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The Rudolf Steiner Archive

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The Principle of Spiritual Economy
in Relation to Reincarnation
GA 109

21 January 1909, Heidelberg

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1. Komplizierte Fragen Der Wiederverkörperung

1. Complex Questions About Reincarnation

Wodurch Bleibt Das, Was Die Eingeweihten Errungen Haben, Für Die Zukunft Erhalten?

How Can What the Initiates Have Achieved Be Preserved for the Future?

[ 1 ] Es sollen einige intime Fragen der Wiederverkörperung besprochen werden, welche nur in einem Zweige von vorbereiteten Anthroposophen erörtert werden können. Damit ist nicht bloß gemeint, daß solche Anthroposophen theoretisch vorbereitet sein sollen, sondern daß sie durch ihr Mitarbeiten in einem Zweige ihr Empfindungsvermögen herangebildet haben. Denn wir alle erinnern uns, daß durch dieses Mitarbeiten Veränderungen vorgegangen sind in unseren Empfindungen und Gefühlen für die Wahrheit. Was wir heute nicht nur glauben, sondern als über allem Glauben stehend [als wahr] betrachten, das war auch uns früher unglaubhaft und ist heute noch phantastisch, Unsinn, Träumerei für die Fernstehenden. Daß man sich also gewöhnt hat, wirklich in diesen Anschauungen so zu leben, das ist das Zeichen des Vorgerückteren, und dieser kann dann herantreten an die Betrachtung spezieller Fragen. Manches, was hier gesagt wird, scheint fernliegend; und doch sind alle diese Dinge aufklärend für das Leben und seine Erscheinungen, obwohl wir zunächst weit zurückgehen müssen in ferne Perioden der Menschheitsentwickelung. Wir müssen davon ausgehen, uns vor die Seele zu stellen, wie der Vorgang der Reinkarnation sich im allgemeinen darstellt.

[ 1 ] We will discuss some intimate questions regarding reincarnation that can only be addressed within a branch of prepared anthroposophists. This does not merely mean that such anthroposophists should be theoretically prepared, but that they have developed their capacity for perception through their participation in a branch. For we all remember that through this collaboration, changes have taken place in our perceptions and feelings regarding the truth. What we today not only believe but regard as [true]—as standing above all belief—was once unbelievable even to us and is still, to those uninitiated, fantastical, nonsense, or a daydream. The fact that one has grown accustomed to truly living according to these views is the sign of having advanced, and such a person can then approach the consideration of specific questions. Much of what is said here may seem remote; and yet all these things shed light on life and its manifestations, even though we must first go far back to distant periods of human development. We must begin by placing ourselves in a position to contemplate how the process of reincarnation generally unfolds.

[ 2 ] Wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geht, so hat er zunächst bestimmte Erlebnisse. Das erste Erlebnis besteht darin, daß er das Gefühl hat, als ob er größer würde, als ob er hinauswüchse aus seiner Haut. Er bekommt dann eine andere Anschauung von den Dingen als vorher im physischen Leben. In der physischen Welt hat jedes Ding seinen bestimmten Platz, hier oder dort, außerhalb des Beobachters. In dieser neuen Welt aber ist das anders. Da ist es, als ob der Mensch [in den Dingen] darinnen sei, als ob er mit oder in den Dingen ausgedehnt wäre, während er früher nur ein Glied an seinem Platze war. Das zweite Erlebnis besteht darin, daß der Mensch ein Erinnerungstableau seines verflossenen Lebens hat, daß alle Ereignisse des Lebens in umfassender Erinnerung auftreten. Dies dauert eine ganz bestimmte Zeit. Aus Gründen, die heute nicht angegeben werden können, ist diese Zeit länger oder kürzer, je nach dem Individuum. Im allgemeinen kann man die Dauer dieses Zustandes daran bestimmen, wie lange der Mensch in seinem verflossenen Leben sich wach erhalten konnte, ohne vom Schlaf bezwungen zu werden. Angenommen, er habe als äußerste Grenze für die Dauer des Wachbleibens die Zeit von achtundvierzig Stunden gehabt, dann dauert auch nach seinem 'Tode das Erinnerungstableau achtundvierzig Stunden. Also diese Stufe ist wie ein Überschauen des letzten Lebens.

[ 2 ] When a person passes through the gate of death, they initially have certain experiences. The first experience is the feeling that they are growing larger, as if they were outgrowing their own skin. They then gain a different perspective on things than they had before in physical life. In the physical world, every thing has its specific place, here or there, outside the observer. In this new world, however, it is different. There, it is as if the person were inside [the things], as if they were expanded with or within the things, whereas before they were merely a single part in their place. The second experience consists in the person having a tableau of memories from their past life, in which all the events of their life appear in a comprehensive recollection. This lasts for a very specific period of time. For reasons that cannot be explained today, this period is longer or shorter depending on the individual. In general, the duration of this state can be determined by how long the person was able to remain awake in their past life without being overcome by sleep. Suppose the maximum limit for remaining awake was forty-eight hours; then, even after their “death,” the tableau of memories lasts forty-eight hours. Thus, this stage is like a review of one’s past life.

