Donate books to help fund our work. Learn more→

The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

DONATE

The Gospel of St. John
in comparison with the other three Gospels,
particularly the Gospel of Luke
GA 112

27 June 1909, Kassel

Translate the original German text into any language:

Vierter Vortrag

Fourth Lecture

[ 1 ] Die gestrige Betrachtung hat ihren Ausgangspunkt davon genommen, daß im alltäglichen Menschenleben ein solcher Wechsel der Zustände im Menschen eintritt, daß der Mensch während der Nacht, vom Abend, wo er einschläft, bis morgens, wo er aufwacht, seinen physischen Leib und seinen Äther- oder Lebensleib im Bette liegen hat, und daß draußen ist außer dem Bette, was wir astralischen Leib und Ich nennen. Zu gleicher Zeit mußten wir aber betonen, daß das, was im Bette liegen bleibt physischer Leib und Ätherleib -, nicht weiterbestehen könnte, wenn nicht ein göttlich-geistiges Astralisches und ein göttlich-geistiges Ich hineindringen würde. Mit anderen Worten: Der Wechsel in diesen Zuständen des menschlichen Lebens im Alltag besteht darin, daß der Mensch des Abends, wenn er einschläft, mit seinem menschlichen Ich und seinem menschlichen Astralleib seinen physischen Leib und Ätherleib verläßt, daß dafür aber einziehen in diesen physischen Leib und Ätherleib göttlich-geistige astralische Wesenheiten und göttlich-geistige Ich-Wesenheiten. Im Tageszustande ist es dann so, daß der Mensch selber mit seinem astralischen Leib und seinem Ich seinen physischen Leib und Ätherleib ausfüllt. Das war das eine, was wir gestern an die Spitze unserer Betrachtung stellten.

[ 1 ] Yesterday’s reflection began with the observation that in everyday human life, such a change of states occurs within the human being that, during the night—from the evening, when one falls asleep, until the morning, when one wakes up—one’s physical body and one’s etheric or life body remain in bed, while outside the bed lies what we call the astral body and the I. At the same time, however, we had to emphasize that what remains in bed—the physical body and the etheric body—could not continue to exist if a divine-spiritual astral body and a divine-spiritual “I” did not enter into them. In other words: The change in these states of human life in everyday existence consists in the fact that in the evening, when a person falls asleep, they leave their physical and etheric bodies with their human “I” and their human astral body; in their place, however, divine-spiritual astral beings and divine-spiritual “I” beings enter these physical and etheric bodies. During the waking state, the human being himself fills his physical and etheric bodies with his astral body and his I. That was the point we placed at the beginning of our discussion yesterday.

[ 2 ] Das andere aber war das, was wir gewonnen haben dutch eine umfassende Betrachtung unserer ganzen menschlichen Entwickelung durch die früheren Verkörperungen unserer Erde — Saturn, Sonne, Mond hindurch. Wir haben auch Einzelheiten aus dieser umfassenden Betrachtung besprochen. Es hat sich uns ergeben, daß in bezug auf den Fortschritt unseres Erdenplaneten eine Spaltung seit der Mondenentwickelung eingetreten ist, daß gewisse Wesenheiten, die sozusagen niedere, mindere Substanzen brauchten zur Weiterentwickelung, sich abspalteten mit dem alten Mond, und daß sich höhere Wesenheiten geistigerer Art als eine ältere Form der Sonnenentwickelung abgespaltet haben.

[ 2 ] The other, however, was what we gained through a comprehensive view of our entire human evolution through the earlier incarnations of our Earth—Saturn, the Sun, and the Moon. We have also discussed details from this comprehensive view. It has become clear to us that, with regard to the progress of our Earth planet, a division has occurred since the Moon phase; that certain beings, who needed, so to speak, lower, less refined substances for their further development, split off with the ancient Moon; and that higher beings of a more spiritual nature split off as an earlier form of the Sun’s development.

[ 3 ] Wir haben dann gesehen, wie sich beide Teile später wieder verbunden haben, wie sie gemeinsam durch ein Welten-Devachan oder Pralaya durchgegangen und dann zur Erdentwickelung gekommen sind. Diese Erdentwickelung ist wiederum so verlaufen, daß eine Wiederholung der Sonnenabspaltung eintrat, so daß wir eine Zeitlang Erde plusMond als einen gröberen, dichteren Körper, und die Sonne mit höheren, erhabeneren Wesenheiten als einen besonderen, feineren Körper haben. Wir haben gesehen, daß die Erde, wenn sie mit der Mondensubstanz verbunden geblieben wäre, hätte veröden, verhärten müssen, daß alles Leben auf ihr erstorben oder, besser gesagt, mumifiziert wäre. Es mußte zu einer bestimmten Zeit der Mond mit dem, was er heute in sich schließt, herausgeworfen werden aus der Erdentwickelung. Dadurch trat gleichsam mit dem, was sich als menschliche Wesenheit entwickeln sollte, ein Verjüngungsprozeß ein. Wir haben gesehen, wie die erhabenen Wesenheiten, die auf der Sonne ihren Fortschritt genommen hatten, nicht einwirken konnten auf die menschlichen Substanzen und Wesenheiten, bevor der Mond sich abgespalten hatte, daß sie dann aber verjüngend wieder auf sie wirken konnten, so daß die eigentliche Menschheitsentwickelung erst möglich war von dem Zeitpunkt an, wo sich der Mond von der Erde abgetrennt hatte. Diese Mondabspaltung bedeutet etwas ungeheuer Wichtiges für die ganze Entwickelung, und wir wollen sie heute noch genauer ins Auge fassen. Vorerst aber wollen wir nur darauf aufmerksam machen, wie sich die beiden Ausgangspunkte unserer gestrigen Betrachtung sozusagen zusammenschließen.

[ 3 ] We then saw how both parts later reunited, how they passed together through a World Devachan or Pralaya, and then came to the development of the Earth. This Earth evolution, in turn, proceeded in such a way that a repetition of the Sun’s separation occurred, so that for a time we had the Earth plus the Moon as a coarser, denser body, and the Sun, with higher, more exalted beings, as a distinct, finer body. We have seen that if the Earth had remained connected to the lunar substance, it would have had to become desolate and hardened, and all life on it would have died out—or, rather, become mummified. At a certain point in time, the Moon—with whatever it now contains within itself—had to be cast out of the Earth’s evolution. As a result, a process of rejuvenation set in, as it were, alongside what was to develop as the human being. We have seen how the exalted beings who had made their progress on the Sun could not influence human substances and beings before the Moon had separated; but that they were then able to act upon them again in a rejuvenating way, so that the actual development of humanity was only possible from the moment the Moon had separated from the Earth. This separation of the Moon signifies something immensely important for the entire course of evolution, and we shall examine it in greater detail today. For now, however, we wish only to draw attention to how the two starting points of our discussion yesterday, so to speak, converge.

[ 4 ] Wir sehen uns den Menschen an, wie er während des Tageslebens vor uns steht. Da ist er eine Wesenheit, bestehend aus physischem Leib, Ätherleib, astralischem Leib und Ich. Jetzt sehen wir uns den Menschen an während seines Nachtschlafens, wo er, seinem physischen und Ätherleibe nach, im Bette liegt. Da sieht das hellseherische Bewußtsein, wie höhere Wesenheiten hineinziehen in den physischen Leib und Ätherleib. Wer sind diese Wesenheiten? Es sind eben die Wesenheiten, von denen wir haben sagen können, daß sie ihren Schauplatz im allgemeinen auf der Sonne haben. Das ist keine Unmöglichkeit. Nur wer sich alles Geistige physisch vorstellt und alles Physische anwenden möchte auf die Vorstellungen geistiger Wesenheiten, der allein könnte sagen: Wie können Sonnenwesen, die auf der Sonne wohnen, in der Nacht in einen physischen und ätherischen Menschenleib einziehen? — Für Wesenheiten, die auf einer so erhabenen Höhe stehen, daß sie die Sonne bewohnen, gibt es nicht dieselben räumlichen Bedingungen wie für solche, die in der physischen Welt sind. Solche Wesenheiten können ganz gut die Sonne bewohnen und dennoch ihre Kräfte während der Nacht in den physischen Leib des Menschen hineinsenden. Wir können also sagen: Bei Tage wacht der Mensch, das heißt, er bewohnt seinen physischen Leib und Ätherleib. In der Nacht schläft er, das heißt, er ist außerhalb seines physischen Leibes und seines Ätherleibes. Die Götter oder andere außerirdische Wesenheiten wachen in bezug auf des Menschen physischen Leib und Ätherleib während der Nacht. Wenn das auch eine halb bildliche Redensart ist, so ist sie doch durchaus zutreffend. Wir wissen also, woher die Wesenheiten kommen, die einziehen müssen in unseren physischen Leib und Ätherleib während der Nacht. Und so schließen sich für uns diese beiden Punkte zusammen. Aber wir werden gleich sehen, daß diese Wesenheiten nicht nur in bezug auf das Nachtleben ihre Bedeutung haben, sondern daß sie nach und nach auch Bedeutung gewinnen in bezug auf das Tagesleben. Vorerst aber müssen wir, um uns die ganze Bedeutung des Mondaustrittes aus der Erdentwickelung klarzumachen, noch einiges andere betrachten. Wir wollen heute auch die anderen Wesenheiten, die um uns herum sind, in bezug auf ihre Entstehungsweise betrachten.

