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Theosophy and Occultism
GA 90c

1 September 1903, Berlin

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Theosophie und Okkultismus, 1st ed.
  1. Theosophy and Occultism, tr. SOL

3. Geheimnisse und Geheimhalten

3. Geheimnisse und Geheimhalten

[ 1 ] Heute möchte ich in dieser «okkulten Stunde» das vom letzten Male fortsetzen und noch etwas, diesmal von einer anderen Seite her, zum letzten Vortrage bemerken. Ich möchte über die Frage, warum gerade in unserer Zeit die esoterischen Lehren offenbart werden, einiges sagen.

[ 1 ] Heute möchte ich in dieser «okkulten Stunde» das vom letzten Male fortsetzen und noch etwas, diesmal von einer anderen Seite her, zum letzten Vortrage bemerken. Ich möchte über die Frage, warum gerade in unserer Zeit die esoterischen Lehren offenbart werden, einiges sagen.

[ 2 ] Die theosophische Bewegung unterscheidet sich von anderen Bewegungen dadurch, dass sie verschiedene elementare esoterische Lehren öffentlich gemacht hat und in der Zukunft noch öffentlich machen wird. Sie ist eine Notwendigkeit für unsere Zeit. Es sind dies esoterische Lehren, die früher auch vorhanden waren. Die Lehren, die wir in der «Geheimlehre» finden, sind nicht neu. Diese esoterischen Lehren sind uraltes Weisheitsgut. Die Art und Weise, wie diese Weisheiten aufbewahrt worden sind, war und ist heute noch eine geheime und sie wird auch in der Zukunft eine geheime bleiben. Nur von Mund zu Ohr sollte dies mitgeteilt werden, und auch nur nach dem Vorausgehen einer scharfen Prüfungszeit sollte es dem Kandidaten weitergegeben werden. Denn dieses Wissen kann auch missbraucht werden, so wird gesagt. Und an dieser Anschauung ist etwas Wahres.

[ 2 ] Die theosophische Bewegung unterscheidet sich von anderen Bewegungen dadurch, dass sie verschiedene elementare esoterische Lehren öffentlich gemacht hat und in der Zukunft noch öffentlich machen wird. Sie ist eine Notwendigkeit für unsere Zeit. Es sind dies esoterische Lehren, die früher auch vorhanden waren. Die Lehren, die wir in der «Geheimlehre» finden, sind nicht neu. Diese esoterischen Lehren sind uraltes Weisheitsgut. Die Art und Weise, wie diese Weisheiten aufbewahrt worden sind, war und ist heute noch eine geheime und sie wird auch in der Zukunft eine geheime bleiben. Nur von Mund zu Ohr sollte dies mitgeteilt werden, und auch nur nach dem Vorausgehen einer scharfen Prüfungszeit sollte es dem Kandidaten weitergegeben werden. Denn dieses Wissen kann auch missbraucht werden, so wird gesagt. Und an dieser Anschauung ist etwas Wahres.

[ 3 ] Wenn nun gewisse elementare Teile dieses esoterischen Weisheitsgutes öffentlich gemacht wurden und werden, dann hat die Theosophie dafür zu sorgen, dass ein eventuell schädlicher Einfluss oder gar ein Missbrauch nicht aufkommt. Als elementare Teile der esoterischen Lehren öffentlich in frei zugänglichen Büchern erschienen, war in gewissen Kreisen von Okkultisten deshalb eine große Bestürzung. Und es wurde den Theosophen der Vorwurf gemacht, dass sie Geheimnisse ausplaudern, die sonst nur wenigen vorbehalten waren. Wir müssen uns daher jetzt fragen: Dürfen überhaupt einige Dinge von diesem Wissen veröffentlicht werden?

[ 3 ] Wenn nun gewisse elementare Teile dieses esoterischen Weisheitsgutes öffentlich gemacht wurden und werden, dann hat die Theosophie dafür zu sorgen, dass ein eventuell schädlicher Einfluss oder gar ein Missbrauch nicht aufkommt. Als elementare Teile der esoterischen Lehren öffentlich in frei zugänglichen Büchern erschienen, war in gewissen Kreisen von Okkultisten deshalb eine große Bestürzung. Und es wurde den Theosophen der Vorwurf gemacht, dass sie Geheimnisse ausplaudern, die sonst nur wenigen vorbehalten waren. Wir müssen uns daher jetzt fragen: Dürfen überhaupt einige Dinge von diesem Wissen veröffentlicht werden?

