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Secrets of the Threshold
GA 147

31 August 1913, Munich

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Achter Vortrag

Eighth Lecture

[ 1 ] Bei einem solchen Zyklus von Vorträgen, wie wir ihn wiederum absolviert haben, kommen einem leicht Gedanken, die da oder dort hinweisen auf dasjenige, was man Kultur der Gegenwart nennen kann. Haben wir doch in mancherlei Einzelheiten aufmerksam machen müssen, wie in diese Kultur der Gegenwart in eigenartiger Weise die ahrimanischen, die luziferischen Kräfte hereinspielen. Nun wird derjenige, welcher mit unbefangener Empfindung und mit einigem Verständnis für die geisteswissenschaftlichen Erkenntnisse sich in eine Art objektiver Betrachtung der Kultur der Gegenwart hineinfindet, zweifellos das Chaotische, das Verworrene gerade dieser Kultur der Gegenwart finden müssen. Es ist sozusagen eine von mir seit Jahren immer gepflogene Gewohnheit gewesen, möglichst wenig nach dieser oder jener Seite hinzuweisen, sondern lieber unsere Zeit dazu zu verwenden, in positiver Weise das, was wir können, zum Erschließen der geistigen Welten beizutragen. Aber obwohl im wesentlichen nicht . abgewichen werden soll von dieser Gewohnheit, so darf doch und muß immer wiederum betont werden, daß sich durch diese — wahrhaftig nicht aus Unbescheidenheit sei das Wort gewählt — selbst auferlegte Bescheidung mancherlei Mißverständnisse in den ganzen Gang gerade unseres Strebens und unserer Arbeit einschleichen. Und notwendig wäre uns, gerade von unserem Gesichtspunkt aus, ein Zweifaches. Erstens ein objektiv richtiges Verständnis dafür, daß allerdings die Evolution, die Entwickelung der nachatlantischen Welt mit einer gewissen verständlichen Notwendigkeit das Chaotische, das Verworrene, das zum Teil Inferiore und Untergeordnete der gegenwärtigen Menschheitskultur in weitesten Kreisen herbeigeführt hat, daß man mit einer bloßen Kritik also nicht auskommen kann, sondern daß man ein objektiv richtiges Verständnis braucht. Auf der anderen Seite ist notwendig, sich mit klaren und offenen Augen dieser Verworrenheit und dem Chaotischen des gegenwärtigen Geisteslebens entgegenzustellen, sofern man auf dem durch die Geisteswissenschaft zu erschließenden Gesichtspunkte steht. Denn man muß immer wieder und wiederum erleben, wie durchaus gutmeinende, bestmeinende unserer Freunde doch mit der Redewendung kommen, da oder dort sei wiederum etwas ganz Anthroposophisches aufgetreten, und wie man sich überzeugen muß, wie inferior dann diese sogenannten anthroposophischen Dinge sind. Wie gesagt, ich will nicht abweichen von der von mir gepflogenen Gewohnheit, aber ich möchte doch, gleichsam wie zum Exempel, wenigstens auf eine einzelne besonders groteske Erscheinung beim Abschlusse unseres Vortragszyklus hinweisen. In der Gegenwart machen sich gerade solche Persönlichkeiten ganz besonders breit, welche mit einer gewissen gelehrten Miene, ohne eigentlich auch nur das Allergeringste von irgend etwas zu verstehen, sich der Welt geben. Und wer sich eben nicht angewöhnt, Unterscheidungsvermögen anzuwenden, kann durch solche gelehrt sich gebenden Worte unter Umständen sehr leicht verführt werden. Das ist etwas, was allmählich gerade in unseren Kreisen schwinden sollte. Ein objektives klares Unterscheidungsvermögen sollten wir uns aneignen. Wir würden dadurch auch das Verhältnis jener inferioren Strömungen und Persönlichkeiten zu unserer eigenen Bewegung, wie wir sie wollen, richtiger ins Auge fassen, als das bisher geschehen ist.

[ 1 ] In a series of lectures such as the one we have just completed, one is easily led to thoughts that, here and there, point to what might be called contemporary culture. After all, we have had to draw attention in various details to how the Ahrimanic and Luciferic forces play into this contemporary culture in a peculiar way. Now, anyone who approaches a kind of objective observation of contemporary culture with an unbiased sensibility and some understanding of insights from Spiritual Science will undoubtedly find the chaotic and confused nature of this very contemporary culture. It has, so to speak, been a habit of mine for years to point as little as possible in this or that direction, but rather to use our time to contribute in a positive way, to the best of our ability, to the opening up of the spiritual worlds. But although we should not essentially deviate from this habit, it must nevertheless be emphasized again and again that through this—and the word is chosen, truly, not out of immodesty—self-imposed restraint, various misunderstandings creep into the very course of our striving and our work. And from our particular standpoint, two things are necessary for us. First, an objectively correct understanding that, admittedly, the evolution and development of the post-Atlantean world have, with a certain understandable necessity, brought about the chaotic, the confused, and the partly inferior and subordinate aspects of present-day human culture in the widest circles; that one cannot get by with mere criticism, but rather needs an objectively correct understanding. On the other hand, it is necessary to confront this confusion and the chaotic nature of contemporary spiritual life with clear and open eyes, insofar as one stands on the perspective to be gained through Spiritual Science. For one must time and again experience how even our well-meaning, best-intentioned friends come up with the remark that here or there something thoroughly anthroposophical has appeared once more, and how one must convince oneself of just how inferior these so-called anthroposophical things actually are. As I said, I do not wish to deviate from my usual practice, but I would nevertheless like, as it were by way of example, to point out at least one particularly grotesque phenomenon at the conclusion of our lecture series. At present, it is precisely such personalities who are making a particularly broad appearance—those who present themselves to the world with a certain scholarly air, without actually understanding even the very least of anything. And anyone who does not accustom themselves to exercising discernment can, under certain circumstances, be very easily seduced by such self-proclaimed scholarly words. This is something that should gradually disappear, especially within our own circles. We should cultivate an objective, clear discernment. This would also enable us to view the relationship between those inferior currents and personalities and our own movement—as we envision it—more accurately than has been the case so far.

[ 2 ] Unter mancherlei Umständen machen sich solche Strömungen geltend, und nicht um zu kritisieren, oder um irgend etwas vorzubringen, das mit Gegnerschaften unserer Arbeit zusammenhängt, sondern wie gesagt, um objektiv zu charakterisieren, möchte ich nur eines erwähnen. Da erscheint in einem Berliner Verlag zum Beispiel eine Ausgabe der «Chymischen Hochzeit des Christian Rosenkreutz» und anderer Werke des Christian Rosenkreutz. Nun werden selbstverständlich manche unserer Freunde oder sonst Leute, die sich für okkulte Strömungen interessieren, leicht zu einer solchen neuen Ausgabe von Schriften greifen, die sonst immer schwer zu haben waren. Nun erscheint gerade zur «Chymischen Hochzeit des Christian Rosenkreutz» eine Einleitung, die wirklich an grotesk Gelehrtem — ich will die nähere Bezeichnung lieber vermeiden — alles übertrifft, was überhaupt vorstellbar ist. Ich will Ihnen nur von dieser Einleitung, Seite II, ein paar Zeilen vorlesen. Ich will mich nicht näher einlassen auf das, was sonst vorgebracht wird, aber ein paar Zeilen will ich vorlesen. «Wenn man an die Geheimwissenschaften» — heißt es — «mit kritischem und exaktem Rüstzeug herantritt» — das sind Worte, die an sich schon manchen verführen —, «wird man bald gewahr werden, daß man gerade von hier aus Fühlung nach den beiden genannten Polen bekommen kann.» Ich will nicht sprechen über die Pole, die der betreffende Verfasser anführt, denn das alles ist ja nur — ich will die nähere Bezeichnung lieber vermeiden. «Dazu eignet sich besonders gut der neu formulierte Begriff der ‹Allomatik›, unter dessen Führung man über alle von beiden Seiten kommenden Schwierigkeiten leicht Herr wird.» Allomatik, das ist etwas, was manchem besonders imponiert. «Allomatik ist die Lehre, Wissenschaft und Philosophie vom Andern (abgeleitet vom griechischen allos = der andere, im Gegensatz zu autos = selbst). Die Allomatik lehrt die Nichtigkeit und Nichtexistenz des Ichs. Alles ist und kommt her vom Nicht-Ich, also von außen, von oben, von unten, kurz: vom Andern.» Und in dieser Gelehrsamkeit geht es weiter. Diese Gelehrsamkeit, mit der da die Menschen präpariert werden für die «Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreutz» — ich sage das wirklich nicht aus Animosität heraus, sondern aus objektiver Logik —, ist vollständig gleich mit dem, wenn man begründen würde statt der Xenologie und Allomatik eine Birnologie oder eine Birnomatik. Denn genau mit derselben Logik, wie dieser sonderbare Kauz, der die Welt auf Ich und Nicht-Ich zurückführt, kann man zurückführen die Welt auf eine Birne und alles, was nicht diese Birne ist, nämlich das Andere dieser Birne. Und man kann genau dieselben Worte und Begriffe brauchen, um die ganze Welt zu erklären aus Birne und Nicht-Birne. Es bleibt, im Sinne eines solchen Herrn, nichts weg von der Welt und ihren Erscheinungen, wenn man sie, statt aus Ich und dem Anderen zu erklären, nach einer Birnologie und Birnomatik, einer Lehre von der Birne und dem Andern der Birne erklärt. Das gibt sich als gelehrte Arbeit, das wendet auch allerlei Vergleiche aus der Embryologie an, um sich als gelehrte Arbeit geben zu können; das spricht ungefähr in demselben Tone wie viele unserer sogenannten gelehrten Arbeiten, die als etwas Ernsthaftes hingenommen werden und die oftmals auch — wie gesagt, ohne Animosität sei das gesagt, sondern eben gerade in voller Brüderlichkeit — unter unseren Freunden ehrlich hingenommen werden, als ob es auch etwas wäre, während es nur aus der Inferiorität unserer Zeit hervorgeht. Es bedeutet das recht wenig Unterscheidungsvermögen für das, was einen inneren Wert hat, und für das, was auf einer solchen Stufe des Literatentums steht wie solches Zeug. Daher kann man auch mit voller Objektivität sagen: Wenn ein solcher Mensch gerade einer von denen ist, die auch das törichte Jesuitenmärchen aufgebracht oder nachgesprochen haben, so kann man sich auch einen Begriff bilden von dem Wert der Gegnerschaften, die von allen Seiten sich in der letzten Zeit geltend gegen uns gemacht haben. — Es handelt sich hauptsächlich darum, daß man das richtige Verhältnis gewinnt zu dem, was sich aus allen Winkeln der Welt gerade auf okkultem Boden heute hervorwagt und was doch von manchem für gleichbedeutend genommen wird mit ehrlich gemeinter tiefer Geisteswissenschaft. Es handelt sich darum, daß man die richtige Empfindung manchen dieser Herren gegenüber gewinnt, wenn man sich ehrlich zur Geisteswissenschaft bekennen will, und diese Empfindung besteht darin, daß man sie am besten ignoriert, statt daß man sie hätschelt und pflegt in allem, was sie hervorbringen, daß man weiß, daß man eigentlich ihnen den Rat geben müßte, sich in den Zeiten, in denen sie sich mit derlei Schreibereien beschäftigen, der Menschheit nützlicher zu machen, indem sie sich mit etwas anderem beschäftigen, wie zum Beispiel mit Laubsägearbeiten. Das würde der Menschheit viel mehr nützen als solches Zeug. Es ist notwendig, daß wir solche Dinge in voller Objektivität ansehen und uns daran gewöhnen, die Kultur der Gegenwart mit diesen ihren Ingredienzien wirklich in der richtigen Weise ein- und abzuschätzen. Haben wir nur die richtigen Gedanken und Empfindungen über diese Dinge und über die entsprechenden Persönlichkeiten, dann werden wir auch zurechtkommen. Wir müssen uns über eines klar sein, daß allerdings auf der anderen Seite diese Erscheinungen der Gegenwart erklärlich sind, denn wir haben in die Kulturentwickelung der Menschheit hineinragen sehen ahrimanische und luziferische Kräfte.

