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The East in the Light of the West
The Children of Lucifer and the Brothers of Christ
GA 113

31 August 1909, Munich

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The East in the Light of the West, tr. SOL
  1. Der Orient im Lichte des Okzidents, 5th ed.

Neunter Vortrag

Ninth Lecture

[ 1 ] Die Tatsache, mit der wir gestern unsere Betrachtungen geschlossen haben, muß notwendigerweise, wenn sie zum erstenmal an den Menschen herantritt, etwas unverständlich bleiben. Sie gehört zu den Geheimnissen der Zahl. Und die Geheimnisse der Zahl sind diejenigen, zu denen verhältnismäßig am schwierigsten hin zu gelangen ist.

[ 1 ] The fact with which we concluded our reflections yesterday must necessarily remain somewhat incomprehensible when it first presents itself to a person. It belongs to the mysteries of numbers. And the mysteries of numbers are among the most difficult to grasp.

[ 2 ] Es ist gesagt worden, daß zwischen den Zahlen Sieben und Zwölf ein gewisses Verhältnis besteht, und daß dieses Verhältnis etwas zu tun hat mit Zeit und Raum. Nun ist es zwar möglich, daß das Geheimnis, das damit ausgesprochen ist, nach und nach von allen Menschen verstanden werden kann, aber im Sinne der gegenwärtig allein anerkannten Erkenntnis ist dieSache eine bloße Behauptung. Sie soll zunächst erläutert werden. Man findet sich im Weltengetriebe, darauf konnte schon hingewiesen werden, zurecht, wenn man unterscheidet zwischen denjenigen Verhältnissen, die vorzugsweise räumlich sind, und denjenigen die vorzugsweise zeitlich sind. Man begreift die Welt, wie sie uns umgibt, zunächst in Raum und Zeit. Wenn man sich aber nicht darauf beschränkt, abstrakt von Raum und Zeit zu sprechen, sondern verstehen will, wie sich die Verhältnisse in der Zeit ordnen, und wie sich die einzelnen Wesenheiten im Raum zueinander stellen, dann gibt es einen Faden, der hindurchführt auf der einen Seite durch die Verhältnisse der Zeit und auf der anderen Seite durch die Verhältnisse des Raumes. Wir betrachten geisteswissenschaftlich zunächst den Werdegang der Welterscheinungen. Wir blicken zurück auf frühere Verkörperungen des Menschen, auf frühere Verkörperungen der Rassen, der Kulturen, auf frühere Verkörperungen der Erde selbst. Wir verschaffen uns eine Ahnung von demjenigen, was in der Zukunft, also auch zeitlich geschehen soll. Aber wir finden uns immer zurecht, wenn wir uns sagen: Wir werden die zeitliche Entwickelung von einem Gerüste aus beurteilen, das wir uns bauen durch die Zahl Sieben. - Man darf da nicht konstruieren oder spekulieren und mit der Zahl Sieben allerlei Deutungen vornehmen, sondern man soll zunächst einmal die Tatsachen unter dem Gesichtspunkt der Siebenzahl verfolgen. Es ist dies zunächst nur eine Erleichterung des Betrachtens. Nehmen Sie zum Beispiel den Menschen an, dessen Geistesauge geöffnet ist, so weit, daß er die Tatsachen der Akasha-Chronik in der Vergangenheit prüfen kann, so wird ihn die Siebenzahl dadurch leiten können, daß er sich sagt: Was in der Zeit verläuft, baut sich nach dem Gerüste der Siebenzahl auf; was sich wiederholt in verschiedenen Formen, das betrachtet man gut dadurch, daß man die Sieben zugrunde legt und die entsprechenden Gestaltungen dann aufsucht. — So ist es gut, sich zu sagen: Weil die Erde verschiedene Verkörperungen durchmacht, suchen wir ihre sieben Verkörperungen: Saturn, Sonne, Mond, Erde, Jupiter, Venus und Vulkan. Weil die menschlichen Kulturen sieben Verkörperungen durchmachen, suchen wir ihren Zusammenhang, indem wir wiederum die Siebenzahl zugrunde legen. — Wir gehen zum Beispiel zur ersten Kultur in der nachatlantischen Zeit. Die altindische Kulturperiode ist die erste, die zweite ist die urpersische, die dritte die chaldäisch-ägyptische, die vierte die griechisch-lateinische, die fünfte unsere eigene, und wir erwarten die zwei folgenden, welche als die sechste und siebente die unsere ablösen werden. Da haben wir wiederum die Siebenzahl in aufeinanderfolgenden Kulturverkörperungen zugrunde gelegt. Wir können aber auch in dem Karma eines Menschen uns zurecht finden, wenn wir zurückzublicken suchen auf seine drei vorhergehenden Inkarnationen. Wenn man die Inkarnation eines Menschen der Gegenwart nimmt und überblickt von dieser Gegenwart ausgehend die drei vorhergehenden Inkarnationen, dann ist es möglich, gewisse Schlüsse zu ziehen für die drei nächstfolgenden Inkarnationen. Die drei vorhergehenden Inkarnationen und die jetzige mit den drei folgenden geben wiederum sieben. So ist die Siebenzahl ein Leitfaden für alles zeitliche Geschehen.

[ 2 ] It has been said that there is a certain relationship between the numbers seven and twelve, and that this relationship has something to do with time and space. Now, while it is certainly possible that the mystery expressed therein may gradually be understood by all people, in terms of the knowledge currently accepted as valid, the matter remains a mere assertion. It must first be explained. As has already been pointed out, one can find one’s way in the workings of the world by distinguishing between those relationships that are primarily spatial and those that are primarily temporal. One understands the world as it surrounds us, first and foremost, in terms of space and time. But if one does not limit oneself to speaking abstractly of space and time, but rather seeks to understand how relationships are ordered in time and how individual entities relate to one another in space, then there is a thread that leads, on the one hand, through the relationships of time and, on the other hand, through the relationships of space. From a spiritual scientific perspective, we first consider the development of world phenomena. We look back at earlier incarnations of humanity, at earlier incarnations of races and cultures, and at earlier incarnations of the Earth itself. We gain an inkling of what is to happen in the future—that is, in the course of time. But we will always find our way if we tell ourselves: We will assess temporal development from a framework that we construct for ourselves through the number seven. — One must not construct theories or speculate and apply all sorts of interpretations to the number seven; rather, one should first and foremost trace the facts from the perspective of the number seven. This is, at first, merely a means of facilitating observation. Take, for example, a person whose spiritual eye is open to such an extent that he can examine the facts of the Akashic Records in the past; the number seven will be able to guide him by having him say to himself: What unfolds over time is structured according to the framework of the number seven; what repeats itself in various forms can be best understood by taking the number seven as a basis and then seeking out the corresponding manifestations. — Thus, it is good to say to oneself: Since the Earth undergoes various incarnations, let us seek its seven incarnations: Saturn, Sun, Moon, Earth, Jupiter, Venus, and Vulcan. Since human cultures undergo seven incarnations, let us seek their connection by again taking the number seven as our basis. — Let us turn, for example, to the first culture of the post-Atlantean era. The ancient Indian cultural period is the first; the second is the Proto-Persian; the third, the Chaldean-Egyptian; the fourth, the Greco-Latin; the fifth, our own; and we anticipate the next two, which, as the sixth and seventh, will succeed our own. Here, too, we have taken the number seven as our basis in successive cultural incarnations. But we can also find our way through a person’s karma by looking back at their three previous incarnations. If one takes the incarnation of a person living in the present and, starting from the present, surveys the three previous incarnations, it is possible to draw certain conclusions about the three subsequent incarnations. The three previous incarnations, the present one, and the three following ones again total seven. Thus, the number seven serves as a guiding principle for all temporal events.

[ 3 ] Dagegen ist die Zahl Zwölf ein Leitfaden für alles, was im Raume nebeneinander besteht. Das hat eine Wissenschaft, die zu gleicher Zeit Weisheit war, immer gefühlt. Daher hat sie bei Welterscheinungen, die unserer Erde angehören, gesagt: Wir finden uns zurecht, wenn wir die räumlichen Beziehungen von irgend etwas, was auf der Erde geschieht, auf zwölf Dauerpunkte, die im Raume verteilt sind, beziehen. — Diese zwölf Dauerpunkte sind durch die zwölf Tierkreis-Zeichen im Weltenraum angegeben. Das sollten zwölf Grundpunkte sein, auf die alles im Raume bezogen wird. Das liegt aber nicht bloß in einer Willkür der menschlichen Denk weise, sondern diese hat an der Wirklichkeit gelernt und sich dieses Verhältnis, daß man im Raum sich am besten zurechtfindet, wenn man sich auf zwölf Glieder bezieht, als orientierend ausgebildet. Wo es sich um Veränderungen handelt, das heißt um Zeitliches, da werden die sieben Planeten von einer älteren Wissenschaft zugrunde gelegt. Da ist die Siebenzahl der Leitfaden.

[ 3 ] In contrast, the number twelve serves as a guide for everything that exists side by side in space. A science—which was at the same time wisdom—has always sensed this. Therefore, with regard to worldly phenomena belonging to our Earth, it has stated: We find our bearings when we relate the spatial relationships of anything that happens on Earth to twelve fixed points distributed throughout space. — These twelve fixed points are indicated by the twelve signs of the zodiac in the cosmos. These should be twelve fundamental points to which everything in space is related. However, this is not merely an arbitrary construct of human thought; rather, human thought has learned from reality and has developed this relationship—that one best finds one’s bearings in space by relating to twelve points—as a guiding principle. When it comes to changes, that is, to temporal matters, an older science takes the seven planets as its foundation. There, the number seven serves as the guiding principle.

[ 4 ] Nun fragen wir uns: Wie wendet sich das auf dieses menschliche Leben in seiner Entwickelung an? — Wir haben gesagt, daß bis zu dem Zeitpunkt in der Menschheitsentwickelung, der durch den Eintritt des Christus-Prinzipes bezeichnet wird, es sich darum handelt, daß der Mensch, wenn er in sein Inneres hineinblickte, den Weg zu der Götterwelt durch den Schleier seines Inneren suchte, in die luziferische Welt hineinkam. Und wir haben alles dasjenige, was da der Mensch findet, mit einem Sammelnamen als die luziferische Welt bezeichnen können. Das war auch in diesen älteren Zeiten der Weg, auf dem der Mensch seine Weisheit gesucht hat, auf dem er eine höhere Erkenntnis über die Welt gesucht hat, als man hinter dem Teppich der äußeren Sinneswelt finden kann. Der Mensch hat gesucht, indem er sich in seine innere Welt versenkt hat; aus dieser heraus mußten weitere Intuitionen und Inspirationen des moralischen und ethischen Lebens geradeso aufsteigen, wie die Intuitionen des Gewissens aus dieser inneren Welt aufgestiegen sind. Es sind auch alle anderen Intuitionen und Inspirationen, die sich auf das Moralische, auf das Seelische überhaupt bezogen, selbstverständlich aus dem Seelischen aufgestiegen. Daher mußten sich diejenigen hohen Individualitäten, welche Führer waren der Menschheit in diesen alten Zeiten, zunächst, wenn sie über das Höchste die Menschen aufklären wollten, an das menschliche Innere wenden. An das menschliche Seelenleben, an das menschliche Innere mußten sich wenden die heiligen Rishis, mußten sich wenden bei allen älteren Kulturen die großen Lehrer der Menschheit. Das menschliche Innere aber ist kein Räumliches, es ist ein Zeitliches. Das Seelenleben verläuft in der Zeit. Dasjenige, was uns außen umgibt, gruppiert sich im Raum; was innerlich verläuft, gruppiert sich in der Zeit. Daher wird alles dasjenige, was zum menschlichen Innern sprechen will, geprüft an dem Leitfaden der Zahl Sieben. Wie kann man daher ein Wesen am besten verstehen, das zum menschlichen Innern sprechen will? Wie könnte man jene Wesen in ihren Grundeigentümlichkeiten am besten verstehen, die wir zum Beispiel die heiligen Rishis nennen? Dann könnte man sie am besten verstehen, wenn man sie erfaßt in demjenigen Verhältnis, das verwandt ist mit dem zeitlichen Seelenleben. Daher erstand in diesen älteren Zeiten, wo die großen Weisen gesprochen haben, vor allen Dingen diese Frage: Woher stammen sie? — wie wir fragen bei einem Sohne: Wer ist Vater und Mutter? Nach dem Zeitlichen, nach dem Abstammungsverhältnis frug man. Wenn man einen Weisen vor sich hatte, da interessierte man sich vor allen Dingen für die Frage: Woher kommt er? Welches war die Wesenheit, die früher da war? Woher stammt er? Wessen Sohn ist er? Indem man also über die luziferische Welt spricht, muß man dieSiebenzahl zugrunde legen und muß sich interessieren, wessen Kind der ist, der da spricht zu der menschlichen Seele. Von den Kindern des Luzifer sprechen wir in diesem Sinne, wenn wir von den älteren Verkündigern der spirituellen Welt sprechen, die hinter dem Schleier des Seelenlebens, die hinter dem Zeitlichen verborgen liegt.

