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Artistic and Existential Questions
in the Light of Spiritual Science
GA 162

18 July 1915, Dornach

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Siebenter Vortrag

Siebenter Vortrag

[ 1 ] Es obliegt uns heute, uns klarzumachen, wie von einer gewissen Seite her luziferische und ahrimanische Wesenheit beschaffen ist. Wir müssen, wenn wir zu einer wenigstens in gewissem Sinne begrenzten Vorstellung derjenigen luziferisch-ahrimanischen Wesenheit kommen wollen, mit der es der Erdenmensch zunächst zu tun hat, zurückblicken nach der Mondenentwickelung unserer Erde, und diese Mondenentwickelung im Zusammenhang mit der eigentlichen Erdenentwickelung einmal ins Auge fassen.

[ 1 ] Es obliegt uns heute, uns klarzumachen, wie von einer gewissen Seite her luziferische und ahrimanische Wesenheit beschaffen ist. Wir müssen, wenn wir zu einer wenigstens in gewissem Sinne begrenzten Vorstellung derjenigen luziferisch-ahrimanischen Wesenheit kommen wollen, mit der es der Erdenmensch zunächst zu tun hat, zurückblicken nach der Mondenentwickelung unserer Erde, und diese Mondenentwickelung im Zusammenhang mit der eigentlichen Erdenentwickelung einmal ins Auge fassen.

[ 2 ] Nicht wahr, das wissen wir, daß die eigentliche Erdenentwickelung zustande gekommen ist dadurch, daß, wie auf eine Grundlage, auf all das, was vorangegangen ist und was gewissermaßen als Erbschaft der Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung kommen konnte, eingewirkt hat die Wesenheit der Geister der Form. Und wir finden ja auch, daß diese Geister der Form eine solche Erdenbildung hervorgebracht haben, daß in dem ganzen Zusammenhang dieser Erdenbildung der Mensch sein Ich bekommen konnte, daß also zu den drei Gliedern der Menschheitsnatur, die wie eine Erbschaft sich ergaben aus der Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung, das Ich als diese Glieder durchdringend dazukommen konnte. Wir können sagen: Wie eine Einwirkung — dieses konkret genommen —, wie ein Hineinwirken ihrer eigenen Wesenheit haben die Geister der Form den Menschen das Ich gegeben. Insofern wir also zu diesen Geistern der Form hinaufblicken und sie als Bringer des Ich ins Auge fassen, müssen wir zugleich uns sagen, daß, gewissermaßen wie die dienenden Organe dieser Geister der Form, all das da war, was wir nun zu zählen haben als die Wesenheiten der über den Menschen stehenden nächsthöheren Hierarchie: der Geister der Persönlichkeit, der Geister, die zu der Hierarchie der Archangeloi und der Geister, die zu der Hierarchie der Angeloi gehören.

[ 2 ] Nicht wahr, das wissen wir, daß die eigentliche Erdenentwickelung zustande gekommen ist dadurch, daß, wie auf eine Grundlage, auf all das, was vorangegangen ist und was gewissermaßen als Erbschaft der Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung kommen konnte, eingewirkt hat die Wesenheit der Geister der Form. Und wir finden ja auch, daß diese Geister der Form eine solche Erdenbildung hervorgebracht haben, daß in dem ganzen Zusammenhang dieser Erdenbildung der Mensch sein Ich bekommen konnte, daß also zu den drei Gliedern der Menschheitsnatur, die wie eine Erbschaft sich ergaben aus der Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung, das Ich als diese Glieder durchdringend dazukommen konnte. Wir können sagen: Wie eine Einwirkung — dieses konkret genommen —, wie ein Hineinwirken ihrer eigenen Wesenheit haben die Geister der Form den Menschen das Ich gegeben. Insofern wir also zu diesen Geistern der Form hinaufblicken und sie als Bringer des Ich ins Auge fassen, müssen wir zugleich uns sagen, daß, gewissermaßen wie die dienenden Organe dieser Geister der Form, all das da war, was wir nun zu zählen haben als die Wesenheiten der über den Menschen stehenden nächsthöheren Hierarchie: der Geister der Persönlichkeit, der Geister, die zu der Hierarchie der Archangeloi und der Geister, die zu der Hierarchie der Angeloi gehören.

[ 3 ] Wenn wir von all dem, was darübersteht, zunächst absehen, so haben wir also als Schöpfer und Regenten des Erdendaseins anzusehen die Geister der Form und ihre Diener gleichsam: die Geister der Persönlichkeit, die Erzengelgeister und die Engelgeister. Dadurch konnte ein Erdendasein geschaffen und regiert werden, welches aus seinem Ganzen heraus wie die Blüte oder — man könnte sogar sagen —, wie die höchste Frucht dieses Erdendaseins den Menschen ergab mit seiner Ich-Natur.

[ 3 ] Wenn wir von all dem, was darübersteht, zunächst absehen, so haben wir also als Schöpfer und Regenten des Erdendaseins anzusehen die Geister der Form und ihre Diener gleichsam: die Geister der Persönlichkeit, die Erzengelgeister und die Engelgeister. Dadurch konnte ein Erdendasein geschaffen und regiert werden, welches aus seinem Ganzen heraus wie die Blüte oder — man könnte sogar sagen —, wie die höchste Frucht dieses Erdendaseins den Menschen ergab mit seiner Ich-Natur.

[ 4 ] Wenn wir heute das Erdendasein betrachten, so bekommen wir es nicht eigentlich in reiner Wesenheit so heraus, wie es sich hätte ergeben können, wenn die Geister der Form nur mit dieser ihrer angedeuteten Dienerschaft dieses Erdendasein eben geschaffen hätten und regieren würden. Denn in all das, was ich jetzt charakterisiert ‘habe, wirken ja herein die luziferischen und die ahrimanischen geistigen Wesenheiten. So daß wir ein Erdendasein haben, welches gewissermaßen in seiner fortgehenden Hauptentwickelung uns das zeigt, was hervorgebracht und regiert werden kann durch die regulär entwickelten Geister der Form und ihre Diener; und dann in dieses hineingewirkt, hineinverwoben alles dasjenige, was abhängt von den luziferischen und ahrimanischen Einflüssen.

[ 4 ] Wenn wir heute das Erdendasein betrachten, so bekommen wir es nicht eigentlich in reiner Wesenheit so heraus, wie es sich hätte ergeben können, wenn die Geister der Form nur mit dieser ihrer angedeuteten Dienerschaft dieses Erdendasein eben geschaffen hätten und regieren würden. Denn in all das, was ich jetzt charakterisiert ‘habe, wirken ja herein die luziferischen und die ahrimanischen geistigen Wesenheiten. So daß wir ein Erdendasein haben, welches gewissermaßen in seiner fortgehenden Hauptentwickelung uns das zeigt, was hervorgebracht und regiert werden kann durch die regulär entwickelten Geister der Form und ihre Diener; und dann in dieses hineingewirkt, hineinverwoben alles dasjenige, was abhängt von den luziferischen und ahrimanischen Einflüssen.

[ 5 ] Machen wir uns zunächst dieses klar, so werden wir uns sagen können: Alles Erdendasein, das menschliche Erdendasein und das Erdendasein der anderen Reiche, würde anders sein, wenn nur die Geister der Form und ihre Diener schaffen, wirken und regieren würden. Das, was wir vor uns haben, zeigt uns also schon gewissermaßen ein getrübtes, ein verfälschtes Bild des Erdendaseins, ein durch luziferisches und ahrimanisches Dasein gefärbtes Bild des Erdendaseins. Wir könnten uns bei verschiedenen konkreten Erdenerscheinungen fragen: Was wäre denn nun aus diesem Erdendasein geworden, wenn die angedeuteten Fälschungen, die luziferischen und ahrimanischen Fälschungen nicht eingetreten wären, wenn es, mit anderen Worten, so gegangen wäre, daß nur die Geister der Form mit ihren Dienern in dem entsprechenden Grade wirken würden?

[ 5 ] Machen wir uns zunächst dieses klar, so werden wir uns sagen können: Alles Erdendasein, das menschliche Erdendasein und das Erdendasein der anderen Reiche, würde anders sein, wenn nur die Geister der Form und ihre Diener schaffen, wirken und regieren würden. Das, was wir vor uns haben, zeigt uns also schon gewissermaßen ein getrübtes, ein verfälschtes Bild des Erdendaseins, ein durch luziferisches und ahrimanisches Dasein gefärbtes Bild des Erdendaseins. Wir könnten uns bei verschiedenen konkreten Erdenerscheinungen fragen: Was wäre denn nun aus diesem Erdendasein geworden, wenn die angedeuteten Fälschungen, die luziferischen und ahrimanischen Fälschungen nicht eingetreten wären, wenn es, mit anderen Worten, so gegangen wäre, daß nur die Geister der Form mit ihren Dienern in dem entsprechenden Grade wirken würden?

[ 6 ] Da zeigt sich dem, der diesen Dingen nachgeht, daß unter mannigfaltigen Erscheinungen, die beobachtet werden können und denen gegenüber die eben charakterisierte Frage aufgeworfen werden könnte, zum Beispiel auch diejenige ist, die sich unmittelbar anschließt an das gestern Gesagte. Ich habe gestern gesprochen von dem, was mehr wie im Unterbewußten des Menschenlebens vor sich geht als Sprachentwickelung. Ich habe auf eine gewisse Gesetzmäßigkeit der Sprachentwickelung im Flusse des menschlichen Erdendaseins und seiner Entwickelung hingewiesen. Ich habe dann auch erwähnt, daß ja das Charakteristische dieser Sprachentwickelung darin besteht, daß sie gewissermaßen ergriffen wird von dem Menschlich-Persönlichen, und daß der Mensch auch heute noch nicht so weit gekommen ist, in den Sprach-Charakteren, in den Buchstaben, Lauten und ihrer Zusammensetzung reine Zeichen zu sehen für die Gedankenentwickelung. In der Gedankenentwickelung hat es der Mensch gewissermaßen zu etwas ganz anderem gebracht als in der Sprachentwickelung. Aber gerade damit hängt zusammen dasjenige, was uns klar werden kann, wenn wir die Frage aufwerfen: Wie wäre Sprachentwickelung und wie wäre Gedankenentwickelung im Erdendasein zur Entfaltung gekommen, wenn nicht luziferische und ahrimanische Einflüsse gewirkt hätten? — Mit anderen Worten: Wie würde der Mensch denken, und wie würde er sprechen und das Gesprochene hören, wenn nur die Geister der Form und ihre Diener die Erde schaffen und leiten würden?

[ 6 ] Da zeigt sich dem, der diesen Dingen nachgeht, daß unter mannigfaltigen Erscheinungen, die beobachtet werden können und denen gegenüber die eben charakterisierte Frage aufgeworfen werden könnte, zum Beispiel auch diejenige ist, die sich unmittelbar anschließt an das gestern Gesagte. Ich habe gestern gesprochen von dem, was mehr wie im Unterbewußten des Menschenlebens vor sich geht als Sprachentwickelung. Ich habe auf eine gewisse Gesetzmäßigkeit der Sprachentwickelung im Flusse des menschlichen Erdendaseins und seiner Entwickelung hingewiesen. Ich habe dann auch erwähnt, daß ja das Charakteristische dieser Sprachentwickelung darin besteht, daß sie gewissermaßen ergriffen wird von dem Menschlich-Persönlichen, und daß der Mensch auch heute noch nicht so weit gekommen ist, in den Sprach-Charakteren, in den Buchstaben, Lauten und ihrer Zusammensetzung reine Zeichen zu sehen für die Gedankenentwickelung. In der Gedankenentwickelung hat es der Mensch gewissermaßen zu etwas ganz anderem gebracht als in der Sprachentwickelung. Aber gerade damit hängt zusammen dasjenige, was uns klar werden kann, wenn wir die Frage aufwerfen: Wie wäre Sprachentwickelung und wie wäre Gedankenentwickelung im Erdendasein zur Entfaltung gekommen, wenn nicht luziferische und ahrimanische Einflüsse gewirkt hätten? — Mit anderen Worten: Wie würde der Mensch denken, und wie würde er sprechen und das Gesprochene hören, wenn nur die Geister der Form und ihre Diener die Erde schaffen und leiten würden?

