Paths to Spiritual Insight and
the Renewal of an Artistic Worldview
GA 161
27 March 1915, Dornach
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Wege der geistigen Erkenntnis und der Erneuerung künstlerischer Weltanschauung
Achter Vortrag
Achter Vortrag
[ 1 ] Nachdem wir das letzte Mal, als wir uns hier versammeln konnten, Betrachtungen angestellt haben, die mehr an speziellere Erlebnisse anknüpften, wollen wir heute wiederum mehr ins Allgemeine der Geisteswissenschaft einen Ausblick tun. Es wird ja gelegentlich dieser Osterbetrachtungen möglich sein, Mannigfaltiges, auch Spezielleres wiederum zu besprechen, da wir die Betrachtungen von heute in der nächsten Woche fortsetzen werden.
[ 1 ] Nachdem wir das letzte Mal, als wir uns hier versammeln konnten, Betrachtungen angestellt haben, die mehr an speziellere Erlebnisse anknüpften, wollen wir heute wiederum mehr ins Allgemeine der Geisteswissenschaft einen Ausblick tun. Es wird ja gelegentlich dieser Osterbetrachtungen möglich sein, Mannigfaltiges, auch Spezielleres wiederum zu besprechen, da wir die Betrachtungen von heute in der nächsten Woche fortsetzen werden.
[ 2 ] Ausgehen möchte ich heute davon — was Sie alle im Grunde genommen längst wissen —, daß alle geisteswissenschaftliche Betrachtung gewonnen wird dadurch, daß die Erkenntnisse erworben werden nicht mit der Hilfe der Werkzeuge des physischen Leibes, sondern dadurch, daß das Seelisch-Geistige freigemacht wird von dem physischen Werkzeuge und dadurch als Seelisch-Geistiges in unmittelbare Verbindung kommt mit den geistigen Welten. Diese unmittelbare Verbindung mit den geistigen Welten ist im gewöhnlichen Leben und im gewöhnlichen Erkennen dadurch unterbrochen, daß wir uns im wachenden Zustande immer der Werkzeuge unseres physischen Leibes bedienen müssen, wenn wir in ein Verhältnis zur Welt kommen wollen. Und im schlafenden Zustande konzentriert sich all unser Wille auf unseren Zusammenhang mit dem Leibe, so daß das Begehren nach dem Leibe wie ein Nebel sich ausbreitet in unserem Seelisch-Geistigen während des Schlafes und uns hindert, während des Schlafzustandes im gewöhnlichen Leben irgend etwas in den geistigen Welten, in denen wir ja darinnen sind, zu erleben.
[ 2 ] Ausgehen möchte ich heute davon — was Sie alle im Grunde genommen längst wissen —, daß alle geisteswissenschaftliche Betrachtung gewonnen wird dadurch, daß die Erkenntnisse erworben werden nicht mit der Hilfe der Werkzeuge des physischen Leibes, sondern dadurch, daß das Seelisch-Geistige freigemacht wird von dem physischen Werkzeuge und dadurch als Seelisch-Geistiges in unmittelbare Verbindung kommt mit den geistigen Welten. Diese unmittelbare Verbindung mit den geistigen Welten ist im gewöhnlichen Leben und im gewöhnlichen Erkennen dadurch unterbrochen, daß wir uns im wachenden Zustande immer der Werkzeuge unseres physischen Leibes bedienen müssen, wenn wir in ein Verhältnis zur Welt kommen wollen. Und im schlafenden Zustande konzentriert sich all unser Wille auf unseren Zusammenhang mit dem Leibe, so daß das Begehren nach dem Leibe wie ein Nebel sich ausbreitet in unserem Seelisch-Geistigen während des Schlafes und uns hindert, während des Schlafzustandes im gewöhnlichen Leben irgend etwas in den geistigen Welten, in denen wir ja darinnen sind, zu erleben.
[ 3 ] Nun handelt es sich darum, daß der sich mit Geisteswissenschaft Beschäftigende wirklich genau einsieht den Wert der geisteswissenschaftlichen Beschäftigung als solcher und das Verhältnis dieser geisteswissenschaftlichen Beschäftigung zu dem persönlichen Streben, welches durch Meditation und Konzentration der Gedanken, Empfindungen und Willensimpulse oder sonst irgendwie, den Menschen hineinbringt in die geistige Welt. Denn darüber müssen wir uns vor allen Dingen klar sein, und das ist eine tiefe, bedeutungsvolle Wahrheit, daß jene Einheitlichkeit, die uns gewissermaßen umringt in der gewöhnlichen Welt, nicht in derselben Art in der geistigen Welt vorhanden ist. Ich habe schon hingewiesen darauf, daß diese Einheitlichkeit in dem ganzen Gefüge des geistig-seelischen Menschen begründet ist. Wie streben doch die meisten Menschen danach, immer wieder und wieder zu fragen: Was ist die Einheit der Welt? — Wie finden sie sich erst befriedigt, wenn sie alles auf ein Prinzip zurückführen können!
[ 3 ] Nun handelt es sich darum, daß der sich mit Geisteswissenschaft Beschäftigende wirklich genau einsieht den Wert der geisteswissenschaftlichen Beschäftigung als solcher und das Verhältnis dieser geisteswissenschaftlichen Beschäftigung zu dem persönlichen Streben, welches durch Meditation und Konzentration der Gedanken, Empfindungen und Willensimpulse oder sonst irgendwie, den Menschen hineinbringt in die geistige Welt. Denn darüber müssen wir uns vor allen Dingen klar sein, und das ist eine tiefe, bedeutungsvolle Wahrheit, daß jene Einheitlichkeit, die uns gewissermaßen umringt in der gewöhnlichen Welt, nicht in derselben Art in der geistigen Welt vorhanden ist. Ich habe schon hingewiesen darauf, daß diese Einheitlichkeit in dem ganzen Gefüge des geistig-seelischen Menschen begründet ist. Wie streben doch die meisten Menschen danach, immer wieder und wieder zu fragen: Was ist die Einheit der Welt? — Wie finden sie sich erst befriedigt, wenn sie alles auf ein Prinzip zurückführen können!
[ 4 ] In der Tat tritt uns die äußere physische Welt im eminenten Sinne als ein Ganzes, als ein einheitlich Gestaltetes entgegen, und diejenigen Menschen, welche gewissermaßen von dem Einheitsteufel ganz beherrscht sind, kommen zu allen möglichen Gedankenabstraktionen, indem sie suchen das einheitliche Prinzip der Welt.
[ 4 ] In der Tat tritt uns die äußere physische Welt im eminenten Sinne als ein Ganzes, als ein einheitlich Gestaltetes entgegen, und diejenigen Menschen, welche gewissermaßen von dem Einheitsteufel ganz beherrscht sind, kommen zu allen möglichen Gedankenabstraktionen, indem sie suchen das einheitliche Prinzip der Welt.
[ 5 ] Charakteristisch sind solche Persönlichkeiten, wie ein alter Herr, der mir einmal an einem Abend, als ich ihn wiedersah, entgegengetreten ist und mir mit der intensivsten Entdeckerfreude mitteilte: Jetzt habe er endlich ein einheitliches Prinzip gefunden, nach dem er alle Erscheinungen der Welt erklären könne. Dieses einheitliche Prinzip, so meinte er in seiner Entdeckerfreude, ließe sich mit zehn bis zwölf Worten sagen. Und er war so froh über diese Sache, daß er sagte: Den ganzen Kosmos kann ich jetzt erklären. — Hölle, Erde und Himmel wollte er erklären aus diesem Einheitsprinzip heraus.
[ 5 ] Charakteristisch sind solche Persönlichkeiten, wie ein alter Herr, der mir einmal an einem Abend, als ich ihn wiedersah, entgegengetreten ist und mir mit der intensivsten Entdeckerfreude mitteilte: Jetzt habe er endlich ein einheitliches Prinzip gefunden, nach dem er alle Erscheinungen der Welt erklären könne. Dieses einheitliche Prinzip, so meinte er in seiner Entdeckerfreude, ließe sich mit zehn bis zwölf Worten sagen. Und er war so froh über diese Sache, daß er sagte: Den ganzen Kosmos kann ich jetzt erklären. — Hölle, Erde und Himmel wollte er erklären aus diesem Einheitsprinzip heraus.
[ 6 ] Ich mußte vor kurzem an diese, vor vielen Jahren sich abspielende Episode wieder denken, als mir jemand schrieb, daß er dringend eine Unterredung mit mir haben müsse, weil er einen Menschen kennengelernt habe, der in der Lage sei, eine die Seele vollständig befriedigende Weltanschauung einem anderen in fünf Minuten beizubringen. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, daß für solche Unterredungen innerhalb einer ernst gemeinten geistigen Strömung keine Zeit vorhanden sein kann. Aber diejenigen Menschen, die also von dem Einheitsteufel, der zu gleicher Zeit immer eine Art Bequemlichkeitsteufel ist, besessen sind, die sind gerade in unserer Zeit besonders zahlreich.
[ 6 ] Ich mußte vor kurzem an diese, vor vielen Jahren sich abspielende Episode wieder denken, als mir jemand schrieb, daß er dringend eine Unterredung mit mir haben müsse, weil er einen Menschen kennengelernt habe, der in der Lage sei, eine die Seele vollständig befriedigende Weltanschauung einem anderen in fünf Minuten beizubringen. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, daß für solche Unterredungen innerhalb einer ernst gemeinten geistigen Strömung keine Zeit vorhanden sein kann. Aber diejenigen Menschen, die also von dem Einheitsteufel, der zu gleicher Zeit immer eine Art Bequemlichkeitsteufel ist, besessen sind, die sind gerade in unserer Zeit besonders zahlreich.
[ 7 ] Vor allen Dingen müssen wir demgegenüber im tiefsten Sinne das nehmen, was in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» ausgedrückt ist, daß, sobald wir die Schwelle der geistigen Welt überschreiten, wir wirklich in ein dreifaches Erleben hineingeführt werden. Das habe ich in diesem Buche ganz besonders betont, daß die Seele wie dreigespalten wird; und indem die Seele die Schwelle der geistigen Welt überschreitet, ist nichts mehr eigentlich vorhanden, was es einem möglich macht, an den Einheitsteufel, an diesen bequemen Einheitsteufel zu glauben.
[ 7 ] Vor allen Dingen müssen wir demgegenüber im tiefsten Sinne das nehmen, was in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» ausgedrückt ist, daß, sobald wir die Schwelle der geistigen Welt überschreiten, wir wirklich in ein dreifaches Erleben hineingeführt werden. Das habe ich in diesem Buche ganz besonders betont, daß die Seele wie dreigespalten wird; und indem die Seele die Schwelle der geistigen Welt überschreitet, ist nichts mehr eigentlich vorhanden, was es einem möglich macht, an den Einheitsteufel, an diesen bequemen Einheitsteufel zu glauben.
[ 8 ] Ja, wir fühlen selbst, daß wir, sobald wir die Schwelle der geistigen Welt überschreiten, mit unserem ganzen Wesen eigentlich in drei Welten eintreten, wirklich in drei Welten eintreten. Und wir müssen dies eigentlich nicht aus dem Auge verlieren, daß man nach dem Überschreiten der Schwelle der geistigen Welt das Erlebnis der drei Welten deutlich hat. Schon mit der ganzen Bildung unseres physischen Leibes gehören wir eigentlich drei Welten an. Ich möchte sagen: Zu diesem wunderbaren Gebilde «Mensch», das uns da entgegentritt in der physischen Welt, ist wirklich das Zusammenwirken von drei Welten, die eine verhältnismäßig starke Unabhängigkeit voneinander haben, notwendig. Und wenn wir die Bildung unseres Hauptes betrachten, die Bildung all dessen betrachten, was zum Haupte gehört, dann müssen wir, selbst wenn wir nur vom physischen Haupte sprechen, uns klar sein darüber, daß die Bildekraft unseres Hauptes und auch die Wesenheiten, die in diesen Bildekräften wirkend und schaffend sind, einer ganz anderen Welt angehören als zum Beispiel die Bildekraft unserer Brust, die Bildekraft alles dessen, was zu unserem Herzen gehört, einschließlich der Arme und Hände. Es ist gewissermaßen, wie wenn die Bildekraft zu diesen materiellen Teilen des Menschen einer ganz anderen Welt angehören würde als die Bildekräfte unseres Hauptes. Und wiederum gehören die Unterleibsorgane und die Beine einer ganz anderen Welt an als die beiden anderen Glieder, die genannt worden sind.
