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The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

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The Principle of Spiritual Economy
in Relation to Reincarnation
GA 109

8 June 1909, Budapest

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15. Die Gestaltung und die Wandlungen des physischen Menschenleibes

15. The Structure and Transformations of the Physical Human Body

[ 1 ] Heute wollen wir, anschließend an die gestern in bestimmten engen Grenzen betrachtete Entwickelung der Menschheit, zurückgehen bis in die längst vergangenen Epochen der Entwickelung, und betrachten, was damit zusammenhängt. Ehe wir in diesem Zusammenhange die Tatsache der Reinkarnation besprechen, die wir unmittelbar daran anschließen könnten, und ehe wir die Fragen des menschlichen Schicksals, des Karmagesetzes erörtern, wollen wir noch zu älteren Zeiten zurückgehen und den Blick über große Perioden der Menschheitsevolution schweifen lassen.

[ 1 ] Today, following on from yesterday’s examination of human evolution within certain narrow limits, we want to go back to the long-past epochs of evolution and consider what is connected with them. Before we discuss the fact of reincarnation in this context—which we could address immediately afterward—and before we explore the questions of human destiny and the law of karma, let us go back even further in time and let our gaze wander over vast periods of human evolution.

[ 2 ] Der heutige Mensch stellt sich uns dar als ein Gefüge von physischem Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich - dem Träger des Ich und der eigentlichen Selbständigkeit. Nicht das Ich oder der Astralleib sind die vollkommensten Glieder am Menschen, weil sie geistig höher stehen, sondern der physische Leib. Er ist das vollkommenste Glied der menschlichen Wesenheit, ein Gefüge, eine Zusammensetzung aus wunderbarsten Einzelheiten. Welch ein Wunderbau ist dieser physische Menschenleib! Der Astralleib, er ist zwar geistiger, aber weniger vollkommen; er ist der Träger von Freude und Schmerz, von Trieb, Begierde und Leidenschaft. Warum ist der physische Leib dennoch vollkommener? Betrachten Sie das menschliche physische Herz. Welch ein Wundergebilde ist dieses, daß es das ganze Leben lang all den Angriffen standhält! Und ebenso ist es mit allen andern Organen des physischen Leibes: Weisheit spricht aus ihnen. Und wie ist es nun beim Astralleib in bezug auf dieses Herz? Keineswegs benimmt er sich immer weise. Der Astralleib braucht Mittel des Genusses aus der Sehnsucht am Genuß heraus und malträtiert damit fortwährend den physischen Leib; fortwährend führt er Attacken auf das physische Herz aus, und dieses leistet ihm Widerstand. Warum? Weil der Bau des physischen Leibes bereits eine viel längere Zeit in der Vergangenheit in Anspruch genommen hat als die andern Körper. Der physische Menschenleib ist das älteste Glied der menschlichen Wesenheit, daher auch das vollkommenste. Fine Schar vollkommener Wesenheiten haben an ihm schon gearbeitet. Alles, was physisch, was sinnlich ist, das hat sich aus dem Geiste heraus entwickelt, hat sich vom Geiste herabgearbeitet zu seiner physischen Gestalt. Das erste, was vom Menschen in der physischen Welt vorhanden war, das war die Anlage des menschlichen physischen Leibes. Damals war noch keine Anlage des Ätherleibes, des Astralleibes und des Ich-Trägers in der physischen Welt vorhanden.

[ 2 ] Modern human beings appear to us as a composite of the physical body, the etheric body, the astral body, and the “I”—the bearer of the “I” and of true independence. It is not the “I” or the astral body that are the most perfect parts of the human being because they are spiritually higher, but rather the physical body. It is the most perfect part of the human being, a structure composed of the most marvelous details. What a marvelous structure this human physical body is! The astral body, while more spiritual, is less perfect; it is the bearer of joy and pain, of instinct, desire, and passion. Why, then, is the physical body more perfect? Consider the human physical heart. What a marvelous structure it is, enduring all manner of assaults throughout one’s entire life! And the same is true of all the other organs of the physical body: wisdom speaks through them. And how does the astral body fare in relation to this heart? It by no means always behaves wisely. The astral body craves the means of pleasure for the sake of pleasure itself and thereby continually abuses the physical body; it constantly launches attacks on the physical heart, and the heart resists it. Why? Because the formation of the physical body took place much earlier in the past than that of the other bodies. The physical human body is the oldest part of the human being, and therefore also the most perfect. A host of perfect beings have already worked on it. Everything that is physical, everything that is sensory, has developed out of the spirit; it has worked its way down from the spirit to its physical form. The first thing that existed of the human being in the physical world was the rudiment of the human physical body. At that time, there was still no rudiment of the etheric body, the astral body, or the I-bearer in the physical world.

[ 3 ] Alles in der Welt ist in Entwickelung, nicht nur der Mensch, sondern auch ein Planet wie unsere Erde. Wie der Mensch, so hat auch diese unsere Erde schon andere planetarische Verkörperungen durchgemacht. Die erste davon nennen wir den Saturn, die zweite die Sonne und die dritte den Mond. Dabei müssen wir absehen von dem heutigen Mond; der ist nur ein Rest, ein Überbleibsel, eine Schlacke des alten Mondes.

[ 3 ] Everything in the world is in a state of evolution—not only human beings, but also a planet like our Earth. Just as with human beings, our Earth has also undergone other planetary incarnations. We call the first of these Saturn, the second the Sun, and the third the Moon. Here we must set aside the Moon as we know it today; it is merely a remnant, a leftover, a dreg of the ancient Moon.

