Notes from Mathilde Scholl 1904–1906
GA 91
13 September 1906, Landin
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Kosmologie und menschliche Evolution, 1st ed.
19. Das Weltenzentrum, Christus, Das Ich
19. Das Weltenzentrum, Christus, Das Ich
[ 1 ] Das Ich ist im Menschen dasselbe wie Christus in der Welt. Es ist der Wendepunkt in der ganzen Menschheitsentwicklung. Alles, was Christus vorausging in der Entwicklung der Menschheit, war eine Vorbereitung für die Erscheinung Christi; alles, was der Erscheinung Christi folgte, ging von ihr aus. Christus ist das Weltenzentrum. Er ist das Wort, das in der Mitte der ganzen Entwicklung steht. Wie Strahlen fließt die ganze Menschheitsentwicklung hin zu ihm, zu seiner Verkörperung.
[ 1 ] Das Ich ist im Menschen dasselbe wie Christus in der Welt. Es ist der Wendepunkt in der ganzen Menschheitsentwicklung. Alles, was Christus vorausging in der Entwicklung der Menschheit, war eine Vorbereitung für die Erscheinung Christi; alles, was der Erscheinung Christi folgte, ging von ihr aus. Christus ist das Weltenzentrum. Er ist das Wort, das in der Mitte der ganzen Entwicklung steht. Wie Strahlen fließt die ganze Menschheitsentwicklung hin zu ihm, zu seiner Verkörperung.
[ 2 ] Das ganze Weltenleben hatte einen absteigenden Prozess durchgemacht bis in das Physische hinein. Zuletzt erschien es im Physischen. Das Göttliche hatte sich mit der eigenen Schöpfung vollständig vereint, als Christus sich herabsenkte auf die Persönlichkeit des Jesus von Nazareth und in ihm seinen Einzug hielt. Dieser Christus war ein Ausdruck des ganzen Weltenlebens in einem physischen Körper, in der Hülle der Persönlichkeit des Jesus, der in Palästina lebte. Dort war das ganze Weltenleben zusammengestrahlt wie in einem Mittelpunkt. Dort wohnte während drei irdischen Jahren das Welten-Ich. Dort kam das Welten-Ich sich zum Bewusstsein seiner ganzen Aufgabe für die Welt, die vorher von ihm ausgegangen. Hatte zuerst der Logos die Welt aus sich hervorgehen lassen durch das Schöpferwort, hielt er selbst diese aus ihm hervorgeströmte Welt in seinen Armen und durchpulste er sie mit seinem eigenen Leben, so nahm er jetzt das große Opfer auf sich, nicht länger nur als Schöpfer und Erhalter dieser Welt zu leben und über sie zu herrschen, sondern er zog mit seinem Leben in das Zentrum dieser Welt ein. Die Welt hatte er sich gestaltet als eine Hülle, als den Tempel, in dem er wohnen wollte. Da verband sich das Wort mit allem, was durch dasselbe gedacht war. Das Wort ward Fleisch. Darum konnte es [mit] der menschlichen Hülle, die in Palästina wandelte als Jesus von Nazareth, sich verbinden. Noch nie vorher hatte sich das Ich so vollständig hineingebettet in den Menschen. Die Christus- Verkörperung war die Ich-Werdung der Welt. Lange, durch Jahrmillionen hindurch, hatte sich dieser Moment vorbereitet, und durch Jahrmillionen hindurch wird er weiterwirken, um die Zeit zur Vollendung zu führen. Von diesem Moment, dem Mittelpunkt unserer ganzen Entwicklung, strahlt alle Weiterentwicklung aus, wie früher alle Entwicklung da zusammenströmte. Entwickeln können wir uns nur, wurzelnd in dem Wort, in dem