[ 8 ] Ja, wir fühlen selbst, daß wir, sobald wir die Schwelle der geistigen Welt überschreiten, mit unserem ganzen Wesen eigentlich in drei Welten eintreten, wirklich in drei Welten eintreten. Und wir müssen dies eigentlich nicht aus dem Auge verlieren, daß man nach dem Überschreiten der Schwelle der geistigen Welt das Erlebnis der drei Welten deutlich hat. Schon mit der ganzen Bildung unseres physischen Leibes gehören wir eigentlich drei Welten an. Ich möchte sagen: Zu diesem wunderbaren Gebilde «Mensch», das uns da entgegentritt in der physischen Welt, ist wirklich das Zusammenwirken von drei Welten, die eine verhältnismäßig starke Unabhängigkeit voneinander haben, notwendig. Und wenn wir die Bildung unseres Hauptes betrachten, die Bildung all dessen betrachten, was zum Haupte gehört, dann müssen wir, selbst wenn wir nur vom physischen Haupte sprechen, uns klar sein darüber, daß die Bildekraft unseres Hauptes und auch die Wesenheiten, die in diesen Bildekräften wirkend und schaffend sind, einer ganz anderen Welt angehören als zum Beispiel die Bildekraft unserer Brust, die Bildekraft alles dessen, was zu unserem Herzen gehört, einschließlich der Arme und Hände. Es ist gewissermaßen, wie wenn die Bildekraft zu diesen materiellen Teilen des Menschen einer ganz anderen Welt angehören würde als die Bildekräfte unseres Hauptes. Und wiederum gehören die Unterleibsorgane und die Beine einer ganz anderen Welt an als die beiden anderen Glieder, die genannt worden sind.
[ 9 ] Nun können Sie fragen: Was hat denn das alles für eine Bedeutung? Es hat eine große Bedeutung, weil im Grunde genommen der gegenwärtige Menschheitszyklus so ist, daß man reine, echte, wirklich wahre Ergebnisse der Geisteswissenschaft nur dadurch bekommt, daß unser GeistigSeelisches herausgehoben wird aus dem Haupte. So daß gewissermaßen dies der hellseherische Aspekt eines Menschen ist, welcher geisteswissenschaftliche Beobachtungen hervorzubringen hat, die heute der Menschheit in richtigem Sinne dienen können (siehe Zeichnung). Dieser hellsichtige Aspekt ist so zu betrachten, daß das Geistig-Seelische hier vorzugsweise herausgehoben wird, und daß dieses Geistig-Seelische gleichsam angeschlossen wird, wie durch einen spirituell elektrischen Anschluß, an die Kräfte des Kosmos. Also es muß alles, das Ich und der astralische Leib bis zum Ätherleibe, herausgezogen werden. Dieses Herausziehen ist dann selbstverständlich verknüpft mit der Entwickelung der sogenannten Lotusblumen. Aber die Kräfte, welche die Lotusblumen in Bewegung setzen, liegen in diesem herausgehobenen oder herauszuhebenden Teile des Geistig-Seelischen des Menschen.
[ 9 ] Nun können Sie fragen: Was hat denn das alles für eine Bedeutung? Es hat eine große Bedeutung, weil im Grunde genommen der gegenwärtige Menschheitszyklus so ist, daß man reine, echte, wirklich wahre Ergebnisse der Geisteswissenschaft nur dadurch bekommt, daß unser GeistigSeelisches herausgehoben wird aus dem Haupte. So daß gewissermaßen dies der hellseherische Aspekt eines Menschen ist, welcher geisteswissenschaftliche Beobachtungen hervorzubringen hat, die heute der Menschheit in richtigem Sinne dienen können (siehe Zeichnung). Dieser hellsichtige Aspekt ist so zu betrachten, daß das Geistig-Seelische hier vorzugsweise herausgehoben wird, und daß dieses Geistig-Seelische gleichsam angeschlossen wird, wie durch einen spirituell elektrischen Anschluß, an die Kräfte des Kosmos. Also es muß alles, das Ich und der astralische Leib bis zum Ätherleibe, herausgezogen werden. Dieses Herausziehen ist dann selbstverständlich verknüpft mit der Entwickelung der sogenannten Lotusblumen. Aber die Kräfte, welche die Lotusblumen in Bewegung setzen, liegen in diesem herausgehobenen oder herauszuhebenden Teile des Geistig-Seelischen des Menschen.


[ 10 ] Dies, was so erlangt wird, daß das Hellsehen gewissermaßen ein Kopfhellsehen ist, das kann geisteswissenschaftliches Resultat in unserer Zeit sein; denn das dient der Menschheit, dieses kopfhellseherische Ergebnis. Von ganz anderer Art ist das hellseherische Ergebnis, das dadurch bewirkt wird, daß mehr das Geistig-Seelische der Organe des Herzens, der Arme und der Hände herausgehoben wird. Dieses Herausheben unterscheidet sich auch innerlich bedeutend von dem, was zustande kommt durch das, was ich nennen möchte das Kopfhellsehen. Das Herausheben aus dem materiellen Herzorgan wird mehr bewirkt durch die Meditation, die sich auf das Willensleben bezieht; es wird bewirkt durch die demütige Hingabe an den Weltenprozeß, während das Kopfhellsehen mehr durch die Gedanken, vorstellungsmäßig, aber auch durch empfindungsmäßige Vorstellungen bewirkt wird.
[ 10 ] Dies, was so erlangt wird, daß das Hellsehen gewissermaßen ein Kopfhellsehen ist, das kann geisteswissenschaftliches Resultat in unserer Zeit sein; denn das dient der Menschheit, dieses kopfhellseherische Ergebnis. Von ganz anderer Art ist das hellseherische Ergebnis, das dadurch bewirkt wird, daß mehr das Geistig-Seelische der Organe des Herzens, der Arme und der Hände herausgehoben wird. Dieses Herausheben unterscheidet sich auch innerlich bedeutend von dem, was zustande kommt durch das, was ich nennen möchte das Kopfhellsehen. Das Herausheben aus dem materiellen Herzorgan wird mehr bewirkt durch die Meditation, die sich auf das Willensleben bezieht; es wird bewirkt durch die demütige Hingabe an den Weltenprozeß, während das Kopfhellsehen mehr durch die Gedanken, vorstellungsmäßig, aber auch durch empfindungsmäßige Vorstellungen bewirkt wird.
[ 11 ] Es ist im allgemeinen mit Bezug auf diese beiden Arten des Hellsehens so, daß im Grunde das Herzhellsehen oder das Brusthellsehen, in dem Grade, wie es sich entwickeln soll, mit dem Kopfhellsehen sich schon entwickelt. Es führt das Brusthellsehen mehr zur Willensentwickelung, zum Zusammenhang mit den Aktionen der geistigen Wesenheiten niederer Hierarchien, wie derjenigen, die in den verschiedenen Reichen der Erde verkörpert sind, während das Kopfhellsehen mehr zu dem Anschauen, dem Erkennen, dem Wahrnehmen in den wirklich dem Menschen zunächst wichtigeren höheren Welten führt; wichtigeren, höheren Welten in dem Sinne, daß das Wissen von diesen höheren Mächten zur Befriedigung gewisser Erkenntnisbedürfnisse notwendig ist, die immer mehr und mehr auftreten müssen in der gegenwärtigen Menschheit. Je mehr wir der Zukunft unserer Entwickelung auf der Erde entgegenrücken, desto weniger werden die Menschen, ohne daß ihr Seelenleben ausgedörrt wird, leben können, wenn sie nicht in ihre Erkenntnis aufnehmen können die Ergebnisse dieses Hellsehens.
[ 11 ] Es ist im allgemeinen mit Bezug auf diese beiden Arten des Hellsehens so, daß im Grunde das Herzhellsehen oder das Brusthellsehen, in dem Grade, wie es sich entwickeln soll, mit dem Kopfhellsehen sich schon entwickelt. Es führt das Brusthellsehen mehr zur Willensentwickelung, zum Zusammenhang mit den Aktionen der geistigen Wesenheiten niederer Hierarchien, wie derjenigen, die in den verschiedenen Reichen der Erde verkörpert sind, während das Kopfhellsehen mehr zu dem Anschauen, dem Erkennen, dem Wahrnehmen in den wirklich dem Menschen zunächst wichtigeren höheren Welten führt; wichtigeren, höheren Welten in dem Sinne, daß das Wissen von diesen höheren Mächten zur Befriedigung gewisser Erkenntnisbedürfnisse notwendig ist, die immer mehr und mehr auftreten müssen in der gegenwärtigen Menschheit. Je mehr wir der Zukunft unserer Entwickelung auf der Erde entgegenrücken, desto weniger werden die Menschen, ohne daß ihr Seelenleben ausgedörrt wird, leben können, wenn sie nicht in ihre Erkenntnis aufnehmen können die Ergebnisse dieses Hellsehens.
[ 12 ] Und wieder eine dritte Art von Hellsehen ist diejenige, die dadurch entsteht, daß aus dem übrigen Menschen gelockert wird, also herausgehoben wird dasjenige, was man das Geistig-Seelische nennen kann. Da müßte ich (auf der Zeichnung $. 158) da unten, gegen das Ende zu, das Herausrücken andeuten.
[ 12 ] Und wieder eine dritte Art von Hellsehen ist diejenige, die dadurch entsteht, daß aus dem übrigen Menschen gelockert wird, also herausgehoben wird dasjenige, was man das Geistig-Seelische nennen kann. Da müßte ich (auf der Zeichnung $. 158) da unten, gegen das Ende zu, das Herausrücken andeuten.
[ 13 ] Wenn auch der Ausdruck nicht besonders ästhetisch ist, so darf ich aber doch vielleicht diese Art des Hellsehens das Bauchhellsehen nennen. So daß man wirklich unterscheiden kann: das Kopfhellsehen, das Brusthellsehen und das Bauchhellsehen.
[ 13 ] Wenn auch der Ausdruck nicht besonders ästhetisch ist, so darf ich aber doch vielleicht diese Art des Hellsehens das Bauchhellsehen nennen. So daß man wirklich unterscheiden kann: das Kopfhellsehen, das Brusthellsehen und das Bauchhellsehen.
[ 14 ] Während das Kopfhellsehen für unseren Menschheitszyklus im eminentesten Sinne dahin führt, von dem Menschen unabhängige Ergebnisse zu gewinnen, führt das Bauchhellsehen dazu, vorzugsweise Ergebnisse zu gewinnen, welche zusammenhängen mit dem, was im Menschen selber vorgeht. Dasjenige, was im Menschen selber vorgeht, muß selbstverständlich auch Gegenstand des Forschens sein, gibt es doch auch auf dem Gebiete des physischen Forschens die Anatomie und die Physiologie, die sich mit alledem zu befassen haben. Es darf nicht die Meinung auftauchen, daß dieses Bauchhellsehen nicht einen gewissen Wert, im höchsten Sinne des Wortes, haben könnte. Selbstverständlich hat es seinen Wert. Aber klar muß man sich darüber sein, daß dieses Bauchhellsehen nur wenig den Menschen unterrichten kann über dasjenige, was unpersönlich in den kosmischen Vorgängen sich abspielt, daß es im wesentlichen den Menschen unterrichtet über das, was in dem Menschen, ich möchte sagen, innerhalb der Haut des Menschen vor sich geht.
[ 14 ] Während das Kopfhellsehen für unseren Menschheitszyklus im eminentesten Sinne dahin führt, von dem Menschen unabhängige Ergebnisse zu gewinnen, führt das Bauchhellsehen dazu, vorzugsweise Ergebnisse zu gewinnen, welche zusammenhängen mit dem, was im Menschen selber vorgeht. Dasjenige, was im Menschen selber vorgeht, muß selbstverständlich auch Gegenstand des Forschens sein, gibt es doch auch auf dem Gebiete des physischen Forschens die Anatomie und die Physiologie, die sich mit alledem zu befassen haben. Es darf nicht die Meinung auftauchen, daß dieses Bauchhellsehen nicht einen gewissen Wert, im höchsten Sinne des Wortes, haben könnte. Selbstverständlich hat es seinen Wert. Aber klar muß man sich darüber sein, daß dieses Bauchhellsehen nur wenig den Menschen unterrichten kann über dasjenige, was unpersönlich in den kosmischen Vorgängen sich abspielt, daß es im wesentlichen den Menschen unterrichtet über das, was in dem Menschen, ich möchte sagen, innerhalb der Haut des Menschen vor sich geht.