[ 4 ] Wir wollen nun sehen, warum seit alten Zeiten unser Mond «Mond» genannt wird. Dabei müssen wir uns daran erinnern, daß die Namengebung der alten Okkultisten absolut nichts Zufälliges, sondern etwas tief Bedeutsames war. Der Name, der gegeben wurde einem Ding oder einem Wesen, der war organisch immer verknüpft mit dem, was das Wesen ausdrücken soll. Der vorhergehende planetarische Zustand unserer Erde war also der alte «Mond»; der noch frühere die alte «Sonne», nicht die heutige Sonne; diese ist wie eine Erinnerung an jene alte Sonne. Zuerst kommen wir dann bis zu jenem Weltenkörper, auf den es heute zunächst [noch] möglich ist, mit den okkulten Mitteln zurückzublicken: es ist der « Saturn», der alte Saturn, von dem wir schon öfter gesprochen haben. Skizzenhaft will ich Ihnen nun diesen alten Saturn in seiner Entwickelung beschreiben. Dabei wollen wir uns zuerst klarmachen, was im Sinne des Okkultisten die Grundelemente unserer äußeren Welt sind. Man hat unterschieden im alten Okkultismus die vier Elemente: Erde, Wasser, Luft, Feuer oder Wärme. Für den heutigen Physiker hat das keinen rechten Sinn mehr; was die heutige Wissenschaft Element nennt, das deckt sich nicht mehr recht mit dem, was der Okkultist darunter versteht. Die heutige Benennung «Aggregatzustand» ist etwa gleichbedeutend mit «Element». Der Okkultist nennt erdig oder fest alles, was bei den heutigen Temperaturen auf der Erde fest ist: ein Quarzkristall zum Beispiel ist bei den heutigen Temperaturzuständen für den Okkultisten «Erde». Alles Flüssige, auch flüssige Metalle und so weiter sind für ihn « Wassem, alles Gasförmige wird « Luft» genannt. Und das, was der heutige Physiker als einen Zustand der drei Aggregatzusammensetzungen ansieht, das Feuer, das ist für den Okkultisten das vierte Element. Ich weiß sehr wohl, daß es der Wissenschaft ein wahrer Greuel ist, wenn man das Feuer nicht bloß als einen Zustand, sondern als etwas, was gleichberechtigt ist mit der Erde, dem Wasser und der Luft, ansieht. Dreist darf man sich im Okkultismus vorstellen, daß Wärme etwas ist, was noch von feinerer Substanz ist als die drei andern: Erde, Wasser, Luft. Von Erde, Wasser und Luft hätten Sie auf dem Saturn nichts gefunden, nur Wärme oder Feuer war vorhanden. Hätten Sie damals mit hellseherischem Blick das verfolgen können, indem Sie sich einen Stuhl in den Weltenraum gestellt und die Saturnentwickelung beobachtet hätten, nur eine Wahrnehmung hätten Sie mit dem Wärmesinn machen können, und zwar war es zuerst nur seelische Wärme. Von all den Wesen, die heute auf der Erde sind, war auf dem Saturn nur der Mensch vorhanden; kein Mineral-, kein Pflanzen-, kein Tierreich war da. Unter den heutigen Verhältnissen braucht der Mensch die drei Reiche zu seinem Aufbau; im damaligen Zustand brauchte er sie nicht. Der ganze Mensch war sozusagen nur vorhanden als ein Wärmegebilde. Nichts, nichts sonst war vom Menschen da. Denken Sie sich nun vom heutigen Menschen alles weg, was Sie physisch an ihm wahrnehmen, selbst die eingeatmete Luft, und lassen Sie nichts von ihm bestehen als das, was ihn heute durchströmt als seine heutige Blutwärme, aber so gestaltet, wie wenn Sie heute das Blutsystem nachmalen würden: nur solche Menschen gab es auf dem alten Saturn, sonst nichts. Ein Himmelskörper ist für den Okkultisten nur eine Zusammensetzung von Wesenheiten. Auch die Erde ist nichts anderes als eine Zusammensetzung von mineralischen, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Wesenheiten.

[ 4 ] Let us now examine why, since ancient times, our Moon has been called “Moon.” In doing so, we must remember that the naming practices of the ancient occultists were by no means arbitrary, but rather deeply significant. The name given to a thing or a being was always organically linked to what that being was meant to express. The previous planetary state of our Earth was thus the ancient “Moon”; the one before that was the ancient “Sun,” not today’s Sun; the latter is like a memory of that ancient Sun. First, we come to that celestial body to which it is [still] possible today, for the time being, to look back using occult methods: it is “Saturn,” the ancient Saturn, of which we have spoken often before. I would now like to give you a brief outline of this ancient Saturn and its development. In doing so, let us first clarify what, in the occultist’s view, are the fundamental elements of our external world. In ancient occultism, a distinction was made between the four elements: earth, water, air, and fire or heat. For today’s physicist, this no longer makes much sense; what modern science calls an “element” no longer corresponds exactly to what the occultist understands by the term. The modern term “state of aggregation” is roughly synonymous with “element.” The occultist calls anything that is solid at present-day temperatures on Earth “earthly” or “solid”: a quartz crystal, for example, is “earth” for the occultist under present-day temperature conditions. Everything liquid—including liquid metals and so on—is “water” to him; everything gaseous is called “air.” And what modern physicists regard as one of the three states of matter—fire—is, for the occultist, the fourth element. I am well aware that it is a true abomination to science to regard fire not merely as a state but as something on an equal footing with earth, water, and air. In occultism, one may boldly imagine that heat is something of an even finer substance than the other three: earth, water, and air. You would have found no earth, water, or air on Saturn; only heat or fire was present. If you had been able to observe this back then with clairvoyant vision—by placing a chair in outer space and watching Saturn’s evolution—you would have been able to perceive only through the sense of heat, and at first it was merely spiritual warmth. Of all the beings that are on Earth today, only the human being existed on Saturn; there was no mineral, plant, or animal kingdom there. Under today’s conditions, the human being needs the three kingdoms for its constitution; in that former state, it did not need them. The entire human being existed, so to speak, only as a formation of warmth. Nothing, nothing else of the human being was there. Now imagine removing from modern humans everything you perceive physically about them—even the air they breathe—and leaving nothing of them except what flows through them today as their blood warmth, but shaped as if you were sketching the circulatory system today: only such human beings existed on ancient Saturn, nothing else. For the occultist, a celestial body is nothing more than a composition of beings. Even the Earth is nothing other than a composition of mineral, plant, animal, and human beings.

