The Influence of
Spiritual Beings upon Man
GA 102
27 January 1908, Berlin
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The Influence of Spiritual Beings upon Man, tr. SOL
Zweiter Vortrag
Second Lecture
[ 1 ] Wir werden heute einen etwas weitergehenden Ausflug in den Weltenraum machen, wobei sich uns der innere Gang der Weltentwickelung im großen zeigen soll, und zu gleicher Zeit der intime Zusammenhang dieser Weltentwickelung im großen mit dem, was Menschenentwickelung auf der Erde ist. In der Welt ist ja nichts ohne Zusammenhang. Diese komplizierten Zusammenhänge im Weltenall zu verfolgen, dazu gehört natürlich für den Menschen sehr, sehr viel Zeit, und nur nach und nach kommt man sozusagen in die Intimitäten des Weltenwirkens hinein.
[ 1 ] Today we will take a somewhat more in-depth journey into the cosmos, during which we will gain insight into the inner workings of world development on a grand scale, and at the same time into the intimate connection between this grand-scale world development and human development on Earth. After all, nothing in the world exists in isolation. Tracing these complex interrelationships in the universe naturally requires a great deal of time for human beings, and it is only gradually, so to speak, that one gains insight into the inner workings of the universe.
[ 2 ] Sie haben aus vorhergehenden Vorträgen gesehen, wie gewisse Wesenheiten, die andere Weltenkörper bewohnen, eine Beziehung haben zu unserem eigenen Leben, wie sie einen Einfluß haben auf das, was wir unsere Lymphflüssigkeit nennen, was wir unsere Ernährungsflüssigkeit nennen, ja auch oft auf das, was als die Sinneswahrnehmung durch unsere Sinne in uns ein- und auszieht. Daraus schon konnten Sie entnehmen, wie der Geist durch den Weltenraum weit-, weithin wirkt.
[ 2 ] You have seen from previous lectures how certain beings that inhabit other celestial bodies are related to our own lives, how they influence what we call our lymphatic fluid, what we call our nutritive fluid, and indeed often what flows in and out of us through our senses as sensory perception. From this alone, you could deduce how the spirit exerts its influence far and wide throughout the cosmos.
[ 3 ] Heute wollen wir die Sache noch von einer anderen Seite aus betrachten, und dazu wollen wir uns zunächst daran erinnern, was wir öfter schon hervorgehoben haben: daß unsere Erde ähnlich wie der Mensch selbst verschiedene Verkörperungen durchgemacht hat und verschiedene Verkörperungen durchmachen wird.
[ 3 ] Today we want to look at the matter from yet another perspective, and to do so, let us first recall what we have often emphasized: that our Earth, much like human beings themselves, has undergone various incarnations and will continue to undergo various incarnations.
[ 4 ] Wir sehen im allgemeinen zurück auf drei Verkörperungen unserer Erde: auf die Verkörperung unmittelbar vor dem jetzigen Zustand, die wir den alten — nicht unseren - «Mond» nennen; sodann auf eine weitere Verkörperung, die wir als «Sonne» bezeichnen, und auf eine noch weiter zurückliegende, die wir als «Saturn» bezeichnen. Und wir sehen prophetisch voraus, daß unsere Erde sich in einen «Jupiter», in eine «Venus» und in einen «Vulkan» verwandeln wird.
[ 4 ] We generally look back on three incarnations of our Earth: the incarnation immediately preceding the present state, which we call the ancient—not our own—“Moon”; then to another incarnation, which we call the “Sun,” and to one even further back, which we call “Saturn.” And we look forward prophetically to the time when our Earth will transform into a “Jupiter,” a “Venus,” and a “Vulcan.”
[ 5 ] Damit haben wir die aufeinanderfolgenden Verkörperungen unseres irdischen Planetenlebens hingestellt. Wenn Sie ein wenig nachdenken über diese Stufenfolge der Entwickelung unserer eigenen Erde, so können Sie ja daraus entnehmen, was wir in der okkulten Wissenschaft eine «Sonne» nennen, um welche, wenn sie uns so entgegentritt wie unsere heutige Sonne, eine Reihe von Planeten herumkreisen. Wenn wir daneben auch von einem Planetendasein «Sonne» sprechen und sagen, unsere Erde selbst war in einem früheren Entwickelungszustand «Sonne», so sagen wir ja in einer gewissen Beziehung, daß diese Sonne, die heute den Mittelpunkt unseres Planetensystems bildet, nicht immer Sonne war. Sie ist sozusagen zum Sonnenrang, zur Sonnenwürde im Weltenall avanciert. Sie war einstmals mit dem, was früher in uriserer Erde an Stoffen und Kräften war, vereint, nahm sich gewissermaßen das Beste daraus weg, das, was heute schon die höchste Entwickelungsmöglichkeit enthält, trennte sich von der Erde und ließ uns und eine Anzahl von Kräften zurück, die angewiesen sind auf eine langsamere Entwickelung. Höhere Wesenheiten hat sie mit sich genommen und sich mit diesen höheren Wesenheiten in den Mittelpunkt unseres Systems gestellt. Was also heute in der Sonne ist, hatte zwei Stufen vorher nur ein Planetendasein und ist vom Planetendasein zum Fixsterndasein aufgerückt. Daraus sehen Sie, wie alles veränderlich ist, in Entwickelung ist im Weltenall. Eine Sonne ist nicht von vornherein eine Sonne. Ein Fixstern ist nicht einfach ein Fixstern geworden, sondern er hatte erst die niedere Schule des Planetendaseins durchzumachen.
[ 5 ] We have thus outlined the successive incarnations of our earthly planetary life. If you reflect a little on this sequence of stages in the evolution of our own Earth, you can see from it what we in occult science call a “Sun,” around which—when it appears to us as our present-day Sun does—a series of planets orbits. When we also speak of a planetary existence as a “Sun” and say that our Earth itself was a “Sun” in an earlier stage of development, we are, in a certain sense, saying that this Sun, which today forms the center of our planetary system, was not always a Sun. It has, so to speak, advanced to the rank of a Sun, to the dignity of a Sun in the universe. It was once united with the substances and forces that existed in our primordial Earth; it took, as it were, the best of these—that which already contains the highest potential for development—separated itself from the Earth, and left behind us and a number of forces that are destined for a slower development. It took higher beings with it and, together with these higher beings, placed itself at the center of our solar system. So what is in the Sun today was, two stages earlier, merely a planetary existence and has advanced from planetary existence to that of a fixed star. From this you can see how everything in the universe is changeable and in a state of development. A Sun is not a Sun from the very beginning. A fixed star did not simply become a fixed star; rather, it first had to undergo the lower school of planetary existence.
[ 6 ] Nun können Sie mich natürlich fragen: Wie ist es nun weiter, wenn ein solcher Fixstern sich weiterentwickelt, was geschieht denn dann? So wahr der Fixstern, das Sonnendasein, aus einem Planetendasein sich heraufgeschwungen hat, so wahr geht seine Entwickelung im Kosmos auch weiter. Wir werden allerdings diese Weiterentwickelung noch besser verstehen, wenn wir noch ein klein wenig auf die Weiterentwickelung unserer Erde blicken.
