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Notes from Mathilde Scholl 1904–1906
GA 91

20 September 1906, Landin

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Kosmologie und menschliche Evolution, 1st ed.
  1. Notes from Mathilde Scholl 1904–1906, tr. SOL

26. Erde, Herz, Atom

26. Erde, Herz, Atom

[ 1 ] Im ganzen Weltall beobachten wir, wie aus dem Größeren das Kleinere sich der Substanz nach herausgestaltet, wie es durch die Kraft des Größeren in seinen Bahnen zuerst gehalten wird, wie es dann, indem es sich nicht nur von dem Größeren leiten lässt, sondern ihm zustrebt, selbst so viel von dessen Kraft in sich aufnimmt, dass es selbstständig, frei wird. So geschieht es bei der Entwicklung des Menschen, im Tier- und Pflanzenreich, im Mineralreich, beim Heranwachsen des Kristalls, der gegenüber den Steinmassen, aus denen er sich bildet, eine relative Selbstständigkeit hat, der sich herausgegliedert hat als ein Besonderes aus der Umgebung.

[ 1 ] Im ganzen Weltall beobachten wir, wie aus dem Größeren das Kleinere sich der Substanz nach herausgestaltet, wie es durch die Kraft des Größeren in seinen Bahnen zuerst gehalten wird, wie es dann, indem es sich nicht nur von dem Größeren leiten lässt, sondern ihm zustrebt, selbst so viel von dessen Kraft in sich aufnimmt, dass es selbstständig, frei wird. So geschieht es bei der Entwicklung des Menschen, im Tier- und Pflanzenreich, im Mineralreich, beim Heranwachsen des Kristalls, der gegenüber den Steinmassen, aus denen er sich bildet, eine relative Selbstständigkeit hat, der sich herausgegliedert hat als ein Besonderes aus der Umgebung.

[ 2 ] Die Erde und alle Planeten sind auch Teile eines größeren Himmelskörpers. Unsere Erde ist ein Teil der Sonne, den diese herausgegliedert hat der Substanz nach, und auch hat sie ihre Kräfte in die Erde versenkt. Damit aber die Erde selbstständig werde, muss sie ihre eigene Kraft vergrößern, indem sie immer mehr von den Sonnenkräften in sich aufnimmt.

[ 2 ] Die Erde und alle Planeten sind auch Teile eines größeren Himmelskörpers. Unsere Erde ist ein Teil der Sonne, den diese herausgegliedert hat der Substanz nach, und auch hat sie ihre Kräfte in die Erde versenkt. Damit aber die Erde selbstständig werde, muss sie ihre eigene Kraft vergrößern, indem sie immer mehr von den Sonnenkräften in sich aufnimmt.

[ 3 ] Zuerst hat die Sonne die Erde der Substanz nach immer vollkommener aus sich herausgegliedert. Auch einen Teil aller ihrer Kräfte gab ihr die Sonne mit. Dieses Herausgliedern der Substanz nach, bis zur physischen Verdichtung der Erde, ist möglich gewesen durch Verminderung der Spannung in der Sonnenkraft. Durch diese Verminderung der Spannung konnte die Erde bis zu einer gewissen Entfernung von der Sonne sich herausheben. Aber über diese Entfernung kann sie nicht hinaus, weil das die Spannkraft der Sonne, zu der sie gehört, nicht zulässt. Die Drehung der Erde um sich selbst ist ihr Bestreben, frei zu werden. Da sie aber in der Sonnenbahn gehalten wird durch die Spannkraft des Sonnenlebens, kann sie noch nicht frei werden. Um frei zu werden, muss sie sich so viel von der Spannkraft der Sonne aneignen, dass sie ihren eigenen Weg im Weltall nehmen kann. Also die Drehung der Erde ist ihr Bestreben, sich zur Freiheit zu entwickeln. Die Bahn, welche die Erde um die Sonne beschreibt in Form einer Ellipse, ist dadurch gegeben, dass die Spannkraft der Sonne ab- und zunimmt. Sie zieht also die Erde abwechselnd mehr an und stößt sie dann wieder ab. In der Zeit der Sonnennähe haben wir den Moment zu erblicken, wo die Sonne die Erde am meisten anzieht, und in der Zeit der Sonnenferne haben wir den Moment zu erblicken, wo die Sonne ihre Spannkraft vermindert, also dadurch die Erde ihr eigenes Bestreben nach Freiheit mehr zum Ausdruck bringen kann. Dadurch entsteht naturgemäß die Bahn der Ellipse. Die Sonne steht in dem einen Brennpunkt der Ellipse; der andere Brennpunkt ist die natürliche Ergänzung des Brennpunktes, wo die Sonne steht. Der eine Brennpunkt entspricht dem Pol der höchsten Spannkraft; der andere Brennpunkt entspricht dem Pol der geringsten Spannkraft.