[ 4 ] Ich habe schon das letzte Mal auf eine geheime Gesellschaft, nämlich auf die Mysterien der Tempelherren, hingewiesen, welche das Ziel der Wiederaufrichtung des Christentums hatten. Die theosophische Bewegung hat ein ähnliches Ziel. Von einem noch tieferen Gesichtspunkte aus, als wir es bereits letztes Mal besprochen haben, will ich heute erläutern, warum es notwendig geworden ist, etwas von dem okkulten Wissen der Welt mitzuteilen. Es wurde früher als unrichtig betrachtet, dieses esoterische Wissen weiterzugeben. Nur Eingeweihten war es zugänglich. In geschlossenen geheimen Gesellschaften wurde es aufbewahrt. Aber im Laufe der letzten Jahrtausende und Jahrhunderte fanden sich immer wieder Verräter, die einzelne Teile des «Geheimwissens» verrieten und aus den Tempeln heraustrugen. Aber auch die äußere Wissenschaft erforschte und fand einstige «Geheimnisse» und trug dadurch zur Veröffentlichung bei.

[ 4 ] Ich habe schon das letzte Mal auf eine geheime Gesellschaft, nämlich auf die Mysterien der Tempelherren, hingewiesen, welche das Ziel der Wiederaufrichtung des Christentums hatten. Die theosophische Bewegung hat ein ähnliches Ziel. Von einem noch tieferen Gesichtspunkte aus, als wir es bereits letztes Mal besprochen haben, will ich heute erläutern, warum es notwendig geworden ist, etwas von dem okkulten Wissen der Welt mitzuteilen. Es wurde früher als unrichtig betrachtet, dieses esoterische Wissen weiterzugeben. Nur Eingeweihten war es zugänglich. In geschlossenen geheimen Gesellschaften wurde es aufbewahrt. Aber im Laufe der letzten Jahrtausende und Jahrhunderte fanden sich immer wieder Verräter, die einzelne Teile des «Geheimwissens» verrieten und aus den Tempeln heraustrugen. Aber auch die äußere Wissenschaft erforschte und fand einstige «Geheimnisse» und trug dadurch zur Veröffentlichung bei.

[ 5 ] So gibt es heute zwei Richtungen innerhalb der Okkultisten: Die eine Richtung sagt, dass es nicht richtig und dass es schädlich sei, das Wissen auch nur teilweise zu veröffentlichen. Es kam daher innerhalb der verantwortungsbewussten Okkultisten die Frage herauf: Wie sollen die Geheimlehren zukünftig behandelt werden? Geheimhaltung oder Veröffentlichung? Was ist nun richtiger für die Zukunft der Menschen? Diese Frage musste aber auch noch von einer anderen Seite beantwortet werden. Denn die ernsthaften Okkultisten hatten erkannt, dass die Menschheit moralisch durch das Versinken im Materialismus verkommen müsse, wenn nicht Teile des Geheimwissens zur Rettung der Menschheit veröffentlicht würden. Man (Helena Petrowna Blavatsky) machte sich deshalb daran, das bereits Veröffentlichte, das heißt die bereits «verratenen» und veröffentlichten Teile der verschiedenen Geheimlehren zusammenzutragen und öffentlich zu machen. Die veröffentlichten Lehren, welche [zum Beispiel] in der «Isis unveiled» und in der «Geheimlehre» stehen, wurden geprüft. Im Wesentlichen musste von den Okkultisten zugegeben werden, dass sie die Prüfung ausgehalten haben. Wir Theosophen stehen auf derjenigen Seite von Okkultisten, welche den Standpunkt vertreten, dass diese Veröffentlichungen der «Isis unveiled» und der «Geheimlehre» nicht nur nützlich sind, sondern es sogar notwendig war, diese öffentlich und populär zu machen.

