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Notes from Mathilde Scholl 1904–1906
GA 91

25 August 1906, Landin

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Kosmologie und menschliche Evolution, 1st ed.
  1. Notes from Mathilde Scholl 1904–1906, tr. SOL

7. Über Die Vierte Dimension III

7. Über Die Vierte Dimension III

[ 1 ] Man kann die dritte Dimension, die den Raum darstellt, auch die Dimension der Undurchlässigkeit, der Abgeschlossenheit nennen. Dagegen kann man im Vergleich mit der dritten Dimension die vierte Dimension die des Zwischenraums, der Durchlässigkeit, der Offenheit nennen. Ebenso wie im Physischen die dritte Dimension, ist im Seelischen die sechste Dimension auch eine Dimension der Abgeschlossenheit, der Befestigung und Abgrenzung, weil dort alles Seelische in einem Besonderen, dem Ich, sich abschließt von der Umwelt. In dem Selbstbewusstsein grenzt sich das Ich, die Individualität ab von den anderen Wesen der sechsten Dimension. In derselben Weise, wie die vierte Dimension im Vergleich zur dritten Dimension eine Dimension der Durchlässigkeit, der Offenheit ist, so ist auch die siebente Dimension eine Dimension des Sich-Aufschließens im Vergleich zur Abgeschlossenheit der sechsten Dimension. In der siebenten Dimension geht das Ich wieder hinaus als reiner, selbstloser Gedanke in die Umwelt hinein. In der neunten Dimension findet wieder ein Abschließen statt, in selbstgeschaffenen Gestalten. Und in der zehnten Dimension findet dagegen wieder ein Hervorgehen statt, das Hervorgehen eines neuen Kosmos.

[ 1 ] Man kann die dritte Dimension, die den Raum darstellt, auch die Dimension der Undurchlässigkeit, der Abgeschlossenheit nennen. Dagegen kann man im Vergleich mit der dritten Dimension die vierte Dimension die des Zwischenraums, der Durchlässigkeit, der Offenheit nennen. Ebenso wie im Physischen die dritte Dimension, ist im Seelischen die sechste Dimension auch eine Dimension der Abgeschlossenheit, der Befestigung und Abgrenzung, weil dort alles Seelische in einem Besonderen, dem Ich, sich abschließt von der Umwelt. In dem Selbstbewusstsein grenzt sich das Ich, die Individualität ab von den anderen Wesen der sechsten Dimension. In derselben Weise, wie die vierte Dimension im Vergleich zur dritten Dimension eine Dimension der Durchlässigkeit, der Offenheit ist, so ist auch die siebente Dimension eine Dimension des Sich-Aufschließens im Vergleich zur Abgeschlossenheit der sechsten Dimension. In der siebenten Dimension geht das Ich wieder hinaus als reiner, selbstloser Gedanke in die Umwelt hinein. In der neunten Dimension findet wieder ein Abschließen statt, in selbstgeschaffenen Gestalten. Und in der zehnten Dimension findet dagegen wieder ein Hervorgehen statt, das Hervorgehen eines neuen Kosmos.

[ 2 ] Wir wissen, dass der Punkt keine Ausdehnung hat. Er wird als die Grenze einer Linie angenommen, er ist aber in Wahrheit auch die Grenze eines dreidimensionalen Körpers, und zwar dessen Grenze im Innern, im Mittelpunkt. Eine gerade Linie geht von einem Ausgangspunkt zum anderen. Nehmen wir an, dass Ausgangs- und Endpunkt bei der geraden Linie zusammenfallen, so entsteht ein Kreis. Das, was unendlich ist, findet nur in sich selbst eine Abgeschlossenheit, aber ist niemals nach außen abgeschlossen, sonst wäre es endlich. Darum ist auch die unendliche gerade Linie in sich abgeschlossen, bildet einen Kreis. Ebenso findet auch die unendliche Fläche, die nach außen nicht abgeschlossen ist, in sich ihre Abgeschlossenheit; sie bildet eine Kugel. Damit die Linie unendlich sei, muss sie zum Kreise sich krümmen. Damit nun auch die Kugel unendlich sei, muss sie auch in sich selbst sich zurückkrümmen, aus jedem Punkt ihres Umfanges heraus.

