Christus und die menschliche Seele
Über den Sinn des Lebens
Theosophische Moral
Anthroposophie und Christentum
GA 155
14 Juli 1914, Norrköping
Christus und die menschliche Seele II
[ 1 ] Wenn wir den Tag über leben und wissen, zum Beispiel, was wir diesen Tag über der Sonne zu verdanken haben, wie unsere Lebensaufgabe zusammenhängt mit dem Sonnenlicht, so denken wir nicht daran, daß, gewissermaßen unbewußt, durch diesen ganzen Genuß des Sonnenlichtes, durch die Befriedigung, die wir von dem Sonnenlicht haben, eines hindurchgeht: Wir wissen ganz gewiß, daß am nächsten Morgen, wenn wir die Nacht hindurch geruht haben, uns die Sonne wieder aufgehen werde. Das ist ein Zeichen von dem, wie in unserer Seele ein Vertrauen lebt in die fortdauernde Wirklichkeit der Weltenordnung. Wir machen es uns vielleicht nicht immer klar, aber gefragt, würden wir ganz gewiß in dem Sinne antworten, der hier gemeint ist. Wir geben uns unserer Arbeit heute hin, weil wir wissen, daß die Früchte dieser Arbeit für morgen gesichert sind, weil nach durchruhter Nacht die Sonne wieder erscheinen wird und die Früchte der Arbeit ausreifen können.
[ 2 ] Wir wenden den Blick hin auf die Pflanzendecke der Erde. Wir bewundern in diesem Jahr, was die Pflanzendecke der Erde uns darbietet. Wir erhalten uns von den Früchten der Erde. Wir wissen, daß es in der Wirklichkeit der Weltenordnung begründet ist, daß aus dem Keim dieses Jahres die Pflanzen- und Früchtedecke des nächsten Jahres hervorgehen werde. Und wiederum würden wir, gefragt, warum wir denn so sicher dahinleben, in entsprechender Lage die Antwort geben: Uns erscheint die Wirklichkeit der Weltenordnung verbürgt, uns erscheint verbürgt, daß dasjenige, was als Keim heranreifte in den alten Saaten, auch im Reiche der Wirklichkeit wieder erscheint. — Aber es gibt etwas, dem gegenüber wir eine Stütze brauchen, wenn wir an die Verbürgung durch die Wirklichkeit denken. Und das ist etwas, was für unser inneres Seelenleben von ganz besonderer Bedeutung ist. Und es braucht nur ein einziges Wort ausgesprochen zu werden, dann fühlen wir also gleich, wie es etwas im Leben gibt, wofür wir eine solche Bürgschaft brauchen, weil es unmittelbar eine solche Bürgschaft für den real Denkenden, für den real Fühlenden doch nicht in sich trägt. Das ist das Wort: unsere Ideale. Was alles schließt dieses Wort ein: unsere Ideale! Unsere Ideale, sie gehören zu dem, was unserer Seele, wenn wir in einem höheren Sinne denken und fühlen, wichtiger ist als die äußere Wirklichkeit. Unsere Ideale sind dasjenige, was unsere Seele innerlich befeuert, was unserer Seele in vieler Beziehung das Leben wertvoll und teuer macht.
[ 3 ] Und wenn wir in das äußere Leben blicken, wenn wir hinblicken auf das, was uns die Realität des Lebens verbürgt, dann werden wir oftmals von dem Gedanken gequält: Enthält denn diese Wirklichkeit etwas, was uns gerade dieses Wertvollste im Leben, die Verwirklichung unserer Ideale, verbürgt?
[ 4 ] Unzählige Konflikte der Menschenseele gehen daraus hervor, daß die Menschen mehr oder weniger stark oder schwach zweifeln an der Verwirklichung dessen, an dessen Verwirklichung sie doch hängen möchten mit allen Fasern ihrer Seele: an der Verwirklichung ihrer Ideale. Wir brauchen ja nur die Welt des physischen Planes zu betrachten, und wir werden, wenn wir unbefangen diesen physischen Plan betrachten, unzählige Menschenseelen finden, welche die stärksten, die herbsten Seelenkämpfe durchmachen an dem Nichterreichten, das sie doch im idealen Sinne für wertvoll halten. Denn nicht in demselben Sinne können wir gleichsam heraussaugen aus der Evolution der Wirklichkeit, daß sich unsere Ideale im Leben so als Keime für eine zukünftige Realität erweisen werden, wie sich zum Beispiel die Pflanzenkeime dieses Jahres als Anlage für die Pflanzendecke des nächsten Jahres erweisen. Richten wir den Blick hin auf diese Pflanzenkeime, so wissen wir: In sich tragen sie dasjenige, was im nächsten Jahre in ausgebreitetstem Maße Wirklichkeit sein wird. Richten wir nun den Blick hin auf unsere Ideale, dann können wir zwar den Glauben in unserer Seele hegen, daß diese Ideale irgendeine Bedeutung, daß sie irgendeinen Wert für das Leben haben werden; aber in gleichem Sinne eine Sicherheit haben, das können wir in bezug auf diese Ideale nicht. Wir möchten als Menschen, daß sie die Keime seien für spätere Zukunft, aber wir blicken vergeblich aus nach dem, was ihnen die sichere Realität geben kann. So finden wir unsere Seele, schon wenn wir auf den physischen Plan blicken, mit ihrem Idealismus oftmals in einer verzweifelten Lage.
