Esoteric Christianity and the
Spiritual Guidance of Humanity
GA 130
19 December 1912, St. Gallen
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Esoteric Christianity and the Spiritual Guidance of Humanity, tr. SOL
23. Der gestirnte Himmel über mir das moralische Gesetz in mir
23. The Starry Sky Above Me, the Moral Law Within Me
[ 1 ] Die Theosophie lehrt uns, dass sich die Vorgänge zwischen Tod und neuer Geburt auf die Verhältnisse des Kosmos beziehen. Einem sehr wichtigen Gegensatz ist die Seele unterworfen: während des physischen Daseins können wir Veränderungen in uns vorgehen lassen, nicht aber zwischen Tod und neuer Geburt. Wir haben zum Beispiel zwischen Geburt und Tod eine gewisse Beziehung zu einem Menschen gehabt, wir erleben etwas gemeinsam mit einem Freunde; jetzt, nach seinem Tode, haben wir etwas von ihm erfahren, was wir hier auf Erden nicht mit ihm erlebt haben. Wie gestalten wir nun das Verhältnis nach dem Tode? Wie können wir unsere Gefühle zu ihm sympathisch oder antipathisch gestalten? Wenn wir selbst schon durch die Pforte des Todes hindurchgeschritten sind und es folgt uns jemand nach, mit dem wir im physischen Leben ein gewisses Verhältnis gehabt haben, so muss dies lange nach dem Tod unverändert so bleiben, denn nach dem Tode können wir dem alten bestehenden Verhältnis nichts Neues mehr hinzufügen. Wir sind dem eigenen Karma unterworfen, nachdem wir in die geistige Welt eingetreten sind. Der Augenblick der Umgestaltung dieses Karmas tritt erst in einem neuen Leben ein; erst in einer neuen Inkarnation kann es ausgeglichen werden. Ein physisch Toter kann im geistigen Dasein auf die anderen physisch Toten nicht im Sinne einer Veränderung ihres Lebens wirken. Aber der Lebende hat die Möglichkeit, eine Wirkung auf den Dahingegangenen auszuüben.
[ 1 ] Theosophy teaches us that the processes between death and rebirth relate to the conditions of the cosmos. The soul is subject to a very important contrast: during physical existence we can allow changes to take place within ourselves, but not between death and rebirth. For example, between birth and death we had a certain relationship with a person, we experienced something together with a friend; now, after his death, we have learned something about him that we did not experience with him here on earth. How do we shape the relationship after death? How can we make our feelings toward him sympathetic or antipathetic? If we ourselves have already passed through the gate of death and someone follows us with whom we had a certain relationship in physical life, this must remain unchanged long after death, for after death we can no longer add anything new to the old existing relationship. We are subject to our own karma after we have entered the spiritual world. The moment of transformation of this karma only occurs in a new life; only in a new incarnation can it be balanced. A physically dead person cannot influence other physically dead people in the spiritual realm in the sense of changing their lives. But the living have the opportunity to exert an influence on those who have passed away.
[ 2 ] Nehmen wir zum Beispiel den Fall: Zwei Menschen, die sich lieben, haben ein verschieden geartetes Verhältnis zur Theosophie, der eine liebt sie, der andere hasst sie. Es ist zwischen beiden Seelen Oppositionsgeist vorhanden. Wenn der Mensch von Freiheit seines Willens reden kann, so ist es, weil in der menschlichen Seele das Ich-Bewusstsein viel tiefere Wege geht als das astralische Bewusstsein, sodass man sich oft im Grunde der Seele sehnt nach dem, das man bewusst hasst. Wie kommen wir dem Toten helfend entgegen? Dazu müssen wir durch ein geistiges Band mit ihm verbunden sein. Man kann zum Beispiel ihm helfen durch stilles Vorlesen, man kann, sich herzlich mit ihm vereinend, Gedankenfolgen durchnehmen, Vorstellungen, Imaginationen in die höheren Welten zu ihm hinaufsenden. Solche Freundesdienste haben immer eine gute Wirkung. Auch dann ist das Vorlesen gut, wenn der Mensch im irdischen Leben zu gleichgültig, zu bequem war. Wir können ihm die Qualen in der Tat erleichtern, auch wenn wir keinen Beweis haben, dass er sich im Leben darnach sehnte. Oft können wir erleben, dass viel Segen von dem physischen Plan aus in die geistigen Welten hinausgesandt wird trotz der ungeheuren Kluft, die da besteht zwischen dem Leben zwischen Geburt und Tod und dem Leben zwischen Tod und neuer Geburt.
