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The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

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The Occult Truths of Old Myths and Legends
GA 92

21 October 1904, Berlin

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9. Die Siegfried-Sage

3. The Sigfried Saga

[ 1 ] Suchen wir uns eine lebendige Anschauung zu bilden über das Entstehen der nordischen Sagenwelt, so ist besonders wichtig der Zeitraum, der vor dem ersten christlichen Jahrhundert liegt und danach. Damals waren die nördlichen Gegenden Europas in einem Zustande der Erwartung. Das Ereignis, dessen Wirkung sich über Europa ausbreiten sollte, der Niederstieg des göttlichen Vatergeistes bis in einen physischen Menschen hinein, war den Initiierten der nordischen Völker bekannt; das wurde auch in den Mysterien erzählt.

[ 1 ] In order to acquire a right understanding of the Siegfried saga we must first find its place in the great cosmic happenings in the world.

[ 2 ] In den alten Druiden-Mysterien im Norden wurden ähnliche Initiationen vollzogen wie bei andern aufsteigenden Völkern der damaligen Zeit. Ein Unterschied ist aber hervorzuheben zwischen dem, was sich im Norden vorbereitete und dem, was in andern Gegenden geschah. Um uns eine begriffliche Anschauung davon zu bilden, müssen wir einen Blick zurückwerfen auf die Entstehung der menschlichen Rassen auf den allmählich zu menschlichen Wohnstätten sich herausgestaltenden Gebieten der Erde. Von einer physisch bewohnbaren Erde können wir erst sprechen seit der lemurischen Wurzelrasse. Aber eine Äthererde ging dieser lemurischen Zeit voran, an welche die Sagen über das Paradies anknüpfen, ebenso die Sagen der verschiedenen Völker des südlichen und nördlichen Erdkreises. Sie sind dasjenige, was den Weisheitschatz der Mysterien bildet. Die Schulung in den Mysterien bestand darin, daß sie, dem Auffassungsgrade der Menschen gemäß, ihnen stufenweise dasjenige enthüllten, was die menschlichen Seelen imstande waren aufzunehmen und zu verarbeiten. Man kann also vom gemeinsamen Ursprung der Mysterien sprechen, der in der imaginativen und inspirierten Erkenntnis ihrer sie leitenden Lehrer liegt und von der dadurch gegebenen Einheit der Lehren, aber auch von deren Verschiedenheit, die durch die Zeitenläufe und die geographische und menschliche Umgebung gegeben ist. Sie waren geschützt durch die strengste Schweigepflicht, da durch Unreife Böses statt Gutes entstehen mußte, und auf dem Verrat der Mysterien an unreife Menschen stand Todesstrafe.

[ 2 ] Not translated

[ 3 ] Doch lassen wir jetzt einige Streiflichter auf dasjenige fallen, was als gemeinsame Richtlinien zugrundelag den alten atlantischen Mysterien, die sich aus den Orakelstätten heraus zu Einweihungsschulen gestalteten. Auf neuplatonische Quellen und auf Plotin sich stützend, hat die theosophische Literatur ihre chronologischen Untersuchungen an die Annahme geknüpft, daß mit Sokrates der geschichtliche Augenblick gegeben war, in dem die früher von göttlichen Wesenheiten inspirierte und den Menschen als Werkzeug benutzende Weisheit sich in den Menschen, den Anthropos, hinuntersenkte und allmählich sein Gut, seine Aufgabe, seine Pflicht wurde. Sokrates mußte noch den Tod dafür erleiden, daß er Wahrheiten aus den Mysterien seinen Schülern vermittelte. Er nahm den über ihn verhängten Tod willig und bewußt auf sich. Aber die Metamorphosierung dieses Gedankens des bewußt erlebten Todes, der erst zum wahren Leben führt, sollte erst in den nordischen Völkern zur Reife gelangen, die langsam und allmählich dafür vorbereitet wurden durch dasjenige, was in ihren eigenen Mysterien lebte, und die durch eine lange Wartezeit hindurch zu einer größeren Reife ihres Seelenorganismus geführt wurden. Buddha wurde aus seiner Religionsgemeinschaft ausgestoßen, weil er hinausging, von Ort zu Ort wanderte und den Menschen die Lehre brachte von der Befreiung durch den Tod. Das war eine Mysterienwahrheit, die noch nicht gelehrt werden durfte. Sie durfte nur in einer fernab liegenden Zeit zur Geltung kommen und konnte jetzt nur in einzelnen Feuerseelen, diese ferne Zeit vorbereitend, leben. Ihre Erfüllung sollte sie erst finden durch das Christentum. Doch bis zu dieser Zeit ihrer Erfüllung mußten gewisse Völkerschaften durch ihre Mysterien eine Erziehung erhalten, die sie als Volkssubstanz für die fernab liegenden Aufgaben der Menschheitszivilisation prädestinierten.