[ 2 ] Wir wissen, dass der Punkt keine Ausdehnung hat. Er wird als die Grenze einer Linie angenommen, er ist aber in Wahrheit auch die Grenze eines dreidimensionalen Körpers, und zwar dessen Grenze im Innern, im Mittelpunkt. Eine gerade Linie geht von einem Ausgangspunkt zum anderen. Nehmen wir an, dass Ausgangs- und Endpunkt bei der geraden Linie zusammenfallen, so entsteht ein Kreis. Das, was unendlich ist, findet nur in sich selbst eine Abgeschlossenheit, aber ist niemals nach außen abgeschlossen, sonst wäre es endlich. Darum ist auch die unendliche gerade Linie in sich abgeschlossen, bildet einen Kreis. Ebenso findet auch die unendliche Fläche, die nach außen nicht abgeschlossen ist, in sich ihre Abgeschlossenheit; sie bildet eine Kugel. Damit die Linie unendlich sei, muss sie zum Kreise sich krümmen. Damit nun auch die Kugel unendlich sei, muss sie auch in sich selbst sich zurückkrümmen, aus jedem Punkt ihres Umfanges heraus.

[ 3 ] Eine in sich selbst zurückgekrümmte, eine unendliche Kugel läuft wieder zusammen in einem Punkt, ihrem Mittelpunkt. Da befindet sich die Kugel in der vierten Dimension. Dieser Mittelpunkt der Kugel in der vierten Dimension ist dann von Kugeln begrenzt. Zwölf Kugeln bilden die Grenze der ins Vierdimensionale übergegangenen Kugel. Die vierdimensionale Kugel ist die Zwischenheit zwischen den zwölf Kugeln, ein dreizehntes Gebilde, welches die zwölf Kugeln umschließt.

[ 3 ] Eine in sich selbst zurückgekrümmte, eine unendliche Kugel läuft wieder zusammen in einem Punkt, ihrem Mittelpunkt. Da befindet sich die Kugel in der vierten Dimension. Dieser Mittelpunkt der Kugel in der vierten Dimension ist dann von Kugeln begrenzt. Zwölf Kugeln bilden die Grenze der ins Vierdimensionale übergegangenen Kugel. Die vierdimensionale Kugel ist die Zwischenheit zwischen den zwölf Kugeln, ein dreizehntes Gebilde, welches die zwölf Kugeln umschließt.

[ 4 ] Auf dieselbe Weise kann man einen Würfel als in die vierte Dimension übergehend sich denken. Er muss mit seinen drei Dimensionen, die in seinen acht Ecken sich abschließen, in den Mittelpunkt hineintauchen; die acht Ecken fallen dann mit dem Mittelpunkt zusammen. Nach außen entstehen dann die Schnittflächen von acht Würfeln, die, jeder auf einer Ecke stehend — im Mittelpunkt stehend —, in welche die gegenüberliegende Ecke zurückgeklappt ist, durchgeschnitten erscheinen. Diese Schnittflächen bilden Sechsecke. Wenn also ein Würfel übergeht in die vierte Dimension, in den Mittelpunkt, dann bilden die Grenzen dieses Punktes die acht auf der Spitze stehenden, in sich zurückgeklappten Würfel, mit acht Sechsecken als Schnittflächen nach außen.

[ 4 ] Auf dieselbe Weise kann man einen Würfel als in die vierte Dimension übergehend sich denken. Er muss mit seinen drei Dimensionen, die in seinen acht Ecken sich abschließen, in den Mittelpunkt hineintauchen; die acht Ecken fallen dann mit dem Mittelpunkt zusammen. Nach außen entstehen dann die Schnittflächen von acht Würfeln, die, jeder auf einer Ecke stehend — im Mittelpunkt stehend —, in welche die gegenüberliegende Ecke zurückgeklappt ist, durchgeschnitten erscheinen. Diese Schnittflächen bilden Sechsecke. Wenn also ein Würfel übergeht in die vierte Dimension, in den Mittelpunkt, dann bilden die Grenzen dieses Punktes die acht auf der Spitze stehenden, in sich zurückgeklappten Würfel, mit acht Sechsecken als Schnittflächen nach außen.

[ 5 ] Das Schattenbild in der dritten Dimension ist also bei dem in den vierdimensionalen Raum übergegangenen Würfel ein von acht Würfeln begrenztes Gebilde. Das Verhältnis von außen und innen hat sich hier verändert. Die physischen Würfel sind außen zu der vierten Dimension, die innen ist. Dennoch aber ist das vierdimensionale Gebilde geradeso gut in der Mitte der acht Würfel, wie auch um sie herum, und der Mittelpunkt steht mit dem, was um die acht Würfel ist, in Verbindung. Wir müssen uns die acht Würfel nicht so als Grenze vorstellen, wie die Flächen am Würfel von außen, sondern gewissermaßen als Grenze im Innern des vierdimensionalen Gebildes — als aus dem Raume ausgespart; und das vierdimensionale Gebilde um die physische Projektion, das Schattenbild der acht Würfel, herum. Während die dritte Dimension die Dimension der Abgeschlossenheit ist, ist die vierte Dimension die Dimension der Offenheit, des Sich-Auftuns, des Wachsens, der Beweglichkeit.

