Notes from Mathilde Scholl 1904–1906
GA 91
19 September 1906, Landin
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Kosmologie und menschliche Evolution, 1st ed.
25. Kraft und Substanz
25. Kraft und Substanz
[ 1 ] Der Uranfang aller Dinge, die Urkraft selbst, ist eine undifferenzierte Einheit. Sie ist zugleich unendlich groß und unendlich klein. Sie ist Mittelpunkt und Peripherie und die Fülle des unendlichen Lebens, die alles durchströmt, die Mittelpunkt und Peripherie verbindet. Sie ist die größte Ruhe und die größte Tätigkeit zu gleicher Zeit. Sie ist die unausgesetzt wirkende Kraft, die keine Unterbrechung der Wirkung kennt. Sie ist ebensowohl Licht ohne Schatten wie Dunkelheit ohne Licht; sie ist ebensowohl Alles wie Nichts. Verstehen können wir das Wirken des Einen nicht, aber doch können wir aus den offenbarten Gesetzen uns Bilder machen von den Gesetzen, nach denen die Urkraft in der Welt sich äußert.
[ 1 ] Der Uranfang aller Dinge, die Urkraft selbst, ist eine undifferenzierte Einheit. Sie ist zugleich unendlich groß und unendlich klein. Sie ist Mittelpunkt und Peripherie und die Fülle des unendlichen Lebens, die alles durchströmt, die Mittelpunkt und Peripherie verbindet. Sie ist die größte Ruhe und die größte Tätigkeit zu gleicher Zeit. Sie ist die unausgesetzt wirkende Kraft, die keine Unterbrechung der Wirkung kennt. Sie ist ebensowohl Licht ohne Schatten wie Dunkelheit ohne Licht; sie ist ebensowohl Alles wie Nichts. Verstehen können wir das Wirken des Einen nicht, aber doch können wir aus den offenbarten Gesetzen uns Bilder machen von den Gesetzen, nach denen die Urkraft in der Welt sich äußert.
[ 2 ] Wir beobachten Folgendes: Je gröber eine Substanz, desto weniger eigene Kraft, sich zu äußern, enthält sie. Je feiner eine Substanz, desto stärkere Wirkungen übt sie auf die Umwelt aus. Ein Stück Eis übt weniger Wirkung auf die Umwelt aus als dieselbe Substanz, wenn sie durch Wärme verfeinert wird, als Wasser. Das Wasser hat wie alles Flüssige das Bestreben des Wirkens in der Umwelt. Wenn Wasser durch höhere Wärmegrade noch mehr ausgedehnt und verfeinert wird, dann hat es als Dampf eine noch größere Wirkung in der Umwelt.
[ 2 ] Wir beobachten Folgendes: Je gröber eine Substanz, desto weniger eigene Kraft, sich zu äußern, enthält sie. Je feiner eine Substanz, desto stärkere Wirkungen übt sie auf die Umwelt aus. Ein Stück Eis übt weniger Wirkung auf die Umwelt aus als dieselbe Substanz, wenn sie durch Wärme verfeinert wird, als Wasser. Das Wasser hat wie alles Flüssige das Bestreben des Wirkens in der Umwelt. Wenn Wasser durch höhere Wärmegrade noch mehr ausgedehnt und verfeinert wird, dann hat es als Dampf eine noch größere Wirkung in der Umwelt.
[ 3 ] Nun können wir nach dieser Beobachtung schließen: Je feiner die Substanz, desto größer ist ihre Kraft in der Umwelt, die Substanzen in feineren Zuständen sind die Kräfte, welche in den Substanzen in gröberen Zuständen wirken, welche in die Zwischenräume zwischen den Atomen der übrigen Substanzen eindringen, die Atome dehnen, verfeinern, näher aneinanderziehen, sodass die Verfeinerung der Substanz auch dazu führt, dass sie kontinuierlicher wird als vorher. Im Festen gibt es keine sich wirklich berührenden Substanzen. Alle physischen Atome sind so gelagert, dass sie in einem freien Felde schwingen und sich in keinem Punkte berühren. Wie teilbar die festen Substanzen sind, das sehen wir alle bei jedem Prozess, wobei wir Teile aus festen Substanzen durch mechanische Eingriffe herauslösen oder von festen Dingen ablösen. In derselben Weise können wir nicht Teile aus flüssigen oder gasförmigen Substanzen herauslösen. Nehme ich aus einem Quantum Wasser einen Teil heraus, indem ich ihn herausschöpfe, so ergänzt sich die Lücke sofort durch Hinzuströmen des übrigen Wassers und füllt sie aus. Das Flüssige duldet keine Trennung in der Weise wie das Feste, Es hat auch die Kraft, eine Lücke zu ergänzen; das kann das Feste in der Weise aus eigener Kraft nicht. Wenn ich etwas Festes fortnehme und an einen anderen Ort bringe, so strebt das Feste, welches die entstandene Lücke umgibt, nicht danach, die Lücke auszufüllen. Aber vom Wasser wissen wir, dass es dies Bestreben hat. Und es ist bekannt, dass alles Wasser auf der Erde in beständiger Bewegung ist, durch Fließen oder Verdunstung einerseits und durch Verdichtung andererseits. Es entsteht irgendwo eine Lücke in dem Flüssigen, so hat alles Flüssige der Umgebung das Bestreben, diese Lücke auszufüllen. Darauf beruht alles Arbeiten mit der Wasserkraft.