[ 3 ] Not translated

[ 4 ] Vor uns gab es vier Wurzelrassen; wir stehen in der fünften Wurzelrasse, der nachatlantischen. Die Bezeichnungen, die man den ersten Unterrassen - Kulturepochen - dieser nachatlantischen Zeit gab, kann man in der deutschen Sprache annähernd mit den Worten übersetzen: die Unterrassen des Geistes, der Flamme und der Sterne. Der ersten Unterrasse, der Rasse des Geistes, wurde zuerst der Gehalt der fünften Wurzelrasse in geistiger Form durch den Manu gegeben; sie umfaßt das indische Volk. Die zweite Unterrasse ist die Rasse der Flamme, welcher Zarathustra ein Religionsbekenntnis gegeben hat. Die dritte Unterrasse war die Rasse der Sterne, die der Chaldäer, Babylonier, Assyrer, aus der später die israelitische Tradition hervorgegangen ist. Die griechisch-lateinischen Völker, die im Griechentum und Römertum ihre hauptsächlichen ersten Repräsentanten hatten, wurden die vierte Unterrasse. Es ist diejenige, in welcher das Christentum zuerst Wurzel gefaßt hat in Kleinasien, Griechenland und Rom. Sie war bestimmt, am stärksten vom Christentum beeinflußt zu werden, aber erfassen konnte sie seine über menschliches Begriffsvermögen hinausgehende Bedeutung noch nicht. Dazu war eine lange Vorbereitung notwendig. Diese war schon gegeben durch die in den nordischen Mysterien herausgestaltete Sagenwelt, die in Liedern und Epen weiterlebte, durch Rhapsoden von Land zu Land getragen wurde und zur religiösen Innigkeit sich steigerte.

[ 4 ] Before our present root-race there were four others; we are in the fifth. The first sub-race of the present race consists of the Indian folk; we call this the Spirit-race, because the import of the fifth race was first given by the Manu in its spiritual form to this sub-race. The second sub-race we call the Flame-race, the race to which Zarathustra gave a religion. The third sub-race was the star-race, the race of the Chaldeans, Babylonians, Assyrians, from which later sprang the Israelite tradition. The race of the Greek and Roman peoples, whose first representatives are mainly to be found in Greece and Rome, became the fourth sub-race. It is the one in which Christianity first took root, in Asia Minor, Greece and Rome. But it is our fifth sub-race which was to be the most strongly influenced by Christianity and was to carry it over into the sixth.

[ 5 ] Unsere fünfte Unterrasse hat das am Beginn unserer Zeitrechnung begründete Christentum überliefert erhalten. Einige Jahrhunderte aber, bevor das Christentum in die nördlichen Gegenden gebracht worden ist, und auch in älteren Zeiten, bestanden die alten Druiden-Einweihungen. Diese hielten ungefähr so lange stand, bis man ganz genau wußte, daß jetzt die Abenddämmerung dieser vorbereitenden keltischen Kultur eingetreten war. Sie müssen sich vorstellen, daß alle die Einflüsse, die über andere Völker gezogen waren, nicht in diese nördlichen Gegenden gekommen sind. Alle die Strömungen, welche zu der Rasse der Flamme und der Rasse der Sterne gehörten, waren nicht bis zu den nordischen Gegenden vorgedrungen. Im Norden war noch etwas übriggeblieben von den Überresten der atlantischen Kultur, die durch Initiierte herübergetragen worden war. Wotan war der Initiierte der nordischen Völkerschaften, der die Elemente der atlantischen Kultur in diese Gegenden herübergebracht hatte.

[ 5 ] Christianity came to our fifth sub-race as a tradition, after the beginning of the Christian era. But before this, for some centuries before Christianity was introduced into these regions, and even earlier, ancient Druid initiations were in existence. These were maintained until it became quite obvious that the evening of these preparatory Celtic races had come. You must understand that all the streams I have named do not reach the northern world. None of the currents which passed over the Flame-race, the Star-race, the Greco-Roman race, got as far as the northern regions. In the north there still remained something from the culture of Atlantis which had been brought over by Atlantean initiates. Wotan was an initiate of the northern peoples. He is none other than the bearer of the elements of Atlantean culture into these parts.

