Artistic and Existential Questions
in the Light of Spiritual Science
GA 162
18 July 1915, Dornach
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Artistic and Existential Questions, tr. SOL
Siebenter Vortrag
Seventh Lecture
[ 1 ] Es obliegt uns heute, uns klarzumachen, wie von einer gewissen Seite her luziferische und ahrimanische Wesenheit beschaffen ist. Wir müssen, wenn wir zu einer wenigstens in gewissem Sinne begrenzten Vorstellung derjenigen luziferisch-ahrimanischen Wesenheit kommen wollen, mit der es der Erdenmensch zunächst zu tun hat, zurückblicken nach der Mondenentwickelung unserer Erde, und diese Mondenentwickelung im Zusammenhang mit der eigentlichen Erdenentwickelung einmal ins Auge fassen.
[ 1 ] It is up to us today to understand, from a certain perspective, the nature of the Luciferic and Ahrimanic entities. If we wish to arrive at at least a somewhat limited mental image of the Luciferic-Ahrimanic entity with which the human being on Earth is initially confronted, we must look back at the lunar evolution of our Earth and consider this lunar evolution in connection with the actual evolution of the Earth.
[ 2 ] Nicht wahr, das wissen wir, daß die eigentliche Erdenentwickelung zustande gekommen ist dadurch, daß, wie auf eine Grundlage, auf all das, was vorangegangen ist und was gewissermaßen als Erbschaft der Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung kommen konnte, eingewirkt hat die Wesenheit der Geister der Form. Und wir finden ja auch, daß diese Geister der Form eine solche Erdenbildung hervorgebracht haben, daß in dem ganzen Zusammenhang dieser Erdenbildung der Mensch sein Ich bekommen konnte, daß also zu den drei Gliedern der Menschheitsnatur, die wie eine Erbschaft sich ergaben aus der Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung, das Ich als diese Glieder durchdringend dazukommen konnte. Wir können sagen: Wie eine Einwirkung — dieses konkret genommen —, wie ein Hineinwirken ihrer eigenen Wesenheit haben die Geister der Form den Menschen das Ich gegeben. Insofern wir also zu diesen Geistern der Form hinaufblicken und sie als Bringer des Ich ins Auge fassen, müssen wir zugleich uns sagen, daß, gewissermaßen wie die dienenden Organe dieser Geister der Form, all das da war, was wir nun zu zählen haben als die Wesenheiten der über den Menschen stehenden nächsthöheren Hierarchie: der Geister der Persönlichkeit, der Geister, die zu der Hierarchie der Archangeloi und der Geister, die zu der Hierarchie der Angeloi gehören.
[ 2 ] Don’t we know that the actual development of the Earth came about because the beings of the Spirits of Form acted—as if upon a foundation—upon everything that had preceded it and that, in a sense, could be regarded as the legacy of the Saturn, Sun, and Moon developments? And we also find that these Spirits of Form have brought about such a formation of the Earth that, within the entire context of this Earth formation, the human being was able to receive the “I”; that is, the “I” was able to be added to the three members of human nature—which arose like an inheritance from the Saturn, Sun, and Moon evolutions—permeating these members. We can say: As an influence—taken concretely—as an inward working of their own essence, the Spirits of Form have given the human being the “I.” Insofar as we therefore look up to these Spirits of Form and regard them as the bringers of the “I,” we must at the same time tell ourselves that, in a sense as the serving organs of these Spirits of Form, all that existed was what we now must count as the beings of the next higher hierarchy standing above human beings: the Spirits of Personality, the spirits belonging to the hierarchy of the Archangeloi, and the spirits belonging to the hierarchy of the Angeloi.
[ 3 ] Wenn wir von all dem, was darübersteht, zunächst absehen, so haben wir also als Schöpfer und Regenten des Erdendaseins anzusehen die Geister der Form und ihre Diener gleichsam: die Geister der Persönlichkeit, die Erzengelgeister und die Engelgeister. Dadurch konnte ein Erdendasein geschaffen und regiert werden, welches aus seinem Ganzen heraus wie die Blüte oder — man könnte sogar sagen —, wie die höchste Frucht dieses Erdendaseins den Menschen ergab mit seiner Ich-Natur.
[ 3 ] If we set aside for the moment everything mentioned above, we must therefore regard as the creators and rulers of earthly existence the spirits of form and, as it were, their servants: the spirits of personality, the archangel spirits, and the angel spirits. Through this, an earthly existence could be created and governed, which, as a whole, produced humanity with its “I” nature—like a blossom or, one might even say, like the highest fruit of this earthly existence.
[ 4 ] Wenn wir heute das Erdendasein betrachten, so bekommen wir es nicht eigentlich in reiner Wesenheit so heraus, wie es sich hätte ergeben können, wenn die Geister der Form nur mit dieser ihrer angedeuteten Dienerschaft dieses Erdendasein eben geschaffen hätten und regieren würden. Denn in all das, was ich jetzt charakterisiert ‘habe, wirken ja herein die luziferischen und die ahrimanischen geistigen Wesenheiten. So daß wir ein Erdendasein haben, welches gewissermaßen in seiner fortgehenden Hauptentwickelung uns das zeigt, was hervorgebracht und regiert werden kann durch die regulär entwickelten Geister der Form und ihre Diener; und dann in dieses hineingewirkt, hineinverwoben alles dasjenige, was abhängt von den luziferischen und ahrimanischen Einflüssen.
[ 4 ] When we look at earthly existence today, we do not actually perceive it in its pure essence as it might have turned out if the spirits of form, together with their implied retinue, had simply created this earthly existence and were governing it. For the Luciferic and Ahrimanic spiritual beings are at work in everything I have just described. Thus we have an earthly existence which, in its ongoing main development, shows us, so to speak, what can be brought forth and governed by the regularly developed Spirits of Form and their servants; and then woven into this, working within it, is everything that depends on the Luciferic and Ahrimanic influences.
[ 5 ] Machen wir uns zunächst dieses klar, so werden wir uns sagen können: Alles Erdendasein, das menschliche Erdendasein und das Erdendasein der anderen Reiche, würde anders sein, wenn nur die Geister der Form und ihre Diener schaffen, wirken und regieren würden. Das, was wir vor uns haben, zeigt uns also schon gewissermaßen ein getrübtes, ein verfälschtes Bild des Erdendaseins, ein durch luziferisches und ahrimanisches Dasein gefärbtes Bild des Erdendaseins. Wir könnten uns bei verschiedenen konkreten Erdenerscheinungen fragen: Was wäre denn nun aus diesem Erdendasein geworden, wenn die angedeuteten Fälschungen, die luziferischen und ahrimanischen Fälschungen nicht eingetreten wären, wenn es, mit anderen Worten, so gegangen wäre, daß nur die Geister der Form mit ihren Dienern in dem entsprechenden Grade wirken würden?
[ 5 ] If we first make this clear to ourselves, we will be able to say: All earthly existence—human existence on Earth and the existence of the other kingdoms—would be different if only the Spirits of Form and their servants were to create, act, and govern. What we have before us, then, already shows us, in a sense, a clouded, a distorted picture of earthly existence—a picture of earthly existence colored by Luciferic and Ahrimanic forces. We might ask ourselves, in regard to various concrete earthly phenomena: What would have become of this earthly existence if the distortions mentioned—the Luciferic and Ahrimanic distortions—had not occurred; in other words, if it had been the case that only the Spirits of Form, together with their servants, had acted to the corresponding degree?
[ 6 ] Da zeigt sich dem, der diesen Dingen nachgeht, daß unter mannigfaltigen Erscheinungen, die beobachtet werden können und denen gegenüber die eben charakterisierte Frage aufgeworfen werden könnte, zum Beispiel auch diejenige ist, die sich unmittelbar anschließt an das gestern Gesagte. Ich habe gestern gesprochen von dem, was mehr wie im Unterbewußten des Menschenlebens vor sich geht als Sprachentwickelung. Ich habe auf eine gewisse Gesetzmäßigkeit der Sprachentwickelung im Flusse des menschlichen Erdendaseins und seiner Entwickelung hingewiesen. Ich habe dann auch erwähnt, daß ja das Charakteristische dieser Sprachentwickelung darin besteht, daß sie gewissermaßen ergriffen wird von dem Menschlich-Persönlichen, und daß der Mensch auch heute noch nicht so weit gekommen ist, in den Sprach-Charakteren, in den Buchstaben, Lauten und ihrer Zusammensetzung reine Zeichen zu sehen für die Gedankenentwickelung. In der Gedankenentwickelung hat es der Mensch gewissermaßen zu etwas ganz anderem gebracht als in der Sprachentwickelung. Aber gerade damit hängt zusammen dasjenige, was uns klar werden kann, wenn wir die Frage aufwerfen: Wie wäre Sprachentwickelung und wie wäre Gedankenentwickelung im Erdendasein zur Entfaltung gekommen, wenn nicht luziferische und ahrimanische Einflüsse gewirkt hätten? — Mit anderen Worten: Wie würde der Mensch denken, und wie würde er sprechen und das Gesprochene hören, wenn nur die Geister der Form und ihre Diener die Erde schaffen und leiten würden?
[ 6 ] It becomes clear to anyone who explores these matters that among the manifold phenomena that can be observed—and in relation to which the question just described might be raised—there is, for example, the one that follows directly from what was said yesterday. Yesterday I spoke of what takes place more in the subconscious of human life than in the development of language. I pointed out a certain regularity in the development of language within the course of human existence on Earth and its evolution. I also mentioned that the characteristic feature of this linguistic development lies in the fact that it is, so to speak, shaped by the human-personal, and that even today, humanity has not yet progressed far enough to view linguistic characters—letters, sounds, and their combinations—as mere symbols of the development of thought. In the development of thought, humanity has, in a sense, achieved something quite different than in the development of language. But precisely this is connected to what can become clear to us when we pose the question: How would the development of language and the development of thought have unfolded in earthly existence if Luciferic and Ahrimanic influences had not been at work? — In other words: How would human beings think, and how would they speak and hear what is spoken, if only the spirits of form and their servants were to create and guide the Earth?
