Notes from Mathilde Scholl 1904–1906
GA 91
31 August 1906 p.m., Landin
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Kosmologie und menschliche Evolution, 1st ed.
10. Das eherne Meer
10. Das eherne Meer
[ 1 ] Das Eherne Meer konnte Hiram Abiff nicht herstellen, bevor der Mensch durch das Feuer der Leidenschaft ganz hindurchgegangen war, bevor er nicht ganz hinabgetaucht war in das irdische Feuer. So lange konnte das Eherne Meer nicht fest werden. Es musste wogend bleiben, und wenn man es so befestigen wollte, musste es zerspringen. Die Leidenschaft, zur Macht geworden, ist das zerstörende Prinzip, welches alles ins Verderben führt. Nachdem aber Hiram Abiff hinabgetaucht war in das Feuer, in die Glut des Ehernen Meeres hinein und wieder [daraus] hervorgegangen war, das Goldene Dreieck mitgebracht hatte — die höheren Prinzipien Weisheit, Schönheit und Gewalt (Manas, Budhi, Atma) —, da konnte er das Eherne Meer zur Vollendung führen. Das Eherne Meer ist die Verschmelzung der niederen und höheren Prinzipien im physischen Dasein, in der mineralischen Runde. Ganz hergestellt konnte dies erst werden nach dem vollständigen Hinabtauchen in die mineralische Welt, in die Verfestigung des Physischen.
[ 1 ] Das Eherne Meer konnte Hiram Abiff nicht herstellen, bevor der Mensch durch das Feuer der Leidenschaft ganz hindurchgegangen war, bevor er nicht ganz hinabgetaucht war in das irdische Feuer. So lange konnte das Eherne Meer nicht fest werden. Es musste wogend bleiben, und wenn man es so befestigen wollte, musste es zerspringen. Die Leidenschaft, zur Macht geworden, ist das zerstörende Prinzip, welches alles ins Verderben führt. Nachdem aber Hiram Abiff hinabgetaucht war in das Feuer, in die Glut des Ehernen Meeres hinein und wieder [daraus] hervorgegangen war, das Goldene Dreieck mitgebracht hatte — die höheren Prinzipien Weisheit, Schönheit und Gewalt (Manas, Budhi, Atma) —, da konnte er das Eherne Meer zur Vollendung führen. Das Eherne Meer ist die Verschmelzung der niederen und höheren Prinzipien im physischen Dasein, in der mineralischen Runde. Ganz hergestellt konnte dies erst werden nach dem vollständigen Hinabtauchen in die mineralische Welt, in die Verfestigung des Physischen.
[ 2 ] Das Eherne Meer ist die Verfestigung des Astralen. So, wie das Astrale war, ehe die Verfestigung des Physischen stattfand, durfte es nicht verfestigt werden. Durch den Hindurchgang durch das verfestigte Physische wurde das Astrale so geläutert, dass es nachher rein hervorgehen konnte, und dann erst durfte es verfestigt werden. Dann kann auch erst das Wort gefunden werden, welches auf dem Goldenen Dreieck steht. Dann erst, wenn das Astrale gereinigt ist, kann das Wort neu erstehen, der Äthcrkörper in seiner neuen Gestalt, der das Christusprinzip zum Ausdruck bringt.
[ 2 ] Das Eherne Meer ist die Verfestigung des Astralen. So, wie das Astrale war, ehe die Verfestigung des Physischen stattfand, durfte es nicht verfestigt werden. Durch den Hindurchgang durch das verfestigte Physische wurde das Astrale so geläutert, dass es nachher rein hervorgehen konnte, und dann erst durfte es verfestigt werden. Dann kann auch erst das Wort gefunden werden, welches auf dem Goldenen Dreieck steht. Dann erst, wenn das Astrale gereinigt ist, kann das Wort neu erstehen, der Äthcrkörper in seiner neuen Gestalt, der das Christusprinzip zum Ausdruck bringt.