[ 4 ] Let us consider the human being as he stands before us in his daily life. There he is a being consisting of a physical body, an etheric body, an astral body, and an “I.” Now let us consider the human being during his nightly sleep, when he lies in bed, his physical and etheric bodies at rest. There, the clairvoyant consciousness sees how higher beings enter the physical body and the etheric body. Who are these beings? They are precisely the beings of whom we have said that they generally have their abode on the Sun. This is not impossible. Only someone who imagines everything spiritual in physical terms and wishes to apply everything physical to conceptions of spiritual beings could say: “How can solar beings who dwell on the Sun enter a physical and etheric human body at night?” — For beings who stand at such a sublime height that they inhabit the Sun, the spatial conditions are not the same as for those who are in the physical world. Such beings can very well dwell on the sun and yet send their powers into the human physical body during the night. We can therefore say: By day, the human being is awake, that is, he inhabits his physical body and etheric body. At night, he sleeps, that is, he is outside his physical body and his etheric body. The gods or other extraterrestrial beings are awake in relation to the human being’s physical and etheric bodies during the night. Although this is a somewhat figurative expression, it is nonetheless entirely accurate. We thus know where the beings come from who must enter our physical and etheric bodies during the night. And so these two points come together for us. But we will soon see that these beings are significant not only in relation to nighttime life, but that they gradually gain significance in relation to daytime life as well. For now, however, in order to understand the full significance of the Moon’s departure from Earth’s evolution, we must consider a few other things. Today we will also examine the other beings around us in terms of how they came into being.

[ 5 ] Wenn wir auf den Saturn noch einmal zurückblicken, können wir sagen: Dieser Saturn besteht nur aus Menschen. Es ist noch kein Tierreich, kein Pflanzenreich und kein Mineralreich auf ihm vorhanden. Die ganze Saturnkugel ist nur aus den ersten Menschenanlagen zusammengesetzt. Wie eine Brombeere aus den einzelnen Beerchen, so war der Saturn aus Menschen zusammengesetzt. Und was zu dem Saturn gehörte, das umgab ihn und wirkte von dem Umkreis her auf den Saturn. Wir fragen uns jetzt einmal: Woher ist denn das gekommen, was dem Menschen auf dem alten Saturn die erste Anlage zu seinem physischen Leibe gegeben hat? In gewisser Beziehung können wir sagen, daß es von zwei Seiten her gekommen ist. Höhere geistige Wesenheiten haben ihre eigene Substanz zunächst ausgegossen. Ein großes Opfer ist auf dem alten Saturn geschehen, und die Wesenheiten, die dieses Opfer vollbracht haben, nennen wir im Sinne der christlichen Esoterik die « Throne». Es kann sich menschliches Denken und selbst menschliches Hellsehen kaum vermessen, hineinzusehen in jene erhabene Entwickelung, die die Throne vorher durchmachen mußten, bevor sie imstande waren, das hinzuopfern, was die erste Anlage bilden konnte für den menschlichen physischen Leib. Versuchen wir, ein wenig zu verstehen, was ein solches Opfer heißt.

[ 5 ] If we look back at Saturn once more, we can say: This Saturn consists solely of human beings. There is as yet no animal kingdom, no plant kingdom, and no mineral kingdom on it. The entire sphere of Saturn is composed solely of the earliest human rudiments. Just as a blackberry is composed of individual berries, so Saturn was composed of human beings. And whatever belonged to Saturn surrounded it and acted upon Saturn from that surrounding sphere. Let us now ask ourselves: Where did that come from which gave human beings on ancient Saturn the first rudiments of their physical bodies? In a certain sense, we can say that it came from two sources. Higher spiritual beings first poured out their own substance. A great sacrifice took place on ancient Saturn, and the beings who performed this sacrifice are called, in the sense of Christian esotericism, the “Thrones.” Human thought—and even human clairvoyance—can scarcely presume to peer into that sublime evolution which the Thrones had to undergo before they were able to sacrifice what could form the first foundation for the human physical body. Let us try to understand a little of what such a sacrifice means.

[ 6 ] Wenn Sie das Ihnen bekannteste Wesen, den Menschen, heute betrachten, werden Sie sagen: Der Mensch, wie er heute ist, fordert gewisse Dinge von der Welt und gibt gewisse Dinge der Welt. Goethe hat das sehr schön in den Worten zusammengefaßt: «Das menschliche Leben verfließt in der Metamorphose zwischen Nehmen und Geben.» Der Mensch muß nicht nur die physische Nahrung von der Außenwelt nehmen, auch sein Verstand muß seine Nahrung aus der Außenwelt schöpfen. Dadurch wächst er und bekommt das, was er zu seiner eigenen Entwickelung braucht. Dadurch entwickelt er aber auch Fähigkeiten, wiederum zu geben, was er an Ideen und Empfindungen und zuletzt an Liebe ausreift. Daß er etwas aus der Welt nimmt, anderes wiederum gibt an die Umgebung, dadurch werden seine Fähigkeiten immer höher und höher. Er wird ein verständiger und intellektueller Mensch, kann Begriffe entwickeln, die er hinopfern kann dem gemeinschaftlichen Menschheitsleben. Es entwickelt der Mensch Gefühle und Empfindungen, die sich zur Liebe umgestalten, und wenn er diese Gefühle und Empfindungen den Mitmenschen darbringt, dann belebt er seine Mitwesen. Wir brauchen uns nur vor die Seele zu rufen, wie belebend die Liebe auf die Mitwesen wirken kann, wie der, der wirklich imstande ist, Liebe auszugießen auf die Mitmenschen, durch seine Liebe allein beleben und trösten und erheben kann. Da hat der Mensch die Gabe, etwas hinzuopfern. Aber wenn wir uns noch soviel erwerben in bezug auf solche Opfermöglichkeit, gegen die der Throne ist es gering. Die Entwickelung aber besteht darin, daß ein Wesen immer mehr und mehr die Fähigkeit erlangt, hinzuopfern, bis es zum Schluß imstande ist, sozusagen die eigene Substanz und Wesenheit hinzuopfern, es als die höchste Seligkeit empfindet, das hinzugeben, was es als Stoff und Substanz entwickelt hat.

[ 6 ] If you look today at the being you know best—the human being—you will say: Human beings, as they are today, demand certain things from the world and give certain things to the world. Goethe summed this up very beautifully in the following words: “Human life flows in a metamorphosis between taking and giving.” Human beings must not only take physical nourishment from the outside world; their intellect, too, must draw its nourishment from the outside world. Through this, they grow and receive what they need for their own development. Through this, however, they also develop the ability to give back—ideas, feelings, and ultimately love. By taking something from the world and giving something else back to his surroundings, his abilities continue to rise higher and higher. He becomes a more discerning and intellectual person, capable of developing concepts that he can offer to the collective life of humanity. Human beings develop feelings and emotions that transform into love, and when they offer these feelings and emotions to their fellow human beings, they enliven them. We need only recall how invigorating love can be for our fellow beings, how one who is truly capable of pouring out love upon others can, through love alone, enliven, comfort, and uplift them. Here, a person possesses the gift of sacrifice. But however much we may still acquire in terms of such capacity for sacrifice, compared to the Throne, it is insignificant. Development, however, consists in a being acquiring more and more of the ability to make sacrifices, until it is finally capable of sacrificing, so to speak, its own substance and essence, and experiences it as the highest bliss to give up what it has developed as matter and substance.

[ 7 ] Es gibt solche hohe Wesenheiten, die dadurch zu einer höheren Stufe des Daseins aufsteigen, daß sie ihre eigene Substanz hinopfern. Ein materialistisches Gemüt wird natürlich wiederum sagen: Wenn Wesenheiten so weit gekommen sind, daß sie ihre eigene Substanz hinopfern, wie können sie da zu einer höheren Stufe aufsteigen? Da opfern sie sich ja selbst, da ist ja von ihnen nichts mehr vorhanden! — Das sagt das materialistische Gemüt, denn es kann nicht begreifen, daß es ein geistiges Dasein gibt, daß ein solches Wesen erhalten bleibt, wenn es das wiederum hingibt, was es nach und nach aufgenommen hat. Die Throne waren auf dem Saturn auf einer solchen Stufe, daß sie ausgießen konnten die Substantialität, die sie sich während der vorherigen Entwickelung angeeignet hatten. Dadurch steigen sie selbst zu einer höheren Stufe der Entwickelung empor. Und was da ausfloß von den Thronen, wie etwa das, was die Spinne aus sich heraussetzt, um ihr Netz zu spinnen, das war zunächst die Grundlage zum Bilden des physischen Menschenleibes. Dann kam noch eine andere Art von Wesenheiten hinzu — nicht so hoch stehend wie die Throne -, die wir die «Geister der Persönlichkeit» nennen, oder die «Urkräfte», «Archai» im Sinne der christlichen Esoterik. Diese Geister der Persönlichkeit durcharbeiteten gleichsam das, was von den Thronen ausgeflossen war. Und aus dem Zusammenwirken dieser beiden Wesenheiten entstand die erste Anlage des physischen Menschenleibes.

[ 7 ] There are such exalted beings who ascend to a higher level of existence by sacrificing their own substance. A materialistic mind will, of course, counter: If beings have reached the point where they sacrifice their own substance, how can they then ascend to a higher level? After all, they are sacrificing themselves—there is nothing left of them! —That is what the materialistic mind says, for it cannot comprehend that a spiritual existence exists, that such a being is preserved even when it gives back what it has gradually absorbed. The Thrones had reached such a stage on Saturn that they were able to pour forth the substance they had acquired during their previous development. Through this, they themselves ascend to a higher stage of development. And what flowed forth from the Thrones—much like what a spider secretes to spin its web—was initially the foundation for the formation of the physical human body. Then another kind of being was added—not as highly evolved as the Thrones—which we call the “spirits of personality,” or the “primordial forces,” “Archaic Forces” in the sense of Christian esotericism. These Spirits of Personality, as it were, worked through what had flowed forth from the Thrones. And from the interaction of these two beings arose the first rudimentary form of the physical human body.

