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The Spiritual Unification of Humanity
through the Christ Impulse
GA 165

9 January 1916, Dornach

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Die Geistige Vereinigung Der Menschheit Durch Den Christus-Impuls

Die Geistige Vereinigung Der Menschheit Durch Den Christus-Impuls

[ 1 ] Im Grunde genommen zielt doch alle Geisteswissenschaft zuletzt darauf hin, den Menschen in seiner Wesenheit, in seinen Aufgaben und Bestrebungen, seinen notwendigen Bestrebungen im Laufe der Entwikkelung kennenzulernen. Die Mißverständnisse, von denen wir oftmals sprechen müssen, die von außen der Geisteswissenschaft entgegengebracht werden, rühren zum größten Teil davon her, daß sich die gegenwärtige Menschheit noch wenig an gewisseGrundwahrheiten gewöhnen kann, welche einfach anerkannt sein müssen, durchschaut sein müssen, wenn man ein irgendwie geartetes Verständnis des Lebens und des Wesens des Menschen gewinnen will.

[ 1 ] Im Grunde genommen zielt doch alle Geisteswissenschaft zuletzt darauf hin, den Menschen in seiner Wesenheit, in seinen Aufgaben und Bestrebungen, seinen notwendigen Bestrebungen im Laufe der Entwikkelung kennenzulernen. Die Mißverständnisse, von denen wir oftmals sprechen müssen, die von außen der Geisteswissenschaft entgegengebracht werden, rühren zum größten Teil davon her, daß sich die gegenwärtige Menschheit noch wenig an gewisseGrundwahrheiten gewöhnen kann, welche einfach anerkannt sein müssen, durchschaut sein müssen, wenn man ein irgendwie geartetes Verständnis des Lebens und des Wesens des Menschen gewinnen will.

[ 2 ] Wovon geht eigentlich — lassen Sie uns heute diese Frage zunächst berühren —, wovon geht eigentlich diejenige Wissenschaftlichkeit aus, deren große, bedeutsame Triumphe in den letzten vier Jahrhunderten voll anerkannt, gerade von der Geisteswissenschaft voll anerkannt werden sollten? — Sie geht aus von demjenigen, was sie im Umkreis des physischen Daseins wahrnimmt, was sich im Umkreise des physischen Daseins zeigt. Nun ist es wirklich eine Selbstverständlichkeit, daß man zunächst Vertrauen hat zu demjenigen, was man als die sogenannte Wirklichkeit in seiner Umgebung wahrnimmt, und daß man versucht, diese Wirklichkeit aus allem zu erklären, was selbst in dieser Wirklichkeit da ist. Es ist natürlich schwierig, sich von vornherein klarzumachen, daß diese Wirklichkeit selber Schein in sich enthalten könnte, daß diese Wirklichkeit selber täuschen könnte. Über diese Klippe muß derjenige zunächst hinwegkommen, der Geisteswissenschaft wirklich verstehen will. Er muß einsehen lernen, daß die Wirklichkeit, so wie sie uns umgibt, täuschen kann, daß sie geradezu verführen kann, in einer falschen Weise ausgelegt zu werden. Und vieles, was wir im Laufe der Jahre auf dem Gebiet der Geisteswissenschaft kennengelernt haben, hat uns die Überzeugung beibringen können, daß diese uns unmittelbar umgebende Wirklichkeit täuschen könne. Wir wollen heute von einem ganz bestimmten Punkt ausgehen, von einem Punkt, der allerdings erst innerhalb der Geisteswissenschaft gewonnen werden kann. In der Geisteswissenschaft ist es so, daß man die Dinge erst verstehen muß, und dann, wenn man sie verstanden hat, kann man das Verstandene an der Wirklichkeit bewahrheitet finden. Gerade wichtigste Dinge muß man in der Geisteswissenschaft zuerst verstehen, bevor man sie anschauen kann. Es könnte leicht auseinandergesetzt werden, daß dies eine Methode ist, die auch in der äußeren Welt, und namentlich in der äußeren wissenschaftlichen Welt, vielfach Anwendung findet. Allein das wollen wir uns heute ersparen. Man kann nicht immer alle Dinge von Grund auf entwickeln.

[ 2 ] Wovon geht eigentlich — lassen Sie uns heute diese Frage zunächst berühren —, wovon geht eigentlich diejenige Wissenschaftlichkeit aus, deren große, bedeutsame Triumphe in den letzten vier Jahrhunderten voll anerkannt, gerade von der Geisteswissenschaft voll anerkannt werden sollten? — Sie geht aus von demjenigen, was sie im Umkreis des physischen Daseins wahrnimmt, was sich im Umkreise des physischen Daseins zeigt. Nun ist es wirklich eine Selbstverständlichkeit, daß man zunächst Vertrauen hat zu demjenigen, was man als die sogenannte Wirklichkeit in seiner Umgebung wahrnimmt, und daß man versucht, diese Wirklichkeit aus allem zu erklären, was selbst in dieser Wirklichkeit da ist. Es ist natürlich schwierig, sich von vornherein klarzumachen, daß diese Wirklichkeit selber Schein in sich enthalten könnte, daß diese Wirklichkeit selber täuschen könnte. Über diese Klippe muß derjenige zunächst hinwegkommen, der Geisteswissenschaft wirklich verstehen will. Er muß einsehen lernen, daß die Wirklichkeit, so wie sie uns umgibt, täuschen kann, daß sie geradezu verführen kann, in einer falschen Weise ausgelegt zu werden. Und vieles, was wir im Laufe der Jahre auf dem Gebiet der Geisteswissenschaft kennengelernt haben, hat uns die Überzeugung beibringen können, daß diese uns unmittelbar umgebende Wirklichkeit täuschen könne. Wir wollen heute von einem ganz bestimmten Punkt ausgehen, von einem Punkt, der allerdings erst innerhalb der Geisteswissenschaft gewonnen werden kann. In der Geisteswissenschaft ist es so, daß man die Dinge erst verstehen muß, und dann, wenn man sie verstanden hat, kann man das Verstandene an der Wirklichkeit bewahrheitet finden. Gerade wichtigste Dinge muß man in der Geisteswissenschaft zuerst verstehen, bevor man sie anschauen kann. Es könnte leicht auseinandergesetzt werden, daß dies eine Methode ist, die auch in der äußeren Welt, und namentlich in der äußeren wissenschaftlichen Welt, vielfach Anwendung findet. Allein das wollen wir uns heute ersparen. Man kann nicht immer alle Dinge von Grund auf entwickeln.

[ 3 ] Eine solche Tatsache, die im eminentesten Sinne geeignet ist, über die äußere Wirklichkeit durch das Aussehen, durch die Physiognomie dieser Wirklichkeit selber zu täuschen, das ist die über den Unterschied, über die Verschiedenheiten der Menschen auf Erden. Wenn wir einen Blick wenden auf die Menschen, wie sie die Erde bewohnen, so sagen wir uns: Es gibt im Grunde genommen nicht zwei gleiche Menschen auf dem physischen Felde. Die Menschen sind alle auf dem physischen Felde voneinander verschieden. — Und dann ist es ganz natürlich, daß man diese Verschiedenheit der Menschen auf Erden als eine Tatsache annimmt — ich meine jetzt die Verschiedenheit des physischen Leibes — und daß man nun davon ausgeht, zu erfahren irgendwie aus den Tatsachen des Erdenlebens, warum die Menschen verschieden sind, warum sie verschieden aussehen.

[ 3 ] Eine solche Tatsache, die im eminentesten Sinne geeignet ist, über die äußere Wirklichkeit durch das Aussehen, durch die Physiognomie dieser Wirklichkeit selber zu täuschen, das ist die über den Unterschied, über die Verschiedenheiten der Menschen auf Erden. Wenn wir einen Blick wenden auf die Menschen, wie sie die Erde bewohnen, so sagen wir uns: Es gibt im Grunde genommen nicht zwei gleiche Menschen auf dem physischen Felde. Die Menschen sind alle auf dem physischen Felde voneinander verschieden. — Und dann ist es ganz natürlich, daß man diese Verschiedenheit der Menschen auf Erden als eine Tatsache annimmt — ich meine jetzt die Verschiedenheit des physischen Leibes — und daß man nun davon ausgeht, zu erfahren irgendwie aus den Tatsachen des Erdenlebens, warum die Menschen verschieden sind, warum sie verschieden aussehen.

[ 4 ] Nun zeigt die geisteswissenschaftliche Betrachtung aber etwas ganz anderes. Sie zeigt uns, daß, wenn wir nur Rücksicht nehmen auf die Betrachtung desjenigen, was aus dem physischen Leib der Erde an Formen werden kann durch die Erdenkräfte, die Menschen gar nicht verschieden sein könnten auf der Erde, sondern sie würden alle gleich sein, alle gleiche Formen haben! Die Kräfte, die auf der Erde vorhanden sind, um dem Menschen die physische Gestalt zu geben, sind tatsächlich so geartet, daß alle Menschen, wenn nur die formenden Kräfte unserer Erde auf sie wirken würden, die gleiche äußere physische Gestalt haben müßten. Dies wird dadurch bewirkt, daß dieser physische Menschenleib genügend vorbereitet ist. Wir wissen, daß er vorbereitet worden ist durch die Saturn-, durch die Sonnen-, durch die Mondenzeit. Da ist alles so vorbereitet durch Kräfte, die eben gewirkt haben während dieser drei Epochen, daß von den Kräften der Erde selber auf den menschlichen Leib gar nichts anderes wirken kann, als was ihn in einheitlichen Formen über die ganze Erde hin gestalten würde, wenn eben bloß diese Erde in Betracht kommen würde. Ich möchte sagen: Der Mensch ist durch dasjenige, was an Kräften seinem physischen Leibe während der Saturn-, Sonnen- und Mondenzeit einverleibt worden ist, so gepanzert gegen alle Verschiedenheiten der Erdenkräfte, daß er über die ganze Erde hin, wenn er nur den Erdenkräften überlassen wäre, gleich sein müßte. Geisteswissenschaft muß also ausgehen davon, daß eine gleiche Form durch die Erdenkräfte dem Menschen vorbestimmt worden ist.

[ 4 ] Nun zeigt die geisteswissenschaftliche Betrachtung aber etwas ganz anderes. Sie zeigt uns, daß, wenn wir nur Rücksicht nehmen auf die Betrachtung desjenigen, was aus dem physischen Leib der Erde an Formen werden kann durch die Erdenkräfte, die Menschen gar nicht verschieden sein könnten auf der Erde, sondern sie würden alle gleich sein, alle gleiche Formen haben! Die Kräfte, die auf der Erde vorhanden sind, um dem Menschen die physische Gestalt zu geben, sind tatsächlich so geartet, daß alle Menschen, wenn nur die formenden Kräfte unserer Erde auf sie wirken würden, die gleiche äußere physische Gestalt haben müßten. Dies wird dadurch bewirkt, daß dieser physische Menschenleib genügend vorbereitet ist. Wir wissen, daß er vorbereitet worden ist durch die Saturn-, durch die Sonnen-, durch die Mondenzeit. Da ist alles so vorbereitet durch Kräfte, die eben gewirkt haben während dieser drei Epochen, daß von den Kräften der Erde selber auf den menschlichen Leib gar nichts anderes wirken kann, als was ihn in einheitlichen Formen über die ganze Erde hin gestalten würde, wenn eben bloß diese Erde in Betracht kommen würde. Ich möchte sagen: Der Mensch ist durch dasjenige, was an Kräften seinem physischen Leibe während der Saturn-, Sonnen- und Mondenzeit einverleibt worden ist, so gepanzert gegen alle Verschiedenheiten der Erdenkräfte, daß er über die ganze Erde hin, wenn er nur den Erdenkräften überlassen wäre, gleich sein müßte. Geisteswissenschaft muß also ausgehen davon, daß eine gleiche Form durch die Erdenkräfte dem Menschen vorbestimmt worden ist.

[ 5 ] Wenn wir nun selbst die Verschiedenheit des Männlichen und Weiblichen ins Auge fassen, so gilt auch in bezug auf diese Verschiedenheit des Männlichen und Weiblichen das, was eben gesagt worden ist. Denn auch diese Verschiedenheit ist nicht hervorgerufen durch dasjenige, was von Erdenkräften an dem Menschen geformt ist, sondern durch ganz andere Kräfte, von denen wir gleich sprechen werden, so daß wir eine gewisse Summe von Erdenkräften annehmen können, die formend auf den Menschen wirken und die über die ganze Erde hin nur absolut gleiche Menschengestalten hervorzubringen suchen. Nun können wir uns selbstverständlich fragen: Woher rührt es denn nun, daß die Menschen dennoch so verschieden sind?

[ 5 ] Wenn wir nun selbst die Verschiedenheit des Männlichen und Weiblichen ins Auge fassen, so gilt auch in bezug auf diese Verschiedenheit des Männlichen und Weiblichen das, was eben gesagt worden ist. Denn auch diese Verschiedenheit ist nicht hervorgerufen durch dasjenige, was von Erdenkräften an dem Menschen geformt ist, sondern durch ganz andere Kräfte, von denen wir gleich sprechen werden, so daß wir eine gewisse Summe von Erdenkräften annehmen können, die formend auf den Menschen wirken und die über die ganze Erde hin nur absolut gleiche Menschengestalten hervorzubringen suchen. Nun können wir uns selbstverständlich fragen: Woher rührt es denn nun, daß die Menschen dennoch so verschieden sind?

[ 6 ] Wir wissen ja, daß wir es nicht nur zu tun haben mit dem physischen Erdenleib des Menschen, sondern daß hinter dem physischen Erdenleib des Menschen ätherischer Leib steht. Nun zeigt uns die geisteswissenschaftliche Betrachtung, daß, wenn auch in bezug auf den physischen Erdenleib eigentlich alle Menschen gleich sein müßten, sie in bezug auf den Ätherleib verschieden sein müssen, und zwar aus dem Grunde, weil auf den Ätherleib eben nicht bloß Erdenkräfte wirken. Es ist ein völliger Irrtum, wenn man glaubt, daß auf den Ätherleib des Menschen nur Erdenkräfte wirken. Auf den Ätherleib des Menschen wirken aus dem Kosmos, aus dem Universum herein Kräfte, die formen ihn, die gestalten ihn. So daß wir also unterscheiden müssen die gleichförmigen, über die Erde hin wirkenden Erdenkräfte, die alle Menschenformen gleich machen würden, und die aus dem Universum auf die Erde hereinwirkenden Kräfte, die die Ätherleiber der Menschen verschieden machen. Man kann durch die geisteswissenschaftliche Beobachtung die Verschiedenheit der menschlichen Ätherleiber verfolgen. Da gibt es menschliche Ätherleiber, welche, ich möchte sagen, an einer äußersten Grenze stehen, die starke Kräfte haben, Ätherleiber, bei denen man beobachten kann, daß sie außerordentlich zäh sind, so daß, wenn man sie beobachtet, sie ihre Form fast so beibehalten, wie eine physische Form bleibt. Das ist eine Art der Ätherleiber.

