The Gospel of St. John
in comparison with the other three Gospels,
particularly the Gospel of Luke
GA 112
26 June 1909, Kassel
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The Gospel of St. John, tr. SOL
Dritter Vortrag
Third Lecture
[ 1 ] Diejenigen von Ihnen, welche wiederholt Vortragszyklen oder überhaupt Vorträge aus dem Gebiete der Geisteswissenschaft von mir gehört haben, sie haben das eine oder das andere aus den Tatsachen der höheren Welten schon von den verschiedensten Seiten her dargestellt bekommen. Und die eine oder die andere Wesenheit, die eine oder die andere Tatsache ist uns entgegengetreten in dem einen oder in dem andern Gebiet und wurde dann immer von dieser oder jener Seite her beleuchtet. Es kann dabei vorkommen - und ich möchte insbesondere heute darauf hinweisen, damit nicht Mißverständnisse einreißen —, daß scheinbat, obenhin' betrachtet, Widersprüche vorhanden sind, wenn diese oder jene Wesenheit, diese oder jene 'Tatsache einmal von der einen, ein anderes Mal von der andern Seite beleuchtet wird. Wenn Sie aber genau zusehen, dann werden Sie finden, daß gerade durch eine solche verschiedenartige Beleuchtung die komplizierten Tatsachen der geistigen Welten erst klar werden können. Ich mußte das sagen, weil ich gewisse Tatsachen, welche dem weitaus größten Teil der heutigen Zuhörer von einer gewissen Seite her schon bekannt sind, heute wiederum zum Teil von einer neuen Seite her werde beleuchten müssen. Gerade wenn wir die tiefste Urkunde des Neuen Testamentes nehmen, die unter dem Namen des Evangeliums nach Johannes bekannt ist, und die bedeutungsvollen Worte lesen, mit denen wir unsere gestrige Betrachtung geschlossen haben, dann wird uns ja bald klar, daß schier unendliche Geheimnisse des Weltenwerdens und des Menschenwerdens schon in diesen ersten Worten des Johannes-Evangeliums liegen. Wir werden vielleicht noch im Laufe unserer Betrachtungen Gelegenheit haben, zu zeigen, warum die großen Darsteller der geistigen Ereignisse oftmals gerade die großen, umfassenden Wahrheiten in kurzer, paradigrmatischer Art zum Ausdruck bringen, wie das in den ersten Versen des Johannes-Evangeliums geschehen ist. Heute wollen wir in einer anderen Weise, als das gestern geschehen ist, auf gewisse bekannte Tatsachen der Geisteswissenschaft zurückkommen und sehen, wie sie uns in dem Johannes-Evangelium wieder entgegentreten. Die verhältnismäßig einfachsten Tatsachen der Geisteswissenschaft sollen es sein, von denen wir ausgehen.
[ 1 ] Those of you who have repeatedly attended my lecture series or any of my lectures in the field of spiritual science have already heard me present various aspects of the realities of the higher worlds from a wide variety of perspectives. And one or another being, one or another fact, has come before us in one realm or another and has then always been examined from this or that perspective. It may happen—and I would like to point this out especially today so that no misunderstandings arise—that, at first glance, contradictions seem to exist when this or that being, this or that “fact,” is illuminated from one angle at one time and from another at another time. But if you look closely, you will find that it is precisely through such varied perspectives that the complex realities of the spiritual worlds can become clear. I had to say this because I will have to shed light today, in part, from a new perspective on certain facts that are already known to the vast majority of today’s listeners from a certain angle. Precisely when we take the deepest text of the New Testament—known as the Gospel according to John—and read the meaningful words with which we concluded our reflection yesterday, it soon becomes clear to us that the almost infinite mysteries of the creation of the worlds and the becoming of humanity are already contained in these very first words of the Gospel of John. We may yet have the opportunity, in the course of our reflections, to show why the great chroniclers of spiritual events often express precisely the great, comprehensive truths in a brief, paradigmatic manner, as is the case in the first verses of the Gospel of John. Today we want to return to certain well-known facts of spiritual science in a different way than we did yesterday and see how they reappear for us in the Gospel of John. We will take as our starting point the relatively simplest facts of spiritual science.
[ 2 ] Von dem Menschen, wie er in seinem alltäglichen Lebenszustande vor uns steht, wissen wir, daß er aus vier Gliedern besteht: dem physischen Leib, dem Äther- oder Lebensleib, dem astralischen Leibund dem Ich. Wir wissen, daß das tägliche Leben des Menschen so wechselt, daß er vom Morgen, da er aufwacht, bis zum Abend, da er einschläft, diese vier Glieder seiner Wesenheit organisch miteinander verbunden, ineinander hat. Wir wissen, daß, wenn der Mensch nachts schläft, der physische Leib und der Ätherleib im Bette liegen, und daß herausgehoben sind aus dem physischen Leib und dem Ätherleib der astralische Leib und der Ich-Träger, oder das Ich kurzweg.
[ 2 ] We know that human beings, as they appear to us in their everyday state of life, consist of four aspects: the physical body, the etheric or life body, the astral body, and the ego. We know that a person’s daily life unfolds in such a way that, from the morning when they wake up until the evening when they fall asleep, these four aspects of their being are organically connected and intertwined. We know that when a person sleeps at night, the physical body and the etheric body lie in bed, and that the astral body and the bearer of the “I”—or simply the “I”—are separated from the physical body and the etheric body.
[ 3 ] Nun müssen wir uns eines heute ganz besonders klarmachen. Wenn wir einen Menschen vor uns haben in dem jetzigen Entwickelungszustand, so haben wir diese Vierheit, physischen Leib, Ätherleib, astralischen Leib und Ich, als eine ineinandergefügte Notwendigkeit. Wenn wir dann in der Nacht diesen Menschen im Bette liegen sehen, und da nur der physische Leib und der Ätherleib im Bette liegen, so hat gewissermaßen dieser im Bette liegende Mensch den Wert einer Pflanze. Denn die Pflanze, wie sie uns in der äußeren Welt erscheint, besteht ja aus dem physischen Leib und dem Äther- oder Lebensleib; sie hat in sich keinen astralischen Leib und kein Ich. Dadurch unterscheidet sie sich vom Tier und vom Menschen. Das’Tier erst hat einen astralischen Leib, und der Mensch erst hat ein Ich in sich. Daher können wir sagen: Vom Abend bis zum Morgen liegen im Bette der physische Leib und der Ätherleib vom Menschen; da ist er gleichsam ein Wesen wie eine Pflanze und doch wieder nicht wie eine Pflanze. Das müssen wir uns klarmachen.
[ 3 ] Now there is one thing we must make particularly clear to ourselves today. When we have a human being before us in their present state of development, we see this fourfold nature—the physical body, the etheric body, the astral body, and the I—as an interwoven necessity. When we then see this person lying in bed at night—and since only the physical body and the etheric body are lying in bed—this person lying in bed has, so to speak, the status of a plant. For the plant, as it appears to us in the outer world, consists of the physical body and the etheric or life body; it has neither an astral body nor an “I” within itself. This is what distinguishes it from animals and humans. Only animals have an astral body, and only humans possess an “I” within themselves. Therefore, we can say: From evening until morning, the human’s physical body and etheric body lie in bed; there, the human is, as it were, a being like a plant and yet, at the same time, not like a plant. We must make this clear to ourselves.
[ 4 ] Wenn eine freie Wesenheit, eine selbständige Wesenheit heute existiert, die keinen astralischen Leib und kein Ich hat, die bloß besteht aus physischem Leib und Ätherleib, dann muß sie aussehen wie eine Pflanze, dann muß sie eine Pflanze sein. Der Mensch ist aber, wenn er im Bette liegt, über den Wert der Pflanze hinausgewachsen, weil er im Laufe der Entwickelung zu seinem physischen Leib und seinem Ätherleib hinzufügte den astralischen Leib, den Träger von Lust und Leid, Freude und Schmerz, von Trieb, Begierde und Leidenschaft, und hinzufügte den Ichträger. Jedesmal aber, wenn ein höheres Glied zu einer Wesenheit hinzugefügt wird, ändert sich auch bei dieser Wesenheit alles an den niederen Gliedern. Würde man zu der Pflanze, wie sie uns heute als ein Wesen draußen in der Natur entgegentritt, hinzufügen einen astralischen Leib, würde ein astralischer Leib die Pflanze nicht bloß oben umsäumen, sondern sie durchdringen, so würde das, was wir in der Pflanzensubstanz die Pflanze durchdringen sehen, tierisches Fleisch werden müssen. Denn der eindringende astralische Leib verwandelt eben die Pflanze so, daß die Substanz tierisches Fleisch wird. Und entsprechend ähnlich müßte die Pflanze umgestaltet werden, wenn sie in der physischen Welt ein Ich in sich hätte. Daher können wir auch sagen: Wenn wir ein Wesen vor uns haben, das wie der Mensch nicht nur den physischen Leib hat, sondern unsichtbare, höhere, übersinnliche Glieder seiner Natur, so finden sich die übersinnlichen Glieder in den niedersten Gliedern ausgedrückt. So wie Ihre inneren Seeleneigenschaften oberflächlich ausgedrückt sind in Ihren Gesichtszügen, in Ihrer Physiognomie, so ist Ihr physischer Leib auch ein Ausdruck für die Arbeit des astralischen Leibes und des Ich. Und der physische Leib stellt nicht nur sich selbst dar, sondern er stellt auch einen physischen Ausdruck dar der physisch unsichtbaren Glieder des Menschen.