[ 4 ] Now let us ask ourselves: How does this apply to human life in its development? — We have said that up to the point in human evolution marked by the advent of the Christ principle, when a person looked within, seeking the path to the world of the gods through the veil of their inner being, they entered the Luciferic world. And we have been able to designate everything that human beings find there by the collective term “the Luciferic world.” That was also, in those earlier times, the path along which human beings sought their wisdom, along which they sought a higher understanding of the world than could be found behind the veil of the outer sensory world. Human beings sought by immersing themselves in their inner world; from this world, further intuitions and inspirations regarding moral and ethical life had to arise just as the intuitions of conscience arose from this inner world. All other intuitions and inspirations relating to morality and to the soul in general also arose, of course, from the soul. Therefore, when those exalted individuals—who were the guides of humanity in those ancient times—wished to enlighten people about the highest realities, they first had to turn to the human inner world. The holy Rishis had to turn to the life of the human soul, to the human inner world; in all ancient cultures, the great teachers of humanity had to turn to it. But the inner human being is not spatial; it is temporal. The life of the soul unfolds in time. That which surrounds us externally is organized in space; that which unfolds internally is organized in time. Therefore, everything that seeks to speak to the inner human being is tested against the guiding principle of the number seven. How, then, can one best understand a being that seeks to speak to the human inner life? How might one best understand, in their fundamental characteristics, those beings whom we call, for example, the holy Rishis? One could best understand them by grasping them in the context related to the temporal life of the soul. Therefore, in those ancient times when the great sages spoke, this question arose above all others: Where do they come from? — just as we ask of a son: Who are his father and mother? The inquiry was based on the temporal, on the relationship of descent. When one had a sage before one, one was interested above all in the question: Where does he come from? What was the being that existed there before? Where does he come from? Whose son is he? Thus, when speaking of the Luciferic world, one must take the number seven as the foundation and must be interested in whose child it is who speaks to the human soul. We speak of the children of Lucifer in this sense when we speak of the ancient heralds of the spiritual world, which lies hidden behind the veil of soul life, behind the temporal realm.

[ 5 ] Anders aber liegt die Frage bei dem Christus. Der Christus ist nicht zur Erde heruntergekommen auf einem zeitlichen Wege, der Christus ist, indem er zeitlich erschienen ist, auch dem Raume nach, von außen in die irdische Welt gekommen. Der Zarathustra hat ihn gesehen, indem er den Blick nach der Sonne hinaus gerichtet hat, und hat ihn angesprochen als Ahura Mazdao. Immer mehr und mehr hat sich für das menschliche Schauen im Raum dieser Ahura Mazdao genähert, bis er heruntergestiegen und Mensch geworden ist. Da interessiert also auch das räumliche Herankommen, nicht nur die zeitliche Folge. Das räumliche Herankommen, dieses Herankommen des Christus aus der Unendlichkeit des Raumes auf unsere Erde zu, das hat einen Ewigkeitswert, nicht bloß einen zeitlichen Wert. Damit hängt es dann auch zusammen, daß der Christus nicht auf der Erde so zu wirken hat, wie es dem Zeitenverhältnis allein entspricht, daß der Christus nicht auf die Erde so etwas bringt, wie es dem Verhältnis von Vater und Kind, von Mutter und Kind entspricht, was in der Zeit sich abspielt, sondern er bringt etwas in die Welt, was im Nebeneinander sich abspielt. Nebeneinander leben Brüder. Vater und Mutter und Enkel leben nacheinander in der Zeit, und das zeitliche Verhältnis drückt ihr eigentliches Verhältnis aus. Der Christus bringt aber als der Geist des Raumes etwas Räumliches auch in die Erdenkultur hinein. Was er hineinbringt, ist die Nebeneinanderstellung der Menschen im Raum, und das Verhältnis, das nun von einer Seele zur anderen immer mehr und mehr hinüberziehen soll im Nebeneinanderleben, gleichgültig wie sich das zeitliche Verhältnis regelt. Unsere Erde ist der Planet in unserem kosmischen System, der die Mission hat, in die Welt die Liebe einzuführen. Es war in alten Zeiten die Aufgabe der Erde, die Liebe einzuführen mit Hilfe der Zeit. Indem sich durch die Abstammungsverhältnisse das "Blut von Generation zu Generation, vom Vater auf Kind und Enkel herunter ergoß, war dasjenige, was durch die Zeit verwandt war, zugleich dasjenige, was sich liebte. Der Familienzusammenhang, der Blutzusammenhang, das Herabströmen des Blutes durch die in der Zeit aufeinanderfolgenden Generationen, das war dasjenige, was die Liebe begründete in den älteren Zeiten. Und auch da, wo die Liebe einen mehr moralischen Charakter annahm, da begründete sie sich auf ein zeitliches Verhältnis. Man liebte die Ahnherren, diejenigen, die in der Zeit vorangegangen sind. Durch Christus kam die Liebe von Seele zu Seele, so daß dasjenige, was räumlich nebeneinander steht, in ein Verhältnis kommt, wie es die gleichzeitig nebeneinander stehenden Geschwister zunächst vorgebildet haben als die Bruderliebe, die die Menschen im Raume von Seele zu Seele einander entgegenbringen sollen. Hier beginnt das räumliche Nebeneinanderleben seine besondere Bedeutung zu gewinnen.

[ 5 ] The situation is different, however, with Christ. Christ did not descend to earth through a temporal process; rather, by appearing in time, Christ also came into the earthly world from outside, in a spatial sense. Zarathustra saw him by turning his gaze toward the sun, and addressed him as Ahura Mazdao. Ahura Mazdao drew ever closer to human perception in space until He descended and became human. Thus, the spatial approach is also significant, not merely the temporal sequence. This spatial approach—the approach of the Christ from the infinity of space toward our Earth—possesses an eternal value, not merely a temporal one. This is also why Christ does not have to work on Earth in a way that corresponds solely to the relationship of time; why Christ does not bring to Earth something that corresponds to the relationship between father and child, or mother and child—which unfolds in time—but rather brings into the world something that unfolds in coexistence. Brothers live side by side. Father, mother, and grandchild live one after the other in time, and the temporal relationship expresses their actual relationship. Christ, however, as the Spirit of Space, brings something spatial into earthly culture as well. What he brings is the juxtaposition of human beings in space, and the relationship that is now to extend more and more from one soul to another in this coexistence, regardless of how the temporal relationship is arranged. Our Earth is the planet in our cosmic system that has the mission of introducing love into the world. In ancient times, it was Earth’s task to introduce love with the help of time. As the “blood” flowed down through the generations—from father to child and grandchild—via kinship ties, that which was related through time was at the same time that which loved one another. The family bond, the blood bond, the flow of blood through the generations succeeding one another in time—that was what established love in earlier times. And even where love took on a more moral character, it was based on a temporal relationship. People loved their ancestors, those who had gone before them in time. Through Christ, love came to be from soul to soul, so that those who stand side by side in space enter into a relationship, as first exemplified by siblings standing side by side at the same time—the brotherly love that people are to extend toward one another in the realm from soul to soul. Here, living side by side in space begins to take on its special significance.

[ 6 ] Daher redet man in älteren Zeiten, wenn es sich um die großen Angelegenheiten der Menschheit handelt, von demjenigen, was nach der Regel der Siebenzahl zusammenhängt: Sieben Rishis, sieben Weise! Daher ist der Christus umgeben von zwölf Aposteln als den Vorbildern der im Raume nebeneinander lebenden Menschen. Und diese Liebe, die alles dasjenige, was im Raume nebeneinander ist, unabhängig von der Zeitenfolge umspannen wird, soll durch das Christus-Prinzip in das soziale Leben der Erde hineinkommen. Derjenige ist ein Nachfolger des Christus, der das, was um ihn herum ist, liebt in Brüderlichkeit. Sprechen wir daher in älteren Zeiten von den Kindern desLuzifer, so ist das Christus-Prinzip die Veranlassung, daß wir sagen: Christus ist der Erstgeborene unter vielen Brüdern. — Und das Bruderschaftsverhältnis zu dem Christus, das Sich-hingezogen-Fühlen nicht wie zu einem Vater, sondern wie zu einem Bruder, den man als den ersten der Brüder, aber doch als einen Bruder liebt, das ist das Grundverhältnis zu Christus.

[ 6 ] That is why, in ancient times, when discussing the great affairs of humanity, people spoke of things related to the number seven: seven Rishis, seven sages! That is why Christ is surrounded by twelve apostles as models for people living side by side in space. And this love, which will encompass everything that exists side by side in space, regardless of the sequence of time, is to enter into the social life of the Earth through the Christ principle. A follower of Christ is one who loves all that is around him in brotherhood. Therefore, when we speak in earlier times of the children of Lucifer, it is the Christ principle that prompts us to say: Christ is the firstborn among many brothers. — And the relationship of brotherhood to Christ—the feeling of being drawn not to a father but to a brother, whom one loves as the first among brothers, yet still as a brother—that is the fundamental relationship to Christ.

[ 7 ] Das sind wiederum natürlich nur Anführungen, welche belegen, nicht beweisen, aber belegen und verdeutlichen dasjenige, was das Verhältnis der Zahlen Sieben und Zwölf ausmacht. Je mehr also das Christus-Verhältnis in die Welt herunterleuchtet, desto mehr sprichtman von Gruppierungen im Sinne der zwölf Stämme Israels, der zwölf Apostel und so weiter. Die Zwölfzahl gewinnt also von da aus ihre mystische, geheimnisvolle Bedeutung für die Erdenentwickelung.

[ 7 ] Of course, these are merely examples that illustrate—not prove—but illustrate and clarify what defines the relationship between the numbers seven and twelve. Thus, the more the Christ relationship shines down into the world, the more people speak of groupings in the sense of the twelve tribes of Israel, the twelve apostles, and so on. From there, the number twelve gains its mystical, mysterious significance for the development of the Earth.

[ 8 ] Damit ist sozusagen der äußere Aspekt, der äußere Anblick dieser großen Veränderung angedeutet, die sich durch das Christus-Prinzip in bezug auf die Erdenentwickelung abgespielt hat. Wir könnten nun lange reden über das Verhältnis der Zahl Sieben zu der Zahl Zwölf und würden mancherlei noch unverständlich lassen müssen in diesem tiefen Geheimnis unseres Weltendaseins. Wenn Sie sich das Gesagte wie eine Verdeutlichung der Zahl Sieben und der Zahl Zwölf als Leitfaden für Zeit- und Raumverhältnisse gesagt sein lassen, so können Sie tiefer hineindringen in die Geheimnisse des Universums. Für uns soll aber zunächst dieses Verhältnis der Zahlen Sieben und Zwölf dasjenige sein, welches zu allem anderen dazu uns noch darauf hinweist, wie tief einschneidend das Christus-Ereignis für die Welt war, wie man selbst sozusagen einen anderen Zahlenleitfaden suchen muß, wenn man sich da zurechtfinden will.