[ 3 ] Nun können wir nach dieser Beobachtung schließen: Je feiner die Substanz, desto größer ist ihre Kraft in der Umwelt, die Substanzen in feineren Zuständen sind die Kräfte, welche in den Substanzen in gröberen Zuständen wirken, welche in die Zwischenräume zwischen den Atomen der übrigen Substanzen eindringen, die Atome dehnen, verfeinern, näher aneinanderziehen, sodass die Verfeinerung der Substanz auch dazu führt, dass sie kontinuierlicher wird als vorher. Im Festen gibt es keine sich wirklich berührenden Substanzen. Alle physischen Atome sind so gelagert, dass sie in einem freien Felde schwingen und sich in keinem Punkte berühren. Wie teilbar die festen Substanzen sind, das sehen wir alle bei jedem Prozess, wobei wir Teile aus festen Substanzen durch mechanische Eingriffe herauslösen oder von festen Dingen ablösen. In derselben Weise können wir nicht Teile aus flüssigen oder gasförmigen Substanzen herauslösen. Nehme ich aus einem Quantum Wasser einen Teil heraus, indem ich ihn herausschöpfe, so ergänzt sich die Lücke sofort durch Hinzuströmen des übrigen Wassers und füllt sie aus. Das Flüssige duldet keine Trennung in der Weise wie das Feste, Es hat auch die Kraft, eine Lücke zu ergänzen; das kann das Feste in der Weise aus eigener Kraft nicht. Wenn ich etwas Festes fortnehme und an einen anderen Ort bringe, so strebt das Feste, welches die entstandene Lücke umgibt, nicht danach, die Lücke auszufüllen. Aber vom Wasser wissen wir, dass es dies Bestreben hat. Und es ist bekannt, dass alles Wasser auf der Erde in beständiger Bewegung ist, durch Fließen oder Verdunstung einerseits und durch Verdichtung andererseits. Es entsteht irgendwo eine Lücke in dem Flüssigen, so hat alles Flüssige der Umgebung das Bestreben, diese Lücke auszufüllen. Darauf beruht alles Arbeiten mit der Wasserkraft.
[ 4 ] Wir können nach den Beobachtungen schließen, dass alles Flüssige der Erde immer dahin strebt, wo Lücken im Flüssigen entstehen, diese Lücken auszufüllen. Welche Kraft das Flüssige dabei zeigt, erkennen wir daran, dass es Festes durchtränkt, auflöst, fortschwemmt, sich Wege hindurchbahnt.
[ 4 ] Wir können nach den Beobachtungen schließen, dass alles Flüssige der Erde immer dahin strebt, wo Lücken im Flüssigen entstehen, diese Lücken auszufüllen. Welche Kraft das Flüssige dabei zeigt, erkennen wir daran, dass es Festes durchtränkt, auflöst, fortschwemmt, sich Wege hindurchbahnt.
[ 5 ] Dieselben Gesetze wie beim Flüssigen beobachten wir beim Luftförmigen; auch das duldet keine Lücken. Lücken in luftförmigen Substanzen werden sofort von den umgebenden Substanzen der Umgebung ausgefüllt. Das Luftförmige hat noch größere Kraft als das Flüssige. Die einzelnen Teilchen des Luftförmigen sind noch kleiner als die einzelnen Teilchen des Flüssigen. Auch sind sie nicht so weit voneinander entfernt wie die Teilchen des Flüssigen und haben eine größere Spannung.
[ 5 ] Dieselben Gesetze wie beim Flüssigen beobachten wir beim Luftförmigen; auch das duldet keine Lücken. Lücken in luftförmigen Substanzen werden sofort von den umgebenden Substanzen der Umgebung ausgefüllt. Das Luftförmige hat noch größere Kraft als das Flüssige. Die einzelnen Teilchen des Luftförmigen sind noch kleiner als die einzelnen Teilchen des Flüssigen. Auch sind sie nicht so weit voneinander entfernt wie die Teilchen des Flüssigen und haben eine größere Spannung.