[ 5 ] Und gehen wir aus der Welt des physischen Planes in die Welt des Okkulten, in die Welt der verborgenen Geistigkeit: Derjenige, der ein Geistesforscher geworden ist, lernt erkennen die Seelen in der Zeit, die sie durchzumachen haben zwischen Tod und neuer Geburt. Und es ist bedeutungsvoll, den geistigen Blick hinzuwerfen auf diejenigen Seelen, welche gesättigt waren in dem Erdenleben mit hohen Idealen, mit Idealen, die sie aus dem Feuer und aus dem Licht ihres Herzens heraus geboren hatten.
[ 6 ] Wenn der Mensch durch die Pforte des Todes hindurchgegangen ist und das uns wohlbekannte Lebenstableau, das eine Erinnerung an das verflossene Erdenleben darstellt, vor sich hat, dann ist eingewoben diesem Lebenstableau auch die Welt der Ideale. Und diese Welt der Ideale, sie kann dem Menschen in einer solchen Weise nach dem Tode vor die Seele treten, daß er ihr gegenüber etwas fühlt, das man in die Worte kleiden möchte: Ja, diese Ideale, die mein Herz im Innersten befeuert und durchleuchtet haben, die ich als das Teuerste, als das innerste Gut meines Herzens betrachtet habe, diese Ideale, sie haben jetzt ein gar fremdartiges Ansehen. Sie sehen so aus, als ob sie nicht recht hingehörten zu alledem, dessen ich mich erinnere als wirklicher Erdenerlebnisse des physischen Planes. Und dennoch fühlt sich der Tote wiederum wie magnetisch hingezogen zu diesen seinen Idealen, er fühlt sich gleichsam gebannt an diese Ideale. Sie können etwas merkwürdig Anziehendes für den Toten haben, diese Ideale. Aber sie können etwas haben, was ihn wie mit einem gelinden Schrekken erfüllt, von dem er fühlt, daß es ihm gefährlich werden kann, daß es ihn entfremden kann der Erdenevolution und dem, was auch für die Erdenevolution zusammenhängt in dem Leben zwischen Tod und neuer Geburt.
[ 7 ] Um mich ganz deutlich auszusprechen, möchte ich an konkrete Erlebnisse anknüpfen, möchte anknüpfen an Erlebnisse, die einige von den Freunden, die hier sitzen, ja schon kennen, aber die gerade von einer gewissen Seite her am heutigen Abend noch besonders beleuchtet werden sollen, damit sie zusammengestellt werden können mit dem, was ich eben über die Natur der menschlichen Ideale ausgesprochen habe.
[ 8 ] Uns hatte sich in den letzten Jahren eine dichterische Natur angeschlossen. Aus einem Leben heraus, das gewidmet war dem reinsten Idealismus, das in der vortheosophischen Zeit schon eine mystische Vertiefung durchgemacht hatte, kam der betreffende Mann herein in unsere anthroposophische Bewegung. Mit Herz und Seele widmete er sich, trotzdem seine Seele weilte in einem morschen, zerfallenden Leibe, unserer geistigen Bewegung. Im Frühling dieses Jahres haben wir ihn für das Erdenleben verloren: er ist durch die Pforte des Todes hindurchgegangen. Er hat der Menschheit hinterlassen eine Serie wunderbarer Gedichte, die in einem Band veröffentlicht worden sind, der vor kurzem, nach seinem Tode, erschienen ist. In gewisser Beziehung war er durch die Schwierigkeiten seines äußeren Leibesleben viele Zeiten räumlich getrennt von unserer Bewegung, in einem einsamen schweizerischen Gebirgsorte oder sonst irgendwo, wo er für seine Gesundung sorgen mußte, Aber er hing auch entfernt von uns an unserer Bewegung, und seine Dichtungen, die ja auch in gewissen anthroposophischen Kreisen immer wiederum und wiederum vorgetragen wurden, gerade in der letzten Zeit, sind gleichsam die dichterische Widerspiegelung dessen, was wir uns anthroposophisch erarbeitet haben durch mehr als ein Jahrzehnt hindurch. Nun ist er durch die Pforte des Todes gegangen, und ein Merkwürdiges stellt sich heraus der okkulten Betrachtung der Seele dieses Mannes. Man kann sagen, die Bedeutung des Lebens der Seele in diesem morschen Körper lernt man erst nach dem Tode kennen. Dasjenige, was diese Seele aufnahm, während sie geistig treu mitarbeitete an dem Fortgang der anthroposophischen Bewegung, das entwickelte größere Kraft, möchte man