[ 6 ] In diesen nordischen Gegenden war überall die Druiden-Einweihung in Geltung. Ich habe bereits erzählt, daß einer der Begründer, man kann sagen der hauptsächlichste Begründer dieser Einweihungsstätten, Sig oder Sigge hieß. Und hier in diesen nordischen Gegenden geschah etwas ähnliches, wie es später in Palästina zur Begründung des Christentums geschah: Sig gab seinen Leib ab und stellte ihn zur Verfügung einer höheren Individualität. Daher ist der verwandelte Sig später Odin genannt worden; dieser war der höchste Initiierte der nordischen Mysterien; Odin war der Träger der geistigen Kultur in dieser Zeit. Sig war also im Norden der Chela, der dem höheren, geistigeren Odin seinen Leib zur Verfügung gestellt hat. Er lebte selbst später als initiierter Meister weiter. Sig ist ein ganz besonderer Fall. Er konnte nicht eine Bewegung einleiten, wie es etwa der Meister Jesus tat, nachdem das Christentum begründet war. Sig muß ja diese nordische Kultur, die sich hier geltend gemacht hatte, zum Untergang führen. Er ist berufen, die nordischen Völker so lange zu führen, bis vom Süden her durch die vierte Unterrasse der fünften Wurzelrasse das Christentum zu ihnen kam. Der alte Chela Sig ist derjenige, der die nordischen Völker in den tragischen Untergang hineinführen mußte. Daher heißt er auch Sigurd, das heißt derjenige, der in die Vergangenheit führt. Urd ist die Norne der Vergangenheit. Fried bedeutet dasselbe, das, was zum Frieden führt, das heißt zum Tode, zum Untergang. Dies ist noch erhalten in dem Wort Friedhof: dasjenige, was zum Tode geführt worden ist. Derselbe Chela, der dem großen Initiierten den Weg gebahnt hat, soll die nordische Kultur zum Untergang führen. Ihr geistiger Inhalt geht unter und wird durch das herankommende Christentum ersetzt. Das, was ich jetzt gesagt habe, ist ein prophetischer Inhalt, der in den späteren Mysterien der nordischen Völker vielfach so beschrieben wurde: Wir müssen ein Stamm sein, der zum Frieden geführt wird - das ist der Klang, der aus den verschiedenen Mysterien in diesen nordischen Völkern herausspricht. Der ganze zukünftige Vorgang, der in den Schriften seit uralten Zeiten aufgezeichnet war, wurde als Vorhersagung in den nordischen Mysterien verkündigt, und aus diesen Vorhersagungen ist das entstanden, was später zum Inhalt des Nibelungenliedes und der Siegfried-Sage wurde. Im zweiten Teil des Nibelungenliedes ist der Abschluß des Karmas der Nibelungen gegeben.

[ 6 ] Everywhere in these northern regions the Druid initiation was still practised. I have already said that one of its founders, one can say its chief founder, was named Sieg. And in these northern parts something happened rather like what happened later in Palestine at the Foundation of Christianity. Sieg renounced his body and placed it at the disposal of a higher individuality. Hence later the transformed Sieg was named Odin. Odin is the highest initiate of the northern Mysteries. He is the bearer of the spiritual culture of that time. Sieg therefore was the Chela of the north who placed his body at the disposal of the higher, more spiritual Odin. He himself lived later as an initiate Master. Sieg is a quite special case. He is not able to introduce a movement as the Master Jesus 1The Master Jesus is described by Rudolf Steiner as a being who sees through history as the guide of the Christian spiritual stream, with relatively short intervals between each death and rebirth. He is not to be confused with Jesus of Nazareth. See also Lecture 7 of Rudolf Steiner's Course on the Luke Gospel. did after the foundation of Christianity. Sieg had to lead this northern culture to its downfall. He is called upon to guide the northern peoples until the fifth sub-race of the fifth root-race reached them from the south. The ancient Chela Sieg is the one who had to lead the northern peoples into tragedy. Hence he is also called Sieg-urt, which means, “he who leads into the past.” ‘Fried’ is the same word; it means, “that which leads to death, to destruction.” It is still found in the word ‘Friedhof,’ (graveyard). The very same Chela who had paved the way for the great initiate who is to lead the northern culture to its downfall. Its spiritual content declines and is replaced by the rising Christianity. What I am now saying is a prophetic augury which found expression everywhere in the later northern Mysteries. “We have to be a race that is led to its death”. That is the note which sounds forth in the various Mysteries of these northern peoples. The whole of the future event, which had been indicated in the scriptures since primeval times, and which was to take place in the future, was predicted in the northern Mysteries, and through this prediction arose what later became the content of the Nibelungenlied. The second part of the Nibelungenlied gives us the fulfilment of the Nibelungs' karma.

[ 7 ] Eine Eigentümlichkeit muß ich erwähnen, die immer in einem solchen Fall in der Entwicklung der Menschheit eintritt: Bevor eine neue Phase Platz greift, muß die frühere Entwicklungsphase kurz wiederholt werden. Gerade hier im Norden stellt sich diese Wiederholung früherer Phasen deutlich dar. Es wird uns dargestellt, wie dasjenige, was hier im Norden durchgemacht worden ist seit der lemurischen und atlantischen Zeit, überwunden werden muß, bevor diese nordischen Völker reif werden, sich zur christianisierten fünften Unterrasse heraufzubilden. Derjenige, in dem die ganze Summe der Geschichte der nordischen Kultur lebt, das ist der Initiierte Siegfried. Lassen wir einmal kurz die hauptsächlichsten Punkte der Siegfried-Sage an uns vorüberziehen.

[ 7 ] I must draw attention to one feature which we always find in such a situation in human evolution. Before a new phase takes root the earlier phases of evolution have to undergo a brief repetition. This repetition is plainly to be seen in the north. We are shown how all that has been experienced here in the north since the time of Lemuria and Atlantis has to be overcome before these northern nations will become mature, will really develop up to the level of the Christianised fifth sub-race. He in whom all that lives is the initiate Siegfried. Let us briefly run through the salient points of the Siegfried saga.