[ 3 ] Dann tritt der Ätherleib heraus aus dem Astralleibe, in welchem das Ich lebt. Bisher waren alle drei verbunden, nachdem der physische Leichnam verlassen worden war; nun tritt auch der Ätherkörper aus und wird zum ätherischen Leichnam. Jedoch wird bei keinem heutigen Menschen der Ätherleib vollständig abgelegt, sondern der Mensch nimmt von seinem Ätherleibe einen Extrakt oder Auszug für die ganze folgende Zeit mit. Also der Ätherleichnam wird abgelegt, aber die Frucht des letzten Lebens wird von Astralleib und Ich mitgenommen. Wenn man ganz genau sprechen will, so muß man sagen, daß auch vom physischen Leibe etwas mitgenommen wird: eine Art geistigen Auszug dieses Leibes — die Tinktur der mittelalterlichen Mystiker. Aber dieser Auszug des Physischen ist in allen Leben gleich, er repräsentiert nur das Faktum, daß das Ich verkörpert war. Die Essenz des Ätherleibes dagegen ist in allen Leben verschieden, je nach den darin gesammelten Erfahrungen, je nachdem man viel oder wenig vorwärtsgekommen ist.

[ 3 ] Then the etheric body emerges from the astral body, in which the “I” lives. Until now, all three had been connected after the physical body had been left behind; now the etheric body also steps out and becomes the etheric corpse. However, no person today completely sheds the etheric body; rather, the person takes with them an extract or essence from their etheric body for the entire time that follows. So the etheric corpse is shed, but the fruit of the last life is carried along by the astral body and the “I.” To be entirely precise, one must say that something is also taken from the physical body: a kind of spiritual extract of this body—the “tincture” of the medieval mystics. But this extract from the physical body is the same in every life; it merely represents the fact that the “I” was incarnated. The essence of the etheric body, on the other hand, differs in every life, depending on the experiences gathered within it and on the extent to which one has progressed.

[ 4 ] Darauf folgt nun der Kamalokazustand, die Zeit des Abgewöhnens vom physischen, sinnlichen Leben, welche etwa ein Drittel der physischen Lebenszeit dauert. Wenn der Ätherleib abgelegt ist, so hat der Astralleib noch alle die Leidenschaften, Begierden und so weiter, welche er am Ende des Lebens hatte; diese müssen nun abgewöhnt, geläutert werden, und das ist Kamaloka. Dann wird auch der Astralleib abgelegt. Auch da wieder wird die Frucht, die Astralessenz mitgenommen, das übrige, der Astralleichnam, zerfließt in die astralische Welt. Und nun tritt der Mensch ins Devachan ein, wo er sich in der geistigen Welt vorbereitet für ein neues, künftiges Leben. Hier lebt er mit geistigen Ereignissen und Wesenheiten, bis er wieder hereingerufen wird in die physische Welt, sei es, weil sein Karma es so bedingt, sei es, weil er auf der physischen Erde gebraucht wird.

[ 4 ] This is followed by the Kamaloka state, the period of weaning away from physical, sensual life, which lasts about one-third of one’s physical lifetime. Once the etheric body has been shed, the astral body still retains all the passions, desires, and so on that it had at the end of life; these must now be overcome and purified, and that is Kamaloka. Then the astral body is also shed. Here, too, the fruit—the astral essence—is taken along, while the remainder, the astral corpse, dissolves into the astral world. And now the person enters Devachan, where they prepare in the spiritual world for a new, future life. Here they live amidst spiritual events and beings until they are called back into the physical world, whether because their karma so dictates or because they are needed on the physical Earth.

[ 5 ] Dies ist eine allgemeine Schilderung des Vorganges. Aber das Leben im Geistigen schreitet beständig vorwärts, dadurch daß das Zukünftige sich angliedert an das Vergangene, daß das Kommende sich aufbaut mit Hilfe des Früheren. Wenn man darauf eingeht, wie dies im einzelnen geschieht, so enthüllen sich wunderbare Dinge, vieles, was in der einfachen Darstellung des Reinkarnationsvorganges nicht enthalten ist. Es ist ja klar, daß es große Unterschiede in dem Gange der Entwickelung der Menschen gibt, daß auch die Auszüge oder Extrakte ihrer Körper von ganz verschiedenem Werte sein werden, je nachdem sie diese oder jene Früchte aus dem Leben herausgezogen haben. Und wenn wir uns erinnern, daß es große Führer der Menschheit, Eingeweihte gibt, welche andere Menschen in die geistigen Welten einführen, so müssen wir uns fragen: Wodurch bleibt das, was die Eingeweihten errungen haben, für die Zukunft erhalten? - Die äußere Geschichte kann darüber natürlich keine Auskunft geben. Wir müssen die Wiederverkörperung der Eingeweihten näher betrachten, und zwar zunächst der ältesten Eingeweihten, um dann die Resultate anzuwenden.