sagen, unter der Oberfläche des allmählich hinsterbenden Leibes. Der morsche Leib verdeckte das, solange die Seele selbst in diesem Leibe war. Und jetzt, wenn man mit dieser Seele zusammenkommt nach dem Tode, jetzt leuchten auf, so wie sie eben nur im geistigen Leben aufleuchten können, die Inhalte des Lebens, die diese Seele aufgenommen hat; und wie ein gewaltiges kosmisches 'Tableau ist, ich möchte sagen, die Wolke vorhanden, in der unser Freund nun, nachdem er die Pforte des Todes durchschritten hat, lebt. Für den okkulten Betrachter ist das ein eigenartiger Anblick. Man kann ja nun vielleicht sagen: Der okkulte Betrachter kann ja auch die Blicke umherschweifen lassen in dem ganzen weiten Umkreis der geistig-kosmischen Welt. Aber es ist noch etwas anderes, den Blick umherschweifen zu lassen in dem ganzen Umkreis der kosmischen psychischen Welt und dann noch abgesondert zu sehen aus einer besonderen Menschenseele heraus etwas, was sich wie ein gewaltiges Tableau ausnimmt, wie ein Gemälde desjenigen, was sonst sich selbst in der geistigen Welt zeigt. Wie wenn man die Welt des physischen Planes um sich herum hat und dann sie widergespiegelt sieht in den großartigen Gemälden eines Raffael, eines Michelangelo, so ist es in der geistigen Welt in dem Falle, von dem hier gesprochen wird. Wie man niemals sagt, wenn man einem Gemälde von Raffael oder Michelangelo gegenübersteht: Ach, dieses Gemälde gibt mir nichts mehr, denn ich habe ja die große Wirklichkeit vor mir, so sagt man nicht, wenn man das Tableau betrachtet, das in einer Seele widerspiegelt, was man sonst im Anschauen der geistigen Wirklichkeit sieht, daß das gewaltige Aufleuchten dieses Seelentableaus uns nicht eine unendliche Bereicherung sei. Und gesagt werden darf, daß man unendlich mehr noch lernt, als man aus dem unmittelbaren Anblick der weiten geistigen Wirklichkeit lernen kann, wenn man vor sich hat den Freund, der gestorben ist, der in seiner eigenen Seele nach dem Tode eine Widerspiegelung enthält alles dessen, was geschildert werden durfte seit vielen Jahren aus den geistigen Welten heraus.
[ 9 ] Dieses ist ein okkulter Tatbestand. Diesen okkulten Tatbestand habe ich ja unseren anthroposophischen Freunden schon wiederholt an anderen Orten auseinandergesetzt. Ich habe das jetzt herausgehoben, was für unsere heutige Betrachtung wichtig sein kann. So, wie sich dieser okkulte Tatbestand dargestellt hat an Christian Morgenstern, zeigt er mir noch etwas anderes. Man kann oftmals, wenn man sieht, welchen Widerstand heute die Verkündigung der okkulten Lehre, wie wir sie meinen, noch findet, vielleicht die Frage stellen, ich will nicht sagen zweifeln, aber die Frage stellen: Welchen Fortgang in den menschlichen Herzen, in den menschlichen Seelen wird diese okkulte Lehre finden? Gibt es eine Garantie, eine Bürgschaft dafür, daß das, was wir uns heute erarbeiten innerhalb unserer Anthroposophischen Gesellschaft, fortwirken werde im Verlauf der geistigen Menschheitsentwickelung? Der Anblick dessen, was die Seele unseres Freundes geworden ist, der gibt aus der okkulten Welt heraus eine solche Bürgschaft. Warum? Unser Freund, der uns die Dichtungen hinterlassen hat «Wir fanden einen Pfad», er lebt in dem gewaltigen kosmischen Tableau, das wie eine Art Seelenleib ist für ihn nach dem Tode. Er hat aber, während er mit uns verbunden war innerhalb unserer anthroposophischen Strömung, aufgenommen dasjenige, was wir zu sagen haben über den Christus. Indem er aufnahm die anthroposophische Lehre, indem er diese anthroposophische Lehre mit seiner Seele so verband, daß sie wirklich das geistige Herzblut seiner Seele wurde, hat er diese Lehre auch so in seiner Seele aufgenommen, daß diese anthroposophische Lehre für ihn den Christus als Substanz in sich enthielt. Er hat sie mit der Christus-Wesenheit zugleich aufgenommen. Der Christus, wie er in unserer Bewegung lebt, ist in seine Seele zugleich übergegangen.