[ 3 ] Zuerst hat die Sonne die Erde der Substanz nach immer vollkommener aus sich herausgegliedert. Auch einen Teil aller ihrer Kräfte gab ihr die Sonne mit. Dieses Herausgliedern der Substanz nach, bis zur physischen Verdichtung der Erde, ist möglich gewesen durch Verminderung der Spannung in der Sonnenkraft. Durch diese Verminderung der Spannung konnte die Erde bis zu einer gewissen Entfernung von der Sonne sich herausheben. Aber über diese Entfernung kann sie nicht hinaus, weil das die Spannkraft der Sonne, zu der sie gehört, nicht zulässt. Die Drehung der Erde um sich selbst ist ihr Bestreben, frei zu werden. Da sie aber in der Sonnenbahn gehalten wird durch die Spannkraft des Sonnenlebens, kann sie noch nicht frei werden. Um frei zu werden, muss sie sich so viel von der Spannkraft der Sonne aneignen, dass sie ihren eigenen Weg im Weltall nehmen kann. Also die Drehung der Erde ist ihr Bestreben, sich zur Freiheit zu entwickeln. Die Bahn, welche die Erde um die Sonne beschreibt in Form einer Ellipse, ist dadurch gegeben, dass die Spannkraft der Sonne ab- und zunimmt. Sie zieht also die Erde abwechselnd mehr an und stößt sie dann wieder ab. In der Zeit der Sonnennähe haben wir den Moment zu erblicken, wo die Sonne die Erde am meisten anzieht, und in der Zeit der Sonnenferne haben wir den Moment zu erblicken, wo die Sonne ihre Spannkraft vermindert, also dadurch die Erde ihr eigenes Bestreben nach Freiheit mehr zum Ausdruck bringen kann. Dadurch entsteht naturgemäß die Bahn der Ellipse. Die Sonne steht in dem einen Brennpunkt der Ellipse; der andere Brennpunkt ist die natürliche Ergänzung des Brennpunktes, wo die Sonne steht. Der eine Brennpunkt entspricht dem Pol der höchsten Spannkraft; der andere Brennpunkt entspricht dem Pol der geringsten Spannkraft.

[ 4 ] Das Leben der Sonne verläuft ebenso rhythmisch wie alles Leben in der Welt, die Sonne verringert und verstärkt den Einfluss ihrer Kraft abwechselnd. Dadurch entsteht Bewegung, Rhythmus, Leben. Sie folgt den Gesetzen des allgemeinen Weltenlebens. Wenn die größte Sonnennähe eintritt, wenn also die Kraft der Sonne am stärksten wirkt auf die Erde, dann ist auch der Einfluss der Sonne auf die Kräfte der Erde am stärksten; die Erde strebt dann hin zu der Kraft, aus der sie hervorging. Während der Zeit der Sonnenferne, da tritt auf der Erde in erhöhtem Maße die Ausbildung der Selbstständigkeit hervor, das Übergehen in eigenes, substanzielles Leben. Während der Zeit der Sonnennähe ist der Südpol der Erde am nächsten, das ist der Pol der Krafteinströmung der Erde, wo die Sonnenkräfte dann eindringen.

[ 4 ] Das Leben der Sonne verläuft ebenso rhythmisch wie alles Leben in der Welt, die Sonne verringert und verstärkt den Einfluss ihrer Kraft abwechselnd. Dadurch entsteht Bewegung, Rhythmus, Leben. Sie folgt den Gesetzen des allgemeinen Weltenlebens. Wenn die größte Sonnennähe eintritt, wenn also die Kraft der Sonne am stärksten wirkt auf die Erde, dann ist auch der Einfluss der Sonne auf die Kräfte der Erde am stärksten; die Erde strebt dann hin zu der Kraft, aus der sie hervorging. Während der Zeit der Sonnenferne, da tritt auf der Erde in erhöhtem Maße die Ausbildung der Selbstständigkeit hervor, das Übergehen in eigenes, substanzielles Leben. Während der Zeit der Sonnennähe ist der Südpol der Erde am nächsten, das ist der Pol der Krafteinströmung der Erde, wo die Sonnenkräfte dann eindringen.

