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The Rudolf Steiner Archive

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Nature and Spirit Beings
Their Influence on Our Visible World
GA 98

29 April 1908, Munich

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16. Die Zusammenhänge der Welten und Wesen

16. The Connections between Worlds and Beings

[ 1 ] Wir wollen heute über einiges sprechen, was vielleicht aus dem gewöhnlichen Gange der Betrachtungen herausfällt, was aber von anderer Seite manches beleuchten wird aus verflossenen Vortragsstunden. Die heutige Summe von Mitteilungen soll dazu dienen, mancherlei von dem Gehörten und noch zu Hörenden in ein deutlicheres Licht zu rücken. Das, was heute besprochen werden soll, ist die Stufenfolge der Wesenheiten, die vom Menschen aufwärts in der Welt vorhanden sind. Wir haben schon gelegentlich von solchen Wesenheiten gesprochen im Zusammenhang mit der Entwikkelung der Erde. Heute sollen sie in einem gewissen anderen Zusammenhange betrachtet werden, nämlich vom Gesichtspunkte der Eigenschaften, Aufgaben und Arbeiten dieser Wesenheiten.

[ 1 ] Today we would like to discuss a few things that may fall outside the usual course of our reflections, but which will shed light on certain aspects of past lecture sessions from a different perspective. Today’s summary of remarks is intended to cast a clearer light on various points from what has been heard and what is yet to be heard. The topic to be discussed today is the hierarchical sequence of beings that exist in the world, ascending from human beings upward. We have already spoken of such beings on occasion in connection with the evolution of the Earth. Today they are to be considered in a somewhat different context, namely from the perspective of the qualities, tasks, and work of these beings.

[ 2 ] Es ist heute eine gewisse Bequemlichkeit in der Weltanschauung vorhanden, die darin besteht, daß gar mancher zwischen sich und der Gottheit keine anderen Wesenheiten setzen will. Es ist so unendlich bequem, sich ein Mineralreich, ein Pflanzenreich, ein Tierreich und das Reich der Menschen zu denken, und dann ohne weiteres hinaufzusteigen zu dem alles durchdringenden Gott, von dem man glaubt, auf diese oder jene Weise ein mehr oder weniger richtiges Bewußtsein oder Gefühl haben zu können. So bequem hat es die wirkliche Geisteswissenschaft nicht; sie muß zwischen dem Menschen und dem, was wir als die Gottheit der Welt ahnen können, Wesen von den verschiedensten Vollkommenheitsgraden einschalten. Diese Stufenfolge ist schon wiederholt angedeutet worden. In der christlichen Esoterik tragen sie die Namen: Engel, Erzengel, Urkräfte, Gewalten, Mächte, Herrschaften, Throne, Cherubim, Seraphim. Es sind dies neun verschiedene Arten von Wesenheiten, an die sich zuunterst der Mensch anschließt. Erst wenn wir sozusagen jenseits des Reiches der Seraphim hinaufschauen, erahnen wir dasjenige, was wir als die Gottheit ansprechen.

[ 2 ] There is a certain complacency in today’s worldview, which consists in the fact that quite a few people do not wish to place any other entities between themselves and the Deity. It is so infinitely convenient to conceive of a mineral kingdom, a plant kingdom, an animal kingdom, and the kingdom of humankind, and then to ascend without further ado to the all-pervading God, of whom one believes one can have, in one way or another, a more or less accurate awareness or sense. True Spiritual Science does not have it that easy; it must interpose beings of the most varied degrees of perfection between human beings and what we can intuit as the divinity of the world. This sequence of stages has already been hinted at repeatedly. In Christian esotericism, they bear the names: angels, archangels, primal forces, powers, authorities, dominions, thrones, cherubim, and seraphim. These are nine different kinds of beings, with human beings at the very bottom of the hierarchy. Only when we look up, so to speak, beyond the realm of the seraphim do we begin to sense that which we address as the Deity.

[ 3 ] Glauben Sie nicht, daß es wesen- und bedeutungslos ist, wenn gesagt wird, es sei eine Bequemlichkeit der Weltanschauung, einfach vom Menschen zur Gottheit aufzusteigen und nicht diese Wesenheiten einzuschalten. Wenn die Menschen nicht vergessen hätten, sie zu studieren und anzuerkennen, dann würde nicht jene Verirrung des Materialismus eingetreten sein. Denn man kann gewissermaßen eine Art religiöser Empfindung, eine Art dunklen, religiösen Gefühles damit vereinigen, wenn man unmittelbar vom Menschen zur Gottheit aufsteigt; aber niemals ist so ein wirkliches Verständnis der Welt möglich, nimmermehr kann man damit ein wirkliches Bild der Weltentwickelung vereinigen. Darum ist jetzt der Menschheit das Weltverständnis verloren gegangen; und dasjenige in der Religion, was nur auf Empfindung, auf dumpfen Gefühlen beruht, wird sich immer wieder hinwegleugnen lassen gegenüber den materialistischen Vorstellungen. Durch die theosophische Weltanschauung wird wieder ein Weltverständnis eröffnet dadurch, daß die Menschen wieder etwas von diesen Wesenheiten erfahren. Und so wird ein Anhaltspunkt geschaffen, um dem Leugnen einer höheren Welt zu begegnen. Die Menschen, die sich heute sträuben, diese Welt anzuerkennen, bereiten immer mehr den Boden vor des plattesten, verheerendsten Materialismus. Die Materialisten sind selbst eigentlich dabei die Opfer; die eigentlichen Verursacher sind diejenigen, die aus Bequemlichkeit nichts wissen wollen von dem, was zwischen Mensch und Gottheit besteht.

[ 3 ] Do not think that it is meaningless and devoid of substance when it is said that it is a convenience of one’s worldview to simply ascend from human to deity without involving these entities. If people had not forgotten to study and acknowledge them, that aberration of materialism would not have arisen. For, in a sense, one can combine a kind of religious sentiment—a kind of vague, religious feeling—with the idea of ascending directly from humanity to the divine; but such an approach never allows for a true understanding of the world, nor can it ever be reconciled with a genuine picture of the world’s development. That is why humanity has now lost its understanding of the world; and that aspect of religion which is based solely on sentiment, on vague feelings, will always be open to denial in the face of materialistic mental images. Through the theosophical worldview, an understanding of the world is once again opened up by enabling people to learn something about these entities once more. And thus a point of reference is created to counter the denial of a higher world. People who today refuse to acknowledge this world are increasingly paving the way for the most shallow and devastating materialism. The materialists themselves are actually the victims; the real culprits are those who, out of convenience, want nothing to do with what exists between humanity and the Divine.

