The Spirit World's Impact on the Physical World
The Influence of the Dead on the World of the Living
GA 150
13 April 1913, Erfurt
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Die Welt des Geistes und ihr Hereinragen in das physische Dasein
3. Von der Einwirkung der Toten in die Welt der Lebenden
3. Von der Einwirkung der Toten in die Welt der Lebenden
[ 1 ] zur Einweihung des Johannes-Raffael-Zweiges
[ 1 ] zur Einweihung des Johannes-Raffael-Zweiges
[ 2 ] Es muß uns eine große Freude sein, daß wir aus den verschiedenen Orten unserer anthroposophischen Arbeit uns in dieser Stadt haben zusammenfinden können, wo schon seit langer Zeit einzelne unserer Freunde zusammen gearbeitet haben, um zu versuchen, für die spirituelle Entwickelung, unter zuweilen widerstrebenden Verhältnissen, anthroposophisches Leben zu entwickeln. Und die Frucht dieser Arbeit ist dieser Johannes-Raffael-Zweig. Wenn wir hier von auswärts mit unseren Erfurter Freunden zusammenkommen und diesen Zweig einzuweihen in der Lage sind, so dürfen wir einleitend mit ein paar Gedanken unsere Seele hinlenken auf die Bedeutung der anthroposophischen Arbeit der Gegenwart für die Menschheitsentwickelung überhaupt.
[ 2 ] Es muß uns eine große Freude sein, daß wir aus den verschiedenen Orten unserer anthroposophischen Arbeit uns in dieser Stadt haben zusammenfinden können, wo schon seit langer Zeit einzelne unserer Freunde zusammen gearbeitet haben, um zu versuchen, für die spirituelle Entwickelung, unter zuweilen widerstrebenden Verhältnissen, anthroposophisches Leben zu entwickeln. Und die Frucht dieser Arbeit ist dieser Johannes-Raffael-Zweig. Wenn wir hier von auswärts mit unseren Erfurter Freunden zusammenkommen und diesen Zweig einzuweihen in der Lage sind, so dürfen wir einleitend mit ein paar Gedanken unsere Seele hinlenken auf die Bedeutung der anthroposophischen Arbeit der Gegenwart für die Menschheitsentwickelung überhaupt.
[ 3 ] Meine lieben Freunde, wie entstehen denn unsere anthroposophischen Zweige? Wenn man sich darauf besinnt, so entstehen sie eigentlich gewissermaßen in wunderbarer Weise. Denn sie blühen da und dort auf, gleichsam wie geistige Naturprodukte, und diejenigen, welche sich berufen fühlen durch ihren Enthusiasmus für die Sache, solch einen Zweig zu gründen, sie stehen für ihr Gefühl und durch das, was als geheime Kräfte hinter diesen Gefühlen steht, wie eine spirituelle Macht da. Sie fühlen, daß sie etwas tun müssen. Durch äußere Kultur unserer Zeit wird ein Zweig nicht gegründet, sondern aus den Herzen derer, die sich dazu berufen fühlen, wird er gegründet. In unserer heutigen Kultur gibt es nichts, was an den Menschen herantritt und ihm sozusagen von außen her nahelegen könnte, anthroposophisch mitzuarbeiten. Denn derjenige, der sich zur anthroposophischen Mitarbeit entschließt, hat vieles andere zu erwarten durch die Förderung unserer Bestrebungen als Bequemlichkeit und Anerkennung. Es gibt keine der gebräuchlichen Strömungen und Bestrebungen der Gegenwart, welche Seelen zu gewinnen suchen für die Anthroposophie, und wer dasjenige ansieht, was unsere anthroposophische Bewegung ist, der wird unserer Bewegung das Zeugnis ausstellen, daß sie im gewöhnlichen Sinne nicht agiitatorisch vorgeht. Abgesehen davon, daß die äußeren Verhältnisse es nicht gestatten, daß die Vortragenden woanders hingehen, als wohin sie gerufen werden, fassen wir das Wesen der Bewegung so auf, daß wir alles versuchen, um die Möglichkeit zu bieten, daß die Menschen etwas zu hören bekommen; sie aber sollen herankommen an die anthroposophische Arbeit. Wenn man sieht, daß Propaganda getrieben wird, so wird man sehen, daß dies mit der von uns vertretenen Strömung nichts zu tun hat, und so sollte jede auf dem Boden des Okkultismus stehende Bewegung handeln. Den Seelen sollte es selbst überlassen bleiben, herbeizukommen. Und dann sieht diese Bewegung, daß hier und da anthroposophische Zweige aufblühen, weil das, was in die Bewegung einfließt, in der richtigen karmischen Folge weiter wirkt. Und meistens stellt es sich so heraus, daß der bestehenden Bewegung die Zweige entgegengebracht werden. Es muß Wert darauf gelegt werden, daß die Zweige entstehen trotz aller Vorurteile, die da herrschen. Es müssen sich begeisterte Seelen finden, welche aus sich selbst heraus zur Begründung solcher Zweige schreiten.
[ 3 ] Meine lieben Freunde, wie entstehen denn unsere anthroposophischen Zweige? Wenn man sich darauf besinnt, so entstehen sie eigentlich gewissermaßen in wunderbarer Weise. Denn sie blühen da und dort auf, gleichsam wie geistige Naturprodukte, und diejenigen, welche sich berufen fühlen durch ihren Enthusiasmus für die Sache, solch einen Zweig zu gründen, sie stehen für ihr Gefühl und durch das, was als geheime Kräfte hinter diesen Gefühlen steht, wie eine spirituelle Macht da. Sie fühlen, daß sie etwas tun müssen. Durch äußere Kultur unserer Zeit wird ein Zweig nicht gegründet, sondern aus den Herzen derer, die sich dazu berufen fühlen, wird er gegründet. In unserer heutigen Kultur gibt es nichts, was an den Menschen herantritt und ihm sozusagen von außen her nahelegen könnte, anthroposophisch mitzuarbeiten. Denn derjenige, der sich zur anthroposophischen Mitarbeit entschließt, hat vieles andere zu erwarten durch die Förderung unserer Bestrebungen als Bequemlichkeit und Anerkennung. Es gibt keine der gebräuchlichen Strömungen und Bestrebungen der Gegenwart, welche Seelen zu gewinnen suchen für die Anthroposophie, und wer dasjenige ansieht, was unsere anthroposophische Bewegung ist, der wird unserer Bewegung das Zeugnis ausstellen, daß sie im gewöhnlichen Sinne nicht agiitatorisch vorgeht. Abgesehen davon, daß die äußeren Verhältnisse es nicht gestatten, daß die Vortragenden woanders hingehen, als wohin sie gerufen werden, fassen wir das Wesen der Bewegung so auf, daß wir alles versuchen, um die Möglichkeit zu bieten, daß die Menschen etwas zu hören bekommen; sie aber sollen herankommen an die anthroposophische Arbeit. Wenn man sieht, daß Propaganda getrieben wird, so wird man sehen, daß dies mit der von uns vertretenen Strömung nichts zu tun hat, und so sollte jede auf dem Boden des Okkultismus stehende Bewegung handeln. Den Seelen sollte es selbst überlassen bleiben, herbeizukommen. Und dann sieht diese Bewegung, daß hier und da anthroposophische Zweige aufblühen, weil das, was in die Bewegung einfließt, in der richtigen karmischen Folge weiter wirkt. Und meistens stellt es sich so heraus, daß der bestehenden Bewegung die Zweige entgegengebracht werden. Es muß Wert darauf gelegt werden, daß die Zweige entstehen trotz aller Vorurteile, die da herrschen. Es müssen sich begeisterte Seelen finden, welche aus sich selbst heraus zur Begründung solcher Zweige schreiten.