[ 2 ] Let us take the following case, for example: Two people who love each other have different relationships to theosophy; one loves it, the other hates it. There is a spirit of opposition between the two souls. If human beings can speak of freedom of will, it is because the ego consciousness in the human soul goes much deeper than the astral consciousness, so that we often long for what we consciously hate in the depths of our souls. How can we help the dead? To do this, we must be connected to them through a spiritual bond. For example, we can help them by reading silently to them, we can unite ourselves warmly with them and send them trains of thought, ideas, and images into the higher worlds. Such acts of friendship always have a good effect. Reading aloud is also good if the person was too indifferent or too comfortable in their earthly life. We can indeed ease their suffering, even if we have no proof that they longed for it in life. We often experience that much blessing is sent out from the physical plane into the spiritual worlds, despite the enormous gulf that exists between life between birth and death and life between death and new birth.
[ 3 ] Zahlreiche Lebende werden fühlen, dass sie mit den Toten in inniger Verbindung stehen, und zugleich das Bewusstsein in sich tragen, dass auch sie auf die Toten helfend wirken. Die ersten Seelen, mit denen wir nach dem Tode in Beziehungen kommen, sind diejenigen, mit denen wir schon auf der Erde nahe Beziehungen angeknüpft hatten, nicht solche können es sein, die wir hier nicht gekannt haben. Es findet das irdische Leben eine unmittelbare Fortsetzung nach dem Tode. Die Seele ist in den Gegenständen, die sie wahrnimmt, darinnen, füllt sie aus.
[ 3 ] Many living people will feel that they are in close connection with the dead, and at the same time be aware that they themselves are helping the dead. The first souls with whom we come into contact after death are those with whom we had already established close relationships on earth; they cannot be those whom we did not know here. Earthly life finds an immediate continuation after death. The soul is in the objects it perceives, filling them.
[ 4 ] In der Kamaloka-Zeit vergrößert sich die Ätherform des Menschen immer mehr und mehr, sodass ihre äußerste Grenze von der Bahn des Mondes umkreist wird. Alle Menschen füllen denselben Raum aus, der von der Mondbahn umschlossen ist; sie sind sich nicht im Wege während der Kamaloka-Zeit. Nach dieser Zeit werden wir Merkurbewohner, wie wir vorher Mondbewohner waren, dann Venus-, dann Sonnenbewohner. Da hat man es mit einer erhöhten Geistigkeit zu tun, das Astralische der Mondensphäre ist überwunden. Es hängt das Leben auf jedem Planeten von der Seelenverfassung ab, die man sich während der Mondenzeit angeeignet hat. Diejenigen, die von sittlichem Mitfühlen ergriffen sind, leben anders als die Egoisten und öffnen sich der Menschheit. Insbesondere werden wir mit jenen ein Verhältnis anknüpfen können, mit denen wir im irdischen Leben schon zusammen waren. Die Art dieser Beziehungen wird davon abhängen, welche Tröstungen und welche Qualen wir uns gegenseitig bereitet haben. Ein nur wenig moralischer Mensch wird geistiger Einsiedler, ein moralischer dagegen geselliger Merkurbewohner während der Merkurzeit werden.
