Notes from Mathilde Scholl 1904–1906
GA 91
1 September 1906 p.m., Landin
Translate the original German text into any language:
Versions Available:
Kosmologie und menschliche Evolution, 1st ed.
11. Über den Zusammenhang der drei Welten und der Naturreiche
11. Über den Zusammenhang der drei Welten und der Naturreiche
[ 1 ] So wie der Mensch vor uns steht, enthält er drei Wesen in sich; er ist Bürger dreier Welten, der physischen, seelischen und geistigen. Selbstbewusst ist der Mensch aber nur in der physischen. Während er in der physischen Welt selbstbewusst ist als einzelnes Individuum, haben die andern Wesen in der Natur nicht als einzelne Individuen dieses Selbstbewusstsein in der physischen Welt. Die Wesen, welche er als Stufen seines Aufstiegs hinter sich zurückgelassen hat, haben kein Selbstbewusstsein in ihren Einzelerscheinungen. Sein Selbstbewusstsein hat er auf Kosten dieser anderen Wesen errungen. Seine Entwicklung ist eine Entwicklung zur Freiheit auf Kosten der andern von ihm zurückgelassenen unfreien Naturreiche.
[ 1 ] So wie der Mensch vor uns steht, enthält er drei Wesen in sich; er ist Bürger dreier Welten, der physischen, seelischen und geistigen. Selbstbewusst ist der Mensch aber nur in der physischen. Während er in der physischen Welt selbstbewusst ist als einzelnes Individuum, haben die andern Wesen in der Natur nicht als einzelne Individuen dieses Selbstbewusstsein in der physischen Welt. Die Wesen, welche er als Stufen seines Aufstiegs hinter sich zurückgelassen hat, haben kein Selbstbewusstsein in ihren Einzelerscheinungen. Sein Selbstbewusstsein hat er auf Kosten dieser anderen Wesen errungen. Seine Entwicklung ist eine Entwicklung zur Freiheit auf Kosten der andern von ihm zurückgelassenen unfreien Naturreiche.
[ 2 ] Jedes dieser Naturreiche besitzt eine oder mehrere Eigenschaften und Kräfte, die es dem Menschen verwandt machen. Mit dem Mineralreich teilt er das mineralische Dasein, das dreidimensionale Indie-Erscheinung-Treten durch Verdichtung zum mineralischen Dasein, das Objektiv-Werden im Vergleich zur Umwelt, die physische Gestalt, die mineralisch ist in ihrer Zusammensetzung, die physische Substanz und Körperlichkeit. Alles nun, was für ihn zu viel war von dieser physischen, mineralischen Substanz und Körperlichkeit, das ließ er zurück, und daraus entstand die mineralische Umwelt. Wir beobachten diesen Ausscheidungsprozess der überflüssigen physischen Substanz und deren Übergehen in die Mineralwelt jetzt noch ebenso beim Menschen. Ist seine ganze physische Körperlichkeit zu seiner Fortentwicklung überflüssig oder ein Hindernis geworden, so fällt sie ganz von ihm ab; es tritt der Tod ein, und der physische Körper wird der mineralischen Welt zurückgegeben, von der er genommen ist.
[ 2 ] Jedes dieser Naturreiche besitzt eine oder mehrere Eigenschaften und Kräfte, die es dem Menschen verwandt machen. Mit dem Mineralreich teilt er das mineralische Dasein, das dreidimensionale Indie-Erscheinung-Treten durch Verdichtung zum mineralischen Dasein, das Objektiv-Werden im Vergleich zur Umwelt, die physische Gestalt, die mineralisch ist in ihrer Zusammensetzung, die physische Substanz und Körperlichkeit. Alles nun, was für ihn zu viel war von dieser physischen, mineralischen Substanz und Körperlichkeit, das ließ er zurück, und daraus entstand die mineralische Umwelt. Wir beobachten diesen Ausscheidungsprozess der überflüssigen physischen Substanz und deren Übergehen in die Mineralwelt jetzt noch ebenso beim Menschen. Ist seine ganze physische Körperlichkeit zu seiner Fortentwicklung überflüssig oder ein Hindernis geworden, so fällt sie ganz von ihm ab; es tritt der Tod ein, und der physische Körper wird der mineralischen Welt zurückgegeben, von der er genommen ist.