[ 6 ] Wir wissen ja, daß wir es nicht nur zu tun haben mit dem physischen Erdenleib des Menschen, sondern daß hinter dem physischen Erdenleib des Menschen ätherischer Leib steht. Nun zeigt uns die geisteswissenschaftliche Betrachtung, daß, wenn auch in bezug auf den physischen Erdenleib eigentlich alle Menschen gleich sein müßten, sie in bezug auf den Ätherleib verschieden sein müssen, und zwar aus dem Grunde, weil auf den Ätherleib eben nicht bloß Erdenkräfte wirken. Es ist ein völliger Irrtum, wenn man glaubt, daß auf den Ätherleib des Menschen nur Erdenkräfte wirken. Auf den Ätherleib des Menschen wirken aus dem Kosmos, aus dem Universum herein Kräfte, die formen ihn, die gestalten ihn. So daß wir also unterscheiden müssen die gleichförmigen, über die Erde hin wirkenden Erdenkräfte, die alle Menschenformen gleich machen würden, und die aus dem Universum auf die Erde hereinwirkenden Kräfte, die die Ätherleiber der Menschen verschieden machen. Man kann durch die geisteswissenschaftliche Beobachtung die Verschiedenheit der menschlichen Ätherleiber verfolgen. Da gibt es menschliche Ätherleiber, welche, ich möchte sagen, an einer äußersten Grenze stehen, die starke Kräfte haben, Ätherleiber, bei denen man beobachten kann, daß sie außerordentlich zäh sind, so daß, wenn man sie beobachtet, sie ihre Form fast so beibehalten, wie eine physische Form bleibt. Das ist eine Art der Ätherleiber.

[ 7 ] Eine zweite Art der Ätherleiber ist die, wo der Ätherleib so beweglich ist, ich möchte sagen, wie ein vollständig Bewegtes, mehr Flatterndes beweglich ist, im Gegensatz zu der festen Form flutend und beweglich ist. Die Ätherleiber dieser beiden Formen zeigen sich namentlich so, daß man sie bezeichnen kann als innerlich ziemlich gleich schattiert. Eine weitere Art von Ätherleibern ist diejenige, die innerlich schattiert sind, innerlich schillernd schattiert sind, die also nicht gleichförmig in ihrer Farbe sind, sondern innerlich schattiert, innerlich tingiert sind. Eine vierte Art von Ätherleibern sind diejenigen, welche zwar durch ihre ganze Substanz hindurch eine Grundfarbe, wenn wir so sagen wollen, zeigen, die sie aber in den aufeinanderfolgenden Zeiten ändern, ohne daß man angeben kann, daß sie von etwas anderem als von innen her geändert wird. Diese sind also nicht schillernd tingiert, nicht mit verschiedenen Farben schattiert, sondern sie sind so, daß sie gleichmäßig sind, aber im Laufe der Zeit immer andere Färbungen zeigen, chamäleonartige Ätherleiber. Dann gibt es solche Ätherleiber, die sehr stark die Neigung haben, sich innerlich aufzuhellen, zu klären, die in gewissen Momenten heller und heller werden. Andere Ätherleiber haben eine sehr starke Fähigkeit, die Sphärenharmonie wiederzugeben. Und dann sind solche Ätherleiber zu beobachten, welche insbesondere auftreten bei erfinderischen, genialischen Menschen, solche Ätherleiber, welche schon Kräfte in sich zeigen, die erdenfremd und erdenseltsam sind. Während die sechs vorherigen Arten des Ätherleibes immerhin zeigen, daß sie so geartet sind, daß man sie bei Menschen, auch wenn sie Durchschnittsmenschen sind, findet, gibt die letztere Art von Ätherleibern diejenige Art von Menschen, welche starke Fähigkeiten haben, die, von denen man sagt, daß sie nicht «erdgeboren» sind — Dichter, Künstler und dergleichen.

[ 7 ] Eine zweite Art der Ätherleiber ist die, wo der Ätherleib so beweglich ist, ich möchte sagen, wie ein vollständig Bewegtes, mehr Flatterndes beweglich ist, im Gegensatz zu der festen Form flutend und beweglich ist. Die Ätherleiber dieser beiden Formen zeigen sich namentlich so, daß man sie bezeichnen kann als innerlich ziemlich gleich schattiert. Eine weitere Art von Ätherleibern ist diejenige, die innerlich schattiert sind, innerlich schillernd schattiert sind, die also nicht gleichförmig in ihrer Farbe sind, sondern innerlich schattiert, innerlich tingiert sind. Eine vierte Art von Ätherleibern sind diejenigen, welche zwar durch ihre ganze Substanz hindurch eine Grundfarbe, wenn wir so sagen wollen, zeigen, die sie aber in den aufeinanderfolgenden Zeiten ändern, ohne daß man angeben kann, daß sie von etwas anderem als von innen her geändert wird. Diese sind also nicht schillernd tingiert, nicht mit verschiedenen Farben schattiert, sondern sie sind so, daß sie gleichmäßig sind, aber im Laufe der Zeit immer andere Färbungen zeigen, chamäleonartige Ätherleiber. Dann gibt es solche Ätherleiber, die sehr stark die Neigung haben, sich innerlich aufzuhellen, zu klären, die in gewissen Momenten heller und heller werden. Andere Ätherleiber haben eine sehr starke Fähigkeit, die Sphärenharmonie wiederzugeben. Und dann sind solche Ätherleiber zu beobachten, welche insbesondere auftreten bei erfinderischen, genialischen Menschen, solche Ätherleiber, welche schon Kräfte in sich zeigen, die erdenfremd und erdenseltsam sind. Während die sechs vorherigen Arten des Ätherleibes immerhin zeigen, daß sie so geartet sind, daß man sie bei Menschen, auch wenn sie Durchschnittsmenschen sind, findet, gibt die letztere Art von Ätherleibern diejenige Art von Menschen, welche starke Fähigkeiten haben, die, von denen man sagt, daß sie nicht «erdgeboren» sind — Dichter, Künstler und dergleichen.

[ 8 ] Es ist nicht aus einer beliebigen Annahme der Zahl Sieben, daß man solche sieben Formen des Ätherleibes bei den Menschen unterscheidet. Man muß eben abzählen. Man findet keine andern als diejenigen, die ich jetzt als typisch dargestellt habe, und deshalb sind es sieben, aus keinem andern Grunde, sieben Arten des Ätherleibes. Es sind wirklich sieben verschiedene Arten der Ätherleiber der Menschen. In den Ätherleibern haben wir Kräfte, die gewissermaßen nicht irdisch sind, die aus dem Kosmos hereinkommen. Nun wirkt der Ätherleib aber gestaltend auf den physischen Leib, und so kommt es, daß, während in bezug auf den physischen Leib durch die Erdenkräfte die Menschen alle gleich sein würden, schon durch den Ätherleib sie verschieden geformt werden, während die Verschiedenheit zum Beispiel in männliche und weibliche Leiber sogar erst durch den Astralleib bewirkt wird, durch die Kräfte, die der Astralleib erst entwickelt, namentlich im Durchgang zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, wo der Mensch sich vorbereitet zu dem Geschlecht, das er nach dem Karma in der nächsten Inkarnation haben muß.

[ 8 ] Es ist nicht aus einer beliebigen Annahme der Zahl Sieben, daß man solche sieben Formen des Ätherleibes bei den Menschen unterscheidet. Man muß eben abzählen. Man findet keine andern als diejenigen, die ich jetzt als typisch dargestellt habe, und deshalb sind es sieben, aus keinem andern Grunde, sieben Arten des Ätherleibes. Es sind wirklich sieben verschiedene Arten der Ätherleiber der Menschen. In den Ätherleibern haben wir Kräfte, die gewissermaßen nicht irdisch sind, die aus dem Kosmos hereinkommen. Nun wirkt der Ätherleib aber gestaltend auf den physischen Leib, und so kommt es, daß, während in bezug auf den physischen Leib durch die Erdenkräfte die Menschen alle gleich sein würden, schon durch den Ätherleib sie verschieden geformt werden, während die Verschiedenheit zum Beispiel in männliche und weibliche Leiber sogar erst durch den Astralleib bewirkt wird, durch die Kräfte, die der Astralleib erst entwickelt, namentlich im Durchgang zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, wo der Mensch sich vorbereitet zu dem Geschlecht, das er nach dem Karma in der nächsten Inkarnation haben muß.

[ 9 ] Bleiben wir zunächst bei der Betrachtung des Ätherleibes. Also wir können sagen: Während der physische Leib eigentlich, wenn wir bloß auf die Erdenkräfte Bezug nehmen, veranlagt ist zur Gleichheit über die ganze Erde hin, würden die Menschen in sieben Gruppen zerfallen über die Erde hin dadurch, daß ihre Ätherleiber vom Kosmos aus, von außerhalb der Erde in verschiedener Weise veranlagt sind, in verschiedener Weise durchgestaltet sind, durchsubstanziert sind. Das ist der Tatbestand, das ist dasjenige, wozu man nach und nach kommt, wenn man versucht, das gegenseitige Verhältnis des Ätherleibes des Menschen zu seinem physischen Leib geisteswissenschaftlich zu untersuchen. Nun hängt diese Verschiedenheit, die da auftritt, mit den Anlagen, mit den Verschiedenheiten der Rassen über die Erde hin zusammen. Im Grunde genommen können die Rassen immer wegen dieser Verschiedenheit der Ätherleiber auf die Siebenzahl zurückgeführt werden. Wenn auch manche typischen Formen verkümmern und man vielleicht in der äußeren Wissenschaft weniger als sieben Grundrassen unterscheidet, es sind doch eigentlich in Wirklichkeit sieben Grundrassenverschiedenheiten im ganzen Menschengeschlecht vorhanden. Aber die sind eigentlich durch die Ätherleiber bewirkt und haben ihren Ursprung nicht in den Erdenkräften während unserer Entwickelung, sondern sie haben ihren Ursprung in kosmischen Kräften.

[ 9 ] Bleiben wir zunächst bei der Betrachtung des Ätherleibes. Also wir können sagen: Während der physische Leib eigentlich, wenn wir bloß auf die Erdenkräfte Bezug nehmen, veranlagt ist zur Gleichheit über die ganze Erde hin, würden die Menschen in sieben Gruppen zerfallen über die Erde hin dadurch, daß ihre Ätherleiber vom Kosmos aus, von außerhalb der Erde in verschiedener Weise veranlagt sind, in verschiedener Weise durchgestaltet sind, durchsubstanziert sind. Das ist der Tatbestand, das ist dasjenige, wozu man nach und nach kommt, wenn man versucht, das gegenseitige Verhältnis des Ätherleibes des Menschen zu seinem physischen Leib geisteswissenschaftlich zu untersuchen. Nun hängt diese Verschiedenheit, die da auftritt, mit den Anlagen, mit den Verschiedenheiten der Rassen über die Erde hin zusammen. Im Grunde genommen können die Rassen immer wegen dieser Verschiedenheit der Ätherleiber auf die Siebenzahl zurückgeführt werden. Wenn auch manche typischen Formen verkümmern und man vielleicht in der äußeren Wissenschaft weniger als sieben Grundrassen unterscheidet, es sind doch eigentlich in Wirklichkeit sieben Grundrassenverschiedenheiten im ganzen Menschengeschlecht vorhanden. Aber die sind eigentlich durch die Ätherleiber bewirkt und haben ihren Ursprung nicht in den Erdenkräften während unserer Entwickelung, sondern sie haben ihren Ursprung in kosmischen Kräften.

[ 10 ] Wenn wir nun die Entwickelung der Erde selber rückwärts verfolgen bis in die atlantische, bis in die lemurische Zeit hinein, dann zeigt sich uns, daß ursprünglich Anlagen, Impulse vorhanden waren, durch welche die Physiognomie, die der physische Leib des Menschen durch die Gewalt des Ätherleibes bekommen hat — also die Verschiedenheit, die da ausgeprägt worden ist —, sich eigentlich nicht so auf der Erde hätte vollziehen sollen nach den ursprünglichen Anlagen, wie sie sich vollzogen hat. Es hätte nicht so kommen sollen, sondern wenn alles in einer gewissen Weise — wir werden gleich nachher sehen, in welcher Weise — gegangen wäre, so würde der siebenfarbige Ätherleib in der Ausgestaltung des Menschen Verschiedenheiten bewirkt haben, aber nacheinander, so nacheinander, daß eine gewisse Form von Menschen dagewesen wäre, durch den Ätherleib bewirkt, in der fünften atlantischen Periode, eine zweite in der sechsten atlantischen Periode, eine dritte in der siebenten atlantischen Periode, eine vierte in der ersten nachatlantischen Periode, eine fünfte in der zweiten nachatlantischen Periode, eine sechste in der dritten nachatlantischen Periode, eine siebente in der griechisch-lateinischen Zeit, der vierten nachatlantischen Periode. Also so wäre es gekommen: nacheinander hätten sich verschiedene Menschentypen gezeigt, nacheinander. Gewissermaßen hätten sich die Menschen so entwickelt, daß man in der fünften atlantischen Periode Menschen gehabt hätte, bei deren physischer Leibesgestaltung eine Form des Ätherleibes besonders stark gewirkt hätte, in der sechsten atlantischen Periode die zweite der charakterisierten Formen und so weiter bis herein in die vierte nachatlantische Periode. Das war eigentlich veranlagt.

[ 10 ] Wenn wir nun die Entwickelung der Erde selber rückwärts verfolgen bis in die atlantische, bis in die lemurische Zeit hinein, dann zeigt sich uns, daß ursprünglich Anlagen, Impulse vorhanden waren, durch welche die Physiognomie, die der physische Leib des Menschen durch die Gewalt des Ätherleibes bekommen hat — also die Verschiedenheit, die da ausgeprägt worden ist —, sich eigentlich nicht so auf der Erde hätte vollziehen sollen nach den ursprünglichen Anlagen, wie sie sich vollzogen hat. Es hätte nicht so kommen sollen, sondern wenn alles in einer gewissen Weise — wir werden gleich nachher sehen, in welcher Weise — gegangen wäre, so würde der siebenfarbige Ätherleib in der Ausgestaltung des Menschen Verschiedenheiten bewirkt haben, aber nacheinander, so nacheinander, daß eine gewisse Form von Menschen dagewesen wäre, durch den Ätherleib bewirkt, in der fünften atlantischen Periode, eine zweite in der sechsten atlantischen Periode, eine dritte in der siebenten atlantischen Periode, eine vierte in der ersten nachatlantischen Periode, eine fünfte in der zweiten nachatlantischen Periode, eine sechste in der dritten nachatlantischen Periode, eine siebente in der griechisch-lateinischen Zeit, der vierten nachatlantischen Periode. Also so wäre es gekommen: nacheinander hätten sich verschiedene Menschentypen gezeigt, nacheinander. Gewissermaßen hätten sich die Menschen so entwickelt, daß man in der fünften atlantischen Periode Menschen gehabt hätte, bei deren physischer Leibesgestaltung eine Form des Ätherleibes besonders stark gewirkt hätte, in der sechsten atlantischen Periode die zweite der charakterisierten Formen und so weiter bis herein in die vierte nachatlantische Periode. Das war eigentlich veranlagt.

