not exist. This scholar himself, despite being 90 years old and blind, felt compelled to set forth in a short treatise that he had claimed the exact opposite of what the aforementioned theologian attributes to him. But who, I wonder, has actually read that short treatise? The newspapers made no mention of this rebuttal, yet the theologian’s false claims have been splashed across every newspaper. That is how conscientiously such matters are handled today; there is not much conscience left to be found in our public writings. The Drews-style approach could have been around for centuries; it has nothing to do with evidence, but rather with impressions and feelings.

[ 15 ] Das Bedeutsame an der Theosophie wird sein, dass sie gar keine Dokumente braucht; sondern man erforscht unmittelbar aus sich selber. Wenn es kein Evangelium geben würde, so würde durch die Akasha-Chronik der Okkultist hingeführt zu der Bestätigung und zum Wissen. Während die äußere Welt die Evangelien verlieren wird, wird sie die theosophische Forschung aufs Neue lebendig machen. — Wir stehen vor großen Entscheidungen! Auch in Bezug auf andere Dinge, auf wichtige Fragen, zum Beispiel die Lehre über den Blutumlauf und die Herzbewegung. Die gebräuchlichen Theorien darüber sind sehr mangelhaft; die heutigen Forscher nehmen das Herz als eine Art Pumpe, die das Blut in Bewegung setzt; doch das Blut ist es, welches das Herz bewegt!! Einzelne Wissenschaftler sind schon darauf gekommen, nur denken sie zu materialistisch. Benedikt zum Beispiel sagt: Das Hunger- und Durstgefühl und die Atmung sind die ... [Lücke].

[ 15 ] What is significant about Theosophy is that it requires no documents at all; instead, one seeks knowledge directly within oneself. If there were no Gospel, the Akashic Records would lead the occultist to confirmation and knowledge. While the outer world will lose the Gospels, it will breathe new life into theosophical research. — We are facing major decisions! This also applies to other matters, to important questions, such as the doctrine of blood circulation and the movement of the heart. The prevailing theories on this subject are very flawed; today’s researchers regard the heart as a kind of pump that sets the blood in motion; yet it is the blood that moves the heart!! Some scientists have already realized this, but they think too materialistically. Benedikt, for example, says: The sensations of hunger and thirst and breathing are the ... [gap].

[ 16 ] Das ist doch schon etwas. Die Theosophie muss praktisch eingreifen in die Erkenntnis-Theorien der Neuzeit.

[ 16 ] That is quite something. Theosophy must take practical action regarding modern theories of knowledge.

[ 17 ] In dem Drama «Die Pforte der Einweihung» ist durch die Seherin Theodora auf das bevorstehende Ereignis der Erscheinung des ätherischen Christus hingewiesen. Es ist zeitgemäß, heute zu verkünden, wie seinerzeit der Täufer es tat:

[ 17 ] In the play The Gate of Initiation, the seer Theodora alludes to the impending event of the appearance of the etheric Christ. It is timely today to proclaim, as John the Baptist did in his day:

[ 18 ] Ändert die Seelenverfassung, denn die Reiche der Himmel sind nahe. (Mt 3,2)

[ 18 ] Repent, for the kingdom of heaven is near. (Mt 3:2)

[ 19 ] Wir sind Bettler um Geist, denn wir sehen immer mehr hinein in das Licht. Jetzt kommen die Reiche der Himmel; sie sind herbeigekommen bis zum menschlichen «Ich».

[ 19 ] We are beggars for the Spirit, for we are seeing more and more into the light. Now the realms of heaven are coming; they have reached as far as the human “I.”

[ 20 ] Auch in der Bergpredigt müssen wir lesen:

[ 20 ] In the Sermon on the Mount, too, we read:

[ 21 ] Denn sie werden durch sich finden die Reiche der Himmel. (Mt 5,3) ... [Lücke] sich selbst vorwärts bringen — Automobile ... [Lücke]

[ 21 ] For they will find the kingdom of heaven. (Mt 5:3) ... [gap] move themselves forward—automobiles ... [gap]

[ 22 ] Es werden nach und nach im Menschen Kräfte entstehen, den Christus so zu sehen, wie ihn zuerst Paulus geschen hat, dann werden die Menschen die Beweiskräftigkeit der Dokumente schon erkennen im Laufe der nächsten 3000 Jahre.

[ 22 ] Gradually, people will develop the ability to see Christ as Paul first presented him; then, over the course of the next 3,000 years, people will come to recognize the persuasive power of the documents.