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Appendix to the Public Lectures
GA 85

20 October 1907, Berlin

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Nachträge zur Abteilung öffentliche Vorträge
  1. Appendix to the Public Lectures, tr. SOL

22. Etwas über den Fortgang des Geisteslebens – William Blake

22. Etwas über den Fortgang des Geisteslebens – William Blake

[ 1 ] Wir haben gesehen, wie durch der Zeiten Wende hindurch bei den einzelnen Geistern die im Geistesleben wirkenden theosophischen Gedanken verbreitet wurden, die auch in der Bibel auftauchen, und es ist interessant, sich in dieser Weise in die Menschheitsgeschichte zu vertiefen. Wir haben gesehen aus dem Vortrage von Frau Wolfram, der in geistvoller Weise versucht hat, die Wieland-Sage anzuknüpfen an das, was uns die Geisteswissenschaft zeigen kann an vorzeitlichen Gebilden und Ereignissen der europäischen Welt. Wir haben gesehen, wie zu verschiedenen Zeiten dasjenige, was der Mensch an Erkenntnissen – und zu denen man kommen kann –, an Weisheit gewinnen kann durch die dazu berufenen Druiden, Barden, ägyptischen Hermespriester, dienen soll dem Leben.

[ 1 ] Wir haben gesehen, wie durch der Zeiten Wende hindurch bei den einzelnen Geistern die im Geistesleben wirkenden theosophischen Gedanken verbreitet wurden, die auch in der Bibel auftauchen, und es ist interessant, sich in dieser Weise in die Menschheitsgeschichte zu vertiefen. Wir haben gesehen aus dem Vortrage von Frau Wolfram, der in geistvoller Weise versucht hat, die Wieland-Sage anzuknüpfen an das, was uns die Geisteswissenschaft zeigen kann an vorzeitlichen Gebilden und Ereignissen der europäischen Welt. Wir haben gesehen, wie zu verschiedenen Zeiten dasjenige, was der Mensch an Erkenntnissen – und zu denen man kommen kann –, an Weisheit gewinnen kann durch die dazu berufenen Druiden, Barden, ägyptischen Hermespriester, dienen soll dem Leben.

[ 2 ] Solche Vorträge werden immer wieder und wieder, wie es scheint selbst bei den der Theosophie Fernerstehenden, gerade dazu zu gebrauchen sein, Neigung und Sympathie für die Theosophie in weiteren Kreisen hervorzurufen. Sie können auch bei Fernerstehenden das Bewusstsein erwecken, dass die Dinge, welche die Theosophie heute behauptet, doch nicht so ganz verdreht sind, weil sie den Geist in der Menschheit gespürt hat, wenn er auch im Symbol oder Mythos ausgedrückt war. Es war ja eine Weisheit immer da, und es ist schade, dass man nicht in einer langen Reihe von Tagen über Mythen reden kann. Da würden Sie sehen, wie die kleinsten Züge in den Mythen zurückgehen auf Erlebnisse. Es stimmen die Mythen und Sagen der verschiedenen Völker überein. Wenn wir die Sagen der Völker, die im Norden sind, verfolgen, so finden wir sie in einer ziemlich ähnlichen Gestalt, wenn wir sie nur zu erforschen versuchen.

[ 2 ] Solche Vorträge werden immer wieder und wieder, wie es scheint selbst bei den der Theosophie Fernerstehenden, gerade dazu zu gebrauchen sein, Neigung und Sympathie für die Theosophie in weiteren Kreisen hervorzurufen. Sie können auch bei Fernerstehenden das Bewusstsein erwecken, dass die Dinge, welche die Theosophie heute behauptet, doch nicht so ganz verdreht sind, weil sie den Geist in der Menschheit gespürt hat, wenn er auch im Symbol oder Mythos ausgedrückt war. Es war ja eine Weisheit immer da, und es ist schade, dass man nicht in einer langen Reihe von Tagen über Mythen reden kann. Da würden Sie sehen, wie die kleinsten Züge in den Mythen zurückgehen auf Erlebnisse. Es stimmen die Mythen und Sagen der verschiedenen Völker überein. Wenn wir die Sagen der Völker, die im Norden sind, verfolgen, so finden wir sie in einer ziemlich ähnlichen Gestalt, wenn wir sie nur zu erforschen versuchen.