[ 6 ] Now, of course, you might ask me: What happens next when such a fixed star continues to evolve? Just as the fixed star—the solar existence—has risen from a planetary existence, so too does its evolution in the cosmos continue. However, we will understand this further development even better if we take a brief look at the ongoing evolution of our Earth.
[ 7 ] Wahr ist es, unsere Erde hat sich für eine Wegstrecke ihrer kosmischen Entwickelung von der Sonne getrennt. Die Sonne geht sozusagen mit ihren Wesen einen rasenden Entwickelungsweg vorwärts. Unsere Erde geht mit ihren Wesenheiten heute einen anderen Gang. Aber diese Wesenheiten und die ganze Erde werden einmal so weit kommen, nachdem ihnen nunmehr in einem abgesonderten Dasein die Gelegenheit geboten wurde, ihre jetzige Entwickelung zu vollenden, den Anschluß zu finden an die Sonnenwesen; denn unsere Erde wird sich wieder mit der Sonne vereinigen. Sie wird ja schon in unserem heutigen Erdenstadium mit der Sonne wieder zusammengehen, so wie sie sich während der Erdenentwickelung von der Sonne getrennt hat. Dann aber muß sie noch einmal herausgehen während des Jupiterzustands. Diesen Jupiterzustand müssen die Erdenwesen wieder getrennt von der Sonne durchmachen. Dann folgt wieder eine Vereinigung, und während des Venuszustandes wird unsere Erde mit der Sonne dauernd vereinigt sein, in die Sonne dauernd aufgenommen sein. Während des Vulkanzustandes wird unsere Erde innerhalb der Sonne selbst Sonne geworden sein und ein Stück hinzugebracht haben zu der Sonnenentwickelung, ein Stück Dasein, welches die Wesen, die immer in der Sonne geblieben sind, wenn sie auch höher sind, gar nicht hätten selber erreichen können. Das Erdendasein mußte eintreten, damit die Menschen sich so entwickeln, wie sie sich entwickelt haben mit jenem alltäglichen Bewußtsein, das zwischen Wachen und Schlafen abwechselt. Denn das hängt mit der Trennung von der Sonne zusammen. Wesen, die immer in der Sonne leben, haben nicht Tag und Nacht. Dieses Sinnesbewußtsein, das wir das helle 'Tagesbewußtsein nennen, das sich künftig in höhere Zustände entwickeln wird, das bringt die Erfahrungen des physischen Außenraumes mit in die Sonnenentwickelung. Dadurch geben wir den Wesen der Sonne auch etwas, machen sie reicher. Und aus diesem, was auf der Erde errungen wird, vermehrt um das, was auf der Sonne erobert wird, entsteht das Vulkandasein. Dieser Vulkanzustand ist schon ein höherer Zustand als unser heutiger Sonnenzustand. So entwickelt sich die Erde, so entwickelt sich die Sonne weiter, bis sie sich vereinigen können in der Vulkanentwickelung.
[ 7 ] It is true that our Earth has separated from the Sun for a certain phase of its cosmic evolution. The Sun, so to speak, is racing forward along a path of rapid evolution with its beings. Our Earth, with its entities, is now following a different course. But these beings and the entire Earth will one day reach a point—after having been given the opportunity, in a separate existence, to complete their present evolution—where they will rejoin the solar beings; for our Earth will reunite with the Sun. Indeed, even in our present Earth stage, it will reunite with the Sun, just as it separated from the Sun during the course of Earth’s evolution. But then it must separate once more during the Jupiter phase. The beings of Earth must undergo this Jupiter phase while separated from the Sun. Then a reunion will follow, and during the Venus phase, our Earth will be permanently united with the Sun, permanently absorbed into it. During the Vulcan phase, our Earth will have become a sun within the Sun itself and will have contributed a part to the Sun’s evolution—a phase of existence that the beings who have always remained in the Sun, even though they are higher, could never have attained on their own. Earthly existence had to come about so that human beings could develop as they have, with that everyday consciousness that alternates between waking and sleeping. For this is connected with the separation from the Sun. Beings who live perpetually in the Sun do not experience day and night. This sensory consciousness—which we call the bright “day consciousness,” and which will develop into higher states in the future—brings the experiences of the physical external world into the Sun’s evolution. Through this, we also give something to the beings of the Sun, enriching them. And from what is achieved on Earth—augmented by what is attained on the Sun—arises the volcanic state of being. This volcanic state is already a higher state than our present solar state. Thus the Earth develops, and thus the Sun continues to develop, until they can unite in the volcanic evolution.
[ 8 ] Nun können Sie mich weiter fragen: Was wird nun, wenn so ein Planet sich zur Sonne entwickelt hat, mit dieser Sonne weiter in der kosmischen Entwickelung? Wir dürfen sagen, unsere Erde selbst ist, wenn sie ihren Venuszustand errungen hat, Sonne geworden, und auf der Venus sind alle Wesen Sonnenwesen; ja sie sind sogar mehr, als die Wesen der heutigen Sonne sind. Was wird denn dann aus einer solchen ganzen planetarischen Entwickelung?
[ 8 ] Now you may ask me further: What happens next in cosmic evolution with this sun once such a planet has evolved into a sun? We may say that our Earth itself, once it has attained its Venusian state, has become a sun, and on Venus all beings are solar beings; indeed, they are even more so than the beings of today’s sun. What, then, becomes of such an entire planetary evolution?
[ 9 ] Sie sehen: das, was wir jetzt besprechen wollen, wird ja für alle die, deren Begriffe fest geworden sind in dem, was man moderne Astronomie nennt, recht grotesk erscheinen und verdreht klingen. Aber es ist wahr, es ist die Wirklichkeit der kosmischen Entwickelung: Wenn ein solcher Planet, wie es unsere Erde ist, aufgestiegen ist zum Sonnendasein, wenn er allmählich mit seiner Sonne sich vereinigt hat und das Ganze noch über das Sonnendasein hinaussteigt, dann entsteht aus dem heraus als noch höhere Stufe der Entwickelung etwas, was Sie auch in gewisser Beziehung am Himmel wahrnehmen können: Dann entsteht das, was wir heute einen «Tierkreis» nennen; das ist die höhere Stufe gegenüber der Fixsternentwickelung. Wenn also die Wesen nicht mehr auf einen bloßen Fixstern beschränkt bleiben, sondern ihre eigene Entwickelung so mächtig ausdehnen, daß sie über Fixsterne sich hinerstreckt, daß die Fixsterne wie in ihnen eingebettete Leiber liegen, dann ist diese höhere Stufe der Entwickelung die Tierkreisentwickelung. Tatsächlich ist es so, daß diejenigen Kräfte, die aus einem Tierkreis auf ein Planetensystem wirken, selbst früher in einem Planetensystem sich entwickelt haben und zu einem Tierkreisstadium hinaufgeschritten sind.
