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Artistic and Existential Questions
in the Light of Spiritual Science
GA 162

17 July 1915, Dornach

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Kunst- und Lebensfragen
  1. Artistic and Existential Questions, tr. SOL

Sechster Vortrag

Sechster Vortrag

[ 1 ] Wenn der Mensch in seiner geistigen Entwickelung allmählich heraufrückt zum Wahrnehmen der höheren Welten, dann muß er das habe ich ja öfter schon erwähnt — sich neue Vorstellungen machen über sein ganzes Verhalten zu diesen höheren Welten. Wir sind daran gewöhnt, unser gesamtes Verhalten zur Welt so zu beurteilen, wie wir unser Verhalten zur Welt finden hier auf dem physischen Plan. Hier auf dem physischen Plane fühlen wir uns als Menschen ganz klar den anderen Geschöpfen der verschiedenen Reiche dieser Welt so gegenüberstehend, daß wir gewissermaßen auf die Wesen dieser anderen Reiche herunterschauen. Wir nehmen sie wahr; wir fühlen uns als Menschen als das höchste Glied dieser physischen Welt und nehmen die anderen Wesenheiten wahr. Wir bilden uns dann Begriffe und Ideen, Vorstellungen von diesen Wesenheiten.

[ 1 ] Wenn der Mensch in seiner geistigen Entwickelung allmählich heraufrückt zum Wahrnehmen der höheren Welten, dann muß er das habe ich ja öfter schon erwähnt — sich neue Vorstellungen machen über sein ganzes Verhalten zu diesen höheren Welten. Wir sind daran gewöhnt, unser gesamtes Verhalten zur Welt so zu beurteilen, wie wir unser Verhalten zur Welt finden hier auf dem physischen Plan. Hier auf dem physischen Plane fühlen wir uns als Menschen ganz klar den anderen Geschöpfen der verschiedenen Reiche dieser Welt so gegenüberstehend, daß wir gewissermaßen auf die Wesen dieser anderen Reiche herunterschauen. Wir nehmen sie wahr; wir fühlen uns als Menschen als das höchste Glied dieser physischen Welt und nehmen die anderen Wesenheiten wahr. Wir bilden uns dann Begriffe und Ideen, Vorstellungen von diesen Wesenheiten.

[ 2 ] Ich möchte sagen, wir stehen da, die Welt ist außer uns; wir nehmen diese Welt wahr, wir nehmen gleichsam dasjenige, was sie uns gibt, in uns herein, und wir tragen es dann in unserer Seele mit uns weiter durch die Welt. Die Gegenstände sind draußen, die Wesen sind außer uns, und dasjenige, was sie uns durch unsere Wahrnehmung, die wir von ihnen haben, mitteilen, das tragen wir dann in der Seele mit uns.

[ 2 ] Ich möchte sagen, wir stehen da, die Welt ist außer uns; wir nehmen diese Welt wahr, wir nehmen gleichsam dasjenige, was sie uns gibt, in uns herein, und wir tragen es dann in unserer Seele mit uns weiter durch die Welt. Die Gegenstände sind draußen, die Wesen sind außer uns, und dasjenige, was sie uns durch unsere Wahrnehmung, die wir von ihnen haben, mitteilen, das tragen wir dann in der Seele mit uns.

[ 3 ] Wenn wir von dem Gesichtspunkte der anderen Geschöpfe der Erde sprechen wollten, so müßten wir sagen: Die Wesen der verschiedenen Reiche, des pflanzlichen, des tierischen, des mineralischen Reiches lassen sich von uns wahrnehmen; sie werden von uns wahrgenommen.

[ 3 ] Wenn wir von dem Gesichtspunkte der anderen Geschöpfe der Erde sprechen wollten, so müßten wir sagen: Die Wesen der verschiedenen Reiche, des pflanzlichen, des tierischen, des mineralischen Reiches lassen sich von uns wahrnehmen; sie werden von uns wahrgenommen.

[ 4 ] Nun liegt es eben so ungeheuer nahe für den Menschen, das, was er so gewohnt geworden ist als sein Verhältnis zur Welt anzusehen, das auch nun ganz unmittelbar anzuwenden, wenn es sich um Wesenheiten der höheren Ordnungen, der höheren Hierarchien zum Beispiel handelt. Der Mensch stellt sich vor: wenn er in die höheren Welten hinaufrückt, dann sind die Engel, Erzengel, Geister der Persönlichkeit und so weiter ebenso um ihn herum ausgebreitet, wie Minerale, Pflanzen, Tiere in der physischen Welt um ihn herum ausgebreitet sind. Ganz genau so, möchte ich sagen, ist aber die Sache nicht. Wir müssen uns gewöhnen, unser Verhältnis zu der andern, der geistigen Welt in dem Augenblicke gleich anders vorzustellen, wo wir die Schwelle in die geistige Welt hinein überschreiten. Wir müssen uns vollständig ernst sein lassen das, was öfter gesagt worden ist: daß in dem Augenblicke, wo wir nur einen Schritt in die geistige Welt hinein machen, das heißt unsere Wahrnehmungsfähigkeit erweitern, wir in gewisser Weise zusammenwachsen mit den Wesen, die um uns herum sind, daß wir uns mit unserem eigenen Wesen über sie verbreiten. Und ich habe den trivialen, ja nicht schönen, aber doch treffenden Ausdruck oftmals gebraucht: wir kriechen in die Wesen hinein, wir wachsen.mit ihnen zusammen. Dem physischen Plane gegenüber fühlen wir die Wesen immer wie draußen, und das, was wir von ihnen wahrnehmen, geht in uns hinein. Den Wesen der höheren Welten gegenüber müssen wir uns so fühlen, daß wir in sie hineingehen. Und wie sich die Wesen des mineralischen, des pflanzlichen, des tierischen Reiches von uns wahrnehmen lassen, so müssen wir uns wahrnehmen lassen von den Wesen der höheren Hierarchien; das heißt, wir werden objektive Wahrnehmungsgegenstände, Wahrnehmungswesen für die Wesen der höheren Hierarchien. Ich möchte sagen: wie die verschiedenen Tiere für uns ausgebreitet sind da draußen im Raum, so daß wir sie anschauen können, so werden wir angeschaut von den Wesen der höheren Hierarchien. Die schauen auf uns herunter. Und daß sie uns anschauen, das erleben wir; darin besteht eigentlich die Wahrnehmung der höheren Wesenheiten. Man müßte also immer sagen — nicht: Ich nehme einen Engel wahr — denn das entspricht nicht ganz genau dem Erleben —, sondern man müßte sagen: Ich spüre, ich empfinde, daß ich von einem Engel wahrgenommen werde.

[ 4 ] Nun liegt es eben so ungeheuer nahe für den Menschen, das, was er so gewohnt geworden ist als sein Verhältnis zur Welt anzusehen, das auch nun ganz unmittelbar anzuwenden, wenn es sich um Wesenheiten der höheren Ordnungen, der höheren Hierarchien zum Beispiel handelt. Der Mensch stellt sich vor: wenn er in die höheren Welten hinaufrückt, dann sind die Engel, Erzengel, Geister der Persönlichkeit und so weiter ebenso um ihn herum ausgebreitet, wie Minerale, Pflanzen, Tiere in der physischen Welt um ihn herum ausgebreitet sind. Ganz genau so, möchte ich sagen, ist aber die Sache nicht. Wir müssen uns gewöhnen, unser Verhältnis zu der andern, der geistigen Welt in dem Augenblicke gleich anders vorzustellen, wo wir die Schwelle in die geistige Welt hinein überschreiten. Wir müssen uns vollständig ernst sein lassen das, was öfter gesagt worden ist: daß in dem Augenblicke, wo wir nur einen Schritt in die geistige Welt hinein machen, das heißt unsere Wahrnehmungsfähigkeit erweitern, wir in gewisser Weise zusammenwachsen mit den Wesen, die um uns herum sind, daß wir uns mit unserem eigenen Wesen über sie verbreiten. Und ich habe den trivialen, ja nicht schönen, aber doch treffenden Ausdruck oftmals gebraucht: wir kriechen in die Wesen hinein, wir wachsen.mit ihnen zusammen. Dem physischen Plane gegenüber fühlen wir die Wesen immer wie draußen, und das, was wir von ihnen wahrnehmen, geht in uns hinein. Den Wesen der höheren Welten gegenüber müssen wir uns so fühlen, daß wir in sie hineingehen. Und wie sich die Wesen des mineralischen, des pflanzlichen, des tierischen Reiches von uns wahrnehmen lassen, so müssen wir uns wahrnehmen lassen von den Wesen der höheren Hierarchien; das heißt, wir werden objektive Wahrnehmungsgegenstände, Wahrnehmungswesen für die Wesen der höheren Hierarchien. Ich möchte sagen: wie die verschiedenen Tiere für uns ausgebreitet sind da draußen im Raum, so daß wir sie anschauen können, so werden wir angeschaut von den Wesen der höheren Hierarchien. Die schauen auf uns herunter. Und daß sie uns anschauen, das erleben wir; darin besteht eigentlich die Wahrnehmung der höheren Wesenheiten. Man müßte also immer sagen — nicht: Ich nehme einen Engel wahr — denn das entspricht nicht ganz genau dem Erleben —, sondern man müßte sagen: Ich spüre, ich empfinde, daß ich von einem Engel wahrgenommen werde.

[ 5 ] Dieses Erleben, das ist dasjenige, was wir genau ins Auge fassen müssen, wenn wir von den Welten sprechen, die jenseits der Schwelle der geistigen Welt liegen. Die Sprache, die gewöhnliche Volkssprache hat da oftmals treffende Ausdrücke, die sie, ich möchte sagen, mitten hineinmischt in das Alltagsleben. Wenn aufmerksam gemacht wird durch die Volkssprache, daß wir, was wir auch immer tun, beobachtet werden — entweder, wie man nach dem neueren Bewußtsein sagt; von Gott selber, oder wie man früher gesagt haben würde: von einem Wesen der nächsthöheren Hierarchie —, wie es etwa in dem schönen Volkssprichwort zum Ausdrucke kommt:

[ 5 ] Dieses Erleben, das ist dasjenige, was wir genau ins Auge fassen müssen, wenn wir von den Welten sprechen, die jenseits der Schwelle der geistigen Welt liegen. Die Sprache, die gewöhnliche Volkssprache hat da oftmals treffende Ausdrücke, die sie, ich möchte sagen, mitten hineinmischt in das Alltagsleben. Wenn aufmerksam gemacht wird durch die Volkssprache, daß wir, was wir auch immer tun, beobachtet werden — entweder, wie man nach dem neueren Bewußtsein sagt; von Gott selber, oder wie man früher gesagt haben würde: von einem Wesen der nächsthöheren Hierarchie —, wie es etwa in dem schönen Volkssprichwort zum Ausdrucke kommt:

Wo ich bin und was ich tu,
sieht mir Gott, mein Vater zu,

Wo ich bin und was ich tu,
sieht mir Gott, mein Vater zu,

[ 6 ] so ist es in der Tat ein treffender Ausdruck für den Tatbestand, den die Geisteswissenschaft entdeckt. Und so könnte man, wenn man die Volkssprache absuchen würde gerade nach älteren Ausdrücken, schon aus dem Vorhandensein solcher Ausdrücke den unwiderlegbaren Schluß ziehen, daß man in früheren Zeiten mehr gewußt hat, aus einem naiven, ursprünglich elementaren Schauen heraus, von dem, was wirklich der Fall ist mit Bezug auf das Angeschautwerden des Menschen durch die Wesenheiten der höheren Welten, als heute in unserem materialistischen Zeitalter der Mensch von diesem Tatbestande weiß.