[ 7 ] Wenn dies der Fall wäre, wenn kein luziferischer und ahrimanischer Einfluß in der Erdenentwickelung sich zur Geltung gebracht hätte, so würde von vornherein in dieser Erdenentwickelung ein völliger Einklang gewesen sein zwischen dem Sprechen und dem Denken. Wir müssen diesen Einklang erst wiederum durch eine gewisse Objektivität suchen. Dadurch, daß wir nach und nach die Sprache zum Zeichen machen müssen, dadurch wird das luziferischahrimanische Element überwunden werden. Wäre es aber gar nicht gekommen, so wäre ein inniger Einklang zwischen Sprechen und Denken in der Menschheit zur Entfaltung gekommen; das heißt, es wäre so gekommen, daß der Mensch eine Wahrnehmung, eine lebendige Empfindung haben würde für das, was im Sprachlaut liegt, für das, was im D, T, Th und so weiter liegt, was er ja heute nicht hat. Es geht bei ihm das Sprechen neben dem Denken einher. Sie sehen das ja schon daraus, daß wenigstens im wesentlichen die Menschen über die Erde hin, wenn sie eine gewisse Gestalt des Denkens in bezug auf irgend etwas erlangt haben, in ihren Begriffen sich nicht unterscheiden, wohl aber sich in ihren Worten unterscheiden.
[ 7 ] If this were the case—if no Luciferic or Ahrimanic influence had made itself felt in the Earth’s evolution—there would have been, from the very beginning, a complete harmony between speech and thought in this Earth evolution. We must seek this harmony anew through a certain objectivity. By gradually making language a symbol, the Luciferic-Ahrimanic element will be overcome. Had this not occurred at all, however, a deep harmony between speech and thought would have unfolded within humanity; that is to say, it would have come to pass that human beings would have a perception, a living sense of what lies in the sound of language—in the D, T, Th, and so on—which, of course, they do not have today. For them, speaking goes hand in hand with thinking. You can already see this from the fact that, at least in essence, people across the globe—once they have attained a certain form of thought regarding something—do not differ in their concepts, but they do differ in their words.
[ 8 ] Dies Einseitige des Denkens, das ganz und gar nicht in dem Sprechen zum Ausdruck kommt, das müssen wir ins Auge fassen; denn es ist etwas, das vom Sprechen schon abgezweigt ist. Das hätte mit dem Sprechen in einem viel innigeren Zusammenhang erscheinen müssen, wenn keine ahrimanisch-luziferischen Wirkungen in das Erdendasein eingegriffen hätten. Die Menschen würden mit ihren innersten Lebensempfindungen durchdringen das Sprachliche; sie würden sozusagen in dem Laut drinnenstehen, aber im Laut drinnen zu gleicher Zeit den Begriff, die Vorstellung erleben; beides nicht getrennt empfinden, sondern beides als eines empfinden. So haben es die Geister der Form für den Menschen veranlagt gehabt. Denn jenes seelische Element — wohlgemerkt, jenes seelische Element, das im Menschen auftritt, wenn er sich auf der einen Seite hingibt dem, was ihm seine Vorstellungen geben, auf der anderen Seite dem, was ihm das Sprechen gibt, also wenn er in dem Vorstellen aufgeht, und wenn er im Sprechen aufgeht —, dieses Seelenelement, das haben die Geister der Form ursprünglich den Erdenmenschen gar nicht zugedacht gehabt, sondern sie haben ihm zugedacht die Einheit des Sprechens und Denkens. Das Als-Eines-Erleben des Sprechens und Denkens hatten sie ihm zugedacht. Wenn wir unser. heutiges Auseinandergerissensein von Sprechen und Denken ins Auge fassen, so ist das eben durchaus auf die Einflüsse Luzifers und Ahrimans zurückzuführen.
[ 8 ] We must face up to this one-sided aspect of thinking, which is not expressed at all in speech; for it is something that has already diverged from speech. This should have appeared in a much more intimate connection with speech had Ahrimanic-Luciferic influences not intervened in earthly existence. Human beings would permeate language with their innermost life feelings; they would, so to speak, stand within the sound, yet at the same time experience the concept, the mental image, within that sound; they would not perceive the two as separate, but would perceive them as one. This is how the Spirits of Form had intended it for human beings. For that soul element—mind you, that soul element which arises in a human being when, on the one hand, he surrenders to what his mental images give him, and on the other hand, to what speech gives him—that is, when he is absorbed in conceptualization and when he is absorbed in speech— this element of the soul—the Spirits of Form had not originally intended this for earthly human beings at all; rather, they had intended for them the unity of speech and thought. They had intended for them to experience speech and thought as one. When we consider our present-day separation of speech and thought, it can be attributed entirely to the influences of Lucifer and Ahriman.
[ 9 ] Der Mensch empfindet heute nicht den besonderen Charakter des M, des G und so weiter, sondern das ist ihm etwas geworden, das er in ganz anderer Weise mit seiner Seele verbindet, als die Weise, die Art ist, wie er seine Seele mit dem Denken verbindet. Die Geister der Form und ihre dienenden Wesenheiten haben dem Menschen ein viel selbstverständlicheres natürliches Dasein zugedacht, als es der Mensch dann auf Erden hat erringen können. Die Geister der Form haben dem Menschen zugedacht ein liebevolles Drinnenleben — aber jetzt nicht in einem Sprechen, aus dem der Saft des Denkens ausgepreßt ist, sondern in einem solchen Sprechen, das in sich das Denken selber, ich möchte sagen, auf seinen Flügeln trägt. Solches haben die Geister der Form den Menschen zugedacht gehabt. Und es hätten nach den Intentionen der Geister der Form die Menschen nicht sich unterscheiden sollen nach Sprach-Charakteren auf der Erde, sondern der Unterschied der Nationen war von den Geistern der Form so gedacht, daß er sich nur gründen sollte auf NaturUntergrundlagen, auf geographische und klimatische Verschiedenheit. Der Mensch sollte sich als Nation fühlen dadurch, daß er sich im Zusammenhang gefühlt hätte mit gewissen, wie selbstverständlich in den Natur-Untergrundlagen seines Daseins wirkenden Mächten.
[ 9 ] Today, human beings do not perceive the distinctive character of the M, the G, and so on; rather, these have become something that they connect to their soul in a completely different way than the way they connect their soul to thinking. The spirits of form and their serving beings had intended for human beings a much more self-evident, natural existence than what human beings have subsequently been able to attain on Earth. The spirits of form had intended for human beings a loving inner life—but not in a form of speech from which the essence of thought has been squeezed out, but in a form of speech that carries thought itself, so to speak, on its wings. This is what the Spirits of Form had intended for humanity. And according to the intentions of the Spirits of Form, people on Earth should not have differed according to linguistic characteristics; rather, the Spirits of Form conceived the distinction between nations in such a way that it was to be based solely on natural foundations—on geographical and climatic differences. Human beings were to feel themselves to be a nation by feeling connected to certain forces that, as a matter of course, were at work in the natural foundations of their existence.
[ 10 ] Dagegen wäre es, wenn die Intentionen der Geister der Form allein ausgeführt worden wären, dem Menschen möglich geworden zu verstehen, wenn er als Angehöriger der einen Nation dem Angehörigen einer anderen Nation entgegengetreten wäre, fühlend zu verstehen von vornherein, was in dem Worte liegt. Verschiedene Sprachen würde es schon gegeben haben. Aber nicht wären die Menschen in bezug auf das Verständnis der Sprachen verschieden gewesen; sondern im Empfinden dessen, was in dem einzelnen Laut, in dem einzelnen Buchstaben liegt, hätte zwar der Mensch die andere Sprache gehört, aber er hätte nicht gehört das Ausgehülste des Lautes, des Wortes; in dem Wort, in dem Laut drinnen hätte er die Vorstellung gehört, auf den Flügeln des Wortes wäre ihm die Vorstellung gekommen. Man versteht jetzt die fremde Sprache aus dem Grunde nicht, weil in dem Worte ja die Vorstellungen gar nicht drinnen liegen, weil die Worte enthülst sind von den VorstelJungen.
[ 10 ] On the other hand, if the intentions of the spirits of form alone had been carried out, it would have been possible for a person—as a member of one nation encountering a member of another nation—to intuitively understand from the outset what a word signifies. Different languages would already have existed. But people would not have differed in their understanding of languages; rather, in their perception of what lies within the individual sound, within the individual letter, a person would indeed have heard the other language, but he would not have heard the essence of the sound or the word; within the word, within the sound, he would have heard the mental image, and the mental image would have come to him on the wings of the word. One does not understand a foreign language for this very reason: because the mental images are not actually contained within the words at all, because the words have been stripped of the mental images.
[ 11 ] So ist also ein Riß zwischen Sprechen und Vorstellen entstanden. Daher ist es gekommen, daß der Mensch bis jetzt diese Fähigkeit gar nicht entwickeln konnte während seiner Erdenentwickelung: dem anderen gegenüberzutreten so, daß er ein fühlendes Verstehen hat selbst einer noch so fremden Sprache. Die Sprachen, wie sie jetzt sind, dürfen Sie dabei nicht ins Auge fassen. Die Sprachen wären natürlich ganz anders geworden; sie sind eben jetzt so geworden, daß der Angehörige des einen Sprachgebietes die Angehörigen des anderen Sprachgebietes nicht verstehen kann, weil die Sprachen sich nicht so entwickelt haben, wie das Gedankenleben sich entwickelte. So, daß das Gedankenleben drinnen wäre in den Sprachen, so haben sich die Sprachen nicht entwickelt. Daher ist es auch nach der heutigen Entwickelung der Sprachen unmöglich, ein solches Verständnis zu haben, wie es ursprünglich gedacht war von den Geistern der Form, und wie es dirigiert werden sollte von ihren Dienern. Die Geister der Form haben schon vorgehabt, natürlich nicht über die ganze Erde hin nach einem Schnitt — etwa so wie kosmische Schneider —, alle Menschen zu formen, sondern die Menschen sollten verschieden sein; aber sie sollten so verschieden sein, daß sie doch mit vollem Verständnis über die ganze Erde hin einander gegenübergestanden wären.