[ 10 ] Und nun stellt sich bei der Betrachtung des okkulten Tatbestandes das Folgende dar. Der Mensch, der durch die Pforte des Todes geht, ja, er kann in einem solchen kosmischen Tableau leben, er wird mit ihm schreiten durch das Leben, das zwischen dem Tod und einer neuen Geburt liegt; das wird wirken in seiner ganzen Wesenheit, das wird sich einverleiben seiner ganzen Wesenheit, besser würde ich sagen «einverseelen» seiner ganzen Wesenheit, und es wird sein neues Erdenleben durchdringen, wenn er zu einem solchen Erdenleben wieder heruntersteigt. Es trägt insofern dazu bei, daß eine solche Seele selbst einen Keim von Vollkommenheit aufnimmt für das eigene Leben, daß diese Seele selbst weiterschreitet in der Evolution des Erdendaseins. Das alles geschieht dadurch, daß eine solche Seele so etwas aufgenommen hat, wie es gesagt worden ist. Aber nun hat diese Seele, wie es eben angeführt worden ist, das alles aufgenommen durchtränkt und durchgeistigt von der Christus-Wesenheit, von den Vorstellungen, die wir uns über die Christus-Wesenheit aneignen können. Dadurch aber ist das, was eine solche Seele aufgenommen hat, nicht bloß ein Gut, das zur Weiterentwickelung dieser Seele allein dient, sondern ein Gut, das durch den Christus, der der ganzen Menschheit gemeinschaftlich ist, auf die ganze Menschheit wiederum wirkt. Und jenes Seelentableau, das sich dem hellsichtigen Auge entwickelt in der Seele, die diesen Frühling durch die Pforte des Todes gegangen ist, jenes Seelentableau, so wie es sich darstellt, durchchristet, es ist mir Bürgschaft dafür, daß das, was heute gesprochen werden darf aus den geistigen Welten, herunterleuchten wird durch die Liebe des Christus in Seelen, die in späterer Zeit kommen werden; diese Seelen, sie werden davon durchfeuert, sie werden davon inspiriert werden. Nicht allein wird unser Freund in seinem eigenen Leben die durchchristete Anthroposophie zur eigenen Vervollkommnung weiter tragen, sondern dadurch, daß er durchchristet sie aufgenommen hat, wird sie aus der geistigen Welt heraus ein Impuls den Seelen werden, die in den kommenden Jahrhunderten aufleben; in sie hineinstrahlen wird dasjenige, was durchchristet ist. Eure Seelen können das, was sie aus der durchchristeten Anthroposophie bekommen als ihr bestes Gut, nicht nur für sich selbst aufnehmen, sondern es durch spätere Evolutionszeiten tragen. Durchchristen sie es, so fließt es, weil der Christus das Wesen ist, das der ganzen Menschheit gehört, als eine Saat hinein in die ganze Menschheit. Wo der Christus dabei ist, vereinzeln sich nicht die Güter des Lebens; sie bleiben fruchtbar für den Einzelnen, aber sie nehmen zugleich den Charakter eines Gutes für die ganze Menschheit an.
[ 11 ] Das ist es, was wir uns klar vor die Seele zu stellen haben. Dann sehen wir, welch bedeutender Unterschied waltet, ob wir Weisheit aufnehmen nicht durchchristet, oder ob wir Weisheit aufnehmen durchleuchtet von dem Christus-Licht. Wir sind ja nicht, wenn wir auf dem Felde unserer engeren Gemeinschaft zusammenkommen, dazu da, abstrakte Betrachtungen anzustellen, meine lieben Freunde, wir sind da, um ungescheut gegenüber demjenigen, was die heutige Welt gegen den Okkultismus, gegen den wahren Okkultismus hat, diesen Okkultismus wirklich zu treiben. Daher darf auch dasjenige berührt werden, was eben nur durch das Forschen im Geistigen wirklich zu unserer Kenntnis kommen kann.