[ 3 ] Als Zweites besitzt der Mensch — wie das Pflanzenreich um ihn her — die Fähigkeit, selbst zu wachsen und sich fortzupflanzen, die ihn über das Mineralreich erhebt. Die Fähigkeit zu wachsen eignete er sich dadurch an, dass er aus seiner Umgebung Nahrung aufnahm und seinem Körper hinzufügte, um ihm neue Kräfte zu geben. Damit, dass er Neues aufnehmen konnte - durch die Nahrung —, hing auch zusammen, dass er Neues hervorbringen konnte - die Produktionskraft —, die bei ihm zunächst als physische Selbsthervorbringungskraft erschien. Die Reproduktionskraft ist im Grunde nur der Gegenpol der Nahrungsaufnahme. Als der Mensch noch ein pflanzliches Dasein führte, nahm er wie die Pflanze einerseits Nahrung auf aus der Umwelt, und andererseits wuchs er aus dem Innern heraus in die Umwelt hinein. Damals war das Aufnehmen der Nahrung ein Einatmen der Umwelt, und das Ausatmen bedeutete das Hineinwachsen in die Umwelt, das Sich-selbst-Reproduzieren, wie es jetzt auch bei der Pflanze zu beobachten ist. Was bei diesem Reproduzieren überflüssig war an Substanzen, das verblieb der Mineralwelt. Als Abbild dieser Kräfte der Nahrungsaufnahme und der restlosen Verarbeitung der aufgenommenen Nahrung und Umsetzung in Wachstum und Reproduktion steht um uns die Pflanzenwelt. Sie ist eine Stufe, [aus] der der Mensch hinaufgestiegen ist und die er als zweite auf dem Wege seiner Entwicklung zurückgelassen hat. Aber sie ist auch eine Stufe, die er in der Zukunft wieder erreichen soll. Sie ist für ihn vorbildlich. Er soll wieder einmal lernen, wie die Pflanze leidenschaftslos die Kräfte der Umwelt aufzunehmen und sie dann — nachdem er sie durch sich hat hindurchziehen lassen, und indem er sein innerstes, von diesen Kräften durchtränktes Wesen hingibt, herauskehrt — diese Kräfte höher gehoben an die Umwelt zurückzugeben. Er soll mit den Kräften der Umwelt in sich die Alchemie vollziehen, die sie alle in schöne Harmonie bringt, das Verwandeln auch des Unedlen in lauteres, reines Gold. Das kann er, wenn er den Punkt erreicht hat, wo er sich selbst auch als Kraft im Kosmos erkennt, die zur Weiterentwicklung des Kosmos gebraucht wird; wenn er seine Kraft nicht mehr für sich will, um sich physisch aus der Umwelt aufzubauen, um seine Begierden zu befriedigen, und ebenso zur Befriedigung eigener Begierden sich fortzupflanzen. Es ist eine besondere Kraft; die liegt in seiner Individualität. Individualität-Sein heißt nichts anderes als eine besondere, ungeteilte kosmische Kraft sein. Alle kosmischen Kräfte sind Individualitäten. Mineralien, Pflanzen und Tiere sind keine Individualitäten. Aber höhere Individualitäten wirken durch sie und in ihnen. Alle Naturkräfte sind bewusste Äußerungen von Individualitäten. Je mehr solcher kosmischer Kräfte herausgestaltet werden, desto schöner und harmonischer wird das Universum. Vollkommen war es von Urbeginn an, aber die Fortentwicklung des Universums ist eine solche zur Mannigfaltigkeit und Schönheit. Schönheit soll das kosmische Dasein krönen.
