Notes from Mathilde Scholl 1904–1906
GA 91
21 August 1906, Landin
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Kosmologie und menschliche Evolution, 1st ed.
5. Über die vierte Dimension I
5. Über die vierte Dimension I
[ 1 ] Wir dürfen Raum und Dimension nicht verwechseln. Nur drei Dimensionen sind im Raume zu erkennen, Das sind die drei Dimensionen des Gewordenen, des Seienden, das heißt, die das repräsentieren, was uns als Schattenbild der sich kreuzenden Kräfte aus Vergangenheit und Zukunft in der Gegenwart vor Augen schwebt. Darauf ist aber immer das Wort anzuwenden «Alles fließt». Nichts bleibt davon, sondern es ist alles in stetem Wechsel begriffen. Die drei Raumdimensionen sind nur das Mittel, die einzelnen Entwicklungsmomente uns wie in einem Panorama vor Augen zu führen, damit wir als dreidimensionale, im Raum ausgeprägte Wesen auch andere Vorgänge in ihrer dreidimensionalen Bildhaftigkeit erkennen können. Das ist notwendig, damit der Mensch sich selbst als besonderes Wesen in der Welt erkennen lernt. Sonst wäre er nie zum objektiven Erkennen der Umwelt gekommen und hätte sie immer nur subjektiv in sich empfunden.
[ 1 ] Wir dürfen Raum und Dimension nicht verwechseln. Nur drei Dimensionen sind im Raume zu erkennen, Das sind die drei Dimensionen des Gewordenen, des Seienden, das heißt, die das repräsentieren, was uns als Schattenbild der sich kreuzenden Kräfte aus Vergangenheit und Zukunft in der Gegenwart vor Augen schwebt. Darauf ist aber immer das Wort anzuwenden «Alles fließt». Nichts bleibt davon, sondern es ist alles in stetem Wechsel begriffen. Die drei Raumdimensionen sind nur das Mittel, die einzelnen Entwicklungsmomente uns wie in einem Panorama vor Augen zu führen, damit wir als dreidimensionale, im Raum ausgeprägte Wesen auch andere Vorgänge in ihrer dreidimensionalen Bildhaftigkeit erkennen können. Das ist notwendig, damit der Mensch sich selbst als besonderes Wesen in der Welt erkennen lernt. Sonst wäre er nie zum objektiven Erkennen der Umwelt gekommen und hätte sie immer nur subjektiv in sich empfunden.
[ 2 ] Nun haben wir die andern Dimensionen auch alle in uns und um uns. Die andern Dimensionen sind nicht im Raume zu suchen. Sondern der Raum, die drei Dimensionen, ruhen in den andern Dimensionen. Die andern Dimensionen enthalten die drei Dimensionen des Raumes in sich, sind aber nicht in ihnen abgegrenzt — so, wie Wasser schwimmende Eisstücke enthalten kann, aber nicht in ihnen abgegrenzt ist, oder wie Luft dichtere Substanzen enthalten kann, aber nicht in ihnen abgegrenzt ist.
[ 2 ] Nun haben wir die andern Dimensionen auch alle in uns und um uns. Die andern Dimensionen sind nicht im Raume zu suchen. Sondern der Raum, die drei Dimensionen, ruhen in den andern Dimensionen. Die andern Dimensionen enthalten die drei Dimensionen des Raumes in sich, sind aber nicht in ihnen abgegrenzt — so, wie Wasser schwimmende Eisstücke enthalten kann, aber nicht in ihnen abgegrenzt ist, oder wie Luft dichtere Substanzen enthalten kann, aber nicht in ihnen abgegrenzt ist.
[ 3 ] Die Dimension, in der wir leben, die überhaupt unsere Entwicklung, unser Wachstum, zunächst bedingt, ist die Zeit. Jeder Moment unseres Lebens ist ein Bewegen durch diese vierte Dimension, die Zeit. Die Zeit umfasst alles Räumliche. Das Unlebendige hat nur die drei Dimensionen; es verändert sich nicht in die vierte Dimension hinein, in die Zeit hinein. Aber alles Lebendige lebt in die Zeit hinein. Leben heißt, sich in die Zeit hinein, sich in die vierte Dimension hinein verändern. Dass wir heute physisch anders sind als gestern, ist nur möglich durch die vierte Dimension. Innerhalb der drei Dimensionen können sich Wachstumsveränderungen nicht abspielen. Sie werden nur innerhalb der drei Dimensionen sichtbar als Schattenbilder des Veränderns in der Zeit.