[ 4 ] If a free being, an independent being, exists today that has neither an astral body nor an “I,” but consists solely of a physical body and an etheric body, then it must look like a plant; it must be a plant. But when a human being lies in bed, he has outgrown the status of a plant, because in the course of evolution he added to his physical body and his etheric body the astral body—the bearer of pleasure and suffering, joy and pain, of instinct, desire, and passion—and added the bearer of the “I.” But every time a higher member is added to a being, everything in the lower members of that being also changes. If one were to add an astral body to the plant as it appears to us today as a being out in nature—if an astral body were not merely to surround the plant from above but to permeate it—then what we see permeating the plant’s substance would have to become animal flesh. For the penetrating astral body transforms the plant in such a way that its substance becomes animal flesh. And the plant would have to be transformed in a similarly corresponding way if it possessed an “I” within itself in the physical world. Therefore, we can also say: When we have before us a being that, like the human being, possesses not only a physical body but also invisible, higher, supersensible aspects of its nature, these supersensible aspects are expressed in the lowest members of the being. Just as your inner soul qualities are superficially expressed in your facial features, in your physiognomy, so your physical body is also an expression of the workings of the astral body and the “I.” And the physical body does not merely represent itself; it also represents a physical expression of the physically invisible aspects of the human being.
[ 5 ] So ist des Menschen Drüsensystem und alles, was wir dazu zählen, ein Ausdruck des Ätherleibes im Menschen. Alles, was wir zum Nervensystem zählen, ist ein Ausdruck des astralischen Leibes, und alles, was wir zum Blutsystem zählen, ein Ausdruck seines Ichträgers. Also im physischen Leibe selber haben wir wieder eine Vierheit zu unterscheiden, und nur der, welcher einer grobsinnlichen Weltanschauung huldigt, kann die verschiedenen Substanzen im menschlichen physischen Leibe als gleichwertig bezeichnen. Was uns als Blut durchpulst, ist eine solche Substanz dadurch geworden, daß in dem Menschen ein Ich wohnt. Das Nervensystem ist so gestaltet und von einer solchen Substanz, weil uns im Menschen ein astralischer Leib entgegentritt. Und das Drüsensystem ist so geworden dadurch, daß im Menschen ein Ätherleib ist. Wenn Sie das beachten, werden Sie leicht einsehen, daß im Grunde genommen das Menschenwesen vom Abend, wo der Mensch einschläft, bis zum Morgen, wo er aufwacht, ein in sich widerspruchsvolles Wesen ist. Man möchte sagen, es sollte eine Pflanze sein, ist aber doch keine Pflanze. Denn eine Pflanze hat nicht in ihrer physischen Substanz den Ausdruck des astralischen Leibes, das Nervensystem, und auch nicht den Ausdruck des Ichs, das Blutsystem. Eine solche physische Wesenheit, wie es der Mensch ist, mit Drüsen-, Nerven- und Blutsystem, kann nur bestehen, wenn in ihr sich findet ein Ätherleib, ein astralischer Leib und ein Ich.
[ 5 ] Thus, the human glandular system—and everything we include in it—is an expression of the etheric body within the human being. Everything we include in the nervous system is an expression of the astral body, and everything we include in the circulatory system is an expression of the ego-bearer. Thus, within the physical body itself, we must again distinguish a fourfold structure, and only those who adhere to a gross, materialistic worldview can regard the various substances in the human physical body as equivalent. What pulses through us as blood has become such a substance precisely because an “I” dwells within the human being. The nervous system is structured as it is and consists of such a substance because an astral body is present within the human being. And the endocrine system has come to be as it is because there is an etheric body within the human being. If you consider this, you will easily see that, fundamentally speaking, the human being is a contradictory entity from the evening, when the person falls asleep, until the morning, when the person wakes up. One might say it should be a plant, yet it is not a plant. For a plant does not have, within its physical substance, the expression of the astral body—the nervous system—nor the expression of the “I”—the circulatory system. A physical being such as the human being, with glandular, nervous, and circulatory systems, can exist only if it contains an etheric body, an astral body, and an “I.”
[ 6 ] Nun verlassen Sie aber als Mensch in bezug auf Ihren astralischen Leib und Ihr Ich in der Nacht Ihren physischen Leib und Ihren Ätherleib. Sie verlassen sie sozusagen schnöde, machen sie zu einem in sich widerspruchsvollen Wesen. Wenn hier nichts Geistiges geschehen würde von Ihrem Einschlafen an bis zum Aufwachen und Sie bloß Ihren astralischen Leib und Ihr Ich herausziehen würden aus physischem Leib und Ätherleib, dann würden Sie Ihr Nerven- und Ihr Blutsystem am Morgen zerstört finden, denn die können nicht bestehen, wenn sie nicht einen astralischen Leib und ein Ich in sich haben. Daher geschieht, wahrnehmbar für das hellseherische Bewußtsein, das Folgende.
[ 6 ] But as a human being, you leave your physical body and your etheric body at night with regard to your astral body and your “I.” You leave them, so to speak, callously, turning them into a being full of internal contradictions. If nothing spiritual were to take place from the moment you fall asleep until you wake up, and you were merely to withdraw your astral body and your “I” from your physical body and etheric body, then you would find your nervous and circulatory systems destroyed in the morning, for they cannot survive unless they contain an astral body and an “I.” Therefore, the following occurs, perceptible to the clairvoyant consciousness.
[ 7 ] In demselben Maße, als sich Ich und astralischer Leib herausziehen, sieht der Hellseher, wie ein göttliches Ich und ein göttlicher astralischer Leib hineintreten in den Menschen. In der Tat ist auch in der Nacht, vom Einschlafen des Menschen bis zum Aufwachen, ein astralischer Leib und ein Ich, oder wenigstens ein Ersatz dafür, im physischen Leibe und Ätherleibe. Wenn des Menschen Astralisches sich herauszieht, zieht ein höheres Astralisches in den Menschen hinein, um ihn zu erhalten bis zum Aufwachen, und ebenso ein Ersatz für das Ich. Daraus sehen Sie also, daß im Bereiche unseres Lebens, in der Sphäre unseres Lebens, noch andere Wesenheiten am Werke sind, als sich zunächst innerhalb der physischen Welt zum Ausdruck bringen. In der physischen Welt bringen sich zum Ausdruck die Mineralien, die Pflanzen, die Tiere, die Menschen. Diese Menschen sind zunächst innerhalb unserer physischen Sphäre die höchsten der Wesenheiten. Sie allein haben einen physischen Leib, einen Ätherleib, einen astralischen Leib und ein Ich.
[ 7 ] As the ego and the astral body withdraw, the clairvoyant sees a divine ego and a divine astral body entering the human being. In fact, even at night—from the moment a person falls asleep until they wake up—an astral body and a “I,” or at least a substitute for them, are present in the physical body and the etheric body. When a person’s astral body withdraws, a higher astral body enters the person to sustain them until they awaken, as does a substitute for the “I.” From this you can see, then, that within the realm of our life, in the sphere of our existence, other beings are at work besides those that initially manifest themselves within the physical world. In the physical world, minerals, plants, animals, and human beings express themselves. Within our physical sphere, these human beings are, at first glance, the highest of all beings. They alone possess a physical body, an etheric body, an astral body, and an “I.”
[ 8 ] Aus der Tatsache, daß in der Nacht der astralische Leib und das Ich sich herausziehen aus physischem Leib und Ätherleib, daraus können Sie entnehmen, daß der astralische Leib und das Ich eine gewisse Selbständigkeit heute noch haben, daß sie sozusagen sich absondern und eine gewisse Zeit des alltäglichen Lebens so abgesondert von dem physischen und ätherischen Träger leben können.
[ 8 ] From the fact that, at night, the astral body and the “I” withdraw from the physical body and the etheric body, you can infer that the astral body and the “I” still possess a certain degree of independence today, that they separate, so to speak, and can live for a certain period of their daily lives in this way, separated from the physical and etheric vehicles.
[ 9 ] Es zeigt sich uns also in der Nacht folgendes. Ebenso wie der menschliche physische Leib und der menschliche Ätherleib bei Tag Träger sind des menschlichen Ich und des menschlichen astralischen Leibes — also gerade der innerlichsten Glieder des Menschen -, werden sie des Nachts Träger oder Tempel von höheren astralischen und Ich-Wesenheiten. Jetzt sehen wir das, was im Bette liegt, anders an, denn darinnen ist ja auch vorhanden ein Astralisches, aber ein göttlich-geistiges Astralisches, und auch ein Ich, aber ein göttlich-geistiges Ich. Wir können in gewisser Weise sagen: Während der Mensch schläft in bezug auf seinen astralischen Leib und sein Ich, wachen in ihm und erhalten aufrecht das Gefüge seiner Organisation diese Wesenheiten, die nun auch zum Bereiche unseres Lebens gehören, die einziehen in unseren physischen Leib und Ätherleib, wenn wir diese letzteren verlassen. Eine solche Tatsache kann uns viel lehren; und insbesondere, wenn wir sie zusammenhalten mit gewissen Beobachtungen des Hellsehers, kann sie uns manchen Aufschluß geben über die Entwickelung des Menschen. Wir wollen gerade diese Tatsache des Unterschiedes zwischen Wachen und Schlafen einmal mit den großen geistigen Entwickelungstatsachen in Zusammenhang bringen.