[ 12 ] Ein zweiter Fall soll angeführt werden. Wir waren veranlaßt, in den letzten Jahren in München mancherlei, was wir Mysterien nennen, aufzuführen, und auch unsere schwedischen Freunde haben vielfach teilgenommen an diesen Mysterienaufführungen. Auch das, was ich jetzt sage, habe ich von einer gewissen Seite her schon manchen Freunden mitgeteilt. Ja, bei diesen Mysterienaufführungen mußte manches anders getan werden als bei anderen Aufführungen. Es mußte gewissermaßen die Verantwortung gefühlt werden gegenüber der geistigen Welt. Man konnte nicht wie an eine Theateraufführung an diese Mysterienaufführung gehen. Gewiß, was man macht in einem solchen Fall, das muß gemacht werden aus den eigenen Seelenkräften heraus. Aber machen wir uns nur einmal klar, daß wir angewiesen sind auch im physischen Leben, wenn wir dieses oder jenes durch den Willen unserer Seele durchführen wollen, unsere Muskelkraft, die uns auch von außen zukommt, die aber doch uns gehört, dazu zu gebrauchen. Haben wir sie nicht, diese Muskelkraft, die uns von außen zukommt, so können wir gewisse Dinge ja nicht ausführen. In gewisser Weise gehört die Muskelkraft zu uns und doch wiederum nicht zu uns. So ist es mit unseren geistigen Fähigkeiten, nur daß uns dabei nicht helfen physische Kräfte, Muskelkraft, wenn diese Fähigkeiten im Geistigen sich betätigen sollen, sondern daß uns da die Kräfte der geistigen Welt selbst zu Hilfe kommen müssen, daß uns da gleichsam durchstrahlen und durchsetzen müssen die Kräfte, die aus der geistigen Welt in unsere physische Welt hineindringen. Und wahrhaftig, es mögen andere solche Unternehmungen, wie sie unsere Münchener Spiele waren, mit einem anderen Bewußtsein beginnen, für mich selbst wurde es klar, daß die Sache nur ausgeführt werden durfte im Laufe der Jahre, daß die verschiedenen Initiativen nur ergriffen werden durften, wenn ganz bestimmte, gerade nach dieser Richtung hin gehende geistige Kräfte in unsere Menschenkräfte hineinfließen, wenn gewissermaßen geistige Schutzengelkräfte in unsere menschlichen Kräfte hineinfließen.
[ 13 ] Es war in den allerersten Zeiten, als wir begannen, in einem kleinen Kreise noch, geisteswissenschaftlich zu arbeiten. Es war ein sehr kleiner Kreis, und man konnte ihn immer, wenn wir zusammenkamen im Beginn unseres Jahrhunderts in Berlin, seiner Kopfzahl nach leicht überzählen. Aber eine treue Seele war für kurze Zeit immer unter diesen, eine Seele, die durch ihr Karma ausgestattet war mit einem ganz besonderen Talent für Schönheit und Kunst. Diese Seele hat, wenn auch nur kurze Zeit, aber doch mit uns gearbeitet, gerade in bezug auf alles Intimste, was dazumal zu durcharbeiten war auf dem geisteswissenschaftlichen Felde. Mit Innigkeit und mit einem abgeklärten inneren Feuer arbeitete diese Seele unter uns und nahm insbesondere die Lehren auf, die dazumal aus der Geisteswissenschaft namentlich über gewisse kosmologische Zusammenhänge gegeben werden konnten. Und ich weiß heute noch, wie dazumal eine Tatsache zum Beispiel vor meine Seele trat, die vielleicht unbedeutend erscheinen könnte, die aber doch hier angeführt werden darf: Als unsere anthroposophische Bewegung begann, da begann sie auch damit, daß eine Zeitschrift, die damals aus wohlerwogenen Gründen heraus «Luzifer» genannt wurde, den Anfang machte. Ich schrieb dazumal einen Artikel unter dem Titel «Luzifer», einen Artikel, der enthalten sollte, wenigstens der Anlage nach, die Richtlinien, unter denen wir arbeiten wollten. Ich darf wohl sagen, schon dieser Artikel ist, wenn es auch nicht in Worten ausgesprochen ist, in denjenigen Linien gehalten, in denen dann unsere Theosophische und jetzt AnthroposophischeGesellschaft gehalten werden muß, und ich darf sagen: Auch dieser Artikel ist durchchristet. Man nimmt dasjenige, was christliches Lebensblut ist, auf, wenn man den Artikel aufnimmt. Ich darf heute vielleicht erwähnen, daß dieser Artikel dazumal auch in dem Kreise der wenigen, die aus der alten theosophischen Bewegung heraus sich an uns angeschlossen hatten, die heftigste Opposition erfuhr. Allüberall wurde dieser Artikel für etwas genommen, was eigentlich ganz untheosophisch sei. Die Persönlichkeit, von der ich eben sprach, war mit dem allerwärmsten Herzen und mit der tiefsten Innigkeit gerade bei diesem Artikel, und ich konnte mir sagen: Diese Zustimmung wiegt mehr für den Fortgang der anthroposophischen Bewegung als die ganze übrige Opposition, wenn es auf die Wahrheit ankommt. Kurz, ganz verwoben war diese Seele mit dem, was in unsere Geistesströmung hineinfließen sollte. Sie starb bald; sie ging durch die Pforte des Todes schon 1904. Sie hatte einige Zeit sich durchzuringen in der geistigen Welt nach dem Tode zu dem, was sie eigentlich war. Und noch nicht 1907, aber von unseren Spielen in München, den Mysterienspielen von 1909 ab, dann immer steigend durch die folgenden Zeiten, da war es diese Seele, die immer hinter demjenigen schützend und klärend stand, was ich vornehmen durfte für unsere Münchener Festspiele. Was diese Seele durch ihre Anlage in bezug auf Schönheit für die künstlerische Verwirklichung unserer geistigen Ideale geben konnte, das wirkte herab aus der geistigen Welt wie von dem Schutzengel unserer Mysterienspiele kommend, so daß man Kraft in sich fühlte, diejenige Initiative zu ergreifen, die notwendig war, weil, wie im Physischen unsere Muskelkraft uns unterstützt, so die geistige Kraft, die aus den geistigen Welten herunterströmt, in die eigene geistige Kraft hineinfloß.
