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Theosophy and Occultism
GA 90c

9 October 1903, Berlin

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Theosophie und Okkultismus, 1st ed.
  1. Theosophy and Occultism, tr. SOL

8. Inkarnationenfolge, Wiederverkörperung bei Kindestod, Wiedergeburt hoher Individualitäten

8. Inkarnationenfolge, Wiederverkörperung bei Kindestod, Wiedergeburt hoher Individualitäten

[ 1 ] Dieser okkulte Logenvortrag wurde angeregt durch die Frage: Inkarnieren sich die Seelen totgeborener oder verstorbener kleiner Kinder auch nach 1500 bis 1800 Jahren? Und hat eine solche Wiederverkörperung einen Zweck?

[ 1 ] Dieser okkulte Logenvortrag wurde angeregt durch die Frage: Inkarnieren sich die Seelen totgeborener oder verstorbener kleiner Kinder auch nach 1500 bis 1800 Jahren? Und hat eine solche Wiederverkörperung einen Zweck?

[ 2 ] 1500 bis 1800 Jahre ist ein Durchschnittsmaß. Es gibt Seelen, welche sich erst nach 4000 bis 2000 Jahren wiederverkörpern. Die gestellte Frage hängt aber zusammen mit noch viel tieferen Fragen. Es gibt sieben große Geheimnisse des Daseins in dem Werden unserer Erde. Von diesen sieben großen Geheimnissen des Daseins wird von Zeit zu Zeit in der Aufeinanderfolge der Menschenrassen den Menschen jeweils eines dieser Geheimnisse ausgehändigt. Unserer jetzigen Rasse wird das vierte ausgehändigt werden. Unsere theosophische Strömung ist nichts anderes als die Vorbereitung für das Mitteilen des vierten der sogenannten unaussprechlichen Geheimnisse. Nur einen kleinen Teil dessen, was die großen Meister von dem vierten Geheimnis erfahren, dürfen wir in Vorträgen mitteilen. Es gibt Dinge, welche mit Worten auszusprechen, sündhaft ist, sagt der Apostel Paulus.

[ 2 ] 1500 bis 1800 Jahre ist ein Durchschnittsmaß. Es gibt Seelen, welche sich erst nach 4000 bis 2000 Jahren wiederverkörpern. Die gestellte Frage hängt aber zusammen mit noch viel tieferen Fragen. Es gibt sieben große Geheimnisse des Daseins in dem Werden unserer Erde. Von diesen sieben großen Geheimnissen des Daseins wird von Zeit zu Zeit in der Aufeinanderfolge der Menschenrassen den Menschen jeweils eines dieser Geheimnisse ausgehändigt. Unserer jetzigen Rasse wird das vierte ausgehändigt werden. Unsere theosophische Strömung ist nichts anderes als die Vorbereitung für das Mitteilen des vierten der sogenannten unaussprechlichen Geheimnisse. Nur einen kleinen Teil dessen, was die großen Meister von dem vierten Geheimnis erfahren, dürfen wir in Vorträgen mitteilen. Es gibt Dinge, welche mit Worten auszusprechen, sündhaft ist, sagt der Apostel Paulus.

[ 3 ] Eines dieser Dinge ist das vierte Geheimnis. Es ist das Geheimnis von Leben und Tod. Die theosophische Strömung hat die Aufgabe, uns fähig zu machen, zu erfahren von Geburt und Tod und wie sie gesetzmäßig miteinander in Beziehung stehen. Es ist noch nicht die Zeit, in welcher uns das Ganze des vierten Geheimnisses enthüllt werden kann, aber es werden nach und nach Teile davon offengelegt. Wir haben Geister, welche heute schon die Entwicklungsstufen künftiger Entwicklungsstufen vorausgenommen haben. Platon ist zum Beispiel ein «Fünftrunder». Gautama Buddha hat vorausgenommen, was die Menschheit erst in der sechsten Runde erreichen wird.