[ 5 ] This is a general description of the process. But life in the spiritual realm is constantly moving forward, as the future becomes linked to the past, and what is to come is built upon what has gone before. When one examines how this occurs in detail, wondrous things are revealed—much that is not contained in the simple description of the process of reincarnation. It is clear, after all, that there are great differences in the course of human development, and that the essences or extracts of their bodies will also be of very different value, depending on whether they have drawn this or that fruit from life. And when we recall that there are great guides of humanity—initiates—who lead other people into the spiritual worlds, we must ask ourselves: How is what the initiates have attained preserved for the future?—External history, of course, can provide no answer to this. We must take a closer look at the reincarnation of the initiates—beginning with the oldest initiates—in order to then apply the findings.

[ 6 ] Ehe die Menschheit die jetzigen Kontinente bewohnte, war die Physiognomie der Erde eine ganz andere. Es existierte da, wo heute der Atlantische Ozean ist, der Kontinent Atlantis. Dieser wurde dann durch große Katastrophen, die in der Sintflutsage der Völker enthalten sind, vernichtet. Die Atlantier - also wir selbst — hatten ihre großen Führer und Eingeweihten, und es gab schon zu jener Zeit Lehrstätten oder Schulen, in denen die Eingeweihten lehrten. Sie können heute hellseherisch erforscht werden. Wir sehen dann, daß es eine Anzahl solcher Stätten gab, in denen die Führer lehrten und lebten. Ein guter Name für dieselben ist «Orakel». Eines der größten und wichtigsten Orakel war das Sonnenorakel. In diesem lebte der bedeutsamste Führer. Seine Hauptaufgabe bestand darin, Offenbarungen über die Geheimnisse der Sonne zu geben; nicht der physischen — denn das ist nur die Außenseite -, sondern der wirklichen Sonne. Diese wirkliche Sonne besteht aus geistigen Wesenheiten, die sich der physischen Sonne bedienen, wie die Menschen sich der Erde bedienen. Die inneren Geheimnisse dieses Sonnendaseins zu schauen und zu offenbaren, das war die Aufgabe des großen Sonnenorakels. Für dieses war das Sonnenlicht nicht einfach etwas Physisches, sondern jeder Sonnenstrahl ist die Tat der geistigen Wesenheiten, welche auf der Sonne ihren Schauplatz haben. Diese großen Wesenheiten waren zur Zeit der alten Atlantis noch ausschließlich auf der Sonne. Später änderte sich dies, indem die große Wesenheit, welche später Christus genannt wurde, sich mit der Erde vereinte. Man kann daher das Sonnenorakel auch das Christus-Orakel nennen. Die Vereinigung der Christus-Wesenheit mit der Erde geschah, als auf Golgatha das Blut des Christus Jesus floß. Da vereinte sich sein Wesen mit der ‚Atmosphäre der Erde, wie dies heute noch im hellseherischen Rückblick wahrgenommen werden kann. So kam die Christus-Wesenheit von der Sonne auf die Erde. Als bei Damaskus das Licht der geistigen Erleuchtung auf den Saulus-Paulus fiel, da sah Paulus den mit der Erde vereinten Christus und wußte zugleich, daß er es war, der auf Golgatha sein Blut vergossen hatte.

[ 6 ] Before humanity inhabited the present-day continents, the Earth’s landscape was entirely different. Where the Atlantic Ocean lies today, there once existed the continent of Atlantis. It was subsequently destroyed by great catastrophes, which are recounted in the flood myths of various peoples. The Atlanteans—that is, we ourselves—had their great leaders and initiates, and even at that time there were places of learning or schools where the initiates taught. These can be explored clairvoyantly today. We then see that there were a number of such sites where the leaders taught and lived. A fitting name for them is “oracles.” One of the largest and most important oracles was the Sun Oracle. The most significant leader lived there. His main task was to impart revelations about the mysteries of the Sun—not the physical Sun—for that is only the outer aspect—but the true Sun. This true Sun consists of spiritual beings who make use of the physical Sun, just as human beings make use of the Earth. To perceive and reveal the inner mysteries of this solar existence—that was the task of the great Solar Oracle. For this Oracle, sunlight was not merely something physical; rather, every ray of sunlight is the work of the spiritual beings who have their domain on the Sun. At the time of ancient Atlantis, these great beings were still exclusively on the Sun. This changed later when the great Being who was later called Christ united with the Earth. One can therefore also call the Solar Oracle the Christ Oracle. The union of the Christ Being with the Earth took place when the blood of Christ Jesus flowed on Golgotha. There his Being united with the Earth’s atmosphere, as can still be perceived today through clairvoyant retrospection. Thus the Christ Being came from the Sun to Earth. When the light of spiritual enlightenment fell upon Saul-Paul near Damascus, Paul saw the Christ united with the Earth and knew at the same time that it was He who had shed His blood on Golgotha.