[ 9 ] As you can see, what we are about to discuss will seem quite grotesque and sound twisted to all those whose concepts have become fixed within what is called modern astronomy. But it is true; it is the reality of cosmic evolution: When a planet such as our Earth has ascended to the state of a sun, when it has gradually united with its sun and the whole ascends even beyond the state of a sun, then something emerges from this as an even higher stage of evolution—something you can also perceive in the sky to a certain extent: Then what we today call the “zodiac” emerges; this is the higher stage beyond the development of fixed stars. So when beings are no longer confined to a mere fixed star, but expand their own development so powerfully that it extends beyond fixed stars—so that the fixed stars lie like bodies embedded within them—then this higher stage of development is the zodiacal development. In fact, the forces that act from a zodiac sign upon a planetary system have themselves previously developed within a planetary system and have advanced to the stage of a zodiac sign.
[ 10 ] Und jetzt erinnern Sie sich zurück an die alte Saturnentwickelung, an die erste Verkörperung unserer Erde. Dieser Saturn ist sozusagen einstmals aufgeleuchtet im Weltenraum als die erste sich ankündigende Morgendämmerung unseres Planetendaseins. Sie wissen ja auch, daß auf diesem alten Saturn die erste Anlage sich entwickelt hat zu unserem physischen Leib. Dieser Saturn war selbst in seinem festesten Zustand keineswegs so fest, so physisch fest, wie unsere Erde es jetzt ist. Er hatte ein feines, dünnes Dasein. Das, was heute alle Wesen durchzieht als Wärme, was man im Okkultismus «Feuer» nennt, war seine Materie. Und wir können uns die Tatsache so vorstellen, daß um diesen Saturn, diesen ersten Morgendämmerungszustand unseres planetarischen Daseins, herumstanden die Tierkreisbilder, freilich noch nicht so wie heute, Diese Tierkreisbilder waren dazumal um den alten Saturn so herum, daß man die einzelnen Sterne kaum hat voneinander unterscheiden können. Sie glänzten nur wenig hell, etwa wie aus dem Saturn heraus streifenförmig sich ausbreitende Lichtstreifen. Sie bekommen am leichtesten eine Vorstellung davon, wenn Sie sich diesen alten Saturn, ebenso wie unsere Erde von einem Tierkreis umgeben ist, umgeben denken von Lichtstreifen. Und im Laufe der Erdentwickelung selber verdichteten sich die Lichtmassen zu den heutigen Sternenmassen des Tierkreises, so daß sich der Tierkreis, wenn wir ein abstrahierendes Wort gebrauchen wollen, herausdifferenziert hat aus den ursprünglichen Flammenstreifenmassen. Und woher ist diese Flammenstreifenmasse selbst entstanden?
[ 10 ] And now think back to the ancient Saturn evolution, to the first incarnation of our Earth. This Saturn, so to speak, once shone in outer space as the first dawn heralding our planetary existence. As you know, it was on this ancient Saturn that the first rudiments of our physical body developed. Even in its most solid state, this Saturn was by no means as solid—as physically solid—as our Earth is today. It had a fine, ethereal existence. What permeates all beings today as warmth—what is called “fire” in occultism—was its matter. And we can picture the situation this way: surrounding this Saturn—this first dawn-like state of our planetary existence—were the signs of the zodiac, though not yet as they are today. At that time, these zodiac signs were arranged around the ancient Saturn in such a way that one could scarcely distinguish the individual stars from one another. They shone only dimly, much like streaks of light spreading out from Saturn in a striped pattern. The easiest way to picture this is to imagine this ancient Saturn—just as our Earth is surrounded by the zodiac—surrounded by streaks of light. And in the course of Earth’s own evolution, these masses of light condensed into the present-day stellar masses of the zodiac, so that—to use an abstract term—the zodiac has differentiated itself from the original masses of fiery streaks. And where did this mass of fiery streaks itself originate?
[ 11 ] Sie ist entstanden aus dem alten planetarischen System, das unserem eigenen planetarischen System vorangegangen ist. Dem Saturn sind ja auch planetarische Entwickelungen vorangegangen in einer Zeit, die wir, wenn wir wirklich astronomisch-okkultistisch sprechen, gar nicht mehr als «Zeit» in unserem Sinne bezeichnen können, denn sie hatte einen etwas anderen Charakter als unsere «Zeit». Wir können sagen, sie ist für das heutige menschliche Vorstellen und für die heutigen menschlichen Begriffe ein so fabelhafter Begriff, daß wir gar kein Wort haben, das auszudrücken. Aber wir können in einer Analogie sagen, daß diejenigen Kräfte, die unserem Planetensystem in einem früheren planetarischen Dasein vorangegangen sind, sich in den Streifen aufgelöst haben, und nur aus einem geringen Teil der Materie ist im Inneren allmählich zusammengeballt worden dieser erste Morgendämmerungszustand der Erde, der alte Saturn, und aus dem Weltenall herunter leuchteten die Kräfte, die im Tierkreis waren.
[ 11 ] It arose from the ancient planetary system that preceded our own planetary system. Saturn, too, was preceded by planetary developments in an era that—if we are speaking in truly astronomical-occult terms—we can no longer even describe as “time” in our sense of the word, for it had a somewhat different character than our “time.” We can say that, for today’s human imagination and for today’s human concepts, it is such a fabulous concept that we have no word at all to express it. But we can say, by way of analogy, that the forces that preceded our planetary system in an earlier planetary existence dissolved into the bands, and only from a small portion of that matter was this first dawn-like state of the Earth—the ancient Saturn—gradually condensed within, while the forces present in the zodiac shone down from the cosmos.
[ 12 ] Es ist etwas Eigentümliches, wenn wir das planetarische Dasein vergleichen mit dem Tierkreisdasein. Der Okkultist bezeichnet durch zwei Worte den Unterschied des Planetendaseins vom Tierkreisdasein. Er sagt: Alles, was im Tierkreis vereinigt ist, steht im Zeichen der «Dauer»; das, was im Planetendasein vereinigt ist, steht im Zeichen der «Zeit». Sie können sich eine Vorstellung davon machen, was das heißt, wenn Sie sich daran erinnern, daß für weit, weit ausgreifende Begriffe der Tierkreis unverändert bleibt. Jeder der einzelnen Planeten kann lange und schr voneinander verschiedene Entwickelungsepochen durchmachen, sich sehr verändern; aber das, was da oben im Tierkreis wirkt, bleibt dabei verhältnismäßig dauerhaft, fest. Allerdings sind diese Begriffe nur relativ aufzufassen. Wenn wir dann unsere Begriffe noch weiter erstrecken, so besteht bei diesen Veränderungen nur ein Unterschied in bezug auf die Geschwindigkeit. Die Veränderungen im Tierkreis geschehen langsam; die Veränderungen in der planetarischen Welt und selbst im Fixsterndasein geschehen im Verhältnis zum Geschehen im Tierkreis sehr rasch; also doch nur ein relativer Unterschied. Für alle menschlichen Begriffe, so können wir fast sagen, ist das planetarische Dasein die Sphäre der Endlichkeit, das Tierkreisdasein die Sphäre der Unendlichkeit. Dies ist, wie gesagt, relativ, aber für den menschlichen Begriff vorderhand ausreichend.