[ 3 ] Eines dieser Dinge ist das vierte Geheimnis. Es ist das Geheimnis von Leben und Tod. Die theosophische Strömung hat die Aufgabe, uns fähig zu machen, zu erfahren von Geburt und Tod und wie sie gesetzmäßig miteinander in Beziehung stehen. Es ist noch nicht die Zeit, in welcher uns das Ganze des vierten Geheimnisses enthüllt werden kann, aber es werden nach und nach Teile davon offengelegt. Wir haben Geister, welche heute schon die Entwicklungsstufen künftiger Entwicklungsstufen vorausgenommen haben. Platon ist zum Beispiel ein «Fünftrunder». Gautama Buddha hat vorausgenommen, was die Menschheit erst in der sechsten Runde erreichen wird.

[ 4 ] Ich will jetzt versuchen, etwas darüber zu sagen, wovon die Wiederverkörperung abhängt. Der Mensch legt bei seinem Tode nicht ein wertloses Kleid ab. Diese körperliche Inkarnation hat wirklich einen Zweck. Die Früchte derselben tragen wir in die andere Inkarnation. Das Erlernen der Schreibekunst mag uns hier als Beispiel dienen. Man lernt die Handgriffe, formt Buchstaben und lernt, sie in einen Zusammenhang zusammenzufügen. So wie Sie aus den verschiedenen einzelnen Tätigkeiten eines mitnehmen, nämlich die Fähigkeit des Schreibens, wie Sie sich in späterer Zeit dann nicht mehr an Ihre einzelnen Arbeiten erinnern, so ist es auch bei der Wiedergeburt. Die Fähigkeit des Schreibens ist geblieben, die einzelnen Stufen des Lernens sind vergessen.

[ 4 ] Ich will jetzt versuchen, etwas darüber zu sagen, wovon die Wiederverkörperung abhängt. Der Mensch legt bei seinem Tode nicht ein wertloses Kleid ab. Diese körperliche Inkarnation hat wirklich einen Zweck. Die Früchte derselben tragen wir in die andere Inkarnation. Das Erlernen der Schreibekunst mag uns hier als Beispiel dienen. Man lernt die Handgriffe, formt Buchstaben und lernt, sie in einen Zusammenhang zusammenzufügen. So wie Sie aus den verschiedenen einzelnen Tätigkeiten eines mitnehmen, nämlich die Fähigkeit des Schreibens, wie Sie sich in späterer Zeit dann nicht mehr an Ihre einzelnen Arbeiten erinnern, so ist es auch bei der Wiedergeburt. Die Fähigkeit des Schreibens ist geblieben, die einzelnen Stufen des Lernens sind vergessen.

[ 5 ] So ist es auch bei der Wiedergeburt. Die einzelnen Erlebnisse sind vergessen, die daraus gewonnenen Fähigkeiten sind geblieben. Die Stimme des Gewissens, die Fähigkeit, Gut und Böse voneinander zu unterscheiden, alles das haben wir in früheren Inkarnationen gelernt. Der Wilde, der ursprünglich seine Mitmenschen aufisst, lernt nach und nach, dass er dies nicht darf, weil er sich dadurch die Feindschaft der Mitmenschen zuzieht, weil er dadurch Feindschaften hervorruft.

[ 5 ] So ist es auch bei der Wiedergeburt. Die einzelnen Erlebnisse sind vergessen, die daraus gewonnenen Fähigkeiten sind geblieben. Die Stimme des Gewissens, die Fähigkeit, Gut und Böse voneinander zu unterscheiden, alles das haben wir in früheren Inkarnationen gelernt. Der Wilde, der ursprünglich seine Mitmenschen aufisst, lernt nach und nach, dass er dies nicht darf, weil er sich dadurch die Feindschaft der Mitmenschen zuzieht, weil er dadurch Feindschaften hervorruft.