[ 7 ] Wenn dies der Fall wäre, wenn kein luziferischer und ahrimanischer Einfluß in der Erdenentwickelung sich zur Geltung gebracht hätte, so würde von vornherein in dieser Erdenentwickelung ein völliger Einklang gewesen sein zwischen dem Sprechen und dem Denken. Wir müssen diesen Einklang erst wiederum durch eine gewisse Objektivität suchen. Dadurch, daß wir nach und nach die Sprache zum Zeichen machen müssen, dadurch wird das luziferischahrimanische Element überwunden werden. Wäre es aber gar nicht gekommen, so wäre ein inniger Einklang zwischen Sprechen und Denken in der Menschheit zur Entfaltung gekommen; das heißt, es wäre so gekommen, daß der Mensch eine Wahrnehmung, eine lebendige Empfindung haben würde für das, was im Sprachlaut liegt, für das, was im D, T, Th und so weiter liegt, was er ja heute nicht hat. Es geht bei ihm das Sprechen neben dem Denken einher. Sie sehen das ja schon daraus, daß wenigstens im wesentlichen die Menschen über die Erde hin, wenn sie eine gewisse Gestalt des Denkens in bezug auf irgend etwas erlangt haben, in ihren Begriffen sich nicht unterscheiden, wohl aber sich in ihren Worten unterscheiden.

[ 7 ] Wenn dies der Fall wäre, wenn kein luziferischer und ahrimanischer Einfluß in der Erdenentwickelung sich zur Geltung gebracht hätte, so würde von vornherein in dieser Erdenentwickelung ein völliger Einklang gewesen sein zwischen dem Sprechen und dem Denken. Wir müssen diesen Einklang erst wiederum durch eine gewisse Objektivität suchen. Dadurch, daß wir nach und nach die Sprache zum Zeichen machen müssen, dadurch wird das luziferischahrimanische Element überwunden werden. Wäre es aber gar nicht gekommen, so wäre ein inniger Einklang zwischen Sprechen und Denken in der Menschheit zur Entfaltung gekommen; das heißt, es wäre so gekommen, daß der Mensch eine Wahrnehmung, eine lebendige Empfindung haben würde für das, was im Sprachlaut liegt, für das, was im D, T, Th und so weiter liegt, was er ja heute nicht hat. Es geht bei ihm das Sprechen neben dem Denken einher. Sie sehen das ja schon daraus, daß wenigstens im wesentlichen die Menschen über die Erde hin, wenn sie eine gewisse Gestalt des Denkens in bezug auf irgend etwas erlangt haben, in ihren Begriffen sich nicht unterscheiden, wohl aber sich in ihren Worten unterscheiden.

[ 8 ] Dies Einseitige des Denkens, das ganz und gar nicht in dem Sprechen zum Ausdruck kommt, das müssen wir ins Auge fassen; denn es ist etwas, das vom Sprechen schon abgezweigt ist. Das hätte mit dem Sprechen in einem viel innigeren Zusammenhang erscheinen müssen, wenn keine ahrimanisch-luziferischen Wirkungen in das Erdendasein eingegriffen hätten. Die Menschen würden mit ihren innersten Lebensempfindungen durchdringen das Sprachliche; sie würden sozusagen in dem Laut drinnenstehen, aber im Laut drinnen zu gleicher Zeit den Begriff, die Vorstellung erleben; beides nicht getrennt empfinden, sondern beides als eines empfinden. So haben es die Geister der Form für den Menschen veranlagt gehabt. Denn jenes seelische Element — wohlgemerkt, jenes seelische Element, das im Menschen auftritt, wenn er sich auf der einen Seite hingibt dem, was ihm seine Vorstellungen geben, auf der anderen Seite dem, was ihm das Sprechen gibt, also wenn er in dem Vorstellen aufgeht, und wenn er im Sprechen aufgeht —, dieses Seelenelement, das haben die Geister der Form ursprünglich den Erdenmenschen gar nicht zugedacht gehabt, sondern sie haben ihm zugedacht die Einheit des Sprechens und Denkens. Das Als-Eines-Erleben des Sprechens und Denkens hatten sie ihm zugedacht. Wenn wir unser. heutiges Auseinandergerissensein von Sprechen und Denken ins Auge fassen, so ist das eben durchaus auf die Einflüsse Luzifers und Ahrimans zurückzuführen.

[ 8 ] Dies Einseitige des Denkens, das ganz und gar nicht in dem Sprechen zum Ausdruck kommt, das müssen wir ins Auge fassen; denn es ist etwas, das vom Sprechen schon abgezweigt ist. Das hätte mit dem Sprechen in einem viel innigeren Zusammenhang erscheinen müssen, wenn keine ahrimanisch-luziferischen Wirkungen in das Erdendasein eingegriffen hätten. Die Menschen würden mit ihren innersten Lebensempfindungen durchdringen das Sprachliche; sie würden sozusagen in dem Laut drinnenstehen, aber im Laut drinnen zu gleicher Zeit den Begriff, die Vorstellung erleben; beides nicht getrennt empfinden, sondern beides als eines empfinden. So haben es die Geister der Form für den Menschen veranlagt gehabt. Denn jenes seelische Element — wohlgemerkt, jenes seelische Element, das im Menschen auftritt, wenn er sich auf der einen Seite hingibt dem, was ihm seine Vorstellungen geben, auf der anderen Seite dem, was ihm das Sprechen gibt, also wenn er in dem Vorstellen aufgeht, und wenn er im Sprechen aufgeht —, dieses Seelenelement, das haben die Geister der Form ursprünglich den Erdenmenschen gar nicht zugedacht gehabt, sondern sie haben ihm zugedacht die Einheit des Sprechens und Denkens. Das Als-Eines-Erleben des Sprechens und Denkens hatten sie ihm zugedacht. Wenn wir unser. heutiges Auseinandergerissensein von Sprechen und Denken ins Auge fassen, so ist das eben durchaus auf die Einflüsse Luzifers und Ahrimans zurückzuführen.

[ 9 ] Der Mensch empfindet heute nicht den besonderen Charakter des M, des G und so weiter, sondern das ist ihm etwas geworden, das er in ganz anderer Weise mit seiner Seele verbindet, als die Weise, die Art ist, wie er seine Seele mit dem Denken verbindet. Die Geister der Form und ihre dienenden Wesenheiten haben dem Menschen ein viel selbstverständlicheres natürliches Dasein zugedacht, als es der Mensch dann auf Erden hat erringen können. Die Geister der Form haben dem Menschen zugedacht ein liebevolles Drinnenleben — aber jetzt nicht in einem Sprechen, aus dem der Saft des Denkens ausgepreßt ist, sondern in einem solchen Sprechen, das in sich das Denken selber, ich möchte sagen, auf seinen Flügeln trägt. Solches haben die Geister der Form den Menschen zugedacht gehabt. Und es hätten nach den Intentionen der Geister der Form die Menschen nicht sich unterscheiden sollen nach Sprach-Charakteren auf der Erde, sondern der Unterschied der Nationen war von den Geistern der Form so gedacht, daß er sich nur gründen sollte auf NaturUntergrundlagen, auf geographische und klimatische Verschiedenheit. Der Mensch sollte sich als Nation fühlen dadurch, daß er sich im Zusammenhang gefühlt hätte mit gewissen, wie selbstverständlich in den Natur-Untergrundlagen seines Daseins wirkenden Mächten.

[ 9 ] Der Mensch empfindet heute nicht den besonderen Charakter des M, des G und so weiter, sondern das ist ihm etwas geworden, das er in ganz anderer Weise mit seiner Seele verbindet, als die Weise, die Art ist, wie er seine Seele mit dem Denken verbindet. Die Geister der Form und ihre dienenden Wesenheiten haben dem Menschen ein viel selbstverständlicheres natürliches Dasein zugedacht, als es der Mensch dann auf Erden hat erringen können. Die Geister der Form haben dem Menschen zugedacht ein liebevolles Drinnenleben — aber jetzt nicht in einem Sprechen, aus dem der Saft des Denkens ausgepreßt ist, sondern in einem solchen Sprechen, das in sich das Denken selber, ich möchte sagen, auf seinen Flügeln trägt. Solches haben die Geister der Form den Menschen zugedacht gehabt. Und es hätten nach den Intentionen der Geister der Form die Menschen nicht sich unterscheiden sollen nach Sprach-Charakteren auf der Erde, sondern der Unterschied der Nationen war von den Geistern der Form so gedacht, daß er sich nur gründen sollte auf NaturUntergrundlagen, auf geographische und klimatische Verschiedenheit. Der Mensch sollte sich als Nation fühlen dadurch, daß er sich im Zusammenhang gefühlt hätte mit gewissen, wie selbstverständlich in den Natur-Untergrundlagen seines Daseins wirkenden Mächten.

[ 10 ] Dagegen wäre es, wenn die Intentionen der Geister der Form allein ausgeführt worden wären, dem Menschen möglich geworden zu verstehen, wenn er als Angehöriger der einen Nation dem Angehörigen einer anderen Nation entgegengetreten wäre, fühlend zu verstehen von vornherein, was in dem Worte liegt. Verschiedene Sprachen würde es schon gegeben haben. Aber nicht wären die Menschen in bezug auf das Verständnis der Sprachen verschieden gewesen; sondern im Empfinden dessen, was in dem einzelnen Laut, in dem einzelnen Buchstaben liegt, hätte zwar der Mensch die andere Sprache gehört, aber er hätte nicht gehört das Ausgehülste des Lautes, des Wortes; in dem Wort, in dem Laut drinnen hätte er die Vorstellung gehört, auf den Flügeln des Wortes wäre ihm die Vorstellung gekommen. Man versteht jetzt die fremde Sprache aus dem Grunde nicht, weil in dem Worte ja die Vorstellungen gar nicht drinnen liegen, weil die Worte enthülst sind von den VorstelJungen.

[ 10 ] Dagegen wäre es, wenn die Intentionen der Geister der Form allein ausgeführt worden wären, dem Menschen möglich geworden zu verstehen, wenn er als Angehöriger der einen Nation dem Angehörigen einer anderen Nation entgegengetreten wäre, fühlend zu verstehen von vornherein, was in dem Worte liegt. Verschiedene Sprachen würde es schon gegeben haben. Aber nicht wären die Menschen in bezug auf das Verständnis der Sprachen verschieden gewesen; sondern im Empfinden dessen, was in dem einzelnen Laut, in dem einzelnen Buchstaben liegt, hätte zwar der Mensch die andere Sprache gehört, aber er hätte nicht gehört das Ausgehülste des Lautes, des Wortes; in dem Wort, in dem Laut drinnen hätte er die Vorstellung gehört, auf den Flügeln des Wortes wäre ihm die Vorstellung gekommen. Man versteht jetzt die fremde Sprache aus dem Grunde nicht, weil in dem Worte ja die Vorstellungen gar nicht drinnen liegen, weil die Worte enthülst sind von den VorstelJungen.

[ 11 ] So ist also ein Riß zwischen Sprechen und Vorstellen entstanden. Daher ist es gekommen, daß der Mensch bis jetzt diese Fähigkeit gar nicht entwickeln konnte während seiner Erdenentwickelung: dem anderen gegenüberzutreten so, daß er ein fühlendes Verstehen hat selbst einer noch so fremden Sprache. Die Sprachen, wie sie jetzt sind, dürfen Sie dabei nicht ins Auge fassen. Die Sprachen wären natürlich ganz anders geworden; sie sind eben jetzt so geworden, daß der Angehörige des einen Sprachgebietes die Angehörigen des anderen Sprachgebietes nicht verstehen kann, weil die Sprachen sich nicht so entwickelt haben, wie das Gedankenleben sich entwickelte. So, daß das Gedankenleben drinnen wäre in den Sprachen, so haben sich die Sprachen nicht entwickelt. Daher ist es auch nach der heutigen Entwickelung der Sprachen unmöglich, ein solches Verständnis zu haben, wie es ursprünglich gedacht war von den Geistern der Form, und wie es dirigiert werden sollte von ihren Dienern. Die Geister der Form haben schon vorgehabt, natürlich nicht über die ganze Erde hin nach einem Schnitt — etwa so wie kosmische Schneider —, alle Menschen zu formen, sondern die Menschen sollten verschieden sein; aber sie sollten so verschieden sein, daß sie doch mit vollem Verständnis über die ganze Erde hin einander gegenübergestanden wären.