[ 12 ] There is something peculiar about comparing planetary existence with zodiacal existence. The occultist uses two words to describe the difference between planetary existence and zodiacal existence. He says: Everything united within the zodiac is characterized by “duration”; that which is united in planetary existence is characterized by “time.” You can get an idea of what this means if you recall that, for concepts of vast, far-reaching scope, the zodiac remains unchanged. Each individual planet can undergo developmental epochs that are vastly and sharply different from one another, changing significantly; but what operates up there in the zodiac remains relatively permanent and fixed. Of course, these concepts must be understood only relatively. If we then extend our concepts even further, the only difference in these changes lies in their speed. The changes in the zodiac occur slowly; the changes in the planetary world and even in the existence of the fixed stars occur very rapidly in relation to the events in the zodiac; thus, it is really only a relative difference. We might almost say that, from the perspective of all human concepts, planetary existence is the sphere of finitude, while zodiacal existence is the sphere of infinity. As mentioned, this is relative, but for the time being it suffices for human understanding.
[ 13 ] So dürfen wir eines sagen, und ich bitte Sie, das recht sehr zu berücksichtigen: Dasjenige, was in einem planetarischen Dasein gewirkt hat, was Sonne geworden ist, steigt hinauf bis in himmlisches Dasein, bis zum Tierkreisdasein. Und wenn es bei diesem Tierkreisdasein angekommen ist, was tut es dann? Dann opfert es sich! — und ich bitte, eben dieses Wort zu berücksichtigen. Auf geheimnisvolle Weise entstand schon der erste Morgendämmerungszustand der Erde, der alte Saturn, durch ein Opfer des Tierkreises. Die Kräfte, die die erste feine Saturnmasse zusammenballten, waren die Kräfte, die aus dem Tierkreis herniederströmten und die erste Keimanlage des physischen Menschen auf dem Saturn bewirkten. Und immer weiter ging das; denn Sie dürfen sich nicht vorstellen, daß das nur einmal geschieht! Es geschieht im Grunde genommen fortwährend, daß innerhalb dessen, was wir ein Planetensystem nennen, die Kräfte geopfert werden, die sich bis zur höheren Stufe entwickelt haben, nachdem sie selbst durch ein Planetensystem durchgegangen waren. Wir können fast so sagen: Was erst in einem planetarischen System ist, entwickelt sich zum Sonnendasein, dann zum Tierkreisdasein und erlangt dann die Fähigkeit, selbst schöpferisch zu werden, sich hinzuopfern in einem planetarischen Dasein. Und fortwährend «regnen» die Kräfte aus dem Tierkreis in das planetarische Dasein hinunter, und fortwährend steigen sie wieder auf; denn das, was selbst einstmals Tierkreis werden soll von uns, muß ja nach und nach wiederum hinaufsteigen. Wir dürfen daher sagen, daß in unserer Erde die Kräfteverteilung so ist, daß auf der einen Seite herabsteigende Kräfte, auf der anderen hinaufsteigende Kräfte vom und zum Tierkreis sind. Dies ist das geheimnisvolle Zusammenwirken des Tierkreises mit unserer Erde. Kräfte steigen herab, Kräfte steigen hinauf. Das sind die Stufen der geheimnisvollen «Himmelsleiter», auf welcher Kräfte herunter- und hinaufsteigen. Sie werden in den religiösen Schriften verschiedentlich angedeutet; Sie finden sie auch angedeutet in Goethes «Faust»:
[ 13 ] So let us say this, and I ask you to give it very serious consideration: That which has been active in a planetary existence—that which has become the Sun—ascends into a celestial existence, into the existence of the zodiac. And once it has reached this zodiacal existence, what does it do? Then it sacrifices itself! — and I ask you to take this very word to heart. In a mysterious way, the very first dawn state of the Earth—the ancient Saturn—arose through a sacrifice of the zodiac. The forces that coalesced the first subtle Saturn mass were the forces that streamed down from the zodiac and brought about the first embryonic form of the physical human being on Saturn. And this process continued ever onward; for you must not imagine that this happens only once! Essentially, it happens continuously that within what we call a planetary system, the forces that have developed to a higher stage—after having themselves passed through a planetary system—are sacrificed. We can almost say this: What first exists within a planetary system develops into a solar existence, then into a zodiacal existence, and then attains the ability to become creative itself—to sacrifice itself within a planetary existence. And continuously, forces “rain down” from the zodiac into planetary existence, and continuously they rise again; for that which is itself to become the zodiac for us must, after all, gradually rise again. We may therefore say that the distribution of forces on our Earth is such that, on the one hand, there are descending forces, and on the other, ascending forces—from and toward the zodiac. This is the mysterious interplay of the zodiac with our Earth. Forces descend; forces ascend. These are the steps of the mysterious “heavenly ladder” upon which forces descend and ascend. They are alluded to in various ways in religious scriptures; you will also find them alluded to in Goethe’s Faust:
Wie Himmelskräfte auf- und niedersteigen
Und sich die goldnen Eimer reichen ...
How the heavenly forces ascend and descend
And pass the golden buckets to one another ...
[ 14 ] Für unser Ermessen, für unsere menschliche Auffassungsgabe begannen diese Kräfte herunterzusteigen mit dem Saturndasein der Erde, und als die Erde in ihrem Mittelpunkt war, da war auch schon wiederum der Schritt getan, daß nach und nach die Kräfte wiederum aufsteigen. Und jetzt sind wir so weit, daß wir die Mitte unserer Entwickelung sozusagen überschritten haben. In der Mitte unserer Entwickelung waren wir ja gerade in der Mitte der atlantischen Zeit; und was die Menschen durchgemacht haben seit der atlantischen Zeit, das ist eigentlich etwas, was eine Strecke über die Mitte unserer Entwickelung hinausgeht. So daß wir sagen dürfen, daß in einer gewissen Weise heute schon mehr Kräfte aufsteigen als herabsteigen aus dem Tierkreis.
[ 14 ] From the perspective of our understanding, of our human perception, these forces began to descend with the Earth’s Saturn phase, and by the time the Earth reached its midpoint, the process had already begun whereby the forces gradually began to rise again. And now we have reached the point where we have, so to speak, passed the midpoint of our evolution. At the midpoint of our evolution, we were, in fact, right in the middle of the Atlantean epoch; and what human beings have gone through since the Atlantean epoch actually extends somewhat beyond the midpoint of our evolution. So we may say that, in a certain sense, more forces are already ascending today than descending from the zodiac.