[ 14 ] So wirken die Toten mit uns. So sind sie mit uns. Das war wieder ein Fall — und jetzt kommt die Wendung, von der ich insbesondere heute sprechen muß —, das war wieder ein Fall, wo nicht bloß für die betreffende Persönlichkeit zu ihrem eigenen Fortschritt in ihrem individuellen Leben das sichtlich beitrug, was sie aufgenommen hatte auf dem anthroposophischen Felde, sondern es floß uns ja wiederum zurück in etwas, was wir tun durften für die ganze anthroposophische Bewegung. Es waren zwei Möglichkeiten vorhanden: die eine, daß eben diese Persönlichkeit aufgenommen hatte das, was sie aufnehmen konnte, daß sie es in ihrer Seele hatte und daß sie es nun in ihrem weiteren Fortschreiten durch das Leben, auch durch das Leben nach dem Tode, für sich verwenden konnte. Das ist so recht, das soll so geschehen, denn die Menschenseele muß, wenn sie ihr göttliches Ziel erreichen soll, immer vollkommener und vollkommener werden; sie muß alles tun, was zu dieser Vervollkommnung beitragen kann. Weil aber auch diese Seele schon die ganze Gesinnung der Durchchristetheit in sich aufgenommen hatte, konnte das, was sie aufgenommen hatte, nicht nur für sie selbst wirken, sondern es konnte herunterfließen zu uns, es konnte eine Art Gemeingut werden, Gemeingut in seiner Wirksamkeit.
[ 15 ] Das ist es, was der Christus macht, wenn er unsere Erkenntnisfrüchte durchdringt. Er nimmt nicht weg, was diese Erkenntnisfrüchte für unsere Individualität darstellen, aber der Christus ist gestorben für alle Seelen, und wenn wir uns aufschwingen zu der Erkenntnis, welche die Erkenntnis des richtigen Erdenmenschen sein muß: «Nicht ich, sondern der Christus in mir»; wenn wir gleichsam den Christus in uns wissen bei allem, was wir selbst wissen, wenn wir dem Christus zuschreiben die Kräfte, die wir selbst verwenden, dann wirkt das, was wir in uns aufnehmen, nicht nur für uns allein, sondern für die ganze Menschheit. Dann wird es fruchtbar für die ganze Menschheit. Wo wir hinblicken auf dem Erdenrund zu Menschenseelen: für alle ist der Christus gestorben, und dasjenige, was die Menschenseelen in seinem Namen aufnehmen, das nehmen sie zu ihrer eigenen Vervollkommnung, aber auch als teure Wirkensgüter für die ganze Menschheit auf.
[ 16 ] Nunmehr blicken wir zurück zu dem, was in den Einleitungsworten des heutigen Abends gesprochen worden ist.
[ 17 ] Gesagt worden ist: Wenn wir nach dem Tode zurückblicken in unserem Lebenstableau auf dasjenige, was wir durchlebt haben, dann kommt es uns vor, als ob unsere Ideale etwas Fremdes haben könnten. Die Empfindung, die wir da durchmachen, ist diese, daß wir diesen Idealen es anfühlen: sie tragen uns eigentlich nicht hin zu dem allgemeinen Menschenleben, sie haben keine Eigenbürgschaft für Realität in dem allgemeinen Menschenleben; sie führen uns hinweg von dem allgemeinen Menschenleben. Es ist eine starke Gewalt, welche Luzifer hat gerade über unsere Ideale, weil sie so schön aus der menschlichen Seele herausquellen, aber eben nur aus der menschlichen Seele, und nicht in der äußeren Wirklichkeit wurzeln. Deshalb hat Luzifer eine solche Gewalt, und es ist eigentlich der magnetische Zug des Luzifer, den wir in unseren Idealen nach dem Tode spüren. Luzifer kommt an uns heran, und gerade wenn wir Ideale haben, sind sie ihm besonders wertvoll, er kann uns auf dem Umweg durch diese Ideale zu sich hinziehen. Aber wenn wir dasjenige, was wir geistig durchdringen, mit dem Christus durchziehen, wenn wir den Christus in uns erfühlen, und wenn wir wissen: Dasjenige, was wir aufnehmen, nimmt der Christus mit in uns auf — «Nicht ich, sondern der Christus in mir» (Galater 2, 20) -, dann ist es, wenn wir durch die Pforte des