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The Rudolf Steiner Archive

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The Gospel of Luke
GA 114

18 September 1909, Basel

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Vierter Vortrag

Fourth Lecture

[ 1 ] Die Tatsachen, welche den Evangelien zugrunde liegen, und namentlich dem Lukas-Evangelium, werden für die nächsten Tage immer subtiler werden. Daher bitte ich, diesmal mehr noch als sonst zu berücksichtigen, daß die Vorträge fortlaufend sind, daß der Inhalt wirklich von einem Vortrage zum anderen hinübergeht und daß man einen einzelnen Vortrag oder auch einige derselben nicht verstehen kann, wenn man sie nicht im Zusammenhange betrachtet mit den anderen Vorträgen. Insbesondere gilt das für den heutigen und den morgigen Vortrag; und auch dafür gilt es, daß Sie erst morgen sich fragen sollen, wie die verschiedenen Dinge, die da vorgebracht werden, mit dem zusammenhängen, was in anderen Vortragszyklen, dieses Thema bereits streifend, gesagt worden ist.

[ 1 ] The facts underlying the Gospels—and particularly the Gospel of Luke—will become increasingly nuanced over the next few days. Therefore, I ask that you bear in mind—even more so than usual this time—that the lectures are a continuous series, that the content truly flows from one lecture to the next, and that it is impossible to understand a single lecture—or even several of them—unless you consider them in the context of the other lectures. This applies in particular to today’s and tomorrow’s lectures; and it also applies to the fact that you should wait until tomorrow to ask yourselves how the various points presented there relate to what has already been said in other lecture series that have touched on this topic.

[ 2 ] Wir haben gestern damit geschlossen, daß gesagt worden ist: Der Nirmanakaya des Buddha hat sich unserer Welt gezeigt in dem Momente, der durch das Lukas-Evangelium ausgedrückt wird als die Verkündigung an die Hirten. Und wir haben gestern angedeutet, daß jene Verjüngung der buddhistischen Weltanschauung, die in das Christentum eingeflossen ist und damit der Welt gegeben worden ist, dadurch zustande gekommen ist, daß jener astralische Mutterleib, der sich von dem sich entwickelnden Menschen mit der Geschlechtsreife trennt, der also verbunden war mit dem Kinde Jesus, aufgenommen worden ist von dem Nirmanakaya des Buddha, eins mit ihm geworden ist im zwölften Jahre des Jesus-Lebens. Daher haben wir es von diesem Augenblicke an nunmehr mit einer bestimmten Wesenheit zu tun, die eigentlich zu sammengefügt ist aus dem Nirmanakaya, dem Geistleib des Buddha, und aus jenem astralischen Mutterleibe, der sich wie eine astralische Mutterhülle von dem bis zum zwölften Jahre herangewachsenen Jesuskinde losgelöst hat.

[ 2 ] We concluded yesterday by saying that the Buddha’s Nirmanakaya revealed itself to our world at the moment described in the Gospel of Luke as the Annunciation to the shepherds. And we indicated yesterday that the rejuvenation of the Buddhist worldview—which flowed into Christianity and was thereby given to the world—came about because that astral womb, which separates from the developing human being upon reaching sexual maturity and which was thus connected to the child Jesus, was taken in by the Buddha’s Nirmanakaya, becoming one with it in the twelfth year of Jesus’ life. Therefore, from this moment on, we are now dealing with a specific being that is actually composed of the Nirmanakaya—the spiritual body of the Buddha—and that astral womb, which detached itself like an astral maternal shell from the child Jesus who had grown up to the age of twelve.

[ 3 ] Nun müssen wir uns die folgende Frage vorlegen. Wenn im gewöhnlichen Leben bei der Entwickelung des Menschen dieser astralische Mutterleib sich loslöst, wenn der eigentliche astralische Leib des Menschen geboren wird, so wird dabei die astralische Mutterhülle aufgelöst in der allgemeinen astralischen Welt. So, wie das beim gewöhnlichen Menschen in unserm Entwickelungszyklus ist, wäre diese astralische Mutterhülle nicht brauchbar, um einer so hohen Wesenheit einverleibt zu werden, wie es der Buddha in seinem Nirmanakaya war. Es mußte also etwas ganz Besonderes mit dieser astralischen Mutterhülle vorliegen, die da abgestreift worden ist und durch ihre Verbindung mit dem Nirmanakaya des Buddha den ganzen Buddhismus verjüngt hat. Mit anderen Worten, es mußte in dem Jesuskinde eine ganz besondere Wesenheit enthalten sein; es mußte in diesem Leibe des Jesus inkarniert sein eine ganz besondere Wesenheit, damit von ihr in den ersten zwölf Jahren des Lebens jene Kräfte ausstrahlen konnten, die dann von der astralischen Mutterhülle aufgenommen wurden, damit diese jene verJüngenden Kräfte haben konnte, auf die wir gestern hindeuteten. Also nicht um eine gewöhnliche menschliche Wesenheit, sondern um eine ganz besondere Wesenheit mußte es sich handeln, die da von der Geburt bis zum zwölften Jahre in dem Jesuskinde heranwuchs und dann imstande war, in das, was abgestreift wurde, alle die Kräfte hinauszustrahlen, die jene Verjüngung bewirkt haben.

[ 3 ] Now we must ask ourselves the following question. In ordinary life, as a human being develops, this astral womb detaches itself; when the human being’s actual astral body is born, the astral maternal sheath dissolves into the general astral world. Just as this is the case for ordinary human beings in our cycle of development, this astral maternal sheath would not be suitable for being incorporated into such a high being as the Buddha was in his Nirmanakaya. There must therefore have been something quite special about this astral maternal sheath, which was cast off and, through its connection with the Buddha’s Nirmanakaya, rejuvenated the entire Buddhist tradition. In other words, there had to be a very special being within the child Jesus; a very special being had to be incarnated in this body of Jesus so that, during the first twelve years of life, those forces could radiate from it, which were then absorbed by the astral maternal sheath, enabling it to possess those rejuvenating forces to which we alluded yesterday. Thus, it could not have been an ordinary human being, but rather a very special being that grew within the child Jesus from birth to the age of twelve and was then able to radiate out into what was shed all the forces that brought about that rejuvenation.

[ 4 ] Wenn wir uns eine Vorstellung davon machen wollen, wie so etwas überhaupt sein kann, daß ein Kind ganz anders auf seine Hüllen wirkt, als es im normalen Zustande der Fall ist, so können wir uns zunächst nur vergleichsweise jener Tatsache nähern, die da vorliegt. Ich will Ihnen also durch einen Vergleich anschaulich machen, was eigentlich damals vorgegangen war.

[ 4 ] If we want to get an idea of how something like this could even be possible—that a child appears completely different to those around him than he does in his normal state—we can initially only approach the fact at hand by way of comparison. So I will use a comparison to illustrate to you what actually happened back then.

[ 5 ] Wenn wir ein Menschenleben verfolgen, wie es sich von der Geburt bis in die späteren Altersstufen hinauf entwickelt, bis zum zwanzigsten, dreißigsten, vierzigsten Jahre, wenn es normal verläuft, so können wir uns vor die Seele führen, wie die einzelnen Kräfte, die in der Keimanlage und bei der Geburt erst veranlagt sind, nach und nach zum Vorschein kommen. Das Kind wächst physisch heran, das Kind wächst aber auch geistig heran. Nach und nach entwickeln sich seine Seelenkräfte. - Wie das geschieht, können Sie nachlesen in meiner Schrift «Die Erziehung des Kindes vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft». — Versuchen Sie sich vor Augen zu führen, wie allmählich die Gemüts- und die intellektuellen Kräfte aus dem Kinde herauswachsen, wie mit dem siebenten, mit dem vierzehnten oder einundzwanzigsten Jahre diese oder jene Kräfte da sind, die früher nicht vorhanden waren, oder wie die vorhandenen in größerem Maßstabe da sind und so weiter. Versuchen Sie also sich vorzustellen, wie das im normalen Verlaufe des Menschenlebens geschieht, und denken Sie sich jetzt, wir wollten einmal einen «Lebensversuch» machen, wir wollten einem Menschen, der eben geboren wird, die Möglichkeit geben, sich nicht ganz so normal und durchschnittsgemäß zu entwickeln, wie es nun einmal in unserem Entwickelungszyklus der Fall ist und wie es im normalen Leben auch der Fall sein muß, sondern wir würden einem Menschen künstlich Gelegenheit geben, daß er das, was ein anderer normalerweise zum Beispiel vom zwölften bis achtzehnten Jahre lernt, mit einer gewissen Frische auffaßt, daß er es seiner Seele nicht so zu eigen macht, wie es gewöhnlich geschieht, sondern daß es die Seele mit einer besonderen Frische ergreift, so daß also die Seele sich das nicht in der Weise aneignet, wie es die anderen Menschen tun, sondern mit einer gewissen erfinderischen Kraft fortschaffend an den Dingen wirken kann. Und nehmen wir an, wir wollten künstlich diesen Menschen zu einem besonders produktiven machen. Wir dürften dann das Kind nicht so heranwachsen lassen, wie andere Kinder gewöhnlich heranwachsen.

[ 5 ] If we follow the course of a human life as it develops from birth through the later stages of life—up to the ages of twenty, thirty, and forty—provided it proceeds normally, we can observe how the individual powers, which are initially latent in the embryonic stage and at birth, gradually come to the fore. The child grows physically, but the child also grows spiritually. Little by little, the child’s soul forces develop. — You can read about how this happens in my book The Education of the Child from the Perspective of Spiritual Science. — Try to visualize how the emotional and intellectual powers gradually emerge from the child; how, by the age of seven, fourteen, or twenty-one, certain powers are present that were not there before, or how the existing ones are present on a larger scale, and so on. So try to imagine how this happens in the normal course of human life, and now imagine we were to conduct a “life experiment”—we were to give a person who has just been born the opportunity not to develop quite so normally and averagely as is the case in our developmental cycle and as must also be the case in normal life, but rather we would artificially provide a person with the opportunity to take in—with a certain freshness—what another person normally learns, for example, from the age of twelve to eighteen, with a certain freshness—not allowing the soul to make it its own as it usually does, but rather allowing it to be seized by the soul with a special freshness, so that the soul does not assimilate it in the same way as other people do, but can act upon things creatively with a certain inventive power. And let us suppose we wanted to artificially make this person particularly productive. We would then not allow the child to grow up the way other children usually do.