[ 7 ] Auf den kommenden Christus wies schon das Sonnenorakel der alten Atlantis. Es prophezeite das Kommen des Sonnengottes, der zwar erst viel später als Christus bezeichnet wurde, aber wir können trotzdem das Sonnenorakel als Christus-Orakel bezeichnen. Diese Orakel hatten viele Nachzügler in späteren Zeiten, es gab Saturn-, Jupiter-, Mars-, Venus-, Merkur-, Vulkanorakel, jedes mit seinen großen Geheimnissen und Lehren. Gegen Ende der atlantischen Zeit entwickelte sich in der Nähe des heutigen Irland eine Schar von Vorgeschrittenen, aus deren Mitte sich der größte Führer eine Anzahl auserwählte, um durch sie die Kultur fortzusetzen, wenn die sich vorbereitende Katastrophe eintreten würde. Unterdessen hatten schon vor langen Zeiten große Wanderungen stattgefunden in die sich hebenden Länder von Europa, Asien und Afrika, und in diesen entstanden viele Nachfolger der alten Orakel, aber immer mehr an Bedeutung abnehmend. Der große Führer aber wählte die Besten aus, um sie in ein besonderes Land zu führen. Sie waren schlichte, einfache Leute und unterschieden sich von den meisten andern Atlantiern dadurch, daß sie die Hellsichtigkeit fast ganz verloren hatten. Die Mehrzahl der Atlantier war ja noch hellsichtig. Wenn sie nachts einschliefen, wurden sie nicht bewußtlos, sondern die Sinnenwelt verschwand, und an ihrer Stelle baute sich auf die geistige Welt, in der sie dann Genossen der göttlich-geistigen Wesen waren. Die Fortgeschrittenen aber hatten angefangen, den Intellekt zu entwickeln. Aber sie waren schlicht, tief warm von Gemüt, tief anhänglich an ihren Führer. Mit ihnen zog er nach dem Osten, nach dem Inneren von Asien und gründete dort das Zentrum für die nachatlantische Kultur. Ferngehalten wurde dort die Schar von den andern Lebenden, welche für diese Aufgabe ungeeignet waren. Die Erziehung der Nachkommen wurde ganz besonders sorgfältig gepflegt. Erst bei diesen Nachkommen bildete sich das aus, wodurch sie zu großen Lehrern wurden. Auf geheimnisvolle Weise wurde das erreicht. Vorbereitet wurde [so], was nötig war, um alles Gute der atlantischen Kultur herüberzuretten in die neue Rasse, um eine neue, fortschreitende Kultur einzuleiten. Das war die Aufgabe des Manu, des großen Führers; denn die Weisen, welche an den kleineren Orakeln lebten, konnten dies nicht tun. Es war durch den Manu von den großen Orakelweisen dasjenige aufbewahrt worden, was wir den Ätherleib nennen. Während dieser Ätherleib sonst, wie wir sahen, als zweiter Leichnam sich auflöst, wurde er in gewissen Fällen aufbewahrt. Die größten dieser Orakelweisen hatten in ihren Ätherleib so viel hineingearbeitet, daß er zu wertvoll war, um in die allgemeine Ätherwelt aufzugehen. Deshalb wurden die sieben besten Ätherleiber der sieben größten Weisen aufbewahrt, bis der Manu die sieben Besten aus seiner Schar so weit ausgebildet hatte, daß sie für diese Ätherleiber geeignet waren. Nur der Ätherleib des großen Eingeweihten des Christus-Orakels wurde in gewisser Beziehung verschieden behandelt von diesen andern. Diese sieben Weisen also, die sieben großen Rishis, welche die sieben Ätherleiber der größten Eingeweihten empfangen hatten, diese gingen nach Indien und wurden dort die großen Gründer der indischen Kultur, die sieben großen Lehrer.

[ 7 ] The Sun Oracle of ancient Atlantis already pointed to the coming Christ. It prophesied the coming of the Sun God, who—though he was not referred to as Christ until much later—can nevertheless be described as the Christ Oracle. These oracles had many successors in later times; there were Saturn, Jupiter, Mars, Venus, Mercury, and Vulcan oracles, each with its own great mysteries and teachings. Toward the end of the Atlantean era, a group of advanced individuals developed near what is now Ireland; from their midst, the greatest leader selected a number of people to carry on the culture through them when the impending catastrophe struck. Meanwhile, great migrations had already taken place long ago to the rising lands of Europe, Asia, and Africa, and in these regions many successors to the ancient oracles arose, though their significance steadily waned. The great leader, however, selected the best among them to lead them to a special land. They were simple, unassuming people and differed from most other Atlanteans in that they had almost completely lost their clairvoyance. The majority of Atlanteans, after all, were still clairvoyant. When they fell asleep at night, they did not lose consciousness; rather, the sensory world vanished, and in its place arose the spiritual world, in which they then became companions of the divine-spiritual beings. The more advanced among them, however, had begun to develop their intellect. Yet they were simple, deeply warm-hearted, and deeply devoted to their leader. With them, he journeyed eastward, into the heart of Asia, and there founded the center for post-Atlantean culture. There, the group was kept separate from the other living beings who were unsuited for this task. The education of the descendants was carried out with particular care. It was only among these descendants that the qualities developed which enabled them to become great teachers. This was achieved in a mysterious way. The necessary preparations were made to preserve all that was good in Atlantean culture and carry it over into the new race, in order to usher in a new, progressive culture. That was the task of the Manu, the great leader; for the sages who lived at the lesser oracles could not do this. What we call the etheric body had been preserved by the Manu from the great oracle sages. While this etheric body otherwise, as we have seen, dissolves as a second corpse, it was preserved in certain cases. The greatest of these oracle sages had worked so much into their etheric bodies that they were too valuable to be absorbed into the general etheric world. Therefore, the seven finest etheric bodies of the seven greatest sages were preserved until the Manu had trained the seven best from his group to such an extent that they were suitable for these etheric bodies. Only the etheric body of the great initiate of the Christ Oracle was treated somewhat differently from the others in a certain respect. These seven sages, then—the seven great Rishis who had received the seven etheric bodies of the greatest initiates—went to India and became the great founders of Indian culture, the seven great teachers.