[ 3 ] Die Dimension, in der wir leben, die überhaupt unsere Entwicklung, unser Wachstum, zunächst bedingt, ist die Zeit. Jeder Moment unseres Lebens ist ein Bewegen durch diese vierte Dimension, die Zeit. Die Zeit umfasst alles Räumliche. Das Unlebendige hat nur die drei Dimensionen; es verändert sich nicht in die vierte Dimension hinein, in die Zeit hinein. Aber alles Lebendige lebt in die Zeit hinein. Leben heißt, sich in die Zeit hinein, sich in die vierte Dimension hinein verändern. Dass wir heute physisch anders sind als gestern, ist nur möglich durch die vierte Dimension. Innerhalb der drei Dimensionen können sich Wachstumsveränderungen nicht abspielen. Sie werden nur innerhalb der drei Dimensionen sichtbar als Schattenbilder des Veränderns in der Zeit.
[ 4 ] Die fünfte Dimension umfasst auch noch die vierte; sie ist das Empfinden; das geht über Raum und Zeit hinaus. Das, was uns mit den andern Wesen verbindet, das ist die fünfte Dimension. Das Empfinden hält Raum und Zeit in sich und ist nicht durch Raum und Zeit begrenzt. Jede höhere Dimension macht uns unabhängig von der darunter stehenden, weil wir in der höheren die darunter stehende beherrschen. Die zweite Dimension ist ein Hinausgehen über die erste Dimension; die dritte Dimension ist ein Hinausgehen über die zweite Dimension, ein Fortschreiten zur Unabhängigkeit. Die vierte Dimension ist ein Hinausgehen über die dritte Dimension, ein weiteres Unabhängig-Werden. Denn die Zeit macht uns unabhängig vom Raume. Was wir an den Raum gebunden nicht könnten, können wir in der vierten Dimension, der Zeit, erreichen. Die Zeit macht es uns möglich, uns über die Raumdimension zu erheben. So macht die Empfindung, die fünfte Dimension, es uns möglich, uns über die Zeit zu erheben; wir werden durch die Empfindung unabhängig von der Zeit. Ebenso macht uns das Selbstbewusstsein, die sechste Dimension, unabhängig von der Empfindung. Die sechste Dimension, das Selbstbewusstsein, ist die, aus der heraus wir auch das Empfinden, die fünfte Dimension, beherrschen. Mit dem Selbstbewusstsein umfassen wir auch die fünfte Dimension, das Empfinden. Unser Empfinden kann ruhen in dem Selbstbewusstsein, die fünfte Dimension in der sechsten. So ruht die Zeit in dem Empfinden, die vierte Dimension in der fünften; und der Raum ruht in der Zeit, die dritte Dimension in der vierten; die Fläche ruht an dem Körper, die zweite Dimension an der dritten; die Linie ruht an der Fläche, die erste Dimension an der zweiten. Die sechste Dimension, das Selbstbewusstsein, leitet über zu noch höheren Dimensionen. Die Überwindung des Selbstbewusstseins liegt in der siebten Dimension, in dem, was über das Selbstbewusstsein hinausgeht. In der siebten Dimension beginnt der Chela zu leben, der durch das Selbstbewusstsein in höhere Welten eindringt. Die siebte Dimension ist das bewusste Sich-Hingeben an die Welt. In dieser bewussten Hingabe liegt die siebte Dimension. Die achte Dimension ist das bewusste Aufgehen in der Umwelt; die neunte Dimension ist das bewusste Schaffen in der Umwelt.