Christusleben, welches seit der Menschwerdung Christi das Herz der Welt bildet. Hingeströmt war alles Leben zu diesem Herzen der Welt, und nun strömt es aus und durchpulst alles, was ist. Was dort heraus sich gebildet hat, bei der Menschwerdung des göttlichen Lebens, das ist der Ausdruck der größten Liebe der Gottheit zu uns. Sie wollte nicht nur abhängige Wesen um sich haben, die durch ihre Kraft hervorgegangen waren und durch ihre Kraft geleitet wurden; sie wollte freie Wesen um sich sehen, denen sie so viel von sich selbst mitteilte, dass sie der Gottheit ähnlich werden konnten. Ihre eigene Seligkeit, ihre eigene Kraft, ihre eigene Weisheit wollte sie ihnen mitteilen. Darum opferte sich die Gottheit und zog bis in das Zentrum der Welt ein; sie bildete so das Herz der Welt, um von dort aus alles Erschaffene mit ihrem eigenen inneren Wesen zu durchströmen. Nach drei Jahren des Wirkens opferte sich der Christus Jesus am Kreuze. So bereitete das Weltenleben sein eigenes Herabsteigen in die Menschheit vor während drei Weltenjahren, den ersten drei Planetenjahren; dann vereinigte es sich ganz mit der Welt in dem Erdenzentrum, wo diese Erde ihre größte Verdichtung erreichte. Und nun blieb es zunächst der Menschheit im Großen verborgen. Nur einige Menschen, eine kleine Schar, konnten in dem Christus Jesus das Weltenleben erkennen. So ruhte das Weltenleben in der Welt. Es ertönte unausgesetzt als das Wort und flößte sein Leben der Welt ein; es strömte in jeden Menschen hinein und gab ihm seine Kraft, sich als Ich zu empfinden, in sich ein Zentrum zu finden, in seinem Ich zu leben. Aber die Menschen erkannten nicht den Zusammenhang mit dem Weltenleben, dem Christus. Bis zum dritten Tage blieb Christus für die Welt der tote Christus, der am Kreuze gestorben und begraben worden war. So wie damals seine Jünger glaubten, er sei wirklich von ihnen gegangen, er sei tot, so konnten die Menschen auch eine Zeit lang sein Leben nicht mehr bewusst empfinden. Er musste auferstehen, damit die Menschen ihn wiedererkennen konnten. Am dritten Tage ist der Christus in Palästina auferstanden. Die Gewissheit, dass er lebte, wurde der kleinen Schar, die an ihn geglaubt hatte, zurückgegeben, Da strömte diese Gewissheit in sie ein. Und sie wurden die Träger dieser Gewissheit. Von ihnen aus sollte einmal diese Gewissheit auf alle Menschen übergehen. «Alle Tage bin ich bei euch, bis an der Welt Ende», sagte Christus zu ihnen. Sie hatten erfahren, dass er lebte, und dass der physische Tod sein Leben nicht zerstören konnte. Wer den physischen Tod überwinden konnte, der konnte auch alles andere zum Leben erwecken. Sie erkannten, dass er das Weltenleben war. Nur durch ihn konnte man zu der Gottheit hinaufsteigen. Er lebte die Gottheit vor ihren Augen dar. Da war die Gottheit in Wahrheit da in der Welt. Er war die Wahrheit selbst, die göttliche Wahrheit; er war das Leben selbst, das göttliche Leben; und so war er auch der Mittler, der Weg, der die Menschen bis zum Ziele führen konnte. Der Weg, die Wahrheit und das Leben war er für die ganze Menschheit. Von ihm aus allein konnte die Menschheit sich weiterentwickeln der Vervollkommnung entgegen.