[ 15 ] Über andere Gegensätze zwischen Kopfhellsehen und Bauchhellsehen werde ich noch sprechen, aber in bezug auf das Moralisch-Ethische sind diese beiden Arten im Grunde genommen auch innerlich recht gut zu unterscheiden. Das Brusthellsehen steht dazwischen, zwischen Kopfhellsehen und Bauchhellsehen. In bezug auf das Ethische ist verhältnismäßig am wichtigsten das Kopfhellsehen. Menschen, welche danach streben, in unpersönlicher Weise, in dem Sinne wie es angedeutet ist in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», zu einer Anschauung der höheren Welten zu kommen, Menschen, welche es sich nicht verdrießen lassen, diesen unbequemen, aber sicheren Weg zu gehen, die werden in bezug auf ihre Hellsichtigkeit auch etwas Unpersönliches in sich entwickeln, vor allen Dingen ein höheres Interesse für die objektive Welterkenntnis, für dasjenige, was in der Welt des kosmischen und in der Welt des geschichtlichen Werdens vor sich geht.
[ 15 ] Über andere Gegensätze zwischen Kopfhellsehen und Bauchhellsehen werde ich noch sprechen, aber in bezug auf das Moralisch-Ethische sind diese beiden Arten im Grunde genommen auch innerlich recht gut zu unterscheiden. Das Brusthellsehen steht dazwischen, zwischen Kopfhellsehen und Bauchhellsehen. In bezug auf das Ethische ist verhältnismäßig am wichtigsten das Kopfhellsehen. Menschen, welche danach streben, in unpersönlicher Weise, in dem Sinne wie es angedeutet ist in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», zu einer Anschauung der höheren Welten zu kommen, Menschen, welche es sich nicht verdrießen lassen, diesen unbequemen, aber sicheren Weg zu gehen, die werden in bezug auf ihre Hellsichtigkeit auch etwas Unpersönliches in sich entwickeln, vor allen Dingen ein höheres Interesse für die objektive Welterkenntnis, für dasjenige, was in der Welt des kosmischen und in der Welt des geschichtlichen Werdens vor sich geht.
[ 16 ] Von dem Menschen selber wird dieses Kopfhellsehen vorzugsweise in dem Sinne sprechen, daß es aufmerksam macht, wie der Mensch sich hineinstellt in den kosmischen, in den geschichtlichen Werdegang des Lebens, aufmerksam macht darauf, was der Mensch im Ganzen des Weltenprozesses ist, und es wird immer dasjenige, was herauskommt bei diesem Kopfhellsehen, einen unpersönlichen, ich möchte sagen, einen allgemein-wissenschaftlichen Charakter haben; es wird Mitteilungen enthalten, die Wichtigkeit haben — ich bitte das Wort wohl zu beachten für alle Menschen, nicht nur für den einen oder den anderen.
[ 16 ] Von dem Menschen selber wird dieses Kopfhellsehen vorzugsweise in dem Sinne sprechen, daß es aufmerksam macht, wie der Mensch sich hineinstellt in den kosmischen, in den geschichtlichen Werdegang des Lebens, aufmerksam macht darauf, was der Mensch im Ganzen des Weltenprozesses ist, und es wird immer dasjenige, was herauskommt bei diesem Kopfhellsehen, einen unpersönlichen, ich möchte sagen, einen allgemein-wissenschaftlichen Charakter haben; es wird Mitteilungen enthalten, die Wichtigkeit haben — ich bitte das Wort wohl zu beachten für alle Menschen, nicht nur für den einen oder den anderen.
[ 17 ] Dasjenige, was Bauchhellsehen ist, das wird vorzugsweise durchdrungen sein von allen möglichen menschlichen Egoismen, wird überhaupt sehr leicht dazu verführen, daß sich der betreffende Hellseher viel mit sich, mit den okkulten Unterlagen seines eigenen Geschickes befaßt, mit den okkulten Unterlagen seines persönlichen Wertes und Charakters. Das ergibt sich wie eine selbstverständliche Neigung aus dem, was man das Bauchhellsehen nennt.
[ 17 ] Dasjenige, was Bauchhellsehen ist, das wird vorzugsweise durchdrungen sein von allen möglichen menschlichen Egoismen, wird überhaupt sehr leicht dazu verführen, daß sich der betreffende Hellseher viel mit sich, mit den okkulten Unterlagen seines eigenen Geschickes befaßt, mit den okkulten Unterlagen seines persönlichen Wertes und Charakters. Das ergibt sich wie eine selbstverständliche Neigung aus dem, was man das Bauchhellsehen nennt.
[ 18 ] Nun tritt in bezug auf die anschauliche Natur zwischen den beiden Arten des Hellsehens ein starker Unterschied auf. Derjenige, der danach strebt, zunächst in dem Sinne, wie es gegeben ist in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», mit seinem Seelisch-Geistigen frei zu werden von dem Wahrnehmungsapparat des Kopfes, der also gewissermaßen den geistig-seelischen Teil des Kopfes herauslockert aus dem physischen Werkzeuge und mit diesem geistig-seelischen Kopfteile sich hineinzuversetzen vermag in die geistige Welt, der wird es außerordentlich schwer haben, aus bloß schattenhaft-hellseherischen Erlebnissen herauszukommen. Dieses Heraustreten aus dem Kopfe ist verbunden zunächst mit Erlebnissen, die wirklich nicht einmal die Farbe, die Gesättigtheit von lebhaften Erinnerungen haben, die also gewissermaßen innerlich sehr farblos auftreten, und erst wenn man in den Anstrengungen, die auf diesem Wege liegen, immer weiter und weiter dringt, stellt es sich heraus, daß der schattenhafte Charakter dieser Erlebnisse sich verliert, und daß gewissermaßen mit Farbigem und Tönendem die farblosen und schattenhaften Erlebnisse tingiert werden.
[ 18 ] Nun tritt in bezug auf die anschauliche Natur zwischen den beiden Arten des Hellsehens ein starker Unterschied auf. Derjenige, der danach strebt, zunächst in dem Sinne, wie es gegeben ist in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», mit seinem Seelisch-Geistigen frei zu werden von dem Wahrnehmungsapparat des Kopfes, der also gewissermaßen den geistig-seelischen Teil des Kopfes herauslockert aus dem physischen Werkzeuge und mit diesem geistig-seelischen Kopfteile sich hineinzuversetzen vermag in die geistige Welt, der wird es außerordentlich schwer haben, aus bloß schattenhaft-hellseherischen Erlebnissen herauszukommen. Dieses Heraustreten aus dem Kopfe ist verbunden zunächst mit Erlebnissen, die wirklich nicht einmal die Farbe, die Gesättigtheit von lebhaften Erinnerungen haben, die also gewissermaßen innerlich sehr farblos auftreten, und erst wenn man in den Anstrengungen, die auf diesem Wege liegen, immer weiter und weiter dringt, stellt es sich heraus, daß der schattenhafte Charakter dieser Erlebnisse sich verliert, und daß gewissermaßen mit Farbigem und Tönendem die farblosen und schattenhaften Erlebnisse tingiert werden.


[ 19 ] Denn der Prozeß, der sich da abspielt, ist der, daß wir herausrücken aus unserem Kopfe zunächst und wirklich in einer Welt darinnen sind, die wir sehr schwer haben zu bemerken. Dann, indem wir nach und nach, langsam uns erwerben die Möglichkeit, außerhalb unseres Kopfes zu leben, verstärken sich diese inneren Lebenskräfte, und die Folge davon ist, daß aus dem ganzen Umkreise der Welt die zuströmenden Kräfte zusammengezogen werden. Also denken Sie sich, aus dem ganzen Umkreise der Welt müssen die Kräfte zusammengezogen werden, und wenn wir aus dem Umkreise der Welt die ganzen Kräfte zusammenziehen, dann bekommen wir die Tingierung mit Farbigem und Tönendem. Denken Sie sich einmal, um sich das vorzustellen, Sie haben hier — a — eine Fläche, die sehr stark gefärbt ist, eine Kugelfläche. Und nun denken Sie sich diese Kugelfläche hinausgedehnt über eine große Fläche — b, c —. Da wird die Farbe viel blasser, und wenn wir sie noch weiter ausdehnen, so wird die Farbe immer blasser und blasser; wenn wir sie hereinbringen würden, so würden wir, wenn dies ein blasses Gelb ist, hier ein sehr gestärktes, gesättigtes Gelb bekommen, weil dieselbe Menge der Farbpunkte dann wieder mehr zusammenkonzentriert ist.
[ 19 ] Denn der Prozeß, der sich da abspielt, ist der, daß wir herausrücken aus unserem Kopfe zunächst und wirklich in einer Welt darinnen sind, die wir sehr schwer haben zu bemerken. Dann, indem wir nach und nach, langsam uns erwerben die Möglichkeit, außerhalb unseres Kopfes zu leben, verstärken sich diese inneren Lebenskräfte, und die Folge davon ist, daß aus dem ganzen Umkreise der Welt die zuströmenden Kräfte zusammengezogen werden. Also denken Sie sich, aus dem ganzen Umkreise der Welt müssen die Kräfte zusammengezogen werden, und wenn wir aus dem Umkreise der Welt die ganzen Kräfte zusammenziehen, dann bekommen wir die Tingierung mit Farbigem und Tönendem. Denken Sie sich einmal, um sich das vorzustellen, Sie haben hier — a — eine Fläche, die sehr stark gefärbt ist, eine Kugelfläche. Und nun denken Sie sich diese Kugelfläche hinausgedehnt über eine große Fläche — b, c —. Da wird die Farbe viel blasser, und wenn wir sie noch weiter ausdehnen, so wird die Farbe immer blasser und blasser; wenn wir sie hereinbringen würden, so würden wir, wenn dies ein blasses Gelb ist, hier ein sehr gestärktes, gesättigtes Gelb bekommen, weil dieselbe Menge der Farbpunkte dann wieder mehr zusammenkonzentriert ist.
[ 20 ] Nun steht das Kopfhellsehen dem ganzen Kosmos gegenüber, und über den ganzen Kosmos ist dasjenige ausgedehnt, was der Mensch erst zusammenkonzentrieren muß mit seinen Lebenskräften in das, was er selber ist hellseherisch seiner Wesenheit nach; so daß er wirklich nur im mühseligen Gang der inneren Entwickelung allmählich das Schattenhafte der Erlebnisse tingiert. Und dann, wenn man lange, lange sich Mühe gegeben hat, das allgemeine Erleben zu haben, das einem nur das Gefühl gibt, außerhalb seines Leibes zu sein, und wenn man dieses allgemeine Erleben lange gehabt hat und immer mehr ein Gefühl bekommen hat, ein intensiveres, aber noch nicht farbiges und tönendes, inneres Erleben zu haben, dann kommen allmählich die Gebiete aus dem Kosmos an das Kopfhellsehen heran.
[ 20 ] Nun steht das Kopfhellsehen dem ganzen Kosmos gegenüber, und über den ganzen Kosmos ist dasjenige ausgedehnt, was der Mensch erst zusammenkonzentrieren muß mit seinen Lebenskräften in das, was er selber ist hellseherisch seiner Wesenheit nach; so daß er wirklich nur im mühseligen Gang der inneren Entwickelung allmählich das Schattenhafte der Erlebnisse tingiert. Und dann, wenn man lange, lange sich Mühe gegeben hat, das allgemeine Erleben zu haben, das einem nur das Gefühl gibt, außerhalb seines Leibes zu sein, und wenn man dieses allgemeine Erleben lange gehabt hat und immer mehr ein Gefühl bekommen hat, ein intensiveres, aber noch nicht farbiges und tönendes, inneres Erleben zu haben, dann kommen allmählich die Gebiete aus dem Kosmos an das Kopfhellsehen heran.