[ 4 ] Die fünfte Dimension umfasst auch noch die vierte; sie ist das Empfinden; das geht über Raum und Zeit hinaus. Das, was uns mit den andern Wesen verbindet, das ist die fünfte Dimension. Das Empfinden hält Raum und Zeit in sich und ist nicht durch Raum und Zeit begrenzt. Jede höhere Dimension macht uns unabhängig von der darunter stehenden, weil wir in der höheren die darunter stehende beherrschen. Die zweite Dimension ist ein Hinausgehen über die erste Dimension; die dritte Dimension ist ein Hinausgehen über die zweite Dimension, ein Fortschreiten zur Unabhängigkeit. Die vierte Dimension ist ein Hinausgehen über die dritte Dimension, ein weiteres Unabhängig-Werden. Denn die Zeit macht uns unabhängig vom Raume. Was wir an den Raum gebunden nicht könnten, können wir in der vierten Dimension, der Zeit, erreichen. Die Zeit macht es uns möglich, uns über die Raumdimension zu erheben. So macht die Empfindung, die fünfte Dimension, es uns möglich, uns über die Zeit zu erheben; wir werden durch die Empfindung unabhängig von der Zeit. Ebenso macht uns das Selbstbewusstsein, die sechste Dimension, unabhängig von der Empfindung. Die sechste Dimension, das Selbstbewusstsein, ist die, aus der heraus wir auch das Empfinden, die fünfte Dimension, beherrschen. Mit dem Selbstbewusstsein umfassen wir auch die fünfte Dimension, das Empfinden. Unser Empfinden kann ruhen in dem Selbstbewusstsein, die fünfte Dimension in der sechsten. So ruht die Zeit in dem Empfinden, die vierte Dimension in der fünften; und der Raum ruht in der Zeit, die dritte Dimension in der vierten; die Fläche ruht an dem Körper, die zweite Dimension an der dritten; die Linie ruht an der Fläche, die erste Dimension an der zweiten. Die sechste Dimension, das Selbstbewusstsein, leitet über zu noch höheren Dimensionen. Die Überwindung des Selbstbewusstseins liegt in der siebten Dimension, in dem, was über das Selbstbewusstsein hinausgeht. In der siebten Dimension beginnt der Chela zu leben, der durch das Selbstbewusstsein in höhere Welten eindringt. Die siebte Dimension ist das bewusste Sich-Hingeben an die Welt. In dieser bewussten Hingabe liegt die siebte Dimension. Die achte Dimension ist das bewusste Aufgehen in der Umwelt; die neunte Dimension ist das bewusste Schaffen in der Umwelt.
Dimensionen 1 bis 3 sind die unlebendigen;
Dimension 4 bis 6 sind die lebendigen, aber passiven;
Dimensionen 7 bis 9 sind die schaffenden.
Dimensionen 1 bis 3 sind die unlebendigen;
Dimension 4 bis 6 sind die lebendigen, aber passiven;
Dimensionen 7 bis 9 sind die schaffenden.
[ 5 ] Durch die dritte Dimension allein gibt es eine Trennung. Die dritte Dimension ist die Dimension der Sonderheit. Durch Überwindung der dritten Dimension treten wir aus der Sonderheit in die Gemeinschaft.
[ 5 ] Durch die dritte Dimension allein gibt es eine Trennung. Die dritte Dimension ist die Dimension der Sonderheit. Durch Überwindung der dritten Dimension treten wir aus der Sonderheit in die Gemeinschaft.
[ 6 ] Wesen mit höheren Dimensionen und mit der ersten und zweiten sind nicht an die Sonderheit gebunden, sondern können den Raum überwinden. Die dritte Dimension ist überhaupt der Raum. Wesen können mehrere Dimensionen haben, die mit der dritten Raumdimension nichts zu tun haben. Die, welche die erste und zweite Dimension haben und die vierte — die Zeit - und die fünfte - die Empfindung —, sind unabhängig von der dritten Raumdimension. In der Astralwelt sind wir auch unabhängig von der dritten Raumdimension. Dafür haben wir da die Zeit wie ein Panorama hinter uns und vor uns. Wie wir hier im Raume schauen, können wir im Astralen, in der vierten Dimension, in der Zeit schauen. Die Zeit liegt da aufgerollt vor uns. Vergangenes und Zukünftiges umgeben uns wie hier im Raume ein Panorama. Ein Zurückblicken in Vergangenes oder ein Hineinschauen in Zukünftiges ist also bedingt durch die Fähigkeit des bewussten Eintretens in die vierte Dimension oder des bewussten Erfassens des dort vor uns aufgerollten Panoramas der Zeit.