[ 2 ] Das ganze Weltenleben hatte einen absteigenden Prozess durchgemacht bis in das Physische hinein. Zuletzt erschien es im Physischen. Das Göttliche hatte sich mit der eigenen Schöpfung vollständig vereint, als Christus sich herabsenkte auf die Persönlichkeit des Jesus von Nazareth und in ihm seinen Einzug hielt. Dieser Christus war ein Ausdruck des ganzen Weltenlebens in einem physischen Körper, in der Hülle der Persönlichkeit des Jesus, der in Palästina lebte. Dort war das ganze Weltenleben zusammengestrahlt wie in einem Mittelpunkt. Dort wohnte während drei irdischen Jahren das Welten-Ich. Dort kam das Welten-Ich sich zum Bewusstsein seiner ganzen Aufgabe für die Welt, die vorher von ihm ausgegangen. Hatte zuerst der Logos die Welt aus sich hervorgehen lassen durch das Schöpferwort, hielt er selbst diese aus ihm hervorgeströmte Welt in seinen Armen und durchpulste er sie mit seinem eigenen Leben, so nahm er jetzt das große Opfer auf sich, nicht länger nur als Schöpfer und Erhalter dieser Welt zu leben und über sie zu herrschen, sondern er zog mit seinem Leben in das Zentrum dieser Welt ein. Die Welt hatte er sich gestaltet als eine Hülle, als den Tempel, in dem er wohnen wollte. Da verband sich das Wort mit allem, was durch dasselbe gedacht war. Das Wort ward Fleisch. Darum konnte es [mit] der menschlichen Hülle, die in Palästina wandelte als Jesus von Nazareth, sich verbinden. Noch nie vorher hatte sich das Ich so vollständig hineingebettet in den Menschen. Die Christus- Verkörperung war die Ich-Werdung der Welt. Lange, durch Jahrmillionen hindurch, hatte sich dieser Moment vorbereitet, und durch Jahrmillionen hindurch wird er weiterwirken, um die Zeit zur Vollendung zu führen. Von diesem Moment, dem Mittelpunkt unserer ganzen Entwicklung, strahlt alle Weiterentwicklung aus, wie früher alle Entwicklung da zusammenströmte. Entwickeln können wir uns nur, wurzelnd in dem Wort, in dem Christusleben, welches seit der Menschwerdung Christi das Herz der Welt bildet. Hingeströmt war alles Leben zu diesem Herzen der Welt, und nun strömt es aus und durchpulst alles, was ist. Was dort heraus sich gebildet hat, bei der Menschwerdung des göttlichen Lebens, das ist der Ausdruck der größten Liebe der Gottheit zu uns. Sie wollte nicht nur abhängige Wesen um sich haben, die durch ihre Kraft hervorgegangen waren und durch ihre Kraft geleitet wurden; sie wollte freie Wesen um sich sehen, denen sie so viel von sich selbst mitteilte, dass sie der Gottheit ähnlich werden konnten. Ihre eigene Seligkeit, ihre eigene Kraft, ihre eigene Weisheit wollte sie ihnen mitteilen. Darum opferte sich die Gottheit und zog bis in das Zentrum der Welt ein; sie bildete so das Herz der Welt, um von dort aus alles Erschaffene mit ihrem eigenen inneren Wesen zu durchströmen. Nach drei Jahren des Wirkens opferte sich der Christus Jesus am Kreuze. So bereitete das Weltenleben sein eigenes Herabsteigen in die Menschheit vor während drei Weltenjahren, den ersten drei Planetenjahren; dann vereinigte es sich ganz mit der Welt in dem Erdenzentrum, wo diese Erde ihre größte Verdichtung erreichte. Und nun blieb es zunächst der Menschheit im Großen verborgen. Nur einige Menschen, eine kleine Schar, konnten in dem Christus Jesus das Weltenleben erkennen. So ruhte das Weltenleben in der Welt. Es ertönte unausgesetzt als das Wort und flößte sein Leben der Welt ein; es strömte in jeden Menschen hinein und gab ihm seine Kraft, sich als Ich zu empfinden, in sich ein Zentrum zu finden, in