Consciousness — Life — Form
GA 89
19 October 1904
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Consciousness — Life — Form, tr. SOL
Die planetarische Entwicklung II
Planetary Development II
[ 1 ] Wir haben die Entwicklung des Menschen an dem Punkte verlassen, wo er in das eintritt, was man Mineralreich nennt. Der Mensch ist jetzt ein mineralisches Wesen. Seit der Mitte der lemurischen Zeit hat sich ein Gehirn gebildet. Höchste Fähigkeiten hat das Mineralreich erreicht, in dem sich das Gehirn mit darin platzgreifender Intellektualität bildete. Dieses Herabsteigen des Menschen bis zum Mineralreich war nur dadurch möglich, daß der Mensch in früheren Zeiten seiner Entwicklung die drei vorhergehenden Reiche, das erste, zweite und dritte Elementarreich durchgemacht hatte. Vor dem Durchgang durch die drei Elementarreiche war der Mensch reine Monade, reiner Geist — Atma, Budhi, Manas. Dann stieg er herunter durch die drei Elementarreiche in das vierte Elementarreich. Das Mineralische ist das vierte Reich. Wer hat sich an dieser Ausgestaltung betätigt?
[ 1 ] We left off with human evolution at the point where it enters what is called the mineral kingdom. Humanity is now a mineral being. A brain has been forming since the middle of the Lemurian period. The mineral kingdom has attained its highest capabilities, as the brain developed within it, along with the intellectuality it embodies. This descent of humanity into the mineral kingdom was only possible because, in earlier stages of its development, humanity had passed through the three preceding kingdoms—the first, second, and third elemental kingdoms. Before passing through the three elemental kingdoms, human beings were pure monads, pure spirit—Atma, Budhi, Manas. Then they descended through the three elemental kingdoms into the fourth elemental kingdom. The mineral kingdom is the fourth kingdom. Who was active in this process of formation?
[ 2 ] An dieser Ausgestaltung betätigten sich die sogenannten Dhyanis der Weisheit, indem sie von außen den Körper mineralisch zusammenbauten; und erst als das Gehirn fertig war, konnte von innen der Entwicklungsstrom weitergehen. Wenn nun in diesem Zeitpunkt die dhyanischen Wesenheiten der Weisheit für sich allein weiter von außen gewirkt hätten, dann wäre der Mensch noch härter geworden als das Mineralreich. Keine Innerlichkeit, keine Geistigkeit hätte er der materiellen Verhärtung entgegengesetzt, und er wäre für das kosmische Leben verlorengegangen; er wäre wie eine Schlacke abgefallen in der Evolution, aus der Reihe der Naturreiche hinausgeworfen worden. Ohne das Eingreifen des geistigen Lebens von innen heraus wäre eine Welt vollständig versteinerter Menschenkrusten entstanden, die keiner Evolution fähig gewesen wären. Eine solche starre Welt fällt heraus aus der Reihe der Reiche. Diese hypothetische Welt nennt man im Okkultismus die «achte Sphäre».
[ 2 ] The so-called Dhyanis of Wisdom were active in this process, building the body from the outside using mineral substances; and only when the brain was complete could the stream of development continue from within. If, at that point, the Dhyanic Beings of Wisdom had continued to act from the outside on their own, then humanity would have become even harder than the mineral kingdom. It would have had no inner life, no spirituality to counteract the material hardening, and it would have been lost to cosmic life; it would have fallen away from evolution like dross, cast out of the sequence of the natural kingdoms. Without the intervention of spiritual life from within, a world of completely petrified human shells would have emerged, incapable of any evolution. Such a rigid world falls out of the sequence of the kingdoms. In occultism, this hypothetical world is called the “eighth sphere.”
[ 3 ] Weil die Dhyanis der Weisheit in der Verzögerung begriffen waren, hätten sie den Menschen in die Sackgasse geführt. Nun ergriffen ihn die aufsteigenden, früher zurückgebliebenen Dhyanis. Dieses geistige Prinzip hat sich des der Verhärtung entgegengehenden Menschen bemächtigt, um die Menschenentwicklung zu vergeistigen. Die von innen wirkenden Dhyanis waren bestrebt, den Menschen immer mehr und mehr zu vergeistigen, so daß nur Weisheit gekommen wäre. Der Mensch stand nun vor den zwei Wegen, entweder in die achte Sphäre zu verfallen oder sich ganz zu vergeistigen. Beide hätten zu etwas anderem führen müssen, als zu dem, was die gegenwärtige Menschheit ist, entweder zum Verschwinden des Menschen in die achte Sphäre oder zu stetiger Vergeistigung des Menschen. Diese zwei Strömungen arbeiten von der Mitte der lemurischen Zeit an gegeneinander. Dies wäre so geblieben, wenn nicht die dhyanischen Wesen, die den Menschen von außen aufgebaut haben und ihn weiter in die achte Sphäre geführt haben würden, sich Budhi einverleibt hätten, die Liebe. (In den Notizen von Marie Steiner-von Sivers lautet dieser Satz: Dies wäre so geblieben, wenn nicht die dhyanischen Wesenheiten der Liebe sich verkörpert hätten, um auch die Materie mit Liebe zu durchdringen.) Dadurch bewahrten sie die materielle Seite des Menschen vor dem Untergang. Sie gesellen sich zu den anderen hinzu als dritte Strömung; von außen wirken diese.