Todes treten, nicht so, daß wir auf unsere Ideale so zurückblicken, als ob sie uns der Welt entfremden wollten, sondern dann haben wir unsere Ideale gleichsam dem Christus übergeben; dann erkennen wir, daß der Christus es ist, der unsere Ideale zu seiner eigenen Sache macht. Er nimmt unsere Ideale auf sich. Und der Einzelne kann sich sagen: Nicht ich kann meine Ideale allein so auf mich nehmen, daß sie ebenso sichere Keime für die Menschheit der Erde sind, wie die Pflanzenkeime des heutigen Sommers sichere Keime für die Pflanzendecke des nächstens Sommers sein werden; aber der Christus in mir kann es. Der Christus in mir durchzieht meine Ideale mit der Realität der Substanz. — Und die Ideale, die wir so in uns hegen, daß wir uns sagen: Ja, als Mensch fassen wir sie, die Ideale, auf diesem Erdenrund, aber in uns lebt der Christus, und er übernimmt unsere Ideale — diese Ideale sind reale Keime für zukünftige Wirklichkeit. Durchchristeter Idealismus ist mit dem Keim der Realität durchsetzt. Und derjenige, der den Christus wirklich versteht, der sieht auf diese Ideale so hin, daß er sagt: Jetzt haben Ideale noch nicht etwas in sich, was ihnen ihre Realität, ihren Wirklichkeits-Charakter so verbürgt, wie dem Pflanzenkeim der Wirklichkeits-Charakter für das nächste Jahr verbürgt ist, aber wenn wir unsere Ideale so auffassen, daß wir sie dem Christus in uns übergeben, dann sind sie reale Keime. Und derjenige, der ein wirkliches Christus-Bewußtsein hat, der das Paulinische Wort «Nicht ich, sondern der Christus in mir — ist der Träger meiner Ideale» zu seiner Lebenssubstanz macht, der sieht so darauf hin, daß er sagt: Ja, da sind die reifen Saaten mit ihren Keimen, da sind Flüsse und Meere, da bilden sich Berge und Täler. Aber daneben ist die Welt des Idealismus; diese Welt des Idealismus ist von dem Christus übernommen, und sie ist wie in der gegenwärtigen Welt der Keim zur zukünftigen Welt. Denn der Christus trägt unsere Ideale so hinüber in die zukünftige Welt, wie hinüberträgt der Gott der Natur die Pflanzenkeime dieses Jahres in das nächste Jahr.
[ 18 ] Das gibt dem Idealismus Realität, das benimmt der Seele jene herben, jene düsteren Zweifel, die in ihr aufsteigen können, wenn sie be schlichen wird von dem Gefühl: Was wird aus der Welt der Ideale, die innig mit der äußeren Realität verknüpft sind, die verknüpft sind mit all dem, was ich für wertvoll halten muß? Das, was in der menschlichen Seele als Idealismus, als Weisheitsgut heranreift, das verspürt derjenige, der den Christus-Impuls in sich aufnimmt, mit Realität durchdrungen, mit Realität durchsättigt. Und ich habe Ihnen die zwei Beispiele angeführt, um Ihnen daran zu zeigen aus der okkulten Welt heraus, wie anders wirkt dasjenige, was durchchristet der Seele anvertraut wird, als das, was nur als Weisheit, die nicht durchchristet ist, der Seele anvertraut ist. Wahrhaftig, ganz anders dringt zu uns herunter das, was die Seele sich in diesem Erdenleben durchchristet hat, als das, was sie nicht durchchristet hat.
[ 19 ] Es macht einen erschütternden Eindruck, wenn das hellsichtige Bewußtsein hinaufschaut in die geistige Welt und sieht für ihre Ideale die Seelen kämpfen, in denen in der letzten Inkarnation noch nicht das volle Christus-Bewußtsein aufgegangen ist, sieht die Seelen kämpfen für ihr Teuerstes, weil in ihren Idealen Luzifer eine Gewalt über sie hat, so daß er sie abtrennen kann von den Früchten, die als reale Früchte die ganze Welt genießen soll. Anders ist der Anblick bei denjenigen, die ihr Weisheitsgut, ihr Seelengut haben durchchristet sein lassen, die, wie einen Abglanz in uns hervorrufend, seelenbelebend schon in dieses Leben im Leibe herunterwirken.