[ 6 ] so ist es in der Tat ein treffender Ausdruck für den Tatbestand, den die Geisteswissenschaft entdeckt. Und so könnte man, wenn man die Volkssprache absuchen würde gerade nach älteren Ausdrücken, schon aus dem Vorhandensein solcher Ausdrücke den unwiderlegbaren Schluß ziehen, daß man in früheren Zeiten mehr gewußt hat, aus einem naiven, ursprünglich elementaren Schauen heraus, von dem, was wirklich der Fall ist mit Bezug auf das Angeschautwerden des Menschen durch die Wesenheiten der höheren Welten, als heute in unserem materialistischen Zeitalter der Mensch von diesem Tatbestande weiß.

[ 7 ] Nun liegt es nahe, zu fragen, wie das mehr im Konkreten beschaffen ist, wenn uns Wesenheiten der höheren Hierarchien zuschauen, und da ist es doch ganz interessant, einmal gerade über diesen Gegenstand eine, wenn auch vielleicht etwas abliegende Betrachtung anzustellen. Sie werden morgen sehen, daß wir gerade von dieser etwas abliegenden Betrachtung zu einem sehr nahe liegenden Gegenstand aufsteigen werden, und so müssen Sie schon verzeihen, wenn heute eine etwas abseits liegende Betrachtung angestellt wird.

[ 7 ] Nun liegt es nahe, zu fragen, wie das mehr im Konkreten beschaffen ist, wenn uns Wesenheiten der höheren Hierarchien zuschauen, und da ist es doch ganz interessant, einmal gerade über diesen Gegenstand eine, wenn auch vielleicht etwas abliegende Betrachtung anzustellen. Sie werden morgen sehen, daß wir gerade von dieser etwas abliegenden Betrachtung zu einem sehr nahe liegenden Gegenstand aufsteigen werden, und so müssen Sie schon verzeihen, wenn heute eine etwas abseits liegende Betrachtung angestellt wird.

[ 8 ] Außer dem, was ich eben gesagt habe, möchte ich noch an etwas anderes erinnern, das auch schon öfter auseinandergesetzt worden ist. Wir Menschen haben als eine wichtige Seelenfähigkeit während unseres Lebens zwischen Geburt und Tod in uns ja das Gedächtnis, und ich habe öfter darauf aufmerksam gemacht, was alles an dem Gedächtnisse hängt. In dem Augenblicke, wo das Gedächtnis für unsere Erinnerungen durchbrochen sein würde, würde überhaupt unser ganzes zusammenhängendes Ich gestört sein. Der fortgehende Faden unseres Ich würde abreißen. Solche Menschen — ich habe öfter darauf aufmerksam gemacht —, bei denen das stattfindet, kommen in sehr unglückliche Lebenslagen. So kann es vorkommen, daß jemand plötzlich durch irgendwelche elementaren Einflüsse den Faden seines Gedächtnisses abgerissen bekommt. Das kann stattfinden, ohne daß dabei der Verstand oder die Urteilskraft im allergeringsten Maße leiden; die können ganz erhalten bleiben. Und so kann es dann eintreten, daß ein solcher Mensch, da er nun nicht mehr weiß, wer er gestern gewesen ist, den Zusammenhang nicht mehr hat mit seinen Erlebnissen von gestern, vorgestern und so weiter, aber aus dem ganz intakt gebliebenen Verstande heraus nach Basel fährt, sich dort weiter ein Billett nimmt, sich in den Zug setzt und — nun, jetzt würde es jaschwierig sein, aber die Dinge sind schon vorgekommen — plötzlich in Bombay wieder entdeckt, wer er eigentlich ist. Zwischendurch hat er alles, was notwendig war, um die Reise zu bewerkstelligen von irgendeinem Ort nach dem anderen, selbst nach dem Ort eines fernen Weltteiles, ganz gescheit gemacht. Ihm fehlte ja nicht der Verstand, noch die richtige Urteilskraft, sondern ihm fehlte nur der Zusammenhang seines Gedächtnisses. — Solche Krankheitsfälle sind viele, viele vorgekommen. Ich habe es selbst bei einem mir bekannten Manne erlebt, wie der eines Tages sein Gedächtnis abgerissen bekommen hat und weit herumgereist ist in der Welt, dann sich in einer mitteleuropäischen Stadt wiederum fand, nachdem er sich dort, noch mit abgerissenem Gedächtnis, gemeldet hatte in einem Asyl für Obdachlose. Erst nach drei Wochen kam er wieder zu sich, nachdem sein Gedächtnis wieder eingesetzt hatte.

[ 8 ] Außer dem, was ich eben gesagt habe, möchte ich noch an etwas anderes erinnern, das auch schon öfter auseinandergesetzt worden ist. Wir Menschen haben als eine wichtige Seelenfähigkeit während unseres Lebens zwischen Geburt und Tod in uns ja das Gedächtnis, und ich habe öfter darauf aufmerksam gemacht, was alles an dem Gedächtnisse hängt. In dem Augenblicke, wo das Gedächtnis für unsere Erinnerungen durchbrochen sein würde, würde überhaupt unser ganzes zusammenhängendes Ich gestört sein. Der fortgehende Faden unseres Ich würde abreißen. Solche Menschen — ich habe öfter darauf aufmerksam gemacht —, bei denen das stattfindet, kommen in sehr unglückliche Lebenslagen. So kann es vorkommen, daß jemand plötzlich durch irgendwelche elementaren Einflüsse den Faden seines Gedächtnisses abgerissen bekommt. Das kann stattfinden, ohne daß dabei der Verstand oder die Urteilskraft im allergeringsten Maße leiden; die können ganz erhalten bleiben. Und so kann es dann eintreten, daß ein solcher Mensch, da er nun nicht mehr weiß, wer er gestern gewesen ist, den Zusammenhang nicht mehr hat mit seinen Erlebnissen von gestern, vorgestern und so weiter, aber aus dem ganz intakt gebliebenen Verstande heraus nach Basel fährt, sich dort weiter ein Billett nimmt, sich in den Zug setzt und — nun, jetzt würde es jaschwierig sein, aber die Dinge sind schon vorgekommen — plötzlich in Bombay wieder entdeckt, wer er eigentlich ist. Zwischendurch hat er alles, was notwendig war, um die Reise zu bewerkstelligen von irgendeinem Ort nach dem anderen, selbst nach dem Ort eines fernen Weltteiles, ganz gescheit gemacht. Ihm fehlte ja nicht der Verstand, noch die richtige Urteilskraft, sondern ihm fehlte nur der Zusammenhang seines Gedächtnisses. — Solche Krankheitsfälle sind viele, viele vorgekommen. Ich habe es selbst bei einem mir bekannten Manne erlebt, wie der eines Tages sein Gedächtnis abgerissen bekommen hat und weit herumgereist ist in der Welt, dann sich in einer mitteleuropäischen Stadt wiederum fand, nachdem er sich dort, noch mit abgerissenem Gedächtnis, gemeldet hatte in einem Asyl für Obdachlose. Erst nach drei Wochen kam er wieder zu sich, nachdem sein Gedächtnis wieder eingesetzt hatte.

[ 9 ] Diese Kraft des Gedächtnisses, diese Möglichkeit des Zusammenhaltens unserer Erlebnisse, die gehört zu dem Wichtigsten, was wir haben auf dem physischen Plane. Sie verwandelt sich, diese Kraft des Gedächtnisses, in dem Augenblicke, wo wir entweder die Pforte der Initiation durchschreiten, oder aber wo wir durch den physischen Tod hindurchgehen. Ich will nur von dem letzteren Falle sprechen.

[ 9 ] Diese Kraft des Gedächtnisses, diese Möglichkeit des Zusammenhaltens unserer Erlebnisse, die gehört zu dem Wichtigsten, was wir haben auf dem physischen Plane. Sie verwandelt sich, diese Kraft des Gedächtnisses, in dem Augenblicke, wo wir entweder die Pforte der Initiation durchschreiten, oder aber wo wir durch den physischen Tod hindurchgehen. Ich will nur von dem letzteren Falle sprechen.

[ 10 ] Wenn wir durch den physischen Tod hindurchgehen, so brauchen wir nicht mehr ein solches Gedächtnis, wie wir es in der physischen Welt hatten, denn wir sehen da dasjenige, was stehen geblieben ist von den Ereignissen, was sich eingeschrieben hat in die Akasha-Chronik der Welt. Wir brauchen nur hinzuschauen auf etwas Vergangenes; wir brauchen uns nicht zu erinnern. Aber die Erinnerungskraft ist da; sie verwandelt sich nur in eine andere, in eine aktivere Kraft des inneren Seelenlebens. Die Kraft ist da.

[ 10 ] Wenn wir durch den physischen Tod hindurchgehen, so brauchen wir nicht mehr ein solches Gedächtnis, wie wir es in der physischen Welt hatten, denn wir sehen da dasjenige, was stehen geblieben ist von den Ereignissen, was sich eingeschrieben hat in die Akasha-Chronik der Welt. Wir brauchen nur hinzuschauen auf etwas Vergangenes; wir brauchen uns nicht zu erinnern. Aber die Erinnerungskraft ist da; sie verwandelt sich nur in eine andere, in eine aktivere Kraft des inneren Seelenlebens. Die Kraft ist da.

[ 11 ] Es ist nun viel davon abhängig, daß wir für unser Leben auf dem physischen Plane gerade das Gedächtnis so ausgebildet haben, wie wir es haben in der Zeit zwischen der Geburt und dem Tode. Daß unser Gedächtnis für die gewöhnlichen Verhältnisse des Lebens nicht zurückreicht in Zustände, die wir durchgemacht haben zwischen dem letzten Tode und der diesmaligen Geburt, das ist von einer wesentlichen Bedeutung. Denn nur dadurch kann zustande gebracht werden, daß sich gewisse Kräfte verdichten und durch diese Verdichtung zu den Gedächtniskräften werden, die eben so funktionieren wie unser Gedächtnis zwischen Geburt und Tod.

[ 11 ] Es ist nun viel davon abhängig, daß wir für unser Leben auf dem physischen Plane gerade das Gedächtnis so ausgebildet haben, wie wir es haben in der Zeit zwischen der Geburt und dem Tode. Daß unser Gedächtnis für die gewöhnlichen Verhältnisse des Lebens nicht zurückreicht in Zustände, die wir durchgemacht haben zwischen dem letzten Tode und der diesmaligen Geburt, das ist von einer wesentlichen Bedeutung. Denn nur dadurch kann zustande gebracht werden, daß sich gewisse Kräfte verdichten und durch diese Verdichtung zu den Gedächtniskräften werden, die eben so funktionieren wie unser Gedächtnis zwischen Geburt und Tod.

[ 12 ] Es ist das eine rein menschliche Eigenschaft, daß wir ein solches Gedächtnis haben, das sich im wesentlichen erstreckt auf das Leben zwischen der Geburt und dem Tode. Kein anderes Wesen der Welt hat ein solches Gedächtnis, hat gerade ein solches Gedächtnis, das so wirkt, daß, wenn dieses Wesen zu seiner Verkörperung oder — wie wir bei Engeln sagen müßten — zu seiner Ätherisierung schreitet, das Gedächtnis aufleuchtet und dann bis zu einem anderen Zustande, der bei uns Menschen der Tod ist, bleibt. Andere Wesenheiten anderer Weltordnungen haben eben diese selben Kräfte, die bei uns im Gedächtnisse liegen, in einer ganz anderen Weise ausgebildet.

[ 12 ] Es ist das eine rein menschliche Eigenschaft, daß wir ein solches Gedächtnis haben, das sich im wesentlichen erstreckt auf das Leben zwischen der Geburt und dem Tode. Kein anderes Wesen der Welt hat ein solches Gedächtnis, hat gerade ein solches Gedächtnis, das so wirkt, daß, wenn dieses Wesen zu seiner Verkörperung oder — wie wir bei Engeln sagen müßten — zu seiner Ätherisierung schreitet, das Gedächtnis aufleuchtet und dann bis zu einem anderen Zustande, der bei uns Menschen der Tod ist, bleibt. Andere Wesenheiten anderer Weltordnungen haben eben diese selben Kräfte, die bei uns im Gedächtnisse liegen, in einer ganz anderen Weise ausgebildet.