[ 6 ] Wesen mit höheren Dimensionen und mit der ersten und zweiten sind nicht an die Sonderheit gebunden, sondern können den Raum überwinden. Die dritte Dimension ist überhaupt der Raum. Wesen können mehrere Dimensionen haben, die mit der dritten Raumdimension nichts zu tun haben. Die, welche die erste und zweite Dimension haben und die vierte — die Zeit - und die fünfte - die Empfindung —, sind unabhängig von der dritten Raumdimension. In der Astralwelt sind wir auch unabhängig von der dritten Raumdimension. Dafür haben wir da die Zeit wie ein Panorama hinter uns und vor uns. Wie wir hier im Raume schauen, können wir im Astralen, in der vierten Dimension, in der Zeit schauen. Die Zeit liegt da aufgerollt vor uns. Vergangenes und Zukünftiges umgeben uns wie hier im Raume ein Panorama. Ein Zurückblicken in Vergangenes oder ein Hineinschauen in Zukünftiges ist also bedingt durch die Fähigkeit des bewussten Eintretens in die vierte Dimension oder des bewussten Erfassens des dort vor uns aufgerollten Panoramas der Zeit.
[ 7 ] Der Punkt hat keine Ausdehnung. Dass das, was keine Ausdehnung hat, eine Ausdehnung bekommt, ist bedingt durch die erste Dimension; dadurch wird der Punkt zur Linie. Dass die Linie sich bewegen kann, ist bedingt durch die zweite Dimension; dadurch wird sie zur Fläche; dass die Fläche sich bewegen kann, ist bedingt durch die dritte Dimension; durch die dritte Dimension wird alles Vorhandene körperlich, fixiert. Als der Geist Gottes über den Wassern schwebte, war noch nichts in die dritte Dimension eingetreten, noch nichts körperlich fixiert. Die anderen Dimensionen waren da, aber die dritte Raumdimension nicht. Die bedeutete die größte Stauung der Lebensströme auf der Erde. Dadurch entstand das Körperliche, die Trennung, die Sonderheit, das Hervortreten der Einzeldinge aus der Gesamtheit, das Festwerden, Herauskristallisieren. Sie ist das Symbol für das, was im Geistigen der Mensch mit sich vornehmen soll. Wie aus dem Chaos der Welt, aus dem Durcheinanderfluten der Strömungen in der Welt ein Kosmos sich herauskristallisierte, und in der dritten Dimension sichtbar wurde, sich herausgestaltete, wodurch in dem dahinflutenden Weltenmeere ein Festes, Fixiertes entstand, wodurch Rhythmus in das Chaos kam, so soll der Mensch aus seinen in ihm flutenden Kräften geistig einen Kosmos herausgestalten. Er soll in seinem Selbstbewusstsein zunächst den festen Punkt, das Festland finden, auf dem er stehen kann, und dann da herum ordnen, rhythmisch gestalten alle Kräfte, die in ihm sind. Das Material zu diesem Mikrokosmos ist ihm gegeben, aber er soll selbst dies Material bearbeiten, daraus einen Tempel aufbauen, in dem das Göttliche waltet. So wie die Kräfte in der Natur durch Zusammenwirken, durch das Sich-Kreuzen, eine Stauung hervorrufen, aber auch eine Herausgestaltung, so soll auch der Mensch aus höheren und niederen Kräften, indem sie sich entgegenströmen, sich stauen, etwas Festes, Bleibendes herausgestalten, herauskristallisieren — einen Tempel bauen. Hat er dies erreicht, so kann er aus diesem geordneten, harmonischen Ganzen heraus selbst schöpferisch in der Welt wirken. Dann ist er der Herrscher in diesem Mikrokosmos. Dann wird er von den Kräften nicht mehr getrieben, sondern er ist der Treibende, der Schöpfer eines Neuen. Dann beherrscht er alle Dimensionen. Dann sind sie für ihn nur die Linien, denen entlang er seine Kräfte in die Welt hinaussendet. Das geistige Wachstum geht über alle Dimensionen hinaus; es beherrscht und überwindet alle Dimensionen; ihm ist keine Grenze gesetzt, weder durch Raum noch Zeit noch durch Empfinden.