[ 11 ] Dagegen haben sich Luzifer und Ahriman gesträubt, das sollte nicht so kommen. Das war die im regelmäßigen Gang der Menschheitsentwickelung fortgehende Entwickelungstendenz. Dagegen haben sich Luzifer und Ahriman gesträubt. Sie haben die ganze Sache so eingeleitet, daß die Entwickelungen sich verschoben haben, so daß,während eigentlich die Entwickelung so veranlagt war, daß im wesentlichen eine Form von Menschen hätte erscheinen sollen in der fünften atlantischen Periode, und diese dann sich hätte nach und nach umwandeln sollen in eine andere Form von Menschen, erhielten Luzifer und Ahriman die Form der fünften atlantischen Periode in die sechste hinein, und wiederum von der sechsten atlantischen Periode in die siebente hinein, und wiederum herüber über die atlantische Überflutung. So daß eigentlich dasjenige, was hätte vergehen sollen in der Form, geblieben ist, und statt daß die Rassenunterschiede sich nacheinander entwickelt hätten, wie es hätte geschehen sollen, sind die alten Rassenformen geblieben, stationär geblieben, und die neueren haben sich gleichsam hineingeschoben, so daß sich ein Nebeneinander entwickelt hat, statt eines Nacheinander, das eigentlich bestimmt war. Und so entstand das, daß nun überhaupt solche physisch verschiedenen Rassen die Erde bevölkerten und bis in unsere Zeit herein bevölkern, während also diese Entwickelung hätte so ablaufen sollen, wie ich es geschildert habe. Wir sehen eben überall, schon wenn wir dasjenige, was von der Entwickelung des Ätherleibes herkommt, betrachten, wir sehen überall, daß Luzifer und Ahriman ihre Rolle in der irdischen Menschheitsentwickelung spielen.

[ 11 ] Dagegen haben sich Luzifer und Ahriman gesträubt, das sollte nicht so kommen. Das war die im regelmäßigen Gang der Menschheitsentwickelung fortgehende Entwickelungstendenz. Dagegen haben sich Luzifer und Ahriman gesträubt. Sie haben die ganze Sache so eingeleitet, daß die Entwickelungen sich verschoben haben, so daß,während eigentlich die Entwickelung so veranlagt war, daß im wesentlichen eine Form von Menschen hätte erscheinen sollen in der fünften atlantischen Periode, und diese dann sich hätte nach und nach umwandeln sollen in eine andere Form von Menschen, erhielten Luzifer und Ahriman die Form der fünften atlantischen Periode in die sechste hinein, und wiederum von der sechsten atlantischen Periode in die siebente hinein, und wiederum herüber über die atlantische Überflutung. So daß eigentlich dasjenige, was hätte vergehen sollen in der Form, geblieben ist, und statt daß die Rassenunterschiede sich nacheinander entwickelt hätten, wie es hätte geschehen sollen, sind die alten Rassenformen geblieben, stationär geblieben, und die neueren haben sich gleichsam hineingeschoben, so daß sich ein Nebeneinander entwickelt hat, statt eines Nacheinander, das eigentlich bestimmt war. Und so entstand das, daß nun überhaupt solche physisch verschiedenen Rassen die Erde bevölkerten und bis in unsere Zeit herein bevölkern, während also diese Entwickelung hätte so ablaufen sollen, wie ich es geschildert habe. Wir sehen eben überall, schon wenn wir dasjenige, was von der Entwickelung des Ätherleibes herkommt, betrachten, wir sehen überall, daß Luzifer und Ahriman ihre Rolle in der irdischen Menschheitsentwickelung spielen.

[ 12 ] Nun müssen wir uns einmal fragen: Wie war denn das eigentlich im Weltzusammenhang gemeint, daß die Menschen nacheinander bis in die griechisch-lateinische Zeit hinein sich so herausentwickeln sollten? Wir wissen ja wiederum, daß ungefähr um die Zeit, die ich bezeichnet habe als die atlantische Zeit, die Seelen nach und nach — also von der fünften atlantischen Periode angefangen — heruntergekommen waren von den Planeten, auf die sie hinaufgestiegen waren. Erinnern Sie sich aus meiner «Geheimwissenschaft im Umriß», wie dort dargestellt ist, daß die Seelen hinaufgestiegen und wiederum heruntergekommen sind, daß von dem Zeitpunkte an, da sie hinuntergestiegen sind, so richtig auf der Erde beginnt das Inkarnationsleben! Wir sehen also, daß die Iche der Menschen, die eigentlichen Individualitäten dann durchgegangen wären in den aufeinanderfolgenden Zeiten durch diese verschiedenen Gestaltungen. Unsere Iche wären in der fünften atlantischen Periode durch eine Menschenform gegangen, in der sechsten durch eine Menschenform gegangen, in der siebenten durch eine andere, in der ersten nachatlantischen Periode wieder durch eine andere und so weiter. Man würde diese aufeinanderfolgenden Menschentypen, Menschengestaltungen nach und nach absolviert haben. Und so war es eigentlich veranlagt, daß die Menschen auf diese Weise dasjenige absolviert hätten, was notwendig war zur Schulung der menschlichen Individualität, was notwendig war an Durchgang durch verschiedene Äthergestaltungen, die dann auf die physische Gestaltung unterscheidend gewirkt hätten, daß das alles durchgemacht worden wäre. In der Tat hätte auftreten können ein Menschentypus auf der Erde — das war ursprünglich veranlagt —, welcher das Ergebnis sieben hintereinander folgender Entwickelungsperioden gewesen wäre, die je etwas zugelegt hätten zur Vollkommenheit. Und die fünfte nachatlantische Periode wäre schon so gewesen, daß ein harmonischer Menschentypus über die ganze Erde hin bestimmt war.

[ 12 ] Nun müssen wir uns einmal fragen: Wie war denn das eigentlich im Weltzusammenhang gemeint, daß die Menschen nacheinander bis in die griechisch-lateinische Zeit hinein sich so herausentwickeln sollten? Wir wissen ja wiederum, daß ungefähr um die Zeit, die ich bezeichnet habe als die atlantische Zeit, die Seelen nach und nach — also von der fünften atlantischen Periode angefangen — heruntergekommen waren von den Planeten, auf die sie hinaufgestiegen waren. Erinnern Sie sich aus meiner «Geheimwissenschaft im Umriß», wie dort dargestellt ist, daß die Seelen hinaufgestiegen und wiederum heruntergekommen sind, daß von dem Zeitpunkte an, da sie hinuntergestiegen sind, so richtig auf der Erde beginnt das Inkarnationsleben! Wir sehen also, daß die Iche der Menschen, die eigentlichen Individualitäten dann durchgegangen wären in den aufeinanderfolgenden Zeiten durch diese verschiedenen Gestaltungen. Unsere Iche wären in der fünften atlantischen Periode durch eine Menschenform gegangen, in der sechsten durch eine Menschenform gegangen, in der siebenten durch eine andere, in der ersten nachatlantischen Periode wieder durch eine andere und so weiter. Man würde diese aufeinanderfolgenden Menschentypen, Menschengestaltungen nach und nach absolviert haben. Und so war es eigentlich veranlagt, daß die Menschen auf diese Weise dasjenige absolviert hätten, was notwendig war zur Schulung der menschlichen Individualität, was notwendig war an Durchgang durch verschiedene Äthergestaltungen, die dann auf die physische Gestaltung unterscheidend gewirkt hätten, daß das alles durchgemacht worden wäre. In der Tat hätte auftreten können ein Menschentypus auf der Erde — das war ursprünglich veranlagt —, welcher das Ergebnis sieben hintereinander folgender Entwickelungsperioden gewesen wäre, die je etwas zugelegt hätten zur Vollkommenheit. Und die fünfte nachatlantische Periode wäre schon so gewesen, daß ein harmonischer Menschentypus über die ganze Erde hin bestimmt war.

[ 13 ] Das haben Luzifer und Ahriman vereitelt. Nichts anderes war möglich, als daß die Griechen träumten von einem idealen, außermenschlichen Formtypus, den sie auf die verschiedene Weise — auf die Apolloweise, auf die Zeusweise, auf die Atheneweise und so weiter — zu formen trachteten. Sie haben ihn nicht vollständig umfaßt, weil er nicht in der Wirklichkeit da war. Aber man kann, wenn man ein Empfinden für die griechische Plastik hat, fühlen, wie das Griechentum träumt von dem, was an einheitlichem, vollkommenem, schönem Menschentypus hätte entstehen sollen. Daß das nicht so gekommen ist, das haben Luzifer und Ahriman dadurch verhindert, daß sie die einmal entstandenen Rassenformen immer bewahrt haben, so daß aus dem Nacheinander ein Nebeneinander entstanden ist.

[ 13 ] Das haben Luzifer und Ahriman vereitelt. Nichts anderes war möglich, als daß die Griechen träumten von einem idealen, außermenschlichen Formtypus, den sie auf die verschiedene Weise — auf die Apolloweise, auf die Zeusweise, auf die Atheneweise und so weiter — zu formen trachteten. Sie haben ihn nicht vollständig umfaßt, weil er nicht in der Wirklichkeit da war. Aber man kann, wenn man ein Empfinden für die griechische Plastik hat, fühlen, wie das Griechentum träumt von dem, was an einheitlichem, vollkommenem, schönem Menschentypus hätte entstehen sollen. Daß das nicht so gekommen ist, das haben Luzifer und Ahriman dadurch verhindert, daß sie die einmal entstandenen Rassenformen immer bewahrt haben, so daß aus dem Nacheinander ein Nebeneinander entstanden ist.

[ 14 ] So stand die Menschenentwickelung in der vierten nachatlantischen Periode, der griechisch-lateinischen Zeit, vor der Tatsache, daß durch den luziferisch-ahrimanischen Einfluß nicht hat erreicht werden können, wozu die die Erde impulsierenden Götter diese Erde in bezug auf die äußeren Formen eigentlich bestimmt haben. Die Geister aus der Hierarchie der Form haben bewirken wollen, daß aus dem Zusammenwirken der verschiedenen Hierarchien der Form dieser vollkommene Menschentypus an physischer Ausgestaltung hätte wirklich entstehen können. So konnten die Griechen nur von ihm träumen, konnten ihn nur in der Kunst ausleben.

[ 14 ] So stand die Menschenentwickelung in der vierten nachatlantischen Periode, der griechisch-lateinischen Zeit, vor der Tatsache, daß durch den luziferisch-ahrimanischen Einfluß nicht hat erreicht werden können, wozu die die Erde impulsierenden Götter diese Erde in bezug auf die äußeren Formen eigentlich bestimmt haben. Die Geister aus der Hierarchie der Form haben bewirken wollen, daß aus dem Zusammenwirken der verschiedenen Hierarchien der Form dieser vollkommene Menschentypus an physischer Ausgestaltung hätte wirklich entstehen können. So konnten die Griechen nur von ihm träumen, konnten ihn nur in der Kunst ausleben.

[ 15 ] Es hat etwas tief Ergreifendes, wenn man im Verlauf der geisteswissenschaftlichen Forschung darauf kommt, sich zu sagen: Warum haben denn diese Griechen eigentlich in der Plastik ein so Vollkommenes geschaffen? — Weil sie, ich möchte sagen, wie durch ein geistig-seelisches Werkzeug aufgefangen haben die Enttäuschungen, welche Luzifer und Ahriman den guten göttlich-geistigen Wesenheiten bereitet haben, die mit der Menschheit etwas anderes gewollt haben, als es dann hat entstehen können. Was durch die guten göttlich-geistigen Wesenheiten hätte entstehen sollen, das lag den Griechen auf der Seele, und das wollten sie wenigstens formen, nachdem es in dem Äußeren, Wirklichen nicht hat entstehen können. Groß und gewaltig und erschütternd wirkt die Anschauung dieser inneren Kräfte der Menschheitsentwickelung, die da in so etwas auftreten wie in künstlerischen Formen, die festhalten will dasjenige, was in der äußeren Wirklichkeit nicht hat erreicht werden können. Da blickt man noch mit einem ganz andern Sinn hin auf diese griechische Kunst, die gerade in jenem griechischen Zeitalter eine so eigenartige, sich nimmermehr wiederholenkönnende Ausgestaltung erfahren hat.

[ 15 ] Es hat etwas tief Ergreifendes, wenn man im Verlauf der geisteswissenschaftlichen Forschung darauf kommt, sich zu sagen: Warum haben denn diese Griechen eigentlich in der Plastik ein so Vollkommenes geschaffen? — Weil sie, ich möchte sagen, wie durch ein geistig-seelisches Werkzeug aufgefangen haben die Enttäuschungen, welche Luzifer und Ahriman den guten göttlich-geistigen Wesenheiten bereitet haben, die mit der Menschheit etwas anderes gewollt haben, als es dann hat entstehen können. Was durch die guten göttlich-geistigen Wesenheiten hätte entstehen sollen, das lag den Griechen auf der Seele, und das wollten sie wenigstens formen, nachdem es in dem Äußeren, Wirklichen nicht hat entstehen können. Groß und gewaltig und erschütternd wirkt die Anschauung dieser inneren Kräfte der Menschheitsentwickelung, die da in so etwas auftreten wie in künstlerischen Formen, die festhalten will dasjenige, was in der äußeren Wirklichkeit nicht hat erreicht werden können. Da blickt man noch mit einem ganz andern Sinn hin auf diese griechische Kunst, die gerade in jenem griechischen Zeitalter eine so eigenartige, sich nimmermehr wiederholenkönnende Ausgestaltung erfahren hat.

