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The Rudolf Steiner Archive

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Kosmologie und menschliche Evolution
Mensch, Natur und Kosmos
GA 91

9 August 1905, Haubinda

12. Elementarwesen

[ 1 ] Seinem physischen Körper nach hat der Mensch drei Elementarreiche und das Mineralreich in sich. Nun wollen wir heute den Menschen mitten in die Natur hineinstellen. Der physische Körper hat seine erste Entstehung gehabt auf dem Saturn. Von höheren Mächten wurde diese Substanz des physischen Körpers ausgegossen. Es war also etwas da vor dem Saturn. Dieses Göttliche hat die Materie ausgegossen, die heute die dichteste ist. Was wir «Erde» nennen, ist für den Okkultisten gesprochen einfach die dichteste Materie. «Erde ist draußen und im menschlichen Körper. Zur Erde gehört alles Feste, also auch ein Kristall. Materie ist die Summe alles Festen. Im Menschen ist wenig Erde, das, was übrig bleibt, wenn man den Leichnam verbrennt. Wenn Sie sich die Asche in der Urne für sich denken, haben Sie das vom Menschen, was auf dem Saturn im ersten Elementarreich ausgegossen worden ist.

[ 2 ] Wie kommt es, dass die Erde draußen anders aussieht als die, die den menschlichen Körper bildet? Weil auf der Sonne der Ätherkörper hinzugekommen ist, und, soweit sie zum Menschen gehört, die Erde umformte. Auf dem Saturn war Erde nicht locker, sondern durch und durch zur Inkarnation verwendet zu den Menschen und zu den Wesen, die sich neben ihm inkarnierten und die heute noch ein Saturndasein haben. Es sind die Gnomen, die Geister der Erde. Auf dem Saturn hat es kein Wasser gegeben; das kam auf der Sonne, und der Mensch bildete seinen Äthcrkörpcr, der in der Lage war, seinen früheren Erdenkörper aufzunehmen und ihn nach dem Ätherkörper zu formen.

[ 3 ] In den Knotenpunkten des Netzes lagen die einzelnen Körnchen. Dieser Netzkörper war geeignet, Wasser aus- und einzuziehen. Im Wasser inkarnierten sich die eigentlichen Sonnenwesen — Undinen. Dadurch, dass die Erde, welche leben konnte, von den Menschen weggenommen wurde den Gnomen, ist diesen ein gewisser Einfluss auf den physischen Körper des Menschen gegeben; sie sind von ihm ins Astralreich hinausgedrängt. Auf dem Mond tritt zum Ätherkörper der Astralkörper hinzu; dadurch durchsetzt der Mensch den ganzen Körper mit Wasser. Es entsteht eine Mischung von Erde mit Wasser, etwas, was an Eiweiß erinnert, Geleemasse, wie Quallen, darin aufgelöst die früheren Erdenkörner im Wasser; und einziehen und ausstoßen konnte der Mensch jetzt die Luft. In der Luft inkarnierten sich die Sylphen.

[ 4 ] Nun kam die Wesenheit auf die Erde hinüber, hinzu kam das Feuer. Der Mensch erhielt außer seinem Astralkörper noch sein Ich. Das bedeutet für den Menschen, dass er seine drei Körper noch höher organisiert. Der Leib besteht heute aus Erde, Wasser, Luft. Dadurch, dass der Mensch Luft, in die man sich inkarnieren [kann], aufgesogen hat, hat er sie den Sylphen entzogen und sie hinausgestoßen. Feuer hat er bis zur lemurischen Zeit geatmet. Feuer ist Wärme. Der Mensch hatte die Wärme seiner Umgebung, und draußen lebten die Salamander als die eigentlich im Feuer Inkarnierten. Sie sind die letzten Wesen dieser Art, deren Materie der Mensch sich aneignete.

[ 5 ] Im Mittelalter liegt diese Theorie noch drin. Indem sich der Mensch das Feuer angeeignet hat, war es, dass sein Ich ins KamaManas stieg.

[ 6 ] Wir haben jetzt den Körper mit einer fünften Anlage ausgebildet, daher das Pentagramm.

[ 7 ] Es besteht zunächst aus dem Festen; die Aschenbestandteile bilden die Grundlage für sein Knochensystem. Dann auf der Sonne das Wässrige, das die Weichteile des Menschen ausbildet, Knorpel und Muskelsystem. Drittens auf dem Mond das Atmungssystem mit der Lunge. Viertens das Herzsystem, Erzeugen der Wärme durch das Herz, und seit der lemurischen Zeit Nervensystem, Sinne.

[ 8 ] Wenn sich über dies Vierte hinaus ein neues Glied anschließt, geht eine gewaltige Veränderung vor sich. Seit der lemurischen Zeit ist der Mensch in doppelter Weise von der Erde abhängig: erstens aufgebaut, zweitens unterhalten durch die Nahrung, die er aufnimmt und abgibt. Der Körper ist überreif; er kann nicht aus sich selbst erhalten werden und muss alle sieben Jahre erneuert werden. Der menschliche Leib macht also alle sieben Jahre eine Inkarnation durch.

[ 9 ] Das sind die Dinge, die Ihnen zeigen, wie der Mensch drinnensteht in einer großen universellen Welt, umgeben nicht nur vom Tier-, Pflanzen-, Mineralreich, [sondern auch von] den Wesen, die er herausgestoßen hat in höhere Reiche. Der Physiker nennt sie Kräfte. Man muss die Wesen erkennen, die dazugehören. Der größere Aberglaube ist, nichts zu geben auf Mythologie. Sie ist eine uralte Wissenschaft, der Ausdruck für uralte geistige Erfahrungen.

[ 10 ] Paracelsus wusste: Wenn dieser Saft im Menschen krank ist, gehört der Saft dieser Pflanze, um den Ausgleich zu bewirken.