The Influence of
Spiritual Beings upon Man
GA 102
29 February 1908, Berlin
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The Influence of Spiritual Beings upon Man, tr. SOL
Vierter Vortrag
Fourth Lecture
[ 1 ] Wir werden heute einen Gegenstand behandeln, der in Zusammenhang steht mit den großen, umfassenden Ausblicken in das Gebiet des Weltenraumes, die wir das letzte Mal unternommen haben. Wir werden dabei intimer auf die geistige Entwickelung innerhalb der mehr räumlichen und materiellen Entwickelung eingehen, als es das letzte Mal geschehen ist. Das letzte Mal haben wir gesehen, wie geistige Wesenheiten jenen mächtigen Entwickelungsprozeß dirigieren und leiten, von dem uns die äußere physische Wissenschaft ungenau, die Theosophie oder Geisteswissenschaft genau erzählt.
[ 1 ] Today we will discuss a topic related to the broad, comprehensive overview of outer space that we undertook last time. In doing so, we will delve more deeply into spiritual development within the broader context of spatial and material development than we did last time. Last time, we saw how spiritual beings direct and guide that powerful process of development, which external physical science describes only vaguely, while theosophy or spiritual science describes it in detail.
[ 2 ] Wir haben das letzte Mal gesehen, wie die einzelnen Planeten, die einzelnen Körper unseres Weltensystems, aus einem gemeinsamen Urstoff sich herausheben und haben im allgemeinen vorausgesetzt, daß bei all dieser Entwickelung tätig sind geistige Wesenheiten der verschiedensten Art. Wir haben auch in anderen Vorträgen darauf hingewiesen, wie wir auf dem Gebiete der Geisteswissenschaft in den einzelnen Körpern unseres Weltensystems nicht bloß physische, materielle Dinge sehen, sondern Physisches und Materielles verknüpft mit höheren und niederen geistigen Wesenheiten, mit Wesenheiten erhabenster Art, die zum Heile des ganzen Systems die Entwickelung heben, und ebenso mit geistigen Wesenheiten niederer Art, welche hemmend und zerstörend eingreifen. Freilich müssen wir uns klar sein, daß dasjenige, was irgendwo wie Hemmung und Zerstörung erscheint, im großen und ganzen doch wiederum der Weisheit des ganzen Systems eingegliedert ist. Man möchte daher sagen: Wenn etwas scheinbar Zerstörendes, Hemmendes und Böses irgendwo existiert, so wird durch den Gang des Ganzen die Evolution so weise geleitet, daß auch dieses Zerstörende, Hemmende und Böse im Ganzen umgelenkt, umgeleitet wird zum Guten, zum Besten. Was wir aber heute als Empfindung lebhaft vor unsere Seele stellen wollen, ist das Dasein solcher geistigen Wesenheiten - und zunächst wollen wir ins Auge fassen geistige Wesenheiten erhabener Art —, die zu den schöpferischen Wesenheiten gehören; während der Mensch noch lange in der Evolution wird arbeiten müssen, bis er zum Range einer schöpferischen Wesenheit aufsteigt. Wir wollen insbesondere eine Klasse derjenigen Wesenheiten ins Auge fassen, die an dem Aufbau unseres Weltsystems beteiligt waren, als die Erde als Saturn ihre Entwickelung in unserer Welt begann.
[ 2 ] Last time, we saw how the individual planets—the individual bodies of our solar system—emerged from a common primordial substance, and we generally assumed that spiritual beings of the most diverse kinds are active in all of this development. We have also pointed out in other lectures how, in the field of spiritual science, we see in the individual bodies of our solar system not merely physical, material things, but the physical and material linked with higher and lower spiritual beings—with beings of the most sublime kind who, for the benefit of the entire system, promote its development, as well as with spiritual beings of a lower order, who intervene in a hindering and destructive manner. Of course, we must be clear that what appears anywhere as hindrance and destruction is, on the whole, nevertheless integrated into the wisdom of the entire system. One might therefore say: If something seemingly destructive, inhibiting, and evil exists anywhere, then through the course of the whole, evolution is guided so wisely that even this destructive, inhibiting, and evil force is, in the grand scheme of things, redirected and channeled toward the good, toward the best. But what we wish to vividly bring before our souls today is the existence of such spiritual beings—and to begin with, let us consider spiritual beings of a sublime nature—who belong to the creative beings; whereas human beings will still have to work for a long time in the course of evolution before they rise to the rank of a creative being. In particular, let us consider a class of those beings who were involved in the formation of our solar system when the Earth, as Saturn, began its development in our world.
[ 3 ] Unsere Erde begann als Saturn ihre Entwickelung und ging durch die Sonnen- und Mondentwickelung vorwärts bis zu ihrer heutigen Gestaltung. Damals, als unsere Erde Saturn war, da war allerdings auf diesem Saturn-Weltenkörper alles ganz anders als auf unserem heutigen Erdenplaneten. Auf dem Saturn war das nicht vorhanden, was wir feste Gesteinsmassen, mineralische Welt im heutigen Sinne nennen; es war aber auch kein Wasser im heutigen Sinne vorhanden, nicht einmal Luft, sondern das, was von den heutigen Elementen der Erde damals vorhanden war, läßt sich nur vergleichen mit der Wärme, mit dem «Feuer», wie wir im Okkultismus sagen. Zwar würden Sie auch keine richtige Vorstellung bekommen, wenn Sie sich denken würden, dieses Saturnfeuer habe ausgesehen wie eine heutige Kerzenflamme oder wie eine Gasflamme. Eine richtige Vorstellung erhalten Sie, wenn Sie sich besinnen, was in Ihrem eigenen Leibe auf und ab pulsiert, wenn Sie sich darauf besinnen, welcher Grundunterschied in dieser Beziehung besteht zwischen einem niederen Tierwesen, welches gewisse Stufen der Entwickelung bewahrt hat, und dem Menschen. Ein niederes Tierwesen hat die Wärme seiner Umgebung. Ein Amphibium hat keine eigene innerliche Wärme, sondern es hat die Wärme seiner Umgebung, es ist so kalt oder so warm wie seine Umgebung. Der Mensch hat seine eigene innerliche, gleiche Wärme, wie er sie haben muß. Sein Organismus muß dafür sorgen, daß wenn es äußerlich kalt ist, er trotzdem seine Wärme auf einer gewissen Höhe erhalten kann, und Sie wissen, wenn Störungen eintreten in dieser eigenen Wärme wie Fieber und so weiter, daß da auch eine Störung der Gesundheit des physischen Körpers vorliegt. Sie wissen, es handelt sich darum, daß der Mensch innerlich das Maß seiner Wärme hat, und er muß dieser innerlichen Wärme zugrundeliegend etwas wie eine Kraft denken, die diese Wärme erzeugt. Diese Kraft ist nicht Wasser, nicht Erde, nicht Luft, sondern ein Element für sich, und dieses Element war allein auf dem alten Saturn, der ersten Verkörperung unserer Erde, vorhanden. Wenn Sie dazumal im Weltenraum spazieren gegangen wären — das ist natürlich eine Phantasie, aber sie ist gut, um sich eine Vorstellung zu bilden, wie es war —, hätten Sie den Saturn nicht gesehen; denn Licht hat er in seinem ältesten Zustand gar nicht verbreitet. Dazu müssen die Weltenkörper erst eine Sonne werden oder mit einer Sonne in eine Verbindung treten, um leuchtend zu werden. Wenn Sie sich dem alten Saturn genähert hätten, so würden Sie in seiner Nähe bemerkt haben: da ist Wärme! Sie würden an irgendeiner Stelle bemerkt haben, daß es warm würde, und Sie würden denken, da ist irgendein Raum mit Wärme erfüllt; wie in einen Backofen hinein würden Sie gehen. Allein durch diese Kraft der Wärme hätte sich das Dasein des alten Saturn angekündigt. Das ist ein feiner materieller Zustand, von dem sich der heutige Mensch kaum, am wenigsten ein gelehrter Physiker eine richtige Vorstellung machen kann; aber er ist vorhanden, ein Zustand, feiner als ein Gas, feiner als die Luft, und alles, was damals vom Menschen vorhanden war, nämlich die ersten Anlagen zum physischen Leibe, bestand aus diesem Stoff. Wenn Sie heute alles von sich entfernen könnten außer Ihrer Blutwärme, dann würden Sie jene ersten Anlagen des Menschen wieder vor sich haben. Aber das könnte nicht sein, weil man so nicht leben kann. Heute ist es nicht möglich, mit diesem Mineralreich, Wasserreich und so weiter so zu leben, wie der Mensch auf dem alten Saturn gelebt hat. Damals konnte man es. So müssen Sie sich also heute alles dasjenige entfernt denken, was Sie zum Beispiel an Säften, an Geweben, an festen Bestandteilen an sich haben, müssen auch absehen von dem, was Sie als Sauerstoff von der Luft einsaugen. Sie müssen sich denken, daß von Ihnen einzig und allein die Wärme, die in Ihrem Blute enthalten ist, übrigbleibt, natürlich auch in einer ganz anderen Gestalt: ein physischer Mensch, der nur aus Wärme besteht! Es ist eine grauenhafte Vorstellung für einen heutigen Naturforscher, aber darum eine um so richtigere und realere!