[ 3 ] Nun ist öfter betont worden, wie nach und nach im Laufe der Menschheitsentwicklung das materialistische Denken heraufgekommen ist. Wir dürfen rückhaltlos von diesem Überwuchern des Materialismus sprechen, weil wir keine Kritik ausüben wollen gegenüber dem Verstandesdenken, sondern weil wir uns erinnern, dass dieses Denken notwendig war auf dem physischen, dem materialistischen Plan, weil wir wissen, dass es etwas ist, das kommen musste, damit der Mensch leisten konnte, was er geleistet hat. Diejenigen, die herausgeboren und herangezogen worden sind aus diesem materialistischen Denken, sie konnten zu der Meinung kommen, alles andere, was herausfällt aus diesem Denken, sei Dummheit und Phantasterei. Das ist es ja, was man uns meistens entgegensetzt. Diejenigen, welche uns sagen, dass die Sachen unlogisch sind, die sagen uns, dass die Theosophie scheinbar logisch sei, wenn sie aber dann den Aufbau ansehen, sagen sie, dass sie phantastisch werde, weil sie so genau die Welt aufbaue. Von den verschiedenen Prinzipien zum Beispiel sprächen wir so, dass sie gleichsam nur in den Menschen einziehen. Und von dem physischen Leib sprächen wir so, dass wir ihn gemeinschaftlich mit dem Ätherleib haben, und dass mit den Kräften im Ätherleib eine höhere Welt beginnt, dass er ferner die Stoffe und Kräfte aus der physischen Welt konzentriere, diese gleichsam zu einer Essenz ausbilde, heranbilde aus dem Makrokosmos den Mikrokosmos. Wenn der Mensch mit dem auch noch nicht fertig ist, so müssen wir uns doch sagen, dass, wenn die Welt noch nicht draußen so ausgebreitet ist wie der physische Leib, er doch ein Extrakt ist von der physischen Welt. Der Ätherleib ist gleichsam ein Extrakt der Ätherwelt und der Astralleib ein Extrakt der Astralwelt. Der Geistmensch ist ein geistiger Extrakt aus noch höheren Welten.

[ 3 ] Nun ist öfter betont worden, wie nach und nach im Laufe der Menschheitsentwicklung das materialistische Denken heraufgekommen ist. Wir dürfen rückhaltlos von diesem Überwuchern des Materialismus sprechen, weil wir keine Kritik ausüben wollen gegenüber dem Verstandesdenken, sondern weil wir uns erinnern, dass dieses Denken notwendig war auf dem physischen, dem materialistischen Plan, weil wir wissen, dass es etwas ist, das kommen musste, damit der Mensch leisten konnte, was er geleistet hat. Diejenigen, die herausgeboren und herangezogen worden sind aus diesem materialistischen Denken, sie konnten zu der Meinung kommen, alles andere, was herausfällt aus diesem Denken, sei Dummheit und Phantasterei. Das ist es ja, was man uns meistens entgegensetzt. Diejenigen, welche uns sagen, dass die Sachen unlogisch sind, die sagen uns, dass die Theosophie scheinbar logisch sei, wenn sie aber dann den Aufbau ansehen, sagen sie, dass sie phantastisch werde, weil sie so genau die Welt aufbaue. Von den verschiedenen Prinzipien zum Beispiel sprächen wir so, dass sie gleichsam nur in den Menschen einziehen. Und von dem physischen Leib sprächen wir so, dass wir ihn gemeinschaftlich mit dem Ätherleib haben, und dass mit den Kräften im Ätherleib eine höhere Welt beginnt, dass er ferner die Stoffe und Kräfte aus der physischen Welt konzentriere, diese gleichsam zu einer Essenz ausbilde, heranbilde aus dem Makrokosmos den Mikrokosmos. Wenn der Mensch mit dem auch noch nicht fertig ist, so müssen wir uns doch sagen, dass, wenn die Welt noch nicht draußen so ausgebreitet ist wie der physische Leib, er doch ein Extrakt ist von der physischen Welt. Der Ätherleib ist gleichsam ein Extrakt der Ätherwelt und der Astralleib ein Extrakt der Astralwelt. Der Geistmensch ist ein geistiger Extrakt aus noch höheren Welten.