[ 4 ] Auf eine große starke Wirksamkeit können wir ja von Anfang an nirgends rechnen, und diejenigen, welche sich für unsere Arbeit begeistern, dürfen Hohn und Spott nicht scheuen. Damit müssen sie sich bekanntmachen und auch damit, daß zunächst die Arbeit eine schwierige und entsagungsvolle sein wird. Nirgends haben wir andere Erfahrungen gemacht, Enttäuschung auf Enttäuschung wird oft erlebt. Immer wieder werden öffentliche Vorträge veranstaltet, aber Mißerfolge haben wir eigentlich nur da gehabt, wo wir uns durch anfängliche Mißerfolge abschrecken ließen. Wo wir ruhig zugesehen haben, daß der erste Vortrag von fünf Personen besucht war, der zweite ganz leer blieb, und doch die Arbeit fortgesetzt haben, da haben wir auch schließlich Erfolge zu verzeichnen gehabt. Wir sollten uns unabhängig machen von sofort sichtbaren Erfolgen, denn sich von Erfolgen aufgemuntert fühlen, ist leicht, aber nicht nachlassen, das ist schwierig. Dies letztere setzt voraus, daß wir keinen äußeren Halt haben. So stellt es sich heraus, daß unsere Zweige arbeiten müssen oft von klein auf. Mißverständnis auf Mißverständnis ereignet sich, aber man soll sich so erziehen, daß man findet, was recht ist.
[ 4 ] Auf eine große starke Wirksamkeit können wir ja von Anfang an nirgends rechnen, und diejenigen, welche sich für unsere Arbeit begeistern, dürfen Hohn und Spott nicht scheuen. Damit müssen sie sich bekanntmachen und auch damit, daß zunächst die Arbeit eine schwierige und entsagungsvolle sein wird. Nirgends haben wir andere Erfahrungen gemacht, Enttäuschung auf Enttäuschung wird oft erlebt. Immer wieder werden öffentliche Vorträge veranstaltet, aber Mißerfolge haben wir eigentlich nur da gehabt, wo wir uns durch anfängliche Mißerfolge abschrecken ließen. Wo wir ruhig zugesehen haben, daß der erste Vortrag von fünf Personen besucht war, der zweite ganz leer blieb, und doch die Arbeit fortgesetzt haben, da haben wir auch schließlich Erfolge zu verzeichnen gehabt. Wir sollten uns unabhängig machen von sofort sichtbaren Erfolgen, denn sich von Erfolgen aufgemuntert fühlen, ist leicht, aber nicht nachlassen, das ist schwierig. Dies letztere setzt voraus, daß wir keinen äußeren Halt haben. So stellt es sich heraus, daß unsere Zweige arbeiten müssen oft von klein auf. Mißverständnis auf Mißverständnis ereignet sich, aber man soll sich so erziehen, daß man findet, was recht ist.
[ 5 ] Manchmal haben wir auch ein anderes Echo gefunden. Ich wurde in eine Stadt gerufen — den Namen will ich nicht nennen —, zwei-, dreimal zu Vorträgen. Als kein Erfolg eintrat, sagte der Betreffende: Jetzt ist es genug, die Leute sollen jetzt kommen und uns zu Vorträgen auffordern. — Ich sagte ihm, darauf würden wir wohl lange warten können — und wir warten noch heute darauf. Ich bin mir wohl bewußt, daß es hier angemessen ist, in Dankbarkeit von unseren Freunden zu sprechen, nachdem sie jahrelang schwer gearbeitet haben. Diejenigen, die mit hierhergekommen sind, werden den Dank mitempfinden. Die Gedanken, die von unseren Freunden hierher geleitet werden, werden stärkend wirken, und weiter werden wir kommen, wenn wir treu zusammenhalten. Die Unterstützung der Seelen ist für die spirituelle Arbeit die Hauptsache, je mehr ihnen diese Unterstützung zuteil wird, desto besser wird die Arbeit gelingen. Ich möchte sagen, durch ein äußeres Zeichen hat gerade dieser Erfurter Zweig zum Ausdruck gebracht, wie innig er sich verbunden fühlt mit unserer Arbeitsweise und Gesinnung, und dieses Verbundenfühlen wird ihm sein ein innerer spiritueller Impuls für das Gelingen der Arbeit.
[ 5 ] Manchmal haben wir auch ein anderes Echo gefunden. Ich wurde in eine Stadt gerufen — den Namen will ich nicht nennen —, zwei-, dreimal zu Vorträgen. Als kein Erfolg eintrat, sagte der Betreffende: Jetzt ist es genug, die Leute sollen jetzt kommen und uns zu Vorträgen auffordern. — Ich sagte ihm, darauf würden wir wohl lange warten können — und wir warten noch heute darauf. Ich bin mir wohl bewußt, daß es hier angemessen ist, in Dankbarkeit von unseren Freunden zu sprechen, nachdem sie jahrelang schwer gearbeitet haben. Diejenigen, die mit hierhergekommen sind, werden den Dank mitempfinden. Die Gedanken, die von unseren Freunden hierher geleitet werden, werden stärkend wirken, und weiter werden wir kommen, wenn wir treu zusammenhalten. Die Unterstützung der Seelen ist für die spirituelle Arbeit die Hauptsache, je mehr ihnen diese Unterstützung zuteil wird, desto besser wird die Arbeit gelingen. Ich möchte sagen, durch ein äußeres Zeichen hat gerade dieser Erfurter Zweig zum Ausdruck gebracht, wie innig er sich verbunden fühlt mit unserer Arbeitsweise und Gesinnung, und dieses Verbundenfühlen wird ihm sein ein innerer spiritueller Impuls für das Gelingen der Arbeit.
[ 6 ] Es ist in gewisser Weise etwas Gewagtes, wenn man auf konkrete Einzelheiten der anthroposophischen Forschung eingeht und in gewisser Weise darf ich es als eine Errungenschaft unserer Arbeit bezeichnen, daß das Einleben unserer Freunde in die Anthroposophie uns dazu geführt hat, daß bei einzelnen ein Gefühl entstanden ist dafür, daß man nicht nur Theorien entwickeln kann, sondern daß das Arbeiten zu Erkenntnissen führt. Man macht ja gerade auf diesen Gebieten die sonderbarsten Entdeckungen. Es ist kurios, daß außerhalb stehende Menschen, die nichts von anthroposophischer Arbeit wissen, daß solche Kreise beginnen, ihre Kritik anzulegen an die konkreten Forschungen, ohne daß sie eine Ahnung haben, welche spirituelle Arbeit nötig ist, um zum Beispiel das aufzustellen, was in meinem Buche «Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit» gesagt ist. Da machen sie sich darüber her zu kritisieren, wie man auf diesem Gebiete forscht. Da wird zum Beispiel über die zwei Jesusknaben kritisiert. Wenn man sich an die allgemeinen Wahrheiten hält, so mag es sein, daß die Menschen mitsprechen können. Wenn es aber an das Besondere geht, so kann man nichts anderes tun, als schweigen. Jeder Mensch müßte sich sagen: Es ist mir ja sonderbar, wenn solche Behauptungen aufgestellt werden, aber sie gehen mich nichts an.