[ 2 ] Under certain circumstances, such trends come to the fore, and not to criticize or to raise any issues related to opposition to our work, but—as I said—to provide an objective characterization, I would like to mention just one thing. For example, a Berlin publisher has released an edition of “The Chemical Wedding of Christian Rosenkreutz” and other works by Christian Rosenkreutz. Now, of course, some of our friends or others interested in occult currents will readily pick up such a new edition of writings that were otherwise always hard to come by. Now, an introduction has just been published for *The Chemical Wedding of Christian Rosenkreutz* that truly surpasses anything imaginable in terms of grotesque erudition—I’d rather avoid a more specific term. I’d like to read you just a few lines from this introduction, on page II. I do not wish to go into detail about what else is put forward, but I will read a few lines. “If one approaches the occult sciences”—it says—“with a critical and precise mindset”—these are words that in themselves are enough to seduce many—“one will soon realize that it is precisely from here that one can establish contact with the two poles mentioned.” I do not wish to speak about the poles cited by the author in question, for all of that is merely—I would rather avoid the more specific term. “The newly formulated concept of ‘emAllomatik’ is particularly well-suited for this purpose; under its guidance, one can easily overcome all difficulties arising from both sides.” Allomatik is something that particularly impresses many. “Allomatics is the doctrine, science, and philosophy of the Other (derived from the Greek allos = the other, as opposed to autos = self). Allomatics teaches the nullity and non-existence of the ego. Everything is and comes from the non-ego, that is, from outside, from above, from below—in short: from the Other.” And this erudition continues. This erudition, with which people are being prepared for the “Chemical Wedding of Christian Rosenkreutz”—I really do not say this out of animosity, but out of objective logic—is entirely equivalent to establishing, instead of xenology and allomatics, a pearology or a pearomatics. For with exactly the same logic as this strange eccentric, who reduces the world to Self and Non-Self, one can reduce the world to a pear and everything that is not this pear, namely the Other of this pear. And one can use exactly the same words and concepts to explain the whole world in terms of pear and non-pear. In the sense of such a gentleman, nothing is left out of the world and its phenomena if, instead of explaining them in terms of the Self and the Other, one explains them according to a Pearology and Pearomatics, a doctrine of the pear and the Other of the pear. This presents itself as scholarly work; it also employs all sorts of comparisons from embryology in order to be able to present itself as scholarly work; it speaks in roughly the same tone as many of our so-called scholarly works, which are accepted as something serious and which are often—as I said, let this be said without animosity, but rather in full brotherhood—honestly accepted among our friends as if they were something, whereas they arise solely from the inferiority of our time. This indicates a rather lack of discernment regarding what has intrinsic value and what stands on the same level of literary quality as such material. Therefore, one can also say with full objectivity: If such a person is precisely one of those who have also brought up or repeated the foolish Jesuit fairy tale, then one can also form an idea of the value of the hostilities that have recently been directed against us from all sides. — The main point is to gain the proper perspective on what is currently emerging from all corners of the world on occult grounds and yet is regarded by some as equivalent to sincere, profound Spiritual Science. The point is to develop the right attitude toward some of these gentlemen if one wishes to honestly commit to Spiritual Science, and this attitude consists in ignoring them entirely rather than coddling and nurturing everything they produce; in knowing that one should actually advise them, during the times they spend on such scribblings, to make themselves more useful to humanity by engaging in something else, such as fretwork. That would be of far greater benefit to humanity than such stuff. It is necessary that we view such things with complete objectivity and accustom ourselves to truly assessing and evaluating contemporary culture with these ingredients of its own in the right way. If we only have the right thoughts and feelings about these things and about the corresponding personalities, then we will manage just fine. We must be clear about one thing: that, on the other hand, these phenomena of the present are explainable, for we have seen Ahrimanic and Luciferic forces reaching into the cultural development of humanity.

[ 3 ] Gerade so, wie sich alles — wir haben öfters darauf hingewiesen in den Impulsen, die in der Menschheitsentwickelung spielen, von Epoche zu Epoche ändert, so ändern sich auch die ahrimanischen und luziferischen Einflüsse. Unsere Epoche ist in gewisser Weise eine Art umgekehrter Wiederholung des ägyptisch-chaldäischen Zeitraumes, aber weil es eine umgekehrte Wiederholung ist, spielen in unserer Zeit die luziferischen und ahrimanischen Kräfte in der äußeren Kultur im großen und ganzen auch eine andere Rolle als im alten ägyptisch-chaldäischen Zeitalter. Während der ägyptisch-chaldäischen Zeit konnte die menschliche Seele hinblicken auf das, was geschieht, und in gewisser Weise sagen: Von der einen Seite her kommen die ahrimanischen, von der anderen die luziferischen Einflüsse. Das war noch in der ägyptischen Kultur sehr gut äußerlich auseinanderzuhalten. In der griechisch-lateinischen Kulturepoche war das schon so, daß, man möchte sagen, unmittelbar vor der menschlichen Seele sich begegneten Luzifer und Ahriman. Und sie hielten sich da die Waage. Wer ‚ tiefer eingehen kann in die eigentliche Grundwesenheit der griechisch-lateinischen Kultur, wird dieses Sich-die-Waage-Halten zwischen Luzifer und Ahriman schon beobachten können. In unserer Zeit ist das wieder anders geworden. Da ist es so, daß in der Außenwelt gewissermaßen Luzifer und Ahriman miteinander einen Bund schlieBen, ihre Impulse in der Außenwelt schon zu einem Knoten zusammenschließen, bevor diese Impulse an die Menschenseele herankommen, so daß man den Knäuel, den Knoten innerhalb unserer Kulturentwickelung hat, wo man in alten Zeiten getrennte Fäden von ahrimanischen und luziferischen Impulsen hatte. Da wird es dem Menschen ganz besonders schwierig, diesen Knoten zu entwirren, in diesem Knäuel sich zurechtzufinden. Überall haben wir in unserer Kulturbewegung darinnen bunt durcheinander geschlungene luziferische und ahrimanische Fäden, und nicht früher wird man ein gesundes Anschauen unserer Kulturverhältnisse gewinnen, als bis man sich klarmacht, daß in sehr vielen Agitationsströmungen, ja in sehr vielen abstrakten Ideen und äußerlichen Veranstaltungen, die gegenwärtig und in die Zukunft hinein getroffen werden, die zusammengeknäuelten Fäden der luziferischen und ahrimanischen Impulse spielen. Wachsamkeit auf diese Fäden, Wachsamkeit auf das, was im bunten Durcheinander an Luziferischem und Ahrimanischem ist, das ist es, was notwendig ist zu beachten. Und niemand kommt heute mehr in die Lage, sich voll auseinanderzusetzen mit diesem luziferischen und ahrimanischen Elemente als derjenige, welcher versucht, den geistigen Erkenntnispfad zu gehen, die Seele mit hellsichtigen Kräften auszurüsten, so daß das, was der Mensch als Wesenheit ist, was er aber mit dem gewöhnlichen Bewußtsein nicht wissen kann, auch wirklich enthüllt und Gegenstand wahrer Geisteswissenschaft werde. Und dabei kommt in Betracht — das geht aus den Darstellungen hervor, welche gegeben worden sind —, daß man, sobald man die höheren Welten betritt, gewissermaßen eine Schwelle zu überschreiten hat. Daß man, insofern man ein Erdenmensch ist und seine Seele hellsichtig gemacht hat, über diese Schwelle hin- und zurückgehen muß und sich immer in der richtigen Weise sowohl in der geistigen Welt, jenseits der Schwelle, wie in der physischen Welt, diesseits der Schwelle, zu verhalten wissen muß. Es ist auch in den Vorträgen und nun schon wiederholt in unserem Dramenzyklus auf ein wichtiges Erlebnis hingewiesen worden, auf das Schwellenerlebnis, auf die sogenannte Begegnung mit dem Hüter der Schwelle.

[ 3 ] Just as everything—as we have often pointed out—changes from epoch to epoch in the forces at work in human development, so too do the Ahrimanic and Luciferic influences change. Our epoch is, in a certain sense, a kind of reverse repetition of the Egyptian-Chaldean period, but because it is a reverse repetition, the Luciferic and Ahrimanic forces play, on the whole, a different role in external culture in our time than they did in the ancient Egyptian-Chaldean age. During the Egyptian-Chaldean period, the human soul could look upon what was happening and, in a certain sense, say: From one side come the Ahrimanic influences, from the other the Luciferic ones. In Egyptian culture, these were still very clearly distinguishable externally. In the Greco-Latin cultural epoch, it was already the case that, one might say, Lucifer and Ahriman met directly before the human soul. And they held each other in balance there. Anyone who can delve more deeply into the very essence of Greco-Latin culture will already be able to observe this balancing between Lucifer and Ahriman. In our time, things have changed again. It is the case that in the outer world, so to speak, Lucifer and Ahriman form an alliance, already binding their impulses together into a knot in the outer world before these impulses reach the human soul, so that we have this tangle, this knot within our cultural development, where in ancient times we had separate strands of Ahrimanic and Luciferic impulses. This makes it particularly difficult for human beings to untangle this knot, to find their way through this tangle. Everywhere in our cultural movement we have Luciferic and Ahrimanic threads intertwined in a colorful jumble, and we will not gain a healthy perspective on our cultural conditions until we realize that in very many currents of agitation, indeed in very many abstract ideas and external events, both present and future, the tangled threads of the Luciferic and Ahrimanic impulses are at play. Vigilance regarding these threads, vigilance regarding what lies in the colorful jumble of Luciferic and Ahrimanic elements—that is what must be heeded. And no one today is in a better position to fully grapple with these Luciferic and Ahrimanic elements than the one who attempts to walk the spiritual path of knowledge, to endow the soul with clairvoyant powers, so that what the human being is as a being—but cannot know with ordinary consciousness—may truly be revealed and become the subject of true Spiritual Science. And in this context—as is evident from the descriptions that have been given—it is important to note that as soon as one enters the higher worlds, one must, so to speak, cross a threshold. That, insofar as one is an earthly human being and has made one’s soul clairvoyant, one must cross this threshold back and forth and must always know how to conduct oneself in the right way both in the spiritual world, beyond the threshold, and in the physical world, on this side of the threshold. Reference has also been made in the lectures and now repeatedly in our drama cycle to an important experience, the threshold experience, the so-called encounter with the Keeper of the Threshold.