[ 20 ] Was so empfunden werden kann wie teuerste innere Seelenwärme, wie Trost in den schwersten Lagen des Lebens, wie Stütze in den schwersten Abgründen des Lebens, das ist eben das Durchdrungensein mit dem Christus-Impuls. Und warum? Weil derjenige, der wirklich durchdrungen ist mit dem Christus-Impuls, fühlt, wie in den Eroberungen seiner Seele, mögen sie noch so unvollkommen sich ausnehmen gegenüber dem Erdenleben, dieser Christus-Impuls als die Gewähr und Bürgschaft für die Verwirklichung darinnen liegt. Deshalb ist der Christus ein solcher Trost in den Zweifeln des Lebens, eine solche Stütze der Seele. Wie vieles bleibt den Seelen auf der Erde unerfüllt in dem Leben, wie vieles erscheint ihnen wertvoll, ohne daß sie es anders ansehen können gegenüber der äußeren physischen Welt als wie oftmals zerstörte Lenzeshoffnungen. Was wir aber so aufrichtig in unserer Seele fühlen, was wir mit unserer Seele vereinigen als ein wertvoll gedachtes Gut, das können wir dem Christus übergeben. Und wie es auch aussehen mag für die Verwirklichung: wenn wir es dem Christus übergeben haben, dann trägt er es auf seinen Flügeln in die Wirklichkeit hinein. Man braucht das nicht immer zu wissen, aber die Seele, die den Christus in sich fühlt, so wie der Leib sein Blut als belebendes Element in sich fühlt, die fühlt das Wärmende, das Realisierende dieses Christus-Impulses gegenüber alledem, was die Seele in der äußeren Welt nicht realisieren kann, aber realisieren möchte, berechtigterweise realisieren möchte.
[ 21 ] Daß das hellsichtige Bewußtsein diese Dinge sieht, wenn es die Seelen betrachtet nach dem Tode, das ist eben nur ein Beweis dafür, wie berechtigt das Gefühl ist der Menschenseele, wenn sie bei allem, was sie tut, bei allem, was sie denkt, sich durchchrister fühlt, den Christus als ihren Trost, als ihre Stütze, als dasjenige in sich aufnimmt, von dem sie sagt in diesem Erdenleben: «Nicht ich, sondern der Christus in mir.» Man sage dies «Nicht ich, sondern der Christus in mir» in diesem Erdenleben!
[ 22 ] Erinnern Sie sich an eine Stelle, die im Anfang meiner «Theosophie» steht, die einen derjenigen Punkte zeigen soll, wo verwirklicht wird auf einer gewissen Stufe des geistigen Lebens, was in dieser Welt des Erdenlebens die Seele durchdringt. Ich habe an einer bestimmten Stelle meiner «Theosophie» darauf aufmerksam gemacht, daß das «Tat twam asi», «Das bist du», das die morgenländischen Weisen meditieren, wie eine Wirklichkeit vor sie hintritt gerade in dem Momente, wo der Übergang aus der sogenannten Seelenwelt in die Geisteswelt geschieht. Sehen Sie nach an der betreffenden Stelle.
[ 23 ] Aber noch etwas anderes kann Wirklichkeit werden, Wirklichkeit werden in einer menschlich ungeheuer bedeutungsvollen Art, von dem, was diese Menschenseele, die sich durchchristet fühlt, sich in diesem Leben sagen kann: das paulinische Wort «Nicht ich, sondern der Christus in mir». Weiß man es so zu denken, daß es innere Wahrheit ist, dieses Wort «Nicht ich, sondern der Christus in mir», dann verwirklicht es sich nach dem Tode in einer gewaltigen, in einer bedeutsamen Weise. Denn was wir unter diesem Lebensgesichtspunkte in der Welt aufnehmen, unter dem Lebensgesichtspunkte des «Nicht ich, sondern der Christus in mir», das wird so unser Eigentum, das wird so unsere innere Natur zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, daß wir durch das, was so unsere innere Natur geworden ist, es als Frucht der ganzen Menschheit zuerteilen dürfen. Was wir so aufnehmen, daß wir es aufnehmen unter dem Gesichtspunkte «Nicht ich», das macht der Christus zum Gemeingut der ganzen Menschheit. Was ich aufnehme unter dem Gesichtspunkte «Nicht ich», von dem darf ich nach dem Tode sagen und fühlen: Nicht mir allein, sondern allen meinen Menschenbrüdern! Und dann allein darf ich das Wort aussprechen: Ja, ich habe ihn geliebt über alles, auch über mich selbst, deshalb habe ich gehorcht dem Gebote: «Liebe deinen Gott über alles.»
[ 24 ] «Nicht ich, sondern der Christus in mir.»
[ 25 ] Und ich habe es erfüllt, das andere Gebot: «Liebe deinen Nächsten als dich selbst.» Denn dasjenige, was ich mir selbst erworben habe, das wird dadurch, daß es der Christus in die Realität trägt, Gemeingut der ganzen Erdenmenschheit.
[ 26 ] Man muß solche Dinge auf sich wirken lassen, dann erfährt man, was der Christus in der Menschenseele zu bedeuten hat, wie der Christus der Menschenseele Träger und Stütze, der Menschenseele Tröster und Durchleuchter sein kann. Und man fühlt sich allmählich hinein in dasjenige, was man nennen kann die Beziehung des Christus zur menschlichen Seele.
[ 27 ] Davon wollen wir dann morgen weitersprechen.