[ 11 ] Thus, a rift has arisen between speaking and forming mental images. This is why, up to now, human beings have been unable to develop this ability during their evolution on Earth: to encounter another person in such a way that they possess a feeling understanding of even the most foreign of languages. You must not consider languages as they are today in this context. Languages would, of course, have turned out quite differently; they have simply developed in such a way that a speaker from one linguistic region cannot understand speakers from another, because languages did not develop in step with the development of the life of thought. Languages have not developed in such a way that the life of thought would be embedded within them. Therefore, even given the current state of language development, it is impossible to achieve the kind of understanding that was originally intended by the Spirits of Form and that was to be guided by their servants. The Spirits of Form had indeed intended—not, of course, to shape all human beings across the entire Earth according to a single pattern, as if they were cosmic tailors—but rather for human beings to be different; yet they were to be so different that they would still have been able to face one another across the entire Earth with full understanding.
[ 12 ] Und zu Regierern dieser von den Geistern der Form gedachten Menschengruppen waren ausersehen die Wesenheiten aus der Hierarchie der Archangeloi, jene Wesenheiten aus der Hierarchie der Archangeloi, die während der Mondenentwickelung ihren MondenVollkommenheitsgrad erlangt haben. Und damit der einzelne, wenn er in einer solchen Menschheitsgruppe drinnen steht, auch eine Führung hätte, die zwischen ihm als Persönlichkeit und der ganzen Menschheitsgruppe vermittelte, waren ihm als Führung zugedacht, zur Führung für ihn ausersehen die regelmäßig mit der Mondenentwickelung entwickelten Wesenheiten aus der Hierarchie der Angeloi.
[ 12 ] And the beings from the hierarchy of the Archangels—those beings from the hierarchy of the Archangels who had attained their degree of lunar perfection during the lunar evolution—were chosen to be the rulers of these groups of human beings conceived by the spirits of form. And so that the individual, when standing within such a human group, might also have a guide who mediated between him as a personality and the entire human group, the beings from the hierarchy of the Angeloi—who had developed in step with the lunar evolution—were intended as his guides and chosen to lead him.
[ 13 ] Man könnte also sagen: Wenn es nach der Absicht der Geister der Form gegangen wäre, so würde man über die Erde hingeschritten sein und die Menschen verschieden gefunden haben über die Erde hin, aber so im Zusammenhang mit der ganzen Konfiguration, mit der Umgebung der Erde, wie etwa die Vegetation, die Pflanzenwelt es ist. Man hätte sie zusammengewachsen gefunden mit dem Naturdasein. Aber es wäre nicht in das Seelische hineingezogen dasjenige, was die Menschen nach Sprachen spaltet. Allerdings, etwas anderes wäre auch nicht gekommen: das wäre nicht gekommen, daß über das ganze Erdenrund hin gesucht wird eine einzige Wissenschaft, eine einzige Form der Erkenntnis. Es ist heute ein tiefer Glaube, aber ein rein luziferischer Glaube, daß es ein einziges Wissen geben kann, welches man in eine Anzahl von Dogmen faßt, und welches dann für die ganze Erdenmenschheit gelten muß. Das ist nur dadurch entstanden, daß sich das Wissen, das begriffliche Vorstellen losgetrennt hat von dem Sprechen und dadurch vereinheitet worden ist.
[ 13 ] One could therefore say: If it had been up to the intentions of the spirits of form, one would have walked across the Earth and found people scattered across it, but in harmony with the entire configuration—with the Earth’s surroundings, such as the vegetation and the plant world. One would have found them having grown together with the natural world. But that which divides people into languages would not have been drawn into the soul. However, something else would not have come about either: there would not have been a search across the entire globe for a single science, a single form of knowledge. Today there is a deep belief—but a purely Luciferic belief—that there can be a single body of knowledge, which is summarized in a number of dogmas and which must then apply to all of humanity on Earth. This has arisen solely because knowledge, conceptual mental images, has become separated from speech and has thereby been unified.
[ 14 ] Wäre die Sache so gekommen, wie es in der Absicht der Geister der Form gelegen hat, dann würden die Menschen nach Menschengruppen sich über die Dinge der Welt verschieden ausgedrückt haben; aber man hätte es fühlend verstanden, man hätte auch den anderen gelten lassen, der sich anders ausdrückt über die Dinge, als man sich selber ausdrückt; man hätte gerade in der Mannigfaltigkeit das richtige Leben der Erde gefunden.
[ 14 ] If things had turned out as the Spirits of Form had intended, then people, depending on their social groups, would have expressed themselves differently about the things of the world; but people would have understood this intuitively, and would have accepted others who expressed themselves differently about these things than they did themselves; it is precisely in this diversity that one would have found the true life of the Earth.
[ 15 ] Das alles sind Dinge, die in den Intentionen der Geister der Form lagen, die aber in bezug auf ihr Verständnis aus der Menschheit völlig herausgeschwunden sind. Denn es hat sich festgelegt in einer ganz eklatanten Weise der Glaube, daß das sogenannte Vorstellen, das Leben in Begriffen anational sein müsse im Gegensatz zum Sprechen, das national sein müsse. Der Mittelzustand ist von den Geistern der Form gerade intendiert gewesen: nicht das Getrenntsein nach Sprachen und das Verbundensein über die ganze Erde hin nach einem leichtesten, schlampigen Begriffe; sondern die Mannigfaltigkeit der Sprache mit der Mannigfaltigkeit der Vorstellungen, das ist dasjenige, was von den Geistern der Form intendiert war.
[ 15 ] All these are things that lay within the intentions of the Spirits of Form, but which have completely vanished from human understanding. For the belief has taken hold in a most striking way that so-called “mental images”—life in concepts—must be “anational,” in contrast to “speech,” which must be “national.” The middle ground was precisely what the Spirits of Form intended: not separation by language and connection across the entire earth through the most superficial, sloppy concepts; rather, the diversity of language alongside the diversity of mental images—that is what the Spirits of Form intended.
[ 16 ] Das ist auch dasjenige, was für uns auf unserem geisteswissenschaftlichen Gebiet in gewisser Beziehung wiederum ein Ideal abgeben muß, ein richtiges Ideal abgeben muß. Aber es nistet tief in der Menschennatur heute, dieses Ideal nicht anerkennen zu wollen. Ich kann Ihnen ein Beispiel dafür sagen, wie tief es in der menschlichen Natur nistet, dieses Ideal nicht anerkennen zu wollen.
[ 16 ] This is also what, in a certain sense, must serve as an ideal for us in the field of Spiritual Science—a true ideal. But there is a deep-seated tendency in human nature today to refuse to acknowledge this ideal. I can give you an example of just how deeply rooted in human nature this reluctance to acknowledge this ideal is.
[ 17 ] Wir waren ja, wie Sie vielleicht noch wissen, obwohl es für ein gegenwärtiges Gedächtnis schon eine lange Zeit her ist, wir waren auch einmal verbunden mit der sogenannten «Theosophical Society», mit der «Theosophischen Gesellschaft», die zu ihrem Präsidenten hatte, noch haben soll, Frau Besant. Wir waren auch — eine Anzahl von uns — in den ersten Zeiten zu den sogenannten Kongressen dieser Gesellschaft gegangen. Da wurden von den verschiedenen Vertretern, von den Generalsekretären der einzelnen europäischen Sektionen immer Reden gehalten. Die Verschiedenheit der Sprachen drückte sich ja so ganz besonders klar dadurch aus, daß jeder in seiner Sprache sprach, was natürlich zur Folge hatte, daß man die meisten überhaupt nicht verstand. Aber es wurde doch, um das gegenseitige Verständnis zu pflegen, eben so gehandhabt, daß man wenigstens eine kurze Rede in der Sprache des eigenen Landes hielt. Ich habe — vielleicht erinnern sich einige, die dabei waren — bei dieser Gelegenheit immer ein und dieselbe Sache durch mehrere Jahre hindurch vorgebracht. Ich weiß nicht, inwiefern es bemerkt worden ist, aber ich habe durch Jahre hindurch immer ein und dieselbe Sache vorgetragen, immer mit dem, ich möchte sagen, nicht Hintergedanken, sondern Hintergefühl: ob wohl die Sache verstanden werden würde. Es wurde nämlich immer von mir betont: Wenn wir hier aus den verschiedenen Ländern zusammenkommen, so kommen wir nicht zusammen, um eine zentrale Theosophie zu empfangen, sondern wir kommen zusammen, um dasjenige, was an Theosophischem die einzelnen Länder zu leisten haben, auf einem gemeinsamen Altar niederzulegen. — Ich betonte immer das Individuelle, das von den verschiedenen Seiten Hergekommene, das nur auf einem gemeinsamen Altar niedergelegt sein will. Von Jahr zu Jahr habe ich, wie gesagt, dasselbe betont. Die Folge davon war nur, daß die einen nicht verstanden haben, was ich ausführte, obwohl es richtig war, und die anderen davon verschnupft worden sind. Es lag aber darin ein Ausdruck für das Ideal, das wir haben müssen: für das Ideal, das sich nicht so aussprechen kann, als ob wir über die ganze Erde hin ein einheitliches Dogma schaffen könnten, sondern das wir in der Richtung haben müssen, daß das Mannigfaltige auf unserer Erde im gegenseitigen Verständnis sich ausleben kann.
[ 17 ] As you may recall—though it was a long time ago by today’s standards—we were once affiliated with the so-called “Theosophical Society,” which had, and is said to still have, Mrs. Besant as its president. A number of us had also attended the so-called congresses of this society in the early days. There, speeches were always given by the various representatives—the general secretaries of the individual European sections. The diversity of languages was particularly evident in that everyone spoke in their own language, which naturally meant that most of what was said was not understood at all. But in order to foster mutual understanding, it was customary to deliver at least one short speech in the language of one’s own country. I—as some who were there may recall—always raised the same point on these occasions over the course of several years. I do not know to what extent it was noticed, but for years I consistently brought up the same point, always with—I would say—not an ulterior motive, but an underlying feeling: whether the point would be understood. For I always emphasized: When we come together here from different countries, we do not come together to receive a “central” Theosophy, but rather to lay upon a common altar that which each individual country has to contribute to Theosophy. — I have always emphasized the individual, that which comes from different sources, which simply seeks to be laid upon a common altar. Year after year, as I said, I have emphasized the same thing. The result was simply that some did not understand what I was explaining, even though it was correct, and others took offense at it. Yet this was an expression of the ideal we must have: the ideal that cannot be articulated as though we could create a uniform dogma across the entire earth, but rather one that we must pursue so that the diversity on our earth can flourish through mutual understanding.