[ 8 ] Während langer Zeiträume wurde diese physische MenschenleibAnlage ausgearbeitet. Dann kam, wie wir gestern schon erwähnt haben, eine Weltennacht oder ein Weltendevachan, und es entstand die zweite Verkörperung der Erde, die Sonnenstufe. Die Menschen kamen wiederum heraus, andere geistige Wesenheiten kamen jetzt hinzu: Das waren die «Feuergeister» oder «Erzengel» im Sinne der christlichen Esoterik, und die «Geister der Weisheit» oder «Kyriotetes». Die hatten es jetzt zumeist zu tun mit der Fortentwickelung dessen, was als physischer Menschenleib wiedererschien. Und hinopfern konnten jetzt die Kyriotetes, die Herrschaften oder Geister der Weisheit, ihre Substantialität, und es floß das, was wir den Ätherleib nennen, in den physischen Leib ein. Den bearbeiteten zusammen mit den Geistern der Persönlichkeit die Feuergeister oder Erzengel. Dadurch wurde der Mensch jetzt zu einem Wesen vom Werte der Pflanze entwickelt. Wir können sagen: Auf dem Saturn war der Mensch vom Werte unseres Minerals. Unsere Mineralien haben bloß einen physischen Leib. Auf dem Saturn hatte der Mensch auch nur einen physischen Leib; daher war er noch im mineralischen Dasein. Auf der Sonne war der Mensch vom Wert der Pflanze; er hatte einen physischen und einen Ätherleib.

[ 8 ] This physical human body was developed over long periods of time. Then, as we mentioned yesterday, a “world night” or “world devachan” occurred, and the second incarnation of the Earth—the solar stage—came into being. Human beings emerged once more, and other spiritual beings now joined them: these were the “fire spirits” or “archangels” in the sense of Christian esotericism, and the “spirits of wisdom” or “Kyriotetes.” Their primary task was now the further development of what reappeared as the physical human body. And now the Kyriotetes—the Lords or Spirits of Wisdom—were able to sacrifice their substantiality, and what we call the etheric body flowed into the physical body. The Fire Spirits or Archangels worked on this together with the spirits of personality. Through this, the human being was now developed into a being of the value of a plant. We can say: On Saturn, the human being had the status of a mineral. Our minerals have only a physical body. On Saturn, the human being also had only a physical body; therefore, he was still in a mineral state of existence. On the Sun, the human being had the status of a plant; he had a physical body and an etheric body.

[ 9 ] Nun kommt etwas, was wir uns als einen ganz besonders wichtigen Begriff aneignen müssen, wenn wir die volle Entwickelung verstehen wollen.

[ 9 ] Now we come to a concept that we must fully grasp if we are to understand the entire process of development.

[ 10 ] Ich sage immer gern in diesem Falle, daß es ein solches Ereignis, wie es in unserem gewöhnlichen Leben zur Sorge und auch zum Ärger der Eltern gibt: daß nämlich Kinder sitzen bleiben, das Ziel einer Klasse nicht erreichen und repetieren müssen — auch im Kosmos gibt. Es bleiben gewisse Wesenheiten hinter dem Ziel einer kosmischen Stufe zurück, So sind gewisse Geister der Persönlichkeit, die auf dem Saturn das Ziel hätten erreichen sollen, zurückgeblieben. Sie hatten nicht alles dazu getan, was nötig gewesen wäre, um dem Menschen den Wert des Minerals zu geben und ihn so zu seiner Vollendung gerade auf dieser Stufe zu bringen. Solche Wesenheiten müssen dann während der nächsten Stufe nachholen, was sie vorher unterlassen haben. In welcher Weise konnten nun diese Geister der Persönlichkeit, die da zurückgeblieben waren, während des Sonnendaseins wirken? Sie konnten nicht eine Wesenheit schaffen, wie es der Mensch auf der Sonne hätte sein sollen, eine Wesenheit mit physischem Leib und Ätherleib. Dazu waren die Feuergeister notwendig. Sie, diese Geister der Persönlichkeit, konnten auf der Sonne auch nur das schaffen, was sie auf dem Saturn geschaffen hatten: eine physische Anlage vom Wert des Minerals. Dadurch entstanden während der Sonnenzeit durch ihren Einfluß Wesenheiten, die um eine Stufe tiefer standen. Diese Wesenheiten bildeten nun ein niedrigeres Reich gegenüber dem Menschenreich. Das sind die Vorfahren unseres heutigen Tierreiches. Während unser heutiges Menschenreich auf der Sonne bereits zum Werte der Pflanzen vorgeschritten wat, stand unser heutiges Tierreich auf der Sonne im Werte eines mineralischen Wesens, hatte bloß physischen Leib. So kam unser Tierreich in seiner Anlage hinzu zum Menschenreich. Wir fragen uns also: Welches von all den Wesen, die uns umgeben, hat die älteste Entwickelung hinter sich? Wer ist der Erstgeborene unserer Schöpfung? Der Mensch! Und die anderen Wesenheiten sind dadurch entstanden, daß die Entwickelungskräfte, die mit dem Menschendasein verbunden sind, das, was auf einer anderen Stufe hätte Mensch werden können, zurückbehalten und dann auf einer späteren Stufe zu einem niedrigeren Wesen haben werden lassen. Hätten die zurückgebliebenen Geister der Persönlichkeit die Arbeit auf dem Saturn verrichtet, die sie auf der Sonne verrichteten, dann wäre nicht das Tierreich entstanden.

[ 10 ] I always like to say in this context that there is an event in the cosmos similar to one that occurs in our everyday life, causing concern and even annoyance for parents: namely, that children fail to advance to the next grade, do not meet the requirements for a grade level, and must repeat the grade. Certain beings fall short of the goal of a cosmic stage. Thus, certain spirits of personality who should have reached the goal on Saturn have been left behind. They had not done everything necessary to impart to human beings the value of minerals and thereby bring them to their completion precisely at this stage. Such beings must then make up for what they previously failed to do during the next stage. In what way, then, could these spirits of personality who had been left behind work during the Sun stage? They could not create a being such as humanity was meant to be on the Sun—a being with a physical body and an etheric body. For that, the fire spirits were necessary. These spirits of personality could create on the Sun only what they had created on Saturn: a physical constitution of the value of a mineral. As a result, during the Sun era, their influence gave rise to beings that stood one level lower. These beings now formed a lower kingdom in relation to the human kingdom. These are the ancestors of our present-day animal kingdom. While our present-day human kingdom had already advanced to the level of plants on the Sun, our present-day animal kingdom stood on the Sun at the level of a mineral being, possessing only a physical body. Thus, our animal kingdom was added to the human kingdom in its basic structure. We therefore ask ourselves: Which of all the beings that surround us has undergone the longest evolution? Who is the firstborn of our creation? The human being! And the other beings came into being because the evolutionary forces associated with human existence held back that which could have become human at another stage and then, at a later stage, allowed it to develop into a lower being. Had the personality spirits that remained behind performed on Saturn the work they performed on the Sun, the animal kingdom would not have come into being.

[ 11 ] Ebenso — das brauche ich jetzt nur anzudeuten - entstand während des Mondes das Folgende: Der Mensch rückte hinauf, indem er durch gewisse Wesenheiten, die wir Engel nennen, und dutch andere höhere Geister, durch die «Geister der Bewegung » - in der christlichen Terminologie: «Dynamis » — den astralischen Leib erhielt. Dadurch wurde der Mensch während des Mondendaseins ein Wesen vom Werte des Tieres. Diejenigen Wesenheiten aber, die als ein zweites Reich während des Sonnendaseins entstanden waren, erhielten jetzt auf dem Monde zum größten Teil den Wert von Pflanzen. Das waren die Vorläufer unserer Tiere. Dann kamen hinzu, wiederum dürch geistige Wesenheiten, die in der angedeuteten Weise zurückgeblieben waren, diejenigen We- _ sen, die heute unserem Pflanzenreich angehören. Auf der Sonne gab es noch kein Pflanzenreich, nur Menschen- und Tierreich. Auf dem Monde kam erst das Pflanzenreich hinzu. Ein Mineralreich, wie es heute der Grund und Boden ist, auf dem alles übrige steht, gab es auf dem Monde noch nicht. So entwickelten sich die Reiche nach und nach. Das höchste der Reiche, das Menschenreich, hat sich zuerst entwickelt. So etwas wie ein Ausgestoßenes von diesem Menschenteich, etwas Zurückgebliebenes davon ist das Tierreich. Und was noch weiter zurückblieb, das wurde das Pflanzenreich.

[ 11 ] Similarly—and I need only hint at this now—the following occurred during the Lunar Age: Human beings ascended by receiving, through certain beings we call angels and through other higher spirits—the “spirits of movement”—in Christian terminology: “Dynamis”—the astral body. As a result, during the Lunar stage, human beings became beings on the level of animals. Those beings, however, which had emerged as a second kingdom during the Solar stage, now, for the most part, attained the status of plants on the Moon. These were the precursors of our animals. Then, again through spiritual beings who had remained behind in the manner described, came those beings that today belong to our plant kingdom. On the Sun, there was not yet a plant kingdom—only the human and animal kingdoms. It was on the Moon that the plant kingdom was first added. A mineral kingdom—such as the soil on which everything else stands today—did not yet exist on the Moon. Thus, the kingdoms developed gradually. The highest of the kingdoms, the human kingdom, developed first. The animal kingdom is, so to speak, an outcast from this human kingdom, something that lagged behind it. And what lagged even further behind became the plant kingdom.