[ 6 ] Unsere Organe sind das Mittel zur Aneignung der Erfahrungen und der Fähigkeiten. Die Organe sind es, die uns in der neuen Inkarnation zukommen. Wenn wir heute inkarniert sind und uns in fünfzig Jahren schon wieder inkarnieren oder gar unmittelbar nach unserem Tode, könnten wir da wirklich wieder etwas lernen, was wir zu dem, was wir schon gelernt haben, wieder hinzufügen könnten im großen Sinn?

[ 6 ] Unsere Organe sind das Mittel zur Aneignung der Erfahrungen und der Fähigkeiten. Die Organe sind es, die uns in der neuen Inkarnation zukommen. Wenn wir heute inkarniert sind und uns in fünfzig Jahren schon wieder inkarnieren oder gar unmittelbar nach unserem Tode, könnten wir da wirklich wieder etwas lernen, was wir zu dem, was wir schon gelernt haben, wieder hinzufügen könnten im großen Sinn?

[ 7 ] Nein, so schnell ändert sich die Sache auf der Erde nicht. Was wir bis zum siebzigsten Jahre lernen, ist eine Lektion, und die folgenden siebzig Jahre würden sich nicht wesentlich unterscheiden von den vorhergehenden. Wir werden also erst dann wieder inkarniert, wenn die Erde sich so verändert hat, dass wir wieder etwas Wesentliches lernen können. Es hängt dies mit einem Gesetz zusammen, dass der Mensch nach durchschnittlich zweitausend Jahren wiederverkörpert wird. [...] Innerhalb von zweitausendvierhundert beziehungsweise zweitausensechshundert Jahren ändern sich die kosmischen Verhältnisse. Dann ist also wieder etwas Neues zu lernen. Der Mensch muss also warten, bis neue Konstellationen zwischen Sonne und Erde eintreten, die unsere Wesenheit in ganz neuer Weise beeinflussen können. Es finden aber auch Abweichungen statt, weil das, was der Mensch innerhalb der Runden zu tun hat, nicht das Einzige ist.

[ 7 ] Nein, so schnell ändert sich die Sache auf der Erde nicht. Was wir bis zum siebzigsten Jahre lernen, ist eine Lektion, und die folgenden siebzig Jahre würden sich nicht wesentlich unterscheiden von den vorhergehenden. Wir werden also erst dann wieder inkarniert, wenn die Erde sich so verändert hat, dass wir wieder etwas Wesentliches lernen können. Es hängt dies mit einem Gesetz zusammen, dass der Mensch nach durchschnittlich zweitausend Jahren wiederverkörpert wird. [...] Innerhalb von zweitausendvierhundert beziehungsweise zweitausensechshundert Jahren ändern sich die kosmischen Verhältnisse. Dann ist also wieder etwas Neues zu lernen. Der Mensch muss also warten, bis neue Konstellationen zwischen Sonne und Erde eintreten, die unsere Wesenheit in ganz neuer Weise beeinflussen können. Es finden aber auch Abweichungen statt, weil das, was der Mensch innerhalb der Runden zu tun hat, nicht das Einzige ist.

[ 8 ] Auf einer bestimmten Stufe der Entwicklung wird der Mensch die Erde verlassen. Auf einem neuen Planeten wird er dann weiterleben. Den Schauplatz der neuen Erde oder besser gesagt, des neuen Planeten kann er aber nur betreten, wenn er ein bestimmtes Maß der Entwicklung erreicht hat. Der Mensch hat sein Ich so weit zu entwickeln, dass er fähig sein wird, diesen neuen Schauplatz zu betreten.

[ 8 ] Auf einer bestimmten Stufe der Entwicklung wird der Mensch die Erde verlassen. Auf einem neuen Planeten wird er dann weiterleben. Den Schauplatz der neuen Erde oder besser gesagt, des neuen Planeten kann er aber nur betreten, wenn er ein bestimmtes Maß der Entwicklung erreicht hat. Der Mensch hat sein Ich so weit zu entwickeln, dass er fähig sein wird, diesen neuen Schauplatz zu betreten.