[ 21 ] Das ist eine Sache der langsamen, selbstlosen Entwickelung. Insbesondere muß gesagt werden, daß zu dieser Entwickelung unerläßlich ist das Studium der Geisteswissenschaft. Es muß immer wieder und wieder betont werden, daß die Geisteswissenschaft, wenn sie gegeben ist, wirklich verstanden werden kann. Man kann das nicht oft genug betonen, daß man kein Hellseher zu sein braucht, um Geisteswissenschaft zu verstehen. Selbstverständlich muß man Hellseher sein, um zu den Ergebnissen zu kommen; aber wenn sie einmal da sind, braucht man kein Hellseher zu sein.
[ 21 ] Das ist eine Sache der langsamen, selbstlosen Entwickelung. Insbesondere muß gesagt werden, daß zu dieser Entwickelung unerläßlich ist das Studium der Geisteswissenschaft. Es muß immer wieder und wieder betont werden, daß die Geisteswissenschaft, wenn sie gegeben ist, wirklich verstanden werden kann. Man kann das nicht oft genug betonen, daß man kein Hellseher zu sein braucht, um Geisteswissenschaft zu verstehen. Selbstverständlich muß man Hellseher sein, um zu den Ergebnissen zu kommen; aber wenn sie einmal da sind, braucht man kein Hellseher zu sein.
[ 22 ] Dieses Verständnis der Geisteswissenschaft muß vorangehen dem eigentlichen Schauen. Auch hier ist es so, daß man sagen kann: es ist der umgekehrte Weg von dem der richtige, der in der physisch-sinnlichen Welt der richtige ist. In der physisch-sinnlichen Welt haben wir zuerst die richtigen Anschauungen, dann gehen wir zum gedanklichen Betrachten über; wir bilden uns die wissenschaftlichen Urteile hinterher. Beim Aufsteigen in die geistige Welt ist es umgekehrt. Da müssen wir zuerst die Begriffe und Vorstellungen entwickeln, müssen uns anstrengen, um uns objektiv in die Geisteswissenschaft einzuleben; sonst können wir niemals sicher sein, daß irgendwelche Beobachtung in der geistigen Welt von uns im richtigen Sinne gedeutet wird. Da muß die Wissenschaft eben dem Schauen vorangehen. Und das ist es, was vielen so unendlich unbequem ist: daß sie die Geisteswissenschaft studieren sollen. Das nehmen viele als unbegreifliche Zumutung hin. Denn sie streben danach, Anschauungen zu haben in der geistigen Welt. Gewiß, die kann man relativ leicht haben; aber sie richtig zu deuten, dazu gehört, daß man wirklich objektiv, selbstlos sich in die Geisteswissenschaft einläßt, sich mit ihr durchdringt.
[ 22 ] Dieses Verständnis der Geisteswissenschaft muß vorangehen dem eigentlichen Schauen. Auch hier ist es so, daß man sagen kann: es ist der umgekehrte Weg von dem der richtige, der in der physisch-sinnlichen Welt der richtige ist. In der physisch-sinnlichen Welt haben wir zuerst die richtigen Anschauungen, dann gehen wir zum gedanklichen Betrachten über; wir bilden uns die wissenschaftlichen Urteile hinterher. Beim Aufsteigen in die geistige Welt ist es umgekehrt. Da müssen wir zuerst die Begriffe und Vorstellungen entwickeln, müssen uns anstrengen, um uns objektiv in die Geisteswissenschaft einzuleben; sonst können wir niemals sicher sein, daß irgendwelche Beobachtung in der geistigen Welt von uns im richtigen Sinne gedeutet wird. Da muß die Wissenschaft eben dem Schauen vorangehen. Und das ist es, was vielen so unendlich unbequem ist: daß sie die Geisteswissenschaft studieren sollen. Das nehmen viele als unbegreifliche Zumutung hin. Denn sie streben danach, Anschauungen zu haben in der geistigen Welt. Gewiß, die kann man relativ leicht haben; aber sie richtig zu deuten, dazu gehört, daß man wirklich objektiv, selbstlos sich in die Geisteswissenschaft einläßt, sich mit ihr durchdringt.
[ 23 ] Nun ist gerade das Umgekehrte der Fall bei dem, was man nennen kann das Bauchhellsehen. Da gehen wir aus von demjenigen GeistigSeelischen, das zunächst gearbeitet hat an unserem Leiblich-Physischen. Denn all dem, was es in der Welt gibt, liegt ein Geistiges zugrunde. Wenn Sie, sagen wir, ein Stück Kohlrabi gegessen haben — wir sind ja meist Vegetarier — und es dann verarbeitet wird in unserem Organismus, so hat man es nicht bloß mit dem physisch-chemischen Prozeß zu tun, den der Magen mit seinen Kräften und Säften ausführt, sondern hinter dem allem sind der Ätherleib, der Astralleib und das Ich tätig. Alle diese Prozesse haben hinter sich geistig-spirituelle Prozesse. Es würde ganz falsch sein zu glauben, daß es materielle Prozesse gibt, die nicht einen spirituellen Prozeß hinter sich haben.
[ 23 ] Nun ist gerade das Umgekehrte der Fall bei dem, was man nennen kann das Bauchhellsehen. Da gehen wir aus von demjenigen GeistigSeelischen, das zunächst gearbeitet hat an unserem Leiblich-Physischen. Denn all dem, was es in der Welt gibt, liegt ein Geistiges zugrunde. Wenn Sie, sagen wir, ein Stück Kohlrabi gegessen haben — wir sind ja meist Vegetarier — und es dann verarbeitet wird in unserem Organismus, so hat man es nicht bloß mit dem physisch-chemischen Prozeß zu tun, den der Magen mit seinen Kräften und Säften ausführt, sondern hinter dem allem sind der Ätherleib, der Astralleib und das Ich tätig. Alle diese Prozesse haben hinter sich geistig-spirituelle Prozesse. Es würde ganz falsch sein zu glauben, daß es materielle Prozesse gibt, die nicht einen spirituellen Prozeß hinter sich haben.
[ 24 ] Denken Sie sich nun, Sie legen sich nach einem mehr oder weniger opulenten Mittagsmahle hin und werden hellsichtig, aber so hellsichtig, daß sich das Geistig-Seelische der Verdauungsorgane vor allen Dingen aus diesen Verdauungsorganen heraushebt. Dann leben Sie, während Ihr Magen und die übrigen Organe richtig verdauen, mit Ihrem GeistigSeelischen im Geistig-Seelischen selber. Und während Ihnen sonst der spirituelle Prozeß unbewußt bleibt, der sich in Ihrem Ätherleibe, Astralleibe und Ich vollzieht, kommt er Ihnen, wenn Sie hellseherisch werden, zum Bewußtsein, und Sie können dann, indem Sie sich erleben in dem Geistig-Seelischen, all jenes Arbeiten und Bilden und Schaffen des Geistig-Seelischen an den Leibesgliedern während der Verdauung sehen; sehen, indem es sich hinausprojiziert in die Welt, und Ihnen, bildhaft sich spiegelnd, im äußeren Äther erscheint. Dann bekommen Sie, weil Sie jetzt nicht so sehr aus dem Kosmos anzuziehen haben die Farbe, sondern weil Sie den ganzen Prozeß konzentriert in Ihrer eigenen Haut sich abspielen haben, die allerschönsten hellseherischen Gebilde. So daß ein Wunderbares, das sich abspielt um Sie in den herrlichsten, lichtesten Farben- und Gestaltungsprozessen, nichts anderes zu sein braucht als der in den Geistesorganen des Menschen vor sich gehende Verdauungsprozeß oder sonst ein im Leibe befindlicher Prozeß.
[ 24 ] Denken Sie sich nun, Sie legen sich nach einem mehr oder weniger opulenten Mittagsmahle hin und werden hellsichtig, aber so hellsichtig, daß sich das Geistig-Seelische der Verdauungsorgane vor allen Dingen aus diesen Verdauungsorganen heraushebt. Dann leben Sie, während Ihr Magen und die übrigen Organe richtig verdauen, mit Ihrem GeistigSeelischen im Geistig-Seelischen selber. Und während Ihnen sonst der spirituelle Prozeß unbewußt bleibt, der sich in Ihrem Ätherleibe, Astralleibe und Ich vollzieht, kommt er Ihnen, wenn Sie hellseherisch werden, zum Bewußtsein, und Sie können dann, indem Sie sich erleben in dem Geistig-Seelischen, all jenes Arbeiten und Bilden und Schaffen des Geistig-Seelischen an den Leibesgliedern während der Verdauung sehen; sehen, indem es sich hinausprojiziert in die Welt, und Ihnen, bildhaft sich spiegelnd, im äußeren Äther erscheint. Dann bekommen Sie, weil Sie jetzt nicht so sehr aus dem Kosmos anzuziehen haben die Farbe, sondern weil Sie den ganzen Prozeß konzentriert in Ihrer eigenen Haut sich abspielen haben, die allerschönsten hellseherischen Gebilde. So daß ein Wunderbares, das sich abspielt um Sie in den herrlichsten, lichtesten Farben- und Gestaltungsprozessen, nichts anderes zu sein braucht als der in den Geistesorganen des Menschen vor sich gehende Verdauungsprozeß oder sonst ein im Leibe befindlicher Prozeß.
[ 25 ] Dieses Hellsehen unterscheidet sich von dem anderen ganz besonders dadurch, daß während das andere Hellsehen von schattenhaften Gebilden ausgeht und erst mühselig die Tingierung mit Farbe und Ton erhält, dieses schon ausgeht von dem Schönsten und Herrlichsten, das man sehen kann. Man kann es geradezu als ein Gesetz aussprechen: wenn das Hellsehen beginnt mit den herrlichsten Gebilden, insbesondere mit Farbengebilden, dann ist es ein Hellsehen, das sich bezieht auf Prozesse, die sich innerhalb des Persönlichen abspielen. Ich betone aber noch ausdrücklich, daß es für das Erforschen der geistigen Welt von großem: Wert sein kann. Geradeso wie der Anatom und der Physiologe den; Verdauungsprozeß und andere Prozesse untersuchen müssen, so hat es auch einen höchsten wissenschaftlichen Wert, auf diese Weise das hinter den menschlichen Prozessen stehende Geistige, das Spirituelle zu erforschen. Aber schlimm wäre es, wenn man sich irgendwelchen Täuschungen hingeben würde, wenn man sich Illusionen hingeben und die Dinge nicht in der richtigen Weise deuten würde.
[ 25 ] Dieses Hellsehen unterscheidet sich von dem anderen ganz besonders dadurch, daß während das andere Hellsehen von schattenhaften Gebilden ausgeht und erst mühselig die Tingierung mit Farbe und Ton erhält, dieses schon ausgeht von dem Schönsten und Herrlichsten, das man sehen kann. Man kann es geradezu als ein Gesetz aussprechen: wenn das Hellsehen beginnt mit den herrlichsten Gebilden, insbesondere mit Farbengebilden, dann ist es ein Hellsehen, das sich bezieht auf Prozesse, die sich innerhalb des Persönlichen abspielen. Ich betone aber noch ausdrücklich, daß es für das Erforschen der geistigen Welt von großem: Wert sein kann. Geradeso wie der Anatom und der Physiologe den; Verdauungsprozeß und andere Prozesse untersuchen müssen, so hat es auch einen höchsten wissenschaftlichen Wert, auf diese Weise das hinter den menschlichen Prozessen stehende Geistige, das Spirituelle zu erforschen. Aber schlimm wäre es, wenn man sich irgendwelchen Täuschungen hingeben würde, wenn man sich Illusionen hingeben und die Dinge nicht in der richtigen Weise deuten würde.
[ 26 ] Wenn man glauben würde, daß ein solches, ohne die entsprechende Vorbereitung auftretendes Hellsehen mehr geben könnte, als was sich im Menschen abspielt und sich hinausprojiziert in die objektive Welt, wenn man glauben würde, daß man gewissermaßen den regierenden Weltenmächten, den tonangebenden geistigen Kräften durch ein solches Hellsehen näherkommen könnte, so würde man sich sehr täuschen. Ebensowenig wie man durch die Untersuchung der menschlichen Verdauung die Weltenrätsel lösen kann, ebensowenig kann man den Weltenrätseln und Geheimnissen dadurch näherkommen, daß man dieses Bauchhellsehen entwickelt.