[ 4 ] Wir werden also, nachdem wir bis jetzt von dem Grund gesprochen haben, weshalb heute von ihnen geredet werden muß, nun in freier, aphoristischer Weise auf die Eigenschaften dieser höheren Wesenheiten eingehen. Wir betrachten nun zuerst die dem Menschen am nächsten stehenden Engel, die Boten der Gottheit, die Angeloi. Sie unterscheiden sich vom Menschen vor allem durch die Art des Wahrnehmungs- und Erkenntnisvermögens. Der Mensch nimmt wahr und begeht seine Taten innerhalb einer Welt, die aus den vier Reichen der Natur besteht. Seine Taten spielen sich ab zwischen Mineralien, Pflanzen, Tieren und Menschen. Das ist die Art seines Wahrnehmens, seiner Willenstaten.

[ 4 ] Having thus far discussed the reason why we must speak of them today, we will now address the characteristics of these higher beings in a free, aphoristic manner. We will first consider the angels closest to human beings—the messengers of the Deity, the Angeloi. They differ from human beings primarily in the nature of their powers of perception and cognition. Human beings perceive and act within a world consisting of the four kingdoms of nature. Their actions take place among minerals, plants, animals, and human beings. This is the nature of their perception and their acts of will.

[ 5 ] Die Engel, die eine Stufe höherstehen als die Menschen, unterscheiden sich von ihnen dadurch, daß für ihre Wahrnehmung das Mineralreich nicht vorhanden ist. Ihr Wahrnehmungsvermögen beginnt beim Pflanzenreich und umfaßt dann weiter das Tier-, Menschen- und Engelreich, ihr eigenes Reich. Innerhalb dieser vier Reiche spielt sich das Leben der Engel ab. Das, was der Mensch als Mineral wahrnimmt, als eine Raumausfüllung, ist für diese Wesenheiten ein leerer Raum, ein ausgesparter Raum. Wenn Sie sich erinnern, was in meiner «Theosophie» dargestellt worden ist, wie der Mensch im Devachan die mineralische Welt wahrnimmt, nämlich auch wie ausgespart, dann haben Sie auch ungefähr die Auffassungsweise dieser Wesenheiten, die fortwährend in einer solchen Welt leben. Das Mineralische bietet für sie kein Hindernis; sie können hindurchgehen, es interessiert sie nicht; es ist ihnen ein zu untergeordnetes Reich. Ihre Wahrnehmung beginnt erst mit der Pflanzenwelt und erstreckt sich bis zu ihrem eigenen Reich. Als Engelwesen sagen sie zu sich «Ich.» - Dadurch, daß diese Wesenheiten so beschaffen sind, werden sie in ihrer Wirksamkeit etwas verständlich machen, was wir schon kennen. Wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geschritten ist, so hat er zunächst das eigentümliche Erlebnis des Erinnerungsbildes.

[ 5 ] Angels, who stand one level higher than human beings, differ from them in that the mineral kingdom does not exist within their sphere of perception. Their perceptual capacity begins with the plant kingdom and then extends to the animal, human, and angelic kingdoms—their own kingdom. The life of the angels unfolds within these four kingdoms. What human beings perceive as the mineral realm—as a filling of space—is, for these beings, an empty space, a void. If you recall what was described in my Theosophy regarding how human beings in Devachan perceive the mineral world—namely, also as a void—then you will have a rough idea of the perception of these beings, who live continuously in such a world. The mineral realm presents no obstacle to them; they can pass right through it; it holds no interest for them; it is a realm too subordinate for them. Their perception begins only with the plant world and extends up to their own realm. As angelic beings, they say to themselves, “I.”—Because these beings are constituted in this way, their activity will make something understandable to us that we already know. When a human being has passed through the gate of death, he first has the peculiar experience of a memory image.

[ 6 ] Das stellt sich so dar: Wenn der Mensch stirbt, so hat er zunächst das Gefühl, als würde er immer mehr wachsen und wachsen, und dieses Größerwerden ist begleitet von dem Auftauchen dieses Erinnerungsbildes. Wenn dann das Bild aufhört, dann bleibt eine Art Extrakt wie die Frucht des letzten Lebens zurück. Diese bildet eine Art von Keimkraft für den Aufbau des Menschen in seiner nächsten Inkarnation. Es ist eine Art ätherischer, in sich gegliederter Essenz, die ihm bleibt als das Wesentliche der Erlebnisse im Ätherleibe und die mit ihm durch die Ewigkeiten geht. Wenn wir uns weiter erinnern, daß der Mensch nach dem Durchgang durch das Kamaloka diese Essenz mit nach dem Devachan nimmt, und daß er dort nicht untätig ist, sondern seine wesentlichen Aufgaben hat, dann werden uns die Tätigkeiten dieser Wesenheiten, die eine Stufe höherstehen, gar wohl begreiflich sein. Der Mensch wird dann erst wieder inkarniert, wenn er etwas Neues erleben kann, wenn er eine neue Frucht in sich aufnehmen kann. Die Erde geht durch viele Verwandlungen hindurch. Und es ist deshalb unrichtig, wenn manche glauben, es sei unnötig, immer wieder zu kommen. Immer kann der Mensch Neues erleben, das er wieder mitnimmt in die Ewigkeit.

[ 6 ] It unfolds as follows: When a person dies, they initially have the sensation of growing larger and larger, and this process of growth is accompanied by the emergence of this memory image. When the image then fades, a kind of extract—like the fruit of the last life—remains. This forms a kind of germinative force for the development of the person in their next incarnation. It is a kind of ethereal, internally structured essence that remains with them as the essence of their experiences in the etheric body and that accompanies them through the eternities. If we further recall that, after passing through the Kamaloka, the human being takes this essence with them to Devachan—and that they are not idle there but have essential tasks to perform—then the activities of these beings, who stand on a higher level, will become quite understandable to us. A human being is not reincarnated until he can experience something new, until he can absorb a new fruit within himself. The Earth undergoes many transformations. And that is why it is incorrect for some to believe that it is unnecessary to return again and again. A human being can always experience something new, which he takes with him back into eternity.

[ 7 ] Was bewirkt nun die Veränderung der Erdoberfläche? Wer ist es, der an der Umgestaltung der Erde arbeitet? Wie kommt es, daß in einer bestimmten Gegend ein ganz anderes Bild der Pflanzenwelt, ganz andere Lebensbedingungen entstehen? — Gerade wie der Mensch auf dem physischen Plane mit physischen Kräften das Antlitz der Erde fortwährend verändert — versuchen Sie zum Beispiel einmal sich vorzustellen, wie es vor dreitausend Jahren aussah an der Stelle, wo heute München steht -, so werden Sie sich vorstellen können, daß andere Veränderungen vom Devachan ausgehen müssen, denn die Menschen verändern nur das Mineralreich. Und da sind es wieder die Menschen selber, die vom Geistigen aus fortwährend die Erde umgestalten. Aber allein könnten sie es nicht. Sie würden nicht wissen, wie das Antlitz der Erde ausschauen müßte, welchen Zustand sie haben soll. Sie können es nur bewirken unter Leitung höherer Wesenheiten. Diejenigen höheren Wesenheiten, welche sie leiten und führen, sind die Wesen, die wir als Engel bezeichnen. Sie haben es zu tun mit dem im Menschen, was in anderer Gestalt vorhanden ist während des Aufenthaltes im Devachan. Sie lenken und führen das ewige Ich des Menschen. Und weil sie in ihrer Art hinunterreichen bis in die Pflanzenwelt, können sie diese Umgestaltung der Erde bewirken.