[ 12 ] Als die alte Mondenentwickelung vollendet war, begann die Erdenentwickelung. Von dieser Erdenentwickelung haben wir geschildert, wie sich Sonne und Mond von der Erde trennten. Während dieser Zeit kamen alle die Keime der früheren Reiche wieder zum Vorschein: Tierreich, Pflanzenreich, und zuletzt, als der Mond noch mit seiner Substanz mit der Erde vereinigt war, das Mineralreich. Gerade dadurch, daß das Mineralreich hinzukam als die feste Grundlage, geschah die Verhärtung und Vertrocknung, welche die Erde so verödete. Denn das Mineralreich, das uns heute umgibt, ist nichts anderes als das, was ausgeschieden ist aus den höheren Reichen. Ich habe schon früher darauf aufmerksam gemacht, daß Sie nur einmal denkend zu betrachten brauchen, was die heutige Wissenschaft anerkennt. Dann werden Sie sich schon vorstellen können, wie das Mineralreich nach und nach ausgeschieden worden ist. Denken Sie, daß die Steinkohle, ein richtiges mineralisches Produkt, aus der Erde herausgeholt wird. Was war denn die Steinkohle vor langer, langer Zeit? Bäume waren es, die auf der Erde wuchsen, Pflanzen, die zugrunde gingen und eben zu Steinmassen, zu Mineralien wurden. Was Sie jetzt als Steinkohle herausgraben, das waren einst Pflanzenmassen. Also ist das ein Produkt, das erst ausgeschieden ist; ursprünglich waren statt der Steinkohlen Pflanzenwesen da. So werden Sie sich auch vorstellen können, daß auch alles übrige, was den Grund und Boden unserer Erde bildet, aus höheren Reichen ausgeschieden ist. Denken Sie nur einmal, wie heute noch gewisse mineralische Produkte Ausscheidungen sind aus tierischen Wesenheiten, als Gehäuse der Schnecken, der Muscheln und so weiter. Alles Mineralische war früher nicht da; es ist erst im Laufe der Zeit ausgeschieden worden. Auf der Erde erst kam das Mineralreich hinzu, und es bildete sich deshalb, weil auf der Erde noch immer solche Wesenheiten vorhanden waren und jetzt auch noch so wirkten, wie sie auf dem Saturn gewirkt hatten. Das Mineralreich kam überhaupt zustande durch die: Tätigkeit der Geister der Persönlichkeit, und auf allen höheren Stufen sind solche Wesenheiten tätig. Aber wenn die Entwickelung so fortgegangen wäre, dann wären so viele mineralische Einschläge gekommen, so viele Verhärtungen und Verdichtungen, daß die ganze Erde nach und nach verödet wäre.

[ 12 ] When the ancient lunar evolution was complete, the Earth’s evolution began. We have described how, during this Earth evolution, the Sun and the Moon separated from the Earth. During this time, all the seeds of the earlier kingdoms reemerged: the animal kingdom, the plant kingdom, and finally—while the Moon was still united with the Earth in substance—the mineral kingdom. It was precisely because the mineral kingdom was added as a solid foundation that the hardening and drying out occurred, which so desolated the Earth. For the mineral kingdom that surrounds us today is nothing other than what has been excreted from the higher kingdoms. I have pointed out before that you need only contemplate what modern science acknowledges. Then you will be able to imagine how the mineral kingdom was gradually excreted. Consider that coal, a true mineral product, is extracted from the earth. What, then, was coal a long, long time ago? It was trees that grew on the earth, plants that perished and were transformed into masses of stone, into minerals. What you now excavate as coal was once a mass of plants. So this is a product that has only recently been excreted; originally, plant beings existed in place of the coal. In the same way, you can imagine that everything else that makes up the earth’s soil has also been excreted from higher kingdoms. Just think, even today, certain mineral products are excretions from animal beings—such as the shells of snails, mussels, and so on. Nothing mineral existed in the past; it was excreted only in the course of time. The mineral kingdom came into being on Earth, and it formed because such beings were still present on Earth and were still acting there just as they had acted on Saturn. The mineral kingdom came into being entirely through the activity of the spirits of personality, and such beings are active on all higher levels. But if development had continued in this way, there would have been so many mineral intrusions, so many hardenings and densifications, that the entire Earth would gradually have become desolate.

[ 13 ] Nun kommen wir an einen wichtigen Punkt der Entwickelung unserer Erde. Wir stellen uns vor, wie die Sonne sich schon getrennt hat, und wie mit den feinsten Substanzen auch die Wesenheiten herausgegangen sind, die nun auf der Sonne geistige Wesenheiten sind. Wir schauen uns die Erde an, wie sie verödet, wie ihr mineralischer Einschlag immer dichter und dichter wird, wie dadurch aber auch die Gestalten auf ihr, auch die menschlichen Gestalten, immer vertrockneter werden. Damals schon fand ein gewisser Wechsel in den Lebenszuständen der menschlichen Wesenheiten statt. Ich möchte es Ihnen an der Pflanzenentwickelung veranschaulichen, was damals auch für die Menschen eintrat.

[ 13 ] Now we come to an important point in the evolution of our Earth. Let us imagine how the Sun has already separated, and how, along with the finest substances, the beings have also departed—beings who are now spiritual entities on the Sun. We look at the Earth as it becomes desolate, as its mineral composition grows denser and denser, and how, as a result, the forms on its surface—including human forms—become increasingly withered. Even then, a certain change was taking place in the life conditions of human beings. I would like to illustrate to you, using the development of plants as an example, what was also happening to human beings at that time.

[ 14 ] Aus dem unscheinbaren Samenkorn sprießt die Pflanze im Frühling heraus, entfaltet sich bis zur Blüte und Frucht und verwelkt wiederum während des Herbstes. Was das Auge während des Frühlings und Sommers erfreut, das verschwindet im Herbst, und es bleibt äußerlich, physisch nur Unscheinbares übrig. Aber wenn Sie glauben wollten, daß während des Winters nichts von dem eigentlichen Wesen der Pflanze vorhanden wäre, oder es allein im physischen Samenkorn suchen würden, dann würden Sie die Pflanze schlecht verstehen. So wie sie heute ist, besteht die Pflanze allerdings aus physischem Leib und Ätherleib, aber wenn man sie hellseherisch anschaut, ist sie oben auch von einer astralischen Wesenheit, wie von einem Saum umgeben. Und diese astralische Wesenheit wird von einer Kraft belebt, die von der Sonne, von dem Geistigen der Sonne her, zur Erde strömt. Für das hellseherische Bewußtsein ist jede Blüte umgeben wie von einer Wolke. Diese Wolke atmet das Leben, das zwischen Sonne und Erde ausgetauscht wird. Während des Frühlings und Sommers, während die Pflanzen sprossen und sprießen, naht sich etwas von dem Sonnenwesen und umspielt die Pflanzen an der Oberfläche. Kommt der Herbst, dann zieht sich das astralische Wesen zurück, es vereinigt sich mit dem Sonnenleben. Wir dürfen sagen: Das, was Pflanzenastralität ist, sucht im Frühling seinen physischen Pflanzenleib auf der Erde auf, verkörpert sich, wenn auch nicht in demselben, so doch an demselben. Im Herbste dann kehrt es zur Sonne zurück und hinterläßt nur den Keim. Gleichsam zum Pfände hinterläßt es den Keim, damit es sich wiederum zurückfindet zu seiner physischen Wesenheit.

[ 14 ] From the unassuming seed, the plant sprouts in the spring, blossoms and bears fruit, and then withers again in the fall. What delights the eye during the spring and summer disappears in the fall, and outwardly, physically, only something unremarkable remains. But if you were to believe that during the winter nothing of the plant’s true essence remains, or if you were to seek it solely in the physical seed, then you would have a poor understanding of the plant. As it is today, the plant does indeed consist of a physical body and an etheric body, but when viewed clairvoyantly, it is also surrounded at the top by an astral entity, as if by a border. And this astral entity is enlivened by a force that flows to Earth from the Sun, from the spiritual essence of the Sun. To the clairvoyant consciousness, every flower is surrounded as if by a cloud. This cloud breathes the life that is exchanged between the Sun and the Earth. During spring and summer, as the plants sprout and grow, something of the solar being draws near and plays around the plants at the surface. When autumn comes, the astral being withdraws; it unites with the life of the sun. We may say: That which is plant astrality seeks out its physical plant body on Earth in the spring, incarnating itself—if not in the same body, then at least in the same one. In the fall, it returns to the sun, leaving behind only the seed. It leaves the seed, as it were, as a pledge, so that it may once again find its way back to its physical being.

[ 15 ] In gleicher Art war eine Art Austausch zwischen den physischen Menschenwesenheiten und den Sonnenwesenheiten, wenn auch die Gestalt der Menschen noch primitiv und einfach war. Und es gab Zeiten, da wirkten die Sonnengeister so herunter, daß sie die Menschenleiber mit Astralität umspielten, wie heute die Pflanzenastralität vom Frühling bis zum Herbst die Pflanzen umspielt. Wir können also für diese Zeiten davon sprechen, daß das astralische Wesen des Menschen in gewisser Beziehung durch gewisse Epochen hindurch vereinigt war mit dem physischen Leib auf der Erde, daß es dann sich zurückzog zur Sonne ung wiederum zurückkam. Zurückgelassen wurde in dem, was physisch war, nur der Keim.

[ 15 ] In the same way, there was a kind of exchange between physical human beings and the solar beings, even though the form of human beings was still primitive and simple. And there were times when the solar spirits acted in such a way that they enveloped human bodies in astral energy, just as plant astral energy envelops plants from spring to fall today. We can therefore say of these times that, in a certain sense, the astral being of the human being was united with the physical body on Earth throughout certain epochs, that it then withdrew to the Sun and returned again. Only the seed was left behind in what was physical.