[ 6 ] Wir wollen also eine Art hypothetischen Lebensversuch machen. Ich bemerke aber ausdrücklich, daß dieses Beispiel nur hypothetisch gewählt ist und nicht etwa so gemeint ist, daß es auch gleich ausgeführt werden sollte; ich gebrauche es, um etwas vergleichsweise zu sagen, und es soll nicht als ein Erziehungsideal anempfohlen werden. — Also wir wollten einen Menschen zu einem besonders erfinderischen Geist machen, der die Denkfähigkeit nicht nur belebt, sondern der schöpferisch fortfahren kann, diese Fähigkeiten dann im Alter zu einer höheren Produktivität auszubilden. Dann müßten wir vor allen Dingen ein solches Kind von dem sechsten, siebenten Jahre an davor bewahren, daß es in derselben Weise lernt, wie andere Kinder lernen, daß es ja nicht dieselben Schulgegenstände zu lernen beginnt, wie es die anderen Kinder tun, sondern daß es von dieser Zeit an so wenig wie möglich von dem beigebracht erhält, was die anderen Kinder beigebracht erhalten. Wir müßten es bis zum zehnten, elften Jahre womöglich beim kindlichen Spiel erhalten und ihm möglichst wenig von Schulgegenständen beibringen, so daß es womöglich mit neun Jahren noch nicht addieren kann, mit acht Jahren vielleicht noch schlecht liest. Dann müßten wir mit allem, womit ein Kind sonst im sechsten, siebenten Jahre beginnt, erst im achten oder neunten Jahre beginnen. Da haben sich die Kräfte eines Menschen ganz anders entwickelt; da macht die Seele mit dem, was ihr beigebracht wird, etwas ganz anderes. Ein solches Kind würde sich dann die kindlichen Kräfte, die sonst durch den normalen Unterricht unterdrückt werden, bis zum zehnten, elften Jahre bewahren und würde dann mit einer viel feurigeren Seelenkraft über die Dinge kommen, die ihm gelehrt werden, und sie in einer ganz anderen Weise ergreifen. Dadurch würden seine Fähigkeiten zu besonders produktiven umgewandelt. Man müßte also ein Kind möglichst lange kindlich erhalten; dann würde der Hellseher bemerken, daß jene astralische Hülle, die sich bei der Geschlechtsreife loslöst, in der Tat ganz andere Kräfte hat, als es sonst der Fall ist, daß sie jugendliche, frische Kräfte hat. Und diese astralische Hülle würde dann brauchbar sein für eine solche Wesenheit wie in unserem Falle für den Nirmanakaya des Buddha. — Durch ein solches Experiment würde man nicht nur eine Verlängerung der Jugendzeit erreichen, sondern auch, daß gewisse kindliche, jugendliche Kräfte hineingehen in die astralische Mutterhülle und dann wieder in der Welt verwendet werden können, so daß ein Wesen, das aus geistigen Höhen heruntersteigt, sich von diesen Kräften nähren und sich verjüngen kann.

[ 6 ] So we want to conduct a kind of hypothetical life experiment. However, I would like to explicitly note that this example is chosen purely hypothetically and is not meant to be carried out immediately; I am using it to make a comparative point, and it is not intended to be recommended as an educational ideal. — So, we wanted to shape a person into a particularly inventive mind—one that not only stimulates the ability to think but can also continue to be creative, developing these abilities into greater productivity as they grow older. Then, above all, we would have to protect such a child, starting from the age of six or seven, from learning in the same way that other children do—that is, from beginning to study the same school subjects as the other children do—but rather ensure that, from that time on, the child is taught as little as possible of what the other children are taught. We would have to keep the child engaged in childlike play as much as possible until the age of ten or eleven and teach them as little as possible of the school subjects, so that, if possible, they still cannot add at the age of nine and perhaps still read poorly at the age of eight. Then we would have to begin everything that a child would otherwise start at the age of six or seven only in the eighth or ninth year. By then, a person’s faculties have developed quite differently; and the soul does something entirely different with what is taught to it. Such a child would then retain the childlike powers—which are otherwise suppressed by normal schooling—until the age of ten or eleven, and would then approach the things taught to them with a much more fervent spiritual power, grasping them in an entirely different way. As a result, their abilities would be transformed into particularly productive ones. One would therefore have to keep a child in a childlike state for as long as possible; then the clairvoyant would notice that the astral sheath, which detaches at puberty, does in fact possess powers quite different from what is usually the case—that it possesses youthful, fresh powers. And this astral sheath would then be usable for a being such as, in our case, the Buddha’s Nirmanakaya. — Through such an experiment, one would not only achieve an extension of youth, but also ensure that certain childlike, youthful forces enter the astral maternal sheath and can then be utilized again in the world, so that a being descending from spiritual heights can nourish itself with these forces and rejuvenate itself.

[ 7 ] Dieses Experiment sollten die Menschen aber doch nicht machen. Es ist kein Erziehungsideal. Gewisse Dinge müssen die Menschen eben heute noch sozusagen den Göttern überlassen. Die Götter können es; die Menschen können es noch nicht richtig ausführen. Und wenn Sie irgendwo hören, daß irgendeine bestimmte Persönlichkeit, die auf einem bestimmten Gebiete befruchtend wirken sollte, sich lange Zeit unbegabt zeigte, lange Jahre hindurch für dumm gehalten wurde und daß ihr dann erst später der «Knopf aufgegangen» ist, dann haben die Götter dieses Experiment angestellt, haben die Kindlichkeit eines solchen Menschen über jene Jahre hinaus bewahrt und haben ihn für das, was man sonst im normalen Leben früher lernt, erst in einer späteren Lebenszeit fähig gemacht. Das wird sich besonders dann zeigen, wenn aufgeweckte Kinder leicht auffassen, was man ihnen erzählt, und wenn sie dann in die Schule kommen, dort eigentlich nichts lernen wollen. Da machen die Götter mit ihnen diesen Lebensversuch, von dem wir eben gesprochen haben.

[ 7 ] But people really shouldn’t try this experiment. It’s not an educational ideal. There are certain things that people must still leave to the gods, so to speak. The gods can do it; people are not yet able to carry it out properly. And if you hear somewhere that a certain individual—who was meant to have a fruitful influence in a particular field—appeared to lack talent for a long time, was considered stupid for many years, and only later “had a lightbulb moment,” then the gods have conducted this experiment, have preserved that person’s childlike nature beyond those years, and have enabled them to master what one normally learns earlier in life only at a later stage of life. This becomes particularly evident when bright children easily grasp what is told to them, and then, when they start school, show no real desire to learn anything there. That is when the gods conduct this life experiment with them, the one we have just discussed.

[ 8 ] Etwas Ähnliches, nur in einem unendlich weiteren Maßstabe, mußte bei jenem Kinde der Fall sein, das als der Jesus heranwuchs und das dann an den Nirmanakaya des Buddha eine so unendlich fruchtbare astralische Mutterhülle abgeben sollte. Und das war auch der Fall. Hier kommen wir zu einer geheimnisvollen Tatsache, der gegenüber es jedem frei steht, zu glauben oder nicht zu glauben, die aber heute vor den vorbereiteten Anthroposophen hingestellt werden kann und die auch geprüft werden kann. Prüfen Sie an allen den Tatsachen, die Ihnen im äußeren Evangelium oder in der äußeren Geschichte zur Verfügung stehen, und Sie werden alles bewahrheitet finden durch die äußeren Tatsachen des physischen Planes, wenn Sie nur richtig die Tatsachen heranziehen und nicht vorschnell urteilen wollen. Was der Okkultist sagt und was ja aus den höheren Welten heraus gegebene Tatsachen sind, das übergibt er wie ein Unterpfand an die Menschheit; und wenn er es aus den richtigen Quellen hat, dann sagt er: Ihr könnt es prüfen, so strenge, wie ihr wollt; ihr werdet es, wenn ihr es in der richtigen Weise prüft, überall bewahrheitet finden durch das, was ihr durch schriftliche Dokumente oder durch andere naturwissenschaftliche Tatsachen in der physischen Welt erfahren könnt. — Also, es mußte jenem Elternpaare, von dem im Lukas-Evangelium die Rede ist, ein Kind geboren werden, das ganz besonderer Art war, ein Kind, das Jugendkraft, das Kindheitskräfte von ganz besonderer Art schon mitbrachte und dieselben in der Stärke, in der es sie mitgebracht hat, frisch und gesund nach jeder Richtung erhielt. Das mußte geschehen.

[ 8 ] Something similar, only on an infinitely larger scale, must have been the case with that child who grew up to be Jesus and who was then to provide the Buddha’s Nirmanakaya with such an infinitely fruitful astral maternal shell. And that was indeed the case. Here we come to a mysterious fact—one that everyone is free to believe or not to believe—but which can be presented today to prepared anthroposophists and which can also be verified. Examine all the facts available to you in the outer Gospel or in outer history, and you will find everything confirmed by the outer facts of the physical plane, provided you approach the facts correctly and refrain from jumping to conclusions. What the occultist says—and which are, in fact, facts revealed from the higher worlds—he presents to humanity as a pledge; and if he has obtained it from the correct sources, then he says: You may examine it as rigorously as you wish; if you examine it in the proper way, you will find it confirmed everywhere by what you can learn from written documents or other scientific facts in the physical world. — So, a child of a very special kind was to be born to that couple mentioned in the Gospel of Luke—a child who already possessed youthful vitality and childhood powers of a very special kind, and who retained them in the same strength with which he was born, fresh and healthy in every respect. That had to happen.