[ 3 ] Because the Dhyanis of Wisdom were caught up in this delay, they would have led humanity into a dead end. Now the ascending Dhyanis—who had previously been left behind—took hold of humanity. This spiritual principle took control of humanity, which was moving toward hardening, in order to spiritualize human development. The Dhyanis acting from within strove to spiritualize humanity more and more, so that only wisdom would prevail. Humanity now stood at a crossroads: either to descend into the eighth sphere or to become fully spiritualized. Both paths would have led to something other than what present-day humanity is—either to humanity’s disappearance into the eighth sphere or to its steady spiritualization. These two currents have been working against one another since the middle of the Lemurian epoch. This would have remained so had the Dhyanic beings—who had built up humanity from the outside and guided it further into the eighth sphere—not incorporated Budhi, that is, love. (In Marie Steiner-von Sivers’ notes, this sentence reads: “This would have remained so had not the Dhyanic beings of love incarnated in order to permeate matter with love as well.”) In this way, they preserved the material side of humanity from destruction. They join the others as a third current; these currents act from the outside.
[ 4 ] Weil die drei Strömungen zusammengreifen, wird ein Teil des Materiellen, des Mineralreiches, zu diesem dreigeteilten Menschen, der zugleich materiell, seelisch und geistig ist — Leib, Seele, Geist. Was wegen der Ungleichheit der Strömungen nicht mitgenommen werden kann, wird wirklich Schlacke. Das ist der [heutige] Mond. Er ist ein Stück achter Sphäre, Schlacke. Im Monde sehen wir ein vorläufiges Symbol dessen, was die ersten Dhyanis hatten erreichen können, so daß diejenigen dhyanischen Wesenheiten, die bis dahin die Form des Menschen gestaltet haben, in ihrer Tätigkeit im Monde versinnbildlicht sind. Sie zusammen nennt die jüdische Esoterik Jahve oder Jehova, den Gott der makrokosmischen Weisheit, den Gott der Form. Deshalb nennt H. P. Blavatsky ihn eine Mondgottheit, als Gottheit der Form. Im «Esoterischen Buddhismus» [von A.P. Sinnett] wird der Mond in die achte Sphäre gerechnet. Er. ist aber nur ein Stück von ihr, ein Symbol für das, was der Mensch in der achten Sphäre sein würde. Jahve ist der Elohim der vierten Runde, der Herr der weisheitsvollen Form, der vierte Elohim.
[ 4 ] Because the three currents converge, a part of the material realm—the mineral kingdom—becomes part of this threefold human being, who is at once material, soulful, and spiritual—body, soul, and spirit. What cannot be carried along due to the unevenness of the currents truly becomes dross. This is the [present-day] Moon. It is a fragment of the eighth sphere, dross. In the Moon we see a provisional symbol of what the first Dhyanis had been able to achieve, so that those Dhyanic beings who had until then shaped the form of the human being are symbolized in their activity within the Moon. Collectively, Jewish esotericism calls them Yahweh or Jehovah, the God of macrocosmic wisdom, the God of form. That is why H. P. Blavatsky calls him a lunar deity, as the deity of form. In *Esoteric Buddhism* [by A.P. Sinnett], the Moon is counted as part of the eighth sphere. However, it is only a fragment of it, a symbol of what humanity would be in the eighth sphere. Yahweh is the Elohim of the fourth round, the Lord of wise form, the fourth Elohim.
[ 5 ] Von der Mitte der vierten Runde an wirkt der Herr der Liebe: Christus, die Liebe der Welt, der zweite Logos. Der Herr der Form, der vierte Elohim, war die Weisheit, der dritte Logos; Jehova ist der Geist des dritten Logos. Das Christus-Prinzip, das Liebesprinzip, begann geistig in der Mitte der lemurischen Zeit. Zu gleicher Zeit griff Luzifer ein.
[ 5 ] From the middle of the fourth round onward, the Lord of Love is at work: Christ, the Love of the World, the Second Logos. The Lord of Form, the Fourth Elohim, was Wisdom, the Third Logos; Jehovah is the Spirit of the Third Logos. The Christ principle, the principle of love, began spiritually in the middle of the Lemurian era. At the same time, Lucifer intervened.
[ 6 ] Wir müssen den Unterschied kennenlernen zwischen dem Vergänglichen und dem Unvergänglichen. In der griechischen Plastik zum Beispiel sind großartige, wunderbare Werke geschaffen worden, die doch bis zu einem gewissen Zeitpunkt alle zugrundegegangen sein werden. Wären die Werke alles, müßte man sagen, sie sind vergänglich; alles auf dem physischen Plan ist auf diese Weise vergänglich. Aber daß der Künstler auf dem physischen Plan arbeitet, bringt etwas Bleibendes für den Geist des Künstlers, das nicht da wäre, wenn er nicht auf dem physischen Plan gearbeitet hätte. Die Aufnahme der Leistung auf einem niederen Plan ist die Fähigkeit des Wesens auf einem höheren Plan; das ist Evolution. Nur durch die Verkörperung gewinnt der Mensch eine Bereicherung des Geistes, die er sonst nicht bekommen würde. Das ist die Bedeutung des Vergänglichen für das Unvergängliche.