[ 11 ] So ist also ein Riß zwischen Sprechen und Vorstellen entstanden. Daher ist es gekommen, daß der Mensch bis jetzt diese Fähigkeit gar nicht entwickeln konnte während seiner Erdenentwickelung: dem anderen gegenüberzutreten so, daß er ein fühlendes Verstehen hat selbst einer noch so fremden Sprache. Die Sprachen, wie sie jetzt sind, dürfen Sie dabei nicht ins Auge fassen. Die Sprachen wären natürlich ganz anders geworden; sie sind eben jetzt so geworden, daß der Angehörige des einen Sprachgebietes die Angehörigen des anderen Sprachgebietes nicht verstehen kann, weil die Sprachen sich nicht so entwickelt haben, wie das Gedankenleben sich entwickelte. So, daß das Gedankenleben drinnen wäre in den Sprachen, so haben sich die Sprachen nicht entwickelt. Daher ist es auch nach der heutigen Entwickelung der Sprachen unmöglich, ein solches Verständnis zu haben, wie es ursprünglich gedacht war von den Geistern der Form, und wie es dirigiert werden sollte von ihren Dienern. Die Geister der Form haben schon vorgehabt, natürlich nicht über die ganze Erde hin nach einem Schnitt — etwa so wie kosmische Schneider —, alle Menschen zu formen, sondern die Menschen sollten verschieden sein; aber sie sollten so verschieden sein, daß sie doch mit vollem Verständnis über die ganze Erde hin einander gegenübergestanden wären.

[ 12 ] Und zu Regierern dieser von den Geistern der Form gedachten Menschengruppen waren ausersehen die Wesenheiten aus der Hierarchie der Archangeloi, jene Wesenheiten aus der Hierarchie der Archangeloi, die während der Mondenentwickelung ihren MondenVollkommenheitsgrad erlangt haben. Und damit der einzelne, wenn er in einer solchen Menschheitsgruppe drinnen steht, auch eine Führung hätte, die zwischen ihm als Persönlichkeit und der ganzen Menschheitsgruppe vermittelte, waren ihm als Führung zugedacht, zur Führung für ihn ausersehen die regelmäßig mit der Mondenentwickelung entwickelten Wesenheiten aus der Hierarchie der Angeloi.

[ 12 ] Und zu Regierern dieser von den Geistern der Form gedachten Menschengruppen waren ausersehen die Wesenheiten aus der Hierarchie der Archangeloi, jene Wesenheiten aus der Hierarchie der Archangeloi, die während der Mondenentwickelung ihren MondenVollkommenheitsgrad erlangt haben. Und damit der einzelne, wenn er in einer solchen Menschheitsgruppe drinnen steht, auch eine Führung hätte, die zwischen ihm als Persönlichkeit und der ganzen Menschheitsgruppe vermittelte, waren ihm als Führung zugedacht, zur Führung für ihn ausersehen die regelmäßig mit der Mondenentwickelung entwickelten Wesenheiten aus der Hierarchie der Angeloi.

[ 13 ] Man könnte also sagen: Wenn es nach der Absicht der Geister der Form gegangen wäre, so würde man über die Erde hingeschritten sein und die Menschen verschieden gefunden haben über die Erde hin, aber so im Zusammenhang mit der ganzen Konfiguration, mit der Umgebung der Erde, wie etwa die Vegetation, die Pflanzenwelt es ist. Man hätte sie zusammengewachsen gefunden mit dem Naturdasein. Aber es wäre nicht in das Seelische hineingezogen dasjenige, was die Menschen nach Sprachen spaltet. Allerdings, etwas anderes wäre auch nicht gekommen: das wäre nicht gekommen, daß über das ganze Erdenrund hin gesucht wird eine einzige Wissenschaft, eine einzige Form der Erkenntnis. Es ist heute ein tiefer Glaube, aber ein rein luziferischer Glaube, daß es ein einziges Wissen geben kann, welches man in eine Anzahl von Dogmen faßt, und welches dann für die ganze Erdenmenschheit gelten muß. Das ist nur dadurch entstanden, daß sich das Wissen, das begriffliche Vorstellen losgetrennt hat von dem Sprechen und dadurch vereinheitet worden ist.

[ 13 ] Man könnte also sagen: Wenn es nach der Absicht der Geister der Form gegangen wäre, so würde man über die Erde hingeschritten sein und die Menschen verschieden gefunden haben über die Erde hin, aber so im Zusammenhang mit der ganzen Konfiguration, mit der Umgebung der Erde, wie etwa die Vegetation, die Pflanzenwelt es ist. Man hätte sie zusammengewachsen gefunden mit dem Naturdasein. Aber es wäre nicht in das Seelische hineingezogen dasjenige, was die Menschen nach Sprachen spaltet. Allerdings, etwas anderes wäre auch nicht gekommen: das wäre nicht gekommen, daß über das ganze Erdenrund hin gesucht wird eine einzige Wissenschaft, eine einzige Form der Erkenntnis. Es ist heute ein tiefer Glaube, aber ein rein luziferischer Glaube, daß es ein einziges Wissen geben kann, welches man in eine Anzahl von Dogmen faßt, und welches dann für die ganze Erdenmenschheit gelten muß. Das ist nur dadurch entstanden, daß sich das Wissen, das begriffliche Vorstellen losgetrennt hat von dem Sprechen und dadurch vereinheitet worden ist.

[ 14 ] Wäre die Sache so gekommen, wie es in der Absicht der Geister der Form gelegen hat, dann würden die Menschen nach Menschengruppen sich über die Dinge der Welt verschieden ausgedrückt haben; aber man hätte es fühlend verstanden, man hätte auch den anderen gelten lassen, der sich anders ausdrückt über die Dinge, als man sich selber ausdrückt; man hätte gerade in der Mannigfaltigkeit das richtige Leben der Erde gefunden.

[ 14 ] Wäre die Sache so gekommen, wie es in der Absicht der Geister der Form gelegen hat, dann würden die Menschen nach Menschengruppen sich über die Dinge der Welt verschieden ausgedrückt haben; aber man hätte es fühlend verstanden, man hätte auch den anderen gelten lassen, der sich anders ausdrückt über die Dinge, als man sich selber ausdrückt; man hätte gerade in der Mannigfaltigkeit das richtige Leben der Erde gefunden.

[ 15 ] Das alles sind Dinge, die in den Intentionen der Geister der Form lagen, die aber in bezug auf ihr Verständnis aus der Menschheit völlig herausgeschwunden sind. Denn es hat sich festgelegt in einer ganz eklatanten Weise der Glaube, daß das sogenannte Vorstellen, das Leben in Begriffen anational sein müsse im Gegensatz zum Sprechen, das national sein müsse. Der Mittelzustand ist von den Geistern der Form gerade intendiert gewesen: nicht das Getrenntsein nach Sprachen und das Verbundensein über die ganze Erde hin nach einem leichtesten, schlampigen Begriffe; sondern die Mannigfaltigkeit der Sprache mit der Mannigfaltigkeit der Vorstellungen, das ist dasjenige, was von den Geistern der Form intendiert war.

[ 15 ] Das alles sind Dinge, die in den Intentionen der Geister der Form lagen, die aber in bezug auf ihr Verständnis aus der Menschheit völlig herausgeschwunden sind. Denn es hat sich festgelegt in einer ganz eklatanten Weise der Glaube, daß das sogenannte Vorstellen, das Leben in Begriffen anational sein müsse im Gegensatz zum Sprechen, das national sein müsse. Der Mittelzustand ist von den Geistern der Form gerade intendiert gewesen: nicht das Getrenntsein nach Sprachen und das Verbundensein über die ganze Erde hin nach einem leichtesten, schlampigen Begriffe; sondern die Mannigfaltigkeit der Sprache mit der Mannigfaltigkeit der Vorstellungen, das ist dasjenige, was von den Geistern der Form intendiert war.

[ 16 ] Das ist auch dasjenige, was für uns auf unserem geisteswissenschaftlichen Gebiet in gewisser Beziehung wiederum ein Ideal abgeben muß, ein richtiges Ideal abgeben muß. Aber es nistet tief in der Menschennatur heute, dieses Ideal nicht anerkennen zu wollen. Ich kann Ihnen ein Beispiel dafür sagen, wie tief es in der menschlichen Natur nistet, dieses Ideal nicht anerkennen zu wollen.

[ 16 ] Das ist auch dasjenige, was für uns auf unserem geisteswissenschaftlichen Gebiet in gewisser Beziehung wiederum ein Ideal abgeben muß, ein richtiges Ideal abgeben muß. Aber es nistet tief in der Menschennatur heute, dieses Ideal nicht anerkennen zu wollen. Ich kann Ihnen ein Beispiel dafür sagen, wie tief es in der menschlichen Natur nistet, dieses Ideal nicht anerkennen zu wollen.

[ 17 ] Wir waren ja, wie Sie vielleicht noch wissen, obwohl es für ein gegenwärtiges Gedächtnis schon eine lange Zeit her ist, wir waren auch einmal verbunden mit der sogenannten «Theosophical Society», mit der «Theosophischen Gesellschaft», die zu ihrem Präsidenten hatte, noch haben soll, Frau Besant. Wir waren auch — eine Anzahl von uns — in den ersten Zeiten zu den sogenannten Kongressen dieser Gesellschaft gegangen. Da wurden von den verschiedenen Vertretern, von den Generalsekretären der einzelnen europäischen Sektionen immer Reden gehalten. Die Verschiedenheit der Sprachen drückte sich ja so ganz besonders klar dadurch aus, daß jeder in seiner Sprache sprach, was natürlich zur Folge hatte, daß man die meisten überhaupt nicht verstand. Aber es wurde doch, um das gegenseitige Verständnis zu pflegen, eben so gehandhabt, daß man wenigstens eine kurze Rede in der Sprache des eigenen Landes hielt. Ich habe — vielleicht erinnern sich einige, die dabei waren — bei dieser Gelegenheit immer ein und dieselbe Sache durch mehrere Jahre hindurch vorgebracht. Ich weiß nicht, inwiefern es bemerkt worden ist, aber ich habe durch Jahre hindurch immer ein und dieselbe Sache vorgetragen, immer mit dem, ich möchte sagen, nicht Hintergedanken, sondern Hintergefühl: ob wohl die Sache verstanden werden würde. Es wurde nämlich immer von mir betont: Wenn wir hier aus den verschiedenen Ländern zusammenkommen, so kommen wir nicht zusammen, um eine zentrale Theosophie zu empfangen, sondern wir kommen zusammen, um dasjenige, was an Theosophischem die einzelnen Länder zu leisten haben, auf einem gemeinsamen Altar niederzulegen. — Ich betonte immer das Individuelle, das von den verschiedenen Seiten Hergekommene, das nur auf einem gemeinsamen Altar niedergelegt sein will. Von Jahr zu Jahr habe ich, wie gesagt, dasselbe betont. Die Folge davon war nur, daß die einen nicht verstanden haben, was ich ausführte, obwohl es richtig war, und die anderen davon verschnupft worden sind. Es lag aber darin ein Ausdruck für das Ideal, das wir haben müssen: für das Ideal, das sich nicht so aussprechen kann, als ob wir über die ganze Erde hin ein einheitliches Dogma schaffen könnten, sondern das wir in der Richtung haben müssen, daß das Mannigfaltige auf unserer Erde im gegenseitigen Verständnis sich ausleben kann.

[ 17 ] Wir waren ja, wie Sie vielleicht noch wissen, obwohl es für ein gegenwärtiges Gedächtnis schon eine lange Zeit her ist, wir waren auch einmal verbunden mit der sogenannten «Theosophical Society», mit der «Theosophischen Gesellschaft», die zu ihrem Präsidenten hatte, noch haben soll, Frau Besant. Wir waren auch — eine Anzahl von uns — in den ersten Zeiten zu den sogenannten Kongressen dieser Gesellschaft gegangen. Da wurden von den verschiedenen Vertretern, von den Generalsekretären der einzelnen europäischen Sektionen immer Reden gehalten. Die Verschiedenheit der Sprachen drückte sich ja so ganz besonders klar dadurch aus, daß jeder in seiner Sprache sprach, was natürlich zur Folge hatte, daß man die meisten überhaupt nicht verstand. Aber es wurde doch, um das gegenseitige Verständnis zu pflegen, eben so gehandhabt, daß man wenigstens eine kurze Rede in der Sprache des eigenen Landes hielt. Ich habe — vielleicht erinnern sich einige, die dabei waren — bei dieser Gelegenheit immer ein und dieselbe Sache durch mehrere Jahre hindurch vorgebracht. Ich weiß nicht, inwiefern es bemerkt worden ist, aber ich habe durch Jahre hindurch immer ein und dieselbe Sache vorgetragen, immer mit dem, ich möchte sagen, nicht Hintergedanken, sondern Hintergefühl: ob wohl die Sache verstanden werden würde. Es wurde nämlich immer von mir betont: Wenn wir hier aus den verschiedenen Ländern zusammenkommen, so kommen wir nicht zusammen, um eine zentrale Theosophie zu empfangen, sondern wir kommen zusammen, um dasjenige, was an Theosophischem die einzelnen Länder zu leisten haben, auf einem gemeinsamen Altar niederzulegen. — Ich betonte immer das Individuelle, das von den verschiedenen Seiten Hergekommene, das nur auf einem gemeinsamen Altar niedergelegt sein will. Von Jahr zu Jahr habe ich, wie gesagt, dasselbe betont. Die Folge davon war nur, daß die einen nicht verstanden haben, was ich ausführte, obwohl es richtig war, und die anderen davon verschnupft worden sind. Es lag aber darin ein Ausdruck für das Ideal, das wir haben müssen: für das Ideal, das sich nicht so aussprechen kann, als ob wir über die ganze Erde hin ein einheitliches Dogma schaffen könnten, sondern das wir in der Richtung haben müssen, daß das Mannigfaltige auf unserer Erde im gegenseitigen Verständnis sich ausleben kann.

