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Theosophy of the Rosicrucians
GA 99

3 June 1907, Munich

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Zehnter Vortrag

Tenth Lecture

[ 1 ] Wir haben gestern von den verschiedenen Verkörperungen unseres Planeten gesprochen, über die Saturn- und über die Sonnenverkörperung, und wir wollen uns nur kurz ins Gedächtnis zurückrufen, daß auf diesem Sonnenplaneten, dem Vorgänger unseres Erdenplaneten, der Mensch bis zu demjenigen Punkte ausgebildet war, daß er einen physischen und einen Ätherleib hatte, daß er also aufgestiegen war zu einer Art von Pflanzendasein. Ich habe Ihnen auch erzählt, wie verschieden allerdings dieses Pflanzendasein von dem war, was Sie heute in der Pflanzenwelt Ihrer Umgebung kennen. Wir werden sehen, daß die Pflanzen, die Sie heute umgeben, erst auf unserem Erdenplaneten entstanden sind. Wir haben auch beschrieben in einer gewissen Weise, wie dadurch, daß diese Menschenvorfahren der Sonne einen Ätherleib hatten, sie im physischen Leibe hauptsächlich diejenigen Organe zum Ausdruck brachten, die wir jetzt als Drüsenorgane, als Organe des Wachstums, der Fortpflanzung und der Ernährung kennen. Das alles war auf der Sonne zu sehen wie auf unserer Erde Felsen, Steine und Pflanzen. Daneben gab es ein Reich, das wir als zurückgebliebenes Saturnreich bezeichnen können, das die Anlagen zum späteren Mineral enthielt. Also nicht Mineral, wie wir es heute kennen, davon kann auf diesem Sonnenkörper nicht die Rede sein, aber Körper, die sich sozusagen nicht die Fähigkeit erworben hatten, einen Ätherleib in sich aufzunehmen und die dadurch in gewisser Beziehung auf der mineralischen Stufe zurückgeblieben waren, die der Mensch vorher auf dem Saturn durchgemacht hatte. Wir müssen also von zwei Reichen sprechen, die sich auf der Sonne gebildet haben. Man hat sich in der theosophischen Literatur daran gewöhnt, davon zu sprechen, daß der Mensch durchgegangen sei durch das Mineralreich, durch das Pflanzenreich und durch das Tierreich. Sie sehen, das ist eine ungenaue Ausdrucksweise. Dieses Mineralreich auf dem Saturn war ganz anders gestaltet. Es waren in den Gestalten desselben die ersten Keime, die Vorboten unserer Sinnesorgane vorgezeichnet. Ebenso war auf der Sonne nicht ein Pflanzenreich wie das heutige, sondern es war pflanzlicher Natur alles das, was heute in dem Menschen als Organe des Wachstums lebt, namentlich alle Drüsenorgane. Pflanzlich waren sie, weil sie vom Ätherleib durchzogen waren.

[ 1 ] Yesterday we spoke of the various incarnations of our planet—the Saturn and Sun incarnations— and we would like to briefly recall that on this solar planet—the predecessor of our Earth—humanity had evolved to the point where it possessed a physical body and an etheric body, meaning it had ascended to a kind of plant existence. I have also told you how different this plant existence was, however, from what you know today in the plant world around you. We will see that the plants that surround you today first arose on our Earth. We have also described, in a certain way, how—because these human ancestors on the Sun had an etheric body—they expressed in their physical body primarily those organs that we now know as glandular organs, as organs of growth, reproduction, and nutrition. All of this could be seen on the Sun just as rocks, stones, and plants are seen on our Earth. Alongside this, there was a realm that we might call the “retarded” Saturn realm, which contained the potential for what would later become the mineral kingdom. So not minerals as we know them today—there can be no question of that on this solar body—but bodies that, so to speak, had not acquired the ability to incorporate an etheric body within themselves and which, as a result, had remained, in a certain sense, at the mineral stage that humanity had previously passed through on Saturn. We must therefore speak of two kingdoms that formed on the Sun. In theosophical literature, it has become customary to speak of humanity having passed through the mineral kingdom, the plant kingdom, and the animal kingdom. As you can see, this is an imprecise way of expressing it. This mineral kingdom on Saturn was structured quite differently. The first seeds, the precursors of our sense organs, were already foreshadowed in the forms of that realm. Likewise, on the Sun there was not a plant kingdom like the one we have today, but rather everything that lives today in human beings as organs of growth—namely, all the glandular organs—was of a plant nature. They were plant-like because they were permeated by the etheric body.

[ 2 ] Nun müssen wir uns vorstellen, daß dieser Sonnenzustand durchgegangen ist durch eine Art von Schlafzustand, durch eine Verdunkelung, eine Latenz. Sie dürfen sich aber nicht vorstellen, daß der Durchgang eines Planeten durch einen solchen Schlafzustand etwa ein Durchgehen durch die Tatenlosigkeit wäre, ein Zustand der Nichtigkeit. Das ist er ebensowenig wie der Devachanzustand des Menschen. Das menschliche Devachan ist kein Zustand der Tatenlosigkeit. Wir haben vielmehr gesehen, wie der Mensch dort in fortwährender Tätigkeit sich befindet und an der Entwickelung unserer Erde in wichtigster Weise mitarbeitet. Nur für das gegenwärtige Bewußtsein des Menschen ist dieser Zustand eine Art von Schlafzustand. Für ein anderes Bewußtsein stellt er sich aber als ein viel tätigerer wirklicher Zustand dar. Es sind alle diese Durchgänge ein Gehen durch himmlische, höhere Zustände, worin Wichtiges für die Planeten vorgeht. Man nennt sie in der theosophischen Ausdrucksweise «Pralaya».