[ 9 ] Unter den gewöhnlichen Verhältnissen konnte sich nun kein Kind und auch kein Elternpaar finden, bei dem jene Kindheits- und Jugendkräfte in solcher Frische vorhanden gewesen wären, wie sie damals vorhanden sein mußten. Im ganzen weiten Umkreise der damaligen Menschheit hätte man, wenn man nur die normalen Verhältnisse in Betracht gezogen hätte, nirgends die Individualität und das Elternpaar finden können, die zu einer solchen Inkarnation notwendig gewesen wären, wenn nicht noch etwas ganz Besonderes möglich gewesen wäre. Was da möglich gewesen wäre, das können wir nur verstehen, wenn wir uns an mancherlei erinnern, was wir durch unsere anthroposophische Vorbereitung schon kennen.

[ 9 ] Under normal circumstances, it would have been impossible to find a child—or even a pair of parents—in whom those childhood and youthful energies would have been present with such vitality as they must have been at that time. Throughout the vast expanse of humanity at that time, if one had considered only normal circumstances, one would not have been able to find anywhere the individuality and the parents necessary for such an incarnation—unless something quite special had been possible. We can understand what was possible there only if we recall various things we already know through our anthroposophical preparation.

[ 10 ] Wir wissen, daß unsere heutige Menschheit durch verschiedene Epochen hindurch auf eine Urmenschheit zurückgeht, die wir als die Menschheit der alten atlantischen Zeit bezeichnen; und diese Menschheit geht wiederum zurück auf eine Menschheit, die wir als die Menschheit der lemurischen Zeit bezeichnen. Die Geisteswissenschaft kann uns ganz andere Tatsachen über den Entwickelungsgang der Menschheit aufzeigen als die äußere Naturwissenschaft, die nur an die sinnlichen Tatsachen sich hängen kann. Die Geisteswissenschaft zeigt uns, daß die Menschheit durchgegangen ist durch ein Stadium der griechisch-lateinischen Kulturentwickelung, dem voranging das ägyptisch-chaldäische, das urpersische und das altindische Kultursystem. Damit kommen wir zurück bis zu jener großen, gewaltigen Katastrophe, die einmal über unsere Erde dahingegangen ist und ihr Antlitz ganz verändert hat. Vorher war ein weit ausgebreiteter Kontinent in denjenigen Gegenden vorhanden, in denen heute der Atlantische Ozean sich ausdehnt: das war die alte Atlantis. Und in den Gegenden, welche heute von der europäischen, asiatischen und afrikanischen Menschheit bewohnt werden, war damals zum großen Teil noch Meeresgebiet. Durch jene große atlantische Katastrophe, die sich in dem Wasserelement der Erde abgespielt hat, änderte sich das Antlitz der Erde. Die Menschheit war vorher in der Atlantis drüben hauptsächlich ansässig. Dort entwickelte sie sich. Das waren Menschen, die anders als die heutigen Menschen organisiert waren. Das ist öfters beschrieben worden. Als dann die Zeit der atlantischen Katastrophe herannahte, da sahen die großen hellseherischen Führer und Priester der Menschheit das voraus, und sie lenkten daher die Menschen nach dem Osten, zum Teil auch nach dem Westen hinüber. Diejenigen, welche sie nach dem Westen hinüberleiteten, bildeten dort die Vorfahrenschaft der späteren amerikanischen Menschheit. So müssen wir die Vorfahren unserer Menschheit unter den alten Atlantiern suchen. — Diese Menschen, welche in der Atlantis wohnten, waren wieder die Nachkommenschaft noch früherer Menschen, die wieder ganz anders ausgesehen haben als die atlantischen Menschen; sie wohnten auf einem Kontinent zwischen dem heutigen Asien, Afrika und Australien, im alten Lemurien. Sie werden eine Darstellung bis ins einzelne in meiner demnächst erscheinenden «Geheimwissenschaft» finden; ich will von allem daher jetzt nur das herausheben, was ich brauche.

[ 10 ] We know that humanity as we know it today traces its origins, through various epochs, back to a primordial humanity that we refer to as the humanity of the ancient Atlantean era; and this humanity, in turn, traces its origins back to a humanity that we refer to as the humanity of the Lemurian era. Spiritual science can reveal to us facts about the course of human development that are entirely different from those of external natural science, which can rely only on sensory facts. Spiritual science shows us that humanity has passed through a stage of Greco-Latin cultural development, which was preceded by the Egyptian-Chaldean, the Proto-Persian, and the ancient Indian cultural systems. This takes us back to that great, mighty catastrophe that once swept across our Earth and completely transformed its face. Before that, a vast continent existed in the regions where the Atlantic Ocean now lies: that was ancient Atlantis. And the regions now inhabited by the peoples of Europe, Asia, and Africa were, at that time, still largely covered by the sea. That great Atlantean catastrophe, which took place within the Earth’s water element, altered the face of the Earth. Humanity had previously been settled mainly in Atlantis. There it developed. These were people who were organized differently from people today. This has often been described. As the time of the Atlantean catastrophe approached, the great clairvoyant leaders and priests of humanity foresaw it, and so they guided the people eastward, and in part also westward. Those whom they guided westward became the ancestors of the later American peoples. Thus, we must seek the ancestors of our humanity among the ancient Atlanteans. — These people, who lived in Atlantis, were in turn the descendants of even earlier humans, who in turn looked quite different from the Atlanteans; they lived on a continent between present-day Asia, Africa, and Australia, in ancient Lemuria. You will find a detailed account of this in my forthcoming book The Secret Science; for now, I will therefore highlight only what I need from it.

[ 11 ] Wenn wir so durch die Akasha-Chronik bis in die ältesten Zeiten zurückblicken, so liefert uns merkwürdigerweise die Akasha-Chronik auch wunderbare Belege für alles, was wir sonst in der biblischen Urkunde finden, was wir überhaupt in den religiösen Urkunden finden. Wir lernen dann erst diese religiösen Urkunden in der richtigen Weise verstehen. Was war es zum Beispiel für die äußere Wissenschaft für eine Frage, ob es denn wirklich eine Wahrheit ist, was man in der Bibel liest über ein «einziges Menschenpaar», Adam und Eva, von dem die ganze Menschheit abstammen sollte! Das war eine Frage, die ganz besonders die Zeit der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts vom naturwissenschaftlichen Standpunkte aus viel beschäftigt hat.

[ 11 ] When we look back through the Akashic Records to the most ancient times, the Akashic Records, strangely enough, also provide us with wonderful evidence for everything we otherwise find in the biblical texts—and indeed, in religious texts in general. Only then do we learn to understand these religious texts correctly. For example, what a question it was for secular science: Is it really true what we read in the Bible about a “single human couple,” Adam and Eve, from whom all of humanity is said to have descended? This was a question that particularly preoccupied the scientific community in the mid-nineteenth century.

[ 12 ] Wir wissen — wenn wir zusammenfassen, was uns die AkashaChronik sagt -—, daß die Erde eine lange Vorzeit hat, daß auch der lemurischen Zeit eine andere Epoche vorangegangen ist. Wir wissen, daß die Erde die Wiederverkörperung anderer planetarischer Zustände ist, des alten Mondes, der alten Sonne und des alten Saturn. Wir wissen weiter, daß die Erde, wie sie sich nach und nach entwickelt hat, dazu berufen war, zu den drei Leibern, die sich der Mensch nach und nach während der früheren Verkörperungen der Erde herausgebildet hat — auf dem Saturn den physischen Leib, auf der Sonne den Ätherleib und auf dem Monde den astralischen Leib -, auf der Erde das Ich, das vierte Glied der menschlichen Wesenheit, hinzuzusetzen. Alles, was der lemurischen Zeit vorangegangen ist, war nur eine Vorbereitung dieser Erdenmission. Damals, in der lemurischen Zeit, gestaltete sich der Mensch so, daß er fähig wurde, das vierte Glied, die Ichheit, auszubilden. Damals fing der erste Keim sich zu bilden an, um in den drei Gliedern, die der Mensch sich allmählich erworben hatte, ein Ich auszubilden. Daher können wir sagen: Durch jene Veränderungen, die sich auf der Erde zugetragen haben, wurde auf den Menschen so gewirkt, daß er ein Ich-Träger werden konnte. Vor der lemurischen Zeit war die Erde auch bevölkert. Menschen waren auf der Erde in einer ganz anderen Form. Das aber waren Menschen, die noch keine Ich-Träger waren, die eigentlich nur das entwickelt hatten, was sie sich von Saturn, Sonne und Mond herübergebracht hatten als physischen Leib, Ätherleib und Astralleib; und wir wissen, welches die Vorgänge im ganzen Weltall sind, die dazu geführt haben, daß der Mensch bis zu dieser Reife seiner Entwickelung gebracht wurde.

[ 12 ] To summarize what the Akashic Records tell us, we know that the Earth has a long prehistory, and that the Lemurian period was itself preceded by another epoch. We know that the Earth is the reincarnation of other planetary states: the ancient Moon, the ancient Sun, and the ancient Saturn. We also know that the Earth, as it gradually developed, was destined to add the “I”—the fourth member of the human being—to the three bodies that humanity had gradually developed during the Earth’s earlier incarnations: the physical body on Saturn, the etheric body on the Sun, and the astral body on the Moon. Everything that preceded the Lemurian epoch was merely a preparation for this earthly mission. Back then, during the Lemurian epoch, human beings developed in such a way that they became capable of forming the fourth member, the “I.” At that time, the first seed began to form in order to develop an “I” within the three members that human beings had gradually acquired. Therefore, we can say: Through those changes that took place on Earth, human beings were influenced in such a way that they could become bearers of an “I.” Before the Lemurian epoch, the Earth was also inhabited. Human beings existed on Earth in a completely different form. But these were human beings who were not yet bearers of an “I,” who had actually developed only what they had brought with them from Saturn, the Sun, and the Moon—namely, the physical body, the etheric body, and the astral body; and we know what processes throughout the entire universe led to humanity being brought to this stage of maturity in its development.