[ 18 ] Es nistet eben das Vorurteil, als ob die Wahrheit nur eine einzige sein könne, so tief in den Menschenseelen, daß die Menschen schon Widersprüche wittern, wenn in einem Vortragszyklus einmal auf die eine Art, ein anderes Mal auf die andere Art etwas zum Ausdruck gebracht wird. Das soll aber gerade bei uns gepflegt werden, um zu zeigen, wie die Darstellung der Wahrheit die Mannigfaltigkeit fordert. Das muß also ein Ideal werden: Mannigfaltigkeit, nicht Einförmigkeit.

[ 18 ] Es nistet eben das Vorurteil, als ob die Wahrheit nur eine einzige sein könne, so tief in den Menschenseelen, daß die Menschen schon Widersprüche wittern, wenn in einem Vortragszyklus einmal auf die eine Art, ein anderes Mal auf die andere Art etwas zum Ausdruck gebracht wird. Das soll aber gerade bei uns gepflegt werden, um zu zeigen, wie die Darstellung der Wahrheit die Mannigfaltigkeit fordert. Das muß also ein Ideal werden: Mannigfaltigkeit, nicht Einförmigkeit.

[ 19 ] Was nun der ganzen Sache zugrunde liegt, das werden wir nur einsehen, wenn wir, nachdem wir ein wenig charakterisiert haben die regulär entwickelten Geister der Form und ihre dienenden Glieder, und dasjenige, was zum Beispiel in bezug auf das Konkrete des Sprechens und Denkens aus ihnen für die Erdenentwickelung hätte werden sollen, wenn wir dem nun in ganz bestimmter Weise das luziferische und das ahrimanische Element gegenüberstellen. Wenn wir dieses Element verstehen wollen, dann müssen wir nicht auf die Erdenentwickelung schauen; denn das luziferische und ahrimanische Element ist ja so, wie es geworden ist, durch die Mondenentwickelung geworden. Wir haben oft betont, daß es gerade in der Mondenentwickelung stehengeblieben ist und in die Erdenentwikkelung hereintrug, was von der Mondenentwickelung herstammt. So dürfen wir also bei diesem luziferischen und ahrimanischen Element nicht davon sprechen, daß die Geister der Form die Schöpfer dort sind; die Geister der Form sind es nur für Wesenheiten, die angemessen sind der Erdenentwickelung. Für diese ahrimanischen und luziferischen Wesenheiten kommen als Schöpferwesenheiten die Geister der Bewegung in Betracht, die gewissermaßen die Schöpfer und Regierer der Mondenentwickelung sind.

[ 19 ] Was nun der ganzen Sache zugrunde liegt, das werden wir nur einsehen, wenn wir, nachdem wir ein wenig charakterisiert haben die regulär entwickelten Geister der Form und ihre dienenden Glieder, und dasjenige, was zum Beispiel in bezug auf das Konkrete des Sprechens und Denkens aus ihnen für die Erdenentwickelung hätte werden sollen, wenn wir dem nun in ganz bestimmter Weise das luziferische und das ahrimanische Element gegenüberstellen. Wenn wir dieses Element verstehen wollen, dann müssen wir nicht auf die Erdenentwickelung schauen; denn das luziferische und ahrimanische Element ist ja so, wie es geworden ist, durch die Mondenentwickelung geworden. Wir haben oft betont, daß es gerade in der Mondenentwickelung stehengeblieben ist und in die Erdenentwikkelung hereintrug, was von der Mondenentwickelung herstammt. So dürfen wir also bei diesem luziferischen und ahrimanischen Element nicht davon sprechen, daß die Geister der Form die Schöpfer dort sind; die Geister der Form sind es nur für Wesenheiten, die angemessen sind der Erdenentwickelung. Für diese ahrimanischen und luziferischen Wesenheiten kommen als Schöpferwesenheiten die Geister der Bewegung in Betracht, die gewissermaßen die Schöpfer und Regierer der Mondenentwickelung sind.

[ 20 ] Was also die Geister der Form für die Menschen-Erdenentwickelung sind, das sind die Geister der Bewegung für die Mondenentwickelung und damit für das ganze ahrimanisch-luziferische Element. Und diese Geister der Bewegung, sie waren die Schöpfer während der Mondenentwickelung durch dasjenige, was sie geschaffen haben. Und was sie in Verbindung mit ihren dienenden Geistern, den damaligen Geistern der Form, den Geistern der Persönlichkeit, den Geistern aus der Hierarchie der Archangeloi, zustande gebracht haben, war regelmäßig auf dem Monde ausgebildete Engelwesenheit. So wie der Mensch im Laufe der Erdenentwickelung seine sieben Glieder ausbilden soll, so sollten die Engel ihre sieben Glieder während der Mondenentwickelung ausbilden.

[ 20 ] Was also die Geister der Form für die Menschen-Erdenentwickelung sind, das sind die Geister der Bewegung für die Mondenentwickelung und damit für das ganze ahrimanisch-luziferische Element. Und diese Geister der Bewegung, sie waren die Schöpfer während der Mondenentwickelung durch dasjenige, was sie geschaffen haben. Und was sie in Verbindung mit ihren dienenden Geistern, den damaligen Geistern der Form, den Geistern der Persönlichkeit, den Geistern aus der Hierarchie der Archangeloi, zustande gebracht haben, war regelmäßig auf dem Monde ausgebildete Engelwesenheit. So wie der Mensch im Laufe der Erdenentwickelung seine sieben Glieder ausbilden soll, so sollten die Engel ihre sieben Glieder während der Mondenentwickelung ausbilden.

[ 21 ] Diejenigen Engel nun, welche während der Mondenentwickelung richtig ihre sieben Glieder ausgebildet haben, die traten in die Erdenentwickelung ein, und sie sind solche Geister geworden, die vermitteln sollen zwischen dem einzelnen Menschen und der Menschengruppe, die geleitet ist von einem einzelnen Erzengel. Und das ist wiederum ein Erzengel, welcher seine sieben Glieder während der Mondenentwickelung ausgebildet hat. Aber es sind unter diesen eben solche gewesen, die es sozusagen nur bis zu sechs oder zu fünf Gliedern gebracht haben, die nicht völlig während der Mondenentwickelung ihre sieben Glieder alle entwickelt haben. Daher sind sie nicht fähig geworden, während der Erdenentwickelung als Engel Leiter der einzelnen Menschen, oder als Erzengel Leiter der Gruppen von Menschen zu werden. Diese geistigen Wesenheiten, welche entweder nur ihre sechs oder ihre fünf Teile ausgebildet haben, die sind nun gleichsam die unterste Hierarchie. Es gibt darüberstehende, wenn wir von Ahriman und Luzifer sprechen. Sie sind als die uns zunächststehenden luziferischen und ahrimanischen Wesenheiten anzusehen, sind also solche Wesenheiten, welche gar nicht eingehen konnten in regulärer Weise in die Erdenentwickelung, weil die Erdenentwickelung beherrscht wurde von den Geistern der Form: sie waren aber nicht dazu gekommen den Geistern der Form zu helfen, denn sie standen auf der Engelstufe. Menschen konnten sie auch nicht so ohne weiteres werden. Sie standen also zwischen den regulären Engeln und den Menschen mitten darinnen. So daß wir also folgendes haben.

[ 21 ] Diejenigen Engel nun, welche während der Mondenentwickelung richtig ihre sieben Glieder ausgebildet haben, die traten in die Erdenentwickelung ein, und sie sind solche Geister geworden, die vermitteln sollen zwischen dem einzelnen Menschen und der Menschengruppe, die geleitet ist von einem einzelnen Erzengel. Und das ist wiederum ein Erzengel, welcher seine sieben Glieder während der Mondenentwickelung ausgebildet hat. Aber es sind unter diesen eben solche gewesen, die es sozusagen nur bis zu sechs oder zu fünf Gliedern gebracht haben, die nicht völlig während der Mondenentwickelung ihre sieben Glieder alle entwickelt haben. Daher sind sie nicht fähig geworden, während der Erdenentwickelung als Engel Leiter der einzelnen Menschen, oder als Erzengel Leiter der Gruppen von Menschen zu werden. Diese geistigen Wesenheiten, welche entweder nur ihre sechs oder ihre fünf Teile ausgebildet haben, die sind nun gleichsam die unterste Hierarchie. Es gibt darüberstehende, wenn wir von Ahriman und Luzifer sprechen. Sie sind als die uns zunächststehenden luziferischen und ahrimanischen Wesenheiten anzusehen, sind also solche Wesenheiten, welche gar nicht eingehen konnten in regulärer Weise in die Erdenentwickelung, weil die Erdenentwickelung beherrscht wurde von den Geistern der Form: sie waren aber nicht dazu gekommen den Geistern der Form zu helfen, denn sie standen auf der Engelstufe. Menschen konnten sie auch nicht so ohne weiteres werden. Sie standen also zwischen den regulären Engeln und den Menschen mitten darinnen. So daß wir also folgendes haben.

[ 22 ] Wir können sagen: Wenn das die Erdenentwickelung darstellt mit dem Menschen unten (siehe Zeichnung), so haben wir darüber die Schöpfer, die Geister der Form, dann die Geister der Persönlichkeit, die Geister aus der Hierarchie der Archangeloi, die Geister aus der Hierarchie der Angeloi. Diese haben also ihre Entwickelung durch ihre sieben beziehungsweise neun Glieder während der Mondenentwickelung durchgemacht; sie haben nicht nötig, in das einzugehen, was die Geister der Form für den Menschen schaffen als irdische Verkörperung; sie gehen nur ein in einen ätherischen Leib — die Engel zum Beispiel —, weil sie ja der nächsten Hierarchie angehören.

[ 22 ] Wir können sagen: Wenn das die Erdenentwickelung darstellt mit dem Menschen unten (siehe Zeichnung), so haben wir darüber die Schöpfer, die Geister der Form, dann die Geister der Persönlichkeit, die Geister aus der Hierarchie der Archangeloi, die Geister aus der Hierarchie der Angeloi. Diese haben also ihre Entwickelung durch ihre sieben beziehungsweise neun Glieder während der Mondenentwickelung durchgemacht; sie haben nicht nötig, in das einzugehen, was die Geister der Form für den Menschen schaffen als irdische Verkörperung; sie gehen nur ein in einen ätherischen Leib — die Engel zum Beispiel —, weil sie ja der nächsten Hierarchie angehören.

Diagram 1Diagram 1

[ 23 ] Und zwischen drinnen stehen diejenigen Wesenheiten, welche gar nicht sich die Fähigkeit erworben haben, in diesen Evolutionen hier weiterzuschreiten, sondern welche dadurch, daß sie nicht ihre entsprechenden sieben Glieder ausgebildet haben, Wesenheiten sind, die von sich sagen können: Wir sind geschaffen von den Geistern der Bewegung; wir werden regiert von gewissen Geistern der Form, Archai, Archangeloi. — Aber nun waren sie da, und waren für ihre Aufgabe, wie sie ihnen eigentlich zugefallen wäre: mitzuregieren an der fortlaufenden Menschheitsentwickelung und auch an der Entwickelung der anderen Reiche der Erdennatur, sie waren dazu nicht befähigt; das konnten sie nicht mitmachen.

[ 23 ] Und zwischen drinnen stehen diejenigen Wesenheiten, welche gar nicht sich die Fähigkeit erworben haben, in diesen Evolutionen hier weiterzuschreiten, sondern welche dadurch, daß sie nicht ihre entsprechenden sieben Glieder ausgebildet haben, Wesenheiten sind, die von sich sagen können: Wir sind geschaffen von den Geistern der Bewegung; wir werden regiert von gewissen Geistern der Form, Archai, Archangeloi. — Aber nun waren sie da, und waren für ihre Aufgabe, wie sie ihnen eigentlich zugefallen wäre: mitzuregieren an der fortlaufenden Menschheitsentwickelung und auch an der Entwickelung der anderen Reiche der Erdennatur, sie waren dazu nicht befähigt; das konnten sie nicht mitmachen.