[ 5 ] Das Bewußtsein der alten Saturnmenschen war auch schon in Entwickelung. Es war dumpf, aber umfassend. Das heutige helle Tagesbewußtsein ist erst auf der Erde möglich geworden. Die Menschen auf dem alten Saturn hatten einen sehr merkwürdigen dumpfen Bewußtseinszustand. Sie wissen, der Mensch ist schon im Schlafe bewußtlos. Nun, nehmen Sie die Pflanze, nur die physische Pflanze, ohne die hinter der Pflanze sich verbergenden Wesenheiten: da haben Sie einen Schlafzustand, der noch tiefer, traumloser Schlaf ist. Die Pflanze ist ein tiefschlafendes Wesen. Und nun denken Sie sich einen Zustand des Schlafes, der noch tiefer, noch dumpfer ist, das Tief-Trancebewußtsein, dann haben Sie das Saturnbewußtsein. Ich will es Ihnen beschreiben dadurch, daß ich Ihnen eine Art abnormen Zustand der heutigen Zeit - eines in früheren, jetzt also abnormen Verhältnissen zurückgebliebenen Wesens - an einem beobachteten Beispiel schildere: Ein Mädchen, das bis zu seinem achtzehnten Lebensjahr ganz ungewohnt war jeglichen Alkoholgenusses, wird durch ein Ereignis verführt, rasch einige Gläser Rotwein hinunterzustürzen. Dieses machte nun, vermöge anderer Verhältnisse ihres Organismus, einen solchen Eindruck, daß sie wie tot war. Man gab ihr nun einen Bleistift in die Hand, und sie fing an, allerlei Dinge zu zeichnen und schrieb Namen dazu. Sie hatte keine Ahnung von dem, was sie tat. Sie war wie eine Maschine; sie hatte kein Leben, kein Bewußtsein. Wenn Sie nun das, was dieses Mädchen aufzeichnete, vergleichen mit dem, was in den theosophischen Büchern von Planeten und dem, was heute das Weltengebäude und so weiter ist, steht, so würden Sie finden, daß das, was dieses Mädchen da aufgeschrieben hat, zwar eine ganz merkwürdige Kosmologie ist, aber doch mit der okkulten Kosmologie in einigem übereinstimmt. Es war in einem Zustand, tiefer als der gewöhnliche Schlaf. Dabei ist das Wesen fähig, weit, weit über die Erde in seinem dumpfen Bewußtseinsinhalte hinauszugehen und kosmische Dinge zum Ausdruck zu bringen. Der Okkultist weiß, daß im physischen Stein ein solches Bewußtsein vorhanden ist: dumpf und umfassend, Stein ohne die dazugehörigen Iche, und daß der Stein, wenn er so sich zum Ausdruck bringen könnte, ähnlich es täte. Weite Gebiete umfaßt dieses Bewußtsein, aber dumpf. So war das Bewußtsein der Menschen auf dem alten Saturn.

[ 5 ] The consciousness of the ancient Saturnians was already in the process of development. It was dull but all-encompassing. Today’s clear, waking consciousness has only become possible on Earth. The people on ancient Saturn had a very peculiar, dull state of consciousness. You know that a person is already unconscious while asleep. Well, take the plant—just the physical plant, without the beings hidden behind it—and there you have a state of sleep that is even deeper, a dreamless sleep. The plant is a deeply sleeping being. And now imagine a state of sleep that is even deeper, even more dull—the deep trance consciousness—and there you have Saturn consciousness. I will describe it to you by depicting a kind of abnormal condition of our time—that of a being who has remained in conditions that were normal in the past but are now abnormal—using an observed example: A girl who, until the age of eighteen, had never touched alcohol, was tempted by an event to quickly down a few glasses of red wine. Due to the particular constitution of her organism, this had such a profound effect that she was as good as dead. She was then given a pencil, and she began to draw all sorts of things and wrote names next to them. She had no idea what she was doing. She was like a machine; she had no life, no consciousness. If you were to compare what this girl drew with what is written in theosophical books about planets and what is described today as the structure of the universe and so on, you would find that what this girl drew, while certainly a very peculiar cosmology, does correspond in some respects to occult cosmology. She was in a state deeper than ordinary sleep. In this state, the being is capable of going far, far beyond the Earth, beyond the limits of its dull consciousness, and of expressing cosmic realities. The occultist knows that such a consciousness exists within the physical stone: dull and all-encompassing, stone without the corresponding “I’s,” and that if the stone could express itself in this way, it would do so similarly. This consciousness encompasses vast realms, yet it is dull. Such was the consciousness of human beings on ancient Saturn.

[ 6 ] Der Saturn selbst ist ein Wesen, das seiner selbst unbewußt ist, besser gesagt, ein niederes Bewußtsein hatte, welches so zu beschreiben ist, daß er in sich trug ein Spiegelbild des ganzen Kosmos, und daß er imstande gewesen wäre, das zeichnen zu können. Um solches zu verstehen, müssen wir noch anderes betrachten. Während also der Mensch auf.dem Saturn die Stätte fand, wo die erste Anlage für seinen physischen Leib sich bilden konnte, war der Saturn gleichzeitig der Schauplatz, worauf sich auch andere Wesen entwickeln konnten, Wesen, die heute weit, weit über dem Menschen stehen. Wir wollen uns das klarmachen an einem Ausspruch, den ein ägyptischer Weiser einem Griechen gegenüber getan hat. Er sagte: Ihr Griechen, ihr bleibt doch immer große Kinder. Ihr wißt nichts von dem größten Mysteriengeheimnis, daß Götter einst Menschen waren! - Diese Wesenheiten haben dann nicht mehr nötig, in das physische Dasein einzutreten.