[ 8 ] This, so to speak, hints at the outward aspect, the outward appearance of this great transformation that has taken place through the Christ Principle in relation to the Earth’s evolution. We could now speak at length about the relationship between the number seven and the number twelve, yet we would still have to leave many aspects of this profound mystery of our existence in the world unexplained. If you accept what has been said as an illustration of the numbers seven and twelve—serving as a guide to relationships of time and space—you will be able to delve more deeply into the mysteries of the universe. For us, however, this relationship between the numbers seven and twelve should initially serve—along with everything else—to point out just how profoundly significant the Christ event was for the world, and how one must, so to speak, seek a different numerical guide if one wishes to find one’s way there.

[ 9 ] Aber es ist auch ein inneres Verhältnis in bezug auf Raum und Zeit; dieses kann ich Ihnen nur ganz skizzenhaft andeuten. Und das will ich so machen, wie man es in der Regel in den Mysterien gemacht hat, um anzudeuten das Kosmische in dem Verhältnis von Zwölf und Sieben. Man hat gesagt: Wenn man den Weltenraum nicht betrachtet als etwas Abstraktes, sondern so, daß man die irdischen Verhältnisse wirklich auf diesen Weltenraum bezieht, so muß man diese Verhältnisse auf jenen Umkreis beziehen, indem man sich die zwölf Grundpunkte des Tierkreises denkt als Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann, Fische. Diese zwölf Grundpunkte des Tierkreises, sie waren zu gleicher Zeit das wirkliche, reale Weltensymbolum für die urältesten göttlich-geistigen Wesenheiten, in dem man sich in einer gewissen Weise die Wirklichkeit entsprechend gedacht hat. Schon als die Erde verkörpert war im alten Saturn, wirkten diejenigen Kräfte, die aus diesen zwölf Richtungen herkommen, auf diesen alten Saturn ein; sie wirkten wiederum ein während der alten Sonnenzeit, während der alten Mondenzeit und werden weiter wirken. Sie sind also gewissermaßen ein Dauerndes und sind über dasjenige weit erhaben, was innerhalb unseres Erdenwerdens entsteht und vergeht. Erhaben ist dasjenige, was symbolisiert wird durch die zwölf Zeichen des Tierkreises, über dasjenige, was übergeht im Laufe des Werdens unseres Planeten vom alten Saturn auf die Sonne, von der alten Sonne zum alten Mond und so weiter. Während dasjenige, was da vorgeht, entsteht und vergeht, hat das vom Tierkreis Bedingte die Planetengeschehnisse überdauert, also überdauert die Verhältnisse auf dem alten Saturn, auf der alten Sonne, auf dem alten Mond. Es ist auch dasjenige, was durch die Grundpunkte des Tierkreises symbolisiert wird, erhaben über dasjenige, was sich auf unserer Erde abspielt als der Gegensatz von Gut und Böse. Erinnern Sie sich, daß ich in der ersten Stunde dieses Zyklus aufmerksam gemacht habe darauf, wie, wenn man in das astralische Gebiet eindringt, man es zu tun hat mit einer Welt der Verwandlung, wie das, was von einem Gesichtspunkt aus als ein Gutes wirken kann, von dem anderen als böse erscheinen kann. Diese Unterschiede zwischen Gut und Böse, sie haben ihre Bedeutung innerhalb des Werdens. Und für diese Bedeutung ist die Siebenzahl ein orientierender Leitfaden. Dasjenige, was an Göttern symbolisiert wird in den zwölf Raumpunkten, in den zwölf Dauerpunkten, das ist erhaben über Gut und Böse. Und daher haben wir im Umkreis innerhalb der zwölf Dauerpunkte das über Gutes und Böses Erhabene. Da draußen haben wir gleichsam die Symbole für jene göttlich-geistigen Wesenheiten zu suchen, die, wenn sie an sich betrachtet werden, ohne daß sie hereingreifen in unsere irdische Sphäre, erhaben sind über die Unterschiede von Gut und Böse.

[ 9 ] But it is also an inner relationship with regard to space and time; I can only sketch this out for you very briefly. And I want to do so in the way it was usually done in the Mysteries to indicate the cosmic aspect of the relationship between twelve and seven. It has been said: If one does not regard the cosmos as something abstract, but rather relates earthly conditions to this cosmos in a concrete way, then one must relate these conditions to that sphere by conceiving of the twelve points of the zodiac as Aries, Taurus, Gemini, Cancer, Leo, Virgo, Libra, Scorpio, Sagittarius, Capricorn, Aquarius, and Pisces. These twelve points of the zodiac were, at the same time, the true, real cosmic symbol for the most ancient divine-spiritual beings, in which reality was conceived in a certain way. Even when the Earth was embodied in the ancient Saturn, the forces originating from these twelve directions were already acting upon that ancient Saturn; they continued to act during the ancient Sun era, during the ancient Moon era, and will continue to act. They are, so to speak, a constant presence and are far exalted above that which arises and passes away within the course of our Earth’s evolution. That which is symbolized by the twelve signs of the zodiac is exalted above that which passes away in the course of our planet’s evolution from ancient Saturn to the Sun, from the ancient Sun to the ancient Moon, and so on. While what takes place there arises and passes away, that which is determined by the zodiac has outlasted planetary events—that is, it outlasts the conditions on ancient Saturn, on the ancient Sun, and on the ancient Moon. It is also that which is symbolized by the cardinal points of the zodiac, transcending what unfolds on our Earth as the contrast between good and evil. Remember that in the first lecture of this series I drew your attention to how, when one enters the astral realm, one encounters a world of transformation, where what may appear as good from one perspective can seem evil from another. These distinctions between good and evil have their significance within the process of becoming. And the number seven serves as a guiding principle for this significance. That which is symbolized by the gods in the twelve spatial points, in the twelve points of permanence, is transcendent of good and evil. And therefore, within the circle of the twelve points of permanence, we find that which is transcendent of good and evil. Out there, so to speak, we must seek the symbols of those divine-spiritual beings who, when considered in themselves—without intervening in our earthly sphere—are transcendent of the distinctions between good and evil.

[ 10 ] Nun aber beginnt sich einmal in der Zeit zu regen dasjenige, das zu unserer Erde wird. Das kann nur dadurch geschehen, daß gleichsam eine Zweiteilung innerhalb dieser Dauergöttlichkeiten eintritt und dasjenige, was vorgeht, in ein verschiedenes Verhältnis tritt zu diesen Dauergöttern, daß sich diese in zwei Sphären gliedern, in eine Sphäre des Guten und in eine Sphäre des Bösen. An sich ist weder das eine noch das andere gut oder böse, aber indem es wirkt auf die Erde in ihrem Werden, wirkt es einmal als gut, einmal als böse, so daß also alles dasjenige, was an dem einen teilnimmt, als die Sphäre des Guten, und was am anderen teilnimmt, als die Sphäre des Bösen bezeichnet werden darf. Nur liegt die Vorstellung zugrunde, daß dasjenige, was nur ein wenig teilnimmt an der Sphäre des Guten, auch gut genannt werden muß. Sobald dasjenige, was in der geistigen Welt, wie ich gesagt habe, Dauer hat, was mit der Zeit nichts zu tun hat, sobald das in die Zeit eingreift, gliedert es sich in ein Gutes und in ein Böses. Für das Gute bleiben von den zwölf Dauerpunkten übrig die fünf rein in der Sphäre des Guten befindlichen und die zwei an der Grenze; das sind sieben. Daher sprechen wir von demjenigen, was als Sieben übrig bleibt von den Zwölf. Wenn wir das Gute, das Vortreflliche, das Führende in der Zeit suchen wollen, müssen wir sprechen von sieben Weisen, von sieben Rishis; und dem entspricht dann auch die Wirklichkeit. Daher auch die Vorstellung, daß der lichten Welt, der oberen Welt sieben Zeichen des Tierkreises angehören; daß die unteren fünf, vom Skorpion angefangen, der finsteren Welt angehören.

[ 10 ] But now, for the first time in time, that which is to become our Earth begins to stir. This can only happen when, as it were, a division occurs within these eternal deities, and that which is taking place enters into a different relationship with these eternal deities, so that they are divided into two spheres: a sphere of good and a sphere of evil. In and of itself, neither one nor the other is good or evil, but as it acts upon the Earth in its becoming, it acts at times as good and at times as evil; thus, everything that participates in one may be designated as the sphere of the good, and everything that participates in the other as the sphere of the evil. However, this is based on the idea that whatever participates even slightly in the sphere of good must also be called good. As soon as that which, as I have said, has permanence in the spiritual world—which has nothing to do with time—as soon as it intervenes in time, it is divided into good and evil. For the good, of the twelve points of permanence, there remain the five that are purely within the sphere of the good and the two on the border; that makes seven. Therefore, we speak of that which remains as the Seven out of the Twelve. If we wish to seek the good, the excellent, and the guiding force within time, we must speak of seven sages, of seven Rishis; and reality corresponds to this as well. Hence also the notion that seven signs of the zodiac belong to the world of light, the upper world; that the lower five, beginning with Scorpio, belong to the world of darkness.

[ 11 ] Das soll nur ein skizzenhafter Hinweis sein darauf, daß der Raum, wenn er sozusagen seine Sphäre der Ewigkeit verläßt und Schöpfungen in sich aufnimmt, die in der Zeit verlaufen, sich gliedert in ein Gutes und ein Böses und daß, indem man das Gute heraushebt, die Sieben heraushebt aus der Zwölf, die Sieben die gute Zahl für die Zeitverhältnisse ist. Wollen wir die Wahrheiten der Zeit suchen, so müssen wir die Siebenzahl als Leitfaden betrachten; denn was als Fünfzahl übrigbleibt, würde uns in den Irrtum führen. Da haben Sie die innere Bedeutung dieser Sache.

[ 11 ] This is meant to be only a brief indication that space, when it leaves, so to speak, its sphere of eternity and takes in creations that unfold in time, is divided into good and evil, and that by highlighting the good, one highlights the seven out of the twelve, the number seven is the good number for temporal relationships. If we wish to seek the truths of time, we must regard the number seven as our guide; for what remains as the number five would lead us into error. Therein lies the inner meaning of this matter.

[ 12 ] Sagen Sie sich nicht in diesem Augenblick, daß dies schwer verständlich ist, sondern sagen Sie sich: Die Welt ist tief, und es muß auch Dinge geben, die schwierig zu verstehen sind.

[ 12 ] Don't tell yourself right now that this is hard to understand; instead, tell yourself: The world is profound, and there must be things that are difficult to understand.

[ 13 ] Der Christus aber ist in die Welt gekommen, um auch zu sitzen mit den Zöllnern und Sündern. Er ist gekommen, um auch aufzunehmen dasjenige, was sonst aus dem Weltgange ausgeschieden werden müßte. In Odipus mußte dasselbe ausgeschieden werden, was in das Christusleben aufgenommen worden ist wie ein Ferment; das wurde Ihnen erhärtet durch die Judas-Sage. Wie das neue Brot einen kleinen Teil des alten als ein Ferment aufnehmen muß, um weiter zu gedeihen, so mußte die neue Welt, um zu gedeihen, um recht gut zu werden, etwas aufnehmen als ein Ferment, das aus dem Bösen heraus ist. Daher konnte Judas, der überall ausgeschlossen war, der sich auch am Hofe des Pilatus unmöglich gemacht hatte, aufgenommen werden da, wo der Christus wirkte, der gekommen ist, die Welt wiederum so zu heilen, daß die Sieben in die Zwölf umgewandelt werden kann, daß dasjenige, was unter der Siebenzahl begriffen worden ist, nunmehr unter dem Symbolum der Zwölfzahl begriffen werden kann. Zunächst ist uns die Zwölfzahl repräsentiert durch die zwölf Brüder des Christus, durch die zwölf Apostel.