[ 2 ] Now we must imagine that this solar state has passed through a kind of dormant state, a period of darkness, a latency. However, you must not imagine that a planet’s passage through such a dormant state is, as it were, a passage through inactivity, a state of nothingness. It is no more so than the human state of Devachan. The human Devachan is not a state of inactivity. Rather, we have seen how human beings there are engaged in constant activity and play a vital role in the evolution of our Earth. Only to the present-day human consciousness does this state appear to be a kind of state of sleep. To a different kind of consciousness, however, it appears as a much more active, real state. All these passages are a journey through heavenly, higher states in which important events for the planets take place. In theosophical terminology, they are called “Pralaya.”

[ 3 ] Wir wollen uns nun vorstellen, wie die Sonne durch einen solchen Zustand gegangen ist und wie sich aus der Sonne das entwickelt hat, was man im Okkultismus den dritten Zustand unserer Erde, den Mond, nennt. Wenn wir diesem Vorgange hätten zuschauen können, so hätte sich uns etwa folgendes dargestellt. Wir hätten im Laufe von Millionen von Jahren das Sonnendasein sich verändern und dahinschwinden sehen und nach weiteren Millionen von Jahren wieder aufleuchten nach einem Dämmerungszustand. Das ist der Beginn des Mondenkreislaufs.

[ 3 ] Let us now imagine how the Sun went through such a state and how what is called in occultism the third state of our Earth—the Moon—developed from the Sun. If we had been able to observe this process, we would have seen something like the following. Over the course of millions of years, we would have seen the Sun’s existence change and fade away, and after millions more years, we would have seen it light up again following a twilight state. This is the beginning of the lunar cycle.

[ 4 ] In der ersten Zeit, als die Sonne wieder aufleuchtete, war von einer Trennung zwischen Sonne und Mond nicht die Rede; sie waren noch beisammen wie im Sonnenzeitalter. Und dann geschah zunächst, was man eine Wiederholung der früheren Zustände nennt. Auf einer gewissen höheren Stufe wiederholte sich, was auf dem Saturn und der Sonne geschehen war. Dann trat eine merkwürdige Veränderung in dem Zustande dieser wieder hervorgetretenen Sonne ein: es ballte sich der Mond von der Sonne ab. Zwei Planeten oder vielmehr ein Fixstern und ein Planet entstanden aus dem alten Sonnensystem heraus. Es bildete sich eine größere und eine kleinere Masse, Sonne und Mond. Der Mond, von dem wir jetzt sprechen, enthielt nicht nur, was der heutige Mond enthält, sondern vielmehr alles das, was die heutige Erde und der Mond an verschiedenen Substanzen und Wesenheiten enthalten. Wenn Sie das alles zusammenrühren würden, dann hätten Sie jenen Mond, von dem wir sprechen und der sich damals von der Sonne abgerissen hat.

[ 4 ] In the early days, when the Sun began to shine again, there was no question of a separation between the Sun and the Moon; they were still together, just as in the Age of the Sun. And then, at first, what is called a repetition of earlier conditions took place. At a certain higher level, what had happened on Saturn and the Sun repeated itself. Then a remarkable change occurred in the state of this Sun that had reappeared: the Moon separated from the Sun. Two planets—or rather, a fixed star and a planet—emerged from the old solar system. A larger and a smaller mass formed: the Sun and the Moon. The Moon of which we are now speaking contained not only what today’s Moon contains, but rather everything that today’s Earth and Moon contain in terms of various substances and entities. If you were to mix all of that together, you would have that Moon of which we speak and which broke away from the Sun at that time.

[ 5 ] Die Sonne wurde dadurch ein Fixstern, daß sie die besten Stoffe zugleich mit den geistigen Wesenheiten herauszog. Dadurch avancierte sie zum Fixstern. Als sie noch Planetensonne war, hatte sie ja das alles noch in sich. Weil sie aber jetzt alles das abgab an einen selbständigen Planeten, was die Wesen an ihrer Höherentwickelung verhindert hätte, wurde sie ein Fixstern. Und wir haben jetzt das kosmische Schauspiel vor uns, daß wir einen höhergebildeten Körper als Fixstern haben, und um diesen herum im Raume sich bewegend einen Planeten, der weniger wertvoll ist, der Mond, das heißt heutiger Mond und heutige Erde in einem.

[ 5 ] The Sun became a fixed star by drawing out the finest substances along with the spiritual beings. This is how it became a fixed star. When it was still a planetary sun, it still contained all of that within itself. But because it now relinquished to an independent planet everything that would have hindered the beings’ higher development, it became a fixed star. And we now have before us the cosmic spectacle of a higher-formed body as a fixed star, and moving around it in space, a planet that is less valuable—the Moon—that is, today’s Moon and today’s Earth in one.

[ 6 ] Diese Bewegung des Mondes um die Sonne war eine ganz andere, als es die Bewegung der heutigen Erde ist. Wenn Sie diese verfolgen, können Sie zwei Bewegungen unterscheiden. Erstens dreht sich die Erde um die Sonne und zweitens um sich selbst. Durch diese letztere Bewegung, die im Jahre sich ungefähr 365 mal vollzieht, entsteht, wie Sie wissen, Tag und Nacht, durch die erstere entstehen die vier Jahreszeiten. So war es aber auf dem alten Monde nicht. Dieser Mond war in gewisser Beziehung ein höflicherer Körper zu seiner Sonne, als es unsere Erde ist, denn er bewegte sich immer so um die Sonne herum, daß er ihr stets dieselbe Seite zukehrte. Er kehrte ihr niemals die Rückseite zu. Er drehte sich während eines Rundganges um die Sonne nur einmal um sich selbst. Solch eine andersartige Bewegung aber hat eine große Wirkung auf die Wesen, die sich auf dem Planeten entwickeln.