[ 6 ] We must learn to distinguish between the transitory and the imperishable. In Greek sculpture, for example, magnificent, marvelous works have been created, yet by a certain point in time they will all have perished. If these works were everything, one would have to say that they are transitory; everything on the physical plane is transitory in this way. But the fact that the artist works on the physical plane brings about something lasting for the artist’s spirit—something that would not exist if the artist had not worked on the physical plane. The expression of achievement on a lower plane is the capacity of the being on a higher plane; that is evolution. Only through incarnation does a human being gain an enrichment of the spirit that he would not otherwise receive. That is the significance of the transitory for the imperishable.
[ 7 ] Das Mineralischste an dem Menschen ist sein Knochensystem. Das hat auch bei dem jetzigen physischen Menschen die vollkommenste Gestalt. In der zukünftigen Erdenentwicklung werden auch Verdauung, Herz und so weiter immer vollkommener werden, das Knochensystem aber nicht, das wird allmählich verschwinden. Das Feststehen im Physischen durch das Knochensystem ist wichtig. Das, was der Mensch in dieser Zeit erwirbt, nimmt er mit hinüber.
[ 7 ] The most mineral aspect of the human being is his skeletal system. This is also in its most perfect form in the present-day physical human being. In the future development of the Earth, digestion, the heart, and so on will also become increasingly perfect, but the skeletal system will not; it will gradually disappear. Stability in the physical realm through the skeletal system is important. What a person acquires during this time, they carry over with them.
[ 8 ] Daß Christus die Knochen nicht zerbrochen wurden, bedeutet, daß das, was von der mineralischen Welt an ihm war, nicht zerstört werden sollte, unangetastet bleiben mußte. Die Symbole der Mysterien wurden damals zum ersten Male äußerlich gelebt.
[ 8 ] The fact that Christ’s bones were not broken means that whatever belonged to the mineral world in him was not to be destroyed but had to remain intact. The symbols of the Mysteries were lived out externally for the first time back then.
[ 9 ] In der vierten Unterrasse der fünften Wurzelrasse ist die Menschwerdung Christi eines der wichtigsten kosmischen Ereignisse. Die früheren Religionsstifter waren Weisheitslehrer, Christus ist der Liebeslehrer.
[ 9 ] In the fourth subrace of the fifth root race, the Incarnation of Christ is one of the most important cosmic events. The earlier founders of religions were teachers of wisdom; Christ is the teacher of love.
[ 10 ] Übersicht über die Unterrassen. der fünften Wurzelrasse:
[ 10 ] Overview of the sub-races of the fifth root race:
[ 11 ] 1. Unterrasse: die Inder, die Rasse der Spiritualität
[ 11 ] 1. Subrace: the Indians, the race of spirituality
[ 12 ] 2. Unterrasse: die Perser (Zarathustra-Religion), die Rasse der Flammen.
[ 12 ] 2. Subrace: the Persians (Zoroastrian religion), the Race of Flames.
[ 13 ] 3. Unterrasse: Chaldäer, Assyrer, Babylonier, Ägypter, die ältesten Griechen, Römer, Kelten. Zurückgeblieben aus der zweiten Unterrasse ist Zeus und die Heroen Herakles, Theseus, Jason, ‚sie sind Sonnenhelden der dritten Unterrasse. Die Rasse der Sterne.
[ 13 ] 3rd subrace: Chaldeans, Assyrians, Babylonians, Egyptians, the earliest Greeks, Romans, Celts. Remnants of the second subrace include Zeus and the heroes Heracles, Theseus, Jason, ‘they are the sun heroes of the third subrace. The race of the stars.’
[ 14 ] 4. Unterrasse: Die späteren griechischen und lateinischen Völker, die Rasse der Persönlichkeit.
[ 14 ] 4. Subrace: The later Greek and Latin peoples, the race of personality.
[ 15 ] 5. Unterrasse: Die germanischen, angelsächsischen Nationen, die die Persönlichkeit zur freien Persönlichkeit macht, die die Welt erobert, die Rasse der Welt genannt.
[ 15 ] 5. Subrace: The Germanic, Anglo-Saxon nations, which transform the individual into a free personality that conquers the world—the so-called “race of the world.”
[ 16 ] 6. Unterrasse: Die slawische Rasse.
[ 16 ] 6. Subrace: The Slavic race.
[ 17 ] Zusatz eines unbekannten Mitschreibers: 7. Unterrasse: Die amerikanischen Völker. Rasse des Egoismus.
[ 17 ] Addition by an unknown note-taker: 7. Subrace: The American peoples. The race of egoism.