[ 13 ] Wir wissen, daß die Erde im Beginne unserer jetzigen Entwickelung vereinigt war mit der Sonne und mit dem Monde, daß sich dann zunächst die Sonne abgetrennt hat und einen planetarischen Körper zurückgelassen hat, der die heutige Erde und den heutigen Mond zusammengefaßt hat. Wir wissen aber auch, daß, wenn die Erde mit dem Monde zusammengeblieben wäre, alles, was an Menschenwesen da war, verhärtet, mumifiziert worden wäre, in einen verholzten Zustand übergegangen wäre. Um das zu verhüten, mußte alles, was in dem Monde an Substanzen und Wesenheiten war, erst herausgestoßen werden. Dadurch wurde die Menschengestalt vor der Verhärtung gerettet, es wurde dem Menschen möglich, die jetzige Gestalt anzunehmen, und erst nach der Mondentrennung wurde ihm die Möglichkeit gegeben, ein Ich-Träger zu werden. Aber das alles ging nicht auf einmal vonstatten. Wir könnten sagen, es trennte sich erst die Sonne langsam von der Erde heraus. Es gab also, während der Mond noch in der Erde enthalten war, einen solchen Zustand, welcher die weitere Menschheitsentwickelung nicht gestattete. Die physische Materie wurde immer dichter und dichter, so daß der Mensch tatsächlich einen Anlauf zu einer Verhärtung nahm. Was damals Menschenseelen auf einer untergeordneten Stufe waren, das ging auch schon einen ähnlichen Weg wie heute die Menschenseele, ging auch durch Inkarnationen, durch aufeinanderfolgende Verkörperungen hindurch, wo also das Innere des Menschen die äußere Verkörperung verläßt, durch eine geistige Welt durchgeht, um in einer neuen Verkörperung wieder zu erscheinen.

[ 13 ] We know that at the beginning of our present evolution, the Earth was united with the Sun and the Moon, and that the Sun then separated first, leaving behind a planetary body that comprised what is now the Earth and the Moon. But we also know that if the Earth had remained united with the Moon, all human beings who were there would have been petrified, mummified, and transformed into a wooden state. To prevent this, everything that existed in the Moon—both substances and beings—had to be expelled first. As a result, the human form was saved from hardening; it became possible for human beings to assume their present form, and only after the Moon’s separation were they given the opportunity to become bearers of the “I.” But all of this did not happen all at once. We could say that the Sun first separated slowly from the Earth. Thus, while the Moon was still contained within the Earth, there existed a state that did not permit the further development of humanity. Physical matter became denser and denser, so that humanity actually began to harden. What were human souls at a lower level back then followed a path similar to that of the human soul today; they, too, went through incarnations—successive embodiments—in which the inner being leaves the outer body, passes through a spiritual world, and reappears in a new embodiment.

[ 14 ] Aber es trat, bevor der Mond aus der Erde herausgegangen war, etwas ganz Besonderes ein, sozusagen ein schwieriger Zustand für die Fortentwickelung der Erde trat ein. Es trat das ein, daß gewisse Menschenseelen, die ihren Leib verlassen hatten, in die geistige Welt hineingegangen waren und sich wiederum neu jetzt verkörpern wollten, jetzt unten eine Menschensubstanz vorfanden, die ihnen zu hart, zu verholzt war, so daß sie sich nicht verkörpern konnten. Es trat eine Zeit ein, in welcher die Seelen wieder auf die Erde herunterkommen wollten, aber keine Möglichkeit fanden, sich wiederum zu verkörpern, weil die Erdenleiber für sie nicht geeignet waren. Nur die stärksten Seelen konnten die mittlerweile verhärtete Materie und Substanz bezwingen, um sich auf der Erde zu verkörpern. Die anderen mußten wiederum in die geistige Welt zurück, konnten nicht hinunter. Solche Zeiten gab es vor der Mondentrennung. Aber immer weniger und weniger wurden jene starken Seelen, die imstande waren, die Materie zu bewältigen und die Erde zu bevölkern. Vor der lemurischen Zeit gab es also eine Zeit, in welcher die Erde im weitesten Umkreise verödete, wo die Menschen immer weniger und weniger auf der Erde wurden, weil die Seelen, welche herunter wollten, keine geeigneten Leiber fanden.

[ 14 ] But before the Moon had separated from the Earth, something quite extraordinary occurred—a difficult phase, so to speak, for the Earth’s further development. What happened was that certain human souls, having left their bodies, had entered the spiritual world and now wished to incarnate anew, only to find that the human substance down below was too hard, too rigid for them, so that they could not incarnate. A time arose in which souls wanted to come down to Earth again but found no way to incarnate because the earthly bodies were unsuitable for them. Only the strongest souls could overcome the matter and substance, which had become hardened in the meantime, in order to incarnate on Earth. The others had to return to the spiritual world; they could not come down. Such times existed before the separation of the Moon. But the number of those strong souls capable of mastering matter and populating the Earth grew fewer and fewer. Thus, before the Lemurian era, there was a time when the Earth became desolate over a vast expanse, and the number of people on Earth dwindled steadily because the souls who wished to descend could not find suitable bodies.

[ 15 ] Was geschah nun mit diesen Seelen, welche keine Leiber finden konnten? Sie wurden entrückt nach den anderen Planeten, die sich inzwischen aus der gemeinsamen Substanz herausgebildet hatten. So gab es gewisse Seelen, die nach dem Saturn entrückt wurden, andere, die nach dem Jupiter, Mars, Venus oder Merkur entrückt wurden; so daß es eine Erdenzeit gab, in welcher nur die stärksten Seelen während des großen Erdenwinters auf die Erde kommen konnten. Die schwächeren Seelen mußten von den anderen zu unserem Sonnensystem gehörenden Planeten in Obhut genommen werden.

[ 15 ] What, then, happened to these souls who could not find bodies? They were transported to the other planets that had since formed from the shared substance. Thus, there were certain souls who were carried off to Saturn, others who were carried off to Jupiter, Mars, Venus, or Mercury; so that there was a period on Earth during which only the strongest souls could come to Earth during the great Earth winter. The weaker souls had to be taken into the care of the other planets belonging to our solar system.

[ 16 ] Während der lemurischen Epoche gab es in der Tat eine Zeit, von der man — wenigstens annähernd — sagen kann: Es war ein einziges Menschenpaar, ein Hauptpaar vorhanden, welches sich die Stärke behalten hatte, diese widerspenstige Menschensubstanz zu bezwingen und sich auf der Erde zu verkörpern, gleichsam durchzuhalten durch die ganze Erdenzeit. Das war aber auch die Zeit, als sich der Mond von der Erde trennte. Und durch diese Mondentrennung wurde es wieder möglich, daß sich die Menschensubstanz verfeinerte und sich wieder geeignet machte, Menschenseelen aufzunehmen, die schwächer waren, so daß die Nachkommen dieses einen Hauptpaares wieder in der Lage waren, in weicherer Substanz zu sein als diejenigen, welche vor der Mondentrennung gelebt hatten. Da kamen dann nach und nach alle die Seelen, welche nach dem Mars, Jupiter, Venus und so weiter hinauf entrückt waren, wieder auf die Erde zurück, und mit der Vermehrung der Menschen von dem einen Hauptpaare aus geschah das, daß die Seelen nach und nach aus dem Weltenraume auf die Erde zurückkehrten und sich als die Nachkommen des ersten Hauptpaares bildeten.

[ 16 ] During the Lemurian epoch, there was in fact a time about which one can say—at least approximately—: There was a single human couple, a primary couple, who had retained the strength to subdue this unruly human substance and to incarnate on Earth, persevering, as it were, throughout the entire Earth period. But that was also the time when the Moon separated from the Earth. And through this separation of the Moon, it once again became possible for the human substance to refine itself and make itself suitable once more for receiving human souls that were weaker, so that the descendants of this one principal couple were again able to exist in a softer substance than those who had lived before the Moon’s separation. Then, little by little, all the souls that had been carried up to Mars, Jupiter, Venus, and so on returned to Earth, and as the human race multiplied from that one original couple, the souls gradually returned to Earth from outer space and took form as the descendants of the first original couple.

[ 17 ] So bevölkerte sich die Erde wiederum. Und während der letzten lemurischen Zeit bis weit in die atlantische Zeit hinein kamen immer mehr Seelen herunter, die auf den anderen Planeten gewartet hatten, bis es auf der Erde wiederum Zeit sein würde, sich zu verkörpern. Dann stiegen sie wieder herunter in einen Erdenleib. Auf diese Art wurde die Erde wieder bevölkert. Und auf diese Art entstand jene atlantische Bevölkerung, welche geführt wurde von den atlantischen Eingeweihten in den atlantischen Orakeln. Diese atlantischen Orakel habe ich folgendermaßen charakterisiert.

[ 17 ] Thus the Earth was repopulated. And during the late Lemurian period and well into the Atlantean period, more and more souls descended—souls who had been waiting on other planets until the time was right once again to incarnate on Earth. Then they descended once more into an earthly body. In this way, the Earth was repopulated. And in this way arose the Atlantean population, which was guided by the Atlantean initiates in the Atlantean oracles. I have characterized these Atlantean oracles as follows.