[ 3 ] Als Zweites besitzt der Mensch — wie das Pflanzenreich um ihn her — die Fähigkeit, selbst zu wachsen und sich fortzupflanzen, die ihn über das Mineralreich erhebt. Die Fähigkeit zu wachsen eignete er sich dadurch an, dass er aus seiner Umgebung Nahrung aufnahm und seinem Körper hinzufügte, um ihm neue Kräfte zu geben. Damit, dass er Neues aufnehmen konnte - durch die Nahrung —, hing auch zusammen, dass er Neues hervorbringen konnte - die Produktionskraft —, die bei ihm zunächst als physische Selbsthervorbringungskraft erschien. Die Reproduktionskraft ist im Grunde nur der Gegenpol der Nahrungsaufnahme. Als der Mensch noch ein pflanzliches Dasein führte, nahm er wie die Pflanze einerseits Nahrung auf aus der Umwelt, und andererseits wuchs er aus dem Innern heraus in die Umwelt hinein. Damals war das Aufnehmen der Nahrung ein Einatmen der Umwelt, und das Ausatmen bedeutete das Hineinwachsen in die Umwelt, das Sich-selbst-Reproduzieren, wie es jetzt auch bei der Pflanze zu beobachten ist. Was bei diesem Reproduzieren überflüssig war an Substanzen, das verblieb der Mineralwelt. Als Abbild dieser Kräfte der Nahrungsaufnahme und der restlosen Verarbeitung der aufgenommenen Nahrung und Umsetzung in Wachstum und Reproduktion steht um uns die Pflanzenwelt. Sie ist eine Stufe, [aus] der der Mensch hinaufgestiegen ist und die er als zweite auf dem Wege seiner Entwicklung zurückgelassen hat. Aber sie ist auch eine Stufe, die er in der Zukunft wieder erreichen soll. Sie ist für ihn vorbildlich. Er soll wieder einmal lernen, wie die Pflanze leidenschaftslos die Kräfte der Umwelt aufzunehmen und sie dann — nachdem er sie durch sich hat hindurchziehen lassen, und indem er sein innerstes, von diesen Kräften durchtränktes Wesen hingibt, herauskehrt — diese Kräfte höher gehoben an die Umwelt zurückzugeben. Er soll mit den Kräften der Umwelt in sich die Alchemie vollziehen, die sie alle in schöne Harmonie bringt, das Verwandeln auch des Unedlen in lauteres, reines Gold. Das kann er, wenn er den Punkt erreicht hat, wo er sich selbst auch als Kraft im Kosmos erkennt, die zur Weiterentwicklung des Kosmos gebraucht wird; wenn er seine Kraft nicht mehr für sich will, um sich physisch aus der Umwelt aufzubauen, um seine Begierden zu befriedigen, und ebenso zur Befriedigung eigener Begierden sich fortzupflanzen. Es ist eine besondere Kraft; die liegt in seiner Individualität. Individualität-Sein heißt nichts anderes als eine besondere, ungeteilte kosmische Kraft sein. Alle kosmischen Kräfte sind Individualitäten. Mineralien, Pflanzen und Tiere sind keine Individualitäten. Aber höhere Individualitäten wirken durch sie und in ihnen. Alle Naturkräfte sind bewusste Äußerungen von Individualitäten. Je mehr solcher kosmischer Kräfte herausgestaltet werden, desto schöner und harmonischer wird das Universum. Vollkommen war es von Urbeginn an, aber die Fortentwicklung des Universums ist eine solche zur Mannigfaltigkeit und Schönheit. Schönheit soll das kosmische Dasein krönen.
[ 4 ] Wie die Entwicklung selbstlos und harmonisch, schön gestaltet, segenbringend für die Umwelt verlaufen kann und soll, das soll der Mensch aus dem Pflanzenreich lernen, dem er einstmals ohne Selbstbewusstsein, ohne eigenen Willen angehörte — abhängig von höheren Mächten — aber selbstlos und keusch, ohne Begierde. Nun soll er selbstbewusst, mit eigenem Willen begabt, mit geläuterter, keuscher Schöpferkraft, in den Zustand des pflanzlichen Daseins auf erhöhter Stufe eintreten. Die Pflanze sitzt fest in dem Boden; sie kann nicht leben ohne den Boden, in dem sie wurzelt; dadurch ist sie abhängig von der physischen Welt. Der Mensch soll wurzeln im Geistigen; daraus soll er seine Nahrung ziehen. Er soll wurzeln und aufleben und aufblühen im Geistigen, unabhängig von der physischen Welt.