[ 18 ] Es nistet eben das Vorurteil, als ob die Wahrheit nur eine einzige sein könne, so tief in den Menschenseelen, daß die Menschen schon Widersprüche wittern, wenn in einem Vortragszyklus einmal auf die eine Art, ein anderes Mal auf die andere Art etwas zum Ausdruck gebracht wird. Das soll aber gerade bei uns gepflegt werden, um zu zeigen, wie die Darstellung der Wahrheit die Mannigfaltigkeit fordert. Das muß also ein Ideal werden: Mannigfaltigkeit, nicht Einförmigkeit.
[ 18 ] The prejudice—as if there could be only one truth—is so deeply rooted in the human soul that people sense contradictions even when, in a series of lectures, a point is expressed one way at one time and another way at another. But this is precisely what we should cultivate, to show how the presentation of truth demands diversity. This must therefore become an ideal: diversity, not uniformity.
[ 19 ] Was nun der ganzen Sache zugrunde liegt, das werden wir nur einsehen, wenn wir, nachdem wir ein wenig charakterisiert haben die regulär entwickelten Geister der Form und ihre dienenden Glieder, und dasjenige, was zum Beispiel in bezug auf das Konkrete des Sprechens und Denkens aus ihnen für die Erdenentwickelung hätte werden sollen, wenn wir dem nun in ganz bestimmter Weise das luziferische und das ahrimanische Element gegenüberstellen. Wenn wir dieses Element verstehen wollen, dann müssen wir nicht auf die Erdenentwickelung schauen; denn das luziferische und ahrimanische Element ist ja so, wie es geworden ist, durch die Mondenentwickelung geworden. Wir haben oft betont, daß es gerade in der Mondenentwickelung stehengeblieben ist und in die Erdenentwikkelung hereintrug, was von der Mondenentwickelung herstammt. So dürfen wir also bei diesem luziferischen und ahrimanischen Element nicht davon sprechen, daß die Geister der Form die Schöpfer dort sind; die Geister der Form sind es nur für Wesenheiten, die angemessen sind der Erdenentwickelung. Für diese ahrimanischen und luziferischen Wesenheiten kommen als Schöpferwesenheiten die Geister der Bewegung in Betracht, die gewissermaßen die Schöpfer und Regierer der Mondenentwickelung sind.
[ 19 ] We will only come to understand what underlies this whole matter if, after having briefly characterized the normally developed spirits of form and their serving members, and what, for example, in regard to the concrete aspects of speech and thought, should have emerged from them for Earth’s evolution—and then contrast this in a very specific way with the Luciferic and Ahrimanic elements. If we wish to understand this element, we need not look to Earth’s evolution; for the Luciferic and Ahrimanic elements, as they have become, arose through the lunar evolution. We have often emphasized that it was precisely during the lunar evolution that what originated from the lunar evolution came to a standstill and was carried over into Earth’s evolution. Thus, with regard to these Luciferic and Ahrimanic elements, we must not speak of the spirits of form as the creators there; the spirits of form are creators only for beings appropriate to Earth’s evolution. For these Ahrimanic and Luciferic beings, the spirits of movement—who are, so to speak, the creators and rulers of lunar evolution—can be regarded as the creative beings.
[ 20 ] Was also die Geister der Form für die Menschen-Erdenentwickelung sind, das sind die Geister der Bewegung für die Mondenentwickelung und damit für das ganze ahrimanisch-luziferische Element. Und diese Geister der Bewegung, sie waren die Schöpfer während der Mondenentwickelung durch dasjenige, was sie geschaffen haben. Und was sie in Verbindung mit ihren dienenden Geistern, den damaligen Geistern der Form, den Geistern der Persönlichkeit, den Geistern aus der Hierarchie der Archangeloi, zustande gebracht haben, war regelmäßig auf dem Monde ausgebildete Engelwesenheit. So wie der Mensch im Laufe der Erdenentwickelung seine sieben Glieder ausbilden soll, so sollten die Engel ihre sieben Glieder während der Mondenentwickelung ausbilden.
[ 20 ] Just as the spirits of form are to the development of the Earth as a human being, so are the spirits of movement to the development of the Moon—and thus to the entire Ahrimanic-Luciferic element. And these spirits of movement were the creators during the Moon’s development through what they created. And what they brought about in conjunction with their serving spirits—the spirits of form of that time, the spirits of personality, and the spirits from the hierarchy of the Archangeloi—was an angelic being regularly formed on the Moon. Just as human beings are to develop their seven members in the course of Earth’s evolution, so were the angels to develop their seven members during the Moon’s evolution.
[ 21 ] Diejenigen Engel nun, welche während der Mondenentwickelung richtig ihre sieben Glieder ausgebildet haben, die traten in die Erdenentwickelung ein, und sie sind solche Geister geworden, die vermitteln sollen zwischen dem einzelnen Menschen und der Menschengruppe, die geleitet ist von einem einzelnen Erzengel. Und das ist wiederum ein Erzengel, welcher seine sieben Glieder während der Mondenentwickelung ausgebildet hat. Aber es sind unter diesen eben solche gewesen, die es sozusagen nur bis zu sechs oder zu fünf Gliedern gebracht haben, die nicht völlig während der Mondenentwickelung ihre sieben Glieder alle entwickelt haben. Daher sind sie nicht fähig geworden, während der Erdenentwickelung als Engel Leiter der einzelnen Menschen, oder als Erzengel Leiter der Gruppen von Menschen zu werden. Diese geistigen Wesenheiten, welche entweder nur ihre sechs oder ihre fünf Teile ausgebildet haben, die sind nun gleichsam die unterste Hierarchie. Es gibt darüberstehende, wenn wir von Ahriman und Luzifer sprechen. Sie sind als die uns zunächststehenden luziferischen und ahrimanischen Wesenheiten anzusehen, sind also solche Wesenheiten, welche gar nicht eingehen konnten in regulärer Weise in die Erdenentwickelung, weil die Erdenentwickelung beherrscht wurde von den Geistern der Form: sie waren aber nicht dazu gekommen den Geistern der Form zu helfen, denn sie standen auf der Engelstufe. Menschen konnten sie auch nicht so ohne weiteres werden. Sie standen also zwischen den regulären Engeln und den Menschen mitten darinnen. So daß wir also folgendes haben.
[ 21 ] Those angels, then, who properly developed their seven members during the lunar evolution entered into the Earth evolution, and they have become spirits whose task is to mediate between the individual human being and the group of people led by a single archangel. And this, in turn, is an archangel who developed his seven members during the lunar evolution. But among these there were some who, so to speak, only reached six or five members—who did not fully develop all seven of their members during the lunar evolution. Consequently, they were not able to become, during Earth’s evolution, angels guiding individual human beings, or archangels guiding groups of human beings. These spiritual beings, who have developed only six or five of their parts, now constitute, as it were, the lowest hierarchy. There are beings above them when we speak of Ahriman and Lucifer. They are to be regarded as the Luciferic and Ahrimanic beings closest to us; that is, they are beings who could not enter into Earth’s evolution in the regular way, because Earth’s evolution was governed by the Spirits of Form: yet they had not been able to assist the Spirits of Form, for they stood on the angelic level. Nor could they simply become human beings. They thus stood in the middle, between the regular angels and human beings. So we have the following:
[ 22 ] Wir können sagen: Wenn das die Erdenentwickelung darstellt mit dem Menschen unten (siehe Zeichnung), so haben wir darüber die Schöpfer, die Geister der Form, dann die Geister der Persönlichkeit, die Geister aus der Hierarchie der Archangeloi, die Geister aus der Hierarchie der Angeloi. Diese haben also ihre Entwickelung durch ihre sieben beziehungsweise neun Glieder während der Mondenentwickelung durchgemacht; sie haben nicht nötig, in das einzugehen, was die Geister der Form für den Menschen schaffen als irdische Verkörperung; sie gehen nur ein in einen ätherischen Leib — die Engel zum Beispiel —, weil sie ja der nächsten Hierarchie angehören.
[ 22 ] We can say: If this represents the evolution of the Earth with humanity at the bottom (see diagram), then above us are the Creators, the Spirits of Form, followed by the Spirits of Personality, the spirits from the hierarchy of the Archangels, and the spirits from the hierarchy of the Angels. These beings have thus undergone their evolution through their seven or nine members, respectively, during the lunar evolution; they have no need to enter into what the Spirits of Form create for human beings as earthly embodiment; they enter only into an etheric body—the angels, for example—because they belong to the next hierarchy.


[ 23 ] Und zwischen drinnen stehen diejenigen Wesenheiten, welche gar nicht sich die Fähigkeit erworben haben, in diesen Evolutionen hier weiterzuschreiten, sondern welche dadurch, daß sie nicht ihre entsprechenden sieben Glieder ausgebildet haben, Wesenheiten sind, die von sich sagen können: Wir sind geschaffen von den Geistern der Bewegung; wir werden regiert von gewissen Geistern der Form, Archai, Archangeloi. — Aber nun waren sie da, und waren für ihre Aufgabe, wie sie ihnen eigentlich zugefallen wäre: mitzuregieren an der fortlaufenden Menschheitsentwickelung und auch an der Entwickelung der anderen Reiche der Erdennatur, sie waren dazu nicht befähigt; das konnten sie nicht mitmachen.
[ 23 ] And in between stand those beings who have not at all acquired the ability to proceed further in these evolutions here, but who, because they have not developed their corresponding seven members, are beings who can say of themselves: We were created by the spirits of movement; we are governed by certain spirits of form, the Archai and the Archangeloi. — But now they were there, and for the task that would actually have fallen to them—to help govern the ongoing development of humanity and also the development of the other kingdoms of earthly nature—they were not capable; they could not participate in that.