[ 6 ] Saturn itself is a being that is unconscious of itself—or, to put it more accurately, possessed a lower form of consciousness that can be described as follows: it bore within itself a mirror image of the entire cosmos and would have been capable of depicting it. To understand this, we must consider something else. So while human beings found on Saturn the place where the first rudiments of their physical bodies could form, Saturn was at the same time the stage upon which other beings could also develop—beings who today stand far, far above human beings. Let us clarify this with a statement made by an Egyptian sage to a Greek. He said: “You Greeks, you remain nothing but big children. You know nothing of the greatest mystery of all—that gods were once human beings!”—These beings no longer need to enter physical existence.

[ 7 ] Der Mensch war also auf dem alten Saturn wie eine Art Mineral; er hatte auch ein Bewußtsein wie das Mineral. In dem Menschenleibe aber haben gewohnt Wesenheiten, die heute weit erhaben sind über die Menschheitsstufe. Es sind die Urbeginne oder Archai oder Geister der Persönlichkeit. Die haben auf dem Saturn ihre Menschheitsstufe durchgemacht. Nicht Menschen, wie wir heute, waren sie, sie benützten nur den physischen Menschenleib, um sich der Welt gegenüberzustellen, um ihre Menschheitsstufe zu erleben, das Ich-Bewußtsein zu erringen. Sie hatten also ihr Ich-Bewußtsein auf dem Saturn, diese erhabenen Wesenheiten, und wie einen Wagen brauchten sie den Menschenleib, der ihnen stellvertretend als ihre leibliche Wohnung galt. Gewisse Wesen durchdrangen da den menschlichen physischen Leib und durchdrangen ihn mit ihren Eigenschaften, und diesen verdankt der Mensch heute zweierlei. Erstens die Fähigkeit, daß ein IchTräger jemals in ihm Platz greifen kann; diese Geister der Persönlichkeit waren es, die dem Menschenleibe damals die Form gegeben haben, die von ihrer Persönlichkeit ausgegangen ist. Zweitens gaben sie dem Menschen aber auch die Möglichkeit, die Selbstsucht zu entwickeln. Durch die Einwirkung der Geister der Persönlichkeit empfing der Menschenleib wie in der Keimanlage die Fähigkeit, sich als eine freie Persönlichkeit zu entwickeln, gleichzeitig aber auch die Selbstsucht, den Egoismus in sich auszubilden. Nicht einen Vortrag oder einen Zyklus, sondern Jahre würde ich brauchen, wenn ich Ihnen hier alle Einzelheiten beschreiben wollte. Wir können also daher nur Etappen, Stufen betrachten, und zwar wollen wir sieben solche Stufen in der Saturnentwickelung denken, die unter sich verschieden sind.

[ 7 ] On ancient Saturn, therefore, human beings were like a kind of mineral; they also possessed a consciousness like that of a mineral. However, beings who are now far above the human stage have dwelt within the human body. These are the Primordial Beginnings, or Archai, or Spirits of Personality. They passed through their human stage on Saturn. They were not human beings as we are today; they merely used the physical human body to confront the world, to experience their stage of humanity, and to attain self-consciousness. These exalted beings thus possessed self-consciousness on Saturn, and they used the human body as a sort of chariot, which served as their physical dwelling on their behalf. Certain beings permeated the human physical body at that time and imbued it with their characteristics, and to this humanity today owes two things. First, the capacity for an “I-bearer” to ever take root within it; it was these spirits of personality who, at that time, gave the human body the form that emanated from their personality. Second, however, they also gave human beings the possibility of developing selfishness. Through the influence of the spirits of personality, the human body received—as if in a germ—the capacity to develop as a free personality, but at the same time also the capacity to cultivate selfishness and egotism within itself. It would take not just a lecture or a series of lectures, but years, if I were to describe all the details to you here. We can therefore only consider stages or levels; specifically, let us conceive of seven such levels in Saturn’s development, each of which differs from the others.

[ 8 ] Bei der ersten Stufe müssen Sie sich vorstellen, daß noch nichts da war von physischer Wärme, sondern daß sich diese erst vorbereitet hat. Bloß Seelisches war da, seelische Wärme war vorhanden, und erst in der Mitte der Saturnentwickelung war dann der physische Menschenleib, aus physischem Wärmestoff gebildet, vorhanden. Dieser menschliche Wärmeleib löst sich dann am Ende der Saturnentwickelung wieder auf. Wir haben sieben Etappen: drei Vorstufen, eine physische Wärmestufe und drei absteigende Stufen, und jede von diesen sieben Stufen hat wieder sieben Unterabteilungen, die wir hier aber lieber weglassen wollen, und auf die wir bei der Erdenentwickelung dann zurückkommen wollen. Die heutigen theosophischen Bücher sprechen von ihnen als von Runden und Globen.

[ 8 ] In the first stage, you must imagine that there was still no physical heat, but that it was only just beginning to take shape. Only the spiritual existed; spiritual warmth was present, and it was not until the middle of the Saturn evolution that the physical human body—formed from physical heat substance—came into being. This human heat body then dissolves again at the end of the Saturn evolution. We have seven stages: three preliminary stages, a physical heat stage, and three descending stages, and each of these seven stages has seven subdivisions, which we will omit here but to which we will return when discussing Earth’s evolution. Contemporary theosophical books refer to them as rounds and globes.