[ 18 ] Es gab große Führerstätten in der alten Atlantis. Sie waren so eingestellt, daß man die einen nennen konnte die Marsorakel, andere die Jupiterorakel, die Saturnorakel und so weiter. Solche verschiedene Orakelstätten gab es deshalb, weil die Menschen eben verschieden waren. Für jene Menschenseelen, die früher auf dem Mars gewartet hatten, mußte man Unterricht und Führerschaft schaffen in den Marsorakeln, für die, welche auf dem Jupiter gewartet hatten, in den Jupiterorakeln und so weiter. Nur wenige Auserlesene konnten in der atlantischen Zeit in dem zentralen, in dem großen Sonnenorakel unterwiesen werden. Das waren die, welche in der Nachkommenschaft jenem Hauptpaare am nächsten standen, das sich durch die Erdenkrisis durch erhalten hatte, jenem starken Stammpaar, das uns in der Bibel angedeutet wird unter dem Namen Adam und Eva. Da blicken wir in der Bibel hindurch auf etwas, was sich mit den Tatsachen der AkashaChronik deckt, so daß sich die Bibel auch dort bewahrheitet, wo sie scheinbar so Unwahrscheinliches bringt. Und an der Spitze des großen Orakels, das die Oberaufsicht über die übrigen hatte und das man das Sonnenorakel nennt, stand der größte der atlantischen Eingeweihten, der große Sonnen-Eingeweihte, der zu gleicher Zeit der Manu, der Führer der atlantischen Bevölkerung war. Er war derjenige, welcher sich, als die atlantische Katastrophe heranrückte, die Aufgabe zu stellen hatte, mit den Menschen, die er für brauchbar fand, hinüberzuziehen nach dem Osten und eine Ausgangsstätte zu begründen für die nachatlantische Kultur. Vor allem hatte aber dieser Eingeweihte unter den verschiedenen Menschen, die er unmittelbar um seine Person versammelte, immer auch solche, die möglichst unmittelbar von jenen Stammseelen abstammten, die den Erdenwinter überdauert hatten, die sozusagen die direkten Nachkommen waren von Adam und Eva, vom ersten Hauptpaare. Sie wurden insbesondere gehegt und gepflegt in der Umgebung des großen Eingeweihten des Sonnenorakels. Ihre ganze Unterweisung wurde so gelenkt und geleitet, daß man in den entsprechenden Zeitpunkten der Menschheitsentwickelung immer die Möglichkeit hatte, von der Stätte, welche der Eingeweihte des Sonnenorakels, der große Manu, leitete, die richtigen Einflüsse hinausfließen zu lassen.

[ 18 ] There were great oracular sites in ancient Atlantis. They were arranged in such a way that some could be called the Mars oracles, others the Jupiter oracles, the Saturn oracles, and so on. Such diverse oracular sites existed because people were, after all, different. For those human souls who had previously waited on Mars, instruction and guidance had to be provided in the Mars oracles; for those who had waited on Jupiter, in the Jupiter oracles; and so on. Only a select few could be instructed in the central, great Solar Oracle during the Atlantean era. These were the descendants closest to that principal couple who had survived the Earth crisis—that strong ancestral couple alluded to in the Bible under the names Adam and Eve. Here we glimpse through the Bible something that corresponds with the facts of the Akashic Records, so that the Bible proves true even where it presents what seems so improbable. And at the head of the great oracle, which exercised supreme oversight over the others and is called the Solar Oracle, stood the greatest of the Atlantean initiates, the great Solar Initiate, who was at the same time the Manu, the leader of the Atlantean people. He was the one who, as the Atlantean catastrophe drew near, had to take on the task of leading the people he deemed suitable eastward and establishing a starting point for post-Atlantean culture. Above all, however, among the various people whom this Initiate gathered directly around him, there were always those who descended as directly as possible from those ancestral souls who had survived the Earthly Winter—who were, so to speak, the direct descendants of Adam and Eve, the first primordial couple. They were especially cherished and nurtured in the presence of the Great Initiate of the Solar Oracle. Their entire instruction was directed and guided in such a way that, at the appropriate moments in human development, it was always possible to allow the right influences to flow out from the place presided over by the Initiate of the Solar Oracle, the great Manu.

[ 19 ] Nehmen wir einmal an, es wäre zu irgendeinem Zeitpunkte der Menschheitsentwickelung notwendig geworden, daß eine Verjüngung der Kultur eintrat, daß sozusagen das, was die Menschheit eine Zeitlang als Tradition bewahrt hatte und was alt geworden war, einen neuen Einschlag erhielt, daß ein neues Kulturelement der Menschheit gegeben wurde. Zu diesem Ziele mußte unmittelbar in der Stätte des Eingeweihten des Sonnenorakels Vorsorge getroffen werden, und das wurde in der verschiedensten Weise getan.

[ 19 ] Let us suppose that, at some point in human development, it became necessary for culture to be rejuvenated—that, so to speak, what humanity had preserved as tradition for some time and which had grown old was given a new direction, and that a new cultural element was bestowed upon humanity. To this end, provisions had to be made directly at the site of the initiate of the Sun Oracle, and this was done in a variety of ways.

[ 20 ] In der ersten Zeit der nachatlantischen Kulturentwickelung wurden direkt Menschen, die dazu vorbereitet worden waren, da oder dorthin geschickt, um als Ergebnis ihrer sorgfältigen Erziehung das hinauszutragen, was gerade bei diesem oder jenem Volke gebraucht wurde. Immer wurde in dieser Orakelstätte, die sich in einer gewissen Gegend Asiens verborgen hatte, dafür gesorgt, daß die einzelnen Kulturen in der entsprechenden Weise beeinflußt werden konnten.

[ 20 ] In the early stages of post-Atlantean cultural development, people who had been prepared for this purpose were sent here and there to share, as a result of their careful education, whatever was needed by this or that people. At this oracle site, hidden away in a certain region of Asia, care was always taken to ensure that the individual cultures could be influenced in the appropriate manner.

[ 21 ] Dann aber, fünf bis sechs Jahrhunderte nach dem Auftreten des großen Buddha, war eine ganz besondere Zeit gekommen. Die Notwendigkeit war gekommen, den Buddhismus zu verjüngen. Was als eine alte, reife Weltanschauung, als eine Weltanschauung auf höchster Höhe durch den großen Buddha verkündet worden war, sollte durch einen Jungbrunnen durchgelenkt werden, so daß es in einer jugendfrischen Gestalt vor die Menschheit hintreten konnte. Ganz besondere Jugendkräfte mußten der Menschheit zugeführt werden. Diese Jugendkräfte waren eben nicht enthalten bei irgendeiner Individualität, die sonst draußen in der Welt gearbeitet hat.

[ 21 ] But then, five to six centuries after the appearance of the Great Buddha, a very special time had come. The need had arisen to rejuvenate Buddhism. What had been proclaimed by the Great Buddha as an ancient, mature worldview—a worldview at its highest pinnacle—was to be channeled through a fountain of youth so that it could present itself to humanity in a form as fresh as youth. Very special youthful forces had to be brought to humanity. These youthful forces were not, in fact, contained within any individual who had otherwise been active out in the world.

[ 22 ] Wer für die Welt wirkt, der nutzt seine Kräfte ab, und Abnutzen der Kräfte heißt eben alt werden. Wir könnten in der Zeit zurückgehen und würden finden, wie Kultur nach Kultur aufsteigt: erst die alte indische Kultur, darauf die urpersische, dann die ägyptisch-chaldäische und so weiter, und wir würden sehen, daß immer große, bedeutende Menschheitsführer da waren. Diese Menschheitsführer alle haben ihre besten Kräfte hingegeben, um das Menschengeschlecht vorwärtszubringen. Die großen heiligen Rishis haben ihre besten Kräfte hingegeben; Zarathustra, der Inaugurator der persischen Kultur, hat seine besten Kräfte hingegeben; Hermes, Moses und die Führer der chaldäischen Kultur, sie alle haben ihre besten Kräfte hingegeben. Sie alle waren in einer gewissen Beziehung durch das, was sie wirken konnten, die richtigen und besten Leiter und Lenker ihrer Zeiten. Nehmen wir irgendeine Persönlichkeit im alten Indien. Sie hatte sich immer wieder und wieder verkörpert, war in dieser oder jener Inkarnation wiedererschienen, in der persischen, in derägyptisch-chaldäischen Kulturepoche, und indem sie wiedererschienen war, war ihre Seele immer älter geworden, immer reifer und reifer; sie hatte sich hinauferhoben zu immer reiferen Kräften, aber die frischen Jugendkräfte hatte sie verloren. Man kann heranreifen, kann Ungeheures leisten, wenn man eine alte Seele geworden ist, welche durch viele Inkarnationen hindurch an sich gearbeitet hat, aber die Seele ist eine alte Seele geworden. Man kann Großes lehren, viel leisten für die Menschheit, aber die Jugendfrische und die Jugendkraft mußte man notwendigerweise dareingeben, wenn man sich so hinaufentwickelt hatte.

[ 22 ] Those who work for the world wear out their strength, and the wearing out of strength is precisely what it means to grow old. If we could go back in time, we would see how one culture after another arose: first the ancient Indian culture, then the proto-Persian, followed by the Egyptian-Chaldean, and so on, and we would see that there were always great, significant leaders of humanity. All of these leaders of humanity gave their best energies to advance the human race. The great holy Rishis devoted their best energies; Zarathustra, the founder of Persian culture, devoted his best energies; Hermes, Moses, and the leaders of Chaldean culture—they all devoted their best energies. In a certain sense, through what they were able to accomplish, they were all the right and best leaders and guides of their times. Let us take any figure from ancient India. This person had incarnated again and again, reappearing in this or that incarnation—in the Persian, Egyptian, and Chaldean cultural epochs—and as they reappeared, their soul had grown ever older, ever more mature; they had elevated themselves to ever more mature powers, but they had lost the fresh vitality of youth. One can mature, can accomplish tremendous things, once one has become an old soul that has worked on itself through many incarnations, but the soul has become an old soul. One can teach great things, accomplish much for humanity, but one has necessarily had to give up the freshness and vitality of youth once one has developed to such a level.

[ 23 ] Nehmen wir selbst einen Größten, der im Laufe der Menschheitsentwickelung gewirkt hat: Zarathustra. Er war es, der aus so großen Tiefen der spirituellen Welt heraus seiner Zeit die große Botschaft von dem Sonnengeiste bringen konnte, er war es, der seine Menschheit hinaufweisen konnte zu dem großen Geist, der später als der Christus erschien. Er war es, der da sagte: In der Sonne ist er enthalten, Ahura Mazdao; er wird sich der Erde nähern. Und er sprach von ihm große, bedeutsame Worte. Nur die tiefste spirituelle Erkenntnis, das große entwickelte Hellsehen des Zarathustra konnte jene Wesenheit schauen, von welcher die heiligen Rishis noch sagten, Vishva Karman liege jenseits ihrer Sphäre, jene Wesenheit, welche er, Zarathustra, Ahura Mazdao nannte und deren Bedeutung für die Menschheitsentwickelung er verkündete. Ein ungeheuer reifer Geist gehörte in die Zarathustra-Körperlichkeit hinein schon damals, als Zarathustra die urpersische Kultur begründete.