[ 8 ] Zunächst wird uns das Leben der drei Helden Gunther, Hagen und Giselher am Hofe in Worms dargestellt. Wir hören weiter, wie der Held Siegfried für Gunther wirbt um Brünhilde. Wir hören, daß in Siegfried am Hofe in Worms eine außerordentliche Persönlichkeit erkannt wird. Das ist er auch, denn er ist unverwundbar, er hat den Besitzer des Nibelungenhortes getötet, er hat im Kampfe mit dem Drachen seinen Körper ganz hörnern gemacht, und er hat sich die Tarnkappe erobert. Er besitzt also zweierlei Eigenschaften, die die Initiierten der vorchristlichen Zeit immer zeigen: Sie sind unverwundbar, und sie sind unerkennbar. Sie sind unverwundbar durch ihre Einweihung. Im Evangelium heißt es: Drei sind es, die da zeugen: Blut, Wasser und Geist. - Blut und Wasser müssen besiegt werden. Was unverwundbar machte in den Zeiten, die dem Christentum vorhergingen, waren Blut und Wasser. Diese unverwundbaren Initiierten sind aber immer an einer Stelle verwundbar. Achilles stellt uns einen Initiierten der vorhergehenden Zeit dar. Er ist in den Styx getaucht worden und war an der Ferse verwundbar. Siegfried ist in das Blut des Drachen getaucht worden und ist zwischen den Schulterblättern verwundbar. Seinen eigentlichen Menschen kann der Eingeweihte dadurch unkenntlich machen, daß er die Tarnkappe besitzt; sie macht den Besitzer dieser höheren okkulten Fähigkeiten für die Außenwelt unbemerkbar. Diese okkulten Fähigkeiten haben die Besitzer des Nibelungenhortes gehabt. Sie stammten von der atlantischen Rasse ab, und insbesondere die Eingeweihten der atlantischen Wurzelrasse besaßen diese Fähigkeiten; sie waren aber auch bei den Eingeweihten der fünften Wurzelrasse und daher auch bei Siegfried vorhanden. Als Siegfried den Drachen erschlug, gelangte er in den Besitz des Nibelungenhortes. Was ist nun der Nibelungenhort? Darin ist ausgedrückt, daß die nordischen Völkerschaften sozusagen den Grund und Boden abgaben, aus dem die fünfte Unterrasse entstehen konnte. Man nennt die fünfte Unterrasse auch die Rasse der großen Erfindungen und Entdeckungen, die den ganzen physischen Plan erobert und im Besitz der äußeren Welt groß wird. Sie soll einerseits besitzen und andererseits dieses Besitztum zu Weisheit ausbilden. Im Nibelungenhort haben wir nichts anderes zu sehen als eine sprachliche Umbildung des alten Wortes Nifelheim, Nebelheim. Es ist also dasjenige, was man im Norden kannte als die physische Erde, die Erde im Augenblicke des Physischwerdens. Ein fester Besitz, das ist es, was diese vorbereitende Rasse um sich ausbreitet und dem Christentum entgegengestellt hat. Das Gold des Nibelungenhortes ist der irdische Besitz, der Repräsentant des irdischen Besitzes. Das ist etwas, was der Initiierte besitzt und was er auch besitzen darf, weil er in entsprechender Weise darüber wachen kann.

[ 8 ] To begin with, life at the Court in Worms revolves round three heroes: Gunther, Magen and Giselher. We are further told that the hero Siegfried is wooing Brunhild. At the same time we are told that Siegfried is acknowledged to be a personality out of the ordinary. This he certainly is, for he has slain the possessor of the Nibelung treasure; in the fight with the dragon he has made his body hard as horn; he has won the cloak of invisibility. Thus he has two qualities that are always shown by the initiates of pre-Christian times; they are invulnerable and they are unrecognisable. They are made invulnerable by something that has preceded Christianity, has preceded the spirit. In the Gospel it says: “And there are three that bear witness ... the Spirit, and the water, and the blood.” 2I John, V. 8. It is the blood which must be conquered, and it is the blood which made the heroes invulnerable in the times preceding Christianity. But these invulnerable initiates are always vulnerable in one spot. Achilles is an example of an initiate of these early times. He was plunged into the Styx and was vulnerable in his heel. Siegfried is bathed in the blood of the dragon and is vulnerable in the shoulder. The initiate can make himself unrecognisable to his own people. He can do that through the possession of the cloak of invisibility. It is this that makes the possessor of these higher occult faculties invisible to the outer world. The possessors of the Nibelung treasure had these faculties. They originated in Atlantis, Atlantean initiates in particular had them. But they were also retained by the initiates of the fifth race and hence by Siegfried. He came into possession of the Nibelung treasure. What is this treasure? It expresses the fact that the northern peoples supplied the basis upon which the fifth sub-race could arise. We also call the race the race of the great discoveries and inventions, the race that has conquered the entire physical plane and that waxes great amid the harsh difficulties of the external world. It has both to possess things, and to develop its possessions. We shall see that ‘Nibelungenhort’ (the treasure of the Nibelungs) is merely a modification of the old word ‘Nifelheim, Nebelheim’ (land of mist). This it is what in the north is recognized as the physical earth, the earth in the moment of becoming physical. It is a firmer hold on the physical that this race of forerunners propagated and opposed to Christianity. Nibelung treasure represents earthly property. It is something that the forerunner possesses, which it is permissible for him to possess, because he can guard it in a suitable way.