[ 4 ] Nun muss jeder fühlen, der die Geisteswissenschaft verfolgt hat in dem Sinne, wie sie hier vertreten wird, dass der physische Leib heute der am vollkommensten ausgestattete ist. Der Ätherleib, weil er weniger alt ist als der physische Leib, ist daher auch weniger vollkommen. Und ebenso der Astralleib. Diese höheren Glieder werden sich immer weiter und weiter ausbilden. Aber der Mensch musste die höheren Welten einfangen in seine Haut hinein. Dadurch fielen diese Prinzipien, die sonst den ganzen Weltenraum durchfluten, ab von ihrem Ursprung, nahmen im Menschenleib ihren Wohnplatz und schauen durch die Sinne hinaus in die Welt. Jede einzelne Individualität ist eine Art von «Abfall» und muss sich im Laufe der Entwicklung hinaufwinden zu dem, was in ihr wiederum das bewirken wird, was ihr zur Gottähnlichkeit dient. Das ist es, was immer empfunden worden ist als der Fall höherer Geister in die Persönlichkeit und in die Individualität, die sich aus der Verdichtung wieder zur höheren Geistigkeit erheben müssen.

[ 4 ] Nun muss jeder fühlen, der die Geisteswissenschaft verfolgt hat in dem Sinne, wie sie hier vertreten wird, dass der physische Leib heute der am vollkommensten ausgestattete ist. Der Ätherleib, weil er weniger alt ist als der physische Leib, ist daher auch weniger vollkommen. Und ebenso der Astralleib. Diese höheren Glieder werden sich immer weiter und weiter ausbilden. Aber der Mensch musste die höheren Welten einfangen in seine Haut hinein. Dadurch fielen diese Prinzipien, die sonst den ganzen Weltenraum durchfluten, ab von ihrem Ursprung, nahmen im Menschenleib ihren Wohnplatz und schauen durch die Sinne hinaus in die Welt. Jede einzelne Individualität ist eine Art von «Abfall» und muss sich im Laufe der Entwicklung hinaufwinden zu dem, was in ihr wiederum das bewirken wird, was ihr zur Gottähnlichkeit dient. Das ist es, was immer empfunden worden ist als der Fall höherer Geister in die Persönlichkeit und in die Individualität, die sich aus der Verdichtung wieder zur höheren Geistigkeit erheben müssen.

[ 5 ] Sehen Sie, man könnte nun meinen, dass das eine uralte Weisheit sei. Aber diese uralte Weisheit schrieben viele der kindlichen Phantasie der Völker zu. Das war ein Märchen vom grünen Tisch der Gelehrsamkeit, diese dichtende Volksphantasie. Man könnte auch sagen, im Kopfe einzelner Vertreter der Gegenwart lebt wieder so etwas von den höheren Welten. Aber bei allen vernünftigen Leuten braucht das keinen Anklang zu finden. Sowie die Menschheit denken gelernt hat, kam sie über das hinaus, und da heute ein paar Köpfe da sind, die in so großes Dunkel fielen, so wirkt das auch auf die anderen. Das wird sich aber wieder geben. Die, welche in der Theosophie bewandert sind, wissen, wie es sich mit der Sache verhält. Es wird aber doch gewöhnlich eine wenig zutreffende Schilderung über den Gang der Menschheitsentwicklung entfaltet. Was ich in anderen Versammlungen auch schon gesagt habe, das wird oft auch hier in starkem Maßstabe getrieben. Sie stecken wie der Vogel Strauß den Kopf in den Sand, kümmern sich nicht um das, was um sie herum vorgeht, und sagen dann, dass es nicht da sei. Wie aber die wahre Geisteswissenschaft immer existiert hat, so haben auch alle die tiefere Anlage des Herzens und der Seele gehabt. Es hat immer etwas Ähnliches gegeben wie die Theosophie. Aber immer war es nur als dunkles Gefühl, vielleicht auch als verworrene Begriffe [vorhanden].