[ 16 ] Aber die Erde verhärtete immer mehr und mehr. Und da stellte sich dann etwas heraus, was von großer Wichtigkeit ist und was ich besonders festzuhalten bitte. Während früher, als die Sonne eben erst die Erde verlassen hatte, es noch möglich war, daß die astralischen Wesenheiten, welche die Erde verließen, sich wieder mit dem physischen Leib vereinigten, wenn sie nach ihrer Trennung wieder zurückkamen, so wurde durch den immer mehr zunehmenden Mondeinfluß dieser Körper da unten, den die heruntersteigenden Wesenheiten beziehen wollten, so sehr verhärtet, daß sie nichts mehr mit ihm anfangen konnten. Da haben Sie das jetzt genauer geschildert, was ich Ihnen gestern mehr abstrakt schildern konnte. Ich sagte: Es verloren die Sonnenkräfte die Möglichkeit, die Substanzen auf der Erde zu gestalten. Konkreter ausgedrückt, kann man sagen: Die Substanzen vertrockneten, und die Wesenheiten fanden nicht mehr geeignete Leiber. Das bewirkte auch die Verödung der Erde, und die Menschenseelen, die wieder heruntersteigen wollten, fanden endlich, daß sich die Leiber für sie nicht mehr eigneten. Sie mußten sie sich selbst überlassen, und nur die Leiber mit den stärksten Kräften konnten sich hinüberretten über diese Verödungszeit. Diese Verödung erreichte ihren höchsten Gipfel, als der Mond noch in der Erde drinnen war und eben heraus wollte. Da waren die Seelen, die noch Menschenseelen sein wollten, nicht mehr imstande, diese Leiber zu beziehen. Nur noch wenige Menschen bewohnten damals die Erde. Wie ein allmähliches Aussterben auf der Erde nimmt sich diese Verödung aus. Und man schildert die Zustände ziemlich genau, wenn man sagt: Als der Mond herausging, da waren nur noch ganz wenige Menschen vorhanden, die es ausgehalten hatten, daß das, was sich mit den Gestalten unten vereinigen wollte, sich wirklich vereinigte.

[ 16 ] But the Earth became harder and harder. And then something came to light that is of great importance, and which I would like to emphasize in particular. Whereas in the past, when the Sun had only just left the Earth, it was still possible for the astral beings who left the Earth to reunite with their physical bodies when they returned after their separation, the ever-increasing influence of the Moon caused the body down below—which the descending beings sought to inhabit—to harden so much that they could no longer do anything with it. You have now described in greater detail what I was able to explain to you yesterday in more abstract terms. I said: The solar forces lost the ability to shape the substances on Earth. To put it more concretely, one can say: The substances withered away, and the beings could no longer find suitable bodies. This also led to the desolation of the Earth, and the human souls that wished to descend again eventually found that the bodies were no longer suitable for them. They had to leave them to their own devices, and only the bodies with the strongest forces were able to survive this period of desolation. This desolation reached its peak when the Moon was still inside the Earth and was just about to emerge. At that time, the souls that still wished to be human souls were no longer able to inhabit these bodies. Only a few people inhabited the Earth at that time. This desolation appears to be a gradual extinction on Earth. And one describes the conditions quite accurately when one says: When the Moon emerged, there were only very few people left who had endured the fact that what sought to unite with the forms below had indeed united.

[ 17 ] Nun muß ich diese Verhältnisse noch genauer schildern. Gehen wir noch einmal zurück zu dem Zeitpunkt, nachdem die Mondenentwickelung abgelaufen war, und die Erde wiedererstand aus dem Weltenschoße heraus. Da erstand sie nicht etwa wie der alte Saturn, sondern was sich da herausentwickelte, hatte in sich die Nachwirkungen alles dessen, was früher geschehen war. Es war nicht bloß physische Materie damit verbunden, sondern alle die Wesenheiten auch, die da gewirkt hatten. Daß die Throne sich mit dem Saturn vereinigten, das bedeutet, daß sie mit der ganzen Entwickelung verbunden blieben; und sie kamen wieder heraus, als aus dem Dunkel des Weltenschoßes die Erde sich wieder heraushob. Ebenso kamen wieder heraus die Geister der Persönlichkeit, die Geister der Bewegung und so weiter, und auch die Menschen-, Tier- und Pflanzenkeime, denn das alles war darinnen.

[ 17 ] Now I must describe these circumstances in even greater detail. Let us return once more to the time after the lunar phase of development had come to an end, and the Earth emerged anew from the womb of the world. It did not emerge merely as the old Saturn did, but what developed there contained within itself the aftereffects of everything that had happened before. It was not merely physical matter that was connected to it, but also all the beings who had been active there. The fact that the Thrones united with Saturn means that they remained connected to the entire process of development; and they emerged again when the Earth rose once more from the darkness of the womb of the world. Likewise, the spirits of personality, the spirits of movement, and so on emerged again, as did the seeds of human, animal, and plant life, for all of this was contained within it.

[ 18 ] Unsere physische Wissenschaft stellt Hypothesen auf, die die reinen Phantasien sind. Da wird heute bei der Weltentstehungslehre die Theorie aufgestellt, daß es einstmals einen großen Weltennebel gegeben habe, der bis über den Saturn hinausreichte. Ein solcher Weltennebel aus bloßen Dünsten oder Dämpfen ist eine phantastische Vorstellung — den hat es nie gegeben. Wenn man nur mit äußeren physischen Augen hätte sehen können, was da vorging, dann hätte man allerdings so etwas wahrnehmen können; man hätte in der Tat eine riesige Nebelmasse gesehen. Aber in dieser Nebelmasse war etwas, was physische Augen nicht hätten sehen können: alle die Wesenheiten, die mit dieser Entwickelung verbunden waren! Daß sich später alles gliederte und gestaltete, das ist nicht durch eine bloße rotierende Bewegung zustande gekommen, sondern durch die Bedürfnisse der Wesenheiten, die mit dem Ganzen verknüpft waren. Sie werden über diese Sachen erst eine vernünftige Anschauung gewinnen, wenn Sie sich ganz und gar losgemacht haben von dem, was heute die schulmäßige Anschauung ist, was unseren Kindern eingeimpft wird von Anbeginn der Schule an. Da wird den Kindern gesagt, daß die alten Zeiten nur kindliche Anschauungen und Vorstellungen gehabt haben: Diese armen alten Inder haben geglaubt an einen Brahma, der den ganzen Weltenraum ausgefüllt hat! Und solch ein Mensch, wie ein alter Perser, hat geglaubt an den Ormuzd, den guten Gott, und den ihm entgegengesetzten Ahriman!

[ 18 ] Our physical science puts forward hypotheses that are pure fantasies. Today, in the theory of the origin of the universe, it is posited that there was once a great cosmic nebula that extended beyond Saturn. Such a cosmic nebula consisting of mere vapors or mists is a fanciful notion—it never existed. If one had been able to see what was happening there with mere physical eyes, then one could indeed have perceived something like that; one would indeed have seen a gigantic mass of nebula. But within this nebular mass was something that physical eyes could not have seen: all the beings connected to this development! The fact that everything later took on structure and form did not come about through a mere rotating movement, but through the needs of the beings connected to the whole. You will only gain a reasonable understanding of these matters once you have completely broken free from what is today the conventional view—what is instilled in our children from the very beginning of school. There, children are told that in ancient times people had only childish views and ideas: Those poor ancient Indians believed in a Brahma who filled the entire universe! And a person like an ancient Persian believed in Ormuzd, the good god, and his opposite, Ahriman!

[ 19 ] Und gar die alten Griechen mit ihrer ganzen Menge von Gottheiten, Zeus, Pallas Athene und so weiter! Das wissen wir doch heute, daß das alles von der Volksphantasie, von einer kindlichen Vorstellung ausgedachte Wesenheiten sind! Und gar die Götter der alten Deutschen, Wotan, Thor, das sind mythologische Figuren, darüber sind wir längst hinaus! Wir wissen heute, daß solche Götter nichts zu tun hatten mit der Entwickelung der Welt. Da war anfangs ein großer Urnebel im Weltenraum, der hat angefangen zu rotieren. Da hat er zuerst einen Ball von seiner Masse losgestoßen. Dann hat er weiter rotiert; da hat sich mit der Zeit ein zweiter Ball losgelöst, dann ein dritter Ball usw. Aber diese Vorstellungen sind nur die Form einer heutigen, physikalisch-kopernikanischen Mythologie. Das wird ebenso von einer anderen Mythologie abgelöst werden. Nur haben die früheren Mythologien gegen diese heutige Form das voraus, daß sie wahrer sind als die späteren, die nur das Abstrakte, nur das ganz äußere Materielle herausgeschält haben. Das muß man sich immer wieder vor Augen halten, daß es recht bequem ist, den Kindern vorzumachen, wie schön plausibel sich ein solches Weltsystem bildet: Man nimmt einen fettartigen Tropfen, schneidet aus einem Kartenblättchen eine kreisförmige Scheibe, steckt sie in der Äquatorrichtung hindurch, steckt von oben eine Nadel hindurch und bringt es ins Wasser; da schwimmt es. Nun fängt man an, das Ganze zu drehen, «wie sich der Weltennebel einst gedreht hat», sagt man. Da bildet sich erst eine Abplattung, dann löst sich los ein Tropfen, ein zweiter Tropfen, ein dritter Tropfen, und ein großer Tropfen bleibt in der Mitte zurück: Ein kleines Weltsystem ist entstanden! Und man kann jetzt recht plausibel machen: Wie sich im kleinen das darstellt, so ist es auch im großen gegangen. Diejenigen, die eine solche Betrachtung anstellen, vergessen nur das eine, was bei anderen Gelegenheiten recht schön sein kann zu vergessen: sich selbst. Sie vergessen, daß sie selbst da oben drehen. Der ganze Vergleich würde nur gelten, wenn so ein wackerer Professor sich herbeiließe zu sagen: Wie ich da stehe und die kleine Nadel drehe, so ist draußen ein Riesenprofessor und sorgt dafür, daß das Ganze in Rotation kommt und sich die Planeten abspalten, wie wir es mit dem Fett-Tropfen im kleinen bekamen. — In diesem Falle möchte das noch hingehen.