[ 6 ] Das Luftförmige wird durchdrungen von noch feineren Substanzen, dem Äther in seinen verschiedenen Dichtigkeitsgraden; und dieser Äther hat wieder größere Kräfte als das Luftförmige und hat noch mehr das Bestreben, alle Lücken auszufüllen. Er ist noch kontinuierlicher als das Luftförmige und in noch größerer Spannung.
[ 6 ] Das Luftförmige wird durchdrungen von noch feineren Substanzen, dem Äther in seinen verschiedenen Dichtigkeitsgraden; und dieser Äther hat wieder größere Kräfte als das Luftförmige und hat noch mehr das Bestreben, alle Lücken auszufüllen. Er ist noch kontinuierlicher als das Luftförmige und in noch größerer Spannung.
[ 7 ] Wenn wir in dieser Weise weiter eindringen in die Eigenschaften der Substanzen, so finden wir: Die festesten Substanzen sind am wenigsten kraftvoll und besitzen die gröbste Zusammensetzung, und die einzelnen Teilchen sind am weitesten voneinander entfernt und besitzen am wenigsten Spannung. Je feiner die Substanz, desto kleiner sind die einzelnen Teilchen, desto näher rücken sie aneinander, desto größere Spannung besitzt die Substanz und desto mehr Kraft. Die Kraft, durch die eine gröbere Substanz in Spannung gehalten wird, das ist die feinere Substanz. Im Vergleich zu einer gröberen Substanz ist eine feinere Substanz die Kraft, und im Vergleich zu einer noch feineren Substanz, die sich bei ihr als Kraft äußert, ist dasselbe, was in der gröberen Substanz als Kraft wirkt, für die feinere Kraft die Substanz. Die feinere Substanz ist also immer die Kraft, welche der gröberen Substanz bestimmte Formen verleiht. Die gröbere Substanz ist in die feinere Substanz eingebaut. Alle Zwischenräume zwischen den Atomen der gröberen Substanz sind ausgefüllt von den feineren Substanzen.
[ 7 ] Wenn wir in dieser Weise weiter eindringen in die Eigenschaften der Substanzen, so finden wir: Die festesten Substanzen sind am wenigsten kraftvoll und besitzen die gröbste Zusammensetzung, und die einzelnen Teilchen sind am weitesten voneinander entfernt und besitzen am wenigsten Spannung. Je feiner die Substanz, desto kleiner sind die einzelnen Teilchen, desto näher rücken sie aneinander, desto größere Spannung besitzt die Substanz und desto mehr Kraft. Die Kraft, durch die eine gröbere Substanz in Spannung gehalten wird, das ist die feinere Substanz. Im Vergleich zu einer gröberen Substanz ist eine feinere Substanz die Kraft, und im Vergleich zu einer noch feineren Substanz, die sich bei ihr als Kraft äußert, ist dasselbe, was in der gröberen Substanz als Kraft wirkt, für die feinere Kraft die Substanz. Die feinere Substanz ist also immer die Kraft, welche der gröberen Substanz bestimmte Formen verleiht. Die gröbere Substanz ist in die feinere Substanz eingebaut. Alle Zwischenräume zwischen den Atomen der gröberen Substanz sind ausgefüllt von den feineren Substanzen.
