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The Rudolf Steiner Archive

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The Mystery of Death
The Nature and Significance of Central Europe
and the European National Spirits
GA 159

19 June 1915, Cologne

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Das Geheimnis des Todes
  1. The Revelations of Karma, tr. SOL

15. Die erkenntnisgemässe Überwindung des Todes Vorgeburtliche und nachtodliche Seelenerlebnisse unsere Verbindung mit den Toten

15. Die erkenntnisgemässe Überwindung des Todes Vorgeburtliche und nachtodliche Seelenerlebnisse unsere Verbindung mit den Toten

[ 1 ] Vorgestern haben wir durch unsere Düsseldorfer Zweigbetrachtung ein wenig hingesehen auf dasjenige, was man im Zusammenhang des Lebens nennt den Durchgang des Menschen durch die Todespforte. Das ist es ja, worauf es ankommt, daß die abendländische Geistesentwickelung nach und nach mit einer Erkenntnis durchdringe, die gewissermaßen erkenntnisgemäß den Tod überwindet, überwindet dadurch, daß sie ihn als eine Verwandlung des Lebens selber erkennt.

[ 1 ] Vorgestern haben wir durch unsere Düsseldorfer Zweigbetrachtung ein wenig hingesehen auf dasjenige, was man im Zusammenhang des Lebens nennt den Durchgang des Menschen durch die Todespforte. Das ist es ja, worauf es ankommt, daß die abendländische Geistesentwickelung nach und nach mit einer Erkenntnis durchdringe, die gewissermaßen erkenntnisgemäß den Tod überwindet, überwindet dadurch, daß sie ihn als eine Verwandlung des Lebens selber erkennt.

[ 2 ] Es ist selbstverständlich, daß gerade in unserer von materialistischen Anschauungen durchzogenen Zeit der Tod immer mehr und mehr wie eine Grenze der Welt, die der Mensch durchlebt, erscheinen muß. Wir können uns leicht vorstellen, daß dies in älteren Zeiten wesentlich anders war; selbstverständlich anders war deshalb, weil, wie wir wissen, die Menschen in diesen älteren Zeiten durchaus noch eine Art von Überbleibsel von altem traumhaftem Hellsehen hatten. Dieses traumhafte Hellsehen war verbunden mit einem Darinstehen in der geistigen Welt. Und da in jenen Zeiten, in denen unsere Seelen in solchen Leibern verkörpert waren, dutch die noch ein hellsichtiges Darinstehen in den geistigen Welten möglich war, unsere Seelen mit der geistigen Welt zusammenhingen, so war ihnen damals der Tod kein bedeutungsvolles, kein so abschließendes Phänomen, wie er in unseren Zeiten ist. Aber das würde immer stärker werden, wenn in unsere Zeit nicht nach und nach diejenige Erkenntnis hereinkommen würde, die durch die Geisteswissenschaft erschlossen werden soll. Denn man soll nur ja nicht glauben, daß diese Geisteswissenschaft, die wir uns aneignen, nicht schon als Geisteswissenschaft selbst für das ganze Erleben des Menschen die allergrößte Bedeutung hat.

[ 2 ] Es ist selbstverständlich, daß gerade in unserer von materialistischen Anschauungen durchzogenen Zeit der Tod immer mehr und mehr wie eine Grenze der Welt, die der Mensch durchlebt, erscheinen muß. Wir können uns leicht vorstellen, daß dies in älteren Zeiten wesentlich anders war; selbstverständlich anders war deshalb, weil, wie wir wissen, die Menschen in diesen älteren Zeiten durchaus noch eine Art von Überbleibsel von altem traumhaftem Hellsehen hatten. Dieses traumhafte Hellsehen war verbunden mit einem Darinstehen in der geistigen Welt. Und da in jenen Zeiten, in denen unsere Seelen in solchen Leibern verkörpert waren, dutch die noch ein hellsichtiges Darinstehen in den geistigen Welten möglich war, unsere Seelen mit der geistigen Welt zusammenhingen, so war ihnen damals der Tod kein bedeutungsvolles, kein so abschließendes Phänomen, wie er in unseren Zeiten ist. Aber das würde immer stärker werden, wenn in unsere Zeit nicht nach und nach diejenige Erkenntnis hereinkommen würde, die durch die Geisteswissenschaft erschlossen werden soll. Denn man soll nur ja nicht glauben, daß diese Geisteswissenschaft, die wir uns aneignen, nicht schon als Geisteswissenschaft selbst für das ganze Erleben des Menschen die allergrößte Bedeutung hat.

[ 3 ] Gewiß, viele von uns werden sagen: Wir erstreben auf unserem Wege durch die geisteswissenschaftliche Bewegung zweierlei. Erstens: Dasjenige vernunftgemäß, verständig zu durchdringen, was uns die Geisteswissenschaft gibt. Zweitens: Dadurch, daß wir die geisteswissenschaftlichen Methoden auf unsere Seele anwenden, wie sie uns skizziert sind zum Beispiel in dem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», streben wir selber ein Hereinkommen in die Wahrnehmung der geistigen Welt schon während unserer physischen Verkörperung an. Aber es werden manche sagen: Ganz sicher nur einigen, nur ganz wenigen wird durch ihr Karma zugeteilt, in dieser Inkarnation vollbewußt in die geistige Welt hineinzukommen. Zwar käme in gewissem Sinne jeder und kommt auch jeder hinein, der diese Regeln nur anwendet; aber das zu bemerken, daß man darinnensteht, das Aufmerksamsein darauf ist schwieriger als das Hineinkommen selbst. Und da hindert gar manchen, wenn er auch schon wirklich darinsteht in der geistigen Welt, die Unmöglichkeit, jene feine, intime Aufmerksamkeit anzuwenden auf das, was er nun erlebt, um sich wirklich bewußt zu sein, wie er darinsteht. Man möchte sagen, für jeden, der die Regeln anwendet, die in dem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» gegeben sind, tritt nach verhältnismäßig kurzer Zeit das ein, daß er in der geistigen Welt mit seinem Selbst darinsteht, aber — er bemerkt es nicht. Gerade einer solchen Erwägung gegenüber muß immer wieder und wiederum betont werden, daß das vernünftige Verständnis desjenigen, was in der Geisteswissenschaft gegeben wird, gar nicht davon abhängt, ob man selber in die geistige Welt hineinschaut. Wir haben oft gesagt: Zum Hinstellen der Tatsachen der geistigen Welt gehört natürlich die geisteswissenschaftliche Anschauung. Wenn das Gefundene aber gegeben wird, kann es jeder verstehen, wenn er nur wirklich in unbefangener Weise seinen gesunden, nicht durch Vorurteile der äußeren materialistischen Welt getrübten Verstand anwendet. Wir müssen uns klar sein, daß es nicht schon genügt, wenn wir uns vornehmen oder einreden, wit seien ganz hinaus über die Vorurteile, welche das materialistische Zeitalter gibt. Gewiß, unserem Willen nach, unserer Sehnsucht nach werden wir über diese Vorurteile der materialistischen Zeit hinaus sein, wenn wir uns überhaupt im Ernst in die geisteswissenschaftliche Bewegung hineinbegeben. Denn im Grunde genommen wird sich niemand ehrlich und aufrichtig zu dieser geisteswissenschaftlichen Bewegung bekennen, der nicht im tiefsten Inneren von der Sehnsucht durchdrungen ist, über die materialistischen Vorurteile hinauszukommen. Aber in unseren Denkgewohnheiten haften sie ja so gründlich, diese materialistischen Vorurteile, und haftet besonders gründlich dasjenige, was nun nicht direkt materialistisches Vorurteil ist, was mit dem materialistischen Vorurteil aber zusammenhängt. Es hängt mit dem materialistischen Vorurteil, mit der ganzen materialistischen Weltanschauung zusammen, daß der Mensch in einer gewissen Weise kein umfassendes Denkvermögen entwickeln kann. So sehr unsere Zeit auch auf den Verstand und die Logik aus ist, so wenig ist eigentlich in unserer Zeit ein scharfer Verstand, eine scharfe Logik gerade das Eigentum derjenigen, die vielleicht an der Spitze der wissenschaftlichen oder sonst kulturellen Bestrebungen unserer Zeit gehen wollen.

[ 3 ] Gewiß, viele von uns werden sagen: Wir erstreben auf unserem Wege durch die geisteswissenschaftliche Bewegung zweierlei. Erstens: Dasjenige vernunftgemäß, verständig zu durchdringen, was uns die Geisteswissenschaft gibt. Zweitens: Dadurch, daß wir die geisteswissenschaftlichen Methoden auf unsere Seele anwenden, wie sie uns skizziert sind zum Beispiel in dem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», streben wir selber ein Hereinkommen in die Wahrnehmung der geistigen Welt schon während unserer physischen Verkörperung an. Aber es werden manche sagen: Ganz sicher nur einigen, nur ganz wenigen wird durch ihr Karma zugeteilt, in dieser Inkarnation vollbewußt in die geistige Welt hineinzukommen. Zwar käme in gewissem Sinne jeder und kommt auch jeder hinein, der diese Regeln nur anwendet; aber das zu bemerken, daß man darinnensteht, das Aufmerksamsein darauf ist schwieriger als das Hineinkommen selbst. Und da hindert gar manchen, wenn er auch schon wirklich darinsteht in der geistigen Welt, die Unmöglichkeit, jene feine, intime Aufmerksamkeit anzuwenden auf das, was er nun erlebt, um sich wirklich bewußt zu sein, wie er darinsteht. Man möchte sagen, für jeden, der die Regeln anwendet, die in dem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» gegeben sind, tritt nach verhältnismäßig kurzer Zeit das ein, daß er in der geistigen Welt mit seinem Selbst darinsteht, aber — er bemerkt es nicht. Gerade einer solchen Erwägung gegenüber muß immer wieder und wiederum betont werden, daß das vernünftige Verständnis desjenigen, was in der Geisteswissenschaft gegeben wird, gar nicht davon abhängt, ob man selber in die geistige Welt hineinschaut. Wir haben oft gesagt: Zum Hinstellen der Tatsachen der geistigen Welt gehört natürlich die geisteswissenschaftliche Anschauung. Wenn das Gefundene aber gegeben wird, kann es jeder verstehen, wenn er nur wirklich in unbefangener Weise seinen gesunden, nicht durch Vorurteile der äußeren materialistischen Welt getrübten Verstand anwendet. Wir müssen uns klar sein, daß es nicht schon genügt, wenn wir uns vornehmen oder einreden, wit seien ganz hinaus über die Vorurteile, welche das materialistische Zeitalter gibt. Gewiß, unserem Willen nach, unserer Sehnsucht nach werden wir über diese Vorurteile der materialistischen Zeit hinaus sein, wenn wir uns überhaupt im Ernst in die geisteswissenschaftliche Bewegung hineinbegeben. Denn im Grunde genommen wird sich niemand ehrlich und aufrichtig zu dieser geisteswissenschaftlichen Bewegung bekennen, der nicht im tiefsten Inneren von der Sehnsucht durchdrungen ist, über die materialistischen Vorurteile hinauszukommen. Aber in unseren Denkgewohnheiten haften sie ja so gründlich, diese materialistischen Vorurteile, und haftet besonders gründlich dasjenige, was nun nicht direkt materialistisches Vorurteil ist, was mit dem materialistischen Vorurteil aber zusammenhängt. Es hängt mit dem materialistischen Vorurteil, mit der ganzen materialistischen Weltanschauung zusammen, daß der Mensch in einer gewissen Weise kein umfassendes Denkvermögen entwickeln kann. So sehr unsere Zeit auch auf den Verstand und die Logik aus ist, so wenig ist eigentlich in unserer Zeit ein scharfer Verstand, eine scharfe Logik gerade das Eigentum derjenigen, die vielleicht an der Spitze der wissenschaftlichen oder sonst kulturellen Bestrebungen unserer Zeit gehen wollen.

[ 4 ] Die ganze Klarheit des Denkens strebt man in unserer Zeit gar nicht an, Würde man nämlich die Klarheit des Denkens voll anstreben, dann würde man auch schon die Geisteswissenschaft wirklich voll verstehen können. Wer ganz klar denkt, findet nirgend etwas einzuwenden gegen das, was Geisteswissenschaft vorzubringen hat — natürlich im großen und ganzen; denn in den Einzelheiten kann der Geisteswissenschafter ja irren, wie der Mensch überhaupt irren kann. Es könnten unzählige Beispiele vorgebracht werden, welche uns zeigen, wie wenig gerade unsere Zeit geneigt ist, klares, scharfes Denken anzuwenden.

[ 4 ] Die ganze Klarheit des Denkens strebt man in unserer Zeit gar nicht an, Würde man nämlich die Klarheit des Denkens voll anstreben, dann würde man auch schon die Geisteswissenschaft wirklich voll verstehen können. Wer ganz klar denkt, findet nirgend etwas einzuwenden gegen das, was Geisteswissenschaft vorzubringen hat — natürlich im großen und ganzen; denn in den Einzelheiten kann der Geisteswissenschafter ja irren, wie der Mensch überhaupt irren kann. Es könnten unzählige Beispiele vorgebracht werden, welche uns zeigen, wie wenig gerade unsere Zeit geneigt ist, klares, scharfes Denken anzuwenden.

[ 5 ] Ich möchte Ihnen nur ein Beispiel aus unseren Tagen angeben. Man hat es immer wiederum lesen können als ein sehr gebräuchliches Urteil eines wirklich großen Mannes, eines sehr bedeutenden Menschen. Dieses Urteil ist nachgesprochen worden, und einer der deutschen Publizisten hat sich ganz besonders groß damit getan, daß er dieses Urteil immer wieder vorgebracht hat. Ein großer Mann hat also einmal gesagt, der Krieg sei die Fortsetzung der Politik mit andern Mitteln. Und das kommt manchem Denker, der gerade so recht im Sinne unserer Zeit denkt, so unendlich logisch vor: Der Krieg ist eine Fortsetzung der Politik. Selbstverständlich soll gegen die Größe des Mannes, der den Ausspruch getan hat, nichts eingewendet werden. Er meint damit, die Völker untereinander führen eine gewisse Politik, dadurch ordnen sie ihre Angelegenheiten untereinander; wenn diese Politik nun an einem Punkte angekommen ist, wo sie sozusagen nicht mehr weiter kann, dann — nun ja, was dann? — dann setzt eben der Krieg die Politik fort. In diesem Sinne kann das Urteil aller Menschen berechtigt sein und unmittelbar anerkannt werden. Aber wenn man ein wenig denkt, so kommt man darauf, wie einseitig zumeist ein solches Urteil ist. Denn dieses Urteil ist ja ganz gleichlautend damit, daß man zum Beispiel sagt: Da sind zwei Leute, die befreundet sind oder in einem andern Verhältnis sind, die sich immer gut vertragen haben, sich vielleicht unendlich geliebt haben, und die dann anfangen, sich zu zanken. Dann könnte man auch sagen: Der Zank ist die Fortsetzung der Liebe. Äußerlich betrachtet ist der Zank die Fortsetzung der Liebe. Aber über das Wesen des Zankes wird man nichts Besonderes ausgemacht haben, wenn man das weiß, daß dieser Zank die Fortsetzung der Liebe ist. So hat man selbstverständlich nichts ausgerichtet, man hat nicht das Allergeringste ausgesagt über den Krieg, wenn man ihn so ansieht, daß man sagt: Der Krieg ist die Fortsetzung der Politik. Es ist tatsächlich so, daß unserer heutigen Zeit Urteile ungeheuer bedeutsam erscheinen können, die doch eigentlich recht einseitige Urteile sind. Manches Urteil wird heute sehr geschätzt, das über das Wesen der betreffenden Sache nichts Besonderes ausmacht. Trotzdem braucht ein solches Urteil aber nicht immer fruchtlos zu sein. Es kann sogar eine sehr fruchtbare Bedeutung haben. Aber diejenigen, die sich zu unserer Weltanschauung bekennen, sollen ein wenig den Schleier der Maja auch mit Bezug auf das äußere Leben durchdringen. Selbstverständlich soll nicht im geringsten irgendwie gegen das Urteil, das nun heute in jeder dritten Zeitungsspalte steht, etwas eingewendet werden, denn es ist ein fruchtbares Urteil, aber mit der Richtigkeit des Urteils würde man doch sonderbare innere Erfahrungen machen, wenn man ihn mit einem klaren Denken prüfen wollte. So ist es auch, wenn heute fast in jeder Zeitungsspalte steht: Wir werden siegen, weil wir siegen müssen! — Wie gesagt, gegen die Berechtigung dieses Urteils, gegen die Fruchtbarkeit und den Wert dieses Urteils soll nichts eingewendet werden; aber wenn jemand, der vor einem Strom steht und über den Strom hinüber muß, sagt: Ich werde schwimmen, weil ich schwimmen muß —, so hängt die Richtigkeit des Urteils davon ab, daß er schwimmen kann. Und man kann in diesem Falle durchaus mit einem klaren Denken die Richtigkeit des Urteils eines Nichtschwimmers bezeugen: Ich will hinüberschwimmen, weil ich schwimmen muß. Was hat solch ein Urteil für einen Wert? O es hat einen großen Wert, denn es gibt Kräfte, es gibt Mut und Zuversicht, es durchdringt den Willen; es ist ein den Willen anspornendes Urteil. Es ist nicht ein Urteil, das etwas erkennt, sondern wodurch der Wille gestählt wird. Dadurch ist das Urteil bedeutsam und wichtig. Mißverstehen Sie solche Dinge nicht. Sie sollen angeführt werden, um zu zeigen, daß ein klares, die Dinge durchschauendes Denken doch noch etwas anderes ist als dasjenige, was so oft geltend gemacht wird dafür. In unserer Zeit sind die materialistischen Denkgewohnheiten einmal außerordentlich groß und stark.