[ 9 ] Der Gedanke, der in Ihnen lebt, ist nicht bloß das, was in Ihrem Kopfe lebt. Jeder Gedanke ist eine lebendige Kraft. Geradeso wie irgendeine Luftwelle sich fortpflanzt und weit weg von ihrem ursprünglichen Ort in ihrer Wirkung immer noch wahrzunehmen ist, so pflanzt sich auch mein Gedanke fort. Er wirkt in der mentalen Welt weiter. Als eine solche Kraft haben wir ihn anzusehen. Der Gedanke ist eine so starke Kraft, wie wenn Sie mit dem Beile Holz spalten würden. Sie können schneiden und mit Gedanken - und auch mit Ihren Trieben - bis tief in die astrale Welt hinein wirken. Die Veränderungen, die Sie da hervorbringen, sind viel bedeutungsvoller als alle physischen Geschehnisse.

[ 9 ] Der Gedanke, der in Ihnen lebt, ist nicht bloß das, was in Ihrem Kopfe lebt. Jeder Gedanke ist eine lebendige Kraft. Geradeso wie irgendeine Luftwelle sich fortpflanzt und weit weg von ihrem ursprünglichen Ort in ihrer Wirkung immer noch wahrzunehmen ist, so pflanzt sich auch mein Gedanke fort. Er wirkt in der mentalen Welt weiter. Als eine solche Kraft haben wir ihn anzusehen. Der Gedanke ist eine so starke Kraft, wie wenn Sie mit dem Beile Holz spalten würden. Sie können schneiden und mit Gedanken - und auch mit Ihren Trieben - bis tief in die astrale Welt hinein wirken. Die Veränderungen, die Sie da hervorbringen, sind viel bedeutungsvoller als alle physischen Geschehnisse.

[ 10 ] Über diese Kräfte haben wir uns Klarheit zu verschaffen und wir haben zu lernen, welche Veränderungen wir bewirken. Es ist das die erste Weihe, die Erfahrung und Klarlegung der inneren Triebe, der furchtbaren Wesen. Wir können nichts denken, ohne dass wir damit eine ganze Menge von Wesen in Mitleidenschaft versetzen. Der Adept unterscheidet sich grundsätzlich von anderen Menschen, denn der Adept tut das, was andere unbewusst tun, bewusst.

[ 10 ] Über diese Kräfte haben wir uns Klarheit zu verschaffen und wir haben zu lernen, welche Veränderungen wir bewirken. Es ist das die erste Weihe, die Erfahrung und Klarlegung der inneren Triebe, der furchtbaren Wesen. Wir können nichts denken, ohne dass wir damit eine ganze Menge von Wesen in Mitleidenschaft versetzen. Der Adept unterscheidet sich grundsätzlich von anderen Menschen, denn der Adept tut das, was andere unbewusst tun, bewusst.

[ 11 ] Wir wirken auf die ganze uns umgebende Welt. Wenn es nur auf die Entwicklung des Menschen allein ankäme, dann würden wir regelmäßig wiederverkörpert werden. Eine höhere Individualität kann aber eventuell gebraucht werden für die Entwicklung der Menschen und dann muss sie sich schneller inkarnieren. Nicht bloß für die Entwicklung des einzelnen Menschen treten die Gesetze in Tätigkeit, wodurch er wieder inkarniert wird, sondern es gelten auch die Forderungen und Gesetze für die ganze Umwelt.