[ 9 ] Nun wissen Sie alle, wie die Siegfried-Sage weitergeht in dieser alten Gestalt. Es ist nicht die älteste Form der Sage, aber diejenige, die für uns in Betracht kommt. Bekanntlich wirbt dann Gunther um Brünhilde von Isenland. Siegfried besiegt Brünhilde zweimal. Gunther wirbt um sie, aber Siegfried kämpft unsichtbar, mit der Tarnkappe gewappnet, an der Seite Gunthers, und Brünhilde glaubt, daß ihr Freier Gunther sie besiegt hätte. Siegfried ist glücklich, daß sie Gunthers Gemahlin wird. Nun verrät Siegfrieds Gemahlin Kriemhilde in einem schwachen Augenblick der Brünhilde, daß in Wirklichkeit nicht Gunther, sondern Siegfried unsichtbar sie besiegt habe. Darüber entrüstet sich Brünhilde und faßt den Plan, Siegfried zu töten. Nun muß ihr aber erst noch verraten werden, wie er getötet werden kann. Sie gewinnt Hagen von Tronje, der am Hofe lebt, dafür.

[ 9 ] Now you all know how the Siegfried saga goes on in this old form. It is not the oldest form, but it is the one that concerns us. You know that Gunther woos Brunhild of Iceland. Twice Siegfried overcomes Brunhild, who believes that it is her suitor Gunther who has conquered her. Gunther woos her, but Siegfried in the cloak of invisibility fights at his side, and is glad that she becomes Gunther's wife. Now Kriemhild later in a weak moment betrays to Brunhild that in reality it was not Gunther who had vanquished her, but that Siegfried was there invisibly. Brunhild is incensed by this and plots to kill Siegfried. But she has yet to learn how she can do it. She wins to her side Hagen of Trony, who dwells at the court. We can recognise the figure of Hagen as deriving from the ancient Druid Mysteries.

[ 10 ] Hagen ist eine Gestalt, die man aus den alten Druiden-Mysterien kennt. Hagen ist ein wichtiger Name von alten Druiden-Eingeweihten. Er ist ein Eingeweihter, der die zurückliegenden höchsten Strömungen des geistigen Lebens vertritt, die dadurch zum Ausdruck kommen, daß das Vorhergehende immer dem Nachfolgenden entgegensteht und mit ihm in Kampf kommt. Siegfried gehört der folgenden Strömung an, die unmittelbar dem Christentum vorangeht. Hagen gehört der vorhergehenden Druidenströmung an. Hagen wird also herbeigeholt, um Siegfried zu verderben. Dazu muß Kriemhilde verraten, daß Siegfried an einer Stelle verwundbar ist. Hier enthüllt sich, was diese Stelle zu bedeuten hat. Kriemhilde verrät, daß Siegfried zwischen den Schultern verwundbar ist, und zwar gerade an der Stelle, wo das Kreuz getragen werden muß. Er hat noch nicht das Kreuz. Das Christentum fehlt noch diesen vorzeitlichen Völkern. An dieser Stelle, wo das Kreuz ruhen soll, um durch die Welt getragen zu werden, da ist Siegfried verwundbar — so sagt die Siegfried-Sage -, weil das Christentum noch fehlt. Siegfried, der die Sig-Initiierten zum Frieden, zur Ruhe bringt, ist verwundbar an der Stelle, wo das Christentum später unverwundbar macht. Er wird überwunden von den Mächten, die von den früheren Kulturen übriggeblieben sind. Hagen, der Vertreter vorhergehender Strömungen, tötet ihn. Das ist ein Bild für die Ablösung der vorhergehenden nordischen Kultur durch die fünfte Unterrasse. Der Sinn dieser Ablösung wird in der Siegfried-Sage dargestellt.

[ 10 ] Hagen is a significant name among the ancient Druid initiates. Not only is he an initiate who represents the highest streams of spiritual life, but, what is more important here, he illustrates the fact that the predecessor always comes into conflict with his successor. Siegfried is the immediate predecessor of Christianity. Hagen belongs to an earlier Druid stream. Hagen therefore is sent for to bring about Siegfried's ruin. To this end Kriemhild must betray that he is vulnerable in one place. Here the significance of this place is revealed. Kriemhild betrays that he is vulnerable between the shoulders, in the very place where the Cross will have to be borne. He has not yet got the Cross. These early peoples have not yet got Christianity. To this spot the Christian initiate will have to come—so says the Siegfried saga—because it still lacks Christianity, because the place where the Cross has to rest is still vacant. Hence Siegfried is still vulnerable in this spot. Siegfried, who brings the Sieg-initiate to ‘Fried’, to rest, is vulnerable in the spot which Christianity will later render invulnerable. There Siegfried too is overcome by the powers which have remained over from earlier stages of northern culture. Hagen kills him and thus illustrates the supercession of the preceding northern races by the fifth sub-race. The import of this transition finds expression in the Siegfried saga.