[ 7 ] Der Punkt hat keine Ausdehnung. Dass das, was keine Ausdehnung hat, eine Ausdehnung bekommt, ist bedingt durch die erste Dimension; dadurch wird der Punkt zur Linie. Dass die Linie sich bewegen kann, ist bedingt durch die zweite Dimension; dadurch wird sie zur Fläche; dass die Fläche sich bewegen kann, ist bedingt durch die dritte Dimension; durch die dritte Dimension wird alles Vorhandene körperlich, fixiert. Als der Geist Gottes über den Wassern schwebte, war noch nichts in die dritte Dimension eingetreten, noch nichts körperlich fixiert. Die anderen Dimensionen waren da, aber die dritte Raumdimension nicht. Die bedeutete die größte Stauung der Lebensströme auf der Erde. Dadurch entstand das Körperliche, die Trennung, die Sonderheit, das Hervortreten der Einzeldinge aus der Gesamtheit, das Festwerden, Herauskristallisieren. Sie ist das Symbol für das, was im Geistigen der Mensch mit sich vornehmen soll. Wie aus dem Chaos der Welt, aus dem Durcheinanderfluten der Strömungen in der Welt ein Kosmos sich herauskristallisierte, und in der dritten Dimension sichtbar wurde, sich herausgestaltete, wodurch in dem dahinflutenden Weltenmeere ein Festes, Fixiertes entstand, wodurch Rhythmus in das Chaos kam, so soll der Mensch aus seinen in ihm flutenden Kräften geistig einen Kosmos herausgestalten. Er soll in seinem Selbstbewusstsein zunächst den festen Punkt, das Festland finden, auf dem er stehen kann, und dann da herum ordnen, rhythmisch gestalten alle Kräfte, die in ihm sind. Das Material zu diesem Mikrokosmos ist ihm gegeben, aber er soll selbst dies Material bearbeiten, daraus einen Tempel aufbauen, in dem das Göttliche waltet. So wie die Kräfte in der Natur durch Zusammenwirken, durch das Sich-Kreuzen, eine Stauung hervorrufen, aber auch eine Herausgestaltung, so soll auch der Mensch aus höheren und niederen Kräften, indem sie sich entgegenströmen, sich stauen, etwas Festes, Bleibendes herausgestalten, herauskristallisieren — einen Tempel bauen. Hat er dies erreicht, so kann er aus diesem geordneten, harmonischen Ganzen heraus selbst schöpferisch in der Welt wirken. Dann ist er der Herrscher in diesem Mikrokosmos. Dann wird er von den Kräften nicht mehr getrieben, sondern er ist der Treibende, der Schöpfer eines Neuen. Dann beherrscht er alle Dimensionen. Dann sind sie für ihn nur die Linien, denen entlang er seine Kräfte in die Welt hinaussendet. Das geistige Wachstum geht über alle Dimensionen hinaus; es beherrscht und überwindet alle Dimensionen; ihm ist keine Grenze gesetzt, weder durch Raum noch Zeit noch durch Empfinden.
[ 8 ] Die dritte Raumdimension hat große Bedeutung in der Weltentwicklung und in der Entwicklung der Individualität des Menschen. Aber sie muss überwunden werden. Durch Überwinden der dritten Dimension wird der Mensch frei. Eintreten in die dritte Dimension bedeutet Stauung; aber Stauung ist auch Kraftsammlung, Befestigung, das Verankern in einem festen Punkt, die einzige Möglichkeit für den Menschen, fest stehen zu lernen. Nur aber darf der Mensch nicht in der Stauung der dritten Dimension bleiben, sondern muss wieder darüber hinaus, bewusst hinauswachsen über diese Stauung, damit die angesammelten Kräfte frei werden, sich entfalten können. Das Festgewordene muss wieder flüssig gemacht werden. Wenn der Mensch sich selbst befreit aus der Stauung, seine eigenen Kräfte frei macht, dann kann er auch die ganze übrige Natur aus der Stauung befreien. Das ist das Erlösen des Mineralreiches und Überführen der Natur in das Pflanzenreich, das Hinüberführen aus der Stauung der dritten Dimension in das Leben der vierten Dimension. Dann ist auch alles noch da, was jetzt da ist, aber in der vierten Dimension lebend, mit Überwindung der dritten Dimension. Dann schauen wir nicht das Gewordene, sondern rings um uns das Werdende. Alles, was in der Zeit liegt, wird dann für uns sichtbar. Die Lebensbedingungen spielen sich dann vor unsern Augen sichtbar ab. Während jetzt alles Leben hinter dem Schleier — Maya - des Gewordenen verborgen liegt, erfassen wir dann das Leben selbst.