[ 11 ] Wir wirken auf die ganze uns umgebende Welt. Wenn es nur auf die Entwicklung des Menschen allein ankäme, dann würden wir regelmäßig wiederverkörpert werden. Eine höhere Individualität kann aber eventuell gebraucht werden für die Entwicklung der Menschen und dann muss sie sich schneller inkarnieren. Nicht bloß für die Entwicklung des einzelnen Menschen treten die Gesetze in Tätigkeit, wodurch er wieder inkarniert wird, sondern es gelten auch die Forderungen und Gesetze für die ganze Umwelt.

[ 12 ] Wenn solche Bedingungen eintreten, dann kann eine solche Persönlichkeit vielleicht unmittelbar vorher oder wenige Jahre vorher gestorben sein, und sie inkarniert sich sofort wieder. In der Theosophischen Gesellschaft haben wir solche Persönlichkeiten, die fast unmittelbar nach dem Tode wiederverkörpert wurden.

[ 12 ] Wenn solche Bedingungen eintreten, dann kann eine solche Persönlichkeit vielleicht unmittelbar vorher oder wenige Jahre vorher gestorben sein, und sie inkarniert sich sofort wieder. In der Theosophischen Gesellschaft haben wir solche Persönlichkeiten, die fast unmittelbar nach dem Tode wiederverkörpert wurden.

[ 13 ] Es hängt von einer großen Anzahl von Umständen ab, nach wie viel Jahren sich eine Individualität wieder zu inkarnieren hat. Eine Persönlichkeit, welche viel aufgenommen hat, kann lange Zeit brauchen, um die aufgenommenen Stoffe zu verarbeiten. Wir wissen von einer großen Persönlichkeit innerhalb der deutschen Geistesentwicklung, von Goethe, dass er vorher in Griechenland zur Zeit Platons inkarniert war. Und wir wissen, dass er im achtzehnten Jahrhundert als Goethe wiedergeboren war. Es war eine der harmonischsten Inkarnationen, die er in Griechenland verlebte. Er war BildhauerSchüler. Der Bildhauer-Schüler hatte so viel aufgenommen, dass er so lange brauchte, um alles das zu verarbeiten. Die «Iphigenie auf Tauris» konnte nur mit großen Kenntnissen der griechischen Plastik geschrieben werden. Der hohe Idealismus Platons strömt uns wieder entgegen in tiefsinnigen Stellen von Goethes «Faust». Das «Märchen» von der grünen Schlange und der schönen Lilie enthält die Offenbarung von Goethes harmonischer Entwicklung zur Zeit seiner griechischen Inkarnation.

[ 13 ] Es hängt von einer großen Anzahl von Umständen ab, nach wie viel Jahren sich eine Individualität wieder zu inkarnieren hat. Eine Persönlichkeit, welche viel aufgenommen hat, kann lange Zeit brauchen, um die aufgenommenen Stoffe zu verarbeiten. Wir wissen von einer großen Persönlichkeit innerhalb der deutschen Geistesentwicklung, von Goethe, dass er vorher in Griechenland zur Zeit Platons inkarniert war. Und wir wissen, dass er im achtzehnten Jahrhundert als Goethe wiedergeboren war. Es war eine der harmonischsten Inkarnationen, die er in Griechenland verlebte. Er war BildhauerSchüler. Der Bildhauer-Schüler hatte so viel aufgenommen, dass er so lange brauchte, um alles das zu verarbeiten. Die «Iphigenie auf Tauris» konnte nur mit großen Kenntnissen der griechischen Plastik geschrieben werden. Der hohe Idealismus Platons strömt uns wieder entgegen in tiefsinnigen Stellen von Goethes «Faust». Das «Märchen» von der grünen Schlange und der schönen Lilie enthält die Offenbarung von Goethes harmonischer Entwicklung zur Zeit seiner griechischen Inkarnation.

[ 14 ] Bismarck konnte nicht wie Goethe wirken.

[ 14 ] Bismarck konnte nicht wie Goethe wirken.