[ 5 ] Während der Zeit der Sonnenferne ist der Südpol am entferntesten, der Nordpol am nächsten. Der Nordpol ist der Pol der Selbstständigkeit der Erde, wo sie ihre größte eigene Spannkraft entfaltet. Daher die starke magnetische Wirkung des Nordpols, die Ausstrahlungen, die das Nordlicht hervorbringen und manche andere Erscheinungen. Das Nordlicht entsteht durch die durch Spannkraft der Erde herausgeschleuderten Substanzteilchen. Dort hat sich die Erde die Sonnenkraft am meisten zu eigen gemacht, dort kommt ihr Freiheitsbestreben am meisten zum Ausdruck. Darum hat sich das Kulturleben der Menschheit, die ganze Menschheitsentwicklung, in ihren Hauptströmungen um den Nordpol gruppiert. Alle Kulturvölker der Erde haben ihre Haupttätigkeit auf der nördlichen Erdhälfte entfaltet. Südlich vom Äquator beobachten wir nur die dahin abflutenden Kulturwellen. Die großen Impulse der Menschheitsentwicklung sind alle auf der nördlichen Erdhälfte zum Ausdruck gekommen. In dem Ausströmen des Geistes in der Kultur auf der nördlichen Erdhälfte sowie in dem Ausströmen der magnetischen Kraft zeigt die Erde ihr Streben nach Befreiung. Die Kraft zu dieser Befreiung kommt ihr aber doch von dem Himmelskörper, von dem sie sich freimachen will. Die Sonne selbst wirkt auf die Erde ein zur Förderung ihrer Befreiung. Durch ihre Zuwendung zur Sonne nimmt die Erde die Kräfte auf, die sie zur Freiheit befähigen. So liegt also in ihrer Drehung von Westen nach Osten einerseits das Streben nach Befreiung, aber auch andererseits das Streben nach der Sonne, nach ihrem Kraftspender. So wie die Sonne ihre Kraft spendenden Strahlen aus dem Osten auf die Erde sendet, so sind auch aus dem Osten die geistigen Impulse gekommen. Und auf der nördlichen Erdhälfte kommen sie am stärksten zum Ausdruck.

[ 5 ] Während der Zeit der Sonnenferne ist der Südpol am entferntesten, der Nordpol am nächsten. Der Nordpol ist der Pol der Selbstständigkeit der Erde, wo sie ihre größte eigene Spannkraft entfaltet. Daher die starke magnetische Wirkung des Nordpols, die Ausstrahlungen, die das Nordlicht hervorbringen und manche andere Erscheinungen. Das Nordlicht entsteht durch die durch Spannkraft der Erde herausgeschleuderten Substanzteilchen. Dort hat sich die Erde die Sonnenkraft am meisten zu eigen gemacht, dort kommt ihr Freiheitsbestreben am meisten zum Ausdruck. Darum hat sich das Kulturleben der Menschheit, die ganze Menschheitsentwicklung, in ihren Hauptströmungen um den Nordpol gruppiert. Alle Kulturvölker der Erde haben ihre Haupttätigkeit auf der nördlichen Erdhälfte entfaltet. Südlich vom Äquator beobachten wir nur die dahin abflutenden Kulturwellen. Die großen Impulse der Menschheitsentwicklung sind alle auf der nördlichen Erdhälfte zum Ausdruck gekommen. In dem Ausströmen des Geistes in der Kultur auf der nördlichen Erdhälfte sowie in dem Ausströmen der magnetischen Kraft zeigt die Erde ihr Streben nach Befreiung. Die Kraft zu dieser Befreiung kommt ihr aber doch von dem Himmelskörper, von dem sie sich freimachen will. Die Sonne selbst wirkt auf die Erde ein zur Förderung ihrer Befreiung. Durch ihre Zuwendung zur Sonne nimmt die Erde die Kräfte auf, die sie zur Freiheit befähigen. So liegt also in ihrer Drehung von Westen nach Osten einerseits das Streben nach Befreiung, aber auch andererseits das Streben nach der Sonne, nach ihrem Kraftspender. So wie die Sonne ihre Kraft spendenden Strahlen aus dem Osten auf die Erde sendet, so sind auch aus dem Osten die geistigen Impulse gekommen. Und auf der nördlichen Erdhälfte kommen sie am stärksten zum Ausdruck.