[ 5 ] Das Schattenbild in der dritten Dimension ist also bei dem in den vierdimensionalen Raum übergegangenen Würfel ein von acht Würfeln begrenztes Gebilde. Das Verhältnis von außen und innen hat sich hier verändert. Die physischen Würfel sind außen zu der vierten Dimension, die innen ist. Dennoch aber ist das vierdimensionale Gebilde geradeso gut in der Mitte der acht Würfel, wie auch um sie herum, und der Mittelpunkt steht mit dem, was um die acht Würfel ist, in Verbindung. Wir müssen uns die acht Würfel nicht so als Grenze vorstellen, wie die Flächen am Würfel von außen, sondern gewissermaßen als Grenze im Innern des vierdimensionalen Gebildes — als aus dem Raume ausgespart; und das vierdimensionale Gebilde um die physische Projektion, das Schattenbild der acht Würfel, herum. Während die dritte Dimension die Dimension der Abgeschlossenheit ist, ist die vierte Dimension die Dimension der Offenheit, des Sich-Auftuns, des Wachsens, der Beweglichkeit.

[ 6 ] Innen und Außen stehen da in beständiger Verbindung. Während einerseits das dreidimensionale Gebilde in der vierten Dimension fortwährend in den Mittelpunkt einströmt, strömt es andererseits fortwährend aus dem Mittelpunkt heraus. Es ist ein fortgesetzter Kreislauf, aus dem Mittelpunkt nach außen und von außen wieder zum Mittelpunkt. Daher ist die vierte Dimension nicht eine feste, sondern eine fließende; anschaulich zu machen durch die gekrümmten Papierstreifen. In andere Gestalt übergehen kann ein Ding nur, welches sich in sich selbst zurückkrümmen und wieder aus sich selbst hervorgehen kann. Es muss in den Anfangspunkt zurückgehen und in veränderter Weise hervorgehen. Das geschieht durch Krümmen — Krümmung der Papierstreifen. Wenn ich einen dreidimensionalen Gegenstand teile, bekomme ich immer nur einzelne Stücke desselben Gegenstandes. Teilt sich aber ein vierdimensionales Gebilde, welches sich krümmen kann, so entsteht erwas Neues — Papierstreifen mit 180 Grad Wendung. So entstehen alle Veränderungen des Lebendigen durch die Fähigkeit, sich in sich selbst zurückzukrümmen, durch die Fähigkeit, wieder einzufließen in den Punkt, und dann hervorzugehen aus dem Punkt.

[ 6 ] Innen und Außen stehen da in beständiger Verbindung. Während einerseits das dreidimensionale Gebilde in der vierten Dimension fortwährend in den Mittelpunkt einströmt, strömt es andererseits fortwährend aus dem Mittelpunkt heraus. Es ist ein fortgesetzter Kreislauf, aus dem Mittelpunkt nach außen und von außen wieder zum Mittelpunkt. Daher ist die vierte Dimension nicht eine feste, sondern eine fließende; anschaulich zu machen durch die gekrümmten Papierstreifen. In andere Gestalt übergehen kann ein Ding nur, welches sich in sich selbst zurückkrümmen und wieder aus sich selbst hervorgehen kann. Es muss in den Anfangspunkt zurückgehen und in veränderter Weise hervorgehen. Das geschieht durch Krümmen — Krümmung der Papierstreifen. Wenn ich einen dreidimensionalen Gegenstand teile, bekomme ich immer nur einzelne Stücke desselben Gegenstandes. Teilt sich aber ein vierdimensionales Gebilde, welches sich krümmen kann, so entsteht erwas Neues — Papierstreifen mit 180 Grad Wendung. So entstehen alle Veränderungen des Lebendigen durch die Fähigkeit, sich in sich selbst zurückzukrümmen, durch die Fähigkeit, wieder einzufließen in den Punkt, und dann hervorzugehen aus dem Punkt.