[ 6 ] Es ist in gewisser Weise etwas Gewagtes, wenn man auf konkrete Einzelheiten der anthroposophischen Forschung eingeht und in gewisser Weise darf ich es als eine Errungenschaft unserer Arbeit bezeichnen, daß das Einleben unserer Freunde in die Anthroposophie uns dazu geführt hat, daß bei einzelnen ein Gefühl entstanden ist dafür, daß man nicht nur Theorien entwickeln kann, sondern daß das Arbeiten zu Erkenntnissen führt. Man macht ja gerade auf diesen Gebieten die sonderbarsten Entdeckungen. Es ist kurios, daß außerhalb stehende Menschen, die nichts von anthroposophischer Arbeit wissen, daß solche Kreise beginnen, ihre Kritik anzulegen an die konkreten Forschungen, ohne daß sie eine Ahnung haben, welche spirituelle Arbeit nötig ist, um zum Beispiel das aufzustellen, was in meinem Buche «Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit» gesagt ist. Da machen sie sich darüber her zu kritisieren, wie man auf diesem Gebiete forscht. Da wird zum Beispiel über die zwei Jesusknaben kritisiert. Wenn man sich an die allgemeinen Wahrheiten hält, so mag es sein, daß die Menschen mitsprechen können. Wenn es aber an das Besondere geht, so kann man nichts anderes tun, als schweigen. Jeder Mensch müßte sich sagen: Es ist mir ja sonderbar, wenn solche Behauptungen aufgestellt werden, aber sie gehen mich nichts an.
[ 7 ] Um so mehr ist es aber wertvoll, wenn unsere Erfurter Freunde sich mit diesen besonderen Dingen verknüpft fühlen. Denn es werden keine anderen Dinge mitgeteilt als diejenigen, welche mit den uns zu Gebote stehenden Mitteln nachgeprüft werden können. Zu solchen Wahrheiten gehört es, daß Johannes der Täufer dieselbe Seele ist wie Raffael. Es ist deshalb von meinem Gefühl aus eine schöne spirituelle Tat, diesen Zweig Johannes-Raffael-Zweig zu nennen, um so die intime Auffassung einer spirituell erforschten Wahrheit zum Ausdruck zu bringen. Darum ist diese Weihe auch eine intime Weihe. Dadurch, daß wir uns an eine solche okkulte Wahrheit anlehnen mit einer Namengebung, dadurch geben wir kund, daß wir zusammenhalten in Treue in bezug auf Dinge, die unser Intimstes sind. Und dann werden die Worte zu etwas Tiefem, die ja von dem Träger des Namens als Novalis ausgesprochen sind, die zu Beginn unserer Feier heute an unser Ohr klangen.
[ 7 ] Um so mehr ist es aber wertvoll, wenn unsere Erfurter Freunde sich mit diesen besonderen Dingen verknüpft fühlen. Denn es werden keine anderen Dinge mitgeteilt als diejenigen, welche mit den uns zu Gebote stehenden Mitteln nachgeprüft werden können. Zu solchen Wahrheiten gehört es, daß Johannes der Täufer dieselbe Seele ist wie Raffael. Es ist deshalb von meinem Gefühl aus eine schöne spirituelle Tat, diesen Zweig Johannes-Raffael-Zweig zu nennen, um so die intime Auffassung einer spirituell erforschten Wahrheit zum Ausdruck zu bringen. Darum ist diese Weihe auch eine intime Weihe. Dadurch, daß wir uns an eine solche okkulte Wahrheit anlehnen mit einer Namengebung, dadurch geben wir kund, daß wir zusammenhalten in Treue in bezug auf Dinge, die unser Intimstes sind. Und dann werden die Worte zu etwas Tiefem, die ja von dem Träger des Namens als Novalis ausgesprochen sind, die zu Beginn unserer Feier heute an unser Ohr klangen.
[ 8 ] Wir müssen ja das Wichtigste suchen in den Empfindungen und Gefühlen, die uns vereinigen. Nicht können sie entstehen anders als auf der Grundlage unserer Erkenntnis. Aber wir dürfen nicht bequem sein. Es muß sich die Erkenntnis zu entzünden wissen zu einem MiteinanderFühlen, und wenn es den Intentionen unserer Freunde entspricht, wenn ich mit einigen Worten die Weihe begehe, so darf ich ruhig sagen: Diese Worte auszusprechen, es ist äußerst befriedigend, es ist eine Weihe, die dem Herzen entspricht. Darum darf ich sagen: Laßt Euch zu dem, was wir begonnen haben, einen Impuls sein, was ich zu Euch spreche. Ihr werdet arbeiten unter dem Schutze der Mächte und Gewalten, von denen wir ja wissen, daß sie unsichtbar unter uns walten: die Meister der Weisheit und des Zusammenklangs der Empfindungen, wenn wir in Liebe und Treue unsere Arbeiten verrichten. Was bei Euch gewaltet hat, als Ihr aus dem intimen Impuls heraus versucht habt, Eurem Zweig einen Namen zu geben, darf ich in diesem Augenblicke aussprechen: Die schützenden Mächte, die über uns wachen und uns Impulse zu unserer Arbeit geben, von denen wir wissen, daß sie genannt werden die Meister der Weisheit und des Zusammenklangs der Empfindungen, ich rufe die Schützer der Arbeit an, daß der Zweig recht gedeihen möge und ein Zentrum in dieser Stadt sein möge für das, was wir ersehnen als spirituellen Fortschritt. — Und damit ist für Euch die Möglichkeit gegeben, anzuknüpfen an etwas, was ich für die in Weimar versammelten Freunde ausgesprochen habe, anzuknüpfen in einer gewissen Weise, ohne daß es notwendig ist, daß jeder von uns es gehört haben müßte.
[ 8 ] Wir müssen ja das Wichtigste suchen in den Empfindungen und Gefühlen, die uns vereinigen. Nicht können sie entstehen anders als auf der Grundlage unserer Erkenntnis. Aber wir dürfen nicht bequem sein. Es muß sich die Erkenntnis zu entzünden wissen zu einem MiteinanderFühlen, und wenn es den Intentionen unserer Freunde entspricht, wenn ich mit einigen Worten die Weihe begehe, so darf ich ruhig sagen: Diese Worte auszusprechen, es ist äußerst befriedigend, es ist eine Weihe, die dem Herzen entspricht. Darum darf ich sagen: Laßt Euch zu dem, was wir begonnen haben, einen Impuls sein, was ich zu Euch spreche. Ihr werdet arbeiten unter dem Schutze der Mächte und Gewalten, von denen wir ja wissen, daß sie unsichtbar unter uns walten: die Meister der Weisheit und des Zusammenklangs der Empfindungen, wenn wir in Liebe und Treue unsere Arbeiten verrichten. Was bei Euch gewaltet hat, als Ihr aus dem intimen Impuls heraus versucht habt, Eurem Zweig einen Namen zu geben, darf ich in diesem Augenblicke aussprechen: Die schützenden Mächte, die über uns wachen und uns Impulse zu unserer Arbeit geben, von denen wir wissen, daß sie genannt werden die Meister der Weisheit und des Zusammenklangs der Empfindungen, ich rufe die Schützer der Arbeit an, daß der Zweig recht gedeihen möge und ein Zentrum in dieser Stadt sein möge für das, was wir ersehnen als spirituellen Fortschritt. — Und damit ist für Euch die Möglichkeit gegeben, anzuknüpfen an etwas, was ich für die in Weimar versammelten Freunde ausgesprochen habe, anzuknüpfen in einer gewissen Weise, ohne daß es notwendig ist, daß jeder von uns es gehört haben müßte.
