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The Rudolf Steiner Archive

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From the Pictorial Script
of the Apocalypse of John
GA 104a

14 May 1909, Oslo

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Fünfter Vortrag

Fifth Lecture

[ 1 ] Der Zeitraum der Menschheitsentwickelung, der als der vierte zu gelten hat und der charakterisiert wird durch den Brief an die Gemeinde von Thyatira, beginnt im 7. oder 8. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung und dauert bis zum 13. oder 14. Jahrhundert nach Christi Geburt. Von dort an erst zählen wir unseren fünften Zeitraum oder die germanische Kulturperiode. Der vierte Zeitraum steht mitten in sieben Zeiträumen drinnen und hat in der mannigfaltigsten Weise zum Ausdruck gebracht das Leben zwischen Geburt und Tod und die Liebe zum Materiellen entwickelt; er hat seine höchste Blüte in der Schönheit der griechischen Kunst.

[ 1 ] The period of human development that is considered the fourth—and which is characterized by the Letter to the Church in Thyatira—begins in the 7th or 8th century B.C. and lasts until the 13th or 14th century A.D. It is only from there onward that we count our fifth period, or the Germanic cultural period. The fourth period lies at the center of the seven periods and has expressed in the most diverse ways the life between birth and death and the love of the material world; it reached its highest flowering in the beauty of Greek art.

[ 2 ] Die Seele aber hätte eine Verfinsterung durchmachen müssen, wenn nicht das Ereignis von Golgatha eingetreten wäre, wenn nicht das Licht, das von diesem Ereignis ausging, seine Wirkung ausgeübt hätte. Nachdem der Mensch zum vollen Bewußtsein seines irdischen Ichs gekommen ist in diesem vierten Zeitraum, wo er herausgetreten ist in die physische Welt, erscheint unter anderen auch erst der Begriff des Testamentes als ein Zeichen dafür, daß der Wille des Menschen so wichtig geworden ist, daß er den Tod überdauert. Doch das tritt zuerst auf im alten Rom, noch nicht in Griechenland. Ebenso kennt Griechenland auch noch nicht den Begriff des fest auf der Erde fußenden einzelnen Menschen; erst nach und nach entwickelt sich das Gefühl, daß der einzelne Mensch nicht nur ein Gemeinschaftswesen, sondern ein Einzelner ist. Den Begriff der Persönlichkeit, den Begriff des im Menschen verankerten Göttlich-Geistigen hätte man vorher gar nicht verstanden. Im alten Griechenland konnte man nur begreifen, daß sich das Göttlich-Geistige in der geistigen Welt aufhalte. Nun aber empfindet das Griechentum im eminentesten Sinne, was es heißt, mit dem menschlichen Bewußtsein zu wissen, daß das Ich lebt, aber trotzdem noch nicht zu erkennen, daß das Ich ein Göttliches ist. Drüben im Orient war es verkündet worden durch Moses. Für den Griechen war es zwischen Geburt und Tod als Göttliches nicht da. Und es war ein tieftragisches Gefühl, das durch alle Seelen ging... [Lücke in der Nachschrift.] So sagte sich der Grieche, daß der Mensch heruntergestiegen ist aus der göttlichgeistigen Welt; aber er wußte nicht, daß er sich wieder hinaufarbeiten könne und daß er in Zukunft zurückkehren könnte in die geistige Welt.

[ 2 ] But the soul would have had to undergo a darkening had the event at Golgotha not taken place, had the light emanating from that event not exerted its influence. After human beings have attained full consciousness of their earthly “I” in this fourth epoch, when they have stepped out into the physical world, the concept of a will—among other things—appears for the first time as a sign that the human will has become so important that it survives death. Yet this first appears in ancient Rome, not yet in Greece. Likewise, Greece does not yet know the concept of the individual human being firmly grounded on earth; only gradually does the sense develop that the individual human being is not merely a social being but an individual. The concept of personality—the concept of the divine-spiritual anchored within the human being—would not have been understood at all beforehand. In ancient Greece, people could only conceive of the divine-spiritual as dwelling in the spiritual world. Now, however, the Greeks experience in the most profound sense what it means to know, through human consciousness, that the “I” lives, yet still not to recognize that the “I” is divine. Over in the East, this had been proclaimed by Moses. For the Greeks, it did not exist as a divine entity between birth and death. And it was a profoundly tragic feeling that permeated every soul... [gap in the postscript.] Thus the Greeks told themselves that human beings had descended from the divine-spiritual world; but they did not know that they could work their way back up again and that they might return to the spiritual world in the future.