seinem Ich zu leben. Aber die Menschen erkannten nicht den Zusammenhang mit dem Weltenleben, dem Christus. Bis zum dritten Tage blieb Christus für die Welt der tote Christus, der am Kreuze gestorben und begraben worden war. So wie damals seine Jünger glaubten, er sei wirklich von ihnen gegangen, er sei tot, so konnten die Menschen auch eine Zeit lang sein Leben nicht mehr bewusst empfinden. Er musste auferstehen, damit die Menschen ihn wiedererkennen konnten. Am dritten Tage ist der Christus in Palästina auferstanden. Die Gewissheit, dass er lebte, wurde der kleinen Schar, die an ihn geglaubt hatte, zurückgegeben, Da strömte diese Gewissheit in sie ein. Und sie wurden die Träger dieser Gewissheit. Von ihnen aus sollte einmal diese Gewissheit auf alle Menschen übergehen. «Alle Tage bin ich bei euch, bis an der Welt Ende», sagte Christus zu ihnen. Sie hatten erfahren, dass er lebte, und dass der physische Tod sein Leben nicht zerstören konnte. Wer den physischen Tod überwinden konnte, der konnte auch alles andere zum Leben erwecken. Sie erkannten, dass er das Weltenleben war. Nur durch ihn konnte man zu der Gottheit hinaufsteigen. Er lebte die Gottheit vor ihren Augen dar. Da war die Gottheit in Wahrheit da in der Welt. Er war die Wahrheit selbst, die göttliche Wahrheit; er war das Leben selbst, das göttliche Leben; und so war er auch der Mittler, der Weg, der die Menschen bis zum Ziele führen konnte. Der Weg, die Wahrheit und das Leben war er für die ganze Menschheit. Von ihm aus allein konnte die Menschheit sich weiterentwickeln der Vervollkommnung entgegen.
[ 3 ] Wie nun die ganze Menschheit in Christus ihren Mittelpunkt, das Welten-Ich gefunden hatte, um das sich das ganze Weltenleben gruppieren muss, so fanden dann auch die Menschen jeder in sich das Ich als Zentralpunkt, um den sich ihr eigenes Wesen gruppieren musste. Erst durch die Erscheinung Christi ist das Ich-Bewusstsein dem Menschen voll und ganz möglich geworden. Er war ja das verkörperte Ich der Welt. Er hatte den Menschen gesagt, dass er mit ihnen eng verbunden sei, dass sein Leben durch sie hindurchflutete: «Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.» So eng ist der Zusammenhang unseres Wesenskerns mit dem Christus der Welt. Er gab ihnen Brot und Wein und sagte: «Dies ist mein Fleisch; dies ist mein Blut. Mit allem, was ihr in euch aufnehmt aus der Welt, nehmt ihr mein Leben auf.» Was um uns ist, alles, was lebt, was wächst und blüht und sich entwickelt, es ist ein Teil des Christuslebens, das in allem Erschaffenen wohnt. Mit jedem, was wir aufnehmen in uns aus der Umwelt, strömt das Christusleben in uns ein. Dieses sollte der Menschheit immer mehr zum Bewusstsein kommen. Wenn dieses Bewusstsein des Eins-Seins mit Christus ganz und gar in die Menschheit eingezogen ist, dann ist Christus für die ganze Welt auferstanden; dann hat er die Welt so mit seinem Leben durchtränkt, dass alles, was lebt, sein Tempel sein wird, in dem er ungehindert sein eigenes Leben zum Ausdruck bringen kann. Zum ersten Mal brachte er es ganz zum Ausdruck in der Erscheinung des Christus Jesus. Dann kam es zum Ausdruck in allen den Menschen, die sich ganz mit ihm vereinigten, bei denen, die sich so weit in Harmonie mit dem Weltenleben gebracht hatten, dass sie ein Teil des Weltenlebens wurden, dass das Weltenwort durch sie zur Welt sprach. Diese sind es, die aus dem Weltenwort heraus in der Welt wirken, die selbst das Wort verkörpern und dadurch das Wort den Menschen bringen können.