[ 13 ] Nun ist es außerordentlich interessant, zu beobachten, wie erstens in bezug auf ihre Wahrnehmungsfähigkeit, und zweitens in bezug auf ihr Gedächtnis, uns ungleich sind die Wesenheiten der nächsthöheren Hierarchie, die Wesenheiten der Hierarchie der Angeloi. Diese Angeloi nehmen Verschiedenes wahr von dem, was wir Menschen vollbringen, gewiß auch von dem, was zugrunde liegt unseren Taten und Handlungen auf dem physischen Plan; sie sehen uns an, sie nehmen uns wahr. Wir sind für sie Objekte der Wahrnehmung. Aber unter anderem ist etwas besonders wichtig, was sie an uns wahrnehmen: das ist das ganze Wesen unseres Sprechens.

[ 13 ] Nun ist es außerordentlich interessant, zu beobachten, wie erstens in bezug auf ihre Wahrnehmungsfähigkeit, und zweitens in bezug auf ihr Gedächtnis, uns ungleich sind die Wesenheiten der nächsthöheren Hierarchie, die Wesenheiten der Hierarchie der Angeloi. Diese Angeloi nehmen Verschiedenes wahr von dem, was wir Menschen vollbringen, gewiß auch von dem, was zugrunde liegt unseren Taten und Handlungen auf dem physischen Plan; sie sehen uns an, sie nehmen uns wahr. Wir sind für sie Objekte der Wahrnehmung. Aber unter anderem ist etwas besonders wichtig, was sie an uns wahrnehmen: das ist das ganze Wesen unseres Sprechens.

[ 14 ] Unser Sprechen ist ja gegenüber dem, was wir als Verlauf unseres Denkens, als Verlauf unserer Ideen betrachten, etwas mehr oder weniger recht Unbewußtes. Das Denken verläuft bei uns Menschen in einem gewissen hohen Grade bewußt; das Sprechen ist nicht in demselben Grade bewußt. Es erfordert nur eine ganz geringe Selbstbeobachtung, wenn man wissen will, daß man nicht in demselben Maße bewußt spricht, wie man bewußt denkt. Wollte man so bewußt sprechen, wie man bewußt denkt — Sie können es glauben — man würde etwas ganz Gehöriges zusammenstottern in der Welt. Nur dadurch sprechen wir so geläufig, wie wir sprechen, daß wir nicht immer nachzudenken brauchen, wie wir den einen oder den anderen Buchstaben formen sollen. Müßten wir erst nachdenken — ich will gar nicht einmal sagen bis in den physischen, sondern nur bis in den astralischen Leib herein —, müßten wir darüber nachdenken, was wir da zu tun haben in unserem astralischen Leib, wenn wir ein t oder ein d oder ein h formen sollen, so würden wir nun wahrhaftig jenes geläufige Sprechen, das wir haben, nicht haben können. Gerade dadurch handhaben wir die Sprache als etwas Gewohnheitsmäßiges, daß sich über unsere Sprache unser Bewußtsein nicht in derselben Weise ausgießt, wie über unser Denken, über das es sich wenigstens bis zu einem gewissen Grade ausdehnt. Bis zu einem gewissen Grade, denn vollständig dehnt sich das Bewußtsein auch nicht über unser Denken aus.

[ 14 ] Unser Sprechen ist ja gegenüber dem, was wir als Verlauf unseres Denkens, als Verlauf unserer Ideen betrachten, etwas mehr oder weniger recht Unbewußtes. Das Denken verläuft bei uns Menschen in einem gewissen hohen Grade bewußt; das Sprechen ist nicht in demselben Grade bewußt. Es erfordert nur eine ganz geringe Selbstbeobachtung, wenn man wissen will, daß man nicht in demselben Maße bewußt spricht, wie man bewußt denkt. Wollte man so bewußt sprechen, wie man bewußt denkt — Sie können es glauben — man würde etwas ganz Gehöriges zusammenstottern in der Welt. Nur dadurch sprechen wir so geläufig, wie wir sprechen, daß wir nicht immer nachzudenken brauchen, wie wir den einen oder den anderen Buchstaben formen sollen. Müßten wir erst nachdenken — ich will gar nicht einmal sagen bis in den physischen, sondern nur bis in den astralischen Leib herein —, müßten wir darüber nachdenken, was wir da zu tun haben in unserem astralischen Leib, wenn wir ein t oder ein d oder ein h formen sollen, so würden wir nun wahrhaftig jenes geläufige Sprechen, das wir haben, nicht haben können. Gerade dadurch handhaben wir die Sprache als etwas Gewohnheitsmäßiges, daß sich über unsere Sprache unser Bewußtsein nicht in derselben Weise ausgießt, wie über unser Denken, über das es sich wenigstens bis zu einem gewissen Grade ausdehnt. Bis zu einem gewissen Grade, denn vollständig dehnt sich das Bewußtsein auch nicht über unser Denken aus.

[ 15 ] Nun leben wir aber eigentlich in der Welt gerade durch unsere Sprache etwas dar. Wir Menschen beachten das nur nicht. Aber denken Sie sich einmal, Sie könnten sich in irgendein Häuschen zurückziehen, in dem Sie einen Apparat hätten, durch den Sie alles, was von den Menschen auf der Erde an einem Tage gesprochen wird, wahrnehmen könnten; und damit Sie das besser könnten, nehmen wir an, es würde das Häuschen so eingerichtet sein, daß Sie nicht gestört werden durch Wahrnehmungen von etwas anderem. Also irgendeinen Apparat hätten Sie da, der Ihnen nur alles das, was auf Erden gesprochen würde, vermittelte. Sie würden also ganz nur in dem leben, was auf der Erde gesprochen wird.

[ 15 ] Nun leben wir aber eigentlich in der Welt gerade durch unsere Sprache etwas dar. Wir Menschen beachten das nur nicht. Aber denken Sie sich einmal, Sie könnten sich in irgendein Häuschen zurückziehen, in dem Sie einen Apparat hätten, durch den Sie alles, was von den Menschen auf der Erde an einem Tage gesprochen wird, wahrnehmen könnten; und damit Sie das besser könnten, nehmen wir an, es würde das Häuschen so eingerichtet sein, daß Sie nicht gestört werden durch Wahrnehmungen von etwas anderem. Also irgendeinen Apparat hätten Sie da, der Ihnen nur alles das, was auf Erden gesprochen würde, vermittelte. Sie würden also ganz nur in dem leben, was auf der Erde gesprochen wird.

[ 16 ] Vergleichen Sie das mit Ihrer Umwelt, die Sie haben als Mensch. Da haben Sie die Wesen des mineralischen, des pflanzlichen und des tierischen Reiches: das ist Ihre reale Welt. Wenn Sie so, wie ich gesagt habe, in Ihrem Häuschen sitzen würden, so würde alles das, was da gesprochen wird, Ihre Welt sein; das würde das Reich sein, das um Sie herum sich ausbreitet.

[ 16 ] Vergleichen Sie das mit Ihrer Umwelt, die Sie haben als Mensch. Da haben Sie die Wesen des mineralischen, des pflanzlichen und des tierischen Reiches: das ist Ihre reale Welt. Wenn Sie so, wie ich gesagt habe, in Ihrem Häuschen sitzen würden, so würde alles das, was da gesprochen wird, Ihre Welt sein; das würde das Reich sein, das um Sie herum sich ausbreitet.

[ 17 ] Es gehört eigentlich gar nicht so viel dazu, sich durch okkulte Entwickelung in diesem Reiche darinnen zu fühlen, das dann allerdings kein Häuschen, sondern ein geistiger Entwickelungszustand ist. Man fühlt sich dann so darinnen, daß man weiß: man ist jetzt in einer Region, wo — ich möchte sagen, mit Ausschluß desjenigen, was die Menschen auf dem physischen Plane in ihre Worte durch ihre oft recht vertrackten Begriffe hineinlegen, mit Ausschluß also der Begriffswelt — die Engel zuhören, wie die Menschen sprechen. Also man ist in einer Welt, wo man weiß: Jetzt hören die Engel zu bei allem, was die Menschen sprechen.

[ 17 ] Es gehört eigentlich gar nicht so viel dazu, sich durch okkulte Entwickelung in diesem Reiche darinnen zu fühlen, das dann allerdings kein Häuschen, sondern ein geistiger Entwickelungszustand ist. Man fühlt sich dann so darinnen, daß man weiß: man ist jetzt in einer Region, wo — ich möchte sagen, mit Ausschluß desjenigen, was die Menschen auf dem physischen Plane in ihre Worte durch ihre oft recht vertrackten Begriffe hineinlegen, mit Ausschluß also der Begriffswelt — die Engel zuhören, wie die Menschen sprechen. Also man ist in einer Welt, wo man weiß: Jetzt hören die Engel zu bei allem, was die Menschen sprechen.

[ 18 ] Das ist durchaus ein reales Erlebnis; es wird nur nicht gehörig beachtet von denjenigen, die eine okkulte Entwickelung durchmachen, weil sehr bald also zuerst der Zustand eintritt, daß man wie betäubt ist von dem, was da durcheinander geschnattert wird. Das verursacht, ich möchte sagen, eine Art von Lähmung; dadurch wird es zu wenig beobachtet. Es kommt aber darauf an, daß man sich entsprechend innerlich wieder verstärkt, und dann kommt man zur Wahrnehmung von etwas ganz anderem. Man überhört all das Geschnatter und nimmt etwas ganz anderes wahr. Man ist dann in der Region, in welcher das Sprechen so gesetzmäßig lebt, wie, sagen wir, die Mineralien gesetzmäßig leben in ihren Naturgesetzen hier auf dem physischen Plan. Man nimmt dann nicht mehr das nutzlose Gerede wahr, sondern man nimmt die Gesetze wahr, nach denen gesprochen wird.

[ 18 ] Das ist durchaus ein reales Erlebnis; es wird nur nicht gehörig beachtet von denjenigen, die eine okkulte Entwickelung durchmachen, weil sehr bald also zuerst der Zustand eintritt, daß man wie betäubt ist von dem, was da durcheinander geschnattert wird. Das verursacht, ich möchte sagen, eine Art von Lähmung; dadurch wird es zu wenig beobachtet. Es kommt aber darauf an, daß man sich entsprechend innerlich wieder verstärkt, und dann kommt man zur Wahrnehmung von etwas ganz anderem. Man überhört all das Geschnatter und nimmt etwas ganz anderes wahr. Man ist dann in der Region, in welcher das Sprechen so gesetzmäßig lebt, wie, sagen wir, die Mineralien gesetzmäßig leben in ihren Naturgesetzen hier auf dem physischen Plan. Man nimmt dann nicht mehr das nutzlose Gerede wahr, sondern man nimmt die Gesetze wahr, nach denen gesprochen wird.

[ 19 ] Nun hat man allerdings gewisse Schwierigkeiten zu überwinden, denn diese Wahrnehmungen reißen alle Augenblicke ab, weil man und jetzt komme ich zu dem anderen — eben das Gedächtnis der Wesenheiten aus der Hierarchie der Angeloi haben müßte, wenn man die Gesetzmäßigkeit, die da herrscht in der Welt, von der ich eben gesprochen habe, wahrnehmen wollte. Würde man nämlich hinuntersteigen in die Welt, über der wir stehen, und die wir kennen als die mineralische Welt, wo wir nur die Gesetzmäßigkeit haben, würden wir da hineinsteigen, so würden wir in der mineralischen Welt zunächst gerade so betäubt sein, wie wir betäubt sind, wenn wir all das Durcheinandersprechen der Erdenmenschheit hören. Aber wir sind schon durch unsere menschliche Entwickelung über diesen Betäubungszustand hinaus; wir nehmen nur die Gesetzmäßigkeit der mineralischen Welt wahr. So würden wir auch die Gesetzmäßigkeit des Sprechens wahrnehmen, aber es gehört das Gedächtnis der Wesenheiten aus der Hierarchie der Angeloi dazu. Und da kann man nun in einer wirklich sehr anschaulichen Weise erleben, wie das Verhältnis, ich möchte sagen, einer Weltschicht zu einer anderen Weltschicht ist.