[ 23 ] Let us take, for example, one of the greatest figures who has influenced the course of human evolution: Zarathustra. It was he who, from the deepest depths of the spiritual world, was able to bring the great message of the Sun Spirit to his time; it was he who was able to point his people upward toward the great Spirit who later appeared as the Christ. It was he who said: “Ahura Mazdao is contained within the Sun; he will draw near to the Earth.” And he spoke great and significant words about him. Only the deepest spiritual insight, the highly developed clairvoyance of Zarathustra, could perceive that Being of whom the holy Rishis still said that Vishva Karman lay beyond their sphere—that Being whom he, Zarathustra, called Ahura Mazdao and whose significance for human development he proclaimed. An immensely mature spirit was already present within Zarathustra’s physical form even back when Zarathustra founded the Proto-Persian culture.

[ 24 ] Wir können uns denken, daß diese Individualität durch ihre folgenden Inkarnationen immer höher gestiegen ist, immer reifer, immer älter geworden ist — und immer fähiger zu den größten Opfern für die Menschheit. Diejenigen von Ihnen, welche andere Vorträge von mir gehört haben, werden wissen, wie Zarathustra seinen Astralleib abgegeben hat, der später wieder auflebte in dem Führer der ägyptischen Kultur, in Hermes, und wie er seinen Ätherleib abgegeben hat an den Führer des althebräischen Volkes, an Moses. Das alles kann man nur tun, wenn man eine mächtig entwickelte Seele hat. Dann kann man eine so hoch entwickelte Individualität werden wie Zarathustra, der dann sechshundert Jahre vor unserer Zeitrechnung in der Zeit, als der Buddha in Indien gewirkt hat, in Chaldäa aufgetreten ist und als der große Lehrer Nazarathos oder Zarathas wirken konnte, der auch der Lehrer des Pythagoras war. Das alles konnte jene große Seele werden, die der Führer und Inaugurator der persischen Kultur war. Sie war bis zu diesem Punkte immer reifer und reifer geworden.

[ 24 ] We can imagine that this individuality, through its successive incarnations, has risen ever higher, become ever more mature, ever older—and ever more capable of making the greatest sacrifices for humanity. Those of you who have heard other lectures of mine will know how Zarathustra relinquished his astral body, which later came to life again in the leader of Egyptian culture, Hermes, and how he relinquished his etheric body to the leader of the ancient Hebrew people, Moses. All this can be done only if one has a powerfully developed soul. Then one can become an individuality as highly developed as Zarathustra, who appeared in Chaldea six hundred years before our era—at the time when the Buddha was active in India—and was able to work as the great teacher Nazarathos or Zarathas, who was also the teacher of Pythagoras. All of this was possible for that great soul who was the leader and founder of Persian culture. Up to this point, he had become more and more mature.

[ 25 ] Aber was nun notwendig war, als der Buddhismus verjüngt werden sollte, das konnte, wie Sie aus alledem ersehen werden, diese Seele nicht. Sie konnte unmöglich ganz jugendfrische Kräfte abgeben, die sich gerade dadurch auszeichnen sollten, daß sie sich bis zur Geschlechtsreife in ihrer Kindheit entwickelten, damit sie dann an den Nirmanakaya des Buddha abgegeben werden konnten. Das hätte die Zarathustra-Wesenheit nimmermehr vermocht, gerade weil sie von Inkarnation zu Inkarnation so hoch gestiegen war, so weit aufgestiegen war. Deshalb wäre es ihr nicht möglich gewesen, sich in einem Kinde zu Beginn unserer Zeitrechnung so zu entwickeln, daß damit dasjenige möglich geworden wäre, was notwendig geworden war.

[ 25 ] But as you will see from all of this, this soul was unable to do what was now necessary to rejuvenate Buddhism. It was impossible for it to impart forces that were entirely fresh and youthful—forces that were to be characterized precisely by the fact that they developed during childhood until sexual maturity, so that they could then be imparted to the Buddha’s Nirmanakaya. The Zarathustra Entity could never have accomplished this, precisely because it had risen so high, had ascended so far, from incarnation to incarnation. Therefore, it would not have been possible for it to develop within a child at the beginning of our era in such a way as to make possible what had become necessary.

[ 26 ] Wenn wir also unter all den Individualitäten, die sich damals entfaltet haben, Umschau halten, so finden wir nirgends einen Menschen, der jetzt geboren werden konnte, der die Kraft hatte, sich so zu entfalten, daß er im zwölften Jahre die jugendfrischen Kräfte abgeben konnte, die den Buddhismus verjüngen sollten. Wir haben gerade den Blick gelenkt auf die große, einzigartige Zarathustra-Individualität, um etwas Außerordentliches zu erwähnen, und wir können uns sagen: Auch die Zarathustra-Individualität war ungeeignet, um den Leib des Jesus bis zu der Zeit zu beleben, da die astralische Mutterhülle abgestreift wurde, damit diese sich mit dem Nirmanakaya des Buddha vereinigen konnte. |

[ 26 ] So when we look around at all the individualities that unfolded at that time, we find nowhere a person who could have been born then and who had the strength to develop in such a way that, at the age of twelve, he could have contributed the fresh, youthful energies that were to rejuvenate Buddhism. We have just turned our attention to the great, unique Zarathustra individuality to mention something extraordinary, and we can say to ourselves: Even the Zarathustra individuality was unsuitable for animating the body of Jesus up to the time when the astral maternal sheath was shed so that it could unite with the Buddha’s Nirmanakaya. |

[ 27 ] Woher also kam die große belebende Kraft des Jesusleibes? Sie kam aus der großen Mutterloge der Menschheit, die der große SonnenEingeweihte, der Manu, lenkt. In das Kind, das dem Elternpaare geboren wurde, das im Lukas-Evangelium Joseph und Maria genannt wird, wurde hineingesenkt eine große individuelle Kraft, die gehegt und gepflegt worden war in der großen Mutterloge, in dem großen Sonnenorakel. Es wurde in dieses Kind hineingesenkt die beste, die stärkste jener Individualitäten. Welche Individualität?

[ 27 ] So where did the great life-giving power of the body of Jesus come from? It came from the Great Mother Lodge of Humanity, which is guided by the Great Solar Initiate, the Manu. A great individual power—one that had been nurtured and cultivated in the Great Mother Lodge, in the Great Solar Oracle—was infused into the child born to the parents named Joseph and Mary in the Gospel of Luke. The best and strongest of those individualities was infused into this child. Which individuality?

[ 28 ] Wenn wir die Individualität, die in das Kind Jesus damals hineinversenkt wurde, kennenlernen wollen, so müssen wir weit zurückgehen, bis in die Zeit vor dem luziferischen Einfluß auf die Menschheit, bevor sich in den Astralleib der Menschen der luziferische Einfluß hineinerstreckt hat. Dieser luziferische Einfluß kam an die Menschen heran in derselben Zeit, als das Urmenschenpaar, das menschliche Hauptpaar die Erde bevölkerte. Dieses menschliche Hauptpaar war zwar stark genug, um die Menschensubstanz sozusagen zu überwinden, so daß es sich verkörpern konnte, aber es war nicht stark genug, um dem luziferischen Einfluß Widerstand zu leisten. Der luziferische Einfluß kam heran, erstreckte seine Wirkungen auch in den astralischen Leib dieses Hauptpaares, und die Folge war, daß es unmöglich war, alle die Kräfte, die in Adam und Eva waren, auch herunterfließen zu lassen in die Nachkommen, durch das Blut der Nachkommen. Den physischen Leib mußte man durch alle die Geschlechter herunter sich fortpflanzen lassen, aber von dem Ätherleib behielt man in der Leitung der Menschheit etwas zurück. Das drückte man eben dadurch aus, daß man sagte: Die Menschen haben genossen von dem Baume der Erkenntnis des Guten und Bösen, das heißt, was von dem luziferischen Einfluß kam; aber es wurde auch gesagt: Jetzt müssen wir ihnen die Möglichkeit nehmen, auch zu genießen von dem Baume des Lebens! Das heißt, es wurde eine gewisse Summe von Kräften des Ätherleibes zurückbehalten. Die flossen jetzt nicht auf die Nachkommen herunter. Es war also in Adam eine gewisse Summe von Kräften, die ihm nach dem Sündenfalle genommen wurden. Dieser noch unschuldige Teil des Adam wurde aufbewahrt in der großen Mutterloge der Menschheit, wurde dort gehegt und gepflegt. Das war sozusagen die Adam-Seele, die noch nicht berührt war von der menschlichen Schuld, die noch nicht verstrickt war in das, wodurch die Menschen zu Fall gekommen sind. Diese Urkräfte der Adam-Individualität wurden aufbewahrt. Sie waren da, und sie wurden jetzt als «provisorisches Ich» dahin geleitet, wo dem Joseph und der Maria das Kind geboren wurde, und in den ersten Jahren hatte dieses Jesuskind die Kraft des ursprünglichen Stammvaters der Erdenmenschheit in sich.

[ 28 ] If we wish to understand the individuality that was imbued into the child Jesus at that time, we must go back a long way, to the time before the Luciferic influence on humanity, before that influence had extended into the astral bodies of human beings. This Luciferic influence approached humanity at the very time when the primordial human couple—the first human pair—populated the Earth. Although this first human pair was strong enough, so to speak, to overcome the human substance so that it could incarnate, it was not strong enough to resist the Luciferic influence. The Luciferic influence took hold, extending its effects even into the astral bodies of this primordial couple, and the result was that it was impossible to allow all the forces that were in Adam and Eve to flow down into their descendants through the blood of their descendants. The physical body had to be allowed to propagate itself through all the generations, but something of the etheric body was held back in the guidance of humanity. This was expressed precisely by saying: Human beings ate from the Tree of the Knowledge of Good and Evil—that is, what came from the Luciferic influence—but it was also said: Now we must take away their ability to partake of the Tree of Life as well! In other words, a certain amount of the forces of the etheric body was withheld. These forces no longer flowed down to the descendants. Thus, there was within Adam a certain amount of forces that were taken from him after the Fall. This still innocent part of Adam was preserved in the great Mother Lodge of humanity, where it was cherished and nurtured. This was, so to speak, the Adam-soul, which had not yet been touched by human guilt, which had not yet become entangled in that through which humanity had fallen. These primal forces of Adam’s individuality were preserved. They were there, and they were now guided as a “provisional ‘I’” to the place where the child was born to Joseph and Mary, and in the first years, this infant Jesus possessed within himself the power of the original progenitor of humanity on Earth.