[ 3 ] Wie nun die ganze Menschheit in Christus ihren Mittelpunkt, das Welten-Ich gefunden hatte, um das sich das ganze Weltenleben gruppieren muss, so fanden dann auch die Menschen jeder in sich das Ich als Zentralpunkt, um den sich ihr eigenes Wesen gruppieren musste. Erst durch die Erscheinung Christi ist das Ich-Bewusstsein dem Menschen voll und ganz möglich geworden. Er war ja das verkörperte Ich der Welt. Er hatte den Menschen gesagt, dass er mit ihnen eng verbunden sei, dass sein Leben durch sie hindurchflutete: «Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.» So eng ist der Zusammenhang unseres Wesenskerns mit dem Christus der Welt. Er gab ihnen Brot und Wein und sagte: «Dies ist mein Fleisch; dies ist mein Blut. Mit allem, was ihr in euch aufnehmt aus der Welt, nehmt ihr mein Leben auf.» Was um uns ist, alles, was lebt, was wächst und blüht und sich entwickelt, es ist ein Teil des Christuslebens, das in allem Erschaffenen wohnt. Mit jedem, was wir aufnehmen in uns aus der Umwelt, strömt das Christusleben in uns ein. Dieses sollte der Menschheit immer mehr zum Bewusstsein kommen. Wenn dieses Bewusstsein des Eins-Seins mit Christus ganz und gar in die Menschheit eingezogen ist, dann ist Christus für die ganze Welt auferstanden; dann hat er die Welt so mit seinem Leben durchtränkt, dass alles, was lebt, sein Tempel sein wird, in dem er ungehindert sein eigenes Leben zum Ausdruck bringen kann. Zum ersten Mal brachte er es ganz zum Ausdruck in der Erscheinung des Christus Jesus. Dann kam es zum Ausdruck in allen den Menschen, die sich ganz mit ihm vereinigten, bei denen, die sich so weit in Harmonie mit dem Weltenleben gebracht hatten, dass sie ein Teil des Weltenlebens wurden, dass das Weltenwort durch sie zur Welt sprach. Diese sind es, die aus dem Weltenwort heraus in der Welt wirken, die selbst das Wort verkörpern und dadurch das Wort den Menschen bringen können.
[ 4 ] Vor Christus gab es große Führer und Lehrer der Menschheit; die belehrten die Menschheit und leiteten sie. Seit Christus erschien, ist ein anderes in die Menschheit eingezogen. Die Führer der Menschheit belehren jetzt nicht nur die Menschheit, sondern sie teilen den Menschen ihr Leben mit. Magisch wirken sie auf die, welche sie belehren. Sie führen die Menschheit zur Freiheit, darum müssen sie der Menschheit ihr eigenes Leben mitteilen, damit jedes Ich sich zur Freiheit und Selbstständigkeit, zur Gottähnlichkeit entwickeln könne.
[ 4 ] Vor Christus gab es große Führer und Lehrer der Menschheit; die belehrten die Menschheit und leiteten sie. Seit Christus erschien, ist ein anderes in die Menschheit eingezogen. Die Führer der Menschheit belehren jetzt nicht nur die Menschheit, sondern sie teilen den Menschen ihr Leben mit. Magisch wirken sie auf die, welche sie belehren. Sie führen die Menschheit zur Freiheit, darum müssen sie der Menschheit ihr eigenes Leben mitteilen, damit jedes Ich sich zur Freiheit und Selbstständigkeit, zur Gottähnlichkeit entwickeln könne.
[ 5 ] Manche große Führer sind in der Menschheit, die nicht äußerlich lehren, die aber den Menschen die Impulse geben, die ihnen ihre eigene Kraft, ihr Leben mitteilen, einen Teil des Christuslebens, des Welten-Ich. Die Menschheit soll selbst lernen, das Göttliche zu verstehen und im Göttlichen zu leben, durch eigene Erkenntnis, nicht durch Zwang und Abhängigkeit. Ehe Christus erschien, konnte das die Menschheit nicht. Vorher fehlte ihr dazu die Kraft. Christus war der Weltenimpuls zur Freiheitsentwicklung der Menschheit.