[ 11 ] Wogegen kämpfen denn eigentlich diese nordischen Rassen? Indem sie Wegbereiter sind für das Christentum, kämpfen sie gegen all das Alte, das geblieben ist von der atlantischen Zeit. Gegen das müssen sie sich fortwährend wehren. Die Seele der nordischen Völker muß sich wehren gegen dasjenige, was noch heranstürmt von früher, von den Überbleibseln der atlantischen Kultur. Es ist eine frühere Kulturschicht, die hier in die fünfte Kulturepoche hineinragt. Diejenigen aber, die stehengeblieben sind in der atlantischen Kultur, sind ein Hemmschuh der Weiterentwicklung, sie müssen bekämpft werden.

[ 11 ] What are these northern races, the forerunners of Christianity, fighting against? They are fighting against all the old that has remained behind from Atlantis. They have continually to be on their guard against it. Thus in the northern races there still lives something against which the soul of the northern peoples has to protect itself, something that still forces its way in from the remnants of Atlantean culture. An earlier stage of culture has been preserved into the fifth sub-race. But those who have remained behind in the Atlantean culture are a hindrance to further development, they have to be overcome.

[ 12 ] Die später erfolgenden Kämpfe sind in einer älteren Fassung der Gudrun-Sage dargestellt. Da tritt uns die Seele der nordischen Völker als Gudrun entgegen. Sie kämpft gegen den großen Initiierten der Atlantier, Attila oder Atli oder Etzel, der aus den Überbleibseln einer atlantischen Rasse, der turanischen, von Asien herüberkommt. Auch der historische Attila und sein Volk wurden von den europäischen Völkern als «Geißel Gottes» bezeichnet. Attila war ein Initiierter, der mit ganz bedeutenden okkulten Kräften an der Spitze seiner Völkerschaft kämpfte. Daher wird die Hunnenschlacht ganz richtig so dargestellt, daß das Heer in der Luft kämpft. Für jeden, der die Dinge weiß und versteht, ist es klar, um was es sich da handelt. Attila wich vor nichts zurück, was ihm in Europa entgegentrat; nur vor dem Papst, dem Vertreter des Christentums, trat er freiwillig zurück, denn er war sich voll bewußt, daß er gegen den Vertreter des Christentums nichts vermochte. Die nordischen Völkerrassen wußten, daß sie sich zu wehren hatten gegen die östlichen Einflüsse, aber dem Christentum vermochten diese nichts anzuhaben.

[ 12 ] Hence the struggles that followed are represented by Gudrun. This Gudrun is the soul of the northern peoples. In an older version she wages war against the great initiates who continually come over from Asia from the remnants of old Atlantis. The initiates, the remnants of the Turanians, come over from Asia in a series of incarnations. This is why we also meet there the famous Attila, identical with Etzel, who was initiated in the Atlantean culture. In. fact the historic Attila, who was called ‘the scourge of God’ by his own people as well as by the Europeans, was an initiate who fought at the head of his people with quite outstanding occult forces. Hence a battle with the Huns was quite rightly described as a fight in the air. To anyone who knows these things it is quite clear what is meant. Attila shrank from nothing that he encountered in Europe; from the Pope alone, of his own free-will, he drew back. The races of northern Europe knew that they had to beware of the influence from the East. Christianity knew that this influence could do it no harm.

[ 13 ] Nun wird uns in der späteren Nibelungen-Sage weiter erzählt, daß Kriemhild den Plan faßte, Rache zu nehmen an denjenigen, die Siegfried getötet hatten. Sie nimmt Rache in der Weise, daß sie sich gerade mit den atlantischen Elementen verbindet. Sie leistet der Werbung Attilas Folge; sie wird die Gattin des Hunnenkönigs Attila. Zuvor lebte sie nach dem Tode Siegfrieds eine Zeitlang am burgundischen Hofe. Sie war in den Besitz des Nibelungenhortes gekommen und hat ihn verwendet als große Wohltäterin. Aber ihre Feinde, die aus früheren Epochen stammten und die in Hagen repräsentiert sind, versenkten den Nibelungenhort in den Rhein. Kriemhild hält an ihrem Plan fest, mit Hilfe Attilas die alten nordischen Feinde zu vernichten. Durch Kriemhilds Racheplan werden die Nibelungen hinuntergelockt nach dem Hofe Attilas, und da tritt ihnen am Wege gerade diejenige Geistesmacht entgegen, von der sie abgelöst werden sollen. An der Donau tritt ihnen in Rüdiger von Bechlaren und seiner Gemahlin Gotelinde das Christentum entgegen. Das ist die Morgenröte des Christentums, dasjenige, was an die Stelle der nordeuropäischen Völkerkulturen treten soll. Die Nibelungen gehen dem Untergang entgegen; sie werden am Hunnenhofe ermordet. Kriemhild nimmt zwar Rache, muß aber selbst untergehen. Und wodurch geht sie unter? Sie, die ja die umgewandelte Gudrun ist, die Volksseele der nordischen Kultur, verbindet sich mit Atli-Attila-Etzel, dem Atlantier, und rächt sich an dem Vertreter ihrer eigenen Kultur, der den Initiierten getötet hatte. Sie selbst geht zugrunde.