[ 5 ] Sehen Sie, man könnte nun meinen, dass das eine uralte Weisheit sei. Aber diese uralte Weisheit schrieben viele der kindlichen Phantasie der Völker zu. Das war ein Märchen vom grünen Tisch der Gelehrsamkeit, diese dichtende Volksphantasie. Man könnte auch sagen, im Kopfe einzelner Vertreter der Gegenwart lebt wieder so etwas von den höheren Welten. Aber bei allen vernünftigen Leuten braucht das keinen Anklang zu finden. Sowie die Menschheit denken gelernt hat, kam sie über das hinaus, und da heute ein paar Köpfe da sind, die in so großes Dunkel fielen, so wirkt das auch auf die anderen. Das wird sich aber wieder geben. Die, welche in der Theosophie bewandert sind, wissen, wie es sich mit der Sache verhält. Es wird aber doch gewöhnlich eine wenig zutreffende Schilderung über den Gang der Menschheitsentwicklung entfaltet. Was ich in anderen Versammlungen auch schon gesagt habe, das wird oft auch hier in starkem Maßstabe getrieben. Sie stecken wie der Vogel Strauß den Kopf in den Sand, kümmern sich nicht um das, was um sie herum vorgeht, und sagen dann, dass es nicht da sei. Wie aber die wahre Geisteswissenschaft immer existiert hat, so haben auch alle die tiefere Anlage des Herzens und der Seele gehabt. Es hat immer etwas Ähnliches gegeben wie die Theosophie. Aber immer war es nur als dunkles Gefühl, vielleicht auch als verworrene Begriffe [vorhanden].

[ 6 ] Wenn man hineinschaut in die Seelen, dann findet man Menschen, die sich sehnen nach einer solchen Anschauung. Was wusste man von Weltprinzipien vor dem Jahre 1879? Da konnten sie ihren Drang nicht befriedigen. Es gab aber solche Menschen – und das sind charakteristische Erscheinungen im menschlichen Leben –, die lebendigen Drang und aufgewecktesten Geist hatten, die alle Bekenner dieser Weltanschauung waren, die sie in einer gewissen Beziehung vollständig aus dem geleisteten menschlichen Denken machten, und die uns zugleich ahnen lässt, wie viel doch in ihnen gelebt hat. Es gibt solche Anschauungen auch im Laufe des materialistischen Zeitalters – und das ist das Interessante –, von denen man sagen kann, dass die Geister theosophische Gedanken gehabt haben, aber kein theosophisches Denken. Es gibt solche, die so waren, wie wenn Sie sich in einem Garten in einem Hohlspiegel ansehen und sich dann verzerrt sehen. Sie sehen sich so, dass Sie sich nicht gut so fotografieren lassen können.

[ 6 ] Wenn man hineinschaut in die Seelen, dann findet man Menschen, die sich sehnen nach einer solchen Anschauung. Was wusste man von Weltprinzipien vor dem Jahre 1879? Da konnten sie ihren Drang nicht befriedigen. Es gab aber solche Menschen – und das sind charakteristische Erscheinungen im menschlichen Leben –, die lebendigen Drang und aufgewecktesten Geist hatten, die alle Bekenner dieser Weltanschauung waren, die sie in einer gewissen Beziehung vollständig aus dem geleisteten menschlichen Denken machten, und die uns zugleich ahnen lässt, wie viel doch in ihnen gelebt hat. Es gibt solche Anschauungen auch im Laufe des materialistischen Zeitalters – und das ist das Interessante –, von denen man sagen kann, dass die Geister theosophische Gedanken gehabt haben, aber kein theosophisches Denken. Es gibt solche, die so waren, wie wenn Sie sich in einem Garten in einem Hohlspiegel ansehen und sich dann verzerrt sehen. Sie sehen sich so, dass Sie sich nicht gut so fotografieren lassen können.