[ 5 ] Manche große Führer sind in der Menschheit, die nicht äußerlich lehren, die aber den Menschen die Impulse geben, die ihnen ihre eigene Kraft, ihr Leben mitteilen, einen Teil des Christuslebens, des Welten-Ich. Die Menschheit soll selbst lernen, das Göttliche zu verstehen und im Göttlichen zu leben, durch eigene Erkenntnis, nicht durch Zwang und Abhängigkeit. Ehe Christus erschien, konnte das die Menschheit nicht. Vorher fehlte ihr dazu die Kraft. Christus war der Weltenimpuls zur Freiheitsentwicklung der Menschheit.
[ 6 ] Je mehr sich die Menschen vereinigen mit der Kraft des Christuslebens, desto mehr werden sie zu freien Wesen, desto gottähnlicher werden sie. Dort, im Zentrum der Welt, müssen die Menschen sich alle Lebensimpulse holen. Das Ich im Menschen ist der Schlüssel zu diesem Zentrum der Welt. Es ist der Funke, der ihn mit dem Zentralfeuer der Welt verbindet. Es ist die Quelle, aus der er schöpfen muss; sie wird ewig erneuert durch das Welten-Ich, das Weltenleben selbst. Es ist die enge Pforte, durch die der Mensch hindurchgehen muss, um in die Geisteswelt zu gelangen. Alle menschlichen Kräfte müssen einströmen in das Ich, wie in einen Punkt, und erst durch diesen Punkt hindurch, durch die enge Pforte des Ich hindurch, können sie wieder hervorgehen, so wie das Weltenleben durch das Einströmen in die Erscheinung des Christus Jesus erst wieder hervorgehen konnte in die Welt und sich ihr mitteilen.
[ 6 ] Je mehr sich die Menschen vereinigen mit der Kraft des Christuslebens, desto mehr werden sie zu freien Wesen, desto gottähnlicher werden sie. Dort, im Zentrum der Welt, müssen die Menschen sich alle Lebensimpulse holen. Das Ich im Menschen ist der Schlüssel zu diesem Zentrum der Welt. Es ist der Funke, der ihn mit dem Zentralfeuer der Welt verbindet. Es ist die Quelle, aus der er schöpfen muss; sie wird ewig erneuert durch das Welten-Ich, das Weltenleben selbst. Es ist die enge Pforte, durch die der Mensch hindurchgehen muss, um in die Geisteswelt zu gelangen. Alle menschlichen Kräfte müssen einströmen in das Ich, wie in einen Punkt, und erst durch diesen Punkt hindurch, durch die enge Pforte des Ich hindurch, können sie wieder hervorgehen, so wie das Weltenleben durch das Einströmen in die Erscheinung des Christus Jesus erst wieder hervorgehen konnte in die Welt und sich ihr mitteilen.
[ 7 ] Ganz ausgestaltet wird das Ich erst durch das Zusammenströmen aller Kräfte des Menschen, durch die Konzentration seines ganzen Wesens auf einen Punkt. Dadurch gelangt erst das Ich zum wahren Werden. Dadurch vollzieht sich die Ich-Werdung des Menschen. Alles, was die Gottheit aus ihm gemacht hat, alle Kräfte lässt er zusammenströmen zu einer großen Kraft; dadurch entsteht ein Neues in ihm, ein Besonderes, ein Wesenskern; dann wird das Welten-Ich, das Welten-Leben in ihm lokalisiert, so wie das Leben der Pflanze im Samen lokalisiert wird.
[ 7 ] Ganz ausgestaltet wird das Ich erst durch das Zusammenströmen aller Kräfte des Menschen, durch die Konzentration seines ganzen Wesens auf einen Punkt. Dadurch gelangt erst das Ich zum wahren Werden. Dadurch vollzieht sich die Ich-Werdung des Menschen. Alles, was die Gottheit aus ihm gemacht hat, alle Kräfte lässt er zusammenströmen zu einer großen Kraft; dadurch entsteht ein Neues in ihm, ein Besonderes, ein Wesenskern; dann wird das Welten-Ich, das Welten-Leben in ihm lokalisiert, so wie das Leben der Pflanze im Samen lokalisiert wird.