[ 29 ] Oh, diese Seele war sehr jung erhalten geblieben. Sie war nicht durchgeleitet worden durch die verschiedenen Inkarnationen, sie war zurückbehalten worden auf einer sehr weit zurückgebliebenen Stufe, wie wenn wir das Kind bei unserem hypothetischen Erziehungsversuche künstlich so zurückhalten. Wer also lebte auf in dem Kindlein, das dem Paare Joseph und Maria geboren war? Der Stammvater der Menschheit, der «alte Adam» als ein «neuer Adam». Das hat schon Paulus gewußt (1. Korinther 15, 45); das liegt in dem, was sich hinter seinen Worten verbirgt. Und das hat auch Lukas, der Schreiber des Lukas-Evangeliums, der ein Paulus-Schüler war, gewußt. Daher spricht Lukas davon in einer ganz besonderen Weise. Er wußte, daß etwas Besonderes notwendig war, um überhaupt diese Geistessubstanz herunterzuleiten auf die Menschheit, er wußte, daß eine Blutsverwandtschaft bis zu Adam hinauf notwendig war. Daher gibt er für den Joseph ein Geschlechtsregister, das bis hinauf zu Adam führt, der unmittelbar aus der geistigen Welt selbst hervorgeht, daher in der Redeweise des Lukas von Gott stammt, er ist ein «Sohn Gottes». Bis zu Gott hinauf wird bei Lukas die Geschlechterfolge gegeben (Lukas 3, 23-38).

[ 29 ] Oh, this soul had remained very young. It had not passed through the various incarnations; it had been held back at a very primitive stage, just as we might artificially hold back a child in our hypothetical attempts at education. So who was it that lived on in the little child born to Joseph and Mary? The progenitor of humanity, the “old Adam” as a “new Adam.” Paul already knew this (1 Corinthians 15:45); it lies in what is hidden behind his words. And Luke, the author of the Gospel of Luke—who was a disciple of Paul—knew this as well. That is why Luke speaks of it in a very special way. He knew that something special was necessary to transmit this spiritual substance to humanity at all; he knew that a bloodline tracing back to Adam was necessary. That is why he provides a genealogy for Joseph that goes all the way back to Adam, who emerges directly from the spiritual world itself—and thus, in Luke’s terminology, descends from God; he is a “Son of God.” Luke traces the lineage all the way back to God (Luke 3:23–38).

[ 30 ] Es verbirgt sich ein bedeutendes Mysterium gerade in dem, was wir das Geschlechtskapitel des Lukas nennen: daß gemeinsames Blut hinunterfließen mußte durch die Generationen und in ununterbrochener Folge bewahrt wurde bis zu dem spätesten Nachkommen, damit, wenn die Zeit erfüllt wäre, auch der Geist hinuntergeleitet werden könnte auf die Nachkommen. - So verband sich mit dem Leibe, der dem Joseph und der Maria geboren wurde, dieser unendlich jugendliche Geist, dieser von allen Erdenschicksalen unberührte Geist, diese junge Seele, deren Kräfte, wenn wir sie suchen wollten, im alten Lemurien gesucht werden müßten. Dieser Geist allein war stark genug, um ganz hineinzustrahlen in den astralischen Mutterleib und, als dieser abgestreift wurde, ihm die Kräfte zu überlassen, die er brauchte, um sich in fruchtbarer Weise mit dem Nirmanakaya des Buddha zu vereinigen.

[ 30 ] A profound mystery lies precisely in what we call the genealogy in Luke: that common blood had to flow down through the generations and be preserved in an unbroken line down to the last descendant, so that, when the time was fulfilled, the Spirit, too, could be passed down to the descendants. - Thus, this infinitely youthful spirit—this spirit untouched by all earthly fates, this young soul whose powers, if we were to seek them, would have to be sought in ancient Lemuria—was united with the body born to Joseph and Mary. This spirit alone was strong enough to radiate fully into the astral womb and, when that was shed, to bestow upon it the powers it needed to unite fruitfully with the Buddha’s Nirmanakaya.

[ 31 ] Wir dürfen also fragen: Was schildert uns denn eigentlich das Lukas-Evangelium, indem es zu reden beginnt über den Jesus von Nazareth? Es schildert uns erstens einen Menschen, der in der Blutsverwandtschaft seinen physischen Leib hinaufleitete bis zu Adam, bis zu den Zeiten, in welchen innerhalb der Erdenverödung durch ein Hauptpaar auf der Erde die Menschheit gerettet worden ist. Und es schildert uns weiter, sich ganz auf den Gesichtspunkt der Wiederverkörperung stellend, die Wiederverkörperung einer Seele, die am längsten gewartet hatte vor ihren Wiederverkörperungen. Die Adam-Seele vor dem Sündenfall, die am längsten gewartet hatte, finden wir wieder in dem Jesusknaben. Wir dürfen also, so phantastisch es für die heutige Menschheit klingen wird, sagen, daß jene Individualität, welche durch die große Mutterloge der Menschheit hineingeleitet wurde in das Jesuskindlein, nicht nur abstammte von den physisch ältesten Geschlechtern der Menschheit, sondern sie ist auch die Wiederverkörperung des ersten Mitgliedes der Menschheit überhaupt. — Jetzt wissen wir, wer derjenige war, der da im Tempel dargestellt und dem Simeon gezeigt wurde, wer der «Sohn Gottes» war nach Lukas. Nicht von dem gegenwärtigen Menschen spricht er, sondern er bezeugt, daß dieser Mensch die Wiederverkörperung von dem ist, der früher da war, der als der allerälteste Blutsstammvater aller der Geschlechter da war.

[ 31 ] We may therefore ask: What does the Gospel of Luke actually describe to us when it begins to speak of Jesus of Nazareth? First, it describes a human being whose physical body, through bloodline, traces back to Adam—to the times when humanity was saved on Earth by a primary couple during the Earth’s desolation. And it goes on to describe—taking the perspective of reincarnation—the reincarnation of a soul that had waited the longest before its reincarnations. We find the Adam-soul before the Fall, the one that had waited the longest, reincarnated in the child Jesus. We may therefore say—as fantastic as it may sound to humanity today—that the individuality which was guided into the infant Jesus by the Great Mother Lodge of Humanity not only descended from the physically oldest lineages of humanity, but is also the reincarnation of the very first member of humanity. — Now we know who it was who was presented in the temple and shown to Simeon, who the “Son of God” was according to Luke. He is not speaking of the present-day human being, but testifies that this human being is the reincarnation of the one who was there before, who was there as the very oldest progenitor of all the lineages.

[ 32 ] Wenn wir alles das zusammenfassen, so müssen wir jetzt das Folgende sagen. Es hat im fünften, sechsten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung in Indien der große Bodhisattva gelebt, der die Mission hatte, der Menschheit die Wahrheiten zu bringen, welche nach und nach innerhalb der Menschheit selbst geboren werden sollten. Die Anregung dazu hat er gegeben. Er ist dadurch damals zum Buddha geworden. Daher tritt er in einem ferneren Erdenleibe, der seiner Individualität vollständig entspricht, nicht wieder auf. Er erscheint aber wieder in dem Nirmanakaya, dem Leib der Verwandlungen, aber nur bis zur ätherisch-astralischen Welt. In der Form der Engelscharen sehen ihn da die Hirten, die für einen Moment hellsichtig werden, weil sie sehen sollen, was ihnen verkündet wird. Er neigt sich über das Kind, das dem Joseph und der Maria geboren wird. Und es hat einen Zweck, daß er sich gerade über dieses Kind neigt.

[ 32 ] If we summarize all of this, we must now say the following. In the fifth and sixth centuries B.C., the great Bodhisattva lived in India; his mission was to bring to humanity the truths that were to gradually arise within humanity itself. He provided the impetus for this. Through this, he became the Buddha at that time. Therefore, he does not reappear in a later earthly body that fully corresponds to his individuality. However, he does appear again in the Nirmanakaya, the body of transformations, but only up to the etheric-astral world. The shepherds, who for a moment become clairvoyant so that they may see what is announced to them, behold him there in the form of the angelic hosts. He bends over the child born to Joseph and Mary. And there is a purpose in his bending over this very child.

[ 33 ] Was der große Buddha der Menschheit hat bringen können, das mußte in einer reifen Gestalt vorhanden sein; es ist schwierig zu verstehen, es steht auf bedeutenden Geisteshöhen. Damit es allgemein fruchtbar werden konnte, mußte in das, was sich der Buddha bis dahin erobert hatte, eine Kraft einfließen, die ganz jugendfrisch war. Er mußte diese Kraft aus der Erde heraufsaugen, indem er sich zu einem Menschenkinde herabneigte, von dem er alle die Jugendkräfte aus dem sich ablösenden astralischen Mutterleibe aufnehmen konnte. Dieser Mensch wurde ihm dadurch geboren, daß aus der Bluts-, aus der Generationsfolge ein Kind geboren wurde, das er, der es am besten wußte, zurückverfolgen konnte bis zu dem Stammvater der Menschheit, das er aber auch zurückführte bis zu der alt-jungen Seele der Menschheit während der lemurischen Zeit und das er aufzeigen konnte als den wiederverkörperten neuen Adam. Dieses Kind, das eine Seele hatte, welche die Mutterseele der Menschheit war, die jung erhalten worden war durch die Epochen hindurch, es lebte so, daß es alle frischen Kräfte hineinstrahlte in den astralischen Leib, der sich dann loslöste, hinaufstieg und sich mit dem Nirmanakaya des Buddha vereinigte.