[ 13 ] But Christ came into the world to sit with the tax collectors and sinners as well. He came to embrace even that which would otherwise have to be excluded from the course of the world. In Oedipus, the very thing that was taken into the life of Christ as a leaven had to be cast out; this was confirmed to you by the legend of Judas. Just as new bread must take in a small portion of the old as leaven in order to continue to rise, so the new world, in order to flourish and become truly good, had to take in something as leaven that comes from evil. Therefore, Judas—who had been excluded everywhere, who had even made himself unwelcome at Pilate’s court—could be received where Christ was at work, who came to heal the world once more so that the Seven might be transformed into the Twelve, so that what had been understood under the number seven might now be understood under the symbol of the number twelve. First and foremost, the number twelve is represented to us by the twelve brothers of Christ, by the twelve apostles.

[ 14 ] Das alles, wie gesagt, sollte nur besprochen werden als ein Hinweis darauf, wie tief die Veränderung war, die damit für unser ganzes Erdenwerden eintrat. Diese Bedeutung des Christus-Prinzipes und seines Einschlages in das Erdenwerden kann man von vielen Gesichtspunkten aus erläutern und der, den wir damit berührt haben, ist einer davon.

[ 14 ] As I said, all of this was meant only to be discussed as an indication of just how profound the change was that this brought about for our entire earthly existence. The significance of the Christ principle and its impact on our earthly existence can be explained from many different perspectives, and the one we have touched upon here is just one of them.

[ 15 ] Nunmehr wollen wir das noch einmal so recht vor unsere Seele stellen, was uns aus alledem hervorging. Daß mit dem Christus etwas ganz Besonderes eingeschlagen hat in die Erdenentwickelung, das ist etwas, was in der Geisteswissenschaft da, wo sie ihre wahren Pflegestätten hat, gefühlt und erkannt wird. Gefühlt und erkannt wird in den Stätten wahrer Geisteswissenschaft, daß es eines gibt, was zunächst geht durch alleKulturen der nachatlantischen Zeit; was schon gegangen ist durch die uraltindische, die urpersische, die chaldäisch-ägyptische Kultur und so weiter, was gehen wird auch durch diejenigen Kulturen, die auf diese folgen bis zur nächsten großen Katastrophe und darüber hinaus. Wenn wir uns fragen: Wo können wir eine wahrere Gestalt dessen finden, was durch die ganze Menschheitsentwickelung durchgeht, als wir sie finden können durch die Sinnesanschauung oder den menschlichen Verstand? — so müssen wir bei der Geisteswissenschaft anfragen und sagen: Wie nennt man das, was in der spirituellen Welt zu entdecken ist, und was sich gewissermaßen wie eine fortlaufende Geistesströmung durch alle diese sieben Kulturen durchbewegt? — Man hat gerade in der orientalischen Weisheit ein Wort geprägt für dasjenige, was sich durch alle diese Kulturen durchzieht; es ist, wenn man es in Wirklichkeit betrachtet, nicht etwas Abstraktes, sondern etwas Konkretes, ein Wesen. Und will man dieses Wesen näher bezeichnen, von dem im Grunde genommen alle anderen Wesen, seien es die sieben heiligen Rishis oder selbst höhere Wesenheiten, die gar nicht heruntersteigen bis zur physischen Verkörperung, Sendboten sind, so können wir es bezeichnen mit einem Namen, den der Orient richtig geprägt hat. Alle Verkündigung, jegliche Weisheit in der Welt führt zunächst auf diese eine Quelle zurück, auf die Quelle der Urweisheit, welche ein Wesen besitzt, das durch alle Kulturen der nachatlantischen Zeit sich hindurchentwickelt, das in jeder Epoche in dieser oder jener Form erscheint, das aber immer ein Wesen ist, ein Grundträger der Weisheit, die in den verschiedensten Gestalten erschienen ist. Wenn ich Ihnen gestern beschrieben habe, wie — gleichsam einatmend — die heiligen Rishis diese Weisheit konkret erfaßt haben, so war dasjenige, was da draußen wie die Seele des Lichtes ausgebreitet war und als Lichtweisheit eingeatmet wurde von den heiligen Rishis, der Ausfluß jener erhabenen Wesenheit, von der hier die Rede ist. Und für die anderen Zeitalter ist dasjenige, was wir gestern erwähnen konnten als ihre Weisheit — zum Beispiel in jener ganz anderen Anschauung, wie sie in der urpersischen Kulturepoche zum Ausdruck kam -, wiederum herabgeströmt von dieser einen Wesenheit, die der große Lehrer aller Kulturen ist. Jene Wesenheit, die der Lehrer der heiligen Rishis, die der Lehrer des Zarathustra, der Lehrer des Hermes war, die man als den großen Lehrer bezeichnen kann und die in den verschiedensten Epochen in der verschiedensten Weise sich manifestierte, die natürlich für den äußeren Blick zunächst tief verborgen bleibt, bezeichnet man mit einem aus dem Orientalischen heraus geprägten Ausdrucke als Gesamtheit der Bodhisattvas. Die christliche Anschauung würde sie als Heiligen Geist bezeichnen. Wenn man vom Bodhisattva spricht, spricht man von einer über alle Kulturen hin sich ziehenden Wesenheit, die sich auf die eine oder andere Weise kundgeben und manifestieren kann für die Menschen. Das ist der Geist der Bodhisattvas. Zu den Bodhisattvas haben sie alle aufgeblickt, haben die heiligen Rishis, hat der Zarathustra, der Hermes, der Moses aufgeblickt, gleichgültig wie sie die betreffende Wesenheit empfunden und genannt haben. Man kann sie mit diesem einen Namen belegen, sie ist «der große Lehrer», und zu ihm blicken auf diejenigen, die die Lehren der nachatlantischen Zeit empfangen wollen und können. Dieser Bodhisattva-Geist unserer nachatlantischen Zeit hat mehrmals Menschengestalt angenommen, eine derselben interessiert uns aber vor allen Dingen. Ein Bodhisattva hat die weithin leuchtende Menschengestalt angenommen, gleichgültig wie er sich sonst manifestiert hat, in jener Wesenheit, die man als Gautama Buddha bezeichnet. Und es war ein Fortschritt des entsprechenden Bodhisattva, als er nicht mehr bloß zu bleiben brauchte in den oberen geistigen Regionen, sondern es so weit gebracht hatte durch seine Ausbildung innerhalb der geistigen Regionen, daß er die physische Leiblichkeit so weit bezwingen konnte, um in Buddha Mensch zu werden. So also haben wir in dem Buddha eine der Menschwerdungen eines Bodhisattva zu sehen, eine der Menschwerdungen der allumfassenden Weisheitsgestalten, wie sie dem Erdenwerden zugrunde liegen. In dem Buddha haben wir sozusagen die Verkörperung jenes großen Lehrers, der einfach die wesenhafte Weisheit selber genannt werden kann. So sehen wir den Buddha in der richtigen Weise an: Er ist die Erdenwerdung des Bodhisattva. Und es braucht dann nicht geglaubt zu werden, daß ein Bodhisattva nur in dem Buddha sich verkörpert hat, sondern es hat sich ganz oder teilweise ein solcher auch in anderen menschlichen Persönlichkeiten verkörpert. Aber solche Verkörperungen müssen wir nicht alle nach der Schablone auffassen, sondern wir müssen uns klar sein darüber, daß so, wie ein Bodhisattva lebte im Ätherleib des Gautama Buddha, ein solcher auch in Leibesgliedern anderer menschlicher Individuen lebte. Und weil die Wesenheit desjenigen Bodhisattva, welcher den Astralleib des Zarathustra geerbt hatte, einströmte in die Glieder anderer Individualitäten, zum Beispiel des Hermes, so kann man - aber nur wenn man die Sache so versteht- auch andere Individualitäten, die wiederum große Lehrer sind, eine Verkörperung eines Bodhisattva nennen. Man kann von einer immer und immer wiederkehrenden Verkörperung des Bodhisattva sprechen, muß aber wissen, daß der Bodhisattva hinter all den Menschen, in denen er sich verkörpert, gestanden hat als Teil derjenigen Wesenheit, die selber die personifizierte Allweisheit unserer Welt ist.

[ 15 ] Let us now truly bring to mind once more what has emerged for us from all of this. That something quite special entered the course of Earth’s evolution with Christ is something that is felt and recognized in spiritual science, where it has its true centers of cultivation. In the centers of true spiritual science, it is felt and recognized that there is something that first passes through all the cultures of the post-Atlantean era; something that has already passed through the ancient Indian, the ancient Persian, the Chaldean-Egyptian cultures, and so on; something that will also pass through the cultures that follow these until the next great catastrophe and beyond. If we ask ourselves: Where can we find a truer form of that which runs through the entire development of humanity than we can find through sensory perception or human reason? — then we must turn to spiritual science and ask: What is the name of that which can be discovered in the spiritual world, and which, as it were, moves through all these seven cultures like a continuous stream of spirit? — In Eastern wisdom, in particular, a term has been coined for that which pervades all these cultures; when viewed in reality, it is not something abstract, but something concrete—a being. And if we wish to describe this being more precisely—of which, in essence, all other beings, whether the seven holy Rishis or even higher entities that do not descend to physical embodiment, are messengers—we can designate it by a name that the East has aptly coined. All proclamation, all wisdom in the world traces back first and foremost to this one source, to the source of primordial wisdom, which is possessed by a being that has developed throughout all cultures of the post-Atlantean era, that appears in one form or another in every epoch, but that is always a being, a fundamental bearer of the wisdom that has appeared in the most diverse forms. When I described to you yesterday how—as it were, by inhaling—the holy Rishis concretely grasped this wisdom, what was spread out there like the soul of light and was inhaled as light-wisdom by the holy Rishis was the outflow of that sublime being of which we are speaking here. And for the other ages, that which we were able to mention yesterday as their wisdom—for example, in that entirely different worldview as it was expressed in the ancient Persian cultural epoch—has, in turn, flowed down from this one Being, who is the great Teacher of all cultures. That Being—who was the Teacher of the holy Rishis, the Teacher of Zarathustra, and the Teacher of Hermes; who can be described as the Great Teacher and who manifested Himself in the most diverse ways across the most varied epochs; and who, of course, remains deeply hidden from outward view at first—is designated, using a term coined in the Eastern tradition, as the totality of the Bodhisattvas. The Christian view would refer to it as the Holy Spirit. When one speaks of the Bodhisattva, one is speaking of an entity that extends across all cultures and can reveal and manifest itself to human beings in one way or another. This is the Spirit of the Bodhisattvas. All have looked up to the Bodhisattvas—the holy Rishis, Zarathustra, Hermes, and Moses—regardless of how they perceived and named this particular being. One can give it this single name: it is “the Great Teacher,” and those who are willing and able to receive the teachings of the post-Atlantean era look up to him. This Bodhisattva spirit of our post-Atlantean era has taken on human form several times, but one of these forms interests us above all others. A Bodhisattva took on the human form that shines far and wide—regardless of how he otherwise manifested himself—in that being known as Gautama Buddha. And it was a step forward for this particular Bodhisattva when he no longer needed to remain solely in the higher spiritual regions, but had progressed so far through his training within the spiritual regions that he was able to subdue physicality to such an extent that he could become a human being as the Buddha. Thus, in the Buddha, we must see one of the incarnations of a Bodhisattva, one of the incarnations of the all-encompassing figures of wisdom that underlie the process of becoming human on Earth. In the Buddha, we have, so to speak, the embodiment of that great Teacher who can simply be called Wisdom itself. This is how we should view the Buddha correctly: He is the incarnation of the Bodhisattva. And it need not be believed that a Bodhisattva has incarnated only in the Buddha; rather, such a being has also incarnated, in whole or in part, in other human personalities. But we need not view all such incarnations according to a single pattern; rather, we must be clear that just as a Bodhisattva lived in the etheric body of Gautama Buddha, so too did such a being live in the physical bodies of other human individuals. And because the essence of the Bodhisattva who had inherited the astral body of Zarathustra flowed into the physical members of other individuals—for example, Hermes—one can—but only if one understands the matter in this way—also call other individuals, who are in turn great teachers, an incarnation of a Bodhisattva. One can speak of an ever-recurring incarnation of the Bodhisattva, but one must realize that the Bodhisattva has stood behind all the human beings in whom he incarnates as part of that essence which is itself the personified omniscience of our world.