[ 9 ] Thus, the following becomes apparent to us at night. Just as the human physical body and the human etheric body serve as vessels for the human “I” and the human astral body during the day—that is, for the innermost aspects of the human being—so, at night, they become vessels or temples for higher astral and “I” entities. Now we view what lies in bed differently, for within it there is also an astral aspect—but a divine-spiritual astral aspect—and also an “I”—but a divine-spiritual “I.” In a certain sense, we can say: While the human being sleeps with regard to his astral body and his “I,” these beings—which now also belong to the realm of our life and which enter our physical body and etheric body when we leave the latter—are awake within him and maintain the structure of his organization. Such a fact can teach us a great deal; and especially when we consider it in conjunction with certain observations made by clairvoyants, it can provide us with valuable insight into human development. Let us now relate this very fact—the difference between waking and sleeping—to the great facts of spiritual development.
[ 10 ] Zwar erscheinen des Menschen astralischer Leib und des Menschen Ich als die höchsten, als die innerlichsten Glieder der Menschennatur, aber keineswegs zeigen sie sich als die vollkommensten. Vollkommener als der astralische Leib ist ja schon für eine oberflächliche Betrachtung der physische Leib. Ich habe ja auch hier schon vor zwei Jahren darauf hingewiesen, wie der physische Leib des Menschen uns immer bewundernswerter erscheint in bezug auf sein ganzes Gefüge, je mehr wit in ihn hineinschauen. An dem Wunderbau des menschlichen Herzens und des menschlichen Gehirnes kann nicht nur der Verstand sein raffiniertes intellektuelles Erkenntnisbedürfnis befriedigen, wenn er sie anatomisch untersucht, sondern derjenige, der mit seiner Seele an sie herangeht, empfindet sein ästhetisches und moralisches Gefühl gehoben, wenn er sich sagen kann, welche erhabenen, weisheitsvollen Einrichtungen in diesem physischen Leibe sind.
[ 10 ] Although the human astral body and the human “I” appear to be the highest, the most inner aspects of human nature, they by no means reveal themselves to be the most perfect. Even a superficial observation reveals that the physical body is more perfect than the astral body. Indeed, I pointed out here two years ago how the human physical body appears increasingly marvelous to us in terms of its entire structure the more deeply we look into it. The marvelous structure of the human heart and the human brain not only satisfies the mind’s refined intellectual need for knowledge when examined anatomically, but also elevates the aesthetic and moral sensibilities of those who approach them with their soul, enabling them to recognize the sublime, wisdom-filled mechanisms contained within this physical body.
[ 11 ] So weit ist der astralische Leib heute noch nicht. Er ist der Träger von Lust und Leid, Trieben, Begierden und Genüssen und so weiter, und wir müssen uns sagen, daß der Mensch in bezug auf seine Begierden zu allerlei Dingen in der Welt greift, die durchaus nicht dazu dienen, die weisheitsvollen und kunstvollen Einrichtungen des Herzens oder des Gehirnes zu fördern. Durch seine Genußsucht sucht sich der Mensch Befriedigung zu verschaffen durch Dinge, die, wie der Kaffee, Herzgifte oder ähnliches sind. Darin liefert er den Beweis, daß der astralische Leib Sehnsucht hat nach Genüssen, die zum Beispiel den weisheitsvollen Einrichtungen im menschlichen Herzen schädlich sind: Jahrzehnte hindurch hält das Herz stand gegen solche Herzgifte, die der Mensch aus der Genußsucht seines astralischen Leibes heraus zu sich nimmt. Daraus können Sie sehen, daß der physische Leib vollkommener ist als der astralische. Wenn auch in der Zukunft der astralische Leib einmal ungleich vollkommener sein wird, heute ist der physische Leib in seiner Entwickelung am vollkommensten. Das rührt davon her, daß der physische Leib in der Tat das älteste ist unter den Gliedern der menschlichen Natur. Er stellt den Beweis dar, daß an diesem physischen Leibe schon gearbeitet wurde, lange bevor unsere Erde entstanden ist.
[ 11 ] The astral body has not yet reached that stage. It is the vehicle of pleasure and pain, instincts, desires, and pleasures, and so on, and we must recognize that, driven by his desires, man reaches for all sorts of things in the world that do not in the least serve to promote the wise and artful workings of the heart or the brain. Through his lust for pleasure, man seeks to satisfy himself with things that, like coffee, are poisons to the heart or similar. In doing so, he provides proof that the astral body yearns for pleasures that are, for example, harmful to the wisdom-filled faculties of the human heart: for decades, the heart withstands such poisons that a person ingests out of the astral body’s craving for pleasure. From this you can see that the physical body is more perfect than the astral body. Even if, in the future, the astral body will one day be far more perfect, today the physical body is the most perfect in its development. This stems from the fact that the physical body is, in fact, the oldest of the components of human nature. It serves as proof that work had already been done on this physical body long before our Earth came into being.
[ 12 ] Das, was die heutige, aus bloßen materialistischen Vorstellungen herausgewachsene Weltentstehungslehre sagt, ist ja weiter nichts als eine materialistische Phantasie; ob sie nun Kant-Laplacesche Theorie oder als irgendeine neuere 'Theorie so oder so genannt wird, darauf kommt es nicht an. Um das äußere Gefüge unseres Weltsystems zu begreifen, dazu sind diese materialistischen Phantasien allerdings von Nutzen, aber sie taugen nicht, wenn wir das, was höher ist als die äußeren Augenbilder, begreifen wollen.
[ 12 ] What today’s theory of the origin of the world—which has grown out of purely materialistic notions—says is, after all, nothing more than a materialistic fantasy; whether it is called the Kant-Laplace theory or some other recent “theory,” it makes no difference. These materialistic fantasies are certainly useful for understanding the external structure of our world system, but they are of no use if we wish to comprehend that which is higher than the external images perceived by the eyes.
[ 13 ] Die geistige Forschung zeigt uns, daß ebenso, wie der Mensch von Verkörperung zu Verkörperung geht, auch ein Weltkörper wie unsere Erde früher in uralten Zeiten andere Gestaltungen, andere planetarische Zustände durchgemacht hat. Ehe unsere Erde geworden ist, war sie in einem anderen planetarischen Zustand. Sie war das, was man in der Geistesforschung den «alten Mond» nennt. Das ist nicht der heutige Mond, sondern ein Vorfahr unserer Erde als planetarische Wesenheit. Und ebenso, wie sich der Mensch von einer früheren Verkörperung in die heutige hineinentwickelt hat, so hat unsere Erde sich von dem alten Mond zur Erde entwickelt. Der alte Mond ist gleichsam eine vorhergehende Verkörperung der Erde. Wiederum eine vorhergehende Verkörperung des alten Mondes ist die Sonne, nicht die heutige Sonne, sondern auch wieder ein Vorfahr unserer heutigen Erde. Und endlich ein Vorfahr dieser alten Sonne ist der alte Saturn. Diese früheren Zustände hat unsere Erde durchgemacht: einen Saturnzustand, einen Sonnenzustand, einen Mondenzustand. Und jetzt ist sie in ihrem Erdenzustand angekommen.
[ 13 ] Spiritual research shows us that, just as human beings pass from one incarnation to the next, a celestial body such as our Earth also underwent different forms and different planetary states in ancient times. Before our Earth came into being, it existed in a different planetary state. It was what is called the “old Moon” in spiritual research. This is not the Moon we know today, but an ancestor of our Earth as a planetary entity. And just as human beings have evolved from an earlier incarnation into their present one, so our Earth has evolved from the old Moon into the Earth. The old Moon is, as it were, a preceding incarnation of the Earth. In turn, a previous incarnation of the old Moon is the Sun—not the Sun we know today, but yet another ancestor of our present-day Earth. And finally, an ancestor of this old Sun is the old Saturn. Our Earth has passed through these earlier states: a Saturn state, a Sun state, and a Moon state. And now it has arrived at its Earth state.
[ 14 ] Der erste Keim zu unserem physischen Leibe ist auf dem alten Saturn gelegt worden. Wir könnten auch sagen: Nichts von alledem, was heute den Menschen umgibt, nichts von unserem gegenwärtigen Tierreich, Pflanzenreich, nichts von unserem heutigen Mineralreich war auf diesem uralten Weltenkörper vorhanden, den wir als den alten — nicht als den heutigen — Saturn bezeichnen. Aber es war vorhanden auf ihm die erste Anlage des heutigen physischen Menschenleibes. Dieser physische Menschenleib bestand in ganz anderer Weise als heute. Er war dazumal im ersten Keimzustande vorhanden, und dann entwickelte er sich während der Saturnentwickelung. Und als diese zu Ende war, da ging der alte Saturn ebenso durch eine Art Weltennacht hindurch, wie der Mensch durch ein Devachan geht, um zu einer nächsten Verkörperung zu kommen. Und dann wurde der Saturn Sonne.
[ 14 ] The first seed of our physical body was sown on ancient Saturn. We could also say: None of what surrounds human beings today—nothing from our present animal kingdom, plant kingdom, or mineral kingdom—existed on that ancient world body which we call the ancient—not the present—Saturn. But the first germ of the present physical human body was present there. This physical human body existed in a completely different form than it does today. It existed at that time in its earliest embryonic state, and then it developed during the evolution of Saturn. And when this evolution came to an end, the ancient Saturn passed through a kind of cosmic night, just as a human being passes through Devachan to reach the next incarnation. And then Saturn became the Sun.