[ 19 ] Nun hat man allerdings gewisse Schwierigkeiten zu überwinden, denn diese Wahrnehmungen reißen alle Augenblicke ab, weil man und jetzt komme ich zu dem anderen — eben das Gedächtnis der Wesenheiten aus der Hierarchie der Angeloi haben müßte, wenn man die Gesetzmäßigkeit, die da herrscht in der Welt, von der ich eben gesprochen habe, wahrnehmen wollte. Würde man nämlich hinuntersteigen in die Welt, über der wir stehen, und die wir kennen als die mineralische Welt, wo wir nur die Gesetzmäßigkeit haben, würden wir da hineinsteigen, so würden wir in der mineralischen Welt zunächst gerade so betäubt sein, wie wir betäubt sind, wenn wir all das Durcheinandersprechen der Erdenmenschheit hören. Aber wir sind schon durch unsere menschliche Entwickelung über diesen Betäubungszustand hinaus; wir nehmen nur die Gesetzmäßigkeit der mineralischen Welt wahr. So würden wir auch die Gesetzmäßigkeit des Sprechens wahrnehmen, aber es gehört das Gedächtnis der Wesenheiten aus der Hierarchie der Angeloi dazu. Und da kann man nun in einer wirklich sehr anschaulichen Weise erleben, wie das Verhältnis, ich möchte sagen, einer Weltschicht zu einer anderen Weltschicht ist.

[ 20 ] Das ist ja eigentlich das Wesentliche beim Wahrnehmen höherer Welten, daß, wenn man aus einer Weltschicht in eine andere Weltschicht kommt, man in ganz andere Verhältnisse sich versetzt fühlt, in ganz andere innerliche Gesetze. Das ist das Wesentliche, daß man, wenn man von einer Welt in eine andere übergeht, sich sagt: es ist nicht nur so, daß man in verschiedene Regionen einer und derselben Welt kommt, sondern man kommt in eine andere Welt hinein auf diese Weise, daß man sich versetzt in die Region, wo die Engel beobachten die Gesetzmäßigkeit der menschlichen Sprache auf der Erde. Man kommt in eine Region hinein, wo ganz andere Zeitbegriffe, möchte ich sagen, herrschen, als in unserer physischen Welt, in eine Region, in der deshalb auch ein längerer Gedächtnisfaden notwendig ist.

[ 20 ] Das ist ja eigentlich das Wesentliche beim Wahrnehmen höherer Welten, daß, wenn man aus einer Weltschicht in eine andere Weltschicht kommt, man in ganz andere Verhältnisse sich versetzt fühlt, in ganz andere innerliche Gesetze. Das ist das Wesentliche, daß man, wenn man von einer Welt in eine andere übergeht, sich sagt: es ist nicht nur so, daß man in verschiedene Regionen einer und derselben Welt kommt, sondern man kommt in eine andere Welt hinein auf diese Weise, daß man sich versetzt in die Region, wo die Engel beobachten die Gesetzmäßigkeit der menschlichen Sprache auf der Erde. Man kommt in eine Region hinein, wo ganz andere Zeitbegriffe, möchte ich sagen, herrschen, als in unserer physischen Welt, in eine Region, in der deshalb auch ein längerer Gedächtnisfaden notwendig ist.

[ 21 ] Und da kommt man nun darauf, ich möchte sagen, von der anderen Seite des Lebens her etwas zu entdecken, was von der physischen Seite her im Laufe des 19. Jahrhunderts einigen Leuten, zum Beispiel Jakob Grimm klar geworden ist: nämlich gewisse Gesetzmäßigkeiten in der Fortentwickelung der menschlichen Sprache. Zu außerordentlich interessanten Einblicken in den inneren gesetzmäßigen Gang des Weltenalls kommt man auf diese Weise.

[ 21 ] Und da kommt man nun darauf, ich möchte sagen, von der anderen Seite des Lebens her etwas zu entdecken, was von der physischen Seite her im Laufe des 19. Jahrhunderts einigen Leuten, zum Beispiel Jakob Grimm klar geworden ist: nämlich gewisse Gesetzmäßigkeiten in der Fortentwickelung der menschlichen Sprache. Zu außerordentlich interessanten Einblicken in den inneren gesetzmäßigen Gang des Weltenalls kommt man auf diese Weise.

[ 22 ] Sehen Sie, wenn man als Mensch spricht, so achtet man ja nicht und das liegt wiederum in dem unbewußten Charakter des Sprechens — auf die innere Kraft eines Buchstabens, eines Lautes, sondern diese innere Kraft, das Spiel der inneren Kräfte des Buchstabens, des Lautes, spielt sich im Unterbewußten ab, und man ist als Mensch mit seinem Bewußtsein außerhalb dieser Region, in der das, was für uns unterbewußt ist im Sprechen, bewußt ist. Für die Region der Angeloi ist das aber bewußt. Nehmen wir einmal an, zum Beispiel, wir sprechen irgendein Wort aus, in dem der Laut \(s\), oder auch das englische \(th\), was lautlich gleichwertig ist mit unserem \(s\), eine wichtige Rolle spielt. Nicht wahr, wir mit unserem menschlichen Bewußtsein denken, wenn wir ein solches Wort aussprechen, in dem das \(s\) oder ein \(th\) eine wichtige Rolle spielt, nicht an die kosmischen Kräfte, welche in dem \(s\) oder \(th\) liegen, sondern wir denken an den Begriff, der sich in diesem Zusammenhang, in dem der Laut drinnen ist, ausspricht, weil wir mit unserem Bewußtsein nicht in der Region sind, wo der Laut \(s\) eine innere Wesenheit entwickelt. Für uns liegt der Laut außerhalb unseres Bewußstseins, ist kein unmittelbares Erleben; für das Bewußtsein der Angeloi ist der Laut aber unmittelbares Erleben. Der Engel erlebt in der Kraft des Lautes etwas ganz Besonderes.

[ 22 ] Sehen Sie, wenn man als Mensch spricht, so achtet man ja nicht und das liegt wiederum in dem unbewußten Charakter des Sprechens — auf die innere Kraft eines Buchstabens, eines Lautes, sondern diese innere Kraft, das Spiel der inneren Kräfte des Buchstabens, des Lautes, spielt sich im Unterbewußten ab, und man ist als Mensch mit seinem Bewußtsein außerhalb dieser Region, in der das, was für uns unterbewußt ist im Sprechen, bewußt ist. Für die Region der Angeloi ist das aber bewußt. Nehmen wir einmal an, zum Beispiel, wir sprechen irgendein Wort aus, in dem der Laut \(s\), oder auch das englische \(th\), was lautlich gleichwertig ist mit unserem \(s\), eine wichtige Rolle spielt. Nicht wahr, wir mit unserem menschlichen Bewußtsein denken, wenn wir ein solches Wort aussprechen, in dem das \(s\) oder ein \(th\) eine wichtige Rolle spielt, nicht an die kosmischen Kräfte, welche in dem \(s\) oder \(th\) liegen, sondern wir denken an den Begriff, der sich in diesem Zusammenhang, in dem der Laut drinnen ist, ausspricht, weil wir mit unserem Bewußtsein nicht in der Region sind, wo der Laut \(s\) eine innere Wesenheit entwickelt. Für uns liegt der Laut außerhalb unseres Bewußstseins, ist kein unmittelbares Erleben; für das Bewußtsein der Angeloi ist der Laut aber unmittelbares Erleben. Der Engel erlebt in der Kraft des Lautes etwas ganz Besonderes.

[ 23 ] Nun, wir mit unserem physischen Bewußtsein haben ein solches Wort vor uns, welches, ich will sagen, als einen wichtigen Bestandteil diesen Laut \(s\), \(ss\) oder \(th\) hat; das Wesen aus der Hierarchie der Angeloi, indem es diesen Laut von einem Menschen ausgesprochen empfindet, erinnert sich mit seinem weitergehenden Gedächtnis an frühere Zustände des menschlichen Sprechens, an weit zurückliegende Zeiten, und es muß zusammenbringen diesen Laut, der in diesem Worte ist, mit dem Laute, aus dem er geworden ist. Und da erinnert sich bei einem \(s\) oder \(th\) ein solches Bewußtsein dieses Wesens aus der Hierarchie der Angeloi sofort an ein \(t\); das heißt: es hat einmal eine Zeit gegeben, wo das \(th\) oder das \(s\) ein \(t\) war; und es hat eine noch frühere Zeit gegeben, in der das \(t\) ein \(d\) war.

[ 23 ] Nun, wir mit unserem physischen Bewußtsein haben ein solches Wort vor uns, welches, ich will sagen, als einen wichtigen Bestandteil diesen Laut \(s\), \(ss\) oder \(th\) hat; das Wesen aus der Hierarchie der Angeloi, indem es diesen Laut von einem Menschen ausgesprochen empfindet, erinnert sich mit seinem weitergehenden Gedächtnis an frühere Zustände des menschlichen Sprechens, an weit zurückliegende Zeiten, und es muß zusammenbringen diesen Laut, der in diesem Worte ist, mit dem Laute, aus dem er geworden ist. Und da erinnert sich bei einem \(s\) oder \(th\) ein solches Bewußtsein dieses Wesens aus der Hierarchie der Angeloi sofort an ein \(t\); das heißt: es hat einmal eine Zeit gegeben, wo das \(th\) oder das \(s\) ein \(t\) war; und es hat eine noch frühere Zeit gegeben, in der das \(t\) ein \(d\) war.

[ 24 ] Stellen Sie sich nun ein solches Gedächtnis einmal vor. Also ich sagte: ein Engel hört ein Wort, in dem ein \(s\) oder ein \(th\) ist; jetzt erinnert er sich sofort an die Form des Wortes, die einmal da war, bei der also an der Stelle, wo jetzt das \(s\) oder \(th\) steht, ein \(t\) gestanden hat; und ferner erinnert er sich, daß in noch früheren Zeiten an derselben Stelle ein \(d\) gestanden hart.

[ 24 ] Stellen Sie sich nun ein solches Gedächtnis einmal vor. Also ich sagte: ein Engel hört ein Wort, in dem ein \(s\) oder ein \(th\) ist; jetzt erinnert er sich sofort an die Form des Wortes, die einmal da war, bei der also an der Stelle, wo jetzt das \(s\) oder \(th\) steht, ein \(t\) gestanden hat; und ferner erinnert er sich, daß in noch früheren Zeiten an derselben Stelle ein \(d\) gestanden hart.

[ 25 ] Dies kommt aus einer ganz bestimmten Tatsache heraus, aus der Tatsache, daß solche Umformungen, solche Transformationen der Laute nach einem ganz bestimmten Gesetze vor sich gehen, daß der Laut fortschreitet, und zwar so fortschreitet, daß er seine Kraft zuerst vorzugsweise heraus entwickelt aus dem Astralischen.

[ 25 ] Dies kommt aus einer ganz bestimmten Tatsache heraus, aus der Tatsache, daß solche Umformungen, solche Transformationen der Laute nach einem ganz bestimmten Gesetze vor sich gehen, daß der Laut fortschreitet, und zwar so fortschreitet, daß er seine Kraft zuerst vorzugsweise heraus entwickelt aus dem Astralischen.

[ 26 ] Nun hat er die folgende Tendenz: wenn er eine Zeitlang so gelebt hat in dem Worte, daß er sich aus dem Astralischen heraus entwikkelt hat, das heißt, wenn der Mensch hauptsächlich sein Astralisches angestrengt hat oder anstrengt, um einen Laut hervorzubringen, so gibt es in der späteren Zeit Menschen, welche nicht mehr das Astralische, sondern vorzugsweise das Ätherische anstrengen an derselben Stelle, so daß der Laut gleichsam im Ätherischen zunächst veranlagt wird. Und wenn nun wiederum eine Zeit vergangen ist, wo der Mensch darinnen gelebt hat, im Ätherischen den Laut anzulegen, so kommt er dazu, ihn mehr in das Physische hinunter zu versetzen, ihn im Physischen anzulegen.