[ 13 ] Now in the later saga we are told that Kriemhild plotted to take revenge on those who had killed Siegfried. She achieves this by throwing in her lot with these Atlantean elements and succeeds in wooing Attila's following to her cause. She becomes Attila's wife. Before that she had lived for a while at the Burgundian court. She came into possession of the Nibelung treasure and had been a great benefactress in her use of it. But the inevitable enemies, who belonged to an earlier culture, and who were represented by Hagen, had sunk the treasure in the Rhine. Now how wonderfully the events which followed are described; Kriemhild clung to her plan to destroy her enemies, her old northern enemies, with the help of Attila. They were enticed to Attila's court and on their way there they met the very spiritual power by which they were to be superseded. On the Danube, in Rudeger of Bechlaren and his wife Gotelind, they encounter Christianity. It is Christianity that is to supplant the northern European culture. Here we have an indication of the dawn of Christianity. Those who have paved the way for it go to meet their downfall. They are murdered at the court of the Huns. Kriemhild had her revenge but she herself must perish. How is this brought about? Kriemhild is really a metamorphosis of Gudrun, with the difference that in the earlier time the tragic outcome had not taken hold of men's hearts. It is Gudrun herself, the folk-soul who slays Attila. In the later version she unites herself with Attila. The soul of the earlier culture avenges itself on the culture which has brought about its downfall. Kriemhild herself perishes.

[ 14 ] Wenn Sie die Sage nur ästhetisch betrachten, so werden Sie sich natürlich fragen: Wie kommt es, daß nun am Schlusse noch am Hunnenhofe Dietrich von Bern, Hildebrand und alle die anderen Helden eingeführt werden, die einer Schicht angehören, die bereits zum Christentum übergegangen ist? Das sind ja bereits christliche Helden. - Das Christentum bringt der alten Volksseele den Tod, es überwindet die alte Volksseele. Das ist nicht etwas, was nachträglich der Sage angehängt worden ist, sondern etwas, was lange vor dem Auftreten des Christentums innerhalb der Mysterien als Prophezeiung gelebt hat. Diese Vorgänge waren Gegenstand der Mysterieneinweihung. Zu der Mysterieneinweihung gehörte nicht nur die Einweihung in die Wahrheiten der Gegenwart, sondern auch in die der Vergangenheit und der Zukunft. Immer gehörte dazu die Apokalyptik. Die Siegfried-Sage ist lange Zeit die Apokalypse des nordischen Volkes gewesen. Diese Sage ist nicht Dichtung, die irgendwie im Volk entstanden ist aus einzelnen Stücken, wie man sich das in der Philologie vorstellt. Das Volk dichtet nicht. Das kann nur jemand sagen, der keine Ahnung davon hat, wie es in der Seele eines Volkes zugeht. Die Sagen sind nichts anderes als Wiedergaben dessen, was in den Krypten der Mysterien sich vollzogen hat. Was man in der Sage hat, ist nichts anderes als die Wiedergabe von Mysterienvorgängen. Einen solchen Vorgang, für den man im Süden das Wort «Mysterium» hatte, nannte man im Norden eine «Maere», woraus das Wort «Märchen» für die kleineren Vorgänge dann entstanden ist. «Uns ist in alten maeren wunders vil geseit». «Wunders» ist nichts anderes als ein «Zeichen», ein Zeichen für Dinge, die als Vorgänge auf höheren Planen anzusehen sind.

[ 14 ] If you are studying the matter from the literary point of view, you will naturally ask how it comes about that, right at the end, at the court of the Huns, Dietrich of Bern, Hildebrand and all the Germanic heroes are introduced, for they belong to a period that has already gone over to Christianity. They are Christian heroes. Christianity brings death to the ancient folk-soul. First we have the dawn of Christianity in Rudeger of Bechlaren, and then Christianity reaches the essential element of the ancient folk-soul. This is not something told after the event, but something experienced as prophecy within the Mysteries long before the emergence of Christianity. These events were the subject of Mystery-initiation. Initiation into the Mysteries includes not only initiation into truths of the present, but also into truths of the past and of the future. Apocalypse always forms part of it. The Siegfried saga had long been the apocalypse of the northern peoples. It is not a saga that has arisen somehow or other out of separate fragments, as philology supposes. ‘The folk’ does not make literature in this way. Only someone who has no clue to what goes on in a folk-soul could say this. The sagas are nothing but an account, a rendering of what had taken place in the crypts of the Mysteries. Just as in the south we have the word Mystery, so in the north a similar mystery event is called a ‘Mahr’, from which we get the word ‘Marchen’ (fairy tale). “Viele Wunderdinge melden die Mahren alter Beiten”.3This is the first line of the Nibelungenlied. Rudolf Steiner has spoken of the Nibelungen on various occasions, in lecture 8 of the Course entitled “The Spiritual Beings in the Heavenly Bodies and in the Kingdoms of Nature”, given at Helsingfors in April, 1912, and in “Das innere Verhältnis der Sprache zu den Cedanken. Das Nibelungenlied and Wilhelm Jordan” given in Dornach, 28th March, 1915, and not yet translated.) The ‘Wunder’ (wonder or miracle) is just a sign. There are things that must be regarded as events on a higher plane.