[ 16 ] Aber damit war auch die Zeit gekommen, wo durch den luziferisch-ahrimanischen Einfluß gewissermaßen die Menschheit an eine Krisis gekommen ist. Luzifer und Ahriman haben einmal bewirkt, daß die Rassen, statt hintereinander lebend, nebeneinander lebend lebendig wurden. Aber zu gleicher Zeit waren auch herabgelähmt alle diejenigen Kräfte, die ursprünglich die formenden Geister, die Geister der Form in die Menschheitsentwickelung der Erde hineingegossen haben. Nichts mehr konnten sie machen, als die griechische Phantasie so zu befruchten, daß sie das ist, was ich auseinandergesetzt habe. Es standen gewissermaßen die Geister der Form vor der Notwendigkeit, sich zu sagen: Soll jetzt das Menschengeschlecht sich so weiterentwickeln, daß nimmermehr die Menschen sich zusammenfinden in der Erdenentwickelung? — Denn so hätte es kommen müssen. Wäre die Erdenentwickelung nun von der vierten Periode, der griechisch-lateinischen Zeit an einfach weitergegangen, so wäre sie auseinandergefallen in eine Siebenheit, bewirkt durch luziferische und ahrimanische Kräfte, in sieben Menschengruppen auf der Erde, die auseinandergefallen wären, so verschieden, wie die einzelnen Tiergruppen auseinanderfallen. Wie sich die einzelnen Tiergruppen gegenseitig nicht verstehen, sondern sich untereinander als andere Wesen ansehen, so hätte sich gegen das Ende der vierten Kulturperiode, der griechisch-lateinischen Zeit, und vom fünften Zeitalter an, in dem wir leben, immer mehr und mehr die Anschauung entwickeln müssen — man würde jetzt noch drinnenstehen, es wäre noch nicht bis zur äußersten Vollkommenheit gekommen, was hier die äußerste Unvollkommenheit eigentlich bedeutet, aber es hätte auf der Erde dazu kommen müssen nach und nach —, daß sich auf der Erde sieben Menschengruppen allmählich gebildet hätten, die sich gegenseitig als ganz andere Wesen angeschaut hätten. Der Name «Mensch» für alle Menschen auf der Erde hätte sich gar nicht als der rechte erwiesen, sondern man hätte Bezeichnungen gehabt, sieben Bezeichnungen für sieben verschiedene Wesensgruppen auf der Erde, nicht eine einheitliche Bezeichnung für den Menschen über die Erde hin.

[ 16 ] Aber damit war auch die Zeit gekommen, wo durch den luziferisch-ahrimanischen Einfluß gewissermaßen die Menschheit an eine Krisis gekommen ist. Luzifer und Ahriman haben einmal bewirkt, daß die Rassen, statt hintereinander lebend, nebeneinander lebend lebendig wurden. Aber zu gleicher Zeit waren auch herabgelähmt alle diejenigen Kräfte, die ursprünglich die formenden Geister, die Geister der Form in die Menschheitsentwickelung der Erde hineingegossen haben. Nichts mehr konnten sie machen, als die griechische Phantasie so zu befruchten, daß sie das ist, was ich auseinandergesetzt habe. Es standen gewissermaßen die Geister der Form vor der Notwendigkeit, sich zu sagen: Soll jetzt das Menschengeschlecht sich so weiterentwickeln, daß nimmermehr die Menschen sich zusammenfinden in der Erdenentwickelung? — Denn so hätte es kommen müssen. Wäre die Erdenentwickelung nun von der vierten Periode, der griechisch-lateinischen Zeit an einfach weitergegangen, so wäre sie auseinandergefallen in eine Siebenheit, bewirkt durch luziferische und ahrimanische Kräfte, in sieben Menschengruppen auf der Erde, die auseinandergefallen wären, so verschieden, wie die einzelnen Tiergruppen auseinanderfallen. Wie sich die einzelnen Tiergruppen gegenseitig nicht verstehen, sondern sich untereinander als andere Wesen ansehen, so hätte sich gegen das Ende der vierten Kulturperiode, der griechisch-lateinischen Zeit, und vom fünften Zeitalter an, in dem wir leben, immer mehr und mehr die Anschauung entwickeln müssen — man würde jetzt noch drinnenstehen, es wäre noch nicht bis zur äußersten Vollkommenheit gekommen, was hier die äußerste Unvollkommenheit eigentlich bedeutet, aber es hätte auf der Erde dazu kommen müssen nach und nach —, daß sich auf der Erde sieben Menschengruppen allmählich gebildet hätten, die sich gegenseitig als ganz andere Wesen angeschaut hätten. Der Name «Mensch» für alle Menschen auf der Erde hätte sich gar nicht als der rechte erwiesen, sondern man hätte Bezeichnungen gehabt, sieben Bezeichnungen für sieben verschiedene Wesensgruppen auf der Erde, nicht eine einheitliche Bezeichnung für den Menschen über die Erde hin.

[ 17 ] Es handelte sich darum, daß gerade in dieser vierten nachatlantischen Periode, dieser griechisch-lateinischen Zeit, gewissermaßen eine Vorkehrung getroffen wurde im Weltenall, damit das so, wie es drohte, sich dennoch im weiteren Verlauf der Erdenentwickelung nicht vollziehen könne, damit nicht kommen könne einstmals der Moment wenn die Erde am Zielpunkt ihrer Entwickelung angekommen ist —, wo sieben Gruppen von Wesen die Erde bewohnen, die verschieden benannt werden, wie verschiedene 'Tiergattungen verschieden benannt werden, die sich nicht als gleich betrachten, und auf die höchstens übergegangen wäre irgendeine Nachbildung griechischer Formen, wie die der Zeusgestalt, der Apollogestalt, die als etwas Fremdes angesehen worden wären, als etwas, was es niemals auf der Erde hätte geben können. Gegen diese Entwickelung mußte eine Vorkehrung getroffen werden. Aber die physische Entwickelung war schon zu weit vorgeschritten, an der konnte man nichts mehr ändern. So mußte mit Bezug auf den Ätherleib des Menschen eine Vorkehrung getroffen werden. In den Ätherleib des Menschen mußte ein Impuls hineinkommen, welcher entgegenwirkt dieser Zersplitterung der Erdenmenschheit in eine Siebenheit. Und dieser Impuls, der bestimmt war im Weltenplan, dieser Zersplitterung der Erdenmenschheit entgegenzuwirken, dieser Impuls, der bestimmt war, möglich zu machen, daß der Menschenname über die ganze Erde hin eine reale Bedeutung behalte und wohl auch noch immer mehr und mehr annehmen wird, dieser Impuls ist — und da kommen wir auf einen neuen Gesichtspunkt dieser Tatsache — das Mysterium von Golgatha. Der erste Versuch gewissermaßen, der mit der Erdenmenschheit gemacht worden war, bevor der luziferisch-ahrimanische Impuls in die Erdenentwickelung eingegriffen hat, der war der, durch die Gestaltung des physischen Leibes Einheit zu schaffen über die ganze Erde hin in der Menschheit. Dieser Versuch der Geister der Form ist mißlungen. Er ist mißlungen durch den luziferisch-ahrimanischen Einfluß. Aber er durfte nicht in seiner Totalität mißlingen, es mußte etwas vorgekehrt werden, wodurch dasjenige, was Ahriman und Luzifer bewirkt haben, wiederum paralysiert werden kann, ausgeglichen werden kann. Auf den physischen Leib konnte man nicht mehr so wirken, wie es ursprünglich beabsichtigt war. Aber auf den Ätherleib sollte so gewirkt werden. Und das geschah dadurch, daß jenes geistig-göttliche Wesen, von dem wir so oftmals gesprochen haben, das Christus-Wesen, sich mit der menschheitlichen Gestalt in derjenigen Zeit der menschheitlichen Entwickelung vereinte, in der noch am meisten die Möglichkeit vorhanden war, den Urtypus der Menschheit festzuhalten.

[ 17 ] Es handelte sich darum, daß gerade in dieser vierten nachatlantischen Periode, dieser griechisch-lateinischen Zeit, gewissermaßen eine Vorkehrung getroffen wurde im Weltenall, damit das so, wie es drohte, sich dennoch im weiteren Verlauf der Erdenentwickelung nicht vollziehen könne, damit nicht kommen könne einstmals der Moment wenn die Erde am Zielpunkt ihrer Entwickelung angekommen ist —, wo sieben Gruppen von Wesen die Erde bewohnen, die verschieden benannt werden, wie verschiedene 'Tiergattungen verschieden benannt werden, die sich nicht als gleich betrachten, und auf die höchstens übergegangen wäre irgendeine Nachbildung griechischer Formen, wie die der Zeusgestalt, der Apollogestalt, die als etwas Fremdes angesehen worden wären, als etwas, was es niemals auf der Erde hätte geben können. Gegen diese Entwickelung mußte eine Vorkehrung getroffen werden. Aber die physische Entwickelung war schon zu weit vorgeschritten, an der konnte man nichts mehr ändern. So mußte mit Bezug auf den Ätherleib des Menschen eine Vorkehrung getroffen werden. In den Ätherleib des Menschen mußte ein Impuls hineinkommen, welcher entgegenwirkt dieser Zersplitterung der Erdenmenschheit in eine Siebenheit. Und dieser Impuls, der bestimmt war im Weltenplan, dieser Zersplitterung der Erdenmenschheit entgegenzuwirken, dieser Impuls, der bestimmt war, möglich zu machen, daß der Menschenname über die ganze Erde hin eine reale Bedeutung behalte und wohl auch noch immer mehr und mehr annehmen wird, dieser Impuls ist — und da kommen wir auf einen neuen Gesichtspunkt dieser Tatsache — das Mysterium von Golgatha. Der erste Versuch gewissermaßen, der mit der Erdenmenschheit gemacht worden war, bevor der luziferisch-ahrimanische Impuls in die Erdenentwickelung eingegriffen hat, der war der, durch die Gestaltung des physischen Leibes Einheit zu schaffen über die ganze Erde hin in der Menschheit. Dieser Versuch der Geister der Form ist mißlungen. Er ist mißlungen durch den luziferisch-ahrimanischen Einfluß. Aber er durfte nicht in seiner Totalität mißlingen, es mußte etwas vorgekehrt werden, wodurch dasjenige, was Ahriman und Luzifer bewirkt haben, wiederum paralysiert werden kann, ausgeglichen werden kann. Auf den physischen Leib konnte man nicht mehr so wirken, wie es ursprünglich beabsichtigt war. Aber auf den Ätherleib sollte so gewirkt werden. Und das geschah dadurch, daß jenes geistig-göttliche Wesen, von dem wir so oftmals gesprochen haben, das Christus-Wesen, sich mit der menschheitlichen Gestalt in derjenigen Zeit der menschheitlichen Entwickelung vereinte, in der noch am meisten die Möglichkeit vorhanden war, den Urtypus der Menschheit festzuhalten.

[ 18 ] Welche Zeit ist das in der menschlichen Entwickelung? — Alle die Kräfte, welche der ursprünglichen gleichen Anlage des physischen Leibes entgegenwirken, wirken im Menschen eigentlich so, daß sie in den ersten sieben Jahren wirken können, wo vorzugsweise der physische Leib in einer weichen Entwickelung ist. Da lassen sie ihn nicht gleich werden, da variieren sie ihn von innen heraus. Sie können es auch noch in den zweiten sieben Jahren, bis zur Geschlechtsreife heran. Sie können es auch noch in den dritten und vierten sieben Jahren während der Entwickelung des astralischen Leibes und der Empfindungsseele. Aber wenn es in die Mitte der Verstandes- oder Gemütsseele kommt, gerade desjenigen Gliedes in der menschlichen Entwickelung, das sich vorzugsweise in der vierten nachatlantischen, der griechisch-lateinischen Zeit entwickelt hat, da können die außerirdischen Kräfte am wenigsten an den Menschen heran, und in der Mitte am allerwenigsten, also in dem Zeitraum des Menschlichen, der zwischen dem achtundzwanzigsten und fünfunddreißigsten Lebensjahre liegt, und da wiederum in der Mitte. Wenn wir zwei Jahre vorher noch dazuzählen und zwei Jahre nachher weglassen, so ist das die Zeit vom dreißigsten bis dreiunddreißigsten Jahre. Nachher kommt die Zeit, wo wiederum außerirdische Kräfte auf den Menschen den größten Einfluß haben; in der Tat, da ist der Mensch so, daß außerirdische Kräfte auf ihn den allergrößten Einfluß haben. Jetzt aber — vom dreißigsten bis dreiunddreißigsten Jahre —, da ist noch am meisten von dem vorhanden, daß nur Erdenkräfte noch auf den Menschen wirken. Und in dieser Zeit, in diesen drei Jahren — auch wenn das bleiben würde an Entwickelungsverschiedenheit, was in den jüngeren Jahren wirkte, und das dazukommen würde, was durch die späteren Jahre auftritt —, wenn jetzt nur das wirken würde, was auf den Menschen in dieser Zeit vom dreißigsten bis dreiunddreißigsten Jahre wirkt, so würden die Menschen schon viel gleicher sein auf der Erde.

[ 18 ] Welche Zeit ist das in der menschlichen Entwickelung? — Alle die Kräfte, welche der ursprünglichen gleichen Anlage des physischen Leibes entgegenwirken, wirken im Menschen eigentlich so, daß sie in den ersten sieben Jahren wirken können, wo vorzugsweise der physische Leib in einer weichen Entwickelung ist. Da lassen sie ihn nicht gleich werden, da variieren sie ihn von innen heraus. Sie können es auch noch in den zweiten sieben Jahren, bis zur Geschlechtsreife heran. Sie können es auch noch in den dritten und vierten sieben Jahren während der Entwickelung des astralischen Leibes und der Empfindungsseele. Aber wenn es in die Mitte der Verstandes- oder Gemütsseele kommt, gerade desjenigen Gliedes in der menschlichen Entwickelung, das sich vorzugsweise in der vierten nachatlantischen, der griechisch-lateinischen Zeit entwickelt hat, da können die außerirdischen Kräfte am wenigsten an den Menschen heran, und in der Mitte am allerwenigsten, also in dem Zeitraum des Menschlichen, der zwischen dem achtundzwanzigsten und fünfunddreißigsten Lebensjahre liegt, und da wiederum in der Mitte. Wenn wir zwei Jahre vorher noch dazuzählen und zwei Jahre nachher weglassen, so ist das die Zeit vom dreißigsten bis dreiunddreißigsten Jahre. Nachher kommt die Zeit, wo wiederum außerirdische Kräfte auf den Menschen den größten Einfluß haben; in der Tat, da ist der Mensch so, daß außerirdische Kräfte auf ihn den allergrößten Einfluß haben. Jetzt aber — vom dreißigsten bis dreiunddreißigsten Jahre —, da ist noch am meisten von dem vorhanden, daß nur Erdenkräfte noch auf den Menschen wirken. Und in dieser Zeit, in diesen drei Jahren — auch wenn das bleiben würde an Entwickelungsverschiedenheit, was in den jüngeren Jahren wirkte, und das dazukommen würde, was durch die späteren Jahre auftritt —, wenn jetzt nur das wirken würde, was auf den Menschen in dieser Zeit vom dreißigsten bis dreiunddreißigsten Jahre wirkt, so würden die Menschen schon viel gleicher sein auf der Erde.