[ 8 ] Die dritte Raumdimension hat große Bedeutung in der Weltentwicklung und in der Entwicklung der Individualität des Menschen. Aber sie muss überwunden werden. Durch Überwinden der dritten Dimension wird der Mensch frei. Eintreten in die dritte Dimension bedeutet Stauung; aber Stauung ist auch Kraftsammlung, Befestigung, das Verankern in einem festen Punkt, die einzige Möglichkeit für den Menschen, fest stehen zu lernen. Nur aber darf der Mensch nicht in der Stauung der dritten Dimension bleiben, sondern muss wieder darüber hinaus, bewusst hinauswachsen über diese Stauung, damit die angesammelten Kräfte frei werden, sich entfalten können. Das Festgewordene muss wieder flüssig gemacht werden. Wenn der Mensch sich selbst befreit aus der Stauung, seine eigenen Kräfte frei macht, dann kann er auch die ganze übrige Natur aus der Stauung befreien. Das ist das Erlösen des Mineralreiches und Überführen der Natur in das Pflanzenreich, das Hinüberführen aus der Stauung der dritten Dimension in das Leben der vierten Dimension. Dann ist auch alles noch da, was jetzt da ist, aber in der vierten Dimension lebend, mit Überwindung der dritten Dimension. Dann schauen wir nicht das Gewordene, sondern rings um uns das Werdende. Alles, was in der Zeit liegt, wird dann für uns sichtbar. Die Lebensbedingungen spielen sich dann vor unsern Augen sichtbar ab. Während jetzt alles Leben hinter dem Schleier — Maya - des Gewordenen verborgen liegt, erfassen wir dann das Leben selbst.
[ 9 ] So wie die zweite Dimension die Bewegung der ersten, die dritte die der zweiten, so ermöglicht die vierte Dimension die Bewegung eines dreidimensionalen Körpers. Und ferner ermöglicht die Empfindung das Bewegen der Zeit — der vierten Dimension; und das Selbstbewusstsein ermöglicht das Bewegen der Empfindung. Oder man kann sagen: Die erste Dimension bewegt sich in der zweiten, die zweite in der dritten, die dritte in der Zeit, die Zeit in der Empfindung, die Empfindung im Selbstbewusstsein. Oder, wie die erste Dimension die zweite fixiert, so fixiert die zweite die dritte, die dritte die vierte; so fixiert der Raum die Zeit, die Zeit die Empfindung, das Empfinden das Selbstbewusstsein. Auf der einen Seite gehen wir von der Ursache aus, auf der anderen von der Wirkung, auf der einen Seite von dem Engeren, Begrenzteren, Abhängigeren, auf der anderen Seite von dem Weiteren, über die Grenzen hinaus Gehenden, Unabhängigeren.
[ 9 ] So wie die zweite Dimension die Bewegung der ersten, die dritte die der zweiten, so ermöglicht die vierte Dimension die Bewegung eines dreidimensionalen Körpers. Und ferner ermöglicht die Empfindung das Bewegen der Zeit — der vierten Dimension; und das Selbstbewusstsein ermöglicht das Bewegen der Empfindung. Oder man kann sagen: Die erste Dimension bewegt sich in der zweiten, die zweite in der dritten, die dritte in der Zeit, die Zeit in der Empfindung, die Empfindung im Selbstbewusstsein. Oder, wie die erste Dimension die zweite fixiert, so fixiert die zweite die dritte, die dritte die vierte; so fixiert der Raum die Zeit, die Zeit die Empfindung, das Empfinden das Selbstbewusstsein. Auf der einen Seite gehen wir von der Ursache aus, auf der anderen von der Wirkung, auf der einen Seite von dem Engeren, Begrenzteren, Abhängigeren, auf der anderen Seite von dem Weiteren, über die Grenzen hinaus Gehenden, Unabhängigeren.