[ 15 ] Und wie die Pflanze aus dem Keim entsteht, so erstand nun wiederum auf der alten Sonne der physische Menschenleib. Nach und nach wurde dieser physische Menschenleib durchdrungen von einem Äther- oder Lebensleib, so daß also auf der Sonne zu der Keimanlage des physischen Leibes hinzukam der Äther- oder Lebensleib. Der Mensch war keine Pflanze, aber er hatte den Wert einer Pflanze. Er bestand aus physischern Leib und Ätherleib, und sein Bewußtsein dazumal war ähnlich dem Schlafbewußtsein oder ähnlich dem Bewußtsein, das die ganze Pflanzendecke der physischen Welt um uns herum heute hat. Das Sonnendasein ging zu Ende; wiederum kam eine Weltennacht, oder wenn wir so sagen wollen, ein Welten-Devachan. Nachdem die Sonne durchgegangen war durch dieses Welten-Devachan, verwandelte sie sich in den alten Mondenzustand.
[ 15 ] And just as a plant arises from a seed, so too did the physical human body arise on the ancient Sun. Little by little, this physical human body was permeated by an etheric or life body, so that on the Sun, the etheric or life body was added to the embryonic form of the physical body. Man was not a plant, but he had the value of a plant. He consisted of a physical body and an etheric body, and his consciousness at that time was similar to the consciousness of sleep or similar to the consciousness that the entire plant kingdom of the physical world around us possesses today. The solar existence came to an end; once again, a world night ensued—or, if we may put it that way, a world Devachan. After the Sun had passed through this world Devachan, it transformed into the ancient lunar state.
[ 16 ] Und wiederum sprießen diejenigen Teile der menschlichen Wesenheit hervor, die schon auf Saturn und Sonne da waren: des Menschen physischer Leib und Ätherleib. Und hinzu kam während der Mondenentwickelung der astralische Leib. Jetzt hatte der Mensch physischen Leib, Ätherleib und astralischen Leib. Sie sehen daraus, daß der physische Leib, nachdem er auf dem Saturn entstanden war, auf dem Monde bereits seinen dritten Zustand durchmachte. Der Ätherleib ist auf der Sonne dazugekommen, er wurde jetzt zu einer zweiten Vollkommenheitsstufe heraufgehoben. Der astralische Leib, der eben erst hinzugekommen war, stand auf dem Monde auf seiner ersten Stufe.
[ 16 ] And once again, those parts of the human being that had already existed on Saturn and the Sun began to emerge: the human physical body and etheric body. And during the Moon phase, the astral body was added. Now the human being had a physical body, an etheric body, and an astral body. From this you can see that the physical body, having originated on Saturn, was already undergoing its third stage of development on the Moon. The etheric body was added on the Sun; it had now been raised to a second stage of perfection. The astral body, which had only just been added, was at its first stage on the Moon.
[ 17 ] Nun geschieht auf dem Monde etwas, was während Saturn und Sonne nicht geschehen konnte. Während die Saturn- und Sonnenentwickelung den Menschen als ein verhältnismäßig einheitliches Wesen enthielt, trat in einem bestimmten Zustand der alten Mondenentwickelung folgendes auf. Es spaltete sich der ganze Weltenkörper in zwei Glieder: in eine Sonne und in einen Nebenplaneten dieser Sonne, in den Mond. Während wir also bei der Saturnentwickelung gewissermaßen von einer planetarischen Entwickelung sprechen, und ebenso auch bei der Sonne, sprechen wir bei dem Monde nur für die erste Zeit dieser Mondenentwickelung von eiser Entwickelung. Das kommt daher, weil zuerst alles, was unsere Erde, Sonne und Mond ist, in diesem einen alten Weltenkörper in einem Zustande beisammen war. Dann entstehen zwei Körper. Was da als Sonne entsteht, ist nicht unsere Sonne, noch auch die alte Sonne, die wir vorhin erwähnt haben. Es ist ein besonderer Zustand, der von dem alten Monde als ein Sonnenzustand sich aussonderte, und es entsteht daneben ein außerhalb dieser Sonne befindlicher, diese Sonne umkreisender Planet, den wir wiederum nun den «alten Mond» nennen. Welches ist nun der Sinn dieser Spaltung unseres Erdenvorgängers während der alten Mondenentwickelung ?
[ 17 ] Now something happens on the Moon that could not have happened during the Saturn and Sun periods. While the Saturn and Sun stages of development encompassed human beings as relatively unified beings, the following occurred at a certain stage of the ancient Moon’s development. The entire world body split into two parts: a Sun and a satellite of that Sun, the Moon. So while we speak, so to speak, of a planetary evolution in the case of Saturn’s evolution—and likewise in the case of the Sun—we speak of a lunar evolution only during the early phase of the Moon’s evolution. This is because, at first, everything that constitutes our Earth, Sun, and Moon was united in this single ancient world body. Then two bodies emerge. What emerges there as the Sun is neither our Sun nor the ancient Sun we mentioned earlier. It is a distinct state that separated from the ancient Moon as a solar state, and alongside it, a planet emerged—located outside this Sun and orbiting it—which we now call the “ancient Moon.” What, then, is the significance of this division of our Earth’s predecessor during the ancient Moon’s evolution?
[ 18 ] Der Sinn dieser Spaltung ist der, daß mit der Sonne, die sich abspaltete, die höheren Wesenheiten und die feineren Substanzen aus der ganzen Masse herausgingen, als Sonne herausgingen. Die gröberen Substanzen und die niederen Wesenheiten blieben bei dem alten Monde zurück. So haben wir jetzt während der alten Monden-Entwickelung statt eines Weltenkörpers zwei Körper: einen Sonnenkörper, der höhere Wesenheiten beherbergt, und einen Mondenkörper, der niedere Wesenheiten beherbergt. Wäre das Ganze zusammengeblieben und die Spaltung nicht geschehen, dann hätten gewisse Wesenheiten, die sich auf dem abgespaltenen Monde entwickelten, das Tempo der Sonnenwesen nicht mitmachen können. Sie waren nicht reif dazu. Sie mußten daher die gröberen Substanzen absondern und sich einen gesonderten Schauplatz bauen. Aber auch die höheren Wesenheiten hätten mit diesen gröberen Substanzen nicht vereinigt bleiben können; das würde ihren schnelleren Fortschritt gehemmt haben. Auch sie brauchten einen besonderen Schauplatz der Entwickelung, und das war die Sonne.
[ 18 ] The significance of this separation is that, when the Sun split off, the higher beings and the finer substances departed from the entire mass, emerging as the Sun. The coarser substances and the lower beings remained with the old Moon. Thus, during the development of the ancient Moon, we now have two bodies instead of one: a solar body that harbors higher beings, and a lunar body that harbors lower beings. If the whole had remained together and the separation had not occurred, certain beings that developed on the separated Moon would not have been able to keep pace with the solar beings. They were not ready for it. They therefore had to separate the coarser substances and build a separate arena for themselves. But even the higher beings could not have remained united with these coarser substances; that would have hindered their faster progress. They, too, needed a special arena for their development, and that was the Sun.
[ 19 ] Schauen wir uns jetzt die Wesenheiten an, die sich auf der alten Sonne finden nach der Abspaltung, und diejenigen, die den alten Mond nach der Abspaltung bewohnen. Wir wissen ja, daß während des Saturnzustandes der physische Menschenleib veranlagt worden ist, daß auf der Sonne hinzugekommen ist der Ätherleib, und auf dem Monde der astralische Leib. Nun waren diese menschlichen Wesenheiten, oder wenn wir so sagen dürfen, diese Urmenschen auf dem Monde in der Tat mit dem abgespaltenen Monde gegangen. Sie waren es eben, die nicht mitmachen konnten die rasche Entwickelung der Sonnenwesen, jener Wesenheiten, die sich mit der Sonne abgespalten hatten und die nun innerhalb der feineren Substanzen und Materie auf der Sonne lebten. Daher vergröberten sich auch diese Menschenwesen während der Mondenentwickelung. Wir finden also während der Mondenentwickelung den Menschen in einem Zustand, wo er besteht aus physischem Leib, Ätherleib und astralischem Leib. Er hatte also jene Stufe der Entwickelung, welche das heutige Tier hat. Auch das Tier hat physischen Leib, Ätherleib und astralischen Leib. Nur dürfen Sie sich nicht vorstellen, daß der Mensch auf dem alten Mond wirklich ein Tier gewesen wäre. Die Gestalt des Menschen auf dem alten Monde schaute ganz anders aus als das irdische Tierwesen heute. Sie würde Ihnen sehr phantastisch erscheinen, wenn ich sie Ihnen schildern wollte. Also wir finden sozusagen von unserem heutigen Menschen auf diesem alten Monde Vorfahren, welche physischen Leib, Ätherleib und astralischen Leib hatten, und die, nachdem sich das Ganze von der Sonne abgespalten hat, diese Glieder verhärten, in sich gröber machen, als es geschehen wäre, wenn sie bei der Sonne geblieben wären.
[ 19 ] Let us now consider the beings found on the ancient Sun after the separation, and those who inhabit the ancient Moon after the separation. We know, of course, that during the Saturn stage the physical human body was formed; on the Sun, the etheric body was added; and on the Moon, the astral body. Now these human beings—or, if we may say so, these primordial humans on the Moon—had in fact gone with the separated Moon. It was precisely they who were unable to keep pace with the rapid development of the solar beings—those entities that had separated with the Sun and now lived within the finer substances and matter on the Sun. Consequently, these human beings also became coarser during the Moon’s evolution. Thus, during the Moon’s evolution, we find humanity in a state where it consists of a physical body, an etheric body, and an astral body. It had, therefore, reached the same stage of development that today’s animals have. Animals, too, have a physical body, an etheric body, and an astral body. But you must not imagine that human beings on the ancient Moon were actually animals. The form of the human being on the ancient Moon looked quite different from that of today’s earthly animal. It would seem very fantastical to you if I were to describe it to you. So, we find, so to speak, ancestors of our present-day human beings on this ancient Moon who possessed a physical body, an etheric body, and an astral body, and who, after the whole system had separated from the Sun, allowed these bodies to harden and become coarser within themselves than would have been the case had they remained with the Sun.