[ 19 ] Diese drei Jahre hat nun der Christus ganz besonders benützen müssen — es sind drei ganz besonders ausgesonderte Jahre —, um nur mit den Erdenkräften in dem Menschen eine Gemeinschaft einzugehen, in denen sich das Irdische am Menschen noch am meisten bewahrt hat. Dazu wurde vorbereitet durch die beiden Jesus-Leiber, wie wir das auseinandergesetzt haben, bis zum dreißigsten Jahre hin der Christus-Leib, und dann, vom dreißigsten bis dreiunddreißigsten Jahre nahm der Christus Besitz von diesem Leib. Da, wo noch am meisten die Erdenkräfte wirken und wo Deformation eintreten konnte, da war die Entwickelung nicht mehr da, da trat eben der physische Tod ein. So ist wirklich in die Erdensphäre hereingekommen diese Christus-Sonnenwesenheit und hat sich dann auf die Art, wie ich ja öfters geschildert habe, mit dem ganzen Ätherleib der Erde vereinigt, ging über in die Erdenaura und wirkt nun in der Erdenaura weiter. Für den Menschen muß sie aber so wirken, daß der Mensch wirklich immer mehr begreift, daß ihm in dem Christus jener Gottesgeist auf die Erde geschickt worden ist, wodurch dasjenige, was durch den Widerpart Luzifer-Ahriman gegen die ursprünglichen Impulse in der Menschheit vereinzelt war, verschieden gemacht war,von innen heraus wiederum aufgehoben werde. In der äußeren Natur des Menschen wirken die guten geistigen Wesenheiten mit Luzifer und Ahriman zusammen. Dasjenige aber, was dem Menschen ursprünglich beim physischen Erdenanfang vorgesetzt war, von außen zu haben: Gleichheit über die ganze Erde hin, Möglichkeit des Menschennamens über die ganze Erde hin, das sollte durch den Christus-Geist nun von dem innersten Wesen des Menschen aus diesem Menschen gebracht werden. Das war eines aus der viel-, vielsinnigen Bedeutung des Mysteriums von Golgatha, daß mit dem Christus-Geiste der Erde etwas gegeben wurde, was, wenn es im richtigen Sinne verstanden wird, den Menschennamen wiederum möglich macht über die ganze Erdenmenschheit hin. Wenn dasjenige, was wirklich Inhalt des Christentums ist, was zum Teil schon geoffenbart ist durch das Christentum, was diejenigen erkunden werden, die mit Hinblick auf den Christus suchen werden in der geistigen Welt dasjenige, was der Christus fortwährend offenbart nach seinem Wort: «Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Erdenzeiten», wenn dasjenige nach und nach weiter herauskommt, was im Namen des Christus der Menschheit von innen heraus mitgeteilt werden kann, dann wird immer mehr dasjenige, was durch Luzifer und Ahriman in der Erdenmenschheit bewirkt worden ist, ausgeglichen werden können.

[ 19 ] Diese drei Jahre hat nun der Christus ganz besonders benützen müssen — es sind drei ganz besonders ausgesonderte Jahre —, um nur mit den Erdenkräften in dem Menschen eine Gemeinschaft einzugehen, in denen sich das Irdische am Menschen noch am meisten bewahrt hat. Dazu wurde vorbereitet durch die beiden Jesus-Leiber, wie wir das auseinandergesetzt haben, bis zum dreißigsten Jahre hin der Christus-Leib, und dann, vom dreißigsten bis dreiunddreißigsten Jahre nahm der Christus Besitz von diesem Leib. Da, wo noch am meisten die Erdenkräfte wirken und wo Deformation eintreten konnte, da war die Entwickelung nicht mehr da, da trat eben der physische Tod ein. So ist wirklich in die Erdensphäre hereingekommen diese Christus-Sonnenwesenheit und hat sich dann auf die Art, wie ich ja öfters geschildert habe, mit dem ganzen Ätherleib der Erde vereinigt, ging über in die Erdenaura und wirkt nun in der Erdenaura weiter. Für den Menschen muß sie aber so wirken, daß der Mensch wirklich immer mehr begreift, daß ihm in dem Christus jener Gottesgeist auf die Erde geschickt worden ist, wodurch dasjenige, was durch den Widerpart Luzifer-Ahriman gegen die ursprünglichen Impulse in der Menschheit vereinzelt war, verschieden gemacht war,von innen heraus wiederum aufgehoben werde. In der äußeren Natur des Menschen wirken die guten geistigen Wesenheiten mit Luzifer und Ahriman zusammen. Dasjenige aber, was dem Menschen ursprünglich beim physischen Erdenanfang vorgesetzt war, von außen zu haben: Gleichheit über die ganze Erde hin, Möglichkeit des Menschennamens über die ganze Erde hin, das sollte durch den Christus-Geist nun von dem innersten Wesen des Menschen aus diesem Menschen gebracht werden. Das war eines aus der viel-, vielsinnigen Bedeutung des Mysteriums von Golgatha, daß mit dem Christus-Geiste der Erde etwas gegeben wurde, was, wenn es im richtigen Sinne verstanden wird, den Menschennamen wiederum möglich macht über die ganze Erdenmenschheit hin. Wenn dasjenige, was wirklich Inhalt des Christentums ist, was zum Teil schon geoffenbart ist durch das Christentum, was diejenigen erkunden werden, die mit Hinblick auf den Christus suchen werden in der geistigen Welt dasjenige, was der Christus fortwährend offenbart nach seinem Wort: «Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Erdenzeiten», wenn dasjenige nach und nach weiter herauskommt, was im Namen des Christus der Menschheit von innen heraus mitgeteilt werden kann, dann wird immer mehr dasjenige, was durch Luzifer und Ahriman in der Erdenmenschheit bewirkt worden ist, ausgeglichen werden können.

[ 20 ] Man kann allerdings fragen: Hat es denn nun einen Sinn, daß dieser Umweg gemacht worden ist? — und diese, ich möchte sagen, kindliche Frage wird sehr häufig von den Menschen aufgeworfen, die gescheiter sein wollen als die Weltenweisheit — und das wollen ja viele Menschen sein. Gerade diejenigen Menschen, die gescheiter sein wollen als die Weltenweisheit, sagen: Wenn man an mächtige göttliche Wesen glauben soll, hätten denn diese am Anfange der Erdenentwickelung den luziferisch-ahrimanischen Einfluß nicht ausschalten können, damit ihnen ihr Werk nicht verdorben wäre? — Gewiß, Menschenweisheit ist das, aber im Sinne des Paulus «Torheit vor der göttlichen Weisheit». Menschenweisheit ist das schon.

[ 20 ] Man kann allerdings fragen: Hat es denn nun einen Sinn, daß dieser Umweg gemacht worden ist? — und diese, ich möchte sagen, kindliche Frage wird sehr häufig von den Menschen aufgeworfen, die gescheiter sein wollen als die Weltenweisheit — und das wollen ja viele Menschen sein. Gerade diejenigen Menschen, die gescheiter sein wollen als die Weltenweisheit, sagen: Wenn man an mächtige göttliche Wesen glauben soll, hätten denn diese am Anfange der Erdenentwickelung den luziferisch-ahrimanischen Einfluß nicht ausschalten können, damit ihnen ihr Werk nicht verdorben wäre? — Gewiß, Menschenweisheit ist das, aber im Sinne des Paulus «Torheit vor der göttlichen Weisheit». Menschenweisheit ist das schon.

[ 21 ] Wir müssen nun in unseren Anschauungen die Dinge so betrachten, wie wir sie eben betrachten. Da erscheint uns selbstverständlich dasjenige, was durch Widerpart entsteht, was von der andern Seite her durch die Gegnerschaft von Luzifer und Ahriman entsteht, nicht wie etwas absolut Böses, nur wie ein relativ Böses. Nehmen wir nämlich auch die andere Seite der Sache in Betracht. Denken wir uns, der ursprüngliche göttliche Weltenplan mit der Erde wäre erfüllt worden; es wäre wirklich in regelmäßiger Weise, wie ich es angedeutet habe, der griechisch-lateinische Zeitraum herangekommen, und jener schöne, harmonische Menschentypus, von dem die Griechen geträumt haben, wäre nicht nur von den griechischen Bildhauern geformt worden, sondern wäre unter den Menschen umhergegangen und hätte immer mehr und mehr Platz gegriffen über die ganze Erde hin. Es wären nach und nach alle andern Menschenformen verschwunden, und nur dasjenige, was in der Veranlagung des Apollo-, des Zeustypus, des Dianatypus, des Athenetypus lebte, wäre über die Erde gewandelt und hätte, weil es sich erkannt hätte in der äußeren Anschauung, sich den Menschennamen gegeben. Es wäre der Menschenname möglich geworden, es wäre auch die Empfindung möglich geworden von der Gleichheit aller Menschen. Man möchte sagen, ein Menschentum in griechischer Schönheit hätte sich allmählich über die Erde ausgebreitet, und in unserer Zeit würde man schon sehen, wie die Menschheit hintendierte zu immer gleicherem Annähern an diesen griechischen schönen Menschentypus, der in seiner Fülle erreicht worden wäre, wenn die Erde an ihrem Ziel in der siebenten nachatlantischen Periode angekommen und zu anderer Daseinsstufe weitergeschritten wäre. Aber die Menschen würden in Unfreiheit — das müssen wir festhalten — zu dieser menschlichen Gemeinsamkeit gekommen sein. Der Mensch würde gezwungen worden sein, sich über die ganze Erde hin als ein gleiches Wesen anzusehen. All das, was unter die Menschen gekommen ist, sich als ungleich anzusehen, so daß der eine den andern nicht wie sich selber ansieht, der eine den andern nicht liebt wie sich selber, all das ist dadurch möglich geworden, daß eben nicht eine solche gleiche Gestalt gekommen ist. Sie können vielleicht fühlen, wenn wirklich das gekommen wäre, daß im Äußeren sich die Menschen so gleich geworden wären, wie sie hätten durch die ursprünglich göttlich-geistigen Kräfte werden sollen ohne den luziferisch-ahrimanischen Einschlag, dann hätte sich damit auch die Empfindung ausgebildet, daß man den Nächsten lieben muß wie sich selber; man hätte gar nicht anders gekonnt. Es wäre jedes andere ein Unsinn gewesen, ein Unsinn des Gefühls, ein Unsinn des Empfindens. Dasjenige aber, was nicht von außen kommen durfte, weil es den Menschen wie zu einem automatisch Liebenden gemacht hätte, zu einem solchen, der zwar in dem andern Menschen seinesgleichen geliebt hätte, aber nicht gewußt hätte, welche Kraft ihn zu diesem Lieben antreibt, dasjenige, was also in Unfreiheit gekommen wäre, das wurde gerade zur Freiheit dadurch vorbereitet, daß zugelassen wurde die Gegnerschaft. Dieses Zulassen der Gegnerschaft liegt also im ursprünglichen Weisheitsplane. Man kann sogar sagen: Wenn man weiter zurückgeht in der Erdenentwickelung, so wird erst die Gegnerschaft gegen die gleichmäßig fortschreitenden göttlich-geistigen Kräfte geschaffen, damit dann diese Gegnerschaft da sein könne und die Freiheit bewirken könne.

[ 21 ] Wir müssen nun in unseren Anschauungen die Dinge so betrachten, wie wir sie eben betrachten. Da erscheint uns selbstverständlich dasjenige, was durch Widerpart entsteht, was von der andern Seite her durch die Gegnerschaft von Luzifer und Ahriman entsteht, nicht wie etwas absolut Böses, nur wie ein relativ Böses. Nehmen wir nämlich auch die andere Seite der Sache in Betracht. Denken wir uns, der ursprüngliche göttliche Weltenplan mit der Erde wäre erfüllt worden; es wäre wirklich in regelmäßiger Weise, wie ich es angedeutet habe, der griechisch-lateinische Zeitraum herangekommen, und jener schöne, harmonische Menschentypus, von dem die Griechen geträumt haben, wäre nicht nur von den griechischen Bildhauern geformt worden, sondern wäre unter den Menschen umhergegangen und hätte immer mehr und mehr Platz gegriffen über die ganze Erde hin. Es wären nach und nach alle andern Menschenformen verschwunden, und nur dasjenige, was in der Veranlagung des Apollo-, des Zeustypus, des Dianatypus, des Athenetypus lebte, wäre über die Erde gewandelt und hätte, weil es sich erkannt hätte in der äußeren Anschauung, sich den Menschennamen gegeben. Es wäre der Menschenname möglich geworden, es wäre auch die Empfindung möglich geworden von der Gleichheit aller Menschen. Man möchte sagen, ein Menschentum in griechischer Schönheit hätte sich allmählich über die Erde ausgebreitet, und in unserer Zeit würde man schon sehen, wie die Menschheit hintendierte zu immer gleicherem Annähern an diesen griechischen schönen Menschentypus, der in seiner Fülle erreicht worden wäre, wenn die Erde an ihrem Ziel in der siebenten nachatlantischen Periode angekommen und zu anderer Daseinsstufe weitergeschritten wäre. Aber die Menschen würden in Unfreiheit — das müssen wir festhalten — zu dieser menschlichen Gemeinsamkeit gekommen sein. Der Mensch würde gezwungen worden sein, sich über die ganze Erde hin als ein gleiches Wesen anzusehen. All das, was unter die Menschen gekommen ist, sich als ungleich anzusehen, so daß der eine den andern nicht wie sich selber ansieht, der eine den andern nicht liebt wie sich selber, all das ist dadurch möglich geworden, daß eben nicht eine solche gleiche Gestalt gekommen ist. Sie können vielleicht fühlen, wenn wirklich das gekommen wäre, daß im Äußeren sich die Menschen so gleich geworden wären, wie sie hätten durch die ursprünglich göttlich-geistigen Kräfte werden sollen ohne den luziferisch-ahrimanischen Einschlag, dann hätte sich damit auch die Empfindung ausgebildet, daß man den Nächsten lieben muß wie sich selber; man hätte gar nicht anders gekonnt. Es wäre jedes andere ein Unsinn gewesen, ein Unsinn des Gefühls, ein Unsinn des Empfindens. Dasjenige aber, was nicht von außen kommen durfte, weil es den Menschen wie zu einem automatisch Liebenden gemacht hätte, zu einem solchen, der zwar in dem andern Menschen seinesgleichen geliebt hätte, aber nicht gewußt hätte, welche Kraft ihn zu diesem Lieben antreibt, dasjenige, was also in Unfreiheit gekommen wäre, das wurde gerade zur Freiheit dadurch vorbereitet, daß zugelassen wurde die Gegnerschaft. Dieses Zulassen der Gegnerschaft liegt also im ursprünglichen Weisheitsplane. Man kann sogar sagen: Wenn man weiter zurückgeht in der Erdenentwickelung, so wird erst die Gegnerschaft gegen die gleichmäßig fortschreitenden göttlich-geistigen Kräfte geschaffen, damit dann diese Gegnerschaft da sein könne und die Freiheit bewirken könne.