[ 9 ] Nun wollen wir aber fragen: Woher kam denn die Substanz, aus welcher der Menschenleib gebildet wurde? Hohe geistige Wesenheiten waren es, die ihr eigenes Wesen ausfließen ließen, es herniederträufelten als Substanz für den physischen Menschenleib: es waren die Geister des Willens oder die Throne, die das Opfer brachten, ihre eigene Wesenheit ausfließen zu lassen. Also wir haben auf dem Saturn die Geister des Willens oder die Throne, welche die Substanz zum Menschenleib geben, dann die Geister der Persönlichkeit, die ihn während ihrer Menschheitsstufe bewohnen, und den Menschen selbst als physischen Keim. Die Saturnentwickelung geht nun so vor sich, daß wir den Beginn, den Höhepunkt und das Abfluten uns vorzustellen haben. Darnach geht das Ganze durch ein Pralaya hindurch. Wir können uns den Prozeß etwa so wie beim Pflanzenwesen denken. Der Keim wird in die Erde gelegt, verfault und rettet die Form in ein neues Dasein hinüber. Wie nun zwischen der ersten und der zweiten Pflanze ein Zwischenzustand, ein verborgener Zustand ist, ebenso ist es beim Planeten. Man nennt diesen Zustand das Pralaya. Der Unterschied ist nur der, daß die Pflanze eine der alten ähnliche Wiederholung dann hervorbringt, der Planet aber eine Höherentwickelung dann erreicht hat. Sein Weg ist der einer Spirale wie beim Menschen. Den sichtbaren Zustand des Planeten nennt die indische Theosophie ein Manvantara. Bei der Pflanze ist dies ihre Entwickelung über der Erde. So gehen auch die Planeten durch ein offenbares Dasein und durch ein verborgenes Dasein hindurch. Dieses letztere nennt man einen Weltenschlaf.

[ 9 ] But now let us ask: Where did the substance come from that formed the human body? It was high spiritual beings who allowed their own essence to flow forth, letting it trickle down as the substance for the physical human body: it was the Spirits of Will, or the Thrones, who made the sacrifice of allowing their own essence to flow forth. Thus, on Saturn we have the Spirits of Will, or the Thrones, who provide the substance for the human body; then the Spirits of Personality, who inhabit it during its human stage; and the human being itself as the physical seed. The development on Saturn proceeds in such a way that we must imagine a beginning, a climax, and a ebb. Afterward, the whole process passes through a pralaya. We can think of the process as being somewhat like that of a plant. The seed is placed in the earth, decays, and carries the form over into a new existence. Just as there is an intermediate state—a hidden state—between the first and second plants, so it is with the planet. This state is called Pralaya. The only difference is that the plant then produces a repetition similar to the old one, whereas the planet has by then attained a higher stage of development. Its path is spiral, just as it is for human beings. Indian theosophy calls the visible state of the planet a Manvantara. For the plant, this is its development above the earth. In the same way, the planets pass through a manifest existence and a hidden existence. The latter is called a “world sleep.”

[ 10 ] Nach diesem Weltenschlaf des Saturn, als er aus dem Dunkel wieder heraustrat in einer neuen Verwandlungsform, da war es die alte Sonne, die da nun erstand. Der Unterschied zwischen Saturn und Sonne ist der, daß in ihren mittleren Zuständen die Wärmesubstanz des Saturn sich zu einem Luft- oder Gaszustand verdichtet hatte. Die Wärme behält die Sonne, aber sie entwickelt noch etwas dazu, die Luft, so daß wir nun also Wärme und Luft auf der Sonne haben. Und noch etwas: es wird Licht auf der Sonne. Der Saturn bestand aus dunkler Wärme, der zweite Planet, die Sonne, besteht aus Licht — das Gas brennt -, Wärmeäther und Luft. Durch den Saturn ist in die Evolution hineingekommen ein für allemal die Anlage, daß der Keim zum physischen Menschenleib da ist. Jetzt, auf der Sonne, kommt etwas Neues dazu. Wie hineingegossen von geistigen Wesenheiten ist nun in diese Substanz der Ätherleib: der zweite planetarische Zustand, in dem der Mensch nun erlangt hat den Wert einer Pflanze. Leben ist in ihm. Durch diese Eingliederung des Ätherleibes hat sich aber auch der physische Leib des Menschen verändert. Er behält nicht die Eiform der Saturnzeit bei, sondern er wird in sich gegliedert. Er ist nun ein vibrierendes Wärme-Ei, das in Lichtgebilden aufglänzt und abglimmt und Einbuchtungen hat. Der Ätherleib bearbeitet nun den physischen Leib.

[ 10 ] After Saturn’s cosmic slumber, when it emerged from the darkness once more in a new transformed form, it was the old Sun that now arose. The difference between Saturn and the Sun is that, in their intermediate states, Saturn’s thermal substance had condensed into an air- or gas-like state. The Sun retains the heat, but it develops something else in addition—air—so that we now have both heat and air on the Sun. And one more thing: light appears on the Sun. Saturn consisted of dark heat; the second planet, the Sun, consists of light—the gas burns—heat ether, and air. Through Saturn, the potential for the physical human body was introduced into evolution once and for all. Now, on the Sun, something new is added. As if poured in by spiritual beings, the etheric body is now present within this substance: the second planetary stage, in which the human being has now attained the status of a plant. Life is within it. Through this incorporation of the etheric body, however, the human physical body has also changed. It no longer retains the egg-like form of the Saturn era, but becomes internally structured. It is now a vibrating egg of warmth that glows and dims in formations of light and has indentations. The etheric body now works upon the physical body.

[ 11 ] Während beim Saturn die Throne die Substanz des physischen Leibes aus sich selbst ausgegossen haben, sind es jetzt andere Wesenheiten, welche dazu die Substanz als ihr großes Opfer ausfließen lassen: es sind die Geister der Weisheit, Herrschaften oder Kyriotetes genannt. Das schwerere Opfer haben die Throne gebracht. Wäre von ihnen nicht die Grundlage geschaffen worden, so hätten die Geister der Weisheit nicht ihre Arbeit beginnen können.