[ 8 ] Diese uralte, heilige Kultur der vorvedischen Zeit stammt von den sieben Rishis, welche die aufbewahrten Ätherleiber der Orakeleingeweihten des Venus-, Mars-, Jupiterorakels und so weiter trugen. In ihnen wirkte sozusagen ein Abdruck jener Eingeweihten, eine Wiederholung von deren Fähigkeiten. Äußerlich waren sie ganz schlicht und einfach. Ihre große Bedeutung war nicht äußerlich erkennbar. Auch ihr Intellekt stand nicht auf der gewaltigen Höhe ihrer Prophetien. Sie waren nicht Gelehrte, sie standen nicht so hoch in der Urteilskraft wie manche andere, tiefer sogar als viele heutige Menschen. Ihr Astralleib und Ich war ja das ihrige, nur der Ätherleib war ihnen von jenen großen Weisen gegeben. Aber in inspirierten Zeiten wurden sie von diesen Orakelwesen gleichsam ergriffen; der Ätherleib war dann tätig, sie waren dann nur Instrumente, durch welche jene uralte Weisheit verkündet wurde - Veden -, welche für den heutigen Menschen viel zu schwer, ja unverständlich ist. So offenbarte sich die alte Weisheit der alten Orakel. Nur das Sonnen- oder ChristusOrakel konnte auf diesem Wege nicht ganz offenbart werden. Ein Abglanz nur der Sonnenweisheit konnte überliefert werden, denn sie war so hoch, daß auch die heiligen Rishis sie nicht erreichen konnten.

[ 8 ] This ancient, sacred culture of the pre-Vedic era originated with the seven Rishis, who bore the preserved etheric bodies of the oracle initiates of the Venus, Mars, and Jupiter oracles, and so on. Within them, so to speak, was an imprint of those initiates—a reflection of their abilities. Outwardly, they were quite plain and simple. Their great significance was not apparent from the outside. Nor did their intellect rise to the immense heights of their prophecies. They were not scholars; their powers of judgment were not as highly developed as those of some others—in fact, they were even less developed than those of many people today. Their astral body and “I” were, of course, their own; only the etheric body had been given to them by those great sages. But in moments of inspiration, they were, as it were, seized by these oracular beings; the etheric body was then active, and they were merely instruments through which that ancient wisdom—the Vedas—was proclaimed, a wisdom that is far too difficult, indeed incomprehensible, for people today. Thus was the ancient wisdom of the ancient oracles revealed. Only the Solar or Christ Oracle could not be fully revealed in this way. Only a glimmer of the wisdom of the Sun could be handed down, for it was so exalted that even the holy Rishis could not attain it.

[ 9 ] Hier sehen wir, daß die Reinkarnation nicht immer und allgemein so glatt vor sich geht, wie man vielfach annimmt, sondern wenn ein Ätherleib besonders wertvoll ist, so wird so etwas wie ein Modell, um es bildlich auszudrücken, aufbewahrt und dann einem späteren Menschen gegeben. Und dieser Fall ist nicht so ganz selten. Mancher schlichte Mensch kann einen sehr wertvollen Ätherleib haben, und dieser wird aufgespart. Es lösen sich nicht alle Ätherleiber einfach wieder auf, sondern die besonders brauchbar sind, die werden auf andere Menschen übertragen. Und zwar ist es durchaus nicht dasselbe «Ich», welches diesen erhaltenen Ätherleib oder Astralleib wieder erhält, sondern ein anderes Ego, welches mit dem Ich, welches vorher den Ätherleib hatte, gar nichts zu tun hat. Dies gibt leicht Anlaß zu großen Täuschungen, wenn die Vergangenheit eines Menschen mit unvollkommenen hellseherischen Mitteln erforscht wird. Daher sind oft die okkulten Theorien über die früheren Leben von Menschen ganz verkehrt, wie es ja auch ganz verkehrt wäre zu sagen, daß die sieben Rishis dieselben Iche seien wie die Eingeweihten, deren Ätherkörper sie haben.

[ 9 ] Here we see that reincarnation does not always and generally proceed as smoothly as is often assumed; rather, when an etheric body is particularly valuable, something like a model—to put it figuratively—is preserved and then given to a later human being. And this is not all that rare. Many an ordinary person can have a very valuable etheric body, and this is set aside. Not all etheric bodies simply dissolve again; rather, those that are particularly useful are transferred to other people. And it is by no means the same “I” that receives this preserved etheric or astral body again, but rather a different ego that has absolutely nothing to do with the “I” that previously possessed the etheric body. This easily gives rise to great delusions when a person’s past is investigated using imperfect clairvoyant methods. Consequently, occult theories about people’s past lives are often completely wrong—just as it would be completely wrong to say that the seven Rishis are the same “I”s as the initiates whose etheric bodies they possess.