[ 24 ] So gab es also, ich möchte sagen, zwei Klassen — wenn wir zunächst auf die anderen nicht sehen — sowohl von Erzengeln wie von Engeln. Die regulär Entwickelten waren jene, die sich nun einreihten in die Tätigkeit, welche so hätte verlaufen sollen, wie ich sie eben charakterisiert habe zum Beispiel für die Sprache und das Denken. Wäre nur diese Veranlagung der Geister der Bewegung da, so wäre das Sprechen und das Denken in einem solchen Einklange entwickelt worden, wie ich es vorhin charakterisiert habe.
[ 24 ] So there were, I would say, two classes—if we disregard the others for the moment—of both archangels and angels. Those who were normally developed were the ones who now joined in the activity that should have unfolded as I have just described it, for example, with regard to language and thought. If only this predisposition of the spirits of movement had been present, then speech and thought would have developed in the harmony I described earlier.
[ 25 ] Nun entstand etwas, was trivial ausschaut, wenn man es ausspricht, aber es ist nicht so trivial. Es ist eben ein ungeheuer schwerwiegendes, großes, bedeutsames kosmisches Ereignis. Man möchte sagen: es waren jetzt im Geisterland, oder wenn wir im Sinne der Religion sprechen, es waren im Himmel, die regulär entwickelten Erzengel, die regulär entwickelten Engel und dasjenige, was sich als ein nicht fertiges Gezücht ergab. Und da stellt sich dann das heraus, daß die regulär entwickelten Erzengel und Engel diese nicht regulär entwickelten, die bloß ihre sechs oder fünf Glieder entwickelt hatten, herunterwarfen auf die Erde, aus dem Himmel auf die Erde, weil sie dort nicht zu gebrauchen waren.
[ 25 ] Now something came into being that sounds trivial when you say it out loud, but it is not so trivial. It is, in fact, an immensely serious, grand, and significant cosmic event. One might say: there were, in the spirit realm—or, to speak in religious terms, in heaven—the normally developed archangels, the normally developed angels, and those who turned out to be an incomplete breed. And it turns out that the normally developed archangels and angels cast these abnormally developed ones—who had developed only five or six of their limbs—down to Earth, from Heaven to Earth, because they were of no use there.
[ 26 ] Und so mischte sich vom Beginn der Erdenentwickelung an, ich möchte sagen, in die Substantialität der Erdenentwickelung herein ein unsichtbares Reich: das Reich Luzifers und Ahrimans, die herausgestoßen waren aus jenem Reich, von dem aus regelrecht geschaffen und regiert wird fortlaufend der Mensch, Tiere, Pflanzen, Minerale. Heruntergestoßen waren sie, die nicht fertig geworden waren. Sie waren auf der Erde da. Natürlich konnten sie mit Erdensinnen nicht gesehen werden, aber sie waren da. Die regulären Erzengel und Engel waren, wenn wir einen religiösen Ausdruck gebrauchen, im Himmel; aber auf der Erde irrten herum die zurückgebliebenen. Darauf bezieht sich das biblische Wort: «Und ihr Ort ward nicht mehr im Himmel gefunden.» Sie waren heruntergestoßen.
[ 26 ] And so, from the very beginning of Earth’s evolution—I would say—an invisible realm intermingled with the substance of Earth’s evolution: the realm of Lucifer and Ahriman, who had been cast out of that realm from which human beings, animals, plants, and minerals are continually created and governed. They had been cast down because they had not yet reached completion. They were present on Earth. Of course, they could not be seen with earthly senses, but they were there. The regular archangels and angels were, to use a religious expression, in heaven; but on Earth, the ones who had been left behind wandered about. This is what the biblical passage refers to: “And their place was no longer found in heaven.” They had been cast down.
[ 27 ] Nun bedenken Sie nur den wahren Sachverhalt, damit Sie über gewisse Dinge sich nicht falschen Vorstellungen hingeben. Da lebten auf der Erde die Menschen, in einer zunächst primitiven Entwickelung, so wie Sie es ja entsprechend in der «Geheimwissenschaft» dargestellt finden. Aber unmittelbar unter den Menschen, um sie herum lebten Wesenheiten — nehmen wir also nur die alleruntersten luziferischen Wesenheiten —, die auf dem Monde zurückgebliebenen Engel, die, statt daß sie nun zu regieren hatten, tatenlos zunächst waren. Aber während der Mensch erst dabei war, nach und nach seine sieben Glieder zu entwickeln, während er erst hoffen konnte, am Ende der Erdenentwickelung das siebente Glied zu entwickeln, oder in einer entsprechend näheren Zeit das sechste oder fünfte Glied, waren diese soweit, daß sie ihr sechstes oder fünftes Glied fertig hatten; nur ihr siebentes hatten sie nicht entwickelt.
[ 27 ] Now just consider the true facts, so that you do not entertain false mental images about certain things. Human beings lived on Earth at that time, initially at a primitive stage of development, just as you will find described in *The Secret Science*. But immediately below the human beings, all around them, lived beings—let us take, for example, the very lowest Luciferic beings—the angels who had been left behind on the Moon, who, instead of now having to rule, were initially idle. But while human beings were only just beginning to gradually develop their seven members—while they could only hope to develop the seventh member at the end of Earth’s evolution, or the sixth or fifth member at a correspondingly earlier time—these beings had already reached the stage where they had completed their sixth or fifth member; only their seventh had they not yet developed.
[ 28 ] Nehmen wir einmal die Sache, wie sie ist. Wir wissen ja, daß wir jetzt gerade daran sind, an der Entwickelung desjenigen zu arbeiten, was wir den Intellekt nennen. Wir leben in der fünften Periode der nachatlantischen Zeit. Ja, die Menschen in der lemurischen Zeit waren weit entfernt davon, dieses Glied ihrer Wesenheit etwa schon entwickelt zu haben, das erst jetzt, in der fünften, in der nachatlantischen Zeit, zum Ausdruck kommt. Was die Wesenheiten, die dazumal herabgestoßene Engel waren, gerade auszeichnet, das ist, daß sie von der Mondenzeit her längst das hatten, was der Mensch erst jetzt entwickelt; sie hatten schon das, was dem Menschen erst zugedacht ist in einer späteren Periode der Erdenentwickelung. Ja, das ist sogar durchaus eine Tatsache, daß lange Zeit, sogar noch in der nachlemurischen, in der atlantischen Zeit, solche unsichtbaren Wesenheiten eine große Rolle spielten, welche damals in hohem Grade das ausgebildet hatten, woran der Mensch in der atlantischen Zeit nicht denken konnte, woran er jetzt erst ist, es auszubilden: nämlich das intellektuelle Element.
[ 28 ] Let’s take things as they are. We know, after all, that we are currently working on the development of what we call the intellect. We are living in the fifth period of the post-Atlantean era. Indeed, the people of the Lemurian era were far from having developed this aspect of their being, which is only now, in the fifth, post-Atlantean period, coming to expression. What particularly distinguishes those beings—who were once cast-down angels—is that, ever since the Lunar Age, they had long possessed what human beings are only now developing; they already possessed what is intended for human beings in a later period of Earth’s evolution. Indeed, it is an undeniable fact that for a long time—even during the post-Lemurian and Atlantean eras—such invisible beings played a major role; they had already highly developed what human beings in the Atlantean era could not even conceive of, and what they are only now beginning to develop: namely, the intellectual element.
[ 29 ] Also hoch entwickelte Intelligenzen, Engelwesen schwebten gleichsam unsichtbar in dieser lemurischen und atlantischen Zeit herum als zurückgebliebene Geister. Hoch entwickelte Geister waren das, ganz außerordentlich hoch entwickelt. Wir können also sagen, wenn wir uns wieder trivial ausdrücken wollen: Es ist durchkreuzt worden die Absicht der Hierarchie der Geister der Form. Während diese Hierarchie sich gesagt hat: Wir entwickeln den Menschen nach und nach und lassen ihn leiten durch Engel, und in der fünften Zeitepoche, da soll er den Intellekt entwickeln, da soll er diesen Intellekt so entwickeln, daß er dann schon reif ist —, während es die Absicht war, es so kommen zu lassen, daß der Einklang von Intellekt und Sprache sich ausgebildet hätte, ist dies, was sonst gekommen wäre, durchkreuzt worden dadurch, daß unsichtbare Wesenheiten mitten drinnen gelebt haben unter den Menschen.
[ 29 ] Thus, highly developed intelligences—angelic beings—floated, as it were, invisibly through this Lemurian and Atlantean era as spirits who had remained behind. These were highly developed spirits—extraordinarily so. So we can say, to put it in simple terms: The intention of the hierarchy of the spirits of form has been thwarted. While this hierarchy had said to itself: We will develop humanity step by step and let it be guided by angels, and in the fifth epoch, it is to develop the intellect; it is to develop this intellect in such a way that it will then already be mature—while the intention was to allow the harmony between intellect and language to develop, what would otherwise have come to pass was thwarted by the fact that invisible beings lived right in the midst of humanity.
[ 30 ] Von diesen unsichtbaren Wesenheiten betrachten wir zunächst die luziferischen Engelwesenheiten. Diese luziferischen Engelwesenheiten haben jetzt etwas getan, was man so bezeichnen kann: sie haben gewissermaßen einzelne Menschen einer früheren Erdenperiode überbefruchtet, sie sind in sie hineingefahren, sie haben sie von sich besessen gemacht. Diese Engelwesenheiten sind ja heruntergestoßen worden auf die Erde. Und so trifft man solche Menschen in alten Zeiten, die, wenn sie geworden wären, wie es ihnen von den Geistern der Form zugedacht war, einfache, ursprüngliche Menschen gewesen wären. So aber fuhren in sie hinein solche Engelwesenheiten. Dadurch wurden sie furchtbar gescheit, klug, wie der Mensch erst in der fünften, oder sogar sechsten Kulturepoche der Erdenentwickelung es werden sollte, und wovon man im alten Indien noch keinen Begriff hatte. Von den sieben Rishis oder Erleuchteten sprechen wir jetzt eigentlich. Das waren also solche besessene, von den luziferischen Engelwesenheiten erleuchtete Menschen. Es waren selbstverständlich solche Menschen, zu denen der naive Mensch hinaufblicken mußte als zu etwas besonders Hohem.