[ 26 ] Wenn man glauben würde, daß ein solches, ohne die entsprechende Vorbereitung auftretendes Hellsehen mehr geben könnte, als was sich im Menschen abspielt und sich hinausprojiziert in die objektive Welt, wenn man glauben würde, daß man gewissermaßen den regierenden Weltenmächten, den tonangebenden geistigen Kräften durch ein solches Hellsehen näherkommen könnte, so würde man sich sehr täuschen. Ebensowenig wie man durch die Untersuchung der menschlichen Verdauung die Weltenrätsel lösen kann, ebensowenig kann man den Weltenrätseln und Geheimnissen dadurch näherkommen, daß man dieses Bauchhellsehen entwickelt.
[ 27 ] Sie sehen also, wieviel dazugehört, sich in der Welt, in die wir eintreten durch das Freiwerden unserer geistig-seelischen Kräfte, wirklich richtig zu orientieren. Niemand sollte etwa durch die Erörterungen, die darüber gepflogen worden sind, einen Abscheu haben vor dem Bauchhellsehen. Aber jeder sollte sich klar sein darüber, wie sich ein solches Hellsehen verhält zu dem, was wirklich geistiges Hellsehen werden kann, und wie man fernhalten muß von aller äußeren Überschätzung dasjenige, was auf hellseherischem Wege so gewonnen wird, daß es nur einen persönlichen Inhalt haben kann. Erst dann, wenn man bei diesen Dingen, die auch persönlichen Inhalt haben, absehen kann von dem Persönlichen und sie so betrachten kann wie der Anatom, der Physiologe dasjenige betrachtet, was er durch die Sektion erlebt oder durch seine Untersuchungen erhält, erst wenn man da zur wissenschaftlichen Betrachtung übergeht, dann haben die Dinge einen besonderen Wert. Jedenfalls dürfen sich an diese Dinge nicht im entferntesten irgendwelche religiöse Gefühle anknüpfen; die können sich nur an die Ergebnisse des Kopfhellsehens anknüpfen. Und man wird dem anderen Hellsehen um so gerechter, je mehr man geradezu die Forderung stellt, daß seine Ergebnisse nur im wissenschaftlich-objektiven Sinne behandelt werden, wie die Ergebnisse der Anatomie, der Physiologie.
[ 27 ] Sie sehen also, wieviel dazugehört, sich in der Welt, in die wir eintreten durch das Freiwerden unserer geistig-seelischen Kräfte, wirklich richtig zu orientieren. Niemand sollte etwa durch die Erörterungen, die darüber gepflogen worden sind, einen Abscheu haben vor dem Bauchhellsehen. Aber jeder sollte sich klar sein darüber, wie sich ein solches Hellsehen verhält zu dem, was wirklich geistiges Hellsehen werden kann, und wie man fernhalten muß von aller äußeren Überschätzung dasjenige, was auf hellseherischem Wege so gewonnen wird, daß es nur einen persönlichen Inhalt haben kann. Erst dann, wenn man bei diesen Dingen, die auch persönlichen Inhalt haben, absehen kann von dem Persönlichen und sie so betrachten kann wie der Anatom, der Physiologe dasjenige betrachtet, was er durch die Sektion erlebt oder durch seine Untersuchungen erhält, erst wenn man da zur wissenschaftlichen Betrachtung übergeht, dann haben die Dinge einen besonderen Wert. Jedenfalls dürfen sich an diese Dinge nicht im entferntesten irgendwelche religiöse Gefühle anknüpfen; die können sich nur an die Ergebnisse des Kopfhellsehens anknüpfen. Und man wird dem anderen Hellsehen um so gerechter, je mehr man geradezu die Forderung stellt, daß seine Ergebnisse nur im wissenschaftlich-objektiven Sinne behandelt werden, wie die Ergebnisse der Anatomie, der Physiologie.
[ 28 ] Nicht alles, was auf dem Wege des Hellsehens gefunden wird, ist — ich möchte diesen radikalen Satz aussprechen — anbetungswürdig; aber alles ist des Erlernens wert. Das ist es, was wir ins Auge fassen müssen. Ich sagte, für unseren Zyklus sei es ganz besonders wichtig, die Ergebnisse des Kopfhellsehens der allgemeinen geistigen Menschheitskultur einzuverleiben; und das ist wirklich wichtig. Ich will heute in bezug auf diese Wichtigkeit eine Seite der Sache einmal erwähnen. Wir leben wirklich in einer Zeit, in welcher sich die Menschheit vorbereiten muß, allmählich über den bloßen philosophischen Idealismus hinauszukommen und einzulaufen in ein wirkliches Bewußtsein von den geistigen Welten, von der allgemeinen geistigen Welt, in der wir darinnen leben, wie wir in der physischen Welt darinnen leben.
[ 28 ] Nicht alles, was auf dem Wege des Hellsehens gefunden wird, ist — ich möchte diesen radikalen Satz aussprechen — anbetungswürdig; aber alles ist des Erlernens wert. Das ist es, was wir ins Auge fassen müssen. Ich sagte, für unseren Zyklus sei es ganz besonders wichtig, die Ergebnisse des Kopfhellsehens der allgemeinen geistigen Menschheitskultur einzuverleiben; und das ist wirklich wichtig. Ich will heute in bezug auf diese Wichtigkeit eine Seite der Sache einmal erwähnen. Wir leben wirklich in einer Zeit, in welcher sich die Menschheit vorbereiten muß, allmählich über den bloßen philosophischen Idealismus hinauszukommen und einzulaufen in ein wirkliches Bewußtsein von den geistigen Welten, von der allgemeinen geistigen Welt, in der wir darinnen leben, wie wir in der physischen Welt darinnen leben.
[ 29 ] Nun, gehen wir von einem Erlebnisse des Kopfhellsehens aus, das wir leicht verstehen werden, wenn wir uns ein wenig vertieft haben in die Dinge, die gesagt worden sind in dem Münchner Zyklus, der zuletzt gehalten worden ist, und die auch ausgeführt worden sind in meinem Buche «Die Schwelle der geistigen Welt». Ich habe da besonders erwähnt, daß unser Denken eine Umänderung erfährt in dem Augenblicke, wo wir uns freimachen, besonders in bezug auf unsere Gedanken, von dem physischen Werkzeuge des Kopfes. Ich habe es damals grotesk ausgedrückt, indem ich gesagt habe: Wenn wir so frei werden, dann haben unsere Gedanken nicht mehr den Charakter, den sie haben im gewöhnlichen, alltäglichen Leben. Im gewöhnlichen, alltäglichen Erleben müssen wir das Gefühl haben — wenn wir nicht verrückt sind —, daß wir Herr sind über unsere Gedankenwelt, daß, wenn wir zwei Gedanken haben, wir es sind, die diese Gedanken verbinden oder trennen.
[ 29 ] Nun, gehen wir von einem Erlebnisse des Kopfhellsehens aus, das wir leicht verstehen werden, wenn wir uns ein wenig vertieft haben in die Dinge, die gesagt worden sind in dem Münchner Zyklus, der zuletzt gehalten worden ist, und die auch ausgeführt worden sind in meinem Buche «Die Schwelle der geistigen Welt». Ich habe da besonders erwähnt, daß unser Denken eine Umänderung erfährt in dem Augenblicke, wo wir uns freimachen, besonders in bezug auf unsere Gedanken, von dem physischen Werkzeuge des Kopfes. Ich habe es damals grotesk ausgedrückt, indem ich gesagt habe: Wenn wir so frei werden, dann haben unsere Gedanken nicht mehr den Charakter, den sie haben im gewöhnlichen, alltäglichen Leben. Im gewöhnlichen, alltäglichen Erleben müssen wir das Gefühl haben — wenn wir nicht verrückt sind —, daß wir Herr sind über unsere Gedankenwelt, daß, wenn wir zwei Gedanken haben, wir es sind, die diese Gedanken verbinden oder trennen.
[ 30 ] Wenn wir uns erinnern, sind wir uns bewußt: mit unserem Innenleben gehen wir von einem gegenwärtigen zu einem vergangenen Erlebnis über. Immer haben wir das Gefühl: wir sind es, die hinter dem Gewebe und Gewoge unserer Gedanken stehen. Das hört auf in dem Augenblicke, wo wir im Kopfteil das Geistig-Seelische freiwerden lassen vom physischen Werkzeug, wo wir ein Denken entwickeln, das leibbefreit ist. Ich habe dazumal radikal gesagt: Es ist, wie wenn wir den Kopf in einen Ameisenhaufen hineingesteckt hätten, in dem alles zu quirlen anfängt. So fangen die Gedanken auch an, ein eigenes Leben zu entwickeln und durcheinanderzuspielen. Und wenn wir im gewöhnlichen Leben zwei Gedanken haben und sie verbinden, wie zum Beispiel die zwei Gedanken «Rose» und «rot», so wissen wir, daß wir Herr sind in unserer Gedankenwelt, die Begriffe zu verbinden zu: «die Rose ist rot» und zu der Vorstellung «die rote Rose». Das ist nicht so, wenn wir draußen sind außer dem Leibe. Da bekommen wir in die Gedanken Leben, das Eigenleben der Gedanken. Jeder Gedanke wird zu einem Wesen. Der eine Gedanke läuft zu dem anderen hin, ein anderer läuft von dem anderen fort.
[ 30 ] Wenn wir uns erinnern, sind wir uns bewußt: mit unserem Innenleben gehen wir von einem gegenwärtigen zu einem vergangenen Erlebnis über. Immer haben wir das Gefühl: wir sind es, die hinter dem Gewebe und Gewoge unserer Gedanken stehen. Das hört auf in dem Augenblicke, wo wir im Kopfteil das Geistig-Seelische freiwerden lassen vom physischen Werkzeug, wo wir ein Denken entwickeln, das leibbefreit ist. Ich habe dazumal radikal gesagt: Es ist, wie wenn wir den Kopf in einen Ameisenhaufen hineingesteckt hätten, in dem alles zu quirlen anfängt. So fangen die Gedanken auch an, ein eigenes Leben zu entwickeln und durcheinanderzuspielen. Und wenn wir im gewöhnlichen Leben zwei Gedanken haben und sie verbinden, wie zum Beispiel die zwei Gedanken «Rose» und «rot», so wissen wir, daß wir Herr sind in unserer Gedankenwelt, die Begriffe zu verbinden zu: «die Rose ist rot» und zu der Vorstellung «die rote Rose». Das ist nicht so, wenn wir draußen sind außer dem Leibe. Da bekommen wir in die Gedanken Leben, das Eigenleben der Gedanken. Jeder Gedanke wird zu einem Wesen. Der eine Gedanke läuft zu dem anderen hin, ein anderer läuft von dem anderen fort.
[ 31 ] Also die Gedankenwelt gewinnt ein Eigenleben. Warum gewinnt sie ein Eigenleben? Nun, was wir im gewöhnlichen Denken des Alltags erleben, das sind nur Bilder, nur Schatten von Gedanken. Sie können das schon in meinem Buche «Theosophie» nachlesen. Sobald wir das Denken leibfrei entwickeln, wird jeder Gedanke so wie eine Hülse, und in die Hülse hinein schlüpft ein elementares Wesen. Der Gedanke ist nicht mehr in unserer Gewalt: Wir lassen ihn, wie einen Fühler, hinausgehen in die Welt, und da schlüpft ein elementarisches Wesen hinein. Unsere Gedanken sind so von elementarischen Wesen gleichsam ausgefüllt, und das quirlt und braust, das webt und west in uns. So daß wir sagen können: Wenn wir unseren geistig-seelischen Teil des Kopfes in die geistige Welt hineinstecken — wir haben ihn nur dadurch draußen, daß wir im physischen Kopfe nicht darinnen sind —, wenn wir ihn so hineinstecken in die geistige Welt, dann erleben wir nicht mehr solche Gedanken, wie wir sie erleben in der physischen Welt, sondern wir erleben das Leben von Wesen. Wir stecken unseren Kopf eben, wie ich damals sagte, gleichsam in einen Ameisenhaufen hinein. Wir erleben das Leben von Wesen.