[ 4 ] Man kann durchaus — das ist auch schon erwähnt worden — in die geistigen Welten hinaufsteigen, mancherlei erleben in den geistigen Welten, ohne dieses zum Teil erschütternde, aber zum anderen Teil höchst bedeutsame und wichtige Erlebnis mit dem Hüter der Schwelle zu haben. Aber für ein klares, objektives Anschauen der geistigen Welten ist von unendlicher Wichtigkeit eben, daß man einmal diese Begegnung mit dem Hüter der Schwelle gehabt hat. Ich habe auf alles, was damit zusammenhängt, in meiner Schrift «Die Schwelle der geistigen Welt» hingedeutet, soweit das in einer Schrift möglich ist, die in aphoristischer Weise diese Dinge behandelt. Mancherlei habe ich hinzugefügt im Laufe dieser Vorträge. Ich möchte hier — denn sollte ich die Begegnung mit dem Hüter der Schwelle im einzelnen charakterisieren, müßte ich einen langen Zyklus von Vorträgen halten — nur noch einzelnes zur Charakteristik dieses Hüters der Schwelle hinzufügen. Ich möchte darauf aufmerksam machen, daß der Mensch, wenn er zunächst seinen physischen Leib verläßt, in welchem er die physische Welt zur Umwelt hat, die elementarische Welt betritt; und dann, wenn er diese elementarische Welt zur Umwelt hat, lebt er, wie er in der physischen Welt im physischen Leibe lebt, im ätherischen Leibe. Wenn er dann hellsichtig aus dem ätherischen Leibe herausgeht, dann lebt er im astralischen Leibe und hat zur Umwelt die geistige Welt. Und wir haben darauf aufmerksam gemacht, daß der Mensch auch aus seinem astralischen Leibe herausgehen und in seinem wahren Ich sein kann. Dann hat er zur Umwelt die übergeistige Welt. Indem der Mensch in diese Welten eintritt, gelangt er also zuletzt zu dem, was er in seinen Seelentiefen immer hat, zu seinem wahren Ich, während er schon in der geistigen Welt zu der Art gelangt, wie in ihr das wahre Ich, das andere Selbst sich offenbart, nämlich umhüllt von Gedankenlebewesenheit. Alle, die wir auf dem physischen Plan herumgehen, haben in uns dieses andere Selbst, nur daß das gewöhnliche Bewußtsein davon nichts wissen kann, daß man die Wesenheit dieses anderen Selbstes, dieses wahren Ich, erst erlebt, wenn man hinaufsteigt in die geistige und übergeistige Welt. Aber im Grunde genommen tragen wir also wie unseren ständigen Begleiter dieses wahre Ich immer in uns. Aber dieses wahre Ich, dem man begegnet an der Schwelle in die geistige Welt, ist in einer eigentümlichen Weise vorhanden, man möchte sagen in einer eigentümlichen Ausstaffierung. An der Schwelle zur geistigen Welt kann sich dieses wahre Ich kleiden in alles das, was unsere Schwächen, unsere Mängel sind, in alles das, was uns sozusagen geneigt macht, hängen zu bleiben mit unserem ganzen Wesen an der physisch-sinnlichen Welt oder wenigstens an der elementarischen Welt.

[ 4 ] It is certainly possible—as has already been mentioned—to ascend into the spiritual worlds and experience many things there without having this encounter with the Keeper of the Threshold, which is in part unsettling but in other respects highly significant and important. But for a clear, objective view of the spiritual worlds, it is of infinite importance that one has had this encounter with the Keeper of the Threshold at least once. I have alluded to everything connected with this in my book *The Threshold of the Spiritual World*, to the extent that this is possible in a work that treats these matters in an aphoristic manner. I have added various points in the course of these lectures. I would like to add here—for if I were to characterize the encounter with the Keeper of the Threshold in detail, I would have to give a long series of lectures—only a few further details regarding the nature of this Keeper of the Threshold. I would like to point out that when a human being first leaves his physical body, in which the physical world is his environment, he enters the elemental world; and then, when this elemental world is his environment, he lives in the etheric body just as he lives in the physical body in the physical world. When he then steps out of the etheric body with clairvoyance, he lives in the astral body and has the spiritual world as his environment. And we have pointed out that a human being can also step out of his astral body and be in his true Self. Then the super-spiritual world becomes his environment. By entering these worlds, the human being thus ultimately reaches what he always possesses in the depths of his soul—his true Self—while even in the spiritual world he encounters the manner in which the true Self, the other Self, reveals itself there, namely, enveloped in thought-life-being. All of us who walk about on the physical plane have this other self within us, only that ordinary consciousness can know nothing of it; one experiences the essence of this other self, this true self, only when one ascends into the spiritual and super-spiritual worlds. But fundamentally, we thus always carry this true self within us as our constant companion. Yet this true self, which one encounters at the threshold to the spiritual world, is present in a peculiar way—one might say in a peculiar guise. At the threshold to the spiritual world, this true self can clothe itself in all that constitutes our weaknesses and shortcomings, in all that makes us, so to speak, inclined to cling with our whole being to the physical-sensory world or at least to the elemental world.

[ 5 ] Wir begegnen also unserem eigenen wahren Ich an der Schwelle in die geistigen Welten. Abstrakte Theosophie kann sehr leicht sagen: Das sind wir selber, dieses andere Selbst, dieses wahre Ich. — Gegenüber der Wirklichkeit hat diese Redewendung, daß wir es selber sind, nicht viel Bedeutung. Wir wandeln allerdings alle als unser anderes Selbst in den geistigen Welten herum, aber wir sind gar sehr ein anderer. Wenn wir mit unserem Bewußtsein in der physischen Welt verweilen, dann ist unser anderes Selbst wirklich recht sehr ein anderes, ein uns Fremdes, eine Wesenheit, der wir wahrhaftig viel fremder entgegentreten als einem anderen Menschen der Erdenwelt. Und dieses andere Selbst, dieses wahre Ich kleidet sich in unsere Schwächen, in all das, was wir eigentlich verlassen müssen und nicht verlassen wollen, weil wir gewohnheitsmäßig als physisch-sinnliche Menschen daran hängen, wenn wir die Schwelle überschreiten wollen. Wir begegnen also eigentlich an der Schwelle zur geistigen Welt einem Geistwesen, das sich unterscheidet von allen anderen Geistwesen, denen wir in den übersinnlichen Welten begegnen können. Alle anderen Geistwesen erscheinen gleichsam mehr oder weniger mit Hüllen, die doch ihrem Eigensein mehr angemessen sind, als es mit den Hüllen des Hüters der Schwelle der Fall ist. Er kleidet sich in dasjenige, was uns nicht nur Sorgen und Kummer, sondern oft Abscheu und Widerlichkeit erweckt. Er kleidet sich in unsere Schwächen, in das, von dem wir sagen können, wir erbeben in Furcht, uns nicht von ihm zu trennen, oder auch, wir erröten nicht nur, wir vergehen fast in Scham, wenn wir hinschauen müssen auf das, was wir sind und in was sich der Hüter der Schwelle kleidet. Es ist also eine Selbstbegegnung, aber in Wahrheit doch die Begegnung mit einer anderen Wesenheit.

[ 5 ] We thus encounter our own true self at the threshold to the spiritual worlds. Abstract theosophy can very easily say: This is ourselves, this other self, this true self. — In the face of reality, this phrase—that we are ourselves—does not carry much meaning. We do, however, all walk about in the spiritual worlds as our other self, but we are indeed very much another. When we dwell with our consciousness in the physical world, then our other self is truly quite very different, a stranger to us, a being whom we truly encounter as far more foreign than another human being of the earthly world. And this other self, this true I, is clothed in our weaknesses, in all that which we must actually leave behind and do not wish to leave behind, because as physical-sensual human beings we are habitually attached to it when we wish to cross the threshold. Thus, at the threshold to the spiritual world, we actually encounter a spiritual being who differs from all other spiritual beings we might encounter in the supersensible worlds. All other spiritual beings appear, as it were, more or less clothed in forms that are more appropriate to their own nature than is the case with the forms of the Keeper of the Threshold. He clothes himself in that which arouses in us not only worry and sorrow, but often revulsion and disgust. He clothes himself in our weaknesses, in that which makes us tremble with fear of not being able to separate ourselves from it, or even causes us not only to blush but to almost perish in shame when we must look upon what we are and what the Keeper of the Threshold clothes himself in. It is thus an encounter with oneself, yet in truth an encounter with another being.

[ 6 ] Nun kommt man nicht so leicht an dem Hüter der Schwelle vorüber. Man kann sagen: Im Verhältnis zu einer wahren, richtigen Anschauung der geistigen Welten ist es leicht, überhaupt eine Anschauung der geistigen Welten zu gewinnen. Irgendwelche Eindrücke der geistigen Welt zu haben, ist eigentlich, besonders in unserem heutigen Zeitpunkt, nicht so ganz besonders schwierig. Aber in die geistige Welt so einzutreten, daß man sie in ihrer Wahrheit schaut, das macht notwendig, wenn es einem vielleicht auch erst spät aufbewahrt ist, die Begegnung mit dem Hüter der Schwelle zu haben, daß man sich doch gut vorbereitet haben muß, um sie, wenn man sie haben kann, in der richtigen Weise zu erleben. — Die meisten Menschen oder wenigstens sehr viele kommen sozusagen bis zum Hüter der Schwelle. Es handelt sich aber immer um das wissende Kommen zum Hüter der Schwelle. Unbewußt stehen wir jede Nacht vor ihm. Und dieser Hüter der Schwelle ist eigentlich ein recht großer Wohltäter, daß er sich nicht sehen läßt, denn die Menschen würden ihn nicht ertragen. Was wir unbewußt in jeder Nacht der Tatsache nach erleben, zum Wissen zu bringen, heißt eigentlich, die Begegnung mit dem Hüter der Schwelle haben. Für gewöhnlich gehen die Menschen so weit, daß sie gerade bis zu der Grenze kommen, wo sozusagen der Hüter der Schwelle steht. In solchem Augenblick aber tritt mit den Seelen etwas sehr Eigentümliches ein. Die Seele erlebt nämlich diesen Augenblick im Dämmerzustand zwischen Bewußtheit und Unbewußtheit, sie läßt ihn nicht ganz zum Bewußtsein kommen. Die Seele neigt dazu, an der Grenze sich selber zu sehen, wie sie ist, wie sie hängt an der physischen Welt mit ihren Schwächen und Mängeln. Aber die Seele kann das nicht ertragen, und noch früher, als der ganze Vorgang zum Bewußtsein kommen kann, betäubt sich sozusagen diese Seele das Bewußtsein durch den Abscheu, den sie hat. Und solche Momente, wo die Seele ihr Bewußtsein betäubt, sind die besten Angriffspunkte für die ahrimanischen Wesenheiten. Wir kommen in der Tat hin zum Hüter der Schwelle, indem mit einer ganz besonderen Stärke und Kraft sich zum Beispiel unser Selbstgefühl ausgebildet hat. Dieses Selbstgefühl müssen wir erstarken, wenn wir uns in die geistige Welt hinaufleben wollen. Mit der Erkraftung dieses Selbstgefühls erkraften sich auch alle Neigungen und Gewohnheiten, die Schwächen und Vorurteile, die sonst in der äußeren Welt durch Erziehung, durch Gewöhnung, durch die äußere Kultur in ihren Grenzen zurückgehalten werden. An der Schwelle der geistigen Welt machen sich von innen heraus die luziferischen Impulse recht geltend, und, indem die Menschenseele die Tendenz hat, sich zu betäuben, verbindet sich sogleich Luzifer mit Ahriman, und die Folge ist dann, daß dem Menschen der Eintritt in die geistige Welt verwehrt wird. Wenn der Mensch mit seiner gesunden Seele die Erkenntnisse der Geisteswissenschaft sucht und nicht unter einer krankhaften Gier nach geistigen Erlebnissen lebt, so wird es nicht dazu kommen, daß etwas besonders Übles an dieser Grenze geschehen kann. Wenn alles das beobachtet wird, was innerhalb echter, wahrer Geisteswissenschaft zu beobachten ist, so geschieht sonst nichts, als daß sich in einer gewissen Weise Luzifer und Ahriman für die strebende Seele an der Schwelle der geistigen Welt das Gleichgewicht halten, und der Mensch nicht hineinkommt mit seiner Seele in die geistige Welt. Wenn aber eine besondere Gier da ist, in die geistige Welt hineinzukommen, dann kommt es dahin, daß wirklich das eintritt, was man nennen kann, man nascht an der geistigen Welt. Und das, was man genascht hat, verdichtet Ahriman, und es drängt sich dann in das Bewußtsein des Menschen etwas, was doch nicht hinein kann. Der Mensch erlebt dann dasjenige, was er genascht hat an der geistigen Welt, in verdichtetem Zustand, wo es ihm so entgegentritt, daß es ganz nach den Mustern von physischen Eindrücken aussieht. Kurz, er hat Halluzinationen, IUlusionen, er glaubt vor einer geistigen Welt zu stehen, weil er bis zum Hüter der Schwelle vorgedrungen, aber nicht vorbeigekommen ist, sondern mit seiner Genäschigkeit an der geistigen Welt zurückgeworfen wurde. Und das, was er da genascht hat, verdichtet sich zu dem, was durchaus wahre Bilder der geistigen Welt enthalten kann, aber was das Wichtigste nicht enthält, wodurch die Seele ein klares Anschauen über die Wahrheit und den Wert dessen, was sie sieht, haben kann.