[ 3 ] Und das drückte sich aus im Prometheus-Mythos; das drückte sich so tragisch aus im Drama des Äschylos, wo die wahnsinnig gewordene Io dem Prometheus erscheint. Die Io, das war das alte hellseherische Bewußtsein, das in diesem vierten Zeitraum nicht mehr in normalen Bewußtseinszuständen auftreten konnte, sondern nur im Zustande des Wahnsinns.

[ 3 ] And this found expression in the myth of Prometheus; it found such tragic expression in Aeschylus’s drama, where Io, having gone mad, appears to Prometheus. Io represented the ancient clairvoyant consciousness, which in this fourth epoch could no longer manifest itself in normal states of consciousness, but only in a state of madness.

[ 4 ] In dem Sinne, wie es heute eine Wissenschaft gibt, gab es noch keine in den ersten Zeiträumen unserer Kultur. Der Mensch wird erst allmählich ein Suchender in den Gebieten jener Wissenschaft, die selbständig sucht in der äußeren Welt. Deshalb gibt es erst von Thales an etwas wie eine Wissenschaft. Von einer morgenländischen Philosophie zu sprechen, ist eine Abstraktion. Diejenigen, die mit Thales haben anfangen lassen die Wissenschaft, haben recht gehabt; vorher war sie immer inspiriert, herausgeboren aus den Mysterien. So war es bei Heraklit, der noch inspiriert war von der alten Mysterienweisheit. Von ihm wird uns gesagt, daß er sein Buch auf dem Altar der Göttin zu Ephesos opferte.

[ 4 ] In the sense that science exists today, it did not yet exist in the early periods of our culture. Only gradually does human beings become seekers in the realms of that science which independently explores the external world. That is why something resembling science did not emerge until Thales. To speak of an “Eastern philosophy” is an abstraction. Those who trace the beginning of science to Thales were correct; before that, it was always inspired, born of the mysteries. This was the case with Heraclitus, who was still inspired by the ancient wisdom of the mysteries. We are told that he sacrificed his book on the altar of the goddess at Ephesus.

[ 5 ] In demselben Maße, wie die äußere Wissenschaft beim Menschen wächst, wird das, was eigentlich Weisheit ist, gelähmt. In der Apokalypse wird uns gesagt, wie in dem vierten Briefe die Menschen den Zusammenhang finden müssen. Nehmen wir an, das Christus-Prinzip, die Offenbarung von Golgatha, wäre nicht gekommen, so wären in bezug auf die äußere Wissenschaft wohl so ausgezeichnete Menschen wie Marcus Aurelius, Seneca und so weiter dagewesen, aber die Wissenschaft würde immer mehr verstandesmäßig geworden sein und das alles hätte nicht den Wiederaufstieg zum Geiste gebracht. Celsus, der Zeitgenosse des Marcus Aurelius, erzählt über das Ereignis von Golgatha nur äußeren geschichtlichen Klatsch. Aber wissenschaftlich stehen alle diese Leute auf hoher Stufe.

[ 5 ] To the same extent that external knowledge grows in human beings, what is truly wisdom is paralyzed. In the Book of Revelation, we are told—as in the fourth epistle—how people must find the connection. Let us suppose that the Christ principle—the revelation of Golgotha—had not come; in that case, there would certainly have been such outstanding figures in the realm of external science as Marcus Aurelius, Seneca, and so on, but science would have become increasingly intellectual, and none of this would have led to a return to the spirit. Celsus, a contemporary of Marcus Aurelius, recounts only superficial historical gossip about the event at Golgotha. But scientifically speaking, all these people stand at a high level.