[ 16 ] So also blicken wir auf das Weisheitselement, das in älteren Zeiten aus den luziferischen Welten heraus der Menschheit sich mitteilte. Wenn wir auf dieses schauen, schauen wir auf die Bodhisattvas. Nun gibt es aber in bezug auf die nachatlantische Entwickelung eine Wesenheit, die grundverschieden ist von den Bodhisattvas, die etwas prinzipiell anderes ist als ein Bodhisartva, und die man nicht mit dem Bodhisattva verwechseln darf, deshalb, weil sie einmal in einer menschlichen Individualität verkörpert war, die auch zu gleicher Zeit die Einströmungen des Bodhisattva als Buddha hatte. Weil einmal ein Mensch lebte, in dem der Christus sich verkörperte und zu gleicher Zeit in diese Menschenindividualität dieStrahlen des Bodhisattva hineingingen, darf man es bei dieser Verkörperung nicht als Hauptsache betrachten, daß der Bodhisattva sich bei jener Persönlichkeit verkörpert hat. Das ist Jesus von Nazareth. Da überwiegt gerade während der drei letzten Jahre das grundsätzlich vomBodhisattva verschiedene Christus-Prinzip. Wodurch können wir den Unterschied nun angeben von Christus-Prinzip und Bodhisattva-Prinzip? Das ist außerordentlich wichtig, daß man weiß, wodurch der Christus, der einmal in einem menschlichen Leib verkörpert war, nur einmal, nicht vorher und nicht nachher als Christus in einem Menschenleib verkörpert sein kann. Er ist seit jener Zeit zu erreichen auf dem Wege in das Innere der menschlichen Seele; er war vorher zu erreichen, wenn der Blick hinausgerichtet wurde in die Welt, wie ihn Zarathustra hinausgerichtet hat. Wodurch unterscheidet sich der Christus, dieses Prinzip, dieses Wesen, dem wir eine solche Mittelpunktstellung zuschreiben müssen, von einem Bodhisattva? Der grundsätzliche Unterschied des Christus von dem Bodhisattva ist der, daß wir den Bodhisattva nennen müssen den großen Lehrer, die Verkörperung der Weisheit, die durch alle Kulturen durchgeht, die in der verschiedensten Weise sich verkörpert. Der Christus aber ist nicht bloß Lehrer, das ist das Wesentliche! Der Christus lehrt nicht bloß die Menschen, der Christus ist eine Wesenheit, die wir am besten verstehen, wenn wir sie aufsuchen da, wo wir in schwindelnder Geisteshöhe sie finden können als ein Objekt der Initiation, und wo wir sie vergleichen können mit anderen geistigen Wesenheiten.

[ 16 ] Thus we turn our gaze to the element of wisdom that, in ancient times, was imparted to humanity from the Luciferic worlds. When we look upon this, we are looking upon the Bodhisattvas. However, with regard to post-Atlantean development, there is a being who is fundamentally different from the Bodhisattvas—who is, in principle, something other than a Bodhisattva—and who must not be confused with the Bodhisattva, because this being was once incarnated in a human individuality that simultaneously received the inflow of the Bodhisattva as Buddha. Because there once lived a human being in whom Christ incarnated, and at the same time the rays of the Bodhisattva entered this human individuality, one must not regard the fact that the Bodhisattva incarnated in that personality as the main point of this incarnation. This is Jesus of Nazareth. Especially during the last three years, the Christ principle—which is fundamentally different from that of the Bodhisattva—prevails. How, then, can we describe the difference between the Christ principle and the Bodhisattva principle? It is of the utmost importance to understand why the Christ, who was once incarnated in a human body—only once, neither before nor after—can be incarnated as Christ in a human body. Since that time, he has been accessible through the path into the innermost depths of the human soul; before that, he was accessible when one’s gaze was directed outward into the world, as Zarathustra directed his. How does Christ—this principle, this being to whom we must ascribe such a central position—differ from a Bodhisattva? The fundamental difference between Christ and the Bodhisattva is that we must call the Bodhisattva the great teacher, the embodiment of wisdom that permeates all cultures and manifests itself in the most diverse ways. Christ, however, is not merely a teacher—that is the essential point! Christ does not merely teach people; Christ is a being whom we understand best when we seek him out where we can find him at dizzying spiritual heights as an object of initiation, and where we can compare him with other spiritual beings.

[ 17 ] Wir können sie am besten in folgender Weise charakterisieren: Es gibt Regionen des Geisteslebens, wo man sozusagen, entledigt alles Erdenstaubes, diese hohe Wesenheit, den Bodhisattva, in seiner spirituellen Eigentümlichkeit finden kann, und wo man finden kann den Christus, entkleidet von alledem, was er geworden ist auf der Erde und in deren Nähe. Da findet man dann das Folgende: Man findet sozusagen die Grundlage der Menschheit, dasjenige, wovon alles Leben ausgeht: den spirituellen Urquell. Man findet nicht nur einen Bodhisattva, sondern eine Reihe von Bodhisattvas. Wie wir hingewiesen haben auf denjenigen Bodhisattva, der unseren aufeinanderfolgenden sieben Kulturen zugrunde liegt, so gibt es einen Bodhisattva, der den atlantischen Kulturen zugrunde liegt und so weiter. Sie finden in spirituellen Höhen eine Reihe von Bodhisattvas, die für ihre Zeiten die großen Lehrer, die Unterweiser sind nicht nur der Menschen, sondern die Unterweiser auch derjenigen Wesenheiten, die nicht heruntersteigen in die Region des physischen Lebens. Sie finden wir da alle sitzen, wenn wir vergleichsweise sprechen dürfen, als die großen Lehrer; sie sammeln sich dasjenige, was sie lehren sollen, und in ihrer Mitte finden wir eine Wesenheit, die nicht nur dadurch etwas ist, daß sie lehrt: und das ist der Christus. Er ist nicht nur dadurch etwas, daß er lehrt, sondern er ist in der Mitte der Bodhisattvas als eine Wesenheit, die auf die umgebenden Bodhisattvas dadurch wirkt, daß diese ihren Anblick haben; angeschaut wird sie von den Bodhisattvas, denen sie ihre eigene Herrlichkeit offenbart. Sind die anderen dasjenige, was sie sind, dadurch, daß sie große Lehrer sind, so ist der Christus dasjenige, was er der Welt ist, durch das, was er in sich selbst ist, durch sein Wesen. Ihn braucht man nur anzuschauen; und die Offenbarung seines eigenen Wesens, die ist etwas, was sich bloß zu spiegeln braucht in seiner Umgebung; dann entsteht daraus die Lehre. Er ist nicht bloß Lehrer, er ist Leben, ein Leben, das sich eingießt in die anderen Wesenheiten, die dann die Lehrer werden. So sind die Bodhisattvas diejenigen, die ihre Lehre davon herhaben, daß sie die Seligkeit genießen, die Anschauung des Christus zu haben in ihrer spirituellen Höhe. Und finden wir im Verlaufe unserer Erdenentwickelung Verkörperungen der Bodhisattvas, so nennen wir solche, weil in ihnen der Bodhisattva das Wesentliche ist, große Lehrer der Menschheit. Der Christus lehrt nicht bloß. Über den Christus lernt man, um ihn zu verstehen, um das zu erkennen, was in ihm ist. Der Christus ist mehr Objekt als Subjekt des Lernens. Er ist daher eine Wesenheit von ganz grundsätzlich anderer Bedeutung als die Bodhisattvas, die durch die Welt gehen. Das ist der Unterschied des Christus von den Bodhisattvas, daß er dasjenige ist, was er der Welt ist, dadurch, daß die Welt seinen Anblick genießt. Die Bodhisattvas sind dasjenige, was sie der Welt sind, dadurch, daß sie die großen Lehrer sind.

[ 17 ] We can best characterize them in the following way: There are regions of spiritual life where, so to speak, stripped of all earthly dust, one can find this exalted being, the Bodhisattva, in his spiritual essence, and where one can find the Christ, stripped of everything he has become on Earth and in its vicinity. There one finds the following: One finds, so to speak, the foundation of humanity, that from which all life springs: the spiritual source. One finds not just one Bodhisattva, but a series of Bodhisattvas. Just as we have pointed to the Bodhisattva who underlies our successive seven cultures, so there is a Bodhisattva who underlies the Atlantean cultures, and so on. In the spiritual realms, you will find a series of Bodhisattvas who, in their respective eras, are the great teachers—instructors not only of human beings but also of those beings who do not descend into the realm of physical life. We find them all seated there, if we may speak figuratively, as the great teachers; they gather together what they are to teach, and in their midst we find a being who is not merely significant because he teaches: and that is the Christ. He is not merely significant because he teaches, but he is in the midst of the Bodhisattvas as a being who influences the surrounding Bodhisattvas simply by their beholding him; He is beheld by the Bodhisattvas, to whom He reveals His own glory. If the others are what they are by virtue of being great teachers, then Christ is what He is to the world through what He is within Himself—through His very being. One need only look upon Him; and the revelation of His own being is something that need only be reflected in His surroundings; and from this the teaching arises. He is not merely a teacher; he is life—a life that pours itself into other beings, who then become the teachers. Thus, the Bodhisattvas are those who derive their teaching from the fact that they enjoy the bliss of beholding the Christ from their spiritual heights. And when we find incarnations of the Bodhisattvas in the course of our earthly evolution, we call them—because the Bodhisattva is the essential being within them—great teachers of humanity. The Christ does not merely teach. One learns about the Christ in order to understand him, to recognize what is within him. Christ is more an object than a subject of learning. He is therefore a being of a fundamentally different significance than the Bodhisattvas who walk through the world. This is the difference between Christ and the Bodhisattvas: he is what he is to the world by virtue of the world’s beholding him. The Bodhisattvas are what they are to the world by virtue of their being the great teachers.

[ 18 ] Wollen wir daher zu der lebendigen Wesenheit, zu dem Lebensquell auf unserer Erde hinblicken, so müssen wir zu derjenigen Verkörperung hinblicken, wo nicht bloß ein Bodhisattva sich verkörperthat, so daß dies das Wesentliche ist, sondern wo dasjenige sich verkörpert hat, was selber kein Schriftwerk zu hinterlassen brauchte, was nicht selber eine Lehre von sich hinterlassen hat, sondern um sich diejenigen gesammelt hat, die über es Botschaften und Lehren in die Welt verbreitet haben. Das ist wesentlich, daß von dem Christus selber nicht ein Schriftstück vorhanden ist, sondern daß die Lehrer um ihn herum sind und über ihn reden, so daß er das Objekt der Lehre ist, nicht nur das Subjekt. Das drückt sich aus in dem eigentümlichen Umstande, der hier eine Notwendigkeit bedeutet bei dem Christus-Ereignis, daß von ihm selber nichts erhalten ist, sondern daß die anderen seine Wesenheit aufgeschrieben haben. Es ist daher gar kein Wunder, wenn gesagt wird, daß wir alles, was wir als Lehren des Christus finden, auch in anderen Bekenntnissen finden können, weil Christus gar nicht bloß Lehrer ist, weil er eine Wesenheit ist, die als Wesenheit begriffen werden will, weil er nicht bloß durch seine Lehren in uns etwas hineinversenken will, sondern durch sein Leben. Daher können wir aber auch alle Lehren der Welt, die uns zugänglich sind, zusammenbringen, und wir werden noch nicht alles haben, was den Christus begreifen kann. Wenn die gegenwärtige Menschheit sich nicht direkt hinaufwenden kann zu den Bodhisattvas, um mit den geistigen Augen der Bodhisattvas den Christus anzuschauen, so muß die Menschheit eben noch bei diesen Bodhisattvas in die Schule gehen, um dasjenige zu lernen, was dann den Christus zuletzt begreiflich machen kann. Wollen wir also nicht nur des Christus teilhaftlig werden, sondern wollen wir den Christus verstehen, dann müssen wir nicht nur bequem hinblicken darauf, was der Christus für uns getan hat, sondern dann müssen wir bei allen Lehrern des Westens und des Ostens in die Schule gehen, und es muß uns ein Heiliges sein, die Lehren des ganzen Blickkreises uns anzueignen; und das andere Heilige muß uns sein, diese Lehren so zu verwenden, daß wir durch die höchsten Lehren den Christus vollständig begreifen.