[ 11 ] While on Saturn the Thrones poured forth the substance of the physical body from within themselves, it is now other entities that pour forth this substance as their great sacrifice: these are the Spirits of Wisdom, called Dominions or Kyriotetes. The Thrones made the greater sacrifice. Had they not laid the foundation, the Spirits of Wisdom would not have been able to begin their work.

[ 12 ] Auf der Sonne haben nun auch wieder Wesenheiten ihre Menschheitsstufe durchgemacht. Es sind die Erzengel oder Feuergeister, Archangeloi in der christlichen Esoterik genannt. Stellvertretend bewohnten sie den Menschenleib und erhielten so ihr Ich-Bewußtsein.

[ 12 ] On the Sun, beings have now once again passed through their human stage of development. These are the archangels, or fire spirits, known as Archangeloi in Christian esotericism. They inhabited the human body on behalf of others and thus attained their sense of self.

[ 13 ] Hier ist jetzt etwas zu erwähnen, auf das zu achten ist. Wäre der Saturn nach dem Pralaya gleich als Sonne hervorgegangen, dann hätten die Menschenleiber nicht den Ätherleib in sich aufnehmen können. Der neue Planet, die Sonne, mußte daher zuerst eine kurze Wiederholung des Saturn durchmachen. Die Wesen mußten gleichsam ihre alte Form wieder annehmen.

[ 13 ] There is something to be mentioned here that deserves attention. If Saturn had emerged as the Sun immediately after the Pralaya, human bodies would not have been able to incorporate the etheric body. The new planet, the Sun, therefore had to first undergo a brief repetition of Saturn. The beings had to, as it were, take on their old form again.

[ 14 ] Was für Wesen gab es nun noch auf dieser Sonne? Es gab dort gewisse Geister der Persönlichkeit, die nicht Menschen wurden auf dem Saturn, denen es nicht gelungen war, ihr Ich-Bewußtsein auf dem Saturn zu erlangen. Diese mußten das nachholen auf der Sonne. Sie mußten nun auf der Sonne das nachholen, standen also da noch auf der gleichen Stufe wie ihre Genossen auf dem Saturn. Sie konnten also auf der Sonne gleichsam nur in einer Schale wohnen, einem mineralischen Leib ohne Ätherleib, die nicht von einem Ätherleib durchzogen war. Es mußte also auf der Sonne noch einmal ein Gebilde entstehen, das nur aus dem physischen Leibe bestand. Es gab also niedrigere Gebilde neben denen, die aus physischem und Ätherleib bestanden, und das sind die Vorgänger unserer heutigen Tiere. Auf der Sonne haben wir also zwei Reiche: ein Menschenreich und das Reich der Wesen, die auf der Sonne auf der Stufe der Saturnentwickelung waren, das Tierreich. Zwei Reiche haben wir auf der Sonne, ein Menschenreich und ein Tierreich. Die Nachkommen des letzteren haben wir in den heutigen höheren Tieren.

[ 14 ] What other beings were there on this Sun? There were certain spirits of personality who had not become human on Saturn, who had not succeeded in attaining self-consciousness on Saturn. They had to make up for this on the Sun. They now had to make up for this on the Sun, and thus remained at the same level as their counterparts on Saturn. Consequently, on the Sun they could, so to speak, dwell only in a shell—a mineral body without an etheric body, one that was not permeated by an etheric body. Thus, on the Sun, a form had to arise once more that consisted solely of the physical body. There were thus lower forms alongside those consisting of a physical and etheric body, and these are the predecessors of our present-day animals. On the Sun, then, we have two kingdoms: a human kingdom and the kingdom of beings who were at the stage of Saturn’s development on the Sun—the animal kingdom. We have two kingdoms on the Sun: a human kingdom and an animal kingdom. The descendants of the latter are today’s higher animals.

[ 15 ] Nun geht die Sonne auch wieder über in eine Art Weltennacht und wird in einem dritten Verwandlungszustand wiederum geboren als der alte Mond, der zunächst fähig ist, die früheren Zustände zu wiederholen, denen sich die wäßrige Substanz hinzufügt. Bei der Abspaltung geht mit der Sonne das hinaus, was Wärme und Licht ist. Auch die hohen Wesen gehen mit den feinen Essenzen hinaus. Das wässerig Gewordene geht als Mond hervor und wird immer dichter und dichter und wird eine Art Nebenplanet. Auf dem Monde haben wir also damals Wärme, Licht und Wasser. Der Mensch hat seinen Äther- oder Lichtleib wie auf der Sonne, das Neue, das hinzukommt auf dem Monde, ist dasjenige, was wir als Ton oder Schall bezeichnen können. Um sich das besser vorstellen zu können, will ich Ihnen ein Beispiel geben. Denken Sie an eine mit Staub bedeckte Metallplatte, über die mit dem Fiedelbogen gestrichen wird: der Staub ordnet sich zu bestimmten Figuren, den Klangfiguren des Physikers. Was wir heute als Ton erkennen, ist die physische Ausgestaltung des Tones. Das Wasser auf dem Mond war durchzogen von dem Ton und war dadurch in eine regelmäßige Bewegung gebracht. Der physische Leib der Wesen kommt dadurch auf dem Monde in ein inneres Erleben; es bilden sich in der Form Glieder, zum Beispiel die Leber; das aber vergeht wieder. Es ist ein Bilden und Wiederauflösen von Organen, ein Erleben in Figuren und Rhythmen. Dies macht die Leiber reif, die Astralsubstanz in sich aufzunehmen. Solches Einschlagen des Urtones in die wässerige Substanz, das drückt die Bibel also aus: Gott ordnete alles nach Maß, Zahl und Gewicht. Das Wesentliche, das Neue der Mondenentwickelung ist also das innere Erbeben, das wie einschlägt in die physische Materie. Von diesem innern Erbeben, geordnet in regelmäßigem Zahlenrhythmus, davon haben Sie sich den alten Mond durchdrungen zu denken. Früher, auf dem Saturn, waren es wärmeartige Gebilde, die den Menschenleib bildeten, später, auf der alten Sonne, waren es luftartige Gebilde, wie eine Luftspiegelung erscheinend, einer Fata Morgana gleich. Auf dem Monde nun ist die Substanz wässerig, durchwogt, von innerem Erbeben in Bewegung gebracht. Innerlich sich verwandelnde Gliederungen entstanden durch dieses Erbeben; von denen war der Menschenleib durchstrahlt. Wie ein vorübergehendes Werden und Wiedervergehen müssen Sie sich das denken: so wurde im Menschenleib eine Leber oder eine Lunge gebildet und wieder aufgelöst. Das waren also die Zustände auf dem alten Mond. Die Bibel drückt das so aus: Gott hat einst alles geordnet nach Zahl, Maß und Gewicht. - Damit ist das innere Erbeben gemeint. Innerhalb des alten Mondes entstehen nun zuerst wieder die früheren Gebilde des Menschenleibes, es bildet sich wieder der physische und der Ätherleib. Warum? Weil auf dem alten Monde wieder zuerst die Wiederholung von Saturn und Sonne stattfindet; dann erst entstand der eigentliche alte Mond. In den physischen Menschenleib, der nun einerseits das Wässerige in sich hatte, andererseits durch das innere Erbeben durchzogen war von dem Urton und dem Ätherleib, lassen nun einfließen die Geister der Bewegung, Mächte oder Dynamis genannt, den menschlichen Astralleib. Sie opfern, wie die Geister des Willens auf dem Saturn und die Geister der Weisheit auf der Sonne, so opfern sie jetzt aus ihrer eigenen Substanz heraus den menschlichen Astralleib. So ist die Erde fortwährend in fortschreitender Entwickelung, und ebenso der Mensch selber, der sie bewohnt.