[ 10 ] Vieles aber in der menschlichen Entwickelung wird erst klar, wenn man solche Dinge weiß; dann erst wird es erklärlich, wie das einmal Errungene aufbewahrt wird und dem Haushalte der Natur erhalten bleibt. So konnte das Höchste der atlantischen Kultur uns gerettet werden durch die Übertragung dieser sieben Ätherleiber.

[ 10 ] Much in human evolution, however, only becomes clear once one knows such things; only then can it be explained how what has once been achieved is preserved and maintained within the order of nature. Thus, the highest achievements of Atlantean culture were preserved for us through the transmission of these seven etheric bodies.

[ 11 ] Es soll hier noch ein anderes Beispiel angeführt werden, über welches früher nicht gesprochen werden konnte. Gehen wir zurück auf die altpersische Zeit, die Periode der Zarathustra-Kultur. Wir sehen eine wichtige Periode in ihr, weil sie die erste nachatlantische Zeit ist, in der die physische Welt mehr erobert wurde. In der indischen Zeit ist noch die Sehnsucht nach dem Geistigen überwiegend. Die geistige Welt war jenem Menschen die wirkliche, er fühlte sich ein Fremdling im Physischen, das Irdische ist vorübergehend, illusorisch, Maja. In der vorgeschichtlichen persischen Kultur wurde dies anders durch die Lehren des Zarathustra, das heißt des eigentlichen oder ersten Zarathustra, denn es gab deren viele. Seine Aufgabe als Führer bestand darin, die Menschen auf den physischen Plan hinzuweisen, Erfindungen zu machen, Instrumente und Geräte herzustellen, um diese physische Welt zu erobern. Dies war nötig. Der Mensch mußte ja das Physische als etwas für ihn Wichtiges kennenlernen. Aber der Verführer, der sagt ihm, daß das Physische das einzige sei, daß es nur das Irdische gäbe. Und da lehrt Zarathustra, daß dies falsch ist, daß es hinter allem Physischen das Geistige gibt, so wie die physische Sonne uns das äußere Zeichen ist der großen Sonnenwesenheit, des Geistig-Göttlichen, der großen Aura, Ahura Mazdao, Ormuzd. Diese Wesenheit ist jetzt physisch unsichtbar und jetzt fern von der Erde auf der Sonne. Aber, so sagt Zarathustra, einmal wird sie offenbar werden; später einmal wird sie auch auf der Erde erscheinen, so wie sie jetzt auf der Sonne ist.

[ 11 ] Let us cite another example here, one that could not be discussed earlier. Let us go back to the ancient Persian era, the period of the Zarathustrian culture. We see this as an important period because it is the first post-Atlantean era in which the physical world was increasingly conquered. In the Indian era, the longing for the spiritual still predominates. For those people, the spiritual world was the real one; they felt like strangers in the physical world, where the earthly is temporary, illusory—Maya. In prehistoric Persian culture, this changed through the teachings of Zarathustra—that is, the actual or first Zarathustra, for there were many of them. His task as a leader was to direct people toward the physical plane, to make inventions, and to manufacture instruments and devices in order to master this physical world. This was necessary. After all, human beings had to come to know the physical as something important to them. But the seducer tells them that the physical is the only reality, that only the earthly exists. And so Zarathustra teaches that this is false, that behind all the physical there is the spiritual, just as the physical sun is the outward sign of the great solar being, the spiritual-divine, the great aura, Ahura Mazda, Ormuzd. This being is now physically invisible and now far from Earth, on the sun. But, says Zarathustra, one day it will become manifest; later on, it will also appear on Earth, just as it is now on the sun.

[ 12 ] In diese Geheimnisse weihte er seine intimsten Schüler ein, und namentlich zweien derselben gab er die tiefsten Lehren. Den einen bildete er vorzüglich aus in bezug auf alles, was die Urteilskraft betrifft, in den Wissenschaften, Astronomie und Astrologie, in Ackerbau und anderem. Alles dies übertrug er auf diesen einen Schüler, und zwar wurde dies ermöglicht durch einen Vorgang oder Prozeß zwischen ihnen, welcher ein Geheimnis ist. Dadurch wurde der Schüler so vorbereitet, daß er in der folgenden Verkörperung den Astralleib des Lehrers tragen konnte. Dieser wiederverkörperte Schüler mit dem Astralleib seines Lehrers ist Hermes. Hermes war der große Lehrer und Weise der ägyptischen Mysterien. Mit Zarathustras Astralleib wird Hermes geboren; dadurch wird er zum Träger der großen Weisheit.

[ 12 ] He initiated his closest disciples into these mysteries, and to two of them in particular he imparted the most profound teachings. He trained one of them especially in all matters pertaining to judgment, in the sciences, astronomy, and astrology, as well as in agriculture and other fields. He imparted all of this to this one disciple; this was made possible by a procedure or process between them that remains a mystery. Through this, the disciple was prepared so that in his next incarnation he could bear the teacher’s astral body. This reincarnated disciple, bearing his teacher’s astral body, is Hermes. Hermes was the great teacher and sage of the Egyptian mysteries. Hermes is born with Zarathustra’s astral body; through this, he becomes the bearer of great wisdom.