[ 18 ] If we are to look toward the living essence, toward the source of life on our Earth, we must look to that incarnation where not merely a Bodhisattva took physical form—which is the essential point—but where that which did not need to leave behind a written work, which did not itself leave behind a doctrine, but gathered around itself those who spread messages and teachings about it into the world. It is essential that no written document from Christ himself exists, but rather that the teachers are around him and speak of him, so that he is the object of the teaching, not merely the subject. This is expressed in the peculiar circumstance—which here constitutes a necessity in the Christ event—that nothing has been preserved from him himself, but that others have recorded his essence. It is therefore no wonder at all when it is said that everything we find as the teachings of Christ can also be found in other creeds, because Christ is not merely a teacher; because he is a being who wants to be understood as a being; because he does not merely want to instill something in us through his teachings, but through his life. Therefore, however, we can also bring together all the teachings of the world that are accessible to us, and we will still not have everything necessary to comprehend Christ. If present-day humanity cannot turn directly to the Bodhisattvas to behold Christ with the spiritual eyes of the Bodhisattvas, then humanity must still go to school with these Bodhisattvas to learn that which can ultimately make Christ comprehensible. So if we wish not merely to share in Christ, but to understand Christ, then we must not merely look comfortably upon what Christ has done for us; rather, we must study under all the teachers of the West and the East, and it must be a sacred duty for us to make the teachings of the entire spectrum our own; and it must be another sacred duty for us to apply these teachings in such a way that, through the highest teachings, we may fully comprehend Christ.

[ 19 ] Das aber, was die Menschen tun sollen, das wird in den Mysterien entsprechend vorbereitet. Eine jede Zeit hat ihre besondere Aufgabe; einer jeden Zeit obliegt es, die Wahrheit gerade in derjenigen Gestalt zu empfangen, die diese Wahrheit für die betreffende Menschheitsepoche annehmen muß. Dem alten Inder konnte man nicht eine solche Wahrheitsform geben, wie sie heute gegeben wird, ebensowenig dem alten Perser. Man mußte ihm die Wahrheit in der Gestalt geben, in welcher sie für seine Empfindungsfähigkeiten geeignet war. Daher mußte in der Zeit, die durch ihre sonstige Eigentümlichkeit geeignet war, den Christus auf der Erde zu empfangen - das ist im vierten Zeitraume, im griechischlateinischen -, die Wahrheit über den Christus und über die mit dem Christus zusammenhängende Welt auch in derjenigen Form an die Menschheit gebracht werden, wie es der damaligen Menschheit angemessen war. Zu glauben, daß in der Zeit, die unmittelbar auf die Christus-Offenbarung folgte, die ganze Wahrheit schon vorhanden war über den Christus, das heißt: überhaupt nichts wissen von dem Fortschritte des Menschengeschlechtes. Wer nur die Lehren der ersten Jahrhunderte nach dem Christus-Ereignis bewahren will, wer nur das, was da geschrieben und aufbewahrt ist, ansehen wollte als echte christliche Lehre, der weiß nichts von menschlichem Fortschritt, der weiß nicht, daß der höchste Lehrer der ersten christlichen Jahrhunderte den Menschen über den Christus nichts anderes hätte sagen können als dasjenige, was sie aufnehmen konnten. Weil aber die Menschen der ersten christlichen Jahrhunderte vor allem diejenigen waren, die sozusagen am tiefsten heruntergestiegen sind in die physische Welt, so konnten sie auch mit ihrem Verständnis verhältnismäßig sehr wenig aufnehmen an höheren Lehren über den Christus. Verhältnismäßig wenig konnte begriffen werden von der großen breiten Masse der Christen über die Christus-Wesenheit.

[ 19 ] But what people are to do is prepared accordingly in the Mysteries. Every age has its own special task; it is the duty of each age to receive the truth precisely in the form that this truth must take for the respective epoch of human history. One could not give the ancient Indian a form of truth such as is given today, nor the ancient Persian. One had to give them the truth in the form that was suitable for their sensibilities. Therefore, in the era that, by virtue of its other characteristics, was suited to receiving the Christ on Earth—that is, in the fourth epoch, the Greco-Latin one—the truth about the Christ and about the world connected with the Christ also had to be brought to humanity in the form appropriate to the people of that time. To believe that the whole truth about Christ was already available in the period immediately following the Christ-revelation is to know absolutely nothing about the progress of the human race. Anyone who wishes only to preserve the teachings of the first centuries after the Christ event, anyone who wishes to regard only what was written and preserved then as genuine Christian teaching, knows nothing of human progress; such a person does not realize that the greatest teacher of the first Christian centuries could have told people nothing more about the Christ than what they were capable of receiving. But because the people of the first Christian centuries were, above all, those who had, so to speak, descended deepest into the physical world, they were able to grasp relatively very little of the higher teachings about Christ with their understanding. Relatively little could be understood by the vast majority of Christians regarding the Christ-essence.

[ 20 ] Wir haben gesehen, daß im alten Indien ein hohes hellseherisches Anschauen vorhanden war durch die damalige Stellung des Atherleibes zu den anderen Gliedern des Menschen, aber es war für dieses Anschauen noch nicht die Zeit gekommen, den Christus als etwas anderes zu sehen als einen in fernen Regionen jenseits der Sinnenwelt liegenden Geist, ihn als den Vishvakarman zu begreifen. In der Zeit der urpersischen Kultur war erst die Möglichkeit, den Christus zu ahnen hinter der physischen Sonne. Und so ging es weiter. Bei Moses war es möglich, den Christus zu schauen als Jehova in Blitz und Donner, das heißt schon ganz nahe der Erde. Und im Jesus von Nazareth sah man den Christus als Menschen verkörpert. Die Menschheit ist so fortgeschritten, daß im alten Indien noch die Weisheit aufgenommen worden ist durch den Ätherleib, in der urpersischen Periode durch den Empfindungsleib, in der chaldäisch-ägyptischen Periode durch die Empfindungsseele, in der griechisch-lateinischen Periode durch dasjenige, was wir Verstandesseele nennen. Und die Verstandesseele ist schon mit ihrem Verständnisse an die Sinneswelt gebunden. Ihr ging daher verloren der Blick über dasjenige, was über die Sinneswelt hinausgeht. Daher erblickte man in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten kaum mehr als dasjenige, was zwischen Geburt und Tod liegt und was sich unmittelbar nachher als das nächste Geistgebiet anreiht. Man wußte nichts von demjenigen, was durch viele Inkarnationen hindurchgeht. Das lag am menschlichen Verständnis. Man konnte nur das eine Stück des gesamten Lebens des Menschen begreiflich machen: sein Erdenleben und das sich anschließende Stück Geistesleben. Das finden Sie daher für die breiten Massen beschrieben. Das durfte aber nicht konserviert werden. Es mußte vorgesorgt werden, daß der Blick der Menschen sich hinaus erweitern könne über dieses Stück des Verständnisses; es mußte vorgesorgt werden, daß die umfassende Weisheit, die man damals hat haben können in der Hermeszeit, in der Moseszeit, in der Zeit des Zarathustra, in der Zeit der alten indischen Rishis, nach und nach wieder aufleben kann, daß wieder dieMöglichkeit geboten werde, den Christus in immer breiterem Verständnisse zu begreifen.

[ 20 ] We have seen that in ancient India a high level of clairvoyant perception existed due to the position of the etheric body in relation to the other parts of the human being at that time; but the time had not yet come for this perception to see Christ as anything other than a spirit dwelling in distant regions beyond the sensory world, to understand him as Vishvakarman. It was not until the time of the Proto-Persian culture that it became possible to sense Christ behind the physical sun. And so it continued. In the time of Moses, it was possible to behold Christ as Jehovah in lightning and thunder—that is, already quite close to the earth. And in Jesus of Nazareth, Christ was seen incarnated as a human being. Humanity has progressed to such an extent that in ancient India wisdom was still received through the etheric body; in the ancient Persian period, through the sensory body; in the Chaldean-Egyptian period, through the soul of sensation; and in the Greek-Latin period, through what we call the soul of understanding. And the intellectual soul is already bound to the sensory world through its intellect. It therefore lost sight of that which lies beyond the sensory world. Consequently, in the first centuries after Christ, people could perceive little more than what lies between birth and death and what immediately follows as the next spiritual realm. People knew nothing of what passes through many incarnations. This was due to the limitations of human understanding. People could only make sense of one part of the human being’s entire life: their earthly life and the subsequent phase of spiritual life. That is why you find this described for the general public. But this knowledge was not to be preserved as it was. Provision had to be made so that people’s vision could extend beyond this limited scope of understanding; it had to be ensured that the comprehensive wisdom that was available in the time of Hermes, in the time of Moses, in the time of Zarathustra, and in the time of the ancient Indian rishis could gradually be revived, so that the opportunity might once again be offered to comprehend the Christ with ever broader understanding.

[ 21 ] So war der Christus zwar in die Welt gekommen, aber die Mittel des Verständnisses waren gerade zu seiner Zeit die eingeschränktesten. Es mußte vorgesorgt werden für die folgenden Zeiten; esmußten wiederum alle alten Weisheiten aufleben, damit diese Weisheiten nach und nach in den Dienst des Christus-Verständnisses gestellt werden konnten. Das konnte nur geschehen auf folgende Weise. Es mußte eine Mysterienweisheit geschaffen werden. Es hatten sich große Weistümer mitgebracht die Menschen, die aus der alten Atlantis herübergezogen sind nach Europa und weiter. In der alten Atlantis waren die meisten Menschen instinktiv hellseherisch, sie konnten hineinsehen in die Gebiete des Geistigen. Diese Hellsichtigkeit konnte sich nicht fortentwickeln, sie mußte sich zurückziehen zu einzelnen Persönlichkeiten des Westens. Sie wurde da geleitet von einem Wesen, das in tiefer Verborgenheit lebte einstweilen, zurückgezogen selbst hinter denen, die auch schon zurückgezogen und Schüler waren eines großen Eingeweihten, das sozusagen zurückgeblieben war, bewahrend dasjenige, was aus der alten Atlantis herübergebracht werden konnte, bewahrend es für spätere Zeiten. Diesen hohen Initiierten, diesen Bewahrer der uralten atlantischen Weisheit, die tief hineinging sogar in alles dasjenige, was die Geheimnisse des physischen Leibes sind, kann man Skythianos nennen, wie es im frühen Mittelalter üblich war. Und es blickt derjenige, der das europäische Mysterienwesen kennt, zu einem der höchsten Eingeweihten der Erde hinauf, wenn der Name Skythianos genannt wird.

[ 21 ] Thus, although the Christ had come into the world, the means of understanding were at their most limited precisely during his time. Provisions had to be made for the times to come; all the ancient wisdom had to be revived so that this wisdom could gradually be placed in the service of understanding Christ. This could only happen in the following way: a wisdom of the mysteries had to be created. The people who migrated from ancient Atlantis to Europe and beyond had brought great wisdom with them. In ancient Atlantis, most people were instinctively clairvoyant; they could see into the realms of the spiritual. This clairvoyance could not continue to develop; it had to retreat into the lives of individual personalities in the West. There it was guided by a being who lived in deep seclusion for the time being, withdrawn even from those who were already secluded and disciples of a great initiate—a being who had, so to speak, remained behind, preserving what could be brought over from ancient Atlantis and safeguarding it for later times. This high initiate, this guardian of the ancient Atlantean wisdom—which penetrated deeply even into the very mysteries of the physical body—may be called Skythianos, as was customary in the early Middle Ages. And those familiar with the European mystery tradition look up to one of the highest initiates on Earth when the name Skythianos is mentioned.