[ 30 ] Of these invisible beings, let us first consider the Luciferic angelic beings. These Luciferic angelic beings have now done something that can be described as follows: they have, so to speak, over-fertilized individual human beings from an earlier period of Earth’s history; they have entered into them and made them possessed by themselves. These angelic beings had, after all, been cast down to Earth. And so, in ancient times, one encounters such human beings who, had they become what the spirits of form had intended for them, would have been simple, primal human beings. But instead, such angelic beings entered into them. As a result, they became extraordinarily intelligent and wise—the kind of wisdom that humanity was not supposed to attain until the fifth, or even sixth, cultural epoch of Earth’s development, and of which ancient India had no concept. We are now speaking, in fact, of the seven Rishis, or enlightened ones. These were, then, people who were possessed—enlightened by the Luciferic angelic beings. They were, of course, the kind of people to whom the naive individual had to look up as something particularly exalted.
[ 31 ] Diese Wesenheiten brachten, indem sie auch später immer wieder und wieder Menschen von sich besessen machten, entweder auf einzelne Menschen oder Menschengruppen wirkten, diese luziferisch gearteten Engelwesenheiten brachten unter die Menschen das Vorurteil von der Internationalität der Begriffswelt, von der sogenannten über die ganze Erde hinüberreichenden einheitlichen Dogmatik. Wo man an eine solche einheitliche Dogmatik glaubt, wo man glaubt, daß} es möglich sei, nicht in der Mannipgfaltigkeit, sondern in der Einheitlichkeit das Heil zu suchen, da wirken die luziferischen Geister. Sie haben losgerissen die Vorstellungswelt von der Sprachenwelt. Sie haben damit dasjenige heraufbeschworen, was unmöglich gemacht hat, daß die Vorstellungen ihren Sitz richtig in dem gesprochenen Wort drinnen behalten haben. Und so entstand die luziferische Einheitlichkeit, der luziferische Monismus oder das Streben nach dem luziferischen Monismus über die ganze Erde hinüber. Überall, wo Fanatiker auftreten, die da glauben, daß dasjenige, was sie gerade als das Richtige ansehen, nun so schnell als möglich von allen Erdenmenschen geglaubt werden müsse, da sind sie besessen von jenen luziferischen Engeln. Denn nicht darum handelt es sich, daß man von diesem Einheitswahn besessen ist, sondern darum handelt es sich, daß man nach Verständnis der Vielheit, der harmonisch wirkenden Mannigfaltigkeit strebt.
[ 31 ] By repeatedly possessing human beings, even in later times, these entities—whether acting upon individuals or groups of people—these angelic beings of a Luciferic nature instilled in humanity the prejudice regarding the international nature of the conceptual world, the so-called uniform dogma extending across the entire Earth. Wherever people believe in such a uniform dogma, wherever they believe that it is possible to seek salvation not in diversity but in uniformity—that is where the Luciferic spirits are at work. They have torn the world of mental images away from the world of language. In doing so, they have brought about a situation that has made it impossible for mental images to retain their proper place within the spoken word. And so Luciferic uniformity, Luciferic monism, or the striving for Luciferic monism arose across the entire earth. Wherever fanatics appear who believe that what they currently regard as correct must be believed by all people on earth as quickly as possible, there they are possessed by those Luciferic angels. For the issue is not that one is possessed by this delusion of unity, but rather that one strives to understand multiplicity—the harmoniously functioning diversity.
[ 32 ] Und nun war die Bahn geebnet für andere Geister, nachdem diese luziferisch gestalteten Engelwesenheiten in der Form von besonders erleuchteten Individuen, namentlich innerhalb Indiens zunächst auftraten. Diese auserlesenen Menschen, die das, was der anderen Menschheit überhaupt erst zugedacht war in einer viel späteren Zeit, in ihrem besonders strahlenden Erleuchtetsein früh zeigten, die brachten über die Erde den Wahn von der Einheitlichkeit alles Denkens. Und jetzt war die Bahn geebnet für die anderen, die namentlich aus der Hierarchie der Archangeloi sind, aber solcher Archangeloi, welche während der Mondenentwickelung nicht ihre volle Entwickelung bis zum siebenten Glied erlangten, sondern beim sechsten Glied stehengeblieben sind. Sie wurden nun auch, weil sie nicht zu gebrauchen waren als Lehrer von Menschengruppen, die nach geographisch-klimatisch natürlichen Verhältnissen verteilt waren, hinuntergeworfen und sind nun auch unter den Menschen der Erde mitten drinnen.
[ 32 ] And now the way was paved for other spirits, after these Luciferic angelic beings first appeared in the form of particularly enlightened individuals, notably within India. These chosen human beings, who in their particularly radiant enlightenment revealed at an early stage what was originally intended for the rest of humanity at a much later time, spread across the Earth the delusion of the uniformity of all thought. And now the way was paved for the others, who belong specifically to the hierarchy of the Archangels—but of those Archangels who, during the lunar evolution, did not attain their full development up to the seventh member, but remained at the sixth member. Since they could not be used as teachers for groups of people distributed according to natural geographical and climatic conditions, they were also cast down and are now living among the people of Earth.
[ 33 ] Diese Archangeloi, deren Ort nun auch nicht im Himmel zu finden war, sondern auf der Erde — das heißt, im Abgrund, in dem sie umherirrten —, sie wurden nun ausgesandt, von ihren Obersten ausgesandt, hinaus zu den einzelnen Volksgruppen. Und diese rissen nun ihrerseits auch das Sprechen um eine Stufe tiefer herunter. Während die vorhin genannten luziferischen Wesenheiten das Denken abgerissen haben vom Sprechen, ließen diese falsch entwickelten Erzengel die Sprach-Charaktere noch um eine Stufe tiefer hinuntersinken, so daß die Sprachen so geschieden waren, nun, wie sie eben auf der Erde geschieden wurden.
[ 33 ] These Archangeloi, whose dwelling place was now to be found not in heaven but on earth—that is, in the abyss where they wandered—were now sent out, dispatched by their superiors, to the various ethnic groups. And these, in turn, dragged speech down another level. While the Luciferic beings mentioned earlier had severed thinking from speech, these misdeveloped archangels allowed the characteristics of language to sink down yet another level, so that the languages were divided—just as they had been divided on Earth.
[ 34 ] Diese Wesenheiten, die zurückgebliebene Erzengel sind, und die nun die Lenkung von Menschengruppen auf Erden in dem Sinne betrieben, daß sie die Menschheit spalteten, so daß die Menschen sich hassen, sich absondern, diese Sorte, die hat ahrimanische Natur. Es sind hoch entwickelte Wesenheiten; aber sie sind eben nicht dazu berufen, Völkerschaften zu leiten, aus dem einfachen Grunde, weil Völkerschaften zu leiten nach dem Sinne der Geister der Form die normal entwickelten Erzengel berufen sind, die ihre sieben Glieder ausgebildet haben. Namentlich solche, die nur ihre sechs Glieder ausgebildet haben, sind nun diejenigen, welche sich entgegenstellen den eigentlichen regulären Völkerlenkern. Ahrimanische Wesenheiten — wir haben sie jetzt einmal genauer ins Auge gefaßt —, das sind die Wesenheiten, welche es nun dahin gebracht haben, daß die Sprachen um eine Stufe tiefer noch hinuntergesunken sind, auf eine Stufe, auf der man eben zunächst gar nicht sieht, welche Begriffe, welche Vorstellungen in der Sprache als solcher enthalten sind. Wären nur die luziferischen Engelwesen gekommen, so wäre zwar der Einheitswahn über die Erde gekommen; aber es würden sich die einzelnen Sprachen so entwickelt haben, daß man, wenn man nur in seinem Gemüte den Einheitswahn überwindet, noch empfinden könnte in den verschiedenen Sprachen das, was in ihnen liegt. Aber nachdem einmal die Vorstellungswelt losgerissen war von den luziferischen Engeln, war es dann den ahrimanischen Erzengeln leicht, die Sprache noch um eine Stufe hinunterzutreiben; so daß dann keine Möglichkeit mehr war, die Sprache so zu entwickeln, daß in ihr die Empfindung für die unmittelbare Vorstellung geblieben wäre.
[ 34 ] These beings, who are archangels who have fallen behind, are now guiding groups of people on Earth in such a way as to divide humanity, causing people to hate one another and isolate themselves; this group possesses an Ahrimanic nature. They are highly developed beings; but they are simply not called to lead peoples, for the simple reason that, according to the spirits of form, it is the normally developed archangels—who have developed their seven members—who are called to lead peoples. In particular, those who have developed only their six members are now the ones who oppose the actual, regular leaders of peoples. Ahrimanic beings—we have now examined them more closely—are the beings who have brought about a situation in which languages have sunk down another level, to a level where one initially cannot even see which concepts and mental images are contained in language as such. Had only the Luciferic angelic beings come, the delusion of unity would indeed have spread across the earth; but the individual languages would have developed in such a way that, if one were only to overcome the delusion of unity within one’s own mind, one could still perceive in the various languages what lies within them. But once the world of mental images had been torn away from the Luciferic angels, it was then easy for the Ahrimanic archangels to drive language down another level; so that there was then no longer any possibility of developing language in such a way that the sense of immediate mental image would have remained within it.
[ 35 ] Sehen Sie, da haben wir das Zusammenwirken einer Dreiheit. Wenn Sie einmal unsere Holzplastik, nachdem sie fertig sein wird, anblicken werden, dann werden Sie die Dreiheit plastisch zum Ausdruck gebracht sehen. Wir haben die Dreiheit einer fortgehenden Entwickelung, die aber gefälscht ist: die gefälscht ist nach oben durch den Einheitswahn der Vorstellungen, gefälscht nach unten durch den falschen Differenzierungswahn, was schon kein Wahn mehr ist, sondern eine Tatsache: das Zerklüften, das Zerspalten der Menschheit in sogenannte Nationen nach den Sprachen.
[ 35 ] You see, here we have the interplay of a trinity. Once you look at our wooden sculpture after it is finished, you will see the trinity expressed in a three-dimensional way. We have the trinity of an ongoing development, but one that is distorted: distorted upward by the delusion of unity in our mental images, and distorted downward by the false delusion of differentiation—which is no longer a delusion at all, but a fact: the fragmentation, the splitting of humanity into so-called nations based on language.