[ 26 ] Nun hat er die folgende Tendenz: wenn er eine Zeitlang so gelebt hat in dem Worte, daß er sich aus dem Astralischen heraus entwikkelt hat, das heißt, wenn der Mensch hauptsächlich sein Astralisches angestrengt hat oder anstrengt, um einen Laut hervorzubringen, so gibt es in der späteren Zeit Menschen, welche nicht mehr das Astralische, sondern vorzugsweise das Ätherische anstrengen an derselben Stelle, so daß der Laut gleichsam im Ätherischen zunächst veranlagt wird. Und wenn nun wiederum eine Zeit vergangen ist, wo der Mensch darinnen gelebt hat, im Ätherischen den Laut anzulegen, so kommt er dazu, ihn mehr in das Physische hinunter zu versetzen, ihn im Physischen anzulegen.

[ 27 ] Dieses ist sehr regelmäßig: Wenn zum Beispiel hingeschaut wird auf irgendein Wort, das in einer Zeit so gesprochen wird, daß ein Laut, ein hauptsächlicher Laut in dem Worte im Ätherischen veranlagt wird, dann kann man in späterer Zeit finden — ganz abgesehen von der Bedeutung, denn das Wort kann selbst seine Bedeutung ändern —, daß in demselben Wort später der Laut im Physischen veranlagt wird, und noch später wiederum im Astralischen; noch später würde er wieder veranlagt werden im Ätherischen.

[ 27 ] Dieses ist sehr regelmäßig: Wenn zum Beispiel hingeschaut wird auf irgendein Wort, das in einer Zeit so gesprochen wird, daß ein Laut, ein hauptsächlicher Laut in dem Worte im Ätherischen veranlagt wird, dann kann man in späterer Zeit finden — ganz abgesehen von der Bedeutung, denn das Wort kann selbst seine Bedeutung ändern —, daß in demselben Wort später der Laut im Physischen veranlagt wird, und noch später wiederum im Astralischen; noch später würde er wieder veranlagt werden im Ätherischen.

[ 28 ] Die Laute haben eine Tendenz fortzuschreiten im Laufe der Entwickelung. Und so wie wir beobachten das Fortschreiten der Pflanzenwelt von dem grünenden Blatt im Frühling bis zu dem Heraufkommen der Blüte, zu dem Entwickeln der Früchte, und wiederum zu dem Verfall, so beobachtet das Wesen aus der Hierarchie der Angeloi das Fortschreiten der Laute in dem Reiche, das ich Ihnen ja charakterisiert habe als das Reich der Sprache. Sie sind, ich möchte sagen, verschieden hineinpostiert in die Sprache, in das Sprachreich. Vor irgendeinem Laut, der einmal im Astralischen darinnen postiert ist, findet das Wesen aus der Hierarchie der Angeloi nach einiger Zeit, daß dieser Laut durchaus im Ätherischen erscheint, und nach einiger Zeit wieder im Physischen. Wenn es einen Laut zu irgendeiner Zeit im Physischen beobachtet: nach einiger Zeit ist er im Astralischen darinnen. So daß wirklich eine rhythmische Bewegung in der Lautentwickelung zu beobachten ist, wenn man das Reich der Sprache ins Auge faßt; eine rhythmische Bewegung geht so herum (siehe Zeichnung). Dies ist das Tieferliegende für das Gesetz der Lautverschiebung, das wohl einige von Ihnen kennen werden, das Jakob Grimm im 19. Jahrhundert in seiner Art, von einem mehr materialistischen Standpunkte aus, charakterisiert hat.

[ 28 ] Die Laute haben eine Tendenz fortzuschreiten im Laufe der Entwickelung. Und so wie wir beobachten das Fortschreiten der Pflanzenwelt von dem grünenden Blatt im Frühling bis zu dem Heraufkommen der Blüte, zu dem Entwickeln der Früchte, und wiederum zu dem Verfall, so beobachtet das Wesen aus der Hierarchie der Angeloi das Fortschreiten der Laute in dem Reiche, das ich Ihnen ja charakterisiert habe als das Reich der Sprache. Sie sind, ich möchte sagen, verschieden hineinpostiert in die Sprache, in das Sprachreich. Vor irgendeinem Laut, der einmal im Astralischen darinnen postiert ist, findet das Wesen aus der Hierarchie der Angeloi nach einiger Zeit, daß dieser Laut durchaus im Ätherischen erscheint, und nach einiger Zeit wieder im Physischen. Wenn es einen Laut zu irgendeiner Zeit im Physischen beobachtet: nach einiger Zeit ist er im Astralischen darinnen. So daß wirklich eine rhythmische Bewegung in der Lautentwickelung zu beobachten ist, wenn man das Reich der Sprache ins Auge faßt; eine rhythmische Bewegung geht so herum (siehe Zeichnung). Dies ist das Tieferliegende für das Gesetz der Lautverschiebung, das wohl einige von Ihnen kennen werden, das Jakob Grimm im 19. Jahrhundert in seiner Art, von einem mehr materialistischen Standpunkte aus, charakterisiert hat.

Diagram 1Diagram 1

[ 29 ] Wenn wir gerade dieses Beispiel nehmen — die Umbildung des \(d\) in das \(t\), dann in das \(s\), das denselben Wert hat wie das \(th\) —, wenn wir dieses Beispiel nehmen, so sehen wir, daß das \(d\) dadurch hervorgerufen wird, daß sich der ganze Mensch mit all seinen vier Gliedern gewissermaßen einen Schwerpunkt schafft im Astralischen: dadurch bringt er das \(d\) hervor. Das \(t\) bringt er hervor dadurch, daß er sich einen Schwerpunkt schafft im Ätherischen. Das \(s \)oder \(th\) bringt er hervor, indem er sich einen Schwerpunkt verschafft im Physischen.

[ 29 ] Wenn wir gerade dieses Beispiel nehmen — die Umbildung des \(d\) in das \(t\), dann in das \(s\), das denselben Wert hat wie das \(th\) —, wenn wir dieses Beispiel nehmen, so sehen wir, daß das \(d\) dadurch hervorgerufen wird, daß sich der ganze Mensch mit all seinen vier Gliedern gewissermaßen einen Schwerpunkt schafft im Astralischen: dadurch bringt er das \(d\) hervor. Das \(t\) bringt er hervor dadurch, daß er sich einen Schwerpunkt schafft im Ätherischen. Das \(s \)oder \(th\) bringt er hervor, indem er sich einen Schwerpunkt verschafft im Physischen.

[ 30 ] Sie sehen, was an Interessantem zugrunde liegt einem solchen Fortschreiten, einer solchen Wandelung eines Wortes durch die Zeiten hindurch. Ich möchte dies einmal an einem naheliegenden Beispiel zeigen. Nehmen wir zum Beispiel das Wort: \(ϑήρ\), dius, Tier. Das ist dasselbe Wort, nur zu verschiedenen Zeiten. Hier (griechisch) haben wir das Wort mit einem \(th\) \((ϑήρ)\); das würde dasselbe sein \((ϑ)\) wie unser \(s\), dasselbe wie das englische \(th\). Die Weiterentwickelung fände so statt, daß es die Tendenz hat, hier herüber zu gehen (gotisch): es würde aus dem \(th\) ein \(d\) werden; und wenn es sich weiter entwickelt, würde aus dem \(d\) ein \(t\) werden: es geht in das Ätherische hinein. Nun haben wir hier in der Tat \(ϑήρ\) (griechisch); ‚hier haben wir «dius» (gotisch) und hier haben wir «Tier» (deutsch). So ist das Wort im Griechischen \((ϑήρ)\), so ist das Wort im Gotischen (dius), so ist das Wort im Deutschen (Tier). Das ist dasselbe Wort, ganz dasselbe Wort. Im Griechischen lag es seinem Schwerpunkte nach im Physischen. Es hatte die Tendenz, herüber zu gehen ins Astralische in der nächsten Sprache, im Gotischen; es hatte die Tendenz herüber zu gehen ins Ätherische, wurde zum Worte «Tier» im Deutschen.

[ 30 ] Sie sehen, was an Interessantem zugrunde liegt einem solchen Fortschreiten, einer solchen Wandelung eines Wortes durch die Zeiten hindurch. Ich möchte dies einmal an einem naheliegenden Beispiel zeigen. Nehmen wir zum Beispiel das Wort: \(ϑήρ\), dius, Tier. Das ist dasselbe Wort, nur zu verschiedenen Zeiten. Hier (griechisch) haben wir das Wort mit einem \(th\) \((ϑήρ)\); das würde dasselbe sein \((ϑ)\) wie unser \(s\), dasselbe wie das englische \(th\). Die Weiterentwickelung fände so statt, daß es die Tendenz hat, hier herüber zu gehen (gotisch): es würde aus dem \(th\) ein \(d\) werden; und wenn es sich weiter entwickelt, würde aus dem \(d\) ein \(t\) werden: es geht in das Ätherische hinein. Nun haben wir hier in der Tat \(ϑήρ\) (griechisch); ‚hier haben wir «dius» (gotisch) und hier haben wir «Tier» (deutsch). So ist das Wort im Griechischen \((ϑήρ)\), so ist das Wort im Gotischen (dius), so ist das Wort im Deutschen (Tier). Das ist dasselbe Wort, ganz dasselbe Wort. Im Griechischen lag es seinem Schwerpunkte nach im Physischen. Es hatte die Tendenz, herüber zu gehen ins Astralische in der nächsten Sprache, im Gotischen; es hatte die Tendenz herüber zu gehen ins Ätherische, wurde zum Worte «Tier» im Deutschen.

Diagram 1Diagram 1

[ 31 ] Nehmen Sie ein anderes Wort, ein anderes Beispiel. Nehmen wir das Griechische ist hier gleichbedeutend mit dem Lateinischen —, nehmen wir zum Beispiel das Wort «decem». Wir haben hier im Lateinischen das Wort im Astralischen. Würde das Wort bis zum Gotischen die Tendenz haben, hier zum Ätherischen herüber zu gehen, so müßte das \(d\) in ein \(t\) sich verwandeln; und «taihun» heißt es auch im Gotischen. Indem es sich aus dem Gotischen ins Deutsche entwickelt, vom Ätherischen ins Physische, würde sich verwandeln das t in z, es würde also lauten im Deutschen «zehn».

[ 31 ] Nehmen Sie ein anderes Wort, ein anderes Beispiel. Nehmen wir das Griechische ist hier gleichbedeutend mit dem Lateinischen —, nehmen wir zum Beispiel das Wort «decem». Wir haben hier im Lateinischen das Wort im Astralischen. Würde das Wort bis zum Gotischen die Tendenz haben, hier zum Ätherischen herüber zu gehen, so müßte das \(d\) in ein \(t\) sich verwandeln; und «taihun» heißt es auch im Gotischen. Indem es sich aus dem Gotischen ins Deutsche entwickelt, vom Ätherischen ins Physische, würde sich verwandeln das t in z, es würde also lauten im Deutschen «zehn».

Diagram 1Diagram 1

[ 32 ] Ein anderes Wort, das übrigens sehr interessant ist: nehmen Sie das griechische Wort «\(ϑάνατος\)». Das würde, da es hier das \(th\) hat, also das Physische vor allem anschlagen. Es würde die Tendenz haben, ins Astralische herüberzugehen und müßte dann im Gotischen die Tendenz haben, weil es astralisch ist, ein \(d\) zu haben. Es heißt auch «dauthus». Und nun müßte es, indem es sich ins Deutsche hin einentwickelt, nach dem Ätherischen gehen, und ein \(t\) haben. Das hat es auch! Es heißt nämlich «Tod».