[ 19 ] And even the ancient Greeks with their whole host of deities—Zeus, Pallas Athena, and so on! We know today that these are all beings conjured up by the popular imagination, by a childlike conception! And even the gods of the ancient Germans—Wotan, Thor—are mythological figures; we have long since moved beyond that! We know today that such gods had nothing to do with the development of the world. In the beginning, there was a vast primordial nebula in outer space that began to rotate. First, it ejected a sphere from its mass. Then it continued to rotate; over time, a second sphere broke away, then a third, and so on. But these ideas are merely a form of today’s physical-Copernican mythology. This, too, will be superseded by another mythology. The advantage of earlier mythologies over this modern form, however, is that they are truer than the later ones, which have stripped away only the abstract and the purely external material aspects. One must keep this in mind time and again: it is quite convenient to show children how beautifully plausible such a world system forms. Take a drop of fat, cut a circular disc out of a sheet of cardstock, thread it through along the equator, pierce it from above with a needle, and place it in water; there it floats. Now you begin to spin the whole thing, “just as the cosmic nebula once spun,” you say. First, a flattening forms; then a drop breaks away, followed by a second drop, a third drop, and a large drop remains in the center: a small solar system has been created! And one can now make it quite plausible: Just as it appears on a small scale, so it also happened on a large scale. Those who engage in such speculation forget only one thing—which, on other occasions, can be quite nice to forget—themselves. They forget that they themselves are up there, turning it. The whole comparison would only hold true if such a brave professor were willing to say: Just as I stand here turning the little needle, so there is a giant professor out there ensuring that the whole thing begins to rotate and the planets break away, just as we saw happen with the drop of fat on a small scale. — In that case, it might still work.

[ 20 ] Wir wissen, daß kein Riesenprofessor die Nadel draußen dreht, sondern daß da Wesenheiten aller Grade vorhanden sind, und daß diese geistigen Wesenheiten es sind, die die entsprechende Materie an sich ziehen. Die Wesenheiten, die bestimmte Lebensverhältnisse brauchten, zogen die Materie, wenn sie zur Sonne gingen, zu sich hin, nahmen sie sich und bildeten sich den Schauplatz durch die Macht ihrer Geisteskräfte; und wieder andere Wesenheiten trennten sich die Erdensubstanz ab. Geist ist es, der bis in das kleinste materielle Teilchen, bis ins Atom, wenn wir es so nennen wollen, hineinwirkt! Und unwahr ist es, wenn man der bloßen Materie eine Wirkungsweise zuschreibt. Erst dann wird man verstehen, wie es im kleinsten Raumesteil zugeht, wenn man versteht, daß Geist hineinwirkt bis in den größten Raumesteil. Und zwar nicht Geist im allgemeinen, von dem man sagt, «es ist eben. im allgemeinen Geist in dem Materiellen», ein «Allgeist» oder ein «Urgeist». Da könnten Sie wieder alles mögliche hineinrühren. Damit ist es nicht getan. Wir müssen die «Geister » in ihrer Konkretheit erkennen, in ihren Einzelheiten und in ihren verschiedenen Lebensbedürfnissen.

[ 20 ] We know that no giant professor turns the needle outward, but that there are beings of all levels present, and that it is these spiritual beings who draw the corresponding matter toward themselves. The beings who required certain living conditions drew the matter toward themselves as they moved toward the sun, took it in, and formed their environment through the power of their spiritual forces; and yet other beings separated the earthly substance for themselves. It is the spirit that works its way into even the smallest material particle—into the atom, if we wish to call it that! And it is untrue to attribute a mode of action to mere matter. Only then will one understand what goes on in the smallest part of space—when one understands that spirit acts within even the largest part of space. And not spirit in general, of which one says, “It is simply, in general, spirit within the material,” an “universal spirit” or a “primordial spirit.” You could throw all sorts of things into that mix again. But that is not enough. We must recognize the “spirits” in their concreteness, in their details, and in their various life needs.

[ 21 ] Und jetzt will ich Ihnen etwas als Ergänzung sagen zu dem, was wir schon gestern berühren konnten, zu der Tatsache, daß sich die Sonne von Erde plus Mond trennte, und daß sich dann wiederum der Mond von der Erde lostrennte. Das ist im Hauptverhältnis richtig, aber dieses Bild muß ergänzt werden.

[ 21 ] And now I would like to add something to what we were able to touch on yesterday—the fact that the Sun separated from the Earth and the Moon, and that the Moon then separated from the Earth. This is correct in general terms, but this picture needs to be supplemented.

[ 22 ] Bevor sich die Sonne trennen konnte, erwies sich schon die Notwendigkeit für gewisse Wesenheiten, sich besondere Schauplätze abzutrennen. Das, was sie abtrennten, figuriert heute als die äußeren Planeten Saturn, Jupiter und Mars. Wir können also sagen: In der allgemeinen Materie, wo Sonne und Mond drinnen waren, waren auch Saturn, Jupiter und so weiter drinnen, und gewisse Wesenheiten trennten sich zuerst mit diesen Weltenkörpern heraus. Das waren Wesenheiten, die solche Lebensbedürfnisse hatten, wie sie gerade durch ein Leben auf diesen Planeten befriedigt werden konnten, Dann trennte sich mit den höchsten Wesenheiten die Sonne los, und es war zurückgeblieben Erde plus Mond. Das entwickelte sich weiter, bis der Mond in der geschilderten Weise herausgeworfen wurde. Aber nicht alle Wesenheiten, die mit der Sonne gegangen waren, waren fähig, auch die Sonnenentwickelung mitzumachen. Wenn wir etwa bildlich sprechen dürfen - es ist schwer, Worte aus der prosaischen Sprache dafür zu finden; daher ist es manchmal notwendig, vergleichsweise zu sprechen -, dann können wir sagen: Als sich die Sonne losspaltete, glaubten gewisse Wesenheiten, sie könnten es ertragen, die Reise der Sonne mitzumachen. In Wirklichkeit konnten es nur die höchsten Wesenheiten, die anderen mußten sich später herausspalten. Und dadurch, daß sich diese Wesenheiten besondere Schauplätze schufen, entstanden Venus und Merkur. So sehen wir die Abspaltung von Saturn, Jupiter, Mars vor der Trennung der Sonne von der Erde. Nachher spalten sich von der Sonne ab Venus und Merkur, und dann trennt sich der Mond von der Erde.

[ 22 ] Even before the Sun could separate, it became necessary for certain entities to set themselves apart into specific realms. What they separated off now appears as the outer planets Saturn, Jupiter, and Mars. We can therefore say: Within the general matter that contained the Sun and the Moon, Saturn, Jupiter, and so on were also present, and certain beings first separated themselves along with these celestial bodies. These were beings whose life needs could be met precisely through a life on these planets. Then the Sun separated along with the highest beings, leaving behind the Earth and the Moon. This process continued until the Moon was cast out in the manner described. But not all the beings who had gone with the Sun were capable of participating in the Sun’s development. If we may speak figuratively—it is difficult to find words in everyday language for this; therefore, it is sometimes necessary to speak in terms of comparison—then we can say: When the Sun split off, certain beings believed they could endure the journey of the Sun. In reality, only the highest beings were able to do so; the others had to split off later. And because these beings created special realms for themselves, Venus and Mercury came into being. Thus we see the separation of Saturn, Jupiter, and Mars prior to the Sun’s separation from the Earth. Subsequently, Venus and Mercury split off from the Sun, and then the Moon separates from the Earth.

[ 23 ] So haben wir diese Entwickelung einmal aus dem Geiste heraus vor uns hingestellt. Wir haben die Entwickelung unseres Sonnensystemes so begriffen, daß wir auf den verschiedenen Weltkörpern die verschiedenen Wesenheiten haben. Wenn wir dies vor unsere Seele hingestellt haben, dann können wir uns jetzt auch die Antwort auf die Frage geben: Was geschah denn mit jenen geistig astralischen Wesenheiten, die als Menschen herunter wollten und unten verhärtete Leiber fanden, die sie nicht beziehen konnten?

[ 23 ] So we have once visualized this development from a spiritual perspective. We have understood the evolution of our solar system in such a way that we have different beings on the various celestial bodies. Once we have visualized this in our minds, we can now also answer the question: What happened to those spiritual-astral beings who wanted to descend as human beings but found hardened bodies down below that they could not inhabit?

[ 24 ] Nicht alle konnten sich mit den Sonnengeistern vereinigen, dazu waren sie auch nicht reif. So geschah denn folgendes: Diejenigen Wesenheiten, welche die Leiber auf der Erde verlassen mußten, zogen sich auf eine Weile auf Saturn, Jupiter, Mars zurück. Während unten die Erde verödet, während sie nur Leiber erzeugt, die nicht imstande sind, menschliche Seelenwesenheiten aufzunehmen, haben wir die Tatsache, daß die Seelen sich hinaufbegeben in diese planetarischen Welten, um dort zu warten, bis die Zeit eingetreten ist, wo sie wiederum für sich Menschenleiber finden.

[ 24 ] Not all were able to unite with the solar spirits; nor were they ready to do so. Thus, the following occurred: Those beings who had to leave their bodies on Earth withdrew for a time to Saturn, Jupiter, and Mars. While the Earth below becomes desolate, producing only bodies incapable of receiving human soul-beings, we see that the souls ascend to these planetary worlds to wait there until the time comes when they will once again find human bodies for themselves.