[ 13 ] Der zweite intime Schüler wurde unterrichtet in den Dingen, welche sich besonders im Ätherleib ausprägen, also tiefere Eigenschaften. Dieser Schüler empfing in der folgenden Verkörperung den Ätherleib des Zarathustra. Die religiösen Urkunden erzählen darüber Dinge, welche erst durch diese Erklärungen verständlich werden. Der Schüler mußte bei seiner Wiedergeburt in ganz besonderer Weise aufleben, der Ätherleib mußte stark sein, ehe der Astralleib auflebte. Dies wird erreicht mit dem, was mit der Geburt des Moses - denn er ist der wiedergeborene Schüler - verbunden war. Daß er in ein Kästchen gepackt in das Wasser gelegt wurde und so weiter, das hatte den Zweck, den Ätherleib als Kind völlig zu erwecken. Dadurch wurde Moses befähigt, über weit vergangene Zeiten im Gedächtnis zurückzuschauen, die Genesis der Erde in Bildern niederzuschreiben, in der Akasha-Chronik zu lesen. So sieht man gleichsam hinter den Kulissen diese Dinge wirken, durch welche alles Wertvolle aufbewahrt und verwendet wird.

[ 13 ] The second inner disciple was instructed in those things that are particularly manifested in the etheric body—that is, deeper qualities. In his subsequent incarnation, this disciple received the etheric body of Zarathustra. The religious texts recount events concerning this that can only be understood through these explanations. Upon his rebirth, the disciple had to come to life in a very special way; the etheric body had to be strong before the astral body came to life. This was achieved through what was connected with the birth of Moses—for he is the reborn disciple. The fact that he was placed in a basket and set adrift on the water, and so on, served the purpose of fully awakening the etheric body as a child. This enabled Moses to look back in his memory to times long past, to record the Genesis of the Earth in images, and to read the Akashic Records. Thus one sees, as it were, these forces at work behind the scenes, through which everything of value is preserved and utilized.

[ 14 ] Es gibt auch andere Beispiele aus späteren Zeiten. So lebte im 15. Jahrhundert eine merkwürdige Persönlichkeit: Nikolaus von Kues Cusanus. Wir sehen hier den merkwürdigen Fall, daß dieser Mann in seinen Forschungen die ganze Lehre des Kopernikus im 16. Jahrhundert sozusagen vorbereitet hat. Sie ist zwar in seinen Büchern noch nicht so richtig reif wie bei Kopernikus, aber sie ist doch darin in allem Wesentlichen enthalten, eine Tatsache, welche der gewöhnlichen Forschung ganz unerklärlich ist. Tatsächlich ist der Astralleib des Cusanus auf den Kopernikus übertragen worden, obwohl das Ich des Kopernikus ein ganz anderes war als das des Cusanus. Dadurch erhielt Kopernikus die Grundlagen, alle Vorbereitungen seiner Lehre.

[ 14 ] There are also other examples from later periods. For instance, a remarkable figure lived in the 15th century: Nicholas of Cusa (Cusanus). Here we see the remarkable case that, in his research, this man essentially laid the groundwork for the entire doctrine of Copernicus in the 16th century. Although it is not yet as fully developed in his books as it was in Copernicus’s, it is nonetheless contained therein in all essential respects—a fact that is entirely inexplicable to conventional scholarship. In fact, Cusanus’s astral body was transferred to Copernicus, even though Copernicus’s “I” was entirely different from that of Cusanus. This provided Copernicus with the foundations and all the groundwork for his teachings.

[ 15 ] Ähnliche Fälle kommen öfter vor. Immer wird das besonders Wertvolle erhalten, nichts vergeht. Aber Verwechslungen kommen dadurch natürlich oft vor, besonders auch, wenn die früheren Leben eines Menschen vermittels spiritistischer Medien erforscht werden sollen. Die Übertragung vom Äther- oder Astralleib auf spätere Menschen geschieht jetzt gewöhnlich so, daß, wenn ein Astralleib übertragen wird, er innerhalb desselben Volkes - sprachlich - bleibt; ein Ätherleib kann aber in ein anderes Volk gehen.

[ 15 ] Similar cases occur frequently. What is particularly valuable is always preserved; nothing is lost. But this naturally leads to frequent mix-ups, especially when a person’s past lives are to be investigated through spiritualist mediums. The transfer from the etheric or astral body to later human beings usually takes place in such a way that, when an astral body is transferred, it remains—in terms of language—within the same people; an etheric body, however, can go to a different people.