[ 3 ] Die Erziehung des Menschen ist eine solche zur Freiheit. Damit das Ich im Menschen wohnen und ihn zur Individualität ausbilden konnte, musste es notwendig einen Teil aller Weltenkräfte an sich reißen. Darum war die Ausbildung des Egoismus von der Mitte der lemurischen Rasse an eine Notwendigkeit. Bis zur Ausbildung des Egoismus hatte der Mensch noch kein eigenes Kama; da war alles Kamische nur kosmisch vorhanden. Nach der Spaltung in zwei Geschlechter trat das Kamische in den einzelnen Menschen ein; das überflüssige Kama wurde im Monde ausgeschieden. Nun fand die Ausbildung des Kama im einzelnen Menschen statt. Je mehr der Mensch sich physisch verfestigte, desto konzentrierter wurde auch das Kama in ihm, da er nun immer mehr der Außenwelt gegenübertrat, immer mehr sein Ich von der übrigen Welt unterscheiden lernte. Er vergaß zuletzt, dass er ein Teil der übrigen Welt ist, und trat darum der Umwelt als Feind gegenüber — Kain erschlägt seinen Bruder Abel. Er wollte von da an nur für sich alles haben, alles an sich reißen, weil er den großen Unterschied empfand zwischen dem, was er selbst war, und dem, was ihm nicht gehörte, was zur Umwelt gehörte. Dadurch wurde die Kamakraft auf die Spitze getrieben.
[ 3 ] Die Erziehung des Menschen ist eine solche zur Freiheit. Damit das Ich im Menschen wohnen und ihn zur Individualität ausbilden konnte, musste es notwendig einen Teil aller Weltenkräfte an sich reißen. Darum war die Ausbildung des Egoismus von der Mitte der lemurischen Rasse an eine Notwendigkeit. Bis zur Ausbildung des Egoismus hatte der Mensch noch kein eigenes Kama; da war alles Kamische nur kosmisch vorhanden. Nach der Spaltung in zwei Geschlechter trat das Kamische in den einzelnen Menschen ein; das überflüssige Kama wurde im Monde ausgeschieden. Nun fand die Ausbildung des Kama im einzelnen Menschen statt. Je mehr der Mensch sich physisch verfestigte, desto konzentrierter wurde auch das Kama in ihm, da er nun immer mehr der Außenwelt gegenübertrat, immer mehr sein Ich von der übrigen Welt unterscheiden lernte. Er vergaß zuletzt, dass er ein Teil der übrigen Welt ist, und trat darum der Umwelt als Feind gegenüber — Kain erschlägt seinen Bruder Abel. Er wollte von da an nur für sich alles haben, alles an sich reißen, weil er den großen Unterschied empfand zwischen dem, was er selbst war, und dem, was ihm nicht gehörte, was zur Umwelt gehörte. Dadurch wurde die Kamakraft auf die Spitze getrieben.
[ 4 ] Während nun einerseits der Mensch in seiner Gier nach Besitz immer heftiger wurde, musste er andererseits lernen, dass er nicht alles besitzen kann. Er musste verzichten lernen auf vieles. Er musste lernen, dass er auf diese Weise, wie er es wollte — äußerlich — niemals [alles] an sich reißen kann, und durch den Tod wurde ihm gezeigt, dass, wenn er auch scheinbar vieles in seinen Besitz bringen kann, er doch wieder auf alles verzichten muss, wenn der Tod ihn herausreißt aus der physischen Welt. So lernte der Mensch Resignation. Durch viele Leben musste er so den Unterschied kennenlernen zwischen dem Vergänglichen und dem Unvergänglichen. Er musste erfahren lernen, dass aller äußere Besitz kein Bestehen hat. Nun schaute er sich um nach dem Unvergänglichen; das fand er in den höheren Welten. Nun lernte er, sein Verlangen auf das Unvergängliche zu richten. Er lernte, auf den äußeren Besitz zu verzichten. Nun fing er an, sich innerlich aufzubauen. Solange aber noch irgendein Verlangen nach eigenem Besitz dabei war, konnte er dieses Werk des inneren Aufbaues nicht zur Vollendung führen.