[ 32 ] Ein anderes Wort, das übrigens sehr interessant ist: nehmen Sie das griechische Wort «\(ϑάνατος\)». Das würde, da es hier das \(th\) hat, also das Physische vor allem anschlagen. Es würde die Tendenz haben, ins Astralische herüberzugehen und müßte dann im Gotischen die Tendenz haben, weil es astralisch ist, ein \(d\) zu haben. Es heißt auch «dauthus». Und nun müßte es, indem es sich ins Deutsche hin einentwickelt, nach dem Ätherischen gehen, und ein \(t\) haben. Das hat es auch! Es heißt nämlich «Tod».

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[ 33 ] Gehen wir nun aus von einem Worte, das hier oben im Ätherischen ist und das im Griechischen ein τ hat: «\(τρεις\)» (treis). Das müßte im Gotischen ein th oder ein s haben. Und das hat es auch, denn es heißt «threis». Hier ist es beim Physischen, nun geht es in das Astralische, und da müßte es ein d haben im Deutschen. Das hat es auch, es heißt: «drei».

[ 33 ] Gehen wir nun aus von einem Worte, das hier oben im Ätherischen ist und das im Griechischen ein τ hat: «\(τρεις\)» (treis). Das müßte im Gotischen ein th oder ein s haben. Und das hat es auch, denn es heißt «threis». Hier ist es beim Physischen, nun geht es in das Astralische, und da müßte es ein d haben im Deutschen. Das hat es auch, es heißt: «drei».

[ 34 ] Daraus ersehen Sie, daß, wenn Sie absehen von allem, was in der Sprache lebt, von all den Bedeutungen, die in der Sprache leben, daß es in der Sprache noch etwas Besonderes gibt: einen Dreiklang, der aber hervortritt, ich möchte sagen, ganz nach Art einer in die Zeit hinausgedehnten Melodie, einen Dreiklang, den man finden kann. Wenn man irgendwo den Anfangspunkt hat, dann tönen mit die anderen Laute, die an derselben Stelle des Wortes standen zu einer anderen Zeit.

[ 34 ] Daraus ersehen Sie, daß, wenn Sie absehen von allem, was in der Sprache lebt, von all den Bedeutungen, die in der Sprache leben, daß es in der Sprache noch etwas Besonderes gibt: einen Dreiklang, der aber hervortritt, ich möchte sagen, ganz nach Art einer in die Zeit hinausgedehnten Melodie, einen Dreiklang, den man finden kann. Wenn man irgendwo den Anfangspunkt hat, dann tönen mit die anderen Laute, die an derselben Stelle des Wortes standen zu einer anderen Zeit.

[ 35 ] Nun habe ich Ihnen hier die allereinfachste Verwandlung gewählt. Aber das ist vollkommen ausreichend, denn sonst würde die Sache nur etwas zu kompliziert werden. Solche Verwandlungsgesetze liegen aller Sprachentwickelung zugrunde; bis in die letzten Einzelheiten hinein geregelt, liegen sie aller Sprachentwickelung zugrunde; nur daß in der wirklichen Entwickelung sich die verschiedensten Entwickelungsimpulse durchkreuzen. So ist es interessant zu beobachten, wie der Fortschritt in der Entwickelung der Sprache sich kombiniert, dadurch daß gewisse Sprachen schneller fortschreiten oder überhaupt einen Fortschritt'machen, und gewisse Sprachen ihn nicht mitmachen, diesen Fortschritt.

[ 35 ] Nun habe ich Ihnen hier die allereinfachste Verwandlung gewählt. Aber das ist vollkommen ausreichend, denn sonst würde die Sache nur etwas zu kompliziert werden. Solche Verwandlungsgesetze liegen aller Sprachentwickelung zugrunde; bis in die letzten Einzelheiten hinein geregelt, liegen sie aller Sprachentwickelung zugrunde; nur daß in der wirklichen Entwickelung sich die verschiedensten Entwickelungsimpulse durchkreuzen. So ist es interessant zu beobachten, wie der Fortschritt in der Entwickelung der Sprache sich kombiniert, dadurch daß gewisse Sprachen schneller fortschreiten oder überhaupt einen Fortschritt'machen, und gewisse Sprachen ihn nicht mitmachen, diesen Fortschritt.

[ 36 ] So nehmen Sie zum Beispiel im Griechischen das Wort «\(ϑάνατος\)» (thanatos), «Tod». Der regelmäßige Fortgang ist vom th zum d, zum t. Beim d steht das Gotische: «dauthus. Das englische «death» ist beim d, beim Gotischen stehen geblieben, hat den weiteren Fortschritt nicht mitgemacht. Im Deutschen aber findet man das Wort mit \(T\): «Tod». Und so ist es überhaupt; wir finden überall, wenn wir darauf achten, daß das Englische in bezug auf die Entwickelung gewisser Buchstaben die Art des Gotischen beibehalten, nur die innere Lebendigkeit, die innere Seele des Gotischen abgeworfen hat. Dieses Gesetz hat es so beachtet, daß es überall auf der Stufe des Gotischen zurückgeblieben ist. Wir müssen also, wenn wir unser «Tod» schreiben, die rückwärtige Stufe des Gotischen im Englischen finden; wir müssen eine Stufe zurückgehen. Wir haben im Deutschen hier bei «Tod» ein \(T\) im Ätherischen. Wir müssen für das Englische in das Astralische zurückgehen, und da müssen wir ein \(d\) haben. Im Englischen haben wir bei dem Substantiv «death» ein \(th\) am Ende. Da müssen wir zurückgehen bis zum Physischen. Würden wir das Adjektiv nehmen «dead», so hätten wir ein dam Ende. Führen wir das \(d\) weiter, wie es richtig ist, im Deutschen, so würden wir es dadurch richtig schreiben, daß wir es um eine Stufe weiter herumführen würden (siehe Zeichnung): dann würden wir also hier an dieser Stelle am Ende ein \(t\) haben, statt einem \(d\). Das wird auch richtig so geschrieben, das Eigenschaftswort heißt im Deutschen «tot».

[ 36 ] So nehmen Sie zum Beispiel im Griechischen das Wort «\(ϑάνατος\)» (thanatos), «Tod». Der regelmäßige Fortgang ist vom th zum d, zum t. Beim d steht das Gotische: «dauthus. Das englische «death» ist beim d, beim Gotischen stehen geblieben, hat den weiteren Fortschritt nicht mitgemacht. Im Deutschen aber findet man das Wort mit \(T\): «Tod». Und so ist es überhaupt; wir finden überall, wenn wir darauf achten, daß das Englische in bezug auf die Entwickelung gewisser Buchstaben die Art des Gotischen beibehalten, nur die innere Lebendigkeit, die innere Seele des Gotischen abgeworfen hat. Dieses Gesetz hat es so beachtet, daß es überall auf der Stufe des Gotischen zurückgeblieben ist. Wir müssen also, wenn wir unser «Tod» schreiben, die rückwärtige Stufe des Gotischen im Englischen finden; wir müssen eine Stufe zurückgehen. Wir haben im Deutschen hier bei «Tod» ein \(T\) im Ätherischen. Wir müssen für das Englische in das Astralische zurückgehen, und da müssen wir ein \(d\) haben. Im Englischen haben wir bei dem Substantiv «death» ein \(th\) am Ende. Da müssen wir zurückgehen bis zum Physischen. Würden wir das Adjektiv nehmen «dead», so hätten wir ein dam Ende. Führen wir das \(d\) weiter, wie es richtig ist, im Deutschen, so würden wir es dadurch richtig schreiben, daß wir es um eine Stufe weiter herumführen würden (siehe Zeichnung): dann würden wir also hier an dieser Stelle am Ende ein \(t\) haben, statt einem \(d\). Das wird auch richtig so geschrieben, das Eigenschaftswort heißt im Deutschen «tot».

[ 37 ] Da sehen Sie hinein in ein Reich, das ebenso ein um uns ausgebreitetes Reich ist, wie die drei Naturreiche: das mineralische, das pflanzliche und das tierische; das ebenso Gesetze hat, ebenso Entwickelungsgesetze hat, wie das mineralische, das Pflanzen- und das Tierreich; nur daß eben die Zeiträume, in denen sich der Rhythmus vollzieht — der genau durch ein Dreieck ausgedrückt ist —, nur daß diese Zeiträume lang sind, und daß, um immer anklingen zu hören beim Laut die Stufe, die er vorher hatte, das Gedächtnis eines Wesens aus der Hierarchie der Angeloi dazu gehört.

[ 37 ] Da sehen Sie hinein in ein Reich, das ebenso ein um uns ausgebreitetes Reich ist, wie die drei Naturreiche: das mineralische, das pflanzliche und das tierische; das ebenso Gesetze hat, ebenso Entwickelungsgesetze hat, wie das mineralische, das Pflanzen- und das Tierreich; nur daß eben die Zeiträume, in denen sich der Rhythmus vollzieht — der genau durch ein Dreieck ausgedrückt ist —, nur daß diese Zeiträume lang sind, und daß, um immer anklingen zu hören beim Laut die Stufe, die er vorher hatte, das Gedächtnis eines Wesens aus der Hierarchie der Angeloi dazu gehört.

[ 38 ] Nun hängt aber damit noch etwas anderes zusammen. Wenn Sie dieses Gesetz ins Auge fassen, so werden Sie sich sagen müssen: Wenn wir den Blick zurückwenden auf die alten griechischen und lateinischen Sprachformen und sie betrachten gegenüber den heutigen deutschen, insofern die Worte annähernd ihre Bedeutung beibehalten haben, so sehen wir überall, daß die griechische und die lateinische Sprachform gegenüber der heutigen deutschen um zwei Stufen zurückliegt, und daß die gotische Sprachform um eine Stufe zurückliegt.

[ 38 ] Nun hängt aber damit noch etwas anderes zusammen. Wenn Sie dieses Gesetz ins Auge fassen, so werden Sie sich sagen müssen: Wenn wir den Blick zurückwenden auf die alten griechischen und lateinischen Sprachformen und sie betrachten gegenüber den heutigen deutschen, insofern die Worte annähernd ihre Bedeutung beibehalten haben, so sehen wir überall, daß die griechische und die lateinische Sprachform gegenüber der heutigen deutschen um zwei Stufen zurückliegt, und daß die gotische Sprachform um eine Stufe zurückliegt.

[ 39 ] Darauf beruht sehr vieles in der Entwickelung der Welt, daß dasjenige, was sich der Zeit nach entwickelt, sich auch so entwickelt, daß es nebeneinander im Raume stehen bleibt, während es in den verschiedenen Etappen der Zeit sich entwickelt. Gerade so, wie auch in den Naturreichen stehen bleiben die niederen Tiere neben denen, die sich zu einer höheren Stufe hinaufentwickelt haben, so bleiben die älteren Sprachformen neben den neueren bestehen, oder, man kann auch sagen, wie eine Zeitlang eine wilde Bevölkerung neben der weiter entwickelten Bevölkerung bestehen bleibt. Also das, was sich auseinander entwickelt, das bleibt außerdem so, daß die ältere Form neben der, die sich weiter entwickelt, im Raume stehen bleibt. Dann kombiniert sich aber ein solches Stehenbleiben mit vielen anderen Impulsen, die da hineinwirken.

[ 39 ] Darauf beruht sehr vieles in der Entwickelung der Welt, daß dasjenige, was sich der Zeit nach entwickelt, sich auch so entwickelt, daß es nebeneinander im Raume stehen bleibt, während es in den verschiedenen Etappen der Zeit sich entwickelt. Gerade so, wie auch in den Naturreichen stehen bleiben die niederen Tiere neben denen, die sich zu einer höheren Stufe hinaufentwickelt haben, so bleiben die älteren Sprachformen neben den neueren bestehen, oder, man kann auch sagen, wie eine Zeitlang eine wilde Bevölkerung neben der weiter entwickelten Bevölkerung bestehen bleibt. Also das, was sich auseinander entwickelt, das bleibt außerdem so, daß die ältere Form neben der, die sich weiter entwickelt, im Raume stehen bleibt. Dann kombiniert sich aber ein solches Stehenbleiben mit vielen anderen Impulsen, die da hineinwirken.