[ 15 ] Nicht alle Fähigkeiten brauchen aber in der Verkörperung zum Ausdruck zu kommen. Wenn einer im Devachan weilt, der zu einer bestimmten Zeit eine notwendige Arbeit auf der Erde ausführen kann, so wird er eben wiederverkörpert. Er muss sich dann für die ganze Menschheit opfern.

[ 15 ] Nicht alle Fähigkeiten brauchen aber in der Verkörperung zum Ausdruck zu kommen. Wenn einer im Devachan weilt, der zu einer bestimmten Zeit eine notwendige Arbeit auf der Erde ausführen kann, so wird er eben wiederverkörpert. Er muss sich dann für die ganze Menschheit opfern.

[ 16 ] «Creare» wird gewöhnlich mit «Schaffen» übersetzt. Es hat denselben Stamm wie das Sanskrit-Wort «Kri», und das ist dasselbe, was wir in «Karma» wiedererkennen. «Wollen» heißt es. Der Körper wird gewollt von gewissen Kräften, von sogenannten «Schicksalslenkern». Der Körper wird dann in eine geeignete Verbindung und Mischung gebracht. Aristoteles gebrauchte das Wort noch für die menschliche Arbeit, aber es hieß damals noch «Wählen», «Wollen».

[ 16 ] «Creare» wird gewöhnlich mit «Schaffen» übersetzt. Es hat denselben Stamm wie das Sanskrit-Wort «Kri», und das ist dasselbe, was wir in «Karma» wiedererkennen. «Wollen» heißt es. Der Körper wird gewollt von gewissen Kräften, von sogenannten «Schicksalslenkern». Der Körper wird dann in eine geeignete Verbindung und Mischung gebracht. Aristoteles gebrauchte das Wort noch für die menschliche Arbeit, aber es hieß damals noch «Wählen», «Wollen».

[ 17 ] Der physische Körper ist ein Instrument für die Seele, so wie das Klavier für den Menschen, der Musik machen will. Wenn wir das Instrument gebrauchen, so nehmen wir die Früchte unserer Entwicklung mit hinüber. Es kann aber selbst bei höchstentwickelten Individualitäten noch ein Irrtum vorkommen in Bezug auf die Körperwahl. Es kann sein, dass ein Mensch, der imstande wäre, Großartiges zu wirken, nicht den Körper findet, in dem er die Kräfte, die in ihm wohnen, zur Ausführung bringen kann. Das sind Möglichkeiten, die immer in Betracht gezogen werden müssen, wenn man in dieser Richtung forscht. Ein Platon-Schüler wird ganz anderes in ein nächstes Leben mit hinübernehmen können.

[ 17 ] Der physische Körper ist ein Instrument für die Seele, so wie das Klavier für den Menschen, der Musik machen will. Wenn wir das Instrument gebrauchen, so nehmen wir die Früchte unserer Entwicklung mit hinüber. Es kann aber selbst bei höchstentwickelten Individualitäten noch ein Irrtum vorkommen in Bezug auf die Körperwahl. Es kann sein, dass ein Mensch, der imstande wäre, Großartiges zu wirken, nicht den Körper findet, in dem er die Kräfte, die in ihm wohnen, zur Ausführung bringen kann. Das sind Möglichkeiten, die immer in Betracht gezogen werden müssen, wenn man in dieser Richtung forscht. Ein Platon-Schüler wird ganz anderes in ein nächstes Leben mit hinübernehmen können.

[ 18 ] Wer aber in einer Inkarnation nur gleichförmige und monotone Erfahrungen macht, der wird nur wenige keimhafte Kräfte hindurchzutragen haben. Und daher wird er sich auch rasch wiederverkörpern können. Wilde, die nur wenig Erfahrungen haben, sind nur geringe Zeit im Devachan. Chelas dagegen, diejenigen, welche sich die Anwartschaft auf die Meisterschaft schon erworben haben, können auf Devachan verzichten. Sie machen kein Devachan durch. Daher können sie sich unmittelbar nach dem Tode wiederverkörpern, um der Menschheit weiter zu dienen.