[ 3 ] Our Earth began its evolution as Saturn and progressed through the solar and lunar stages until it reached its present form. Back then, when our Earth was Saturn, everything on that Saturn celestial body was, of course, quite different from what it is on our present-day Earth. On Saturn, there was nothing that we would call solid rock masses or a mineral world in the modern sense; nor was there water in the modern sense, or even air. Rather, what existed at that time of the Earth’s present elements can only be compared to heat, to “fire,” as we say in occultism. Admittedly, you would not get a correct idea if you were to imagine that this Saturnian fire looked like a modern candle flame or a gas flame. You will gain a correct idea if you reflect on what pulsates up and down within your own body, if you reflect on the fundamental difference in this regard between a lower animal being—which has retained certain stages of development—and the human being. A lower animal derives its warmth from its surroundings. An amphibian has no internal warmth of its own; rather, it derives its warmth from its surroundings—it is as cold or as warm as its surroundings. Human beings have their own internal, constant warmth, just as they must. Their organism must ensure that, even when it is cold outside, they can still maintain their warmth at a certain level, and you know that when disturbances occur in this internal warmth—such as fever and so on—there is also a disturbance in the health of the physical body. You know, the point is that human beings possess an inner measure of warmth, and underlying this inner warmth one must conceive of something like a force that generates this warmth. This force is not water, not earth, not air, but an element in its own right, and this element existed solely on ancient Saturn, the first incarnation of our Earth. If you had gone for a walk in outer space back then—this is, of course, a fantasy, but it is a good way to form a picture of what it was like—you would not have seen Saturn; for in its earliest state, it did not emit any light at all. For this to happen, celestial bodies must first become a sun or enter into a connection with a sun in order to begin to shine. If you had approached the ancient Saturn, you would have noticed in its vicinity: there is warmth! You would have noticed at some point that it was getting warm, and you would have thought, “There is some space filled with warmth”; it would have been as if you were stepping into an oven. The existence of ancient Saturn would have made itself known solely through this power of warmth. This is a subtle material state of which modern humans—and least of all a learned physicist—can scarcely form a correct conception; yet it exists—a state finer than a gas, finer than air—and everything that existed in human beings at that time, namely, the first rudiments of the physical body, consisted of this substance. If you could strip away everything from yourself today except your body heat, you would once again find yourself face to face with those earliest human rudiments. But that could not be, because one cannot live that way. Today it is not possible to live with this mineral realm, water realm, and so on, in the same way that humans lived on ancient Saturn. Back then, it was possible. So today you must imagine yourself stripped of everything—for example, your bodily fluids, tissues, and solid components—and you must also disregard what you inhale from the air as oxygen. You must imagine that all that remains of you is the warmth contained in your blood—albeit, of course, in a completely different form: a physical human being consisting solely of warmth! It is a horrifying notion for a modern natural scientist, but all the more accurate and real for it!
[ 4 ] So war die Anlage des Menschen, seines physischen Leibes. Auf diesem Saturn waren alle anderen Wesen, die heute auf der Erde sind, wie Tiere, Pflanzen und Mineralien, nicht vorhanden. Der Saturn bestand dazumal aus lauter Menschenanlagen, die so zusammengeballt waren, wie die kleinen Beerchen einer Brombeere eine größere bilden: ebenso war die Saturnmasse eine große Beere, aus lauter Beerchen zusammengesetzt, die Menschen waren. Eine solche Kugel war dieser alte Saturn. Wenn wir nun die Umgebung dieses Saturn prüfen würden, wie wir etwa die Umgebung unserer Erde prüfen, und finden, daß sie umgeben ist von einem Luftmantel, in dem Gebilde vorkommen wie Nebel, Wolken und so weiter, so würden wir in der Umgebung des Saturn nicht Dinge materieller Art finden; aber wir würden in dem Saturnmantel geistige Substanzen, geistige Wesenheiten finden, die durchwegs höherer Art sind, als der Mensch auf dem Saturn dazumal in seiner ersten Anlage war.
[ 4 ] Such was the nature of humankind, of the human physical body. On this Saturn, none of the other beings that exist on Earth today—such as animals, plants, and minerals—were present. At that time, Saturn consisted entirely of human embryos, clustered together just as the small berries of a blackberry form a larger one: in the same way, the mass of Saturn was a large berry, composed entirely of small berries, which were human beings. This ancient Saturn was such a sphere. If we were now to examine the surroundings of this Saturn, just as we might examine the surroundings of our Earth, and find that it is surrounded by an atmosphere containing phenomena such as nebulae, clouds, and so on, we would not find things of a material nature in Saturn’s surroundings; but we would find in Saturn’s atmosphere spiritual substances, spiritual beings, all of which are of a higher nature than the human being on Saturn at that time in his earliest stage of development.
[ 5 ] Wir wollen uns nun beschäftigen mit einer bestimmten Art von Wesenheiten, die mit dem Saturndasein verknüpft waren. Da finden wir die Geister des Willens, dann die Geister der Weisheit, Geister der Bewegung, der Form, der Persönlichkeit, die Geister der Söhne des Feuers und die Geister der Söhne des Zwielichts. Wir wollen heute insbesondere die Geister der Form ins Auge fassen, weil sie, wie wir sehen werden, eine wichtige Rolle im Beginne unserer jetzigen Erdenentwickelung gespielt haben. Aus der ganzen Reihe der geistigen Wesenheiten, die in der Atmosphäre und in der Umgebung des Saturn vorhanden waren, wollen wir also die Geister der Form herausheben und uns klar sein, daß diese Geister der Form bis heute ebenso eine Entwickelung durchgemacht haben, wie alle Wesen eine Entwickelung durchmachen. Wie der Mensch auf der Sonne den Ätherleib, auf dem Monde den Astralleib, auf der Erde das Ich erhalten hat und dadurch immer vollkommener geworden ist, so haben auch die Geister der Form ihre Entwickelung durchgemacht.
[ 5 ] Let us now turn our attention to a specific type of being associated with the Saturn existence. There we find the spirits of will, then the spirits of wisdom, the spirits of movement, of form, and of personality, the spirits of the Sons of Fire, and the spirits of the Sons of Twilight. Today we will focus in particular on the spirits of form, because, as we shall see, they played an important role at the beginning of our present Earth evolution. From the entire range of spiritual beings that existed in the atmosphere and surroundings of Saturn, let us therefore single out the spirits of form and be clear that these spirits of form have undergone a process of evolution right up to the present day, just as all beings undergo evolution. Just as human beings acquired the etheric body on the Sun, the astral body on the Moon, and the “I” on Earth—and thereby became ever more perfect—so, too, have the Spirits of Form undergone their own evolution.
[ 6 ] Diese Geister der Form hatten auf dem Saturn keinen physischen Leib. Sie waren dort so beschaffen, daß sie als unterstes Glied ihrer Wesenheit einen Ätherleib hatten, den man vergleichen kann mit dem Ätherleib des Menschen. Den physischen Leib müßten wir uns also vollständig wegdenken und uns bei den Geistern der Form als unterstes Glied ihrer Wesenheit den Ätherleib vorstellen. Dann haben diese Wesenheiten einen astralischen Leib, ein Ich, Geistselbst oder Manas, Lebensgeist oder Buddhi, Geistesmensch oder Atman, und ein achtes Glied, das um einen Grad höher ist als dasjenige, was der Mensch im Laufe seiner Entwickelung durch die Erdenverkörperungen hindurch erreichen kann. Diese Geister der Form wirken also nach außen auf dem Saturn geradeso durch ihren Ätherleib, wie der Mensch auf der Erde nach außen wirkt durch seinen physischen Leib. Sie haben nicht Hände, durch die sie auf dem Saturn arbeiten, nicht Füße, mit denen sie gehen können und so weiter; denn das alles sind Glieder des physischen Leibes. Aber ihr Ätherleib äußert sich so, daß sie von dem Saturnmantel herein fortwährend in sehr feiner Materie befruchtende Lebenssäfte hereinstrahlen. Wir können uns den Saturn vorstellen, wie wir ihn beschrieben haben, und aus der Umgebung - fortwährend und von allen Seiten —, aus den Ätherleibern der Geister der Form befruchtende Lebenssäfte wie einen Regen hereinstrahlend auf den Saturn. Der Saturn selber hatte eine solche Eigenschaft, daß er diese befruchtenden Lebenssäfte nicht etwa behielt, sondern daß er sie wie ein Spiegel fortwährend zurückstrahlte. Dadurch entstehen — jetzt beschreibe ich genauer dasjenige, was ich in früheren Vorträgen schon erwähnt habe jene Spiegelbilder des Saturn, von denen ich Ihnen gesprochen habe. Sie können sich die warme Materie des Saturn vorstellen, wie sie fortwährend die Strahlen der Ätherleiber der Geister der Form empfängt, und diese wieder zurückstrahlt. Grob können wir uns ein Bild davon machen, wenn wir uns vorstellen, wie der Regen aus den Wolken auf die Erde herniederträufelt, in der Erde sich wiederum sammelt und als Dünste wieder hinaufsteigt. Wir müssen uns dies-aber nicht so vorstellen, daß wir eine Zeit dazwischen haben, sondern uns diesen Vorgang ohne eine Zeit dazwischen vorstellen: wie die üppig wuchernden Lebenssäfte hineinströmen und wieder zurückgespiegelt werden, so daß sich die Bildungen des Saturn, die ersten Anlagen der menschlichen physischen Leiber, wie Spiegelbilder ausnehmen. Sie sind eigentlich aus Spiegelbildern bestehend. Es ist ein gutes Bild für das, was als die physische Anlage des Menschen auf dem Saturn vorhanden war, wenn Sie sich einen Menschen vor sich stehend vorstellen und ihm ins Auge schauen: Sie senden Ihr Licht in das Auge des anderen, und Ihr Bild kommt Ihnen aus seinem Auge entgegengestrahlt. So war es mit den Geistern der Form in der Umgebung des alten Saturn. Sie sandten ihre lebenspendenden Säfte herunter in die Wärmemasse des Saturn, und es spiegelte sich ihre eigene Gestalt, ihr Ebenbild in dieser Wärmemasse; und dieses Spiegelebenbild waren die ersten Anlagen des menschlichen physischen Leibes. Schon auf dem alten Saturn war der Mensch im wörtlichsten Sinne ein Ebenbild seiner Gottheit.