[ 10 ] Ganz hinabsteigen musste der Mensch in das Enge, Begrenzte, in die Abhängigkeit, um durch diese Begrenzung für sich Kräfte aus der Umwelt zu sammeln, für sein eigenes Gebiet, damit er zum Individuum werden konnte, und nun muss er wieder die Grenzen überwinden, die Kräfte, die er gesammelt hat, an die Welt zurückgeben. Aber gerade in dem Zurückgeben besteht nun sein geistiges Wachstum. In dem Maße, wie er gibt, nimmt er geistig zu, denn geistig gibt man sich nicht selbst fort, sondern geistiges Geben bedeutet, selbst bis da mit hinauswachsen, soweit man gibt. Gebe ich physisch etwas fort, so bleibe ich, wo ich bin, und das Fortgegebene ist dann nicht mehr mein Eigentum. Gebe ich geistig etwas, so gehe ich mit dem Gegebenen. Behalte ich geistig alles für mich, so verharre ich in der Stauung, wachse nicht; gebe ich geistig, so erweitere ich mich selbst in dem Maße, wie ich gebe. Geistiges Geben ist, sich selbst aufbauen. Alles, was der Mensch geistig an die Umwelt gibt, ist und bleibt er selbst. Wer also das erreicht, sich ganz geistig an die übrige Welt zu geben, wie Christus es tat, der wird selbst sich zur ganzen übrigen Welt auswachsen.
[ 10 ] Ganz hinabsteigen musste der Mensch in das Enge, Begrenzte, in die Abhängigkeit, um durch diese Begrenzung für sich Kräfte aus der Umwelt zu sammeln, für sein eigenes Gebiet, damit er zum Individuum werden konnte, und nun muss er wieder die Grenzen überwinden, die Kräfte, die er gesammelt hat, an die Welt zurückgeben. Aber gerade in dem Zurückgeben besteht nun sein geistiges Wachstum. In dem Maße, wie er gibt, nimmt er geistig zu, denn geistig gibt man sich nicht selbst fort, sondern geistiges Geben bedeutet, selbst bis da mit hinauswachsen, soweit man gibt. Gebe ich physisch etwas fort, so bleibe ich, wo ich bin, und das Fortgegebene ist dann nicht mehr mein Eigentum. Gebe ich geistig etwas, so gehe ich mit dem Gegebenen. Behalte ich geistig alles für mich, so verharre ich in der Stauung, wachse nicht; gebe ich geistig, so erweitere ich mich selbst in dem Maße, wie ich gebe. Geistiges Geben ist, sich selbst aufbauen. Alles, was der Mensch geistig an die Umwelt gibt, ist und bleibt er selbst. Wer also das erreicht, sich ganz geistig an die übrige Welt zu geben, wie Christus es tat, der wird selbst sich zur ganzen übrigen Welt auswachsen.
[ 11 ] Das bedeutet das Nicht-abgeschlossen-Sein, sich auftun nach der Umwelt der Geistwesen. Dadurch strahlt das innere Licht heraus in die Umwelt. Ein Wesen, das nicht in der Stauung lebt, nicht in der dritten Dimension abgeschlossen ist, strahlt sein Innerstes in die Umwelt hinaus; dadurch leuchtet es in die Umwelt hinein. Wer in der Stauung lebt, im Egoismus, der kann nicht ausstrahlen und leuchtend werden; das kann nur der selbstlos sich Hingebende. Wer sich abschließt, hat kein eigenes Licht. Der braucht Licht von außen, um in seiner Abgeschlossenheit die Umwelt wahrzunehmen. Wer sich nicht abschließt, aus dessen Innern strahlt eigenes Licht; er erleuchtet die Umwelt.
[ 11 ] Das bedeutet das Nicht-abgeschlossen-Sein, sich auftun nach der Umwelt der Geistwesen. Dadurch strahlt das innere Licht heraus in die Umwelt. Ein Wesen, das nicht in der Stauung lebt, nicht in der dritten Dimension abgeschlossen ist, strahlt sein Innerstes in die Umwelt hinaus; dadurch leuchtet es in die Umwelt hinein. Wer in der Stauung lebt, im Egoismus, der kann nicht ausstrahlen und leuchtend werden; das kann nur der selbstlos sich Hingebende. Wer sich abschließt, hat kein eigenes Licht. Der braucht Licht von außen, um in seiner Abgeschlossenheit die Umwelt wahrzunehmen. Wer sich nicht abschließt, aus dessen Innern strahlt eigenes Licht; er erleuchtet die Umwelt.