[ 20 ] Nun hatte aber das, was sich mit der Sonne abgespalten hatte, auch diese dreifache Entwickelung durchgemacht: Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung. Nur ging alles dieses sozusagen die Sonnenrichtung, während die Vorfahren der Menschen die Mondenrichtung gingen. Bei diesen Wesenheiten, die mit der Sonne mitgegangen sind, können wir ebenso ein Dreigliedriges unterscheiden, das durchaus parallel geht mit der Dreigliedrigkeit des Menschen. Auch auf der Sonne waren Wesenheiten, die es sozusagen zu drei Gliedern gebracht hatten. Nur, statt daß sie diese drei Glieder nach der Abspaltung zur Vergröberung getrieben hatten, waren die drei Glieder jetzt zur Verfeinerung gekommen. Denken Sie sich den Vorgang so: Nach der Abspaltung werden die menschlichen Vorfahren gröbere Wesenheiten, als sie früher waren, sie verhärten sich. Die entsprechenden Wesenheiten auf der Sonne dagegen verfeinern sich.
[ 20 ] Now, however, what had separated from the Sun had also undergone this threefold development: the Saturn, Sun, and Moon phases. Only, all of this followed, so to speak, the direction of the Sun, while the ancestors of humankind followed the direction of the Moon. In these beings who went with the Sun, we can likewise distinguish a threefold structure that runs entirely parallel to the threefold structure of the human being. On the Sun, too, there were beings who had, so to speak, attained three members. Only, instead of having driven these three members toward coarsening after the separation, the three members had now come to refinement. Imagine the process this way: After the separation, the human ancestors became coarser beings than they had been before; they hardened. The corresponding beings on the Sun, on the other hand, became more refined.
[ 21 ] Was aus dem Menschen dadurch geworden ist, daß er während der Mondenentwickelung einen astralischen Leib bekommen hat, das bringt ihn in einer gewissen Weise herunter zur Stufe der Tierheit. Die Wesenheiten, die das nicht mitmachen, die sich die feineren Substanzen zur Sonne heraufholen, die verfeinern sich. Wie also sich der Mensch auf dem Monde verhärtet, so entstehen auf der Sonne Wesenheiten von einer hohen Geistigkeit. Diese Geistigkeit bezeichnet man in der Geisteswissenschaft als die Gegenbilder dessen, was sich auf dem Monde entwickelte.
[ 21 ] What has become of the human being as a result of having acquired an astral body during the lunar phase of evolution brings him, in a certain sense, down to the level of animality. The beings who do not go along with this—who draw the finer substances up toward the Sun—become more refined. Just as human beings harden on the Moon, so beings of a high spiritual nature arise on the Sun. In spiritual science, this spirituality is described as the counter-images of what developed on the Moon.
[ 22 ] Auf dem Monde entwickelten sich die Menschen sozusagen zum Wert des Tieres, obwohl sie keine Tiere waren. Nun hat man immer mit einer gewissen Berechtigung da, wo Tierisches auftritt, Tiere verschiedener Stufen unterschieden. Die Tier-Menschen auf dem Monde traten ganz wesentlich verschieden in drei Stufen auf, die man in der Geisteswissenschaft bezeichnet als die Stufe des «Stieres», des «Löwen» und des « Adlers». Das sind gleichsam typische Gestaltungen der Tierheit. Es waren also auf dem alten Monde drei verschiedene Gruppierungen: Stier-Menschen, Löwen-Menschen und Adler-Menschen. Wenn wir auch mit diesen Namen durchaus nicht die heutigen Tiere Stier, Löwe und Adler bezeichnen dürfen, so ist doch in einer gewissen Weise die herabgekommene Natur jener Urmenschen, die man auf dem Monde als Löwen-Menschen bezeichnen muß, in den Katzenarten ausgedrückt. Und in dem Charakter der Huftiere ist ausgedrückt die herabgekommene Natur derjenigen Menschen, die man als Stier-Menschen bezeichnet, und so weiter. Das war die vergröberte Natur nach einer dreistufigen Entwickelung. Auf der Sonne aber waren die geistigen Gegenbilder davon vorhanden. Da waren auch drei Gruppen. Während die Entwickelung des Astralischen auf dem Monde diese drei verschiedenen Tier-Menschen bildete, entstanden die entsprechenden geistigen Menschen auf der Sonne, und zwar als engelartige Wesenheiten, geistige Wesenheiten, die man auch bezeichnet - jetzt aber als geistige Gegenbilder - als Löwe, Adler und Stier. Wenn Sie also nach der Sonne hinblicken, so haben Sie geistige Wesenheiten, von denen Sie sich sagen: Sie stellen mir dar die schönen, weisheitgestalteten Urbilder! Und auf dem alten Mond haben Sie etwas wie verhärtete Abbilder dessen, was da oben auf der Sonne ist. Aber es gibt noch etwas, was dahinter als ein Geheimnis ruht.
[ 22 ] On the Moon, human beings developed, so to speak, into the level of animals, even though they were not animals. Now, wherever animal characteristics appear, people have always distinguished—with some justification—between animals of different levels. The animal-people on the Moon appeared in three distinctly different stages, which spiritual science designates as the stages of the “Bull,” the “Lion,” and the “Eagle.” These are, as it were, typical manifestations of animality. There were thus three distinct groups on the ancient Moon: Bull-people, Lion-people, and Eagle-people. Although we certainly must not use these names to refer to the modern animals—the bull, the lion, and the eagle—the degenerate nature of those primordial human beings, whom we must describe as Lion-people on the Moon, is nevertheless expressed in a certain way in the feline species. And the character of the ungulates expresses the degenerated nature of those human beings who are referred to as bull-people, and so on. This was the coarsened nature resulting from a three-stage evolution. On the Sun, however, the spiritual counterparts of these existed. There were also three groups. While the development of the astral on the Moon formed these three different animal-men, the corresponding spiritual human beings arose on the Sun—namely, as angelic beings, spiritual beings whom one also designates—but now as spiritual counterparts—as the lion, the eagle, and the bull. So when you look toward the Sun, you see spiritual beings of whom you say to yourself: They represent to me the beautiful, wisdom-shaped archetypes! And on the ancient Moon, you have something like solidified reflections of what is up there on the Sun. But there is still something else that lies behind this as a mystery.
[ 23 ] Diese Abbilder unten aufdem Mond sind nicht ohne Zusammenhang mit ihren geistigen Gegenbildern auf der Sonne. Da haben wir auf dem alten Mond eine Gruppe von Urmenschen, die Stier-Menschen, oben auf der Sonne eine Gruppe von Geistwesen, die man als die StierGeister bezeichnet, und es besteht ein geistiger Zusammenhang zwischen Urbild und Abbild. Denn die Gruppenseele ist das Urbild und wirkt als Urbild auf die Abbilder. Die Kräfte gehen von der Gruppenseele aus und dirigieren unten das Abbild: der Löwen-Geist dirigiert die Wesenheiten, die als Löwen-Menschen sein Abbild sind, der AdlerGeist die Adler-Menschen und so weiter. Wären diese Geister, die da oben sind, mit der Erde vereinigt geblieben, wären sie gebunden geblieben an ihre Abbilder, hätten sie in ihren Abbildern wohnen müssen, so hätten sie sich nicht rühren können, hätten die Kräfte nicht ausüben können, die sie ausüben mußten zum Heil und zur Entwickelung der Abbilder. Sie mußten sich sagen: Wir müssen jetzt in einem höheren Stile sorgen für das, was sich auf dem Monde entwickeln muß! Der Stier-Geist sagte sich: Ich muß sorgen für die Stier-Menschen. Auf dem Monde unten kann ich für mein eigenes Fortkommen nicht die Bedingungen finden. Dazu muß ich auf der Sonne wohnen und muß von der Sonne aus meine Kräfte herunterschicken zu den Stier-Menschen. Ebenso war es mit dem Löwen-Geist und ebenso mit dem Adler-Geist. So ist der Sinn der Entwickelung. Gewisse Wesenheiten brauchten einen höheren Schauplatz als die Wesenheiten, die sozusagen ihr physisches Abbild waren. Diese physischen Abbilder brauchten einen niederen, minderen Schauplatz. Damit die geistigen Wesenheiten wirken konnten, mußten sie sich die Sonne herauszichen und von außen her ihre Kräfte niedersenden. So also sehen wir, wie auf der einen Seite eine Entwickelung sozusagen heruntergeht, auf der anderen Seite eine Entwickelung hinaufsteigt.
[ 23 ] These images on the Moon are not unrelated to their spiritual counterparts on the Sun. On the ancient Moon, we find a group of primordial human beings—the Taurus humans—and on the Sun, a group of spiritual beings known as the Taurus spirits; there is a spiritual connection between the archetype and the image. For the group soul is the archetype and acts as such upon the images. The forces emanate from the group soul and direct the image below: the Lion Spirit directs the beings who, as Lion-People, are its image; the Eagle Spirit directs the Eagle-People, and so on. If these spirits, who are up there, had remained united with the Earth, if they had remained bound to their images, if they had had to dwell within their images, they would not have been able to move, nor would they have been able to exert the forces they needed to exert for the salvation and development of the images. They had to say to themselves: We must now, in a higher way, provide for what must develop on the Moon! The Spirit of Taurus said to itself: “I must care for the Taurus people. Down on the Moon, I cannot find the conditions necessary for my own advancement. To do so, I must dwell on the Sun and send my powers down from the Sun to the Taurus people.” It was the same with the Spirit of Leo and the same with the Spirit of the Eagle. Such is the meaning of evolution. Certain beings required a higher realm than the beings who were, so to speak, their physical counterparts. These physical counterparts required a lower, more limited realm. In order for the spiritual beings to act, they had to choose the Sun and send down their powers from outside. Thus we see how, on the one hand, evolution moves downward, so to speak, while on the other hand, it moves upward.