[ 6 ] These spirits of form did not have a physical body on Saturn. Their nature there was such that, as the lowest level of their being, they possessed an etheric body comparable to the etheric body of human beings. We must therefore completely set aside the idea of a physical body and imagine the etheric body as the lowest component of the nature of the spirits of form. These beings then have an astral body, an “I,” a spiritual self or Manas, a life spirit or Buddhi, a spiritual human or Atman, and an eighth element that is one degree higher than what a human being can attain in the course of their evolution through earthly incarnations. These spirits of form thus act outwardly on Saturn through their etheric body, just as human beings act outwardly on Earth through their physical body. They do not have hands with which to work on Saturn, nor feet with which to walk, and so on; for all these are members of the physical body. But their etheric body manifests itself in such a way that life-giving juices, in very fine matter, continually stream in from the Saturn mantle. We can imagine Saturn as we have described it, with life-giving juices streaming in from all sides—continuously and from every direction—from the etheric bodies of the spirits of form, like a rain falling upon Saturn. Saturn itself possessed such a quality that it did not retain these life-giving essences, but rather, like a mirror, continuously reflected them back. This gives rise to—and now I will describe in more detail what I have already mentioned in earlier lectures—those mirror images of Saturn of which I have spoken to you. You can imagine the warm matter of Saturn continually receiving the rays from the etheric bodies of the spirits of form and reflecting them back again. We can roughly picture this by imagining how rain drips down from the clouds onto the earth, collects in the earth, and rises again as vapor. We must not, however, imagine this as involving an intervening period of time, but rather envision this process without any time in between: just as the luxuriantly surging life-sap flows in and is reflected back again, so that the formations of Saturn—the first rudiments of the human physical bodies—appear like mirror images. They are, in fact, composed of mirror images. It is a good image for what existed on Saturn as the physical blueprint of the human being: if you imagine a person standing before you and look into their eyes, you send your light into the other person’s eye, and your image is reflected back to you from their eye. So it was with the spirits of form in the vicinity of the ancient Saturn. They sent their life-giving essences down into the heat mass of Saturn, and their own form, their likeness, was reflected in this heat mass; and this reflected likeness was the first foundation of the human physical body. Even on ancient Saturn, the human being was, in the most literal sense, a likeness of his deity.
[ 7 ] Wenn wir nun weiterschreiten bis zur Sonne, die aus dem alten Saturn entstand, dann geschieht diese Weiterbildung dadurch, daß die Geister der Form einen Äther- oder Lebensleib nicht mehr nötig haben; sie geben den Ätherleib ab. Sie strahlen nun nicht mehr herunter die befruchtenden Lebenssäfte, sondern sie geben den Ätherleib ab, und dadurch durchdringen sich die ersten physischen Anlagen der Menschen mit dem Ätherleib. Der Ätherleib, den die Menschen auf der Sonne bekommen haben, ist zunächst aus dem Ätherleibe der Geister der Form herausgebilder, ein Stück des Ätherleibes der Geister der Form. Diese himmlisch-geistigen Wesenheiten haben sich in dem warmen Saturn gespiegelt und sind allmählich dadurch, daß sie ihm Opfer gebracht haben und Bilder geschaffen haben, selbständiger geworden, sind zu der größeren Tat fähig geworden, ihren Ätherleib abzulegen, ihn hinzuopfern, und das, was sie zuerst als Bild gestaltet haben, jetzt mit Leben, mit eigener Lebenskraft zu durchdringen. Wenn Sie das Spiegelbild, das Ihnen aus dem Auge IhresMitmenschen entgegenstrahlt, mit Leben begaben könnten, es selbständig machen, so daß es eigenes Leben hätte und hinaustreten könnte aus dem Auge, so würden Sie eine Tat haben, die die Geister der Form vollbrachten beim Übergang vom alten Saturn zur Sonne. Es war dies ein bedeutsamer Fortschritt für unsere kosmische Entwickelung.
[ 7 ] If we now proceed on to the Sun, which arose from the ancient Saturn, this further development occurs because the spirits of form no longer need an etheric or life body; they shed the etheric body. They no longer radiate the life-giving juices downward, but instead shed the etheric body, and through this process, the first physical dispositions of human beings become imbued with the etheric body. The etheric body that human beings received on the Sun was initially formed from the etheric body of the spirits of form—a fragment of the etheric body of the spirits of form. These heavenly-spiritual beings were reflected in warm Saturn and, by offering sacrifices to it and creating images, gradually became more independent; they became capable of the greater deed of shedding their etheric body, offering it up, and now imbuing what they had first shaped as an image with life—with their own life force. If you could endow the reflection that shines back at you from the eye of your fellow human being with life, make it independent so that it would have a life of its own and could step out of the eye, you would be performing an act that the Spirits of Form accomplished during the transition from the ancient Saturn to the Sun. This was a significant step forward in our cosmic evolution.
[ 8 ] Sie wissen ja — ich will dies hier nur einflechten —, daß alle Sagen und Mythen immer eine vielfache Bedeutung haben, und wenn wir die wahren Tatsachen der Weltenentwickelung im geistigen Sinne uns vor das Auge stellen, so treten uns die Mythen in einer überraschenden Weise in ihrer Wahrheit entgegen. So kann es auch jetzt geschehen mit einer Mythe.
[ 8 ] As you know—and I just want to mention this here—all legends and myths always have multiple meanings, and when we visualize the true facts of the world’s development in a spiritual sense, the myths reveal their truth to us in a surprising way. The same can happen now with a myth.
[ 9 ] Betrachten wir den Fortschritt, der geschieht vom Saturn zur Sonne herüber. Auf dem alten Saturn war es so, daß die lebenspendenden Kräfte einstrahlten, zurückgeworfen wurden und wieder aufgenommen wurden von dem Mantel, von der Atmosphäre des Saturn. In der alten griechischen Mythe hat man die warme Kugel des Saturn «Gäa» genannt und die Atmosphäre den «Kronos». Betrachten Sie jetzt die Mythe: Fortwährend strahlen hinein die lebenspendenden Kräfte von Kronos auf die Gäa, auf den Saturn, und gehen wieder zurück, werden aufgesogen. Es ist Kronos, der fortwährend seine eigenen Kinder verschlingt! Es muß eine solche Wahrheit einer Mythe gefühlt werden. Fühlt man sie nicht, so hat man gar nicht die richtige Stellung dazu. Denn bedenken Sie nur einmal, was es heißt, daß wir in der grauen Vorzeit des alten Griechenland einen Mythos finden, der uns diese Wahrheit in wunderbarer Weise im Bilde darstellt! Es gibt nur eine einzige Möglichkeit für die Erklärung einer solchen Tatsache, und das ist die: Die vorgeschrittensten Individuen der Menschheit, die in den Mysterien die Fortentwickelung der Menschheit leiteten, wußten genau dasjenige von der Weltentwickelung, was wir heute in der Theosophie verkündigen. Genauso wie wir hier reden über diese Dinge, so wurde in den alten Mysterien Griechenlands geredet, und für die großen Massen wurden diese Wahrheiten in Bilder gehüllt, und diese Bilder bildeten dasjenige, was wir heute als Mythos kennen. Sonderbar nehmen sich einer solchen Erkenntnis gegenüber die Menschen aus, die da glauben, daß erst in den letzten vierzig Jahren die Wahrheit von den Menschen entdeckt worden ist, und daß alles das, was frühere Zeiten gekannt haben, nur die Begriffe einer kindlichen Phantasie sind. Aber als eine kindliche Vorstellung muß man es gerade bezeichnen, wenn immer wieder betont wird: Wie wir es heute so herrlich weit gebracht haben. - Das ist die wahrhaft kindliche Vorstellung!