[ 7 ] What, then, causes the changes to the Earth’s surface? Who is it that is working to reshape the Earth? How is it that, in a particular region, a completely different landscape of plant life and entirely different living conditions come into being? — Just as human beings on the physical plane continually alter the face of the Earth with physical forces—try, for example, to create a mental image of what it looked like three thousand years ago where Munich stands today—so you will be able to imagine that other changes must originate from the Devachan, for human beings alter only the mineral kingdom. And here again it is human beings themselves who are constantly reshaping the Earth from the spiritual realm. But they could not do so on their own. They would not know what the face of the Earth should look like, or what state it should be in. They can bring this about only under the guidance of higher beings. Those higher beings who guide and lead them are the beings we call angels. They deal with that aspect of the human being which exists in a different form during the stay in Devachan. They guide and lead the human being’s eternal Self. And because they extend, in their own way, down into the plant kingdom, they are able to bring about this transformation of the Earth.

[ 8 ] Jetzt wird es uns leicht einzusehen, daß diese Wesenheiten immer leitende, führende Wesenheiten für das menschliche Ich sind. Sie unterbrechen auch ihre Führung nicht, wenn das Ich von neuem inkarniert wird. Das Ich wird reguliert und geleitet von solchen Wesenheiten. Daher ist der naive Glaube nicht ohne Grund, daß es eine das höhere Ich behütende Wesenheit gäbe. Wir wissen aber, daß diese Wesenheiten, die wir als Engel bezeichnen, auf dem Monde selbst noch Menschen waren. Aus Menschen haben sie sich hinaufentwickelt. Das können Sie daraus leicht begreifen, daß der Mensch auf dem Wege ist, selbst ein solches Wesen zu werden; und auf dem Jupiter wird er es sein. So ist dasjenige im Menschen, was heute sich zu einem höheren Dasein hinaufarbeitet, auf dem Wege, ein solches Wesen zu werden. Er ist dann gleichartiger Natur mit solchen Engelwesen. Da sehen wir tief hinein in die geistige Weltentwickelung. Was wir aber als solche Namen vor uns haben, müssen wir nicht als etwas Bleibendes betrachten, sondern es sind nur Rangstufen.

[ 8 ] Now it is easy for us to see that these beings are always guiding, leading beings for the human “I.” They do not cease their guidance even when the “I” is reincarnated. The “I” is regulated and guided by such beings. Therefore, the naive belief that there is a being who protects the higher self is not without foundation. We know, however, that these beings, whom we call angels, were themselves still human beings on the Moon. They have evolved upward from human beings. You can easily understand this from the fact that human beings are on the path to becoming such beings themselves; and on Jupiter, they will be just that. Thus, that which is within the human being and is today striving toward a higher existence is on the path to becoming such a being. The human being will then be of the same nature as these angelic beings. Here we gain a deep insight into the development of the spiritual world. However, we must not regard the names we use as something permanent; they are merely ranks.

[ 9 ] Wenn wir nun in der Betrachtung hinaufsteigen zu den Erzengeln, dann kommen wir zu Wesenheiten, welche wieder ein anderes Wahrnehmungsvermögen haben und eine andere Art von Taten. Für sie ist auch die Pflanzenwelt nicht mehr von Interesse, nicht mehr wahrnehmbar. Ihre Wahrnehmung beginnt erst mit der Tierheit. Sie ist ihr unterstes Reich; dann kommen die Menschen, Engel und Erzengel. Das sind die vier Reiche dieser Wesenheiten. So dürfen wir sagen, daß wir zu solchen erhabenen Wesenheiten hinaufschauen, die mit ihren Taten nur noch bis in die Tierheit hinunterreichen. Sie leben in dem Tierreich, Menschenreich und so weiter. Bis in das Pflanzenreich reichen ihre Taten nicht hinunter. Diese Dinge wußte ein früheres Bewußtsein der Menschen. Und wir können hier einen tiefen Blick tun in das Gemütsleben früherer Völker und Zeiten. Ebenso wie unsere Vorfahren in den Pflanzen noch die Taten der Engel empfunden haben, so empfanden sie in den Tieren die Taten der Erzengel. Deswegen widmeten die alten Völker bestimmten Tieren eine gewisse Verehrung, zum Beispiel die Ägypter. Hier drückt sich das Wissen der Menschen aus. Wer die merkwürdigen Gestalten der ägyptischen Tierverehrung so betrachtet, der wird mit Ehrfurcht stehen vor der tiefen Weisheit dieser Menschen. Nicht umsonst brachten sie diese Tiere in Zusammenhang mit höheren Wesenheiten und mit dem Menschen. Erinnern wir uns daran, wie das Leben der Menschen immer zusammengehangen hat mit dem Leben der Tiere, wie der Fortschritt auf Erden mit den Tieren zusammenhängt — gewisse Erwerbszweige sind von den Tieren abhängig -, dann werden wir begreifen, was für eine tiefe Grundlage diese Tierverehrung hatte.

[ 9 ] When we now ascend in our contemplation to the archangels, we encounter beings who possess yet another faculty of perception and a different kind of activity. For them, even the plant kingdom is no longer of interest; it is no longer perceptible to them. Their perception begins only with the animal kingdom. That is their lowest realm; then come human beings, angels, and archangels. These are the four realms of these beings. Thus we may say that we look up to such exalted beings whose actions extend downward only as far as the animal kingdom. They live in the animal kingdom, the human kingdom, and so on. Their actions do not extend down into the plant kingdom. An earlier human consciousness knew these things. And here we can take a deep look into the inner life of earlier peoples and times. Just as our ancestors sensed the actions of the angels in the plants, so they sensed the actions of the archangels in the animals. That is why ancient peoples, such as the Egyptians, devoted a certain reverence to particular animals. This is an expression of human knowledge. Anyone who contemplates the remarkable forms of Egyptian animal worship will stand in awe of the profound wisdom of these people. It is no coincidence that they associated these animals with higher beings and with human beings. Let us remember how human life has always been intertwined with the life of animals, how progress on Earth is connected to animals—certain industries depend on them—and then we will understand what a deep foundation this reverence for animals had.