[ 18 ] Wer aber in einer Inkarnation nur gleichförmige und monotone Erfahrungen macht, der wird nur wenige keimhafte Kräfte hindurchzutragen haben. Und daher wird er sich auch rasch wiederverkörpern können. Wilde, die nur wenig Erfahrungen haben, sind nur geringe Zeit im Devachan. Chelas dagegen, diejenigen, welche sich die Anwartschaft auf die Meisterschaft schon erworben haben, können auf Devachan verzichten. Sie machen kein Devachan durch. Daher können sie sich unmittelbar nach dem Tode wiederverkörpern, um der Menschheit weiter zu dienen.

[ 19 ] Im Kindesalter sind in der Kindesseele schwache, weiche Kräfte, die noch auszubilden und zu veredeln sind. Wenn Sie in einer Inkarnation den Astralkörper nicht auszubilden vermochten, so kann es sein, dass Sie wiedergeboren werden im Kinde nur zu dem Zweck, den Gefühlskörper nachträglich noch herauszubilden. Ein Gelehrter, der hoch entwickelten Verstand hat, aber keine Gefühle besitzt, der bedarf dann nur einer kurzen Zeit der Nachhilfe als Kind und wird bald wieder den Körper verlassen.

[ 19 ] Im Kindesalter sind in der Kindesseele schwache, weiche Kräfte, die noch auszubilden und zu veredeln sind. Wenn Sie in einer Inkarnation den Astralkörper nicht auszubilden vermochten, so kann es sein, dass Sie wiedergeboren werden im Kinde nur zu dem Zweck, den Gefühlskörper nachträglich noch herauszubilden. Ein Gelehrter, der hoch entwickelten Verstand hat, aber keine Gefühle besitzt, der bedarf dann nur einer kurzen Zeit der Nachhilfe als Kind und wird bald wieder den Körper verlassen.

[ 20 ] Ein Versuch, geboren zu werden, kann aber auch missglücken. Dann wird ein neuer Versuch gemacht, wenn der vorhergehende Körper nicht die Kräfte zum Ausdruck bringen konnte. Es gibt selbst Beispiele aus der Bibel, wo unmittelbar nach dem Tode die Wiederverkörperung eintritt. Man muss wissen, dass die Wiederverkörperung nicht nur einen Zweck hat, sondern dass sie eine Notwendigkeit ist. (Hier wurde das Beispiel von der Uhr angeführt.) Die [Uhr] ist ein Entwicklungsprodukt. Sie konnte nur entstehen, als verschiedene Wissenschaften in derselben Zeit dieselbe Entwicklungsstufe erreicht hatten. Es waren nötig die Fähigkeit der Metallbearbeitung, die Leute, die die Gesetze der wissenschaftlichen Mechanik beherrschten. Alle diese Menschen verbinden sich auf einer gewissen Stufe, und man hat dann die Fähigkeit, in dem Zeitalter eine Uhr herzustellen.

[ 20 ] Ein Versuch, geboren zu werden, kann aber auch missglücken. Dann wird ein neuer Versuch gemacht, wenn der vorhergehende Körper nicht die Kräfte zum Ausdruck bringen konnte. Es gibt selbst Beispiele aus der Bibel, wo unmittelbar nach dem Tode die Wiederverkörperung eintritt. Man muss wissen, dass die Wiederverkörperung nicht nur einen Zweck hat, sondern dass sie eine Notwendigkeit ist. (Hier wurde das Beispiel von der Uhr angeführt.) Die [Uhr] ist ein Entwicklungsprodukt. Sie konnte nur entstehen, als verschiedene Wissenschaften in derselben Zeit dieselbe Entwicklungsstufe erreicht hatten. Es waren nötig die Fähigkeit der Metallbearbeitung, die Leute, die die Gesetze der wissenschaftlichen Mechanik beherrschten. Alle diese Menschen verbinden sich auf einer gewissen Stufe, und man hat dann die Fähigkeit, in dem Zeitalter eine Uhr herzustellen.