[ 9 ] Let us consider the progression that takes place from Saturn toward the Sun. On ancient Saturn, the life-giving forces would radiate in, be reflected back, and be reabsorbed by Saturn’s mantle and atmosphere. In ancient Greek mythology, the warm sphere of Saturn was called “Gaia,” and its atmosphere was called “Cronus.” Now consider the myth: The life-giving forces of Cronus continually radiate into Gaia—into Saturn—and then return, being absorbed. It is Cronus who continually devours his own children! One must sense this truth within a myth. If one does not sense it, one does not have the proper perspective on it at all. For just consider what it means that, in the distant past of ancient Greece, we find a myth that portrays this truth to us in such a wondrous way! There is only one possible explanation for such a fact, and that is this: The most advanced individuals of humanity, who guided the further development of humanity within the Mysteries, knew precisely what we proclaim today in Theosophy regarding the evolution of the world. Just as we speak of these things here, so too was it spoken of in the ancient mysteries of Greece; and for the masses, these truths were clothed in imagery, and this imagery constituted what we know today as myth. It seems strange, in light of such knowledge, that there are people who believe the truth has only been discovered by humanity in the last forty years, and that everything known in earlier times is merely the product of a childish imagination. But it must indeed be called a childish notion when people repeatedly emphasize how wonderfully far we have come today. - That is the truly childish notion!
[ 10 ] So schreiten wir also vor von dem Saturn zur Sonne und betrachten die Entwickelung der Geister der Form weiter. Ihren Ätherleib haben sie abgelegt, von sich «ausgespritzt» und dem Körper der Erde mitgeteilt, indem sich die Menschenleiber mit dem Ätherleib der Geister der Form durchsetzt haben. Sie selbst haben als niederstes Glied ihrer Wesenheit jetzt den astralischen Leib, und ihre Höherentwickelung bedeutet, daß sie nicht nur ein Glied über dem Geistesmenschen oder Atman haben, sondern noch ein weiteres Glied; so daß wir jetzt ihre Wesenheit bezeichnen müssen mit Astralleib, Ich, Geistselbst, Lebensgeist, Geistesmensch, ein achtes Glied und ein neuntes Glied, die erhaben sind über das, was der Mensch zunächst in seiner vollständigen siebengliederigen Entwickelung erlangen kann.
[ 10 ] So we proceed from Saturn to the Sun and continue to examine the evolution of the spirits of form. They have shed their etheric bodies, “expelled” them from themselves, and imparted them to the body of the Earth, as human bodies have become interwoven with the etheric bodies of the spirits of form. They themselves now have the astral body as the lowest member of their being, and their higher development means that they have not only one member above the spiritual human being or Atman, but yet another member; so that we must now describe their being as consisting of the astral body, the “I,” the spiritual self, the life spirit, the spiritual human, an eighth member, and a ninth member—all of which are elevated above what human beings can initially attain in their complete seven-fold development.
[ 11 ] Was bieten die Geister der Form für eine «Außenseite»? Die Geister der Form um den Saturn herum haben sozusagen den «Lebensregen» auf den Saturn herabgeträufelt. Die Geister der Form auf der Sonne äußern sich durch die auf die Sonne einstrahlenden Triebe, Begierden, Leidenschaften, durch alles dasjenige, was im astralischen Leibe verankert ist. Wer auf der Sonne gesessen und hinausgesehen hätte in den Weltenraum, er würde nicht Blitze haben zucken sehen und Donner rollen hören, sondern er würde um sich herum in astralischem Lichte die Leidenschaften geistiger Wesenheiten wahrgenommen haben - ringsherum überall Leidenschaften -, und Sie müßten sich nicht etwa nur niedrige Leidenschaften vorstellen. Diese Leidenschaften, diese Affekte ringsherum schufen nun von außen herein weiter an dem Planeten. Wenn wir die Mythe weiter betrachten, so sehen wir förmlich innerhalb unserer Erdentwickelung die schaffenden «Titanen», die schaffenden Leidenschaften, die von außen herein wirken, von den geistigen Luftkreisen der Sonne, als diese ein Planet war.
[ 11 ] What kind of “outer aspect” do the spirits of form offer? The spirits of form surrounding Saturn have, so to speak, caused the “rain of life” to drip down upon Saturn. The spirits of form on the Sun manifest themselves through the impulses, desires, and passions radiating toward the Sun—through everything that is anchored in the astral body. Anyone who had sat on the Sun and looked out into outer space would not have seen lightning flash or heard thunder roll, but would have perceived all around them, in astral light, the passions of spiritual beings—passions everywhere—and you should not imagine these to be merely base passions. These passions, these emotions all around, continued to shape the planet from the outside in. If we continue to examine the myth, we can literally see within the evolution of our Earth the creative “Titans,” the creative passions that act from the outside in, from the spiritual air spheres of the Sun, when it was a planet.
[ 12 ] Nunmehr schreiten wir weiter zum Mond - die Sonne verwandelt sich in den Mond. Das bedeutet im Laufe der Entwickelung, daß die Geister der Form nun auch ihren astralischen Leib ablegen und daß ihr niederstes Glied das Ich ist. Wenn wir ihr Wesen beschreiben wollten, würden wir sagen: Wie der Mensch als niederstes Glied den physischen Leib hat, so haben diese Geister der Form, die um den Mond herum leben, als niederstes Glied das Ich, haben dann Geistselbst, Lebensgeist, Geistesmenschen, ein achtes, ein neuntes Glied und dann noch ein zehntes Glied. So bieten sie also nach außen hin ihr Ich dar. Es ist sehr merkwürdig, aber es ist so: sie bieten nach außen hin lauter Iche dar; sie strotzen förmlich von lauter Ichen nach außen. Alle Betätigung in der Umgebung des Mondes ist so, wie wenn Sie Wesen gegenüberträten, die Ihnen alle ihre Individualität, alle ihre Eigenheit äußern. Das geschah von der Atmosphäre des Mondes her. Denken Sie sich einmal, alle Ihre Iche, die in Ihren physischen Leibern hier sind, würden plötzlich befreit vom physischen Leibe; der physische Leib, der Ätherleib, der astralische Leib wären weg, nur Ihre Iche wären da als das niederste Glied, und sie könnten sich durch den Raum hindurch äußern. Denken Sie sich selbst auf dem alten Monde und Ihre Iche draußen in der Welt, aber so, daß diese Iche eingebettet wären in die geistigen Substanzen, nur die niedersten Glieder der Geister der Form aus der Luft herein wirkend: dann würden Sie eine Vorstellung haben, wie die Geister der Form sich als lauter Iche äußern aus dem Raum herein. Ihren astralischen Leib, den sie auf der Sonne noch hatten, haben sie an die Menschen abgegeben, so daß der Mensch jetzt auf dem Monde besteht aus physischem Leib, Ätherleib und astralischem Leib.
[ 12 ] We now proceed to the Moon—the Sun transforms into the Moon. In the course of evolution, this means that the spirits of form now also shed their astral bodies and that their lowest member is the “I.” If we were to describe their nature, we would say: Just as the human being has the physical body as its lowest member, so these spirits of form, who live around the Moon, have the “I” as their lowest member, followed by the spiritual self, the life spirit, the spiritual human, an eighth, a ninth member, and then a tenth member. Thus, they present their “I” to the outside world. It is very strange, but it is true: outwardly, they present nothing but “I’s”; they are literally brimming with “I’s” outwardly. All activity in the vicinity of the Moon is as if you were encountering beings who express to you all their individuality, all their distinctiveness. This emanates from the Moon’s atmosphere. Just imagine for a moment that all your “I’s,” which are here in your physical bodies, were suddenly freed from the physical body; the physical body, the etheric body, and the astral body would be gone, only your “I’s” would remain as the lowest member, and they could express themselves throughout space. Imagine yourself on the ancient Moon and your “I’s” out in the world, but in such a way that these “I’s” were embedded in the spiritual substances, with only the lowest members of the spirits of form acting in from the air: then you would have an idea of how the spirits of form express themselves as pure “I’s” coming in from space. They have surrendered the astral body they still possessed on the Sun to human beings, so that human beings on the Moon now consist of a physical body, an etheric body, and an astral body.
[ 13 ] Wir wollen uns, damit wir uns in diese Sache gut hineinversetzen, einmal eine kleine Skizze in folgender Art davon machen. Wir wollen uns vorstellen, daß dies der Saturnmensch sei, der Saturnmensch, der die ersten Anlagen des physischen Leibes hat. Über ihm schwebend müssen wir uns Wesenheiten denken, die die Geister der Form sind, die einen Ätherleib, Astralleib, Ich, Geistselbst, Lebensgeist, Geistesmensch haben, bis hinauf zum achten Glied.
[ 13 ] To help us fully grasp this concept, let us sketch out a brief outline of it as follows. Let us imagine that this is the Saturn human, the Saturn human who possesses the first rudiments of the physical body. Hovering above him, we must conceive of beings who are the spirits of form, possessing an etheric body, an astral body, an “I,” a spiritual self, a life spirit, and a spiritual human, all the way up to the eighth member.


[ 14 ] Jetzt müssen wir uns den nächsten Zustand denken. Beim Sonnenmenschen haben wir den physischen Leib und den Ätherleib. Der Ätherleib war dadurch in den Menschen hineingekommen, daß die Geister der Form ihren Ätherleib ausgegossen haben und nur ihren Astralleib behalten haben, so daß die Geister der Form ihren Astralleib haben, ihr Ich, und weiter hinauf bis zum neunten Gliede.