[ 10 ] Was ist nun die Aufgabe der Erzengel? — Manche Leute reden ja heute noch davon, daß es einen Volksgeist gäbe; aber das ist für die meisten ein bloßes Wort, ein Abstraktes geworden. Daß aber tatsächlich das Volk von einem realen Volksgeist geleitet wird, davon wissen die Menschen heute nicht mehr viel. Dieser Volksgeist, für den das ganze Volk so ist, wie für den Menschengeist ein Menschenleib, das ist ein Erzengel. Sie sind die Stammesgeister. Während die Engel einzelne Menschen lenken und leiten durch die Inkarnationen hindurch, lenken die Erzengel das Leben ganzer Gruppen, ganzer Völker. Jetzt werden wir begreifen: weil das Leben ganzer Völkergruppen tief zusammenhängt mit dem Leben gewisser Tiergruppen, haben die Ägypter empfunden, daß die Gottheit ihnen gewisse Tiere zugesellt hat. Darin haben sie Taten des Volksgeistes mit Recht gesehen. Sie beteten die Kraft des Volksgeistes an, der ihnen das Tier zugesellt hat.

[ 10 ] What, then, is the task of the archangels? — Some people still speak today of a “national spirit”; but for most, this has become nothing more than a word, an abstraction. But people today no longer know much about the fact that a nation is actually guided by a real national spirit. This national spirit—to which the entire nation relates just as the human spirit relates to the human body—is an archangel. They are the tribal spirits. While angels guide and direct individual human beings through their incarnations, the archangels guide the lives of entire groups, of entire nations. Now we will understand: because the life of entire groups of peoples is deeply connected to the life of certain groups of animals, the Egyptians felt that the deity had assigned certain animals to them. In this they rightly saw the workings of the national spirit. They worshipped the power of the national spirit that had assigned the animal to them.

[ 11 ] Nun könnten Sie mich fragen, nicht wahr, es könnte gedacht werden ein Wesen, das die einzelnen Organe des Menschen wahrnimmt und ihn nicht als ein Ganzes begreifen kann; es kann sich nicht denken, daß diese Organe ein Ganzes bilden. So könnten Sie sagen: Gewiß, vielleicht nimmt der Mensch mit seiner heutigen Wahrnehmung nicht unmittelbar die Engel und Erzengel wahr, vielleicht nimmt er das wahr, was ihre Organe, ihre Ohren, ihre Augen sind. Oder wir können uns vorstellen, die Engel nehmen Pflanzen, Tiere, Menschen und Engel wahr; welches sind denn ihre Sinnesorgane? — Vielleicht könnte der Mensch die Sinnesorgane der Engel wahrnehmen? Wo sind diese? — Sie sind vorhanden und sind für den Menschen wahrnehmbar. Die Menschen wissen es nur nicht. Die Sinnesorgane der Engelwesen werden Ihnen begreiflich sein, wenn ich Ihnen sage, daß der Mensch an sich selber zwei Augen hat zum Sehen der mineralischen Welt, daß er sie aber an sich selber nicht unmittelbar wahrnimmt. Die Sinnesorgane sind da zum Wahrnehmen, nehmen sich aber selbst nicht wahr. So geht es den Engeln mit der mineralischen Welt. Ihre Sinnesorgane sind in der mineralischen, physischen Welt zu finden; aber sie nehmen diese Welt selber nicht wahr. Die Sinnesorgane der Engel sind unsere Edelsteine. Diese sind ein geheimnisvolles Werkzeug für die Wahrnehmung der Engelwesen. Die Organe liegen also innerhalb der mineralischen Welt. Wie der Mensch seinen Gefühlssinn, seinen Tastsinn hat, so haben auch diese Wesenheiten ihren Gefühlssinn, und der drückt sich aus im Karneol, ihr Gesichtssinn im Chrysolith. Sie nehmen eben in der mineralischen Welt nicht wahr, weil ihre Sinnesorgane darin sind. Selbst davon finden wir bei den alten Völkern ein dunkles Bewußtsein; sie schreiben den Edelsteinen eine bestimmte Wirkung zu. Diese Wirkung kommt daher, weil die Engel in ihnen anwesend sind.

[ 11 ] Now you might ask me, couldn’t you, whether one could conceive of a being that perceives the individual organs of a human being but cannot grasp the human being as a whole; it cannot conceive that these organs form a whole. So you might say: Certainly, perhaps human beings, with their present-day perception, do not directly perceive angels and archangels; perhaps they perceive what their organs—their ears, their eyes—are. Or we can imagine that angels perceive plants, animals, human beings, and angels; what, then, are their sense organs? — Perhaps human beings could perceive the sense organs of the angels? Where are they? — They exist and are perceptible to human beings. People simply do not know it. The sense organs of the angelic beings will become clear to you when I tell you that human beings themselves have two eyes for seeing the mineral world, but that they do not perceive it directly in themselves. The sense organs are there for perception, but they do not perceive themselves. This is how it is for the angels with the mineral world. Their sense organs are to be found in the mineral, physical world; but they do not perceive this world themselves. The sense organs of the angels are our gemstones. These are a mysterious instrument for the perception of the angelic beings. The organs are thus located within the mineral world. Just as human beings have a sense of feeling and a sense of touch, so too do these beings have a sense of feeling, which is expressed in carnelian, and their sense of sight in chrysolite. They do not perceive within the mineral world precisely because their sense organs are located there. We even find a vague awareness of this among ancient peoples; they attributed a specific effect to gemstones. This effect arises because the angels are present within them.

[ 12 ] Das, was wir Volksgeist nennen, ist sehr real vorhanden in dem, was wir als Erzengel bezeichnen. Nun gehen wir zu den Urkräften, die wieder eine Stufe höher stehen. Was haben sie in der Entwickelung der Menschheit zu tun? Wenn wir ihr Wahrnehmungsvermögen ins Auge fassen, müssen wir sagen, daß das Mineral-, Pflanzenund Tierreich für sie nicht da sind. Das Menschenreich ist das, was sie als unterstes Reich wahrnehmen. Dann erstreckt sich auch ihre Wahrnehmung über vier Reiche, das Menschenreich, das Engelreich, das Reich der Erzengel und ihr eigenes Reich. Sie reichen also noch bis zum Menschen herunter.

[ 12 ] What we call the “spirit of the people” is very real and present in what we refer to as the archangels. Now let us turn to the primal forces, which stand one level higher. What role do they play in the evolution of humanity? When we consider their capacity for perception, we must say that the mineral, plant, and animal kingdoms do not exist for them. The human kingdom is what they perceive as the lowest kingdom. Their perception then extends across four kingdoms: the human kingdom, the angelic kingdom, the kingdom of the archangels, and their own kingdom. Thus, their influence still reaches down to humankind.