[ 4 ] Während nun einerseits der Mensch in seiner Gier nach Besitz immer heftiger wurde, musste er andererseits lernen, dass er nicht alles besitzen kann. Er musste verzichten lernen auf vieles. Er musste lernen, dass er auf diese Weise, wie er es wollte — äußerlich — niemals [alles] an sich reißen kann, und durch den Tod wurde ihm gezeigt, dass, wenn er auch scheinbar vieles in seinen Besitz bringen kann, er doch wieder auf alles verzichten muss, wenn der Tod ihn herausreißt aus der physischen Welt. So lernte der Mensch Resignation. Durch viele Leben musste er so den Unterschied kennenlernen zwischen dem Vergänglichen und dem Unvergänglichen. Er musste erfahren lernen, dass aller äußere Besitz kein Bestehen hat. Nun schaute er sich um nach dem Unvergänglichen; das fand er in den höheren Welten. Nun lernte er, sein Verlangen auf das Unvergängliche zu richten. Er lernte, auf den äußeren Besitz zu verzichten. Nun fing er an, sich innerlich aufzubauen. Solange aber noch irgendein Verlangen nach eigenem Besitz dabei war, konnte er dieses Werk des inneren Aufbaues nicht zur Vollendung führen.
[ 5 ] Zuerst musste die Kamakraft durch den Eintritt in die mineralische Verfestigung auf die Spitze getrieben werden, dann aber gerade wieder durch dieses Hindurchgehen durch die mineralisch-objektive Welt geläutert werden und als selbstlose Menschenliebe hervorgehen. So wurde die kosmische Wärme zur individuellen Wärme, zur individuellen Kraft. Die liegt zunächst in der Frömmigkeit. Die Frömmigkeit bringt Ordnung in die ungezügelte Leidenschaft. Sie gestaltet sie zur Harmonie, zur Schönheit. Die Frömmigkeit war der fehlende Balken an dem Tempel Salomonis, der die beiden Säulen verbinden sollte. Der musste erst gefunden werden, ehe der Tempel errichtet werden konnte. Erst nachdem der Mensch die Frömmigkeit, die Hingabe an das Höhere erlangt hatte, konnte die Menschheit zur Vollendung geführt werden. Diese Hingabe an das Höhere konnte er erst lernen durch das Hindurchgehen durch das Ichbewusstsein und [durch] die Verfestigung in der physischen Welt. Die Frömmigkeit führt ihn auch dazu, das Meisterwort zu finden, welches ihn zur Vollendung führt. Nachdem er durch Frömmigkeit seinen Astralkörper in Harmonie gebracht hat, hat er das Meisterwort erlangt, die Weisheit, mit der er seinen Ätherkörper zu einem ewigen umgestaltet, zu dem tönenden Wort, welches produktiv ist.
[ 5 ] Zuerst musste die Kamakraft durch den Eintritt in die mineralische Verfestigung auf die Spitze getrieben werden, dann aber gerade wieder durch dieses Hindurchgehen durch die mineralisch-objektive Welt geläutert werden und als selbstlose Menschenliebe hervorgehen. So wurde die kosmische Wärme zur individuellen Wärme, zur individuellen Kraft. Die liegt zunächst in der Frömmigkeit. Die Frömmigkeit bringt Ordnung in die ungezügelte Leidenschaft. Sie gestaltet sie zur Harmonie, zur Schönheit. Die Frömmigkeit war der fehlende Balken an dem Tempel Salomonis, der die beiden Säulen verbinden sollte. Der musste erst gefunden werden, ehe der Tempel errichtet werden konnte. Erst nachdem der Mensch die Frömmigkeit, die Hingabe an das Höhere erlangt hatte, konnte die Menschheit zur Vollendung geführt werden. Diese Hingabe an das Höhere konnte er erst lernen durch das Hindurchgehen durch das Ichbewusstsein und [durch] die Verfestigung in der physischen Welt. Die Frömmigkeit führt ihn auch dazu, das Meisterwort zu finden, welches ihn zur Vollendung führt. Nachdem er durch Frömmigkeit seinen Astralkörper in Harmonie gebracht hat, hat er das Meisterwort erlangt, die Weisheit, mit der er seinen Ätherkörper zu einem ewigen umgestaltet, zu dem tönenden Wort, welches produktiv ist.