[ 14 ] Now we must consider the next state. In the case of the Sun-man, we have the physical body and the etheric body. The etheric body entered the human being because the spirits of form shed their etheric bodies and retained only their astral bodies, so that the spirits of form possess their astral bodies, their “I,” and continue upward through the ninth member.


[ 15 ] Dann gehen wir zum Mond. Wir haben den Menschen aus physischem Leib, Ätherleib und Astralleib bestehend, und der astralische Leib ist nur dadurch entstanden, daß die Geister der Form ihren astralischen Leib hingeopfert und jetzt als ihr unterstes Glied das Ich haben, dann Geistselbst und so weiter bis hinauf zum zehnten Glied. Dadurch ist alles dasjenige, was wir «Mensch» nennen, allmählich heruntergeflossen aus der Umgebung des Planeten, von außen her zusammengesetzt worden. Alles, was innen ist, war einmal außen und hat sich in den Menschen hineinbegeben.
[ 15 ] Then let’s go to the Moon. We have the human being, consisting of a physical body, an etheric body, and an astral body, and the astral body came into being only because the spirits of form sacrificed their astral bodies and now have the “I” as their lowest member, followed by the spiritual self and so on up to the tenth member. As a result, everything we call “human” has gradually flowed down from the planet’s surroundings and been assembled from the outside. Everything that is inside was once outside and has entered into human beings.
[ 16 ] Verfolgen wir jetzt die Entwickelung auf der Erde selber: Im Beginn der Erdenentwickelung hat der Mensch seinen physischen Leib als Anlage, dann seinen Ätherleib und astralischen Leib. Die Geister der Form kommen herüber vom Monde. Ihr niederstes Glied ist das Ich; dieses Ich opfern sie jetzt auch noch hin und befruchten den Menschen in seiner Anlage mit dem Ich, so daß das Ich, wie es auf der Erde auftritt, eine befruchtende Kraft ist, die jetzt ausströmt von den Geistern der Form; und die Geister der Form behalten als niederstes Glied ihrer Wesenheit das Geistselbst oder Manas. Wenn wir sie also beschreiben wollten, müßten wir sagen: Über uns walten in unserer Umgebung in der Erdenatmosphäre die Geister der Form. Ihr niederstes Glied ist Geistselbst oder Manas, in dem leben und weben sie, und geopfert haben sie dasjenige, was sie noch auf dem Monde hatten, das nach allen Seiten wirkende Ich. Das träufelte herunter und befruchtete den Menschen.
[ 16 ] Let us now trace the development on Earth itself: At the beginning of Earth’s development, human beings possess their physical body as a predisposition, then their etheric body and astral body. The spirits of form come over from the Moon. Their lowest member is the “I”; they still sacrifice this “I” today and imbue the human being in its embryonic state with the “I,” so that the “I,” as it appears on Earth, is a life-giving force that now flows forth from the Spirits of Form; and the Spirits of Form retain the Spiritual Self, or Manas, as the lowest member of their being. If we were to describe them, we would have to say: The spirits of form reign above us in our surroundings within the Earth’s atmosphere. Their lowest member is the spiritual self or Manas, in which they live and weave, and they have sacrificed that which they still possessed on the Moon—the “I” that acts in all directions. This trickled down and fertilized humanity.
[ 17 ] Nun wollen wir einmal diesen Gang des Menschen auf der Erde selbst verfolgen. Man kann am Menschen die Stelle angeben, wo das Ich eingeträufelt wird; wir wollen das aber heute nur schematisch betrachten. Der Mensch empfängt sein Ich. Es trifft natürlich dieses Ich zuerst seinen astralischen Leib, der ihn ja wie eine aurische Hülle umgibt; da fließt es zunächst ein, durchdringt diesen astralischen Leib. Das ist zu der Zeit, die wir die «lemurische» nennen. In der lemurischen Zeit, im Laufe langer Zeiträume, verschieden bei verschiedenen Menschen, zieht dieses Ich zuerst in den astralischen Leib ein und befruchter ihn. Stellen wir uns also jetzt einmal diesen fortentwickelten Menschen vor.
[ 17 ] Now let us follow the course of human life on Earth itself. One can point out the exact spot in the human being where the “I” is instilled; however, today we will consider this only schematically. The human being receives his “I.” Naturally, this “I” first encounters his astral body, which surrounds him like an auric sheath; there it first flows in, permeating this astral body. This occurs during the period we call the “Lemurian” era. In the Lemurian era, over the course of long periods of time—which vary from person to person—this “I” first enters the astral body and animates it. Let us now imagine this fully developed human being.
[ 18 ] Der physische Leib hat damals durchaus nicht so wie heute aus Knochen, Fleisch und Blut bestanden, sondern es war eine ganz weiche Anlage, auch noch ohne Knorpel, und durchzogen wurde dieser Leib wie von magnetischen Strömen. So war der physische Leib da, dann war da der Ätherleib als der nächste, und dann der astralische Leib, der mit dem Ich befruchtet wird. Diese Befruchtung müssen wir uns so vorstellen, daß etwas wie ein Loch, wie ein Einschnitt am astralischen Leib entsteht, wie eine Einstülpung. Das ist tatsächlich auch der Fall, daß so etwas wie eineÖffnung oben am astralischen Leib entsteht durch den Hineinfluß des Ich, eine Offnung bis auf den Ätherleib (siehe Zeichnung S. 74). Das hat eine große Bedeutung und eine große Wirkung gehabt, und die Folge davon ist, daß die erste dämmerhafte Wahrnehmung einer physischen Außenwelt auftritt. In früheren Zuständen nahm der Mensch nichts anderes wahr, als was in seinem Inneren lebte; er war wie hermetisch nach außen abgeschlossen. Nur sich selbst nahm er wahr, und was in seinem Inneren vorging. Jetzt erst öffnete sich ihm der Blick auf eine physische Außenwelt. Ganz selbständig war aber der Mensch noch nicht. Vieles wurde für ihn noch reguliert von anderen, göttlichen Wesenheiten, mit denen er im Zusammenhang stand. Es war noch nicht so, daß der Mensch gleich alles sehen konnte, was um ihn herum war, so wie es heute der Fall ist; sondern weil nur sein astralischer Leib geöffnet war, nahm er auch nur mit diesem Leibe wahr. Es war das ein ganz dämmerhaftes Hellsehen, das darin bestand, daß wenn in dieser alten Vorzeit der Mensch sich hinbewegte über die Erde, er dasjenige wahrnahm, was außer seiner Körperlichkeit war, und zwar, insofern es ihm sympathisch oder unsympathisch, nützlich oder schädlich war. Er nahm, wenn er sich so hinbewegte, zum Beispiel ein grellrotes Farbenbild wahr, das als ein aurisches Farbenbild aufstieg; denn es war erst sein astralischer Leib geöffnet. Jetzt wußte er, wenn da ein rotes Farbenbild aufstieg: da ist ein Wesen in der Nähe, das mir gefährlich ist! Und wenn ein blau-rotes Farbenbild ihm entgegentrat, wußte er, daß er da hingehen konnte. So richtete er sich nach diesen dämmerhaften hellseherischen Wahrnehmungen. Nur das Seelische nahm er wahr; dasjenige, was zum Beispiel in den heutigen Pflanzen vorhanden ist, nahm er noch nicht wahr. Nur das, was als Seelisches in anderen Menschen und in den Tieren vorhanden war, und allerdings auch die Gruppenseelen, nahm er wahr. Das war also die erste Befruchtung mit dem Ich.
[ 18 ] At that time, the physical body did not consist of bone, flesh, and blood as it does today, but was a very soft structure, not yet containing cartilage, and this body was permeated as if by magnetic currents. So the physical body was there, then came the etheric body as the next layer, and then the astral body, which is fertilized by the “I.” We must imagine this fertilization as something like a hole, an incision in the astral body, like an invagination. This is indeed the case: something like an opening forms at the top of the astral body through the influence of the “I”—an opening extending all the way to the etheric body (see drawing on p. 74). This has had great significance and a profound effect, and the result is that the first dim perception of a physical external world arises. In earlier states, human beings perceived nothing other than what lived within them; they were, as it were, hermetically sealed off from the outside world. They perceived only themselves and what was happening within them. Only now did the view of a physical external world open up to them. Yet human beings were not yet entirely independent. Much was still regulated for him by other, divine beings with whom he was connected. It was not yet the case that human beings could immediately see everything around them, as is the case today; rather, because only their astral body was open, they perceived only through that body. It was a very dim form of clairvoyance, consisting in the fact that when, in those ancient times, a human being moved about on Earth, he perceived that which lay beyond his physical body—specifically, insofar as it was sympathetic or unsympathetic, useful or harmful to him. As he moved about in this way, he would perceive, for example, a bright red image that arose as an auric color image; for it was only his astral body that was open. Now, when a red image arose, he knew: there is a being nearby that is dangerous to me! And when a blue-red image appeared before him, he knew he could go there. Thus, he guided himself by these dim, clairvoyant perceptions. He perceived only the soul; he did not yet perceive what is present, for example, in today’s plants. He perceived only what existed as soul in other human beings and in animals—and, of course, the group souls as well. This, then, was the first fertilization with the “I.”