[ 6 ] It is not so easy to get past the Guardian of the Threshold. One might say: In relation to a true, correct perception of the spiritual worlds, it is easy to gain any perception of the spiritual worlds at all. To have some impressions of the spiritual world is actually, especially in our present time, not particularly difficult. But to enter the spiritual world in such a way that one perceives it in its truth—this necessitates, even if it is perhaps reserved for one only later in life, an encounter with the Keeper of the Threshold—and one must be well prepared in order to experience it, if one is able to, in the right way. —Most people, or at least very many, reach, so to speak, the Keeper of the Threshold. But it is always a matter of consciously coming to the Keeper of the Threshold. Unconsciously, we stand before him every night. And this Keeper of the Threshold is actually a great benefactor in that he does not allow himself to be seen, for people could not bear him. To bring to consciousness what we unconsciously experience every night is, in fact, to have the encounter with the Keeper of the Threshold. Usually, people go so far as to reach the very boundary where, so to speak, the Guardian of the Threshold stands. At such a moment, however, something very peculiar happens to the soul. For the soul experiences this moment in a twilight state between consciousness and unconsciousness; it does not allow it to fully enter consciousness. The soul tends to see itself at the boundary as it is, as it clings to the physical world with its weaknesses and shortcomings. But the soul cannot bear this, and even before the entire process can come into consciousness, the soul, so to speak, numbs its consciousness through the revulsion it feels. And such moments, when the soul numbs its consciousness, are the best points of attack for the Ahrimanic beings. We do indeed come to the Guardian of the Threshold when, for example, our sense of self has developed with a very special strength and power. We must strengthen this sense of self if we wish to live our way up into the spiritual world. As this sense of self is strengthened, so too are all inclinations and habits, the weaknesses and prejudices that are otherwise kept in check in the outer world through education, through habit, and through external culture. At the threshold of the spiritual world, the Luciferic impulses assert themselves from within, and because the human soul has a tendency to numb itself, Lucifer immediately joins forces with Ahriman, with the result that the human being is denied entry into the spiritual world. If a person seeks the insights of Spiritual Science with a healthy soul and does not live under a pathological craving for spiritual experiences, then nothing particularly evil can happen at this threshold. If one observes everything that can be observed within genuine, true Spiritual Science, nothing else happens except that, in a certain way, Lucifer and Ahriman maintain a balance for the striving soul at the threshold of the spiritual world, and the human being does not enter the spiritual world with his soul. But if there is a particular craving to enter the spiritual world, then what actually happens is what one might call “snacking” on the spiritual world. And what has been “snacked” upon is condensed by Ahriman, and something then forces its way into the human consciousness that cannot actually enter. The person then experiences what they have sampled from the spiritual world in a condensed state, where it confronts them in such a way that it looks entirely like physical impressions. In short, they have hallucinations, illusions; they believe they are standing before a spiritual world because they have advanced as far as the Guardian of the Threshold but have not passed beyond it, instead being thrown back by their own greed for the spiritual world. And what he has sampled there condenses into something that may well contain true images of the spiritual world, but which lacks the most important element—that which enables the soul to have a clear perception of the truth and value of what it sees.

[ 7 ] Zum richtigen Vorbeikommen an dem Hüter der Schwelle ist durchaus notwendig, daß der Mensch in entsprechender Weise Selbsterkenntnis entwickelt, wirkliche, echte Selbsterkenntnis, rückhaltlose Selbsterkenntnis. Nicht hinauf wollen in die geistigen Welten, wenn einem innerhalb der Inkarnation das Karma es möglich macht, das ist eine Pflichtverletzung gegenüber dem Fortschrittsgang. Sich jemals zu sagen, weil man glaubt, man könnte irren: Nicht hinein will ich in die geistigen Welten — das ist ganz falsch. Wir sollen so intensiv streben in die geistigen Welten hinein, als wir nur irgend können. Aber auf der anderen Seite müssen wir uns klar sein, daß wir vor dem nicht zurückschrecken dürfen, vor dem der Mensch am willigsten und am geneigtesten zurückschreckt, vor wirklicher, wahrer Selbsterkenntnis. An diesem Punkt erlebt man ja so manches. Nichts ist eigentlich im Leben dem Menschen so schwer als wirkliche Selbsterkenntnis. Da kann man gar mancherlei erleben, Groteskes, Merkwürdiges. Man kann Menschen begegnen, welche in ihrem Oberbewußtsein fortwährend betonen, daß sie dieses oder jenes in völliger Selbstlosigkeit tun, daß sie ganz und gar nichts für sich wollen. Wenn man Verständnis hat für solche Seelen, dann zeigt sich oft, daß sie sich das zwar vormachen, daß sie aber in ihrem Unterbewußtsein vollständige Egoisten sind und eigentlich nur das wollen, was gerade ihrem Ich angemessen ist. Oh, man kann auch erleben, daß Menschen auftreten, welche von ihrem Oberbewußtsein aus, sagen wir, Reden halten, Worte führen, Schriften schreiben, so daß auf verhältnismäßig kurzen Seiten achtzehn- bis fünfundzwanzigmal Worte wie Liebe, Toleranz und dergleichen vorkommen, ohne daß im geringsten in den wirklichen Tatsachen der Seele etwas davon vorhanden ist. Man kann sich über nichts so leicht täuschen als über sich selber, wenn man nicht immer wieder und wiederum Wache hält durch eine gediegene, ehrliche Selbsterkenntnis, die man übt. Aber diese Selbsterkenntnis ist schwierig, schwierig, wenn sie unmittelbar geübt werden soll. Es soll doch sogar schon vorgekommen sein, daß Menschen sich so sehr vor der Selbsterkenntnis verschließen, daß sie sich, ehe sie sich gestehen, was sie in der Gegenwart sind, lieber gestehen, daß sie Affen gewesen sind in der Mondenentwickelung, lieber das, als daß sie sich eingestehen, was sie eigentlich in der Gegenwart sind. So groß kann die Verblendung sein gegenüber der Verpflichtung zur wahren, echten Selbsterkenntnis des Menschen. Es wäre eine gute Übung für so manchen, der auf geistigem Gebiete strebt, wenn er ab und zu im Leben, immer wieder und wiederum, zum Beispiel das Folgende machte, wenn er sich sagte: Ich will die letzten drei, vier Wochen oder besser Monate zurückdenken, will mir wichtige Tatsachen vor Augen führen, wo ich mancherlei getan habe. Ich will ganz systematisch absehen von alledem, was mir Unrechtes passiert sein könnte. Ich will alles das ausschalten, was ich sonst so oft sage zur Entschuldigung dessen, was mir passiert ist, daß der andere schuld sei. Ich will niemals darauf reflektieren, daß ein anderer schuld sein könnte als ich selber. — Wenn man bedenkt, wie leicht die Neigung der Menschen ist, stündlich für das, was ihnen nicht paßt, den anderen verantwortlich zu machen und nicht sich selber, so wird man ermessen, wie gut eine solche Rückschau auf das Leben ist, wo man selbst dann, wenn einern Unrecht geschehen ist, wissentlich den Gedanken an dieses Unrecht ausschaltet und nichts aufkommen läßt an Kritik, daß der andere Unrecht gehabt haben könnte. Man probiere eine solche Übung und man wird sehen, daß man innerlich ein ganz anderes Verhältnis zur geistigen Welt gewinnen wird. Solche Dinge ändern vieles an der wirklichen Verfassung, an der wirklichen Stimmung der menschlichen Seele. Wie schwierig es ist, wenn man den Weg zur hellsichtigen Seele sucht, vollständig ungefährdet sozusagen in die höheren Welten einzutreten, das zeigt — wir haben das immer wieder und wieder betont —, daß es nötig ist, daß man nicht aufgelöst wird, wenn man den Kopf in den Ameisenhaufen hineinzustecken hat. Ein erstarktes, ein erkraftetes Selbstgefühl ist nötig, ein Selbstgefühl, das man in der physischen Welt, wenn man nicht ein ausgepichter Egoist sein will, gar nicht entfalten darf. Will man sich in den höheren Welten behaupten, will man sich da erfühlen und erleben, so muß man mit erstarktem Selbstgefühl da hineintreten. Man muß aber auch die Fähigkeit haben, wenn man wiederum in die Sinneswelt zurückkommt, dieses Selbstgefühl auszuschalten, damit man herüben nicht ein ausgemachter Egoist sei. Also drüben in den anderen Welten muß man ein erstarktes Selbstgefühl haben. Das kann durchaus eine Behauptung sein, daß der Mensch, um in den höheren Welten der Geistigkeiten zu leben, ein erstarktes Selbstgefühl braucht. Aber man braucht dazu sozusagen den Gegenpol der Behauptung, die eben getan worden ist, die Erkenntnis, daß man zwar im Geistigen das erstarkte Selbstgefühl finden muß, daß aber in der physischen Welt der Geist sich ausleben muß in einer besonderen Art in demjenigen, was man im weitesten Umfang in der physischen Welt die Liebe nennt, die Liebefähigkeit, die Fähigkeit zum Mitfühlen, zum Mitleiden und zur Mitfreude.

[ 7 ] In order to successfully pass the Guardian of the Threshold, it is absolutely necessary for a person to develop self-knowledge in the appropriate manner—true, genuine self-knowledge, unreserved self-knowledge. Not wanting to ascend into the spiritual worlds when one’s karma within the incarnation makes it possible is a dereliction of duty toward the path of progress. To ever say to oneself, because one believes one might be mistaken: “I do not want to enter the spiritual worlds”—that is entirely wrong. We should strive as intensely as we possibly can to enter the spiritual worlds. But on the other hand, we must be clear that we must not shy away from what human beings are most willing and inclined to shy away from: true, genuine self-knowledge. At this point, one experiences many things. Nothing in life is actually as difficult for a human being as true self-knowledge. There one can experience all sorts of things—the grotesque, the strange. One may encounter people who, in their conscious mind, constantly emphasize that they do this or that in complete selflessness, that they want absolutely nothing for themselves. If one has understanding for such souls, it often becomes apparent that while they may convince themselves of this, in their subconscious they are complete egoists and actually want only what is appropriate for their ego at that moment. Oh, one can also encounter people who, from their conscious mind, let’s say, give speeches, speak, or write, so that on relatively few pages words like love, tolerance, and the like appear eighteen to twenty-five times, without the slightest trace of any of this existing in the true reality of the soul. One can be deceived about nothing more easily than about oneself, unless one remains constantly vigilant through a solid, honest self-knowledge that one practices. But this self-knowledge is difficult, difficult, if it is to be practiced directly. It is said to have even happened that people close themselves off so completely from self-knowledge that, before admitting to themselves what they are in the present, they would rather admit that they were monkeys in the lunar evolution—they would rather do that than admit to themselves what they actually are in the present. Such is the extent of the delusion regarding the obligation to true, genuine self-knowledge in human beings. It would be a good exercise for many who strive in the spiritual realm if, from time to time in life, again and again, they did the following, for example, if they said to themselves: I want to look back over the last three or four weeks, or better yet, months; I want to bring important facts to mind regarding the various things I have done. I want to systematically disregard everything that might have happened to me that was wrong. I want to set aside everything I so often say as an excuse for what has happened to me—that the other person is to blame. I never want to reflect on the possibility that anyone other than myself might be at fault. — When one considers how easily people are inclined, at every turn, to blame others for what does not suit them rather than themselves, one can appreciate how beneficial such a review of life is—where, even when one has been wronged, one consciously sets aside thoughts of that wrongdoing and allows no criticism to arise that the other person might have been in the wrong. Try such an exercise, and you will see that you will gain a completely different inner relationship to the spiritual world. Such things change much about the true state, the true mood of the human soul. How difficult it is, when seeking the path to a clairvoyant soul, to enter the higher worlds completely unscathed, so to speak—this shows—as we have emphasized time and again—that it is necessary not to be overwhelmed when one must stick one’s head into the anthill. A strengthened, fortified sense of self is necessary—a sense of self that one must not allow to develop in the physical world if one does not wish to be a self-centered egoist. If one wishes to hold one’s ground in the higher worlds, to feel and experience oneself there, one must enter them with a strengthened sense of self. But one must also have the ability, when returning to the sensory world, to set this sense of self aside, so as not to be a complete egoist over here. So over there in the other worlds, one must have a strengthened sense of self. It is certainly a valid assertion that, in order to live in the higher spiritual worlds, a person needs a strengthened sense of self. But one also needs, so to speak, the antithesis of the assertion just made—the realization that while one must indeed find this strengthened sense of self in the spiritual realm, in the physical world the spirit must express itself in a particular way through what is broadly called love in the physical world: the capacity for love, the capacity for empathy, for compassion, and for shared joy.