[ 5 ] Ich möchte Ihnen nur ein Beispiel aus unseren Tagen angeben. Man hat es immer wiederum lesen können als ein sehr gebräuchliches Urteil eines wirklich großen Mannes, eines sehr bedeutenden Menschen. Dieses Urteil ist nachgesprochen worden, und einer der deutschen Publizisten hat sich ganz besonders groß damit getan, daß er dieses Urteil immer wieder vorgebracht hat. Ein großer Mann hat also einmal gesagt, der Krieg sei die Fortsetzung der Politik mit andern Mitteln. Und das kommt manchem Denker, der gerade so recht im Sinne unserer Zeit denkt, so unendlich logisch vor: Der Krieg ist eine Fortsetzung der Politik. Selbstverständlich soll gegen die Größe des Mannes, der den Ausspruch getan hat, nichts eingewendet werden. Er meint damit, die Völker untereinander führen eine gewisse Politik, dadurch ordnen sie ihre Angelegenheiten untereinander; wenn diese Politik nun an einem Punkte angekommen ist, wo sie sozusagen nicht mehr weiter kann, dann — nun ja, was dann? — dann setzt eben der Krieg die Politik fort. In diesem Sinne kann das Urteil aller Menschen berechtigt sein und unmittelbar anerkannt werden. Aber wenn man ein wenig denkt, so kommt man darauf, wie einseitig zumeist ein solches Urteil ist. Denn dieses Urteil ist ja ganz gleichlautend damit, daß man zum Beispiel sagt: Da sind zwei Leute, die befreundet sind oder in einem andern Verhältnis sind, die sich immer gut vertragen haben, sich vielleicht unendlich geliebt haben, und die dann anfangen, sich zu zanken. Dann könnte man auch sagen: Der Zank ist die Fortsetzung der Liebe. Äußerlich betrachtet ist der Zank die Fortsetzung der Liebe. Aber über das Wesen des Zankes wird man nichts Besonderes ausgemacht haben, wenn man das weiß, daß dieser Zank die Fortsetzung der Liebe ist. So hat man selbstverständlich nichts ausgerichtet, man hat nicht das Allergeringste ausgesagt über den Krieg, wenn man ihn so ansieht, daß man sagt: Der Krieg ist die Fortsetzung der Politik. Es ist tatsächlich so, daß unserer heutigen Zeit Urteile ungeheuer bedeutsam erscheinen können, die doch eigentlich recht einseitige Urteile sind. Manches Urteil wird heute sehr geschätzt, das über das Wesen der betreffenden Sache nichts Besonderes ausmacht. Trotzdem braucht ein solches Urteil aber nicht immer fruchtlos zu sein. Es kann sogar eine sehr fruchtbare Bedeutung haben. Aber diejenigen, die sich zu unserer Weltanschauung bekennen, sollen ein wenig den Schleier der Maja auch mit Bezug auf das äußere Leben durchdringen. Selbstverständlich soll nicht im geringsten irgendwie gegen das Urteil, das nun heute in jeder dritten Zeitungsspalte steht, etwas eingewendet werden, denn es ist ein fruchtbares Urteil, aber mit der Richtigkeit des Urteils würde man doch sonderbare innere Erfahrungen machen, wenn man ihn mit einem klaren Denken prüfen wollte. So ist es auch, wenn heute fast in jeder Zeitungsspalte steht: Wir werden siegen, weil wir siegen müssen! — Wie gesagt, gegen die Berechtigung dieses Urteils, gegen die Fruchtbarkeit und den Wert dieses Urteils soll nichts eingewendet werden; aber wenn jemand, der vor einem Strom steht und über den Strom hinüber muß, sagt: Ich werde schwimmen, weil ich schwimmen muß —, so hängt die Richtigkeit des Urteils davon ab, daß er schwimmen kann. Und man kann in diesem Falle durchaus mit einem klaren Denken die Richtigkeit des Urteils eines Nichtschwimmers bezeugen: Ich will hinüberschwimmen, weil ich schwimmen muß. Was hat solch ein Urteil für einen Wert? O es hat einen großen Wert, denn es gibt Kräfte, es gibt Mut und Zuversicht, es durchdringt den Willen; es ist ein den Willen anspornendes Urteil. Es ist nicht ein Urteil, das etwas erkennt, sondern wodurch der Wille gestählt wird. Dadurch ist das Urteil bedeutsam und wichtig. Mißverstehen Sie solche Dinge nicht. Sie sollen angeführt werden, um zu zeigen, daß ein klares, die Dinge durchschauendes Denken doch noch etwas anderes ist als dasjenige, was so oft geltend gemacht wird dafür. In unserer Zeit sind die materialistischen Denkgewohnheiten einmal außerordentlich groß und stark.

[ 6 ] Am meisten aber wird unser Urteil dann getrübt, wenn wir uns darauf einlassen sollten, dasjenige zu prüfen in unserem Urteil, was der Geisteswissenschafter sagt. Es ist einmal so, daß alles dasjenige, was der Geisteswissenschafter sagt, auch wenn man nie einen Blick in die geistige Welt gemacht hat, eingesehen werden kann, wenn man ein wirklich gesundes, richtiges Denken anwendet. Es gibt keinen Menschen, der, auch ohne hellsichtig zu sein, wenn er nur ein gesundes Urteil hat, Gegner der Geisteswissenschaft sein müßte. Gegner der Geisteswissenschaft zu sein, dafür gibt es tatsächlich ganz andere Gründe in der Natur des Menschen, der Seele des Menschen. Einer dieser Gründe ist vor allen Dingen der folgende.

[ 6 ] Am meisten aber wird unser Urteil dann getrübt, wenn wir uns darauf einlassen sollten, dasjenige zu prüfen in unserem Urteil, was der Geisteswissenschafter sagt. Es ist einmal so, daß alles dasjenige, was der Geisteswissenschafter sagt, auch wenn man nie einen Blick in die geistige Welt gemacht hat, eingesehen werden kann, wenn man ein wirklich gesundes, richtiges Denken anwendet. Es gibt keinen Menschen, der, auch ohne hellsichtig zu sein, wenn er nur ein gesundes Urteil hat, Gegner der Geisteswissenschaft sein müßte. Gegner der Geisteswissenschaft zu sein, dafür gibt es tatsächlich ganz andere Gründe in der Natur des Menschen, der Seele des Menschen. Einer dieser Gründe ist vor allen Dingen der folgende.

[ 7 ] Wenn der Mensch in der physischen Welt mit seinem Wahrnehmen darinsteht, dann kommt ihm zu diesem Wahrnehmen in der physischen Welt immer zu Hilfe die Unterstützung seines physischen Leibes, seines Ätherleibes, auch seines astralischen Leibes. Diese — der physische Leib, der Ätherleib, der Astralleib — sind lange im Weltengang darinnen gewesen, durch die Saturn-, Sonnen- und Mondenzeit, und sind aus den Kräften der göttlichen Hierarchien dem Menschen auferbaut worden. Sie sind heute das, was sie in der Vergangenheit geworden sind. Der Mensch wird hineinversetzt, wenn er sein physisches Dasein in der Welt betritt, in dasjenige, was ihm durch lange Zeiten hindurch vorbereitet worden ist. Das alles unterstützt ihn, wenn er in der physischen Wahrnehmung darinsteht. Jedesmal, wenn wir eine Wahrnehmung machen, eine Vorstellung uns bilden, wird nämlich ein Abdruck in unseren physischen Leib gemacht. Wir wissen nichts davon, aber dieser Abdruck im physischen Leibe geschieht. Und daß er geschieht, das ist der Grund, warum wir während des physischen Lebens ein Gedächtnis haben. Man muß sich diese Sache nur richtig vorstellen. Stellen wir die Frage: Warum haben wir ein Gedächtnis im physischen Leben? — da müssen wir sagen: Jedesmal, wenn wir eine Vorstellung bilden, wird ein Eindruck auf den physischen Leib gemacht. Dieser Eindruck ist sogar mehr oder weniger menschenähnlich. Jede Vorstellung, die wir uns bilden, macht nicht nur, wie der materialistisch-phantastisch Denkende meint, da oder dort im Gehirn einen Eindruck, sondern auf den ganzen Menschen macht jede Vorstellung einen Eindruck. Und mit Bezug auf eine Art Nachformung des Kopfes und noch sogar des oberen Teiles der Brust des Menschen, liefert wirklich jede Vorstellung, die wir uns bilden, einen Abdruck. Es ist wirklich war: Wenn ich jetzt zu Ihnen spreche, in der Minute vielleicht hundert Silben, so haben Sie während dieser Minuten rasch hintereinander fünfzig Menschen in sich gebildet, jedoch fünfzig Menschenbilder rasch weggeschafft, das eine wechselt rasch mit dem andern ab. Nun, Sie können sich denken, wie viele solche Menschenbilder Sie in sich gebildet haben, wenn die Stunde der Betrachtung vorüber ist. Diese Menschenbilder sind mehr oder weniger gleich in ihrer äußeren Gestalt, aber doch wiederum ungleich; keines ist dem andern vollständig gleich. Jedes ist von dem andern verschieden, wenn auch eben nur etwas verschieden. Es ist eine kindliche Vorstellung, wenn etwa jemand glauben wollte, daß, wenn er jetzt einen Eindruck der Außenwelt hat und sich morgen daran erinnert, dieser Eindruck in irgendeiner Form in ihm gesessen habe. Er hat gar nicht gesessen, sondern ein Bild, das menschenähnlich ist, ist in dem Menschen geblieben. Wirklich, von jedem Eindruck der Außenwelt bleibt ein Bild, das menschenähnlich ist. Und wenn Sie sich morgen wieder an den Eindruck erinnern, dann versetzen Sie Ihre Seele in dieses Menschenbild, das in Ihnen ist. Und der Grund, warum Sie morgen nicht dieses Menschenbild sehen, sondern sich an den Eindruck erinnern, ist der, daß Sie in Ihrem Astralleib lesen. Es ist eine richtige Lesetätigkeit, eine unterbewußte Lesetätigkeit; geradeso wie wenn Sie irgend etwas aufschreiben und später lesen wollen, Sie nicht die Buchstaben beschreiben, sondern das, was die Buchstaben bedeuten, so ist es morgen, wenn Sie sich an das heute Erlebte erinnern. Sie schauen nicht das Bild an, das in Ihnen entstanden ist, das Menschenphantom, das da in Ihnen lebt, sondern Sie deuten es. Sie versetzen sich in der Seele in dieses Menschenphantom, und Ihre Seele erlebt etwas ganz anderes als dieses Menschenphantom. Sie erlebt dasjenige, was sie gestern erlebt hat, noch einmal. Gar so sehr zu wundern braucht sich der Mensch darüber nicht, denn wenn Sie heute Goethes «Faust» lesen — was haben Sie in ihm vor sich? So und so viel bloßes Papier und Druckerschwärze in einer beliebigen Form. Das ist äußerlich materiell der ganze «Faust». Und Sie würden niemals den Goetheschen «Faust» haben, wenn Sie nicht seelenhaft irgend etwas hantieren könnten mit dem, was Sie an Papier und Druckerschwärze vor sich haben. Wenn Sie das nicht entziffern könnten, so wäre es eben Papier und Druckerschwärze. Mit Bezug auf die äußere Welt debattieren fortwährend die Materialisten, daß dasjenige, wovon der Geisteswissenschafter sagt, daß es auch da ist, eben nicht da sei.

[ 7 ] Wenn der Mensch in der physischen Welt mit seinem Wahrnehmen darinsteht, dann kommt ihm zu diesem Wahrnehmen in der physischen Welt immer zu Hilfe die Unterstützung seines physischen Leibes, seines Ätherleibes, auch seines astralischen Leibes. Diese — der physische Leib, der Ätherleib, der Astralleib — sind lange im Weltengang darinnen gewesen, durch die Saturn-, Sonnen- und Mondenzeit, und sind aus den Kräften der göttlichen Hierarchien dem Menschen auferbaut worden. Sie sind heute das, was sie in der Vergangenheit geworden sind. Der Mensch wird hineinversetzt, wenn er sein physisches Dasein in der Welt betritt, in dasjenige, was ihm durch lange Zeiten hindurch vorbereitet worden ist. Das alles unterstützt ihn, wenn er in der physischen Wahrnehmung darinsteht. Jedesmal, wenn wir eine Wahrnehmung machen, eine Vorstellung uns bilden, wird nämlich ein Abdruck in unseren physischen Leib gemacht. Wir wissen nichts davon, aber dieser Abdruck im physischen Leibe geschieht. Und daß er geschieht, das ist der Grund, warum wir während des physischen Lebens ein Gedächtnis haben. Man muß sich diese Sache nur richtig vorstellen. Stellen wir die Frage: Warum haben wir ein Gedächtnis im physischen Leben? — da müssen wir sagen: Jedesmal, wenn wir eine Vorstellung bilden, wird ein Eindruck auf den physischen Leib gemacht. Dieser Eindruck ist sogar mehr oder weniger menschenähnlich. Jede Vorstellung, die wir uns bilden, macht nicht nur, wie der materialistisch-phantastisch Denkende meint, da oder dort im Gehirn einen Eindruck, sondern auf den ganzen Menschen macht jede Vorstellung einen Eindruck. Und mit Bezug auf eine Art Nachformung des Kopfes und noch sogar des oberen Teiles der Brust des Menschen, liefert wirklich jede Vorstellung, die wir uns bilden, einen Abdruck. Es ist wirklich war: Wenn ich jetzt zu Ihnen spreche, in der Minute vielleicht hundert Silben, so haben Sie während dieser Minuten rasch hintereinander fünfzig Menschen in sich gebildet, jedoch fünfzig Menschenbilder rasch weggeschafft, das eine wechselt rasch mit dem andern ab. Nun, Sie können sich denken, wie viele solche Menschenbilder Sie in sich gebildet haben, wenn die Stunde der Betrachtung vorüber ist. Diese Menschenbilder sind mehr oder weniger gleich in ihrer äußeren Gestalt, aber doch wiederum ungleich; keines ist dem andern vollständig gleich. Jedes ist von dem andern verschieden, wenn auch eben nur etwas verschieden. Es ist eine kindliche Vorstellung, wenn etwa jemand glauben wollte, daß, wenn er jetzt einen Eindruck der Außenwelt hat und sich morgen daran erinnert, dieser Eindruck in irgendeiner Form in ihm gesessen habe. Er hat gar nicht gesessen, sondern ein Bild, das menschenähnlich ist, ist in dem Menschen geblieben. Wirklich, von jedem Eindruck der Außenwelt bleibt ein Bild, das menschenähnlich ist. Und wenn Sie sich morgen wieder an den Eindruck erinnern, dann versetzen Sie Ihre Seele in dieses Menschenbild, das in Ihnen ist. Und der Grund, warum Sie morgen nicht dieses Menschenbild sehen, sondern sich an den Eindruck erinnern, ist der, daß Sie in Ihrem Astralleib lesen. Es ist eine richtige Lesetätigkeit, eine unterbewußte Lesetätigkeit; geradeso wie wenn Sie irgend etwas aufschreiben und später lesen wollen, Sie nicht die Buchstaben beschreiben, sondern das, was die Buchstaben bedeuten, so ist es morgen, wenn Sie sich an das heute Erlebte erinnern. Sie schauen nicht das Bild an, das in Ihnen entstanden ist, das Menschenphantom, das da in Ihnen lebt, sondern Sie deuten es. Sie versetzen sich in der Seele in dieses Menschenphantom, und Ihre Seele erlebt etwas ganz anderes als dieses Menschenphantom. Sie erlebt dasjenige, was sie gestern erlebt hat, noch einmal. Gar so sehr zu wundern braucht sich der Mensch darüber nicht, denn wenn Sie heute Goethes «Faust» lesen — was haben Sie in ihm vor sich? So und so viel bloßes Papier und Druckerschwärze in einer beliebigen Form. Das ist äußerlich materiell der ganze «Faust». Und Sie würden niemals den Goetheschen «Faust» haben, wenn Sie nicht seelenhaft irgend etwas hantieren könnten mit dem, was Sie an Papier und Druckerschwärze vor sich haben. Wenn Sie das nicht entziffern könnten, so wäre es eben Papier und Druckerschwärze. Mit Bezug auf die äußere Welt debattieren fortwährend die Materialisten, daß dasjenige, wovon der Geisteswissenschafter sagt, daß es auch da ist, eben nicht da sei.