[ 9 ] Es handelt sich um das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Es ist die Rede davon gewesen, daß ein Mensch nach dem Verlassen des physischen Planes in gewisser Weise Schwierigkeiten haben kann, Verbindungen zu haben mit denen, die zurückgeblieben sind auf der Erde. Es kann sich die Möglichkeit herausstellen, daß derjenige, der durch die Pforte des Todes gegangen ist, weiß von jemandem, den er zurückgelassen hat, weiß, solches habe ich mit ihm erlebt, bis ich durch die Pforte des Todes gegangen bin. Im Bewußtsein des Toten lebt das, was gemeinschaftlich erlebt ist auf der Erde. Oft kann aber eine solche Verbindung auch nicht hergestellt werden, wenn der Zurückgebliebene solche Gedanken entwickelt, die nicht spiritueller Natur sind.
[ 9 ] Es handelt sich um das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Es ist die Rede davon gewesen, daß ein Mensch nach dem Verlassen des physischen Planes in gewisser Weise Schwierigkeiten haben kann, Verbindungen zu haben mit denen, die zurückgeblieben sind auf der Erde. Es kann sich die Möglichkeit herausstellen, daß derjenige, der durch die Pforte des Todes gegangen ist, weiß von jemandem, den er zurückgelassen hat, weiß, solches habe ich mit ihm erlebt, bis ich durch die Pforte des Todes gegangen bin. Im Bewußtsein des Toten lebt das, was gemeinschaftlich erlebt ist auf der Erde. Oft kann aber eine solche Verbindung auch nicht hergestellt werden, wenn der Zurückgebliebene solche Gedanken entwickelt, die nicht spiritueller Natur sind.
[ 10 ] Wenn hier jemand zurückgeblieben ist auf der Erde und er seine Seele ganz selten mit spirituellen Gedanken erfüllt, dann ist die Seele eine solche, zu der die verstorbene Seele keinen Zugang hat. Das bezieht sich auf die Art, wie der Lebende sich mit dem Toten in Verbindung bringen kann.
[ 10 ] Wenn hier jemand zurückgeblieben ist auf der Erde und er seine Seele ganz selten mit spirituellen Gedanken erfüllt, dann ist die Seele eine solche, zu der die verstorbene Seele keinen Zugang hat. Das bezieht sich auf die Art, wie der Lebende sich mit dem Toten in Verbindung bringen kann.
[ 11 ] Eine gewisse Forschungsrichtung gab mir merkwürdigen Aufschluß über den Verkehr mit den Toten. Zunächst könnte es verwunderlich erscheinen, daß Johannes der Täufer die von den Willensimpulsen durchdrungene prophetische Wirksamkeit in die Welt setzte und dann in so wunderbar geschlossener Weise, ganz hingegeben an ein tiefes Hingegebensein an die Welt, in dieser Raffael-Seele wieder erscheint. Vieles erscheint uns verwunderlich in der Geistesforschung. Vieles erscheint uns gefährlich, weil es so einleuchtend ist. Und wenn man dann näher eingeht auf die Dinge, so wirken sie erschütternd auf die Seele, wenn man sieht, daß manches anders ist, als man gedacht hat. Für denjenigen, der eine solche Tatsache, wie die hier beleuchtete, die Identität des Johannes und Raffael, als wahr erkannt hat, ist es wichtig, daß er ein Gefühl der Verwunderung aufrecht erhält. Ich kann denen versichern, die nicht solche Tatsachen erforschen können, daß etwas nicht zutage kommt, wenn man es sucht; ungesucht kommen solche Dinge. Viel nachdenken über solche Dinge hilft außerordentlich wenig. Am meisten hilft das Ruhig-Warten-Können, bis die Eingebung kommt. Und dann ist es gut, wenn man sich in gewisser Weise verwundern kann über das, was sich ergibt.
[ 11 ] Eine gewisse Forschungsrichtung gab mir merkwürdigen Aufschluß über den Verkehr mit den Toten. Zunächst könnte es verwunderlich erscheinen, daß Johannes der Täufer die von den Willensimpulsen durchdrungene prophetische Wirksamkeit in die Welt setzte und dann in so wunderbar geschlossener Weise, ganz hingegeben an ein tiefes Hingegebensein an die Welt, in dieser Raffael-Seele wieder erscheint. Vieles erscheint uns verwunderlich in der Geistesforschung. Vieles erscheint uns gefährlich, weil es so einleuchtend ist. Und wenn man dann näher eingeht auf die Dinge, so wirken sie erschütternd auf die Seele, wenn man sieht, daß manches anders ist, als man gedacht hat. Für denjenigen, der eine solche Tatsache, wie die hier beleuchtete, die Identität des Johannes und Raffael, als wahr erkannt hat, ist es wichtig, daß er ein Gefühl der Verwunderung aufrecht erhält. Ich kann denen versichern, die nicht solche Tatsachen erforschen können, daß etwas nicht zutage kommt, wenn man es sucht; ungesucht kommen solche Dinge. Viel nachdenken über solche Dinge hilft außerordentlich wenig. Am meisten hilft das Ruhig-Warten-Können, bis die Eingebung kommt. Und dann ist es gut, wenn man sich in gewisser Weise verwundern kann über das, was sich ergibt.
[ 12 ] Der gerade Weg des Verstandes ist nicht geeignet zur okkulten Forschung. Das Verwundern führt dazu, daß man nach und nach erkennt, daß das Verwunderliche sich als begreiflich erweist. So zeigte es sich mir eines Tages, daß bei Raffael, der in erstaunlicher Weise gemalt hat, etwas anderes in seiner Seele nachwirkte, und ich konnte entdecken, daß das, was da nachwirkte, nichts anderes war, als das, was von seinem Vater ausging. Dieser starb, als Raffael erst zehn Jahre alt war. Dieser Vater hätte ja vielleicht noch etwas länger leben können, ich meine das natürlich hypothetisch aufgefaßt. Er hätte die Kräfte noch länger haben können, zu leben, aber diese Kräfte trug er hinüber in die geistige Welt, und unter Umständen können diese Kräfte von da aus mächtig wirken. Der Vater war kein großer Maler, aber er war innerlich ein Maler, er lebte in malerischen Vorstellungen, die er nicht verwirklichen konnte, solange er noch im physischen Leibe war. Aus der geistigen Welt schickte er die Kräfte seinem Sohn, und dieser junge Raffael konnte deshalb ein so großer Maler werden. Er hat die malerische Befähigung durch das gewonnen, was der Vater ihm zuschickte aus der geistigen Welt. Durch das ist Raffael natürlich nicht verkleinert, sondern es sollte nur gezeigt werden, wie Kräfte aus der geistigen Welt herunterwirken in die physische Welt. Lessing hat einen merkwürdigen Ausspruch getan. Er hat gesagt, Raffael würde auch ein großer Maler geworden sein, selbst wenn er ohne Hände geboren wäre. Die Kräfte, die in dem Täufer Johannes waren, wurden umgewandelt in den Maler Raffael.