[ 5 ] So gibt es heute zwei Richtungen innerhalb der Okkultisten: Die eine Richtung sagt, dass es nicht richtig und dass es schädlich sei, das Wissen auch nur teilweise zu veröffentlichen. Es kam daher innerhalb der verantwortungsbewussten Okkultisten die Frage herauf: Wie sollen die Geheimlehren zukünftig behandelt werden? Geheimhaltung oder Veröffentlichung? Was ist nun richtiger für die Zukunft der Menschen? Diese Frage musste aber auch noch von einer anderen Seite beantwortet werden. Denn die ernsthaften Okkultisten hatten erkannt, dass die Menschheit moralisch durch das Versinken im Materialismus verkommen müsse, wenn nicht Teile des Geheimwissens zur Rettung der Menschheit veröffentlicht würden. Man (Helena Petrowna Blavatsky) machte sich deshalb daran, das bereits Veröffentlichte, das heißt die bereits «verratenen» und veröffentlichten Teile der verschiedenen Geheimlehren zusammenzutragen und öffentlich zu machen. Die veröffentlichten Lehren, welche [zum Beispiel] in der «Isis unveiled» und in der «Geheimlehre» stehen, wurden geprüft. Im Wesentlichen musste von den Okkultisten zugegeben werden, dass sie die Prüfung ausgehalten haben. Wir Theosophen stehen auf derjenigen Seite von Okkultisten, welche den Standpunkt vertreten, dass diese Veröffentlichungen der «Isis unveiled» und der «Geheimlehre» nicht nur nützlich sind, sondern es sogar notwendig war, diese öffentlich und populär zu machen.

[ 6 ] Menschliches Wissen kann nicht auf einmal erworben werden, auch nicht durch ein Zeitalter hindurch. Das Wissen ist in fortwährender Entwicklung. Das kann in der Astralsphäre beobachtet werden. Die Astralsphäre bleibt sich nicht immer gleich, sie erleidet kleine Veränderungen. Sie sind nicht erheblich, aber dennoch sind sie deutlich wahrzunehmen. Die allgemeine Szenerie der Astralebene war anders in der Zeit der Atlantier und ist anders in unserer Zeit. Sie veränderte sich von Jahr zu Jahr. Gewisse Veränderungen in der astralen Welt haben dazu geführt, einzusehen, dass es notwendig ist, einen Teil des okkulten Wissens den Menschen mitzuteilen, und zwar öffentlich und populär mitzuteilen und nicht bloß einzelnen Eingeweihten. Es handelt sich dabei um tiefstes okkultes Wissen, und es kann immer nur ein Teil gesagt werden.

[ 6 ] Menschliches Wissen kann nicht auf einmal erworben werden, auch nicht durch ein Zeitalter hindurch. Das Wissen ist in fortwährender Entwicklung. Das kann in der Astralsphäre beobachtet werden. Die Astralsphäre bleibt sich nicht immer gleich, sie erleidet kleine Veränderungen. Sie sind nicht erheblich, aber dennoch sind sie deutlich wahrzunehmen. Die allgemeine Szenerie der Astralebene war anders in der Zeit der Atlantier und ist anders in unserer Zeit. Sie veränderte sich von Jahr zu Jahr. Gewisse Veränderungen in der astralen Welt haben dazu geführt, einzusehen, dass es notwendig ist, einen Teil des okkulten Wissens den Menschen mitzuteilen, und zwar öffentlich und populär mitzuteilen und nicht bloß einzelnen Eingeweihten. Es handelt sich dabei um tiefstes okkultes Wissen, und es kann immer nur ein Teil gesagt werden.

[ 7 ] Um das Jahr 1900 sind ganz besondere Zeichen aufgetreten in der astralen Welt, die dem Wissenden mit absoluter Sicherheit beweisen, dass das größte Geheimnis, das in unserer Rasse zum Ausdruck kommen muss, einen etwas anderen Charakter jetzt zeigt, als es vorher noch war. Es gibt führende Wahrheiten und diese leiten dann hinauf zu denen, welche wir die Geheimnisse des Daseins nennen. Der Mensch ist in keinem Zeitalter fähig, die tiefsten Wahrheiten seiner Zeit in sich aufzunehmen. Der heutige Mensch ist auch nicht geeignet, das tiefste Geheimnis seiner Rasse zu verstehen. Er muss für das Verstehen erst reif werden.

[ 7 ] Um das Jahr 1900 sind ganz besondere Zeichen aufgetreten in der astralen Welt, die dem Wissenden mit absoluter Sicherheit beweisen, dass das größte Geheimnis, das in unserer Rasse zum Ausdruck kommen muss, einen etwas anderen Charakter jetzt zeigt, als es vorher noch war. Es gibt führende Wahrheiten und diese leiten dann hinauf zu denen, welche wir die Geheimnisse des Daseins nennen. Der Mensch ist in keinem Zeitalter fähig, die tiefsten Wahrheiten seiner Zeit in sich aufzunehmen. Der heutige Mensch ist auch nicht geeignet, das tiefste Geheimnis seiner Rasse zu verstehen. Er muss für das Verstehen erst reif werden.