[ 13 ] Wir werden nun ihre Taten aufsuchen. Da haben wir wieder ein Wort, mit dem der Mensch auch nichts Reales verbindet: Geist einer Epoche, einer Zeit. Jede Epoche hat ihre bestimmte Charakteristik. Denken wir zum Beispiel an unsere nachatlantische Zeit. In fünf Epochen hat sich der Geist der Zeit verändert. Bei den Indern drückte er sich dadurch aus - nachdem unmittelbar untergesunken war ein dämmerhaftes Hellsehen und der Mensch heraustrat in die physische Welt —, daß der Zeitgeist die physische Welt nicht anerkennen, sie als Maja ansehen wollte. Von da sehen wir Stück für Stück die Welt erobert werden durch den Menschen.

[ 13 ] We will now examine their deeds. Here again we have a term with which people associate nothing concrete: the spirit of an epoch, of a time. Every epoch has its own distinct characteristics. Let us consider, for example, our post-Atlantean era. The spirit of the age has changed over the course of five epochs. Among the Indians—after a twilight state of clairvoyance had just faded away and human beings stepped out into the physical world—this spirit expressed itself in the refusal to acknowledge the physical world, viewing it instead as maya. From that point on, we see the world being conquered by human beings, bit by bit.

[ 14 ] Bei den Persern, in der zweiten Periode, wird der Mensch gewahr, daß die Erde ein Feld seiner Arbeit ist; er sieht, daß er der Welt der Materie seinen Geist aufdrücken muß. Er stellt sich der gütigen Geistigkeit Ormuzd als Diener gegenüber; den bösen Ahriman überwindet die Zeit.

[ 14 ] Among the Persians, in the second period, humankind becomes aware that the earth is a field for its labor; it sees that it must imprint its spirit upon the material world. It places itself as a servant before the benevolent spirit of Ormuzd; time overcomes the evil Ahriman.

[ 15 ] Dann folgt die dritte Periode, die ägyptisch-chaldäisch-babylonische Zeit. Da arbeitet der Geist weiter. Die Wissenschaften treten auf. Der Mensch begreift die Welt nicht nur als Arbeitsfeld, sondern er sucht ihre Gesetze. Der Ägypter findet die Geometrie. Der Chaldäer sucht innerhalb des äußeren Weltraumes in den Bewegungen der Sterne eine Gesetzmäßigkeit. Die Welt wird in ihrer materiellen Substantialität von Gesetzen, das heißt, von Geist durchzogen gedacht.

[ 15 ] Then comes the third period, the Egyptian-Chaldean-Babylonian era. Here, the spirit continues its work. The sciences emerge. Human beings no longer view the world merely as a field of labor, but seek its laws. The Egyptians discover geometry. The Chaldeans seek regularity within the outer cosmos in the movements of the stars. The world, in its material substance, is conceived as permeated by laws—that is, by the spirit.

[ 16 ] In der vierten Periode, der griechischen Zeit, erobert der Mensch ein Stück mehr von dieser anderen Welt durch die Kunst. Die griechische Kunst ist aus dem Grunde etwas besonderes, weil hier der Mensch der Materie seine eigene «Ich-Form» aufprägt. Dann folgte wieder eine neue Epoche. Und so können wir Stufe für Stufe weitergehen; wir würden sehen, wie der Zeitgeist sich verändert. Gerade wie das Antlitz der Erde sich verändert durch die Engel und des Menschen Ich von ihnen geleitet wird, wie die Völker geleitet werden durch die Erzengel, so werden die aufeinanderfolgenden Epochen bestimmt durch die Urkräfte. Es ist außerordentlich wichtig, die Wesenheiten zu betrachten, die hinter den Vorgängen stehen.

[ 16 ] In the fourth period, the Greek era, humanity conquers yet another part of this other world through art. Greek art is special precisely because here humanity imprints its own “I-form” upon matter. Then a new epoch followed. And so we can proceed step by step; we would see how the spirit of the age changes. Just as the face of the Earth is transformed by the angels and the human “I” is guided by them, just as the peoples are guided by the archangels, so too are the successive epochs determined by the primordial forces. It is extraordinarily important to consider the beings who stand behind these processes.

[ 17 ] Etwas anderes ist die einzelne menschliche Individualität, etwas anderes ihr Wirken unter dem Einflusse der Epochalgeister. Denken wir an Giordano Bruno. Er ist es nicht allein, der dasjenige getan hat, was durch ihn geschehen ist. Hätte er sich drei Jahrhunderte früher oder später inkarniert, so würde er ebenso eine begabte Individualität gewesen sein; aber er hätte, geleitet von dem Geiste seiner Zeit, etwas ganz anderes tun müssen. Die Zeitgeister, die der Ausdruck sind dieser Urkräfte, die herunterreichen bis zu dem Menschen, sie stellen die Menschen hin an die Plätze, wo sie hingehören. Dann verstehen Sie ihr Wirken, wenn Sie den einzelnen Menschen betrachten als Werkzeug dieser Urkräfte, als Material dieser Geister. Wo immer Menschen an einer großen oder kleinen Stelle auftauchen, müssen sie so beurteilt werden, denn für diese Urkräfte sind die Menschen das, was für uns die Mineralien sind. Es ist für jeden, der sich mit der Geisteswissenschaft beschäftigt, immer eine Frage, inwiefern ist diese oder jene Persönlichkeit das Material der Epochalgeister? — Da sieht man tief hinein in das Walten und Weben der Evolution, wenn man beobachtet, wie die Menschen an die entsprechenden Stellen der Welt gestellt werden.

[ 17 ] Human individuality is one thing; its activity under the influence of the spirits of the age is another. Let us consider Giordano Bruno. He alone did not accomplish what came to pass through him. Had he incarnated three centuries earlier or later, he would still have been a gifted individual; but, guided by the spirit of his time, he would have had to do something entirely different. The spirits of the age, which are the expression of these primal forces that reach down to human beings, place people in the places where they belong. You will understand their workings when you regard the individual human being as an instrument of these primal forces, as material for these spirits. Wherever people appear, whether in a position of great or small importance, they must be judged in this way, for to these primal forces, human beings are what minerals are to us. For anyone engaged in Spiritual Science, the question always arises: To what extent is this or that personality the material of the epochal spirits? — One gains a deep insight into the workings and weaving of evolution when observing how people are placed in their appropriate positions in the world.