[ 31 ] Also die Gedankenwelt gewinnt ein Eigenleben. Warum gewinnt sie ein Eigenleben? Nun, was wir im gewöhnlichen Denken des Alltags erleben, das sind nur Bilder, nur Schatten von Gedanken. Sie können das schon in meinem Buche «Theosophie» nachlesen. Sobald wir das Denken leibfrei entwickeln, wird jeder Gedanke so wie eine Hülse, und in die Hülse hinein schlüpft ein elementares Wesen. Der Gedanke ist nicht mehr in unserer Gewalt: Wir lassen ihn, wie einen Fühler, hinausgehen in die Welt, und da schlüpft ein elementarisches Wesen hinein. Unsere Gedanken sind so von elementarischen Wesen gleichsam ausgefüllt, und das quirlt und braust, das webt und west in uns. So daß wir sagen können: Wenn wir unseren geistig-seelischen Teil des Kopfes in die geistige Welt hineinstecken — wir haben ihn nur dadurch draußen, daß wir im physischen Kopfe nicht darinnen sind —, wenn wir ihn so hineinstecken in die geistige Welt, dann erleben wir nicht mehr solche Gedanken, wie wir sie erleben in der physischen Welt, sondern wir erleben das Leben von Wesen. Wir stecken unseren Kopf eben, wie ich damals sagte, gleichsam in einen Ameisenhaufen hinein. Wir erleben das Leben von Wesen.
[ 32 ] So ist es im Grunde genommen bis hinauf zu den Wesenheiten der höchsten Hierarchien. Und wenn wir einen Engel, einen Erzengel, einen Geist der Persönlichkeit erleben wollen, so muß es so sein, daß wir in der geschilderten Weise unsere Gedanken ausstrecken. Das Wesen muß sich einhüllen in unsere Gedanken. Wir schicken unsere Gedanken aus, und das Wesen schlüpft hinein und bewegt sich darinnen. Wenn wir wahrnehmen die Wesen auf der Venus oder auf dem Saturn, so ist es so, daß wir unsere Gedanken hinausschlüpfen lassen, und die Venus- und Saturnwesen hineinschlüpfen. Wir dürfen uns nicht fürchten davor, nicht mehr irdisch-menschliche Gedanken zu haben, sondern Hierarchiengedanken. Wir müssen uns gewöhnen, mit unserem Kopfe in den höheren Hierarchien darinnen zu leben. Wir müssen uns sagen: unser Denken hört auf, und unser Kopf wird der Schauplatz des Wirkens der höheren Hierarchien.
[ 32 ] So ist es im Grunde genommen bis hinauf zu den Wesenheiten der höchsten Hierarchien. Und wenn wir einen Engel, einen Erzengel, einen Geist der Persönlichkeit erleben wollen, so muß es so sein, daß wir in der geschilderten Weise unsere Gedanken ausstrecken. Das Wesen muß sich einhüllen in unsere Gedanken. Wir schicken unsere Gedanken aus, und das Wesen schlüpft hinein und bewegt sich darinnen. Wenn wir wahrnehmen die Wesen auf der Venus oder auf dem Saturn, so ist es so, daß wir unsere Gedanken hinausschlüpfen lassen, und die Venus- und Saturnwesen hineinschlüpfen. Wir dürfen uns nicht fürchten davor, nicht mehr irdisch-menschliche Gedanken zu haben, sondern Hierarchiengedanken. Wir müssen uns gewöhnen, mit unserem Kopfe in den höheren Hierarchien darinnen zu leben. Wir müssen uns sagen: unser Denken hört auf, und unser Kopf wird der Schauplatz des Wirkens der höheren Hierarchien.
[ 33 ] Nun ist es so, daß in der Fichte-Schelling-Hegel-Philosophie der Gedanke bis zu seiner reinsten Gedankenklarheit gebracht worden ist im Beginn des 19. Jahrhunderts. Wozu sich der Gedanke aufschwingen kann, das ist in dieser Philosophie wirklich enthalten. Die Aufgabe, bis zu welcher der Gedanke gebracht werden kann, ist da gelöst. Der nächste Schritt aber ist der, daß der Gedanke aus sich herausgeht und man wirklich hineinkommt in das quirlende und webende Leben des Gedankens. So daß wir in der Zeit leben — man kann das sagen —, wo die Menschheit dazu berufen ist, wahrzunehmen die höheren Hierarchien. Hingenommen werden sollen wir von der Welt der höheren Hierarchien, und abstreifen müssen wir die Furcht vor dem Verlieren der Gedanken an das Leben und Weben in den höheren Hierarchien.
[ 33 ] Nun ist es so, daß in der Fichte-Schelling-Hegel-Philosophie der Gedanke bis zu seiner reinsten Gedankenklarheit gebracht worden ist im Beginn des 19. Jahrhunderts. Wozu sich der Gedanke aufschwingen kann, das ist in dieser Philosophie wirklich enthalten. Die Aufgabe, bis zu welcher der Gedanke gebracht werden kann, ist da gelöst. Der nächste Schritt aber ist der, daß der Gedanke aus sich herausgeht und man wirklich hineinkommt in das quirlende und webende Leben des Gedankens. So daß wir in der Zeit leben — man kann das sagen —, wo die Menschheit dazu berufen ist, wahrzunehmen die höheren Hierarchien. Hingenommen werden sollen wir von der Welt der höheren Hierarchien, und abstreifen müssen wir die Furcht vor dem Verlieren der Gedanken an das Leben und Weben in den höheren Hierarchien.
[ 34 ] Das 19. Jahrhundert war ganz ausgefüllt von dieser Furcht, von diesem Schrecken vor dem Leben in den höheren Hierarchien. Dahin haben es die Menschen gebracht, sie wußten es nicht, die Menschen, aber im Grunde genommen haben sie gebetet: Oh, du mein lieber Ahriman — den Ahriman kannten sie nicht, daher hatte das Gebet einen anderen Inhalt —, mein lieber Ahriman, behüte mich davor, daß meine Gedanken beansprucht werden von dem Weben und Leben der höheren Hierarchien; denn sonst könnte ich einmal in den Gedanken statt des Irdischen, was der Kopf ausspekuliert hat, irgendein Uranuswesen haben, ein Jupiter-, Saturn-, ein Sonnenwesen, und dies könnte darinnen quirlen! Sie werden sagen: So hat doch kein Mensch gedacht im 19. Jahrhundert. — Aber ich werde Ihnen doch den Beweis führen, daß Menschen so gedacht haben.
[ 34 ] Das 19. Jahrhundert war ganz ausgefüllt von dieser Furcht, von diesem Schrecken vor dem Leben in den höheren Hierarchien. Dahin haben es die Menschen gebracht, sie wußten es nicht, die Menschen, aber im Grunde genommen haben sie gebetet: Oh, du mein lieber Ahriman — den Ahriman kannten sie nicht, daher hatte das Gebet einen anderen Inhalt —, mein lieber Ahriman, behüte mich davor, daß meine Gedanken beansprucht werden von dem Weben und Leben der höheren Hierarchien; denn sonst könnte ich einmal in den Gedanken statt des Irdischen, was der Kopf ausspekuliert hat, irgendein Uranuswesen haben, ein Jupiter-, Saturn-, ein Sonnenwesen, und dies könnte darinnen quirlen! Sie werden sagen: So hat doch kein Mensch gedacht im 19. Jahrhundert. — Aber ich werde Ihnen doch den Beweis führen, daß Menschen so gedacht haben.
[ 35 ] Ludwig Feuerbach, ein Philosoph des 19. Jahrhunderts, der ganz besonders bekämpft hat die Unsterblichkeitsidee, bekämpft hat jeden Glauben an eine übersinnliche Welt, weil er diesen Glauben für den Glauben phantastisch-mystischer Träumer hielt und ihn als schädlich für die ganze Menschheit betrachtete, dieser Ludwig Feuerbach hat in seinem Buche «Gedanken über Tod und Unsterblichkeit» folgende Sätze geschrieben. Ich bitte Sie, sich diese ganz besonders gut in die Seele zu schreiben:
[ 35 ] Ludwig Feuerbach, ein Philosoph des 19. Jahrhunderts, der ganz besonders bekämpft hat die Unsterblichkeitsidee, bekämpft hat jeden Glauben an eine übersinnliche Welt, weil er diesen Glauben für den Glauben phantastisch-mystischer Träumer hielt und ihn als schädlich für die ganze Menschheit betrachtete, dieser Ludwig Feuerbach hat in seinem Buche «Gedanken über Tod und Unsterblichkeit» folgende Sätze geschrieben. Ich bitte Sie, sich diese ganz besonders gut in die Seele zu schreiben:
«Der tätige, mit den Gegenständen des menschlichen Lebens beschäftigte Mensch hat keine Zeit, an den Tod zu denken, und folglich kein Bedürfnis der Unsterblichkeit; denkt er ja an den Tod, so erblickt er in ihm nur die Mahnung, das ihm zu Teil gewordene Lebenskapital weise anzulegen, die kostbare Zeit nicht an nichtwürdige Dinge zu verschwenden, sondern nur auf Vollendung der Lebensaufgabe, die er sich gesetzt, zu verwenden.»
«Wenn der Mensch erst jenseits der Erde im Himmel auf Uranus oder Saturnus oder wo ihr sonst wollt seine Vollendung fände, so gäbe es keine Philosophie, keine Wissenschaft überhaupt. Statt daß allgemeine, abgezogene Wahrheiten und Wesenheiten Gegenstände unseres Geistes wären, statt der Gedanken, Erkenntnisse, Begriffe, dieser rein geistigen Wesen und Objekte, die jetzt die Bewohner unseres Kopfes sind, wären dann unsere himmlischen Brüder, die Saturnus- und Uranuswesen die Bewohner unseres Kopfes. Statt Mathematik, Logik, Metaphysik hätten wir die genauesten Porträts der Himmelsbewohner. Jene himmlischen Wesen nämlich würden sich zwischen uns und die Gegenstände des Wissens und Denkens hinlagern, sie würden uns den Blick auf jene Objekte versperten, eine ewige vollkommene Sonnenfinsternis in unserem Geiste bewirken.»
Die «Sonne» ist für Feuerbach: sein Gedanke.
«Der tätige, mit den Gegenständen des menschlichen Lebens beschäftigte Mensch hat keine Zeit, an den Tod zu denken, und folglich kein Bedürfnis der Unsterblichkeit; denkt er ja an den Tod, so erblickt er in ihm nur die Mahnung, das ihm zu Teil gewordene Lebenskapital weise anzulegen, die kostbare Zeit nicht an nichtwürdige Dinge zu verschwenden, sondern nur auf Vollendung der Lebensaufgabe, die er sich gesetzt, zu verwenden.»
«Wenn der Mensch erst jenseits der Erde im Himmel auf Uranus oder Saturnus oder wo ihr sonst wollt seine Vollendung fände, so gäbe es keine Philosophie, keine Wissenschaft überhaupt. Statt daß allgemeine, abgezogene Wahrheiten und Wesenheiten Gegenstände unseres Geistes wären, statt der Gedanken, Erkenntnisse, Begriffe, dieser rein geistigen Wesen und Objekte, die jetzt die Bewohner unseres Kopfes sind, wären dann unsere himmlischen Brüder, die Saturnus- und Uranuswesen die Bewohner unseres Kopfes. Statt Mathematik, Logik, Metaphysik hätten wir die genauesten Porträts der Himmelsbewohner. Jene himmlischen Wesen nämlich würden sich zwischen uns und die Gegenstände des Wissens und Denkens hinlagern, sie würden uns den Blick auf jene Objekte versperten, eine ewige vollkommene Sonnenfinsternis in unserem Geiste bewirken.»
Die «Sonne» ist für Feuerbach: sein Gedanke.
[ 36 ] Er hat also das ganze Bild davon, was da geschehen müßte. Er hat aber solch eine heillose Angst davor, daß er zu dem guten Ahriman betet, ihn doch davor zu bewahren, daß der Mensch hier dieses erlangen könnte. Er meint, dann würde keine Mathematik, keine Logik, sondern es würden Saturn- und Uranusbewohner in unserem Kopfe sein.