[ 8 ] Das Grundgeheimnis war immer nur im Besitze der Adepten. Durch den Besitz des Geheimnisses waren sie die Führer der betreffenden Rasse. Wir sind jetzt Glieder der fünften [Wurzel-]Rasse. Zuerst gingen zwei [Wurzel-]Rassen, die anders organisiert waren, voran. Dann folgte die dritte [Wurzel-]Rasse, welche bereits ähnlich organisiert war wie die unsrige. Als vierte [Wurzel-]Rasse kamen die Atlantier. Nach dieser vorhergehenden Menschen- und Rassenentwicklung kommen wir als fünfte [Wurzel-]Rasse. Zwei weitere [Wurzel-]Rassen, die sechste und die siebente, werden folgen. Jede [Wurzel-]Rasse hat ein großes Geheimnis des Daseins. Die Erkenntnis dieses großen Geheimnisses des Daseins brachte den Zutritt zu den großen Wahrheiten, welche lebendige Kräfte sind. Es sind dies die großen Gesetze, die in der Welt wirksam sind. Diese großen Gesetze können nicht von vorneherein so in die Welt eingreifen. Sie müssen zunächst im Besitze der Meister und der Eingeweihten sein. Nur durch diese Meister wirken sie dann mittelbar auf den Menschen.

[ 8 ] Das Grundgeheimnis war immer nur im Besitze der Adepten. Durch den Besitz des Geheimnisses waren sie die Führer der betreffenden Rasse. Wir sind jetzt Glieder der fünften [Wurzel-]Rasse. Zuerst gingen zwei [Wurzel-]Rassen, die anders organisiert waren, voran. Dann folgte die dritte [Wurzel-]Rasse, welche bereits ähnlich organisiert war wie die unsrige. Als vierte [Wurzel-]Rasse kamen die Atlantier. Nach dieser vorhergehenden Menschen- und Rassenentwicklung kommen wir als fünfte [Wurzel-]Rasse. Zwei weitere [Wurzel-]Rassen, die sechste und die siebente, werden folgen. Jede [Wurzel-]Rasse hat ein großes Geheimnis des Daseins. Die Erkenntnis dieses großen Geheimnisses des Daseins brachte den Zutritt zu den großen Wahrheiten, welche lebendige Kräfte sind. Es sind dies die großen Gesetze, die in der Welt wirksam sind. Diese großen Gesetze können nicht von vorneherein so in die Welt eingreifen. Sie müssen zunächst im Besitze der Meister und der Eingeweihten sein. Nur durch diese Meister wirken sie dann mittelbar auf den Menschen.

[ 9 ] Im «Luzifer», der jetzt erscheint, wird an die Sache, um die es sich hier handelt, getippt werden. Erst am Ende der fünften [Wurzel-] Rasse wird es einer größeren Anzahl von Menschen kundwerden, von ihr verstanden werden. Die früheren Wurzelrassen waren so, dass diese Geheimnisse nur bei wenigen zu erhalten waren. In unserer Wurzelrasse ist die Fähigkeit des Intellektes, des Verstandes bereits sehr weit ausgebildet worden. Die tiefsten Tiefen sind aber dem Verstande verschlossen. Aber einiges Außenseitige des Geheimnisses kann mit dem Verstande erraten werden. Vor dem Jahre 1875 hat man nichts von diesen Dingen gewusst oder sie doch nicht beachtet. Das Geheimnis der fünften [Wurzel-]JRasse kann [jetzt] von dem Verstand dem Verstand überliefert werden, ohne dass er spiritualisiert wird. Dem nicht spiritualisierten Verstande kann das erratene Geheimnis dann auch so weitergegeben, überliefert werden. Welcher Art die Zeichen im Astralen sind, die um das Jahr 1900 aufgetreten sind, kann ich nicht auseinandersetzen. Aber es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass einige Stücke tatsächlich von Persönlichkeiten, die fern von jeder okkulten Strömung stehen, erraten worden sind. Das liegt an der Charakteranlage innerhalb der fünften Menschenrasse. Es werden bald viele sein, die einiges erraten werden.