[ 24 ] So gab es also, ich möchte sagen, zwei Klassen — wenn wir zunächst auf die anderen nicht sehen — sowohl von Erzengeln wie von Engeln. Die regulär Entwickelten waren jene, die sich nun einreihten in die Tätigkeit, welche so hätte verlaufen sollen, wie ich sie eben charakterisiert habe zum Beispiel für die Sprache und das Denken. Wäre nur diese Veranlagung der Geister der Bewegung da, so wäre das Sprechen und das Denken in einem solchen Einklange entwickelt worden, wie ich es vorhin charakterisiert habe.

[ 24 ] So gab es also, ich möchte sagen, zwei Klassen — wenn wir zunächst auf die anderen nicht sehen — sowohl von Erzengeln wie von Engeln. Die regulär Entwickelten waren jene, die sich nun einreihten in die Tätigkeit, welche so hätte verlaufen sollen, wie ich sie eben charakterisiert habe zum Beispiel für die Sprache und das Denken. Wäre nur diese Veranlagung der Geister der Bewegung da, so wäre das Sprechen und das Denken in einem solchen Einklange entwickelt worden, wie ich es vorhin charakterisiert habe.

[ 25 ] Nun entstand etwas, was trivial ausschaut, wenn man es ausspricht, aber es ist nicht so trivial. Es ist eben ein ungeheuer schwerwiegendes, großes, bedeutsames kosmisches Ereignis. Man möchte sagen: es waren jetzt im Geisterland, oder wenn wir im Sinne der Religion sprechen, es waren im Himmel, die regulär entwickelten Erzengel, die regulär entwickelten Engel und dasjenige, was sich als ein nicht fertiges Gezücht ergab. Und da stellt sich dann das heraus, daß die regulär entwickelten Erzengel und Engel diese nicht regulär entwickelten, die bloß ihre sechs oder fünf Glieder entwickelt hatten, herunterwarfen auf die Erde, aus dem Himmel auf die Erde, weil sie dort nicht zu gebrauchen waren.

[ 25 ] Nun entstand etwas, was trivial ausschaut, wenn man es ausspricht, aber es ist nicht so trivial. Es ist eben ein ungeheuer schwerwiegendes, großes, bedeutsames kosmisches Ereignis. Man möchte sagen: es waren jetzt im Geisterland, oder wenn wir im Sinne der Religion sprechen, es waren im Himmel, die regulär entwickelten Erzengel, die regulär entwickelten Engel und dasjenige, was sich als ein nicht fertiges Gezücht ergab. Und da stellt sich dann das heraus, daß die regulär entwickelten Erzengel und Engel diese nicht regulär entwickelten, die bloß ihre sechs oder fünf Glieder entwickelt hatten, herunterwarfen auf die Erde, aus dem Himmel auf die Erde, weil sie dort nicht zu gebrauchen waren.

[ 26 ] Und so mischte sich vom Beginn der Erdenentwickelung an, ich möchte sagen, in die Substantialität der Erdenentwickelung herein ein unsichtbares Reich: das Reich Luzifers und Ahrimans, die herausgestoßen waren aus jenem Reich, von dem aus regelrecht geschaffen und regiert wird fortlaufend der Mensch, Tiere, Pflanzen, Minerale. Heruntergestoßen waren sie, die nicht fertig geworden waren. Sie waren auf der Erde da. Natürlich konnten sie mit Erdensinnen nicht gesehen werden, aber sie waren da. Die regulären Erzengel und Engel waren, wenn wir einen religiösen Ausdruck gebrauchen, im Himmel; aber auf der Erde irrten herum die zurückgebliebenen. Darauf bezieht sich das biblische Wort: «Und ihr Ort ward nicht mehr im Himmel gefunden.» Sie waren heruntergestoßen.

[ 26 ] Und so mischte sich vom Beginn der Erdenentwickelung an, ich möchte sagen, in die Substantialität der Erdenentwickelung herein ein unsichtbares Reich: das Reich Luzifers und Ahrimans, die herausgestoßen waren aus jenem Reich, von dem aus regelrecht geschaffen und regiert wird fortlaufend der Mensch, Tiere, Pflanzen, Minerale. Heruntergestoßen waren sie, die nicht fertig geworden waren. Sie waren auf der Erde da. Natürlich konnten sie mit Erdensinnen nicht gesehen werden, aber sie waren da. Die regulären Erzengel und Engel waren, wenn wir einen religiösen Ausdruck gebrauchen, im Himmel; aber auf der Erde irrten herum die zurückgebliebenen. Darauf bezieht sich das biblische Wort: «Und ihr Ort ward nicht mehr im Himmel gefunden.» Sie waren heruntergestoßen.

[ 27 ] Nun bedenken Sie nur den wahren Sachverhalt, damit Sie über gewisse Dinge sich nicht falschen Vorstellungen hingeben. Da lebten auf der Erde die Menschen, in einer zunächst primitiven Entwickelung, so wie Sie es ja entsprechend in der «Geheimwissenschaft» dargestellt finden. Aber unmittelbar unter den Menschen, um sie herum lebten Wesenheiten — nehmen wir also nur die alleruntersten luziferischen Wesenheiten —, die auf dem Monde zurückgebliebenen Engel, die, statt daß sie nun zu regieren hatten, tatenlos zunächst waren. Aber während der Mensch erst dabei war, nach und nach seine sieben Glieder zu entwickeln, während er erst hoffen konnte, am Ende der Erdenentwickelung das siebente Glied zu entwickeln, oder in einer entsprechend näheren Zeit das sechste oder fünfte Glied, waren diese soweit, daß sie ihr sechstes oder fünftes Glied fertig hatten; nur ihr siebentes hatten sie nicht entwickelt.

[ 27 ] Nun bedenken Sie nur den wahren Sachverhalt, damit Sie über gewisse Dinge sich nicht falschen Vorstellungen hingeben. Da lebten auf der Erde die Menschen, in einer zunächst primitiven Entwickelung, so wie Sie es ja entsprechend in der «Geheimwissenschaft» dargestellt finden. Aber unmittelbar unter den Menschen, um sie herum lebten Wesenheiten — nehmen wir also nur die alleruntersten luziferischen Wesenheiten —, die auf dem Monde zurückgebliebenen Engel, die, statt daß sie nun zu regieren hatten, tatenlos zunächst waren. Aber während der Mensch erst dabei war, nach und nach seine sieben Glieder zu entwickeln, während er erst hoffen konnte, am Ende der Erdenentwickelung das siebente Glied zu entwickeln, oder in einer entsprechend näheren Zeit das sechste oder fünfte Glied, waren diese soweit, daß sie ihr sechstes oder fünftes Glied fertig hatten; nur ihr siebentes hatten sie nicht entwickelt.

[ 28 ] Nehmen wir einmal die Sache, wie sie ist. Wir wissen ja, daß wir jetzt gerade daran sind, an der Entwickelung desjenigen zu arbeiten, was wir den Intellekt nennen. Wir leben in der fünften Periode der nachatlantischen Zeit. Ja, die Menschen in der lemurischen Zeit waren weit entfernt davon, dieses Glied ihrer Wesenheit etwa schon entwickelt zu haben, das erst jetzt, in der fünften, in der nachatlantischen Zeit, zum Ausdruck kommt. Was die Wesenheiten, die dazumal herabgestoßene Engel waren, gerade auszeichnet, das ist, daß sie von der Mondenzeit her längst das hatten, was der Mensch erst jetzt entwickelt; sie hatten schon das, was dem Menschen erst zugedacht ist in einer späteren Periode der Erdenentwickelung. Ja, das ist sogar durchaus eine Tatsache, daß lange Zeit, sogar noch in der nachlemurischen, in der atlantischen Zeit, solche unsichtbaren Wesenheiten eine große Rolle spielten, welche damals in hohem Grade das ausgebildet hatten, woran der Mensch in der atlantischen Zeit nicht denken konnte, woran er jetzt erst ist, es auszubilden: nämlich das intellektuelle Element.

[ 28 ] Nehmen wir einmal die Sache, wie sie ist. Wir wissen ja, daß wir jetzt gerade daran sind, an der Entwickelung desjenigen zu arbeiten, was wir den Intellekt nennen. Wir leben in der fünften Periode der nachatlantischen Zeit. Ja, die Menschen in der lemurischen Zeit waren weit entfernt davon, dieses Glied ihrer Wesenheit etwa schon entwickelt zu haben, das erst jetzt, in der fünften, in der nachatlantischen Zeit, zum Ausdruck kommt. Was die Wesenheiten, die dazumal herabgestoßene Engel waren, gerade auszeichnet, das ist, daß sie von der Mondenzeit her längst das hatten, was der Mensch erst jetzt entwickelt; sie hatten schon das, was dem Menschen erst zugedacht ist in einer späteren Periode der Erdenentwickelung. Ja, das ist sogar durchaus eine Tatsache, daß lange Zeit, sogar noch in der nachlemurischen, in der atlantischen Zeit, solche unsichtbaren Wesenheiten eine große Rolle spielten, welche damals in hohem Grade das ausgebildet hatten, woran der Mensch in der atlantischen Zeit nicht denken konnte, woran er jetzt erst ist, es auszubilden: nämlich das intellektuelle Element.

[ 29 ] Also hoch entwickelte Intelligenzen, Engelwesen schwebten gleichsam unsichtbar in dieser lemurischen und atlantischen Zeit herum als zurückgebliebene Geister. Hoch entwickelte Geister waren das, ganz außerordentlich hoch entwickelt. Wir können also sagen, wenn wir uns wieder trivial ausdrücken wollen: Es ist durchkreuzt worden die Absicht der Hierarchie der Geister der Form. Während diese Hierarchie sich gesagt hat: Wir entwickeln den Menschen nach und nach und lassen ihn leiten durch Engel, und in der fünften Zeitepoche, da soll er den Intellekt entwickeln, da soll er diesen Intellekt so entwickeln, daß er dann schon reif ist —, während es die Absicht war, es so kommen zu lassen, daß der Einklang von Intellekt und Sprache sich ausgebildet hätte, ist dies, was sonst gekommen wäre, durchkreuzt worden dadurch, daß unsichtbare Wesenheiten mitten drinnen gelebt haben unter den Menschen.

[ 29 ] Also hoch entwickelte Intelligenzen, Engelwesen schwebten gleichsam unsichtbar in dieser lemurischen und atlantischen Zeit herum als zurückgebliebene Geister. Hoch entwickelte Geister waren das, ganz außerordentlich hoch entwickelt. Wir können also sagen, wenn wir uns wieder trivial ausdrücken wollen: Es ist durchkreuzt worden die Absicht der Hierarchie der Geister der Form. Während diese Hierarchie sich gesagt hat: Wir entwickeln den Menschen nach und nach und lassen ihn leiten durch Engel, und in der fünften Zeitepoche, da soll er den Intellekt entwickeln, da soll er diesen Intellekt so entwickeln, daß er dann schon reif ist —, während es die Absicht war, es so kommen zu lassen, daß der Einklang von Intellekt und Sprache sich ausgebildet hätte, ist dies, was sonst gekommen wäre, durchkreuzt worden dadurch, daß unsichtbare Wesenheiten mitten drinnen gelebt haben unter den Menschen.

[ 30 ] Von diesen unsichtbaren Wesenheiten betrachten wir zunächst die luziferischen Engelwesenheiten. Diese luziferischen Engelwesenheiten haben jetzt etwas getan, was man so bezeichnen kann: sie haben gewissermaßen einzelne Menschen einer früheren Erdenperiode überbefruchtet, sie sind in sie hineingefahren, sie haben sie von sich besessen gemacht. Diese Engelwesenheiten sind ja heruntergestoßen worden auf die Erde. Und so trifft man solche Menschen in alten Zeiten, die, wenn sie geworden wären, wie es ihnen von den Geistern der Form zugedacht war, einfache, ursprüngliche Menschen gewesen wären. So aber fuhren in sie hinein solche Engelwesenheiten. Dadurch wurden sie furchtbar gescheit, klug, wie der Mensch erst in der fünften, oder sogar sechsten Kulturepoche der Erdenentwickelung es werden sollte, und wovon man im alten Indien noch keinen Begriff hatte. Von den sieben Rishis oder Erleuchteten sprechen wir jetzt eigentlich. Das waren also solche besessene, von den luziferischen Engelwesenheiten erleuchtete Menschen. Es waren selbstverständlich solche Menschen, zu denen der naive Mensch hinaufblicken mußte als zu etwas besonders Hohem.