[ 12 ] Der gerade Weg des Verstandes ist nicht geeignet zur okkulten Forschung. Das Verwundern führt dazu, daß man nach und nach erkennt, daß das Verwunderliche sich als begreiflich erweist. So zeigte es sich mir eines Tages, daß bei Raffael, der in erstaunlicher Weise gemalt hat, etwas anderes in seiner Seele nachwirkte, und ich konnte entdecken, daß das, was da nachwirkte, nichts anderes war, als das, was von seinem Vater ausging. Dieser starb, als Raffael erst zehn Jahre alt war. Dieser Vater hätte ja vielleicht noch etwas länger leben können, ich meine das natürlich hypothetisch aufgefaßt. Er hätte die Kräfte noch länger haben können, zu leben, aber diese Kräfte trug er hinüber in die geistige Welt, und unter Umständen können diese Kräfte von da aus mächtig wirken. Der Vater war kein großer Maler, aber er war innerlich ein Maler, er lebte in malerischen Vorstellungen, die er nicht verwirklichen konnte, solange er noch im physischen Leibe war. Aus der geistigen Welt schickte er die Kräfte seinem Sohn, und dieser junge Raffael konnte deshalb ein so großer Maler werden. Er hat die malerische Befähigung durch das gewonnen, was der Vater ihm zuschickte aus der geistigen Welt. Durch das ist Raffael natürlich nicht verkleinert, sondern es sollte nur gezeigt werden, wie Kräfte aus der geistigen Welt herunterwirken in die physische Welt. Lessing hat einen merkwürdigen Ausspruch getan. Er hat gesagt, Raffael würde auch ein großer Maler geworden sein, selbst wenn er ohne Hände geboren wäre. Die Kräfte, die in dem Täufer Johannes waren, wurden umgewandelt in den Maler Raffael.
[ 13 ] Wenn wir die Erkenntnis gewinnen können von dem Hereinwirken der geistigen Welt in die physische Welt, dann wird das Leben ungeheuer viel weiter gebracht.
[ 13 ] Wenn wir die Erkenntnis gewinnen können von dem Hereinwirken der geistigen Welt in die physische Welt, dann wird das Leben ungeheuer viel weiter gebracht.
[ 14 ] Ich habe eine lange Zeit eine Erziehertätigkeit auszuüben gehabt. Da war es meine Aufgabe, Kinder zu unterrichten, die den Vater verloren hatten. Wenn man in gewissenhafter Weise erzieht, so muß man alle Verhältnisse berücksichtigen. Man muß da fragen, welches sind die Anlagen, wie wirkt die Umgebung und so weiter. Ich hatte versucht, alles ins Auge zu fassen, was äußerlich ins Auge gefaßt werden konnte, es blieb aber eine Schwierigkeit. Dann sagte ich mir, der Vater ist gestorben, und er hatte bestimmte Absichten mit seinen Kindern. Als ich dann berücksichtigte das Wollen des Vaters, dann ging es. Die Willenskräfte des Vaters waren vorhanden. Da sieht man, wie die Toten wiederum hineinwirken in das Gebiet der Lebenden.
[ 14 ] Ich habe eine lange Zeit eine Erziehertätigkeit auszuüben gehabt. Da war es meine Aufgabe, Kinder zu unterrichten, die den Vater verloren hatten. Wenn man in gewissenhafter Weise erzieht, so muß man alle Verhältnisse berücksichtigen. Man muß da fragen, welches sind die Anlagen, wie wirkt die Umgebung und so weiter. Ich hatte versucht, alles ins Auge zu fassen, was äußerlich ins Auge gefaßt werden konnte, es blieb aber eine Schwierigkeit. Dann sagte ich mir, der Vater ist gestorben, und er hatte bestimmte Absichten mit seinen Kindern. Als ich dann berücksichtigte das Wollen des Vaters, dann ging es. Die Willenskräfte des Vaters waren vorhanden. Da sieht man, wie die Toten wiederum hineinwirken in das Gebiet der Lebenden.
[ 15 ] Trotzdem soll aufrechterhalten werden, daß die Toten nicht wissen können, was ihre Zurückgebliebenen auf der Erde tun, wie das heute morgen gesagt ist. Wenn jemand durch die Pforte des Todes gegangen ist, und er weiß, daß seine Impulse hineinwirken in die physische Welt, so kann es ein Schmerz für ihn sein, daß er nichts wahrnehmen kann von seinen Hinterbliebenen. Der Tote kann fühlen eine innere Unbehaglichkeit, wenn er nicht wissen kann, was da unten geschieht. Dies Gefühl kann aber beseitigt werden, wenn wir ihm Nahrung zusenden. Wir müssen als Lebende selbst die Gelegenheit herbeiführen, daß uns die Toten wahrnehmen können. Nun bedenken Sie, daß wir ja durch einen Gedanken leicht schon sozusagen spirituelles Leben in unserer Seele entzünden können. Es ist schon ein wichtiger positiver Gedanke, wenn wir wissen, der Tote ist da, für uns erreichbar, wenn er durch die Pforte des Todes gegangen ist, denn das ist ein Gedanke, der niemals herbeigeführt werden kann durch die Beschäftigung mit der sinnlich-physischen Welt. In unserem Seelenleben sollten wir deutlich tragen die Überzeugung: der Tote lebt.
[ 15 ] Trotzdem soll aufrechterhalten werden, daß die Toten nicht wissen können, was ihre Zurückgebliebenen auf der Erde tun, wie das heute morgen gesagt ist. Wenn jemand durch die Pforte des Todes gegangen ist, und er weiß, daß seine Impulse hineinwirken in die physische Welt, so kann es ein Schmerz für ihn sein, daß er nichts wahrnehmen kann von seinen Hinterbliebenen. Der Tote kann fühlen eine innere Unbehaglichkeit, wenn er nicht wissen kann, was da unten geschieht. Dies Gefühl kann aber beseitigt werden, wenn wir ihm Nahrung zusenden. Wir müssen als Lebende selbst die Gelegenheit herbeiführen, daß uns die Toten wahrnehmen können. Nun bedenken Sie, daß wir ja durch einen Gedanken leicht schon sozusagen spirituelles Leben in unserer Seele entzünden können. Es ist schon ein wichtiger positiver Gedanke, wenn wir wissen, der Tote ist da, für uns erreichbar, wenn er durch die Pforte des Todes gegangen ist, denn das ist ein Gedanke, der niemals herbeigeführt werden kann durch die Beschäftigung mit der sinnlich-physischen Welt. In unserem Seelenleben sollten wir deutlich tragen die Überzeugung: der Tote lebt.
[ 16 ] Sehen Sie, in den Zeiten, wo es noch nichts Beirrendes gab, war es nicht gerade notwendig, daß es Anthroposophie gab, aber die Zeiten ändern sich während der Menschheitsentwickelung. Während es noch nicht lange her ist, daß jede Seele, auch wenn sie sich mit den zu jenen Zeiten gebräuchlichen Wissenschaften beschäftigte, überzeugt sein konnte von. dem Leben der Verstorbenen, wird der Mensch heute beirrt. Nicht allein beirrt werden diejenigen, die zweifeln, daß die Toten vorhanden sind, sondern beirrt werden auch die anderen Seelen, und das ist auch der Grund, weshalb die Anthroposophie in die Welt kommen mußte. Wir wissen, daß die Toten leben. Was wir in der Tiefe der Seelen bergen, darauf kommt es an und davon haben wir oft gar keine Ahnung. Wir alle stehen mitten darin im mechanischen Zeitalter, das uns die Eisenbahnen, Schiffe, Telegraphen und sonstige Erfindungen gegeben hat. Was heißt es zum Beispiel, in einer elektrischen Bahn zu fahren, im Gegensatz zu dem, daß man vor noch gar nicht langer Zeit noch nicht in einer elektrischen Bahn fahren konnte? Es heißt, man ist umgeben von einer rein mechanischen Zusammenfügung. Das erzeugt eine Imagination, doch kann sie unbewußt bleiben; aber sie ist da und wirkt in der Seele und ist geeignet, den Glauben an das Leben der Seele nach dem Tode uns zu rauben. Dieses Leben wird da mit den Wurzeln ausgerissen. Gegen die alten Postkutschen kam der Glaube noch auf, aber gegen die heutigen Verkehrsmittel nicht, da bedarf es größerer, stärkerer Kräfte.