[ 24 ] Nun geht die Entwickelung des alten Mondes weiter. Dadurch, daß die geistigen Wesenheiten von außen auf ihre Abbilder wirken, vergeistigen sie den Mond, so daß er sich später wieder mit der Sonne vereinigen kann. Die Urbilder nehmen wieder die Abbilder auf, saugen sie gleichsam auf. Es bildet sich wieder ein Welten-Devachan, eine Weltennacht. -— Man nennt das auch ein «Pralaya», während man jene Zustände, wie Saturn, Sonne, Mond, « Manvantaras » nennt. — Nach dieser Weltennacht geht aus dem Dunkel des Weltenschoßes hervor unser Erdenzustand, der dazu berufen ist, den Menschen so weit zu bringen, daß er zu dem physischen, Äther- und astralischen Leib noch das Ich oder den Ichträger hinzufügen kann.
[ 24 ] Now the evolution of the ancient Moon continues. By acting upon their images from the outside, the spiritual beings spiritualize the Moon, so that it may later reunite with the Sun. The archetypes once again absorb the images, soaking them up, as it were. A world Devachan, a world night, forms once more. — This is also called a “Pralaya,” while those states—such as Saturn, the Sun, and the Moon—are called “Manvantaras.” — Following this cosmic night, our earthly state emerges from the darkness of the cosmic womb; it is destined to bring humanity to the point where it can add the “I” or the “I-bearer” to the physical, etheric, and astral bodies.
[ 25 ] Aber jetzt muß alles das noch einmal wiederholt werden, was sich früher schon entwickelt hat. Das ist ein kosmisches Gesetz: wenn irgendein höherer Zustand entstehen soll, muß vorher wiederholt werden, was früher schon da war. Zuerst mußte die Erde also noch einmal durchmachen den alten Saturnzustand. Noch einmal entwickelte sich wie aus dem Weltenkeim heraus die erste Anlage zu dem physischen Leib. Dann kommt eine Wiederholung des Sonnenzustandes und eine Wiederholung des Mondenzustandes.
[ 25 ] But now everything that has already developed in the past must be repeated once more. This is a cosmic law: if any higher state is to come into being, what was there before must first be repeated. First, then, the Earth had to pass through the old Saturn state once more. Once again, the first rudiments of the physical body developed, as it were, from the world-germ. Then comes a repetition of the Solar state and a repetition of the Lunar state.
[ 26 ] Noch sind Sonne, Erde und Mond zu einem Körper vereinigt. Dann tritt eine Wiederholung dessen ein, was früher schon geschehen war: es spaltet sich die Sonne wieder ab. Wiederum gehen mit der Sonne heraus jene höheren Wesenheiten, die diesen höheren Schauplatz der Entwickelung brauchen. Sie nehmen mit sich die feineren Substanzen, damit sie sich darinnen eben ihren Weltenschauplatz begründen können. Also es trennt sich von der Erde, die damals noch den Mond in ihrem Leib hatte, die Sonne und nimmt jene Wesenheiten mit, die reif sind, auf der Sonne ihr weiteres Fortkommen zu finden. Sie können sich denken, daß unter diesen Wesenheiten vor allen Dingen diejenigen waren, die früher als die Urbilder funktioniert hatten. Alle diese Wesenheiten, welche während der alten Mondenzeit die richtige Reife erlangt hatten, die schritten vorwärts und konnten infolgedessen nicht mehr in den gröberen Substanzen und Wesenheiten wohnen, welche die Erde plus Mond in sich hatte. Sie mußten sich loslösen, mußten sich auf der neuen Sonne, der heutigen Sonne, ein neues Dasein begründen.
[ 26 ] The Sun, Earth, and Moon are still united as a single body. Then a repetition of what had happened before takes place: the Sun splits off again. Once more, those higher beings who need this higher stage of development depart with the Sun. They take the finer substances with them so that they may establish their own world within them. Thus, the Sun separates from the Earth—which at that time still held the Moon within its body—and takes with it those beings who are ready to continue their development on the Sun. You can imagine that among these beings were, above all, those who had previously functioned as the archetypes. All these beings, who had attained the proper maturity during the ancient Lunar Age, moved forward and, as a result, could no longer dwell within the coarser substances and beings that the Earth and Moon contained. They had to detach themselves and establish a new existence on the new Sun—the Sun of today.
[ 27 ] Was waren das für Wesenheiten? Es waren die Nachkommen derjenigen Wesenheiten, die schon auf der Sonne während des alten Mondenzustandes sich entwickelt hatten als Stier-Geist, Löwen-Geist und Adler-Geist. Und die höchsten, die fortgeschrittensten von ihnen, das waren solche, die die Natur von Adler, Löwe und Stier in sich vereinigt hatten zu einer harmonischen Einheit. Die fortgeschrittensten geistigen Wesenheiten, die jetzt auf der Sonne ihren Wohnplatz nahmen, das waren die Wesenheiten, welche man bezeichnen kann als « MenschenUrbilder», als «Geistes-Menschen » im eigentlichen Sinne. Also denken Sie sich, daß unter jenen geistigen Wesenheiten, die während der alten Mondenzeit auf der Sonne als Stier-Geist, Adler-Geist, LöwenGeist zu finden waren, es solche gegeben hat, die eine höhere Stufe der Entwickelung erlangt hatten. Sie sind die eigentlichen Geistes-Menschen, die jetzt auf der Sonne vorzugsweise ihren Wohnplatz einnehmen. Sie sind sozusagen geistige Gegenbilder dessen, was sich da unten auf derabgetrennten Erde plus Mond entwickelt. Da unten entwickeln sich aber die Nachkommen derjenigen Gestalten, die auf dem alten Monde waren. Nun können Sie sich denken: Da schon auf dem alten Monde in einer gewissen Beziehung eine Verdichtung, eine Verhärtung dieser Wesenheiten eingetreten war, so mußten jetzt die Nachkommen dieser Wesenheiten des alten Mondes erst recht mit der Anlage zur Verdichtung, zur Verhärtung, zur Vertrocknung erscheinen. Es tritt in der Tat für den abgespaltenen Teil, der dazumal Erde plus Mond enthielt, eine traurige, öde Zeit ein. Oben auf der Sonne ein immer frischeres und regeres Entwickeln, ein immer volleres Leben - unten auf der Erde Traurigkeit, Öde, eine immer mehr und mehr hervortretende Verhärtung.
[ 27 ] What kind of beings were these? They were the descendants of those beings who had already developed on the Sun during the ancient lunar phase as the Bull Spirit, the Lion Spirit, and the Eagle Spirit. And the highest, the most advanced among them, were those who had united within themselves the nature of the eagle, the lion, and the bull into a harmonious unity. The most advanced spiritual beings who now took up residence on the Sun were the beings who can be described as “archetypes of humanity,” as “spiritual human beings” in the true sense of the word. So imagine that among those spiritual beings who, during the ancient Lunar Age, were to be found on the Sun as the Spirit of the Bull, the Spirit of the Eagle, and the Spirit of the Lion, there were some who had attained a higher stage of development. They are the true spiritual human beings who now primarily reside on the Sun. They are, so to speak, the spiritual counterparts of what is developing down below on the separated Earth and Moon. Down below, however, the descendants of those beings who were on the ancient Moon are developing. Now you can imagine: Since a certain densification and hardening of these beings had already occurred on the old Moon, the descendants of these beings from the old Moon were now all the more likely to appear with a predisposition toward densification, hardening, and withering. Indeed, a sad, desolate time begins for the separated part that once contained the Earth and the Moon. Above, on the Sun, there is an ever fresher and more vigorous development, an ever fuller life—below, on Earth, sadness, desolation, and a hardening that becomes increasingly pronounced.
[ 28 ] Nun trat etwas ein, was allein die Weiterentwickelung möglich gemacht hat: Das, was der heutige Mond ist, spaltete sich heraus aus dem gemeinsamen Weltenkörper Erde plus Mond, und das, was heute Erde ist, blieb zurück. Damit gingen die gröbsten Substanzen heraus, die die Erde in eine völlige Verhärtung hineingetrieben hätten, und die Erde wurde befreit von dem, was sie zur völligen Verödung gebracht hätte.
[ 28 ] Now something occurred that alone made further development possible: what is now the Moon split off from the combined world body of Earth and Moon, and what is now the Earth remained behind. With this, the coarsest substances—which would have driven the Earth into complete hardening—were removed, and the Earth was freed from what would have led to its complete desolation.