[ 4 ] During the Kamaloka period, the etheric form of human beings expands more and more, so that its outermost boundary is encircled by the orbit of the moon. All human beings fill the same space enclosed by the moon's orbit; they do not get in each other's way during the Kamaloka period. After this period, we become inhabitants of Mercury, as we were previously inhabitants of the moon, then inhabitants of Venus, then inhabitants of the sun. Here we are dealing with a higher level of spirituality; the astral realm of the moon sphere has been overcome. Life on each planet depends on the state of soul acquired during the lunar period. Those who are moved by moral compassion live differently from egoists and open themselves to humanity. In particular, we will be able to establish relationships with those with whom we were already together in earthly life. The nature of these relationships will depend on the comfort and torment we have given each other. A person with little morality will become a spiritual hermit, while a moral person will become a sociable inhabitant of Mercury during the Mercury period.
[ 5 ] In der nächsten Zeit, während des Venuszustandes, dehnen wir uns so weit aus, dass wir den Raum bis zur äußersten Grenze der Venussphäre ausfüllen. Wer nicht religiös war, wer nicht Ewiges, Göttliches in sich aufgenommen hat, wer nicht in der Merkurzeit zu andern Menschenseelen geistig-seelische Beziehungen haben konnte, der wird auch in der Venuszeit ein Einsiedler werden, während wir auch dort gesellige Wesen sind, wenn wir in der Merkurzeit mit gleichgesinnten Wesen zusammen waren, religiöse Wärme entfaltet haben untereinander. Atheisten werden Einsiedler in der Venuszeit, Monisten werden im Gefängnis der eigenen Seele leben müssen, sodass der eine nicht an den andern herankann. Einsiedler sein heißt ein dumpfes Bewusstsein haben, das den andern nicht umschließt, ein geselliges Wesen sein heißt ein helles Bewusstsein haben, das in das andere eindringt. Freilich steigt der Mensch immer in die Sternenwelten hinauf, aber je dämmerhafter er eine Region durchlebt, desto schneller rast er durch die Zeiten hindurch und kommt dadurch schneller zur Reinkarnation, zum Beispiel solche, die im vorigen Dasein als Verbrecher oder Idioten gelebt haben. Je heller hingegen das Bewusstsein in der Sternenwelt war, desto langsamer kommt die Seele zurück zur Inkarnation. Man muss draußen im Kosmos schon ganz bewusst geworden sein, um sein späteres physisches Gehirn ausbilden zu können. Der nächste Zustand ist der des Sonnenbewohners. Er findet statt etwa ein Jahrhundert nach dem Tode des Menschen. In der Sonnenzeit kann man die Möglichkeit haben, ein gewisses Verhältnis zu allen Menschen zu gewinnen. Wenn sich ein Mensch dem Christus-Impuls erschlossen hat, so ist seine Seele für alle offen. Seitdem sich das Mysterium von Golgatha vollzogen hat, können wir uns mit dem Christus-Impuls verbinden, der größten geistigen Kraft. Derjenige aber, der den Christus-Impuls nicht aufgenommen hat, bleibt auch in der Sonnenzeit ein Einsiedler.
[ 5 ] In the next period, during the Venus state, we will expand so far that we will fill the space to the outer limits of the Venus sphere. Those who were not religious, who did not absorb the eternal and divine within themselves, who were unable to form spiritual and emotional relationships with other human souls during the Mercury period, will also become hermits during the Venus period, while we will be sociable beings there if we were together with like-minded beings during the Mercury period and developed religious warmth among ourselves. Atheists will become hermits in the Venus period, monists will have to live in the prison of their own souls, so that one cannot approach the other. To be a hermit means to have a dull consciousness that does not encompass others; to be a sociable being means to have a bright consciousness that penetrates into others. Of course, human beings always ascend to the star worlds, but the more dimly they experience a region, the faster they race through the ages and thus come more quickly to reincarnation, for example, those who lived as criminals or idiots in their previous existence. The brighter the consciousness was in the star world, however, the slower the soul returns to incarnation. One must have become fully conscious out in the cosmos in order to be able to develop one's later physical brain. The next state is that of the sun dweller. It takes place about a century after the death of the human being. In the sun period, one has the opportunity to gain a certain relationship with all human beings. When a person has opened themselves to the Christ impulse, their soul is open to everyone. Since the mystery of Golgotha was accomplished, we can connect with the Christ impulse, the greatest spiritual force. But those who have not accepted the Christ impulse remain hermits even in the sun period.