[ 8 ] Wer sich hellseherisch hineinlebt in die höheren Welten, weiß, daß das richtig ist, was Maria in «Der Seelen Erwachen» sagt, daß eigentlich das gewöhnliche sinnliche Bewußtsein, welches der Mensch auf dem physischen Plan hat, gegenüber dem Erleben und Erfühlen in den höheren Welten eine Art Schlaf ist, und daß das Eintreten in die höheren Welten ein Aufwachen ist. Durchaus richtig und wahr ist es, daß die Menschen innerhalb der physischen Welt gegenüber dem Erleben der höheren Welten schlafen, und daß sie den Schlaf nur nicht fühlen, weil sie immer schlafen. Wenn es also in den geistigen Welten ein Aufwachen in erstarktem Selbstgefühl ist, was die hellscherische Seele erlebt, wenn sie über die Schwelle der geistigen Welt tritt, so ist auf der anderen Seite das Aufwachen des Selbstes in der physischen Welt enthalten in der Liebe, in jener Liebe, die in einem der ersten Vorträge charakterisiert worden ist. Ich mußte sagen: Die Liebe, die um der Eigenschaften und Merkmale des Geliebten willen da ist, das ist die Liebe, die beschützt ist vor luziferischen und ahrimanischen Einflüssen, das ist die Liebe, die innerhalb der physisch-sinnlichen Welt wirklich unter dem Einflusse der guten, fortschreitenden Gewalten des Daseins stehen kann. — Wie es sich mit dieser Liebe verhält, zeigt sich insbesondere in den Erfahrungen des hellsichtigen Bewußtseins. Was man an Egoismus ausbildet in der physischen Welt und worüber man sich so wenig gern Selbsterkenntnis verschafft, das zeigt sich, wenn man es hinaufträgt in die geistigen Welten. Nichts ist so störend, nichts ist auch so wirklich verbitternd und schlimm zu erleben wie das, was man hinaufträgt als die Folgen von Lieblosigkeiten und von Gefühlsmängeln, die man in der physischen Welt entwickelt. Man fühlt sich gar sehr gestört, wenn man durch die hellsichtige Seele in die geistige Welt hinaufkommt, durch alles, was man an Lieblosigkeiten, an Selbstsinn innerhalb der physisch-sinnlichen Welt entwickelt hat. Denn übertritt man die Schwelle der geistigen Welt, so zeigt sich alles das, was man so hineinträgt an nicht nur offenem, sondern an verstecktem, in der Tiefe der Seele wütendem Egoismus, den die Menschen haben. Und während sie sich dem Traum hingeben, selbstlos zu sein, ist vielleicht derjenige, der einen äußeren Egoismus zutage trägt und ruhig gesteht, daß er dieses oder jenes haben will, viel weniger egoistisch als diejenigen, welche aus anthroposophischen Abstraktionen heraus eine gewisse egoistische Selbstlosigkeit in ihrem Oberbewußtsein zutage treten lassen, insbesondere wenn sie von dieser Selbstlosigkeit deklamieren in allerlei oft und oft wiederholten Worten von Liebe und Toleranz. Was man so hinaufträgt in die höheren Welten an Lieblosigkeit, an Mangel an Mitgefühl, verwandelt sich in häßliche, oftmals grauenvolle Gestalten, die man erlebt, wenn man in die geistigen Welten eintritt. Diese Gestalten sind wirklich sehr störend, sehr widerwärtig für die Seele.

[ 8 ] Anyone who uses clairvoyance to immerse themselves in the higher worlds knows that what Maria says in *The Awakening of the Soul* is true: that the ordinary sensory consciousness which human beings have on the physical plane is, in fact, a kind of sleep compared to the experiences and feelings in the higher worlds, and that entering the higher worlds is an awakening. It is absolutely correct and true that people within the physical world are asleep in relation to the experiences of the higher worlds, and that they simply do not feel this sleep because they are always asleep. So if, in the spiritual worlds, what the Hellesher soul experiences when it crosses the threshold of the spiritual world is an awakening in a strengthened sense of self, then on the other hand, the awakening of the self in the physical world is contained in love—in that love which was characterized in one of the first lectures. I had to say: The love that exists for the sake of the qualities and characteristics of the beloved—that is the love that is protected from Luciferic and Ahrimanic influences; that is the love that, within the physical-sensory world, can truly stand under the influence of the good, progressive forces of existence. — What this love is like is revealed in particular in the experiences of clairvoyant consciousness. What one develops in the physical world in terms of selfishness—and about which one is so reluctant to gain self-knowledge—becomes evident when one carries it up into the spiritual worlds. Nothing is so disturbing, nothing is so truly embittering and painful to experience as what one carries up as the consequences of unkindness and emotional deficiencies developed in the physical world. One feels deeply disturbed when, through the clairvoyant soul, one ascends into the spiritual world, because of all the lack of love and self-centeredness one has developed within the physical-sensory world. For when one crosses the threshold of the spiritual world, everything one carries into it is revealed—not only the overt but also the hidden selfishness raging in the depths of the soul that people possess. And while they indulge in the dream of being selfless, perhaps the one who displays outward egoism and calmly admits that he wants this or that is far less selfish than those who, out of anthroposophical abstractions, allow a certain selfish selflessness to manifest in their conscious mind, especially when they declaim this selflessness in all manner of often-repeated words of love and tolerance. What one carries up into the higher worlds in the form of lovelessness and lack of compassion transforms into ugly, often horrific figures that one encounters upon entering the spiritual worlds. These figures are truly very disturbing, very repulsive to the soul.

[ 9 ] Und dann tritt einer von jenen Augenblicken ein, die sehr bedeutsam sind, die man beachten muß, wenn von den Erkenntnissen und Erlebnissen der höheren Welten gesprochen wird. Es wäre noch das beste, wenn der Mensch, sobald er hinaufkommt in die höheren Welten und nun in einer Sphäre von Widerlichkeiten ist, diese mutvoll und kühn anschauen und sich gestehen würde: Nun, du trägst eben so viel von Egoismus in die höheren Welten herauf. — Es wäre wirklich noch das beste, kühn und frank und frei sich diesem Egoismus gegenüberzustellen. Aber die menschliche Seele hat gewöhnlich die Tendenz, bevor noch diese Widerlichkeiten so recht zum Bewußtsein kommen, sie abzustreifen, sozusagen auszuhauen links und rechts, wie Rosse tun, und wegzustreifen diese Unannehmlichkeiten. In dem Augenblick, wo man das wegstreift, was Folgen des Egoismus sind, haben Luzifer und Ahriman ein leichtes Spiel mit der Menschenseele. Da können sie in ihrem Bündnis sehr leicht die Menschenseele in ihr besonderes Reich führen, wo sie ihr alle möglichen geistigen Welten vorführen können, die der Mensch dann für die wahren, echten, in der Weltenordnung begründeten geistigen Welten hält. Man darf sagen: Die Entwickelung wahrer, echter Liebe, ernsten und ehrlichen Mitgefühls sind zugleich gute Vorbereitungen für die Seele, die sich hellsichtig in die geistigen Welten hinaufleben will. — Daß dieses Wort nicht so ganz unwichtig ist, wird derjenige einsehen, der ein bißchen nachsinnt über die Schwierigkeit, mit der echtes Mitgefühl und echte Liebefähigkeit in der Welt zu erzielen sind.

[ 9 ] And then one of those moments arrives that are very significant, that must be taken into account when speaking of the insights and experiences of the higher worlds. It would be best if, as soon as a person ascends into the higher worlds and finds themselves in a sphere of repulsive phenomena, they would look at these things courageously and boldly and admit to themselves: Well, you are bringing just as much selfishness up into the higher worlds. — It would truly be best to face this egoism boldly, frankly, and freely. But the human soul usually has a tendency, even before these repulsive elements truly come to consciousness, to cast them off, so to speak, to shake them off left and right, as horses do, and to brush away these unpleasantries. The moment one brushes aside the consequences of egoism, Lucifer and Ahriman have an easy time with the human soul. Then, in their alliance, they can very easily lead the human soul into their own special realm, where they can present to it all manner of spiritual worlds that the human being then takes to be the true, genuine spiritual worlds grounded in the world order. One may say: The development of true, genuine love and serious, honest compassion are at the same time good preparations for the soul that wishes to live its way up into the spiritual worlds through clairvoyance. — That this statement is not entirely unimportant will be understood by anyone who reflects a little on the difficulty of achieving genuine compassion and the capacity for genuine love in the world.

[ 10 ] Damit haben wir einiges von dem charakterisiert, was im Zusammenhang steht mit dem Überschreiten der Schwelle in die geistigen Welten. Wenn dieses Verhältnis des Menschen zu den geistigen Welten geschildert wird, muß man sich klar darüber sein, daß wirkliche, wahre Erkenntnis des menschlichen Wesens doch nur durch diese Schilderungen erzielt werden kann. Daß man nur durch diese wissen kann, was eigentlich in Wahrheit der Mensch ist, und daß man dadurch allein auch ein Verhältnis zu dem gewinnen kann, was in naturgemäßer Weise, wenn auch etwas verändert, den Menschen vor die höheren, vor die geistigen Welten hinstellt, nämlich in den Zeiten, die der Mensch zwischen dem Tod und einer neuen Geburt verlebt. Und hier ist es, wo ich mit ein paar Worten hindeuten muß auf das, was ich auch in dem letzten Kapitel der Schrift «Die Schwelle der geistigen Welt» auseinandergesetzt habe.

[ 10 ] We have thus described some aspects of what is connected with crossing the threshold into the spiritual worlds. When this relationship of the human being to the spiritual worlds is described, one must be clear that a real, true understanding of the human being can only be attained through these descriptions. That it is only through these that one can know what a human being truly is, and that it is only through them that one can also gain a relationship to what, in a natural way—albeit somewhat altered—places the human being before the higher, spiritual worlds, namely during the times the human being spends between death and a new birth. And it is here that I must briefly allude to what I also discussed in the last chapter of the book *The Threshold of the Spiritual World*.