[ 36 ] Er hat also das ganze Bild davon, was da geschehen müßte. Er hat aber solch eine heillose Angst davor, daß er zu dem guten Ahriman betet, ihn doch davor zu bewahren, daß der Mensch hier dieses erlangen könnte. Er meint, dann würde keine Mathematik, keine Logik, sondern es würden Saturn- und Uranusbewohner in unserem Kopfe sein.
«Sie wären uns näher und verwandter, als Gedanken, Ideen, Begriffe, denn sie sind ja nicht rein geistige oder abstrakte Wesen wie diese, sondern sinnlich geistige Wesen, Wesen, die nur das Wesen der Einbildungskraft ausdrücken. Unser ganzer Geist wäre dann nur ein Traum, eine Vision der schöneren Zukunft. Derjenige daher, den die Schwere der Vernunft verhindert, auf der Oberfläche des unbegrenzten Oceans der Einbildung umherzuschwimmen, wird erkennen, daß in der Tiefe unseres Geistes, als in einer für sie irrespirablen Luft, das Lebenslicht der Engel und aller sonstigen ähnlichen himmlischen Wesen erlischt... .»
«Sie wären uns näher und verwandter, als Gedanken, Ideen, Begriffe, denn sie sind ja nicht rein geistige oder abstrakte Wesen wie diese, sondern sinnlich geistige Wesen, Wesen, die nur das Wesen der Einbildungskraft ausdrücken. Unser ganzer Geist wäre dann nur ein Traum, eine Vision der schöneren Zukunft. Derjenige daher, den die Schwere der Vernunft verhindert, auf der Oberfläche des unbegrenzten Oceans der Einbildung umherzuschwimmen, wird erkennen, daß in der Tiefe unseres Geistes, als in einer für sie irrespirablen Luft, das Lebenslicht der Engel und aller sonstigen ähnlichen himmlischen Wesen erlischt... .»
[ 37 ] Wenn diese Wesen also hineinkämen in die Gedanken, dann wäre unser Geist ein Traum —, schreibt Feuerbach. Er fühlt sich nur sicher im Gebiet der Gedanken; und sollte in diese Gedanken das Wesen der Engel und anderer himmlischer Wesen hineinkommen, dann fühlt er sich unsicher. Das ist das Gebet zu Ahriman: daß er die Menschheit behüten möge vor einer Erkenntnis der geistigen Welten. So geschrieben in den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts von Ludwig Feuerbach, dem Gegner jeder spirituellen Weltanschauung. Was bedeutet das? Das bedeutet nichts anderes, als daß die Zeit reif ist, sich zu erheben zu den geistigen Welten; denn man braucht dasjenige, was der Mann da darstellt, nur ernst zu nehmen, so hat man den Weg gefunden in die geistigen Welten hinein. Man braucht es nur nicht durch die Verbindung mit Ahriman zu bekämpfen. Sie sehen also — wenn ich mich so ausdrükken darf —: Am Himmel liegt es nicht, daß die Geisteswissenschaft in unsere Zeitkultur nicht eindringt, denn sie dringt selbst in die Köpfe ihrer Gegner ein. Sie will in die Welt herein. Am Himmel liegt es also nicht; die Götter geben den Menschen die Weisheit: die Geisteswissenschaft kommt herein. Ebenso wie sich die Menschen gewehrt haben unter der Führung Ahrimans, so ist es an uns, uns nicht mehr zu wehren, sondern wirklich den Mut zu haben, mit der Geisteswissenschaft vollen, wahren Ernst zu machen.
[ 37 ] Wenn diese Wesen also hineinkämen in die Gedanken, dann wäre unser Geist ein Traum —, schreibt Feuerbach. Er fühlt sich nur sicher im Gebiet der Gedanken; und sollte in diese Gedanken das Wesen der Engel und anderer himmlischer Wesen hineinkommen, dann fühlt er sich unsicher. Das ist das Gebet zu Ahriman: daß er die Menschheit behüten möge vor einer Erkenntnis der geistigen Welten. So geschrieben in den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts von Ludwig Feuerbach, dem Gegner jeder spirituellen Weltanschauung. Was bedeutet das? Das bedeutet nichts anderes, als daß die Zeit reif ist, sich zu erheben zu den geistigen Welten; denn man braucht dasjenige, was der Mann da darstellt, nur ernst zu nehmen, so hat man den Weg gefunden in die geistigen Welten hinein. Man braucht es nur nicht durch die Verbindung mit Ahriman zu bekämpfen. Sie sehen also — wenn ich mich so ausdrükken darf —: Am Himmel liegt es nicht, daß die Geisteswissenschaft in unsere Zeitkultur nicht eindringt, denn sie dringt selbst in die Köpfe ihrer Gegner ein. Sie will in die Welt herein. Am Himmel liegt es also nicht; die Götter geben den Menschen die Weisheit: die Geisteswissenschaft kommt herein. Ebenso wie sich die Menschen gewehrt haben unter der Führung Ahrimans, so ist es an uns, uns nicht mehr zu wehren, sondern wirklich den Mut zu haben, mit der Geisteswissenschaft vollen, wahren Ernst zu machen.
[ 38 ] Das muß man sich sagen mit Bezug auf diese Entwickelung des 19. Jahrhunderts. Man muß sagen: Es ist wie in der geistigen Welt vorgezeichnet, daß nach der idealistischen Zeit die spirituelle Zeit kommen solle, und es ist an den Menschen, ihren Sinn und ihr Gemüt zu öffnen, um diese geistige Welt aufzunehmen. Dasjenige, was im eminentesten Sinn eine solche materialistische Weltanschauung war, wie sie in Ludwig Feuerbach den charakteristischen, geistvollen und ungeheuer philosophisch begabten Vertreter gefunden hat, das ist wie ein Ansturm, ein Wehren gegen dasjenige, was in die Menschheit hineinkommen soll. Von oben herunter kommen die geistigen Kräfte. Von unten herauf müssen die Kräfte des Verstehens, die Kräfte des Erkennens auch wirklich kommen. Man kann sagen: es ist ein charakteristischer Ausdruck, den Ludwig Feuerbach für sich selber gefunden hat: Es müßte die Sonnenfinsternis der Seele beginnen, wenn die Gedanken anfangen würden, nicht mehr Gedanken zu sein, sondern wenn die Wesen von Uranus, Venus und Saturn und so weiter dahineinspielen würden, also die höheren Hierarchien. Eine Sonnenfinsternis des Geistes würde da kommen. Eine heillose Furcht haben die Menschen davor gehabt. Aber diese Sonnenfinsternis des Geistes ist nicht bewirkt durch Himmelswesen; die wollen ja gerade ihr Licht in die Menschen bringen. Die Finsternis haben die Menschen bewirkt, indem sie mit Ahriman sich verbunden haben, und dadurch, daß sie eine Wolke der Furcht um sich herum aurisch ausgebreitet haben, haben sie ihre Attacken gegen das Herandringen der geistigen Welt zu vollführen gesucht. Dadurch ist es aber klar, daß die Verfinsterung von den Menschen ausgegangen ist, und man muß auch sagen, diese Verfinsterung hat die Menschen immer mehr und mehr ergriffen, diese Trübung eines freien, der Helligkeit des Geistes entgegengehenden Erkennens.
[ 38 ] Das muß man sich sagen mit Bezug auf diese Entwickelung des 19. Jahrhunderts. Man muß sagen: Es ist wie in der geistigen Welt vorgezeichnet, daß nach der idealistischen Zeit die spirituelle Zeit kommen solle, und es ist an den Menschen, ihren Sinn und ihr Gemüt zu öffnen, um diese geistige Welt aufzunehmen. Dasjenige, was im eminentesten Sinn eine solche materialistische Weltanschauung war, wie sie in Ludwig Feuerbach den charakteristischen, geistvollen und ungeheuer philosophisch begabten Vertreter gefunden hat, das ist wie ein Ansturm, ein Wehren gegen dasjenige, was in die Menschheit hineinkommen soll. Von oben herunter kommen die geistigen Kräfte. Von unten herauf müssen die Kräfte des Verstehens, die Kräfte des Erkennens auch wirklich kommen. Man kann sagen: es ist ein charakteristischer Ausdruck, den Ludwig Feuerbach für sich selber gefunden hat: Es müßte die Sonnenfinsternis der Seele beginnen, wenn die Gedanken anfangen würden, nicht mehr Gedanken zu sein, sondern wenn die Wesen von Uranus, Venus und Saturn und so weiter dahineinspielen würden, also die höheren Hierarchien. Eine Sonnenfinsternis des Geistes würde da kommen. Eine heillose Furcht haben die Menschen davor gehabt. Aber diese Sonnenfinsternis des Geistes ist nicht bewirkt durch Himmelswesen; die wollen ja gerade ihr Licht in die Menschen bringen. Die Finsternis haben die Menschen bewirkt, indem sie mit Ahriman sich verbunden haben, und dadurch, daß sie eine Wolke der Furcht um sich herum aurisch ausgebreitet haben, haben sie ihre Attacken gegen das Herandringen der geistigen Welt zu vollführen gesucht. Dadurch ist es aber klar, daß die Verfinsterung von den Menschen ausgegangen ist, und man muß auch sagen, diese Verfinsterung hat die Menschen immer mehr und mehr ergriffen, diese Trübung eines freien, der Helligkeit des Geistes entgegengehenden Erkennens.
[ 39 ] Das ist es, was die Menschen selber sich bereitet haben, und so kann man sehen, wie im Laufe des 19. Jahrhunderts eine gewisse Liebe, eine Sympathie für alle kurzen, unkonsequenten Gedanken aufgetreten ist, für alles das, was nicht zu Ende gedacht zu werden braucht. Für alles das ist eine Vorliebe, eine Sympathie aufgetreten, wofür man sich nicht endgültig Rechenschaft ablegen will. Ein unbefangenes, voraussetzungsloses Erkennen und Denken liebte man immer weniger und weniger, und daher ist es nicht zu verwundern, wenn allmählich dieses Lieben des Nebulosen, des Unklaren, des gedanklich Nichtfertigen, sogar einen moralisch anfechtbaren Charakter im öffentlichen Leben angenommen hat. Indem aber dieser Charakter begünstigt wird, wird die Sympathie für das Gedankenleben stumpf, was dann auch übergeht in das allgemeine Verhalten. Dadurch wird ja eine Hauptgegenkraft gegen die nach allseitiger Klarheit ringende Geisteswissenschaft ganz besonders herausgestellt.
[ 39 ] Das ist es, was die Menschen selber sich bereitet haben, und so kann man sehen, wie im Laufe des 19. Jahrhunderts eine gewisse Liebe, eine Sympathie für alle kurzen, unkonsequenten Gedanken aufgetreten ist, für alles das, was nicht zu Ende gedacht zu werden braucht. Für alles das ist eine Vorliebe, eine Sympathie aufgetreten, wofür man sich nicht endgültig Rechenschaft ablegen will. Ein unbefangenes, voraussetzungsloses Erkennen und Denken liebte man immer weniger und weniger, und daher ist es nicht zu verwundern, wenn allmählich dieses Lieben des Nebulosen, des Unklaren, des gedanklich Nichtfertigen, sogar einen moralisch anfechtbaren Charakter im öffentlichen Leben angenommen hat. Indem aber dieser Charakter begünstigt wird, wird die Sympathie für das Gedankenleben stumpf, was dann auch übergeht in das allgemeine Verhalten. Dadurch wird ja eine Hauptgegenkraft gegen die nach allseitiger Klarheit ringende Geisteswissenschaft ganz besonders herausgestellt.