[ 22 ] Da sind wir an einem Punkt, wo man einsehen muß, daß die Begriffe etwas anders werden müssen, sobald man aus der physischen Betrachtung hinaufkommit in eine höhere Betrachtung. Es wird vielleicht manchem von Ihnen bekannt sein, daß man in der Philosophie von Antinomien spricht, daß Kant sogar nachgewiesen hat: Man kann mit demselben Recht beweisen «die Welt ist räumlich unendlich», und «die Welt ist räumlich begrenzt»; «die Welt hat einen Anfang genommen», und «die Welt hat nie einen Anfang genommen»; das eine wie das andere kann man in gleicher Weise streng notwendig beweisen. Warum? Weil die Logik aufhört, wenn man an dasjenige kommt, was man nicht mehr physisch erfassen kann. Man muß endlich einsehen lernen, daß nicht nur für dasjenige, worauf die Philosophen gekommen sind, diese menschliche physische Logik aufhört, sondern daß sie überhaupt aufhört, wenn man in andere als physische Daseinsformen einen Blick hineinwirft. Man darf sich nicht hinstellen und die Gegnerschaft von Luzifer und Ahriman so betrachten, wie man die Gegnerschaft eines guten und eines bösen Menschen auf Erden betrachtet. Die Fehler entstehen eben dadurch, daß man immerzu das Irdische auf das Außerirdische überträgt. Die meisten Menschen stellen sich unter Luzifer und Ahriman böse Wesenheiten vor, nur recht gesteigert, recht, recht gesteigert ins Unendliche hinaus. Aber so ist die Sache nicht, sondern man muß zugleich wissen, daß gewisse irdische Empfindungsnuancen, die wir mit den Begriffen verbinden, ihren Sinn verlieren, wenn man über das Irdische hinauskommt. So daß man nicht sagen kann: Da haben wir auf der einen Seite die guten Götter, auf der andern Seite die bösen Götter Luzifer und Ahriman —, und folgert dann, da müßte eigentlich im Weltenall Gericht gehalten werden; da müßte sich nun ein besonders hochgraduierter Weltenjurist auf den Weltengerichtsstuhl setzen und ein für allemal Luzifer und Ahriman einsperren; sie sollten eigentlich eingesperrt sein, damit die guten Götter nur hereinwirken können. — Gewiß, das kann im Erdenleben einen Sinn haben, daß man jemand einsperrt. Im Weltenall würde das keinen Sinn haben, denn da verlieren auch solche Begriffe ihre Bedeutung. Diese Gegnerschaften haben sich die guten Götter einst selber geschaffen, allerdings in einer vorigen Zeit, damit auf diese Weise sie ihre volle Kraft einsetzen können für diejenige Entwickelungsrichtung, die ich angedeutet habe. Damit da die Freiheit hineinkommen kann, damit der Mensch nicht durch äußere Anordnung der Formen zu einer unfreien Liebe kommen kann, haben sie das luziferische und ahrimanische Element aufgenommen, damit der Mensch von innen heraus zu einer Einheitlichkeit des Menschennamens über die ganze Erde hin kommen kann, von innen heraus. Sie haben erst die Menschen, ich möchte sagen, zersplittern lassen durch die Gegnerschaft, damit sie ihnen dann, nachdem die Leiblichkeit zersplittert war, in der Geistigkeit, in dem Christus, wiederum die Einheit geben konnten.

[ 22 ] Da sind wir an einem Punkt, wo man einsehen muß, daß die Begriffe etwas anders werden müssen, sobald man aus der physischen Betrachtung hinaufkommit in eine höhere Betrachtung. Es wird vielleicht manchem von Ihnen bekannt sein, daß man in der Philosophie von Antinomien spricht, daß Kant sogar nachgewiesen hat: Man kann mit demselben Recht beweisen «die Welt ist räumlich unendlich», und «die Welt ist räumlich begrenzt»; «die Welt hat einen Anfang genommen», und «die Welt hat nie einen Anfang genommen»; das eine wie das andere kann man in gleicher Weise streng notwendig beweisen. Warum? Weil die Logik aufhört, wenn man an dasjenige kommt, was man nicht mehr physisch erfassen kann. Man muß endlich einsehen lernen, daß nicht nur für dasjenige, worauf die Philosophen gekommen sind, diese menschliche physische Logik aufhört, sondern daß sie überhaupt aufhört, wenn man in andere als physische Daseinsformen einen Blick hineinwirft. Man darf sich nicht hinstellen und die Gegnerschaft von Luzifer und Ahriman so betrachten, wie man die Gegnerschaft eines guten und eines bösen Menschen auf Erden betrachtet. Die Fehler entstehen eben dadurch, daß man immerzu das Irdische auf das Außerirdische überträgt. Die meisten Menschen stellen sich unter Luzifer und Ahriman böse Wesenheiten vor, nur recht gesteigert, recht, recht gesteigert ins Unendliche hinaus. Aber so ist die Sache nicht, sondern man muß zugleich wissen, daß gewisse irdische Empfindungsnuancen, die wir mit den Begriffen verbinden, ihren Sinn verlieren, wenn man über das Irdische hinauskommt. So daß man nicht sagen kann: Da haben wir auf der einen Seite die guten Götter, auf der andern Seite die bösen Götter Luzifer und Ahriman —, und folgert dann, da müßte eigentlich im Weltenall Gericht gehalten werden; da müßte sich nun ein besonders hochgraduierter Weltenjurist auf den Weltengerichtsstuhl setzen und ein für allemal Luzifer und Ahriman einsperren; sie sollten eigentlich eingesperrt sein, damit die guten Götter nur hereinwirken können. — Gewiß, das kann im Erdenleben einen Sinn haben, daß man jemand einsperrt. Im Weltenall würde das keinen Sinn haben, denn da verlieren auch solche Begriffe ihre Bedeutung. Diese Gegnerschaften haben sich die guten Götter einst selber geschaffen, allerdings in einer vorigen Zeit, damit auf diese Weise sie ihre volle Kraft einsetzen können für diejenige Entwickelungsrichtung, die ich angedeutet habe. Damit da die Freiheit hineinkommen kann, damit der Mensch nicht durch äußere Anordnung der Formen zu einer unfreien Liebe kommen kann, haben sie das luziferische und ahrimanische Element aufgenommen, damit der Mensch von innen heraus zu einer Einheitlichkeit des Menschennamens über die ganze Erde hin kommen kann, von innen heraus. Sie haben erst die Menschen, ich möchte sagen, zersplittern lassen durch die Gegnerschaft, damit sie ihnen dann, nachdem die Leiblichkeit zersplittert war, in der Geistigkeit, in dem Christus, wiederum die Einheit geben konnten.

[ 23 ] Und das ist auch mit der Sinn des Mysteriums von Golgatha, die Eroberung der Einheit der Menschen von innen heraus, Verschieden werden die Menschen immer mehr und mehr in bezug auf das Äußere, und das wird gerade bewirken, daß nicht Einförmigkeit, sondern Mannigfaltigkeit ist über die Erde hin. Das wird bewirken, daß die Menschen um so mehr Kraft anwenden müssen von innen heraus, um zur Einheit zu kommen. Rückschläge gegen diese Einheit des Menschen über die ganze Erde hin wird es immer geben. Wir sehen solche Rückschläge auftauchen. Dasjenige, was eigentlich für eine frühere Zeitepoche bestimmt war, erhält sich in eine spätere Zeitepoche hinein. Dasjenige, was bestimmt war, Verschiedenheit zu bewirken für einen bestimmten Zeitraum, stellt sich nebeneinander. Die Menschen bilden verschiedene Gruppen, und während sie sich ihre Einheit über die Erde erobern durch den Christus-Namen, durch den Christus-Impuls, bleibt die Verschiedenheit als Nachschläge vorhanden und wird immer vorhanden bleiben, indem die Menschen nur nach und nach sich ihre Einheit werden erobern können, und immer daneben die einzelnen Menschengruppen sich bis aufs Blut bekämpfen werden in bezug auf alles äußere Leben. Nachschläge sind da aus früheren Zeiten, die im Grunde genommen gegen den Christus-Impuls, nicht mit dem Christus-Impuls laufen.

[ 23 ] Und das ist auch mit der Sinn des Mysteriums von Golgatha, die Eroberung der Einheit der Menschen von innen heraus, Verschieden werden die Menschen immer mehr und mehr in bezug auf das Äußere, und das wird gerade bewirken, daß nicht Einförmigkeit, sondern Mannigfaltigkeit ist über die Erde hin. Das wird bewirken, daß die Menschen um so mehr Kraft anwenden müssen von innen heraus, um zur Einheit zu kommen. Rückschläge gegen diese Einheit des Menschen über die ganze Erde hin wird es immer geben. Wir sehen solche Rückschläge auftauchen. Dasjenige, was eigentlich für eine frühere Zeitepoche bestimmt war, erhält sich in eine spätere Zeitepoche hinein. Dasjenige, was bestimmt war, Verschiedenheit zu bewirken für einen bestimmten Zeitraum, stellt sich nebeneinander. Die Menschen bilden verschiedene Gruppen, und während sie sich ihre Einheit über die Erde erobern durch den Christus-Namen, durch den Christus-Impuls, bleibt die Verschiedenheit als Nachschläge vorhanden und wird immer vorhanden bleiben, indem die Menschen nur nach und nach sich ihre Einheit werden erobern können, und immer daneben die einzelnen Menschengruppen sich bis aufs Blut bekämpfen werden in bezug auf alles äußere Leben. Nachschläge sind da aus früheren Zeiten, die im Grunde genommen gegen den Christus-Impuls, nicht mit dem Christus-Impuls laufen.

[ 24 ] Allerdings, eine tiefe, tiefe Bedeutung dieses Christus-Impulses geht uns da auf. Aus wirklicher Erkenntnis heraus können wir sagen: Der Christus ist der Erretter der Menschheit von der Zersplitterung in Gruppen. Daß das noch nicht vollständig eingesehen werden kann von der ganzen Menschheit, das rührt eben davon her, daß das Alte nebeneinander sich erhalten hat. Wenn wir heute sehen, wie wenig noch einer der Nerven, die Gemeinsamkeit des Lebens im Christus-Impuls, von der Menschheit verstanden wird, dann hängt dies damit zusammen, daß dieses Begreifen von dem innersten Wesen des Menschen heraus ausgehen muß. Man muß sich darüber klarwerden, wie eigentlich in den nahezu zwei Jahrtausenden, in denen der Christus-Impuls innerhalb der Erdenaura wirkt, dieser Christus-Impuls unverstanden gewirkt hat. Denn vollständig verstanden werden kann er, wie wir oftmals hervorgehoben haben, erst durch dasjenige, was uns die Geisteswissenschaft erobert. Erst wenn eine Anzahl von Menschen immer mehr und mehr begreifen, denken, fühlen werden, was eigentlich in die Erdenentwickelung der Menschheit in dieser vierten nachatlantischen Periode hereingezogen ist, dann wird immer mehr dafür Verständnis kommen. Man kann es von der heutigen Menschheit noch nicht voll fordern. Denn denken Sie, wie wenig Menschen heute geneigt sind, anzuerkennen, daß diese vierte nachatlantische Periode, die griechisch-lateinische Zeit, eine solche prinzipielle, eine solche große Bedeutung hat in der ganzen Menschheitsentwickelung! Denken Sie, wie wenig Menschen heute geneigt sind, überhaupt eine solche nachatlantische Zeit anzuerkennen und das Griechisch-Lateinische in die Mitte hineinzustellen! Dazu ist eben notwendig, daß man aufgenommen hat diese Vorstellungen der Geisteswissenschaft. Man kommt sonst gar nicht darauf, das heißt, man kann nicht verstehen, wie es sich mit der Entwickelung der Menschheit verhält, wenn man diese Begriffe nicht aufgenommen hat.

[ 24 ] Allerdings, eine tiefe, tiefe Bedeutung dieses Christus-Impulses geht uns da auf. Aus wirklicher Erkenntnis heraus können wir sagen: Der Christus ist der Erretter der Menschheit von der Zersplitterung in Gruppen. Daß das noch nicht vollständig eingesehen werden kann von der ganzen Menschheit, das rührt eben davon her, daß das Alte nebeneinander sich erhalten hat. Wenn wir heute sehen, wie wenig noch einer der Nerven, die Gemeinsamkeit des Lebens im Christus-Impuls, von der Menschheit verstanden wird, dann hängt dies damit zusammen, daß dieses Begreifen von dem innersten Wesen des Menschen heraus ausgehen muß. Man muß sich darüber klarwerden, wie eigentlich in den nahezu zwei Jahrtausenden, in denen der Christus-Impuls innerhalb der Erdenaura wirkt, dieser Christus-Impuls unverstanden gewirkt hat. Denn vollständig verstanden werden kann er, wie wir oftmals hervorgehoben haben, erst durch dasjenige, was uns die Geisteswissenschaft erobert. Erst wenn eine Anzahl von Menschen immer mehr und mehr begreifen, denken, fühlen werden, was eigentlich in die Erdenentwickelung der Menschheit in dieser vierten nachatlantischen Periode hereingezogen ist, dann wird immer mehr dafür Verständnis kommen. Man kann es von der heutigen Menschheit noch nicht voll fordern. Denn denken Sie, wie wenig Menschen heute geneigt sind, anzuerkennen, daß diese vierte nachatlantische Periode, die griechisch-lateinische Zeit, eine solche prinzipielle, eine solche große Bedeutung hat in der ganzen Menschheitsentwickelung! Denken Sie, wie wenig Menschen heute geneigt sind, überhaupt eine solche nachatlantische Zeit anzuerkennen und das Griechisch-Lateinische in die Mitte hineinzustellen! Dazu ist eben notwendig, daß man aufgenommen hat diese Vorstellungen der Geisteswissenschaft. Man kommt sonst gar nicht darauf, das heißt, man kann nicht verstehen, wie es sich mit der Entwickelung der Menschheit verhält, wenn man diese Begriffe nicht aufgenommen hat.

[ 25 ] Dann ist es notwendig, daß man die ganze Bedeutung der Geister der Form aufnimmt, wie diese Geister der Form haben ausbilden wollen ein einheitliches Menschengeschlecht, das sie aber gleichsam versuchen wollten in sieben aufeinanderfolgenden Stufen auszubilden, und wie dieses einheitliche Menschengeschlecht zersplittert worden ist durch Luzifer-Ahriman, und wie durch den Christus-Impuls von innen heraus belebt worden ist diejenige Kraft, die trotz aller äußeren Verschiedenheit den einheitlichen Menschennamen sinnvoll über die ganze Erde hin ausbreiten will bis zum Ende der Erdenzeit.

[ 25 ] Dann ist es notwendig, daß man die ganze Bedeutung der Geister der Form aufnimmt, wie diese Geister der Form haben ausbilden wollen ein einheitliches Menschengeschlecht, das sie aber gleichsam versuchen wollten in sieben aufeinanderfolgenden Stufen auszubilden, und wie dieses einheitliche Menschengeschlecht zersplittert worden ist durch Luzifer-Ahriman, und wie durch den Christus-Impuls von innen heraus belebt worden ist diejenige Kraft, die trotz aller äußeren Verschiedenheit den einheitlichen Menschennamen sinnvoll über die ganze Erde hin ausbreiten will bis zum Ende der Erdenzeit.