[ 30 ] Von diesen unsichtbaren Wesenheiten betrachten wir zunächst die luziferischen Engelwesenheiten. Diese luziferischen Engelwesenheiten haben jetzt etwas getan, was man so bezeichnen kann: sie haben gewissermaßen einzelne Menschen einer früheren Erdenperiode überbefruchtet, sie sind in sie hineingefahren, sie haben sie von sich besessen gemacht. Diese Engelwesenheiten sind ja heruntergestoßen worden auf die Erde. Und so trifft man solche Menschen in alten Zeiten, die, wenn sie geworden wären, wie es ihnen von den Geistern der Form zugedacht war, einfache, ursprüngliche Menschen gewesen wären. So aber fuhren in sie hinein solche Engelwesenheiten. Dadurch wurden sie furchtbar gescheit, klug, wie der Mensch erst in der fünften, oder sogar sechsten Kulturepoche der Erdenentwickelung es werden sollte, und wovon man im alten Indien noch keinen Begriff hatte. Von den sieben Rishis oder Erleuchteten sprechen wir jetzt eigentlich. Das waren also solche besessene, von den luziferischen Engelwesenheiten erleuchtete Menschen. Es waren selbstverständlich solche Menschen, zu denen der naive Mensch hinaufblicken mußte als zu etwas besonders Hohem.

[ 31 ] Diese Wesenheiten brachten, indem sie auch später immer wieder und wieder Menschen von sich besessen machten, entweder auf einzelne Menschen oder Menschengruppen wirkten, diese luziferisch gearteten Engelwesenheiten brachten unter die Menschen das Vorurteil von der Internationalität der Begriffswelt, von der sogenannten über die ganze Erde hinüberreichenden einheitlichen Dogmatik. Wo man an eine solche einheitliche Dogmatik glaubt, wo man glaubt, daß} es möglich sei, nicht in der Mannipgfaltigkeit, sondern in der Einheitlichkeit das Heil zu suchen, da wirken die luziferischen Geister. Sie haben losgerissen die Vorstellungswelt von der Sprachenwelt. Sie haben damit dasjenige heraufbeschworen, was unmöglich gemacht hat, daß die Vorstellungen ihren Sitz richtig in dem gesprochenen Wort drinnen behalten haben. Und so entstand die luziferische Einheitlichkeit, der luziferische Monismus oder das Streben nach dem luziferischen Monismus über die ganze Erde hinüber. Überall, wo Fanatiker auftreten, die da glauben, daß dasjenige, was sie gerade als das Richtige ansehen, nun so schnell als möglich von allen Erdenmenschen geglaubt werden müsse, da sind sie besessen von jenen luziferischen Engeln. Denn nicht darum handelt es sich, daß man von diesem Einheitswahn besessen ist, sondern darum handelt es sich, daß man nach Verständnis der Vielheit, der harmonisch wirkenden Mannigfaltigkeit strebt.

[ 31 ] Diese Wesenheiten brachten, indem sie auch später immer wieder und wieder Menschen von sich besessen machten, entweder auf einzelne Menschen oder Menschengruppen wirkten, diese luziferisch gearteten Engelwesenheiten brachten unter die Menschen das Vorurteil von der Internationalität der Begriffswelt, von der sogenannten über die ganze Erde hinüberreichenden einheitlichen Dogmatik. Wo man an eine solche einheitliche Dogmatik glaubt, wo man glaubt, daß} es möglich sei, nicht in der Mannipgfaltigkeit, sondern in der Einheitlichkeit das Heil zu suchen, da wirken die luziferischen Geister. Sie haben losgerissen die Vorstellungswelt von der Sprachenwelt. Sie haben damit dasjenige heraufbeschworen, was unmöglich gemacht hat, daß die Vorstellungen ihren Sitz richtig in dem gesprochenen Wort drinnen behalten haben. Und so entstand die luziferische Einheitlichkeit, der luziferische Monismus oder das Streben nach dem luziferischen Monismus über die ganze Erde hinüber. Überall, wo Fanatiker auftreten, die da glauben, daß dasjenige, was sie gerade als das Richtige ansehen, nun so schnell als möglich von allen Erdenmenschen geglaubt werden müsse, da sind sie besessen von jenen luziferischen Engeln. Denn nicht darum handelt es sich, daß man von diesem Einheitswahn besessen ist, sondern darum handelt es sich, daß man nach Verständnis der Vielheit, der harmonisch wirkenden Mannigfaltigkeit strebt.

[ 32 ] Und nun war die Bahn geebnet für andere Geister, nachdem diese luziferisch gestalteten Engelwesenheiten in der Form von besonders erleuchteten Individuen, namentlich innerhalb Indiens zunächst auftraten. Diese auserlesenen Menschen, die das, was der anderen Menschheit überhaupt erst zugedacht war in einer viel späteren Zeit, in ihrem besonders strahlenden Erleuchtetsein früh zeigten, die brachten über die Erde den Wahn von der Einheitlichkeit alles Denkens. Und jetzt war die Bahn geebnet für die anderen, die namentlich aus der Hierarchie der Archangeloi sind, aber solcher Archangeloi, welche während der Mondenentwickelung nicht ihre volle Entwickelung bis zum siebenten Glied erlangten, sondern beim sechsten Glied stehengeblieben sind. Sie wurden nun auch, weil sie nicht zu gebrauchen waren als Lehrer von Menschengruppen, die nach geographisch-klimatisch natürlichen Verhältnissen verteilt waren, hinuntergeworfen und sind nun auch unter den Menschen der Erde mitten drinnen.

[ 32 ] Und nun war die Bahn geebnet für andere Geister, nachdem diese luziferisch gestalteten Engelwesenheiten in der Form von besonders erleuchteten Individuen, namentlich innerhalb Indiens zunächst auftraten. Diese auserlesenen Menschen, die das, was der anderen Menschheit überhaupt erst zugedacht war in einer viel späteren Zeit, in ihrem besonders strahlenden Erleuchtetsein früh zeigten, die brachten über die Erde den Wahn von der Einheitlichkeit alles Denkens. Und jetzt war die Bahn geebnet für die anderen, die namentlich aus der Hierarchie der Archangeloi sind, aber solcher Archangeloi, welche während der Mondenentwickelung nicht ihre volle Entwickelung bis zum siebenten Glied erlangten, sondern beim sechsten Glied stehengeblieben sind. Sie wurden nun auch, weil sie nicht zu gebrauchen waren als Lehrer von Menschengruppen, die nach geographisch-klimatisch natürlichen Verhältnissen verteilt waren, hinuntergeworfen und sind nun auch unter den Menschen der Erde mitten drinnen.

[ 33 ] Diese Archangeloi, deren Ort nun auch nicht im Himmel zu finden war, sondern auf der Erde — das heißt, im Abgrund, in dem sie umherirrten —, sie wurden nun ausgesandt, von ihren Obersten ausgesandt, hinaus zu den einzelnen Volksgruppen. Und diese rissen nun ihrerseits auch das Sprechen um eine Stufe tiefer herunter. Während die vorhin genannten luziferischen Wesenheiten das Denken abgerissen haben vom Sprechen, ließen diese falsch entwickelten Erzengel die Sprach-Charaktere noch um eine Stufe tiefer hinuntersinken, so daß die Sprachen so geschieden waren, nun, wie sie eben auf der Erde geschieden wurden.

[ 33 ] Diese Archangeloi, deren Ort nun auch nicht im Himmel zu finden war, sondern auf der Erde — das heißt, im Abgrund, in dem sie umherirrten —, sie wurden nun ausgesandt, von ihren Obersten ausgesandt, hinaus zu den einzelnen Volksgruppen. Und diese rissen nun ihrerseits auch das Sprechen um eine Stufe tiefer herunter. Während die vorhin genannten luziferischen Wesenheiten das Denken abgerissen haben vom Sprechen, ließen diese falsch entwickelten Erzengel die Sprach-Charaktere noch um eine Stufe tiefer hinuntersinken, so daß die Sprachen so geschieden waren, nun, wie sie eben auf der Erde geschieden wurden.

[ 34 ] Diese Wesenheiten, die zurückgebliebene Erzengel sind, und die nun die Lenkung von Menschengruppen auf Erden in dem Sinne betrieben, daß sie die Menschheit spalteten, so daß die Menschen sich hassen, sich absondern, diese Sorte, die hat ahrimanische Natur. Es sind hoch entwickelte Wesenheiten; aber sie sind eben nicht dazu berufen, Völkerschaften zu leiten, aus dem einfachen Grunde, weil Völkerschaften zu leiten nach dem Sinne der Geister der Form die normal entwickelten Erzengel berufen sind, die ihre sieben Glieder ausgebildet haben. Namentlich solche, die nur ihre sechs Glieder ausgebildet haben, sind nun diejenigen, welche sich entgegenstellen den eigentlichen regulären Völkerlenkern. Ahrimanische Wesenheiten — wir haben sie jetzt einmal genauer ins Auge gefaßt —, das sind die Wesenheiten, welche es nun dahin gebracht haben, daß die Sprachen um eine Stufe tiefer noch hinuntergesunken sind, auf eine Stufe, auf der man eben zunächst gar nicht sieht, welche Begriffe, welche Vorstellungen in der Sprache als solcher enthalten sind. Wären nur die luziferischen Engelwesen gekommen, so wäre zwar der Einheitswahn über die Erde gekommen; aber es würden sich die einzelnen Sprachen so entwickelt haben, daß man, wenn man nur in seinem Gemüte den Einheitswahn überwindet, noch empfinden könnte in den verschiedenen Sprachen das, was in ihnen liegt. Aber nachdem einmal die Vorstellungswelt losgerissen war von den luziferischen Engeln, war es dann den ahrimanischen Erzengeln leicht, die Sprache noch um eine Stufe hinunterzutreiben; so daß dann keine Möglichkeit mehr war, die Sprache so zu entwickeln, daß in ihr die Empfindung für die unmittelbare Vorstellung geblieben wäre.

[ 34 ] Diese Wesenheiten, die zurückgebliebene Erzengel sind, und die nun die Lenkung von Menschengruppen auf Erden in dem Sinne betrieben, daß sie die Menschheit spalteten, so daß die Menschen sich hassen, sich absondern, diese Sorte, die hat ahrimanische Natur. Es sind hoch entwickelte Wesenheiten; aber sie sind eben nicht dazu berufen, Völkerschaften zu leiten, aus dem einfachen Grunde, weil Völkerschaften zu leiten nach dem Sinne der Geister der Form die normal entwickelten Erzengel berufen sind, die ihre sieben Glieder ausgebildet haben. Namentlich solche, die nur ihre sechs Glieder ausgebildet haben, sind nun diejenigen, welche sich entgegenstellen den eigentlichen regulären Völkerlenkern. Ahrimanische Wesenheiten — wir haben sie jetzt einmal genauer ins Auge gefaßt —, das sind die Wesenheiten, welche es nun dahin gebracht haben, daß die Sprachen um eine Stufe tiefer noch hinuntergesunken sind, auf eine Stufe, auf der man eben zunächst gar nicht sieht, welche Begriffe, welche Vorstellungen in der Sprache als solcher enthalten sind. Wären nur die luziferischen Engelwesen gekommen, so wäre zwar der Einheitswahn über die Erde gekommen; aber es würden sich die einzelnen Sprachen so entwickelt haben, daß man, wenn man nur in seinem Gemüte den Einheitswahn überwindet, noch empfinden könnte in den verschiedenen Sprachen das, was in ihnen liegt. Aber nachdem einmal die Vorstellungswelt losgerissen war von den luziferischen Engeln, war es dann den ahrimanischen Erzengeln leicht, die Sprache noch um eine Stufe hinunterzutreiben; so daß dann keine Möglichkeit mehr war, die Sprache so zu entwickeln, daß in ihr die Empfindung für die unmittelbare Vorstellung geblieben wäre.

[ 35 ] Sehen Sie, da haben wir das Zusammenwirken einer Dreiheit. Wenn Sie einmal unsere Holzplastik, nachdem sie fertig sein wird, anblicken werden, dann werden Sie die Dreiheit plastisch zum Ausdruck gebracht sehen. Wir haben die Dreiheit einer fortgehenden Entwickelung, die aber gefälscht ist: die gefälscht ist nach oben durch den Einheitswahn der Vorstellungen, gefälscht nach unten durch den falschen Differenzierungswahn, was schon kein Wahn mehr ist, sondern eine Tatsache: das Zerklüften, das Zerspalten der Menschheit in sogenannte Nationen nach den Sprachen.