[ 16 ] Sehen Sie, in den Zeiten, wo es noch nichts Beirrendes gab, war es nicht gerade notwendig, daß es Anthroposophie gab, aber die Zeiten ändern sich während der Menschheitsentwickelung. Während es noch nicht lange her ist, daß jede Seele, auch wenn sie sich mit den zu jenen Zeiten gebräuchlichen Wissenschaften beschäftigte, überzeugt sein konnte von. dem Leben der Verstorbenen, wird der Mensch heute beirrt. Nicht allein beirrt werden diejenigen, die zweifeln, daß die Toten vorhanden sind, sondern beirrt werden auch die anderen Seelen, und das ist auch der Grund, weshalb die Anthroposophie in die Welt kommen mußte. Wir wissen, daß die Toten leben. Was wir in der Tiefe der Seelen bergen, darauf kommt es an und davon haben wir oft gar keine Ahnung. Wir alle stehen mitten darin im mechanischen Zeitalter, das uns die Eisenbahnen, Schiffe, Telegraphen und sonstige Erfindungen gegeben hat. Was heißt es zum Beispiel, in einer elektrischen Bahn zu fahren, im Gegensatz zu dem, daß man vor noch gar nicht langer Zeit noch nicht in einer elektrischen Bahn fahren konnte? Es heißt, man ist umgeben von einer rein mechanischen Zusammenfügung. Das erzeugt eine Imagination, doch kann sie unbewußt bleiben; aber sie ist da und wirkt in der Seele und ist geeignet, den Glauben an das Leben der Seele nach dem Tode uns zu rauben. Dieses Leben wird da mit den Wurzeln ausgerissen. Gegen die alten Postkutschen kam der Glaube noch auf, aber gegen die heutigen Verkehrsmittel nicht, da bedarf es größerer, stärkerer Kräfte.
[ 17 ] Ich möchte jetzt ausgehen von etwas, was ich öfter gesagt habe. Manche wollen die anthroposophische Bewegung aufhalten. Als die erste Eisenbahn gebaut werden sollte, fragte man das Medizinalkollegium, was es in bezug auf die Gesundheit der Reisenden von dem Projekt hielte. Da äußerten die Ärzte schwere Bedenken gegen den Betrieb der Eisenbahn und rieten entschieden davon ab. Wenn man aber trotzdem die Bahn bauen wolle, so sei es unbedingt erforderlich, daß an der Strecke entlang hohe Bretterwände aufgestellt werden würden, sonst würden die Mitfahrenden durch die schnell wechselnden Bilder unzweifelhaft Gehirnerschütterungen bekommen. Aber dieses Gutachten konnte den Fortschritt nicht aufhalten, und ebensowenig wird durch die gegnerischen Bestrebungen die anthroposophische Bewegung aufgehalten werden können. Ich habe mich nicht etwa lustig machen wollen über das Medizinalkollegium, sondern ich wollte nur sagen, daß man durch ein solches Gutachten den Fortschritt nicht aufhalten kann; der nimmt seine Wege trotz seiner Gegner. In der Tat haben die Eisenbahnen die Menschen nervöser gemacht, und die Menschheit hat sich verändert durch die Eisenbahnen. Das ganze Gefüge des Seelenlebens ist ein anderes geworden, innerlicher wären die Menschen ohne die Eisenbahnen geblieben. Das Gutachten hatte zwar etwas aufgetragen, aber es hatte recht gehabt.
[ 17 ] Ich möchte jetzt ausgehen von etwas, was ich öfter gesagt habe. Manche wollen die anthroposophische Bewegung aufhalten. Als die erste Eisenbahn gebaut werden sollte, fragte man das Medizinalkollegium, was es in bezug auf die Gesundheit der Reisenden von dem Projekt hielte. Da äußerten die Ärzte schwere Bedenken gegen den Betrieb der Eisenbahn und rieten entschieden davon ab. Wenn man aber trotzdem die Bahn bauen wolle, so sei es unbedingt erforderlich, daß an der Strecke entlang hohe Bretterwände aufgestellt werden würden, sonst würden die Mitfahrenden durch die schnell wechselnden Bilder unzweifelhaft Gehirnerschütterungen bekommen. Aber dieses Gutachten konnte den Fortschritt nicht aufhalten, und ebensowenig wird durch die gegnerischen Bestrebungen die anthroposophische Bewegung aufgehalten werden können. Ich habe mich nicht etwa lustig machen wollen über das Medizinalkollegium, sondern ich wollte nur sagen, daß man durch ein solches Gutachten den Fortschritt nicht aufhalten kann; der nimmt seine Wege trotz seiner Gegner. In der Tat haben die Eisenbahnen die Menschen nervöser gemacht, und die Menschheit hat sich verändert durch die Eisenbahnen. Das ganze Gefüge des Seelenlebens ist ein anderes geworden, innerlicher wären die Menschen ohne die Eisenbahnen geblieben. Das Gutachten hatte zwar etwas aufgetragen, aber es hatte recht gehabt.
[ 18 ] Der Gang der Erdenentwickelung ist so, daß es so kommen mußte, wie es gekommen ist. Die Anthroposophie wird nicht etwas zurückschrauben wollen, aber es wird klar sein, daß der Glaube gegen die alten Postkutschen aufkommen konnte, aber nicht gegen die Eisenbahnen.
[ 18 ] Der Gang der Erdenentwickelung ist so, daß es so kommen mußte, wie es gekommen ist. Die Anthroposophie wird nicht etwas zurückschrauben wollen, aber es wird klar sein, daß der Glaube gegen die alten Postkutschen aufkommen konnte, aber nicht gegen die Eisenbahnen.
[ 19 ] Die Anthroposophie wirkt im Unterbewußtsein und der Glaube an die spirituelle Welt wird ein wichtiger Faktor für die Weiterentwickelung der Menschen sein. In den weitesten Kreisen ist der Glaube nicht mehr aufrichtig. Deshalb müssen die Gründe ins Feld geführt werden, die von der Anthroposophie ausfließen. Wenn wir dies beachten, dann finden wir, daß in älteren Zeiten die Menschen die spirituelle Hinneigung zu den Toten hatten, sie konnten ihnen eine genügende Kraft geben. Heute ist die spirituelle Erkenntnis notwendig und da sehen wir, daß der spirituelle Gedanke an das Fortleben der Seele angefeuert werden muß durch die Erkenntnis. Wir können sagen: Weil unsere Zeit eine gewisse Form angenommen hat, war es notwendig, Anthroposophie in diese Zeit einfließen zu lassen und diese Strömung wird es wieder möglich machen, daß die Lebenden sich verbunden fühlen können mit den Toten. Es braucht nicht trostlos der Mensch zu sein, weil er hier zurückbleibt, denn er kann ein Helfer werden den Verstorbenen.