[ 8 ] Zunächst ist es nur im Keime da, aber der Keim enthält alle Möglichkeiten der Entwicklung, da er einen Extrakt der Weltenkräfte bildet. Wenn der Mensch sich dieser Wahrheit voll bewusst wird, dass er die Hülle ist für einen Gottesfunken, für einen Gotteskeim, dann ist der Christus in ihm geboren worden, dann ist er ein bewusster Hüter des göttlichen Schatzes in seinem eigenen Herzen, des Weltenlebens, was sich in ihn hineinversenkt hat.
[ 8 ] Zunächst ist es nur im Keime da, aber der Keim enthält alle Möglichkeiten der Entwicklung, da er einen Extrakt der Weltenkräfte bildet. Wenn der Mensch sich dieser Wahrheit voll bewusst wird, dass er die Hülle ist für einen Gottesfunken, für einen Gotteskeim, dann ist der Christus in ihm geboren worden, dann ist er ein bewusster Hüter des göttlichen Schatzes in seinem eigenen Herzen, des Weltenlebens, was sich in ihn hineinversenkt hat.
[ 9 ] Von dem Augenblicke an wird er all seine Impulse aus dieser Gewissheit holen, dass er lebt durch das Weltenleben und für die Ausgestaltung des Weltenlebens in seinem eigenen Inneren. Seine Weiterentwicklung ist dann eine Läuterung seines ganzen Wesens, eine Veredlung, eine Durchgeistigung aller seiner Kräfte, denn ein Gottestempel ist er, und er will daran arbeiten, diesen Gottestempel immer herrlicher zu gestalten. Er lebt nun in der Beseligung des Bewusstseins, dass das Weltenleben in ihm ruht, in seinem Ich, und dass es in ihm wächst und zunimmt und ihn einst ganz erfüllen wird. Er strömt dann dieses Weltenleben aus in jedem Gedanken, jedem Wunsch, jedem Wort, in seinem ganzen Wesen; er teilt es anderen Wesen mit. Er hilft, den Tod zu überwinden; er ist der Erlöser, Befreier der Welt geworden. Denn was da lebt in ihm, will er nicht für sich behalten. Das würde eine Stauung des Lebens sein; das würde Tod bedeuten. Erst durch das Weitergeben des Lebens ist es möglich, dass in ihm sich das Weltenleben neu erzeugt. Je mehr er davon abgibt an die Umwelt, desto stärker wird in ihm der unversiegbare Quell des Weltenlebens. So gestaltet der Mensch in sich die Christuserscheinung aus; so wird einmal die ganze Menschheit den Christus, das Wort, zum Ausdruck bringen, und jeder Mensch wird dann ein Ton sein in diesem Weltenwort. Und wenn so die ganze Menschheit ein Ausdruck des Christus geworden ist, so ist das der Übergang zu einer neuen Weltentwicklungsstufe. Dann ist alles herausgestaltet, was an Kräften in der Welt war, und nun können diese Lebenskräfte von Neuem einbezogen werden in das Zentrum der Welt und werden dort zusammen den Plan bilden zu einem neuen Kosmos, der in einer neuen Evolutionsstufe ebenso aus dem Zentrum ausströmen wird, wie unsere jetzige Evolution aus dem Weltenzentrum ausgeströmt ist. Es ist mit der Vollendung unserer Erdentwicklung nur ein Ausatmen der Gottheit vollendet. Einbezogen wird wieder alles werden in das Zentrum der Gottheit hinein, um bei dem nächsten Ausatmen wieder neu zu erstehen. Aber nichts, was ausgestaltet ist, geht verloren. Alles, was ist, bleibt im Bewusstsein der Gottheit. Vom Bewusstsein der Gottheit tritt es wieder ins Leben, und das Leben der Gottheit bringt alles zu neuer Gestaltung, um in dieser Ausgestaltung das Bewusstsein der Gottheit auszudrücken.