[ 15 ] Wenn Sie sich also den ganzen Tierkreis denken, so haben Sie sich vorzustellen, daß aus diesem Tierkreis ein Teil von Kräften absteigt, ein Teil von Kräften aufsteigt. Diejenigen Kräfte, die heute in aufsteigender Entwickelung begriffen sind, fassen wir zusammen, weil sie diesen Sternbildern auch angehören, unter den Sternbildern Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage. Das sind die sieben Sternbilder, die den aufsteigenden Kräften entsprechen. Fünf Sternbilder etwa entsprechen den absteigenden Kräften: Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische. Da sehen Sie also, wie aus dem Tierkreis Kräfte niederregnen und aufsteigen — wie die aufsteigenden sieben Sternbildern entsprechen, die absteigenden fünf Sternbildern. Diejenigen Kräfte, die aufsteigen, entsprechen auch im Menschen den höheren Gliedern seiner Wesenheit, den höheren, edleren Eigenschaften. Diejenigen Kräfte, die in absteigender Entwickelung sind, müssen erst durch den Menschen durchgehen, müssen erst im Menschen jene Stufe sich erringen, durch die auch sie aufsteigende Kräfte werden können.
[ 15 ] So when you think of the entire zodiac, you must imagine that some forces descend from this zodiac, while others ascend. We group together those forces that are currently in a state of ascending development—since they also belong to these constellations—under the constellations of Aries, Taurus, Gemini, Cancer, Leo, Virgo, and Libra. These are the seven constellations that correspond to the ascending forces. About five constellations correspond to the descending forces: Scorpio, Sagittarius, Capricorn, Aquarius, and Pisces. So you can see how forces pour down and rise from the zodiac—how the seven ascending constellations correspond to the five descending constellations. The forces that ascend also correspond, within the human being, to the higher aspects of his being—the higher, nobler qualities. The forces that are in a descending phase of development must first pass through the human being; they must first attain that stage within the human being through which they, too, can become ascending forces.
[ 16 ] Auf diese Art werden Sie begreifen, wie alles im Weltenraum aufeinander wirken kann, wie alles im Weltenraum einen Zusammenhang und ein gewisses Verhältnis haben muß. Aber wir müssen durchaus festhalten, daß dieses Wirken immer geschieht, immer da ist. So daß, wenn wir nur in irgendeinem Moment unserer Entwickelung stehen, wir uns immer sagen können: Ja, es sind jetzt gewisse Kräfte da, die im Menschen aus- und einziehen, Kräfte, die heruntersteigen, und Kräfte, die aufsteigen. Für eine jede von solchen Kräften ist einmal der Moment da, wo sie aus niedersteigenden in aufsteigende Kräfte sich verwandeln. Alle Kräfte, die aufsteigende Kräfte werden, sind zuerst niedersteigend. Sie steigen sozusagen bis zum Menschen herunter. Im Menschen erringen sie sich die Kraft des Aufsteigens.
[ 16 ] In this way, you will come to understand how everything in the cosmos can interact with one another, how everything in the cosmos must be interconnected and have a certain relationship. But we must firmly hold fast to the fact that this interaction is always taking place, is always present. So that, no matter at what point in our development we find ourselves, we can always say to ourselves: Yes, there are certain forces present right now that flow into and out of the human being—forces that descend and forces that ascend. For each of these forces, there comes a moment when they transform from descending forces into ascending ones. All forces that become ascending forces are first descending. They descend, so to speak, down to the human being. Within the human being, they gain the power to ascend.
[ 17 ] Als unsere Erde im Mittelpunkt ihrer Entwickelung war, nachdem sie drei planetarische Daseinsstufen: Saturn, Sonne, Mond durchgemacht hatte und als sie angekommen war im vierten planetarischen Zustand und jetzt noch den Jupiter-, Venus- und Vulkanzustand vor sich hat - als «Erde» ist sie also in der Mitte ihres Daseins -, da hatte sie durchzumachen drei «Lebenszustände», die man auch «Runden» nennt. Drei hat sie durchgemacht, in dem vierten Lebenszustand ist sie jetzt. Dann hatte sie durchzumachen drei «Formzustände», das arupische, das rupische, das astralische, bis sie zum physischen Dasein gelangte. Also auch in bezug auf die Formzustände ist sie in der Mitte ihrer Entwickelung. Als physische Erde, im vierten Formzustand des vierten Lebenszustandes des vierten planetarischen Daseins, hat sie durchzumachen gehabt drei Rassen: die erste die polarische, die zweite die hyperboräische, die dritte die lemurische Rasse. Die atlantische Rasse ist die vierte. In der atlantischen Rasse war die Menschheit gerade in der Mitte jener Entwickelungen, von denen wir überhaupt sprechen. Seit der Mitte der atlantischen Entwickelung ist die Menschheit über diese Mitte hinausgeschritten, und seit der Mitte der atlantischen Rasse ist die Zeit gekommen, in der überhaupt erst für den Menschen diejenigen Zustände begonnen haben, wo ein Übermaß des Aufsteigens da ist. Würden wir das Verhältnis von absteigenden und aufsteigenden Kräften zum Tierkreis vor der Mitte der atlantischen Zeit messen, würden wir sagen müssen: es ist ein Gleichmaß vorhanden. Wir müßten dann anders sprechen und als die aufsteigenden Kräfte aufzählen: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau. Wir müßten die Waage zu der anderen Partie zählen, zu denen, die im Heruntersteigen sind.
[ 17 ] When our Earth was at the midpoint of its evolution, having passed through three planetary stages of existence: Saturn, Sun, and Moon—and had arrived at the fourth planetary state, with the Jupiter, Venus, and Vulcan states still ahead of it—it is thus, as “Earth,” in the middle of its existence—it had to pass through three “states of life,” also called “rounds.” It has gone through three of them; it is now in the fourth stage of life. Then it had to pass through three “stages of form”—the arupic, the rupic, and the astral—until it reached physical existence. Thus, with regard to the stages of form as well, it is in the middle of its development. As the physical Earth, in the fourth state of form of the fourth state of life of the fourth planetary existence, it has had to pass through three races: the first, the Polar race; the second, the Hyperborean race; and the third, the Lemurian race. The Atlantean race is the fourth. During the Atlantean race, humanity was precisely in the middle of those developments of which we are speaking. Since the middle of the Atlantean period, humanity has moved beyond this midpoint, and since the middle of the Atlantean race, the time has come when, for human beings, those states in which there is an excess of ascent have only just begun. If we were to measure the ratio of descending and ascending forces to the zodiac before the middle of the Atlantean period, we would have to say: there is a balance. We would then have to speak differently and list the ascending forces as: Aries, Taurus, Gemini, Cancer, Leo, Virgo. We would have to count Libra among the other group, those that are in descent.