[ 18 ] Steigen wir nun noch zu den Gewalten auf, für welche der Mensch als solcher überhaupt nicht mehr da ist. Wir werden uns dann in noch anderer Weise eine Vorstellung machen können, was beteiligt ist an der Entwickelung der Naturkräfte. Das unterste Reich, das für ihre Wahrnehmung in Betracht kommt, sind die Engel. Für diese hoch erhabenen Wesenheiten sind die Engel dasselbe, was das Mineralreich für uns ist. Wir haben schon bei anderen Gelegenheiten hingewiesen auf das Wirken dieser Gewalten: alles, was über den einzelnen Menschen hinausgeht, was mit den Angelegenheiten unseres ganzen Planeten zusammenhängt, das sind die Taten dieser Wesenheiten. Wenn wir unsere Erde selbst verfolgen bis zurück zu der Zeit, wo sie entstanden ist und der Mensch mit ihr als eine sich allmählich bildende Wesenheit, dann kommen wir zu den Urkräften zurück.

[ 18 ] Let us now ascend to the forces for which human beings, as such, no longer exist at all. We will then be able to form a different kind of mental image of what is involved in the development of the forces of nature. The lowest realm that comes into consideration for their perception is that of the angels. For these highly exalted beings, the angels are what the mineral kingdom is to us. We have already pointed out on other occasions the workings of these forces: everything that transcends the individual human being, everything connected with the affairs of our entire planet—these are the deeds of these beings. When we trace our Earth back to the time of its formation, and humanity along with it as a gradually emerging entity, we arrive at the primordial forces.

[ 19 ] Wollen wir aber das Leben und Werden der Erde selbst betrachten, so müssen wir zu den Gewalten zurückgehen. Sie haben nichts zu tun mit den einzelnen Menschen, sondern mit dem Werden des Planeten. Solche Gewalten haben wir in den Sonnen- und Mondkräften in uns. Wir wissen, daß die Menschheit als solche unter dem Einfluß dieser Sonnen- und Mondkräfte steht. Würden nur die Sonnenkräfte wirken, die warmen, feurigen, lichtspendenden Sonnenkräfte, so würde der Mensch sich rasch entwickeln, würde sich in einem Leben überstürzen. Die verzögernde Kraft liegt in den Mondkräften; die Mondeskräfte zwingen ihn in die Form hinein. Würden sie allein wirken, so würde der Mensch nur einmal leben, nur eine Inkarnation haben; er würde ersterben, in der Form mumifiziert werden. Die Erde würde bedeckt sein mit Statuen. Würden nur die Sonnenkräfte wirken, so würde der Mensch auch nur eine Inkarnation durchmachen, aber in dieser einen Inkarnation alles durchleben, was er sonst in unzähligen Inkarnationen durchleben würde.

[ 19 ] But if we wish to consider the life and evolution of the Earth itself, we must go back to the forces. They have nothing to do with individual human beings, but rather with the evolution of the planet. We possess such forces within us in the form of the solar and lunar forces. We know that humanity as a whole is under the influence of these solar and lunar forces. If only the solar forces were at work—the warm, fiery, light-giving solar forces—human beings would develop rapidly, rushing through life in a single lifetime. The moderating force lies in the lunar forces; the lunar forces compel the human being into form. If they were to act alone, human beings would live only once, have only one incarnation; they would die and be mummified within their form. The Earth would be covered with statues. If only the solar forces were at work, human beings would also undergo only one incarnation, but in that single incarnation they would experience everything they would otherwise experience over countless incarnations.

[ 20 ] Das Zusammenwirken beider Kräfte bewirkt die richtige Bilanz, so daß der Mensch sich in der Weise weiter entwickeln kann, wie er es tut. Der Mond allein würde mumifizierend wirken. Der Mond regelt jetzt die eine Inkarnation; die Sonne regelt die aufeinanderfolgenden Inkarnationen von außen, während die Engel von innen wirken. Da sehen wir auf das Wesen und Weben der Gewalten, die in der Bibel ganz richtig geschildert werden als Lichtgeister oder Elohim, die da waren, bevor die Erde geschaffen wurde. Einer von ihnen ist Jehova, der die Menschen in die Form zwingt. Im Wirken und Weben der Gewalten sehen wir, was mit dem Leben des ganzen Planeten in Zusammenhang steht. Wir haben hier die Möglichkeit, tief hineinzuschauen in das, was unserer Weltenevolution zugrunde liegt.

[ 20 ] The interaction of these two forces creates the proper balance, so that human beings can continue to develop in the way they do. The Moon alone would have a mummifying effect. The Moon now governs a single incarnation; the Sun governs successive incarnations from the outside, while the angels work from within. Here we see the nature and interplay of the powers that are quite correctly described in the Bible as spirits of light or Elohim, who were there before the Earth was created. One of them is Jehovah, who compels human beings into form. In the workings and interplay of these forces, we see what is connected to the life of the entire planet. Here we have the opportunity to look deeply into what underlies the evolution of our world.

[ 21 ] Wir haben aber auch schon gehört, daß gewisse Wesenheiten immer in der Entwickelung zurückbleiben. Die jetzigen Gewalten waren auf dem Monde Urkräfte. Nun gibt es aber solche Urkräfte des Mondes, die ihr Pensum auf dem Monde nicht absolviert haben und die auf die Erde herein als Urkräfte gekommen sind, die sich nicht schnell genug entwickelt haben, obwohl sie die Anwartschaft gehabt haben, Gewalten zu werden. Die Hervorragendste dieser Urkräfte, die eigentlich vom Range der Gewalten sein könnten, ist die im Volksmund «Satan» genannte Wesenheit. Er ist also vom Range der Urkräfte und könnte sogar eine Gewalt sein. Innerhalb der Geister, die die Welt vorwärtsbringen, wirkt dieser Epochalgeist den anderen entgegen; er ist eine solche Kraft auf der Erde, wie sie auf den alten Mond gepaßt hätte und ist auch noch innig verwoben mit den Kräften des alten Mondes. Er ist der Meister aller Hindernisse und Hemmanisse, die sich den fortschreitenden Epochalgeistern entgegenstellen. Sie werden begreifen, was es heißt im Leben des Christus Jesus, daß er den Satan erst hat überwinden müssen, den Gegner des Fortschrittes, gerade im Momente des größten Fortschrittes; denn Christus wollte die Menschen, die Menschheit einen mächtigen Schritt weiterführen und mußte diesen Widersacher erst überwinden als das Hemmende und Störende in der Entwickelung, das die Urkräfte unserer Erde nicht vorwärtskommen lassen wollte. Diese widerrechtlichen Urkräfte bezeichnet die christliche Esoterik als satanische Gewalten. Das, was oft als Vorsehung bezeichnet wird, stellt sich ganz konkret im einzelnen dar als Gruppe von Wesenheiten. Manches würde der Mensch besser verstehen, wenn er wieder den Zusammenhang der sinnlichen Erscheinungen mit diesen geistigen Wesenheiten würde erforschen können. Alles, was uns in der Welt erscheint, ist ein Ausdruck geistiger Wesenheiten.