[ 19 ] Die Anthroposophie wirkt im Unterbewußtsein und der Glaube an die spirituelle Welt wird ein wichtiger Faktor für die Weiterentwickelung der Menschen sein. In den weitesten Kreisen ist der Glaube nicht mehr aufrichtig. Deshalb müssen die Gründe ins Feld geführt werden, die von der Anthroposophie ausfließen. Wenn wir dies beachten, dann finden wir, daß in älteren Zeiten die Menschen die spirituelle Hinneigung zu den Toten hatten, sie konnten ihnen eine genügende Kraft geben. Heute ist die spirituelle Erkenntnis notwendig und da sehen wir, daß der spirituelle Gedanke an das Fortleben der Seele angefeuert werden muß durch die Erkenntnis. Wir können sagen: Weil unsere Zeit eine gewisse Form angenommen hat, war es notwendig, Anthroposophie in diese Zeit einfließen zu lassen und diese Strömung wird es wieder möglich machen, daß die Lebenden sich verbunden fühlen können mit den Toten. Es braucht nicht trostlos der Mensch zu sein, weil er hier zurückbleibt, denn er kann ein Helfer werden den Verstorbenen.
[ 20 ] Helfer können aber auch uns die Hingestorbenen werden. Manche wissen sehr wohl, was sie den Toten verdanken. In bezug auf geistige Erkenntnis kann manches den Toten verdankt werden, und diese Erfahrung war zum Beispiel mir immer eine außerordentlich wichtige, daß Tote, früh Hingestorbene gerade Helfer waren. Dabei handelt es sich nicht immer darum, daß derjenige, der durch die Pforte des Todes gegangen ist, hier auf der Erde nun intellektuell hervorragend gewesen sein müßte, wenn er den Lebenden helfen wollte. Oft sterben junge Kinder, und doch sind sie oft fortgeschrittene Seelen in der geistigen Welt und können uns vieles sagen. Wer die Sache nur intellektuell betrachtet, der wird nicht eindringen können in solche Geheimnisse.
[ 20 ] Helfer können aber auch uns die Hingestorbenen werden. Manche wissen sehr wohl, was sie den Toten verdanken. In bezug auf geistige Erkenntnis kann manches den Toten verdankt werden, und diese Erfahrung war zum Beispiel mir immer eine außerordentlich wichtige, daß Tote, früh Hingestorbene gerade Helfer waren. Dabei handelt es sich nicht immer darum, daß derjenige, der durch die Pforte des Todes gegangen ist, hier auf der Erde nun intellektuell hervorragend gewesen sein müßte, wenn er den Lebenden helfen wollte. Oft sterben junge Kinder, und doch sind sie oft fortgeschrittene Seelen in der geistigen Welt und können uns vieles sagen. Wer die Sache nur intellektuell betrachtet, der wird nicht eindringen können in solche Geheimnisse.
[ 21 ] Ich sagte vorhin, die Toten können uns dies und jenes zeigen. Wie kommt das zustande? Ich will hier ein Beispiel anführen. Früher habe ich schon öfter gesagt, wie es sich verhält mit Raffaels Bild «Die Schule von Athen». Gewöhnlich werden die beiden mittleren Gestalten aufgefaßt als Plato und Aristoteles. Das ist eine falsche Darstellung, und wer sich nach der Art des Baedecker mit dem Bilde beschäftigt, welcher sagt, die einzelnen Figuren stellen diese oder jene Persönlichkeiten dar, der wird nicht viel aus dem bedeutenden Bilde herauslesen können. Die eine Gestalt nämlich ist Paulus, der in Athen auftritt unter den Philosophen. Mancherlei konnte mir klarwerden, wenn ich anhand der Akasha-Chronik zurückverfolgte, was Raffael zu dem Bilde geführt hatte. Ich hatte durch andere Forschungen die Überzeugung gewonnen, wie die Evangelien zustande gekommen sind — das hängt nicht zusammen mit der «Schule von Athen». Die Schreiber der Evangelien hatten da mitunter die Daten festgestellt nach den Sternen, hatten also Astrologie getrieben. Das ist eine Tatsache für sich und hat zunächst gar keinen Zusammenhang mit dem Bilde von Raffael. Nun hatte ich das Glück oder die Gnade: eine verhältnismäßig früh verstorbene Seele machte mich aufmerksam auf den Zusammenhang zwischen der rechten und linken Seite des Bildes und mir wurde gesagt, daß die Worte aus dem Lukas-Evangelium, welche auf dem Bilde gestanden hatten, später übermalt worden waren und Worte aus der pythagoreischen Schule darauf geschrieben wurden. Nun begreift man auch die Geste, daß drüben auf Sternenkunde hingewiesen wird mit dem Zirkel, und ich konnte feststellen, daß von Raffael rechts Sternenforschung gezeigt werden sollte. Und was da erkannt wurde, wurde auf der anderen Seite aufgeschrieben. Also wurden aus der Sternenkunde heraus Evangelien geschrieben. Nun, sehen Sie, es war mir wichtig, Sie auf das aufmerksam zu machen, wie der Zusammenhang zwischen Lebenden und Toten ist. Derjenige, der so etwas unternimmt, wenn er durch die Pforte des Todes gegangen ist, kann den spirituellen Ereignissen so gegenüberstehen, wie ein Kind der Natur gegenübersteht. Es schaut die Natur an, aber es versteht sie nicht. Aber trotzdem kann es aus einer Intuition heraus wunderbare Dinge mitteilen.
[ 21 ] Ich sagte vorhin, die Toten können uns dies und jenes zeigen. Wie kommt das zustande? Ich will hier ein Beispiel anführen. Früher habe ich schon öfter gesagt, wie es sich verhält mit Raffaels Bild «Die Schule von Athen». Gewöhnlich werden die beiden mittleren Gestalten aufgefaßt als Plato und Aristoteles. Das ist eine falsche Darstellung, und wer sich nach der Art des Baedecker mit dem Bilde beschäftigt, welcher sagt, die einzelnen Figuren stellen diese oder jene Persönlichkeiten dar, der wird nicht viel aus dem bedeutenden Bilde herauslesen können. Die eine Gestalt nämlich ist Paulus, der in Athen auftritt unter den Philosophen. Mancherlei konnte mir klarwerden, wenn ich anhand der Akasha-Chronik zurückverfolgte, was Raffael zu dem Bilde geführt hatte. Ich hatte durch andere Forschungen die Überzeugung gewonnen, wie die Evangelien zustande gekommen sind — das hängt nicht zusammen mit der «Schule von Athen». Die Schreiber der Evangelien hatten da mitunter die Daten festgestellt nach den Sternen, hatten also Astrologie getrieben. Das ist eine Tatsache für sich und hat zunächst gar keinen Zusammenhang mit dem Bilde von Raffael. Nun hatte ich das Glück oder die Gnade: eine verhältnismäßig früh verstorbene Seele machte mich aufmerksam auf den Zusammenhang zwischen der rechten und linken Seite des Bildes und mir wurde gesagt, daß die Worte aus dem Lukas-Evangelium, welche auf dem Bilde gestanden hatten, später übermalt worden waren und Worte aus der pythagoreischen Schule darauf geschrieben wurden. Nun begreift man auch die Geste, daß drüben auf Sternenkunde hingewiesen wird mit dem Zirkel, und ich konnte feststellen, daß von Raffael rechts Sternenforschung gezeigt werden sollte. Und was da erkannt wurde, wurde auf der anderen Seite aufgeschrieben. Also wurden aus der Sternenkunde heraus Evangelien geschrieben. Nun, sehen Sie, es war mir wichtig, Sie auf das aufmerksam zu machen, wie der Zusammenhang zwischen Lebenden und Toten ist. Derjenige, der so etwas unternimmt, wenn er durch die Pforte des Todes gegangen ist, kann den spirituellen Ereignissen so gegenüberstehen, wie ein Kind der Natur gegenübersteht. Es schaut die Natur an, aber es versteht sie nicht. Aber trotzdem kann es aus einer Intuition heraus wunderbare Dinge mitteilen.