[ 18 ] Nun ist aber mit alledem etwas anderes verknüpft. Sie müssen sich klar sein darüber, daß wenn wir von solchen kosmischen Vorgängen sprechen, wir nicht von physischen oder ätherischen Leibern sprechen, sondern von Wesenheiten, die die betreffenden Himmelskörper bewohnen, die wir benennen. Wenn wir geisteswissenschaftlich vom Menschen sprechen, so sagen wir, der vollständige Mensch, den wir ins Auge fassen, den wir allein auch ins Auge fassen können, ist eine siebengliedrige Wesenheit, die aus physischem Leib, Ätherleib, Astralleib, Ich, Geistselbst, Lebensgeist und Geistesmensch besteht. Er ist heute noch nicht vollständig, er wird es aber sein, wenn seine siebengliedrige Wesenheit zur völligen Ausbildung gekommen ist. Aber es gibt im großen Weltall nicht nur solche Wesenheiten, wie der Mensch es ist in seiner Entwickelung. Es gibt andere Wesenheiten, zum Beispiel solche, bei denen wir nicht sagen können, daß sie wie der heutige Mensch als unterstes Glied einen physischen Leib haben. Es gibt Wesenheiten, bei denen wir anders zählen müssen. Wir können die Glieder der menschlichen Wesenheit so aufschreiben:
[ 18 ] However, there is something else connected with all of this. You must be clear that when we speak of such cosmic processes, we are not speaking of physical or etheric bodies, but of beings that inhabit the celestial bodies in question, which we name. When we speak of the human being from the perspective of spiritual science, we say that the complete human being we have in mind—and indeed, the only one we can have in mind—is a sevenfold being consisting of the physical body, the etheric body, the astral body, the “I,” the spiritual self, the life spirit, and the spiritual human being. Today, the human being is not yet complete, but will be so when his sevenfold being has reached full development. However, in the vast universe there are not only beings such as the human being is in his present stage of development. There are other beings, for example, those of whom we cannot say that they have a physical body as the lowest member, as modern humans do. There are beings for whom we must count the members differently. We can list the members of the human being as follows:
7. Geistesmensch
6. Lebensgeist
5. Geistselbst
4. Ich
3. Astralleib
2. Ätherleib
1. Physischer Leib.
7. Spiritual Being
6. Life Spirit
5. Spiritual Self
4. I
3. Astral Body
2. Etheric Body
1. Physical Body.
[ 19 ] Nun gibt es Wesenheiten, deren unterstes Glied der Ätherleib ist; .das sind auch siebengliedrige Wesenheiten, die dann über dem Geistesmenschen noch ein achtes Glied haben. Bei ihnen fängt es mit dem Ätherleib, Astralleib und so weiter an, und sie hören auf bei einem Glied, das über unserem Atma, über dem Geistesmenschen liegt. Andere Wesenheiten gibt es, deren unterstes Glied der astralische Leib ist; dafür haben sie dann über dem Geistesmenschen noch ein achtes und ein neuntes Glied. Es gibt Wesenheiten, deren unterstes Glied das Ich ist, die also in unserem Sinne einen physischen Leib, Ätherleib und Astralleib nicht haben, sondern die sich so offenbaren, daß das Ich nach außen drängt, ohne die drei Hüllen, Wesenheiten also, die nach außen überall Iche hinschicken. Die haben dafür noch ein achtes, neuntes und zehntes Glied; die sind in der Apokalypse beschrieben als «Wesenheiten ganz voller Augen». Dann gibt es Wesenheiten, die mit dem Geistselbst, mit Manas, als unterstem Glied anfangen. Die haben noch ein elftes Glied. Und endlich gibt es Wesenheiten, die mit dem Lebensgeist anfangen, die haben dann noch ein zwölftes Glied. Es gibt also Wesenheiten, die, so wie der Mensch als unterstes Glied einen physischen Leib hat, als unterstes Glied die Buddhi haben, und die dafür ein höchstes Glied haben, das wir am besten mit der Zahl Zwölf bezeichnen. Das sind hohe, erhabene Wesenheiten, die weit hinaufragen über alles, was der Mensch sich nur vorstellen kann. Wie kann eine Vorstellung überhaupt geliefert werden von diesen wunderbaren, hoch erhabenen Wesenheiten?
[ 19 ] Now there are beings whose lowest member is the etheric body; these, too, are seven-fold beings, who then have an eighth member above the spiritual human. For them, it begins with the etheric body, the astral body, and so on, and ends with a member that lies above our Atma, above the spiritual human being. There are other beings whose lowest member is the astral body; in return, they have an eighth and a ninth member above the spiritual human being. There are beings whose lowest member is the “I”; that is, in our sense, they do not have a physical body, an etheric body, or an astral body, but rather reveal themselves in such a way that the “I” pushes outward without the three sheaths—beings, in other words, who send “I’s” outward in every direction. They, in turn, have an eighth, ninth, and tenth member; these are described in the Apocalypse as “beings entirely full of eyes.” Then there are beings that begin with the spiritual self, with Manas, as their lowest member. They have an eleventh member. And finally, there are beings that begin with the life spirit; they then have a twelfth member. There are thus beings who, just as human beings have a physical body as their lowest member, have Buddhi as their lowest member—and who, in turn, have a highest member that we can best designate by the number twelve. These are lofty, sublime beings who tower far above anything the human mind can even imagine. How can one even begin to form a conception of these wondrous, supremely exalted beings?
[ 20 ] Wenn wir den Menschen nach einer gewissen Seite hin charakterisieren wollen, dann stellt er sich uns dar, dem Weltall gegenüber, als ein Empfangender. Draußen um Sie herum sind die Dinge, die Wesenheiten ausgebreitet; Sie nehmen sie wahr, Sie bilden sich Begriffe von ihnen. Denken Sie, die Welt wäre leer oder finster um Sie herum: Sie könnten sich keine Wahrnehmung verschaffen, keine Dinge würden Ihnen Begriffe geben. Sie sind angewiesen darauf, den Inhalt Ihres Inneren zu empfangen vom Äußeren. Das ist ein Charakteristikum des Menschen, daß er ein empfangendes Wesen ist, daß er seinen Seeleninhalt, sein Inneres zunächst empfängt von außen, daß die Dinge da sein müssen, wenn er zu einem Inhalt kommen will. Des Menschen Ätherleib ist so gestaltet, daß er nichts in sich erleben könnte, wenn er nicht dieses Erleben, alles, was in ihm auftritt, der ganzen Weltenumgebung verdankte. Diese Wesenheiten, die ich Ihnen eben charakterisiert habe, die zu ihrem untersten Glied den Lebensgeist haben, sind in ganz anderer Lage. Diese Wesenheiten sind in bezug auf ihr Leben nicht darauf angewiesen, von außen zu empfangen, sondern sie sind Kraftzentren, nach außen gebend, schöpferisch. Sie wissen ja aus der Darstellung, die ich Ihnen immer gegeben habe, wie das Ich auch in den Ätherleib hineinarbeitet, wie die Buddhi nichts anderes ist als ein umgestalteter Ätherleib, so daß der Lebensgeist substantiell auch ein Ätherleib ist. Ja, das zwölfte Glied ist bei diesen hoch erhabenen Wesenheiten auch ein Ätherleib, aber ein Ätherleib, der Leben ausströmt, der so wirkt in der Welt, daß er das Leben nicht empfängt, sondern hingibt, es fortdauernd zu opfern in der Lage ist.