[ 7 ] Derjenige, der die Weltanschauung begründet, ist nicht der, der daran leidet. So ist es auch mit der materialistischen Anschauung. Nicht der Begründer der materialistischen Anschauung wird nervös, sondern seine Anhänger werden es. Die Anhänger von okkult verzerrten Weltanschauungsbildern würden uns auch die schwerwiegenden Folgen zeigen. Unter den vielen schönen Gedanken, die uns wie schöne Spiegelungen an der Oberfläche des Lebens erscheinen, sind auch andere Gedanken, die uns solche Zerrbilder zeigen. Es gibt aus dem letzten Jahrhundert ein Beispiel einer solchen verzerrten theosophischen Weltanschauung, das äußerst interessant ist, weil es uns zeigt, dass die theosophische Weltanschauung natürlich herauswachsen kann aus einer Sehernatur. Denn um eine Sehernatur handelt es sich hier, wo sich geniale Gedanken sogar bei astralischen Anschauungen finden, aber sie finden sich mit dem Scheußlichsten und Gräulichsten gemischt. Es finden sich schöne Bilder zusammen mit den unglaublichsten Zerrbildern, auch verbunden mit der Gewalt der Sprache. Zu gleicher Zeit finden wir auch etwas, wo wir sehen, dass solche verzerrten Bilder kleine menschliche Leidenschaften entfalten. So sehen wir gerade an einem solchen Beispiel, wie die Theosophie für die Menschheit notwendig geworden ist. Denn die Theosophie ist der menschlichen Seele natürlich und selbstverständlich. Der Oberflächliche mag vielleicht nicht zu ihr kommen; aber der Tiefere muss zu ihr kommen; wenn nicht anders, dann durch die Reaktion gegen den Materialismus.

[ 7 ] Derjenige, der die Weltanschauung begründet, ist nicht der, der daran leidet. So ist es auch mit der materialistischen Anschauung. Nicht der Begründer der materialistischen Anschauung wird nervös, sondern seine Anhänger werden es. Die Anhänger von okkult verzerrten Weltanschauungsbildern würden uns auch die schwerwiegenden Folgen zeigen. Unter den vielen schönen Gedanken, die uns wie schöne Spiegelungen an der Oberfläche des Lebens erscheinen, sind auch andere Gedanken, die uns solche Zerrbilder zeigen. Es gibt aus dem letzten Jahrhundert ein Beispiel einer solchen verzerrten theosophischen Weltanschauung, das äußerst interessant ist, weil es uns zeigt, dass die theosophische Weltanschauung natürlich herauswachsen kann aus einer Sehernatur. Denn um eine Sehernatur handelt es sich hier, wo sich geniale Gedanken sogar bei astralischen Anschauungen finden, aber sie finden sich mit dem Scheußlichsten und Gräulichsten gemischt. Es finden sich schöne Bilder zusammen mit den unglaublichsten Zerrbildern, auch verbunden mit der Gewalt der Sprache. Zu gleicher Zeit finden wir auch etwas, wo wir sehen, dass solche verzerrten Bilder kleine menschliche Leidenschaften entfalten. So sehen wir gerade an einem solchen Beispiel, wie die Theosophie für die Menschheit notwendig geworden ist. Denn die Theosophie ist der menschlichen Seele natürlich und selbstverständlich. Der Oberflächliche mag vielleicht nicht zu ihr kommen; aber der Tiefere muss zu ihr kommen; wenn nicht anders, dann durch die Reaktion gegen den Materialismus.