[ 33 ] What the great Buddha was able to bring to humanity had to be present in a mature form; it is difficult to understand, for it stands at significant spiritual heights. In order for it to bear fruit for all, a force that was entirely youthful and fresh had to flow into what the Buddha had attained up to that point. He had to draw this power up from the earth by lowering himself to the level of a human child, from whom he could absorb all the youthful forces emanating from the astral womb from which the child was being born. This human being was born to him through the bloodline—through the lineage—as a child whom he, who knew it best, could trace back to the progenitor of humanity, but whom he also traced back to the ancient-yet-young soul of humanity during the Lemurian epoch, and whom he could point to as the reincarnated new Adam. This child, whose soul was the mother soul of humanity—a soul that had been preserved in its youth throughout the epochs—lived in such a way that it radiated all its fresh powers into the astral body, which then detached itself, ascended, and united with the Buddha’s Nirmanakaya.

[ 34 ] Das sind aber nicht alle Tatsachen, durch die wir das wunderbare Mysterium von Palästina verstehen können, das ist nur eine Seite. Wir verstehen: jetzt, wer in Bethlehem geboren worden ist, nachdem von Nazareth Joseph und Maria dorthin gereist sind, und wer den Hirten verkündet worden ist. Aber das ist noch nicht alles. In der Zeit am Beginne unserer Zeitrechnung geschah so mancherlei Seltsames und Bedeutungsvolles, um das größte Ereignis der Menschheitsentwickelung zustande zu bringen. Um das verständlich zu machen, was allmählich zu diesem großen Ereignisse hinaufführte, müssen wir folgendes noch betrachten.

[ 34 ] But these are not all the facts that enable us to understand the wondrous mystery of Palestine; this is only one aspect. We now understand who was born in Bethlehem after Joseph and Mary traveled there from Nazareth, and to whom the shepherds were given the good news. But that is not all. During the time at the beginning of our calendar, many strange and significant events took place to bring about the greatest event in human development. To make clear what gradually led up to this great event, we must still consider the following.

[ 35 ] Es gab innerhalb des althebräischen Volkes das David-Geschlecht. Diejenigen, welche wir die «davidischen Geschlechter» nennen, leiteten sich alle auf ihren Stammvater David zurück. Sie können es nun aus der Bibel ersehen, daß David zwei Söhne hatte, Salomo und Nathan (2. Samuelis 5, 14). Zwei Geschlechterfolgen, die salomonische Linie und die nathanische Linie, stammen also von David ab. Wenn wir daher die Zwischenglieder unberücksichtigt lassen, können wir sagen: In der Zeit, als unsere Zeitrechnung beginnt, sind in Palästina vorhanden die Nachkommen sowohl der salomonischen Linie wie auch der nathanischen Linie des davidischen Geschlechtes. Und es lebt als ein Nachkomme aus derjenigen Linie, die wir die nathanische Linie des davidischen Geschlechtes nennen, ein Mann unter dem Namen Joseph in Nazareth. Er hat zu seiner Gemahlin eine Maria. Und es lebt ein Nachkomme der salomonischen Linie des David-Geschlechtes in Bethlehem, der auch Joseph heißt. Es ist nicht weiter wunderbar, daß da zwei Menschen leben aus dem Geschlechte Davids, welche beide Joseph heißen, und daß beide mit einer Maria, wie sie die Bibel nennt, vermählt sind. Wir haben also zwei Elternpaare im Beginne unserer Zeitrechnung in Palästina; beide tragen die Namen Joseph und Maria. Das eine Elternpaar führt seine Abkunft auf die salomonische Linie des Geschlechtes David zurück, das heißt auf die «königliche Linie»; das andere Elternpaar, dasjenige in Nazareth, führt seine Abkunft zurück auf die nathanische Linie, das heißt auf die «priesterliche Linie». Dieses letztere Elternpaar aus der nathanischen Linie nun hatte das Kind, das ich Ihnen gestern und heute geschildert habe. Und dieses Kind lieferte einen solchen astralischen Mutterleib, der hinaufgenommen werden konnte von dem Nirmanakaya des Buddha. Dieses Elternpaar aus der nathanischen Linie ging damals, als das Kind geboren werden sollte, von Nazareth nach Bethlehem — wie Lukas sagt — «zur Schätzung» (Lukas 2, 4-5). Das schildert uns das Geschlechtsregister des Lukas-Evangeliums.

[ 35 ] Among the ancient Hebrew people there was the house of David. Those whom we call the “Davidic houses” all traced their lineage back to their forefather David. As you can see from the Bible, David had two sons, Solomon and Nathan (2 Samuel 5:14). Two lineages—the Solomonic line and the Nathanic line—thus descend from David. Therefore, if we disregard the intermediate generations, we can say: At the time our calendar begins, the descendants of both the Solomonic line and the Nathanic line of the Davidic lineage are present in Palestine. And living as a descendant of the line we call the Nathanic line of the Davidic lineage is a man named Joseph in Nazareth. His wife is Mary. And in Bethlehem there lives a descendant of the Solomonic line of the House of David, who is also named Joseph. It is not at all surprising that there are two people from the House of David, both named Joseph, and that both are married to a woman named Mary, as the Bible calls her. We thus have two sets of parents in Palestine at the beginning of our calendar; both bear the names Joseph and Mary. One set of parents traces its ancestry back to the Solomonic line of the House of David—that is, to the “royal line”; the other set of parents, those in Nazareth, traces its ancestry back to the Nathanic line—that is, to the “priestly line.” This latter set of parents from the Nathanic line had the child I described to you yesterday and today. And this child provided an astral womb that could be taken up by the Buddha’s Nirmanakaya. This couple from the Nathanic line traveled from Nazareth to Bethlehem—as Luke says—“for the census” (Luke 2:4–5) when the child was about to be born. This is described in the genealogy in the Gospel of Luke.

[ 36 ] Das andere Elternpaar, das gar nicht in Nazareth ursprünglich wohnte - man muß die Evangelien nur wörtlich nehmen -, lebte in : Bethlehem, und das wird uns geschildert von dem Schreiber des Matthäus-Evangeliums (Matthäus 2, 1). Die Evangelien schildern immer die Wahrheit — man braucht gar nicht zu klügeln -, und die Menschen werden durch die Anthroposophie schon wieder dahin kommen, die Evangelien wörtlich zu nehmen. Diesem Elternpaar der salomonischen Linie wird ein Kind geboren, das auch Jesus heißt. Dieses Kind hat auch eine mächtige Individualität innerhalb seines Leibes. Aber dieses Kind hatte zuerst eine andere Aufgabe — die Weisheit der Welt ist tief —, dieses Kind sollte nicht dazu berufen sein, dem astralischen Mutterleibe die jugendfrischen Kräfte abzugeben, sondern es war dazu berufen, dasjenige der Menschheit zu bringen, was man nur bringen kann, wenn man eine reife Seele ist. Dieses Kind wurde durch alle Kräfte, die dabei in Betracht kamen, so gelenkt, daß es die Verkörperung jener Individualität sein konnte, die einstmals in Persien den Ahura Mazdao gelehrt hat, die einstmals ihren Astralleib abgeben konnte an Hermes und ihren Ätherleib an Moses und die wiedererschien als der große Lehrer des Pythagoras, als Zarathas oder Nazarathos, der große Lehrer im alten Chaldäa: es ist keine andere Individualität als die Zarathustra-Individualität. Die Ichheit des Zarathustra wurde wiederverkörpert in dem Kinde, von dem uns der Matthäus-Evangelist erzählt, daß es geboren wurde von einem Elternpaare Joseph und Maria, welches aus der königlichen Linie, aus der salomonischen Linie des davidischen Geschlechtes stammte und ursprünglich schon in Bethlehem wohnte.

[ 36 ] The other set of parents, who did not originally live in Nazareth at all—one need only take the Gospels literally—lived in Bethlehem, as described to us by the writer of the Gospel of Matthew (Matthew 2:1). The Gospels always describe the truth—there’s no need to overanalyze them—and through anthroposophy, people will once again come to take the Gospels at face value. To this couple from the Solomonic line, a child is born who is also named Jesus. This child also possesses a powerful individuality within his physical body. But this child initially had a different task—the wisdom of the world runs deep—this child was not called to impart the fresh, youthful forces of the astral womb, but was called to bring to humanity that which can only be brought by a mature soul. This child was guided by all the forces involved guided in such a way that it could be the incarnation of that individuality which once taught Ahura Mazda in Persia, which once was able to surrender its astral body to Hermes and its etheric body to Moses, and which reappeared as the great teacher Pythagoras, as Zarathas or Nazarathos, the great teacher in ancient Chaldea: it is none other than the Zarathustra Individuality. The I-ness of Zarathustra was reincarnated in the child of whom the Evangelist Matthew tells us that he was born to a couple, Joseph and Mary, who descended from the royal line—the Solomonic line of the House of David—and who originally resided in Bethlehem.

[ 37 ] So finden wir bei Matthäus den einen Teil der Wahrheit, bei Lukas den anderen Teil der Wahrheit. Wörtlich müssen wir beide nehmen, denn die Wahrheit der Welt ist kompliziert. Jetzt wissen wir, was geboren wurde aus der priesterlichen Linie des Hauses David. Jetzt wissen wir aber auch, daß aus der königlichen Linie jene Individualität geboren wurde, welche als Zarathustra einstmals in Persien gewirkt hat und dort die Magie des alten Perserreiches, die königliche Magie, begründet hat. So lebten nebeneinander die zwei Individualitäten: die junge Adam-Individualität in dem Kinde aus der priesterlichen Linie des Hauses David und die Zarathustra-Individualität in dem Kinde aus der königlichen Linie des Geschlechtes David.

[ 37 ] Thus, we find one part of the truth in Matthew and the other part in Luke. We must take both literally, for the truth of the world is complex. Now we know who was born of the priestly line of the House of David. But we also know that from the royal line was born that individual who once worked in Persia as Zarathustra and there established the magic of the ancient Persian Empire—the royal magic. Thus the two individualities lived side by side: the young Adam individuality in the child from the priestly line of the House of David, and the Zarathustra individuality in the child from the royal line of the House of David.

[ 38 ] Wie und warum das alles geschah, und wie die Entwickelung weitergelenkt wurde, davon morgen weiter.

[ 38 ] How and why all this happened, and how events unfolded from there, will be continued tomorrow.