[ 15 ] Now the sun, too, merges once more into a kind of cosmic night and is reborn in a third state of transformation as the old moon, which is initially capable of repeating the earlier states, to which the watery substance is added. During this separation, what constitutes heat and light departs with the sun. The higher beings also depart along with the subtle essences. That which has become watery emerges as the Moon and grows denser and denser, becoming a kind of satellite. On the Moon, then, we have heat, light, and water. Human beings have their etheric or light body, just as they do on the Sun; what is new on the Moon is that which we can describe as sound. To help you visualize this better, I will give you an example. Think of a metal plate covered with dust that is stroked with a violin bow: the dust arranges itself into specific patterns—the sound figures described by physicists. What we recognize today as sound is the physical manifestation of sound. The water on the Moon was permeated by sound and was thereby set into a regular motion. As a result, the physical bodies of beings on the Moon undergo an inner experience; limbs form within the physical form—for example, the liver—but this, in turn, passes away again. It is a process of forming and dissolving organs, an experience in figures and rhythms. This matures the bodies so they can absorb the astral substance. Such an impact of the primordial tone upon the watery substance is what the Bible expresses: God ordained everything according to measure, number, and weight. The essential, the new aspect of the Moon’s development is thus the inner tremor that strikes into the physical matter. You must imagine the ancient Moon as permeated by this inner tremor, ordered in a regular numerical rhythm. Earlier, on Saturn, it was heat-like formations that constituted the human body; later, on the ancient Sun, it was air-like formations, appearing like a mirage, akin to a Fata Morgana. On the Moon, however, the substance is watery, undulating, set in motion by an inner tremor. Internal, transforming structures arose through these tremors; the human body was permeated by them. You must conceive of this as a transient process of becoming and passing away: thus, a liver or a lung was formed in the human body and then dissolved again. Such, then, were the conditions on the ancient Moon. The Bible expresses this as follows: God once ordained everything according to number, measure, and weight. - This refers to the inner upheaval. Within the Old Moon, the earlier structures of the human body now begin to form once more; the physical and etheric bodies are formed again. Why? Because on the Old Moon, the repetition of Saturn and the Sun takes place first; only then did the actual Old Moon come into being. Into the physical human body—which now contained the watery element on the one hand and, on the other, was permeated by the primordial tone and the etheric body through the inner upheaval—the spirits of movement, called powers or dynamis, now infuse the human astral body. Just as the spirits of will on Saturn and the spirits of wisdom on the Sun make sacrifices, so too do they now sacrifice the human astral body from their own substance. Thus, the Earth is in a state of continuous, progressive development, as is the human being who inhabits it.

[ 16 ] So haben Sie den physischen Leib sich auf dem Saturn entwickeln sehen. Durch die drei Verwandlungen hindurch — Saturn, Sonne, Mond - ist er nun so geworden, daß er die dritte Vollkommenheitsstufe erreicht hatte. Dieser menschliche physische Leib kommt nun auf dem Monde noch näher seiner heutigen Gestalt. Seine fernere Entwickelung, die seinem Astralleib notwendig war, die hätte der Mensch auf der Erde aber nicht erhalten können, wenn nicht in einem bestimmten Zeitpunkt eine Abspaltung stattgefunden hätte. Es bleibt eine Grundsubstanz des Planeten, des alten Mondes, zurück, und ein Teil geht heraus, der dann die Grundsubstanz umgibt, den Körper seiner Grundsubstanz umkreist. Nun haben wir erstens Saturn, zweitens Sonne, drittens Mond. Das Beste der Substanzen und Wesenheiten hat sich jetzt abgespaltet in einem Grundkörper. Er tritt als Sonne aus ihm heraus in unserer Erdenzeit und steht in seinem Range höher als ein Planet, er wird zum Fixstern. Und ein anderer Körper trennt sich davon ab, der ein Planet bleibt. Die heutige Sonne ist auch erst eine Sonne geworden, einst war sie ein Planet. Wenn Sie die heutige Sonne, den heutigen Mond und unsere Erde in ihrer Substanz und ihren Wesen in einem großen Topf zusammenrühren würden, dann hätten Sie die alte Sonne; rührten Sie Erde und Mond zusammen, dann hätten Sie den alten Mond.