[ 8 ] So wie die festen Substanzen ausgefüllt und durchdrungen werden von dem Flüssigen, so wird das Flüssige durchdrungen von dem Luftförmigen, das Luftförmige von dem Ätherischen und so weiter. So durchdringen immer feinere Substanzen die gröberen. Wenn wir dies weiterverfolgen, in die immer feineren Substanzen hinein, da müssen wir einmal zu einer Substanz kommen, welche die feinste ist, welche ganz kontinuierlich ist, sodass sich die einzelnen Teilchen ganz und gar berühren, ineinander übergehen, die zugleich die feinste, aber auch die kontinuierlichste ist, die die größte Spannung besitzt und zugleich die größte Kraft, die alle andern in sich trägt und alle andern durchdringt. Und dies ist die eine Urkraft und Ursubstanz, die alle Substanzen und Kräfte in sich trägt und vereinigt, die alles, was ist, in Spannung hält und dadurch allem Seienden Kraft und Leben verleiht. Sie ist zugleich das Kleinste, dem einzelnen Teilchen nach, aber auch das Größte, weil alle einzelnen Teile ein einheitliches Ganzes bilden, weil ihre Substanz kontinuierlich ist. Ihr Spiegelbild
[ 8 ] So wie die festen Substanzen ausgefüllt und durchdrungen werden von dem Flüssigen, so wird das Flüssige durchdrungen von dem Luftförmigen, das Luftförmige von dem Ätherischen und so weiter. So durchdringen immer feinere Substanzen die gröberen. Wenn wir dies weiterverfolgen, in die immer feineren Substanzen hinein, da müssen wir einmal zu einer Substanz kommen, welche die feinste ist, welche ganz kontinuierlich ist, sodass sich die einzelnen Teilchen ganz und gar berühren, ineinander übergehen, die zugleich die feinste, aber auch die kontinuierlichste ist, die die größte Spannung besitzt und zugleich die größte Kraft, die alle andern in sich trägt und alle andern durchdringt. Und dies ist die eine Urkraft und Ursubstanz, die alle Substanzen und Kräfte in sich trägt und vereinigt, die alles, was ist, in Spannung hält und dadurch allem Seienden Kraft und Leben verleiht. Sie ist zugleich das Kleinste, dem einzelnen Teilchen nach, aber auch das Größte, weil alle einzelnen Teile ein einheitliches Ganzes bilden, weil ihre Substanz kontinuierlich ist. Ihr Spiegelbild
[ 9 ] ist das physische Atom, weil dort auch alle Kräfte bis zur Urkraft eingedrungen sind, weil es alle Kräfte im Keime enthält.
[ 9 ] ist das physische Atom, weil dort auch alle Kräfte bis zur Urkraft eingedrungen sind, weil es alle Kräfte im Keime enthält.
[ 10 ] Während diese Urkraft und Ursubstanz alle Substanzen und Kräfte aus sich heraus hat hervorgehen lassen, so lebt sie auch andererseits in allem, was ist, und sie steigt herab bis zum physischen Plan, wo sie sich in den einzelnen Atomen konzentriert. Der physische Plan ist also von allen höheren Kräften ebenso durchtränkt, wie die Urkraft alle niederen Kräfte in sich enthält. Die Urkraft, welche alles umfasst, hat alles andere aus sich herausgegliedert durch Verdichtung der einzelnen Teilchen, durch Verminderung der Spannung, durch Abnahme der Kontinuität, bis sie zuletzt auf dem physischen Plan den Punkt erreichte, an dem die Spannung fast verschwunden war, wo die einzelnen Teilchen die gröbsten waren, wo sie am weitesten voneinander entfernt waren, wo sie am wenigsten eigene Kraft hatten. Aber deshalb gerade ist der physische Plan derjenige, auf dem die Kräfte alle, bis zur Urkraft hinauf, in objektiven Gestalten zum Ausdruck kommen können. Je weniger eigene Kraft eine Substanz besitzt, desto abhängiger ist sie von anderen Kräften, desto leichter können andere Kräfte in ihr wirken. Der physische Plan — und besonders das Mineralreich — war dasjenige, wo die höheren Kräfte am leichtesten wirken und zum Ausdruck kommen konnten, weil sie dort am wenigsten eigene Kraft, am wenigsten Widerstand fanden. Die festen Substanzen des physischen Planes besitzen nur sehr wenig Spannkraft. Aber eine stärkere Spannkraft äußert sich auch im Physischen in dem Magnetismus, in der Elektrizität und in der Radioaktivität. Die Radioaktivität ist eine größere Spannkraft, die die physischen Atome auseinanderreißt, verfeinert und ihnen dadurch selbst größere Spannkraft verleiht, das Bestreben, ihre Umgebung auszufüllen, und darum findet die fortgesetzte Ausstrahlung so feiner Teilchen statt, dass eine Abnahme des Volumens des radioaktiven Körpers kaum zu bemerken ist. Der radioaktive Körper wird in eine Spannung versetzt, die über die Spannung des Flüssigen und des Luftförmigen hinausgeht. Es müssen also sehr feine Ätherströmungen diese Spannung bewirken.