[ 6 ] Gegeben wurden den Menschen die Säulen: Boas, Stärke, physischer Körper, und Jakin, Weisheit, Ätherkörper, und ferner die Mittel zur Erreichung der eigenen Vollendung: Astralkörper, Kama, das Feuer;
[ 6 ] Gegeben wurden den Menschen die Säulen: Boas, Stärke, physischer Körper, und Jakin, Weisheit, Ätherkörper, und ferner die Mittel zur Erreichung der eigenen Vollendung: Astralkörper, Kama, das Feuer;
[ 7 ] Er musste lernen, mit dem Feuer zu arbeiten: draußen in der Natur mit dem physischen Feuer und drinnen im Menschen mit dem Seelenfeuer, Kama. Draußen musste er mit Hilfe des physischen Feuers das Mineralreich bearbeiten, zur Harmonie gestalten, zum Kunstwerk; in der Seele musste er mit Hilfe der Kamakraft zuerst Eigenbewusstsein und dann innere Harmonie, Frömmigkeit, Enthusiasmus — in Gott sein — herausentwickeln, ganz in die Leidenschaft hinabtauchen und dann wieder hervorgehen wie Hiram Abiff mit dem goldenen Dreieck, den höheren Kräften. Nun erst, nachdem er die Leidenschaft in Frömmigkeit innerlich und das Feuer in Schönheit äußerlich umgesetzt hatte, da konnte er auch die Säulen Boas und Jakin verbinden, das heißt, er konnte sich hinaufentwickeln zur Weisheit und Stärke, zu Budhi und Atma, weil er Kama manasisch durchgearbeitet hatte. Er erlangt Weisheit, indem er das Kama läutert durch Frömmigkeit; dadurch wird das Kama zur reinen Menschenliebe, und andererseits — indem er Manas, die Erkenntniskraft mit dem geläuterten Kama durchtränkt — zum Enthusiasmus umgestaltet. So wird das Kama von Manas durchleuchtet, und die Wärme des Kama zieht in das Manasische ein.
[ 7 ] Er musste lernen, mit dem Feuer zu arbeiten: draußen in der Natur mit dem physischen Feuer und drinnen im Menschen mit dem Seelenfeuer, Kama. Draußen musste er mit Hilfe des physischen Feuers das Mineralreich bearbeiten, zur Harmonie gestalten, zum Kunstwerk; in der Seele musste er mit Hilfe der Kamakraft zuerst Eigenbewusstsein und dann innere Harmonie, Frömmigkeit, Enthusiasmus — in Gott sein — herausentwickeln, ganz in die Leidenschaft hinabtauchen und dann wieder hervorgehen wie Hiram Abiff mit dem goldenen Dreieck, den höheren Kräften. Nun erst, nachdem er die Leidenschaft in Frömmigkeit innerlich und das Feuer in Schönheit äußerlich umgesetzt hatte, da konnte er auch die Säulen Boas und Jakin verbinden, das heißt, er konnte sich hinaufentwickeln zur Weisheit und Stärke, zu Budhi und Atma, weil er Kama manasisch durchgearbeitet hatte. Er erlangt Weisheit, indem er das Kama läutert durch Frömmigkeit; dadurch wird das Kama zur reinen Menschenliebe, und andererseits — indem er Manas, die Erkenntniskraft mit dem geläuterten Kama durchtränkt — zum Enthusiasmus umgestaltet. So wird das Kama von Manas durchleuchtet, und die Wärme des Kama zieht in das Manasische ein.
[ 8 ] So führt der Querbalken, der über die beiden Säulen gelegt wird, einerseits zur höheren Weisheit, Budhi, durch Frömmigkeit, Liebe, Christus, und andererseits zur Schöpferkraft — Atma — durch Erkenntnis, Enthusiasmus, Luzifer. So werden die beiden Säulen des Tempels verbunden.
[ 8 ] So führt der Querbalken, der über die beiden Säulen gelegt wird, einerseits zur höheren Weisheit, Budhi, durch Frömmigkeit, Liebe, Christus, und andererseits zur Schöpferkraft — Atma — durch Erkenntnis, Enthusiasmus, Luzifer. So werden die beiden Säulen des Tempels verbunden.
[ 9 ] Die Umgestaltung des Mineralreichs zu einem äußeren Tempel geht Hand in Hand mit der Umwandlung des wogenden Astralkörpers in die harmonische Menschenliebe. So wird das Eherne Meer im Äußeren und Inneren gebaut. Die mineralische Welt wird zuletzt ein Ausdruck der Liebe des Menschen werden. Innen Liebe, außen Schönheit: Das wird das Bild der Welt dann werden.