[ 9 ] Im «Luzifer», der jetzt erscheint, wird an die Sache, um die es sich hier handelt, getippt werden. Erst am Ende der fünften [Wurzel-] Rasse wird es einer größeren Anzahl von Menschen kundwerden, von ihr verstanden werden. Die früheren Wurzelrassen waren so, dass diese Geheimnisse nur bei wenigen zu erhalten waren. In unserer Wurzelrasse ist die Fähigkeit des Intellektes, des Verstandes bereits sehr weit ausgebildet worden. Die tiefsten Tiefen sind aber dem Verstande verschlossen. Aber einiges Außenseitige des Geheimnisses kann mit dem Verstande erraten werden. Vor dem Jahre 1875 hat man nichts von diesen Dingen gewusst oder sie doch nicht beachtet. Das Geheimnis der fünften [Wurzel-]JRasse kann [jetzt] von dem Verstand dem Verstand überliefert werden, ohne dass er spiritualisiert wird. Dem nicht spiritualisierten Verstande kann das erratene Geheimnis dann auch so weitergegeben, überliefert werden. Welcher Art die Zeichen im Astralen sind, die um das Jahr 1900 aufgetreten sind, kann ich nicht auseinandersetzen. Aber es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass einige Stücke tatsächlich von Persönlichkeiten, die fern von jeder okkulten Strömung stehen, erraten worden sind. Das liegt an der Charakteranlage innerhalb der fünften Menschenrasse. Es werden bald viele sein, die einiges erraten werden.

[ 10 ] Das Erraten der Geheimnisse ist aber etwas sehr Gefährliches. Es ist sowohl für den Betreffenden selbst als auch für die ganze Menschheit von Nachteil. Es ist gefährlich aus dem Grunde, weil die Mitteilung des Geheimnisses der fünften Wurzelrasse tatsächlich die Menschen spalten würde in einige wenige sehr gute Menschen und in viele andere radikal unmoralische Menschen. Das ist zunächst eine paradoxe und gewagte Behauptung. Aber es ist wirklich so. Man ist nicht imstande, das Zentralgeheimnis der fünften Wurzelrasse mitzuteilen. Wenn jemand das Geheimnis mitteilen würde, so würde er der Gewalt des anderen hingegeben sein. Er würde die Möglichkeit verlieren, die wohltätige Wirkung, die von diesem Geheimnis ausgeht, auf die Menschheit auszuüben. Außerdem ist es ganz zwecklos, das Geheimnis mitzuteilen, weil es nur zu schädlichen Wirkungen führen könnte. Es gibt keinen Eingeweihten, der dieses Geheimnis mitgeteilt hätte. Und es gibt kein Mittel, einem Menschen das Geheimnis zu entdecken. Foltern selbst würde nichts nützen. Der Betreffende würde irrsinnig werden oder durch die Qualen um sein Leben kommen.

[ 10 ] Das Erraten der Geheimnisse ist aber etwas sehr Gefährliches. Es ist sowohl für den Betreffenden selbst als auch für die ganze Menschheit von Nachteil. Es ist gefährlich aus dem Grunde, weil die Mitteilung des Geheimnisses der fünften Wurzelrasse tatsächlich die Menschen spalten würde in einige wenige sehr gute Menschen und in viele andere radikal unmoralische Menschen. Das ist zunächst eine paradoxe und gewagte Behauptung. Aber es ist wirklich so. Man ist nicht imstande, das Zentralgeheimnis der fünften Wurzelrasse mitzuteilen. Wenn jemand das Geheimnis mitteilen würde, so würde er der Gewalt des anderen hingegeben sein. Er würde die Möglichkeit verlieren, die wohltätige Wirkung, die von diesem Geheimnis ausgeht, auf die Menschheit auszuüben. Außerdem ist es ganz zwecklos, das Geheimnis mitzuteilen, weil es nur zu schädlichen Wirkungen führen könnte. Es gibt keinen Eingeweihten, der dieses Geheimnis mitgeteilt hätte. Und es gibt kein Mittel, einem Menschen das Geheimnis zu entdecken. Foltern selbst würde nichts nützen. Der Betreffende würde irrsinnig werden oder durch die Qualen um sein Leben kommen.