[ 15 ] Die nordische Sagenwelt ist deshalb so interessant, weil sie etwas darstellt, was Sie in der ganzen südlichen Sagenwelt nicht finden können. Was die südlichen Völkerschaften in ihrer Sagenwelt darstellen, bedeutet immer einen Aufstieg; sie haben immer etwas aufgenommen, etwas bekommen, was zu einer höheren Stufe hinaufführt. Die indischen, persischen, babylonischen, chaldäischen Völker und die, welche sie abgelöst haben, haben zwar auch tragische Gestalten; ich erinnere nur an die Chronos-Sage. Aber hier im Norden ist das Tragische am meisten ausgebildet, weil diese Völker lange warten mußten. Es war eine lang dauernde, vorbereitende Kultur mit einer hohen Initiation, die - und das ist das Wichtige - eine Kultur war, die so weit hinunterging, daß der Initiierte der Mensch war. Der Initiierte der Inder ist der Bodhisattva, dann sind es die Rishis, später bei den Griechen sind die Initiierten die Sonnensöhne wie Herakles und Achilles. Dann erst, nachdem die Stufenleiter der Initiierten so weit heruntergegangen war, kam der initiierte Mensch hier im Norden, dem nur das eine fehlte, nämlich das, was der Christus ist, der Gott-gewordene Mensch. Der Mensch im Norden tritt uns in wartender Haltung entgegen; er ist verwundbar an der Stelle, wo das Christentum einsetzen muß.

[ 15 ] The northern saga-world is so interesting because it expresses something that is not to be found in the entire range of southern saga. The sagas of the southern peoples express a step up; in them the people have always received something which leads them upwards. Of course, the Indian, Persian, Babylonian, Chaldean peoples and those who succeeded them at later stages also had their tragic figures. We need only remind you of the Chronos saga. But here in the north we have the thing in its most developed form, for these people had so long to wait, so long to live in a state of expectancy. Theirs was a culture of preparation, which lasted until a higher initiation evolved. And that is the important point. It was a culture that descended so low, that its initiate is human, is man. The Indian initiate is the Bodhisattva, then come the Rishis, later in Greece we get ‘the sons of the sun’, such as Hercules and Achilles, Only when the initiate had descended to the lowest rung of the ladder do we get, here in the north the initiated man who lacks only one thing, what is comprehended in the Christ. The Christ he has not got. Thus this culture has come so far that it has human initiates and the man-become-god. In the north we encounter the divine man—the divine Man who for us is the Christ—in an attitude of expectation, with the vulnerable spot which Christianity will have to cover.

[ 16 ] So haben wir also vier «Schichten» zu beachten:

[ 16 ] Thus you have four levels which come one after another.

[ 17 ] Erstens: Wotan. Er geht parallel dem, was im Süden in der ersten Unterrasse der fünften Wurzelrasse sich entwickelt.

[ 17 ] First you have Wotan, who comes over from Atlantean times;

[ 18 ] Zweitens: Odin. Er geht parallel mit der zweiten Unterrasse der fünften Wurzelrasse.

[ 18 ] Then Odin. Wotan corresponds with what develops during the second sub-race of the fifth root-race.

[ 19 ] Als drittes: Baldur, der Sonnenheros. Er geht parallel mit dem, was sich im Süden als babylonisch-chaldäisch-assyrische Epoche entwickelt. Was jedoch dort aufsteigende Kultur ist, ist im Norden Wartekultur.

[ 19 ] The last before Siegfried is Balder, the sun-hero. He corresponds with what develops in the Chaldean-Babylonian-Assyrian epoch. But whereas what developed in the south is an ascending, a progressive culture, here in the north we find a mood of suspense, of expectancy, of waiting for something to happen.

[ 20 ] Initiierte der Wartekultur, in der überall das Tragische sich ausdrückt. Weil es mit den alten Kräften zu Ende geht, sehen wir den tragischen Tod Baldurs und den tragischen Tod Siegfrieds.

[ 20 ] Then we come down from god to man; and while the southern sub-race developed further, Siegfried became the initiator of this culture of suspense. It is steeped in tragedy. Because this northern culture is coming to an end you have the tragic deaths of Baldur, of Siegfried.