[ 36 ] So war es nun über die Erdenentwickelung gekommen; das ist im Laufe, in der Strömung der Erdenentwickelung darinnen. Und dadurch, daß das darinnen ist, entwickelte sich eben im Lauf der Zeit das, was der Glaube war, der vom Einheitswahn beherrscht ist, und auf der anderen Seite die Spaltung in Nationen. Das entwickelte sich. Das war auf seinem Höhepunkt angelangt, als nun die kosmische Wesenheit des Christus sich auf die Erde niedersenkte, in der Ihnen ja bekannten Weise, und damit der Erdenentwickelung ein Impuls einverleibt war, den wir jetzt durchaus in die Welt zu versetzen haben, welche die regelmäßige Fortentwickelung darstellt. Nur daß dieser Christus-Impuls sich die Aufgabe setzt, nachdem die Erdenentwickelung nun eine Weile gewissermaßen nach zwei Richtungen hin falsch gegangen ist, die Gegenimpulse zu schaffen: das heißt, den normal entwickelten Engeln eine größere Macht zu geben, damit sie den luziferisch entwickelten Engeln, welche den Einheitswahn befolgen, entgegenwirken. An die Stelle der monistischwahnhaften Einheitsnatur alles Wissens ist nun das getreten, was eigentlich im richtig verstandenen Christentum liegt: das Verstehen, aber das Nicht-Aufdrängen desjenigen, was man selber meint, das Suchen der Wahrheit in der anderen Menschennatur. Indem das darinnen liegt, liegt in dem Impuls des Christus eine Verstärkung der normal entwickelten Engel. So daß es wieder für die Menschen und für jedes Zeitalter ein Ideal werden kann, überall, wo es sein soll, auf der Erde zu finden eine individuell gestaltete Wahrheit, jetzt nicht aus dem eben von Luzifer schon ganz in den Wahn hinein verschossenen bloßen Intellekt heraus, sondern von Seelen, von Herzen heraus dasjenige zu finden, was wahr ist; gewissermaßen jeden Menschen auf seine eigene Art finden zu lassen, was wahr ist.
[ 36 ] This is how Earth’s evolution had come about; this is inherent in the course and flow of Earth’s evolution. And because this is inherent in it, what developed over time was, on the one hand, a faith dominated by the delusion of unity, and on the other hand, the division into nations. This is what developed. It had reached its peak when the cosmic being of Christ descended to Earth, in the manner familiar to you, and thus an impulse was incorporated into Earth’s evolution—an impulse that we must now fully bring into the world, which represents the regular continuation of this evolution. However, since Earth’s development has, for some time now, gone astray in two directions, so to speak, this Christ impulse has set itself the task of creating counter-impulses: that is, to give the normally developed angels greater power so that they may counteract the Luciferic angels who follow the delusion of unity. In place of the monistic delusion of the unity of all knowledge has now come what actually lies at the heart of properly understood Christianity: understanding, but not imposing, one’s own views; seeking the truth in the nature of other human beings. Because this is inherent in it, the Christ impulse contains a strengthening of the normally developed angels. Thus it can once again become an ideal for humanity and for every age: to find, wherever it is to be found on Earth, an individually shaped truth—not now from the mere intellect, which Lucifer has already driven entirely into delusion, but from the soul, from the heart, to find what is true; in a sense, to allow every human being to find what is true in their own way.
[ 37 ] Diese Worte: daß die Wahrheit in jeder Menschenseele liegt, das ist das tief Christliche, wie ich es auch bei anderer Gelegenheit schon erklärt habe. Dem liegt zugrunde eine Verstärkung der Engelnatur, so daß diese den Sieg erringen können über diejenigen luziferischen Engel, die den Einheitswahn einer gleichmachenden Dogmatik über die ganze Erde hin verbreiten wollen als ein gleichmäßiges Netz einer gleichlautenden Intellektualität, die nicht zuläßt die Mannigfaltigkeit, die Vielheit der Auffassung. — Und geschärft nach der anderen Seite sollte werden auch die Kraft der regulär entwickelten Erzengel, so daß sie nach und nach besiegen können diejenigen geistigen Wesenheiten, welche die Differenzierung der Menschengruppen dadurch herbeiführen, daß diese Menschengruppen in ihre Sprache verliebt werden und dadurch zu einer besonderen Absonderung, in ein Fanatisches kommen. Stärker sollen die regulär entwickelten Engel und Erzengel gemacht werden durch den Christus-Impuls. Dasjenige, was durch den Christus-Impuls geschehen sollte, ist eben nicht etwas, was bloß in den Gedanken, in der Anschauung der Menschen, in dem Gefühl der Menschen da ist, sondern es geht das, was in der Erde geschieht, über das Sichtbare hinaus in das Unsichtbare hinein. Der Christus ist nicht nur da für die Menschen, sondern auch für die Engel und für die Erzengel. Denn der Christus gehört einer kosmischen Wesenheit an, die durch den Jesus von Nazareth in die Erdenentwickelung hereingekommen ist.
[ 37 ] These words—that the truth lies within every human soul—are the very essence of Christianity, as I have already explained on other occasions. Underlying this is a strengthening of the angelic nature, so that the angels may achieve victory over those Luciferic angels who seek to spread the delusion of unity—a dogmatism that seeks to make everyone the same—across the entire Earth as a uniform net of uniform intellectuality that does not allow for diversity or a multiplicity of views. — And the power of the normally developed archangels should also be sharpened in the opposite direction, so that they can gradually defeat those spiritual beings who bring about the differentiation of human groups by making these groups fall in love with their own language, thereby leading them into a state of extreme isolation and fanaticism. The normally developed angels and archangels are to be strengthened through the Christ impulse. What is to come about through the Christ impulse is not merely something that exists in people’s thoughts, in their perceptions, or in their feelings; rather, what takes place on Earth extends beyond the visible into the invisible. Christ is not only there for human beings, but also for the angels and the archangels. For Christ belongs to a cosmic being who entered into Earth’s evolution through Jesus of Nazareth.


[ 38 ] So daß man sagen muß: In der Mitte der Erdenentwickelung tritt überall eine Verstärkung ein; der Christus-Impuls greift ein. Überall tritt auch für Engel und Erzengel eine verstärkende Kraft ein. Bleiben wir dabei zunächst (siehe Zeichnung, violett). Dieser verstärkende Impuls war mächtig, war gewaltig, und es war etwas über die Erdenentwickelung hereingekommen, was früher überhaupt nicht innerhalb der Erdenentwickelung gesehen oder erhört war. Dasjenige Prinzip, das früher da war, wollte gerade als Naturprinzip wirken, wollte die geistige Lenkung der Welt als Naturprinzip haben: das Jahve-, das Jehova-Prinzip. Da hätte es dem Menschen natürlich sein sollen, zusammen zu haben Denken und Sprechen. Unser Denken ist davon losgelöst, ist geistig geworden; unsere Sprache ist losgelöst vom Naturprinzip, ist seelisch geworden. Und vom Seelischen, vom Leidenschaftlichen der Seele erfaßt ist das Sprachprinzip; von dem, was das Intellektuelle, also wiederum das Astralische umfaßt, ist einseitig das Denken erfaßt. Aber das hätte nicht so werden sollen, sondern das Denken sollte um eine Stufe tiefer liegen, der Mensch sollte viel natürlicher denken, und er sollte auf einer viel höheren Stufe sprechen und das Gesprochene verstehen. Nachdem das eine Weile auseinander gegangen war — bei anderen Dingen ist es ja ebenso gegangen, ich habe nur das Sprechen und Denken diesmal besonders herausgegriffen —, mußte ein viel stärkerer Impuls kommen, als der Jahve- oder Jehova-Impuls war. Dieser war so gestaltet, daß noch nicht gerechnet war mit den luziferischen und ahrimanischen Impulsen. Jetzt haben sie aber gewirkt in der Erdenentwickelung bis zur Mitte der griechisch-lateinischen Zeit. Da kam der Christus-Impuls herein. Der mußte jetzt stärker, kräftiger sein als dasjenige, was als Jahve-Impuls da war. Und dieser kräftigere, dieser umfassendere Impuls, der ist jetzt nicht nur dazu angetan, die Erdenentwickelung so weiterzuleiten, wie sie hätte werden müssen, wenn kein Luzifer und Ahriman eingegriffen hätte, sondern sie wiederum, nachdem Luzifer und Ahriman eingegriffen hatten, in ihre alten Bahnen zurückzubringen bis zu ihrem Ende. Die Folge davon war, daß eben stark eingegriffen hat der Christus-Impuls. Und weil ihn die Menschen zunächst nicht verstehen konnten, wirkte er so, wie ich es angedeutet habe. Nennen wir als Beispiel etwa den Konstantin, die Jungfrau von Orleans. Aber es war einmal eben durch dieses Mysterium ein mächtiger Einfluß in der Erdenentwickelung geschehen; und dieser mächtige Einfluß, er wirkt natürlich zunächst ungeheuer bedeutsam.
[ 38 ] So one must say: In the middle of Earth’s evolution, a strengthening occurs everywhere; the Christ impulse intervenes. A strengthening force also takes effect everywhere, even for angels and archangels. Let us focus on this for now (see diagram, violet). This strengthening impulse was powerful, it was mighty, and something had come upon Earth’s evolution that had never before been seen or heard within Earth’s evolution. The principle that existed previously sought to act precisely as a natural principle; it sought to have the spiritual guidance of the world function as a natural principle: the Yahweh, the Jehovah principle. Under that principle, it would naturally have been the case for human beings to have thinking and speaking united. Our thinking has become detached from that; it has become spiritual; our language has become detached from the natural principle; it has become soul-based. And the principle of speech is governed by the soul, by the soul’s passions; thinking, on the other hand, is governed one-sidedly by what the intellectual—that is, the astral—encompasses. But it should not have turned out this way; rather, thinking should have been situated one level lower, humanity should have thought much more naturally, and should have spoken and understood what was spoken at a much higher level. After this had been separated for a while—the same thing happened with other aspects, though I have singled out speech and thinking in particular this time—a much stronger impulse had to come than the Yahweh or Jehovah impulse. That impulse was structured in such a way that it did not yet take into account the Luciferic and Ahrimanic impulses. But these impulses were at work in Earth’s evolution up until the middle of the Greco-Roman period. Then the Christ impulse entered. It had to be stronger and more powerful than the Yahweh impulse that had been present. And this more powerful, this more comprehensive impulse is now not only capable of guiding Earth’s evolution along the path it would have taken had Lucifer and Ahriman not intervened, but also of bringing it back, after Lucifer and Ahriman had intervened, onto its former course until its conclusion. The result of this was that the Christ impulse intervened very strongly. And because people could not understand it at first, it worked in the way I have indicated. Let us take, for example, Constantine or the Maid of Orleans. But through this Mystery, a powerful influence had indeed taken place in Earth’s evolution; and this powerful influence, of course, initially has an immensely significant effect.