[ 7 ] Die kugeligen Gebilde, die bei allem Wachsenden, bei allen Lebewesen, als Zellen bekannt sind, haben die Fähigkeit, in sich selbst einzufließen, ein Zentrum zu bilden und aus diesem Zentrum neu hervorzuwachsen. Das ist die Grundbedingung allen Wachstums, in sich zurückzufließen, sich zu konzentrieren und dann wieder mit den gesammelten Kräften neu hervorzugehen. Das Übergehen in die vierte Dimension bedeutet also bei der Kugel so wie beim Würfel ein In-sich-selbst-Zurückkrümmen, und dann wieder ein Über-sich-selbst-Hinausgehen. Da fallen also Mittelpunkt und Peripherie zusammen, gehen ineinander über, bilden eins, weil sie lebendig sind. Das können sie beim Toten, dem Dreidimensionalen, nicht. Dazu muss in das Vierdimensionale übergegangen werden. Verfolgen wir dies Bild weiter, so werden wir finden, dass die erste Dimension aus der Nichts-Dimension, aus dem Punkt, hervorgegangen ist. Beobachten lässt sich die erste Dimension nur an der zweiten, an der Fläche, und diese nur an der dritten, am Körper. Also lässt sich die erste Dimension auch nur an der dritten Dimension beobachten. Nun geht die dritte Dimension wieder über in die Nichts-Dimension, den Punkt, und wächst hervor in Linien. Aus dem Punkt strahlt die vierte Dimension heraus und erfüllt alles Dreidimensionale mit ihrem Leben; die Atome der dritten Dimension werden dadurch gelockert und ausgedehnt. Wachstum entsteht. Durch Zusammenströmen des Wachsenden in der Zeit, in der vierten Dimension, entsteht Empfindung, und durch Zusammenströmen der Empfindung entsteht Selbstbewusstsein. Das ist wieder ein Abgeschlossenes, Begrenztes. Darüber muss der Mensch wieder hinaus. Er muss sein Selbstbewusstsein im Ich zusammenziehen, sich in einem Punkt zusammenfassen. Das kann er, wenn er sich erhebt über den Raum, die Zeit und die Empfindung und über die Selbstsucht, das Verlangen, zu sich etwas hinzuzufügen. Er löscht sich nach außen aus; er kehrt ein in sein Inneres, verlangt nicht mehr nach Ausdehnung, nach Wachstum nach außen, sondern versenkt sich in den einen Punkt, wo ihm das Göttliche entgegenstrahlt, in seinen göttlichen Lebensfunken. Er gibt sein äußeres Wesen auf und fließt in sein Inneres zurück — weltabgewandt, Gott zugewandt. Und da aus diesem einen Punkt heraus sendet er wieder sein Inneres in die Umwelt in dem reinen Gedanken. Strahlenartig geht er so wieder über in die Umwelt, befreit von allem, was er für sich hat besitzen wollen; da tritt sein inneres Wesen heraus — wie die Sonne strahlend und geläutert wie der Schnee. Es kristallisiert sich heraus sein höheres Selbst. Da tritt er ein in die siebente Dimension. Indem er nun sein höheres Selbst mit dem höheren Leben verbindet, bildet er aus sich heraus nicht nur Strahlen, sondern Bilder, da ist er in der achten Dimension; und indem er sich verbindet mit dem Weltenwillen, der Schöpferkraft, da bringt er Gestalten hervor. Da lebt er in der neunten Dimension. Zuletzt verbindet er sich mit dem Ursein der Erde, mit dem Planeten selbst, und wirkt so, dass er sein eigenes Wesen vervielfältigen und neue Lebewesen hervorbringen kann. In der siebenten Dimension durchdringt er sich mit dem Weltengeist und produziert Gedanken; in der achten Dimension durchdringt er sich mit dem Weltenleben und produziert Bilder; in der neunten Dimension durchdringt er sich mit dem Weltenwillen und produziert Gestalten, und in der zehnten Dimension durchdringt er sich mit dem Weltensein und produziert lebende Wesen, die Vervielfältigung seiner selbst.