[ 20 ] If we wish to characterize human beings from a certain perspective, then they appear to us, in relation to the universe, as recipients. Out there, all around you, things—entities—are spread out; you perceive them, and you form concepts of them. Imagine if the world around you were empty or dark: you would be unable to form any perceptions; no things would provide you with concepts. You are dependent on receiving the content of your inner being from the outside. It is a characteristic of human beings that they are receiving beings, that they initially receive the content of their soul—their inner being—from the outside, and that things must be present if they are to arrive at any inner content. The human etheric body is structured in such a way that he could experience nothing within himself if he did not owe this experience—everything that occurs within him—to the entire world around him. These beings, whom I have just described to you, whose lowest element is the life spirit, are in a completely different situation. With regard to their life, these beings are not dependent on receiving from the outside; rather, they are centers of power that give outwardly and are creative. You know from the description I have always given you how the “I” also works into the etheric body, how the buddhi is nothing other than a transformed etheric body, so that the life spirit is, in substance, also an etheric body. Yes, the twelfth member is also an etheric body in these highly exalted beings, but an etheric body that radiates life, one that acts in the world not by receiving life but by giving it away, and is capable of continually sacrificing it.
[ 21 ] Nun fragen wir uns: Können wir uns denn eine Vorstellung machen von einem Wesen, das irgendwie mit uns in Beziehung steht, und das in einer solchen Weise in unserem Weltall Leben ausströmt? Dieses ausströmende Leben ist ein solches, das fortdauernd belebend in die Welt fließt. Können wir uns davon eine Vorstellung machen?
[ 21 ] Now let us ask ourselves: Can we even conceive of a being that is somehow connected to us and that radiates life into our universe in such a way? This radiating life is one that flows continuously into the world, bringing life. Can we conceive of this?
[ 22 ] Kommen wir einmal einen Augenblick zurück auf das, was wir im Anfange unseres heutigen Vortrags sagten. Wir haben gesagt, daß aufsteigende und absteigende Kräfte vorhanden sind, zum Tierkreis aufsteigende, vom Tierkreis absteigende Kräfte. Wodurch ist der Mensch überhaupt in die Lage gekommen, daß von ihm irgend etwas aufströmen kann? Was ist denn mit dem Menschen geschehen, daß von ihm selbst etwas aufströmen kann aus seinem Wesen heraus? Er ist dadurch in diese Lage gekommen, daß erst lange vorbereitet worden ist und dann immer weiter und weitergeschritten ist - sein Ich. Dieses Ich ist lange, lange vorbereitet worden. Denn im Grunde genommen ist alles Dasein auf dem Saturnzustand der Erde, auf dem Sonnenzustand und auf dem Mondzustand, welches die Hüllen geschaffen hatte, die das Ich aufnehmen sollten, Vorbereitung für das Ich. Da haben andere Wesenheiten die Wohnung geschaffen für das Ich. Jetzt auf der Erde ist die Wohnung so weit geschaffen, daß das Ich im Menschen Platz greifen konnte, und von da an fing das Ich im Menschen an, die äußeren leiblichen Hüllen von innen heraus zu bearbeiten. Daß das Ich von innen arbeiten kann, hat zu gleicher Zeit bewirkt, daß das Übermaß, das über die Gleichheit hinausgehende Maß von aufsteigenden und absteigenden Kräften entstanden ist. Solange das Ich im Menschen noch nicht arbeiten konnte, entwickelten sich nach und nach die Kräfte, die die aufsteigenden sind, bis zur Mitte; und als das Ich im Menschen einschlug, waren die Kräfte so weit, daß die aufsteigenden und die absteigenden sich die Waage hielten. Der Einschlag des Ich im Menschen bedeutet, daß die aufsteigenden und absteigenden Kräfte sich die Waage hielten, und am Menschen liegt es, diese Waage in der richtigen Weise zum Ausschlag zu bringen. Daher haben die Okkultisten dasjenige Sternbild, das betreten wurde in dem Moment, wo es anfing an das Ich heranzugehen, die «Waage» genannt. Bis zum Ende der «Jungfrau» wurden die Taten des Ich in unserer planetarischen Entwickelung zwar vorbereitet, aber es kam nicht bis zum Ich. Nun hatte das Ich mit dem Moment der Waage begonnen, selbst seinen Anteil zu nehmen, so daß das Ich einen wichtigen Moment seiner Entwickelung dadurch zustande gebracht hat.
[ 22 ] Let’s return for a moment to what we said at the beginning of today’s lecture. We said that there are ascending and descending forces—forces ascending toward the zodiac and forces descending from the zodiac. How did human beings come to be in a position where anything can flow upward from them at all? What has happened to human beings that something can flow upward from within their very being? He has come to be in this position because his “I” was first prepared over a long period and then continued to develop further and further. This “I” has been prepared for a long, long time. For, fundamentally speaking, all existence on Earth during the Saturn, Sun, and Moon stages—which created the physical bodies intended to receive the “I”—was a preparation for the “I.” There, other beings created the dwelling place for the “I.” Now on Earth, this dwelling has been created to such an extent that the “I” could take root within the human being, and from that point on, the “I” within the human being began to work on the outer physical sheaths from within. The fact that the “I” can work from within has simultaneously brought about the excess—the degree of ascending and descending forces that goes beyond equilibrium. As long as the “I” could not yet work within human beings, the ascending forces gradually developed up to the midpoint; and when the “I” took hold within human beings, the forces had reached a point where the ascending and descending forces were in balance. The emergence of the “I” in human beings means that the ascending and descending forces were in balance, and it is up to human beings to tip this balance in the right direction. That is why occultists have named the constellation that was entered at the moment when the “I” began to approach “Libra.” Up until the end of “Virgo,” the actions of the “I” had indeed been prepared in our planetary evolution, but the “I” itself had not yet emerged. Now, with the onset of “Libra,” the “I” had begun to play its own part, thereby bringing about a significant stage in its own development.
[ 23 ] Denken Sie einmal, was das heißt, daß das Ich zu diesem Entwickelungsstadium gekommen ist: Das Ich durfte von nun an teilnehmen an den Kräften, die dem Tierkreis angehören, es durfte hineinwirken in den Tierkreis. Es ist durchaus wahr: je mehr das Ich den höchsten Punkt seiner Entwickelung anstrebt, desto mehr arbeitet es hinein in den Tierkreis. Nichts geschieht im Innersten des Ich, was nicht seine Folgen bis hinauf in den Tierkreis zieht. Das ist durchaus wahr. Und indem der Mensch mit seinem Ich als Mensch eigentlich die Anlage legt, um sich bis zu seinem Atma oder Geistesmenschen zu entwickeln, bildet er immer mehr und mehr die Kräfte aus, welche ihn instand setzen, in die Waage des Tierkreises hinaufzuwirken. Er wird seine volle Macht über diese Waage des Tierkreises erlangen, wenn er sein Ich «durchgedrückt» hat bis zum Atma oder Geistesmenschen. Da wird er ein Wesen sein, das etwas ausströmt, das aus dem Stadium der Zeit in das Stadium der Dauer, der Ewigkeit, übergeht.