[ 8 ] Aber diese Materialisten sind so gescheit, wie ein Mensch gescheit wäre, der sagen würde: Was redest du uns da vor von dem Goetheschen «Faust», er ist gar nicht da, da ist ja nur Papier und Druckerschwärze! — Dieses Urteil über den «Faust» ist ganz das gleiche wie das Urteil, das heute die Materialisten über die Welt fällen. Aber so ist es auch mit unseren Erinnerungen. Morgen ist nichts da in unseren Menschenwesen von einem Eindruck von heute als das Phantom, das Abbild, und alles übrige muß die Arbeit der Seele an diesem Phantom besorgen. Und so wie aus dem Papier und der Druckerschwärze in unserer Seele das ganze Gewebe des Goetheschen «Faust» herauftaucht, so taucht aus dem, was als Phantom in uns geblieben ist, dasjenige herauf, was eine Wiederbelebung des heutigen Eindrucks ist, wenn wir uns morgen daran erinnern. Aber diese Tätigkeit, die ausgeführt werden muß, damit wir uns erinnern können, führt für uns dasjenige aus, was durch Saturn-, Sonnen- und Mondenzeit vorbereitet ist, die führt unser so wunderbar gestalteter physischer Leib, dann unser ätherischer Leib aus. Sie gestalten, sie tun das für uns. Und das verspürt, das empfindet: der materialistisch denkende Mensch. Nun denken Sie, die geistigen Wahrheiten, die gewonnen werden, werden ja ohne diese Hilfe so gewonnen, daß die Hilfe des äußeren physischen Leibes nicht in Anspruch genommen wird. Da müssen die Kräfte, die sonst im äußeren Leibe arbeiten, vom Inneren der Seele herkommen; da muß aus dem Seelischen heraus gearbeitet werden. Wenn man eine geistige Anschauung hat, die nicht durch die äußere Welt zustande gebracht ist, dann können wir nicht, wenn wir uns an sie erinnern wollen, uns in ein inneres Phantom versetzen, das geblieben ist; das ist ja im Leibe. Da müssen wir durch eine viel stärkere Kraft, ohne diese Unterstützung, die ganze Sache vom Inneren heraus wiederum erarbeiten, richtig erarbeiten. Also auch das ist nichts besonders Wunderbares. Denn denken Sie einmal bloß an den Unterschied, wie er die Sache, die ich jetzt meine, im Kleinen abspiegelt. Nehmen Sie an, jemand liest heute ein Gedicht, und dieses Gedicht, das er heute gelesen hat, hebt er sich gedruckt bis morgen auf. Dann kann er es morgen wieder ablesen, übermorgen wieder. Aber nehmen wir an, er hebt es sich nicht auf, dann muß er es aus dem Gedächtnis wiederum sagen. Sie sehen den Unterschied: Das eine Mal tun wir gewissermaßen etwas, womit wir nichts zu tun haben; was wir sonst tun müßten, trägt von der einen Zeit in die andere das äußere Papier herüber; wir haben eine Stütze an dem Papier. Wir müssen uns mehr anstrengen, wenn wir das Gedicht aus der Seele wieder konstruieren. So muß sich derjenige, der in der geistigen Welt lebt, innerlich mit seinem Willen mehr anstrengen als der, welcher sich auf die Unterstützung seines Leibes verläßt. Das aber hängt damit zusammen, daß alles dasjenige, was im Geisteswissenschaftlichen errungen wird, ja, was nur verstanden werden soll, überhaupt ein großes seelisches Anstrengen fordert. Man kann viel träger, fauler sein, wenn man Materialist ist, als wenn man Geisteswissenschafter ist. Und dieses ist der Grund, warum die Menschen Materialisten sind, oder wenigstens einer der Gründe. Sie sind nicht Materialisten aus dem Grunde, weil sie ihrerseits durch eine Logik dazu gezwungen werden, sondern sie sind Materialisten aus Furcht, aber auch aus Trägheit, weil sie wollen, daß alles dasjenige, was da sich abspielt in der Seele, sich nicht durch die inneren Kräfte der Seele abspielt, sondern sich abspielt durch das, was im Leibe geschrieben ist, was da aufgezeichnet wird. Das sind Dinge, die wir durchaus bedenken müssen, wenn wir die Gründe einsehen wollen, warum so mancher ein Gegner der Geisteswissenschaft ist. Vor allen Dingen aber ist es schwierig, mit dem Denken dann ganz zurechtzukommen, wenn etwas erreicht werden soll, was der Mensch dennoch erreichen muß, wenn er durch die Pforte des Todes schreitet.

[ 8 ] Aber diese Materialisten sind so gescheit, wie ein Mensch gescheit wäre, der sagen würde: Was redest du uns da vor von dem Goetheschen «Faust», er ist gar nicht da, da ist ja nur Papier und Druckerschwärze! — Dieses Urteil über den «Faust» ist ganz das gleiche wie das Urteil, das heute die Materialisten über die Welt fällen. Aber so ist es auch mit unseren Erinnerungen. Morgen ist nichts da in unseren Menschenwesen von einem Eindruck von heute als das Phantom, das Abbild, und alles übrige muß die Arbeit der Seele an diesem Phantom besorgen. Und so wie aus dem Papier und der Druckerschwärze in unserer Seele das ganze Gewebe des Goetheschen «Faust» herauftaucht, so taucht aus dem, was als Phantom in uns geblieben ist, dasjenige herauf, was eine Wiederbelebung des heutigen Eindrucks ist, wenn wir uns morgen daran erinnern. Aber diese Tätigkeit, die ausgeführt werden muß, damit wir uns erinnern können, führt für uns dasjenige aus, was durch Saturn-, Sonnen- und Mondenzeit vorbereitet ist, die führt unser so wunderbar gestalteter physischer Leib, dann unser ätherischer Leib aus. Sie gestalten, sie tun das für uns. Und das verspürt, das empfindet: der materialistisch denkende Mensch. Nun denken Sie, die geistigen Wahrheiten, die gewonnen werden, werden ja ohne diese Hilfe so gewonnen, daß die Hilfe des äußeren physischen Leibes nicht in Anspruch genommen wird. Da müssen die Kräfte, die sonst im äußeren Leibe arbeiten, vom Inneren der Seele herkommen; da muß aus dem Seelischen heraus gearbeitet werden. Wenn man eine geistige Anschauung hat, die nicht durch die äußere Welt zustande gebracht ist, dann können wir nicht, wenn wir uns an sie erinnern wollen, uns in ein inneres Phantom versetzen, das geblieben ist; das ist ja im Leibe. Da müssen wir durch eine viel stärkere Kraft, ohne diese Unterstützung, die ganze Sache vom Inneren heraus wiederum erarbeiten, richtig erarbeiten. Also auch das ist nichts besonders Wunderbares. Denn denken Sie einmal bloß an den Unterschied, wie er die Sache, die ich jetzt meine, im Kleinen abspiegelt. Nehmen Sie an, jemand liest heute ein Gedicht, und dieses Gedicht, das er heute gelesen hat, hebt er sich gedruckt bis morgen auf. Dann kann er es morgen wieder ablesen, übermorgen wieder. Aber nehmen wir an, er hebt es sich nicht auf, dann muß er es aus dem Gedächtnis wiederum sagen. Sie sehen den Unterschied: Das eine Mal tun wir gewissermaßen etwas, womit wir nichts zu tun haben; was wir sonst tun müßten, trägt von der einen Zeit in die andere das äußere Papier herüber; wir haben eine Stütze an dem Papier. Wir müssen uns mehr anstrengen, wenn wir das Gedicht aus der Seele wieder konstruieren. So muß sich derjenige, der in der geistigen Welt lebt, innerlich mit seinem Willen mehr anstrengen als der, welcher sich auf die Unterstützung seines Leibes verläßt. Das aber hängt damit zusammen, daß alles dasjenige, was im Geisteswissenschaftlichen errungen wird, ja, was nur verstanden werden soll, überhaupt ein großes seelisches Anstrengen fordert. Man kann viel träger, fauler sein, wenn man Materialist ist, als wenn man Geisteswissenschafter ist. Und dieses ist der Grund, warum die Menschen Materialisten sind, oder wenigstens einer der Gründe. Sie sind nicht Materialisten aus dem Grunde, weil sie ihrerseits durch eine Logik dazu gezwungen werden, sondern sie sind Materialisten aus Furcht, aber auch aus Trägheit, weil sie wollen, daß alles dasjenige, was da sich abspielt in der Seele, sich nicht durch die inneren Kräfte der Seele abspielt, sondern sich abspielt durch das, was im Leibe geschrieben ist, was da aufgezeichnet wird. Das sind Dinge, die wir durchaus bedenken müssen, wenn wir die Gründe einsehen wollen, warum so mancher ein Gegner der Geisteswissenschaft ist. Vor allen Dingen aber ist es schwierig, mit dem Denken dann ganz zurechtzukommen, wenn etwas erreicht werden soll, was der Mensch dennoch erreichen muß, wenn er durch die Pforte des Todes schreitet.

[ 9 ] Ich habe schon vorgestern darauf hingedeutet, was das Wesentliche für das Durchschreiten der Todespforte ist: Das ist die Selbsterkenntnis. Nun ist selbstverständlich diese Selbsterkenntnis keineswegs etwas so ganz Leichtes. Einige von Ihnen haben ja schon gehört, wie ich darüber gesprochen habe, wie selbst mit Bezug auf die äußere Gestalt die Menschen sehr häufig dem größten Irrtum unterliegen. Da ist ein jetzt oftmals genannter Philosoph, der in Wien gelebt hat, Mach, ich meine nicht den Hamburger Theosophiebeschimpfer Maack, sondern Ernst Mach, den ernst zu nehmenden Philosophen. Der hat eine «Analyse der Empfindungen» geschrieben. Darin sagt er mit großer Naivität das Folgende: Ich ging einmal auf der Straße; plötzlich mußte ich einhalten, denn es begegnete mir ein Mensch, und ich dachte: Das ist aber ein Mensch mit einem sehr unsympathischen Gesicht, ja, mit einem unerträglichen Gesicht. Und siehe da, ich entdecke, daß ich an einer Spiegelscheibe vorübergegangen war, und die Spiegel hingen so, daß ich mich selbst gesehen hatte. Da wurde ich darauf aufmerksam, wie wenig ich mit meiner eigenen Gestalt bekannt war. — Als er sich selbst sah, hielt er sich also für einen unsympathischen Menschen mit einem unerträglichen Gesicht. Das ist ein Philosophieprofessor, ein berühmter Professor der Gegenwart. Und um dasjenige, was ihm so passiert ist, noch zu bekräftigen, fügt er noch etwas anderes hinzu: Als er schon lange Professor war, fuhr er eines Tages mit der Eisenbahn, kam sehr müde in einer Stadt an und bestieg dort einen Omnibus. Da sah er auf der andern Seite auch einen Mann einsteigen, und er dachte: Da steigt aber ein herabgekommener Schulmeister ein! — Dann sah er aber, daß auf der Gegenseite wieder ein Spiegel hing, und er entdeckte, daß er sich selbst als herabgekommenen Schulmeister bezeichnet hatte. Er macht darauf aufmerksam, daß er, wie er sagt, den Gattungstypus genauer kannte als seine Spezialgestalt.

[ 9 ] Ich habe schon vorgestern darauf hingedeutet, was das Wesentliche für das Durchschreiten der Todespforte ist: Das ist die Selbsterkenntnis. Nun ist selbstverständlich diese Selbsterkenntnis keineswegs etwas so ganz Leichtes. Einige von Ihnen haben ja schon gehört, wie ich darüber gesprochen habe, wie selbst mit Bezug auf die äußere Gestalt die Menschen sehr häufig dem größten Irrtum unterliegen. Da ist ein jetzt oftmals genannter Philosoph, der in Wien gelebt hat, Mach, ich meine nicht den Hamburger Theosophiebeschimpfer Maack, sondern Ernst Mach, den ernst zu nehmenden Philosophen. Der hat eine «Analyse der Empfindungen» geschrieben. Darin sagt er mit großer Naivität das Folgende: Ich ging einmal auf der Straße; plötzlich mußte ich einhalten, denn es begegnete mir ein Mensch, und ich dachte: Das ist aber ein Mensch mit einem sehr unsympathischen Gesicht, ja, mit einem unerträglichen Gesicht. Und siehe da, ich entdecke, daß ich an einer Spiegelscheibe vorübergegangen war, und die Spiegel hingen so, daß ich mich selbst gesehen hatte. Da wurde ich darauf aufmerksam, wie wenig ich mit meiner eigenen Gestalt bekannt war. — Als er sich selbst sah, hielt er sich also für einen unsympathischen Menschen mit einem unerträglichen Gesicht. Das ist ein Philosophieprofessor, ein berühmter Professor der Gegenwart. Und um dasjenige, was ihm so passiert ist, noch zu bekräftigen, fügt er noch etwas anderes hinzu: Als er schon lange Professor war, fuhr er eines Tages mit der Eisenbahn, kam sehr müde in einer Stadt an und bestieg dort einen Omnibus. Da sah er auf der andern Seite auch einen Mann einsteigen, und er dachte: Da steigt aber ein herabgekommener Schulmeister ein! — Dann sah er aber, daß auf der Gegenseite wieder ein Spiegel hing, und er entdeckte, daß er sich selbst als herabgekommenen Schulmeister bezeichnet hatte. Er macht darauf aufmerksam, daß er, wie er sagt, den Gattungstypus genauer kannte als seine Spezialgestalt.

[ 10 ] Nun, ist es schon so schwierig, sich selber zu erkennen in bezug auf das Äußere des Menschen — bei Damen ist es vielleicht leichter, weil sie öfter in den Spiegel schauen —, so ist es noch ganz anders, wenn es auf das Seelische ankommt. Da gibt es kaum eine andere Möglichkeit für unseren Zeitenzyklus, sich selbst zu erkennen, als sich die Erkenntniskräfte durch dasjenige zu schärfen, was wir in der Geisteswissenschaft aufnehmen können. Die Begriffe, die Vorstellungen, die wir durch die Geisteswissenschaft aufnehmen, sind gerade im besten Sinne geeignet, unsere Selbsterkenntnis zu schärfen. Auf das Selbsterkennen im allgemeinen ist ja im Grunde genommen alles veranlagt, was wir durch das Buch «Die Geheimwissenschaft im Umriß» in uns aufnehmen. Alle die Vorstellungen, die wir durch dieses Buch aufnehmen, laufen eigentlich darauf hinaus, uns selber zu erkennen, zu wissen, was der Mensch eigentlich ist. Indem wir studieren, wie der menschliche physische Leib, der Ätherleib, der Astralleib nach und nach durch Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung geworden sind, lernen wir das kennen, was in uns ist. Und dadurch, daß wir so im allgemeinen kennenlernen, was in uns ist, werden unsere Vorstellungskräfte geschärft, um uns auch im Speziellen viel bessert, als es sonst irgend möglich ist, zu erkennen.