[ 29 ] Im Beginn also unserer Erdenentwickelung war die Erde mit der heutigen Sonne und dem heutigen Monde vereinigt. Wäre die Erde bei der Sonne geblieben, so hätte der Mensch nie zu der heutigen Entwickelung kommen können; er hätte nicht Schritt halten können mit einer Entwickelung, wie sie die Wesen auf der Sonne brauchten. Da oben entwickelte sich nicht der Mensch, wie er auf der Erde lebt; da entwickelte sich ein geistiges Urbild des Menschen, wovon im Grunde genommen der heutige Mensch, wie er uns in der physischen Gestalt entgegentritt, nur ein Abbild ist. Wäre aber anderseits der Mond in der Erde geblieben, so wäre der Mensch allmählich vertrocknet, wäre mumifiziert worden und hätte keine Entwickelungsmöglichkeit auf der Erde gefunden. Die Erde wäre ein öder, trockener Weltenkörper geworden. Statt der Menschenkörper, wie sie heute auf der Erde sind, wäre etwas entstanden wie tote Denkmäler, die wie vertrocknete Menschen herausgewachsen wären aus dem Erdengrund. Das wurde verhindert, indem der Mond sich herausspaltete und mit den gröbsten Stoffen in den Weltenraum hinausging. Dadurch entstand auf der Erde die Möglichkeit, daß zu dem, was in den Nachkommen der Gestalten des alten Mondes als physischer, Äther- und astralischer Leib vorhanden war, in entsprechender Weise das Ich hinzukam, so daß der Mensch gerade dadurch die Befruchtung mit dem Ich erleben konnte, daß die Kräfte von Sonne und Mond von außen wirkten und sich da die Waage hielten.
[ 29 ] At the very beginning of our Earth’s evolution, the Earth was united with the Sun and Moon as we know them today. Had the Earth remained with the Sun, humankind would never have been able to reach its present stage of development; it would not have been able to keep pace with the kind of evolution required by the beings on the Sun. Up there, humanity did not develop as it does on Earth; rather, a spiritual archetype of humanity developed, of which modern humanity—as it appears to us in physical form—is, in essence, merely a reflection. On the other hand, had the Moon remained with the Earth, humanity would have gradually withered away, become mummified, and found no possibility for development on Earth. The Earth would have become a barren, arid celestial body. Instead of human bodies as they exist on Earth today, something like lifeless monuments would have arisen, growing out of the Earth’s soil like withered human figures. This was prevented when the Moon split off and ventured out into space along with the coarsest substances. This created the possibility on Earth that the “I” could be added in a corresponding way to what was already present in the descendants of the beings of the ancient Moon—namely, the physical, etheric, and astral bodies—so that human beings could experience the fertilization by the “I” precisely because the forces of the Sun and Moon acted from the outside and maintained a balance there.
[ 30 ] Auf der Erde fand der Mensch seine Weiterentwickelung. Was vom alten Mond herübergekommen war, das stellte in einer gewissen Beziehung eine Entwickelung nach unten dar, in einen niederen Zustand hinein. Jetzt aber empfing er eine neue Anfeuerung, einen Antrieb nach oben. Während dieser ganzen Zeit entwickelten sich die entsprechenden geistigen Wesenheiten, die sich mit der Sonne abgespalten hatten, immer weiter und weiter.
[ 30 ] On Earth, humankind continued its evolution. What had come over from the ancient Moon represented, in a certain sense, a downward evolution into a lower state. Now, however, humanity received a new impetus, a drive upward. Throughout this entire period, the corresponding spiritual beings—who had separated from the Sun—continued to evolve further and further.
[ 31 ] Was war dadurch möglich geworden, daß sich der Mond von der Erde abgespalten hatte? Das können Sie sich leicht denken, wenn Sie einen Vergleich gebrauchen. Denken Sie sich einmal, wir hätten vor uns einen Block von hartem Eisen, und, sagen wit, wir seien Menschen von mittlerer Muskelstärke. Wir klopfen und klopfen und wollen das Eisen breit klopfen, wir können ihm aber keine Form beibringen. Erst wenn wir die Substanz durch Schmelzen weich machen, dann können wir sie formen. So etwas war mit der Erde eingetreten, nachdem die gröbsten Substanzen mit dem Monde herausgegangen waren. Jetzt konnten die Erdenwesen geformt werden. Jetzt griffen jene Wesenheiten aufs neue ein, die auf der Sonne ihren Schauplatz hatten, und die bereits während des alten Mondzustandes von der Sonne aus auf den alten Mond als die Gruppenseelen eingegriffen hatten. Vor der Mondabtrennung waren die Substanzen zu dicht. Jetzt machten sich diese Wesenheiten geltend, die ihren Schauplatz auf der Sonne hatten, machten sich als Kräfte geltend, die den Menschen nach und nach in seiner heutigen Gestalt ausgestalteten und bildeten.
[ 31 ] What became possible as a result of the Moon breaking away from the Earth? You can easily imagine this if you use a comparison. Imagine, for a moment, that we have a block of hard iron in front of us, and—let’s say—we are people of average muscular strength. We hammer and hammer, trying to flatten the iron, but we cannot shape it. Only when we soften the substance by melting it can we form it. Something like this had happened to the Earth after the coarsest substances had separated from it along with the Moon. Now the Earth’s beings could be formed. Now those beings intervened once more who had their sphere of activity on the Sun, and who had already intervened from the Sun onto the old Moon as group souls during the old lunar phase. Before the separation of the Moon, the substances were too dense. Now these beings, who had their sphere of activity on the Sun, made themselves felt as forces that gradually shaped and formed human beings into their present form.
[ 32 ] Betrachten wir das ein bißchen genauer. Denken Sie, Sie hätten sich auf diesen alten Weltenkörper stellen können, der aus Erde plus Mond bestand. Da würden Sie gesehen haben draußen die Sonne. Wären Sie auch noch hellseherisch gewesen, so würden Sie die geistigen Wesenheiten gesehen haben, die wir vorhin geschildert haben. Auf der Erde würden Sie gesehen haben eine Art von Verhärtung, von Verödung, und Sie hätten sich sagen können: Ringsumher ist nichts als Verödung. Alles scheint tot zu sein auf der Erde. Die Kräfte der Sonne können nicht Einfluß gewinnen auf das, was sich vorbereitet, ein großes Leichenerdenfeld zu werden. - Und dann hätten Sie es erlebt, wie die Mondmasse sich heraussonderte aus der Erde. Weich und bildsam und plastisch wären die Substanzen der Erde geworden, und nun hätten Sie sich sagen können: Alles ist bildsam und plastisch geworden; die Kräfte, die von der Sonne heruntergehen, finden jetzt wieder die Möglichkeit, zu wirken. Da hätten Sie gesehen, wie jetzt die Stier-Geister wieder Einfluß gewinnen konnten auf die Menschenwesen, die Abbilder dieser Stier-Geister waren, und ebenso bei den Löwen-Geistern und bei den Adler-Geistern. Und Sie hätten sich gesagt: Draußen ist der Mond. Er hat seinen schädlichen Einfluß dadurch gedämpft, daß er herausgegangen ist und jetzt nur noch von der Ferne her wirkt. Dadurch hat er die Erde fähig gemacht, daß die geistigen Wesenheiten wieder auf sie wirken können.
[ 32 ] Let’s take a closer look at this. Imagine you could have stood on that ancient celestial body, which consisted of the Earth and the Moon. From there, you would have seen the Sun out in the distance. If you had also possessed clairvoyant abilities, you would have seen the spiritual beings we described earlier. On Earth, you would have seen a kind of hardening, a desolation, and you might have said to yourself: All around there is nothing but desolation. Everything on Earth seems to be dead. The forces of the Sun cannot exert any influence on what is preparing to become a vast field of dead earth. - And then you would have witnessed how the lunar mass separated from the Earth. The substances of the Earth would have become soft, malleable, and plastic, and then you might have said to yourself: Everything has become malleable and plastic; the forces descending from the Sun now have the opportunity to act once more. Then you would have seen how the Taurus spirits were now able to regain their influence over human beings—who were the images of these Taurus spirits—and likewise with the Leo spirits and the Eagle spirits. And you would have said to yourself: Out there is the Moon. It has tempered its harmful influence by moving away and now acting only from a distance. In this way, it has enabled the Earth to allow the spiritual beings to act upon it once more.
[ 33 ] Morgen werden wir sehen, was für ein Bild sich dem Hellseher darbietet, wenn er aus der Akasha-Chronik die weiter zurückliegenden Bilder der Entwickelung in der Vergangenheit verfolgt.
[ 33 ] Tomorrow we will see what kind of picture presents itself to the clairvoyant when he traces the more distant images of past evolution in the Akashic Records.
[ 34 ] Wir blicken zurück zum alten Saturnzustand und sagen uns: da ist gebildet worden die erste Anlage zum physischen Leibe des Menschen. Was wir heute als physische Leibesgestaltung ansehen, das bildete sich auf dem Saturn zuerst wie aus dem Weltenchaos heraus. Dann kam der Sonnenzustand. Zu der ersten Gestalt des physischen Leibes kam hinzu der Ätherleib. Auf dem alten Monde kam hinzu das astralische Element, sowohl bei denjenigen Gestalten, die sich auf dem abgespaltenen Monde weiter entwickelten, als auch bei den Geistern auf der abgespaltenen Sonne. Auf dem Monde leben die auf Tierwert stehenden Abbilder, auf der Sonne leben die geistigen Urbilder. Auf der Erde endlich hat sich allmählich ein Zustand herausgebildet, durch den der Mensch fähig wurde, wieder das in sich aufzunehmen, was während der Mondentwickelung als astralisches Element auf der Sonne sich entwickelt hat und das nun in ihm als Kraft wirkte. Und jetzt verfolgen wir diese vier Zustände, wie sie uns geschildert werden im Johannes-Evangelium.