[ 6 ] This motion of the Moon around the Sun was quite different from the motion of the Earth today. If you observe it, you can distinguish two motions. First, the Earth revolves around the Sun, and second, it rotates on its own axis. As you know, this latter motion—which occurs approximately 365 times a year—gives rise to day and night, while the former gives rise to the four seasons. But this was not the case on the ancient Moon. In a certain sense, this Moon was a more “polite” body toward its Sun than our Earth is, for it always moved around the Sun in such a way that it constantly presented the same side to it. It never turned its far side toward the Sun. During one orbit around the Sun, it rotated on its axis only once. Such a different kind of motion, however, has a great effect on the beings that develop on the planet.

[ 7 ] Nun will ich Ihnen diesen Mondplaneten selbst beschreiben. Da muß ich vor allen Dingen sagen, daß der Mensch selbst wiederum ein Stück weitergekommen war als auf der Sonne und dem Saturn. Er war jetzt so weit, daß er nicht nur aus physischem und Ätherleib bestand, sondern daß auch noch der Astralleib dazukam. Wir haben also jetzt einen Menschen, der aus physischem Leib, Ätherleib und Astralleib sich zusammensetzte, der aber noch kein Ich hatte. Die Folge davon war, daß gerade dieser Mensch des Mondes aufrückte zu jenem dritten Bewußtseinszustande, den wir beschrieben haben, zu dem Bilderbewußtsein, dessen letztes Rudiment wir im Traumbilderbewußtsein des heutigen Menschen haben. Dadurch nun, daß dieser astralische Leib sich den anderen Leibern eingliederte, gingen an diesen, namentlich am physischen Leibe, Veränderungen vor. Wir haben gesehen, wie auf der Sonne als Höchstes im physischen Leibe die Drüsenorgane waren, wie bestimmte Stellen durchzogen wurden von Strahlungen, die sich später verhärtet haben zum heutigen Sonnengeflecht. Durch die Arbeit des Astralleibes an dem physischen Leib auf dem Monde entstanden die ersten Anfänge des Nervensystems. Da gliederten sich die Nerven ein, die Sie heute noch in ähnlicher Weise in den Nerven des Rückenmarks haben.

[ 7 ] Now I would like to describe this lunar planet to you myself. First and foremost, I must say that human beings had progressed even further there than they had on the Sun and Saturn. They had now reached the point where they consisted not only of a physical and etheric body, but also had an astral body. So we now have a human being composed of a physical body, an etheric body, and an astral body, but who did not yet have an “I.” The result of this was that this particular human being of the Moon advanced to that third state of consciousness we have described—the pictorial consciousness—the last vestige of which we find in the dream-pictorial consciousness of modern human beings. Now, as this astral body integrated itself with the other bodies, changes took place in them—particularly in the physical body. We have seen how, on the Sun, the glandular organs were the highest development within the physical body, and how certain areas were permeated by radiations that later solidified into what we now call the solar plexus. Through the work of the astral body on the physical body during the Moon period, the very beginnings of the nervous system arose. This is when the nerves became integrated, which you still have today in a similar form in the nerves of the spinal cord.

[ 8 ] Nun bedenken Sie das eine: Der Mensch hatte noch kein selbständiges Ich, nur die drei genannten Leiber waren da. Dieses menschliche Ich war geradeso in der Atmosphäre in der Umgebung des Mondes, wie früher der Ätherleib auf dem Saturn und der Astralleib auf der Sonne, und von dort aus arbeitete dieses Ich, eingebettet in die göttlicheGrundsubstanz, an dem physischen Leibe. Wenn wir nun bedenken, daß damals das Ich noch arbeitete als ein Genosse von göttlichen Wesenheiten, daß es sozusagen noch nicht herausgegliedert, noch nicht herausgefallen war aus dieser göttlich-geistigen Wesenheit, so sehen wir, daß das Ich auf seinem Gang zum Erdendasein in gewisser Weise eine Art von Verschlechterung und in gewisser Weise auch eine Verbesserung erfahren hat. Eine Verbesserung dadurch, daß das Ich selbständig geworden ist, eine Verschlechterung aber dadurch, daß es nun allem Zweifel, allen Irrtümern, allem Bösen und Schlechten ausgesetzt worden ist.

[ 8 ] Now consider this: Human beings did not yet have an independent “I”; only the three bodies mentioned were present. This human “I” was present in the atmosphere surrounding the Moon, just as the etheric body had once been on Saturn and the astral body on the Sun; and from there, embedded in the divine fundamental substance, this “I” worked upon the physical body. If we now consider that at that time the “I” was still working as a partner of divine beings—that it had not yet, so to speak, been separated or fallen away from this divine-spiritual being—we see that on its journey toward earthly existence, the “I” has, in a certain sense, undergone a kind of deterioration and, in another sense, also an improvement. An improvement in that the “I” has become independent, but a deterioration in that it has now been exposed to all doubt, all error, and all that is evil and bad.