[ 40 ] Der Impuls, der durch dieses Dreieck veranschaulicht wird, der gilt namentlich für die Entwickelung der Laute \(d\), \(t\), \(th\) (\(s\), \(ss\)). Ein ähnliches Dreieck gilt übrigens auch für die Laute \(b\), \(p\), fund \(g\), \(k\), \(ch\). Dagegen gilt ein Dreieck, das man viel größer zeichnen müßte, zum Beispiel für \(l\) und \(r\). Und für die Vokale, wenn man den Verlauf ihrer Entwickelung verfolgen will, gelten ganz andere Figuren. Aber Gesetze gelten für alle.

[ 40 ] Der Impuls, der durch dieses Dreieck veranschaulicht wird, der gilt namentlich für die Entwickelung der Laute \(d\), \(t\), \(th\) (\(s\), \(ss\)). Ein ähnliches Dreieck gilt übrigens auch für die Laute \(b\), \(p\), fund \(g\), \(k\), \(ch\). Dagegen gilt ein Dreieck, das man viel größer zeichnen müßte, zum Beispiel für \(l\) und \(r\). Und für die Vokale, wenn man den Verlauf ihrer Entwickelung verfolgen will, gelten ganz andere Figuren. Aber Gesetze gelten für alle.

[ 41 ] Nehmen wir also an, das Zeitlich-Verlaufende bleibt räumlich nebeneinander bestehen; dann bleibt das nicht so bestehen, daß in dem Neueren einfach das Alte fortlebt, denn da würden wir ja noch immer die alten griechisch-lateinischen Worte neben den neueren haben, die sich aus ihnen entwickelten. Zum Beispiel das Deutsche ist in gerade fortlaufender Linie aus dem Griechischen, dem größten Teile seines Sprachschatzes nach, geradezu so entstanden. Sind die lateinischen Sprachen nun einfach stehen geblieben? Sie sind zwar stehen geblieben, aber nicht einfach nur stehen geblieben, sondern sie haben neben dem Stehenbleiben sehr weitgehende, bedeutungsvolle Wandlungen in sich vollzogen: sie haben die Worte umgelagert, sie haben die Worte nicht gelassen, wie sie waren. Während zum Beispiel für das Wort «\(ϑάνατος\)», «Tod» einfach das fortentwickelte Wort ist, ist dieses Wort nicht so, wie es im Griechischen war, im Lateinischen stehen geblieben, sondern da ist ein anderes Wort eingetreten, weil die Urbedeutung, die in dem Worte «Tod» geblieben ist, überhaupt nicht in den lateinischen Sprachen fortentwickelt worden ist; so daß das Wort, das man dann in der anderen Sprache hat, gar nicht dasselbe Wort ist. «Mort» ist nicht dasselbe Wort wie «Tod», sondern es ist eine ganz schlechte Übertragung. Aber für das, was in dem Worte «Tod» eigentlich liegt, was sich entwickelt hat aus «$advarog», haben die romanischen Sprachen gar kein entsprechendes Wort. Es wird mit dem Worte «Tod» etwas ausgedrückt, worin wirklich das entsprechende Ätherische nachklingt. Bei demselben Worte etwa in den romanischen Sprachen klingt dagegen etwas ganz anderes nach, als ein Ätherisches. Das ist etwas sehr Wesentliches, zu wissen, daß da auch sehr bedeutungsvolle Wandlungen vor sich gegangen sind. Sie sehen daraus also das Fragliche, das in allen lexikographischen, grammatikalischen Übersetzungen liegt, und das Fragliche, das in dem sogenannten genauen Verstehen bei der Übersetzung von einer Sprache in die andere hinüber vorhanden ist.

[ 41 ] Nehmen wir also an, das Zeitlich-Verlaufende bleibt räumlich nebeneinander bestehen; dann bleibt das nicht so bestehen, daß in dem Neueren einfach das Alte fortlebt, denn da würden wir ja noch immer die alten griechisch-lateinischen Worte neben den neueren haben, die sich aus ihnen entwickelten. Zum Beispiel das Deutsche ist in gerade fortlaufender Linie aus dem Griechischen, dem größten Teile seines Sprachschatzes nach, geradezu so entstanden. Sind die lateinischen Sprachen nun einfach stehen geblieben? Sie sind zwar stehen geblieben, aber nicht einfach nur stehen geblieben, sondern sie haben neben dem Stehenbleiben sehr weitgehende, bedeutungsvolle Wandlungen in sich vollzogen: sie haben die Worte umgelagert, sie haben die Worte nicht gelassen, wie sie waren. Während zum Beispiel für das Wort «\(ϑάνατος\)», «Tod» einfach das fortentwickelte Wort ist, ist dieses Wort nicht so, wie es im Griechischen war, im Lateinischen stehen geblieben, sondern da ist ein anderes Wort eingetreten, weil die Urbedeutung, die in dem Worte «Tod» geblieben ist, überhaupt nicht in den lateinischen Sprachen fortentwickelt worden ist; so daß das Wort, das man dann in der anderen Sprache hat, gar nicht dasselbe Wort ist. «Mort» ist nicht dasselbe Wort wie «Tod», sondern es ist eine ganz schlechte Übertragung. Aber für das, was in dem Worte «Tod» eigentlich liegt, was sich entwickelt hat aus «$advarog», haben die romanischen Sprachen gar kein entsprechendes Wort. Es wird mit dem Worte «Tod» etwas ausgedrückt, worin wirklich das entsprechende Ätherische nachklingt. Bei demselben Worte etwa in den romanischen Sprachen klingt dagegen etwas ganz anderes nach, als ein Ätherisches. Das ist etwas sehr Wesentliches, zu wissen, daß da auch sehr bedeutungsvolle Wandlungen vor sich gegangen sind. Sie sehen daraus also das Fragliche, das in allen lexikographischen, grammatikalischen Übersetzungen liegt, und das Fragliche, das in dem sogenannten genauen Verstehen bei der Übersetzung von einer Sprache in die andere hinüber vorhanden ist.

[ 42 ] Die Dinge, die hier als Entwickelungsgesetze zugrunde liegen, sind außerordentlich tiefgehende und hängen zusammen mit einer anderen Bewußtseinsschicht, als diejenige ist, in der wir mit unserem Denken, Fühlen und Wollen in der Regel leben. Aber wir leben wiederum mit unserem Denken, Fühlen und Wollen verschieden stark in einer anderen Bewußtseinsschicht. Mit unserem Denken leben wir zum Beispiel in der Sprachschicht fast gar nicht. Unser Denken hat außerordentlich wenig zu tun mit unserem Sprechen. So sonderbar es auch klingt, es ist doch zumeist so, daß wenn wir Gedanken haben und bei irgendeinem Gedanken ein Wort aussprechen, dies fast nicht viel mehr damit zu tun hat als das Buchstabenbild, das wir aufs Papier schreiben, das ja auch nicht der Gedanke selber, sondern nur ein Zeichen dafür ist. So ist auch das ausgesprochene Wort nicht viel mehr zusammenhängend mit unserem Denken, als wie ein Zeichen für den Gedanken.

[ 42 ] Die Dinge, die hier als Entwickelungsgesetze zugrunde liegen, sind außerordentlich tiefgehende und hängen zusammen mit einer anderen Bewußtseinsschicht, als diejenige ist, in der wir mit unserem Denken, Fühlen und Wollen in der Regel leben. Aber wir leben wiederum mit unserem Denken, Fühlen und Wollen verschieden stark in einer anderen Bewußtseinsschicht. Mit unserem Denken leben wir zum Beispiel in der Sprachschicht fast gar nicht. Unser Denken hat außerordentlich wenig zu tun mit unserem Sprechen. So sonderbar es auch klingt, es ist doch zumeist so, daß wenn wir Gedanken haben und bei irgendeinem Gedanken ein Wort aussprechen, dies fast nicht viel mehr damit zu tun hat als das Buchstabenbild, das wir aufs Papier schreiben, das ja auch nicht der Gedanke selber, sondern nur ein Zeichen dafür ist. So ist auch das ausgesprochene Wort nicht viel mehr zusammenhängend mit unserem Denken, als wie ein Zeichen für den Gedanken.

[ 43 ] Viel mehr als mit unserem Denken hängt das Wort mit unserem Fühlen schon zusammen, und noch sehr viel stärker mit all dem, was in unserem Wollen liegt, weil ja das Fühlen zu einem weit unterbewußteren Teile unserer Seele gehört als das Denken, und wiederum das Wollen zu noch unterbewußteren Teilen unseres Seelenlebens gehört als das Fühlen. Wenn der Mensch ein Wort ausspricht, so steht es zum Gedanken, man möchte sagen, so, daß es nicht viel mehr ist als ein Zeichen. Zum Fühlen steht es schon in einem viel intimeren Verhältnisse, es hängt schon viel mehr mit dem Fühlen zusammen; und ganz besonders hängt es mit dem Wollen zusammen.

[ 43 ] Viel mehr als mit unserem Denken hängt das Wort mit unserem Fühlen schon zusammen, und noch sehr viel stärker mit all dem, was in unserem Wollen liegt, weil ja das Fühlen zu einem weit unterbewußteren Teile unserer Seele gehört als das Denken, und wiederum das Wollen zu noch unterbewußteren Teilen unseres Seelenlebens gehört als das Fühlen. Wenn der Mensch ein Wort ausspricht, so steht es zum Gedanken, man möchte sagen, so, daß es nicht viel mehr ist als ein Zeichen. Zum Fühlen steht es schon in einem viel intimeren Verhältnisse, es hängt schon viel mehr mit dem Fühlen zusammen; und ganz besonders hängt es mit dem Wollen zusammen.

[ 44 ] Würden die Menschen heute so weit sein, daß sie hauptsächlich das Verhältnis des Denkens zum Sprechen entwickelten, dann würden sie als Angehörige verschiedener Sprachen nicht in jene Kollisionen kommen können, in die sie heute kommen; weil das Verhältnis der Sprache zum Denken eben nicht den intimen Charakter hat wie beim Fühlen und Wollen, weil das Fühlen und Wollen das erst in der Zukunft in derselben Weise entwickeln wird beim Menschen, was das Denken heute schon entwickelt hat. Wo das Fühlen und das Wollen in Betracht kommt, da kommt auch dieses Verwachsensein mit dem Sprechen in ganz ausgiebigem Maße in Betracht.

[ 44 ] Würden die Menschen heute so weit sein, daß sie hauptsächlich das Verhältnis des Denkens zum Sprechen entwickelten, dann würden sie als Angehörige verschiedener Sprachen nicht in jene Kollisionen kommen können, in die sie heute kommen; weil das Verhältnis der Sprache zum Denken eben nicht den intimen Charakter hat wie beim Fühlen und Wollen, weil das Fühlen und Wollen das erst in der Zukunft in derselben Weise entwickeln wird beim Menschen, was das Denken heute schon entwickelt hat. Wo das Fühlen und das Wollen in Betracht kommt, da kommt auch dieses Verwachsensein mit dem Sprechen in ganz ausgiebigem Maße in Betracht.

[ 45 ] Wir sind heute daran, das Denken durch die Entwickelung der Bewußtseinsseele bis zu einer gewissen Stufe hin wie etwas für uns objektiv Lebendes zu entwickeln. Und am Ende unseres Zeitraumes wird man dann so weit sein, daß man das Verhältnis des Sprechens zum Denken gar nicht mehr als etwas besonders Intimes empfinden wird. Aber viel länger wird es dauern, bis das Verhältnis des Sprechens zum Fühlen und namentlich zum Wollen als etwas Objektives empfunden werden kann. Viel länger werden sich die Menschen einreden, daß sie sich zu identifizieren haben in ihrer Menschlichkeit mit ihrer Sprache, mit ihrem Sprachcharakter durch ihr Fühlen und Wollen als durch ihr Denken.