[ 21 ] However, we have also heard that certain entities always lag behind in their development. The present Powers were primordial forces on the Moon. However, there are certain primordial forces of the Moon that did not complete their task there and have come to Earth as primordial forces—forces that did not develop quickly enough, even though they had the potential to become Powers. The most prominent of these primordial forces—which could actually be of the rank of powers—is the entity commonly known as “Satan.” He is thus of the rank of primordial forces and could even be a power. Among the spirits who drive the world forward, this Epochal Spirit works against the others; he is a force on Earth that would have been appropriate for the ancient Moon and remains intimately interwoven with the forces of the ancient Moon. He is the master of all obstacles and hindrances that stand in the way of the advancing Epochal Spirits. You will understand what it means in the life of Christ Jesus that he first had to overcome Satan, the adversary of progress, precisely at the moment of greatest progress; for Christ wanted to lead human beings—humanity—a mighty step forward and first had to overcome this adversary as the hindering and disruptive force in evolution that the primordial forces of our Earth did not want to let move forward. Christian esotericism designates these unlawful primal forces as satanic powers. What is often referred to as providence manifests itself quite concretely, in specific instances, as a group of beings. Humanity would understand many things better if it could once again explore the connection between sensory phenomena and these spiritual beings. Everything that appears to us in the world is an expression of spiritual beings.

[ 22 ] So zum Beispiel wissen Sie, daß die Planeten, die Himmelskörper, gewisse Bewegungen um sich selbst und um andere ausführen. Warum geschieht das? Die Bewegung der Erde um ihre Achse war nicht immer da. Warum ist sie eingetreten? Weil der Mensch in seiner gegenwärtigen Entwickelung die Abwechslung zwischen Tag und Nacht, zwischen Schlafen und Wachen braucht. Der Makrokosmos hängt auf das innigste zusammen mit dem Mikrokosmos; durch die Einteilung der Zeiten wird das Leben geregelt. Während der alten Mondenzeit war es ganz anders. Da gab es eine ganz andere Zeiteinteilung, einen ganz anderen Wechsel zwischen Tag und Nacht, denn der alte Mond bewegte sich ganz anders. Die Wesenheiten, die heute die Bewegungen lenken, haben in ihrem eigenen Leben diese Bewegungen schon vorbereitet, denn hinter diesen Bewegungen stehen geistige Wesenheiten; sie sind die Taten geistiger Wesenheiten. In diesen Bewegungen wird der Mensch einst eine tiefe Weisheit erkennen.

[ 22 ] For example, you know that the planets—the celestial bodies—perform certain movements around their own axes and around one another. Why does this happen? The Earth’s rotation on its axis did not always exist. Why did it come about? Because human beings, at their present stage of development, need the alternation between day and night, between sleeping and waking. The macrocosm is most intimately connected with the microcosm; life is regulated by the division of time. During the ancient Lunar Age, things were quite different. There was a completely different division of time, a completely different alternation between day and night, because the ancient Moon moved in a completely different way. The beings who now guide these movements have already prepared them in their own lives, for spiritual beings stand behind these movements; they are the deeds of spiritual beings. In these movements, human beings will one day recognize a profound wisdom.

[ 23 ] Im Umlauf der Erde um die Sonne, diesem sogenannten Umlauf, liegt eine tiefe Weisheit, und der Mensch wird einst erkennen, daß darin etwas ungeheuer Bedeutungsvolles sich abspielt. Wundern Sie sich nicht, daß ich sage: «sogenannt». Was heute in den Schulen gelehrt wird über die Art, wie die Erde sich um die Sonne bewegt, ist nur das Ergebnis eines Rechenexempels. Es ist gar nicht absolut wahr. Diese Erklärung wird auch einst ganz andere Formen annehmen. Selbst geschichtlich könnten sich die Menschen unterrichten, daß es nicht so ist. Es ist eine ganz merkwürdige Sache mit dem System des Kopernikus. Er gründete seine Anschauung auf drei Grundsätze, von denen die heutige Wissenschaft nur zwei angenommen hat, den dritten aber unter den Tisch hat fallen lassen. In Wirklichkeit rast die Sonne mit großer Geschwindigkeit durch den Weltenraum auf das Sternbild des Herkules zu. Eine solche Bewegung, wie sie gewöhnlich geschildert wird, wird nur dadurch vorgetäuscht, daß sich die Planeten mitbewegen. Die wahre Erdbahn bildet eine Schraubenlinie. Was man die Schiefe der Ekliptik nennt, ist die Schwerkraftlinie zwischen Sonne und Erde. Man hat vergessen, daß die Erde im Laufe eines Jahres sich einmal dreht um die Achse der Ekliiptik, und diese Drehung kombiniert sich mit der Schraubendrehung. Diese beiden Dinge hat Kopernikus noch auseinandergehalten, aber jetzt tut man es nicht mehr. Die Bewegung mit der Ekliptik hat man fallen gelassen. So stimmt es mit den Tatsachen gar nicht überein, wenn man sagt, die Erde dreht sich um die Sonne. In Wahrheit ist eine Schraubenbewegung vorhanden.

[ 23 ] There is profound wisdom in the Earth’s orbit around the Sun—this so-called orbit—and humanity will one day recognize that something immensely significant is taking place within it. Do not be surprised that I say “so-called.” What is taught in schools today about the way the Earth moves around the Sun is merely the result of a mathematical calculation. It is not absolutely true at all. This explanation will also take on entirely different forms one day. Even from a historical perspective, people could learn that this is not the case. There is something quite peculiar about the Copernican system. He based his view on three principles, of which modern science has accepted only two, while the third has been swept under the rug. In reality, the Sun is hurtling at great speed through space toward the constellation of Hercules. A movement such as is usually described is only simulated by the fact that the planets move along with it. The Earth’s true orbit forms a helical path. What is called the obliquity of the ecliptic is the line of gravity between the Sun and the Earth. People have forgotten that, in the course of a year, the Earth rotates once around the axis of the ecliptic, and this rotation combines with the helical motion. Copernicus still distinguished between these two things, but people no longer do so. The motion along the ecliptic has been disregarded. Thus, it does not correspond at all to the facts to say that the Earth revolves around the Sun. In reality, a helical motion is at work.

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[ 24 ] Wenn diese Schraubenlinie eine Gerade wäre, so müßte der Fortschritt ein ungeheuer schneller sein; die Erde müßte ihren Weg mit ungeheurer Schnelligkeit zurücklegen, und das wäre gerade das, was der Mensch nicht vertragen könnte.

[ 24 ] If this spiral were a straight line, progress would have to be immensely faster; the Earth would have to travel its course at an immense speed, and that is precisely what humankind could not endure.