[ 10 ] Während diese Urkraft und Ursubstanz alle Substanzen und Kräfte aus sich heraus hat hervorgehen lassen, so lebt sie auch andererseits in allem, was ist, und sie steigt herab bis zum physischen Plan, wo sie sich in den einzelnen Atomen konzentriert. Der physische Plan ist also von allen höheren Kräften ebenso durchtränkt, wie die Urkraft alle niederen Kräfte in sich enthält. Die Urkraft, welche alles umfasst, hat alles andere aus sich herausgegliedert durch Verdichtung der einzelnen Teilchen, durch Verminderung der Spannung, durch Abnahme der Kontinuität, bis sie zuletzt auf dem physischen Plan den Punkt erreichte, an dem die Spannung fast verschwunden war, wo die einzelnen Teilchen die gröbsten waren, wo sie am weitesten voneinander entfernt waren, wo sie am wenigsten eigene Kraft hatten. Aber deshalb gerade ist der physische Plan derjenige, auf dem die Kräfte alle, bis zur Urkraft hinauf, in objektiven Gestalten zum Ausdruck kommen können. Je weniger eigene Kraft eine Substanz besitzt, desto abhängiger ist sie von anderen Kräften, desto leichter können andere Kräfte in ihr wirken. Der physische Plan — und besonders das Mineralreich — war dasjenige, wo die höheren Kräfte am leichtesten wirken und zum Ausdruck kommen konnten, weil sie dort am wenigsten eigene Kraft, am wenigsten Widerstand fanden. Die festen Substanzen des physischen Planes besitzen nur sehr wenig Spannkraft. Aber eine stärkere Spannkraft äußert sich auch im Physischen in dem Magnetismus, in der Elektrizität und in der Radioaktivität. Die Radioaktivität ist eine größere Spannkraft, die die physischen Atome auseinanderreißt, verfeinert und ihnen dadurch selbst größere Spannkraft verleiht, das Bestreben, ihre Umgebung auszufüllen, und darum findet die fortgesetzte Ausstrahlung so feiner Teilchen statt, dass eine Abnahme des Volumens des radioaktiven Körpers kaum zu bemerken ist. Der radioaktive Körper wird in eine Spannung versetzt, die über die Spannung des Flüssigen und des Luftförmigen hinausgeht. Es müssen also sehr feine Ätherströmungen diese Spannung bewirken.
[ 11 ] Beim Magnetismus beobachten wir auch Vergrößerung der Spannkraft in der Weise, dass von dem in solcher Spannung befindlichen Magneteisen feste Eisenteilchen und dergleichen angezogen werden. Durch die Spannkraft des einen Magnetes wird die Spannkraft in verwandten Substanzen angeregt und dadurch die Schwere überwunden. Schwere ist der Mangel an eigener Spannkraft. Luft ist weniger schwer als Wasser und das Feste, weil sie selbst größere Spannkraft hat. Tritt irgendwo im Festen größere Spannkraft auf, so wird die Schwere überwunden, wie bei der Anziehung des sonst schweren Eisens durch den Magnet.
[ 11 ] Beim Magnetismus beobachten wir auch Vergrößerung der Spannkraft in der Weise, dass von dem in solcher Spannung befindlichen Magneteisen feste Eisenteilchen und dergleichen angezogen werden. Durch die Spannkraft des einen Magnetes wird die Spannkraft in verwandten Substanzen angeregt und dadurch die Schwere überwunden. Schwere ist der Mangel an eigener Spannkraft. Luft ist weniger schwer als Wasser und das Feste, weil sie selbst größere Spannkraft hat. Tritt irgendwo im Festen größere Spannkraft auf, so wird die Schwere überwunden, wie bei der Anziehung des sonst schweren Eisens durch den Magnet.
[ 12 ] Elektrizität ist auch die Äußerung einer in größerer Spannung befindlichen Kraft, einer Substanz, deren einzelne Teilchen sich viel näher liegen als die Teilchen auch des Luftförmigen. Sie ist ein Ausdruck der Spannkraft und der Kontinuität einer viel feineren Substanz, welche alles Physische durchdringt. Weil diese Substanz so viel größere Spannung besitzt, hat sie so viel mehr Kraft und ist auch in der Weise kontinuierlich, dass es keiner anderen Verbindung bedarf. Es muss einmal die Zeit kommen, wo man in der Weise sich dieser größeren Kraft, die in der feineren, kontinuierlicheren Substanz liegt, bedienen kann, dass zu ihrer Vermittlung alle festen Substanzen als überflüssig angesehen werden. Wenn wir Elektrizität jetzt noch durch Drähte leiten, so liegt das daran, dass wir die feinere Substanz noch nicht direkt zu beeinflussen und die größere Kraft noch nicht hervorzurufen wissen, sondern nur indirekt durch andere Substanzen, in denen sie am leichtesten zu erwecken ist. Keely muss es verstanden haben, diese feinere Substanz und größere Kraft sozusagen in ihrem eigenen Hause aufzusuchen, das heißt sich mit dieser Kraft direkt in Verbindung zu setzen, während die anderen nur auf Umwegen und durch Vermittlung zu ihr gelangen und sie zur Wirkung reizen. Die Benutzung der drahtlosen Telegraphie ist eine Annäherung an die eigentliche, ohne die vermittelnden Medien anderer Substanzen.