[ 6 ] Wir müssen noch auf etwas anderes aufmerksam werden. Wenn ein Mensch mit seiner Aura in der Mondenzeit dem Hellseher erscheint, so sieht dieser, dass in dem gewaltigen Ätherleibe sich darstellt ein Kern, der in einer wolkenartigen Aura erscheint. Diese ist nach allen Seiten hin gleich dunkel und bleibt auch noch während der Merkurzeit so. In der Venuszeit tritt an der einen Seite der Wolke eine Beleuchtung auf, und wenn wir dann als Hellseher den Menschen betrachten, so finden wir, dass er von da ab, wenn er ein moralischer, religiöser Mensch war, Beziehungen zu Wesenheiten der höheren Hierarchien erreichen konnte. Wenn der Mensch ein guter Mensch war, lebt er in der Venuszeit mit höheren Wesenheiten in geistiger Berührung, war er nicht gut, so kann er diese nicht erkennen und er verurteilt sich dadurch zu der Qual, dem Schmerz des Einsiedlertums.
[ 6 ] We must draw attention to something else. When a person appears to the clairvoyant with his aura during the lunar period, the clairvoyant sees that a core appears in the enormous etheric body, which appears in a cloud-like aura. This is equally dark on all sides and remains so during the Mercury period. During the Venus period, a light appears on one side of the cloud, and when we then look at the person as clairvoyants, we find that from that point on, if they were a moral, religious person, they were able to establish relationships with beings of the higher hierarchies. If the person was a good person, they live in spiritual contact with higher beings during the Venus period; if they were not good, they cannot recognize these beings and thus condemn themselves to the torment and pain of a hermit's life.
[ 7 ] Vor dem Mysterium von Golgatha, in der ersten Kulturepoche der nachatlantischen Zeit, war die Sonne so, dass auf dem Sonnenkörper gleichsam zu erblicken war der Thron des Christus. Diejenigen, die gut waren im Leben, trafen auf dem Sonnenplan die Wesenheit des Christus an. Während der Zarathustra-Zeit war der Christus schon auf dem Wege zur Erde, und der Mensch konnte ihn auf der Sonne nicht finden. Seit dem Mysterium von Golgatha ist der Christus mit der Erde vereinigt. Wenn die Menschen auf der Erde sich nicht den Christus-Impuls angeeignet haben, können sie zwischen dem Tode und einer neuen Geburt den Christus nicht finden. Wenn man dann Sonnenbewohner geworden ist und sich den Christus-Impuls einverwoben hat, so steht man vor einer Menge von Tatsachen, die wir als die Akasha-Chronik der Sonne bezeichnen. Hat man auf der Erde den Christus nicht gefunden, so kann man auch auf der Sonne die Akasha-Chronik nicht lesen. Wir können diese Schrift lesen lernen, wenn wir auf der Erde mit warmem Herzen das Mysterium von Golgatha aufgenommen haben, dann lernen wir auf der Sonne lesen, was der Christus seit Millionen von Jahren auf der Sonne getan hat. Unseren heutigen Verhältnissen nach sind wir stark genug, um Sonnenbewohner werden zu können. Später gelangen wir zum Mars, dann zum Jupiter und Saturn, dann in die Fixsternwelt. Bei der Rückkehr hierher wird unser Ätherleib kleiner und kleiner, bis wir so klein geworden sind, dass wir uns wieder in einem neuen Menschenkeim verkörpern können.