[ 10 ] Nun, ist es schon so schwierig, sich selber zu erkennen in bezug auf das Äußere des Menschen — bei Damen ist es vielleicht leichter, weil sie öfter in den Spiegel schauen —, so ist es noch ganz anders, wenn es auf das Seelische ankommt. Da gibt es kaum eine andere Möglichkeit für unseren Zeitenzyklus, sich selbst zu erkennen, als sich die Erkenntniskräfte durch dasjenige zu schärfen, was wir in der Geisteswissenschaft aufnehmen können. Die Begriffe, die Vorstellungen, die wir durch die Geisteswissenschaft aufnehmen, sind gerade im besten Sinne geeignet, unsere Selbsterkenntnis zu schärfen. Auf das Selbsterkennen im allgemeinen ist ja im Grunde genommen alles veranlagt, was wir durch das Buch «Die Geheimwissenschaft im Umriß» in uns aufnehmen. Alle die Vorstellungen, die wir durch dieses Buch aufnehmen, laufen eigentlich darauf hinaus, uns selber zu erkennen, zu wissen, was der Mensch eigentlich ist. Indem wir studieren, wie der menschliche physische Leib, der Ätherleib, der Astralleib nach und nach durch Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung geworden sind, lernen wir das kennen, was in uns ist. Und dadurch, daß wir so im allgemeinen kennenlernen, was in uns ist, werden unsere Vorstellungskräfte geschärft, um uns auch im Speziellen viel bessert, als es sonst irgend möglich ist, zu erkennen.

[ 11 ] Inwiefern hat nun diese Selbsterkenntnis eine Bedeutung für den Moment des Todes? Solange wir hier im physischen Leibe verweilen, ist Selbsterkenntnis eben Erkenntnis. Wenn wir aber durch die Pforte des Todes gehen, verwandelt sich alles, was wir uns als Selbsterkenntnis angeeignet haben, in Willenskräfte. Je besser wir uns selbst erkennen, desto stärker wird eine Art von Willenskraft gerade dann, wenn wir den physischen Leib abgelegt haben. Nehmen wir zum Beispiel einmal an, wir haben hier eingesehen, wir waren in bezug auf gewisse Dinge, sagen wir, ein heftiger Mensch. Nun, Sie wissen, wie schwierig es ist, uns im physischen Leben ganz und gar umzuformen, etwa die Heftigkeit, wenn wir sie auch einsehen, wirklich abzulegen. Aber in dem Augenblick, wo wir den physischen Leib ablegen, wo wir nur wissen: Du warst heftig —, wird das zum Willen. Und dieser Wille richtet sich darauf, aus unserem Wesen die Heftigkeit auszuschalten. Jedes Erkenntnisurteil wird, indem wir durch die Pforte des Todes gehen, ein Willensurteil; es wird eine Willenskraft. Und da tritt dann etwas sehr Bedeutsames ein, das wir in gewissem Sinne nennen können die Umkehrung von etwas, was vor der Geburt des Menschen erlebt wird, was aber vergessen wird, weil der Mensch nicht zurückschauen kann in die Zeiten, die er vor seiner Geburt durchgemacht hat. Denken wir uns aber, der Mensch könnte jetzt schon dasjenige, was er im Jupiterdasein entwickeln wird: Wenn er sich aus der geistigen Welt heraus allmählich anschickt, wiederum zu einer Inkarnation zu kommen, so würde er in höchst merkwürdiger Weise etwas erleben wie ein Hinblicken auf seine künftige Gestalt, sein künftiges Leben. Er würde wirklich auch etwas von seiner physischen Gestalt schauen. Aber gerade das eine würde er niemals durchdringen in dieser physischen Gestalt, was ihm darin wie zwei Punkte vorkommen würde. Denken wir uns, wir würden, wenn wir zur Geburt schreiten, gleichsam wie in einem Nebel unsere physische Gestalt vor uns schwindend haben. Wir würden es wie Licht sehen, aber da darin würden wir undurchdringliche, finstere Punkte, finstere Kugeln sehen, auch noch manches andere, aber eben auch diese finsteren Kugeln. Lange bevor der Mensch seiner physischen Geburt zuschtreitet, sieht er — gleichsam in der Zeit, nicht im Raume — vor sich: Das wirst du! Und er sieht gewissermaßen schon, wie aus dem Wesen der Geister der Form heraus sich seine Physis formt. Diese erscheint ihm mehr oder weniger als eine Lichtgestalt, aber darin wie schwebend zwei finstere Kugeln. Wenn der Mensch nun entgegenlebt dem physischen Leben, dann tut er dies teilweise schon im Leibe der Mutter; da nimmt er gewisse Kräfte aus dieser Umgebung auf, die dann die Mutter bildet. Er fühlt sich allmählich verbunden mit dieser Lichtgestalt, und dann fühlt er, als ob er insbesondere in diesen zwei Kugeln darinstecken würde. Vorher sind sie ihm wie undurchdringlich erschienen, jetzt ist er selbst darin und fühlt dann die Kräfte, die ihm von allen Seiten her kommen, die gehen in ihn hinein. Dann durchsticht er diese zwei Kugeln, den Raum der Kugeln; der Raum verliert seine Undurchdringlichkeit. Und das sind die Stellen, wo dann später die Augen sind. Wenn man sich so der physisch-irdischen Inkarnation nähert, so ist dasjenige, was man gerade nicht sieht, was aber bewirkt, daß wir sehen, die Augen. Sie sind wie undurchdringliche Kugeln, denen wir entgegenleben. Dann durchdringt man sie in der letzten Phase, bevor man die physische Welt betritt. Würde man das bewußt durchleben, so wäre das eigentlich ein wunderbares Phänomen. Denken Sie sich, wie man sich, herauswandelnd aus der geistigen Welt in die physische Welt hinein, sagt: Jetzt gehst du mit deiner Seele dieser physischen Gestalt entgegen. Du wirst da zwei finstere Kugeln finden. Die kannst du mit deinem jetzigen Seelensehen nicht durchschauen; das ist ganz voll von geistiger Substanz! — Dann bekommt man die Kraft, das zuerst geistig Undurchsichtige durchsichtig zu machen. Und wenn man dann, wie man sagt, «das Licht der Welt erblickt», dann sind diese Räume, die undurchsichtig waren, gerade der Grund, warum man sieht. Die Augen kann man nicht selber sehen; würde man sie sehen, so würde man die Welt nicht sehen.

[ 11 ] Inwiefern hat nun diese Selbsterkenntnis eine Bedeutung für den Moment des Todes? Solange wir hier im physischen Leibe verweilen, ist Selbsterkenntnis eben Erkenntnis. Wenn wir aber durch die Pforte des Todes gehen, verwandelt sich alles, was wir uns als Selbsterkenntnis angeeignet haben, in Willenskräfte. Je besser wir uns selbst erkennen, desto stärker wird eine Art von Willenskraft gerade dann, wenn wir den physischen Leib abgelegt haben. Nehmen wir zum Beispiel einmal an, wir haben hier eingesehen, wir waren in bezug auf gewisse Dinge, sagen wir, ein heftiger Mensch. Nun, Sie wissen, wie schwierig es ist, uns im physischen Leben ganz und gar umzuformen, etwa die Heftigkeit, wenn wir sie auch einsehen, wirklich abzulegen. Aber in dem Augenblick, wo wir den physischen Leib ablegen, wo wir nur wissen: Du warst heftig —, wird das zum Willen. Und dieser Wille richtet sich darauf, aus unserem Wesen die Heftigkeit auszuschalten. Jedes Erkenntnisurteil wird, indem wir durch die Pforte des Todes gehen, ein Willensurteil; es wird eine Willenskraft. Und da tritt dann etwas sehr Bedeutsames ein, das wir in gewissem Sinne nennen können die Umkehrung von etwas, was vor der Geburt des Menschen erlebt wird, was aber vergessen wird, weil der Mensch nicht zurückschauen kann in die Zeiten, die er vor seiner Geburt durchgemacht hat. Denken wir uns aber, der Mensch könnte jetzt schon dasjenige, was er im Jupiterdasein entwickeln wird: Wenn er sich aus der geistigen Welt heraus allmählich anschickt, wiederum zu einer Inkarnation zu kommen, so würde er in höchst merkwürdiger Weise etwas erleben wie ein Hinblicken auf seine künftige Gestalt, sein künftiges Leben. Er würde wirklich auch etwas von seiner physischen Gestalt schauen. Aber gerade das eine würde er niemals durchdringen in dieser physischen Gestalt, was ihm darin wie zwei Punkte vorkommen würde. Denken wir uns, wir würden, wenn wir zur Geburt schreiten, gleichsam wie in einem Nebel unsere physische Gestalt vor uns schwindend haben. Wir würden es wie Licht sehen, aber da darin würden wir undurchdringliche, finstere Punkte, finstere Kugeln sehen, auch noch manches andere, aber eben auch diese finsteren Kugeln. Lange bevor der Mensch seiner physischen Geburt zuschtreitet, sieht er — gleichsam in der Zeit, nicht im Raume — vor sich: Das wirst du! Und er sieht gewissermaßen schon, wie aus dem Wesen der Geister der Form heraus sich seine Physis formt. Diese erscheint ihm mehr oder weniger als eine Lichtgestalt, aber darin wie schwebend zwei finstere Kugeln. Wenn der Mensch nun entgegenlebt dem physischen Leben, dann tut er dies teilweise schon im Leibe der Mutter; da nimmt er gewisse Kräfte aus dieser Umgebung auf, die dann die Mutter bildet. Er fühlt sich allmählich verbunden mit dieser Lichtgestalt, und dann fühlt er, als ob er insbesondere in diesen zwei Kugeln darinstecken würde. Vorher sind sie ihm wie undurchdringlich erschienen, jetzt ist er selbst darin und fühlt dann die Kräfte, die ihm von allen Seiten her kommen, die gehen in ihn hinein. Dann durchsticht er diese zwei Kugeln, den Raum der Kugeln; der Raum verliert seine Undurchdringlichkeit. Und das sind die Stellen, wo dann später die Augen sind. Wenn man sich so der physisch-irdischen Inkarnation nähert, so ist dasjenige, was man gerade nicht sieht, was aber bewirkt, daß wir sehen, die Augen. Sie sind wie undurchdringliche Kugeln, denen wir entgegenleben. Dann durchdringt man sie in der letzten Phase, bevor man die physische Welt betritt. Würde man das bewußt durchleben, so wäre das eigentlich ein wunderbares Phänomen. Denken Sie sich, wie man sich, herauswandelnd aus der geistigen Welt in die physische Welt hinein, sagt: Jetzt gehst du mit deiner Seele dieser physischen Gestalt entgegen. Du wirst da zwei finstere Kugeln finden. Die kannst du mit deinem jetzigen Seelensehen nicht durchschauen; das ist ganz voll von geistiger Substanz! — Dann bekommt man die Kraft, das zuerst geistig Undurchsichtige durchsichtig zu machen. Und wenn man dann, wie man sagt, «das Licht der Welt erblickt», dann sind diese Räume, die undurchsichtig waren, gerade der Grund, warum man sieht. Die Augen kann man nicht selber sehen; würde man sie sehen, so würde man die Welt nicht sehen.

[ 12 ] Wenn man nun durch die Pforte des Todes schreitet, dann ist hinterher der Anblick des Todes auch deshalb eine so wunderbare Erscheinung im geistigen Menschenleben nach dem Tode, weil mit dem ganzen Menschen etwas Ähnliches vorgeht, was hier mit den Augen vorging. Nur wird dasjenige, was jetzt mit dem ganzen Menschen vorgeht, bewußt durchgemacht. Man muß nach dem Tode im innerlichen Erlebnis das Gefühl bekommen: Da bist du herausgegangen aus der Welt. Bisher hatte man im Auge die physische Welt als ein physisches Erlebnis, dasjenige, was gerade als Tableau der ätherische Leib zuletzt noch zeigt. Nun kommt man mit dem, was man als Selbsterkenntnis erworben hat, durch die Pforte des Todes, und das wird dann Willenskraft. — Nun denken Sie, hier wäre der Tote. Er läßt zurück seine physischen Erlebnisse. Er strahlt seine Willenskraft aus, diese Willenskraft, die er sich durch Selbsterkenntnis erworben hat. Diese strahlende Willenskraft, die durch Selbsterkenntnis erworben ist, schafft dasjenige weg, was uns hindert, in die geistige Umwelt hineinzuschauen. Wie wir beim Hineingehen in die Geburt sozusagen die Durchtrübung des Auges fortschaffen, so schaffen wir das, was uns hindert, in die geistige Welt hineinzuschauen, durch diese Willenskraft weg. Wir machen uns nach dem Tode durchsichtig. Das ist das bedeutsame Ereignis.

[ 12 ] Wenn man nun durch die Pforte des Todes schreitet, dann ist hinterher der Anblick des Todes auch deshalb eine so wunderbare Erscheinung im geistigen Menschenleben nach dem Tode, weil mit dem ganzen Menschen etwas Ähnliches vorgeht, was hier mit den Augen vorging. Nur wird dasjenige, was jetzt mit dem ganzen Menschen vorgeht, bewußt durchgemacht. Man muß nach dem Tode im innerlichen Erlebnis das Gefühl bekommen: Da bist du herausgegangen aus der Welt. Bisher hatte man im Auge die physische Welt als ein physisches Erlebnis, dasjenige, was gerade als Tableau der ätherische Leib zuletzt noch zeigt. Nun kommt man mit dem, was man als Selbsterkenntnis erworben hat, durch die Pforte des Todes, und das wird dann Willenskraft. — Nun denken Sie, hier wäre der Tote. Er läßt zurück seine physischen Erlebnisse. Er strahlt seine Willenskraft aus, diese Willenskraft, die er sich durch Selbsterkenntnis erworben hat. Diese strahlende Willenskraft, die durch Selbsterkenntnis erworben ist, schafft dasjenige weg, was uns hindert, in die geistige Umwelt hineinzuschauen. Wie wir beim Hineingehen in die Geburt sozusagen die Durchtrübung des Auges fortschaffen, so schaffen wir das, was uns hindert, in die geistige Welt hineinzuschauen, durch diese Willenskraft weg. Wir machen uns nach dem Tode durchsichtig. Das ist das bedeutsame Ereignis.

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[ 13 ] Wenn der Mensch durch die Pforte des Todes tritt, dann ist es ja, solange er den Ätherleib noch an sich hat, so, daß er wie in einem mächtigen Tableau übersieht sein ganzes Leben. Das steht vor ihm. Aber jetzt bekommt er auch das Gefühl: Du siehst dich! Das bist du, als du zwischen Geburt und Tod lebtest, das bist du alles selbst! — Nun regt sich in ihm alle Kraft der Selbsterkenntnis, die er sich erworben hat, und durchsticht es gleichsam so, wie ich es geschildert habe; dadurch geht der Ätherleib weg. Dann ist es, wie wenn ein Schleier fiele, und das, was dahinter ist, kommt erst zum Vorschein, und das ist die geistige Welt. Es ist das ein ungeheures Erlebnis, durch die Pforte des Todes zu gehen und dadurch, daß der Ätherleib frei geworden ist, das ganze letzte Leben vor sich zu haben und das Gefühl zu bekommen: Dieses letzte Leben ist ein Schleier, der dir eine ungeheure Welt zudeckt, die du während des Lebens nicht hast schen können. Nun kämpft gegen diesen Schleier, ihn beseitigend, die aus der Selbsterkenntnis hervorgegangene Willenskraft an. Und indem der Schleier zerreißt, erscheint die geistige Welt dahinter.