[ 6 ] In diese Strömung war aber gekommen, was man Skeptizismus nennt und im Römertum findet man neben einer raffinierten Wissenschaft in bezug auf das Geistige einen vollen Skeptizismus. Sehen wir uns dagegen einmal eine Persönlichkeit wie Augustinus an; er ist nicht in der Lage, zu etwas anderem zu kommen als zum Zweifeln gegenüber dem, was er kennengelernt hat als griechisch-römische Wissenschaft. Nun tritt ihm das Manichäertum entgegen, das er aber in falscher Gestalt kennenlernt. Er lernt da eine Lehre kennen, die mit alledem rechnet, was durch Zarathustra gelehrt worden war. Seine Seele aber ist noch nicht geeignet, dies alles in sich aufzunehmen, weil die Seele eines damaligen Menschen nicht darauf angelegt war, einen solchen hohen Geistesflug zu unternehmen und hinter der physischen Welt noch überall den Geist zu sehen. Die Wissenschaft, die bis zu den Sternen gedrungen war, verfiel, und selbst wenn diese Wissenschaft zu den Europäern gedrungen wäre, hätte keine Seele sie verstehen können. Die Seele mußte geheftet bleiben an das, was man in der äußeren Sinnenwelt sieht.

[ 6 ] However, what is known as skepticism had become part of this movement, and in Roman culture one finds, alongside a sophisticated science of the mind, a complete skepticism. Let us, by contrast, consider a figure such as Augustine; he is unable to arrive at anything other than doubt regarding what he had come to know as Greco-Roman scholarship. Now Manichaeism comes his way, though he encounters it in a distorted form. There he becomes acquainted with a doctrine that takes into account everything that had been taught by Zarathustra. But his soul is not yet ready to take all this in, because the soul of a person of that time was not equipped to undertake such a lofty flight of the spirit and to see the spirit everywhere beyond the physical world. Science, which had reached as far as the stars, fell into decline, and even if this science had reached the Europeans, no soul would have been able to understand it. The soul had to remain attached to what is seen in the outer sensory world.

[ 7 ] Erst in der Zeit der Renaissance wacht die Wissenschaft wieder auf. Was von Griechenland und Rom angeregt war, das wird zur arabischen Weisheit, zum Geist des Mohammedanismus. Der Arabismus hat sich dann von Spanien aus über Europa ausgebreitet. Groß ist diese Wissenschaft in allem, was sich auf das unmittelbar Sinnliche bezieht. Die Wissenschaft, die im eminentesten Sinne Anregung geworden ist zur europäischen Wissenschaft, die Bacon und Spinoza beeinflußt hat, sie entspringt dem spanischen Arabertum, sie kommt von Spanien. Sie kann aber nicht hinaufsteigen über einen Pantheismus hinaus, der gar nicht zu konkreten Geistwesen kommen kann. Zum Konkreten kam der Arabismus nicht; er stieg bis zum sinnlichen Menschen hinauf, aber das, was man darüber sah, war nur eine abstrakte göttliche Einheit, von der man nicht weiß, was sie ist. Eine arme und bequeme Weltanschauung! Man hat eben keine Kenntnis vom Geist, wenn man ihn zusammenfaßt in einer Einheit. Darin liegt die Armut des Pantheismus.

[ 7 ] It was not until the Renaissance that science reawakened. What had been inspired by Greece and Rome became Arab wisdom, the spirit of Islam. Arab culture then spread from Spain throughout Europe. This science is great in all that relates to the immediately sensory. The science that, in the most eminent sense, became the inspiration for European science—the science that influenced Bacon and Spinoza—springs from Spanish Arabism; it comes from Spain. However, it cannot rise above a pantheism that is entirely incapable of conceiving of concrete spiritual beings. Arabism did not reach the concrete; it rose as far as the sensory human being, but what lay beyond that was merely an abstract divine unity, the nature of which remains unknown. What a poor and complacent worldview! One simply has no knowledge of the spirit when one reduces it to a single unity. Therein lies the poverty of pantheism.