[ 6 ] Dieselben Gesetze, die die Erdentwicklung beherrschen, dieselben Strömungen finden wir im Menschen, auch eine Strömung der Selbstständigkeit, wie sie auf der Erde von Süden nach Norden geht und im Nordpol zum Ausdruck kommt. Der Mensch als nach Freiheit strebendes Wesen steht aufrecht. Seine Selbstständigkeit kommt zum Ausdruck physisch in dem aufrechten Gang, dadurch dass sein ganzer Körper auf den Füßen ruhen kann in aufrechter Haltung. Das aufrechte Rückgrat, gekrönt von dem Haupte, das ist Symbol seiner Selbstständigkeit. Aber wie die Erde nach Osten zu sich wendet, so wendet auch der Mensch sein Antlitz und seine Hände zur Sonne in Verehrung, weil sie ihm Licht bringt. So wendet er sein Antlitz der Weisheit zu, welche ihm vom Osten kommt. Mit den Händen empfängt er, nimmt er auf. Während die Füße das Symbol der Freiheit sind, des Aufrechtstehens und Gehens, sind die Hände das Symbol für die Aufnahme des Geistes, des höheren Lebens, der höheren Kräfte und für die Fähigkeit, die höheren Kräfte der Welt zurückzugeben.

[ 6 ] Dieselben Gesetze, die die Erdentwicklung beherrschen, dieselben Strömungen finden wir im Menschen, auch eine Strömung der Selbstständigkeit, wie sie auf der Erde von Süden nach Norden geht und im Nordpol zum Ausdruck kommt. Der Mensch als nach Freiheit strebendes Wesen steht aufrecht. Seine Selbstständigkeit kommt zum Ausdruck physisch in dem aufrechten Gang, dadurch dass sein ganzer Körper auf den Füßen ruhen kann in aufrechter Haltung. Das aufrechte Rückgrat, gekrönt von dem Haupte, das ist Symbol seiner Selbstständigkeit. Aber wie die Erde nach Osten zu sich wendet, so wendet auch der Mensch sein Antlitz und seine Hände zur Sonne in Verehrung, weil sie ihm Licht bringt. So wendet er sein Antlitz der Weisheit zu, welche ihm vom Osten kommt. Mit den Händen empfängt er, nimmt er auf. Während die Füße das Symbol der Freiheit sind, des Aufrechtstehens und Gehens, sind die Hände das Symbol für die Aufnahme des Geistes, des höheren Lebens, der höheren Kräfte und für die Fähigkeit, die höheren Kräfte der Welt zurückzugeben.

[ 7 ] Das Tier kann nur auf physische Art nehmen und produzieren. Durch die Hände ist der Mensch imstande, auch solches zu nehmen, was nicht zur physischen Befriedigung dient, und auch solches zu produzieren, was das Leben des Geistes ausdrückt in der Kunst und aller bewussten Umgestaltung der Erde. Die Hände kann er — als Ausdruck seines geistigen Strebens - zur Sonne, zum Geistigen erheben. Das kann das Tier nicht.

[ 7 ] Das Tier kann nur auf physische Art nehmen und produzieren. Durch die Hände ist der Mensch imstande, auch solches zu nehmen, was nicht zur physischen Befriedigung dient, und auch solches zu produzieren, was das Leben des Geistes ausdrückt in der Kunst und aller bewussten Umgestaltung der Erde. Die Hände kann er — als Ausdruck seines geistigen Strebens - zur Sonne, zum Geistigen erheben. Das kann das Tier nicht.