[ 13 ] Wenn der Mensch durch die Pforte des Todes tritt, dann ist es ja, solange er den Ätherleib noch an sich hat, so, daß er wie in einem mächtigen Tableau übersieht sein ganzes Leben. Das steht vor ihm. Aber jetzt bekommt er auch das Gefühl: Du siehst dich! Das bist du, als du zwischen Geburt und Tod lebtest, das bist du alles selbst! — Nun regt sich in ihm alle Kraft der Selbsterkenntnis, die er sich erworben hat, und durchsticht es gleichsam so, wie ich es geschildert habe; dadurch geht der Ätherleib weg. Dann ist es, wie wenn ein Schleier fiele, und das, was dahinter ist, kommt erst zum Vorschein, und das ist die geistige Welt. Es ist das ein ungeheures Erlebnis, durch die Pforte des Todes zu gehen und dadurch, daß der Ätherleib frei geworden ist, das ganze letzte Leben vor sich zu haben und das Gefühl zu bekommen: Dieses letzte Leben ist ein Schleier, der dir eine ungeheure Welt zudeckt, die du während des Lebens nicht hast schen können. Nun kämpft gegen diesen Schleier, ihn beseitigend, die aus der Selbsterkenntnis hervorgegangene Willenskraft an. Und indem der Schleier zerreißt, erscheint die geistige Welt dahinter.

[ 14 ] Man braucht nicht ängstlich zu sein etwa aus dem Grunde, weil sich jemand sagen könnte: In unserer gegenwärtigen Zeit haben doch so viele Menschen gar nichts getan, um zu einiger Selbsterkenntnis zu kommen. Man kann ja nach dem Urteil vieler Leute schon kaum gescheiter und intelligenter sein als ein gegenwärtiger Universitätsprofessor der Philosophie; das ist doch das Ideal der Intelligenz in der Gegenwart. Und man kann doch so wenig veranlagt sein zur Selbsterkenntnis wie ein so berühmter Mann, noch sogar ein Philosoph, Ernst Mach, der wirklich ein bedeutender Mensch ist! Es könnte also jemand kleinmütig werden und sagen: Um die Selbsterkenntnis steht es doch schlecht. — Freilich, wenn die Sache so läge, daß die Menschen darauf angewiesen wären, nur diejenige Willenskraft aus der Selbsterkenntnis zu haben, welche aus dem Leben der Gegenwart folgt, dann stünde es recht schlimm um die Menschen! Die Menschen in der Gegenwart sind ja sehr stolz auf die ungeheuren Erkenntnisfortschritte, die erreicht worden sind, von einer gewissen Seite her auch mit Recht. Denken Sie nur, wie ein Arzt der Gegenwart, der alles das kennt, was jetzt Arzneimode ist, stolz herabblickt auf diejenigen, die noch vor gar nicht langer Zeit Ärzte waren. Das waren ja alles Toren, denkt er selbstverständlich. Mit Bezug auf die äußeren Erkenntnisse haben die Menschen im Laufe der letzten Jahrhunderte Mannigfaltiges gewonnen und erfahren über die äußere Welt, wie die äußerlichen Erscheinungen zusammenhängen und so weiter. Darin sind große Fortschritte gemacht worden. Aber mit Bezug auf Selbsterkenntnis waren die älteren Zeiten, die wir in früheren Inkarnationen durchgemacht haben, der Gegenwart weit voran; so weit voran eigentlich, daß der gegenwärtige Mensch, wenn er materialistisch denkt, gar keine Vorstellung hat, was er mit dem, was aus alten Zeiten stammt, anfangen soll. Denn, was die Menschen heute als alte Vorurteile ansehen, war im Grunde alles, indem es von den Seelen älterer Zeiten erlebt wurde, Selbsterkenntnis. Und was aufgezeichnet ist, das sind nur die letzten Reste der Selbsterkenntnis.

[ 14 ] Man braucht nicht ängstlich zu sein etwa aus dem Grunde, weil sich jemand sagen könnte: In unserer gegenwärtigen Zeit haben doch so viele Menschen gar nichts getan, um zu einiger Selbsterkenntnis zu kommen. Man kann ja nach dem Urteil vieler Leute schon kaum gescheiter und intelligenter sein als ein gegenwärtiger Universitätsprofessor der Philosophie; das ist doch das Ideal der Intelligenz in der Gegenwart. Und man kann doch so wenig veranlagt sein zur Selbsterkenntnis wie ein so berühmter Mann, noch sogar ein Philosoph, Ernst Mach, der wirklich ein bedeutender Mensch ist! Es könnte also jemand kleinmütig werden und sagen: Um die Selbsterkenntnis steht es doch schlecht. — Freilich, wenn die Sache so läge, daß die Menschen darauf angewiesen wären, nur diejenige Willenskraft aus der Selbsterkenntnis zu haben, welche aus dem Leben der Gegenwart folgt, dann stünde es recht schlimm um die Menschen! Die Menschen in der Gegenwart sind ja sehr stolz auf die ungeheuren Erkenntnisfortschritte, die erreicht worden sind, von einer gewissen Seite her auch mit Recht. Denken Sie nur, wie ein Arzt der Gegenwart, der alles das kennt, was jetzt Arzneimode ist, stolz herabblickt auf diejenigen, die noch vor gar nicht langer Zeit Ärzte waren. Das waren ja alles Toren, denkt er selbstverständlich. Mit Bezug auf die äußeren Erkenntnisse haben die Menschen im Laufe der letzten Jahrhunderte Mannigfaltiges gewonnen und erfahren über die äußere Welt, wie die äußerlichen Erscheinungen zusammenhängen und so weiter. Darin sind große Fortschritte gemacht worden. Aber mit Bezug auf Selbsterkenntnis waren die älteren Zeiten, die wir in früheren Inkarnationen durchgemacht haben, der Gegenwart weit voran; so weit voran eigentlich, daß der gegenwärtige Mensch, wenn er materialistisch denkt, gar keine Vorstellung hat, was er mit dem, was aus alten Zeiten stammt, anfangen soll. Denn, was die Menschen heute als alte Vorurteile ansehen, war im Grunde alles, indem es von den Seelen älterer Zeiten erlebt wurde, Selbsterkenntnis. Und was aufgezeichnet ist, das sind nur die letzten Reste der Selbsterkenntnis.

[ 15 ] Nun ist es ja für das Erdenleben so, daß der Mensch mit dem gewöhnlichen äußeren Bewußtsein von seinen früheren Inkarnationen nichts weiß. Wir wissen zwar, daß es unter den Theosophen Menschen gibt, die nach verhältnismäßig kurzer Zeit anfangen, furchtbar viel von ihren früheren Inkarnationen zu wissen. Ich lernte einmal in einer Stadt Europas eine Gesellschaft kennen, da saßen an einem Kaffeetisch zusammen Seneca, Friedrich der Große, Kaiser Joseph, der Herzog von Reichstadt, Madame Pompadour, Marie-Antoinette und noch einige. Aber abgesehen von denen, die über ihre frühere Inkarnation so viel wissen, nachdem sie ein wenig Theosophie gelernt haben, wissen die Menschen bekanntlich durch die gewöhnliche äußere Erkenntnis nicht sehr viel oder gar nichts von ihrer früheren Inkarnation. Denn, so wahr es ist, daß der Mensch durch das, was ihm eben der gegenwärtige Menschheitszyklus gibt, nichts von der vorhergehenden Inkarnation weiß, so wahr ist es, daß er für seine Willensentfaltung nach dem Tode alles hat, was ihm aus früheren Leben geblieben ist. Da ist es nämlich anders, zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Während zwischen der Geburt und dem Tod hier die Menschen nichts wissen von ihren früheren Inkarnationen, haben sie im Leben zwischen Tod und neuer Geburt alle Kräfte ihrer früheren Inkarnationen in sich, aber auch dasjenige, was immer durchlebt worden ist zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Wenn der Mensch also durch die Pforte des "Todes geht, hat er nicht nur jene Willenskraft, die aus der Selbsterkenntnis kommt, welche die Menschen heute meistens nicht haben, sondern alle Willenskräfte, die nicht aus der Selbsterkenntnis in diesem Leben kommen, sie kommen aus der Selbsterkenntnis, die der Mensch in früheren Zeiten durchgemacht hat. So daß es dem Menschen, wenn er durch die Pforte des Todes geht, eben an der Willenskraft nicht fehlt, die dieses Gewebe wegschafft, das durch das eigene Leben geflochten ist. Wenn der Mensch aber im Laufe der nächsten Jahrtausende sich neue Willenskräfte erwerben will, würde in dem gegenwärtigen Zeitenzyklus auch diese Selbsterkenntnis aus alten Zeiten immer mehr geschätzt werden. Daher muß eben für die weitere Menschheitsentwickelung die Geisteswissenschaft auftreten. Denn es ist der Gang der Menschheit so, daß die Willenskraft des Menschen zwar heute noch ausreicht, daß aber jetzt auch die Zeit beginnt, wo während der Erdenentwickelung diese Willenskraft dadurch gestärkt werden kann, daß der Mensch sich mit der geistigen Welt bekanntmacht.

[ 15 ] Nun ist es ja für das Erdenleben so, daß der Mensch mit dem gewöhnlichen äußeren Bewußtsein von seinen früheren Inkarnationen nichts weiß. Wir wissen zwar, daß es unter den Theosophen Menschen gibt, die nach verhältnismäßig kurzer Zeit anfangen, furchtbar viel von ihren früheren Inkarnationen zu wissen. Ich lernte einmal in einer Stadt Europas eine Gesellschaft kennen, da saßen an einem Kaffeetisch zusammen Seneca, Friedrich der Große, Kaiser Joseph, der Herzog von Reichstadt, Madame Pompadour, Marie-Antoinette und noch einige. Aber abgesehen von denen, die über ihre frühere Inkarnation so viel wissen, nachdem sie ein wenig Theosophie gelernt haben, wissen die Menschen bekanntlich durch die gewöhnliche äußere Erkenntnis nicht sehr viel oder gar nichts von ihrer früheren Inkarnation. Denn, so wahr es ist, daß der Mensch durch das, was ihm eben der gegenwärtige Menschheitszyklus gibt, nichts von der vorhergehenden Inkarnation weiß, so wahr ist es, daß er für seine Willensentfaltung nach dem Tode alles hat, was ihm aus früheren Leben geblieben ist. Da ist es nämlich anders, zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Während zwischen der Geburt und dem Tod hier die Menschen nichts wissen von ihren früheren Inkarnationen, haben sie im Leben zwischen Tod und neuer Geburt alle Kräfte ihrer früheren Inkarnationen in sich, aber auch dasjenige, was immer durchlebt worden ist zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Wenn der Mensch also durch die Pforte des "Todes geht, hat er nicht nur jene Willenskraft, die aus der Selbsterkenntnis kommt, welche die Menschen heute meistens nicht haben, sondern alle Willenskräfte, die nicht aus der Selbsterkenntnis in diesem Leben kommen, sie kommen aus der Selbsterkenntnis, die der Mensch in früheren Zeiten durchgemacht hat. So daß es dem Menschen, wenn er durch die Pforte des Todes geht, eben an der Willenskraft nicht fehlt, die dieses Gewebe wegschafft, das durch das eigene Leben geflochten ist. Wenn der Mensch aber im Laufe der nächsten Jahrtausende sich neue Willenskräfte erwerben will, würde in dem gegenwärtigen Zeitenzyklus auch diese Selbsterkenntnis aus alten Zeiten immer mehr geschätzt werden. Daher muß eben für die weitere Menschheitsentwickelung die Geisteswissenschaft auftreten. Denn es ist der Gang der Menschheit so, daß die Willenskraft des Menschen zwar heute noch ausreicht, daß aber jetzt auch die Zeit beginnt, wo während der Erdenentwickelung diese Willenskraft dadurch gestärkt werden kann, daß der Mensch sich mit der geistigen Welt bekanntmacht.

[ 16 ] Einer Gefahr würde die Erdenentwickelung der Menschheit ausgesetzt sein, wenn die Menschen sich etwa bis zum Ende der Erdenentwickelung von jetzt ab selber in jeder Beziehung sträuben würden, etwas von Geisteswissenschaft aufzunehmen. Dann würde der Mensch allerdings immer mehr und mehr dazukommen, drüben in der geistigen Welt wenig wahrnehmen zu können von den geistigen Dingen und Ereignissen. Er würde dies weniger und weniger können. Er würde immer weniger den Schleier, von dem ich sprach, durchdringen können. So sehen Sie, welche Bedeutung die zur Willenskraft umgewandelte Selbsterkenntnis hat. Hier ist diese Erkenntnis Selbstanschauung, drüben ist sie Selbstwillen, der darauf gerichtet ist, den Schleier von der geistigen Welt hinwegzuziehen. Gerade an denjenigen, die durch die Pforte des Todes gehen, nimmt man wahr, wie wichtig es für sie ist, daß sie sich selber stärken in der Willenskraft, wie sie jetzt gekennzeichnet worden ist, in der Willenskraft, die aus der Selbsterkenntnis kommt. Daher ist es recht bedeutsam, daß der Mensch, indem er dutch die Pforte des Todes geht, durch diese verschiedenen Stadien sich beschäftigt mit demjenigen, was in ihm ist, was in seinem Selbst ist, was er war während des irdischen Lebens. Und wenn jemand Gemeinschaft hat mit einem Toten, dann ist von einer großen, einer wesentlichen Bedeutung, diese Gemeinschaft auch dadurch noch besonders fruchtbar zu machen, daß man dem Toten, der hinwegging, zu Hilfe kommt in der Stärkung seines Selbstbewußtseins, in der Erfüllung dieses Selbstbewußtseins. Das ist konkret so gemeint: Denken wir etwa, irgend jemand, der hier im physischen Leben mit uns war, ginge durch die Pforte des Todes. Indem wir mit ihm gelebt haben, wissen wir, wie er war, wissen wir, was er besonders gern getan hat und so weiter. Wenn er durch die Pforte des Todes gegangen ist, dann hat er notwendig, dringend notwendig, gewissermaßen alles dasjenige, was et will, durch starke innere Kräfte aufzubringen. Das muß ja herausfließen aus seiner Rückschau. Und wir können ihm zu Hilfe kommen, wenn wir so an ihn denken, wie er uns im Leben erschienen ist; wenn wir uns damit beschäftigen, ihm die Gedanken zuschicken, welche ihn selber charakterisieren. Neben den verschiedenen Dingen, die schon gesagt worden sind über unsere Beschäftigung mit den Toten, die von uns hinweggegangen sind, können wir den Toten auch dadurch zu Hilfe kommen, daß wir ihnen gleichsam das Bild von ihrem Wesen entgegenbringen. Damit nehmen wir ihnen eine gewisse Anstrengung ab in der Entfaltung jenes Willens, der den charakterisierten Schleier zerreißen muß. Daher kam es, daß sich mir nun das andere ergeben hat, von dem ich schon vorgestern zu Ihnen gesprochen habe. Ergeben hat sich mir, als ich bei der Bestattung von Freunden vor kurzer Zeit zu sprechen hatte, daß ich mich in die Notwendigkeit versetzt fühlte, dasjenige, was in den Freunden lebt als ihr Wesen, gerade bei der Bestattung auszusprechen. Da ist nicht aus der Erinnerung heraus gesprochen worden, sondern es ist so heraus gesprochen worden aus meiner eigenen Seele, daß diese Seele sich ganz in die andere Seele versetzt hat, nachdem diese schon durch die Pforte des Todes geschritten war.