[ 8 ] So kam der Mensch in den fünften Zeitraum mit einer äußeren Wissenschaft hinein, die gerade im 13. und 14. Jahrhundert anfing, ihren größten Aufschwung zu nehmen. Wir sehen das zum Beispiel bei den Scholastikern. Da erleben wir die Morgenröte der neuen Wissenschaft, die aber ganz gefesselt ist an die Sinneswelt, die auch nicht einen Schritt hinaus kann über die Sinneswelt. Und so sehen wir, wie die Spaltung auftritt zwischen Glauben und Wissen. Eine Hindeutung auf ein Geistiges, das hinter der Sonne steht, hatte Augustinus nicht verstehen können; er hatte den Manichäismus nicht verstanden, weil dort von dem Sinnenschleier gesprochen wird, der über das Geistige gebreitet ist. Glauben konnte er an den Christus, der in den physischen Menschen herabgestiegen ist. Aber Glauben und Wissen hatten sich damals schon ganz und gar gespalten. Alle Gläubigen, die auf der mittelalterlichen Wissenschaft fußten, wollten Glauben und Wissenschaft ganz und gar getrennt haben. Schematisch können wir uns das klarmachen, wie das, was sich von der griechisch-lateinischen Zeit fortsetzt, nur auf das äußere Physische geht. Die Menschheitsentwickelung geht dabei so, daß wir jetzt wieder das Wissen erleben, das gepflegt wurde im chaldäisch-ägyptischen Zeitraum, nur durchleuchtet und durchgeistigt von dem Christus-Impuls. Da sehen wir überall in Europa alte ägyptische Weistümer auftauchen, aber durchleuchtet vom Christus-Prinzip. In unserer Zeit wird der Mensch nur immer bewußt und bewußter dies in sich aufnehmen können durch die rosenkreuzerische Lehre.

[ 8 ] Thus, humanity entered the fifth epoch with an external science that began to experience its greatest boom precisely in the 13th and 14th centuries. We see this, for example, in the Scholastics. There we witness the dawn of the new science, which, however, is entirely bound to the sensory world and cannot take even a single step beyond it. And so we see how the division between faith and knowledge arises. Augustine had been unable to understand the allusion to a spiritual reality that lies beyond the sun; he had not understood Manichaeism, because it speaks of the veil of the senses spread over the spiritual. He could believe in the Christ who had descended into physical humanity. But faith and knowledge had already become completely divided by that time. All believers who based their faith on medieval science wanted to keep faith and science entirely separate. Schematically, we can see how what continues from the Greco-Latin era focuses solely on the outer, physical realm. Human development proceeds in such a way that we are now once again experiencing the knowledge that was cultivated during the Chaldean-Egyptian period, but illuminated and spiritualized by the Christ impulse. Thus, we see ancient Egyptian wisdom emerging everywhere in Europe, but illuminated by the Christ principle. In our time, human beings will be able to take this in more and more consciously through the Rosicrucian teachings.

[ 9 ] Wenn die alten Ägypter von den Sternen sprachen, so meinten sie das Geistige der Sterne, von dem sie noch Kenntnis hatten. Dadurch, daß ein wunderbares Bewußtsein vom alten Wissen hineindringt in die Wissenschaft des Kopernikus und Kepler, sehen wir, wie ganz in physischer Gestalt das herauskommt, was die alten Ägypter gewußt haben. Hatten sie damals Wesen gesehen, die durch die Weltenräume gingen, so sah man jetzt nur noch Kugeln in elliptischen Linien sich bewegen.