[ 11 ] Wir wissen aus den früheren Darstellungen in der «Theosophie» und in der «Geheimwissenschaft im Umriß», daß der Mensch, wenn er durch die Pforte des Todes schreitet, seinen physischen Leib ablegt, daß er dann eine Weile noch, die vielleicht nur nach Tagen zu dauern braucht, seinen ätherischen Leib an sich hat. Dann legt er auch diesen ab. Man kann sagen: Wenn der Mensch diesen ätherischen Leib abgelegt hat, dann ist er zunächst in seinem astralischen Leib. — Die Seele macht also mit dem astralischen Leib sozusagen eine Art Weiterwanderung durch. Der ätherische Leib ist abgelegt; er hat ein Schicksal, das von derjenigen Welt abhängt, in welche dieser ätherische Leib hineinversetzt ist, und das ist die elementarische Welt. Und in dieser elementarischen Welt herrscht — wie wir haben auseinandersetzen können — Verwandlungsfähigkeit. Alles ist in fortwährender Verwandlung. Ohne daß also die Menschenseele dabei ist, wird der ätherische Leib der elementarischen Welt überliefert und macht, weggesondert von der menschlichen Seele, in der elementarischen Welt seine Verwandlungsschicksale durch. In den Jahren nun, die für den einen kürzer, für den anderen länger dauern, lebt der Mensch im astralischen Leibe, und er lebt in dem, was von dem Gesichtspunkt des hellseherischen Bewußtseins genannt werden kann die elementarische Welt. Aber es besteht eine ganz bestimmte Tendenz der Seele in der nächsten Zeit nach dem Tode. In der physischen Welt ist man nicht dazu veranlagt, fortwährend hinzuschauen auf seine eigene Leber, Milz, auf seinen Magen; man kann es ja nicht. Man sieht nicht in seinen Leib hinein. Es ist nicht die Gewohnheit des Menschen auf dem physischen Plan, die Augen in den eigenen Leib hineinzurichten, sondern die Menschen sehen die Umwelt. Gerade das Gegenteil ist der Fall, wenn der Mensch die Pforte des Todes überschritten hat und in der Welt lebt, die in meiner «Theosophie» Seelenwelt genannt ist. Da hat die Seele die naturgemäße Tendenz, hauptsächlich den Blick hinzurichten auf die Schicksale des eigenen Ätherleibes. Was der Ätherleib da für Verwandlungen durchmacht in der elementarischen Welt, das ist gewissermaßen durch die ganze Kamalokazeit hindurch die Umwelt, die Außenwelt der Seele. Man sieht in dieser Zeit, wie die elementarische Welt aufnimmt unseren ätherischen Leib. Ist man ein guter Kerl gewesen hier auf dem physischen Plane, so sieht man, wie die «Gutkerligkeit» sich verträgt mit den Gesetzen der elementarischen Welt. Ist man ein schlechter Kerl gewesen, so sieht man, wie wenig sich der eigene Ätherleib, der teilgenommen hat an der «Schlechtkerligkeit», mit den Gesetzen der elementarischen Welt verträgt, wie dieser ätherische Leib, den man zwar abgelegt hat, auf den man aber das ganze Augenmerk hinrichtet, überall zurückgewiesen wird. Die Kamaloka-Erlebnisse bestehen darin, daß man sieht, was man gewesen ist, an dem sich verwandelnden Schicksal des ätherischen Leibes.

[ 11 ] We know from earlier descriptions in *Theosophy* and *Outlines of Esoteric Science* that when a person passes through the gate of death, they shed their physical body, and that for a while afterward—perhaps lasting only a few days—they still possess their etheric body. Then they shed this as well. One might say: Once a person has shed this etheric body, they are initially in their astral body. — The soul thus undergoes, so to speak, a kind of further journey with the astral body. The etheric body has been shed; it has a destiny that depends on the world into which this etheric body is transferred, and that is the elemental world. And in this elemental world—as we have been able to explain—the power of transformation reigns. Everything is in a state of constant transformation. Thus, without the human soul being present, the etheric body is handed over to the elemental world and, separated from the human soul, undergoes its destinies of transformation within the elemental world. Now, during the years—which are shorter for some and longer for others—the human being lives in the astral body, and lives in what, from the perspective of clairvoyant consciousness, can be called the elemental world. But there is a very definite tendency of the soul in the period immediately following death. In the physical world, one is not inclined to constantly look at one’s own liver, spleen, or stomach; indeed, one cannot. One does not look inside one’s own body. It is not the habit of human beings on the physical plane to direct their eyes into their own bodies; rather, people look at their surroundings. The exact opposite is the case when a person has crossed the threshold of death and lives in the world referred to in my *Theosophy* as the soul world. There the soul has a natural tendency to direct its gaze primarily toward the fate of its own etheric body. The transformations the etheric body undergoes in the elemental world constitute, so to speak, the environment—the outer world of the soul—throughout the entire period of kamaloka. During this time, one sees how the elemental world receives our etheric body. If one has been a good person here on the physical plane, one sees how “goodness” harmonizes with the laws of the elemental world. If one has been a bad person, one sees how little one’s own etheric body—which has participated in that “badness”—is compatible with the laws of the elemental world, and how this etheric body, which one has indeed shed but upon which one now focuses all one’s attention, is rejected everywhere. The experiences in Kamaloka consist in seeing, through the changing fate of the etheric body, what one has been.

[ 12 ] Man darf die Anthroposophie nicht gerade anklagen, wenn sie dieses sagt. Denn Aristoteles und auch noch andere haben noch viel anderes gelehrt. Sie haben zum Beispiel gelehrt, daß dieses Zurückschauen auf sein eigenes Schicksal sogar eine ganze Ewigkeit dauert, so daß man auf der Erde vielleicht ein Leben von achtzig, neunzig Jahren lebt, aber dann eine Ewigkeit zurückschauen muß auf das, was man angerichtet hat an seinem eigenen Ätherleib. Die Wahrheit ist diese, welche die Anthroposophie lehrt, daß diese Rückschau auf den ätherischen Leib und seine Schicksale, die man bewirkt hat durch das, was man war, ein oder zwei oder drei Jahrzehnte dauert. Das ist die Umwelt. Die Umwelt in der elementarischen Welt bilden die Verwandlungen hauptsächlich solcher Wesenheiten, welche gleichartig sind mit dem eigenen ätherischen Leib des Menschen, hauptsächlich des ätherischen Leibes des Menschen selber. Wenn man das anschaulich schildern will, so kommt ganz dasselbe heraus, was ich beschrieben habe in meiner «Theosophie» als den Durchgang der Seele durch die Seelenwelt.

[ 12 ] One cannot exactly blame anthroposophy for saying this. For Aristotle and others taught many other things as well. For example, they taught that this looking back on one’s own destiny lasts an entire eternity, so that one may live a life of eighty or ninety years on Earth, but then must look back for an eternity on what one has wrought upon one’s own etheric body. The truth, as taught by anthroposophy, is that this looking back at the etheric body and the destinies one has brought about through one’s own being lasts one, two, or three decades. This is the environment. The environment in the elemental world is formed by the transformations of beings that are primarily of the same nature as the human being’s own etheric body—primarily the human being’s own etheric body. If one wishes to describe this vividly, the result is exactly the same as what I described in my *Theosophy* as the soul’s passage through the world of souls.

[ 13 ] Wenn man überhaupt die geistigen Welten ordentlich schildern will, so muß man nicht in solch pedantischer Weise die Begriffe starr festhalten, wie das für das Physische nützlich sein kann, sondern man muß sich klar sein, daß die ganze Umwelt während der Kamalokazeit von der Stimmung der Seele abhängt, davon abhängt, daß das, was man als elementarische Welt schildern muß, sich zur Seelenwelt dadurch modifiziert, daß man hauptsächlich sich auflösende Ätherität in dieser elementarischen Welt sieht. Diese sich auflösende Ätherität kann man stufenweise schildern, wie sie in meiner «Theosophie» geschildert ist.

[ 13 ] If one wishes to describe the spiritual worlds accurately at all, one must not cling rigidly to concepts in such a pedantic manner as may be useful for the physical world; rather, one must be clear that the entire environment during the kamaloka period depends on the soul’s mood, that what must be described as the elemental world is modified in relation to the soul world by the fact that one perceives mainly dissolving ethericity in this elemental world. This dissolving ethericity can be described in stages, as it is described in my *Theosophy*.

[ 14 ] Dann kommt die Zeit, in welcher gleichsam etwas eintritt zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, was gewissermaßen künstlich durch das hellsichtige Bewußtsein herbeigeführt werden muß im Sinne dessen, was wir besprochen haben. Der Mensch lebt also, nachdem er seinen ätherischen Leib abgestreift hat, in seinem astralischen Leib, aber es beginnt auch die Zeit, wo dieser astralische Leib sich loslöst von dem wahren Ich, in dem man dann weiterlebt. Aber diese Loslösung nimmt sich in einer eigenartigen Weise aus. Diese Loslösung geschieht nicht etwa so, wie man eine Schlangenhaut von sich loslösen würde, sondern dieser astralische Leib löst sich nach allen Seiten heraus, wird immer größer und größer und gliedert sich ein in die ganze Sphäre. Er wird dabei immer dünner und dünner, wird aber gleichsam von der ganzen Umwelt aufgesogen. Erst steht man sozusagen in bezug auf die eigene geistige Umwelt in der Mitte. Von allen Seiten löst sich der astralische Leib los und wird überall hin aufgesogen, so daß die Umwelt, die man um sich hat nach dem Tode, wenn sich der astralische Leib losgelöst hat, aus der geistigen Welt und aus dem besteht, was da aufgesogen wird von dem eigenen astralischen Leibe. Man sieht so den eigenen astralischen Leib fortgehen. Dabei wird er selbstverständlich immer undeutlicher, weil er immer größer und größer wird. Man fühlt sich auch darinnen in diesem astralischen Leibe, wie ich es in manchen Vorträgen dargestellt habe, und doch wieder losgelöst davon. Diese Dinge sind außerordentlich schwierig zu beschreiben. Denken Sie sich einmal, um ein Bild zu haben, Sie haben einen ganzen, aus vielen Mücken bestehenden Mückenschwarm. Wenn Sie ihn von weitem sehen, da ist er eine schwarze Kugel. Wenn sich die einzelnen Mücken nach allen Seiten entfernen, dann können Sie von ihm bald gar nichts mehr sehen. So ist es mit dem astralischen Leibe. Wenn er aufgesogen wird von der ganzen Weltensphäre, so wird er undeutlicher und undeutlicher, man sieht ihn in der Welt sich zerstreuen, bis er sich verliert. Mit diesem astralischen Leib verliert sich das, was immer vorhanden ist, wenn man durch die Pforte des Todes gegangen ist, das, was man sein Gewesensein nennen kann, das Verbundensein mit dem, was man erlebt hat auf der physischen Erde innerhalb des physischen Leibes und des ätherischen Leibes. Man sieht gleichsam die eigene Wesenheit sich hinausverlieren in die geistige Welt. Das kommt dem gleich, was man künstlich suchen muß zur Entdeckung seines wahren Ich in der geistigen Welt. Dieser erschütternde, bedeutsame Eindruck, den man haben kann, wenn man auf dem Wege des hellsichtigen Bewußtseins wandelt, tritt naturgemäß in der Weise ein, wie es geschildert worden ist, und ein wahres Vergessen tritt um so früher ein, je weniger die Seele sich nach dem Tode erkraftet und erstarkt erweist. Selbstlose, unegoistische Seelen, die man oftmals schwach schilt im sinnlichen Leben, sind gerade die starken Seelen nach dem Tode; sie können lange nachsehen dem, was sie erinnerungsgemäß von dem physischen Dasein in die geistige Welt hineingetrieben hat. Die sogenannten stark-egoistischen sind die Schwächlinge der geistigen Welt. Es entschwindet ihnen sehr bald die eigene Astralität, wenn sie sich draußen in der geistigen Welt allmählich sphärenhaft auflöst.