[ 16 ] Einer Gefahr würde die Erdenentwickelung der Menschheit ausgesetzt sein, wenn die Menschen sich etwa bis zum Ende der Erdenentwickelung von jetzt ab selber in jeder Beziehung sträuben würden, etwas von Geisteswissenschaft aufzunehmen. Dann würde der Mensch allerdings immer mehr und mehr dazukommen, drüben in der geistigen Welt wenig wahrnehmen zu können von den geistigen Dingen und Ereignissen. Er würde dies weniger und weniger können. Er würde immer weniger den Schleier, von dem ich sprach, durchdringen können. So sehen Sie, welche Bedeutung die zur Willenskraft umgewandelte Selbsterkenntnis hat. Hier ist diese Erkenntnis Selbstanschauung, drüben ist sie Selbstwillen, der darauf gerichtet ist, den Schleier von der geistigen Welt hinwegzuziehen. Gerade an denjenigen, die durch die Pforte des Todes gehen, nimmt man wahr, wie wichtig es für sie ist, daß sie sich selber stärken in der Willenskraft, wie sie jetzt gekennzeichnet worden ist, in der Willenskraft, die aus der Selbsterkenntnis kommt. Daher ist es recht bedeutsam, daß der Mensch, indem er dutch die Pforte des Todes geht, durch diese verschiedenen Stadien sich beschäftigt mit demjenigen, was in ihm ist, was in seinem Selbst ist, was er war während des irdischen Lebens. Und wenn jemand Gemeinschaft hat mit einem Toten, dann ist von einer großen, einer wesentlichen Bedeutung, diese Gemeinschaft auch dadurch noch besonders fruchtbar zu machen, daß man dem Toten, der hinwegging, zu Hilfe kommt in der Stärkung seines Selbstbewußtseins, in der Erfüllung dieses Selbstbewußtseins. Das ist konkret so gemeint: Denken wir etwa, irgend jemand, der hier im physischen Leben mit uns war, ginge durch die Pforte des Todes. Indem wir mit ihm gelebt haben, wissen wir, wie er war, wissen wir, was er besonders gern getan hat und so weiter. Wenn er durch die Pforte des Todes gegangen ist, dann hat er notwendig, dringend notwendig, gewissermaßen alles dasjenige, was et will, durch starke innere Kräfte aufzubringen. Das muß ja herausfließen aus seiner Rückschau. Und wir können ihm zu Hilfe kommen, wenn wir so an ihn denken, wie er uns im Leben erschienen ist; wenn wir uns damit beschäftigen, ihm die Gedanken zuschicken, welche ihn selber charakterisieren. Neben den verschiedenen Dingen, die schon gesagt worden sind über unsere Beschäftigung mit den Toten, die von uns hinweggegangen sind, können wir den Toten auch dadurch zu Hilfe kommen, daß wir ihnen gleichsam das Bild von ihrem Wesen entgegenbringen. Damit nehmen wir ihnen eine gewisse Anstrengung ab in der Entfaltung jenes Willens, der den charakterisierten Schleier zerreißen muß. Daher kam es, daß sich mir nun das andere ergeben hat, von dem ich schon vorgestern zu Ihnen gesprochen habe. Ergeben hat sich mir, als ich bei der Bestattung von Freunden vor kurzer Zeit zu sprechen hatte, daß ich mich in die Notwendigkeit versetzt fühlte, dasjenige, was in den Freunden lebt als ihr Wesen, gerade bei der Bestattung auszusprechen. Da ist nicht aus der Erinnerung heraus gesprochen worden, sondern es ist so heraus gesprochen worden aus meiner eigenen Seele, daß diese Seele sich ganz in die andere Seele versetzt hat, nachdem diese schon durch die Pforte des Todes geschritten war.

[ 17 ] Wenn man es mit einer Seele zu tun hat, die schon durch die Pforte des Todes geschritten ist, dann handelt es sich darum, daß man sich in diese Seele versetzt. Hier in der physischen Welt ist der Gegenstand da, man schaut ihn von außen an. Im Geistigen ist es so, daß man mit seinem ganzen Wesen in diesem Geistig-Seelischen selber darin ist. Und da verhält es sich in dem einzelnen Falle, von dem ich vorgestern sprach, so, daß es eben möglich war, sich hineinzuversetzen in die Seele dieser Persönlichkeit, die da durch die Pforte des Todes gegangen war und die von mir also charakterisiert worden ist als eine Persönlichkeit, die sich durch lange Jahre vor ihrem Tode viel mit dieser unserer Weltanschauung beschäftigt hat, die ganz darin lebte, so daß sie ihren eigenen Inhalt, das, was sie als Wesen dadurch war, daß sie sich in Geisteswissenschaft eingelebt und gewisse Kräfte aufgenommen hatte, nun in Worte fassen konnte, solange sie noch in ihrem Ätherleibe war. Das gelang mir aufzufangen von der Toten, die durch die Pforte des Todes gegangen war, und das mußte ich bei der Bestattung sprechen.

[ 17 ] Wenn man es mit einer Seele zu tun hat, die schon durch die Pforte des Todes geschritten ist, dann handelt es sich darum, daß man sich in diese Seele versetzt. Hier in der physischen Welt ist der Gegenstand da, man schaut ihn von außen an. Im Geistigen ist es so, daß man mit seinem ganzen Wesen in diesem Geistig-Seelischen selber darin ist. Und da verhält es sich in dem einzelnen Falle, von dem ich vorgestern sprach, so, daß es eben möglich war, sich hineinzuversetzen in die Seele dieser Persönlichkeit, die da durch die Pforte des Todes gegangen war und die von mir also charakterisiert worden ist als eine Persönlichkeit, die sich durch lange Jahre vor ihrem Tode viel mit dieser unserer Weltanschauung beschäftigt hat, die ganz darin lebte, so daß sie ihren eigenen Inhalt, das, was sie als Wesen dadurch war, daß sie sich in Geisteswissenschaft eingelebt und gewisse Kräfte aufgenommen hatte, nun in Worte fassen konnte, solange sie noch in ihrem Ätherleibe war. Das gelang mir aufzufangen von der Toten, die durch die Pforte des Todes gegangen war, und das mußte ich bei der Bestattung sprechen.

[ 18 ] In andern Fällen war es dann anders. Als ich zu sprechen hatte bei der Bestattung unseres lieben Fritz Mitscher, der ja den Mitgliedern unseres Zweiges hier besonders teuer sein muß, war es so, daß ich die Notwendigkeit fühlte, mich auch in diese Seele, die durch die Pforte des Todes gegangen war, voll zu versetzen. Aber nun ergab sich die Notwendigkeit, das, was diese Seele im Leben war für diejenigen, die mit ihr befreundet und um sie herum waren, auch als Mitglieder unserer anthroposophischen Bewegung, es ergab sich die Notwendigkeit, das in Worte zu fassen, um mit dieser Seele zusammen nach dem Tode das durchzudenken und gemeinschaftlich zu durchleben, was Anspornung und Vergrößerung jenes Willens ist, der aus der Selbsterkenntnis folgt. Da ergab sich dann die Notwendigkeit, gerade bei dieser Bestattung Dinge zu sagen, welche zusammenklingen mit dem, was unser lieber Freund Fritz Mitscher in den Zeiten seiner Entwickelung, nachdem er in unsere geisteswissenschaftliche Bewegung hereingekommen war, durchmachte, was er sich angeeignet hat, wie ihn da sein inneres Karma getrieben hat. Und die Worte, die ich da zu sprechen hatte, sind ja, wie gesagt, nicht meine Worte, sie sind aus den Kräften seiner eigenen Seele hervorgegangen, aber so geformt, daß sie das Wesentliche der Jahre ausdrückten, die seinem Tode vorausgegangen sind. Ich mußte das sagen — nicht: ich wollte das sagen, was ich da zu sagen hatte. Natürlich ist es nicht etwas, was unmittelbar seine eigenen Worte waren; die betreffende Seele würde dies niemals von sich selber im Leben gesagt haben. Es ist dasjenige, was doch die andere Seele empfunden hat, die aber dann verbunden ist mit der Seele des Abgeschiedenen, so wie man nur mit einer Seele empfinden kann, die schon entkörpert ist. Ich will Ihnen diese Worte, die ich bei der Bestattung zu sprechen hatte, mitteilen:

[ 18 ] In andern Fällen war es dann anders. Als ich zu sprechen hatte bei der Bestattung unseres lieben Fritz Mitscher, der ja den Mitgliedern unseres Zweiges hier besonders teuer sein muß, war es so, daß ich die Notwendigkeit fühlte, mich auch in diese Seele, die durch die Pforte des Todes gegangen war, voll zu versetzen. Aber nun ergab sich die Notwendigkeit, das, was diese Seele im Leben war für diejenigen, die mit ihr befreundet und um sie herum waren, auch als Mitglieder unserer anthroposophischen Bewegung, es ergab sich die Notwendigkeit, das in Worte zu fassen, um mit dieser Seele zusammen nach dem Tode das durchzudenken und gemeinschaftlich zu durchleben, was Anspornung und Vergrößerung jenes Willens ist, der aus der Selbsterkenntnis folgt. Da ergab sich dann die Notwendigkeit, gerade bei dieser Bestattung Dinge zu sagen, welche zusammenklingen mit dem, was unser lieber Freund Fritz Mitscher in den Zeiten seiner Entwickelung, nachdem er in unsere geisteswissenschaftliche Bewegung hereingekommen war, durchmachte, was er sich angeeignet hat, wie ihn da sein inneres Karma getrieben hat. Und die Worte, die ich da zu sprechen hatte, sind ja, wie gesagt, nicht meine Worte, sie sind aus den Kräften seiner eigenen Seele hervorgegangen, aber so geformt, daß sie das Wesentliche der Jahre ausdrückten, die seinem Tode vorausgegangen sind. Ich mußte das sagen — nicht: ich wollte das sagen, was ich da zu sagen hatte. Natürlich ist es nicht etwas, was unmittelbar seine eigenen Worte waren; die betreffende Seele würde dies niemals von sich selber im Leben gesagt haben. Es ist dasjenige, was doch die andere Seele empfunden hat, die aber dann verbunden ist mit der Seele des Abgeschiedenen, so wie man nur mit einer Seele empfinden kann, die schon entkörpert ist. Ich will Ihnen diese Worte, die ich bei der Bestattung zu sprechen hatte, mitteilen:

Eine Hoffnung, uns beglückend:
So betratest Du das Feld,
Wo der Erde Geistesblüten,
Durch die Kraft des Seelenseins,
Sich dem Forschen zeigen möchten.

Lautrer Wahrheitliebe Wesen
War Dein Sehnen urverwandt;
us dem Geisteslicht zu schaffen,
War das ernste Lebensziel,
Dem Du rastlos nachgestrebt.

Deine schönen Gaben pflegtest Du,
Um der Geist-Erkenntnis hellen Weg,
Unbeirrt vom Welten-Widerspruch
Als der Wahrheit treuer Diener
Sichern Schrittes hinzuwandeln.

Deine Geistorgane übtest Du,
Daß sie tapfer und beharrlich
An des Weges beide Ränder
Dir den Irrtum drängten
Und Dir Raum für Wahrheit schufen.

Dir Dein Selbst zur Offenbarung
Reinen Lichtes zu gestalten,
Daß die Seelen-Sonnenkraft
Dir im Innern machtvoll strahle,
War Dir Lebenssorg’ und Freude.

Andre Sorgen, andre Freuden,
Sie berührten Deine Seele kaum,
Weil Erkenntnis Dir als Licht,
Das dem Dasein Sinn verleiht,
Als des Lebens wahrer Wert erschien.

Eine Hoffnung, uns beglückend:
So betratest Du das Feld,
Wo der Erde Geistesblüten
Durch die Kraft des Seelenseins
Sich dem Forschen zeigen möchten.

Ein Verlust, der tief uns schmerzt,
So entschwindest Du dem Feld,
Wo des Geistes Erdenkeime
In dem Schoß des Seelenseins
Deinem Sphärensinne reiften.

Fühle, wie wir liebend blicken
In die Höhen, die Dich jetzt
Hin zu andrem Schaffen rufen.
eiche den verlaß’nen Freunden
Deine Kraft aus Geistgebieten.

Höre unsrer Seelen Bitte,
Im Vertrau’n Dir nachgesandt:
Wir bedürfen hier zum Erdenwerk
Starker Kraft aus Geistes-Landen,
Die wir toten Freunden danken.

Eine Hoffnung, uns beglückend,
in Verlust, der tief uns schmerzt:
Laß uns hoffen, daß Du ferne-nah,
Unverloren unsrem Leben, leuchtest
Als ein Seelenstern im Geistbereich.

Eine Hoffnung, uns beglückend:
So betratest Du das Feld,
Wo der Erde Geistesblüten,
Durch die Kraft des Seelenseins,
Sich dem Forschen zeigen möchten.

Lautrer Wahrheitliebe Wesen
War Dein Sehnen urverwandt;
us dem Geisteslicht zu schaffen,
War das ernste Lebensziel,
Dem Du rastlos nachgestrebt.

Deine schönen Gaben pflegtest Du,
Um der Geist-Erkenntnis hellen Weg,
Unbeirrt vom Welten-Widerspruch
Als der Wahrheit treuer Diener
Sichern Schrittes hinzuwandeln.

Deine Geistorgane übtest Du,
Daß sie tapfer und beharrlich
An des Weges beide Ränder
Dir den Irrtum drängten
Und Dir Raum für Wahrheit schufen.

Dir Dein Selbst zur Offenbarung
Reinen Lichtes zu gestalten,
Daß die Seelen-Sonnenkraft
Dir im Innern machtvoll strahle,
War Dir Lebenssorg’ und Freude.

Andre Sorgen, andre Freuden,
Sie berührten Deine Seele kaum,
Weil Erkenntnis Dir als Licht,
Das dem Dasein Sinn verleiht,
Als des Lebens wahrer Wert erschien.

Eine Hoffnung, uns beglückend:
So betratest Du das Feld,
Wo der Erde Geistesblüten
Durch die Kraft des Seelenseins
Sich dem Forschen zeigen möchten.

Ein Verlust, der tief uns schmerzt,
So entschwindest Du dem Feld,
Wo des Geistes Erdenkeime
In dem Schoß des Seelenseins
Deinem Sphärensinne reiften.

Fühle, wie wir liebend blicken
In die Höhen, die Dich jetzt
Hin zu andrem Schaffen rufen.
eiche den verlaß’nen Freunden
Deine Kraft aus Geistgebieten.

Höre unsrer Seelen Bitte,
Im Vertrau’n Dir nachgesandt:
Wir bedürfen hier zum Erdenwerk
Starker Kraft aus Geistes-Landen,
Die wir toten Freunden danken.

Eine Hoffnung, uns beglückend,
in Verlust, der tief uns schmerzt:
Laß uns hoffen, daß Du ferne-nah,
Unverloren unsrem Leben, leuchtest
Als ein Seelenstern im Geistbereich.

[ 19 ] Wenn diese Worte nicht so genommen werden dürften, daß sie etwa von der Seele selbst gesprochen werden, so sind sie doch in solcher Gemeinschaft mit der Seele gesprochen gewesen, daß nach verhältnismäßig ganz kurzer Zeit sich von dieser Seele etwas offenbarte, was aber jetzt nur von der Seele kam; also nun gar nicht von meiner Seele, sondern nur von der Seele, die durch die Pforte des Todes gegangen war. Und das klang dann so, und wiederholt seit jener Zeit her klingen mir immer wiederum diese Worte:

[ 19 ] Wenn diese Worte nicht so genommen werden dürften, daß sie etwa von der Seele selbst gesprochen werden, so sind sie doch in solcher Gemeinschaft mit der Seele gesprochen gewesen, daß nach verhältnismäßig ganz kurzer Zeit sich von dieser Seele etwas offenbarte, was aber jetzt nur von der Seele kam; also nun gar nicht von meiner Seele, sondern nur von der Seele, die durch die Pforte des Todes gegangen war. Und das klang dann so, und wiederholt seit jener Zeit her klingen mir immer wiederum diese Worte:

Mir mein Selbst zur Offenbarung
Reinen Lichtes zu gestalten,
Daß die Seelen-Sonnenkraft
Mir im Innern machtvoll strahle,
War mir Lebenssorg’ und Freude.

Andre Sorgen, andre Freuden,
Sie berührten meine Seele kaum,
Weil Erkenntnis mir als Licht,
Das dem Dasein Sinn verleiht,
Als des Lebens wahrer Wert erschien.

Mir mein Selbst zur Offenbarung
Reinen Lichtes zu gestalten,
Daß die Seelen-Sonnenkraft
Mir im Innern machtvoll strahle,
War mir Lebenssorg’ und Freude.

Andre Sorgen, andre Freuden,
Sie berührten meine Seele kaum,
Weil Erkenntnis mir als Licht,
Das dem Dasein Sinn verleiht,
Als des Lebens wahrer Wert erschien.

[ 20 ] So klangen die Worte zurück. Ich hatte selbst erst nachher entdeckt, daß die zwei Strophen, die mitten darinnen sind, sich unmittelbar aus dem Du ins Ich und aus dem Dir ins Mir umwandeln lassen. Ich hatte es vorher nicht gewußt. Denn ich hatte die Strophen so vernommen, wie ich sie Ihnen zuerst gelesen habe. Und nun kamen sie zurück aus dem Wesen des Toten, von ihm gesprochen:

[ 20 ] So klangen die Worte zurück. Ich hatte selbst erst nachher entdeckt, daß die zwei Strophen, die mitten darinnen sind, sich unmittelbar aus dem Du ins Ich und aus dem Dir ins Mir umwandeln lassen. Ich hatte es vorher nicht gewußt. Denn ich hatte die Strophen so vernommen, wie ich sie Ihnen zuerst gelesen habe. Und nun kamen sie zurück aus dem Wesen des Toten, von ihm gesprochen:

Mir mein Selbst zur Offenbarung
Reinen Lichtes zu gestalten,
Daß die Seelen-Sonnenkraft
Mir im Innern machtvoll strahle,
War mir Lebenssorg’ und Freude.