[ 7 ] Before the Mystery of Golgotha, in the first cultural epoch of the post-Atlantean period, the sun was such that the throne of Christ could be seen, as it were, on the sun's body. Those who were good in life encountered the being of Christ on the solar plane. During the Zarathustra period, Christ was already on his way to Earth, and human beings could not find him on the sun. Since the mystery of Golgotha, Christ has been united with the earth. If people on earth have not taken the Christ impulse into themselves, they cannot find Christ between death and a new birth. Once one has become a sun dweller and has woven the Christ impulse into oneself, one is confronted with a multitude of facts that we call the Akashic Chronicle of the sun. If one has not found Christ on Earth, one cannot read the Akashic Records on the Sun either. We can learn to read this writing if we have accepted the mystery of Golgotha with a warm heart on Earth. Then, on the Sun, we learn to read what Christ has been doing on the Sun for millions of years. According to our present circumstances, we are strong enough to become inhabitants of the Sun. Later we will reach Mars, then Jupiter and Saturn, then the world of fixed stars. Upon returning here, our etheric body will become smaller and smaller until we are so small that we can reincarnate in a new human germ.
[ 8 ] Bis zur Sonnenzeit stehen wir unter der Führerschaft des Christus. Von da ab brauchen wir einen Führer, der uns von der Sonne weiter hinaus in den Kosmos zu führen hat. Es tritt uns nun Luzifer zur Seite. Wenn wir ihm auf dem physischen Plan verfallen, so ist das schlimm, aber wenn wir auf der Erde das richtige Verständnis für den Christus-Impuls gehabt haben, so sind wir auf der Sonne stark genug, auch Luzifer ohne Gefahr zu folgen. Er sorgt von da an für das innere Weiterkommen der Seele, so wie der Christus auf dieser Seite der Sonne für unsern Aufstieg bis dahin gesorgt hat. Haben wir uns den Christus-Impuls auf der Erde angeeignet, so ist auf dem Wege zur Sonne Christus der Konservator der Seele. Außerhalb des Sonnenkreises ist Luzifer der Führer im kosmischen Weltenall; innerhalb desselben ist er der Versucher.
[ 8 ] Until the time of the Sun, we are under the leadership of Christ. From then on, we need a guide to lead us from the sun further out into the cosmos. Lucifer now comes to our side. If we fall prey to him on the physical plane, that is bad, but if we have had the right understanding of the Christ impulse on earth, we are strong enough on the sun to follow Lucifer without danger. From then on, he ensures the inner progress of the soul, just as Christ has ensured our ascent to that point on this side of the sun. If we have acquired the Christ impulse on earth, Christ is the preserver of the soul on the path to the sun. Outside the solar circle, Lucifer is the leader in the cosmic universe; within it, he is the tempter.
[ 9 ] Sind wir zur Sonnenzeit ausgerüstet mit dem Christus-Impuls, so leiten uns Christus und Luzifer als Brüder. Wie verschieden sind doch die gleichen Worte Christi und Luzifers aufzufassen! Als ein wunderbarer Geleitspruch das Wort Christi: «In euch lebt der göttliche Funke, ihr seid Götter.» Und Luzifers große Versuchung: «Ihr werdet sein wie Gott.» Das sind zwei gleiche Aussprüche, aber die furchtbarsten Gegensätze! Alles hängt davon ab, wo der Mensch hier steht: an der Seite Christi oder an der Seite Luzifers.
[ 9 ] If we are equipped with the Christ impulse at the time of the Sun, Christ and Lucifer guide us as brothers. How differently the same words of Christ and Lucifer can be understood! The words of Christ are a wonderful guiding principle: “The divine spark lives in you; you are gods.” And Lucifer's great temptation: “You will be like God.” These are two identical statements, but they are the most terrible opposites! Everything depends on where man stands here: on the side of Christ or on the side of Lucifer.