[ 11 ] Durch die Theosophie soll die Menschheit vorbereitet werden, damit nachher, wenn das Geheimnis teilweise enthüllt wird, die schlechten Wirkungen paralysiert werden. Ein Grundunterschied zwischen dem Geheimnis der fünften Wurzelrasse und den Geheimnissen der früheren Wurzelrassen ist das, dass das Geheimnis der fünften Wurzelrasse teilweise durch den Verstand erraten werden kann. Früher war das Geheimnis streng in der Hand von Adepten, die es dadurch in der Hand hatten, die Menschheit zu führen. Diese Gefahr [des Erratens] besteht jetzt. Es könnte aber die Menschheit den Adepten über den Kopf wachsen in gewisser Beziehung. Einige müssen deshalb gewappnet sein, wenn von außen ihnen die Geheimnisse entgegentreten. Dann wird der Zeitpunkt eintreten, in dem Einzelne von denen, welche erraten können, mit Wahrheitsstücken hervortreten können. Das würde aber furchtbar sein und eine Verheerung unter den Menschen würde eintreten. Es würde dann so sein, dass einige wenige Gute da wären, und die große Masse der anderen wäre dann für das Gute verloren. Zu brauchen sind diese Wahrheiten nur unter der Voraussetzung der theosophischen Grundlehren.

[ 11 ] Durch die Theosophie soll die Menschheit vorbereitet werden, damit nachher, wenn das Geheimnis teilweise enthüllt wird, die schlechten Wirkungen paralysiert werden. Ein Grundunterschied zwischen dem Geheimnis der fünften Wurzelrasse und den Geheimnissen der früheren Wurzelrassen ist das, dass das Geheimnis der fünften Wurzelrasse teilweise durch den Verstand erraten werden kann. Früher war das Geheimnis streng in der Hand von Adepten, die es dadurch in der Hand hatten, die Menschheit zu führen. Diese Gefahr [des Erratens] besteht jetzt. Es könnte aber die Menschheit den Adepten über den Kopf wachsen in gewisser Beziehung. Einige müssen deshalb gewappnet sein, wenn von außen ihnen die Geheimnisse entgegentreten. Dann wird der Zeitpunkt eintreten, in dem Einzelne von denen, welche erraten können, mit Wahrheitsstücken hervortreten können. Das würde aber furchtbar sein und eine Verheerung unter den Menschen würde eintreten. Es würde dann so sein, dass einige wenige Gute da wären, und die große Masse der anderen wäre dann für das Gute verloren. Zu brauchen sind diese Wahrheiten nur unter der Voraussetzung der theosophischen Grundlehren.

[ 12 ] Wenn die Adepten keinen Einfluss gewonnen hätten, so würde die Menschheit in drei Teile gespalten worden sein:

[ 12 ] Wenn die Adepten keinen Einfluss gewonnen hätten, so würde die Menschheit in drei Teile gespalten worden sein:

— erstens in die gedankenlose Masse,
— zweitens in die zerstörenden Verstandesmenschen mit dem erratenen Geheimnis und
— drittens in die Okkultisten.

— erstens in die gedankenlose Masse,
— zweitens in die zerstörenden Verstandesmenschen mit dem erratenen Geheimnis und
— drittens in die Okkultisten.

[ 13 ] [Die Menschen] würden einen Kampf um Leben und Tod gegeneinander führen. Die, welche das Geheimnis erraten haben, würden nicht erkennen, warum das Geheimnis nicht ausgesagt werden darf. Die hellseherische Gabe könnte das Unheil auch verhüten.

[ 13 ] [Die Menschen] würden einen Kampf um Leben und Tod gegeneinander führen. Die, welche das Geheimnis erraten haben, würden nicht erkennen, warum das Geheimnis nicht ausgesagt werden darf. Die hellseherische Gabe könnte das Unheil auch verhüten.

[ 14 ] Die Theosophische Gesellschaft strebt daher an, dass nicht die drei Teile der Menschheit entstehen, sondern dass ein Kern allgemeiner Bruderschaft geschaffen werde. Man kann nun einwenden: Eine allgemeine Bruderschaft wird es nie geben. - Wir erwidern darauf: Was ihr sagt, ist richtig, aber wir kennen die Grundlagen und wissen, dass ein solcher Kern die Menschheit schützen wird. Dies ist eine Art Prophetie, die aber auf der Grundlage objektiver Wahrnehmung in der astralen Welt beruht.