[ 21 ] Wer nur in einer Linie sucht, der macht einen Fehler. Wer nur geradlinig nach einer Richtung sich entwickelt hat, wie beispielsweise ein Darwinist, der macht auch einen Fehler. Der Monismus ist nicht deshalb eine Einheit, weil er aus einer Einheit hervorgegangen ist, sondern umgekehrt: Leib und Seele sind eins, weil sie sich auf einer gewissen Stufe verbunden haben und so eine Einheit bilden. Das Rad in der Uhr brach, und mit ihm die Einheit. Die Uhr ist unbrauchbar. So ist es auch, wenn ein Organismus ein «schlechtes Rad» hat.

[ 21 ] Wer nur in einer Linie sucht, der macht einen Fehler. Wer nur geradlinig nach einer Richtung sich entwickelt hat, wie beispielsweise ein Darwinist, der macht auch einen Fehler. Der Monismus ist nicht deshalb eine Einheit, weil er aus einer Einheit hervorgegangen ist, sondern umgekehrt: Leib und Seele sind eins, weil sie sich auf einer gewissen Stufe verbunden haben und so eine Einheit bilden. Das Rad in der Uhr brach, und mit ihm die Einheit. Die Uhr ist unbrauchbar. So ist es auch, wenn ein Organismus ein «schlechtes Rad» hat.

[ 22 ] Die nächste Frage war, ob den Tatsachen in der Welt ein Plan zugrunde liegt oder ob darin der Zufall herrscht. (Darauf wurde geantwortet:)

[ 22 ] Die nächste Frage war, ob den Tatsachen in der Welt ein Plan zugrunde liegt oder ob darin der Zufall herrscht. (Darauf wurde geantwortet:)

[ 23 ] Die Entwicklung hängt ab von der Temperatur, von der Gebirgsluft oder von der Seeluft, von Stadt oder Land. Nehmen wir an, es sei einem Menschen ein Ziegelstein auf den Kopf gefallen. Ist das ein Zufall oder liegt dies doch in einem Plane? Ein Mensch fällt ins Wasser, ein anderer springt ihm nach, hilft ihm, aber er erkältet sich und stirbt. Nehmen wir dazu nun noch ein Gegenstück: Ein Mensch sieht seinen Feind, stößt ihn ins Wasser. Er fällt aber auch mit hinein und stirbt in der Folge. Das sind doch zwei ganz verschiedene innerliche Fälle. Aber äußerlich scheint es so, als ob es gleiche Fälle wären. Beide sterben an den Folgen, dass sie ins Wasser fielen. Die Frage, ob in der Welt ein weisheitsvoller Plan oder nur ein Zufall herrscht, wollen wir demnächst weiter behandeln.

[ 23 ] Die Entwicklung hängt ab von der Temperatur, von der Gebirgsluft oder von der Seeluft, von Stadt oder Land. Nehmen wir an, es sei einem Menschen ein Ziegelstein auf den Kopf gefallen. Ist das ein Zufall oder liegt dies doch in einem Plane? Ein Mensch fällt ins Wasser, ein anderer springt ihm nach, hilft ihm, aber er erkältet sich und stirbt. Nehmen wir dazu nun noch ein Gegenstück: Ein Mensch sieht seinen Feind, stößt ihn ins Wasser. Er fällt aber auch mit hinein und stirbt in der Folge. Das sind doch zwei ganz verschiedene innerliche Fälle. Aber äußerlich scheint es so, als ob es gleiche Fälle wären. Beide sterben an den Folgen, dass sie ins Wasser fielen. Die Frage, ob in der Welt ein weisheitsvoller Plan oder nur ein Zufall herrscht, wollen wir demnächst weiter behandeln.