[ 19 ] Dieses Ich gestaltete sich allmählich immer weiter, und zwar so, daß das, was als Befruchtungselement hineinkam in den astralischen Leib, diesen immer mehr durchzog; so daß das Ich immer mehr in den Gefühlen der Lust und der Unlust des astralischen Leibes vorhanden war. Indem so das Ich sich ausbreitete im astralischen Leibe, entstand das, was man in meinem Buche «Theosophie» als Empfindungsseele bezeichnet findet. Das ist die Empfindungsseele, die da entstand. Es ist so, wie wenn das befruchtende Ich seine Kraft ausbreitete über den ganzen astralischen Leib und dadurch die Empfindungsseele bewirkte.
[ 19 ] This “I” gradually took on greater and greater form, in such a way that what entered the astral body as a fertilizing element permeated it more and more; so that the “I” was increasingly present in the feelings of pleasure and displeasure of the astral body. As the I thus spread throughout the astral body, what is referred to in my book Theosophy as the sentient soul came into being. It is the sentient soul that arose there. It is as if the fertilizing I spread its power over the entire astral body and thereby brought about the sentient soul.


[ 20 ] Nun werden wir hier eine wichtige Sache noch einzufügen haben. Wir haben jetzt einen ziemlich normalen Gang der Entwickelung gesehen. Wir haben gesehen, wie auf dem alten Mond die Geister der Form ihr niederstes Glied, ihr Ich, hineingestrahlt haben, und wie sie, als aus dem Mond die Erde geworden war, dieses Ich abgegeben haben und dadurch den Menschen befruchtet haben mit dem Ich. Nun wissen wir, daß auf dem Monde gewisse Wesenheiten zurückgeblieben sind, welche mit ihrer Entwickelung auf dem Monde nicht fertig geworden sind. Was heißt das? Das heißt, sie sind nicht bis zu der Stufe vorgeschritten, daß sie die Fähigkeit erlangt haben, ihr Ich ausströmen zu lassen und damit den Menschen zu befruchten. Das konnten sie nicht. Sie standen noch auf der alten Mondenstufe, als sie mit ihrem Ich hineinwirkten in die Atmosphäre der Erde. Es waren in der Umgebung des Menschen zurückgebliebene Wesenheiten, die so wirkten, wie die Art der Geister der Form auf dem Monde war; so wirkten diese zurückgebliebenen Wesen auf der Erde. Der Mensch war in der Armosphäre der Erde umgeben von Ich-Wesenheiten, die noch nicht ihre Iche abgegeben hatten. Diese Wesenheiten streben jetzt danach, das letzte, was sie auf dem Monde tun mußten, jetzt auf der Erde tun zu können. Dadurch war der Mensch Einflüssen ausgesetzt, die hier in der normalen Entwickelung nicht zu ihm gehört hätten. Diese Einflüsse der Ich-Geister strahlten ein in seinen astralischen Leib. Während durch das eingeträufelte Ich der Geister der Form sein astralischer Leib umgestaltet wurde, strahlten ihm zu gleicher Zeit die Ich-Geister, die es nicht bis zum Standpunkte der Geister der Form gebracht hatten, niedrigere Kräfte zu, als ihm in normaler Entwickelung hätten eingestrahlt werden müssen. Diese niedrigeren Kräfte bewirkten, daß der Mensch zerfiel in einen höheren und in einen niederen Teil. So haben wir durch das Einträufeln des Ich von seiten der Geister der Form das zur Selbstlosigkeit angelegte Ich, und durch das, was durch die zurückgebliebenen Ich-Geister eingeträufelt wird, das andere, zur Selbstigkeit, zum Egoismus veranlagte Ich. Das ist das Ich, das noch nicht los will von den Instinkten, Begierden und Leidenschaften. Die dringen darin ein und durchsetzen den astralischen Leib, so daß im menschlichen astralischen Leib zweierlei vorhanden ist: selbstlose Triebe, solche, die höher hinauf wollen, und solche Leidenschaften, die von Selbstsucht durchsetzt sind; die sind in den Menschen durch den Einfluß der Ich-Geister hineingekommen und verankern sich in ihm.
[ 20 ] Now we must add one more important point here. We have just seen a fairly normal course of development. We have seen how, on the ancient Moon, the spirits of form radiated their lowest member—their “I”—into it, and how, when the Earth emerged from the Moon, they relinquished this “I” and thereby imbued human beings with the “I.” Now we know that certain beings remained behind on the Moon who had not completed their development there. What does that mean? It means they had not advanced to the stage where they had attained the ability to radiate their “I” and thereby endow human beings with it. They were unable to do so. They were still at the old lunar stage when they acted with their “I” into the Earth’s atmosphere. These were beings who had remained behind in the human environment and acted in the same way as the spirits of form on the Moon; in this way, these beings who had remained behind acted on Earth. In the Earth’s atmosphere, human beings were surrounded by I-entities that had not yet relinquished their I’s. These entities now strive to accomplish on Earth what they had to do on the Moon. As a result, human beings were exposed to influences that, under normal conditions of development, would not have affected them. These influences from the I-spirits radiated into their astral bodies. While his astral body was being transformed by the “I” instilled by the spirits of form, at the same time the “I” spirits—who had not reached the level of the spirits of form—radiated lower forces toward him than would have been instilled in him under normal development. These lower forces caused human beings to split into a higher and a lower part. Thus, through the infusion of the “I” by the Spirits of Form, we have the “I” predisposed toward selflessness, and through what is infused by the lagging “I”-spirits, we have the other “I,” predisposed toward self-centeredness and egoism. This is the “I” that is not yet ready to break free from instincts, desires, and passions. These penetrate it and permeate the astral body, so that two kinds of forces are present in the human astral body: selfless impulses, those that seek to ascend to higher realms, and those passions that are permeated by selfishness; these have entered the human being through the influence of the “I”-spirits and take root within him.
[ 21 ] Nun wollen wir die Entwickelung selbst weiter betrachten. Wir haben gesehen, wie der astralische Leib von der Kraft des herabgeträufelten Ich ganz durchsetzt worden ist. Das nächste ist nun, daß der Ätherleib auch von dieser Kraft ergriffen wird, so daß im Ätherleib ebenfalls eine Art Loch nach der Außenwelt entsteht. Wenn wir das zeichnen wollen, so müssen wir das so tun, als ob wir in der Mitte einen physischen Leib haben, dann einen durchbrochenen Ätherleib, der von der Kraft des Ich ganz ausgefüllt wird, und dann den astralischen Leib, der ja auch von der Kraft des Ich ausgefüllt wird. So haben wir jetzt im Ätherleib die Kraft, die nach außen will: der Ätherleib öffnet sich der Außenwelt (siehe Zeichnung).
[ 21 ] Now let us continue to examine the development itself. We have seen how the astral body has been completely permeated by the power of the trickling-down “I.” The next step is that the etheric body is also taken hold of by this power, so that a kind of opening to the outside world is created in the etheric body as well. If we want to draw this, we must do so as if we had a physical body in the center, then an openwork etheric body that is completely filled by the power of the “I,” and then the astral body, which is also filled by the power of the “I.” Thus, we now have in the etheric body the force that seeks to go outward: the etheric body opens up to the outside world (see drawing).


[ 22 ] Wir stehen jetzt ungefähr bei der Gestaltung des Menschen im ersten und zweiten Drittel der atlantischen Zeit. Da war noch ein altes Hellsehen vorhanden, aber nicht so, daß nur das Nützliche und Schädliche, das Sympathische und Unsympathische in Bildern gesehen wurde; sondern es traten so etwas wie lebendige Traumbilder vor dem Menschen auf, die lange stehenblieben. Denn der Ätherleib ist der Träger des Gedächtnisses, und da diese Menschen noch keine Störung von seiten des physischen Leibes hatten, haben sie solche Bilder, die sie von außen aufnahmen, ungeheuer lange behalten. Das Gedächtnis war damals eine ganz besonders hervorragende Seelenkraft. Sie können in «Aus der Akasha-Chronik» lesen, was die Menschen in dieser Beziehung damals waren. Es ist zwar noch immer nicht ein vollständiges Anschauen der Außenwelt, sondern eine Art dämmerhaften Hellsehens. Dieses ist aber umfassender als die Wahrnehmung durch den astralischen Leib. Es umfaßt mehr, läßt alles in gewaltigen Bildern, die deutlich geformt sind, erstehen wie ein Traum, aber schon den äußeren Gegenständen entsprechend; während früher die Bilder nur dazu dienten, dem Menschen zu sagen, wie er sich verhalten sollte, ob er diese oder jene Richtung nehmen sollte. Die äußeren Gegenstände wurden aber noch nicht gesehen.
[ 22 ] We are now dealing with the development of the human being during the first and second thirds of the Atlantean epoch. An ancient form of clairvoyance still existed at that time, but not in the sense that only what was useful and harmful, or pleasant and unpleasant, was seen in images; rather, something like living dream images appeared before people and lingered for a long time. For the etheric body is the bearer of memory, and since these people were not yet subject to disturbances from the physical body, they retained such images—which they absorbed from the outside—for an incredibly long time. Memory was, at that time, a particularly outstanding power of the soul. You can read in From the Akashic Records what people were like in this regard back then. It is, admittedly, still not a complete perception of the external world, but rather a kind of twilight clairvoyance. However, this is more comprehensive than perception through the astral body. It encompasses more, allowing everything to arise in powerful, clearly formed images—like a dream, yet already corresponding to external objects—whereas in earlier times the images served only to tell a person how to behave, whether to take this or that course of action. The external objects, however, were not yet seen.