[ 9 ] Die Umgestaltung des Mineralreichs zu einem äußeren Tempel geht Hand in Hand mit der Umwandlung des wogenden Astralkörpers in die harmonische Menschenliebe. So wird das Eherne Meer im Äußeren und Inneren gebaut. Die mineralische Welt wird zuletzt ein Ausdruck der Liebe des Menschen werden. Innen Liebe, außen Schönheit: Das wird das Bild der Welt dann werden.
[ 10 ] Ergänzung zu «Das Eherne Meer»:
[ 10 ] Ergänzung zu «Das Eherne Meer»:
[ 11 ] Die drei Gesellen des Hiram Abiff sind die drei niederen Prinzipien; Hiram Abiff ist das Ich. Diese drei müssen ihm behilflich sein, aber Meister dürfen sie nicht werden. Sie zerstören das Eherne Meer. Die drei niederen Prinzipien sind zunächst für den Menschen ein Hindernis beim Aufbau des Höheren, bei der Entwicklung des Ich zur Freiheit. Hiram Abiff taucht hinab in das Innere der Erde, indem er sich in das Feuermeer stürzt. Er taucht durch das kamische Feuer hinab ins Physische. Dort wird er mit den drei höheren Prinzipien begabt, dem goldenen Dreieck. Aber als er wieder hervorkommt, wird er von den drei Gesellen überfallen und getötet. Das stellt den Kampf dar, den die drei niederen Prinzipien mit den höheren im Menschen führen. Das Ich ist der Osten, durch den die höheren Prinzipien eintreten — wie die Sonne gehen sie auf im Menschen. Die drei Gesellen kommen von den drei anderen Himmelsgegenden. Hiram Abiff schreibt noch, ehe er stirbt, das Meisterwort auf das goldene Dreieck und versenkt es in einen tiefen Brunnen. Er weist damit hin auf die Zeit, wo der Mensch seinen Astralkörper so geläutert haben wird, dass das Eherne Meer befestigt ist, dass die Leidenschaft ruht und sein physischer und astraler Körper dann den festen Grund bilden, auf dem er bei der Weiterentwicklung stehen kann. Zur Zeit des Hiram Abiff, gleich nach dem Auftauchen des Ich mit dem Selbstbewusstsein, bei dem Objektivwerden der Umwelt, konnte das goldene Dreieck noch nicht über dem Ehernen Meer errichtet werden. Das konnte erst nach der vollkommenen Läuterung des Astralkörpers geschehen.
[ 11 ] Die drei Gesellen des Hiram Abiff sind die drei niederen Prinzipien; Hiram Abiff ist das Ich. Diese drei müssen ihm behilflich sein, aber Meister dürfen sie nicht werden. Sie zerstören das Eherne Meer. Die drei niederen Prinzipien sind zunächst für den Menschen ein Hindernis beim Aufbau des Höheren, bei der Entwicklung des Ich zur Freiheit. Hiram Abiff taucht hinab in das Innere der Erde, indem er sich in das Feuermeer stürzt. Er taucht durch das kamische Feuer hinab ins Physische. Dort wird er mit den drei höheren Prinzipien begabt, dem goldenen Dreieck. Aber als er wieder hervorkommt, wird er von den drei Gesellen überfallen und getötet. Das stellt den Kampf dar, den die drei niederen Prinzipien mit den höheren im Menschen führen. Das Ich ist der Osten, durch den die höheren Prinzipien eintreten — wie die Sonne gehen sie auf im Menschen. Die drei Gesellen kommen von den drei anderen Himmelsgegenden. Hiram Abiff schreibt noch, ehe er stirbt, das Meisterwort auf das goldene Dreieck und versenkt es in einen tiefen Brunnen. Er weist damit hin auf die Zeit, wo der Mensch seinen Astralkörper so geläutert haben wird, dass das Eherne Meer befestigt ist, dass die Leidenschaft ruht und sein physischer und astraler Körper dann den festen Grund bilden, auf dem er bei der Weiterentwicklung stehen kann. Zur Zeit des Hiram Abiff, gleich nach dem Auftauchen des Ich mit dem Selbstbewusstsein, bei dem Objektivwerden der Umwelt, konnte das goldene Dreieck noch nicht über dem Ehernen Meer errichtet werden. Das konnte erst nach der vollkommenen Läuterung des Astralkörpers geschehen.