[ 14 ] Die Theosophische Gesellschaft strebt daher an, dass nicht die drei Teile der Menschheit entstehen, sondern dass ein Kern allgemeiner Bruderschaft geschaffen werde. Man kann nun einwenden: Eine allgemeine Bruderschaft wird es nie geben. - Wir erwidern darauf: Was ihr sagt, ist richtig, aber wir kennen die Grundlagen und wissen, dass ein solcher Kern die Menschheit schützen wird. Dies ist eine Art Prophetie, die aber auf der Grundlage objektiver Wahrnehmung in der astralen Welt beruht.

[ 15 ] Das [fünfte] Wurzelgeheimnis ist also ein solches, welches bis zu einem gewissen Grade erraten werden kann. Deshalb muss der Zeitpunkt des Erratens vorbereitet werden. Wir kennen also noch einen tieferen Grund der astralen Gesetze, der den Betreffenden zwingt, seine Kräfte für die theosophische Bewegung einzusetzen. Der liegt darin, weil er weiß, wohin die Menschheit steuert.

[ 15 ] Das [fünfte] Wurzelgeheimnis ist also ein solches, welches bis zu einem gewissen Grade erraten werden kann. Deshalb muss der Zeitpunkt des Erratens vorbereitet werden. Wir kennen also noch einen tieferen Grund der astralen Gesetze, der den Betreffenden zwingt, seine Kräfte für die theosophische Bewegung einzusetzen. Der liegt darin, weil er weiß, wohin die Menschheit steuert.

[ 16 ] Wenn ich schildern soll, wie verheerend das Erraten eines Stückes des [fünften] Geheimnisses wirkt, so kann ich nur sagen, dass durch die erwähnte Charakterbeschaffenheit der Mensch fähig ist, zu erraten. Gerade dadurch ist er aber auch unfähig gemacht, etwas zur Paralysierung der schädlichen Wirkungen zu tun. Die Persönlichkeiten, die schon etwas erraten haben, haben bewiesen, dass sie nicht verstehen, ein solches Geheimnis zu handhaben. Wer etwas erraten oder erfahren hat, der ist selbst vielen Gefahren ausgesetzt. Gewöhnlich herrschen darüber die abenteuerlichsten Vorstellungen. Dennoch ist aber das, was über die Gefahren gesagt wird, wenn auch nicht buchstäblich, so doch absolut wahr. Der Mensch der fünften [Wurzel-] Rasse hat sogenannte Hemmungsvorrichtungen. Sein Kama-Manas hat Bremsvorrichtungen, welche zurückwirken auf den Astral- und Mentalkörper. Im Astralkörper sind eine Menge Kräfte vorhanden, die durch diese Vorrichtungen im Zaume gehalten werden. Das Moralische der fünften [Wurzel-]Rasse, das sich auf die Handlungen bezieht, ist weitaus besser als das Moralische der astralen und mentalen Eigenschaften. Viele haben oft recht wenig Moral. Es ist schwer, ihnen begreiflich zu machen, dass es eine Empfindungs- und eine Gedankenmoral gibt. Das wenigste von dem, was in ihrem Inneren steckt, kommt an die Oberfläche. Es sieht da viel schmutziger aus, als man gewöhnlich beobachtet.

[ 16 ] Wenn ich schildern soll, wie verheerend das Erraten eines Stückes des [fünften] Geheimnisses wirkt, so kann ich nur sagen, dass durch die erwähnte Charakterbeschaffenheit der Mensch fähig ist, zu erraten. Gerade dadurch ist er aber auch unfähig gemacht, etwas zur Paralysierung der schädlichen Wirkungen zu tun. Die Persönlichkeiten, die schon etwas erraten haben, haben bewiesen, dass sie nicht verstehen, ein solches Geheimnis zu handhaben. Wer etwas erraten oder erfahren hat, der ist selbst vielen Gefahren ausgesetzt. Gewöhnlich herrschen darüber die abenteuerlichsten Vorstellungen. Dennoch ist aber das, was über die Gefahren gesagt wird, wenn auch nicht buchstäblich, so doch absolut wahr. Der Mensch der fünften [Wurzel-] Rasse hat sogenannte Hemmungsvorrichtungen. Sein Kama-Manas hat Bremsvorrichtungen, welche zurückwirken auf den Astral- und Mentalkörper. Im Astralkörper sind eine Menge Kräfte vorhanden, die durch diese Vorrichtungen im Zaume gehalten werden. Das Moralische der fünften [Wurzel-]Rasse, das sich auf die Handlungen bezieht, ist weitaus besser als das Moralische der astralen und mentalen Eigenschaften. Viele haben oft recht wenig Moral. Es ist schwer, ihnen begreiflich zu machen, dass es eine Empfindungs- und eine Gedankenmoral gibt. Das wenigste von dem, was in ihrem Inneren steckt, kommt an die Oberfläche. Es sieht da viel schmutziger aus, als man gewöhnlich beobachtet.