[ 8 ] So ist es mit William Blake, der eine eigentümliche Führung in der Theosophie bei sich selber ausgelebt hat. Er nennt etwas wie höhere Welten, in denen die Prinzipien zuerst vorhanden sind, welche dann in den Menschen hineinkristallisieren. So kennt er etwas Ähnliches wie dasjenige, was wir nennen die Geister der devachanischen Welt, wo aller Geist noch im Allgemeinen vorhanden ist. Er nennt den Führer in dieser Welt [Urizen]. Und das alles aus seinem eigenen Geist heraus, zuweilen mit zutreffender, zuweilen aber auch mit furchtbar verzerrter Anschauung. Die astralische Natur nennt er [Luvah], den Ätherleib [Tharmas], und bei den verschiedenen Prinzipien, die wir reiner und vollkommener gestaltet in der Geisteswissenschaft geben, zeigt er, wie sich diese in die Individualität hineindrücken. Das ist ihm in gewisser Weise aufgegangen. Er sagt: Solange er draußen in seinem Reiche war, war er eine hohe göttliche Geistigkeit, als er aber heruntergestiegen ist in den Menschen hinein, da kam er in den «Abfall» und wurde ein Geist, der alle möglichen menschlichen Kleinheiten in sich enthielt. Es ist also so, dass da eine Art ganz verzerrter Theosophie entsteht.

[ 8 ] So ist es mit William Blake, der eine eigentümliche Führung in der Theosophie bei sich selber ausgelebt hat. Er nennt etwas wie höhere Welten, in denen die Prinzipien zuerst vorhanden sind, welche dann in den Menschen hineinkristallisieren. So kennt er etwas Ähnliches wie dasjenige, was wir nennen die Geister der devachanischen Welt, wo aller Geist noch im Allgemeinen vorhanden ist. Er nennt den Führer in dieser Welt [Urizen]. Und das alles aus seinem eigenen Geist heraus, zuweilen mit zutreffender, zuweilen aber auch mit furchtbar verzerrter Anschauung. Die astralische Natur nennt er [Luvah], den Ätherleib [Tharmas], und bei den verschiedenen Prinzipien, die wir reiner und vollkommener gestaltet in der Geisteswissenschaft geben, zeigt er, wie sich diese in die Individualität hineindrücken. Das ist ihm in gewisser Weise aufgegangen. Er sagt: Solange er draußen in seinem Reiche war, war er eine hohe göttliche Geistigkeit, als er aber heruntergestiegen ist in den Menschen hinein, da kam er in den «Abfall» und wurde ein Geist, der alle möglichen menschlichen Kleinheiten in sich enthielt. Es ist also so, dass da eine Art ganz verzerrter Theosophie entsteht.

[ 9 ] Er sagt auch, es gibt vier Zoas, vier Prinzipien, die sind alle gut. In die menschliche Seele hineinversenkt, werden sie schlecht. Da werden sie feindlich und persönlich. Er geht dann noch weiter und zeigt, dass er tiefe Einsichten hat, wenn auch verzerrt. Das Ich drückt sich aus im Blutsystem, das Astralische im Nervensystem und das Höhere im Drüsensystem des Ätherleibes. Einen physikalischen Apparat sieht er im physischen Leib. Morgen werden wir sprechen von dem, was wir als Geist-Selbst im jetzigen Menschen bemerken können. Wenn Sie das hören, werden Sie sehen, dass wir den ganzen Menschen herausbauen und abbilden aus der geistigen Welt. Wir werden sehen, wie die höheren Prinzipien herausfließen aus der Natur.

[ 9 ] Er sagt auch, es gibt vier Zoas, vier Prinzipien, die sind alle gut. In die menschliche Seele hineinversenkt, werden sie schlecht. Da werden sie feindlich und persönlich. Er geht dann noch weiter und zeigt, dass er tiefe Einsichten hat, wenn auch verzerrt. Das Ich drückt sich aus im Blutsystem, das Astralische im Nervensystem und das Höhere im Drüsensystem des Ätherleibes. Einen physikalischen Apparat sieht er im physischen Leib. Morgen werden wir sprechen von dem, was wir als Geist-Selbst im jetzigen Menschen bemerken können. Wenn Sie das hören, werden Sie sehen, dass wir den ganzen Menschen herausbauen und abbilden aus der geistigen Welt. Wir werden sehen, wie die höheren Prinzipien herausfließen aus der Natur.