Andre Sorgen, andre Freuden,
Sie berührten meine Seele kaum,
Weil Erkenntnis mir als Licht,
Das dem Dasein Sinn verleiht,
Als des Lebens wahrer Wert erschien.

Mir mein Selbst zur Offenbarung
Reinen Lichtes zu gestalten,
Daß die Seelen-Sonnenkraft
Mir im Innern machtvoll strahle,
War mir Lebenssorg’ und Freude.

Andre Sorgen, andre Freuden,
Sie berührten meine Seele kaum,
Weil Erkenntnis mir als Licht,
Das dem Dasein Sinn verleiht,
Als des Lebens wahrer Wert erschien.

Und als ich zum erstenmal, seither ist es öfter geschehen, diese Worte von dieser durch den Tod gegangenen Seele hörte, da kam ich erst darauf — denn dasjenige, was da vorgelesen worden ist, ist wirklich wortwörtlich so geschrieben, wie es gehört worden ist im Zusammenhang mit der andern Seele —, da kam ich erst darauf, daß ein Zwiegespräch entstehen konnte. Bei der Einäscherung war gesagt worden:

Und als ich zum erstenmal, seither ist es öfter geschehen, diese Worte von dieser durch den Tod gegangenen Seele hörte, da kam ich erst darauf — denn dasjenige, was da vorgelesen worden ist, ist wirklich wortwörtlich so geschrieben, wie es gehört worden ist im Zusammenhang mit der andern Seele —, da kam ich erst darauf, daß ein Zwiegespräch entstehen konnte. Bei der Einäscherung war gesagt worden:

Dir Dein Selbst zur Offenbarung,
Reinen Lichtes zu gestalten...

Dir Dein Selbst zur Offenbarung,
Reinen Lichtes zu gestalten...

[ 21 ] Dir und Dein, das kommt in diesen Strophen vor. Aber es war nicht irgendwie gemacht von mir. Ich merkte erst, als die Worte zurückkamen aus der verstorbenen Seele, daß diese Worte so geformt waren, daß man sie eben auch in der ersten Person zurückgeben könne:

[ 21 ] Dir und Dein, das kommt in diesen Strophen vor. Aber es war nicht irgendwie gemacht von mir. Ich merkte erst, als die Worte zurückkamen aus der verstorbenen Seele, daß diese Worte so geformt waren, daß man sie eben auch in der ersten Person zurückgeben könne:

Mir mein Selbst zur Offenbarung
einen Lichtes zu gestalten...

Mir mein Selbst zur Offenbarung
einen Lichtes zu gestalten...

[ 22 ] Sie sehen da ein über das Grab hinausreichendes Zwiegespräch, eine Art Verständigung.

[ 22 ] Sie sehen da ein über das Grab hinausreichendes Zwiegespräch, eine Art Verständigung.

[ 23 ] Ich möchte an dieses anknüpfend von etwas sprechen, was in unserer geisteswissenschaftlichen Bewegung ja oftmals erwähnt wird, wovon man aber nicht oft genug sprechen kann. Sie finden in den Strophen, die an eine durch die Pforte des Todes gegangene Seele gesprochen worden sind, etwas anklingend, das am bedeutsamsten da ausgesprochen ist, wo gesagt wird:

[ 23 ] Ich möchte an dieses anknüpfend von etwas sprechen, was in unserer geisteswissenschaftlichen Bewegung ja oftmals erwähnt wird, wovon man aber nicht oft genug sprechen kann. Sie finden in den Strophen, die an eine durch die Pforte des Todes gegangene Seele gesprochen worden sind, etwas anklingend, das am bedeutsamsten da ausgesprochen ist, wo gesagt wird:

Höre unsrer Seelen Bitte,
Im Vertrau’n Dir nachgesandt:
Wir bedürfen hier zum Erdenwerk
Starker Kraft aus Geistes-Landen,
Die wir toten Freunden danken.

Höre unsrer Seelen Bitte,
Im Vertrau’n Dir nachgesandt:
Wir bedürfen hier zum Erdenwerk
Starker Kraft aus Geistes-Landen,
Die wir toten Freunden danken.

[ 24 ] Nehmen Sie eine solche Sache nicht als bloße Worte. Das spricht von etwas, was im tiefsten Sinne bedeutungsvoll mit dem ganzen Wesen unserer geisteswissenschaftlichen Bewegung zusammenhängt.

[ 24 ] Nehmen Sie eine solche Sache nicht als bloße Worte. Das spricht von etwas, was im tiefsten Sinne bedeutungsvoll mit dem ganzen Wesen unserer geisteswissenschaftlichen Bewegung zusammenhängt.

[ 25 ] Wenn eine Seele so gestrebt hat wie diejenige, von der hier die Rede ist, so daß sie das, was sie sich aneignen konnte an Wissen, an Erfahrungen, durchdringen wollte mit den geisteswissenschaftlichen Impulsen, und sie geht so frühzeitig durch die Pforte des Todes, dann ist es wirklich so, daß solch eine Seele ein treuer Mitarbeiter bleiben kann. So war es etwas wie eine Bitte, wenn ich dieser Seele diese Worte nachgerufen habe, daß sie Helfer werde für dasjenige, was wir wollen müssen in die Erdenzukunft hinein. Denn das können Sie als ganz sicher betrachten: Die Kluft zwischen den Lebenden und den Toten muß im Laufe der Erdenentwickelung durch unsere Geisteswissenschaft wirklich lebendig überbrückt werden. Wir müssen lernen, ebenso wie wir mit den im physischen Leibe Lebenden zusammen sind, die Toten nicht als Tote, sondern als unter uns Lebende zu betrachten, als mit uns Lebende und Schaffende. Diejenigen, welche die sogenannten Toten sind, wirken dann mit uns mit jenen Kräften, die ihnen zur Verfügung stehen.

[ 25 ] Wenn eine Seele so gestrebt hat wie diejenige, von der hier die Rede ist, so daß sie das, was sie sich aneignen konnte an Wissen, an Erfahrungen, durchdringen wollte mit den geisteswissenschaftlichen Impulsen, und sie geht so frühzeitig durch die Pforte des Todes, dann ist es wirklich so, daß solch eine Seele ein treuer Mitarbeiter bleiben kann. So war es etwas wie eine Bitte, wenn ich dieser Seele diese Worte nachgerufen habe, daß sie Helfer werde für dasjenige, was wir wollen müssen in die Erdenzukunft hinein. Denn das können Sie als ganz sicher betrachten: Die Kluft zwischen den Lebenden und den Toten muß im Laufe der Erdenentwickelung durch unsere Geisteswissenschaft wirklich lebendig überbrückt werden. Wir müssen lernen, ebenso wie wir mit den im physischen Leibe Lebenden zusammen sind, die Toten nicht als Tote, sondern als unter uns Lebende zu betrachten, als mit uns Lebende und Schaffende. Diejenigen, welche die sogenannten Toten sind, wirken dann mit uns mit jenen Kräften, die ihnen zur Verfügung stehen.

[ 26 ] Wir müssen lebendig und nicht als Theorie das zu erfassen trachten, was die Geisteswissenschaft in uns an Impulsen schaffen und umsetzen soll in das lebendige Leben, das wir gerade der Kulturentwickelung aus dem Geiste heraus einfügen wollen. Und man muß wahrhaftig sagen: Man wird nach der Beschaffenheit unserer äußeren Kultur in der Zukunft die Hilfe derjenigen brauchen, die in den geistigen Welten droben sind. Diejenigen, die hier auf Erden der geisteswissenschaftlichen Bewegung wirklich Eingang verschaffen, die werden die toten Seelen brauchen. Daher wurde das gesagt, daß wir zum Erdenwerke der Kraft aus Geisteslanden bedürfen, die wir toten Freunden danken. Es ist gleichsam ein bittender Auftrag, daß diese weiterarbeitenden Seelen mit den Kräften, die gestärkt werden durch das, was sie hier aufnahmen, und durchdrungen von dem, was sie in Geisteslanden aufgenommen haben, mit uns wirken sollen auf Erden; daß sich diese durchdringen mit dem, was von derselben Art ist mit dem, was wit wollen.

[ 26 ] Wir müssen lebendig und nicht als Theorie das zu erfassen trachten, was die Geisteswissenschaft in uns an Impulsen schaffen und umsetzen soll in das lebendige Leben, das wir gerade der Kulturentwickelung aus dem Geiste heraus einfügen wollen. Und man muß wahrhaftig sagen: Man wird nach der Beschaffenheit unserer äußeren Kultur in der Zukunft die Hilfe derjenigen brauchen, die in den geistigen Welten droben sind. Diejenigen, die hier auf Erden der geisteswissenschaftlichen Bewegung wirklich Eingang verschaffen, die werden die toten Seelen brauchen. Daher wurde das gesagt, daß wir zum Erdenwerke der Kraft aus Geisteslanden bedürfen, die wir toten Freunden danken. Es ist gleichsam ein bittender Auftrag, daß diese weiterarbeitenden Seelen mit den Kräften, die gestärkt werden durch das, was sie hier aufnahmen, und durchdrungen von dem, was sie in Geisteslanden aufgenommen haben, mit uns wirken sollen auf Erden; daß sich diese durchdringen mit dem, was von derselben Art ist mit dem, was wit wollen.

[ 27 ] Ach, es kommt ja so manchmal symptomatisch heraus, welche Schwierigkeiten und Hemmnisse dasjenige, was wir unser anthroposophisches Erdenwerk nennen, findet. Unter mancherlei, was sich immer wieder beobachten läßt, sei jetzt nur das eine hervorgehoben. Da erschien in einer süddeutschen Zeitschrift vor einigen Jahren ein Artikel, der Aufsehen machte, weil die Kunde herumgetragen wurde, er rühre von einem sehr bedeutenden Philosophen her. Derjenige, der die Zeitschrift redigiert, heißt Karl Muth. Jener Karl Muth hat dazumal einen vielseitigen Artikel aufgenommen; als meine «Geheimwissenschaft im Umriß» erschienen ist, hat er diesen Artikel gebracht, eben in Anknüpfung an dieses Buch «Die Geheimwissenschaft». Es wäre mir vielleicht gar nicht so besonders schwierig gewesen, wenigstens das Schlimmste, das in dem Artikel stand, die törichtsten Behauptungen, etwas auszumerzen. Denn mit der Wahrheit jenes großen Philosophen verhält es sich ja folgendermaßen: Er gilt vielen wirklich als ein großer Philosoph. Aber manchen, denen er im Leben nahegetreten ist — er braucht ihnen gar nicht besonders nahe getreten zu sein, ihnen nur einmal gegenübergesessen zu haben —, denen erscheint er wie eine Art Klette, die sich anhängt. Und so erschien er mir, und ich habe mich seiner zu erwehren gehabt. Aber nachdem er mir Postkarte nach Postkarte, Brief nach Brief geschrieben hatte, schickte er mir auch als Manuskript diesen Artikel. Ich konnte mich nicht entschließen, den Artikel zu lesen, weil er schon zu töricht anfing. Da hieß es zum Beispiel: Geheimwissenschaft nenne Steiner das, was er da in seinem Buche schrieb. Aber eine geheime Wissenschaft könne es gar nicht geben, denn das sei das Wesen der Wissenschaft, daß sie nicht geheim, sondern öffentlich sei. — Also, eine Geheimwissenschaft widerspricht dem Wesen der Wissenschaft selbst! So fing es an. Und wo man blätterte, kam man auf solche unverschämten Torheiten, daß es mir fatal war, weiterzulesen, das Manuskript zu lesen. Es liegt immer noch irgendwo da. Es ist eine Torheit, dieses von der «Geheimwissenschaft», denn man braucht bloß deutsch zu können, um diese Torheit zu empfinden. Es ist das gerade, als wenn jemand sagte: Natürliche Wissenschaft gibt es nicht. Es gibt aber Naturwissenschaft! Eine geheime Wissenschaft gibt es freilich nicht, aber eine Geheimwissenschaft gibt es. Es war also zu töricht, aber der Herausgeber der Zeitschrift fand, daß es ein besonders bedeutender Artikel sei. Der Artikel ist viel gelesen worden, und es galt als etwas sehr Gescheites, was über die Geisteswissenschaft geschrieben worden ist, wo sie ja in Grund und Boden hinein kritisiert worden ist.

[ 27 ] Ach, es kommt ja so manchmal symptomatisch heraus, welche Schwierigkeiten und Hemmnisse dasjenige, was wir unser anthroposophisches Erdenwerk nennen, findet. Unter mancherlei, was sich immer wieder beobachten läßt, sei jetzt nur das eine hervorgehoben. Da erschien in einer süddeutschen Zeitschrift vor einigen Jahren ein Artikel, der Aufsehen machte, weil die Kunde herumgetragen wurde, er rühre von einem sehr bedeutenden Philosophen her. Derjenige, der die Zeitschrift redigiert, heißt Karl Muth. Jener Karl Muth hat dazumal einen vielseitigen Artikel aufgenommen; als meine «Geheimwissenschaft im Umriß» erschienen ist, hat er diesen Artikel gebracht, eben in Anknüpfung an dieses Buch «Die Geheimwissenschaft». Es wäre mir vielleicht gar nicht so besonders schwierig gewesen, wenigstens das Schlimmste, das in dem Artikel stand, die törichtsten Behauptungen, etwas auszumerzen. Denn mit der Wahrheit jenes großen Philosophen verhält es sich ja folgendermaßen: Er gilt vielen wirklich als ein großer Philosoph. Aber manchen, denen er im Leben nahegetreten ist — er braucht ihnen gar nicht besonders nahe getreten zu sein, ihnen nur einmal gegenübergesessen zu haben —, denen erscheint er wie eine Art Klette, die sich anhängt. Und so erschien er mir, und ich habe mich seiner zu erwehren gehabt. Aber nachdem er mir Postkarte nach Postkarte, Brief nach Brief geschrieben hatte, schickte er mir auch als Manuskript diesen Artikel. Ich konnte mich nicht entschließen, den Artikel zu lesen, weil er schon zu töricht anfing. Da hieß es zum Beispiel: Geheimwissenschaft nenne Steiner das, was er da in seinem Buche schrieb. Aber eine geheime Wissenschaft könne es gar nicht geben, denn das sei das Wesen der Wissenschaft, daß sie nicht geheim, sondern öffentlich sei. — Also, eine Geheimwissenschaft widerspricht dem Wesen der Wissenschaft selbst! So fing es an. Und wo man blätterte, kam man auf solche unverschämten Torheiten, daß es mir fatal war, weiterzulesen, das Manuskript zu lesen. Es liegt immer noch irgendwo da. Es ist eine Torheit, dieses von der «Geheimwissenschaft», denn man braucht bloß deutsch zu können, um diese Torheit zu empfinden. Es ist das gerade, als wenn jemand sagte: Natürliche Wissenschaft gibt es nicht. Es gibt aber Naturwissenschaft! Eine geheime Wissenschaft gibt es freilich nicht, aber eine Geheimwissenschaft gibt es. Es war also zu töricht, aber der Herausgeber der Zeitschrift fand, daß es ein besonders bedeutender Artikel sei. Der Artikel ist viel gelesen worden, und es galt als etwas sehr Gescheites, was über die Geisteswissenschaft geschrieben worden ist, wo sie ja in Grund und Boden hinein kritisiert worden ist.