[ 23 ] Just think about what it means that the “I” has reached this stage of development: From now on, the “I” was permitted to participate in the forces belonging to the zodiac; it was permitted to exert an influence within the zodiac. It is absolutely true: the more the “I” strives toward the highest point of its development, the more it works its way into the zodiac. Nothing happens in the innermost core of the “I” that does not have consequences extending all the way up into the zodiac. That is absolutely true. And as the human being, with his ego as a human being, actually lays the foundation for developing up to his Atma or spiritual human being, he increasingly develops the forces that enable him to act upward into the scales of the zodiac. He will attain full power over these scales of the zodiac when he has “pushed through” his ego all the way to the Atma or spiritual human being. Then he will be a being who radiates something that transcends the stage of time into the stage of permanence, of eternity.
[ 24 ] Indem der Mensch so seinen Weg geht, gibt es aber andere Wesenheiten, bei denen das, was beim Menschen sozusagen höchste Wirkung ist, niederste Wirkung ist. Suchen wir jetzt diese Wesen, bei denen das Niederste ebensolche Wirkung ist wie beim Menschen die Waage im Tierkreis. Wenn wir uns den Menschen im Tierkreis aufschreiben, so haben wir ihn bis zur Waage reichend. Die Wesenheit, die mit ihrem eigentlichen Wesen ganz dem Tierkreis angehört, deren Kräfte ganz dem Tierkreis angehören und die sich im Planetenleben nur in ihrem niedersten Glied äußert, das mit der Waage bezeichnet ist — wie beim Menschen das niederste Glied mit den Fischen bezeichnet ist -, das ist diejenige Wesenheit, welche, wie Sie sehen, Leben verbreitet über unser ganzes Weltenall:
[ 24 ] As human beings go about their lives in this way, there are, however, other beings for whom what is, so to speak, the highest effect in human beings is the lowest effect. Let us now seek out those beings for whom the lowest effect is the same as Libra is for human beings in the zodiac. If we map out the human being in the zodiac, we find it extending up to Libra. The being whose very essence belongs entirely to the zodiac, whose forces belong entirely to the zodiac, and who manifests in planetary life only in its lowest link—designated by Libra—just as, for humans, the lowest link is designated by Pisces—this is the being which, as you can see, spreads life throughout our entire universe:


[ 25 ] Wie der Mensch das Leben aufnimmt, strahlt diese Wesenheit Leben über unser ganzes Weltenall aus. Das ist diejenige Wesenheit, die das große Opfer zu bringen vermag, und die im Tierkreis eingeschrieben ist als die sich für unsere Welt opfernde Wesenheit. Wie der Mensch aufstrebt in den Tierkreis hinein, so sendet uns diese Wesenheit aus dem Widder, der ihr angehört wie dem Menschen die Waage, seine Opfergabe dar. Und wie der Mensch sein Ich hinaufwendet zur Waage, so strömt diese Wesenheit ihr Wesen über unsere Sphäre als Opfer. Man bezeichnet diese Wesenheit daher als das sich opfernde «mystische Lamm», denn Lamm ist dasselbe wie Widder; daher die Bezeichnung des sich opfernden Lammes oder Widders für Christus. Christus wird Ihnen jetzt so charakterisiert als dem ganzen Kosmos angehörig. Sein Ich strebt bis zum Widder; und strömt das Ich bis zum Widder, so wird er dadurch das «Große Opfer» selber und steht so mit der ganzen Menschheit in einem Verhältnis, und in einer gewissen Weise sind diese Wesenheiten und Kräfte, die auf der Erde sind, seine Schöpfungen. Er steht seiner ganzen Wesenheit nach in der Sonne und ist in seinen Schöpfungen mit dem Mond und der Erde verbunden und seine Kraft liegt im Sternbild des Lammes. So liegen die Kräfte, daß er Schöpfer dieser Wesen werden konnte, im Sternbild des Widders oder Lammes. Aus dem Himmel selbst ist die Bezeichnung des «Opferlammes» oder des «mystischen Lammes» herabgeholt.
[ 25 ] Just as human beings embrace life, this entity radiates life throughout our entire cosmos. This is the entity capable of making the great sacrifice, and it is inscribed in the zodiac as the entity that sacrifices itself for our world. Just as human beings aspire toward the zodiac, so this being sends us its offering from Aries—to which it belongs just as Libra belongs to human beings. And just as human beings turn their “I” upward toward Libra, so this being pours out its essence over our sphere as a sacrifice. This Being is therefore referred to as the self-sacrificing “mystical Lamb,” for “Lamb” is the same as “Aries”; hence the designation of the self-sacrificing Lamb or Aries for Christ. Christ is now characterized to you as belonging to the entire cosmos. His I reaches as far as Aries; and when the I flows as far as Aries, he thereby becomes the “Great Sacrifice” himself and thus stands in a relationship with all of humanity, and in a certain sense, these beings and forces that are on Earth are his creations. In his entire being, he stands in the Sun and is connected through his creations to the Moon and the Earth, and his power lies in the constellation of the Lamb. Thus, the powers that enabled him to become the creator of these beings lie in the constellation of Aries or the Lamb. The designation “Lamb of Sacrifice” or “mystical Lamb” has been brought down from Heaven itself.
[ 26 ] Das ist einer der Aspekte, eine der Ansichten, zu denen man kommt, wenn man von unserem engbegrenzten Dasein aufblickt in Himmelsräume und sieht, wie die Himmelskräfte und Wesenheiten im Weltenraum ineinanderwirken. Und dadurch werden uns allmählich die Kräfte, die von Himmelskörper zu Himmelskörper gehen, ebensolche Kräfte wie die, die von Menschenseele zu Menschenseele gehen als Liebe und Haß. Wir sehen Seelenkräfte von Stern zu Stern herüber- und hinübergehen, und wir lernen erkennen, daß uns am Himmel geschrieben ist, was von solchen Kräften im Weltenraum gewirkt, getan, gehandelt wird.
[ 26 ] This is one of the aspects, one of the perspectives, that one arrives at when, looking up from our narrowly confined existence into the realms of the heavens, one sees how the celestial forces and beings interact with one another in the cosmos. And through this, the forces that flow from celestial body to celestial body gradually become to us just like the forces that flow from human soul to human soul—such as love and hatred. We see soul forces passing back and forth from star to star, and we come to recognize that what is wrought, done, and acted upon by such forces in the cosmos is inscribed in the heavens for us.