[ 23 ] Jetzt schreiten wir noch weiter und kommen in das letzte Drittel der atlantischen Zeit. Jetzt wird nicht nur der astralische Leib und der Ätherleib, sondern auch der physische Leib von der Kraft des Ich ergriffen (siehe Zeichnung). Es entsteht im physischen Leibe die Anlage zu einer Ausbuchtung. Der physische Leib wird ausgebuchtet, und um ihn herum haben wir den Ätherleib und den astralischen Leib. Wir wollen uns das ganze jetzt schematisch vorstellen; im Laufe der nächsten Vorträge werden wir die Wirklichkeiten dafür kennenlernen. In einer gewissen Weise war also eine solche Art von Ausbuchtung eingetreten. Der physische Leib nahm das Ich in sich auf. Zwischen den Augenbrauen liegt der Punkt — ich habe Ihnen öfter davon gesprochen —, wo das Ich aufgenommen wird. Bei dieser Offnung, die durch die Durchdringung des physischen Leibes mit dem Ich zustande kommt, müssen wir besonders denken an das Öffnen der physischen Sinne. Das Ich durchdringt das Auge, das Gehör; das ist nicht bloß eine Offnung, sondern es sind eine ganze Reihe von Öffnungen. Das alles geschieht im letzten Drittel der atlantischen Zeit, und dadurch erst wird der physische Menschenleib so umgestaltet, daß er zu dem wird, was er heute ist.
[ 23 ] Now we move even further along and enter the final third of the Atlantean epoch. Now not only the astral body and the etheric body, but also the physical body are taken over by the power of the “I” (see illustration). The predisposition for a bulge develops in the physical body. The physical body bulges out, and surrounding it are the etheric body and the astral body. Let us now visualize the whole picture schematically; in the course of the next lectures, we will come to know the realities behind it. In a certain sense, then, this kind of bulging had taken place. The physical body took the “I” into itself. Between the eyebrows lies the point—I have spoken to you about it often—where the “I” is received. In connection with this opening, which comes about through the “I”’s permeation of the physical body, we must think in particular of the opening of the physical senses. The “I” permeates the eye and the ear; this is not merely a single opening, but a whole series of openings. All of this takes place in the last third of the Atlantean epoch, and it is only through this process that the physical human body is transformed into what it is today.


[ 24 ] Wir nennen nun den umgestalteten Ätherleib, wie er sich in der ersten atlantischen Zeit gebildet hat, die «Verstandesseele» oder «Gemütsseele», und den umgestalteten physischen Leib nennen wir die «Bewußtseinsseele». Da haben Sie also als eine Folge der Evolution dargestellt, was Sie in meiner «Theosophie» geschildert finden, so wie es heute ist. Hier sehen Sie, wie die Dinge sich nach und nach gebildet haben.
[ 24 ] We now call the transformed etheric body, as it took shape during the early Atlantean period, the “intellectual soul” or “emotional soul,” and we call the transformed physical body the “consciousness soul.” So here you have, as a result of evolution, what you will find described in my Theosophy, as it stands today. Here you can see how things have gradually taken shape.
[ 25 ] Jetzt ist auch der physische Leib nach außen geöffnet und der Mensch lernt jetzt die Außenwelt erst wirklich kennen, und nun beginnt die bewußte Umgestaltung des astralischen Leibes. Vorher war alles mehr oder weniger eine unbewußte Umgestaltung; denn die Bewußtseinsseele ist jetzt erst da. Wollen wir uns diesen Zustand vorstellen, so müssen wir ihn uns schematisch so denken: aufgeschlossen den astralischen Leib, den Ätherleib und den physischen Leib, und dadurch, daß der Mensch mit der Außenwelt in Beziehung tritt, bildet er in sich hinein einen Einschlag. Das ist alles dasjenige, was das Ich am Verkehr mit der Außenwelt entwickelt, was das Ich lernt während des Verkehrs mit der Außenwelt. Denken Sie sich nun, das Ganze, was das Ich so entwickelt, wird immer größer und größer, und es ist tatsächlich so- es ist das zwar schematisch, aber durchaus dem wirklichen Vorgang entsprechend —, daß dieses neue Gebilde, das der Mensch nach und nach entwickelt, sich hier herumlegt um seinen astralischen Leib und sich mit seinem astralischen Leib vereinigt und dann im Laufe der Entwickelung diesen selber umgestaltet zu dem eigentlichen menschlichen
[ 25 ] Now the physical body, too, is open to the outside world, and the human being is only now truly getting to know the external world; and now the conscious transformation of the astral body begins. Before that, everything was more or less an unconscious transformation, for the soul of consciousness is only now present. If we want to imagine this state, we must conceive of it schematically as follows: the astral body, the etheric body, and the physical body are open; and through the human being’s interaction with the external world, an imprint is formed within them. This is everything that the “I” develops through interaction with the external world—what the “I” learns during this interaction. Now imagine that the whole of what the “I” develops in this way becomes larger and larger, and it is indeed the case—though this is a schematic representation, it corresponds entirely to the actual process—that this new formation, which the human being gradually develops, wraps itself around the astral body, unites with it, and then, in the course of development, transforms the astral body itself into the actual human


[ 26 ] Manas oder Geistselbst (siehe Zeichnung). Bei dieser Arbeit ist der Mensch heute, indem er durch das, was er durch seinen Verkehr mit der Außenwelt erlangt, seinen astralischen Leib zu Manas oder Geistselbst umgestaltet. In diesem Prozeß stehen wir noch gegenwärtig darinnen. Überall aber sind wir dadurch, daß die Geister der Form das Ich abgegeben und dem Menschen eingeträufelt haben, mit diesen Geistern der Form umgeben als mit Wesenheiten, deren niederstes Glied ein manasisches, das Geistselbst, ist. Wenn wir also in unserer Umgebung nach diesen Geistern der Form, nach ihrem niedersten Gliede suchen wollen, so finden wir es in dem, was wir selbst als das fünfte Glied nach und nach entwickeln. Was wir als menschliche Weisheit entwickeln, wodurch wir immer weiser und weiser werden müssen, das müßten wir als niederstes Glied der Geister der Form in unserer Umgebung geäußert finden. Betrachten wir einmal, was erhabenere, höhere Wesenheiten um uns gemacht haben, woran wir noch keinen Anteil haben. Sehen wir uns, ich habe es schon oft erwähnt, ein Stück Oberschenkelknochen an, worin Balkenlagen, die hin- und hergehen, zu einem wunderbaren Gerüst zusammengefügt sind, so daß wir uns sagen müssen: weisheitsvoll ist hier mit dem kleinsten Ausmaß des Stoffes das größte Maß von Kraft erreicht! Was der Mensch allmählich in seiner Weisheit erlangt, das sehen wir da hineingeheimnißt. Der Mensch wird allmählich lernen — was er heute noch nicht kann -, durch seine Ingenieurkunst Brückengerüste zu bauen, die Weisheitsformen sein werden, die so weise eingerichtet sein werden, wie die Oberschenkelknochen als Pfeiler den menschlichen Oberkörper tragen. So weise ist auch der ganze menschliche Leib eingerichtet, ein Ausdruck und eine Offenbarung der Weisheit, und wenn wir hinausgehen in die Natur, tritt uns überall diese Weisheit entgegen. Gehen wir zum Beispiel zu den Bauten, welche sich die Biber anlegen. Da sehen wir, wie sich die Biber in gewissen Jahreszeiten zusammenfinden, wenn das Wasser ein größeres Gefälle erreicht, um unter einem bestimmten Winkel im Wasser einen Bau aufzuführen, wodurch sie das Wasser aufhalten und ein neues Gefälle einrichten, alles technisch so richtig angelegt, als wenn ihnen alle Hilfsmittel der Mathematik und sonstigen Wissenschaften dabei zu Gebote gestanden hätten. Überall in unserer Umgebung finden wir alles angefüllt und imprägniert mit Weisheit, mit dem, womit wir selbst imprägniert sein werden, wenn wir Manas im vollen Umfange entwickelt haben werden. Diese Weisheit, die wir überall finden, ist etwas, was zu den Gliedern der Geister der Form gehört. Wie unser niederstes Glied der physische Leib ist, so ist die Weisheit, die wir um uns herum finden, das unterste Glied der Geister der Form. Dann haben diese Geister der Form Buddhi, Atman, wo wir unseren Ätherleib und astralischen Leib haben, und dann noch das achte, neunte, zehnte und elfte Glied. Sie sehen also, wir haben es hier zu tun mit hoch erhabenen Wesenheiten, zu denen wir aufschauen, und wenn wir die Weisheit in unserer Umgebung sehen, sehen wir nur das letzte Glied dieser hoch erhabenen Wesenheiten. Wir sind gegenüber diesen erhabenen Wesenheiten so wie ein Tier, ein niederes Wesen, das am Menschen herumkriecht und nur den physischen Leib an seiner Außenseite sieht. Verzeihen Sie mir das Bild, den Vergleich! Wir kriechen auf der Erde herum und sehen die Weisheit, die für die Geister der Form so ist wie für uns der physische Leib. Solch ein Wesen ist dasjenige, was wir den schöpferischen Geist dem Menschen gegenüber nennen; denn dieser schöpferische Geist hat ihm sein Ich eingeflößt.