[ 9 ] Aus der göttlich-geistigen Substanz heraus arbeiteten die Iche. Wenn heute ein Ich vom astralischen Plan herunterarbeitet auf den physischen Plan, ist es eine Gruppenseele der Tiere. Ähnlich wie diese Gruppenseelen heute hineinarbeiten in die Tiere, so arbeitete damals das menschliche Ich von außen hinein in die drei Leiber. Nur konnte es höhere Körper erzeugen als den des heutigen Tieres, weil es aus der göttlichen Substanz heraus wirkte. Es gab auf dem Monde Lebewesen, die durch ihr Aussehen, durch alles, was sie waren, höher standen als heute die höchsten Affen, aber nicht so hoch wie der heutige Mensch. Es gab ein Zwischenreich zwischen dem heutigen Menschen und dem Tierreich. Dann gab es noch zwei weitere Reiche, die beide zurückgeblieben waren: ein solches, welches gewissermaßen nicht fähig geworden war, von der Sonne her den Astralleib aufzunehmen, das also auf der Stufe stehengeblieben war, auf der die Drüsenorgane auf der Sonne waren. Dieses zweite Reich auf dem Monde stand zwischen den heutigen Tieren und heutigen Pflanzen mitten darin, es war eine Art Pflanzentier. Es gibt heute auf der Erde keine ähnlichen Wesen unmittelbar, wir können nur noch Rudimente davon erkennen. Es gab noch ein drittes Reich, das sich schon auf der Sonne den Saturnzustand bewahrt hatte; es stand mitten darin zwischen Mineral und Pflanzen. So haben wir also auf dem Monde drei Reiche: Pflanzenmineral, Tierpflanze und Menschentier.

[ 9 ] The “I”s worked from the divine-spiritual substance. When today an “I” works down from the astral plane to the physical plane, it is a group soul of the animals. Just as these group souls work into the animals today, so did the human “I” work from the outside into the three bodies back then. However, it was able to create bodies higher than those of today’s animals because it acted from within the divine substance. There were beings on the Moon who, by their appearance and by everything they were, stood higher than today’s most advanced apes, though not as high as modern humans. There was an intermediate realm between modern humans and the animal kingdom. Then there were two further kingdoms, both of which had remained behind: one that, so to speak, had not become capable of taking on the astral body from the Sun, and had thus remained at the stage where the glandular organs were on the Sun. This second kingdom on the Moon stood right in the middle between today’s animals and today’s plants; it was a kind of plant-animal. There are no similar beings directly on Earth today; we can only recognize vestiges of them. There was also a third kingdom that had already retained the Saturn state on the Sun; it stood in the middle between the mineral and plant kingdoms. Thus, we have three kingdoms on the Moon: plant-mineral, animal-plant, and human-animal.

[ 10 ] Das, was heute Mineralien sind, auf denen Sie herumgehen, das gab es auf dem Monde noch nicht. Was wir Felsen, Ackerkrume und Humussubstanz nennen, gab es damals noch nicht. Das niedrigste Reich stand zwischen Pflanze und Mineral. Aus diesem Reiche bestand die ganze Substanz des Mondes. Die Mondenoberfläche glich etwa einem heutigen Torfboden, wo Pflanzen eben daran sind, eine Art Pflanzenbrei zu bilden. Die Mondenwesen gingen herum auf einer breiigen Pflanzenmineralmasse. Durch gewisse Zeiten seiner Entwickelung war der Mond so. Man kann es auch mit einem Kochsalat vergleichen. Felsen gab es im heutigen Sinne nicht. Das Höchste, was es gab, waren gewisse Eingliederungen, die Sie vergleichen können mit der Masse, die das Holz oder die Borke bestimmter Bäume bildet. Die Mondenberge bestanden aus solchen Verholzungen, solchen Holzmassen von verholztem Pflanzenbrei. Es war wie eine Art dürr gewordener alter Pflanze. Hierin bereitete sich das Mineralreich vor. Darauf wuchsen diese Pflanzentiere. Sie konnten keine selbständige Bewegung machen, sie waren festgebannt an den Boden, wie heute die Korallen.

[ 10 ] What we now call minerals—the ones you walk on—did not yet exist on the Moon. What we call rocks, topsoil, and humus did not yet exist back then. The lowest kingdom stood between the plant and mineral kingdoms. The entire substance of the Moon consisted of this kingdom. The Moon’s surface resembled, to some extent, today’s peat soil, where plants are just beginning to form a kind of plant pulp. The lunar beings walked about on a pulpy mass of plants and minerals. At certain stages of its development, the Moon was like this. One can also compare it to a cooked salad. Rocks, as we understand them today, did not exist. The highest form that existed were certain structures that you can compare to the mass that forms the wood or bark of certain trees. The lunar mountains consisted of such lignified structures, such masses of wood formed from lignified plant pulp. It was like a kind of old plant that had withered. Within this, the mineral kingdom was preparing itself. These plant-animals grew on it. They could not move independently; they were firmly anchored to the ground, just like corals are today.