[ 22 ] Dann lebte aber auch innerhalb dieser Welt lange Zeit dieselbe Wesenheit, die man, wenn man sie von ihrem spirituellen Aspekte betrachtet, als den Bodhisattva bezeichnen kann. Dieser Bodhisattva war dieselbe Wesenheit, die, nachdem sie im Westen ihre Aufgabe vollendet hatte, sechshundert Jahre ungefähr vor unserer Zeitrechnung in dem Gautama Buddha verkörpert worden ist. Also diejenige Wesenheit, die dann als Lehrer weiter nach dem Osten gezogen ist, war sozusagen schon auf einem vorgeschritteneren Posten. Er war ein zweiter großer Lehrer, ein zweiter großer Siegelbewahrer der Weisheit der Menschheit und wurde der Gautama Buddha.

[ 22 ] But even within this world, the same being lived for a long time—a being who, when viewed from a spiritual perspective, can be described as the Bodhisattva. This Bodhisattva was the same being who, after completing his mission in the West, was incarnated as the Gautama Buddha approximately six hundred years before our era. Thus, the being who then journeyed further eastward as a teacher was, so to speak, already at a more advanced stage. He was a second great teacher, a second great guardian of humanity’s wisdom, and became the Gautama Buddha.

[ 23 ] Dann aber war eine dritte Individualität, die zu Großem vorausbestimmt war.1Es wird hier von diesen Wesen so gesprochen, wie sie im Geiste älterer- Weltanschauungen aufgefaßt worden sind, und wie es, in gewissem Sinne, vom geisteswissenschaftlichen Gesichtspunkte auch heute berechtigt ist. Und diese dritte Individualität kennen wir aus verschiedensten Vorträgen. Das ist derjenige, der der Lehrer des alten Persiens war, der große Zarathustra. Wir sprechen drei wichtige geistige Wesenheiten und Individualitäten an, wenn wir dieNamen Zarathustra, Gautama Buddha und Skythianos aussprechen. Wir sprechen von Verkörperungen von Bodhisattvas, wenn wir die Namen Skythianos, Zarathustra und Buddha nennen. Dasjenige, was in ihnen lebte, war nicht der Christus.

[ 23 ] But then there was a third individuality who was destined for greatness. 1These beings are described here as they were conceived in the spirit of older worldviews, and as it is, in a certain sense, still justified today from the perspective of spiritual science. And we know this third individuality from various lectures. This is the one who was the teacher of ancient Persia, the great Zarathustra. We are referring to three important spiritual beings and individualities when we utter the names Zarathustra, Gautama Buddha, and Skythianos. We are speaking of incarnations of Bodhisattvas when we mention the names Skythianos, Zarathustra, and Buddha. What lived within them was not the Christ.

[ 24 ] Nun mußte der Menschheit Zeit gelassen werden, die Ankunft des Christus zu erleben, der sich vorher verkündigt hatte dem Moses auf dem Sinai, denn das ist dieselbe Wesenheit: Jahve und Christus, nur in anderer Form. Nun mußte Zeit gelassen werden der Menschheit, den Christus zu empfangen. Das geschah in der Zeit, als das Verständnis für solche Dinge das denkbar geringste war. Aber vorgesorgt werden mußte dafür, daß das Verständnis, daß die Weisheit immer größer und größer wieder wurde; und dafür hat auch der Christus auf der Erde vorgesorgt.

[ 24 ] Now humanity had to be given time to experience the coming of the Christ, who had previously revealed Himself to Moses on Mount Sinai, for they are the same Being: Yahweh and Christ, only in different forms. Now humanity had to be given time to receive the Christ. This took place at a time when understanding of such matters was at its absolute lowest. But provision had to be made to ensure that understanding—that wisdom—would grow greater and greater again; and Christ also made provision for this on Earth.

[ 25 ] Es wird nun eine vierte Individualität in der Geschichte genannt, hinter der sich für viele etwas verbirgt, das noch höher, noch gewaltiger ist als die drei genannten Wesenheiten, als Skythianos, als Buddha und als Zarathustra. Es ist Manes, der wie ein hoher Sendbote des Christus genannt wird von vielen, die mehr im Manichäismus sehen, als gewöhnlich gesehen wird. Manes, so sagen viele, versammelte nun wenige Jahrhunderte, nachdem Christus auf der Erde gelebt hatte, in einer der größten Versammlungen, diein der zur Erde gehörigen spirituellen Welt überhaupt stattgefunden haben, drei wichtige Persönlichkeiten des vierten Jahrhunderts der nachchristlichen Zeit um sich. In dieser bildhaften Schilderung soll eine wichtige spirituelle Kulturtatsache ausgedrückt werden. Manes versammelte diese Persönlichkeiten aus dem Grunde, um mit ihnen zu beraten, wie allmählich jene Weisheit, die gelebt hat durch die Zeitwende in der nachatlantischen Zeit, wiederum aufleben kann in die Zukunft hinein immer weiter und weiter, immer glorreicher und glorreicher. Welche Persönlichkeiten versammelte Manes in jener denkwürdigen Versammlung, die nur zu erreichen ist durch spirituelles Schauen? Die eine ist jene Persönlichkeit, in welcher in der damaligen Zeit Skythianos lebte, der wiederverkörperte Skythianos der Maneszeit. Die zweite Persönlichkeit ist ein physischer Abglanz des damals wiedererschienenen Buddha, und die dritte ist der damals wiederverkörperte Zarathustra. So haben wir ein Kollegium um Manes herum, Manes in der Mitte, um ihn herum Skythianos, Buddha und Zarathustra. Damals wurde in diesem Kollegium festgestellt der Plan, wie alle Weisheit der Bodhisattvas der nachatlantischen Zeit immer stärker und stärker hineinfließen kann in die Zukunft der Menschheit. Und was damals als der Plan zukünftiger Erdenkulturentwickelung beschlossen worden ist, das wurde bewahrt und dann herübergetragen in jene europäischen Mysterien, welche die Mysterien des Rosenkreuzes sind. In den Mysterien des Rosenkreuzes verkehrten immer die Individualitäten des Skythianos, des Buddha, des Zarathustra. Sie waren in den Schulen des Rosenkreuzes die Lehrer; Lehrer, die ihre Weisheit deshalb der Erde als Gaben schickten, weil durch diese Weisheit der Christus in seiner Wesenheit begriffen werden sollte. Daher ist es in aller Geistesschulung des Rosenkreuzes so, daß man hinaufblickt mit tiefster Verehrung zu jenen alten Eingeweihten, die die uralte Weisheit der Atlantis bewahrten: zu dem wiederverkörperten Skythianos, in ihm sah man den großen verehrten Bodhisattva des Westens; zu dem jeweilig verkörperten Abglanz des Buddha, den man ebenfalls verehrte als einen der Bodhisattvas, und endlich zu Zarathas, dem wiederverkörperten Zarathustra. Zu ihnen blickte man hinauf als zu den großen Lehrern der europäischen Eingeweihten. Es dürfen solche Darstellungen nicht wie äußerlich geschichtliche genommen werden, trotzdem sie den geschichtlichen Verlauf als Tatbestand treffender charakterisieren als eine äußerliche Darstellung das könnte.

[ 25 ] A fourth individuality is now mentioned in history, behind whom, for many, lies something even higher and more powerful than the three entities mentioned—Skythianos, Buddha, and Zarathustra. It is Manes, who is referred to by many—who see more in Manichaeism than is usually recognized—as a high messenger of Christ. Manes, so many say, gathered around him—a few centuries after Christ had lived on Earth—in one of the greatest assemblies ever to have taken place in the spiritual world associated with the Earth, three important figures of the fourth century of the Christian era. This vivid description is intended to express an important spiritual and cultural fact. Manes gathered these personalities in order to consult with them on how the wisdom that had lived through the turn of the era into the post-Atlantean period might gradually be revived, extending further and further into the future, becoming ever more glorious. Which personalities did Manes gather at that memorable assembly, which can be perceived only through spiritual vision? One is the figure in whom Skythianos lived at that time—the reincarnated Skythianos of the Manes era. The second figure is a physical reflection of the Buddha who reappeared at that time, and the third is Zarathustra, who was reincarnated then. Thus we have a council gathered around Manes, with Manes at the center, surrounded by Skythianos, the Buddha, and Zarathustra. At that time, this council established the plan for how all the wisdom of the Bodhisattvas of the post-Atlantean era could flow ever more strongly into the future of humanity. And what was decided then as the plan for the future development of earthly culture was preserved and then carried over into those European mysteries that are the Mysteries of the Rosicrucians. The individualities of Skythianos, Buddha, and Zarathustra were always present in the Mysteries of the Rosicrucians. They were the teachers in the schools of the Rosicrucians—teachers who sent their wisdom to the Earth as gifts so that, through this wisdom, the Christ might be understood in his essence. Therefore, in all spiritual training of the Rosicrucians, one looks up with the deepest reverence to those ancient initiates who preserved the primeval wisdom of Atlantis: to the reincarnated Skythianos, in whom one saw the great and revered Bodhisattva of the West; to the respective incarnated reflection of the Buddha, whom one likewise revered as one of the Bodhisattvas; and finally to Zarathas, the reincarnated Zarathustra. One looked up to them as the great teachers of the European initiates. Such descriptions should not be taken as merely external historical accounts, even though they characterize the historical course of events more accurately than an external account could.

[ 26 ] Um nur eines zu erwähnen, muß gesagt werden, daß Sie kaum finden irgendein Landgebiet im Mittelalter, wo nicht eine bestimmte Legende überall verbreitet ist. Als in Europa niemand etwas wußte von dem Gautama Buddha, als die Tradition von dem Gautama Buddha vollständig verschollen war, erzählte man folgendes. Sie finden das in vielen Büchern des Mittelalters; es gehört zu den verbreitetsten Erzählungen des Mittelalters. Es war in Indien einstmals einem König ein Sohn geboren mit Namen Josaphat. Von diesem Josaphat wurde bei seiner Geburt Wichtiges geweissagt. Daher wurde er besonders behütet von seinem Vater; er sollte nur das Allerkostbarste kennenlernen, sollte in voller Seligkeit schwelgen, sollte nicht die Schmerzen und Leiden und das Unglück des Lebens kennenlernen. Bewahrt wurde Josaphat von alledem. Da aber findet es sich doch, daß Josaphat eines Tages hinausging aus dem Palaste, und er fand einen Kranken, einen Aussätzigen, er fand einen gealterten Menschen und einen Leichnam; das erzählte man von Josaphat! Da ging er tief erschüttert in den Königspalast zurück, und es fand sich ein Mann, der ergriffen war im tiefsten Herzen von den Geheimnissen des Christentums, Barlaam, der gewann den Josaphat für das Christentum. Und es wurde Josaphat, der dies erlebt hatte, ein Christ. So erzählte die Legende des Mittelalters. Und nun brauchen Sie nicht einmal die Akasha-Chronik zu Hilfe zunehmen, sondern der gewöhnliche Philologe genügt da schon, um den Namen Josaphat zu untersuchen. Josaphat geht zurück auf ein altes Wort Joasaph; Joasaph geht wieder zurück auf Jodasaph; Jodasaph auf Yudasaf, was identisch ist mit Budasaf — beide letzten Formen sind arabisch-und Budasaf das ist derselbe Name wie Bodhisattva. So kennt die europäische Geheimlehre nicht nur den «Bodhisattva», sondern sie kennt, wenn sie den Namen Josaphat entziffern kann, auch den Begriff dieses Wortes. Diese legendenhafte Ausbildung der Geheimlehre im Westen weiß, daß es eine Zeit gegeben hat, wo dieselbe Wesenheit, die im Gautama Buddha gelebt hat, ein Christ geworden ist. Das kann man entweder wissen oder man kann es nicht wissen; wahr bleibt es doch! Gerade so wie Traditionen hinter der Zeit zurückbleiben können, wie die Menschen heute das glauben können, was man vor Jahrtausenden geglaubt hat und was sich in Traditionen fortpflanzen kann, so kann man auch glauben, daß es den höheren Welten entspricht, daß der Gautama Buddha dasselbe geblieben ist, was er sechshundert Jahre vor unserer Zeitrechnung war. Doch ist es nicht so. Er ist aufgestiegen, er hat sich entwickelt. Und in den wahren Lehren des Rosenkreuzes ist aufbewahrt dasjenige, was sich davon legendenhaft zum Ausdruck gebracht hat, wie ich Ihnen das eben erzählt habe. Man darf nur nicht mit diesen wahren Lehren des Rosenkreuzes verwechseln all das Törichte, das durch eine bedenkliche Literatur fließt.