[ 9 ] When the ancient Egyptians spoke of the stars, they were referring to the spiritual aspect of the stars, of which they still had knowledge. Because a wondrous awareness of this ancient knowledge permeates the science of Copernicus and Kepler, we see how what the ancient Egyptians knew emerges in entirely physical form. Whereas they had once seen beings traveling through the spaces of the universe, people now saw only spheres moving in elliptical paths.

[ 10 ] Aber der fünfte Zeitraum war berufen, die spirituelle Welt hinter dem Sinnesdasein wiederzufinden, und die Theosophie mußte dazu kommen, daß sie den Menschen wieder dahin führe, alles Wissen mehr und mehr mit dem Christus-Prinzip zu durchdringen.

[ 10 ] But the fifth epoch was destined to rediscover the spiritual world beyond sensory existence, and theosophy had to emerge to guide humanity back to the point where all knowledge is increasingly permeated by the Christ principle.

[ 11 ] Wenn ein hellseherisches Wesen durch Jahrtausende hindurch imstande gewesen wäre, die Erde zu beobachten, so würde es gesehen haben, wie damals, als der Erlöser auf Golgatha starb, plötzlich die ganze Erdenaura sich in anderem Lichte färbte, in anderen Farben aufstrahlte. Der von Zarathustra verkündete Ahura Mazdao ist damals der elementarische Geist der Erde geworden. Das drückt der Christus aus, indem er beim Abendmahl sagt: «Das ist mein Leib» (Mt. 26, 26), und für den Traubensaft findet er den Ausdruck: «Das ist mein Blut.» (Vgl. Mt. 26, 28)

[ 11 ] If a clairvoyant being had been able to observe the Earth over the course of millennia, it would have seen how, at the time the Savior died on Golgotha, the entire aura of the Earth suddenly took on a different light and shone in different colors. Ahura Mazdao, proclaimed by Zarathustra, became the elemental spirit of the Earth at that time. Christ expresses this when, at the Last Supper, he says, “This is my body” (Matt. 26:26), and for the grape juice he uses the expression, “This is my blood” (cf. Matt. 26:28)

[ 12 ] Wenn wir nun im wirklichen Sinne die Erde studieren, so müssen wir wieder sehen in allem, was da wächst und lebt, die Glieder des Christus-Geistes, selbst in dem kleinsten, was wir sehen. Der künftige Mensch wird nicht von Atomen sprechen; er wird wissenschaftlich die Erde als Ausdruck des Christus verstehen.

[ 12 ] If we now study the Earth in the true sense, we must once again see in everything that grows and lives there the members of the Christ Spirit, even in the smallest things we see. The human being of the future will not speak of atoms; he will scientifically understand the Earth as an expression of the Christ.

[ 13 ] Wir stehen erst im Anfang dieser Entwickelung; der Christus muß erst verstanden werden in der einfachsten Art. Alle Wissenschaft wird in Zukunft den Christus finden, wenn sie heute auch im Sinnlichen nur bloß ein Totes, ein Leichenhaftes sieht. Aber daß das kommt, das kann der fünfte Zeitraum zunächst nur als eine Perspektive empfinden dadurch, daß er in einer neuen Art begreifen wird, was der Zarathustra meinte, wenn er von Ahura Mazdao sprach.

[ 13 ] We are only at the beginning of this development; Christ must first be understood in the simplest way. All science will find Christ in the future, even if today it sees in the sensible world only something dead, something corpse-like. But the fifth epoch can initially perceive this coming only as a prospect, in that it will come to understand in a new way what Zarathustra meant when he spoke of Ahura Mazda.

[ 14 ] Im sechsten Zeitraum wird wieder auftauchen in neuer Form die alte Zarathustra-Weisheit. Und zuletzt wird wiederkommen in neuer Form die Zeit der heiligen Rishis. Mag es nur ein kleines Häuflein sein, das die Theosophie in diesem Zeitraum verstehen wird, mag es ein noch so kleines Häuflein sein, das die wiederauflebende Zarathustra-Weisheit im sechsten Zeitraum hören wird und wird endlich nur ein Bruchteil übrigbleiben für den siebenten Zeitraum: der weitere Gang der Menschheitsentwickelung wird so sein, daß immer mehr Menschen sich zusammenscharen werden, die wieder verstehen werden das, was der Zarathustra verkündet hat.