[ 11 ] In unseren Mythen und Sagen, in denen von Eingeweihten gegebene tiefe Weisheit liegt, ist uns eine Erinnerung daran erhalten, und zwar in der Mythe vom Tode des Baldur. Der germanische Sonnen- oder Lichtgott hatte einstmals einen Traum, in dem ihm sein baldiger Tod verkündet wurde. Das machte die Götter, die Asen, die ihn liebten, sehr traurig. Sie sannen auf Mittel, ihn zu retten. Die Göttermutter Frigg nahm allen Wesen der Erde schwere Eide ab, daß keines den Baldur jemals töten würde. Alle schworen, und so schien es unmöglich, daß Baldur jedem Tode verfallen könne. Einst spielten die Götter und warfen während des Spiels mit allen möglichen Dingen nach Baldur, ohne ihn zu verwunden; sie wußten, daß er unverwundbar sei. Loki aber, der Gegner der Asen, der Gott der Finsternis, sann darauf, Baldur zu töten. Da hörte er von der Frigg, daß sie allen Wesen Eide abgenommen hätte, Baldur nicht zu töten. Nur ganz draußen, da war eine Pflanze, die Mistel, die war unschädlich, der hatte sie keinen Eid abgenommen, und das verriet sie ihm. Der listige Loki nahm die Mistel und brachte sie dem blinden Gotte Hödur, der, unwissend, was er tat, mit der Mistel den Baldur tötete. So erfüllte sich der böse Traum durch die Mistel. Sie spielte immer im Volksgebrauch eine bestimmte Rolle. Etwas Unheimliches, Geisterhaftes drückte sich durch sie aus. Was in den alten Drotten- und Druidenmysterien gelehrt wurde über die Mistel, ist als Sage und Brauch ins Volk übergegangen.

[ 11 ] In our myths and legends—which contain profound wisdom passed down by the initiated—a reminder of this has been preserved for us, namely in the myth of Baldur’s death. The Germanic god of the sun or light once had a dream in which his imminent death was foretold. This made the gods—the Aesir—who loved him, very sad. They pondered ways to save him. Frigg, the mother of the gods, made all creatures on Earth take solemn oaths that none would ever kill Baldur. Everyone swore, and so it seemed impossible that Baldur could ever fall victim to death. One day, the gods were playing and, during the game, threw all sorts of things at Baldur without wounding him; they knew he was invulnerable. But Loki, the enemy of the Aesir and the god of darkness, plotted to kill Baldur. Then he heard from Frigg that she had made all creatures swear an oath not to kill Baldur. Only far out in the wilderness was there a plant, the mistletoe, which was harmless; she had not taken an oath from it, and it revealed this to him. The cunning Loki took the mistletoe and brought it to the blind god Hödur, who, unaware of what he was doing, killed Baldur with the mistletoe. Thus, the evil dream was fulfilled through the mistletoe. It has always played a specific role in folk tradition. Something eerie and ghostly was expressed through it. What was taught about the mistletoe in the ancient Druidic mysteries has passed down to the people as legend and custom.

[ 12 ] Die zugrunde liegende Wahrheit ist: Auf dem Monde gab es diesen Mineralpflanzenbrei. Darauf wuchsen die Pflanzentiere des Mondes. Es gab nun solche, die sich weiterentwickelten und auf der Erde höhere Zustände erreichten, andere aber waren zurückgeblieben auf der Mondenstufe, und als die Erde entstand, konnten sie nur verkümmerte Gestalt annehmen. Sie mußten die Gewohnheit, die sie auf dem Monde hatten, beibehalten. Sie konnten nur auf pflanzlicher Grundlage, als Schmarotzer, als Parasiten auf der Erde leben. So lebt die Mistel auf anderen Bäumen, weil sie ein zurückgebliebener Rest der alten Pflanzentiere des Mondes ist.

[ 12 ] The underlying truth is this: On the Moon, there was this mineral-plant slurry. The plant-animals of the Moon grew on it. Some of them evolved further and attained higher states on Earth, while others remained at the lunar stage; and when the Earth came into being, they could only take on stunted forms. They had to retain the habits they had developed on the Moon. They could only live on Earth on a plant-based diet, as saprophytes, as parasites. This is why mistletoe lives on other trees—because it is a vestigial remnant of the ancient plant-animals of the Moon.

[ 13 ] Baldur war der Ausdruck dessen, was sich weiterentwickelt, was auf der Erde Licht bringt; Loki dagegen, der Repräsentant der finsteren Gewalten, des Zurückgebliebenen, er haßt das Fortgeschrittene, das, was sich weiterentwickelt hat. Daher ist Loki der Gegner des Baldur. Alle Erdenwesen waren unfähig, gegen Baldur, den Gott, der der Erde Licht gab, etwas zu unternehmen, denn sie waren seinesgleichen, sie hatten die Entwickelung mitgemacht. Nur das auf der Mondenstufe Zurückgebliebene, was sich mit dem alten Gott der Finsternis verbunden fühlte, das allein war fähig, den Lichtgott zu töten. Die Mistel ist auch ein bestimmtes Heilmittel, wie überhaupt Gifte Heilmittel sind. So finden wir tief auf dem Grunde der alten Volkssagen und Gebräuche kosmische Weisheiten.

[ 13 ] Baldur was the embodiment of that which evolves, that which brings light to the earth; Loki, on the other hand, the representative of the dark forces, of the backward, hates that which is advanced, that which has evolved. Therefore, Loki is Baldur’s adversary. All earthly beings were incapable of taking action against Baldur, the god who brought light to the earth, for they were his equals; they had undergone the same evolution. Only those who had remained behind at the lunar stage—those who felt connected to the ancient god of darkness—were capable of killing the god of light. Mistletoe is also a specific remedy, just as poisons are remedies in general. Thus, we find cosmic wisdom deep at the heart of ancient folk tales and customs.