[ 7 ] Die kugeligen Gebilde, die bei allem Wachsenden, bei allen Lebewesen, als Zellen bekannt sind, haben die Fähigkeit, in sich selbst einzufließen, ein Zentrum zu bilden und aus diesem Zentrum neu hervorzuwachsen. Das ist die Grundbedingung allen Wachstums, in sich zurückzufließen, sich zu konzentrieren und dann wieder mit den gesammelten Kräften neu hervorzugehen. Das Übergehen in die vierte Dimension bedeutet also bei der Kugel so wie beim Würfel ein In-sich-selbst-Zurückkrümmen, und dann wieder ein Über-sich-selbst-Hinausgehen. Da fallen also Mittelpunkt und Peripherie zusammen, gehen ineinander über, bilden eins, weil sie lebendig sind. Das können sie beim Toten, dem Dreidimensionalen, nicht. Dazu muss in das Vierdimensionale übergegangen werden. Verfolgen wir dies Bild weiter, so werden wir finden, dass die erste Dimension aus der Nichts-Dimension, aus dem Punkt, hervorgegangen ist. Beobachten lässt sich die erste Dimension nur an der zweiten, an der Fläche, und diese nur an der dritten, am Körper. Also lässt sich die erste Dimension auch nur an der dritten Dimension beobachten. Nun geht die dritte Dimension wieder über in die Nichts-Dimension, den Punkt, und wächst hervor in Linien. Aus dem Punkt strahlt die vierte Dimension heraus und erfüllt alles Dreidimensionale mit ihrem Leben; die Atome der dritten Dimension werden dadurch gelockert und ausgedehnt. Wachstum entsteht. Durch Zusammenströmen des Wachsenden in der Zeit, in der vierten Dimension, entsteht Empfindung, und durch Zusammenströmen der Empfindung entsteht Selbstbewusstsein. Das ist wieder ein Abgeschlossenes, Begrenztes. Darüber muss der Mensch wieder hinaus. Er muss sein Selbstbewusstsein im Ich zusammenziehen, sich in einem Punkt zusammenfassen. Das kann er, wenn er sich erhebt über den Raum, die Zeit und die Empfindung und über die Selbstsucht, das Verlangen, zu sich etwas hinzuzufügen. Er löscht sich nach außen aus; er kehrt ein in sein Inneres, verlangt nicht mehr nach Ausdehnung, nach Wachstum nach außen, sondern versenkt sich in den einen Punkt, wo ihm das Göttliche entgegenstrahlt, in seinen göttlichen Lebensfunken. Er gibt sein äußeres Wesen auf und fließt in sein Inneres zurück — weltabgewandt, Gott zugewandt. Und da aus diesem einen Punkt heraus sendet er wieder sein Inneres in die Umwelt in dem reinen Gedanken. Strahlenartig geht er so wieder über in die Umwelt, befreit von allem, was er für sich hat besitzen wollen; da tritt sein inneres Wesen heraus — wie die Sonne strahlend und geläutert wie der Schnee. Es kristallisiert sich heraus sein höheres Selbst. Da tritt er ein in die siebente Dimension. Indem er nun sein höheres Selbst mit dem höheren Leben verbindet, bildet er aus sich heraus nicht nur Strahlen, sondern Bilder, da ist er in der achten Dimension; und indem er sich verbindet mit dem Weltenwillen, der Schöpferkraft, da bringt er Gestalten hervor. Da lebt er in der neunten Dimension. Zuletzt verbindet er sich mit dem Ursein der Erde, mit dem Planeten selbst, und wirkt so, dass er sein eigenes Wesen vervielfältigen und neue Lebewesen hervorbringen kann. In der siebenten Dimension durchdringt er sich mit dem Weltengeist und produziert Gedanken; in der achten Dimension durchdringt er sich mit dem Weltenleben und produziert Bilder; in der neunten Dimension durchdringt er sich mit dem Weltenwillen und produziert Gestalten, und in der zehnten Dimension durchdringt er sich mit dem Weltensein und produziert lebende Wesen, die Vervielfältigung seiner selbst.

[ 8 ] So wie beim Übergang aus der Nichtdimension in die erste Dimension, aus der dritten in die vierte und aus der sechsten in die siebente immer ein Zusammenströmen im Punkt stattfindet und ein Hervorquellen von etwas Neuem aus diesem Punkt, so strömt beim Übergang aus der neunten Dimension in die zehnte der ganze Kosmos in die Individualität des Menschen ein und geht als Neues wieder aus ihm hervor.

[ 8 ] So wie beim Übergang aus der Nichtdimension in die erste Dimension, aus der dritten in die vierte und aus der sechsten in die siebente immer ein Zusammenströmen im Punkt stattfindet und ein Hervorquellen von etwas Neuem aus diesem Punkt, so strömt beim Übergang aus der neunten Dimension in die zehnte der ganze Kosmos in die Individualität des Menschen ein und geht als Neues wieder aus ihm hervor.