[ 9 ] Von dem Augenblicke an wird er all seine Impulse aus dieser Gewissheit holen, dass er lebt durch das Weltenleben und für die Ausgestaltung des Weltenlebens in seinem eigenen Inneren. Seine Weiterentwicklung ist dann eine Läuterung seines ganzen Wesens, eine Veredlung, eine Durchgeistigung aller seiner Kräfte, denn ein Gottestempel ist er, und er will daran arbeiten, diesen Gottestempel immer herrlicher zu gestalten. Er lebt nun in der Beseligung des Bewusstseins, dass das Weltenleben in ihm ruht, in seinem Ich, und dass es in ihm wächst und zunimmt und ihn einst ganz erfüllen wird. Er strömt dann dieses Weltenleben aus in jedem Gedanken, jedem Wunsch, jedem Wort, in seinem ganzen Wesen; er teilt es anderen Wesen mit. Er hilft, den Tod zu überwinden; er ist der Erlöser, Befreier der Welt geworden. Denn was da lebt in ihm, will er nicht für sich behalten. Das würde eine Stauung des Lebens sein; das würde Tod bedeuten. Erst durch das Weitergeben des Lebens ist es möglich, dass in ihm sich das Weltenleben neu erzeugt. Je mehr er davon abgibt an die Umwelt, desto stärker wird in ihm der unversiegbare Quell des Weltenlebens. So gestaltet der Mensch in sich die Christuserscheinung aus; so wird einmal die ganze Menschheit den Christus, das Wort, zum Ausdruck bringen, und jeder Mensch wird dann ein Ton sein in diesem Weltenwort. Und wenn so die ganze Menschheit ein Ausdruck des Christus geworden ist, so ist das der Übergang zu einer neuen Weltentwicklungsstufe. Dann ist alles herausgestaltet, was an Kräften in der Welt war, und nun können diese Lebenskräfte von Neuem einbezogen werden in das Zentrum der Welt und werden dort zusammen den Plan bilden zu einem neuen Kosmos, der in einer neuen Evolutionsstufe ebenso aus dem Zentrum ausströmen wird, wie unsere jetzige Evolution aus dem Weltenzentrum ausgeströmt ist. Es ist mit der Vollendung unserer Erdentwicklung nur ein Ausatmen der Gottheit vollendet. Einbezogen wird wieder alles werden in das Zentrum der Gottheit hinein, um bei dem nächsten Ausatmen wieder neu zu erstehen. Aber nichts, was ausgestaltet ist, geht verloren. Alles, was ist, bleibt im Bewusstsein der Gottheit. Vom Bewusstsein der Gottheit tritt es wieder ins Leben, und das Leben der Gottheit bringt alles zu neuer Gestaltung, um in dieser Ausgestaltung das Bewusstsein der Gottheit auszudrücken.
[ 10 ] So baut der große Weltenbaumeister seinen Weltentempel nach dem Weltenplan, der in seinem Innern schlummert; und immer vollkommener und vollkommener gestaltet er diesen Weltentempel. Mitarbeiter des Weltenbaumeisters am Weltentempel sollen wir werden. So müssen auch wir alle Erfahrungen, die wir in der Welt machen, zusammenführen in unserm Ich, dort lokalisieren und dann umwandeln und verwenden zur schöneren Ausgestaltung unseres eigenen Wesens im Zusammenhang mit der Entwicklung des Kosmos.
[ 10 ] So baut der große Weltenbaumeister seinen Weltentempel nach dem Weltenplan, der in seinem Innern schlummert; und immer vollkommener und vollkommener gestaltet er diesen Weltentempel. Mitarbeiter des Weltenbaumeisters am Weltentempel sollen wir werden. So müssen auch wir alle Erfahrungen, die wir in der Welt machen, zusammenführen in unserm Ich, dort lokalisieren und dann umwandeln und verwenden zur schöneren Ausgestaltung unseres eigenen Wesens im Zusammenhang mit der Entwicklung des Kosmos.