[ 16 ] Ein anderer charakteristischer Fall ist der folgende. Wenn eine bahnbrechende Persönlichkeit stirbt, so wird stets der Ätherkörper erhalten. Dafür gibt es künstliche Methoden, die in den Geheimschulen immer bekannt waren. So war es für gewisse Zwecke der Neuzeit wichtig, daß der Ätherkörper des Galilei aufbewahrt wurde. Er war der große Reformator der mechanischen Physik, er hat Ungeheures geleistet, ja man kann sagen, daß ohne seine Entdeckungen viele rein praktische Errungenschaften der Neuzeit gar nicht möglich gewesen wären, denn alle Fortschritte der Technik beruhen auf der Wissenschaft Galileis. Ein Gotthard- oder Simplontunnel sind nur möglich geworden dadurch, daß Leibniz, Newton, Galilei die Wissenschaften der Integral- und Differentialrechnung, der Mechanik und so weiter ausgearbeitet haben. Es wäre also auch in bezug auf Galilei eine Verschwendung im Haushalte der Natur gewesen, wenn sein Ätherleib, der 'Träger seines Gedächtnisses und seiner Fähigkeiten, verlorengegangen wäre. So wurde dieser Ätherleib auf einen andern Menschen übertragen. Aus einem armen Bauerndorf ging dieser hervor und wurde später der Schöpfer der russischen Grammatik, der klassischen Literatur: Michail Lomonossow. Aber dieser ist nicht der wiedergeborene Galilei, wie eine oberflächliche Forschung vielleicht finden könnte.

[ 16 ] Another characteristic case is the following. When a pioneering figure dies, the etheric body is always preserved. There are artificial methods for this that have always been known in the secret schools. Thus, for certain purposes in modern times, it was important that Galileo’s etheric body be preserved. He was the great reformer of mechanical physics; he accomplished tremendous feats. Indeed, one can say that without his discoveries, many purely practical achievements of the modern era would not have been possible at all, for all technological advances are based on Galileo’s science. Tunnels such as the Gotthard or Simplon became possible only because Leibniz, Newton, and Galileo developed the sciences of integral and differential calculus, mechanics, and so on. It would therefore have been a waste in the economy of nature, even with regard to Galileo, if his etheric body—the “bearer of his memory and his abilities”—had been lost. Thus, this etheric body was transferred to another human being. He emerged from a poor farming village and later became the creator of Russian grammar and classical literature: Mikhail Lomonosov. But he is not the reincarnated Galileo, as a superficial investigation might perhaps conclude.

[ 17 ] So finden wir also, daß solche Fälle vielfach vorliegen, und daß der Vorgang der Wiederverkörperung nicht so einfach ist, wie man meist annimmt. Daher muß auch viel größere Vorsicht angewendet werden, wenn Menschen mit okkulten Mitteln ihre früheren Inkarnationen erforschen. In vielen Fällen ist es ja nichts als Kinderei, wenn Leute angeben oder sich einbilden, sie seien der wiedergeborene so und so, vielleicht Nero, Napoleon, Beethoven oder Goethe. Das ist natürlich albern und verwerflich. Aber die Sache ist viel gefährlicher, wenn vorgeschrittene Okkultisten in dieser Beziehung Fehler machen, sich vielleicht einbilden, sie seien die Wiedergeburt von diesem oder jenem Manne, wenn sie in Wirklichkeit nur dessen Ätherkörper haben. Dann ist dies nicht nur ein Irrtum - der ja an und für sich bedauerlich ist -, sondern der Mensch lebt dann unter dem Einfluß dieser falschen Idee, und dies hat geradezu verheerende Wirkungen. Die ganze Seelenentwickelung nimmt einen falschen Gang durch diese Illusion.

[ 17 ] We thus find that such cases are common, and that the process of reincarnation is not as simple as is generally assumed. Therefore, much greater caution must be exercised when people use occult means to investigate their past incarnations. In many cases, it is nothing more than child’s play when people claim or imagine that they are the reincarnation of so-and-so—perhaps Nero, Napoleon, Beethoven, or Goethe. This is, of course, silly and reprehensible. But the matter is far more dangerous when advanced occultists make mistakes in this regard—perhaps imagining that they are the reincarnation of this or that person, when in reality they possess only that person’s etheric body. Then this is not merely an error—which is regrettable in and of itself—but the person lives under the influence of this false idea, and this has downright devastating effects. The entire development of the soul takes a wrong turn because of this illusion.

[ 18 ] Wir sehen also, daß nicht nur die Iche sich wiederverkörpern, sondern daß auch die niederen Glieder in einem gewissen Sinne einen ähnlichen Vorgang durchmachen. Dadurch bekommt der Gesamtvorgang der Wiederverkörperung eine viel kompliziertere Gestaltung, als man gewöhnlich annimmt. So sehen wir, daß das Ich des Zarathustra sich wiederverkörpert als Zarathas-Nazarathos, welcher der Lehrer des Pythagoras wurde. Sein Astralleib tritt wieder auf in Hermes und sein Ätherleib in Moses. Nichts also geht verloren in der Welt, alles wird aufbewahrt und übertragen, wenn es nur wertvoll genug ist.

[ 18 ] We see, then, that not only do the “I”s reincarnate, but that the lower members, in a certain sense, also undergo a similar process. As a result, the overall process of reincarnation takes on a much more complex form than is usually assumed. Thus, we see that the “I” of Zarathustra reincarnates as Zarathas-Nazarathos, who became the teacher of Pythagoras. His astral body reappears in Hermes, and his etheric body in Moses. Nothing, then, is lost in the world; everything is preserved and transmitted, provided it is valuable enough.