[ 40 ] Die Geisteswissenschaft muß überall wirklich zu den konsequenten, zu den fertigen, nicht zu den halben Gedanken Sympathie und Liebe haben; sie muß nicht im Unklaren und Finstern stehenbleiben wollen, sondern überall nach dem gehen, was in der Weite Licht verbreitet, nicht bloß in der Enge ein Scheinlicht verbreitet. Und in dieser Beziehung werden wir vieles, vieles noch durchzukämpfen haben. Man kann gerade auf solchen Gebieten recht sonderbare Erfahrungen machen, wenn einen das Karma gerade im richtigen Moment zu diesen Erfahrungen bringt. Und das tut es ja. Sehen Sie, vor einigen Jahren konnten Sie in einer Zeitschrift, die sich «Hochland» nennt, einen Artikel lesen, der gegen unsere geisteswissenschaftliche Weltanschauung gerichtet war, der alles mögliche törichte Zeug gegen unsere Geisteswissenschaft anführte. Nun hat gerade dieser Artikel in der Zeitschrift «Hochland» einigen Staub aufgewirbelt. Er ist viel gelesen worden, und man hielt den Verfasser für einen besonders hervorragenden Philosophen, insbesondere da die Zeitschrift «Hochland» auch alles getan hatte, um die Welt darauf hinzuweisen, daß sie in dem Dr. Lutoslawski, dem Schreiber dieses Artikels, einen tüchtigen Philosophen gewonnen habe, den sie ins Feld führen könne gegen die Geisteswissenschaft.
[ 40 ] Die Geisteswissenschaft muß überall wirklich zu den konsequenten, zu den fertigen, nicht zu den halben Gedanken Sympathie und Liebe haben; sie muß nicht im Unklaren und Finstern stehenbleiben wollen, sondern überall nach dem gehen, was in der Weite Licht verbreitet, nicht bloß in der Enge ein Scheinlicht verbreitet. Und in dieser Beziehung werden wir vieles, vieles noch durchzukämpfen haben. Man kann gerade auf solchen Gebieten recht sonderbare Erfahrungen machen, wenn einen das Karma gerade im richtigen Moment zu diesen Erfahrungen bringt. Und das tut es ja. Sehen Sie, vor einigen Jahren konnten Sie in einer Zeitschrift, die sich «Hochland» nennt, einen Artikel lesen, der gegen unsere geisteswissenschaftliche Weltanschauung gerichtet war, der alles mögliche törichte Zeug gegen unsere Geisteswissenschaft anführte. Nun hat gerade dieser Artikel in der Zeitschrift «Hochland» einigen Staub aufgewirbelt. Er ist viel gelesen worden, und man hielt den Verfasser für einen besonders hervorragenden Philosophen, insbesondere da die Zeitschrift «Hochland» auch alles getan hatte, um die Welt darauf hinzuweisen, daß sie in dem Dr. Lutoslawski, dem Schreiber dieses Artikels, einen tüchtigen Philosophen gewonnen habe, den sie ins Feld führen könne gegen die Geisteswissenschaft.
[ 41 ] Nun hat sich aber in der letzten Zeit das Folgende zugetragen: Jener Dr. Lutoslawski hat an den Herausgeber des «Hochland», an Karl Muth Briefe geschrieben, die demselben so wenig gefallen, daß er sagt: Bei uns — also in seinem Lande — würden höchstens die Insassen von Irrenhäusern solch tolles Zeug schreiben, wie in diesen Briefen steht. — Und er veröffentlicht nun in den «Süddeutschen Monatsheften» die Ausführungen, die der Philosoph gemacht hat. Worauf sich diese beziehen, darauf wollen wir hier nicht eingehen, ich will nur auf die Tatsache aufmerksam machen, daß derselbe Mann, der das sagt, hinzufügen muß: Indem ich diesen Brief von Lutoslawski veröffentliche, dürfte es zweckmäßig sein, dessen persönliche Beziehungen kennenzulernen. — Nun gibt er über ihn merkwürdige biographische Aufschlüsse und veröffentlicht dann von ihm einen Brief, von dem er sagt, daß solche Auslassungen höchstens von einem von innerlichem Haß Erfüllten zu erwarten sind.
[ 41 ] Nun hat sich aber in der letzten Zeit das Folgende zugetragen: Jener Dr. Lutoslawski hat an den Herausgeber des «Hochland», an Karl Muth Briefe geschrieben, die demselben so wenig gefallen, daß er sagt: Bei uns — also in seinem Lande — würden höchstens die Insassen von Irrenhäusern solch tolles Zeug schreiben, wie in diesen Briefen steht. — Und er veröffentlicht nun in den «Süddeutschen Monatsheften» die Ausführungen, die der Philosoph gemacht hat. Worauf sich diese beziehen, darauf wollen wir hier nicht eingehen, ich will nur auf die Tatsache aufmerksam machen, daß derselbe Mann, der das sagt, hinzufügen muß: Indem ich diesen Brief von Lutoslawski veröffentliche, dürfte es zweckmäßig sein, dessen persönliche Beziehungen kennenzulernen. — Nun gibt er über ihn merkwürdige biographische Aufschlüsse und veröffentlicht dann von ihm einen Brief, von dem er sagt, daß solche Auslassungen höchstens von einem von innerlichem Haß Erfüllten zu erwarten sind.
[ 42 ] Also vor solchem Faktum kann man stehen, daß der Herausgeber der Zeitschrift «Hochland» denselben Mann, den er jetzt abschüttelt, gebraucht hat als Sturmbock gegen die geisteswissenschaftliche Weltanschauung. Ich glaube nämlich, wenn einer einmal ein Narr genannt werden darf, dann hat man das Recht, ihn für einen Menschen zu halten, der auch in anderer Beziehung wie ein Narr redet. Und konsequent würde es von dem Herausgeber der Zeitschrift sein, wenn er nun sagen würde: Also, es folgt daraus, daß ich damals von einem so närrischen Kerl die Theosophie Dr. Steiners habe verurteilen lassen. — Davor wird er sich hüten. Man hat eben keine Sympathie für die wirkliche Konsequenz, da wo die Konsequenz sich über das Leben ausbreiten soll.
[ 42 ] Also vor solchem Faktum kann man stehen, daß der Herausgeber der Zeitschrift «Hochland» denselben Mann, den er jetzt abschüttelt, gebraucht hat als Sturmbock gegen die geisteswissenschaftliche Weltanschauung. Ich glaube nämlich, wenn einer einmal ein Narr genannt werden darf, dann hat man das Recht, ihn für einen Menschen zu halten, der auch in anderer Beziehung wie ein Narr redet. Und konsequent würde es von dem Herausgeber der Zeitschrift sein, wenn er nun sagen würde: Also, es folgt daraus, daß ich damals von einem so närrischen Kerl die Theosophie Dr. Steiners habe verurteilen lassen. — Davor wird er sich hüten. Man hat eben keine Sympathie für die wirkliche Konsequenz, da wo die Konsequenz sich über das Leben ausbreiten soll.
[ 43 ] Man bekommt aber durch solche Dinge nun auch ein Gefühl dafür, wo eigentlich zumeist die Ursprünge liegen derjenigen Kräfte, die sich der Theosophie, der Geisteswissenschaft entgegenstellen, so wie sie in echt wissenschaftlichem Sinn von uns gepflegt werden will.
[ 43 ] Man bekommt aber durch solche Dinge nun auch ein Gefühl dafür, wo eigentlich zumeist die Ursprünge liegen derjenigen Kräfte, die sich der Theosophie, der Geisteswissenschaft entgegenstellen, so wie sie in echt wissenschaftlichem Sinn von uns gepflegt werden will.
[ 44 ] Ich habe diese Erscheinung herausgehoben, weil sie mir das Karma gerade in den letzten Tagen zugeführt hat. Es ist ja merkwürdig, dieses Karma. Man geht an einer Buchhandlung vorbei. Jemand, der mit einem geht, der wahrscheinlich gar nicht einmal den Gedanken hat, daß da etwas Besonderes vorliegt, deutet mit dem Finger auf ein Heft im Schaufenster. Ich gehe in die Buchhandlung, kaufe mir das Heft, und darinnen steht das Zeug. Es gibt, auch schon für die gewöhnlichen Alltagserlebnisse, eine gute Führung des Karma. Aus dem Inhaltsverzeichnis, das außen auf dem Heft steht, ist nicht ersichtlich, daß dieser Artikel darinnen ist, der den Verfasser in ein so merkwürdiges Licht stellt.
[ 44 ] Ich habe diese Erscheinung herausgehoben, weil sie mir das Karma gerade in den letzten Tagen zugeführt hat. Es ist ja merkwürdig, dieses Karma. Man geht an einer Buchhandlung vorbei. Jemand, der mit einem geht, der wahrscheinlich gar nicht einmal den Gedanken hat, daß da etwas Besonderes vorliegt, deutet mit dem Finger auf ein Heft im Schaufenster. Ich gehe in die Buchhandlung, kaufe mir das Heft, und darinnen steht das Zeug. Es gibt, auch schon für die gewöhnlichen Alltagserlebnisse, eine gute Führung des Karma. Aus dem Inhaltsverzeichnis, das außen auf dem Heft steht, ist nicht ersichtlich, daß dieser Artikel darinnen ist, der den Verfasser in ein so merkwürdiges Licht stellt.
[ 45 ] Und man könnte viele, viele solche Dinge jetzt vor Ihre Seelen führen. Aber Sie werden verstehen, daß im Zusammenhange mit dem, was ich soeben gesagt habe, wirklich die Verantwortung immer größer und größer wird, die jedem von uns auferlegt ist in bezug auf solche Dinge, wie er auch sonst darüber denken mag. Keiner hat nötig, auf irgendeine Autorität hin diese oder jene Gedanken zu haben, diese oder jene Urteile zu bilden. Über diesen Artikel könnte selbstverständlich jeder anders denken, ohne daß das Denken irgendwie eine besondere Richtung zu bekommen hat. Was nötig ist, das ist, daß unser Verantwortungsgefühl immer größer und größer wird und daß wir immer mehr und mehr sehen, daß wir alles tun müssen, um die Wege zu finden, wie die Geisteswissenschaft in die heutige Weltkultur eingeführt werden kann. Und manche von den Dingen, die geschehen sind in den letzten Zeiten im Zusammenhang mit den großen Weltereignissen, die machen es dringend notwendig, daß in der nächsten Zeit manches, was liegengeblieben ist, wirklich zur Veröffentlichung kommt.
[ 45 ] Und man könnte viele, viele solche Dinge jetzt vor Ihre Seelen führen. Aber Sie werden verstehen, daß im Zusammenhange mit dem, was ich soeben gesagt habe, wirklich die Verantwortung immer größer und größer wird, die jedem von uns auferlegt ist in bezug auf solche Dinge, wie er auch sonst darüber denken mag. Keiner hat nötig, auf irgendeine Autorität hin diese oder jene Gedanken zu haben, diese oder jene Urteile zu bilden. Über diesen Artikel könnte selbstverständlich jeder anders denken, ohne daß das Denken irgendwie eine besondere Richtung zu bekommen hat. Was nötig ist, das ist, daß unser Verantwortungsgefühl immer größer und größer wird und daß wir immer mehr und mehr sehen, daß wir alles tun müssen, um die Wege zu finden, wie die Geisteswissenschaft in die heutige Weltkultur eingeführt werden kann. Und manche von den Dingen, die geschehen sind in den letzten Zeiten im Zusammenhang mit den großen Weltereignissen, die machen es dringend notwendig, daß in der nächsten Zeit manches, was liegengeblieben ist, wirklich zur Veröffentlichung kommt.
[ 46 ] Das sind Dinge, die ich anführen wollte in unserer Betrachtung, um zu zeigen, wie im Laufe des 19. Jahrhunderts die Gedanken durch Ahriman dazu Anlaß gaben, die geistige Welt hinwegzuleugnen, wie sie aber selbst in den Gedanken dieser sie Leugnenden gewirkt hat, weil es an der Zeit ist. «Es ist an der Zeit»: dieses Wort aus Goethes Märchen ist da am Platze.
[ 46 ] Das sind Dinge, die ich anführen wollte in unserer Betrachtung, um zu zeigen, wie im Laufe des 19. Jahrhunderts die Gedanken durch Ahriman dazu Anlaß gaben, die geistige Welt hinwegzuleugnen, wie sie aber selbst in den Gedanken dieser sie Leugnenden gewirkt hat, weil es an der Zeit ist. «Es ist an der Zeit»: dieses Wort aus Goethes Märchen ist da am Platze.
[ 47 ] Das muß bestätigt werden in der nächsten Zeit.
[ 47 ] Das muß bestätigt werden in der nächsten Zeit.