[ 25 ] Nur ganz wenige, nur die stärksten Menschenleiber waren imstande, Seelen in sich aufzunehmen, um das Leben hinüberzuretten über die Mondkrisis. Die anderen Seelen gingen hinauf zu den anderen Weltenkörpern. Und dann wurde der Mond hinausgestoßen aus der Erde. Dadurch konnten wiederum die Sonnenkräfte wirken auf die menschlichen Gestalten. Die menschliche Gestalt erhielt einen neuen Antrieb und wurde wieder weich und biegsam und plastisch; und in diese plastisch gestalteten Menschenleiber konnten diejenigen Seelen wieder einziehen, welche auf Saturn, Jupiter und so weiter gewartet haben. Während diese Seelen früher die Erde verlassen mußten, kamen sie jetzt nach dem Mondaustritt nach und nach zurück und bevölkerten die durch die Erfrischung neu erstehenden menschlichen Leiber. So haben wir nach dem Mondaustritt eine Zeit, wo immer neue und neue Leiber herauskommen. Wir haben über die Mondkrisis hinüber nur eine ganz geringe Anzahl von Menschen. Nachkommen haben die Menschen immer gehabt. Aber die Seelen konnten, wenn sie herunter kamen, die Gestalten nicht brauchen und ließen sie verkümmern. Das Menschengeschlecht starb nach und nach aus. Als aber wieder die Neubelebung eingetreten war, da waren die Nachkommen derjenigen Menschen, welche die Mondkrisis überdauert hatten, wiederum fähig, die Seelen von Saturn, Jupiter, Mars aufzunehmen. Die Erde wurde nach und nach mit Seelen bevölkert. Und jetzt können Sie begreifen, was für ein bedeutendes, tief einschneidendes Ereignis dieser Austritt des Mondes war. Es änderte sich eigentlich alles durch den Mondaustritt.

[ 25 ] Only very few—only the strongest human bodies—were capable of receiving souls within themselves in order to carry life through the lunar crisis. The other souls ascended to the other celestial bodies. And then the Moon was expelled from the Earth. As a result, the forces of the Sun were once again able to act upon the human forms. The human form received new vitality and became soft, supple, and malleable once more; and into these malleable human bodies could once again enter those souls that had been waiting on Saturn, Jupiter, and so on. Whereas these souls had previously been forced to leave Earth, they now returned gradually after the Moon’s ejection and populated the human bodies that were emerging anew through this renewal. Thus, after the Moon’s departure, we have a time when ever new bodies emerge. We have only a very small number of people who survived the Moon crisis. Humans have always had descendants. But when the souls came down, they could not make use of the bodies and allowed them to wither away. The human race gradually died out. But when the revival set in again, the descendants of those humans who had survived the lunar crisis were once more able to receive the souls from Saturn, Jupiter, and Mars. The Earth was gradually repopulated with souls. And now you can understand what a significant, profoundly transformative event this departure of the Moon was. In fact, everything changed as a result of the Moon’s departure.

[ 26 ] Betrachten wir noch einmal die Entwickelung vor dem Mondaustritt. Wir haben ansprechen müssen den Menschen als den Erstgeborenen unserer Schöpfung. Er entstand schon während des Saturns. Auf der Sonne kam dann hinzu das Tierreich, auf dem Monde das Pflanzenreich, und das Mineralreich ist auf der Erde hinzugekommen. Jetzt aber, von dem Mondaustritt an, wird die Sache anders. Wenn der Mond nicht ausgetreten wäre, wäre alles auf der Erde erstorben. Zuerst die Menschen, dann die Tiere, zuletzt die Pflanzen. Die Erde wäre mumifiziert worden. Davor ist die Erde durch den Mondaustritt gerettet worden. Es lebte alles wieder auf und erfuhr eine Erfrischung. Wie geschah nun diese Wiederauflebung?

[ 26 ] Let us once again consider the development prior to the Moon’s emergence. We had to begin by addressing humankind as the firstborn of our creation. Humankind came into being as early as the Saturn era. The animal kingdom then emerged on the Sun, the plant kingdom on the Moon, and the mineral kingdom on Earth. But now, starting with the Moon’s departure, things take a different turn. If the Moon had not departed, everything on Earth would have perished—first the human beings, then the animals, and finally the plants. The Earth would have become mummified. Instead, the Earth was saved by the Moon’s departure. Everything came back to life and experienced a renewal. How, then, did this revival take place?

[ 27 ] Was das tiefste Reich war, das Mineralreich, das brauchte am wenigsten dazu. Das Pflanzenreich war wohl in einer gewissen Weise ausgedorrt, aber es konnte auch schnell wieder aufleben. Auch das Tierreich konnte sich in einer gewissen Beziehung nach und nach herauf entwickeln. Am spätesten konnten die Menschengestalten zu ihrer Geltung kommen, um die Seelen, die ihnen aus den höchsten Regionen der Welt zuflossen, aufzunehmen. Es kehrt sich also die ganze Entwikkelung um nach dem Mondaustritt. Während vorher zuerst das Menschenreich, dann das Tierreich, dann das Pflanzenreich und zuletzt das Mineralreich entstand, ist jetzt das Mineralreich am ehesten fähig, die wiederbelebenden Kräfte zur Geltung zu bringen. Dann kommt das Pflanzenreich und entwickelt sich zu den höchsten Formen hinauf, dann das Tierreich, und zuletzt erst kann sich das Menschenreich zu den höchsten Formen hinauf entwickeln. Nach dem Mondaustritt kehrt sich der ganze Sinn der Entwickelung um. Und die Wesenheiten, die sozusagen am längsten haben warten können, um sich mit ihrem Geistigen dem Physischen zu vereinigen, das sind solche, die, im höchsten Sinne des Wortes, nach dem Mondaustritt in eine geistigere Sphäre hinaufgestiegen sind. Jene, welche mit ihrer geistigen Entwickelung früher zum Abschluß gekommen waren, sind auf einer weniger vollkommenen Stufe zurückgeblieben. Nach dem Mondaustritt erscheinen die Zurückgebliebenen früher. Sie werden leicht begreifen können, warum,

[ 27 ] The mineral kingdom, which was the deepest realm, required the least for this. The plant kingdom had indeed withered away to a certain extent, but it was also able to revive quickly. The animal kingdom, too, was able to develop gradually in a certain respect. Human beings were the last to come into their own, in order to receive the souls flowing to them from the highest regions of the world. Thus, the entire course of development is reversed after the moon’s departure. Whereas previously the human kingdom arose first, followed by the animal kingdom, then the plant kingdom, and finally the mineral kingdom, the mineral kingdom is now best able to bring the revitalizing forces to bear. Next comes the plant kingdom, which develops upward toward the highest forms; then the animal kingdom; and only finally can the human kingdom develop upward toward the highest forms. After the Moon’s departure, the entire direction of evolution is reversed. And the beings who, so to speak, have had to wait the longest to unite their spiritual nature with the physical are those who, in the highest sense of the word, have ascended to a more spiritual sphere after the Moon’s departure. Those who had completed their spiritual development earlier have remained at a less perfect stage. After the departure from the Moon, those who have remained behind appear first. You will easily understand why,

[ 28 ] Betrachten wir einmal irgendeine Menschenseele, oder irgendein seelisches Wesen, das sich früher wegen der Verhärtung nicht hat verkörpern wollen. Das konnte etwa folgende Überlegung haben, wenn wir das wieder in menschliche Sprache übertragen: Soll ich mich jetzt verkörpern oder soll ich noch warten? Nehmen wir an, der Mond sei noch nicht sehr lange draußen, die Dinge also noch sehr hart. Das Wesen aber, das sich verkörpern will, hat es eilig; es geht also unter allen Umständen herunter und nimmt mit den noch nicht weit nach vorwärts entwickelten Körpern vorlieb. Dadurch muß es sozusagen auf einer niedrigeren Stufe stehen bleiben. Ein anderes Wesen sagt sich: Ich warte lieber länger und bleibe noch eine Weile im Weltenraum, bis die Erde ihre physische Wesenheit noch mehr erleichtert und verdünnt hat. Eine solche Wesenheit wartet also bis zu einem späteren Zeitpunkt, und es gelingt ihr dadurch, diejenige Wesenheit, in die sie sich verkörpert, physisch zu bearbeiten, physisch zu ihrem Ebenbild zu machen. So müssen alle die Wesenheiten, die sich zu früh verkörpern, auf untergeordneten Stufen stehen bleiben. Diejenigen, die warten können, kommen zu den höheren Stufen. Unsere höheren Tiere sind deshalb auf der Tierstufe stehen geblieben, weil sie nicht haben warten können nach dem Mondaustritt. Die haben vorlieb genommen mit den Körpern, die sie gerade haben erhalten können. Diejenigen, die später herunterkamen, konnten die Körper nur gestalten zu den niederen Menschenrassen, die ausstarben oder im Aussterben waren. Dann kam ein Zeitpunkt, der gerade recht war, wo sich die Seelen mit den Leibern vereinigten, und der schuf dasjenige, was eigentlich menschlich entwickelungsfähig war.

[ 28 ] Let us consider any human soul, or any spiritual being, that previously did not wish to incarnate because of its hardness of heart. If we translate this back into human language, its reasoning might have been something like this: Should I incarnate now, or should I wait a little longer? Let’s assume the Moon hasn’t been out very long yet, so conditions are still very harsh. But the being that wants to incarnate is in a hurry; it therefore descends under any circumstances and makes do with bodies that are not yet very far along in their development. As a result, it must, so to speak, remain at a lower level. Another being says to itself: I’d rather wait longer and remain in outer space for a while longer, until the Earth has further lightened and refined its physical substance. Such a being therefore waits until a later time, and in doing so succeeds in physically shaping the being into which it incarnates, physically molding it in its own image. Thus, all entities that incarnate too early must remain at lower levels. Those who can wait reach the higher levels. Our higher animals have therefore remained at the animal level because they were unable to wait after leaving the Moon. They had to make do with the bodies they were able to obtain at that time. Those who descended later could only form bodies belonging to the lower human races, which had died out or were in the process of dying out. Then came a moment that was just right, when the souls united with the bodies, and this created what was actually capable of human development.