[ 22 ] Was man mit intellektuellen Gedanken entwickelt, das kommt nicht zu den Toten. Der Lebende muß dem Toten zur Verfügung stehen. Der Tote muß sich wenden können zu den Gedanken der Lebenden, und was er erlebt, muß geschaut werden können aus dem Spiegeln der Gedanken der Lebenden in ihm.
[ 22 ] Was man mit intellektuellen Gedanken entwickelt, das kommt nicht zu den Toten. Der Lebende muß dem Toten zur Verfügung stehen. Der Tote muß sich wenden können zu den Gedanken der Lebenden, und was er erlebt, muß geschaut werden können aus dem Spiegeln der Gedanken der Lebenden in ihm.
[ 23 ] Anthroposophie würde nie in der geistigen Welt existieren, wenn die Menschen sie nicht auf der Erde erworben hätten. Darum ist es wahr, daß Eingeweihte, die auf der Erde arbeiten, auf diesem Umwege die Gedanken in ihrer Seele haben, und daß die Toten diese Gedanken hinnehmen können. Es kann nicht gesagt werden, wozu wollen wir den Toten vorlesen, da ja doch die Toten in der Welt leben, von der wir uns Gedanken machen. Kinder leben auch in der Welt, von der wir reden. Kinder haben auf der Erde nicht das, was die Wissenschaft bringt, aber Anthroposophie können sie in der geistigen Welt aufnehmen. Doch kann diese Anthroposophie nur von der Erde zu den Toten gelangen.
[ 23 ] Anthroposophie würde nie in der geistigen Welt existieren, wenn die Menschen sie nicht auf der Erde erworben hätten. Darum ist es wahr, daß Eingeweihte, die auf der Erde arbeiten, auf diesem Umwege die Gedanken in ihrer Seele haben, und daß die Toten diese Gedanken hinnehmen können. Es kann nicht gesagt werden, wozu wollen wir den Toten vorlesen, da ja doch die Toten in der Welt leben, von der wir uns Gedanken machen. Kinder leben auch in der Welt, von der wir reden. Kinder haben auf der Erde nicht das, was die Wissenschaft bringt, aber Anthroposophie können sie in der geistigen Welt aufnehmen. Doch kann diese Anthroposophie nur von der Erde zu den Toten gelangen.
[ 24 ] Ich hoffe, daß wir uns darin verstehen. Es zeigt sich in der Tat, daß der, der einem als Toter gegenübertritt, etwas in sich erlebt wie eine Sehnsucht. Er weiß aber nicht, worauf diese Sehnsucht hinaus will. Man kommt mit ihm zusammen, und wird man dadurch dazu geführt, daß man mit ihm in Beziehung tritt, so kann man in allen Verhältnissen mit den Toten wirken. Steht man in der spirituellen Weisheit, so ist sie durchleuchtet, und die Toten nehmen das Licht wahr. Nimmt aber die Seele keine spirituelle Weisheit in sich auf, so bleibt sie finster und die Toten können die Seele nicht wahrnehmen. Daß die Toten mit uns leben können, das hängt davon ab, was wir ihnen entgegenbringen können.
[ 24 ] Ich hoffe, daß wir uns darin verstehen. Es zeigt sich in der Tat, daß der, der einem als Toter gegenübertritt, etwas in sich erlebt wie eine Sehnsucht. Er weiß aber nicht, worauf diese Sehnsucht hinaus will. Man kommt mit ihm zusammen, und wird man dadurch dazu geführt, daß man mit ihm in Beziehung tritt, so kann man in allen Verhältnissen mit den Toten wirken. Steht man in der spirituellen Weisheit, so ist sie durchleuchtet, und die Toten nehmen das Licht wahr. Nimmt aber die Seele keine spirituelle Weisheit in sich auf, so bleibt sie finster und die Toten können die Seele nicht wahrnehmen. Daß die Toten mit uns leben können, das hängt davon ab, was wir ihnen entgegenbringen können.
[ 25 ] Das ist die andere Seite von dem, was wir heute morgen besprochen haben. Wir bringen das zustande, was den Toten innere Befriedigung gewährt, und das wird tatsächlich die schönste Frucht anthroposophischen Lebens und Wirkens, daß man nicht nur einen Glauben hat an das Leben der Toten, sondern daß immer mehr werden wird ein Wirken, ein seelisches Wirken, das die Toten anzieht. Und das wird für die Kulturentwickelung immer notwendiger werden. Der Mensch wird um so weniger verbunden bleiben mit dem, was ihm bleibt von dem Leben zwischen Tod und einer neuen Geburt, je weniger er sich mit spiritueller Weisheit erfüllt. In der physischen Welt werden die Seelen immer mehr verarmen und erkalten müssen, wenn sie sich nicht dem spirituellen Leben zuwenden. Verinnerlicht werden sie nur durch den Verkehr mit der spirituellen Welt.
[ 25 ] Das ist die andere Seite von dem, was wir heute morgen besprochen haben. Wir bringen das zustande, was den Toten innere Befriedigung gewährt, und das wird tatsächlich die schönste Frucht anthroposophischen Lebens und Wirkens, daß man nicht nur einen Glauben hat an das Leben der Toten, sondern daß immer mehr werden wird ein Wirken, ein seelisches Wirken, das die Toten anzieht. Und das wird für die Kulturentwickelung immer notwendiger werden. Der Mensch wird um so weniger verbunden bleiben mit dem, was ihm bleibt von dem Leben zwischen Tod und einer neuen Geburt, je weniger er sich mit spiritueller Weisheit erfüllt. In der physischen Welt werden die Seelen immer mehr verarmen und erkalten müssen, wenn sie sich nicht dem spirituellen Leben zuwenden. Verinnerlicht werden sie nur durch den Verkehr mit der spirituellen Welt.
[ 26 ] Ein Gedanke wird stärkend in unserer Seele leben dürfen: daß unser Wirken nicht abgeschlossen zu sein braucht, wenn wir durch die Pforte des Todes gegangen sind, nicht abgeschlossen für den Fortschritt der Kultur, daß wir vielmehr herunterwirken können, wenn man unten unser Wirken aufnehmen will. Würde die spirituelle Welt uns zugänglich sein, ohne daß der Mensch etwas dazu tun würde, so würde er lässig werden. Der Mensch muß schon etwas dazu tun. Das ist uns gerade ein Beweis für die Grundwahrheit, die uns aus der Anthroposophie heraus fließt.
[ 26 ] Ein Gedanke wird stärkend in unserer Seele leben dürfen: daß unser Wirken nicht abgeschlossen zu sein braucht, wenn wir durch die Pforte des Todes gegangen sind, nicht abgeschlossen für den Fortschritt der Kultur, daß wir vielmehr herunterwirken können, wenn man unten unser Wirken aufnehmen will. Würde die spirituelle Welt uns zugänglich sein, ohne daß der Mensch etwas dazu tun würde, so würde er lässig werden. Der Mensch muß schon etwas dazu tun. Das ist uns gerade ein Beweis für die Grundwahrheit, die uns aus der Anthroposophie heraus fließt.