[ 26 ] To mention just one example, it must be said that you will hardly find any region in the Middle Ages where a particular legend was not widespread. When no one in Europe knew anything about Gautama Buddha—when the tradition of Gautama Buddha had been completely lost—the following story was told. You’ll find this in many medieval books; it is one of the most widespread tales of the Middle Ages. Once upon a time in India, a king had a son named Josaphat. At his birth, a significant prophecy was made about this Josaphat. For this reason, his father protected him especially carefully; he was to be exposed only to the most precious things, was to revel in complete bliss, and was not to experience the pains, sufferings, and misfortunes of life. Josaphat was shielded from all of this. But it so happened that one day Josaphat went out of the palace, and he encountered a sick person, a leper, an elderly person, and a corpse; so the story went about Josaphat! Deeply shaken, he returned to the royal palace, and there he met a man whose very heart was moved by the mysteries of Christianity—Barlaam—who won Josaphat over to Christianity. And Josaphat, having experienced this, became a Christian. So goes the legend of the Middle Ages. And now you don’t even need to consult the Akashic Records; an ordinary philologist is sufficient to examine the name Josaphat. Josaphat goes back to an ancient word, Joasaph; “Joasaph” in turn goes back to “Jodasaph”; “Jodasaph” to “Yudasaf,” which is identical to “Budasaf”—the latter two forms are Arabic, and “Budasaf” is the same name as “Bodhisattva.” Thus, European esotericism not only knows the “Bodhisattva,” but, if it can decipher the name “Josaphat,” it also understands the meaning of this word. This legendary development of the Esoteric Teaching in the West knows that there was a time when the very same being who lived as Gautama Buddha became a Christian. One may or may not know this; yet it remains true! Just as traditions can lag behind the times—just as people today can believe what was believed millennia ago and what can be perpetuated in traditions—so one can also believe that it corresponds to the higher worlds that Gautama Buddha has remained the same as he was six hundred years before our era. But that is not the case. He has ascended; he has evolved. And the true teachings of the Rosicrucians preserve that which has found expression in legend, as I have just told you. One must simply not confuse these true teachings of the Rosicrucians with all the nonsense that permeates dubious literature.

[ 27 ] So finden wir innerhalb des Geisteslebens Europas denjenigen, der der Träger des Christus war, Zaratas oder Nazarathos, den Zarathustra, von Zeit zu Zeit wieder; so finden wir Skythianos wieder; so finden wir auch den dritten großen Schüler des Manes, auch Buddha wieder, wie er war, nachdem er die späteren Zeiten miterlebt hat.

[ 27 ] Thus, within the spiritual life of Europe, we encounter from time to time the one who was the bearer of Christ—Zaratas or Nazarathos, Zarathustra; thus we encounter Skythianos; and thus we also encounter the third great disciple of Manes, Buddha, as he was after having lived through later times.

[ 28 ] So blickte der europäische Kenner der Initiation immer hinein in der Zeiten Wende, zu den wahren Gestalten der großen Lehrer aufschauend. Von Zaratas, von Buddha, von Skythianos, von ihnen wußte er, daß durch sie einströmte in die Kultur der Zukunft diejenige Weisheit, die immerdar von den Bodhisattvas gekommen ist und die verwendet werden soll, um zu begreifen das würdigste Objekt alles Verstehens, den Christus, der ein von den Bodhisattvas grundverschiedenes Wesen ist, den man nur verstehen kann, wenn man alle Weisheit der Bodhisattvas zusammennimmt. Daher istin den Geistesweisheiten der Europäer außer allem andern auch ein synthetischer Zusammenschluß aller Lehren enthalten, die der Welt gegeben worden sind durch die drei großen Schüler des Manes und den Manes selbst. Wenn man auch nicht verstanden hat den Manes, es wird eine Zeit kommen, wo die europäische Kultur sich so gestalten wird, daß man wieder einen Sinn verbinden wird mit den Namen Skythianos, Buddha und Zarathustra. Sie werden den Menschen das Lehrmaterial geben, um den Christus zu verstehen. Immer besser und besser werden die Menschen durch sie den Christus verstehen. Angefangen hat das Mittelalter allerdings mit einer sonderbaren Verehrung und Anbetung gegenüber dem Skythianos, gegenüber dem Buddha und gegenüber dem Zarathustra, als ihre Namen ein wenig durchgesickert waren; angefangen hat es damit, daß derjenige, der sich in gewissen christlichen Religionsgemeinschaften als ein echter Christ bekennen wollte, die Formel sprechen mußte: «Ich verfluche Skythianos, ich verfluche Buddha, ich verfluche Zaratas!» Das war eine über viele Gebiete des christlichen Zeitalters verbreitete Formel, durch die man sich als rechter Christ bekannte, Was man aber damals glaubte verfluchen zu müssen, das wird das Kollegium der Lehrer sein, die der Menschheit den Christus am allerbesten verständlich machen werden, zu denen die Menschheit emporblicken wird als zu den großen Bodhisattvas, durch die der Christus wird begriffen werden.

[ 28 ] Thus, the European connoisseur of initiation always looked inward at the turning point of the ages, gazing up to the true figures of the great teachers: Zaratustra, Buddha, Skythianos—he knew that through them the wisdom that has always come from the Bodhisattvas flowed into the culture of the future, a wisdom intended to be used to comprehend the most worthy object of all understanding: Christ, who is a being fundamentally different from the Bodhisattvas and who can only be understood by bringing together all the wisdom of the Bodhisattvas. Therefore, the spiritual wisdom of the Europeans contains, among other things, a synthetic synthesis of all the teachings that have been given to the world by the three great disciples of Manes and by Manes himself. Even if Manes has not yet been understood, a time will come when European culture will develop in such a way that meaning will once again be associated with the names Skythianos, Buddha, and Zarathustra. They will provide people with the teaching material needed to understand Christ. Through them, people will come to understand Christ better and better. The Middle Ages, however, began with a peculiar veneration and worship of Skythianos, Buddha, and Zarathustra, once their names had seeped through a little; it began with the fact that anyone who wished to profess themselves a true Christian in certain Christian religious communities had to recite the formula: “I curse Skythianos, I curse Buddha, I curse Zaratas!” This was a formula widespread throughout many regions of the Christian era, through which one professed to be a true Christian. But what people believed they had to curse at that time will be understood by the college of teachers who will make Christ most comprehensible to humanity—to whom humanity will look up as to the great Bodhisattvas, through whom Christ will be understood.

[ 29 ] Heute kann kaum die Menschheit als das wenigste zweierlei entgegenbringen diesen großen Lehrern des Rosenkreuzes, zweierlei, was nur einen Anfang bedeuten kann von dem, was in der Zukunft groß und mächtig als Verständnis des Christentums dastehen soll. Das soll gemacht werden durch die heutige Geisteswissenschaft; sie soll beginnen, die Lehren des Skythianos, des Zarathustra und des Gautama Buddha in die Welt zu bringen, nicht in ihrer alten, sondern in einer durchaus neuen, heute aus sich selbst erforschbaren Form. Wir beginnen damit, daß wir zunächst das Elementare, welches wir von ihnen lernen können, der Kultur einverleiben. Von dem Buddha hat das Christentum hinzuzulernen die Lehre von der Wiederverkörperung und dem Karma, wenn auch nicht in einer alten, heute nicht mehr zeitgemäßen Art. Warum fließen heute in das Christentum die Lehren von der Wiederverkörperung und dem Karma? Sie fließen ein, weil sie die Eingeweihten verstehenlernen können im Sinne unserer Zeit, wie sie Buddha, der große Lehrer der Wiederverkörperung in seiner Art verstanden hat. So wird man auch anfangen den Skythianos zu verstehen, der nicht nur dieWiederverkörperung des Menschen zu lehren hat, sondern der das zu lehren hat, was von Ewigkeit zu Ewigkeit waltet. So wird immer mehr und mehr das Wesen der Welt, immer mehr und mehr das Wesen des Zentrums unserer Erdenwelt, das Wesen des Christus begriffen werden. So fließen immer mehr und mehr die Lehren der Initiierten in die Menschheit hinein. Heute kann der angehende Geistesforscher nur zweierlei als Elementaranfang zu demjenigen bringen, was die beiden Elemente sein müssen der zukünftigen Geistesentwickelung der Menschheit. Was sich ins Innere hineinsenkt als das Christus-Leben, wird das erste Element sein; was in umfassender Weise als die geistige Kosmologie Verständnis bringen wird für den Christus, das wird das zweite sein. Christus-Leben im Innern des Herzens, Weltverständnis, das zu Christus-Verständnis führt, das werden die beiden Elemente sein. Heute, wo wir am Anfang stehen, können wir beginnen damit, daß wir die richtige Gesinnung haben im Innern. Daher versammeln wir uns, um die richtige Gesinnung gegenüber der geistigen Welt und all dessen, was daraus geboren ist, gegenüber dem Menschen zu pflegen. Damit, daß wir die richtige Gesinnung pflegen, machen wir unsere Geisteskräfte allmählich geeignet, den Christus im Innern aufzunehmen, denn je höher und edler sich die Gesinnung ausprägt, desto edler wird sich Christus ausleben können. Und wir machen den Anfang damit, daß wir die elementaren Zusammenhänge unserer Erdenentwickelung lehren, daß wir erneut suchen dasjenige, was von Skythianos, Zarathustra und Buddha stammt, daß wir es nehmen so, wie sie es lehren können in unserer Zeit, so wie diese Lehrer selbst es wissen, nachdem sie sich entwickelt haben bis in unsere Zeit herein. Wir sind so weit, daß wir anfangen, die elementaren Lehren der Einweihung zu verbreiten.

[ 29 ] Today, humanity can scarcely offer these great teachers of the Rosicrucians even the bare minimum of two things—two things that can only mark the beginning of what is to emerge in the future as a great and powerful understanding of Christianity. This is to be accomplished through modern spiritual science; it is to begin bringing the teachings of Skythianos, Zarathustra, and Gautama Buddha into the world—not in their old form, but in a thoroughly new form that can be discovered today through our own research. We begin by first incorporating into our culture the fundamental truths we can learn from them. From the Buddha, Christianity must learn the teachings of reincarnation and karma, though not in an old form that is no longer appropriate for our times. Why are the teachings of reincarnation and karma flowing into Christianity today? They are flowing in because the initiates can learn to understand them in the spirit of our time, just as Buddha—the great teacher of reincarnation—understood them in his own way. In this way, we will also begin to understand the Skythianos, who is not only to teach the reincarnation of the human being, but who is to teach that which reigns from eternity to eternity. In this way, the essence of the world—the essence of the center of our earthly world, the essence of Christ—will be understood more and more. Thus, the teachings of the initiates flow more and more into humanity. Today, the aspiring student of spiritual science can contribute only two things as a very basic starting point toward what must be the two elements of humanity’s future spiritual development. That which sinks into the inner being as the Christ-life will be the first element; that which, in a comprehensive way, as spiritual cosmology, will bring understanding of the Christ—that will be the second. The Christ life within the heart and an understanding of the world that leads to an understanding of Christ—these will be the two elements. Today, as we stand at the beginning, we can start by cultivating the right attitude within ourselves. Therefore, we gather to cultivate the right attitude toward the spiritual world and all that is born of it, toward humanity. By cultivating the right attitude, we gradually make our spiritual powers capable of receiving the Christ within, for the higher and nobler the attitude becomes, the more nobly the Christ will be able to manifest Himself. And we begin by teaching the fundamental connections of our earthly evolution, by seeking once again what originates from Skythianos, Zarathustra, and Buddha, and by accepting it as they are able to teach it in our time—just as these teachers themselves understand it, having evolved right up to our time. We have reached the point where we can begin to spread the elementary teachings of initiation.