[ 4 ] Wie die Entwicklung selbstlos und harmonisch, schön gestaltet, segenbringend für die Umwelt verlaufen kann und soll, das soll der Mensch aus dem Pflanzenreich lernen, dem er einstmals ohne Selbstbewusstsein, ohne eigenen Willen angehörte — abhängig von höheren Mächten — aber selbstlos und keusch, ohne Begierde. Nun soll er selbstbewusst, mit eigenem Willen begabt, mit geläuterter, keuscher Schöpferkraft, in den Zustand des pflanzlichen Daseins auf erhöhter Stufe eintreten. Die Pflanze sitzt fest in dem Boden; sie kann nicht leben ohne den Boden, in dem sie wurzelt; dadurch ist sie abhängig von der physischen Welt. Der Mensch soll wurzeln im Geistigen; daraus soll er seine Nahrung ziehen. Er soll wurzeln und aufleben und aufblühen im Geistigen, unabhängig von der physischen Welt.
[ 5 ] Der feste Boden im Geistigen ist sein Ich; darin wurzelt er; er soll leben im geistigen Licht und aufblühen durch die Weisheit, und Frucht bringen durch seinen eigenen, göttlichen Willen. Die Entwicklung soll ihn frei machen, ihm eigenen Willen geben, aber zuletzt den eigenen Willen zum geistigen Leben. Da führt er ein der Pflanze ähnliches, aber unabhängiges, freies Dasein, im Einklang mit dem Entwicklungsplan der kosmischen Individualitäten und Kräfte. Auf höherer Stufe stellt also das Pflanzenreich das dar, was er als sein Leben, sein Wirken in der Welt, erstreben soll. Es ist das Symbol für das höhere Leben. Und das Mineralreich stellt in seiner Ruhe und Begierdelosigkeit alles dar, was zu diesem Leben und seinen Äußerungen notwendig ist, die gestaltungsfähige Substanz, in der dann der Mensch leben wird, woraus er sich selbst aufbaut, woraus er Kräfte, Material aufnimmt, um dieses durch Alchemie in ein Lebendiges zu verwandeln. Alles Mineralische wird dann wieder durch ihn hindurchgehen und pflanzlich aus ihm hervorgehen. Das Tote wird er zum Leben wecken. Das im Bann verharrende, erstarrte Mineralreich wird er dann aus diesem Bann erlösen. Während er jetzt von Lebendigem lebt und das Lebendige zerstört, um sich aufzubauen, und nur Mineralisches produziert, wird er dann von Mineralien sich nähren und Lebendiges produzieren. Während er jetzt durch sein Leben Schmerzen und Disharmonie in die Welt bringt, wird er dann Freude und Harmonie um sich verbreiten.
[ 5 ] Der feste Boden im Geistigen ist sein Ich; darin wurzelt er; er soll leben im geistigen Licht und aufblühen durch die Weisheit, und Frucht bringen durch seinen eigenen, göttlichen Willen. Die Entwicklung soll ihn frei machen, ihm eigenen Willen geben, aber zuletzt den eigenen Willen zum geistigen Leben. Da führt er ein der Pflanze ähnliches, aber unabhängiges, freies Dasein, im Einklang mit dem Entwicklungsplan der kosmischen Individualitäten und Kräfte. Auf höherer Stufe stellt also das Pflanzenreich das dar, was er als sein Leben, sein Wirken in der Welt, erstreben soll. Es ist das Symbol für das höhere Leben. Und das Mineralreich stellt in seiner Ruhe und Begierdelosigkeit alles dar, was zu diesem Leben und seinen Äußerungen notwendig ist, die gestaltungsfähige Substanz, in der dann der Mensch leben wird, woraus er sich selbst aufbaut, woraus er Kräfte, Material aufnimmt, um dieses durch Alchemie in ein Lebendiges zu verwandeln. Alles Mineralische wird dann wieder durch ihn hindurchgehen und pflanzlich aus ihm hervorgehen. Das Tote wird er zum Leben wecken. Das im Bann verharrende, erstarrte Mineralreich wird er dann aus diesem Bann erlösen. Während er jetzt von Lebendigem lebt und das Lebendige zerstört, um sich aufzubauen, und nur Mineralisches produziert, wird er dann von Mineralien sich nähren und Lebendiges produzieren. Während er jetzt durch sein Leben Schmerzen und Disharmonie in die Welt bringt, wird er dann Freude und Harmonie um sich verbreiten.