[ 26 ] Manas, or the spiritual self (see illustration). This is the work in which human beings are engaged today, as they transform their astral body into Manas, or the spiritual self, through what they acquire in their interaction with the outside world. We are still in the midst of this process at present. However, because the spirits of form have relinquished the “I” and instilled it into human beings, we are everywhere surrounded by these spirits of form as beings whose lowest link is a Manasic one—the spiritual self. So if we wish to search our surroundings for these spirits of form, for their lowest member, we find it in what we ourselves are gradually developing as the fifth member. What we develop as human wisdom—through which we must become ever wiser and wiser—we should find expressed in our surroundings as the lowest member of the spirits of form. Let us consider what more exalted, higher beings have created around us—things in which we have not yet a share. Let us look—as I have often mentioned—at a section of a femur, in which beams running back and forth are joined together to form a marvelous framework, so that we must say to ourselves: here, with the smallest amount of material, the greatest measure of strength has been achieved with wisdom! What humanity gradually attains through its wisdom, we see enshrined there. Humanity will gradually learn—what it cannot yet do today—to build bridge structures through its engineering art, which will be forms of wisdom, arranged as wisely as the thigh bones, acting as pillars, support the human upper body. The entire human body is structured with such wisdom—an expression and a revelation of wisdom—and when we go out into nature, this wisdom meets us everywhere. Let us take, for example, the structures that beavers build. There we see how beavers gather at certain times of the year, when the water reaches a steeper gradient, to construct a dam at a specific angle in the water, thereby holding back the water and creating a new gradient—all technically so well designed as if they had had at their disposal all the tools of mathematics and other sciences. Everywhere in our surroundings we find everything filled and imbued with wisdom—the very wisdom with which we ourselves will be imbued once we have fully developed Manas. This wisdom, which we find everywhere, belongs to the members of the Spirits of Form. Just as our lowest member is the physical body, so the wisdom we find all around us is the lowest member of the Spirits of Form. Then these Spirits of Form have Buddhi and Atman—corresponding to our etheric and astral bodies—and then the eighth, ninth, tenth, and eleventh members. So you see, we are dealing here with highly exalted beings to whom we look up, and when we see the wisdom in our surroundings, we see only the last member of these highly exalted beings. In relation to these exalted beings, we are like an animal, a lower being that crawls around a human being and sees only the physical body on the outside. Please forgive me for this image, this comparison! We crawl around on the earth and see the wisdom that is to the spirits of form what the physical body is to us. Such a being is what we call the creative spirit in relation to human beings; for this creative spirit has instilled in them their “I.”
[ 27 ] Genau ebenso wie wir uns zu dem Manas erheben auf die geschilderte Art, so werden wir uns einstmals erheben im weiteren Verlauf der Entwickelung durch die Umgestaltung des Ätherleibes: wir gliedern uns den Lebensgeist, die Buddhi, ein. Wir haben in unserer Umwelt Manas oder das Geistselbst als die in der Welt imprägnierte Weisheit. Wie das ein niederstes Glied geistiger Wesenheiten, der Geister der Form, ist, so sind auch andere Wesenheiten verknüpft mit der Erde, deren unterstes Glied nicht unser fünftes, Manas, sondern unser sechstes Glied ist, das heißt der Lebensgeist oder die Buddhi. In unserem Umkreis ist die Atmosphäre für solche Wesenheiten, deren letztes Glied -- als das Glied höherer Wesenheiten — unserem Lebensgeist gleichkommt. Und so wahr es ist, daß im Beginne der Erdentwickelung eine äußere Tat dem Menschen das Ich eingeträufelt hat, so wahr ist es, daß in einem bestimmten Zeitpunkt der Erdentwickelung der erste Eindruck und Einfluß derjenigen Wesenheiten auftrat, welche dem Menschen nach und nach die volle Kraft der Buddhi einträufeln. In der Zeit, in der das Ich herunterträufelte in alter, grauer Vorzeit, da war noch nach zweitausend Jahren nicht viel von solchen Ichen zu bemerken, die in den Menschenleibern waren. Das alles ging nach und nach. Im Laufe von vielen Jahrtausenden kam erst diese Kraft des Ich voll zur Geltung. Niemals darf man sich vorstellen, daß die Einträufelung des Ich ein solches Ereignis war, von dem jemand sagen könnte: Da ist nichts Besonderes geschehen, das erkenne ich nicht an; das ist ein Ereignis, wie es sie auch vorher gegeben hat! - Wenn da irgendwelche sonderbar «aufgeklärte» Geister zweitausend Jahre nach der Einträufelung des Ich auf der Erde gelebt und damals etwa einen Materialismus begründet hätten, so würden sie gesagt haben: Ach, da gibt es unter uns einzelne, die behaupten, eine besondere Kraft sei vom Himmel gekommen und habe alle Menschen vorwärts gebracht; aber das ist ein Dualismus verwerflichster Art; wir müssen als Monisten erklären, daß das etwas ist, was schon früher da war! — Diese Dinge traten allmählich und langsam auf.
[ 27 ] Just as we rise to the Manas in the manner described, so too will we one day rise, as our development progresses, through the transformation of the etheric body: we will incorporate the life spirit, the Buddhi. In our environment, we find Manas, or the spiritual self, as the wisdom imbued in the world. Just as this is the lowest member of spiritual beings—the spirits of form—so, too, are there other beings connected to the Earth whose lowest member is not our fifth member, Manas, but our sixth member—that is, the life spirit or Buddhi. In our sphere, the atmosphere is conducive to such beings whose lowest link—as the link of higher beings—corresponds to our life spirit. And just as it is true that at the beginning of Earth’s evolution an external act instilled the “I” into human beings, so it is true that at a certain point in Earth’s evolution the first impression and influence of those beings appeared who gradually instill the full power of Buddhi into human beings. In the time when the “I” was instilled—in ancient, distant times—even after two thousand years, there was still little evidence of such “I’s” within human bodies. All of this happened gradually. It was only over the course of many millennia that this power of the “I” came fully into its own. One must never imagine that the instillation of the “I” was the kind of event about which someone might say: “Nothing special happened here; I do not acknowledge it; this is an event just like those that occurred before!” - If any strangely “enlightened” minds had lived on Earth two thousand years after the instillation of the “I” and had, for example, founded a form of materialism at that time, they would have said: “Oh, there are some among us who claim that a special power came down from heaven and advanced all humanity; but that is a dualism of the most reprehensible kind; as monists, we must explain that this is something that was already there before! — These things came about gradually and slowly.
[ 28 ] Ebenso wie im Beginne der lemurischen Zeit ein gewaltiger Ruck vorwärts durch die Einträufelung des Ich stattgefunden hat, wodurch erst später die Möglichkeit geworden ist, das Geistselbst oder Manas auszubilden, ebenso gibt es ein Ereignis, welches eine grundlegende Bedeutung hat, wodurch der Mensch fähig sein wird, innerhalb des ganzen Menschen nicht nur Manas auszubilden, sondern den Lebensgeist oder Buddhi. Und dieses Ereignis ist die Tat von Golgatha, ist die Erscheinung des Christus auf der Erde! Es mag sein, daß diese oder jene Leute das heute leugnen werden; aber dieses Ereignis ist ebenso eine Wirkung aus der Umgebung, wie das andere eine Wirkung aus der Umgebung war. So sehen wir, daß wir den Weltengang von seiner geistigen Seite aus begreifen, wenn wir in die Tiefen dieser Welt hineinsehen. Wir lernen allmählich unseren Blick nicht nur zu einem materiellen Dasein erheben; sondern wir entdecken überall, wo wir hineinschauen in den Weltenraum, geistige Wesen und ihre Taten, und durch das, was wir Theosophie nennen, lernen wir die Taten dieser geistigen Wesenheiten kennen. Wir leben, weben und sind innerhalb der geistigen Wesenheiten und ihrer Taten.
[ 28 ] Just as at the beginning of the Lemurian epoch a tremendous leap forward took place through the infusion of the “I,” which only later made it possible to develop the spiritual self or Manas, so too is there an event of fundamental significance through which human beings will be able to develop not only Manas but also the life spirit or Buddhi within the whole human being. And this event is the Deed of Golgotha, the appearance of Christ on Earth! It may be that some people will deny this today; but this event is just as much an effect of the surrounding environment as the other was. Thus we see that we comprehend the course of the world from its spiritual side when we look into the depths of this world. We are gradually learning not only to lift our gaze beyond material existence; but wherever we look into the space of the worlds, we discover spiritual beings and their deeds, and through what we call theosophy, we come to know the deeds of these spiritual beings. We live, weave, and exist within these spiritual beings and their deeds.
[ 29 ] So wollen wir das nächste Mal noch etwas genauer auf den menschlichen Organismus eingehen und wollen auf die Punkte hinweisen, wie sie sich wirklich herausgebildet haben, nachdem wir sie heute mehr schematisch betrachtet haben.
[ 29 ] Next time, let’s take a closer look at the human organism and highlight how these features actually developed, now that we’ve examined them more schematically today.