[ 10 ] Theosophie gibt uns ein bedeutendes Verständnis für die Welt. Es muss im physischen Körper etwas wie Erkenntnis an uns herantreten. Wir müssen uns durch Theosophie auf der Erde ein Verständnis für Christus und Luzifer aneignen, sonst kommen wir nicht bewusst in den Weltenraum hinaus.
[ 10 ] Theosophy gives us a significant understanding of the world. Something like knowledge must come to us in the physical body. Through Theosophy, we must acquire an understanding of Christ and Lucifer on Earth, otherwise we will not consciously enter the world space.
[ 11 ] Jetzt beginnt auf der Erde die Zeit, wo die Menschen sich bewusst darüber werden müssen, ob es Christus oder Luzifer ist, die uns nach dem Tode ihre Worte in die Seele raunen. Wir müssen in dem Leben zwischen Geburt und Tod Christus in der rechten Weise verstehen lernen, damit wir nicht im schlafenden Zustand von der Sonnenzeit an durch die Weltenräume wandern müssen.
[ 11 ] Now the time is beginning on earth when people must become aware of whether it is Christ or Lucifer who whispers their words into our souls after death. We must learn to understand Christ in the right way in the life between birth and death, so that we do not have to wander through the worlds in a sleeping state from the time of the sun.
[ 12 ] Auch in Bezug auf die Kleinigkeiten des Lebens muss uns Theosophie etwas werden. Immer mehr und mehr wird sich zeigen, was zwischen Tod und neuer Geburt erworben werden kann an Lebenskräften. Menschen werden geboren werden mit verdorrten Körpern, weil sie sich durch ihre Ablehnung gegen Theosophie nicht vorbereitet haben, aus dem Kosmos Kräfte zu holen. Die Menschen müssen schon um der Erdenentwicklung willen Verständnis für Theosophie gewinnen! Zu wissen: Vor diesem Leben warst du in einer geistigen Welt, das wird die Menschen, wenn sie sich der Theosophie erschlossen haben, glücklich machen. «Der gestirnte Himmel über mir, das moralische Gesetz in mir», das macht die Welt erst groß. Es sagt sich der Mensch: Das, was mein Innenleben ist, habe ich aufgenommen in der Sternenwelt; das, was ich im Weltenraum erlebte, leuchtet jetzt in meiner Seele auf. Du hast schlechte Triebe in deiner Seele, weil du während des Sternenlebens nicht versucht hast, deren Kräfte und die Geistkräfte des Christus aufzunehmen. - Wir müssen lernen, verwandt zu werden mit dem Makrokosmos. Heute kann der Mensch nur ahnen und fühlen, was zwischen dem Tod und einer neuen Geburt vor sich geht.
[ 12 ] Theosophy must also become meaningful to us in relation to the little things in life. It will become increasingly clear what life forces can be acquired between death and rebirth. People will be born with withered bodies because they have not prepared themselves to draw forces from the cosmos through their rejection of Theosophy. For the sake of the Earth's development, people must gain an understanding of Theosophy! To know that before this life you were in a spiritual world will make people happy once they have opened themselves to Theosophy. “The starry sky above me, the moral law within me” is what makes the world great. Man says to himself: What is my inner life, I have absorbed in the starry world; what I experienced in the world space now shines in my soul. You have evil impulses in your soul because during your starry life you did not try to absorb their forces and the spiritual forces of Christ. We must learn to become related to the macrocosm. Today, human beings can only guess and feel what happens between death and a new birth.
[ 13 ] Er fühlt: Im Erdendasein lebst du in deiner Seele und birgst in deinem Geiste des Sternenhimmels Kräfte. - Wenn der Mensch in der richtigen Weise meditativ diesen Satz als Vorstellung erlebt, wird er ihm eine Kraft werden, die von ungeheurer Bedeutung ist.
[ 13 ] They feel: In earthly existence, you live in your soul and harbor forces from the starry sky in your spirit. When human beings meditate on this sentence in the right way, it becomes a force of tremendous significance.