[ 8 ] So drücken also die ausgebreiteten Arme des Menschen die andere Strömung aus, die sich mit der Strömung der Selbstständigkeit kreuzt. Die Strömung der Selbstständigkeit geht vom Süden nach Norden. Die Strömung des Strebens nach Kraft zur Ausbildung der Selbstständigkeit geht von Westen nach Osten. Der im Raume stehende Mensch mit ausgebreiteten Armen stellt diese beiden Hauptströmungen dar.

[ 8 ] So drücken also die ausgebreiteten Arme des Menschen die andere Strömung aus, die sich mit der Strömung der Selbstständigkeit kreuzt. Die Strömung der Selbstständigkeit geht vom Süden nach Norden. Die Strömung des Strebens nach Kraft zur Ausbildung der Selbstständigkeit geht von Westen nach Osten. Der im Raume stehende Mensch mit ausgebreiteten Armen stellt diese beiden Hauptströmungen dar.

[ 9 ] Das Zentrum im Menschen, das Herz, welches ihm die Lebensströme zuführt, ist wieder ein Bild dieser verschiedenen Weltenströmungen. Es ordnet sich allmählich immer mehr dem Weltenrhythmus ein. Durch Nahrungsaufnahme, durch Einatmen und Ausatmen, wird dem Herzen einerseits die Substanz und die Kraft zugeführt, aus dem Menschen ein selbstständiges Wesen zu machen, andererseits wird er, durch Hinwendung der vom Herzen ausgehenden Empfindungen zum Geiste, veredelt, und er erlangt die Kraft zu einer höheren Selbstständigkeit. So ist das Herz einerseits das Organ, welches dem Menschen das eigene Leben ermöglicht, aber andererseits auch das Organ, welches ihm den Zugang zu einem höheren Leben eröffnet. Das ist der Tempel, in dem er das eigene Leben fand, aber auch der Tempel, in den er einziehen muss, um das höhere Leben zu finden. Es enthält alle Lebensströme, die, welche den Menschen in die Selbstständigkeit drängen — Leidenschaft; aber auch die, welche ihm das Streben zum Geiste geben — Liebe.

[ 9 ] Das Zentrum im Menschen, das Herz, welches ihm die Lebensströme zuführt, ist wieder ein Bild dieser verschiedenen Weltenströmungen. Es ordnet sich allmählich immer mehr dem Weltenrhythmus ein. Durch Nahrungsaufnahme, durch Einatmen und Ausatmen, wird dem Herzen einerseits die Substanz und die Kraft zugeführt, aus dem Menschen ein selbstständiges Wesen zu machen, andererseits wird er, durch Hinwendung der vom Herzen ausgehenden Empfindungen zum Geiste, veredelt, und er erlangt die Kraft zu einer höheren Selbstständigkeit. So ist das Herz einerseits das Organ, welches dem Menschen das eigene Leben ermöglicht, aber andererseits auch das Organ, welches ihm den Zugang zu einem höheren Leben eröffnet. Das ist der Tempel, in dem er das eigene Leben fand, aber auch der Tempel, in den er einziehen muss, um das höhere Leben zu finden. Es enthält alle Lebensströme, die, welche den Menschen in die Selbstständigkeit drängen — Leidenschaft; aber auch die, welche ihm das Streben zum Geiste geben — Liebe.

[ 10 ] Wie die Erde den Einfluss der Sonne durch zwölf Strömungen empfängt in den zwölf Monaten des Jahres, im Anschluss an ihren Durchgang durch die zwölf Sternbilder des Tierkreises, so empfängt auch das Herz des Menschen zwölf Strömungen aus den zwölf Widerspiegelungen des Tierkreises in seinem Organismus. Die zwölf Blätter des zwölfblättrigen Chakrams in der Nähe des menschlichen Herzens sind der Ausdruck dieser zwölf kosmischen Strömungen. Daher gehen auch vom Herzen alle andern den Menschen belebenden physischen und geistigen Strömungen aus. Durch den Einfluss der zwölf kosmischen Strömungen entwickelt sich die Erde und auch der einzelne Mensch zur Selbstständigkeit, zur vollen Reife.