[ 17 ] In dem Augenblick, wo dem Menschen ein Teil des Geheimnisses eröffnet wird, fallen alle Bremsvorrichtungen, und die ganze Macht der Kräfte drängt sich heraus. Die wilden inneren Kräfte müssen durch die theosophische Bewegung in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Äußerlich gute Menschen, scheinbare Engel, würden unter dem Einflusse des erwähnten Zeitpunktes [der Eröffnung des fünften Geheimnisses] zu Teufeln werden.

[ 17 ] In dem Augenblick, wo dem Menschen ein Teil des Geheimnisses eröffnet wird, fallen alle Bremsvorrichtungen, und die ganze Macht der Kräfte drängt sich heraus. Die wilden inneren Kräfte müssen durch die theosophische Bewegung in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Äußerlich gute Menschen, scheinbare Engel, würden unter dem Einflusse des erwähnten Zeitpunktes [der Eröffnung des fünften Geheimnisses] zu Teufeln werden.

[ 18 ] Die Menschen müssen sich daher gegenseitig stützen, sie müssen zusammenwirken. Schädlich wirken werden alle Gedanken, die auf die unmittelbare Gegenwart gerichtet sein werden. Es sind gewaltige Gedankenmassen vorhanden, die nur auf das Zeitliche gerichtet sind. Es sind ideale Dinge, gewisse Rechtsforderungen, die sich nur auf das Zeitliche beziehen und nicht auf das Ewige.

[ 18 ] Die Menschen müssen sich daher gegenseitig stützen, sie müssen zusammenwirken. Schädlich wirken werden alle Gedanken, die auf die unmittelbare Gegenwart gerichtet sein werden. Es sind gewaltige Gedankenmassen vorhanden, die nur auf das Zeitliche gerichtet sind. Es sind ideale Dinge, gewisse Rechtsforderungen, die sich nur auf das Zeitliche beziehen und nicht auf das Ewige.

[ 19 ] Ich habe bereits geschildert, wie eine Einweihung in der pythagoreischen Schule erfolgte. Es waren da Vorstufen der Einweihung. Im «Luzifer» habe ich über höhere Fragen der Einweihung bereits öffentlich gesprochen. Jetzt möchte ich noch etwas sagen, was nicht in einer öffentlichen Zeitschrift gesagt werden kann und auch nicht gesagt werden darf.

[ 19 ] Ich habe bereits geschildert, wie eine Einweihung in der pythagoreischen Schule erfolgte. Es waren da Vorstufen der Einweihung. Im «Luzifer» habe ich über höhere Fragen der Einweihung bereits öffentlich gesprochen. Jetzt möchte ich noch etwas sagen, was nicht in einer öffentlichen Zeitschrift gesagt werden kann und auch nicht gesagt werden darf.

[ 20 ] In den verschiedenen Stufen der Einweihung wurde der Einzuweihende hingewiesen erstens auf die Nichtigkeit des physischen Daseins. Zweitens wurde der Einzuweihende hineingeführt in eine Welt von ganz anderer Natur als unsere sichtbare Welt. Der Einzuweihende wurde eingeführt in eine Welt, die wirklicher, kräftiger und richtunggebender ist, in eine Welt, die unserer Welt zugrunde liegt, aber mit unseren Sinnen nicht wahrzunehmen ist.

[ 20 ] In den verschiedenen Stufen der Einweihung wurde der Einzuweihende hingewiesen erstens auf die Nichtigkeit des physischen Daseins. Zweitens wurde der Einzuweihende hineingeführt in eine Welt von ganz anderer Natur als unsere sichtbare Welt. Der Einzuweihende wurde eingeführt in eine Welt, die wirklicher, kräftiger und richtunggebender ist, in eine Welt, die unserer Welt zugrunde liegt, aber mit unseren Sinnen nicht wahrzunehmen ist.