[ 14 ] Then comes the time when, as it were, something occurs between death and a new birth that must, in a sense, be brought about artificially through clairvoyant consciousness, in accordance with what we have discussed. So, after shedding their etheric body, human beings live in their astral body, but this is also the beginning of the period when this astral body detaches itself from the true Self, in which one then continues to live. But this detachment takes place in a peculiar way. This detachment does not occur in the same way that one might shed a snake’s skin, but rather the astral body detaches itself in all directions, becoming ever larger and larger and integrating itself into the entire sphere. In the process, it becomes thinner and thinner, yet is, as it were, absorbed by the entire environment. At first, one stands, so to speak, in the center in relation to one’s own spiritual environment. From all sides the astral body detaches itself and is absorbed everywhere, so that the environment one has around oneself after death, once the astral body has detached, consists of the spiritual world and of what is absorbed from one’s own astral body. One thus sees one’s own astral body departing. In the process, it naturally becomes increasingly indistinct, because it grows larger and larger. One also feels oneself within this astral body, as I have described in some lectures, and yet detached from it. These things are extraordinarily difficult to describe. Imagine, to get a picture, that you have a whole swarm of mosquitoes consisting of many mosquitoes. When you see it from a distance, it is a black sphere. As the individual gnats disperse in all directions, you soon can no longer see anything of it at all. So it is with the astral body. As it is absorbed by the entire world sphere, it becomes fainter and fainter; one sees it dispersing in the world until it is lost. With this astral body, that which is always present once one has passed through the gate of death is lost—that which one might call one’s past existence, the connection to what one has experienced on the physical Earth within the physical body and the etheric body. One sees, as it were, one’s own being lose itself into the spiritual world. This is equivalent to what one must seek artificially in order to discover one’s true self in the spiritual world. This shattering, significant impression that one may have when walking the path of clairvoyant consciousness naturally occurs in the manner described, and true forgetfulness sets in all the sooner the less the soul proves to be strengthened and invigorated after death. Selfless, unselfish souls, whom one often weakly scolds in physical life, are precisely the strong souls after death; they can look back for a long time on what, as they recall, drove them from physical existence into the spiritual world. The so-called strongly egoistic are the weaklings of the spiritual world. Their own astral nature vanishes very quickly as it gradually dissolves into the spheres out in the spiritual world.

[ 15 ] Und dann tritt wirklich der Moment ein, wo all das verschwindet, woran man sich erinnern kann. Dann kommt es wiederum zurück, aber jetzt in veränderter Weise. Es wird alles das einem wiederum zurückgetragen, was verschwunden ist; es sammelt sich wiederum, aber so, daß es zeigt, wie es werden muß infolgedessen, was da weggegangen ist, damit das richtige neue Leben karmagemäß sich aufbaue im Sinne der alten Erdenleben. Da rückt wiederum von der Unendlichkeit herein nach einem Mittelpunkte das, was sich ergeben muß, was wiederum aus der Vergessenheit zurückkommen muß in unser Bewußtsein, damit wir uns karmagemäß das neue Leben zimmern. Eine Art Vergessen also, ein bloßes Sich-Erleben im wahren Ich ist vorhanden ungefähr in der Mitte zwischen dem Tod und einer neuen Geburt.

[ 15 ] And then the moment truly arrives when everything one can remember disappears. Then it returns again, but now in a different form. Everything that has disappeared is brought back to you; it gathers again, but in such a way that it shows how things must become as a consequence of what has gone away, so that the right new life may be built up in accordance with karma, in the spirit of the old earthly lives. Then, from infinity, what must emerge moves toward a central point—what must return from oblivion into our consciousness—so that we may build our new life in accordance with karma. A kind of forgetting, then, a mere experiencing of the true self, exists roughly halfway between death and a new birth.

[ 16 ] Die meisten Seelen der Menschen sind heute noch nur so vorbereitet, daß sie dieses Vergessen erleben wie in einer Art Geistesschlaf der Seele. Aber die dazu vorbereitet sind, erleben gerade in diesem Moment des Vergessens, des Übergangs von der Erinnerung an die vorhergehenden Erdenleben zur Vorbereitung der kommenden dasjenige, was in «Der Seelen Erwachen» die Weltenmitternacht genannt ist, wo man sich vertiefen kann in die Notwendigkeiten des Daseins. So daß dieses Bild von der Weltenmitternacht in der Tat mit den tiefsten Geheimnissen des menschlichen Daseins zusammenhängt. Wir dürfen also sagen: Was der Mensch geheimnisvoll ist, was seine wahre Wesenheit ist, worin auch er lebt zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, und was das gewöhnliche Bewußtsein niemals erfahren kann, enthüllt sich der hellsichtigen Seele. Und dieses Erleben des Absorbiertwerdens der eigenen Astralität von der geistigen Umwelt, die wir diesmal beschrieben haben vom Standpunkt des hellsichtigen Bewußtseins, kann man stufenweise ganz genau so beschreiben, wie es in meiner «Theosophie» und «Geheimwissenschaft» als das eigentliche Geisterland beschrieben ist. Was die Seele erlebt, wenn naturgemäß eintritt, was künstlich eintritt durch die Erlebnisse, die für das hellsichtige Bewußtsein geschildert worden sind, kann dann beschrieben werden, wie es in der «Theosophie» geschehen ist. Da haben Sie die Übereinstimmung der Ausdrücke, die hier gebraucht sind für diese Verhältnisse, mit denjenigen, die in der «Theosophie» und «Geheimwissenschaft» gebraucht sind.

[ 16 ] Most human souls today are still only prepared to the extent that they experience this forgetting as a kind of spiritual slumber of the soul. But those who are prepared for it experience, precisely in this moment of forgetfulness—the transition from the memory of previous earthly lives to the preparation for the coming ones—that which is called the “midnight of the worlds” in *The Awakening of the Soul*, where one can immerse oneself in the necessities of existence. So that this image of the “Midnight of the Worlds” is indeed connected with the deepest mysteries of human existence. We may therefore say: What is mysterious about the human being, what his true essence is, in which he too lives between death and a new birth, and what ordinary consciousness can never experience, is revealed to the clairvoyant soul. And this experience of one’s own astral nature being absorbed by the spiritual environment—which we have described this time from the standpoint of clairvoyant consciousness—can be described step by step exactly as it is described in my *Theosophy* and *Esoteric Science* as the actual realm of the spirits. What the soul experiences when it occurs naturally, and what occurs artificially through the experiences described for the clairvoyant consciousness, can then be described as it is in “Theosophy.” There you have the correspondence between the terms used here for these conditions and those used in *Theosophy* and *Esoteric Science*.

[ 17 ] Und so können wir sagen, daß wir versucht haben, sowohl in diesem Vortragszyklus wie auch in dem Dramenzyklus, hinzuweisen auf das Wesen der Welt und auf dasjenige, was Anteil hat an diesem Wesen der Welt, auf die Wesenheit des Menschen. Wenn solche Betrachtungen angestellt worden sind, dann darf wohl vielleicht auch das noch eingefügt werden, daß es notwendig sein wird, solche Wege, wie sie angedeutet worden sind in diesem Vortragszyklus, ein wenig fortzusetzen mit der eigenen Seele. Denn Sie werden sehen, wenn Sie versuchen, immer tiefer und tiefer, auch wiederum in «Der Seelen Erwachen», einzudringen, daß Ihnen manches von den Geheimnissen des Daseins so aufgehen wird, daß Sie sagen werden: Diese Dinge sind wirklich da zur Offenbarung und Enthüllung dieser Geheimnisse. — Ich mache Sie zum Beispiel aufmerksam, versuchen Sie meditativ weiter zu erleben, was ich über Ahriman als den Herrn des Todes in der Welt gesagt habe und was in «Der Seelen Erwachen» dargestellt ist. Es ist deutlich dargestellt, angefangen von dem dritten Bilde in «Der Seelen Erwachen», aber andeutungsweise schon von jenen Worten an, die Strader spricht zum Bürochef: «Es wird geschehen, was geschehen muß», aus denen der Bürochef etwas wie ein Raunen der geistigen Welt hört, wodurch seine Geistesschülerschaft beginnt. Mehr oder weniger andeutungsweise ist es da dargestellt. Aber vom dritten Bilde ab sehen wir, wie allmählich immer deutlicher und deutlicher heranrücken die Stimmungen, die Kräfte, welche den Tod des Strader vorbereiten. Man wird nicht verstehen, warum in dem entscheidenden vierten Bilde die Theodora auftritt und sagt, was sie im Geisterlande tun will für Strader, wenn man nicht ein undeutliches Gefühl hat wie es richtig ist an diesem Orte —, das einen etwas erwarten läßt. Man wird nicht richtig empfinden, was Benedictus in demselben Bilde als eine Beeinträchtigung seines Schauens sagt, wenn man nicht empfindet, wie in dieses Schauen die Kräfte des herannahenden Todes des Strader treten. Man wird nicht richtig empfinden in dem einfachen, aber vielsagenden elften Bilde, wo Benedictus und Strader miteinander sprechen, wenn man nicht das bildhafte Schauen des Strader mit der Ahnung, daß das, was er aufwendet an Erkraftung der Seele, zuweilen verderblich gegen die eigene Seele sich wendet, auffaßt auch da in Zusammenhang mit den Worten des Benedictus, die wiederum von einer Beeinträchtigung seines Schauens sprechen, so daß man etwas Unbestimmtes herannahen fühlt. Es ist die Stimmung des herannahenden Todes Straders ausgegossen über die ganze Entwickelung auch der anderen Personen dieses Dramas vom dritten Bilde ab. Und wenn Sie das zusammenhalten mit dem, was ausgeführt worden ist über Ahriman als den Herrn des 'T'odes, dann werden Sie zu immer tieferen und tieferen, in die geistigen Geheimnisse hineinkommenden Erkenntnissen gelangen, besonders wenn Sie in Betracht ziehen, wie Ahriman hineinspielt in die Stimmung des Dramas, die unter dem Einfluß der Todesimpulse Straders steht.

[ 17 ] And so we can say that we have attempted, both in this series of lectures and in the drama cycle, to point to the essence of the world and to that which shares in this essence of the world—the essence of the human being. Once such reflections have been made, it may perhaps also be added that it will be necessary to continue along the paths indicated in this lecture series a little further with one’s own soul. For you will see, as you try to penetrate ever deeper and deeper—including again into *The Awakening of the Soul*—that many of the mysteries of existence will become clear to you in such a way that you will say: These things are truly there for the revelation and unveiling of these mysteries. — For example, I would like to draw your attention to this: try to continue experiencing meditatively what I have said about Ahriman as the Lord of Death in the world and what is depicted in *The Awakening of the Soul*. It is clearly depicted, beginning with the third scene in *The Awakening of the Soul*, but already hinted at in those words Strader speaks to the office manager: “What must happen will happen,” from which the office manager hears something like a murmur from the spiritual world, thereby initiating his spiritual discipleship. It is depicted there more or less in a suggestive manner. But from the third scene onward, we see how the moods and forces preparing for Strader’s death gradually draw nearer and nearer, becoming ever clearer. One will not understand why Theodora appears in the decisive fourth scene and says what she intends to do for Strader in the spirit world unless one has a vague sense—as is fitting in this place—that something is to be expected. One will not truly grasp what Benedictus says in the same scene about an impairment of his vision unless one senses how the forces of Strader’s approaching death are entering into this vision. One will not truly grasp the simple yet meaningful eleventh scene, where Benedictus and Strader speak to one another, unless one perceives Strader’s visionary perception—with the inkling that what he expends in strengthening the soul sometimes turns destructively against his own soul, and also in connection with Benedictus’s words, which again speak of an impairment of his vision, so that one senses something indefinable approaching. It is the mood of Strader’s approaching death that pervades the entire development of the other characters in this drama from the third scene onward. And if you hold this together with what has been said about Ahriman as the Lord of Death, then you will arrive at ever deeper and deeper insights that penetrate into the spiritual mysteries, especially if you consider how Ahriman plays into the mood of the drama, which stands under the influence of Strader’s death impulses.