[ 10 ] Wie die Erde den Einfluss der Sonne durch zwölf Strömungen empfängt in den zwölf Monaten des Jahres, im Anschluss an ihren Durchgang durch die zwölf Sternbilder des Tierkreises, so empfängt auch das Herz des Menschen zwölf Strömungen aus den zwölf Widerspiegelungen des Tierkreises in seinem Organismus. Die zwölf Blätter des zwölfblättrigen Chakrams in der Nähe des menschlichen Herzens sind der Ausdruck dieser zwölf kosmischen Strömungen. Daher gehen auch vom Herzen alle andern den Menschen belebenden physischen und geistigen Strömungen aus. Durch den Einfluss der zwölf kosmischen Strömungen entwickelt sich die Erde und auch der einzelne Mensch zur Selbstständigkeit, zur vollen Reife.

[ 11 ] So wie die Erde die sich zu eigen gemachte Kraft am Nordpol ausströmt, wo ihre größte Spannkraft zutage tritt, so strömt der Mensch seine Geisteskraft aus dem Haupte aus, von wo sie ihn nach allen Seiten überflutet, was für den Seher in der Aura, in der Lichthülle, die den Menschen umgibt, zum Ausdruck kommt. Die Quelle dieser ausströmenden Kraft liegt aber bei der Erde in ihrem Mittelpunkt und bei dem Menschen im Herzen, seinem physischen und geistigen Zentrum.

[ 11 ] So wie die Erde die sich zu eigen gemachte Kraft am Nordpol ausströmt, wo ihre größte Spannkraft zutage tritt, so strömt der Mensch seine Geisteskraft aus dem Haupte aus, von wo sie ihn nach allen Seiten überflutet, was für den Seher in der Aura, in der Lichthülle, die den Menschen umgibt, zum Ausdruck kommt. Die Quelle dieser ausströmenden Kraft liegt aber bei der Erde in ihrem Mittelpunkt und bei dem Menschen im Herzen, seinem physischen und geistigen Zentrum.

Fortsetzung

Fortsetzung

[ 12 ] Die Bahn, welche die Erde um die Sonne beschreibt, wird gewöhnlich als Ellipse dargestellt, in deren einem Brennpunkt die Sonne steht. So ist auch in der Tat die Erdbewegung um die Sonne eine Ellipse; aber da die Erde sich auch noch um sich selbst bewegt, und zwar mit der Neigung der Erdachse um 23,5 Grad, so beschreibt sie in Wahrheit eine schraubenförmige Linie, eine Spirale. Wir können beobachten, dass alles Leben in der Welt eine solche Linie beschreibt. Die chemischen Elemente kann man nach Mendelejews Tabelle in sieben absteigende und sieben nebeneinanderliegende Klassen anordnen nach ihren chemischen, elektrischen und so weiter Eigenschaften herabsteigend vom leichtesten bis zum schwersten. Man kann sie um die Pole ihrer absteigenden Richtung in sieben Spiralen zu je vierzehn Elementen herumlegen. So steigt das Leben in Spiralen herab in die Verdichtung, und beim Aufstieg müssen auch diese Spiralen verfolgt werden als der Weg in die höheren Kräfte hinein. Wie das Leben spiralförmig in die Erscheinung tritt, können wir an den Pflanzen beobachten. Alle Teile der Pflanzen sind spiralförmig angeordnet. Spiralförmig treten die ersten Keime aus dem Samen hervor; in Spirallinien ordnen sich die Blätter um den Stängel, die Zweige um den Stamm; in Spirallinien entfalten sich die Teile der Blüte. Bei vielen Pflanzen tritt diese Spirallinie sogar in der gedrehten Form des Stängels auf. Durch Beschreiben dieser Spirallinie entsteht die Symmetrie der sich ergänzenden Teile.