[ 10 ] Das sagt William Blake, und er beschreibt solche Dinge zuweilen großartig. Er ist einer von diesen Geistern, die die Theosophie in der Sehnsucht, in einem gewissen unklaren, sogar natürlichen Anschauen haben, und die verfolgen im Einzelnen, ja sogar astral verfolgen, wie die Prinzipien in den Menschen hineinsteigen. Wir können es ihm nachfühlen, wie er tatsächlich seine Theosophie praktisch zu machen sucht. Alles ist im Einzelnen unrichtig und verzerrt, aber es zeigt, wie so etwas in der Welt lebt. Das sehen Sie, wenn er zum Beispiel sagt:

[ 10 ] Das sagt William Blake, und er beschreibt solche Dinge zuweilen großartig. Er ist einer von diesen Geistern, die die Theosophie in der Sehnsucht, in einem gewissen unklaren, sogar natürlichen Anschauen haben, und die verfolgen im Einzelnen, ja sogar astral verfolgen, wie die Prinzipien in den Menschen hineinsteigen. Wir können es ihm nachfühlen, wie er tatsächlich seine Theosophie praktisch zu machen sucht. Alles ist im Einzelnen unrichtig und verzerrt, aber es zeigt, wie so etwas in der Welt lebt. Das sehen Sie, wenn er zum Beispiel sagt:

Die Erde bebte. Und Urizen auf dem Sitze
Von schwarzen Wolken salbte die schmerzende Wunde,
Die Salbe floss nieder in den Raum
Mit Blut gemischt; daher nimmt die Schlange ihr Gift.

Mit Mühe und großen Schmerzen hob
Urizen hoch den toten Leib,
Auf den Schultern trug er ihn dorthin, wo
Ein Baum über [der] Unendlichkeit hängt.

Denn als Urizen sich abgewandt
Vom Ewigen, setzte er sich auf
Einen unfruchtbaren Fels, den er selbst
Aus zurückwallenden Phantasien versteinert.

Die Erde bebte. Und Urizen auf dem Sitze
Von schwarzen Wolken salbte die schmerzende Wunde,
Die Salbe floss nieder in den Raum
Mit Blut gemischt; daher nimmt die Schlange ihr Gift.

Mit Mühe und großen Schmerzen hob
Urizen hoch den toten Leib,
Auf den Schultern trug er ihn dorthin, wo
Ein Baum über [der] Unendlichkeit hängt.

Denn als Urizen sich abgewandt
Vom Ewigen, setzte er sich auf
Einen unfruchtbaren Fels, den er selbst
Aus zurückwallenden Phantasien versteinert.

[ 11 ] Da haben Sie ein wunderbares Bild von dem Weben Urizens, der die Phantasien des Kosmos versteinert. Wer erinnert sich da nicht an jene Schilderung des Mineralreiches, wo der Geist, der in der Partie des Devachan waltet, hier unten das Mineralreich schafft und verdichtet. – Dann geht bei ihm das weiter:

[ 11 ] Da haben Sie ein wunderbares Bild von dem Weben Urizens, der die Phantasien des Kosmos versteinert. Wer erinnert sich da nicht an jene Schilderung des Mineralreiches, wo der Geist, der in der Partie des Devachan waltet, hier unten das Mineralreich schafft und verdichtet. – Dann geht bei ihm das weiter:

Manche Träne fiel auf den Fels,
Manche Krume von Pflanzenwuchs
…
Sie ward ein stämmiger Baum; er schrieb
Schweigend sein Buch von Eisen.

Manche Träne fiel auf den Fels,
Manche Krume von Pflanzenwuchs
…
Sie ward ein stämmiger Baum; er schrieb
Schweigend sein Buch von Eisen.

[ 12 ] Sie wissen, was vom Mars erzählt wird vom Blut und Eisen.

[ 12 ] Sie wissen, was vom Mars erzählt wird vom Blut und Eisen.

Bis die furchtbare Pflanze die Zweige bog
Und zu Wurzeln ward, wenn sie zur Erde fielen,
Und wieder aufspross zu mannigen Bäumen.

Erstaunt fuhr Urizen auf, als er
Sich selbst rings eingeschlossen fand
Und hochüberdacht von Bäumen.
Er stand auf, doch die Bäume standen so dicht,
Dass er mit Mühe und großer Pein,
All seine Bücher, außer dem Buche
Von Eisen, aus dem unheilvollen Schatten brachte.