[ 9 ] Es ist die ganze Evolution ein Einatmen und Ausatmen, physisch, seelisch und geistig. Auf einer höheren Stufe wird der Mensch nicht mehr Nahrung zu sich nehmen aus physischer Substanz, sondern leben und wachsen durch das Ein- und Ausatmen. Dadurch wird er dem Körper die Stoffe zuführen, die er zum Leben und Wachstum braucht. Das Aufnehmen physischer Nahrung hängt zusammen mit dem Gefesselt-Sein an die dritte Dimension. Leben wir einmal mehr bewusst in der vierten und den höheren Dimensionen, so fällt die Notwendigkeit des Aufnehmens der physischen Nahrung immer mehr fort. Dann wird der physische Körper immer mehr das, was er werden soll: ein Tempel, in dem das göttliche Selbst wohnt, und ein Werkzeug, ein Mittel, durch welches das Ich in Verbindung treten kann mit allen Kräften des Universums. Er wird der Schlüssel zu allen Geheimnissen der Welt. Erschließen werden sich dem Menschen die Geheimnisse der Welt in demselben Maße, als er lernt, nicht mehr für den physischen Körper zu leben, sondern durch den physischen Körper zu leben. Lernt er den physischen Körper als das, was er ist, gebrauchen, als verdichteten Geist, als Abdruck des ganzen Kosmos, als den Mikrokosmos, so muss sich ihm der Mikrokosmos erschließen. Dazu ist der Weg das Überwinden der dritten Dimension, des räumlich Festen, Abgeschlossenen, Undurchdringbaren und das Überwinden der sechsten Dimension, des Abgeschlossen-Seins im Ich.

[ 9 ] Es ist die ganze Evolution ein Einatmen und Ausatmen, physisch, seelisch und geistig. Auf einer höheren Stufe wird der Mensch nicht mehr Nahrung zu sich nehmen aus physischer Substanz, sondern leben und wachsen durch das Ein- und Ausatmen. Dadurch wird er dem Körper die Stoffe zuführen, die er zum Leben und Wachstum braucht. Das Aufnehmen physischer Nahrung hängt zusammen mit dem Gefesselt-Sein an die dritte Dimension. Leben wir einmal mehr bewusst in der vierten und den höheren Dimensionen, so fällt die Notwendigkeit des Aufnehmens der physischen Nahrung immer mehr fort. Dann wird der physische Körper immer mehr das, was er werden soll: ein Tempel, in dem das göttliche Selbst wohnt, und ein Werkzeug, ein Mittel, durch welches das Ich in Verbindung treten kann mit allen Kräften des Universums. Er wird der Schlüssel zu allen Geheimnissen der Welt. Erschließen werden sich dem Menschen die Geheimnisse der Welt in demselben Maße, als er lernt, nicht mehr für den physischen Körper zu leben, sondern durch den physischen Körper zu leben. Lernt er den physischen Körper als das, was er ist, gebrauchen, als verdichteten Geist, als Abdruck des ganzen Kosmos, als den Mikrokosmos, so muss sich ihm der Mikrokosmos erschließen. Dazu ist der Weg das Überwinden der dritten Dimension, des räumlich Festen, Abgeschlossenen, Undurchdringbaren und das Überwinden der sechsten Dimension, des Abgeschlossen-Seins im Ich.

[ 10 ] Das Ich ist allerdings die einzige Möglichkeit, in die siebente Dimension einzudringen, aber es soll auch nur diese Möglichkeit sein. Es ist der Weg, die enge Pforte, die Tür zum Tempel des höheren Selbst. Aber durch diese Pforte muss hindurchgegangen werden, um das höhere Selbst zu erreichen. Stehen bleiben darf man nicht darin, ebenso wenig, wie man sein Bewusstsein einengen darf durch die dritte Raumdimension.

[ 10 ] Das Ich ist allerdings die einzige Möglichkeit, in die siebente Dimension einzudringen, aber es soll auch nur diese Möglichkeit sein. Es ist der Weg, die enge Pforte, die Tür zum Tempel des höheren Selbst. Aber durch diese Pforte muss hindurchgegangen werden, um das höhere Selbst zu erreichen. Stehen bleiben darf man nicht darin, ebenso wenig, wie man sein Bewusstsein einengen darf durch die dritte Raumdimension.

[ 11 ] Überwindung des Ich ist Wachstum in die höheren Welten hinein. Durch Überwindung des Ich schließen sich die höheren Welten auf.

[ 11 ] Überwindung des Ich ist Wachstum in die höheren Welten hinein. Durch Überwindung des Ich schließen sich die höheren Welten auf.