[ 12 ] Elektrizität ist auch die Äußerung einer in größerer Spannung befindlichen Kraft, einer Substanz, deren einzelne Teilchen sich viel näher liegen als die Teilchen auch des Luftförmigen. Sie ist ein Ausdruck der Spannkraft und der Kontinuität einer viel feineren Substanz, welche alles Physische durchdringt. Weil diese Substanz so viel größere Spannung besitzt, hat sie so viel mehr Kraft und ist auch in der Weise kontinuierlich, dass es keiner anderen Verbindung bedarf. Es muss einmal die Zeit kommen, wo man in der Weise sich dieser größeren Kraft, die in der feineren, kontinuierlicheren Substanz liegt, bedienen kann, dass zu ihrer Vermittlung alle festen Substanzen als überflüssig angesehen werden. Wenn wir Elektrizität jetzt noch durch Drähte leiten, so liegt das daran, dass wir die feinere Substanz noch nicht direkt zu beeinflussen und die größere Kraft noch nicht hervorzurufen wissen, sondern nur indirekt durch andere Substanzen, in denen sie am leichtesten zu erwecken ist. Keely muss es verstanden haben, diese feinere Substanz und größere Kraft sozusagen in ihrem eigenen Hause aufzusuchen, das heißt sich mit dieser Kraft direkt in Verbindung zu setzen, während die anderen nur auf Umwegen und durch Vermittlung zu ihr gelangen und sie zur Wirkung reizen. Die Benutzung der drahtlosen Telegraphie ist eine Annäherung an die eigentliche, ohne die vermittelnden Medien anderer Substanzen.
[ 13 ] Damit der Mensch mit den feineren Kräften operieren kann, muss er sich selbst verfeinern. Er muss die gröberen Kräfte immer mehr den feineren anpassen. Durch die Verfeinerung des physischen Körpers konnte die menschliche Seele immer mehr darin zum Ausdruck kommen. Durch Verfeinerung der Seele konnte der Geist sich immer mehr mit der Seele verbinden. Diese Verfeinerung der Substanzen verwandelt die Substanz selbst in die Kraft, welche darin wirkt. Der Abstieg der kosmischen Entwicklung war das Umwandeln der Kraft in immer dichtere Substanzen, durch Kraftverringerung, Abnahme der Spannung und der Kontinuität. Der Aufstieg des Menschen, welcher ein Keim der kosmischen Kräfte ist, besteht in der Verwandlung der Substanzen in Kräfte, durch Verfeinerung der Substanzen, durch Verstärkung der Spannung, durch Zunahme der Kontinuität. Wie die physische Substanz jetzt ist, ist sie nicht kontinuierlich; so ist auch die Seele des Menschen noch nicht kontinuierlich und sein Bewusstsein auch nicht.
[ 13 ] Damit der Mensch mit den feineren Kräften operieren kann, muss er sich selbst verfeinern. Er muss die gröberen Kräfte immer mehr den feineren anpassen. Durch die Verfeinerung des physischen Körpers konnte die menschliche Seele immer mehr darin zum Ausdruck kommen. Durch Verfeinerung der Seele konnte der Geist sich immer mehr mit der Seele verbinden. Diese Verfeinerung der Substanzen verwandelt die Substanz selbst in die Kraft, welche darin wirkt. Der Abstieg der kosmischen Entwicklung war das Umwandeln der Kraft in immer dichtere Substanzen, durch Kraftverringerung, Abnahme der Spannung und der Kontinuität. Der Aufstieg des Menschen, welcher ein Keim der kosmischen Kräfte ist, besteht in der Verwandlung der Substanzen in Kräfte, durch Verfeinerung der Substanzen, durch Verstärkung der Spannung, durch Zunahme der Kontinuität. Wie die physische Substanz jetzt ist, ist sie nicht kontinuierlich; so ist auch die Seele des Menschen noch nicht kontinuierlich und sein Bewusstsein auch nicht.