[ 14 ] In the sixth epoch, the ancient wisdom of Zarathustra will reemerge in a new form. And finally, the age of the holy Rishis will return in a new form. Even if it is only a small handful who will understand theosophy during this epoch, even if it is a very small handful who will hear the revived wisdom of Zarathustra in the sixth epoch, and even if only a fraction remains for the seventh epoch: the further course of human development will be such that more and more people will gather together who will once again understand what Zarathustra proclaimed.

[ 15 ] Dann aber wird eine Zeit über die Erde kommen, wo diejenigen Sieger sein werden, die den Streit aller gegen alle führen werden. Aber die Seelen, die aus dem sechsten Zeitraum aufbewahrt sein werden, müssen nach dem Kriege aller gegen alle eine neue Kultur begründen. Der siebente Zeitraum wird weder Menschen haben, die für das Geistige erglühen, noch solche, die für das Sinnesdasein erglühen; selbst dazu werden diese Menschen zu blasiert sein. Im siebenten Zeitraum wird sehr wenig auf der Erde zu spüren sein von der indischen, der ersten Kultur; aber hinaufgetragen in die geistige Welt, geläutert und verchristlicht werden diese Seelen aus dem sechsten Zeitraum wandeln, wie ätherisch gleichsam, die Erde nicht mehr berührend, während jetzt die Menschen sich das schon erobern können, was die ganze Erdenkultur zu geben hat. Der siebente Zeitraum wird so sein, daß hier unten in immer dichteren physischen Leibern leben werden die, welche die höchsten Erfindungen und Entdeckungen machen werden. Im siebenten Zeitraum werden die ganz in die Materie verstrickten Menschen nicht mehr viel zu fürchten haben von der Theosophie, denn es werden auf Erden nicht mehr viele zu finden sein von jenen spiritualisierten Menschen, die jetzt die Theosophie aufgenommen haben und sich im sechsten Zeitraum immer inehr spiritualisiert haben werden.

[ 15 ] But then a time will come upon the earth when those who wage war of all against all will be victorious. Yet the souls that are preserved from the sixth period must establish a new culture after the war of all against all. The seventh epoch will have neither people who are passionate about the spiritual nor those who are passionate about sensory existence; these people will be too jaded even for that. In the seventh epoch, very little of the Indian—the first—civilization will be felt on Earth; but carried up into the spiritual world, purified, and Christianized, these souls from the sixth epoch will walk, as it were, ethereally, no longer touching the Earth, while people today can already attain all that earthly civilization has to offer. The seventh epoch will be such that those who will make the greatest inventions and discoveries will live down here in increasingly dense physical bodies. In the seventh epoch, people who are completely entangled in matter will no longer have much to fear from theosophy, for there will no longer be many on Earth of those spiritualized people who have now embraced theosophy and will have become increasingly spiritualized during the sixth epoch.

[ 16 ] Die Menschen, die heute den Ruf der Meister verstanden haben werden, werden in eine ferne Zukunft hinübergetragen. Der Schlüssel wird umgedreht in der sechsten Kulturepoche. Diejenigen, die den Ruf gehört haben, werden Mitbegründer eines neuen Menschentums sein. Wenn wenige Menschen nur mit der Materie sich verstrikken, dann wird die Gemeinde von Laodicea nicht lange dauern. Es steht im freien Willen des Menschen, zur Gemeinde von Philadelphia oder zu jener von Laodicea zu gehören.

[ 16 ] Those who have understood the call of the Masters today will be carried into the distant future. The key will be turned in the sixth cultural epoch. Those who have heard the call will be co-founders of a new humanity. If only a few people become entangled in material things, then the church of Laodicea will not last long. It is up to each person’s free will to belong to the church of Philadelphia or to that of Laodicea.