[ 35 ] Sehen Sie, da haben wir das Zusammenwirken einer Dreiheit. Wenn Sie einmal unsere Holzplastik, nachdem sie fertig sein wird, anblicken werden, dann werden Sie die Dreiheit plastisch zum Ausdruck gebracht sehen. Wir haben die Dreiheit einer fortgehenden Entwickelung, die aber gefälscht ist: die gefälscht ist nach oben durch den Einheitswahn der Vorstellungen, gefälscht nach unten durch den falschen Differenzierungswahn, was schon kein Wahn mehr ist, sondern eine Tatsache: das Zerklüften, das Zerspalten der Menschheit in sogenannte Nationen nach den Sprachen.

[ 36 ] So war es nun über die Erdenentwickelung gekommen; das ist im Laufe, in der Strömung der Erdenentwickelung darinnen. Und dadurch, daß das darinnen ist, entwickelte sich eben im Lauf der Zeit das, was der Glaube war, der vom Einheitswahn beherrscht ist, und auf der anderen Seite die Spaltung in Nationen. Das entwickelte sich. Das war auf seinem Höhepunkt angelangt, als nun die kosmische Wesenheit des Christus sich auf die Erde niedersenkte, in der Ihnen ja bekannten Weise, und damit der Erdenentwickelung ein Impuls einverleibt war, den wir jetzt durchaus in die Welt zu versetzen haben, welche die regelmäßige Fortentwickelung darstellt. Nur daß dieser Christus-Impuls sich die Aufgabe setzt, nachdem die Erdenentwickelung nun eine Weile gewissermaßen nach zwei Richtungen hin falsch gegangen ist, die Gegenimpulse zu schaffen: das heißt, den normal entwickelten Engeln eine größere Macht zu geben, damit sie den luziferisch entwickelten Engeln, welche den Einheitswahn befolgen, entgegenwirken. An die Stelle der monistischwahnhaften Einheitsnatur alles Wissens ist nun das getreten, was eigentlich im richtig verstandenen Christentum liegt: das Verstehen, aber das Nicht-Aufdrängen desjenigen, was man selber meint, das Suchen der Wahrheit in der anderen Menschennatur. Indem das darinnen liegt, liegt in dem Impuls des Christus eine Verstärkung der normal entwickelten Engel. So daß es wieder für die Menschen und für jedes Zeitalter ein Ideal werden kann, überall, wo es sein soll, auf der Erde zu finden eine individuell gestaltete Wahrheit, jetzt nicht aus dem eben von Luzifer schon ganz in den Wahn hinein verschossenen bloßen Intellekt heraus, sondern von Seelen, von Herzen heraus dasjenige zu finden, was wahr ist; gewissermaßen jeden Menschen auf seine eigene Art finden zu lassen, was wahr ist.

[ 36 ] So war es nun über die Erdenentwickelung gekommen; das ist im Laufe, in der Strömung der Erdenentwickelung darinnen. Und dadurch, daß das darinnen ist, entwickelte sich eben im Lauf der Zeit das, was der Glaube war, der vom Einheitswahn beherrscht ist, und auf der anderen Seite die Spaltung in Nationen. Das entwickelte sich. Das war auf seinem Höhepunkt angelangt, als nun die kosmische Wesenheit des Christus sich auf die Erde niedersenkte, in der Ihnen ja bekannten Weise, und damit der Erdenentwickelung ein Impuls einverleibt war, den wir jetzt durchaus in die Welt zu versetzen haben, welche die regelmäßige Fortentwickelung darstellt. Nur daß dieser Christus-Impuls sich die Aufgabe setzt, nachdem die Erdenentwickelung nun eine Weile gewissermaßen nach zwei Richtungen hin falsch gegangen ist, die Gegenimpulse zu schaffen: das heißt, den normal entwickelten Engeln eine größere Macht zu geben, damit sie den luziferisch entwickelten Engeln, welche den Einheitswahn befolgen, entgegenwirken. An die Stelle der monistischwahnhaften Einheitsnatur alles Wissens ist nun das getreten, was eigentlich im richtig verstandenen Christentum liegt: das Verstehen, aber das Nicht-Aufdrängen desjenigen, was man selber meint, das Suchen der Wahrheit in der anderen Menschennatur. Indem das darinnen liegt, liegt in dem Impuls des Christus eine Verstärkung der normal entwickelten Engel. So daß es wieder für die Menschen und für jedes Zeitalter ein Ideal werden kann, überall, wo es sein soll, auf der Erde zu finden eine individuell gestaltete Wahrheit, jetzt nicht aus dem eben von Luzifer schon ganz in den Wahn hinein verschossenen bloßen Intellekt heraus, sondern von Seelen, von Herzen heraus dasjenige zu finden, was wahr ist; gewissermaßen jeden Menschen auf seine eigene Art finden zu lassen, was wahr ist.

[ 37 ] Diese Worte: daß die Wahrheit in jeder Menschenseele liegt, das ist das tief Christliche, wie ich es auch bei anderer Gelegenheit schon erklärt habe. Dem liegt zugrunde eine Verstärkung der Engelnatur, so daß diese den Sieg erringen können über diejenigen luziferischen Engel, die den Einheitswahn einer gleichmachenden Dogmatik über die ganze Erde hin verbreiten wollen als ein gleichmäßiges Netz einer gleichlautenden Intellektualität, die nicht zuläßt die Mannigfaltigkeit, die Vielheit der Auffassung. — Und geschärft nach der anderen Seite sollte werden auch die Kraft der regulär entwickelten Erzengel, so daß sie nach und nach besiegen können diejenigen geistigen Wesenheiten, welche die Differenzierung der Menschengruppen dadurch herbeiführen, daß diese Menschengruppen in ihre Sprache verliebt werden und dadurch zu einer besonderen Absonderung, in ein Fanatisches kommen. Stärker sollen die regulär entwickelten Engel und Erzengel gemacht werden durch den Christus-Impuls. Dasjenige, was durch den Christus-Impuls geschehen sollte, ist eben nicht etwas, was bloß in den Gedanken, in der Anschauung der Menschen, in dem Gefühl der Menschen da ist, sondern es geht das, was in der Erde geschieht, über das Sichtbare hinaus in das Unsichtbare hinein. Der Christus ist nicht nur da für die Menschen, sondern auch für die Engel und für die Erzengel. Denn der Christus gehört einer kosmischen Wesenheit an, die durch den Jesus von Nazareth in die Erdenentwickelung hereingekommen ist.

[ 37 ] Diese Worte: daß die Wahrheit in jeder Menschenseele liegt, das ist das tief Christliche, wie ich es auch bei anderer Gelegenheit schon erklärt habe. Dem liegt zugrunde eine Verstärkung der Engelnatur, so daß diese den Sieg erringen können über diejenigen luziferischen Engel, die den Einheitswahn einer gleichmachenden Dogmatik über die ganze Erde hin verbreiten wollen als ein gleichmäßiges Netz einer gleichlautenden Intellektualität, die nicht zuläßt die Mannigfaltigkeit, die Vielheit der Auffassung. — Und geschärft nach der anderen Seite sollte werden auch die Kraft der regulär entwickelten Erzengel, so daß sie nach und nach besiegen können diejenigen geistigen Wesenheiten, welche die Differenzierung der Menschengruppen dadurch herbeiführen, daß diese Menschengruppen in ihre Sprache verliebt werden und dadurch zu einer besonderen Absonderung, in ein Fanatisches kommen. Stärker sollen die regulär entwickelten Engel und Erzengel gemacht werden durch den Christus-Impuls. Dasjenige, was durch den Christus-Impuls geschehen sollte, ist eben nicht etwas, was bloß in den Gedanken, in der Anschauung der Menschen, in dem Gefühl der Menschen da ist, sondern es geht das, was in der Erde geschieht, über das Sichtbare hinaus in das Unsichtbare hinein. Der Christus ist nicht nur da für die Menschen, sondern auch für die Engel und für die Erzengel. Denn der Christus gehört einer kosmischen Wesenheit an, die durch den Jesus von Nazareth in die Erdenentwickelung hereingekommen ist.

Diagram 1Diagram 1

[ 38 ] So daß man sagen muß: In der Mitte der Erdenentwickelung tritt überall eine Verstärkung ein; der Christus-Impuls greift ein. Überall tritt auch für Engel und Erzengel eine verstärkende Kraft ein. Bleiben wir dabei zunächst (siehe Zeichnung, violett). Dieser verstärkende Impuls war mächtig, war gewaltig, und es war etwas über die Erdenentwickelung hereingekommen, was früher überhaupt nicht innerhalb der Erdenentwickelung gesehen oder erhört war. Dasjenige Prinzip, das früher da war, wollte gerade als Naturprinzip wirken, wollte die geistige Lenkung der Welt als Naturprinzip haben: das Jahve-, das Jehova-Prinzip. Da hätte es dem Menschen natürlich sein sollen, zusammen zu haben Denken und Sprechen. Unser Denken ist davon losgelöst, ist geistig geworden; unsere Sprache ist losgelöst vom Naturprinzip, ist seelisch geworden. Und vom Seelischen, vom Leidenschaftlichen der Seele erfaßt ist das Sprachprinzip; von dem, was das Intellektuelle, also wiederum das Astralische umfaßt, ist einseitig das Denken erfaßt. Aber das hätte nicht so werden sollen, sondern das Denken sollte um eine Stufe tiefer liegen, der Mensch sollte viel natürlicher denken, und er sollte auf einer viel höheren Stufe sprechen und das Gesprochene verstehen. Nachdem das eine Weile auseinander gegangen war — bei anderen Dingen ist es ja ebenso gegangen, ich habe nur das Sprechen und Denken diesmal besonders herausgegriffen —, mußte ein viel stärkerer Impuls kommen, als der Jahve- oder Jehova-Impuls war. Dieser war so gestaltet, daß noch nicht gerechnet war mit den luziferischen und ahrimanischen Impulsen. Jetzt haben sie aber gewirkt in der Erdenentwickelung bis zur Mitte der griechisch-lateinischen Zeit. Da kam der Christus-Impuls herein. Der mußte jetzt stärker, kräftiger sein als dasjenige, was als Jahve-Impuls da war. Und dieser kräftigere, dieser umfassendere Impuls, der ist jetzt nicht nur dazu angetan, die Erdenentwickelung so weiterzuleiten, wie sie hätte werden müssen, wenn kein Luzifer und Ahriman eingegriffen hätte, sondern sie wiederum, nachdem Luzifer und Ahriman eingegriffen hatten, in ihre alten Bahnen zurückzubringen bis zu ihrem Ende. Die Folge davon war, daß eben stark eingegriffen hat der Christus-Impuls. Und weil ihn die Menschen zunächst nicht verstehen konnten, wirkte er so, wie ich es angedeutet habe. Nennen wir als Beispiel etwa den Konstantin, die Jungfrau von Orleans. Aber es war einmal eben durch dieses Mysterium ein mächtiger Einfluß in der Erdenentwickelung geschehen; und dieser mächtige Einfluß, er wirkt natürlich zunächst ungeheuer bedeutsam.

[ 38 ] So daß man sagen muß: In der Mitte der Erdenentwickelung tritt überall eine Verstärkung ein; der Christus-Impuls greift ein. Überall tritt auch für Engel und Erzengel eine verstärkende Kraft ein. Bleiben wir dabei zunächst (siehe Zeichnung, violett). Dieser verstärkende Impuls war mächtig, war gewaltig, und es war etwas über die Erdenentwickelung hereingekommen, was früher überhaupt nicht innerhalb der Erdenentwickelung gesehen oder erhört war. Dasjenige Prinzip, das früher da war, wollte gerade als Naturprinzip wirken, wollte die geistige Lenkung der Welt als Naturprinzip haben: das Jahve-, das Jehova-Prinzip. Da hätte es dem Menschen natürlich sein sollen, zusammen zu haben Denken und Sprechen. Unser Denken ist davon losgelöst, ist geistig geworden; unsere Sprache ist losgelöst vom Naturprinzip, ist seelisch geworden. Und vom Seelischen, vom Leidenschaftlichen der Seele erfaßt ist das Sprachprinzip; von dem, was das Intellektuelle, also wiederum das Astralische umfaßt, ist einseitig das Denken erfaßt. Aber das hätte nicht so werden sollen, sondern das Denken sollte um eine Stufe tiefer liegen, der Mensch sollte viel natürlicher denken, und er sollte auf einer viel höheren Stufe sprechen und das Gesprochene verstehen. Nachdem das eine Weile auseinander gegangen war — bei anderen Dingen ist es ja ebenso gegangen, ich habe nur das Sprechen und Denken diesmal besonders herausgegriffen —, mußte ein viel stärkerer Impuls kommen, als der Jahve- oder Jehova-Impuls war. Dieser war so gestaltet, daß noch nicht gerechnet war mit den luziferischen und ahrimanischen Impulsen. Jetzt haben sie aber gewirkt in der Erdenentwickelung bis zur Mitte der griechisch-lateinischen Zeit. Da kam der Christus-Impuls herein. Der mußte jetzt stärker, kräftiger sein als dasjenige, was als Jahve-Impuls da war. Und dieser kräftigere, dieser umfassendere Impuls, der ist jetzt nicht nur dazu angetan, die Erdenentwickelung so weiterzuleiten, wie sie hätte werden müssen, wenn kein Luzifer und Ahriman eingegriffen hätte, sondern sie wiederum, nachdem Luzifer und Ahriman eingegriffen hatten, in ihre alten Bahnen zurückzubringen bis zu ihrem Ende. Die Folge davon war, daß eben stark eingegriffen hat der Christus-Impuls. Und weil ihn die Menschen zunächst nicht verstehen konnten, wirkte er so, wie ich es angedeutet habe. Nennen wir als Beispiel etwa den Konstantin, die Jungfrau von Orleans. Aber es war einmal eben durch dieses Mysterium ein mächtiger Einfluß in der Erdenentwickelung geschehen; und dieser mächtige Einfluß, er wirkt natürlich zunächst ungeheuer bedeutsam.