[ 45 ] Wir sind heute daran, das Denken durch die Entwickelung der Bewußtseinsseele bis zu einer gewissen Stufe hin wie etwas für uns objektiv Lebendes zu entwickeln. Und am Ende unseres Zeitraumes wird man dann so weit sein, daß man das Verhältnis des Sprechens zum Denken gar nicht mehr als etwas besonders Intimes empfinden wird. Aber viel länger wird es dauern, bis das Verhältnis des Sprechens zum Fühlen und namentlich zum Wollen als etwas Objektives empfunden werden kann. Viel länger werden sich die Menschen einreden, daß sie sich zu identifizieren haben in ihrer Menschlichkeit mit ihrer Sprache, mit ihrem Sprachcharakter durch ihr Fühlen und Wollen als durch ihr Denken.

Diagram 1Diagram 1

[ 46 ] Wenn wir wirklich uns so vor Augen führen, wie ein Wort ein eigenes innerliches Leben hat, ein so durch Gesetze geregeltes Leben hat, wie das Wort «\(ϑάνατος\)», das zu «death» und später zu «Tod» wird, wenn man sich vorstellt, daß das so fortlebt, dann hat man wirklich die Möglichkeit, sich eine Vorstellung zu bilden, wie da ein Organismus lebt aus dem Griechischen durch das Gotische herauf bis ins Deutsche hinein, ein Organismus so lebt, wie wir sonst einen Organismus lebend finden von seiner Kindheitsstufe durch eine spätere Jünglingsstufe bis zu der Altersstufe. Wenn nämlich ein solcher Organismus in der Sprache die Dreiheit durchgemacht hat und wieder zurückkommt, dann geht es nicht in derselben Weise weiter, sondern dann vergeistigt sich das Ganze. Wohlgemerkt, wenn d in t, t in th (s, ss) übergeht, so kommt es nicht wieder auf seine ursprüngliche Stufe zurück, sondern es macht jetzt einen seitlichen Aufschwung. Also das Dreieck müssen Sie sich nicht in der Ebene vorstellen (Zeichnung). Indem es so herüberkommt, geht das d, t, th so herüber weiter und schreitet jetzt in der Spirale vorwärts, kommt also immer in andere Lagen hinein. So daß Sie sich nicht vorstellen dürfen, daß ein Wort, das fortgeschritten ist zum \(th\), wiederum zum d zurückkehrt, sondern dann stirbt das Wort und gibt seine Umbildungskräfte an ein anderes Reich ab. Das Wort wird im Physischen, im Ätherischen oder im Astralischen geboren, macht seinen Umkreis, stirbt und tritt dann auf einer höheren Stufe als andere Kraft, verwandelt, wieder auf. So daß ein Wort, das wir verfolgen können von dem Griechischen, von «\(ϑάνατος\)» zu «death», bis zu dem deutschen «Tod», jetzt die Anlage hat, als Wort zu sterben. Das Wort «Tod» wird sterben. Es wird am Ende des Zeitraumes, den wir als unsern fünften nachatlantischen Kulturzeitraum bezeichnen, nicht mehr da sein, wird gestorben sein. Aber die Kraft, die es gebildet hat, die wird übergehen auf einer höheren Stufe in die menschliche Seelenkraft und dazu beitragen, daß die Menschen es leichter haben, zu verstehen das Wesen des Todes im Sinne unserer Geisteswissenschaft. Damit also die Kraft in unserer Seele entstehen kann, um das Verstehen des Wesens des Todes im Sinne unserer Geisteswissenschaft möglich zu machen, mußte das Wort einmal im Griechischen geboren werden, mußte dann die Entwickelung zum Jüngling durchmachen im Gotischen, im englischen «death», muß die Entwickelung im Deutschen durchmachen zum späteren Alter: «Tod», und wird an den Punkt kommen, wo es sterben wird. Es wird sterben, und seine Kraft abgeben an geistigere Potenzen der Seele.

[ 46 ] Wenn wir wirklich uns so vor Augen führen, wie ein Wort ein eigenes innerliches Leben hat, ein so durch Gesetze geregeltes Leben hat, wie das Wort «\(ϑάνατος\)», das zu «death» und später zu «Tod» wird, wenn man sich vorstellt, daß das so fortlebt, dann hat man wirklich die Möglichkeit, sich eine Vorstellung zu bilden, wie da ein Organismus lebt aus dem Griechischen durch das Gotische herauf bis ins Deutsche hinein, ein Organismus so lebt, wie wir sonst einen Organismus lebend finden von seiner Kindheitsstufe durch eine spätere Jünglingsstufe bis zu der Altersstufe. Wenn nämlich ein solcher Organismus in der Sprache die Dreiheit durchgemacht hat und wieder zurückkommt, dann geht es nicht in derselben Weise weiter, sondern dann vergeistigt sich das Ganze. Wohlgemerkt, wenn d in t, t in th (s, ss) übergeht, so kommt es nicht wieder auf seine ursprüngliche Stufe zurück, sondern es macht jetzt einen seitlichen Aufschwung. Also das Dreieck müssen Sie sich nicht in der Ebene vorstellen (Zeichnung). Indem es so herüberkommt, geht das d, t, th so herüber weiter und schreitet jetzt in der Spirale vorwärts, kommt also immer in andere Lagen hinein. So daß Sie sich nicht vorstellen dürfen, daß ein Wort, das fortgeschritten ist zum \(th\), wiederum zum d zurückkehrt, sondern dann stirbt das Wort und gibt seine Umbildungskräfte an ein anderes Reich ab. Das Wort wird im Physischen, im Ätherischen oder im Astralischen geboren, macht seinen Umkreis, stirbt und tritt dann auf einer höheren Stufe als andere Kraft, verwandelt, wieder auf. So daß ein Wort, das wir verfolgen können von dem Griechischen, von «\(ϑάνατος\)» zu «death», bis zu dem deutschen «Tod», jetzt die Anlage hat, als Wort zu sterben. Das Wort «Tod» wird sterben. Es wird am Ende des Zeitraumes, den wir als unsern fünften nachatlantischen Kulturzeitraum bezeichnen, nicht mehr da sein, wird gestorben sein. Aber die Kraft, die es gebildet hat, die wird übergehen auf einer höheren Stufe in die menschliche Seelenkraft und dazu beitragen, daß die Menschen es leichter haben, zu verstehen das Wesen des Todes im Sinne unserer Geisteswissenschaft. Damit also die Kraft in unserer Seele entstehen kann, um das Verstehen des Wesens des Todes im Sinne unserer Geisteswissenschaft möglich zu machen, mußte das Wort einmal im Griechischen geboren werden, mußte dann die Entwickelung zum Jüngling durchmachen im Gotischen, im englischen «death», muß die Entwickelung im Deutschen durchmachen zum späteren Alter: «Tod», und wird an den Punkt kommen, wo es sterben wird. Es wird sterben, und seine Kraft abgeben an geistigere Potenzen der Seele.

[ 47 ] Und so wie wir also unseren Blick hinrichten auf die Entstehung eines Lammes, oder sagen wir, einer Kuh, eines Ochsen oder Stieres, und sehen, wie sie sich nach und nach entwickeln, einen Höhepunkt erreichen und wieder sterben, so schaut der Engel hin auf die Entstehung eines Wortes, auf das Leben eines Wortes, auf das Sterben eines Wortes. Das gehört zu seiner Welt, zu seiner Beobachtung, wie zu unserer Welt gehört die Beobachtung, sagen wir, des Pflanzenreiches oder des mineralischen oder des tierischen Reiches.

[ 47 ] Und so wie wir also unseren Blick hinrichten auf die Entstehung eines Lammes, oder sagen wir, einer Kuh, eines Ochsen oder Stieres, und sehen, wie sie sich nach und nach entwickeln, einen Höhepunkt erreichen und wieder sterben, so schaut der Engel hin auf die Entstehung eines Wortes, auf das Leben eines Wortes, auf das Sterben eines Wortes. Das gehört zu seiner Welt, zu seiner Beobachtung, wie zu unserer Welt gehört die Beobachtung, sagen wir, des Pflanzenreiches oder des mineralischen oder des tierischen Reiches.

[ 48 ] Das sind Gesichtspunkte, durch die ich Sie aufmerksam machen wollte auf ein Leben, das für uns ja ein unbewußtes Leben ist, nur anschlägt an unser Bewußtsein, das aber auf seinen höheren Stufen sofort ein wirkliches Leben von sich entwickelt, da sofort ein Wesen wird. Ein Fenster oder ein Tor eröffnet sich uns gleichsam, um hineinzuschauen, wie sich Wesen entwickeln, elementarische Wesen, die sich dann abspiegeln in unserer Welt in der Gestalt unserer Worte. Der Engel richtet sein geistiges Auge hin nach dem alten Griechenland, sieht da ein Elementarwesen geboren werden aus dem Physischen heraus, sieht es sich ätherisieren, astralisieren und wird es sterben sehen, indem unsere fünfte nachatlantische Entwickelungsperiode dahingeht. Er sieht dies Wesen in seiner Entwickelung, und die Tatsache, daß dieses Wesen sich entwickelt, hat eine Wirkung in der physischen Welt. Und diese Wirkung besteht darinnen, daß die alten Griechen gesagt haben «\(ϑάνατος\)», die Goten sagten «dauthus», die Engländer sagen «death», und wir im Deutschen sagen «Tod». Die Verwandlung dieses Wortes ist der Abdruck eines sich entwickelnden Wesens, das fortschreitet in seiner Entwickelung in der physischen Welt, ätherischen Welt, astralischen Welt. Das, was wir in der Sprache wahrnehmen, ist die Spiegelung des Lebens höherer Wesen aus einer höheren Welt, die Spiegelung ihrer inneren Entwickelung in der Welt, in welcher wir uns befinden in der Zeit zwischen Geburt und Tod.

[ 48 ] Das sind Gesichtspunkte, durch die ich Sie aufmerksam machen wollte auf ein Leben, das für uns ja ein unbewußtes Leben ist, nur anschlägt an unser Bewußtsein, das aber auf seinen höheren Stufen sofort ein wirkliches Leben von sich entwickelt, da sofort ein Wesen wird. Ein Fenster oder ein Tor eröffnet sich uns gleichsam, um hineinzuschauen, wie sich Wesen entwickeln, elementarische Wesen, die sich dann abspiegeln in unserer Welt in der Gestalt unserer Worte. Der Engel richtet sein geistiges Auge hin nach dem alten Griechenland, sieht da ein Elementarwesen geboren werden aus dem Physischen heraus, sieht es sich ätherisieren, astralisieren und wird es sterben sehen, indem unsere fünfte nachatlantische Entwickelungsperiode dahingeht. Er sieht dies Wesen in seiner Entwickelung, und die Tatsache, daß dieses Wesen sich entwickelt, hat eine Wirkung in der physischen Welt. Und diese Wirkung besteht darinnen, daß die alten Griechen gesagt haben «\(ϑάνατος\)», die Goten sagten «dauthus», die Engländer sagen «death», und wir im Deutschen sagen «Tod». Die Verwandlung dieses Wortes ist der Abdruck eines sich entwickelnden Wesens, das fortschreitet in seiner Entwickelung in der physischen Welt, ätherischen Welt, astralischen Welt. Das, was wir in der Sprache wahrnehmen, ist die Spiegelung des Lebens höherer Wesen aus einer höheren Welt, die Spiegelung ihrer inneren Entwickelung in der Welt, in welcher wir uns befinden in der Zeit zwischen Geburt und Tod.

[ 49 ] Davon werden wir morgen bei unseren Ausführungen den Ausgang nehmen.

[ 49 ] Davon werden wir morgen bei unseren Ausführungen den Ausgang nehmen.