[ 26 ] Zu verstehen, wie der Christus mitten darinsteht zwischen Luzifer und Ahriman, was er bedeutet gegenüber Luzifer und Ahriman, das ist eine der Hauptaufgaben der nächsten Zukunft. Daher wird immer wieder und wiederum in der menschlichen Betrachtung das auftreten müssen, daß man Luzifer und Ahriman nennt und den Christus-Impuls als das sieBekämpfende, als das, was die Erde rettet von dem einseitigen luziferisch-ahrimanischen Impuls. Das wird in dieser Form immer mehr dargestellt werden müssen.

[ 26 ] Zu verstehen, wie der Christus mitten darinsteht zwischen Luzifer und Ahriman, was er bedeutet gegenüber Luzifer und Ahriman, das ist eine der Hauptaufgaben der nächsten Zukunft. Daher wird immer wieder und wiederum in der menschlichen Betrachtung das auftreten müssen, daß man Luzifer und Ahriman nennt und den Christus-Impuls als das sieBekämpfende, als das, was die Erde rettet von dem einseitigen luziferisch-ahrimanischen Impuls. Das wird in dieser Form immer mehr dargestellt werden müssen.

[ 27 ] Deshalb ist es, daß in unserem Dornacher Bau an der hervorragendsten Stelle der Menschentypus hingestellt wird, wie er veranlagt war und durch den Christus von innen heraus wieder geschaffen werden soll, und das Luziferisch-Ahrimanische um ihn herum. Das wird die Bedeutung gerade dieser Mittelpunktsstatue unseres Dornacher Baues bilden. Man wird, wenn man diese Mittelfigur sich ansehen wird, sich sagen können: Ja, das haben die guten Götter gewollt. Es ist zunächst zersplittert worden, Luzifer und Ahriman erscheinen, aber sieghaft erscheint der Christus-Impuls, der das, was von außen ursprünglich veranlagt war, von innen heraus, vom Inneren des Menschen heraus wiederum herstellt, dadurch in dessen Freiheit herstellt.

[ 27 ] Deshalb ist es, daß in unserem Dornacher Bau an der hervorragendsten Stelle der Menschentypus hingestellt wird, wie er veranlagt war und durch den Christus von innen heraus wieder geschaffen werden soll, und das Luziferisch-Ahrimanische um ihn herum. Das wird die Bedeutung gerade dieser Mittelpunktsstatue unseres Dornacher Baues bilden. Man wird, wenn man diese Mittelfigur sich ansehen wird, sich sagen können: Ja, das haben die guten Götter gewollt. Es ist zunächst zersplittert worden, Luzifer und Ahriman erscheinen, aber sieghaft erscheint der Christus-Impuls, der das, was von außen ursprünglich veranlagt war, von innen heraus, vom Inneren des Menschen heraus wiederum herstellt, dadurch in dessen Freiheit herstellt.

[ 28 ] Dasjenige, was geleistet werden soll an Verständnis der Menschenentwickelung, das ist es, was gerade durch unseren Bau und dasjenige, was darin sein wird, vor die Menschheit gestellt werden soll. Was in der nächsten Zukunft für die Menschheit am allernotwendigsten ist, das ist bezweckt mit diesem Bau, daß abgeschaut, abgelauscht wird der Menschheitsentwickelung das, was für die nächste Zukunft am aller notwendigsten ist, und daß das gerade hingestellt wird.

[ 28 ] Dasjenige, was geleistet werden soll an Verständnis der Menschenentwickelung, das ist es, was gerade durch unseren Bau und dasjenige, was darin sein wird, vor die Menschheit gestellt werden soll. Was in der nächsten Zukunft für die Menschheit am allernotwendigsten ist, das ist bezweckt mit diesem Bau, daß abgeschaut, abgelauscht wird der Menschheitsentwickelung das, was für die nächste Zukunft am aller notwendigsten ist, und daß das gerade hingestellt wird.

[ 29 ] Gewiß, es gibt viele Einwände, die da gemacht werden können. Solche Einwände sind uns auch schon gemacht worden. Wenn man die Bildwerke, die Skulpturwerke in unserem Bau betrachtet hat, so haben manche Leute gesagt: Ein richtiges Kunstwerk ist doch nur dasjenige, welches jeder gleich versteht, der es anschaut, wozu man nicht erst eine Erklärung braucht; wenn die Menschen da hineingehen, müssen ihnen die Dinge erst theoretisch erklärt werden. — So sagen einem die Leute gewöhnlich. Wenn die Menschen nur ein klein wenig denken würden! Stellen Sie sich einmal einen Menschen vor, der ganz und gar ein Türke ist und nichts anderes versteht als dasjenige, was im Koran ist, der niemals etwas gehört hat von Christus als dasjenige, daß er das Christentum zu bekämpfen hat, stellen Sie sich so einen richtigen Türken vor; ich will gar nicht einmal sagen einen Chinesen, sondern einen Türken und führen Sie ihn vor die Sixtinische Madonna und präsentieren Sie sie einfach, ohne daß man ihm eine Erklärung gibt, stellen Sie sich das vor! Selbstverständlich kann nur der ein Kunstwerk verstehen, der in der ganzen geistigen Strömung lebt, aus der heraus das Kunstwerk entstanden ist. So werden unsere Idealgestalt mit Ahriman und Luzifer nur diejenigen verstehen können, die in dieser Strömung darin sind. Das aber haben die Kunstwerke in aller Zeit gemein, daß sie nur verständlich sind für diejenigen, die innerhalb dieser Geistesströmung darin sind. Sie können nur innerhalb dieser Geistesströmung echte Kunstwerke sein, aber die geistige Richtung, die muß in ihnen liegen. Gerade so, wie der, der die Sixtinische Madonna versteht oder, sagen wir, die Verklärung des Christus von Raffael, wie der irgend etwas aus dieser Geistesströmung wissen muß, aus der das Bild erwachsen ist, so muß selbstverständlich derjenige, der irgend etwas in unserem Bau angeschaut hat, dasjenige in seiner Seele, in seinem Herzen haben, was zu unserer Geistesströmung gehört. Dann aber, wenn man das in der Seele hat, muß das Kunstwerk selber sprechen, dann braucht niemand irgend etwas darauf zu schreiben als Erklärung, einen Namen oder so etwas.

[ 29 ] Gewiß, es gibt viele Einwände, die da gemacht werden können. Solche Einwände sind uns auch schon gemacht worden. Wenn man die Bildwerke, die Skulpturwerke in unserem Bau betrachtet hat, so haben manche Leute gesagt: Ein richtiges Kunstwerk ist doch nur dasjenige, welches jeder gleich versteht, der es anschaut, wozu man nicht erst eine Erklärung braucht; wenn die Menschen da hineingehen, müssen ihnen die Dinge erst theoretisch erklärt werden. — So sagen einem die Leute gewöhnlich. Wenn die Menschen nur ein klein wenig denken würden! Stellen Sie sich einmal einen Menschen vor, der ganz und gar ein Türke ist und nichts anderes versteht als dasjenige, was im Koran ist, der niemals etwas gehört hat von Christus als dasjenige, daß er das Christentum zu bekämpfen hat, stellen Sie sich so einen richtigen Türken vor; ich will gar nicht einmal sagen einen Chinesen, sondern einen Türken und führen Sie ihn vor die Sixtinische Madonna und präsentieren Sie sie einfach, ohne daß man ihm eine Erklärung gibt, stellen Sie sich das vor! Selbstverständlich kann nur der ein Kunstwerk verstehen, der in der ganzen geistigen Strömung lebt, aus der heraus das Kunstwerk entstanden ist. So werden unsere Idealgestalt mit Ahriman und Luzifer nur diejenigen verstehen können, die in dieser Strömung darin sind. Das aber haben die Kunstwerke in aller Zeit gemein, daß sie nur verständlich sind für diejenigen, die innerhalb dieser Geistesströmung darin sind. Sie können nur innerhalb dieser Geistesströmung echte Kunstwerke sein, aber die geistige Richtung, die muß in ihnen liegen. Gerade so, wie der, der die Sixtinische Madonna versteht oder, sagen wir, die Verklärung des Christus von Raffael, wie der irgend etwas aus dieser Geistesströmung wissen muß, aus der das Bild erwachsen ist, so muß selbstverständlich derjenige, der irgend etwas in unserem Bau angeschaut hat, dasjenige in seiner Seele, in seinem Herzen haben, was zu unserer Geistesströmung gehört. Dann aber, wenn man das in der Seele hat, muß das Kunstwerk selber sprechen, dann braucht niemand irgend etwas darauf zu schreiben als Erklärung, einen Namen oder so etwas.

[ 30 ] Wenn also ein Mensch eines unserer Glasfenster anschaut und er sieht unten eine Art Sarg mit einem Toten darin und weiter hinauf sieht er an einem Windeweg, an etwas, das er als einen gewundenen Weg erkennt, zum Beispiel einen alten Mann, einen Jüngling, eine Jungfrau und ein Kind stehen. Wenn er unsere Geistesströmung aufgenommen hat, dann wird er sehen, daß das die Rückschau ist. Wenn man unmittelbar die Pforte des Todes durchschritten hat, sieht man das Erdenleben rückschauend. Man muß dies natürlich wissen. Dann aber wirkt das Bild durch das, was es enthält, geradeso wie die Sixtinische Madonna _ für denjenigen, der die christliche Geschichte kennt, durch das, was das Bild enthält, wirkt, aber nicht wirkt auf den Türken. Ebenso kann natürlich auch dasjenige, was in unserem Bau erscheint, nicht auf denjenigen wirken, der diese Geistesströmung nicht in sich aufgenommen hat. Man muß diese Dinge nur wirklich in der richtigen Weise ansehen.

[ 30 ] Wenn also ein Mensch eines unserer Glasfenster anschaut und er sieht unten eine Art Sarg mit einem Toten darin und weiter hinauf sieht er an einem Windeweg, an etwas, das er als einen gewundenen Weg erkennt, zum Beispiel einen alten Mann, einen Jüngling, eine Jungfrau und ein Kind stehen. Wenn er unsere Geistesströmung aufgenommen hat, dann wird er sehen, daß das die Rückschau ist. Wenn man unmittelbar die Pforte des Todes durchschritten hat, sieht man das Erdenleben rückschauend. Man muß dies natürlich wissen. Dann aber wirkt das Bild durch das, was es enthält, geradeso wie die Sixtinische Madonna _ für denjenigen, der die christliche Geschichte kennt, durch das, was das Bild enthält, wirkt, aber nicht wirkt auf den Türken. Ebenso kann natürlich auch dasjenige, was in unserem Bau erscheint, nicht auf denjenigen wirken, der diese Geistesströmung nicht in sich aufgenommen hat. Man muß diese Dinge nur wirklich in der richtigen Weise ansehen.

[ 31 ] Das wollte ich vorzugsweise klarmachen, daß der Christus im Laufe der Erdenentwickelung derjenige Geist aus dem Weltenall war, der auf geistige Weise dasjenige gebracht hat, was zwar auf äußere Formweise veranlagt werden mußte, was aber auf diese äußere Formweise nicht hat zu Ende kommen können, weil sonst der Mensch ein Automat der Liebe und der Menschengleichheit geworden wäre. Auf dem physischen Plan ist es einmal ein Grundgesetz, daß alles durch Gegensätzlichkeiten, alles durch Polaritäten wirken muß. Nicht hat einfach, wie eben eine kindliche Menschenweisheit sagen könnte, das göttliche Wirken heruntersenden können gleich im Anfange der Erdenentwickelung den Christus, denn dann wäre dieser Gegensatz des äußeren Zerstreuens und des inneren Sammelns nimmermehr entstanden. Unter diesem Gegensatz, unter dieser Polarität muß aber die Menschheit leben. Dann bringt man dem Christus die richtigen Empfindungen entgegen, so daß er immer mehr werden kann dasjenige Wesen, das unser eigenes Ich im Innersten ausfüllt, wenn man ihn ansieht als den Erretter der Erdenmenschheit aus der Zerstreuung heraus. Überall, wo man wirklich diese Vereinigung der ganzen Menschheit durch den Christus über die Erde hin aufzufassen in der Lage ist, da ist Christentum. Es wird in der Zukunft wenig davon abhängen, ob dasjenige, was der Christus ist, auch noch der Christus geheißen wird, aber davon wird viel abhängen, daß man in dem Christus den Vereinheitlicher der ganzen Menschheit auf einem geistigen Wege sucht und daß man sich abfindet mit dem Gedanken, daß äußere Mannigfaltigkeit immer größer und größer werden wird in der Welt.

[ 31 ] Das wollte ich vorzugsweise klarmachen, daß der Christus im Laufe der Erdenentwickelung derjenige Geist aus dem Weltenall war, der auf geistige Weise dasjenige gebracht hat, was zwar auf äußere Formweise veranlagt werden mußte, was aber auf diese äußere Formweise nicht hat zu Ende kommen können, weil sonst der Mensch ein Automat der Liebe und der Menschengleichheit geworden wäre. Auf dem physischen Plan ist es einmal ein Grundgesetz, daß alles durch Gegensätzlichkeiten, alles durch Polaritäten wirken muß. Nicht hat einfach, wie eben eine kindliche Menschenweisheit sagen könnte, das göttliche Wirken heruntersenden können gleich im Anfange der Erdenentwickelung den Christus, denn dann wäre dieser Gegensatz des äußeren Zerstreuens und des inneren Sammelns nimmermehr entstanden. Unter diesem Gegensatz, unter dieser Polarität muß aber die Menschheit leben. Dann bringt man dem Christus die richtigen Empfindungen entgegen, so daß er immer mehr werden kann dasjenige Wesen, das unser eigenes Ich im Innersten ausfüllt, wenn man ihn ansieht als den Erretter der Erdenmenschheit aus der Zerstreuung heraus. Überall, wo man wirklich diese Vereinigung der ganzen Menschheit durch den Christus über die Erde hin aufzufassen in der Lage ist, da ist Christentum. Es wird in der Zukunft wenig davon abhängen, ob dasjenige, was der Christus ist, auch noch der Christus geheißen wird, aber davon wird viel abhängen, daß man in dem Christus den Vereinheitlicher der ganzen Menschheit auf einem geistigen Wege sucht und daß man sich abfindet mit dem Gedanken, daß äußere Mannigfaltigkeit immer größer und größer werden wird in der Welt.