[ 39 ] Jetzt ging die Erdenentwickelung so weiter, daß, um einen Vergleich zu gebrauchen, man sagen könnte: Wir nehmen an, hier läge Schnee (es wird gezeichnet); nun kommt die Lokomotive und fährt in den Schnee hinein. Bis zu einem gewissen Punkt wird sie fahren, dann aber ist der Schnee so aufgetürmt, daß sie doch zunächst gehemmt wird. In ähnlicher Weise müssen wir den ChristusImpuls beurteilen. Er wirkte mächtig herein, versuchte die Erde zu ergreifen, aber luziferische und ahrimanische Kräfte waren da, und sie türmten sich auf wie der Schnee vor der Lokomotive. Eine Weile wurden sie überwunden. Selbstverständlich werden sie auch weiter überwunden, wenn sich genügend Menschen finden, die sich von dem Christus-Impuls ergreifen lassen wollen. Aber das Auftürmen geschah. Und die Folge davon ist, daß gerade im Zeitalter der Intellektualität nun gekommen ist der Wahn von der Einheit der Wissenschaft, der mit besonderer Stärke aufgetreten ist. Denn wir sehen insbesondere etwas, was früher gar nicht da war: derjenige, der die Geschichte der geistigen Entwickelung kennt, der weiß, daß vom 8., 9. Jahrhundert der nachchristlichen Entwickelung an besonders stark auftritt dieser Wahn, daß man eine einheitliche Form der . Wahrheit über die ganze Erde hin schaffen müßte. Das tritt da besonders stark auf. Und was da besonders stark auftritt, ist eben noch einmal ein Aufbäumen der luziferischen Engel. Sie wollen siegen. Sie wollen die Menschen dazu verführen zu glauben, von dem Wahn sich beherrschen zu lassen, daß über die ganze Erde hin eine einförmige, gleichlautende dogmatische Wahrheit herrschen soll. Und immer wieder und wiederum kommt über die Menschen dieser furchtbare Wahn von dem Monismus der Dogmatik. So hängt die Sache zusammen.

[ 39 ] Jetzt ging die Erdenentwickelung so weiter, daß, um einen Vergleich zu gebrauchen, man sagen könnte: Wir nehmen an, hier läge Schnee (es wird gezeichnet); nun kommt die Lokomotive und fährt in den Schnee hinein. Bis zu einem gewissen Punkt wird sie fahren, dann aber ist der Schnee so aufgetürmt, daß sie doch zunächst gehemmt wird. In ähnlicher Weise müssen wir den ChristusImpuls beurteilen. Er wirkte mächtig herein, versuchte die Erde zu ergreifen, aber luziferische und ahrimanische Kräfte waren da, und sie türmten sich auf wie der Schnee vor der Lokomotive. Eine Weile wurden sie überwunden. Selbstverständlich werden sie auch weiter überwunden, wenn sich genügend Menschen finden, die sich von dem Christus-Impuls ergreifen lassen wollen. Aber das Auftürmen geschah. Und die Folge davon ist, daß gerade im Zeitalter der Intellektualität nun gekommen ist der Wahn von der Einheit der Wissenschaft, der mit besonderer Stärke aufgetreten ist. Denn wir sehen insbesondere etwas, was früher gar nicht da war: derjenige, der die Geschichte der geistigen Entwickelung kennt, der weiß, daß vom 8., 9. Jahrhundert der nachchristlichen Entwickelung an besonders stark auftritt dieser Wahn, daß man eine einheitliche Form der . Wahrheit über die ganze Erde hin schaffen müßte. Das tritt da besonders stark auf. Und was da besonders stark auftritt, ist eben noch einmal ein Aufbäumen der luziferischen Engel. Sie wollen siegen. Sie wollen die Menschen dazu verführen zu glauben, von dem Wahn sich beherrschen zu lassen, daß über die ganze Erde hin eine einförmige, gleichlautende dogmatische Wahrheit herrschen soll. Und immer wieder und wiederum kommt über die Menschen dieser furchtbare Wahn von dem Monismus der Dogmatik. So hängt die Sache zusammen.

[ 40 ] Und wiederum, eine Weile nachher schon, nachdem das Zeitalter des Intellektualismus völlig angebrochen war, kam das große Stemmen, Sich-Stemmen der ahrimanischen Erzengel, derjenigen Wesenheiten, welche den Wahn — aber das ist jetzt ein Tatsachenwahn — des Nationalen gebracht haben. Und im wesentlichen herausgekommen ist dieses ahrimanische Prinzip im Grunde, wie das luziferische im 8., 9. Jahrhundert, so dieses ahrimanische Prinzip im 19. Jahrhundert. Und der Träger, der irdische Träger davon war Napoleon. Napoleon ist derjenige, von dem zunächst ausgegangen ist jene Verführung von Europa, daf3 auf das nationale Prinzip alles ankomme, daß es auch darauf ankomme, die Menschen in Gruppen zu teilen nach Nationalem. Im Dienste Ahrimans wirkte Napoleon, und von da aus geht dasjenige, was in unsere Tage herein lebt: als ob es darauf ankomme, die Menschen zu gruppieren nach solchen Erdengebieten, die streng national abgeschlossen wären.

[ 40 ] Und wiederum, eine Weile nachher schon, nachdem das Zeitalter des Intellektualismus völlig angebrochen war, kam das große Stemmen, Sich-Stemmen der ahrimanischen Erzengel, derjenigen Wesenheiten, welche den Wahn — aber das ist jetzt ein Tatsachenwahn — des Nationalen gebracht haben. Und im wesentlichen herausgekommen ist dieses ahrimanische Prinzip im Grunde, wie das luziferische im 8., 9. Jahrhundert, so dieses ahrimanische Prinzip im 19. Jahrhundert. Und der Träger, der irdische Träger davon war Napoleon. Napoleon ist derjenige, von dem zunächst ausgegangen ist jene Verführung von Europa, daf3 auf das nationale Prinzip alles ankomme, daß es auch darauf ankomme, die Menschen in Gruppen zu teilen nach Nationalem. Im Dienste Ahrimans wirkte Napoleon, und von da aus geht dasjenige, was in unsere Tage herein lebt: als ob es darauf ankomme, die Menschen zu gruppieren nach solchen Erdengebieten, die streng national abgeschlossen wären.

[ 41 ] Und diesen Wahn, der ein Tatsachenwahn ist, den sehen wir heute umgehen. Es ist der umgehende Ahriman; es ist dasjenige, was die Menschen dazu verführen will, den Ruf zu erheben, daß sich abschließen müssen die Menschen nach dem Nationalitätsprinzip, indem ihr Wahn sich kleidet in den Ruf: Für Freiheit der Nationalitäten, für Freiheit und Gleichheit der Nationalitäten.

[ 41 ] Und diesen Wahn, der ein Tatsachenwahn ist, den sehen wir heute umgehen. Es ist der umgehende Ahriman; es ist dasjenige, was die Menschen dazu verführen will, den Ruf zu erheben, daß sich abschließen müssen die Menschen nach dem Nationalitätsprinzip, indem ihr Wahn sich kleidet in den Ruf: Für Freiheit der Nationalitäten, für Freiheit und Gleichheit der Nationalitäten.

[ 42 ] Das ist dasjenige, was ein tiefer innerer Zusammenhang mit der ganzen kosmischen Entwickelung ist, und was in unseren Tagen in einer so furchtbaren Weise hereinspielt. Selbstverständlich gebrauchen diejenigen geistigen Wesenheiten, welche dazu berufen sind, die Erdenentwickelung zu fälschen, Ideen und Vorstellungen, welche den Menschen nicht als etwas Niedriges, sondern gerade als etwas besonders Hohes erscheinen. Mit kräftigen, gewaltigen Idealen werden die Intentionen Ahrimans verbrämt. Geradeso wie verbrämt worden ist, maskiert worden ist der luziferische Geist von dem Einheitswahn der Wissenschaft unter dem Wort, das für jeden so leicht verständlich ist, weil es so idealistisch klingt: Zine Wahrheit für alle Menschen. — So aber schleicht sich mit diesem Wahnwort Luzifer in die Herzen der Menschen ein, Ahriman mit dem Wort: Die Nationen sollen sich in besonderen Gebieten auf der Erde als Nationalitäten absondern, und nur wert gefunden werden diejenigen Menschengruppen auf der Erde, die in sich geschlossene Nationalitäten darstellen.

[ 42 ] Das ist dasjenige, was ein tiefer innerer Zusammenhang mit der ganzen kosmischen Entwickelung ist, und was in unseren Tagen in einer so furchtbaren Weise hereinspielt. Selbstverständlich gebrauchen diejenigen geistigen Wesenheiten, welche dazu berufen sind, die Erdenentwickelung zu fälschen, Ideen und Vorstellungen, welche den Menschen nicht als etwas Niedriges, sondern gerade als etwas besonders Hohes erscheinen. Mit kräftigen, gewaltigen Idealen werden die Intentionen Ahrimans verbrämt. Geradeso wie verbrämt worden ist, maskiert worden ist der luziferische Geist von dem Einheitswahn der Wissenschaft unter dem Wort, das für jeden so leicht verständlich ist, weil es so idealistisch klingt: Zine Wahrheit für alle Menschen. — So aber schleicht sich mit diesem Wahnwort Luzifer in die Herzen der Menschen ein, Ahriman mit dem Wort: Die Nationen sollen sich in besonderen Gebieten auf der Erde als Nationalitäten absondern, und nur wert gefunden werden diejenigen Menschengruppen auf der Erde, die in sich geschlossene Nationalitäten darstellen.

[ 43 ] Wie das erste ein verführerischer Ruf des Luzifer ist, der aber als ein Idealwort erscheint, so ist das zweite ein versucherischer Ruf des Ahriman, der wiederum als ein furchtbar verführerisches Ideal erscheint. Geisteswissenschaft wäre dazu berufen, das Verführerische und Versucherische solcher Wahnworte zu durchschauen und mitzuwirken dahin, daß die Menschheit auf den rechten Weg komme, auf den Weg, der, nachdem er vorgezeichnet war mit schwächerer Kraft durch den Jahve- oder Jehova-Impuls, als der größere Impuls in die Erdenentwickelung eingegangen ist der Christus-Impuls, der über alle luziferischen und ahrimanischen Wahngebilde in den menschlichen Seelen und den menschlichen Herzen hinweghebt.

[ 43 ] Wie das erste ein verführerischer Ruf des Luzifer ist, der aber als ein Idealwort erscheint, so ist das zweite ein versucherischer Ruf des Ahriman, der wiederum als ein furchtbar verführerisches Ideal erscheint. Geisteswissenschaft wäre dazu berufen, das Verführerische und Versucherische solcher Wahnworte zu durchschauen und mitzuwirken dahin, daß die Menschheit auf den rechten Weg komme, auf den Weg, der, nachdem er vorgezeichnet war mit schwächerer Kraft durch den Jahve- oder Jehova-Impuls, als der größere Impuls in die Erdenentwickelung eingegangen ist der Christus-Impuls, der über alle luziferischen und ahrimanischen Wahngebilde in den menschlichen Seelen und den menschlichen Herzen hinweghebt.