[ 18 ] Und wiederum wird man die letzte Begegnung, die bedeutungsvoll gemeinte Begegnung zwischen Benedictus und Strader gegen das Ende und dann die letzten monologischen Worte des Benedictus richtig verstehen können, wenn man das berechtigte und unberechtigte Eingreifen Ahrimans in die Welt der Seele und in das Wort der Weltenreiche richtig ins Auge faßt. Es sind diese Dinge wirklich so gemeint, daß man sie nicht nur an der Seele vorüberziehen lassen, sondern daß man sich immer tiefer und tiefer in sie einlassen sollte. Nicht um zu kritisieren, sondern nur um objektive Tatsachen darzustellen, darf schon gesagt werden, daß durch mancherlei Symptome doch hervorgetreten ist, daß die in den letzten drei, vier Jahren erschienenen Druckschriften und Zyklen nicht eigentlich so gelesen worden sind, wie sie gelesen werden könnten, so daß man auf alles das käme, was gemeint und gesagt ist, mehr oder weniger sogar handgreiflich gesagt ist. Das wird wahrhaftig nicht im Sinne eines Vorwurfes hier gemeint. Ganz weit entfernt bin ich von einem solchen. Sondern es wird gesagt, weil gewissermaßen gerade durch alles das, was drum und dran hängt, fast alljährlich am Schlusse des Münchener Zyklus solche Gedanken in der Seele auftreten können, Gedanken, welche gemahnen an das ganz Hineingestelltsein unserer anthroposophischen Bewegung in die Gegenwart. Man muß daran denken, wie das richtige Hineinstellen dieser Bewegung in die Gegenwart, in dieses chaotische Getriebe der sogenannten Gegenwartskultur ist. Man wird erst dann klare, wachsame Gedanken über dieses Hineingestelltsein entwickeln können, wenn man vor allen Dingen eines ins Auge faßt. Das ist, daß unsere Kultur ganz gewiß veröden und verdorren wird, wenn sie jene Auffrischung nicht erlangt, die aus den Quellen des ernst und echt gemeinten Okkultismus kommt. Aber auf der anderen Seite wird gerade ein solcher Vortragszyklus, der die Notwendigkeit der Hinwendung zur Geisteswissenschaft vielleicht hat erkennen lassen, etwas anderes uns nahelegen, jeder einzelnen Seele von uns nahelegen können. Das ist das, was man bezeichnen könnte mit Verantwortlichkeitsgefühl.

[ 18 ] And once again, one will be able to properly understand the final encounter—the encounter between Benedictus and Strader that was intended to be meaningful—toward the end, and then Benedictus’s final monologue, if one correctly grasps Ahriman’s justified and unjustified interventions into the world of the soul and into the Word of the World Realms. These things are truly meant in such a way that one should not merely let them pass by the soul, but should engage with them ever more deeply. Not to criticize, but merely to present objective facts, it must be said that various signs have indeed emerged indicating that the printed works and cycles published in the last three or four years have not actually been read as they could be read, so that one might grasp everything that is meant and said—and, to put it more or less bluntly, even stated explicitly. This is truly not meant here as a reproach. I am far from such a thing. Rather, it is said because, in a sense, precisely through all that is connected with it, such thoughts can arise in the soul almost every year at the end of the Munich Cycle—thoughts that remind us of the complete immersion of our anthroposophical movement in the present. One must remember how this movement is truly situated within the present, within this chaotic machinery of so-called contemporary culture. One will only be able to develop clear, alert thoughts about this placement within the present when one takes one thing above all else into account. That is, that our culture will most certainly become barren and wither away if it does not receive that refreshment that comes from the sources of serious and genuine occultism. But on the other hand, precisely such a lecture series, which may have made the necessity of turning to Spiritual Science apparent, will suggest something else to us, will be able to suggest it to each and every one of our souls. This is what one might call a sense of responsibility.

[ 19 ] Gar mancherlei von dem, was verknüpft ist mit dem Fühlen dieser Verantwortung und mit dem Hineinschauen in die Art und Weise, wie sich diese unsere so notwendige, so unerläßliche Bewegung auch mit Schattenseiten und Fehlern geltend macht, prägt sich tief in die Untergründe der Seele hinunter. Und man erlebt da so manches dann angesichts der Art, wie unsere Bewegung sein sollte und wie sie ganz verständlicherweise heute erst sein kann, was wirklich kaum mit Worten ausgesprochen werden kann, was auch am liebsten der, der es voll empfunden in seiner Seele trägt, nicht ausspricht, denn so empfunden lastet manchmal diese Verantwortung auf den Seelen, und so empfunden erscheint es erst in dem recht beklagenswerten Lichte, wenn auf so vielen Seiten heute die Okkultismen auftauchen, und so wenig von diesem Verantwortungsgefühl vorhanden ist. Denn wenn man auch wirklich um des Heiles des Entwickelungsganges der Menschheit willen als das Schönste, als das Größte, das der Gegenwart und der nächsten Zukunft geschehen kann, auf der einen Seite das Aufblühen der anthroposophischen Weistümer anschauen möchte, so möchte man doch auch auf der anderen Seite als das Herrlichste, Schönste, das oft Befriedigendste begrüßen, wenn auch das andere käme, wenn man sehen würde, wie die Ströme des Verantwortungsgefühls in jeder einzelnen Seele erwachen, die ergriffen wird von unserer Geisteswissenschaft. Und mehr noch möchte man schätzen dieses Auftauchen des Verantwortlichkeitsgefühls.

[ 19 ] Much of what is connected with the sense of this responsibility and with looking closely at the way in which our movement—so necessary, so indispensable—asserts itself, even with its dark sides and flaws, leaves a deep imprint on the depths of the soul. And there, in light of how our movement ought to be and how, quite understandably, it can only be today, one experiences many things that can scarcely be put into words—things that even those who carry them fully within their souls prefer not to speak of, for when felt in this way, this responsibility sometimes weighs heavily upon the soul, and when felt in this way, it appears in a truly lamentable light when occultism emerges in so many quarters today, and so little of this sense of responsibility is present. For even if, for the sake of the salvation of humanity’s evolutionary course, one wishes to regard the blossoming of anthroposophical wisdom on the one hand as the most beautiful, the greatest thing that can happen in the present and the near future, one would nevertheless also wish to welcome, on the other hand, as the most glorious, the most beautiful, and often the most satisfying, if the other were to come as well—if one were to see how the currents of a sense of responsibility awaken in every single soul that is moved by our Spiritual Science. And one would appreciate this emergence of a sense of responsibility even more.

[ 20 ] Da würde man diese unsere Bewegung besonders glücklich schätzen, wenn man in ihrem Hinausströmen zugleich überall als ein schönes Echo dieses Verantwortlichkeitsgefühl erschauen könnte. Gar mancher, der es empfindet, dieses Verantwortlichkeitsgefühl, würde es gewissermaßen leichter tragen können, wenn er ein solches Echo im Verantwortlichkeitsgefühl vielfältiger wahrnehmen könnte. Doch da gibt es viele Dinge, in bezug auf die man sich Zukunftshoffnungen, Zukunftserwartungen hingeben muß, in bezug auf die man leben muß in dem Glauben und in dem Vertrauen, daß das Rechte und Wahre die Menschenseele durch seinen eigenen Wert ergreifen werde, und daß wirklich geschehen werde, was eigentlich geschehen muß. Beim Auseinandergehen von diesem Vortragszyklus kann man das so recht empfinden. Denn da möchte man eigentlich so recht in jede Seele etwas von dem legen, was als Wärme für unsere Sache, aber auch als Verantwortlichkeitsgefühl gegenüber unserer Sache aufwachen und aufleuchten könnte. Und das würde die schönste Besiegelung unseres geisteswissenschaftlichen Strebens sein, wenn wir alle fühlen könnten, wie uns zusammenhält als schönstes Band, wenn wir räumlich nicht beisammen sind, in echter, wahrer Geistgemeinschaft das in allen Seelen vorhandene Gleichgeartete in der Wärme für unsere Sache, in der Liebe und Hingabe an unsere Sache und zugleich in dem Verantwortlichkeitsgefühl für unsere Sache.

[ 20 ] Our movement would be particularly cherished if, as it spreads out, it could be seen everywhere as a beautiful echo of this sense of responsibility. Many who feel this sense of responsibility would, in a sense, find it easier to bear if they could perceive such an echo of that sense of responsibility in a more diverse way. Yet there are many things regarding which one must give oneself over to hopes and expectations for the future, regarding which one must live in the belief and trust that what is right and true will take hold of the human soul through its own value, and that what must actually happen will indeed happen. As we part ways from this lecture series, one can truly feel this. For one would really like to place within every soul something that might awaken and shine forth as warmth for our cause, but also as a sense of responsibility toward our cause. And that would be the most beautiful seal of our Spiritual Science endeavor, if we could all feel what binds us together as the most beautiful bond—even when we are not physically together—in a genuine, true spiritual community: the kinship present in all souls in the warmth for our cause, in the love and devotion to our cause, and at the same time in the sense of responsibility for our cause.

[ 21 ] Nun, so sei denn auch diesmal dieses als mein Abschiedsgruß Ihren Seelen gesagt für die Zeit, in der wir uns wiederum zerstreuen, nachdem wir eine Weile räumlich beisammen waren. Möge immer mehr und mehr die Wahrheit des geistigen Lebens an unseren eigenen Seelen sich bekräftigen und offenbaren dadurch, daß dann, wenn wir nicht räumlich beisammen sind, wir doch beisammen seien, beisammen seien dadurch, daß in uns lebt die echte Wärme, die aus einem offenherzigen, aus einem liebevollen Erleben unserer Wahrheit in unseren Seelen aufleuchten kann, verbunden mit dem echten, ehrlichen Verantwortlichkeitsgefühl oder wenigstens mit dem Streben nach diesem Verantwortlichkeitsgefühl für unsere heilige und der Welt so notwendige Sache. Fühlen wir so, dann sind wir immer gleich im Geiste beisammen. Ob wit, durch unser Karma zusammengeführt, räumlich zusammensein dürfen, oder ob uns unser Karma für eine Weile zu unseren verschiedenen Taten und Lebenswerken räumlich zerstreut, wir sind doch sicher beisammen, wenn wir in der Wärme und in dem Verantwortlichkeitsgefühl unserer Seelen beisammen sind. Sind wir das aber, dann dürfen wir alle Hoffnung und Zuversicht und alles Vertrauen zu unserer Sache haben. Denn sie wird sich dann so einleben in die Kultur, in die geistige Entwickelung der Menschheit, wie sie sich einleben soll, so einleben, daß wir sie wirklich, diese unsere Sache, empfinden dürfen wie das Raunen aus der geistigen Welt heraus, das warm einschlägt in all unsere Seelen. Es wird geschehen, was geschehen soll, was geschehen muß — auch. Und versuchen wir, daß wir zu dieser unserer geistigen Gemeinschaft dadurch fähig werden, daß, soweit es an uns ist, durch uns geschehe, was geschehen soll, was geschehen muß.

[ 21 ] Well, let this serve as my farewell greeting to your souls for now, as we go our separate ways once again after having been together in person for a while. May the truth of spiritual life be increasingly affirmed and revealed in our own souls, so that even when we are not physically together, we are nevertheless together, united by the genuine warmth that lives within us—a warmth that can shine forth from an open-hearted, loving experience of our truth in our souls, combined with a genuine, honest sense of responsibility, or at least with the striving toward this sense of responsibility for our sacred cause, so necessary for the world. If we feel this way, then we are always together in spirit. Whether we, brought together by our karma, are permitted to be physically together, or whether our karma scatters us physically for a time to our various deeds and life’s work, we are surely together when we are united in the warmth and sense of responsibility of our souls. But if we are, then we may have all hope and confidence and all trust in our cause. For it will then become so ingrained in culture, in the spiritual development of humanity, as it is meant to become ingrained—so ingrained that we may truly perceive this cause of ours as the murmur from the spiritual world that warmly strikes all our souls. What is to happen, what must happen—will happen. And let us strive to become capable of this spiritual communion of ours by ensuring, as far as it is up to us, that what is to happen, what must happen, comes to pass through us.