[ 6 ] Das kann der Mensch erst, wenn er vollständig seinen Ätherleib beherrscht und alle Kräfte seines Ätherleibes frei geworden sind. Dann kann er dies pflanzliche Dasein auf höherer Stufe führen. Er lebt dann in seinem Lebenskörper selbst, er ist dann Leben, das Wort, Christus, Budhi. Er kann dann sein Leben ebenso nach außen kehren, es der Umwelt fortwährend hingeben, wie er jetzt seine Begierden in die Umwelt aussendet. Sein physischer Körper ist jetzt ein Abbild seines Begierdenkörpers. Er war es in früheren Zeiten noch mehr. Die Sinnesorgane sind die nach außen gekehrten Begierden, die ihn mit dem Physischen verbinden. Der Wille des Menschen ruht jetzt in seinen Begierden und tritt durch sie in die Umwelt. Darum ist der physische Körper jetzt immer noch ein Abbild, ein Ausdruck des in der Begierde lebenden Willens. Später wird der physische Körper ein Abbild, ein Ausdruck des im Leben wohnenden Willens sein.
[ 6 ] Das kann der Mensch erst, wenn er vollständig seinen Ätherleib beherrscht und alle Kräfte seines Ätherleibes frei geworden sind. Dann kann er dies pflanzliche Dasein auf höherer Stufe führen. Er lebt dann in seinem Lebenskörper selbst, er ist dann Leben, das Wort, Christus, Budhi. Er kann dann sein Leben ebenso nach außen kehren, es der Umwelt fortwährend hingeben, wie er jetzt seine Begierden in die Umwelt aussendet. Sein physischer Körper ist jetzt ein Abbild seines Begierdenkörpers. Er war es in früheren Zeiten noch mehr. Die Sinnesorgane sind die nach außen gekehrten Begierden, die ihn mit dem Physischen verbinden. Der Wille des Menschen ruht jetzt in seinen Begierden und tritt durch sie in die Umwelt. Darum ist der physische Körper jetzt immer noch ein Abbild, ein Ausdruck des in der Begierde lebenden Willens. Später wird der physische Körper ein Abbild, ein Ausdruck des im Leben wohnenden Willens sein.
[ 7 ] Jetzt nimmt der Mensch die Umwelt durch die Sinne auf, die die Organe des Astralleibes, des Begierdenkörpers sind, und er verwendet seine Reproduktionskraft nur zur Fortpflanzung im Physischen. Später, wenn er selbstlos geworden ist, nach der Läuterung des Astralleibes, wird eine Umkehr der Kräfte in ihm stattfinden. Was jetzt zur Reproduktion im Physischen verwendet wird, wird emporgehoben werden zu der geistigen Reproduktionskraft durch das Wort, den schöpferischen Ton; und die Organe, welche der Reproduktion dienten, werden umgewandelt in solche, die aus der Umwelt das Leben aufnehmen. Der physische Körper wird dann ein Abbild des Lebens, des Ärherkörpers sein. Er wird dann lebendig, pflanzlich sein. Die Begierde brachte dem Menschen den Tod; die Begierde ist gerade das, was tötet. Die Hingabe bringt ihm das Leben. Sie baut ihm den unsterblichen Leib auf, der aus sich selbst heraus sich nur erzeugt. Die ganze Entwicklung ist eine Entwicklung zum Leben. Entwicklung heißt Leben.
[ 7 ] Jetzt nimmt der Mensch die Umwelt durch die Sinne auf, die die Organe des Astralleibes, des Begierdenkörpers sind, und er verwendet seine Reproduktionskraft nur zur Fortpflanzung im Physischen. Später, wenn er selbstlos geworden ist, nach der Läuterung des Astralleibes, wird eine Umkehr der Kräfte in ihm stattfinden. Was jetzt zur Reproduktion im Physischen verwendet wird, wird emporgehoben werden zu der geistigen Reproduktionskraft durch das Wort, den schöpferischen Ton; und die Organe, welche der Reproduktion dienten, werden umgewandelt in solche, die aus der Umwelt das Leben aufnehmen. Der physische Körper wird dann ein Abbild des Lebens, des Ärherkörpers sein. Er wird dann lebendig, pflanzlich sein. Die Begierde brachte dem Menschen den Tod; die Begierde ist gerade das, was tötet. Die Hingabe bringt ihm das Leben. Sie baut ihm den unsterblichen Leib auf, der aus sich selbst heraus sich nur erzeugt. Die ganze Entwicklung ist eine Entwicklung zum Leben. Entwicklung heißt Leben.