[ 29 ] So sehen wir eine Verödung der Erde bis zum Mondaustritt, dann ein Wiederaufblühen der Erdenverhältnisse nach dem Mondaustritt, und von da ab wieder ein Herabsteigen derjenigen Wesenheiten, die von der Erde fortgegangen waren, weil ihnen die Erde zu schlecht wurde. Aber das bezieht sich jetzt nicht nur auf die Wesenheiten, die nur den höheren Menschen bilden, sondern auf noch andere Wesenheiten, die zu ganz anderen Dingen herunterstiegen, als um den Menschen heranzubilden. Auch da handelt es sich darum, daß immer der richtige Zeitpunkt abgewartet wird, damit ein solches Wesen einen Körper auf der Erde beziehen kann.

[ 29 ] Thus we see a desolation of the Earth leading up to the departure to the Moon, then a revival of conditions on Earth following that departure, and from that point onward, a return of those beings who had left the Earth because it had become too inhospitable for them. But this now applies not only to the beings that constitute the higher human beings, but also to other beings who descended for purposes entirely different from the formation of human beings. Here, too, the point is that the right moment is always awaited so that such a being can take on a body on Earth.

[ 30 ] Gehen wir zurück in die indische Zeit. Da gab es Menschen auf einer hohen Stufe der Entwickelung. Gerade wie die von Mars, Saturn und Jupiter herunterkommenden Seelen ihre Leiber aufsuchten, so suchten höhere Wesenheiten höher stehende Leiber auf, um im Innern des Menschen zu wirken. Nehmen wir die großen heiligen Lehrer der alten Inder, die Rischis: einen Teil ihrer Wesenheit stellten sie zur Verfügung; gewisse höhere Wesenheiten nahmen in ihnen Wohnung. Aber andere höhere Wesenheiten sagten: Nein, wir warten, bis da unten noch andere Wesenheiten sind, die selbst eine höhere Entwickelung durchmachen. Wir mögen noch nicht herunter, wir bleiben noch oben, bis die Menschen ihr Inneres noch reifer gemacht haben; dann steigen wir herunter, denn jetzt finden wir das Innere der Menschen nur wenig vorbereitet für uns.

[ 30 ] Let us go back to the Indian era. At that time, there were people at a high stage of development. Just as the souls descending from Mars, Saturn, and Jupiter sought out their bodies, so too did higher beings seek out bodies of a higher order in order to work within human beings. Take, for example, the great holy teachers of the ancient Indians, the Rishis: they made a part of their being available; certain higher beings took up residence within them. But other higher beings said: No, we will wait until there are other beings down there who are themselves undergoing a higher evolution. We do not wish to descend yet; we will remain above until human beings have made their inner selves more mature; then we will descend, for at present we find the inner lives of human beings only slightly prepared for us.

[ 31 ] Dann sagten sich während der persischen Kultur gewisse höhere Wesenheiten: Jetzt können wir heruntersteigen in das menschliche Innere, wie es sich bis jetzt entwickelt hat. - Und ebenso während der ägyptischen Zeit.

[ 31 ] Then, during the Persian cultural period, certain higher beings said to one another: “Now we can descend into the human inner being, as it has developed up to this point.” — And the same was true during the Egyptian period.

[ 32 ] Diejenige Wesenheit aber, welche die höchste war unter den Sonnenwesenheiten, wartete noch immer. Von auswärts her schickte sie ihre Kräfte zu den heiligen Rischis hinunter. Die heiligen Rischis schauten hinauf zu demjenigen, den sie Vishva Karman nannten und von dem sie sagten: Vishva Karman ist außer unserer Sphäre. — Er wartete, denn er sagte sich: Noch nicht ist das menschliche Innere so weit vorbereitet, daß ich darin Platz haben kann. —- Dann kam die persische Kultur. Da sah Zarathustra zur Sonne hinauf und sah Ahura Mazdao in der Sonne. Aber immer noch stieg diese hohe Wesenheit nicht in die irdische Sphäre hinunter. Dann kam die ägyptische Kultur und die Kultur desjenigen Volkes, das am längsten gewartet hatte. Und es kam derjenige Mensch, der am längsten wartete, der sein Inneres durch viele Inkarnationen bereits entwickelt hatte. Da schaute das Sonnenwesen herunter, sah das Innere dieses Menschen, der in dem Jesus von Nazareth wohnte und der sein Inneres bereit gemacht hatte. Das höchste der Sonnenwesen sah herunter und sagte: Wie einst die niederen Wesenheiten heruntergestiegen sind, um die Leiber aufzubauen, so steige ich jetzt herunter und nehme das Innere desjenigen Menschen ein, der am längsten gewartet hat. - Gewiß, es haben sich auch schon früher höhere Wesenheiten mit den Menschen vereinigt. Aber der, der am längsten gewartet hatte, der nahm den Christus in sich auf; der war bei der Jordantaufe so weit, daß derselbe Geist, der bis dahin sich in den Sphären des Weltenraumes gehalten hatte, heruntersteigen und sich mit seinem Innern vereinigen konnte. Der Christus war seit der Johannes-Taufe in dem Leibe des Jesus von Nazareth, weil die den Jesus von Nazareth durchwirkende Individualität durch wiederholte Inkarnationen die Reife erlangt hatte, in dem so durchgeistigten Leibe diesen hohen Geist aufzunehmen.

[ 32 ] But the being who was the highest among the solar beings was still waiting. From afar, he sent his powers down to the holy Rishis. The holy Rishis looked up to the one they called Vishva Karman and of whom they said: “Vishva Karman is beyond our sphere.” — He waited, for he told himself: “The human inner being is not yet prepared enough for me to find a place within it.” — Then came Persian culture. There, Zarathustra looked up at the sun and saw Ahura Mazdao in the sun. But still this exalted Being did not descend into the earthly sphere. Then came Egyptian culture and the culture of the people who had waited the longest. And there came the human being who had waited the longest, who had already developed his inner being through many incarnations. Then the solar being looked down, saw the inner being of this human being who dwelt within Jesus of Nazareth and who had prepared his inner being. The highest of the solar beings looked down and said: Just as the lower beings once descended to build up the bodies, so I now descend and take up residence within the inner being of the human being who had waited the longest. - Certainly, higher beings had united with human beings before. But the one who had waited the longest received the Christ within himself; at the baptism in the Jordan, he had reached the point where the very same Spirit, which until then had remained in the spheres of the cosmos, could descend and unite with his inner being. Christ had been in the body of Jesus of Nazareth since the baptism by John, because the individuality permeating Jesus of Nazareth had, through repeated incarnations, attained the maturity necessary to receive this high Spirit into a body thus imbued with the Spirit.

[ 33 ] Dieser Christus-Geist war immer da. Aber nach der Abtrennung des Mondes mußten alle Wesenheiten erst heranreifen. Erst kamen nach und nach die niedersten Wesenheiten heraus, die am wenigsten hatten warten können ihrem geistigen Teile nach, dann immer höhere und höhere Wesenheiten. Und als der Mensch sein Inneres immer höher hat entwickeln können, und als die Zeit gekommen war, da der Jesus von Nazareth die Reife erlangt hatte, den Christus in sich aufzunehmen, da konnte derjenige, der die Fähigkeit des höheren Schauens hatte, sagen: «Ich habe gesehen, wie der Geist auf ihn hinabfuhr!» Und was konnte der, auf den der Geist herabgefahren war, sagen, wenn er sprechen ließ, was jetzt in seinem Innern lebte? Es war ja dasselbe Wesen, das die Rischis als Vishva Karman kannten. Was hätte Vishva Karman von sich sagen müssen, nicht wenn die Rischis gesprochen hätten, sondern wenn er gesprochen hätte? Er ist ja der hohe Sonnengeist, der als Geist im Lichte wirkt; er hätte sagen müssen: Ich bin das Licht der Welt! — Was hätte Ahura Mazdao sagen müssen, wenn er hätte von sich sprechen wollen? Ich bin das Licht der Welt!- Und was sprach derselbe Geist, da ein Mensch reif geworden war, um ihn in sich aufzunehmen? Wie spricht das, was früher im Weltenraum, auf der Sonne war, jetzt aus einem Menschen heraus? «Ich bin das Licht der Welt!»

[ 33 ] This Spirit of Christ has always been present. But after the separation of the Moon, all beings first had to mature. First, little by little, the lowest beings emerged—those whose spiritual nature had been least able to wait—and then, progressively, higher and higher beings. And as human beings were able to develop their inner selves to ever higher levels, and when the time came that Jesus of Nazareth had attained the maturity to receive the Christ within himself, those who possessed the ability of higher vision could say: “I have seen how the Spirit descended upon him!” And what could the one upon whom the Spirit had descended say when he gave voice to what now lived within him? It was, after all, the same Being whom the Rishis knew as Vishva Karman. What would Vishva Karman have had to say about himself—not if the Rishis had spoken, but if he himself had spoken? He is, after all, the high Sun Spirit who works as a Spirit in the light; he would have had to say: “I am the light of the world!” — What would Ahura Mazdao have had to say if he had wanted to speak of himself? “I am the light of the world!” — And what did that same spirit say when a human being had become ready to receive him within himself? How does that which was once in the cosmos, on the sun, now speak from within a human being? “I am the light of the world!”

[ 34 ] Was aus Weltenhöhen heruntergeklungen hat auf die Erde als die innerste Selbstcharakteristik des leitenden kosmischen Geistes, wir hören es wiederklingen aus einem menschlichen Innern, da das Wesen selbst in einem menschlichen Innern Platz genommen hat. Da tönt es aus dem Jesus von Nazareth, als der Christus in ihm ist, mit Recht:

[ 34 ] What has resounded down to Earth from the heights of the cosmos as the innermost self-characteristic of the guiding cosmic Spirit—we hear it echoing from within a human being, for the Being itself has taken its place within a human being. And so it resounds from Jesus of Nazareth, when the Christ is within him, with good reason:

«Ich bin das Licht der Welt!»

“I am the light of the world!”