[ 16 ] Thus you have seen the physical body develop on Saturn. Through the three transformations—Saturn, Sun, Moon—it has now reached the third stage of perfection. This human physical body then comes even closer to its present form on the Moon. However, the further development that was necessary for its astral body—which humanity could not have attained on Earth—would not have been possible had a separation not taken place at a specific point in time. A fundamental substance of the planet, the ancient Moon, remains behind, and a portion breaks away, which then surrounds this fundamental substance, orbiting the body formed by it. Now we have, first, Saturn; second, the Sun; and third, the Moon. The finest of the substances and beings has now separated into a fundamental body. It emerges from it as the Sun in our Earth era and ranks higher than a planet; it becomes a fixed star. And another body separates from it, which remains a planet. Today’s Sun, too, only recently became a Sun; it was once a planet. If you were to mix today’s Sun, today’s Moon, and our Earth together in a large pot—combining their substances and essences—you would have the ancient Sun; if you mixed the Earth and the Moon together, you would have the ancient Moon.

[ 17 ] Im Verlaufe der Menschheitsentwickelung löst sich also ab von dem Planeten Erde unsere Sonne. Mit ihr gehen die besten Substanzen und Wesenheiten heraus aus der Erde. Der Sonne zur Seite geht das Wässerige, das immer dichter und dichter wird. Die dichten Formen sind die Träger der Wesenheiten, die den alten Mond bewohnen; einen Schauplatz in Absonderung wählen sich nun die Menschen aus. Ein Fixstern, eine Sonne entsteht immer dadurch, daß eine Art Avancement eines Planeten stattfindet. Während dieser Menschheitsentwickelung waren nun nicht nur die Menschen da und so entwickelt, daß sie die drei Leiber, physischen Leib, Ätherleib und Astralleib eingegliedert hatten. Es waren auch Wesen da, die zurückgeblieben waren.

[ 17 ] In the course of human evolution, our Sun thus separates from the planet Earth. Along with it, the finest substances and beings depart from the Earth. Accompanying the Sun is the aqueous element, which becomes denser and denser. The dense forms are the bearers of the beings that inhabit the old Moon; human beings now choose a place of seclusion for themselves. A fixed star, a sun, always comes into being through a kind of advancement of a planet. During this development of humanity, it was not only humans who were present and had developed to the point of having integrated the three bodies—the physical body, the etheric body, and the astral body. There were also beings who had been left behind.

[ 18 ] Die Menschen, die auf dem Monde ihre Menschheitsstufe durchgemacht hatten, das waren die Engel, in der christlichen Esoterik Angeloi genannt, in Indien auch lunarische Pitris. Diese Menschen hatten ein anderes Bewußtsein als die Menschen heute. Nun waren aber auf dem alten Monde auch noch andere Wesenheiten. Da waren gewisse Erzengel, die auf der Sonne zurückgeblieben waren und nun ihre Menschheitsstufe nachholen mußten auf dem Monde, dann waren Wesenheiten da, welche die Stufe der Geister der Persönlichkeit, also die Saturnstufe der Menschheit, nun auf dem alten Monde erst erreicht hatten.

[ 18 ] The beings who had gone through their human stage on the Moon were the angels, called “Angeloi” in Christian esotericism and “lunar Pitris” in India. These beings had a different consciousness than people do today. However, there were also other beings on the ancient Moon. There were certain archangels who had remained behind on the Sun and now had to make up for their stage of humanity on the Moon; there were also beings who had only just reached the stage of spirits of personality—that is, the Saturn stage of humanity—on the ancient Moon.

[ 19 ] Die Erzengel, die auf der Sonne zurückgeblieben waren, die bildeten als Menschenleiber Gebilde, die nur einen physischen und einen Ätherleib hatten. Das war dann ein Reich unter den Menschen, ein Reich, das sich fortsetzte auf Erden als Tierreich; sie sind die Vorläufer dieser physischen Leiber der heutigen Tierwelt. Und solche Wesenheiten, die auf dem Monde gar nur einen physischen Leib hatten, das sind die Vorläufer des heutigen Pflanzenreichs. Also ein Menschen-, ein Tier- und ein Pflanzenreich gab es auf dem alten Monde. Auf dem Saturn nur ein Menschenreich, auf der Sonne ein Menschen- und ein Tierreich, und auf dem Monde haben wir sogar ein Menschen-, ein Tier- und ein Pflanzenreich. Das Mineralreich ist das letzte der Reiche, die in der ganzen kosmischen Entwickelung entstanden sind. Der Mensch ist das älteste Reich in der Menschheitsentwickelung, er war schon da, che es eine Erde gab. Auf der Erde erhält er dann noch zu seinen drei Leibern hinzu das vierte Glied seiner Wesenheit, den Träger des Ich.

[ 19 ] The archangels who had remained on the Sun formed beings with human bodies that possessed only a physical body and an etheric body. This then became a kingdom among human beings, a kingdom that continued on Earth as the animal kingdom; they are the precursors of the physical bodies of today’s animal world. And those beings on the Moon that had only a physical body are the precursors of today’s plant kingdom. Thus, there was a human, an animal, and a plant kingdom on the ancient Moon. On Saturn there was only a human kingdom; on the Sun, a human and an animal kingdom; and on the Moon, we even have a human, an animal, and a plant kingdom. The mineral kingdom is the last of the kingdoms to have emerged in the entire course of cosmic evolution. The human kingdom is the oldest in the evolution of humanity; it already existed before there was an Earth. On Earth, in addition to its three bodies, it receives the fourth member of its being, the bearer of the “I.”