[ 8 ] Alles nun, was in dem Tierreich an Kräften aufgespeichert ist, zeigt uns die Stufe, die notwendig war, um den Menschen ins physische Dasein hineinzuführen. Das Tierreich ist die aufgespeicherte Begierde des Menschen. In dem Maße, wie er seine Begierden überwindet, in dem Maße wirkt er befreiend auf das Tierreich. Die im Tierreich gestaute Kraft, die Leidenschaft, die im Menschen zur selbstbewussten Leidenschaft sich steigerte, muss allmählich durch Läuterung der menschlichen Natur wieder absolviert und dort als Kraft verwendet und in Leben umgewandelt werden. Dann gestaltet er durch die innere Alchemie aus der Leidenschaft des Tierreichs und der Ruhe des Mineralreichs das harmonische Leben des Pflanzenreichs. Aus dem Untätigen und dem Chaotischen kristallisiert er dann heraus in lebendigen Gestalten das Lebendige, Harmonische, Schöne.
[ 8 ] Alles nun, was in dem Tierreich an Kräften aufgespeichert ist, zeigt uns die Stufe, die notwendig war, um den Menschen ins physische Dasein hineinzuführen. Das Tierreich ist die aufgespeicherte Begierde des Menschen. In dem Maße, wie er seine Begierden überwindet, in dem Maße wirkt er befreiend auf das Tierreich. Die im Tierreich gestaute Kraft, die Leidenschaft, die im Menschen zur selbstbewussten Leidenschaft sich steigerte, muss allmählich durch Läuterung der menschlichen Natur wieder absolviert und dort als Kraft verwendet und in Leben umgewandelt werden. Dann gestaltet er durch die innere Alchemie aus der Leidenschaft des Tierreichs und der Ruhe des Mineralreichs das harmonische Leben des Pflanzenreichs. Aus dem Untätigen und dem Chaotischen kristallisiert er dann heraus in lebendigen Gestalten das Lebendige, Harmonische, Schöne.
[ 9 ] In dem Mineralreich ist verkörpert die Weisheit, der weise Gedanke; in dem Tierreich ist verkörpert die Kraft; in dem Pflanzenreich sollen Kraft und Weisheit vereint aufblühen zur Schönheit.
[ 9 ] In dem Mineralreich ist verkörpert die Weisheit, der weise Gedanke; in dem Tierreich ist verkörpert die Kraft; in dem Pflanzenreich sollen Kraft und Weisheit vereint aufblühen zur Schönheit.
[ 10 ] Darum musste der Mensch selbst alle diese Reiche zunächst absondern, damit er nachher als Individualität, als freie, kosmische Kraft, aus diesen Reichen, die ihm zugleich Mittel zum Aufstieg, Vorbild und Wirkungsfeld sind, einen schönen Kosmos herausgestalten konnte. Dann wird die Weisheit des Mineralreichs und die Kraft des Tierreichs ganz einziehen in das pflanzliche Leben. Der Mensch ist dann der Baumeister, der diese Kräfte verwendet und sie umformt zu einem schönen, durchgeistigten Weltentempel voller Leben und Harmonie.
[ 10 ] Darum musste der Mensch selbst alle diese Reiche zunächst absondern, damit er nachher als Individualität, als freie, kosmische Kraft, aus diesen Reichen, die ihm zugleich Mittel zum Aufstieg, Vorbild und Wirkungsfeld sind, einen schönen Kosmos herausgestalten konnte. Dann wird die Weisheit des Mineralreichs und die Kraft des Tierreichs ganz einziehen in das pflanzliche Leben. Der Mensch ist dann der Baumeister, der diese Kräfte verwendet und sie umformt zu einem schönen, durchgeistigten Weltentempel voller Leben und Harmonie.