[ 14 ] Wenn der Mensch seine physische Substanz verfeinert, so wandelt er diese Substanz in Kraft um; wenn er seine Seelensubstanz verfeinert, so wird diese auch in Kraft umgewandelt; sie nähert sich immer mehr der geistigen Substanz, welche in ihr als Kraft wirkt. Die Verfeinerung der Seelensubstanz wird bewirkt durch Läuterung und Umwandlung der Leidenschaft, des kamischen Feuers im Menschen. Die Leidenschaft muss vergeistigt werden, wie das Feuer durch Umwandlung in feinere Substanzen in Licht verwandelt wird. Indem die noch höhere Substanz, der göttliche Geist, als Kraft in der Seele wirkt, wird die Seelensubstanz umgewandelt, eine Stufe höher gehoben; ihre Spannungkraft wird verstärkt; sie wird kontinuierlicher, und deshalb werden auch ihre Äußerungen als Kräfte kontinuierlicher. Das Seelenleben verläuft in größeren Linien; es wird rhythmischer, und darum kann auch das Bewusstsein rhythmischer verlaufen, kontinuierlicher werden. Weil die Seelensubstanz der Geistessubstanz ähnlicher geworden ist, kann auch die höhere Kraft, welche sich als Bewusstsein in den verschiedenen Substanzen des Menschen äußert, ununterbrochen von einer Substanz zur andern übergehen, während das nicht möglich ist, solange so große Differenzen zwischen der Seele des Menschen und dem göttlichen Geiste in ihm vorhanden sind, dass das Bewusstsein nur mit Unterbrechung und unrhythmisch von einer höheren Sphäre in die niedere herabsteigen oder umgekehrt, hinaufsteigen kann. So bildet die verfeinerte, umgewandelte Substanz einer Daseinssphäre die Brücke, das Band zur nächsten höheren Substanz. Unser ganzer Aufstieg in höhere Welten ist uns in die Hand gegeben; wir erreichen ihn durch die Läuterung, welche Substanz in Kraft umwandelt, so wie unser Abstieg erfolgt ist durch Umwandlung von Kraft in Substanz. Die Kraft, welche wir uns selbst erringen, durch diese Umwandlung der Substanz, die befähigt uns dann, mit allen verwandten Teilen dieser Kraft in Verbindung zu treten. Wandeln wir unsere Seelensubstanz in höhere Kraft um, so werden wir befähigt, vermittels der errungenen Seelenkraft den Zugang zu finden zu allen Seelenkräften der Welt. Wandeln wir unsere niederen Gedanken in höheres Gedankenleben um, so strömen uns die Weltengedanken zu. Wandeln wir unsere Lebenskraft in ein höheres, reineres, selbstloses Leben um, so treten wir in Verbindung mit dem höheren Weltenleben. Wir können dies, weil in uns alle Kräfte und alle Substanzen zusammengeströmt sind, um uns aufzubauen. Wir leben und ruhen in der Urkraft und Ursubstanz und in allem, was diese aus sich heraus hat an Substanzen und Kräften erstehen lassen. Und in jedem Atom unseres physischen Leibes ist ein Zusammenströmen aller kosmischen Kräfte. Und jedes Atom unseres physischen Leibes ist umgeben und durchströmt von allen kosmischen Substanzen. Es gibt daher für den Menschen nichts, was er nicht einmal erreichen könnte. Die Mittel sind ihm zu allem in die Hand gegeben in dem Aufbau seines ganzen Wesens; die Kraft ist in ihn hineinversenkt durch die Urkraft selbst. Zum ersten Mal kommt dem Menschen dies zum Bewusstsein, wenn sein Ich erwacht, nach der ersten Berührung der Urkraft, mit der aus ihr heraus gebildeten, kraftlosesten festen Substanz. Von da an konnte die Urkraft anfangen, durch die einzelnen Menschenegos hindurchzuarbeiten in die feste Materie. Durch die Menschenindividualitäten hat dann die äußere Umgestaltung des Kosmos begonnen. Sie arbeiten die feste Gestalt der Erde um durch die Eingebungen der göttlichen Geisteskraft in ihnen. In der Natur um uns her sollen wir die Gesetze erkennen, nach denen alles entsteht und sich entwickelt, und nach diesen Gesetzen soll auch der Mensch bewusst in dem Ganzen mitwirken. Die Substanzen zur Entwicklung hat er alle in sich in jedem Atom, die Kraft ist in ihn hineinversenkt und verbunden ist er auf ewig mit der Urkraft; die Gesetze, nach denen diese Kraft in ihm mit seinen ihm verliehenen Substanzen wirken soll, erkennt er in den Reichen der Natur um sich her. Er ist zum Herrschen berufen in diesen Reichen der Natur; aber um in ihnen mit all seinen Kräften wirken zu können, muss er erst der Herrscher werden über seine Kräfte. Nachdem er alles, was in ihm ist, eingeordnet hat und eingefügt in den Rhythmus der Urkraft, kann er auch die ganze Umwelt verwandeln helfen und in immer größere Harmonie überleiten.