[ 14 ] Nun erinnern Sie sich der Wesenheiten, die auf dem Saturn als äußersten Leib das Ich hatten, und daß es auf der Sonne solche gab, die als äußersten Leib den Astralleib hatten. Auf dem Monde gab es Wesenheiten, deren äußerster Leib der Ätherleib war. Sie bestanden aus Ätherleib, Astralleib, Ich, Geistselbst, Lebensgeist, Geistesmensch und aus einem Gliede darüber, dem achten, von dem wir heute beim Menschen noch nicht reden können, dem Heiligen Geist. Wir hätten sie nur in ihrem Ätherleibe sehen können als gespensterhafte Wesenheiten. Sie hatten damals den Entwickelungswert wie heute der Mensch. Die christliche Esoterik nennt sie Engel. Es sind Wesen, die heute unmittelbar über dem Menschen stehen, weil sie sich hinaufentwickelt haben bis zur Stufe des Heiligen Geistes. Man nennt sie auch Geister des Zwielichts oder lunarische Pitri.

[ 14 ] Now recall the beings on Saturn whose outermost body was the “I,” and that on the Sun there were beings whose outermost body was the astral body. On the Moon there were beings whose outermost body was the etheric body. They consisted of the etheric body, the astral body, the “I,” the spiritual self, the life spirit, the spiritual human, and a member above these, the eighth, of which we cannot yet speak in relation to human beings today: the Holy Spirit. We would have been able to see them only in their etheric bodies as ghostly beings. At that time, they were at the same stage of development as human beings are today. Christian esotericism calls them angels. They are beings who today stand immediately above human beings because they have developed upward to the level of the Holy Spirit. They are also called spirits of twilight or lunar Pitri.

[ 15 ] Die Geister der Ichheit hatten auf dem Saturn als Anführer eine Wesenheit, die man den Vatergott nennt. Die Geister des Feuers hatten auf der Sonne als Anführer den Christus, im Sinne des Johannes-Evangeliums den Logos. Auf dem Monde war der Anführer der Geister des Zwielichts dasselbe, was im Christentum der Heilige Geist ist. Jene Wesen, die auf dem Monde ihre Menschheit durchgemacht hatten, hatten nicht nötig, hier auf der Erde bis zu der Gestalt des physischen Leibes hinabzusteigen.

[ 15 ] On Saturn, the spirits of the ego had as their leader a being known as the Father God. On the Sun, the spirits of fire had as their leader the Christ—the Logos, in the sense of the Gospel of John. On the Moon, the leader of the spirits of twilight was the same as what is known in Christianity as the Holy Spirit. Those beings who had undergone their humanity on the Moon had no need to descend here on Earth to the form of the physical body.

[ 16 ] Die planetarischen Bildungen sind immer dichter und dichter geworden. Der alte Saturn hatte in seinem dichtesten Zustande nur den Zustand des Wärmestoffes. Der Sonnenzustand hatte als dichtesten Zustand dasselbe, was wir heute in den Gasen, der Luft sehen. Allerdings müssen Sie sich diese Substanzen etwas dichter vorstellen, als der heutige Wärmestoff und die Gase sind. Und auf der Mondenstufe haben sich die gasigen Substanzen der Sonne so verdichtet, daß sie diese breiartige, dichtwässerige, quellende Masse ergaben, aus der alle diese Wesen, auch die höchsten, die Tiermenschen auf dem Monde, bestanden. Wenn Sie sich das Weiße eines Hühnereies etwas dichter denken, so haben Sie ungefähr diese Substanz, und in diese Substanz des Menschen wurde das Nervensystem eingegliedert.

[ 16 ] Planetary formations have become denser and denser. In its densest state, ancient Saturn consisted solely of thermal matter. The Sun’s densest state was the same as what we see today in gases and air. However, you must imagine these substances to be somewhat denser than today’s thermal matter and gases. And at the lunar stage, the gaseous substances of the Sun had condensed to such an extent that they produced this paste-like, dense, watery, swelling mass, from which all these beings—including the highest ones, the animal-men on the Moon—were composed. If you imagine the white of a chicken egg to be somewhat denser, you have roughly this substance, and the nervous system was integrated into this human substance.

[ 17 ] Umgeben war dieser Mond von einer Art Atmosphäre, die ganz anders gestaltet war als die Erdenatmosphäre. Den Charakter dieser Substanz erkennen wir, wenn wir an eine Stelle in Goethes «Faust» denken: es ist da, wo Mephistopheles mit Faust auf dem Mantel sich in die Höhe heben will. Da will er Feuerluft machen; das würde Luft sein, in der wässerige Substanzen nebelhaft aufgelöst sind. Diese von wässerigen Substanzen durchzogene Luft — man nennt sie Feuerluft, auch Feuernebel — atmeten die Wesen auf dem Monde. Sie hatten keine Lunge, auch die höchsten Wesen, sie atmeten durch eine Art von Kiemen wie heute die Fische.

[ 17 ] This moon was surrounded by a kind of atmosphere that was quite different in composition from Earth’s atmosphere. We can grasp the nature of this substance by recalling a passage from Goethe’s Faust: it is the part where Mephistopheles, with Faust on his cloak, attempts to rise into the air. There he wants to create “fire air”; this would be air in which watery substances are dissolved in a mist-like state. This air, permeated with watery substances—called “fire air” or “fire mist”—was breathed by the beings on the moon. They had no lungs, not even the highest beings; they breathed through a kind of gills, just as fish do today.