[ 25 ] Wenn die Erde jene Räume wirklich durchmessen würde, die sie geradlinig zurücklegen würde, dann müßte der Mensch gleich alt werden. Nun ist aber die Bewegung in einer weisen Art abgebogen durch die leitenden Geister. Der absolute Fortschritt wird durch die andere Art der Bewegung verzögert. Sie sehen, wie tiefe Weisheit im Kosmos liegt; diese Weisheit ist der Ausdruck der leitenden Geister. Wir haben Regulatoren unserer Evolution, gegeben in den Engeln und Erzengeln. Die Kräfte, die wirken von Inkarnation zu Inkarnation, die den Menschen weitertreiben, daß er nicht mumifiziert werden kann, das sind die Regulatoren künftiger Umlaufszeiten des Jupiter. Solche Geister, die über dem Menschen stehen und sein Leben regeln, nennt man daher auch «Geister der Umlaufszeiten», weil ihre Taten später in den Umlaufszeiten der Himmelskörper zum Ausdruck kommen werden. In dem, wie die Sterne sich heute bewegen, können Sie die Resultate sehen dessen, was höhere Wesenheiten damals getan haben, und in der heutigen Menschheit können Sie schon die künftigen Umlaufszeiten erkennen. Da kommt ungeheures geistiges Leben in den Himmelsraum hinein, wenn wir ihn so betrachten lernen.

[ 25 ] If the Earth were truly to traverse those distances that it would cover in a straight line, then human beings would have to live just as long. However, this movement has been wisely diverted by the guiding spirits. Absolute progress is delayed by this different kind of movement. You can see how profound the wisdom of the cosmos is; this wisdom is the expression of the guiding spirits. We have regulators of our evolution, embodied in the angels and archangels. The forces that act from incarnation to incarnation, driving humanity forward so that it cannot become mummified—these are the regulators of Jupiter’s future orbital periods. Such spirits, who stand above humanity and govern its life, are therefore also called “spirits of the orbital periods,” because their deeds will later find expression in the orbital periods of the celestial bodies. In the way the stars move today, you can see the results of what higher beings did back then, and in humanity today, you can already discern the future orbital periods. An immense spiritual life enters the celestial realm when we learn to view it in this way.

[ 26 ] Es sollte heute nur das betrachtet werden, was bis zu den Gewalten hinauf die Eigentümlichkeiten dieser Wesenheiten sind. Wir können uns vorstellen, wie das Äußere der Ausdruck eines Inneren ist. Wenn dies wieder einmal die Menschen erfüllen wird, was hier gesagt wird, wird sich manches ändern. Wir sind jetzt bei einem ungeheuren Tiefstand der gelehrten Bildung angelangt. Die äußeren Fortschritte gehen nicht zusammen mit dem geistigen Leben; dieses würde einem ungeheuren Tiefstand entgegengehen, wenn nicht solche. Wahrheiten bekannt würden, wenn mit ihnen nicht die Wissenschaft durchleuchtet würde. Die Menschen wissen gar nicht mehr, wohin sie mit ihrer materialistischen Wissenschaft sollen. Es ist kürzlich ein Psychologiebuch erschienen; man darf nicht glauben, daß ein solches Buch nicht wirkt, weil der Verfasser noch unbekannt ist. Es wird darin ausgeführt, daß das Gesetz der Erhaltung der Kräfte auch für die Seele gilt, daß innere Erscheinungen der Seele nur aus einer Umwandlung der Nahrungsmittel bestünden. Er sagt ungefähr: «Man weiß seit zehn Jahren ganz gewiß, daß dasjenige, was man als Gesetz der Erhaltung der Kraft bezeichnet, identisch ist mit den Wirkungen des Nervensystemes; denn man kann nachweisen, daß alles das, was der Mensch in Form von Kräften mit den Nahrungsmitteln aufnimmt, sich vollständig mit dem deckt, was er an Arbeit leistet. Da man genau nachweisen kann, daß es sich im Menschen geradeso verhält wie sonst in der Welt, so kann es ein seelisches Wesen gar nicht geben. Wir haben es nur mit einer Umwandlung der Nahrungsmittel in Kräfte zu tun, die wieder nach Außen abgegeben werden.»

[ 26 ] Today we should consider only those characteristics of these entities that extend all the way up to the forces. We can form a mental image of the outer form as an expression of the inner. When what is said here once again fills the hearts of people, many things will change. We have now reached an abysmal low point in scholarly education. External progress does not go hand in hand with spiritual life; the latter would be heading toward an abysmal low point were it not for such truths becoming known, were science not illuminated by them. People no longer know where to turn with their materialistic science. A psychology book was recently published; one must not assume that such a book has no impact simply because the author is still unknown. It explains that the law of conservation of energy also applies to the soul, and that the soul’s inner phenomena consist solely of a transformation of food. He says, more or less: “For ten years now, it has been known with certainty that what is called the law of conservation of energy is identical to the effects of the nervous system; for it can be demonstrated that everything a person absorbs in the form of energy through food corresponds exactly to the work he performs. Since it can be precisely demonstrated that the situation in humans is exactly the same as elsewhere in the world, a spiritual being cannot possibly exist. We are dealing solely with a transformation of food into energy, which is then released back into the external world.”

[ 27 ] Es ist das eine sehr gescheite Schlußfolgerung. Ebensogut könnte man sagen: Zwei Menschen vor einer Bank zählen das Geld, das herein- und hinausgetragen wird; es ist gleich viel; also gibt es in der Bank keine Beamten. - Sind aber nicht trotzdem Beamte notwendig, die alles besorgen? Auf derselben Stufe steht die Ansicht jenes Psychologen und ein großer Teil dessen, was heute als Wissenschaft figuriert. Wohin eine geistige Kultur führen würde, die so kurz denkt, das kann sich ein jeder vorstellen, der die Sache nur etwas ins Auge faßt. Es ist notwendig, das geistige Wissen zu haben, denn hier ist der einzige wirkliche Impuls für die Entwickelung der Menschheit gegeben. Wenn der Mensch nicht hinter die Erscheinungen kommt, ist die Welt nicht zu begreifen. Man muß zu den großen, umfassenden Gesetzen kommen, zu den Zusammenhängen der Wesen und Welten.

[ 27 ] That is a very clever conclusion. One might just as well say: Two people standing in front of a bank are counting the money being brought in and taken out; the amounts are equal; therefore, there are no bank employees. - But aren’t bank employees still necessary to take care of everything? The view of that psychologist and a large part of what passes for science today are on the same level. Anyone who forms a mental image of the matter can imagine where a spiritual culture that thinks so narrowly would lead. It is necessary to possess spiritual knowledge, for it is the sole true impetus for the development of humanity. If human beings do not look beyond appearances, the world cannot be understood. One must arrive at the great, comprehensive laws—the interconnections between beings and worlds.