[ 34 ] We look back to the ancient Saturn stage and tell ourselves: that is where the first rudiments of the human physical body were formed. What we regard today as the physical body first took shape on Saturn, as it were, out of the chaos of the universe. Then came the Sun stage. The etheric body was added to the first form of the physical body. On the ancient Moon, the astral element was added, both to the forms that continued to develop on the separated Moon and to the spirits on the separated Sun. On the Moon live the images at the level of the animal realm; on the Sun live the spiritual archetypes. Finally, on Earth, a state gradually emerged through which human beings became capable of once again assimilating within themselves what had developed on the Sun as the astral element during the Moon’s evolution and which now acted within them as a force. And now let us trace these four states as they are described to us in the Gospel of John.
[ 35 ] Diejenige hohe Kraft, welche aus dem Weltenchaos heraus während der Saturnentwickelung den geistigen Keim zur physischen Menschengestalt liefert, nennt der Schreiber des Johannes-Evangeliums den «Logos». Was auf der Sonne hinzukam und sich dem eingliederte, was auf dem Saturn entstanden war, nennt er das «Leben», — was wir in entsprechender Weise den Äther- oder Lebensleib nennen. Was auf dem Monde hinzukam, nennt er das «Licht», denn es ist das geistige Licht, das astralische Licht. Dieses astralische Licht bewirkt auf dem abgespaltenen Monde eine Verhärtung, auf der Sonne selber eine Vergeistigung. Was als ein Vergeistigtes entstanden war, das konnte sich weiterentwickeln und entwickelte sich auch weiter. Und als die Sonne sich auf der Erde neuerdings abspaltete, da schien das, was sich auf der dritten Stufe entwickelt hatte, in den Menschen hinein. Aber der Mensch war da noch nicht fähig, das zu schauen, was da von der Sonne hineinschien. Es gestaltete am Menschen, wirkte als Kraft, schauen aber konnte der Mensch es nicht.
[ 35 ] The author of the Gospel of John calls the supreme force—which, emerging from the chaos of the universe during the Saturn evolution, provides the spiritual seed for the physical human form—the “Logos.” He calls that which emerged on the Sun and became integrated with what had arisen on Saturn the “Life”—what we correspondingly call the etheric or life body. What was added on the Moon, he calls the “Light,” for it is the spiritual light, the astral light. This astral light brings about a hardening on the separated Moon and a spiritualization on the Sun itself. What had come into being as a spiritualized entity was able to develop further and did indeed continue to develop. And when the Sun split off from the Earth once more, what had developed on the third stage shone into human beings. But human beings were not yet capable of perceiving what was shining into them from the Sun. It shaped the human being, acted as a force, but human beings could not perceive it.
[ 36 ] Was wir uns so als das Wesentliche der Saturnentwickelung klargemacht haben, das sprechen wir jetzt aus mit den Worten des JohannesEvangeliums:
[ 36 ] What we have thus come to understand as the essence of Saturn's evolution, we now express in the words of the Gospel of John:
«Im Urbeginne war der Logos.»
“In the very beginning was the Logos.”
[ 37 ] Nun gehen wir zur Sonne. Sprechen wir den Tatbestand aus, wie das, was auf dem Saturn entstanden war, auf der Sonne sich weiterentwickelte, so sagen wir: Der Ätherleib kam hinzu:
[ 37 ] Now let us turn to the Sun. If we describe the facts of how what had arisen on Saturn continued to develop on the Sun, we say: The etheric body was added:
«Und der Logos war das Leben.»
“And the Logos was life.”
[ 38 ] Auf dem Monde kam hinzu die astralische Wesenheit, sowohl bei der körperlichen wie auch bei der geistigen Art:
[ 38 ] On the Moon, the astral entity was added, both in its physical and spiritual forms:
«In dem belebten Logos wurde das Licht.»
“In the living Word, the light came to be.”
[ 39 ] Das Licht entwickelt sich weiter, auf der einen Seite zum hellseherischen Licht, als sich die Sonne von der Erde abspaltete, auf der anderen Seite mit dem Menschen zur Finsternis. Denn als er das Licht aufnehmen sollte, da verstand er, der die Finsternis war, das Licht nicht.
[ 39 ] Light continues to evolve: on the one hand, toward clairvoyant light, as the Sun separated from the Earth; on the other hand, toward darkness along with humanity. For when he was to receive the light, he—who was darkness—did not understand the light.
[ 40 ] So lesen wir, wenn wir das Johannes-Evangelium beleuchten aus der Akasha-Chronik heraus, in folgender Weise über die Weltentwickelung:
[ 40 ] When we examine the Gospel of John in light of the Akashic Records, we read the following about the evolution of the world:
[ 41 ] Im Urbeginne während der Saturnentwickelung war alles entstanden aus dem Logos. Während der Sonnenentwickelung war in dem Logos das Leben. Und aus dem belebten Logos entstand während der Mondentwickelung das Licht. Und aus dem leuchtend-belebten Logos entstand während der Erdentwickelung auf der Sonne das Licht in einer erhöhten Gestalt, die Menschen aber in einem Zustande der Finsternis. Und von der Sonne schienen die Wesenheiten, welche die fortgeschrittenen Stier-, Löwen-, Adler- und Menschen-Geister waren, als Licht herunter auf die Erde in die sich bildenden Gestalten der Menschen. Die waren aber die Finsternis und konnten das Licht, das da herunterschien, nicht begreifen. -— Nur dürfen wir uns darunter nicht das physische Licht vorstellen, sondern das Licht, das die Summe der Ausstrahlungen der geistigen Wesenheiten war, der Stier-, Löwen-, Adler- und Menschen-Geister, welche die Fortsetzung der geistigen Entwickelung des Mondes waren. - Was herunterströmte, war das geistige Licht. Die Menschen konnten es nicht aufnehmen, verstanden es nicht. Sie wurden in ihrer ganzen Entwickelung dadurch gefördert, aber ohne daß sie ein Bewußtsein dafür hatten:
[ 41 ] In the very beginning, during the Saturn evolution, everything arose from the Logos. During the Sun evolution, life was present in the Logos. And from the animated Logos, light arose during the Moon evolution. And from the luminous and animate Logos, during the Earth’s evolution on the Sun, light emerged in a higher form, while human beings emerged in a state of darkness. And from the Sun, the beings—who were the advanced spirits of the Bull, the Lion, the Eagle, and humanity—shone down as light upon the Earth into the forming human forms. But they were in darkness and could not comprehend the light that shone down upon them. — We must not, however, imagine this as physical light, but rather as the light that was the sum of the radiations of the spiritual beings—the spirits of the bull, the lion, the eagle, and humanity—who were the continuation of the Moon’s spiritual evolution. - What streamed down was the spiritual light. Human beings could not absorb it; they did not understand it. It promoted their entire development, but without them being conscious of it:
«Das Licht schien in die Finsternis, aber die Finsternis konnte das Licht nicht begreifen.»
“The light shone in the darkness, but the darkness could not comprehend the light.”
[ 42 ] So stellt paradigmatisch der Schreiber des Johannes-Evangeliums diese großen Wahrheiten hin. Und diejenigen, welche solches wußten, die wurden von jeher genannt die «Diener» oder «Priester des Logos, wie er von Urbeginn war». Ein solcher Priester oder Diener des Logos, wie er von Urbeginn war, der spricht also. Im Lukas-Evangelium finden wir im Grunde genau dasselbe in der Einleitung. Versuchen Sie einmal, mit richtigem Verständnis zu lesen, was der Schreiber des LukasEvangeliums sagt. Er will Nachricht geben von den Dingen, die von Anfang an geschehen sind, « wie uns das gegeben haben, die es von Anfang selbst gesehen, und Diener des Wortes gewesen sind».
[ 42 ] This is how the writer of the Gospel of John presents these great truths in a paradigmatic way. And those who knew such things have always been called the “servants” or “priests of the Logos, as he was from the beginning.” Such a priest or servant of the Logos, as He was from the beginning, is the one speaking here. In the Gospel of Luke, we find essentially the same thing in the introduction. Try reading with proper understanding what the author of the Gospel of Luke says. He intends to report on the events that took place from the beginning, “as they were handed down to us by those who saw them from the beginning and were servants of the Word.”
[ 43 ] Und wir glauben daran, daß Diener des Wortes oder des Logos diese Urkunden geschrieben haben. Wir lernen daran glauben, wenn wir aus der eigenen geistigen Forschung sehen, wie die Dinge waren, wenn wir sehen, wie durch Saturn, Sonne und Mond unsere Erdentwickelung wird. Wenn wir dann in den umfassenden Worten des Johannes-Evangeliums und in den Worten des Lukas-Evangeliums sehen, daß wir das unabhängig von jeder Urkunde wiederfinden können, dann lernen wir diese Urkunden wieder schätzen und sagen uns: Sie sind uns ein Dokument dafür, daß sie hingeschrieben sind von solchen, die in der geistigen Welt lesen konnten, und sie sind uns ein Verständigungsmittel mit denen, die in der Vorzeit gelebt haben. Wir schauen ihnen in gewisser Beziehung ins Auge und sagen: Wir erkennen euch! - indem wir das, was sie erkannt haben, wiederfinden in der Geisteswissenschaft.
[ 43 ] And we believe that servants of the Word or the Logos wrote these documents. We come to believe this when, through our own spiritual research, we see how things were, when we see how our Earth’s evolution is shaped by Saturn, the Sun, and the Moon. When we then see in the comprehensive words of the Gospel of John and in the words of the Gospel of Luke that we can rediscover this independently of any written record, we learn to appreciate these texts once again and say to ourselves: They are evidence to us that they were written by those who could read in the spiritual world, and they are a means of communication for us with those who lived in ancient times. In a certain sense, we look them in the eye and say: “We recognize you!”—as we rediscover in spiritual science what they had recognized.