[ 18 ] Diese Feuerluft, in der hebräischen Tradition «Ruach» genannt, kann tatsächlich in einer gewissen Weise dargestellt werden. Diese Ruach ist den heutigen Menschen verlorengegangen, die alten Alchemisten aber konnten die Bedingungen dafür herstellen; sie konnten dadurch Elementarwesen zu ihren Dienern machen. Dieser Feuernebel war also in den alchemistischen Zeiten etwas durchaus Bekanntes, und je weiter wir zurückgehen, desto mehr hatten die Menschen die Möglichkeit, ihn herzustellen. Diesen Feuernebel atmeten unsere Vorfahren auf dem Monde. Er hat sich weiterentwickelt und hat sich differenziert in die heutige Luft und in das, was sonst auf der Erde unter der Einwirkung des Feuers entstanden ist.

[ 18 ] This fiery air, called “Ruach” in the Hebrew tradition, can indeed be manifested in a certain way. This Ruach has been lost to people today, but the ancient alchemists were able to create the conditions for it; through it, they could make elemental beings their servants. This fiery mist was therefore something quite familiar in alchemical times, and the further back we go, the more people were able to produce it. Our ancestors breathed this fiery mist on the Moon. It has evolved and differentiated into today’s air and into whatever else has come into being on Earth under the influence of fire.

[ 19 ] Die rauchartige, dampfartige Mondenatmosphäre, die einen gewissen Hitzegrad hatte, war durchzogen, zu gewissen Zeiten mehr, zu gewissen Zeiten weniger, von Strömungen, die sozusagen wie Stränge von der Luft herunterhingen, sich in die Menschenkörper hineinsenkten und sie durchdrangen. Ganz ähnlich hing der Menschenleib auf dem Monde an einer Art von Strang, der sich hinausdehnte in die Atmosphäre, wie heute das Kind im mütterlichen Leibe an der Nabelschnur hängt. Es war wie ein kosmischer Nabelstrang; und aus dieser Feuerluft kamen Stoffe in die Leiber, die sich vergleichen lassen mit dem, was heute der Mensch selbst erzeugt, mit dem Blut. Das Ich war aber außerhalb des Menschen und sandte durch diese Stränge etwas, was blutähnlich war, in die Körper, und diese Substanz strömte in sie aus und ein. Die Wesen berührten niemals die Mondenoberfläche; sie umschwebten, sie umkreisten dieselbe, wie wenn sie schwebend flössen. So wie die heutigen Wassertiere im Wasser sich bewegen, so bewegten sich diese Mondenmenschentiere. Es war die Arbeit der Engel, der Geister des Zwielichts, daß sie diese Blutsäfte einfließen ließen in die Menschen.

[ 19 ] The smoky, vaporous lunar atmosphere, which had a certain degree of heat, was permeated—at times more, at times less—by currents that hung down from the air like strands, so to speak, sinking into human bodies and penetrating them. In much the same way, the human body on the Moon hung from a kind of cord that extended out into the atmosphere, just as a child today hangs from the umbilical cord in the mother’s womb. It was like a cosmic umbilical cord; and from this fiery air, substances entered the bodies that can be compared to what human beings themselves produce today—namely, blood. The “I,” however, was outside the human being and sent, through these strands, something blood-like into the bodies, and this substance flowed in and out of them. The beings never touched the surface of the moon; they hovered around it, circling it as if they were floating and flowing. Just as today’s aquatic animals move in the water, so did these lunar human-animals move. It was the work of the angels, the spirits of twilight, to cause these blood-like fluids to flow into the human beings.

[ 20 ] Diese ganz anderen Verhältnisse hatten anderes zur Folge. Auf dem Monde fing eine Art Blutsystem an. Vom Kosmos strömte eine blutartige Substanz ein und aus, so wie heute die Luft in den Körper, und da entstand auch bei diesen Mondentiermenschen eine Fähigkeit, die nur mit dem Blute auftritt. Es war das erste Erklingen innerer Töne für seelische Erlebnisse. Erst wenn der Astralleib in den Wesen ist, tritt Empfindung auf, und diese Empfindung konnten sie ausleben in Tönen, und zwar auf eine merkwürdige Art. Es waren keine wirklich erzeugten Töne, sie hätten ihren Schmerz nicht hinausschreien können, es war keine Selbständigkeit des Schreiens, des Laut-Hervorbringens, sondern es traf zusammen mit bestimmten Erlebnissen. Zu bestimmten Jahreszeiten auf dem Monde geschah, was man nennen könnte eine Entwickelung des Fortpflanzungstriebes, und die inneren Erlebnisse, die diese Wesen dabei hatten, die konnten sie heraustönen; sonst schwiegen sie. In einer bestimmten Stellung des Mondes zur Sonne, in einer gewissen Jahreszeit, tönte heraus der alte Mond in den Kosmos. Die Wesen auf ihm schrieen ihren Trieb in die Welt hinaus. Rudimente davon haben wir in dem Schreien gewisser Tiere, zum Beispiel des Hirsches, erhalten. Das Schreien war mehr der Niederschlag allgemeiner Vorgänge, nicht individueller Erlebnisse, die willkürlich ausgedrückt sind. Ein kosmisches Ereignis fand darin seinen Ausdruck.

[ 20 ] These entirely different conditions led to different consequences. A kind of circulatory system began to develop on the Moon. A blood-like substance flowed in and out from the cosmos, just as air flows into the body today, and this gave rise among these lunar animal-men to an ability that arises only through the blood. It was the first resounding of inner tones for soul experiences. Only when the astral body is present in beings does sensation arise, and they were able to express this sensation through sounds—in a remarkable way. These were not sounds actually produced; they could not have cried out their pain—there was no independent act of crying out or producing sound—but rather, it coincided with specific experiences. At certain times of the year on the Moon, what might be called a development of the reproductive instinct took place, and the beings were able to express the inner experiences they had during this process through sound; at other times, they remained silent. When the Moon was in a certain position relative to the Sun, during a particular season, the ancient Moon resounded out into the cosmos. The beings on it cried out their instinct into the world. We have retained vestiges of this in the cries of certain animals, such as the deer. The crying was more the manifestation of general processes than of individual experiences expressed at random. A cosmic event found its expression in it.