Bis die furchtbare Pflanze die Zweige bog
Und zu Wurzeln ward, wenn sie zur Erde fielen,
Und wieder aufspross zu mannigen Bäumen.

Erstaunt fuhr Urizen auf, als er
Sich selbst rings eingeschlossen fand
Und hochüberdacht von Bäumen.
Er stand auf, doch die Bäume standen so dicht,
Dass er mit Mühe und großer Pein,
All seine Bücher, außer dem Buche
Von Eisen, aus dem unheilvollen Schatten brachte.

[ 13 ] Wir sehen, wie das Licht sich heraushebt aus dem Dunkel.

[ 13 ] Wir sehen, wie das Licht sich heraushebt aus dem Dunkel.

Der Baum wächst noch über der Leere
Und umflicht mit Wurzeln sich selbst, –
Ein endlos Labyrinth von Wehe!

Den Leib seines Erstgeborenen
Nagelt an den verfluchten Baum des Geheimnisses
Auf die höchste Spitze dieses Stammes
Urizen, – Fuzons Leib.

Der Baum wächst noch über der Leere
Und umflicht mit Wurzeln sich selbst, –
Ein endlos Labyrinth von Wehe!

Den Leib seines Erstgeborenen
Nagelt an den verfluchten Baum des Geheimnisses
Auf die höchste Spitze dieses Stammes
Urizen, – Fuzons Leib.

[ 14 ] In den Baum hinein versenkte er seine Kraft, sodass diese Kräfte im Menschen nicht mehr das sind, was sie in der geistigen Welt sind. Nun schildert er mit furchtbarer Anschaulichkeit, wie die astrale Weltanschauung hingegangen ist zum abstrakten Denken. Er hasst die Abstraktion. Sie kam ihm vor wie eine Krankheit.

[ 14 ] In den Baum hinein versenkte er seine Kraft, sodass diese Kräfte im Menschen nicht mehr das sind, was sie in der geistigen Welt sind. Nun schildert er mit furchtbarer Anschaulichkeit, wie die astrale Weltanschauung hingegangen ist zum abstrakten Denken. Er hasst die Abstraktion. Sie kam ihm vor wie eine Krankheit.

[ 15 ] Da haben Sie einen merkwürdigen Menschen, der in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts lebte, der Ihnen beweist, wie notwendig es ist, dass jene Urweisheit, die damals gelebt hat, heute wieder aufleben muss. Da, wo die Grenze war, war die Sehnsucht nach dieser Weisheit. Wir empfinden klar, wenn wir sehen, wie die Weisheit waltet. Es ist ein Buch, in dem Sie manchmal empfinden so etwas wie Hexensabbat, so verwirrend ist es, und es ist manchmal etwas, was wiederum Brocken der schönsten theosophischen Wahrheiten enthält. Das ist ein Seher des achtzehnten Jahrhunderts, ein merkwürdiger Seher, der Ihnen beweisen kann, wie die Sehergabe nicht ganz verschwunden war in den materialistischen Zeiten. Das war eine kleine Probe, und jetzt wollen wir noch Fräulein Garmatter hören aus dem reichen Schatz ihres Könnens.

[ 15 ] Da haben Sie einen merkwürdigen Menschen, der in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts lebte, der Ihnen beweist, wie notwendig es ist, dass jene Urweisheit, die damals gelebt hat, heute wieder aufleben muss. Da, wo die Grenze war, war die Sehnsucht nach dieser Weisheit. Wir empfinden klar, wenn wir sehen, wie die Weisheit waltet. Es ist ein Buch, in dem Sie manchmal empfinden so etwas wie Hexensabbat, so verwirrend ist es, und es ist manchmal etwas, was wiederum Brocken der schönsten theosophischen Wahrheiten enthält. Das ist ein Seher des achtzehnten Jahrhunderts, ein merkwürdiger Seher, der Ihnen beweisen kann, wie die Sehergabe nicht ganz verschwunden war in den materialistischen Zeiten. Das war eine kleine Probe, und jetzt wollen wir noch Fräulein Garmatter hören aus dem reichen Schatz ihres Könnens.