[ 32 ] Aber man wird sich auch damit abfinden müssen, daß noch viele Rückschläge gegen diese geistige Erfassung des Christus-Impulses kommen. Dasjenige, was statt nacheinander nebeneinander aufgetreten ist, wird noch lange, lange auf der Erde Kräfte entfachen, die gegen eine geistige Erfassung der Menschheitsgleichheit über die ganze Erde hin ankämpfen. Das wird noch viele, viele furchtbare Stürme geben, und zum großen Teil haben diese Stürme den Sinn, den luziferisch-ahrimanischen Kampf fortzusetzen gegen den Christus-Impuls. Und es wird eine der größten, eine der schönsten, der bedeutendsten Errungenschaften sein, wenn wir schon in unserer Zeit wenigstens ein kleines Häuflein von Menschen sein können, die Verständnis für diesen Vereinheitlichungsgedanken der ganzen Menschheit haben, Verständnis dafür, wie luziferisch-ahrimanische Zurückgebliebenheiten auf der Erde Spezielles erstreben in einzelnen Menschengruppen mit Ausschluß anderer Menschengruppen. Es ist wirklich schwierig, heute schon ein letztes Wort über diese Dinge zu sagen. Ein letztesWort über diese Dinge gesprochen, würde heute, so wie die Menschenherzen einmal sind, eher aufreizend, eher bestürzend wirken, eher Widerstand, vielleicht sogar Haß und Schmähung herausfordern, als daß es im Sinne des Christus-Impulses wirkte. Aber so viel eben gesagt werden kann über dieses Prinzip im Christus-Impuls, das die Errettung der Menschheit aus der leiblichen Zersplitterung in die geistige Vereinheitlichung hinein ist, das muß ausgesprochen werden, denn das muß wirksam und immer wirksamer werden innerhalb der Menschheitsentwickelung. Ruhig und mutig muß man entgegengehen können der Vermannigfaltigung der Menschennatur, weil man weiß, man kann in alle die menschlichen Verschiedenheiten hinein ein Wort tragen, das nicht nur ein Wort des Sprechens, sondern das ein Wort der Kraft ist. Mögen Gruppen, die sich gegenseitig bekämpfen, innerhalb des Erdendaseins auftreten, mögen wir der einen oder der andern dieser Gruppen angehören, wissen können wir, daß wir in jede der Gruppen etwas hineintragen können, was sprechen darf: «Nicht ich, sondern der Christus in mir», und das, was der «Christus in mir» ist, das bewirkt keine Gruppierungen, das bewirkt, daß die Glorie des Menschennamens über die ganze Erde hin sich wirk lich ausbreiten kann. Das ist eine der praktischen Seiten, eine der moralisch-ethischen Sei ten unserer geisteswissenschaftlichen Bestrebungen, daß lebendig werden kann durch das Verständnis unserer Geisteswissenschaft dies, daß — in welche der sich bekämpfenden Menschengruppen wir auch unser Ich hineintragen — wir in die sich bekämpfenden Menschengruppen die Kraft hineintragen, die da kommt von dem Wort «Nicht ich, sondern der Christus in mir». Damit tragen wir etwas hinein, was der ganzen Menschheit, nicht einer einzelnen Gruppe angehört, und das ist dasjenige, was erst zum wahren geistigen Verständnis des Christentums führen kann.

[ 32 ] Aber man wird sich auch damit abfinden müssen, daß noch viele Rückschläge gegen diese geistige Erfassung des Christus-Impulses kommen. Dasjenige, was statt nacheinander nebeneinander aufgetreten ist, wird noch lange, lange auf der Erde Kräfte entfachen, die gegen eine geistige Erfassung der Menschheitsgleichheit über die ganze Erde hin ankämpfen. Das wird noch viele, viele furchtbare Stürme geben, und zum großen Teil haben diese Stürme den Sinn, den luziferisch-ahrimanischen Kampf fortzusetzen gegen den Christus-Impuls. Und es wird eine der größten, eine der schönsten, der bedeutendsten Errungenschaften sein, wenn wir schon in unserer Zeit wenigstens ein kleines Häuflein von Menschen sein können, die Verständnis für diesen Vereinheitlichungsgedanken der ganzen Menschheit haben, Verständnis dafür, wie luziferisch-ahrimanische Zurückgebliebenheiten auf der Erde Spezielles erstreben in einzelnen Menschengruppen mit Ausschluß anderer Menschengruppen. Es ist wirklich schwierig, heute schon ein letztes Wort über diese Dinge zu sagen. Ein letztesWort über diese Dinge gesprochen, würde heute, so wie die Menschenherzen einmal sind, eher aufreizend, eher bestürzend wirken, eher Widerstand, vielleicht sogar Haß und Schmähung herausfordern, als daß es im Sinne des Christus-Impulses wirkte. Aber so viel eben gesagt werden kann über dieses Prinzip im Christus-Impuls, das die Errettung der Menschheit aus der leiblichen Zersplitterung in die geistige Vereinheitlichung hinein ist, das muß ausgesprochen werden, denn das muß wirksam und immer wirksamer werden innerhalb der Menschheitsentwickelung. Ruhig und mutig muß man entgegengehen können der Vermannigfaltigung der Menschennatur, weil man weiß, man kann in alle die menschlichen Verschiedenheiten hinein ein Wort tragen, das nicht nur ein Wort des Sprechens, sondern das ein Wort der Kraft ist. Mögen Gruppen, die sich gegenseitig bekämpfen, innerhalb des Erdendaseins auftreten, mögen wir der einen oder der andern dieser Gruppen angehören, wissen können wir, daß wir in jede der Gruppen etwas hineintragen können, was sprechen darf: «Nicht ich, sondern der Christus in mir», und das, was der «Christus in mir» ist, das bewirkt keine Gruppierungen, das bewirkt, daß die Glorie des Menschennamens über die ganze Erde hin sich wirk lich ausbreiten kann. Das ist eine der praktischen Seiten, eine der moralisch-ethischen Sei ten unserer geisteswissenschaftlichen Bestrebungen, daß lebendig werden kann durch das Verständnis unserer Geisteswissenschaft dies, daß — in welche der sich bekämpfenden Menschengruppen wir auch unser Ich hineintragen — wir in die sich bekämpfenden Menschengruppen die Kraft hineintragen, die da kommt von dem Wort «Nicht ich, sondern der Christus in mir». Damit tragen wir etwas hinein, was der ganzen Menschheit, nicht einer einzelnen Gruppe angehört, und das ist dasjenige, was erst zum wahren geistigen Verständnis des Christentums führen kann.

[ 33 ] Große geistige Weltenwege, sie drücken sich immer darinnen aus, daß sie zuletzt auf einfache Worte gebracht werden. Versuchen wir nun einmal, in welch einfachen Worten im Grunde genommen die ganze Summe des fast zwei Jahrtausende in die Welt gedrungenen Christentums ausgesprochen werden kann. Nur werden diese einfachen Worte erst auf Grundlage von breiten Entwickelungen erreicht. Sie waren nicht gleich da, diese einfachen Worte, in die das Christentum gefaßt werden kann, sie mußten erst errungen werden. Nun, dessen dürfen wir uns ganz klar sein: Wir gehören zu denen, die erst daran arbeiten, daß einmal ganz, ganz einfache Worte werden gefunden werden müssen, die zusammenfassen, in einer ungemein primitiven Weise werden zusammenfassen die Wahrheiten, die wir heute ausbreiten und entwickeln müssen, Aber ohne diese Entwickelung würde das Einfache niemals kommen können. Dessen können wir sicher sein: Wenn wir auch heute noch nicht in der Lage sind, aus irgendeiner Sprache heraus die einfachen Worte formen zu können, die unsere geisteswissenschaftlichen Bestrebungen, ich möchte sagen, auf einer Viertelseite zusammenfassen, so daß sie einleuchten können allem menschlichen Geistesstreben, wie das beim Christentum wirklich geschehen kann, beim Christentum, wie es vor zwei Jahrtausenden entstanden ist, so wird in diesen einfachen Formulierungen doch etwas stecken von dem, was ich gerade heute versuchte, Ihnen anzudeuten, etwas, was den geistigen Blick hinwenden wird auf die Entwickelung der Menschheit, auf die Bedeutung der griechisch-lateinischen Zeit, auf das Hereinfallen des Mysteriums von Golgatha in diese Zeit, auf den Gegensatz, auf die Polarität von Christus und Luzifer-Ahriman. Das, was in allem erkannt werden kann, wird sich zusammendrängen in wenige Worte, die dann so auf die zukünftige Menschheit gehen werden, wie etwa, wenn wir heute aussprechen «Du sollst Gott über alles lieben und deinen Nächsten wie dich selbst». Wie darin etwas liegt, was in langer Entwickelung erst errungen werden mußte, so wird man in einfachen Worten die Dinge später zusammenfassen. Dann werden sie den Menschen einleuchten.

[ 33 ] Große geistige Weltenwege, sie drücken sich immer darinnen aus, daß sie zuletzt auf einfache Worte gebracht werden. Versuchen wir nun einmal, in welch einfachen Worten im Grunde genommen die ganze Summe des fast zwei Jahrtausende in die Welt gedrungenen Christentums ausgesprochen werden kann. Nur werden diese einfachen Worte erst auf Grundlage von breiten Entwickelungen erreicht. Sie waren nicht gleich da, diese einfachen Worte, in die das Christentum gefaßt werden kann, sie mußten erst errungen werden. Nun, dessen dürfen wir uns ganz klar sein: Wir gehören zu denen, die erst daran arbeiten, daß einmal ganz, ganz einfache Worte werden gefunden werden müssen, die zusammenfassen, in einer ungemein primitiven Weise werden zusammenfassen die Wahrheiten, die wir heute ausbreiten und entwickeln müssen, Aber ohne diese Entwickelung würde das Einfache niemals kommen können. Dessen können wir sicher sein: Wenn wir auch heute noch nicht in der Lage sind, aus irgendeiner Sprache heraus die einfachen Worte formen zu können, die unsere geisteswissenschaftlichen Bestrebungen, ich möchte sagen, auf einer Viertelseite zusammenfassen, so daß sie einleuchten können allem menschlichen Geistesstreben, wie das beim Christentum wirklich geschehen kann, beim Christentum, wie es vor zwei Jahrtausenden entstanden ist, so wird in diesen einfachen Formulierungen doch etwas stecken von dem, was ich gerade heute versuchte, Ihnen anzudeuten, etwas, was den geistigen Blick hinwenden wird auf die Entwickelung der Menschheit, auf die Bedeutung der griechisch-lateinischen Zeit, auf das Hereinfallen des Mysteriums von Golgatha in diese Zeit, auf den Gegensatz, auf die Polarität von Christus und Luzifer-Ahriman. Das, was in allem erkannt werden kann, wird sich zusammendrängen in wenige Worte, die dann so auf die zukünftige Menschheit gehen werden, wie etwa, wenn wir heute aussprechen «Du sollst Gott über alles lieben und deinen Nächsten wie dich selbst». Wie darin etwas liegt, was in langer Entwickelung erst errungen werden mußte, so wird man in einfachen Worten die Dinge später zusammenfassen. Dann werden sie den Menschen einleuchten.

[ 34 ] Aber unsere geistige Arbeit ist dazu notwendig, denn das Einfache in der geistigen Entwickelung der Menschheit entsteht erst dann, wenn Menschen sich entschlossen haben, durch längere Zeit hindurch die Einzelheiten kennenzulernen. Zu dem sind Sie aufgerufen, mitzutun an dieser Entwickelung, die dann dazu führt, daß etwas in einfacher, lichter Klarheit vor die Menschheit hintritt, was heute aus dem Grunde, weil wir noch nicht die Worte in den Sprachen dafür haben, noch nicht ausgesprochen werden kann, wohin aber unsere Geisteswissenschaft tendieren muß. Wenn Sie sich in einer solchen geistigen Strömung fühlen und gerne innerhalb dieser geistigen Strömung sind, weil Sie sie für eine Notwendigkeit innerhalb der Menschheitsentwickelung erkennen, dann sind Sie mit dem rechten Sinn in dieser geistigen Bewegung, sind so in dieser geistigen Bewegung, daß Sie das Größte, wohin diese geistige Bewegung tendiert, in der richtigen Weise anschauen aus immer besserem Verständnis der Gegensätzlichkeit des Christus und Luzifer-Ahrimans und der Notwendigkeit dieses Gegensatzes.

[ 34 ] Aber unsere geistige Arbeit ist dazu notwendig, denn das Einfache in der geistigen Entwickelung der Menschheit entsteht erst dann, wenn Menschen sich entschlossen haben, durch längere Zeit hindurch die Einzelheiten kennenzulernen. Zu dem sind Sie aufgerufen, mitzutun an dieser Entwickelung, die dann dazu führt, daß etwas in einfacher, lichter Klarheit vor die Menschheit hintritt, was heute aus dem Grunde, weil wir noch nicht die Worte in den Sprachen dafür haben, noch nicht ausgesprochen werden kann, wohin aber unsere Geisteswissenschaft tendieren muß. Wenn Sie sich in einer solchen geistigen Strömung fühlen und gerne innerhalb dieser geistigen Strömung sind, weil Sie sie für eine Notwendigkeit innerhalb der Menschheitsentwickelung erkennen, dann sind Sie mit dem rechten Sinn in dieser geistigen Bewegung, sind so in dieser geistigen Bewegung, daß Sie das Größte, wohin diese geistige Bewegung tendiert, in der richtigen Weise anschauen aus immer besserem Verständnis der Gegensätzlichkeit des Christus und Luzifer-Ahrimans und der Notwendigkeit dieses Gegensatzes.

[ 35 ] Das ist es, was ich gerade heute vor Ihre Seelen hinstellen wollte. Es hängt das ja zusammen mit der Frage nach dem Sinn unserer ganzen Erdenentwickelung. So ist es doch, daß, wenn Geister von andern Planeten auf die Erde hinabschauen und fragen: Welches ist der Sinn dieser Erdenentwickelung? — sie diesen Sinn erkennen werden, wenn sie etwas erfahren von dem Mysterium von Golgatha. Denn alles, was im Laufe der Erdenentwickelung geschieht, erlangt erst seinen Sinn durch das Mysterium von Golgatha. Das strahlt hinaus in den Weltenraum und gibt allem andern, was von der Erde hinausstrahlt, seinen Sinn, seinen Mittelpunktssinn!

[ 35 ] Das ist es, was ich gerade heute vor Ihre Seelen hinstellen wollte. Es hängt das ja zusammen mit der Frage nach dem Sinn unserer ganzen Erdenentwickelung. So ist es doch, daß, wenn Geister von andern Planeten auf die Erde hinabschauen und fragen: Welches ist der Sinn dieser Erdenentwickelung? — sie diesen Sinn erkennen werden, wenn sie etwas erfahren von dem Mysterium von Golgatha. Denn alles, was im Laufe der Erdenentwickelung geschieht, erlangt erst seinen Sinn durch das Mysterium von Golgatha. Das strahlt hinaus in den Weltenraum und gibt allem andern, was von der Erde hinausstrahlt, seinen Sinn, seinen Mittelpunktssinn!