[ 28 ] Jetzt ist der Krieg gekommen. Jener Philosoph ist kein Deutscher, sondern er rechnet sich jetzt zu den ärgsten Feinden Deutschlands. Und nun schreibt er eine Anzahl von Briefen an denselben Karl Muth, der dazumal — verzeihen Sie den trivialen Ausdruck — sich die Finger abgeleckt hat, daß er den Artikel von dem berühmten Philosophen bekommen hat. Es ist schon viel an Gift und Galle über Deutschland und das deutsche Volk ausgeschüttet worden, aber so giftig, so schaurig wie dasjenige, was dieser berühmte Philosoph in Briefen an Karl Muth schrieb, ist eigentlich wenig verfaßt worden. Da finden sich wirklich die gräßlichsten Urteile und Kritiken über das Deutschtum und deutsches Wesen. Das Folgende kann nun sogar als ein gutes Zeichen betrachtet werden. Der betreffende Philosoph schrieb, nachdem er Gift und Galle gespuckt hat, leider nicht mit «geheimer Wissenschaft», weil die Zensur es gar nicht hinderte, über die Grenze zu gehen, so daß es sogar in München ankam, und Muth den Mut fand, diese Gift und Galle wieder abzudrucken; jetzt aber nicht, um den «bedeutenden Aufsatz eines bedeutenden Mannes» abzudrucken, sondern — nach Jahren druckt derselbe Karl Muth diese Schrift über die Deutschen ab und schreibt: Selbstverständlich müsse man einen Mann, der so schreibe, sich so vorstellen, daß er ins Narrenhaus gehöre! — Sie sehen, für Karl Muth bedurfte es dieser Schrift über das deutsche Wesen, um darauf zu kommen, daß der Mann ein Narr ist. Vor einigen Jahren aber hat er denselben Narren auf unsere Geisteswissenschaft losgelassen. Ein vernünftiger Mensch konnte das schon dazumal wissen, aber Narren gelten oftmals auch als berühmte Philosophen; darauf kommt es nicht an! Aber Sie sehen daraus, wie die Dinge stehen, welchen Fährlichkeiten Geisteswissenschaft eigentlich ausgesetzt ist. Wäre der Krieg nicht gekommen und Karl Muth darüber belehrt worden, daß eigentlich der gute Mann, dieser Professor Wincenty Lutoslawski, ein Narr ist, so würde er bei Gelegenheit wiederum einen die Geisteswissenschaft vernichtenden Artikel aus der Feder dieses «berühmten Philosophen» angenommen haben.

[ 28 ] Jetzt ist der Krieg gekommen. Jener Philosoph ist kein Deutscher, sondern er rechnet sich jetzt zu den ärgsten Feinden Deutschlands. Und nun schreibt er eine Anzahl von Briefen an denselben Karl Muth, der dazumal — verzeihen Sie den trivialen Ausdruck — sich die Finger abgeleckt hat, daß er den Artikel von dem berühmten Philosophen bekommen hat. Es ist schon viel an Gift und Galle über Deutschland und das deutsche Volk ausgeschüttet worden, aber so giftig, so schaurig wie dasjenige, was dieser berühmte Philosoph in Briefen an Karl Muth schrieb, ist eigentlich wenig verfaßt worden. Da finden sich wirklich die gräßlichsten Urteile und Kritiken über das Deutschtum und deutsches Wesen. Das Folgende kann nun sogar als ein gutes Zeichen betrachtet werden. Der betreffende Philosoph schrieb, nachdem er Gift und Galle gespuckt hat, leider nicht mit «geheimer Wissenschaft», weil die Zensur es gar nicht hinderte, über die Grenze zu gehen, so daß es sogar in München ankam, und Muth den Mut fand, diese Gift und Galle wieder abzudrucken; jetzt aber nicht, um den «bedeutenden Aufsatz eines bedeutenden Mannes» abzudrucken, sondern — nach Jahren druckt derselbe Karl Muth diese Schrift über die Deutschen ab und schreibt: Selbstverständlich müsse man einen Mann, der so schreibe, sich so vorstellen, daß er ins Narrenhaus gehöre! — Sie sehen, für Karl Muth bedurfte es dieser Schrift über das deutsche Wesen, um darauf zu kommen, daß der Mann ein Narr ist. Vor einigen Jahren aber hat er denselben Narren auf unsere Geisteswissenschaft losgelassen. Ein vernünftiger Mensch konnte das schon dazumal wissen, aber Narren gelten oftmals auch als berühmte Philosophen; darauf kommt es nicht an! Aber Sie sehen daraus, wie die Dinge stehen, welchen Fährlichkeiten Geisteswissenschaft eigentlich ausgesetzt ist. Wäre der Krieg nicht gekommen und Karl Muth darüber belehrt worden, daß eigentlich der gute Mann, dieser Professor Wincenty Lutoslawski, ein Narr ist, so würde er bei Gelegenheit wiederum einen die Geisteswissenschaft vernichtenden Artikel aus der Feder dieses «berühmten Philosophen» angenommen haben.

[ 29 ] Daraus ersehen Sie auch, wie in unserer Zeit die Menschen oft nicht geneigt sind, durch ihre Urteilskraft darauf zu kommen, welchen Standpunkt sie der Geisteswissenschaft gegenüber einzunehmen haben. Das führe ich nur an, um an einem Beispiel zu zeigen — man könnte ja viele solche Beispiele anführen —, welchen Hindernissen unsere geisteswissenschaftliche Bewegung ausgesetzt ist; daß sogar diejenigen, die später als Narren angesehen werden müssen, gegen sie losgelassen werden. Dann darf vielleicht auch das Urteil berechtigt sein, daß auch manches andere, was gegen diese Geisteswissenschaft gesagt wird, nicht gescheiter ist. Denn, wo es einmal recht eklatant bewiesen werden konnte, da ist es ja bewiesen worden.

[ 29 ] Daraus ersehen Sie auch, wie in unserer Zeit die Menschen oft nicht geneigt sind, durch ihre Urteilskraft darauf zu kommen, welchen Standpunkt sie der Geisteswissenschaft gegenüber einzunehmen haben. Das führe ich nur an, um an einem Beispiel zu zeigen — man könnte ja viele solche Beispiele anführen —, welchen Hindernissen unsere geisteswissenschaftliche Bewegung ausgesetzt ist; daß sogar diejenigen, die später als Narren angesehen werden müssen, gegen sie losgelassen werden. Dann darf vielleicht auch das Urteil berechtigt sein, daß auch manches andere, was gegen diese Geisteswissenschaft gesagt wird, nicht gescheiter ist. Denn, wo es einmal recht eklatant bewiesen werden konnte, da ist es ja bewiesen worden.

[ 30 ] Das müssen wir uns schon klarmachen, daß wir zum Lebendigmachen dessen, was die geisteswissenschaftlichen Impulse sind, auch die Kräfte gerade derjenigen brauchen, die durch des Todes Pforte gegangen sind, und die, bevor sie durch diese Pforte schritten, dasjenige aufgenommen haben, was im Lichte der Geisteswissenschaft enthalten ist. Die Kluft zwischen Lebenden und Toten muß vor allen Dingen zuerst auf unserem geisteswissenschaftlichen Felde selbst hinweggeräumt werden. Darum muß immer wieder und wiederum etwas wie eine Ermahnung auftauchen: Das Bewußtsein, daß wir nahestehende Seelen hatten, solange sie im physischen Leibe unter uns wandelten, das wollen wir bewahren, ganz so wie es war vorher, nur eben entsprechend gerichtet nach der andern Lebensform; das wollen wir bewahren, auch wenn die betreffenden Seelen durch die Pforte des Todes gegangen sind. Denn zu dem Schönsten, zu dem Bedeutsamsten, was wir uns aus der Geisteswissenschaft erringen können, wird es gehören, wenn wir diejenigen, die durch die Pforte des Todes gegangen sind, ansehen können wie unter uns Lebende, wie uns Begegnende; ganz so, wie uns diejenigen begegnen, die im physischen Leibe leben. Und das wird eine wesentliche Unterstützung finden dadurch, daß jetzt so viele Seelen auf den Feldern, wo Neues sich vorbereitet aus Blut und Tod heraus, in frühen physischen Lebensaltern durch die Pforte des Todes gehen und unverbrauchte Ätherleiber der geistigen Welt überliefern.

[ 30 ] Das müssen wir uns schon klarmachen, daß wir zum Lebendigmachen dessen, was die geisteswissenschaftlichen Impulse sind, auch die Kräfte gerade derjenigen brauchen, die durch des Todes Pforte gegangen sind, und die, bevor sie durch diese Pforte schritten, dasjenige aufgenommen haben, was im Lichte der Geisteswissenschaft enthalten ist. Die Kluft zwischen Lebenden und Toten muß vor allen Dingen zuerst auf unserem geisteswissenschaftlichen Felde selbst hinweggeräumt werden. Darum muß immer wieder und wiederum etwas wie eine Ermahnung auftauchen: Das Bewußtsein, daß wir nahestehende Seelen hatten, solange sie im physischen Leibe unter uns wandelten, das wollen wir bewahren, ganz so wie es war vorher, nur eben entsprechend gerichtet nach der andern Lebensform; das wollen wir bewahren, auch wenn die betreffenden Seelen durch die Pforte des Todes gegangen sind. Denn zu dem Schönsten, zu dem Bedeutsamsten, was wir uns aus der Geisteswissenschaft erringen können, wird es gehören, wenn wir diejenigen, die durch die Pforte des Todes gegangen sind, ansehen können wie unter uns Lebende, wie uns Begegnende; ganz so, wie uns diejenigen begegnen, die im physischen Leibe leben. Und das wird eine wesentliche Unterstützung finden dadurch, daß jetzt so viele Seelen auf den Feldern, wo Neues sich vorbereitet aus Blut und Tod heraus, in frühen physischen Lebensaltern durch die Pforte des Todes gehen und unverbrauchte Ätherleiber der geistigen Welt überliefern.

[ 31 ] Der Ätherleib des Menschen ist ja so zubereitet, daß er bis in das höchste Alter hinein den Menschen mit Lebenskraft versorgen kann. Geht der Mensch nun im jugendlichen Alter durch die Pforte des Todes, so bleiben die Kräfte unverbraucht, die hier noch hätten verwendet werden können, wenn der Mensch ein höheres Alter erteicht hätte. Und wir können jetzt hinaufschauen in die geistige, die ätherische Welt, wo der Mensch noch einige Zeit bleibt, wenn er den physischen Plan verlassen hat; da sind von denen, die auf den Feldern der Ereignisse gefallen sind, die durch die Pforte des Todes gegangen sind, eben viele jugendliche Ätherleiber vorhanden, die sich nicht gleich auflösen, sondern die bleiben, zusammenhaltend und die Kräfte enthaltend, die lange Zeit noch hätten Lebensverhältnisse versorgen können.

[ 31 ] Der Ätherleib des Menschen ist ja so zubereitet, daß er bis in das höchste Alter hinein den Menschen mit Lebenskraft versorgen kann. Geht der Mensch nun im jugendlichen Alter durch die Pforte des Todes, so bleiben die Kräfte unverbraucht, die hier noch hätten verwendet werden können, wenn der Mensch ein höheres Alter erteicht hätte. Und wir können jetzt hinaufschauen in die geistige, die ätherische Welt, wo der Mensch noch einige Zeit bleibt, wenn er den physischen Plan verlassen hat; da sind von denen, die auf den Feldern der Ereignisse gefallen sind, die durch die Pforte des Todes gegangen sind, eben viele jugendliche Ätherleiber vorhanden, die sich nicht gleich auflösen, sondern die bleiben, zusammenhaltend und die Kräfte enthaltend, die lange Zeit noch hätten Lebensverhältnisse versorgen können.

[ 32 ] Diese Ätherleiber aber, sie werden da sein, sie werden Kräfte sein, die dann den Menschen zu Hilfe kommen können, wenn diese mit dem Bewußtsein der Geisteswissenschaft sehnend hinaufschauen, dahin, wo dasjenige sein wird, was in unverbrauchten Ätherleibern enthalten ist. Jene Kräfte von oben werden sich verbinden denen, die sich bewußt verbinden wollen mit diesen Kräften aus dem geisteswissenschaftlichen Bewußtsein heraus. Dieses fühlend und empfindend, sollen wir uns zu ihnen wenden. Wir sollen uns bekennen zu der geistigen Welt in lebendiger Weise. Wir sollen uns sagen können: Menschen muß es geben gerade in der Zukunft, in der Zeit, die auf diesen Krieg folgen wird, hier auf dieser unserer Erde, welche Seelen in sich tragen, die so in die geistige Welt hinaufschauen können, daß ihnen diese unverbrauchten Ätherleiber Realitäten sein werden; daß ihnen das zur Realität wird durch die Erkenntnis der geistigen Welt. Dann wird Geisteswissenschaft sich als gewachsen zeigen dem, was nicht nur Erkenntnis ist, sondern reales Leben; reales Leben auch durch die schicksaltragenden Ereignisse unserer Zeit. Und dann wird man sagen können: Dadurch, daß Seelen vorhanden sein werden in der Welt, die aufblicken zu den Ätherleibern da oben, die unverbraucht ihre Kräfte entwickeln, dadurch werden jene Menschenseelen auf der Erde aufnehmen können diese Kräfte und um so stärker wirken können. Und fruchtbar für die Erdenseelen in der Zukunft werden diese unverbrauchten Ätherleiberkräfte derjenigen sein, die heute auf den Feldern von Blut und Tod ihre Opfer dargebracht haben.

[ 32 ] Diese Ätherleiber aber, sie werden da sein, sie werden Kräfte sein, die dann den Menschen zu Hilfe kommen können, wenn diese mit dem Bewußtsein der Geisteswissenschaft sehnend hinaufschauen, dahin, wo dasjenige sein wird, was in unverbrauchten Ätherleibern enthalten ist. Jene Kräfte von oben werden sich verbinden denen, die sich bewußt verbinden wollen mit diesen Kräften aus dem geisteswissenschaftlichen Bewußtsein heraus. Dieses fühlend und empfindend, sollen wir uns zu ihnen wenden. Wir sollen uns bekennen zu der geistigen Welt in lebendiger Weise. Wir sollen uns sagen können: Menschen muß es geben gerade in der Zukunft, in der Zeit, die auf diesen Krieg folgen wird, hier auf dieser unserer Erde, welche Seelen in sich tragen, die so in die geistige Welt hinaufschauen können, daß ihnen diese unverbrauchten Ätherleiber Realitäten sein werden; daß ihnen das zur Realität wird durch die Erkenntnis der geistigen Welt. Dann wird Geisteswissenschaft sich als gewachsen zeigen dem, was nicht nur Erkenntnis ist, sondern reales Leben; reales Leben auch durch die schicksaltragenden Ereignisse unserer Zeit. Und dann wird man sagen können: Dadurch, daß Seelen vorhanden sein werden in der Welt, die aufblicken zu den Ätherleibern da oben, die unverbraucht ihre Kräfte entwickeln, dadurch werden jene Menschenseelen auf der Erde aufnehmen können diese Kräfte und um so stärker wirken können. Und fruchtbar für die Erdenseelen in der Zukunft werden diese unverbrauchten Ätherleiberkräfte derjenigen sein, die heute auf den Feldern von Blut und Tod ihre Opfer dargebracht haben.

[ 33 ] Aus diesem Grunde wollen wir auch heute wiederum gedenken jenes Zusammenwirkens, das entstehen kann zwischen den Seelen, die künftig durchseelt und durchgeistigt von geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen hinaufblicken zu dem, was aus diesem Kriege von den Ätherleibern zurückbleibt, was entstehen kann aus diesem inneren seelischen Zusammenwirken. Wir wollen auch heute wiederum jene Worte in unsere Seelen schreiben, die ich jetzt gerne am Ende unserer Zweigbetrachtungen spreche, aus dem ganzen Zusammenhang der Zeitereignisse heraus:

[ 33 ] Aus diesem Grunde wollen wir auch heute wiederum gedenken jenes Zusammenwirkens, das entstehen kann zwischen den Seelen, die künftig durchseelt und durchgeistigt von geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen hinaufblicken zu dem, was aus diesem Kriege von den Ätherleibern zurückbleibt, was entstehen kann aus diesem inneren seelischen Zusammenwirken. Wir wollen auch heute wiederum jene Worte in unsere Seelen schreiben, die ich jetzt gerne am Ende unserer Zweigbetrachtungen spreche, aus dem ganzen Zusammenhang der Zeitereignisse heraus:

Aus dem Mut der Kämpfer,
Aus dem Blut der Schlachten,
Aus dem Leid Verlassener,
Aus des Volkes Opfertaten
Wird erwachsen Geistesfrucht
Denken Seelen geistbewußt
Ihren Sinn ins Geisterreich.

Aus dem Mut der Kämpfer,
Aus dem Blut der Schlachten,
Aus dem Leid Verlassener,
Aus des Volkes Opfertaten
Wird erwachsen Geistesfrucht
Denken Seelen geistbewußt
Ihren Sinn ins Geisterreich.