[ 21 ] Wir müssen dies alles nur als annähernde Schilderungen auffassen, denn wir sind an Worte gebunden, die für Dinge, welche sich erst in unserer Erdenzeit verwirklicht haben, geprägt sind. Wir müßten erst eine Sprache erfinden, wenn wir das ausdrücken wollten, was das Auge des Sehers sieht. Trotzdem sind diese Schilderungen wichtig, denn sie sind der erste Weg, um zur Wahrheit zu kommen. Nur durch das Bild, die Imagination, finden wir den Weg zur Anschauung. Wir sollen uns keine abstrakten Begriffe, kein Schema machen, keine Vibrationen aufzeichnen, sondern Bilder in uns selbst entstehen lassen; das ist der direkte Weg, die erste Stufe der Erkenntnis. Denn so wahr es ist, daß der Mensch schon dazumal mit seinen Kräften dabei war, so wahr ist es, daß, wenn er sich heute Vorstellungen macht, diese ihn wieder zurücklenken zu den Zuständen, in denen er damals war.

[ 21 ] We must regard all of this merely as approximate descriptions, for we are bound by words that were coined for things that have only come into being during our time on Earth. We would first have to invent a language if we wanted to express what the seer’s eye sees. Nevertheless, these descriptions are important, for they are the first step toward arriving at the truth. Only through the image, through imagination, do we find the path to direct perception. We should not form abstract concepts or mental schemas, nor should we record vibrations; rather, we should allow images to arise within ourselves—this is the direct path, the first step toward knowledge. For just as it is true that human beings were already present with their powers back then, so too is it true that when they form mental images today, these images lead them back to the states in which they found themselves at that time.

[ 22 ] Nachdem alle Wesenheiten auf dem Monde ihre Entwickelung durchgemacht hatten und zu höheren Stufen aufschreiten konnten, kam die Zeit, wo sich Mond und Sonne wieder vereinigten, in einen Leib zurückfielen und so ins Pralaya traten. Nachdem sie dann zusammen diesen Zustand der Latenz durchgemacht hatten, glänzte ein neues Dasein auf: die erste Vorverkündigung unseres Erdendaseins. Jetzt wiederholten sich kurz die ersten drei Zustände auf höherer Stufe, zuerst das Saturndasein, dann das Sonnendasein, und dann spaltete sich der Mond neuerdings ab und umkreiste den übrigen Körper. Aber dieser Mond hatte die Erde noch in sich.

[ 22 ] After all beings on the Moon had completed their evolution and were able to advance to higher stages, the time came when the Moon and the Sun reunited, merged back into a single body, and thus entered Pralaya. After they had passed through this state of latency together, a new existence dawned: the first foreshadowing of our earthly existence. Now the first three states were briefly repeated at a higher level—first the Saturn existence, then the Sun existence—and then the Moon split off once more and orbited the remaining body. But this Moon still contained the Earth within it.

[ 23 ] Nun kommt eine weitere hochwichtige Veränderung. Alles, was Erde ist, wirft den heutigen Mond aus sich heraus. Das sind die schlechtesten Stoffe und Wesenheiten, das Unbrauchbare; das ist in dem heutigen Monde enthalten. Alles das, was als quellend-wässerige Substanz auf dem alten Monde war, ist auf dem heutigen Monde vereist — das kann man physisch nachweisen —, und das, was fortentwicklungsfähig war, blieb als Erde zurück. Die Höherentwickelung geschieht auf der Erde durch die Trennung der alten Sonne in diese drei Körper: Sonne, Mond und Erde. Diese Trennung fand statt vor vielen Tausenden von Jahren, zur alten lemurischen Zeit. Und da sind aus jenen alten Mondenwesen, die als Pflanzenmineral, Pflanzentiere und Tiermenschen geschildert wurden, das heutige Mineral, die heutige Pflanze, das heutige Tier und der Mensch entstanden, der fähig geworden ist, das Ich in sich aufzunehmen, das früher ihn umschwebte und mit der Gottheit vereinigt war. Die Vereinigung des Ich mit dem Menschen fand statt nach der Trennung von Sonne, Mond und Erde, und von diesem Zeitpunkte an ist der Mensch fähig geworden, das roteBlut in sich selbst zu entwickeln und hinaufzusteigen zu seiner heutigen Stufe.

[ 23 ] Now comes another extremely important change. Everything that is earth is cast out of the present Moon. These are the worst substances and entities, the useless elements; they are contained within the present Moon. Everything that existed as a gushing, watery substance on the ancient Moon has frozen on the present-day Moon—this can be physically demonstrated—and that which was capable of further development remained behind as Earth. Higher development on Earth occurs through the separation of the ancient Sun into these three bodies: the Sun, the Moon, and the Earth. This separation took place many thousands of years ago, during the ancient Lemurian era. And from those ancient lunar beings—described as plant-minerals, plant-animals, and animal-humans—emerged today’s minerals, today’s plants, today’s animals, and human beings, who have become capable of absorbing within themselves the “I” that formerly hovered around them and was united with the Divinity. The union of the “I” with humankind took place after the separation of the Sun, Moon, and Earth, and from that point on, humankind has become capable of developing red blood within itself and ascending to its present stage.