[ 12 ] Die Bahn, welche die Erde um die Sonne beschreibt, wird gewöhnlich als Ellipse dargestellt, in deren einem Brennpunkt die Sonne steht. So ist auch in der Tat die Erdbewegung um die Sonne eine Ellipse; aber da die Erde sich auch noch um sich selbst bewegt, und zwar mit der Neigung der Erdachse um 23,5 Grad, so beschreibt sie in Wahrheit eine schraubenförmige Linie, eine Spirale. Wir können beobachten, dass alles Leben in der Welt eine solche Linie beschreibt. Die chemischen Elemente kann man nach Mendelejews Tabelle in sieben absteigende und sieben nebeneinanderliegende Klassen anordnen nach ihren chemischen, elektrischen und so weiter Eigenschaften herabsteigend vom leichtesten bis zum schwersten. Man kann sie um die Pole ihrer absteigenden Richtung in sieben Spiralen zu je vierzehn Elementen herumlegen. So steigt das Leben in Spiralen herab in die Verdichtung, und beim Aufstieg müssen auch diese Spiralen verfolgt werden als der Weg in die höheren Kräfte hinein. Wie das Leben spiralförmig in die Erscheinung tritt, können wir an den Pflanzen beobachten. Alle Teile der Pflanzen sind spiralförmig angeordnet. Spiralförmig treten die ersten Keime aus dem Samen hervor; in Spirallinien ordnen sich die Blätter um den Stängel, die Zweige um den Stamm; in Spirallinien entfalten sich die Teile der Blüte. Bei vielen Pflanzen tritt diese Spirallinie sogar in der gedrehten Form des Stängels auf. Durch Beschreiben dieser Spirallinie entsteht die Symmetrie der sich ergänzenden Teile.

[ 13 ] So verläuft das ganze Leben der Erde in einer Spirallinie, schraubenförmig. Das höhere Geistige verwandelt sich in dieser Weise in die Welt der Erscheinung und belebt sie. Auf diese Weise ist das Geistige mit dem Physischen innig verbunden. Es gibt kein physisches Atom, welches nicht auf diese Weise von den Strömungen der geistigen Kräfte umgeben und durchdrungen würde. Durch diese spiralförmige Bewegung ist es den verschiedenen Graden der Weltenkräfte und Substanzen möglich, einander zu umgeben und zu durchdringen. Wir können unterscheiden eine große Spiralbewegung der höchsten Kraft als ihre erste Kraftäußerung und darin in vielen Abstufungen immer kleinere Spiralbewegungen bis herab zur Spiralbewegung des physischen Atoms.

[ 13 ] So verläuft das ganze Leben der Erde in einer Spirallinie, schraubenförmig. Das höhere Geistige verwandelt sich in dieser Weise in die Welt der Erscheinung und belebt sie. Auf diese Weise ist das Geistige mit dem Physischen innig verbunden. Es gibt kein physisches Atom, welches nicht auf diese Weise von den Strömungen der geistigen Kräfte umgeben und durchdrungen würde. Durch diese spiralförmige Bewegung ist es den verschiedenen Graden der Weltenkräfte und Substanzen möglich, einander zu umgeben und zu durchdringen. Wir können unterscheiden eine große Spiralbewegung der höchsten Kraft als ihre erste Kraftäußerung und darin in vielen Abstufungen immer kleinere Spiralbewegungen bis herab zur Spiralbewegung des physischen Atoms.

[ 14 ] Die einheitlichste Substanz, die aus den kleinsten Teilchen besteht, beschreibt auch die einheitlichste Spirale. Je mehr die Spannung der Substanz nachlässt, desto gröber werden die Teilchen, desto mehr auseinandergerissen, desto kleiner die Spiralen, die beschrieben werden. Aber im physischen Atom, welches gegenüber den geistigen Substanzteilchen eine gewaltige Struktur ist, findet die Wiederholung des ganzen geistigen Weltprozesses statt. Das physische Atom ruht in allen höheren Substanzen darinnen, und es ist der Endpunkt der größten Spirale des Weltenlebens.

[ 14 ] Die einheitlichste Substanz, die aus den kleinsten Teilchen besteht, beschreibt auch die einheitlichste Spirale. Je mehr die Spannung der Substanz nachlässt, desto gröber werden die Teilchen, desto mehr auseinandergerissen, desto kleiner die Spiralen, die beschrieben werden. Aber im physischen Atom, welches gegenüber den geistigen Substanzteilchen eine gewaltige Struktur ist, findet die Wiederholung des ganzen geistigen Weltprozesses statt. Das physische Atom ruht in allen höheren Substanzen darinnen, und es ist der Endpunkt der größten Spirale des Weltenlebens.

[ 15 ] Diese Entwicklungsspirale ist im Merkurstab symbolisiert. Auch die geistige Kraft im Menschen beschreibt diese Entwicklungsspirale.

[ 15 ] Diese Entwicklungsspirale ist im Merkurstab symbolisiert. Auch die geistige Kraft im Menschen beschreibt diese Entwicklungsspirale.