[ 14 ] Wenn der Mensch seine physische Substanz verfeinert, so wandelt er diese Substanz in Kraft um; wenn er seine Seelensubstanz verfeinert, so wird diese auch in Kraft umgewandelt; sie nähert sich immer mehr der geistigen Substanz, welche in ihr als Kraft wirkt. Die Verfeinerung der Seelensubstanz wird bewirkt durch Läuterung und Umwandlung der Leidenschaft, des kamischen Feuers im Menschen. Die Leidenschaft muss vergeistigt werden, wie das Feuer durch Umwandlung in feinere Substanzen in Licht verwandelt wird. Indem die noch höhere Substanz, der göttliche Geist, als Kraft in der Seele wirkt, wird die Seelensubstanz umgewandelt, eine Stufe höher gehoben; ihre Spannungkraft wird verstärkt; sie wird kontinuierlicher, und deshalb werden auch ihre Äußerungen als Kräfte kontinuierlicher. Das Seelenleben verläuft in größeren Linien; es wird rhythmischer, und darum kann auch das Bewusstsein rhythmischer verlaufen, kontinuierlicher werden. Weil die Seelensubstanz der Geistessubstanz ähnlicher geworden ist, kann auch die höhere Kraft, welche sich als Bewusstsein in den verschiedenen Substanzen des Menschen äußert, ununterbrochen von einer Substanz zur andern übergehen, während das nicht möglich ist, solange so große Differenzen zwischen der Seele des Menschen und dem göttlichen Geiste in ihm vorhanden sind, dass das Bewusstsein nur mit Unterbrechung und unrhythmisch von einer höheren Sphäre in die niedere herabsteigen oder umgekehrt, hinaufsteigen kann. So bildet die verfeinerte, umgewandelte Substanz einer Daseinssphäre die Brücke, das Band zur nächsten höheren Substanz. Unser ganzer Aufstieg in höhere Welten ist uns in die Hand gegeben; wir erreichen ihn durch die Läuterung, welche Substanz in Kraft umwandelt, so wie unser Abstieg erfolgt ist durch Umwandlung von Kraft in Substanz. Die Kraft, welche wir uns selbst erringen, durch diese Umwandlung der Substanz, die befähigt uns dann, mit allen verwandten Teilen dieser Kraft in Verbindung zu treten. Wandeln wir unsere Seelensubstanz in höhere Kraft um, so werden wir befähigt, vermittels der errungenen Seelenkraft den Zugang zu finden zu allen Seelenkräften der Welt. Wandeln wir unsere niederen Gedanken in höheres Gedankenleben um, so strömen uns die Weltengedanken zu. Wandeln wir unsere Lebenskraft in ein höheres, reineres, selbstloses Leben um, so treten wir in Verbindung mit dem höheren Weltenleben. Wir können dies, weil in uns alle Kräfte und alle Substanzen zusammengeströmt sind, um uns aufzubauen. Wir leben und ruhen in der Urkraft und Ursubstanz und in allem, was diese aus sich heraus hat an Substanzen und Kräften erstehen lassen. Und in jedem Atom unseres physischen Leibes ist ein Zusammenströmen aller kosmischen Kräfte. Und jedes Atom unseres physischen Leibes ist umgeben und durchströmt von allen kosmischen Substanzen. Es gibt daher für den Menschen nichts, was er nicht einmal erreichen könnte. Die Mittel sind ihm zu allem in die Hand gegeben in dem Aufbau seines ganzen Wesens; die Kraft ist in ihn hineinversenkt durch die Urkraft selbst. Zum ersten Mal kommt dem Menschen dies zum Bewusstsein, wenn sein Ich erwacht, nach der ersten Berührung der Urkraft, mit der aus ihr heraus gebildeten, kraftlosesten festen Substanz. Von da an konnte die Urkraft anfangen, durch die einzelnen Menschenegos hindurchzuarbeiten in die feste Materie. Durch die Menschenindividualitäten hat dann die äußere Umgestaltung des Kosmos begonnen. Sie arbeiten die feste Gestalt der Erde um durch die Eingebungen der göttlichen Geisteskraft in ihnen. In der Natur um uns her sollen wir die Gesetze erkennen, nach denen alles entsteht und sich entwickelt, und nach diesen Gesetzen soll auch der Mensch bewusst in dem Ganzen mitwirken. Die Substanzen zur Entwicklung hat er alle in sich in jedem Atom, die Kraft ist in ihn hineinversenkt und verbunden ist er auf ewig mit der Urkraft; die Gesetze, nach denen diese Kraft in ihm mit seinen ihm verliehenen Substanzen wirken soll, erkennt er in den Reichen der Natur um sich her. Er ist zum Herrschen berufen in diesen Reichen der Natur; aber um in ihnen mit all seinen Kräften wirken zu können, muss er erst der Herrscher werden über seine Kräfte. Nachdem er alles, was in ihm ist, eingeordnet hat und eingefügt in den Rhythmus der Urkraft, kann er auch die ganze Umwelt verwandeln helfen und in immer größere Harmonie überleiten.