[ 39 ] Jetzt ging die Erdenentwickelung so weiter, daß, um einen Vergleich zu gebrauchen, man sagen könnte: Wir nehmen an, hier läge Schnee (es wird gezeichnet); nun kommt die Lokomotive und fährt in den Schnee hinein. Bis zu einem gewissen Punkt wird sie fahren, dann aber ist der Schnee so aufgetürmt, daß sie doch zunächst gehemmt wird. In ähnlicher Weise müssen wir den ChristusImpuls beurteilen. Er wirkte mächtig herein, versuchte die Erde zu ergreifen, aber luziferische und ahrimanische Kräfte waren da, und sie türmten sich auf wie der Schnee vor der Lokomotive. Eine Weile wurden sie überwunden. Selbstverständlich werden sie auch weiter überwunden, wenn sich genügend Menschen finden, die sich von dem Christus-Impuls ergreifen lassen wollen. Aber das Auftürmen geschah. Und die Folge davon ist, daß gerade im Zeitalter der Intellektualität nun gekommen ist der Wahn von der Einheit der Wissenschaft, der mit besonderer Stärke aufgetreten ist. Denn wir sehen insbesondere etwas, was früher gar nicht da war: derjenige, der die Geschichte der geistigen Entwickelung kennt, der weiß, daß vom 8., 9. Jahrhundert der nachchristlichen Entwickelung an besonders stark auftritt dieser Wahn, daß man eine einheitliche Form der . Wahrheit über die ganze Erde hin schaffen müßte. Das tritt da besonders stark auf. Und was da besonders stark auftritt, ist eben noch einmal ein Aufbäumen der luziferischen Engel. Sie wollen siegen. Sie wollen die Menschen dazu verführen zu glauben, von dem Wahn sich beherrschen zu lassen, daß über die ganze Erde hin eine einförmige, gleichlautende dogmatische Wahrheit herrschen soll. Und immer wieder und wiederum kommt über die Menschen dieser furchtbare Wahn von dem Monismus der Dogmatik. So hängt die Sache zusammen.
[ 39 ] The Earth’s development then continued in such a way that, to use an analogy, one could say: Let’s assume there is snow here (it is drawn); now the locomotive comes and drives into the snow. It will travel up to a certain point, but then the snow will have piled up so high that it will initially be hindered. We must assess the Christ impulse in a similar way. It had a powerful effect, attempting to take hold of the Earth, but Luciferic and Ahrimanic forces were present, and they piled up like the snow in front of the locomotive. For a while, they were overcome. Of course, they will continue to be overcome if enough people can be found who are willing to let themselves be seized by the Christ impulse. But the piling up did occur. And the consequence of this is that, precisely in the age of intellectualism, the delusion of the unity of science has now arisen, and it has emerged with particular force. For we see, in particular, something that was not there at all in the past: anyone familiar with the history of spiritual development knows that, from the 8th and 9th centuries of post-Christian development onward, this delusion—that a unified form of “truth” must be established across the entire earth—has emerged with particular intensity. It manifests itself particularly strongly there. And what is manifesting itself particularly strongly there is, once again, a rebellion by the Luciferic angels. They want to triumph. They want to tempt people into believing, into allowing themselves to be dominated by the delusion that a uniform, identical, dogmatic truth should reign across the entire earth. And time and again, this terrible delusion of dogmatic monism descends upon humanity. This is how the matter is connected.
[ 40 ] Und wiederum, eine Weile nachher schon, nachdem das Zeitalter des Intellektualismus völlig angebrochen war, kam das große Stemmen, Sich-Stemmen der ahrimanischen Erzengel, derjenigen Wesenheiten, welche den Wahn — aber das ist jetzt ein Tatsachenwahn — des Nationalen gebracht haben. Und im wesentlichen herausgekommen ist dieses ahrimanische Prinzip im Grunde, wie das luziferische im 8., 9. Jahrhundert, so dieses ahrimanische Prinzip im 19. Jahrhundert. Und der Träger, der irdische Träger davon war Napoleon. Napoleon ist derjenige, von dem zunächst ausgegangen ist jene Verführung von Europa, daf3 auf das nationale Prinzip alles ankomme, daß es auch darauf ankomme, die Menschen in Gruppen zu teilen nach Nationalem. Im Dienste Ahrimans wirkte Napoleon, und von da aus geht dasjenige, was in unsere Tage herein lebt: als ob es darauf ankomme, die Menschen zu gruppieren nach solchen Erdengebieten, die streng national abgeschlossen wären.
[ 40 ] And again, not long after that, once the age of intellectualism had fully dawned, came the great struggle, the straining of the Ahrimanic archangels—those beings who brought about the delusion—though this is now a delusion rooted in fact—of nationalism. And essentially, this Ahrimanic principle emerged in the 19th century in much the same way as the Luciferic principle did in the 8th and 9th centuries. And the earthly bearer of this principle was Napoleon. Napoleon is the one from whom that seduction of Europe first originated—the idea that everything hinges on the national principle, that it is also essential to divide people into groups according to nationality. Napoleon worked in the service of Ahriman, and from there stems what lives on into our own day: as if it were essential to group people according to geographical regions that are strictly and nationally closed off.
[ 41 ] Und diesen Wahn, der ein Tatsachenwahn ist, den sehen wir heute umgehen. Es ist der umgehende Ahriman; es ist dasjenige, was die Menschen dazu verführen will, den Ruf zu erheben, daß sich abschließen müssen die Menschen nach dem Nationalitätsprinzip, indem ihr Wahn sich kleidet in den Ruf: Für Freiheit der Nationalitäten, für Freiheit und Gleichheit der Nationalitäten.
[ 41 ] And this delusion—which is a delusion based on facts—is what we see spreading today. It is Ahriman at work; it is that which seeks to tempt people to raise the cry that people must separate themselves according to the principle of nationality, with their delusion cloaked in the cry: “For the freedom of nationalities, for the freedom and equality of nationalities.”
[ 42 ] Das ist dasjenige, was ein tiefer innerer Zusammenhang mit der ganzen kosmischen Entwickelung ist, und was in unseren Tagen in einer so furchtbaren Weise hereinspielt. Selbstverständlich gebrauchen diejenigen geistigen Wesenheiten, welche dazu berufen sind, die Erdenentwickelung zu fälschen, Ideen und Vorstellungen, welche den Menschen nicht als etwas Niedriges, sondern gerade als etwas besonders Hohes erscheinen. Mit kräftigen, gewaltigen Idealen werden die Intentionen Ahrimans verbrämt. Geradeso wie verbrämt worden ist, maskiert worden ist der luziferische Geist von dem Einheitswahn der Wissenschaft unter dem Wort, das für jeden so leicht verständlich ist, weil es so idealistisch klingt: Zine Wahrheit für alle Menschen. — So aber schleicht sich mit diesem Wahnwort Luzifer in die Herzen der Menschen ein, Ahriman mit dem Wort: Die Nationen sollen sich in besonderen Gebieten auf der Erde als Nationalitäten absondern, und nur wert gefunden werden diejenigen Menschengruppen auf der Erde, die in sich geschlossene Nationalitäten darstellen.
[ 42 ] This is what constitutes a deep inner connection with the entire course of cosmic evolution, and what is playing out in such a terrible way in our own time. Of course, those spiritual beings who are called upon to distort Earth’s evolution use ideas and mental images that do not appear to people as something base, but rather as something particularly lofty. Ahriman’s intentions are cloaked in powerful, mighty ideals. Just as the Luciferic spirit has been cloaked and masked by science’s delusion of unity under the phrase that is so easily understood by everyone because it sounds so idealistic: “One truth for all people.” — But in this way, with this delusional slogan, Lucifer creeps into the hearts of people, while Ahriman does so with the slogan: “Nations should separate themselves into distinct territories on Earth as nationalities, and only those groups of people on Earth that constitute self-contained nationalities are to be considered worthy.”
[ 43 ] Wie das erste ein verführerischer Ruf des Luzifer ist, der aber als ein Idealwort erscheint, so ist das zweite ein versucherischer Ruf des Ahriman, der wiederum als ein furchtbar verführerisches Ideal erscheint. Geisteswissenschaft wäre dazu berufen, das Verführerische und Versucherische solcher Wahnworte zu durchschauen und mitzuwirken dahin, daß die Menschheit auf den rechten Weg komme, auf den Weg, der, nachdem er vorgezeichnet war mit schwächerer Kraft durch den Jahve- oder Jehova-Impuls, als der größere Impuls in die Erdenentwickelung eingegangen ist der Christus-Impuls, der über alle luziferischen und ahrimanischen Wahngebilde in den menschlichen Seelen und den menschlichen Herzen hinweghebt.
[ 43 ] Just as the first is a seductive call from Lucifer, which, however, appears as an ideal, so the second is a tempting call from Ahriman, which in turn appears as a terribly seductive ideal. Spiritual Science is called upon to see through the seductive and tempting nature of such delusional words and to help ensure that humanity finds its way onto the right path—the path that, after having been laid out with weaker force by the Yahweh or Jehovah impulse, has now entered into Earth’s evolution as the greater impulse: the Christ impulse, which rises above all Luciferic and Ahrimanic delusions in human souls and hearts.
